DLG gGmbH Dienstleistungsgesellschaft der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel
Selbe AdresseErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Drathen seit 18.7.2025 | Geschäftsführer |
Jens Koch seit 5.2.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ev. Krankenhausgemeinschaft des Kirchenkreises Herne/Castrop-Rauxel gGmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ZVD gGmbHHerneJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die ZVD gGmbH, Wiescherstr. 24, 44623 Herne ist unter der Nummer HRB 13187 in das Handelsregister beim Amtsgericht Bochum eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt und gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt worden. Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Der Ansatz des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten. Anschaffungskostenminderungen werden abgesetzt. Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Geschäftsausstattung richtet sich in der Regel nach den steuerlichen Vorschriften. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs nach § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nominalbetrag bewertet. Pauschal- oder Einzelwertberichtigungen waren nicht erforderlich. Uneinbringliche Posten sind vollständig ausgebucht. Die Forderungen gegen Gesellschafter sind mit dem Nominalbetrag bewertet. Die übrigen Vermögensgegenstände sind im Einzelnen mit ihren Nennbeträgen bilanziert. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihren Nominalbeträgen angesetzt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen enthalten alle bekannten Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgte mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag im Rahmen einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind jeweils im Einzelnen mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG wurden die Posten "Forderungen gegen Gesellschafter" und "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" hinzugefügt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagennachweis als Bestandteil des Anhangs. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr ausschließlich den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber der Arbeitnehmerschaft bestehen bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen in Dortmund (KZVK). Diese mittelbaren Versorgungszusagen werden in Ausübung des Wahlrechts des Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EG- HGB nicht passiviert. Die KZVK ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Zweck der Anstalt ist es, Arbeitnehmern der Beteiligten im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Anstalt ist keine im Wettbewerb stehende Einrichtung. Die Altersversorgung wird durch Beiträge finanziert. Als Beitrag werden 6 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts erhoben. Im Berichtsjahr betrug die Höhe der verbeitragten Löhne und Gehälter T€ 588. Zusätzlich erhebt die KZVK seit dem Jahr 2019 bis zum Jahr 2043 einen vom Arbeitgeber zu zahlenden Stärkungsbeitrag. Dieser betrug für das Jahr 2023 T€ 17. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit T€ 15 T€ Überstunden, mit T€ 11 Jubiläumszuwendungen und mit T€ 31 Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen. Darüber hinaus wurde die Rückstellung für Steuern, resultierend aus der Betriebsprüfung für den Prüfungszeitraum 2018 - 2020 mit T€ 59 gebildet. Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich den Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit T€ 334 (Vorjahr: T€ 13) den Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie mit T€ 646 (Vorjahr: T€ 757) sonstige Verbindlichkeiten. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert. IV. Sonstige Angaben Finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigem Mietvertrag zu erfüllen. Diese sind nachfolgend aufgeführt:
Organe der Gesellschaft Die Geschäftsführung lag im Geschäftsjahr 2023 bei:
Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht auf Unterlassen der Angaben über die Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Anzahl der Arbeitnehmer Die jahresdurchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 75,5. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem bestehenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernabschluss Die Gesellschaft wird zum 31.12.2023 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne|Castrop-Rauxel, Herne, einbezogen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird seinerseits in den Konzernabschluss der Evangelischer Verbund Augusta Ruhr gGmbH, Herne, als höchster Konzernspitze einbezogen. Der Konzernabschluss wird unter HRB 13434 im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.
Herne, den 11. September 2024 ZVD gGmbH Vu, Geschäftsführer Koch, Geschäftsführer Anlagennachweis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft Die Gesellschaft gehört seit Januar 2011 zu 100 % der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel gemeinnützige GmbH und hat zur Aufgabe, Krankenhausküchen zu betreiben, den Verpflegungssektor von Krankenhäusern (Speisen- und Getränkeversorgung) nebst allen dazu erforderlichen bzw. damit zusammenhängenden Dienst- und Nebenleistungen, in erster Linie für die Evangelische Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel gGmbH sowie andere Einrichtungen des Gesundheitswesens sicherzustellen. Von Januar 2011 bis Februar 2021 wurde die ZVD als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) geführt. Seit 17. Februar 2021 ist die ZVD eine gemeinnützige GmbH und hat einen neuen Unternehmensgegenstand: Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO). 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken, hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom Einbruch aus dem Corona-geprägten Jahr 2020 setzte sich nicht weiter fort. Das Bruttoinlandsprodukt war 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die Inflationsrate mit 5,9% lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, aber weiterhin auf hohem Niveau. Die Teuerung für 2023 wurde, wie im Vorjahr, von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung prägte. Die umgesetzten Entlastungsmaßnahmen minderten die Teuerung von Energie im Jahresverlauf teilweise ab. Die Preisentwicklung für Nahrungsmittel in Deutschland ist nach dem Verbraucherpreisindex vom statistischen Bundesamt im Jahre 2023 um 12,4 Punkte gegenüber 2022 angestiegen und somit im Vergleich zu 2020 als Ausgangsbasis mit einem Punktwert von 100 sogar um 32,2 höher. Im Jahr 2021 lag der Verbraucherpreisindex noch bei 105,0 und im Jahr 2022 bei 126,4. Neben den allgemeingültigen inflationsbedingten Kostensteigerungen musste die ZVD gGmbH auch bei den Energiekosten eine Steigerung beim Strompreis um etwas mehr als 30% tragen. Beim Gaspreis dagegen konnte eine Kostensteigerung durch einen noch gültigen, langfristig abgeschlossenen Gasversorgungsvertrag mit den Stadtwerken Herne aus dem Jahre 2020 verhindert werden. Dieser Versorgungsvertrag mit dem niedrigen Preis pro Kilowattstunde wird in 2024 auslaufen mit der Folge einer deutlichen Preissteigerung. Im Jahresergebnis 2023 lässt sich dieser Preiseffekt noch nicht erkennen, da der Gesamtverbrauch von Gas und Strom im Vergleich zum ersten Betriebsjahr in der neuen Küche gesunken ist. Der Verbrauch in der Ganzjahresbetrachtung des Jahres 2022 entspricht aus dem Grund nicht dem tatsächlichen Bedarf der Küche, weil der Stromverbrauch im Jahr 2022 auch noch die Mitnutzung der externen Baustelle für die Errichtung des neuen Apothekengebäudes beinhaltet hat. Der Verbrauch im Geschäftsjahr 2023 entspricht dem tatsächlichen Bedarf der Küche, sodass es darauf basierend im Jahr 2024 eine Kostensteigerung geben wird. 2.2. Geschäftsverlauf Die allgemeine Geschäftsentwicklung der ZVD gGmbH ist stark von den Leistungsentwicklungen (stationäre Patientenanzahl und Belegungstage) in den Krankenhäusern der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel gGmbH abhängig. Jeder Krankenhausbelegungstag ist gleichbedeutend mit einem Beköstigungstag, den die ZVD gGmbH für die Speisenversorgung den Krankenhäusern in Rechnung stellen kann. Die Beköstigungstage in den Krankenhäusern der Ev. Krankenhausgemeinschaft sind in den Jahren 2022 und 2023 im Vergleich zu 2019 deutlich zurückgegangen, bedingt durch die seit dem Eintritt der Coronapandemie anhaltende Abnahme der Behandlungsfälle in den Krankenhäusern und zusätzlich durch die Ambulantisierung von bestimmten Eingriffsarten, bei denen die Patienten keine Speisenbeköstigung benötigen. Aus diesen Gründen haben die Krankenhäuser für die im Wirtschaftsplan 2023 zu hoch kalkulierte BKT-Anzahl, die die Grundlage für die monatliche Vorauszahlung bildet, abhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme zum Ende des Geschäftsjahres 2023 unterschiedlich hohe Rückerstattungen bekommen. Im Vergleich dazu stieg die Anzahl der Beköstigungstage (BKT) für externe Kunden wie Protea Care GmbH und der Salusklinik durch höheren Inanspruchnahme an. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurde beschlossen die Zusammenarbeit mit der Fa. Rebional zum Jahresende zu beenden. Als neuen Kooperationspartner für die Lieferung und Produktion von Lebensmitteln hat sich das EvK Herne für eine Zusammenarbeit mit der Fa. Lebenswert ab 2024 entschieden.
Aufgrund der niedrigeren BKT-Inanspruchnahme in den Krankenhäusern wurde die Anzahl der Mitarbeiter/-innen in der ZVD gGmbH nicht vollumfänglich nach Wirtschaftsplan ausgeschöpft, sodass Personalkosten auch zugunsten der Krankenhäuser eingespart werden konnten. 2.2.1 Ertragslage Die Ertragslage der ZVD gGmbH stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar
Ausschlaggebend für diese Entwicklung war das deutlich gestiegene Betriebsergebnis, dass sich um T€ 152 erhöhte. Das neutrale Ergebnis verminderte sich dagegen um T€ 50, hierbei konnten die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von T€ 88 (wesentlich Gas 2022 mit T€ 47) nicht durch die periodenfremden Erträge in Höhe von T€ 27 € kompensiert werden. Im Jahr 2023 ist ein Anstieg der Position Ertragssteuer mit T€ 63, resultierend aus der Großbetriebsprüfung für den Zeitraum 2018 - 2020, zu berücksichtigen. Der Anstieg der Umsatzerlöse um T€ 986 resultiert besonders aus den gestiegenen BKT für das EvK Castrop - Rauxel mit T€ 504, die Leistungssteigerung der externen Kunden Protea und Salus mit 162 T€, wie auch die Erlöse aus den Cafeterien nach Aufhebung der pandemiebedingten Einschränkungen mit T€ 332. Der Materialaufwand ist infolge der Mehrleistungen um T€ 553 gestiegen. Ein weiterer Anstieg ist auch im Personalaufwand mit T€ 190, bedingt durch die Auszahlung des Inflationsausgleichs, zu verzeichnen. Das für das Jahr 2023 geplante Jahresergebnis von T€ 34 konnte um T€ 12 übertroffen werden. 2.2.2 Vermögenslage und Finanzlage Die nach finanzwirtschaftlichen Kriterien aufbereitete Bilanzsumme erhöhte sich um T€ 187 auf T€ 8.505 €. Hierbei ist das Anlagevermögen der ZVD gGmbH gegenüber dem Vorjahr bei Zugängen von T€ 207 aufgrund planmäßiger Abschreibungen in Höhe von T€ 419 und Abgängen in Höhe von T€ 3 insgesamt um T€ 422 auf T€ 6.390 zurückgegangen. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt zum Stichtag 28,9 %. Die Forderungen gegen Gesellschafter entfallen hauptsächlich mit T 1.592 auf das Evangelische Krankenhaus Herne und mit T€ 77 auf das Evangelische Krankenhaus Castrop - Rauxel, hieraus resultiert auch der Rückgang der Liquidität. Die ZVD gGmbH konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachgehen. Vermögensstruktur
Kapitalstruktur
2.2.3 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der Betrieb der ZVD gGmbH wird anhand von Kennzahlen gesteuert. Die wesentliche Steuerungsgröße für die Umsatzentwicklung ist der Ertrag aus der Speisenversorgung der Krankenhäuser und der Pflege- und Altenheime. Die wichtigste Größe zur Steuerung der Profitabilität ist das um Sondereffekte bereinigte Monats- und Jahresfinanzergebnis. Ergänzend werden regelhaft folgende finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren betrachtet:
3. Prognosebericht: Die ZVD gGmbH plant mit weiter ansteigenden Kosten für die Beschaffung von Lebensmitteln bei gleichbleibendem Verbrauch bzw. bei gleichhohen Beköstigungstagen in den Krankenhäusern für das Jahr 2024. Im Hinblick auf die Änderungen des AOP-Katalogs (§ 115 b SGB V) sowie der Etablierung der sektorgleichen Vergütung (Hybrid DRG) gemäß § 115f SGB V und die somit resultierende vermehrte Ambulantisierung der Behandlungsfälle der Krankenhäuser, wird es zu reduzierten Inanspruchnahme der Beköstigungstage kommen. Dies hat zur Folge, dass die ZVD trotz der beschriebenen Preissteigerungen pro BKT mit identischen Erträgen aus den Krankenhäusern kalkulieren muss. Zusätzliche Erträge in 2024 können durch Umsatzsteigerungen in der Versorgung der externen Pflegeheime mit der Protea Care GmbH erzielt werden. Aufgrund des in 2023 neu geschlossenen Stromversorgungsvertrages mit den Stadtwerken Herne sind im Bereich der Energiekosten des Stromverbrauches keine Preissteigerungen in 2024 zu erwarten. Im Bereich der Gasversorgung hingegen ist die Preissteigerung durch den Abschluss des neuen Vertrages in 2024 einzuplanen. Die ZVD gGmbH plant daher für das neue Geschäftsjahr aufgrund der genannten Prämissen nur mit einer Ertragssteigerung von 1,9% im Vergleich zum Wirtschaftsplan 2023 und mit einer Steigerung der Aufwendungen um 1,7%. Das GuV-Ergebnis soll im Jahr 2024 bei € +53.900 zu liegen kommen. 4. Chancen- und Risikobericht Die ZVD gGmbH betreibt ein etabliertes Risikomanagement, das zum einen auf dem kontinuierlichen Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2015 basiert. Daneben erfolgt eine systematische Überprüfung von vor allem risikobehafteten Prozessen durch die interne Revision. Hinzu kommt ein prospektiv ausgerichtetes monatliches Berichtswesen, das die wesentlichen wirtschaftlichen (z. B. Jahresergebnis, Vollkräfte, Personal- und Sachkosten) und finanziellen Leistungsindikatoren (z. B. Liquidität, Forderungsreichweite, Finanzplan) betrachtet und notwendige Maßnahmedefinitionen und - umsetzungen einschließt. Das Risikomanagementsystem ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung und ist fest in die Gestaltung aller Geschäftsprozesse integriert. Es ist darauf ausgerichtet, potenzielle Risiken rechtzeitig zu identifizieren, um mit geeigneten Gegenmaßnahmen einen drohenden Schaden abzuwenden. Als Teil des Risikomanagements wird im Rahmen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes zur Ermittlung menschenrechtlicher und umweltbezogener Risiken entlang der Lieferkette eine jährliche und anlassbezogene Risikoanalyse durchgeführt, bei der ein besonderes Augenmerk auf solche Risiken gelegt wird. Ferner wurde ein Beschwerdeverfahren eingerichtet, welches es allen betroffenen Personen ermöglicht, auf menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken sowie auf Verletzungen menschenrechts- und umweltbezogener Pflichten hinzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist über die Homepage öffentlich und anonym zugänglich. Gehen über dieses System Hinweise oder Beschwerden ein, wird dies analog dem Verfahren nach Hinweisgeberschutzgesetz bearbeitet. Die Wirksamkeit des Beschwerdeverfahrens wird stetig, mindestens jedoch einmal im Jahr, überprüft und weiterentwickelt. Durch die arbeitsplatzbezogene Stellenplankalkulation und somit umsatzunabhängig besteht für die ZVD gGmbH im Jahr 2024 die Chance, ein besseres positives Jahresergebnis als den im Wirtschaftsplan 2024 hinterlegten Betrag von € + 53.900 zu erreichen, wenn bei den Kunden, den Krankenhäusern der Ev. Krankenhausgemeinschaft und den Pflegeheimen der Protea Care GmbH, aufgrund gesteigerter Behandlungsfälle die entsprechende Nachfrage der Beköstigungstage resultiert. Eine weitere Möglichkeit, die Ertragslage zu verbessern, besteht darin, dass die Fa. Lebenswert, die einen eigenen Kundenstamm hat, die Produktion der Speisen für ihre Kunden in der Küche der ZVD gGmbH durchführt. Für die Mitnutzung der Produktionsflächen bezahlt die Fa. Lebenswert pro BKT eine Nutzungsentschädigung an die ZVD gGmbH, wodurch die ZVD eine Entlastung bei den Nebenkosten erfahren kann. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Risikosituation kontinuierlich betrachtet. Unter Beachtung aller derzeit bekannten Gegebenheiten kann die noch unklare stationäre Patientenzahlentwicklung in den Krankenhäusern im Jahr 2024 ein Risiko für die Ertragslage der ZVD gGmbH darstellen. Durch die Ambulantisierung von bestimmten medizinischen Behandlungen, die wie vom Gesetzgeber angekündigt unterjährig noch weiterentwickelt und zunehmen wird, kann sich die Anzahl der beanspruchten Beköstigungstagen gegenüber der Planung negativ verändern. Auch die allgemeine Entwicklung in den Krankenhäusern durch die personelle und die weitere, seitens des Ministerium (MAGS NRW) veranlasste krankenhausplanerische Veränderung sind zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer abzuschätzen, können aber einen starken Einfluss auch auf die Ertragslage der ZVD gGmbH nehmen. Im vergangenen Jahr ist die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern vieler Unternehmen deutlich geworden. Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, die für die Energieerzeugung benötigt werden, kann die Abhängigkeit reduzieren und außerdem eine Chance zur Kostenreduktion darstellen. Diese ressourcen- und klimaschonende Arbeitsweise wurde bereits in 2024 im Rahmen der Dekarbonisierungsstrategie durch die Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Flachdach des Küchengebäudes umgesetzt. Die ZVD ist vor diesem Hintergrund auch in dieser Krise für die Zukunft gut aufgestellt, so dass mit keinen bestandsgefährdenden Risiken zu rechnen ist.
Herne, am 11. September 2024 Danh Vu, Geschäftsführer Jens Koch, Geschäftsführer Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ZVD gGmbH, Herne Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ZVD gGmbH, Herne, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZVD gGmbH, Herne für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, am 11. September 2024 CURACON
GmbH
Sagasser, Wirtschaftsprüferin Schwarz, Wirtschaftsprüfer |
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