Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 18451
Eingetragen
9.12.2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
Die Errichtung von technologieorientierter Software und die Erbringung von Dienstleistungen für Produktionsbetriebe; weiterhin die gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Heike Trappiel
seit 27.10.2022
Prokura
Andreas Mühlmeister
seit 9.12.2020
Prokura
Stefan Hermann
seit 9.12.2020
Prokura
Jochen Stamerjohanns
seit 9.12.2020
Prokura
Thomas Schatz
seit 9.12.2020
Prokura
Heinrich Junker
seit 9.12.2020
Prokura
Thomas Dr. Wunderlich
seit 9.12.2020
Prokura
Leonard Mitranescu
seit 9.12.2020
Prokura
Thomas Wolf
seit 9.12.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Schneider Electric Industries SASFRA
67.90%
Schneider Electric Industries SASFRA
22.10%
Schneider Electric Industries SASFRA
10.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Schneider Electric Holding Germany GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ProLeiT GmbH

Herzogenaurach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Auftragsbedingungen

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ProLeiT GmbH, Herzogenaurach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ProLeiT GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ProLeiT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 14. November 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Alexander Karthaus, Wirtschaftsprüfer

Kerstin Schuster, Wirtschaftsprüferin

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 329.709,81 537.421,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
329.710,81 537.422,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksglelche Rechte und Bauten 183.306,95 204.465,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.232.087,78 2.606.490,13
2.415.394,73 2.810.956,12
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 764.356,20 652.806,20
3.509.461,74 4.001.184,43
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 18.876.630,10 25.694.706,94
2. Waren 0,00 10.650,00
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -12.450.614,42 -18.795.062,41
6.426.015,68 6.910.294,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.292.638,02 3.550.787,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.225.091,91 17.856.434,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 376.353,58 394.119,31
16.894.083,51 21.801.341,74
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 12.708,41
23.320.099,19 28.724.344,68
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.265,14 63.785,88
26.848.826,07 32.789.314,99

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 496.999,16 496.999,16
III. Gewinnrücklage 300.000,00 300.000,00
IV. Gewinnvortrag 1.743.659,28 1.743.659,28
5.540.658,44 5.540.658,44
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Pensionsrückstellungen 614.325,00 645.822,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 12.615,10
3. Sonstige Rückstellungen 9.719.615,25 9.940.439,05
10.333.940,25 10.598.876,15
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.147.781,26 7.595.182,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 642.143,25 402.673,66
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.104.069,06 7.606.643,39
4. Sonstige Verbindlichkeiten 824.465,11 854.818,76
- davon aus Steuern: EUR 437.440,91 (Vorjahr: EUR 760.524,99)
- davon Im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 100,00)
10.718.458,68 16.459.318,42
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 255.768,70 190.461,98
26.848.826,07 32.789.314,99

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 53.529.734,53 33.507.060,65
2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -6.818.076,84 3.389.059,33
3. Sonstige betriebliche Erträge 551.785,22 887.854,55
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 1.542,39 (Vorjahr: EUR 2.620,70)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -3.194.048,90 -2.561.771,50
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.831.284,61 -2.863.005,74
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -26.475.942,82 -30.973.812,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -4.908.005,14 -5.084.755,54
- davon für Altersversorgung EUR 55.926,64 (Vorjahr: EUR 487.382,00)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -767.932,92 -673.969,75
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.229.215,97 -10.778.982,78
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 19.511,15 (Vorjahr: EUR 0,00)
8. Erträge aus Beteiligungen 1.369.194,27 240.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.369.194,27 (Vorjahr: EUR 240.000,00)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.009,38 25.672,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 16.870,38 (Vorjahr: EUR 20.625,00)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -338.503,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -297.093,53 -66.146,39
- davon an verbundene Unternehmen EUR 297.027,19 (Vorjahr: EUR 66.146,39)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -95.869,25 -71.675,67
13. Ergebnis nach Steuern -131.746,58 -15.362.976,50
14. Sonstige Steuern -5.301,46 -7.862,22
15. Erträge aus Verlustübernahme 137.048,04 15.370.838,72
16. Jahresfehlbetrag/ -überschuss 0,00 0,00

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Die ProLeiT GmbH mit Sitz in Herzogenaurach ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Fürth unter der Nummer HRB 18451 eingetragen.

Der Jahresabschluss der ProLeiT GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz ist nach dem handelsrechtlichen Gliederungsschema gemäß § 266 HGB vorgenommen, die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Der Abschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Im Anhang sind die nach den gesetzlichen Vorschriften anzubringenden Vermerke aufgeführt, soweit sie in Ausübung des Wahlrechts nicht bereits in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung gemacht wurden.

Die Berichtsperiode der ProLeiT GmbH umfasst im vorliegenden Abschluss den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

2.1 Anlagevermögen

2.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von maximal 5 Jahren zugrunde.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in Höhe des Betrages angesetzt, um den die im Rahmen der Verschmelzung zum 1. Januar 2000 für die Übernahme der PROLEIT Gesellschaft für technologieorientierte Prozeßleit- und Steuerungssoftware mbH bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden überstieg. Der Geschäftswert wurde planmäßig auf die Geschäftsjahre verteilt, in denen er voraussichtlich genutzt wird (15 Jahre). Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Erinnerungswert von 1,00 EUR fortgeführt.

2.1.2 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände abgeschrieben. Diese beträgt für grundstücksgleiche Rechte 5 Jahre und für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens im Rahmen der üblichen Nutzungsdauer im Wesentlichen zwischen 3 und 20 Jahren.

Seit 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter des abnutzbaren beweglichen Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten netto EUR 800 nicht überschreiten, im Anlagenspiegel sofort und in voller Höhe beim Erwerb abgeschrieben.

2.1.3 Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 2 HGB bewertet, sofern es sich um eine dauernde Wertminderung handelt (§ 279 Abs. 1 S. 2 HGB).

2.2 Umlaufvermögen

2.2.1 Vorräte

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden anteilig in angemessener Höhe in die Herstellungskosten einbezogen.

Darüber hinaus ist dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung in vollem Umfang Rechnung getragen worden.

Die von den Kunden erhaltenen Anzahlungen werden projektbezogen bis zur Höhe der Herstellungskosten von den Vorräten abgesetzt. Darüberhinausgehende Anzahlungen werden auf der Passivseite ausgewiesen.

2.2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschlägen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessen Rechnung getragen. Die Forderungen haben regelmäßig eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind auf den Barwert abgezinst.

2.3 Aktive Rechnungsabgrenzung

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag abgegrenzt, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

2.4 Rückstellungen

2.4.1 Pensionsrückstellungen

Die zum Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2023 bestehenden Verpflichtungen aus Pensionszusagen wurden auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens bewertet. Die Berechnung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit) durchgeführt. Dabei wurde unter der Annahme der individuellen Restlaufzeit ein Rechnungszins von 1,83% (Vorjahr: 1,78 %) angesetzt. Aufgrund der Festbetragszusagen wurden ein Gehaltstrend von 0,00 % (Vorjahr: 0,00 %), und ein Rententrend von 0,00 % (Vorjahr: 0,00 %) angenommen. Das Pensionsalter wird mit 65 Jahren angenommen. Sterbe- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten basieren auf den Richttafeln R 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 hat die ProLeiT GmbH Rückdeckungsversicherungen in Form einer arbeitgeberfinanzierten Unterstützungskasse zur Deckung der bestehenden Pensionsverpflichtungen abgeschlossen. Das zum 31. Dezember 2023 aufgebaute Deckungsvermögen wurde zum Zeitwert bewertet und entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

2.4.2 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

2.5 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden bei Zugang sowie zum jeweiligen Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet.

2.6 Passive Rechnungsabgrenzung

Bei passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

3 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel, der diesem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt.

3.2 Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023 setzt sich wie folgt zusammen (Beträge in Landeswährung):

Name und Sitz Anteilsbesitz Eigenkapital Ergebnis
% In TEUR In TEUR
ProLeiT B. V., Enschede, Niederlande *) 100,00 191 -28
ProLeiT Automação LTDA, Piracicaba, Brasilien 100,00 525 -221
ProLeiT Automation Systems Co. Ltd., Shanghai, V.R. China 100,00 551 271
ProLeiT Iberia S.L.U., Sevilla, Spanien 100,00 1.110 913
ProLeiT Automation LLC, Kiew, Ukraine 100,00 -63 167
ProLeiT Corp., Chicago, USA 100,00 2.554 1.253
ProLeiT S.R.L., Monterrey, Mexiko 99,00 -123 - 70
ProLeiT Bulgaria OOD Sofia, Bulgarien 75,10 27 -11

*) Der finale Einzelabschluss für das Geschäftsjahr 2023 von ProLeiT B.V., Enschede, Niederlande, lag bei Erstellung des Anhangs noch nicht vor. Es handelt sich um vorläufige Werte.

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich folgende Änderungen im Anteilsbesitz ergeben:

ProLeiT S.R.L., Monterrey, Mexiko

Mit Vertrag vom 22. September 2023 hat die ProLeiT GmbH weitere 32,33% der Anteile vom Mitgesellschafter erworben.

3.3 Umlaufvermögen

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.292 3.551
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.225 17.856
davon gegen Gesellschafter 137 15.371
Sonstige Vermögensgegenstände 376 394
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 320 320

Mit Ausnahme des oben genannten Betrags, haben sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich um die Forderung aus der Ergebnisabführung bzw. der Verlustübernahme für 2023. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten eine Forderung aus Cashpool gegen die Boissiere Finance SNC, Frankreich, über TEUR 8.952 (im Vorjahr bestand eine Verbindlichkeit), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.372 (Vorjahr: TEUR 1.399), Forderungen aus Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 444) sowie Finanzforderungen von TEUR 764 (Vorjahr: TEUR 643).

3.4 Eigenkapital

3.4.1 Stammkapital

Das Stammkapital der ProLeiT GmbH in Höhe von TEUR 3.000 wird unverändert zum Vorjahr zu 100% von der Schneider Electric Holding Germany GmbH mit Sitz in Berlin gehalten.

3.5 Rückstellungen

3.5.1 Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen aus unmittelbaren Versorgungszusagen an 8 Personen betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.951 (Vorjahr: TEUR 4.944).

Aufgrund der Anwendung des § 253 Abs. 2 HGB i. d. F. des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie ergab sich zum 31. Dezember 2023 folgender Unterschiedsbetrag:

% TEUR
Pensionsverpflichtung auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes § 253 Abs. 2 HGB a.F. 1,76 4.996
Pensionsverpflichtung auf Basis eines 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes § 253 Abs. 2 HGB i. d. F. des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie 1,83 4.951
Unterschiedsbetrag 45

In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 hat die ProLeiT GmbH Rückdeckungsversicherungen in Form einer arbeitgeberfinanzierten Unterstützungskasse zur Deckung der bestehenden Pensionsverpflichtungen abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert dieses Deckungsvermögens hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Deckungsvermögen zu Beginn des Geschäftsjahres 4.367
Beitrag des Arbeitgebers (Anschaffungskosten des Deckungsvermögens) 150
Rentenzahlungen -90
Zinsertrag 168
Versicherungsmathematische Gewinne / Verlust -104
Deckungsvermögen am Ende des Geschäftsjahres zum beizulegenden Zeitwert 4.491

Das Deckungsvermögen wurde zum Zeitwert, der dem garantierten Rückkaufswert der Rückdeckungsversicherung entspricht, bewertet und gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

3.5.2 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Mitarbeiteransprüche aus Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen, Sterbegeld sowie Urlaubs- und Überstundenansprüche 7.494 8.361
nachträgliche Aufwendungen für abgeschlossene Projekte 1.618 829
Gewährleistungsansprüche 206 191
Jahresabschlusskosten 90 112
Drohverluste 8 85
Berufsgenossenschaft und Schwerbehindertenabgabe 68 51
übrige 236 311
9.720 9.940

3.6 Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2023 wird in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen eine Verbindlichkeit aus Cashpool gegen die Boissiere Finance SNC, Frankreich, über TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7.038) ausgewiesen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.097 (Vorjahr: TEUR 569).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind unbesichert.

3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen bei der ProLeiT GmbH sonstige finanzielle Verpflichtungen und betreffen folgende Sachverhalte:

bis 1 Jahr 1-5 Jahre mehr als 5 Jahre
Mietverträge 1.596 4.938 694
KFZ-Leasing 214 189 0
sonstige Leasingverpflichtungen 1 0 0
1.810 5.127 694

3.8 Chancen und Risiken aus Miet- und Leasing

Die Miete des Betriebsgebäudes in Herzogenaurach sowie das Leasing für Kraftfahrzeuge und andere Betriebs- und Geschäftsausstattung hat für die ProLeiT GmbH Vorteile, insbesondere hinsichtlich der Liquiditätsbelastung, der Eigenkapitalquote in Folge der Bilanzneutralität und der Planungs- und Kalkulationssicherheit durch feste Vertragsparameter. Wesentliche Risiken aus den genannten Miet- und Leasing-Verträgen bestehen nicht.

3.9 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufteilen:

Umsätze nach Tätigkeitsbereichen 2023 2022
TEUR TEUR
Engineering 22.387 13.821
License 9.418 8.439
Commissioning 10.394 5.870
Service Level Agreements (SLA) 5.444 3.171
Hardware 2.840 2.106
Subscriptions 3.047 100
53.530 33.507
Umsätze nach geographisch bestimmten Märkten 2023 2022
TEUR TEUR
Inland 28.506 18.505
Europa (ohne Deutschland) 15.122 9.744
Andere 9.902 5.258
53.530 33.507

3.10 Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Wesentlichen die Erträge aus Sachbezügen (TEUR 222; Vorjahr: TEUR 309), Ausbuchung von Verbindlichkeiten (TEUR 102; Vorjahr: TEUR 0) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 177; Vorjahr: TEUR 171) ausgewiesen.

3.11 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen:

2023 2022
TEUR TEUR
Raum- und Mietaufwendungen 2.379 2.018
Management Fees 2.093 3.412
IT-Kosten 1.374 750
Reise- und Bewirtungsaufwendungen 930 786
Personalnebenkosten 449 598
Kraftfahrzeugaufwendungen inclusive Leasing 643 763
Werbe- und Messeaufwendungen 539 414
Büro- und sonstiger Betriebsbedarf 214 171
Aufwendungen für Kommunikation 163 251
Miet- und Leasingaufwendungen 134 199
Rechts- und Beratungskosten 117 353
Forderungsverluste 110 150
Versicherungen, Beiträge und sonstige Abgaben 73 60
Aufwendungen für Integration 0 161
Verluste aus dem Verkauf von Beteiligungen 0 102
übrige 1.011 591
10.229 10.779

3.12 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Erträge bzw. Aufwendungen aus der Abzinsung der Pensions- und Sterbegeldverpflichtungen und des Deckungsvermögens wurden im Geschäftsjahr 2023 im Personalaufwand erfasst.

2023 2022
TEUR TEUR
Aufwand Abzinsung der Pensionsverpflichtungen 142 12
Ertrag / Aufwand aus der Abzinsung Deckungsvermögen -168 - 37
-26 -25

3.13 Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
(-) Steueraufwand / (+) Steuerertrag für Vorjahre 12 27
(-) laufender Steueraufwand / (+) Steuerertrag (für ausländische Steuern) -108 -99
-96 -72

Die Gesellschaft schuldet aufgrund einer körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Organschaft mit ihrer Gesellschafterin keine laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Die ausgewiesenen Beträge betreffen ausländische Sachverhalte. Eventuell existierende latente Steuern werden beim Organträger ausgewiesen.

Die sonstigen Steuern betreffen Kfz-Steuer.

3.14 Erträge und Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind

Die Umsatzerlöse enthalten nicht periodengerecht erfasste Beträge in Höhe von TEUR 1.309 die dem Geschäftsjahr 2022 zuzurechnen sind. Die korrespondierenden und ebenfalls nicht periodengerecht erfassten Aufwendungen hierzu belaufen sich auf TEUR 979.

4 SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

4.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

2023 2022
Angestellte (ohne Geschäftsführung) 504 489
darin Auszubildende -78 -96
durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter gem. § 267 Abs. 5 HGB 426 393

4.2 Geschäftsführung

Alleiniger Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war

 

Herr Friedrich Richter, Managing Director

 

Herr Jürgen Wölfl, Managing Director (ab 01.06.2024)

Hinsichtlich der Angaben zu den Geschäftsführervergütungen wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch gemacht.

4.3 Prüferhonorare

Da die Prüferhonorare im übergeordneten Konzernabschluss der Schneider Electric S.E., Rueil- Malmaison / Frankreich, angegeben werden, macht die Gesellschaft vom Wahlrecht des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB Gebrauch und veröffentlicht diese Angaben nicht zusätzlich.

4.4 Konzernverhältnisse

Das Stammkapital wird zu 100% von der Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, gehalten. Die Aufstellung eines Konzernabschlusses auf Ebene der Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, unterbleibt, weil die Schneider Electric Holding Germany GmbH als Tochterunternehmen der Schneider Electric S.A., Rueil-Malmaison in Frankreich, von den Befreiungen gemäß § 291 HGB Gebrauch macht.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Schneider Electric S.A., Rueil-Malmaison in Frankreich einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Gesellschaften erstellt. Der Konzernabschluss ist bei dieser Gesellschaft oder unter www.infogreffe.fr erhältlich. Der Konzernabschluss wird gemäß den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Im befreienden Konzernabschluss der Schneider Electric S.E., Rueil-Malmaison / Frankreich, werden folgende wesentliche, vom deutschen Bilanzrecht abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden angewendet:

Der Konzernabschluss wird gemäß den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Anlagevermögen

Die Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens unterscheiden sich wie folgt:

Nutzungsdauer
Anlageposition
ProLeiT GmbH Konzern
Bauten 10 / 25 Jahre 10 / 40 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwert 15 Jahre grds. Unbegrenzt

Finanzanlagen

Im Einzelabschluss der ProLeiT GmbH, Herzogenaurach, werden Finanzanlagen zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Nach der konzerneinheitlichen Bewertungsmethode werden Finanzanlagen in jedem Jahr neu bewertet und zum beizulegenden Wert (sog. "Fair Value") angesetzt.

Latente Steuern

Sofern latente Steuern zu ermitteln sind, werden diese auf Ebene des Organträgers, der Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, ausgewiesen.

Rückstellungen für Altersversorgung

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen unterscheidet sich in der Höhe des anzuwendenden Zinssatzes.

Bilanzierung von Leasingvertragen

Leasingverhältnisse werden nach IFRS nicht mehr als Mietverhältnisse und damit als schwebende Geschäfte gesehen, sondern werden in der Bilanz angesetzt. Der Leasingnehmer aktiviert ein Nutzungsrecht und passiviert eine Leasingverbindlichkeit.

4.5 Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nicht ergeben.

 

Herzogenaurach, 14. November 2024

ProLeiT GmbH

Friedrich Richter, Geschäftsführer

Jürgen Wölfl, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Korrektur Vorjahreswerte *) Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 678.755,09 0,00 19.833,04 698.588,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.040.075,06 0,00 0,00 14.040.075,06
14.718.830,15 0,00 19.833,04 14.738.663,19
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 291.471,53 0,00 0,00 291.471,53
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.669.103,98 0,00 146.109,06 4.815.213,04
4.960.575,51 0,00 146.109,06 5.106.684,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.114.718,03 -123.408,83 111.550,00 1.102.859,20
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 308.000,00 -308.000,00 0,00 0,00
1.422.718,03 -431.408,83 111.550,00 1.102.859,20
21.102.123,69 -431.408,83 277.492,10 20.948.206,96
Abschreibungen
01.01.2023 Korrektur Vorjahreswerte *) Zugänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 141.333,98 0,00 227.544,34 368.878,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.040.074,06 0,00 0,00 14.040.074,06
14.181.408,54 0,00 227.544,34 14.408.952,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 87.005,54 0,00 21.159,04 108.164,58
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.062.613,85 1.281,87 519.229,54 2.583.125,26
2.149.619,39 1.281,87 540.388,58 2.691.289,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 461.911,83 -123.408,83 0,00 338.503,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 308.000,00 -308.000,00 0,00 0,00
769.911,83 -431.408,83 0,00 338.503,00
17.100.939,76 -430.126,96 767.932,92 17.438.745,22
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 329.709,81 537.421,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
329.710,81 537.422,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 183.306,95 204.465,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.232.087,78 2.606.490,13
2.415.394,73 2.810.956,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 764.356,20 652.806,20
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
764.356,20 652.806,20
3.509.461,74 4.001.184,43

*) Korrektur Vorjahreswerte aufgrund der Anpassung in der Datenmigration

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1. Geschäftstätigkeit und Konzernstruktur

ProLeiT ist ein führender Anbieter von Prozess-, Betriebs- und Produktionsleittechnik. Der Branchenfokus umfasst im Wesentlichen die gesamte Prozessindustrie und reicht von der Nahrungs- und Genussmittelindustrie bis hin zur Chemie und Pharmazie.

ProLeiT hat sich in seiner Marktbearbeitung bereits seit vielen Jahren international ausgerichtet und kann unzählige internationale Referenzen vorweisen. Derzeit besteht die ProLeiT Gruppe aus der Muttergesellschaft ProLeiT GmbH in Herzogenaurach sowie 8 Auslandstochtergesellschaften (siehe Schaubild).

Mit dem Anteilserwerb durch die Schneider Electric Holding Germany GmbH, mit Sitz in Berlin, wurde die ProLeiT GmbH in 2020 Teil des Schneider Electric Konzerns.

Mit der Akquise der ProLeiT holte sich Schneider Electric ein Unternehmen an die Seite, deren Lösungen und Branchenexpertise eine weitere Marktdurchdringung besonders in den Bereichen Konsumgüter (CPG) und Food & Beverage (F&B) ermöglichen. Mit der eigenen Systemarchitektur EcoStruxure, in der die AVEVA Software bereits fest verankert ist und die durch das ProLeiT Portfolio nochmals verstärkt wird, treibt Schneider Electric, selbst in über 100 Ländern weltweit tätig, schon lange erfolgreich die digitale Transformation in der Industrieautomation voran.

Die von ProLeiT entwickelten Manufacturing Execution Systeme (MES) und Process Control Systeme (PCS) Plant iT und brewmaxx basieren auf einer über 30jährigen Expertise, die auf hohem technischem Knowhow und einem tiefgreifenden Branchenwissen beruht. Die Lösungen adressieren gezielt F&B Branchen wie Brauereien oder Molkereien und verstärken künftig die Softwareebene der Schneider Electric EcoStruxure Architektur, die auch den Bestandskunden der ProLeiT zur Verfügung steht.

Für die ProLeiT bedeutet die Übernahme einen erweiterten Zugriff auf Komponenten von Schneider Electric, die eine ganzheitliche Lösung schaffen, beispielsweise Steuerungen, Antriebe, vernetzte Mess- und Kontrollkomponenten oder komplette Niederspannungsanlagen. Die digitale Transformation existierender Installationsbasen hin zu integrativen lloT-Anwendungen kann künftig aus einer Hand erfolgen.

2. Interne Organisation und Entscheidungsfindung

Der ProLeiT-Konzern wird zentral durch die Geschäftsführung der ProLeiT GmbH geführt und überwacht. Die Geschäftsführung besteht seit 2024 aus zwei Mitgliedern. Gemeinsam mit den Leitern zentraler Funktionsbereiche übt die Geschäftsführung die Konzernleitung aus.

Aufbauend auf der monatlichen und somit aktuellen Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung erhält die Geschäftsführung eine regelmäßige Berichterstattung. Die Berichterstattung zeigt mögliche Abweichungen von den Plangrößen in einem Soll-Ist-Vergleich auf und dient als Grundlage zur Lösungsfindung innerhalb des Konzerns. Es werden etwaige Abweichungen von den Zielvorgaben unverzüglich erkannt und entsprechende Maßnahmen zeitnah eingeleitet.

3. Markt und Branchen

Gesamtwirtschaft

"Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher." 1

Die Prognosen für 2024 bewegen sich zwischen 0,2% und 0,4%, wobei die überwiegende Anzahl er Institutionen von einem leichten Anstieg des BIP in Deutschland ausgeht. Für 2025 liegen die Erwartungen bei bis zu 1,5%. 2

Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich zu Jahresbeginn weiter verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar weiter gefallen, da die Unternehmen ihre aktuelle Lage schlechter beurteilen als im Dezember 2023. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen erneut pessimistischer aus. Die deutsche Wirtschaft steckt in der Rezession fest. 3

1 Destatis Pressemitteilung vom 15.01.2024-019/24: "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken"
2 www.businessinsider.de: "Alle wichtigen Konjunktur-Prognosen für Deutschland 2024 und 2025 in einer Tabelle" vom 20.06.2024
3 Ifo Institut, ifo Pressemitteilung vom 25.01.2024: "ifo Geschäftsklimaindex gefallen (Januar 2024)"

Branche

Als führender Anbieter von Prozess-, Betriebs- und Produktionsleittechnik mit Fokus auf die Nahrungs- und Genussmittelindustrie bis hin zur Chemie und Pharmazie Industrie wird die Entwicklung der ProLeiT GmbH vor allem durch die Nachfrage im Anlagenbau und der Automatisierung in den genannten Branchen beeinflusst.

"Es war ein schwieriges Jahr mit einem durchwachsenen Ergebnis", fasst Chefvolkswirt Ralph Wiechers vom Branchenverband VDMA 2023 zusammen. Nach seinen Angaben gab es bei den Aufträgen ein Minus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "In den großen Absatzmärkten Europa, den USA, China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung... Der Auftragsrückgang hatte bislang überschaubare Folgen auf Umsatz und Produktion in Deutschland. Die meisten Firmen arbeiten immer noch die älteren Auftragsbestände aus den Vorjahren ab." 5

Bestätigt wird diese Annahme durch Angaben zum Auftragseingang durch Statista vom 04.06.2024: "Im April 2024 lag der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau rund 10% über dem Wert des Vorjahresmonats. Damit lag der Auftragseingang innerhalb der Branche zum ersten Mal seit September 2022 wieder im positiven Bereich. Damit zeichnet sich eine Entspannung der Auftragseingänge im Maschinen- und Anlagenbau ab." 6

Positive Aussichten gibt es auch für den globalen Biermarkt. "Die Größe des globalen Biermarktes wurde im Jahr 2023 auf 821,39 Mrd. $ geschätzt und wird voraussichtlich von 851,15 Mrd. $ im Jahr 2024 auf 1.167,47 Mrd. $ im Jahr 2032 wachsen, was einer CAGR von 4,03% während des Prognosezeitraums entspricht." In 2023 stieg der weltweite Verbrauch um 4% auf 185,6 Millionen Kiloliter. Vor allem auf dem asiatischen Markt, unter anderem in China, Indien und Japan, wurde der Bierkonsum gesteigert. In den USA ist die Zahl der Brauereien von 9.119 in 2022 auf 9.336 in 2023 angestiegen. 7

Der globale Markt für Molkereiprodukte erreichte im Jahr 2023 ein Volumen von 944,7 Mrd. US$. Die IMARC Group geht davon aus, dass der Markt bis 2032 1.459,3 Milliarden US-Dollar erreichen wird, mit einer Wachstumsrate (CAGR) von 4,95 % zwischen 2024 und 2032. Der Markt erfährt ein stabiles Wachstum aufgrund der sich ändernden Ernährungsgewohnheiten der Menschen. Die steigende Weltbevölkerung, die schnelle Urbanisierung und das zunehmende Bewusstsein der Menschen für Gesundheit und Ernährung sind einige der wichtigsten Trends in der globalen Milchwirtschaft. 8

4. ProLeiT im Jahr 2024

4.1 Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der ProLeiT GmbH werden die finanziellen Leistungsindikatoren Auftragseingang, Gesamtleistung und EBIT verwendet. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Unternehmenssteuerung nicht verwendet.

4.2 Geschäftsverlauf

Die ProLeiT GmbH konnte im Jahr 2023 trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen infolge von Inflation und des anhaltend schwierigen politischen und weltwirtschaftlichen Umfelds ihre gute Marktposition halten und leicht ausbauen.

Der Auftragseingang der ProLeiT GmbH lag mit 36,4 Mio EUR rund 10% unter dem Vorjahreswert von 40,2 Mio EUR und blieb damit geringfügig unter dem erwarteten Wert von 40,8 Mio EUR zurück. Grund für die Abweichung war die Abschwächung im deutschen Brauerei- und Chemiemarkt. Im Lagebericht 2022 wurden sowohl ein Umsatzwachstum als auch ein etwas stärkeres Ergebniswachstum prognostiziert (ermittelt nach den Konzernrechnungsrichtlinien (IFRS)). Diese Erwartungen wurden mit einem Anstieg der Net Sales von 37,9 Mio EUR auf 42,3 Mio deutlich übertroffen. Auch nach HGB verbesserte sich die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) um +9,8 Mio EUR / +26,6% und der Rohertrag um +8,9 Mio EUR / +27,4%. Ursächlich für das überproportionale Wachstum nach HGB war die Umsatzrealisierung mehrerer Großprojekte in 2023. Das EBIT ist mit -1,1 Mio EUR nach wie vor negativ, konnte sich aber im Vergleich zum Vorjahr (ohne Restrukturierungsaufwendungen) wesentlich verbessern.

4.3 Ertragslage

Sowohl die Gesamtleistung der ProLeiT GmbH nach HGB verbesserte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr von TEUR 37.784 auf TEUR 47.263 (+25,1 %) als auch der Rohertrag von TEUR 32.359 um 27,4 % auf TEUR 41.238.

Den gestiegenen Umsatzerlösen von TEUR 33.507 auf TEUR 53.530 stehen gesunkene Bestandsveränderungen von TEUR +3.389 im Vorjahr auf TEUR -6.818 im aktuellen Geschäftsjahr gegenüber.

Das Betriebsergebnis (EBIT) weist für das Geschäftsjahr 2023 einen deutlich geringeren Verlust von TEUR 1.142 (Vorjahr von TEUR 15.152) aus. Ursächlich für die Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr sind im Wesentlichen drei Faktoren: Steigerung der Gesamtleistung durch Umsatzrealisierungen in 2023, im Vorjahr TEUR 5.331 einmalige Restrukturierungsaufwendungen (Personalaufwand) und TEUR 1.319 weniger Management Fees (sonstige betriebliche Aufwendungen).

Beim Materialaufwand stehen gestiegene Kosten für Handelswaren (TEUR +632) gesunkenen Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR -32) gegenüber. Die Abschreibungen auf Sachanlagen sind leicht von TEUR 674 auf TEUR 768 gestiegen.

Innerhalb der Aufwandsstruktur gab es gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) sank auf 12,7 % (TEUR 6.025) gegenüber dem Vorjahr von 14,4% (TEUR 5.425). Auch ohne Berücksichtigung der einmalige Restrukturierungskosten im Vorjahr konnte die Personalaufwandsquote gesenkt werden: 66,4 % bzw. TEUR 31.384 (Vorjahr ohne Restrukturierung: 81,3%; TEUR 30.728). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind leicht von TEUR 10.779 auf TEUR 10.229 gesunken.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. So sind die Erträge aus Beteiligungsergebnissen von TEUR 240 auf TEUR 1.369 und der Zinsertrag von TEUR 26 auf TEUR 35 gestiegen, während sich der Zinsaufwand von TEUR 66 auf TEUR 297 erhöhte. Abschreibungen auf Beteiligungen erfolgten im Berichtsjahr keine (TEUR 339 im Vorjahr).

Die Gesellschaft weist insgesamt im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR -132 (Vorjahr: TEUR -15.363) aus.

Aufgrund der Organschaft mit der Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, sind nur Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf ausländische Sachverhalte angefallen.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -137 von der Schneider Electric Holding Germany GmbH, Berlin, ausgeglichen.

4.4 Vermögenslage

31.12.2023 Anteil 31.12.2022 Anteil Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Langfristige Vermögenswerte 3.510 13,1% 4.001 12,2% -491 -12,3%
Kurzfristige Vermögenswerte 23.339 86,9% 28.788 87,8% -5.449 -18,9%
Summe Aktiva 26.849 100,0% 32.789 100,0% -5.940 -18,1%
Eigenkapital 5.541 20,6% 5.541 16,9% 0 0,0%
Langfristige Verbindlichkeiten 614 2,3% 646 2,0% -32 -4,9%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 20.694 77,1% 26.602 81,1% -5.908 -22,2%
Summe Passiva 26.849 100,0% 32.789 100,0% -4.940 -18,1%

Die Sachanlagen inklusive EDV-Software (entgeltlich erworbene immaterielle Wirtschaftsgüter) sind von TEUR 3.348 im Vorjahr auf TEUR 2.745 gesunken. Das Sachanlagevermögen sank um TEUR 395 und die EDV-Software um TEUR 208. Den Abschreibungen von TEUR 768 (Vorjahr: TEUR 674) standen Investitionen von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 1.219) gegenüber.

Die Finanzanlagen haben sich von TEUR 653 auf TEUR 764 erhöht. Dies betrifft den Erwerb von 32,33% der Anteile an der mexikanischen Tochtergesellschaft ProLeiT S.R.L., Monterrey, Mexiko.

Die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen unfertigen Leistungen und Waren haben sich von TEUR 25.705 auf TEUR 18.877 projektbedingt verringert (TEUR -6.829). Analog dazu haben sich die erhaltenen Anzahlungen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls von TEUR 18.795 auf TEUR 12.451 verringert (TEUR -6.344).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch die Fertigstellung von Projekten von TEUR 3.551 auf TEUR 5.293 gestiegen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 17.856 auf TEUR 11.225 gesunken. Dies ist im Wesentlichen durch die niedrigere Forderung gegen die Gesellschafterin aus der Übernahme des Jahresfehlbetrages (TEUR 137 gegenüber TEUR 15.371 im Vorjahr) bei gleichzeitigem Anstieg der Forderungen aus dem Cash-Pool mit Boissiere Finance SNC verursacht.

Liquide Mittel bestanden zum Jahresabschluss keine mehr (im Vorjahr TEUR 13).

Die langfristigen Verbindlichkeiten betreffen zum 31. Dezember 2023 lediglich Pensionsrückstellungen.

Die Verringerung der kurzfristigen Verbindlichkeiten saldiert sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen (TEUR 553) und der Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 6.503).

4.5 Finanzlage

Das Finanzmanagement der ProLeiT GmbH zielt einerseits auf das Working Capital. Stark liquiditätsbestimmend ist hierbei der Saldo aus Vorratsbestand und erhaltenen Anzahlungen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden entsprechend gesteuert, um eine stetige und homogene Liquiditätsstruktur zu erhalten. Das bedeutet, dass die ProLeiT zum einen versucht, die Kunden durch den jeweiligen Projektfortschritt entsprechende Vorauszahlungen an der Projektfinanzierung zu beteiligen, zum anderen die Lieferanten an die Zahlungsbedingungen der Kunden anzugleichen.

Die Finanz- und Liquiditätslage wird von der Geschäftsleitung weiterhin als gut eingeschätzt. Es besteht zwischen der ProLeiT GmbH und der Boissiere Finance SNC in Frankreich seit 2021 ein Cash-Pool- Vertrag. Des Weiteren besteht seit 2021 zwischen der ProLeiT GmbH und der Schneider Electric Holding Germany GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag. Zum Stichtag beträgt die Forderung gegen Boissiere Finance SNC TEUR 8.946 (Vorjahr: TEUR 7.038 Verbindlichkeit). Die Gesellschaft war und ist fähig, zu jedem Zeitpunkt ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

4.6 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsführung beurteilt die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft insgesamt als zufriedenstellend. Das EBIT der Gesellschaft hat sich schneller erholt als geplant, war aber nach wie vor negativ, jedoch kann die Vermögens- und Finanzlage als geordnet und damit positiv beurteilt werden.

5. Mitarbeiter

Durch die erfolgreiche Positionierung von ProLeiT im Markt steigt der Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern. Da jedoch der Arbeitsmarkt in Deutschland bezüglich gut ausgebildeter Fachkräfte durch die konjunkturelle Entwicklung zunehmend angespannter wird, setzt ProLeiT auf einen Mix aus Anstellung von Fachkräften aus dem deutschen Arbeitsmarkt, Gewinnung von ausländischen, vor allem europäischen Fachkräften, und der verstärkten eigenen Aus- und Weiterbildung.

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 426 Mitarbeiter sowie 78 Auszubildende.

6. Chancen- und Risikobericht

6.1 Risikobericht

a) Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft hat die Einhaltung der für das Unternehmen anzuwendenden Gesetze und sonstigen Vorschriften zu gewährleisten und die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sicherzustellen. Des Weiteren hat das System die Einhaltung der von Geschäftsführung im Unternehmen eingesetzten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen) zu überprüfen, die der organisatorischen Umsetzung von Entscheidungen dienen. Dabei gelten Aufbau- und Ablauforganisation, EDV und Rechnungswesen, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten, Personalwesen und Planung/Steuerung als wichtige Teilbereiche des Systems. Das System der Gesellschaft entspricht den gesetzlichen Anforderungen in allen betrieblichen Teilbereichen. Dazu werden unter anderem Prozesse und Beschreibungen sowie Unterschriftsregelungen regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst.

Bei allen Aufträgen der ProLeiT GmbH wurde für den Zeitraum der Angebotsphase - neben einer sorgfältigen und ausführlichen Kalkulation - ein Risikomanagement etabliert, welches abhängig von der Größenordnung des zu beauftragenden Projektes in unterschiedlichem Detaillierungsgrad Informationen zur Risikobeurteilung erfordert und gestaffelte Genehmigungsprozesse durchlaufen muss. Jedes Projekt unterliegt einer Projektfortschrittskontrolle, welche periodisch geprüft und genehmigt werden muss.

Somit ist das Risikomanagementsystem der Gesellschaft darauf ausgelegt, alle operativen Risiken, anhand von Kostenkontrollen der jeweiligen Projekte, rechtzeitiger Identifizierung von Verlustprojekten und möglicher Forderungsausfälle zeitnah zu erkennen, um entsprechend mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können.

b) Risiken

Die von der Geschäftsführung gesehenen Risiken werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben:

1. Risiken aus dem Ukraine-Konflikt

Der Ukrainekrieg und die daraus resultierenden westlichen Sanktionen gegen Russland führten zu einer Verknappung des Energieträgers Gas und weltweit sowohl zu drastisch steigenden Energiekosten als auch zu höheren Beschaffungskosten bei Material und Dienstleistungen.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die ProLeiT Ukraine Auftragseingänge im eigenen Land erzielen und erwirtschaftete ein positives Jahresergebnis. Doch die Gesellschaft liegt weit hinter ihrer Leistungsfähigkeit und konzentriert sich hauptsächlich auf die Arbeit als Subunternehmer für unsere deutsche Zentrale und andere Standorte und die Vorbereitung auf die nächsten Jahre im Vorgriff auf das Kriegsende.

2. Branchenrisiken

Aufgrund gestiegener Kosten für Rohstoffe und Energie und höheren Zinskosten, sehen wir gewisse Verschiebungen am Markt. Anstatt in Neubauprojekte zu investierten, wird eher in die Anlagenoptimierung der bestehenden Fabriken investiert. Auch in den für ProLeiT wichtigen Branchen Food, Getränke, Molkereien und Brauereien sind die Investitionen in neue Anlagen daher eher zurückhaltend.

3. Versicherungsfälle

Die ProLeiT GmbH ist seit dem Jahr 2021 in das Versicherungsprogramm des Schneider Electric Konzerns vollständig eingebunden. Das Versicherungsprogramm deckt die wesentlichen Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ergeben, mit entsprechenden Versicherungssummen ab.

4. Fremdwährungsgeschäfte

Alle wesentlichen Fremdwährungsgeschäfte (Lieferungen und Bezüge) können kursgesichert werden. Die Absicherung erfolgt zentral über die interne SE Bank, Boissière Finance, Paris, Frankreich.

5. Rechtliche und behördliche Verfahren

Weiterhin bestehen grundsätzlich Risiken aus derzeit nicht absehbaren rechtlichen und behördlichen Verfahren, denen sich die Gesellschaft nicht entziehen kann und die je nach Ausgang zu nicht vorhersehbaren Liquiditätsabflüssen führen könnten.

Es sind keine den Fortbestand der ProLeiT GmbH gefährdenden Risiken bekannt.

6.2 Chancenbericht

a) Produkt Portfolio

Durch die eigene Leitsystemfamilie, die auf drei Plattformen (Schneider Electric, Siemens und Rockwell), verfügbar ist, bietet sich vor allem die Chance, den Umsatz im Systembereich deutlich zu steigern, ohne dass dabei die Kostenseite in gleichem Maße steigt. Der erreichbare Markt weltweit hat sich durch die Ausweitung auf die drei Plattformen nahezu verdreifacht. Damit ist es einfacher möglich im Bereich der sogenannten Brownfield-Projekte (Migrationen / Updates ohne neuen Anlagenbau) weitere Kunden zu gewinnen, da es für unsere Kunden sehr häufig einen enormen Kostenaufwand darstellt, die vorhandene Hardware auszutauschen. Mit unserem agnostischen Ansatz kann häufig die bereits vorhandene Hardware in weiten Teilen weiterverwendet werden und reduziert so das Investment unserer Kunden. Das bedeutet im Endeffekt, dass deutliche Rentabilitätssteigerungen in den kommenden Jahren möglich werden. Für den derzeitigen Trend hin zu Industrie 4.0 sind wir sehr gut aufgestellt.

Durch die Übernahme ProLeiTs durch Schneider Electric werden wir zusätzliche Wachstumsimpulse durch verstärkte, weltweite Marktpräsenz generieren.

Das Leitsystem bietet uns ein Alleinstellungsmerkmal, das vom Mitbewerber nicht oder nur sehr schwer zu substituieren ist. Durch den Zusammenschluss mit Schneider Electric steht uns ein zusätzlicher weltweiter Kundenstamm zur Verfügung, der vor allem zu Wachstumsimpulsen im Software-Produktgeschäft führen wird. Auch die bessere Vernetzung zu Produkten unseres Schwesterunternehmens AVEVA bringt weitere Vorteile für uns und unsere Kunden.

Durch die Stärkung des Produktgeschäftes sinkt gleichzeitig die Fixkostenintensität, was zu einer höheren Stabilität und einer geringeren Abhängigkeit von Auftragsschwankungen führt.

Durch die sukzessive Umstellung auf Subscriptions-Verträge bei der Produktvermarktung erhöhen wir den Anteil an revolvierenden Umsätzen, was zu einer zusätzlichen Stabilisierung führt.

b) Nachhaltigkeit und steigende Energiekosten

Nachhaltigkeit ist eindeutig zu einem festen Bestandteil der Tagesordnung eines jeden Unternehmens geworden. 42% der C-Level-Führungskräfte weltweit nennen die globale Erwärmung als eine ihrer drei wichtigsten Prioritäten (s. "CxO Sustainability Survey 2023" von Deloitte). Insgesamt 76% der Unternehmen haben ihre Nachhaltigkeitsinvestitionen im Jahr 2022 erhöht, und 61% erwarten, dass der Klimawandel in den nächsten drei Jahren einen hohen bis sehr hohen Einfluss auf die Strategie und den Betrieb ihres Unternehmens haben wird.

In jüngster Zeit sind die Unternehmen mit steigenden Energie- und Rohstoffkosten konfrontiert worden. Laut der aktuellen INVETO-Rohstoffstudie geben 90% aller befragten Rohstoffexperten und Entscheider für die Beschaffungen an, dass steigende Preise den größten Einfluss auf die Geschäftsergebnisse haben werden.

Modernste Automatisierungslösungen, wie sie von ProLeiT und AVEVA entwickelt wurden, ermöglichen aufgrund ihrer fortschrittlichen Eigenschaften eine präzisere Steuerung der Prozesse. Der Material- und Energieaufwand für die Herstellung von Produkten kann dadurch erheblich reduziert werden. Mit der fortschreitenden Automatisierung steigt auch die Qualität, was zu weniger material- und energieintensiven Produktionsbedingungen führt.

Diese beiden Eigenschaften kommen sowohl der Umwelt als auch der wirtschaftlichen Leistung eines Unternehmens zugute, denn weniger Abfall bedeutet weniger unnötige Kosten. Henkel, ein deutsches Chemieunternehmen, konnte die Energieeffizienz seiner Sprühtrocknungsanlagen dank einer vollständig integrierten Schicht-2-Prozesssteuerungs- und Chargenmanagementlösung von ProLeiT mit der Advanced Process Control-Lösung von AVEVA um 3 bis 5 Prozent steigern.

Ein anderer Kunde aus der Brauereibranche nutzt Energiemanagement- und Verbrauchsdaten, um Produktions- und Stillstandzeiten in Abhängigkeit vom jeweiligen Energiepreis besser zu planen. Auch dies ist ein einfacher Weg, um Einsparungen und einen besseren Energieverbrauch zu erzielen. Es erfordert jedoch ein genaues Verständnis dafür, wie der Energieverbrauch im Laufe des Prozesses variiert, und hier kommen die Lösung und das Know-how von ProLeiT ins Spiel.

Die Gas- und Strompreise sind aktuell nach wie vor auf hohem Niveau. Dies ist nur einer der Gründe, warum das Energiemanagement für Produktionsunternehmen heute wichtiger denn je ist. Zudem machen strenge Umweltauflagen energieeffiziente Lösungen unabdingbar. Dank unserer mehr als 35-jährigen Erfahrung in der Prozessautomatisierung begnügen wir uns nicht damit, nur Lastspitzen zu erkennen und zu beseitigen. Wir gehen noch einen Schritt weiter und bieten unseren Kunden einen ganzheitlichen Beratungsansatz für ein nachhaltiges und effiziente Prozesskonzept.

7. Forschung und Entwicklung

ProLeiT hat im Laufe von 30 Jahren die wiederkehrenden Automatisierungsaufgaben in den relevanten Branchen standardisiert und in eine Software-Produktfamilie (Plant iT) einfließen lassen. Diese Softwareprodukte werden ständig weiterentwickelt, um den schnellen technischen Innovationszyklen in der Informationstechnologie aber auch in den Technologien unserer Kunden gerecht zu werden. Die hohe Innovationsfähigkeit der Organisation ist dabei ein nicht leicht zu substituierender Wettbewerbsvorteil, der das Überleben der Gruppe und ihren Erfolg sichert Ausdruck dieser hohen Innovationskraft sind die Investitionen in die Systemsoftware Plant IT. Nach dem letzten Release in 2023 (Version 9.9) wird aktuell an den Folgeversionengearbeitet, mit folgenden Schwerpunkten:

Neue Funktionalitäten, um die Attraktivität für den Endkunden zu erhöhen

Optimierung der Engineering Aufwendungen, um einen Wettbewerbsvorteil zu liefern

Aufrechterhaltung des hohen Standards für Cybersicherheit

Unterstützung der Durchführung von Kundenprojekte (Engineering)

Überarbeitung bestehender Funktionalitäten

Um auch weiterhin den von unseren Kunden gewohnten Standard zu Gewährleiten, investiert das Unternehmen jährlich 5,2 Mio. EUR in die Forschung- und Entwicklungsarbeit. Aktuell bestehen die Teams aus 59 Mitarbeiter.

8. Zweigniederlassungen

Neben dem Stammsitz in Herzogenaurach unterhält ProLeiT aktuell Zweigniederlassungen in Leverkusen, Hannover, Kitzingen und Halle an der Saale, sowie Auslandstöchter in Brasilien, China, Mexiko, den Niederlanden, Spanien, USA und der Ukraine. Die Tochtergesellschaft in Bulgarien hat ihre Betätigung eingestellt und soll abgewickelt werden.

9. Prognosebericht

9.1 Einschätzung der künftigen Entwicklung

Die Einschätzung der künftigen Entwicklung hängt im Wesentlichen vom weiteren Verlauf der Krisen in der Ukraine sowie im Nahen Osten ab:

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhöhte seine Prognose von 2,9% auf 3,1% für das Jahr 2024, wobei das Wachstum innerhalb der EU mit 1,2% unterdurchschnittlich eingeschätzt wird, im Gegensatz zu den Entwicklungs- und Schwellenländern (+4,1%). Eine schnellere wirtschaftliche Erholung Chinas und der Einsatz künstlicher Intelligenz könnten zusätzlich als Treiber der globalen Wirtschaft fungieren. Als Risiko sieht der IWF hingegen die geopolitischen Spannungen, insbesondere im Mittleren Osten und in der Ukraine. 4

9.2 Prognose für das folgende Geschäftsjahr

Aufgrund der weiteren Einbindung in den Schneider Electric Konzern und der damit verbundenen Dynamik sowie der bisherigen Entwicklung im Jahr 2024 gehen wir trotz Ukraine- und Nahost-Konflikt von einem Wachstum aus.

Unsere Erwartungen für 2024 sieht für die wichtigsten Segmente wie folgt aus:

Brauen:

Nach einem schwierigen Jahr 2023 im Brauereisektor ist davon auszugehen, dass die Situation 2024 anhalten wird, da große Konzerne wie einige unserer Großkunden (z.B. Heineken und Diageo) ihre Investitionen aufschieben. Angesichts neuer ökologisch getriebener Projekte erwarten wir jedoch eine Verbesserung der Situation im Jahr 2025.

Chemie / Lifescience:

Auch im Bereich Chemie und Lifescience gab es viele gute Ansätze in Deutschland, die aufgrund von Inflation und gestiegener Energiepriese vorläufig gestoppt wurden. Für 2024 zeichnet sich langsam eine Verbesserung ab, die aber voraussichtlich erst in 2025 voll wirksam wird.

Molkerei / Getränke:

Für 2024 erwarten wir im Segment Molkerei/Getränke ein gutes Wachstum, da wir unser Portfolio mit den Funktionen MES (Manufacturing Execution Systems) und CIP (Clean in Place) optimiert haben, die besonders für diesen Markt relevant sind. Hierfür wesentlich ist auch unsere stärkere Einbindung im Bereich "Go-to-Market" von Schneider Electric im Raum Ostasien, den am stärksten wachsenden Markt für Milchprodukte.

Planzahlen werden nicht nach HGB prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet das Management einen Auftragseingang von 37 Mio. EUR (+2% gegenüber dem Vorjahr). Darüber hinaus wird ein Umsatz (ermittelt nach den Konzernrechnungslegungsrichtlinien (IFRS)) in Höhe von 34,9 Mio. Euro (-3%) erwartet. Die Gesamtleistung wird sich demnach im Vergleich zum Berichtsjahr leicht reduzieren und das EBIT wird mit 0,6 Mio. EUR prognostiziert.

Zur Verbesserung der Gewinnmargen soll weiterhin der Anteil unserer Lizenz- und Dienstleistungseinnahmen kontinuierlich erhöht werden, da hier die Marge besser ausfällt als für Engineeringsleistungen. Die bereits in 2022 mit der Umstrukturierungsinitiative eingeleitete Kostensenkung beginnt zu greifen und trägt dazu bei, die Fixkosten zu senken, was unter dem Strich zu einer Verbesserung unseres Gesamtergebnisses führt.

4 IWF:"World Economic Outlook Update, January 2024: Moderating Inflation and steady Growth Open Path to Soft landing" vom Januar 2024

9.3 Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Die Gesamtchancen- und -risikosituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den vorab dargestellten Einzelchancen und -risiken. Zur Beherrschung der Risiken hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem etabliert. Nach den zum Stand des Berichts vorliegenden Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.

 

Herzogenaurach, 14. November 2024

ProLeiT GmbH

Friedrich Richter, Geschäftsführer

Jürgen Wölfl, Geschäftsführer

Sonstige Angaben: Der Jahresabschluss wurde am 21. November 2024 festgestellt.

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