Sparkasse Bodensee
Friedrichshafen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
der Sparkasse Bodensee für das Geschäftsjahr
2023
1 Grundlagen der
Geschäftstätigkeit der Sparkasse Bodensee
1.1 Geschäftsmodell der Sparkasse
Bodensee
Die Sparkasse Bodensee ist eine rechtsfähige
Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in
Friedrichshafen und Konstanz. Wir sind Mitglied des
Sparkassenverbands Baden-Württemberg (SVBW), Stuttgart
und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und
Giroverbandes e.V. (DSGV), Berlin, angeschlossen. Wir sind
beim Amtsgericht Ulm unter der Nummer A 631121 und beim
Amtsgericht Freiburg i. Br. unter der Nummer A 381113 im
Handelsregister eingetragen.
Wir betreiben grundsätzlich alle
banküblichen Geschäfte, soweit das
Sparkassengesetz von Baden-Württemberg, die auf Grund
dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen oder die
Satzung der Sparkasse keine Einschränkungen vorsehen.
Träger der Sparkasse sind der Bodenseekreis, die
Städte Konstanz, Überlingen, Markdorf und
Meersburg sowie die Gemeinden Hagnau, Owingen, Sipplingen,
Daisendorf und Stetten. Die gesetzlichen Vertreter dieser
Städte und Gemeinden sowie des Landkreises bilden die
Versammlung der Träger. Als selbstständiges
regionales Wirtschaftsunternehmen verfolgen wir das Ziel,
auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse
vorrangig in unserem Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu
stärken und die angemessene und ausreichende
Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft -
insbesondere des Mittelstandes - und der öffentlichen
Hand mit Bankdienstleistungen auch in der Fläche
sicherzustellen.
Unsere Sparkasse ist als Mitglied im
Sparkassenverband Baden-Württemberg (SVBW) über
dessen Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der
Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Dieses
Sicherungssystem ist von der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als
Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz
(EinSiG) amtlich anerkannt worden. Das Sicherungssystem
stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden
der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung
ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt
werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber
hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen
Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen
selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität
und Solvenz zu gewährleisten ("diskretionäre
Institutssicherung").
Organe der Sparkasse sind der Verwaltungsrat, der
Kreditausschuss und der Vorstand. Der Verwaltungsrat
bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der
Sparkasse, erlässt Geschäftsanweisungen für
den Kreditausschuss sowie den Vorstand und überwacht
deren Tätigkeit. Der Verwaltungsrat besteht aus dem
Vorsitzenden, 17 weiteren Mitgliedern und drei
ständigen Gruppenstellvertretern. Dem Anhang zum
Jahresabschluss ist die Zusammensetzung des
Verwaltungsrates zu entnehmen. Der Kreditausschuss,
bestehend aus dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates als
Vorsitzender, fünf weiteren Mitgliedern des
Verwaltungsrates und zwei ständigen Stellvertretern,
beschließt über die Zustimmung zur
Gewährung von Krediten nach der
Geschäftsanweisung und über die Zustimmung zur
Gewährung von Organkrediten im Sinne von § 15 des
Gesetzes über das Kreditwesen. Der Vorstand, bestehend
aus zwei Mitgliedern, leitet die Sparkasse in eigener
Verantwortung. Er vertritt die Sparkasse und führt
ihre Geschäfte.
Zum 31. Dezember 2023 unterhalten wir neben den
beiden Hauptstellen insgesamt drei Direktionen, zwölf
Beratungscenter, sechs Filialen und 30 SB-Filialen.
Die Gesamtzahl der Beschäftigten hat sich bis
zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,9 %
auf 660 verringert, von denen 403 vollzeitbeschäftigt,
211 teilzeitbeschäftigt sowie 46 in Ausbildung sind.
Der Rückgang ist Folge einer natürlichen
Fluktuation.
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche
Rahmenbedingungen im Jahr 2023
2.1.1 Volkswirtschaftliches Umfeld
Die Weltwirtschaft hatte in den letzten Jahren mit
der Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und
schließlich der Inflation und den damit
einhergehenden steigenden Lebenshaltungskosten zu
kämpfen. Hinzu kamen zunehmende geopolitische
Spannungen, die Unsicherheit schürten. Zugleich
dämpften die Zinserhöhungen zahlreicher
Notenbanken die Wirtschaftsaktivität. Das alles
belastete das globale Wachstum merklich.
Laut Internationalem Währungsfonds (IWF) ist die
globale Wirtschaftsleistung 2023 um voraussichtlich 3,1 %
gewachsen. Im Euro-Raum dürfte sie lediglich um 0,5 %
gestiegen sein. Die deutsche Volkswirtschaft verzeichnete
2023 voraussichtlich ein um 0,3 % schrumpfendes
Bruttoinlandsprodukt. Ursächlich hierfür waren
die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, die
ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende
Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und
Ausland.
In Baden-Württemberg ist aufgrund der engen
globalen Verflechtung der Wirtschaft das
Bruttoinlandsprodukt sogar um voraussichtlich 0,6 %
zurückgegangen. Das außenwirtschaftliche Umfeld
zeigte sich eingetrübt, die Inflation belastete weiter
die Kaufkraft der privaten Haushalte und die
Ertragserwartungen der Unternehmen. Die wirtschaftliche
Entwicklung ist maßgeblich auf zurückgehende
Aufträge und die rückläufige Produktion im
verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen.
Der deutsche Arbeitsmarkt war trotz schwacher
Konjunktur robust. Die Arbeitslosenquote stieg nach der
Bundesagentur für Arbeit lediglich leicht von
durchschnittlich 5,4 % in 2022 auf 5,7 % in 2023 und in
Baden-Württemberg von 3,6 % auf 4,0 %. Gleichzeitig
haben Erwerbstätigkeit und
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den
Jahreswerten etwas zugenommen. Die gemeldete Nachfrage nach
neuen Mitarbeitern hat spürbar nachgelassen, ist aber
weiterhin vergleichsweise hoch. Die konjunkturell bedingte
Kurzarbeit lag im Jahresverlauf auf einem im
langjährigen Vergleich moderaten Niveau.
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind 2023
gemessen am Verbraucherpreisindex um 5,9 % im Durchschnitt
gegenüber 2022 gestiegen. Zwar lagen sie damit unter
dem historischen Höchststand des Jahres 2022 seit
Einführung des Euros von 6,9 %, jedoch verharren die
Preissteigerungsraten über dem 2 %-Ziel der
Europäischen Zentralbank (EZB). Auch 2023 hat die EZB
daher den Kampf gegen die anhaltend hohen Inflationsraten
weitergeführt. Insgesamt hat die EZB im Berichtsjahr
2023 ihren Hauptrefinanzierungssatz um insgesamt 200
Basispunkte auf 4,50 % erhöht. Den Einlagensatz hat
sie ebenfalls um insgesamt 200 Basispunkte auf 4,00 %
erhöht.
Die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen
sind insbesondere im vierten Quartal 2023 per saldo
gesunken. Zum Schluss des Jahres 2022 lagen sie bei 2,51 %.
Ende 2023 wurde für diese Benchmark eine Rendite von
2,02 % verzeichnet.
Auf den Immobilienmärkten wurde 2023 eine
deutliche Preiskorrektur vollzogen. Die Zinswende übte
einen Abwärtsdruck auf die Bewertung von Immobilien
aus. Sowohl die Preise für Wohnimmobilien als auch die
Preise für Bürogebäude waren 2023
rückläufig. Die Wohnungs- und Büromieten
tendierten hingegen aufwärts. Die Bauinvestitionen
sanken im dritten Jahr in Folge, 2023 noch einmal
preisbereinigt um 2,1 %. Am stärksten war der
Rückgang im Wohnungsbau und das trotz
Wohnungsknappheit. 2023 wurden bundesweit 26,6 % weniger
Baugenehmigungen für Wohnungen als 2022 erteilt; in
Baden-Württemberg war ein Rückgang von 32,1 % zu
verzeichnen. Bauunternehmen und Bauträger kämpfen
mit massiv gestiegenen Baukosten und höheren Zinsen.
Nach einem ungünstigen Börsenjahr 2022
legten die großen Aktienindizes 2023 deutlich zu. Der
Deutsche Aktienindex (DAX) stieg nach Rückgängen
im August und Oktober zum Jahresende deutlich. Neben der
zunehmenden Ernüchterung über die
realwirtschaftliche Situation und den ausbleibenden
Aufschwung kam es insbesondere im vierten Quartal 2023 zu
einem starken Aktienkursanstieg aufgrund von
Zinssenkungsfantasien. Mit einem Jahresschlussstand von
13.923 Punkten Ende 2022 und 16.751 Punkten Ende 2023
errechnet sich im DAX eine positive Jahresperformance von
20,3 %. Für den EURO STOXX 50, als wichtiger Indikator
für die Entwicklung des europäischen
Aktienmarktes, ging es von 3.793 Punkten zum Jahresende
2022 auf 4.521 Punkte Ende 2023 aufwärts. Der S&P
500, der als Kursbarometer für die USA gilt, legte im
Jahresverlauf von 3.827 Punkte auf 4.790 Punkte zu.
2.1.2 Entwicklung
Geschäftsgebiet
Zum Jahresende 2023 hat sich die Geschäftslage
in der Bodenseeregion stark eingetrübt. Nach Angaben
der für unser Geschäftsgebiet zuständigen
Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben
(Bodenseekreis) und der Industrie- und Handelskammer
Hochrhein Bodensee (Stadt Konstanz) brechen über fast
alle Branchen hinweg die Umsätze und
Auftragseingänge ein.
Zu Beginn des Jahres 2023 begann eine leichte
Erholungsphase von den negativen Auswirkungen, die durch
den Ukraine-Krieg und die Unruhen im Nahen Osten
hervorgerufen wurden. Der erwünschte Aufschwung
stellte sich allerdings nicht ein. Eine deutliche
Verbesserung bei den Materialengpässen konnte die
gesamtwirtschaftliche Situation nicht wesentlich
beeinflussen, da nach wie vor die Folgen des Krieges in der
Ukraine, die in hohem Maße gestiegenen Energiepreise
und eine weltweit weiter zunehmende Unsicherheit die
Stimmung in den Unternehmen beherrschte. Die damit
verbundenen Einschränkungen in den Wirtschafts- und
Dienstleistungsbetrieben zeigten ihre Auswirkungen in den
Ergebnissen der Konjunkturumfragen und Wirtschaftsberichten
der beiden Industrie- und Handelskammern.
Die Erwartungen über den weiteren Verlauf der
Konjunktur sind zum Jahreswechsel 2023/2024 bei den
Unternehmen in den IHK-Bezirken im Vergleich zu den
Erwartungen des davorliegenden Jahreswechsels weiter
pessimistisch. Bei den Produktionsbetrieben haben sich die
Erwartungen verbessert. Es zeichnet sich sogar eine
Erholung nach dem starken Rückgang im letzten Jahr ab.
25 % der teilnehmenden Unternehmen sprechen von einer guten
Geschäftslage, 55 % äußern sich
befriedigend zur Frage nach der Geschäftslage und 20 %
rechnen mit einer Verschlechterung. Dementsprechend
vorsichtig bewerten die Unternehmen ihre
Investitionsabsichten. 30 % der Unternehmen im Bereich der
IHK Hochrhein-Bodensee gehen von geringeren Investitionen
aus. Dabei führen die Ersatzbeschaffung,
Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und
weiterhin der Ausbau der Digitalisierung die Rangliste bei
den Investitionstätigkeiten an. Laut dem
Wirtschaftsbericht zum Herbst 2023 der Industrie- und
Handelskammer Bodensee-Oberschwaben ist der
Fachkräftemangel in allen Branchen akut vorhanden.
Fast zwei Drittel aller regionalen Unternehmen sind davon
betroffen. Der Fachkräftemangel wird weiterhin,
besonders aufgrund des bevorstehenden Eintritts der
geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand, als hohes
Geschäftsrisiko genannt. Zunehmend werden auch die
Inlandsnachfrage, die steigenden Arbeitskosten, die
politischen Rahmenbedingungen und die zunehmende
Bürokratie neben den erdrückenden Energie- und
Rohstoffpreisen mit Sorge betrachtet. In einer
Veröffentlichung der Bundesagentur für Arbeit lag
die Arbeitslosenquote im Dezember 2023 im Landkreis
Konstanz bei 3,9 % und im Landkreis Bodenseekreis bei 3,4
%. Auch die immer noch relativ niedrige Arbeitslosenquote
bestätigt die Schwierigkeit der Unternehmen,
Fachkräfte am Arbeitsmarkt zu bekommen.
Die Erwartungen der Unternehmen an die Entwicklung
der kommenden zwölf Monate werden dem
Wirtschaftsbericht Herbst 2023 der IHK Hochrhein Bodensee
zufolge von den Themen Entwicklung der Inlands- und
Auslandsnachfrage, der Verfügbarkeit von
Fachkräften, den steigenden Arbeitskosten und den
Energiekosten bestimmt. Zudem ist nach Auffassung der IHK
Bodensee-Oberschwaben bei den Unternehmern das
Grundvertrauen in die Handlungsfähigkeit der Politik
erschüttert. Entschlosseneres und verlässlicheres
Handeln sowie ein spürbarer Abbau der Bürokratie
wird angemahnt.
2.1.3 Konkurrenzsituation
In unserem Geschäftsgebiet sind 18
Konkurrenzinstitute (Vorjahr: 18) mit 52 personenbesetzten
Filialen (Vorjahr: 52) vertreten.
2.1.4 Branchenumfeld und rechtliche
Rahmenbedingungen im Jahr 2023
Das makrofinanzielle Umfeld ist von der Zinswende und
einer erhöhten Unsicherheit geprägt. Dabei hat
sich das seit 2022 gestiegene Zinsniveau, welches sich in
2023 invers entwickelte, sowohl auf der Aktiv- wie auch auf
der Passivseite deutlich auf das Geschäft der
Kreditinstitute ausgewirkt.
Im Aktivgeschäft verzeichneten die
Kreditinstitute nach Angaben der Deutschen Bundesbank nur
noch eine leichte Zunahme der Kredite an inländische
Nichtbanken um 1,0 % von Dezember 2022 bis Dezember 2023,
nach einem Anstieg um 6,5 % im Jahr 2022. Am Jahresende
2023 lag der Bestand an Unternehmenskrediten 1,1 %
über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Bei den Krediten
an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige
Privatpersonen verzeichneten die Kreditinstitute ein Plus
von 0,7 %. Die Kreditnachfrage privater Haushalte zum
Erwerb von Wohneigentum entwickelte sich - nach dem
Einbruch um gut 60 % im Jahresverlauf 2022 - weiterhin
schwach.
Die Sparkassen in Baden-Württemberg
verzeichneten nur eine geringfügige Zunahme des
Kreditvolumens (1,8 %). Dieses Plus wurde von den
Unternehmenskunden getragen (3,5 %), während das
Privatkundengeschäft konstant blieb. Im
Neugeschäft ging insbesondere die Nachfrage nach
privaten Wohnungsbaukrediten im Vergleich zum Vorjahr
zurück (46,6 %).
Über mehrere Jahre hinweg hatten Niedrig- bzw.
Negativzinsen und der Mangel an sicheren Anlagealternativen
zu einem starken Anstieg der Sichteinlagen geführt. Im
Zuge des steigenden Zinsniveaus kam es zu erheblichen
Umschichtungen von Sichteinlagen zu Termingeldern und
verzinsten Anlageprodukten, die sich im laufenden Jahr
fortsetzen dürften. In Summe nahmen laut der Deutschen
Bundesbank die Einlagen von Nichtbanken bei
Kreditinstituten im Inland im Jahr 2023 um 2,0 % zu (2022:
+4,1 %). Während die täglich fälligen
Bankguthaben um 6,6 % zurückgingen, gab es deutliche
Steigerungen bei Termineinlagen (+25,9 %).
Die Entwicklung bei den baden-württembergischen
Sparkassen bewegte sich im Trend der gesamten
Kreditwirtschaft. Insgesamt nahmen die Kundeneinlagen um
1,5 % leicht zu, bei gleichzeitig deutlichen zinsbedingten
Umschichtungen von Sicht- und Spareinlagen (-16,2 %) zu
Gunsten einer Vervierfachung von Termingeldern und
Eigenemissionen.
Das nicht bilanzwirksame
Kunden-Wertpapiergeschäft der
baden-württembergischen Sparkassen hat sich in Folge
des gestiegenen Zinsniveaus spürbar belebt und
insbesondere zu einer höheren Nachfrage nach
festverzinslichen Papieren geführt. Der gesamte
Wertpapierumsatz erreichte 25 Mrd. Euro und lag damit fast
ein Viertel über dem Vorjahreswert.
Nachdem die langandauernde Niedrigzinsphase die
Ertragskraft der Kreditinstitute deutlich belastet hatte,
führte die Zinswende der EZB zu einem spürbaren
Anstieg der zentralen Ertragsquelle "Zinsüberschuss"
und machte sich 2023 positiv in der Ertragslage der Banken
bemerkbar. Wie die Deutsche Bundesbank in ihrer Analyse der
Ertragslage der deutschen Kreditinstitute hervorhebt, wird
sich der Wertberichtigungsbedarf auf festverzinsliche
Wertpapiere im Jahr 2023 voraussichtlich verringern.
Demgegenüber werden die Kreditinstitute
voraussichtlich eine höhere Kreditvorsorge zu bilden
haben.
Die Analyse für die Ertragsentwicklung in der
Kreditwirtschaft im Allgemeinen gilt im Wesentlichen auch
für die baden-württembergischen Sparkassen. Die
Zinswende der EZB führte zu einem spürbaren
Anstieg der zentralen Ertragsquelle "Zinsüberschuss".
Dagegen erhöhte sich der Verwaltungsaufwand bedingt
durch die hohe Inflation deutlich. Vor dem Hintergrund der
aktuellen Krisen ergibt sich ein steigendes Kreditrisiko,
das sich in einer verstärkten Risikovorsorge für
Kredite bei baden-württembergischen Sparkassen
widerspiegelt.
Die Stabilität der Sparkassen-Finanzgruppe
insgesamt ist durch das Verbundrating erneut bestätigt
worden. Die Ratingagenturen Fitch (A+), DBRS (A high) und
Moodys (Aa2) haben an ihren Einstufungen festgehalten.
Aufsichtsrechtliche Änderungen ergaben sich
durch die Aktualisierung der Mindestanforderungen an das
Risikomanagement (7. MaRisk-Novelle) durch die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
(BaFin) im Juni 2023. Mit dieser Novelle wurden die
Anforderungen an die Kreditvergabe und Überwachung
sowie Regelungen zur Handhabung des
Immobiliengeschäfts und der Nachhaltigkeitsrisiken
angepasst bzw. ergänzt. Soweit die Änderungen der
MaRisk klarstellenden Charakter hatten, trat die neue
Fassung mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Für
neue Anforderungen galt eine Übergangsfrist bis zum 1.
Januar 2024. Dies bezog sich insbesondere auf die
Regelungen zu den Immobiliengeschäften.
Insgesamt müssen sich die Kreditinstitute auf
eine Fortsetzung der Regulierungsdynamik der letzten Jahre
sowie mittelfristig auf weiter erhöhte
Eigenmittelanforderungen einstellen. So wurde
beispielsweise am 15. Februar 2024 bereits die 8.
MaRisk-Novelle von der BaFin zur Konsultation gestellt.
2.2 Bedeutsamste finanzielle
Leistungsindikatoren
Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren
dienen in Übereinstimmung mit der sparkasseninternen
Berichterstattung folgende Steuerungsgrößen:
| ― |
Betriebsergebnis vor Bewertung
in % der Durchschnittsbilanzsumme (DBS)
|
| ― |
Cost-Income-Ratio
|
Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren
stellen sich zum Bilanzstichtag im Vergleich mit dem
Vorjahr wie folgt dar:
|
Leistungsindikatoren |
01.01. bis
31.12.2023 |
01.01. bis
31.12.2022 |
01.01. bis
31.12.2023
Prognose |
| Betriebsergebnis vor
Bewertung in % der DBS
1) |
0,77 |
0,58 |
0,75 |
| Cost-Income-Ratio in %
2) |
64,4 |
69,6 |
68,4 |
1) Zins- und Provisionsüberschuss
zuzüglich Saldo der sonstigen ordentlichen
Erträge und Aufwendungen und abzüglich der
Verwaltungsaufwendungen gemäß Abgrenzung des
Betriebsvergleichs (bereinigt um neutrale und aperiodische
Positionen)
2) Verwaltungsaufwand in Relation zum Zins- und
Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der
sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen
gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs
(bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen)
2.3 Darstellung, Analyse und
Beurteilung des Geschäftsverlaufs
2.3.1 Bilanzsumme und
Geschäftsvolumen
Sowohl die Bilanzsumme als auch das
Geschäftsvolumen haben sich marginal reduziert. Die
Bilanzsumme hat sich um 0,4 % auf 5.307,5 Mio. EUR und das
Geschäftsvolumen um 0,5 % auf 5.370,6 Mio. EUR
reduziert.
Gegenüber dem Vorjahr haben sich das
Kundenkreditgeschäft marginal und die sonstigen
Verbindlichkeiten deutlich erhöht. Aufgrund der
Erhöhung einer Beteiligung hat sich das
Anlagevermögen enorm erhöht. Die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die
sonstigen Vermögensgegenstände haben sich
ebenfalls enorm erhöht. Das Wertpapiervermögen
hat sich leicht, das Mittelaufkommen von Kunden hat sich
deutlich und die Forderungen an Kreditinstitute haben sich
enorm reduziert.
2.3.2 Aktivgeschäft
2.3.2.1 Forderungen an
Kreditinstitute
Die Forderungen an Kreditinstitute reduzierten sich
von 586,9 Mio. EUR auf 470,6 Mio. EUR.
Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die
Reduzierung von Übernachtanlagen bei der Deutschen
Bundesbank und fälliger Termingeldanlagen
zurückzuführen. Der Bestand setzt sich
hauptsächlich aus bei Kreditinstituten unterhaltenen
Liquiditätsreserven und vergebenen Darlehen zusammen.
Es bestehen Schuldscheindarlehen in Höhe von 80,1 Mio.
EUR (Vorjahr 80,1 Mio. EUR), die Emittenten aus Deutschland
betreffen.
2.3.2.2 Kundenkreditvolumen
Das Kundenkreditgeschäft hat sich von 3.866,8
Mio. EUR auf 3.920,5 Mio. EUR (1,4 %) gegenüber dem
Vorjahr marginal erhöht. Die
baden-württembergischen Sparkassen lagen im
Durchschnitt marginal über unserem Wachstum.
Die Buchforderungen haben sich um 63,0 Mio. EUR bzw.
1,7 % auf 3.857,4 Mio. EUR leicht erhöht und die
Avalkredite sind, im Vergleich zum Vorjahr, von 72,4 Mio.
EUR auf 63,1 Mio. EUR bzw. 12,8 % erheblich gesunken.
Der Bestandszuwachs entfiel insbesondere auf den
gewerblichen Bereich. Bei den Privatkrediten war im
Vergleich zum Vorjahr eine leichte Reduzierung der
Kreditbestände zu beobachten (-4,4 %). Der Bestand an
Kommunalkrediten blieb weiter rückläufig (-4,3
%).
Der Rückgang der Darlehenszusagen bei den
Privatkunden aus dem Vorjahr setzte sich im
Geschäftsjahr fort und erhöhte sich auf -40,1 %.
Auch im Geschäftskundenbereich nahmen die
Darlehenszusagen um 16,2 % ab. Dies führte insgesamt
zu einer enormen Reduzierung der Darlehenszusagen um 172,2
Mio. EUR (-27,3 %).
2.3.2.3 Wertpapiervermögen
Zum Bilanzstichtag reduzierte sich der Bestand an
Wertpapieranlagen gegenüber dem Vorjahr um 18,8 Mio.
EUR bzw. 2,8 % auf 655,5 Mio. EUR.
Für den Rückgang waren insbesondere
Fälligkeiten von Schuldverschreibungen und anderen
festverzinslichen Wertpapiere in Höhe von 80,9 Mio.
EUR maßgeblich, welche nicht vollständig neu
angelegt wurden. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir
Investitionen in Immobilienfonds in Höhe von 10,5 Mio.
EUR getätigt.
2.3.2.4 Beteiligungen
Im Geschäftsjahr 2023 stieg das Volumen der
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen um
39,2 Mio. EUR auf 187,4 Mio. EUR.
Die Veränderung ergab sich aus der Reduzierung
von Pflichteinlagen bei der SI-BW Beteiligungsgesellschaft
mbH & Co. KG in Höhe von 0,7 Mio. EUR sowie aus
der mit der Kapitalerhöhung verbundenen Einbringung
weiterer Objekte zu Verkehrswerten gegen Gewährung von
Gesellschaftsrechten und unter Fortführung der
steuerlichen Buchwerte in die
S-Immo-Verwaltungsgesellschaft der Sparkasse Bodensee mbH
& Co. KG. Ihr Buchwert erhöhte sich um 39,9 Mio.
EUR auf 140,1 Mio. EUR.
Mit Inkrafttreten des Staatsvertrages (Bekanntmachung
im Gesetzblatt für Baden-Württemberg vom 23. Mai
2023) fand die Fusion der LBS Südwest und der LBS
Bayern zur LBS Süd mit rechtlicher Wirkung zum 26.
August 2023 und steuerlich rückwirkend zum 1. Januar
2023 statt. Eine Änderung der Buchwerte ergab sich
dadurch nicht.
2.3.2.5 Sachanlagen
Die Sachanlagen reduzierten sich marginal von 46,4
Mio. EUR auf 45,7 Mio. EUR. Wesentliche Veränderungen
ergaben sich durch die Einbringung von sechs Objekten in
unsere Tochtergesellschaft S-Immo-Verwaltungsgesellschaft
der Sparkasse Bodensee mbH & Co. KG sowie den Erwerb
eines Baugrundstücks in Kressbronn zur Wohnbebauung
und weitere Investitionen in einen wohnwirtschaftlichen
Neubau in Überlingen auf einem bestehenden
Grundstück.
2.3.3 Passivgeschäft
2.3.3.1 Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
erhöhten sich von 911,7 Mio. EUR auf 1.089,4 Mio.
EUR.
Die täglich fälligen Verbindlichkeiten
erhöhten sich um 9,2 Mio. EUR auf 18,0 Mio. EUR. Bei
den Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit
erhöhten sich die befristeten Einlagen um 213,7 Mio.
EUR auf 300,3 Mio. EUR und die zweckgebundenen Mittel um
15,2 Mio. EUR auf 742,9 Mio. EUR. Der Bestand an
langfristigen Refinanzierungsgeschäfte (GLRG III) der
Deutschen Bundesbank wurde durch Fälligkeiten
zurückgeführt.
2.3.3.2 Mittelaufkommen von Kunden
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben
sich deutlich um 243,1 Mio. EUR bzw. 6,2 % auf 3.705,4 Mio.
EUR reduziert. Ein reges Wertpapiergeschäft hatte
hierauf einen Einfluss. Die übrigen Sparkassen in
Baden-Württemberg hatten im Durchschnitt ein Wachstum.
Aufgrund der gestiegenen Zinsen bevorzugten unsere
Kunden im Geschäftsjahr 2023 überwiegend
höherverzinsliche Anlagearten. Die Sichteinlagen
reduzierten sich um 429,9 Mio. EUR, die Spareinlagen um
120,5 Mio. EUR und die nachrangigen Sparkassenkapitalbriefe
um 13,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr.
Demgegenüber erhöhten sich die befristeten
Einlagen um 266,2 Mio. EUR und die Sparkassenbriefe um 54,4
Mio. EUR.
2.3.4 Derivate
Derivative Finanzinstrumente werden im
Eigengeschäft ausschließlich zur Steuerung des
Zinsänderungsrisikos abgeschlossen. Eine
Übersicht zum Jahresende wie sich die Kontrakte nach
Art und Umfang sowie nach Fristigkeit gliedern, ist dem
Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen.
2.3.5 Wesentliche Baumaßnahmen
und technische Veränderungen
Im Rahmen unserer Immobilienstrategie wurden
Standortentwicklungen und die daraus resultierenden
Optimierungsplanungen als Investitionsbasis für das
Folgejahr weiter vorangetrieben.
Für die Fertigstellung der laufenden
Wohnbebauung in Überlingen wurden für das
Geschäftsjahr 2024 noch 1,8 Mio. EUR eingeplant.
Für die Wohnbebauung in Oberteuringen sind für
planerische und bauliche Aktivitäten 0,8 Mio. EUR
eingeplant.
In der Hauptstelle Friedrichshafen wurden durch
interne Flächenoptimierungen und hausinterne
Umzüge Freiflächen geschaffen, erste Bereiche
wurden in 2023 bereits vermietet, weitere Bereiche folgen
in 2024.
Die Immobilienstrategie zur Erweiterung des eigenen
Immobilienbestandes wurde durch die erfolgreichen
Vertragsverhandlungen und den Abschluss des
Grundstückskaufvertrages für die Umsetzung von
Wohnbebauungen in Kressbronn weiterverfolgt. Für 2024
sind hier 2,1 Mio. EUR für planerische und bauliche
Aktivitäten eingeplant.
In 2023 wurde die zentrale Kälteanlage der
Hauptstelle Friedrichshafen durch eine neue Anlage ersetzt,
welche die bisherige störungsanfällige Anlage
ersetzt und im Energieverbrauch wirtschaftlicher ist.
2.4 Darstellung, Analyse und
Beurteilung der Lage
2.4.1 Vermögenslage
Unsere Vermögenslage ist gekennzeichnet durch
einen hohen Anteil des Kundenkreditvolumens am
Geschäftsvolumen, der Anteil beträgt 73,0 %
(Vorjahr: 71,6 %).
Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden am Geschäftsvolumen hat sich deutlich, die
addierten Anteile bei den Forderungen an Kreditinstitute
und Wertpapiervermögen haben sich erheblich
gegenüber dem Vorjahr reduziert. Der Anteil an den
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten am
Geschäftsvolumen hat sich gegenüber dem Vorjahr
enorm erhöht.
Sämtliche Vermögensgegenstände und
Rückstellungen werden vorsichtig bewertet. Die
Rückstellungen werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Einzelheiten
sind dem Anhang zum Jahresabschluss zu entnehmen. Für
besondere Risiken des Geschäftszweigs der
Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen.
Die zum Jahresende ausgewiesenen
Sicherheitsrücklagen erhöhten sich durch die
Zuführung des Bilanzgewinnes 2022. Insgesamt weisen
wir ohne den Bilanzgewinn ein Eigenkapital von 208,2 Mio.
EUR (Vorjahr: 205,3 Mio. EUR) aus. Neben der
Sicherheitsrücklage verfügen wir über
umfangreiche weitere aufsichtsrechtliche
Eigenkapitalbestandteile.
Nach der durch den Verwaltungsrat zu
beschließenden Zuführung aus dem Bilanzgewinn
wird sich die Sicherheitsrücklage um 1,5 % auf 211,4
Mio. EUR erhöhen. Der für allgemeine Bankrisiken
gebildete Fonds nach § 340g HGB erhöhte sich um
46,5 Mio. EUR auf 212,0 Mio. EUR.
Die Gesamtkapitalquote gemäß Art. 92 CRR
(Verhältnis der angerechneten Eigenmittel bezogen auf
die anrechnungspflichtigen Positionswerte) übertrifft
am 31. Dezember 2023 mit 14,28 % (im Vorjahr: 13,73 %) und
für die Institutsgruppe mit einem Wert von 14,35 % die
aufsichtlichen Mindestanforderungen von 8,0 %
gemäß CRR zuzüglich SREP-Zuschlag sowie
kombinierten Kapitalpufferanforderungen zuzüglich der
Eigenmittelempfehlung nach § 6d KWG. Zum 1. Februar
2022 erhöhte sich der antizyklische Kapitalpuffer von
null auf 0,75 % der risikogewichteten Positionswerte. Zudem
wurde ein Systemrisikopuffer von 2,00 % für den
Wohnimmobiliensektor eingeführt. Beide
Kapitalpufferanforderungen sind seit dem 1. Februar 2023 zu
erfüllen. Zudem können wir die von der Aufsicht
festgelegte Eigenmittelempfehlung zur Abdeckung von Risiken
in Stresssituationen vorhalten. Die anrechnungspflichtigen
Positionen zum 31. Dezember 2023 betragen 3.031,1 Mio. EUR
und die aufsichtlich anerkannten Eigenmittel 432,7 Mio.
EUR.
Die harte Kernkapitalquote und die Kernkapitalquote
übersteigen die aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen
Werte deutlich.
Die Verschuldungsquote (Verhältnis des
Kernkapitals zur Summe der bilanziellen und
außerbilanziellen Positionen) am 31. Dezember 2023
beträgt 6,92 % und liegt damit über der
aufsichtlichen Mindestanforderung von 3,0 %.
Auf Grundlage unserer normativen
Risikotragfähigkeit bis zum Jahr 2028 vom 14. Februar
2024 ist auch weiterhin eine Erfüllung der
aufsichtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung
als Basis für die geplante zukünftige
Geschäftsausweitung zu erwarten.
2.4.2 Finanzlage
Die Zahlungsbereitschaft war im abgelaufenen
Geschäftsjahr aufgrund einer angemessenen
Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die
Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio -
LCR) lag mit 122,7 % bis 156,0 % oberhalb des zu
erfüllenden Mindestwerts von 100,0 %. Die LCR-Quote
lag zum 31. Dezember 2023 bei 153,0 %. Die strukturelle
Liquiditätsquote (Net-Stable Funding Ratio - NSFR) lag
in einer Bandbreite von 120,8 % bis 126,9 %; damit wurde
die aufsichtliche Mindestquote von 100,0 % eingehalten. Zur
Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden
Guthaben bei der Deutschen Bundesbank geführt. Kredit-
und Dispositionslinien bestehen bei der Deutschen
Bundesbank, der Landesbank Baden-Württemberg und der
Landesbank Hessen Thüringen.
Nach unserer Finanzplanung ist die
Zahlungsbereitschaft auch für die absehbare Zukunft
gesichert. Deshalb beurteilen wir die Finanzlage der
Sparkasse als gut.
2.4.3 Ertragslage
Zur Analyse der Ertragslage wird für interne
Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich
der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der
Sparkassenorganisation eingesetzt, in dem eine detaillierte
Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses unserer Sparkasse
in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme erfolgt. Zur
Ermittlung eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden
die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und
außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der
internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet
werden. Nach Berücksichtigung des
Bewertungsergebnisses ergibt sich das Betriebsergebnis nach
Bewertung. Unter Berücksichtigung des neutralen
Ergebnisses und der Steuern verbleibt der
Jahresüberschuss.
Auf dieser Basis beträgt das Betriebsergebnis
vor Bewertung 0,77 % (Vorjahr: 0,58 %) der
durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2023; es lag
damit, wie in den Vorjahren, enorm unter dem Durchschnitt
der baden-württembergischen Sparkassen vergleichbarer
Größenordnung. Der im Vorjahreslagebericht
prognostizierte Wert von 0,75 % wurde im Wesentlichen
aufgrund eines deutlich besseren Zinsüberschusses und
eines erheblich geringeren Sachaufwands leicht
übertroffen.
Dementsprechend verbesserte sich auch die
Cost-Income-Ratio (CIR) deutlich von 69,6 % auf 64,4 %
beziehungsweise liegt die CIR deutlich unter dem im Vorjahr
prognostizierten Wert von 68,4 %.
Im Folgenden wird die Ertragslage anhand der
Kennzahlen auf Basis der Gewinn- und Verlustrechnung (vgl.
Gliederungspunkt 2.4.4) beschrieben:
Der Zinsüberschuss hat sich im
Geschäftsjahr besser entwickelt als erwartet. Er
erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr enorm um 18,3
% auf 77,1 Mio. EUR. Verantwortlich für die
Entwicklung sind mehrere Gründe:
Infolge des gestiegenen Zinsniveaus erhöhte sich
die Jahresdurchschnittsverzinsung bei nahezu allen Kunden-
und Wertpapierbeständen sowie
Geldmarktgeschäften.
Der Zinsertrag aus Kredit- und
Geldmarktgeschäften erhöhte sich enorm um 27,4
Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr sind neben den
höheren Durchschnittsbeständen im
Kundengeschäft, insbesondere im Darlehensbereich auch
die gestiegenen Zinssätze für die Erhöhung
des Zinsertrages verantwortlich.
Durch deutlich niedrigere Durchschnittsbestände
im verzinslichen Wertpapierbestand bei nahezu
gleichbleibenden Zinssätze reduzierte sich der
Zinsertrag im verzinslichen Wertpapierbestand enorm um 0,8
Mio. EUR.
Der laufende Ertrag aus Aktien und anderen nicht
festverzinslichen Wertpapieren liegt um 1,1 Mio. EUR enorm
über dem Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf
die erhöhte Ausschüttung von Erträgen aus
unserem Wertpapier-Spezialfonds in Höhe von 3,9 Mio.
EUR (Vorjahr 3,3 Mio. EUR) sowie aus den im
Geschäftsjahr 2022 getätigten Investitionen in
Immobilienfonds zurückzuführen.
Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich
enorm um 0,7 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR gegenüber dem
Vorjahr. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen
eine höhere Ausschüttung beim SparkassenVerband
Baden-Württemberg sowie eine Ausschüttung der
Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG.
Der Zinsaufwand erhöhte sich um insgesamt 16,6
Mio. EUR enorm gegenüber dem Vorjahr. Infolge des
gestiegenen Zinsniveaus erhöhte sich der Zinsaufwand
bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden trotz des
leichten Rückgangs der Durchschnittsbestände
enorm um 10,6 Mio. EUR. Im Wesentlichen ist die
Erhöhung neben dem gestiegenen Zinsaufwand für
Prämiensparen auf Umschichtungen in
längerfristige Anlagearten aufgrund des gestiegenen
Zinsniveaus zurückzuführen.
Durch das gestiegene Zinsniveau und die erhebliche
Erhöhung der Durchschnittsbestände bei den
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat sich
der Zinsaufwand enorm erhöht.
Der Provisionsüberschuss hat sich gegenüber
dem Vorjahr um 2,1 Mio. EUR auf 36,5 Mio. EUR deutlich
erhöht. Dies entsprach nicht unseren Erwartungen, wir
hatten mit einem noch höheren
Provisionsüberschuss gerechnet.
Die Erträge im Giroverkehr erhöhten sich
leicht um 3,7% und die Erträge im Zahlungsverkehr
erheblich um 14,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Erträge im Auslandsgeschäft reduzierten
sich gegenüber dem Vorjahr enorm um 18,6 %.
Wenig erfreulich verlief das Immobiliengeschäft
und das Sorten- und Edelmetallgeschäft, hier
reduzierten sich die Erträge gegenüber dem
Vorjahr enorm. Bei der Vermittlung von
Bausparverträgen reduzierten sich die Erträge
gegenüber dem Vorjahr deutlich und bei der Vermittlung
von Versicherung gegenüber dem Vorjahr leicht.
Enorme Steigerungen konnten hingegen im Wertpapier-
und Depotgeschäft verzeichnet werden.
Die Erträge aus der Vermittlung von Krediten
erhöhten sich deutlich und die Erträge aus dem
Kartengeschäft erhöhten sich leicht.
Die Provisionsaufwendungen haben sich enorm um 0,9
Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr reduziert. Im
Wesentlichen ist dies auf den Rückgang von
Provisionsaufwendungen aus der Vermittlungstätigkeit
Dritter im Aktiv- und Passivgeschäft
zurückzuführen.
Der Personalaufwand hat sich um 1,5 Mio. EUR auf 42,4
Mio. EUR leicht gegenüber dem Vorjahr reduziert. Der
Rückgang ist Folge von rückläufigen
Pensionsrückstellungen und natürlicher
Fluktuation. Wir haben hier keinen Rückgang erwartet.
Der Sachaufwand erhöhte sich erheblich um 11,3 %
auf 35,6 Mio. EUR; ursächlich hierfür waren unter
anderem die enorm erhöhten Aufwendungen bei den
Dienstleistungen Dritter, den Pflichtbeiträgen und bei
den Rechts- und Beratungskosten. Der Aufwand für die
Bankenabgabe reduzierte sich dagegen erheblich. Insgesamt
entwickelte sich der Sachaufwand im Geschäftsjahr
nicht wie erwartet, denn wir hatten mit einem noch
höheren Sachaufwand gerechnet.
Der Anstieg bei den sonstigen ordentlichen
Erträgen ist zum größten Teil die Folge der
Einbringung von Immobilien in eine Tochtergesellschaft zum
beizulegenden Wert in Höhe von 39,9 Mio. EUR. Des
Weiteren erhöhten sich die
Grundstückserträge um 0,6 Mio. EUR und die
Erträge aus der Auflösung von sonstigen
Rückstellungen reduzierten sich um 0,3 Mio. EUR
gegenüber dem Vorjahr. Die sonstigen ordentlichen
Aufwendungen haben sich um 0,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR
reduziert.
Für das Geschäftsjahr 2023 liegt das
Betriebsergebnis vor Bewertung bei 72,1 Mio. EUR. Die
enorme Steigerung gegenüber dem Vorjahr liegt
über unseren Erwartungen.
Neben den Zu- und Abschreibungen bei Wertpapieren,
Investmentfonds und den Bildungen von Wertberichtigungen
aus dem Kundengeschäft wurde das Bewertungsergebnis
durch die Bildung von Vorsorgereserven gemäß
§ 340g HGB beeinflusst. Darüber hinaus wurden
durch die Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips
Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens in
Höhe von 24,4 Mio. EUR vermieden.
Im Vergleich zum Vorjahr weisen wir nach Vornahme
aller notwendigen Bewertungsmaßnahmen ein um 2,6 Mio.
EUR erhöhtes Ergebnis nach Bewertung aus.
Für das Geschäftsjahr 2023 liegt der
Steueraufwand in Höhe von 9,5 Mio. EUR mit 2,4 Mio.
EUR über dem Steueraufwand des Vorjahres. Die Position
Steuern setzt sich neben dem Körperschaft- und
Gewerbesteueraufwand des laufenden Jahres auch aus
aperiodischen Steueraufwendungen und Steuererstattungen aus
Vorjahren zusammen.
Der ausgewiesene Jahresüberschuss mit 3,2 Mio.
Euro erhöhte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr.
Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG
offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus
Jahresüberschuss und Bilanzsumme beträgt 0,06 %.
2.4.4 Gesamtaussage zum
Geschäftsverlauf und zur Lage
Vor dem Hintergrund der politischen und
konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie der Zinsentwicklung
bewerten wir die Geschäftsentwicklung als
zufriedenstellend.
Die Ertragslage, bezogen auf das Betriebsergebnis vor
Bewertung, war einerseits durch einen steigenden Zins- und
Provisionsüberschuss und anderseits durch einen
steigenden Sachaufwand gekennzeichnet. Die Entwicklung der
Ertragslage entwickelte sich leicht besser als erwartet.
Insbesondere durch die Zinsentwicklung ergaben sich
nennenswerte vermiedene Abschreibungen im
Anlagevermögen. Wir gehen jedoch davon aus, dass in
allen Fällen eine Rückzahlung zum Nominalwert
erfolgt.
Im Vergleich zu anderen baden-württembergischen
Sparkassen gleicher Größenordnung relativiert
sich diese günstige Entwicklung, da sich der negative
Abstand beim Betriebsergebnis vor Bewertung weiter
vergrößert hat.
Kennzahlen auf Basis der Gewinn- und Verlustrechnung:
|
Ergebnis |
Veränderungen |
|
1.1.-31.12.23 |
1.1.-31.12.22 |
2023 |
2023 |
2022 |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
Mio. EUR |
% |
% |
| Zinsüberschuss
1) |
77,1 |
65,2 |
11,9 |
18,3 |
-4,7 |
|
Provisionsüberschuss
2) |
36,5 |
34,4 |
2,1 |
6,1 |
6,8 |
| Verwaltungsaufwand |
|
|
|
|
|
| Personalaufwand |
-42,4 |
-43,9 |
1,5 |
-3,4 |
-0,2 |
| Sachaufwand |
-35,6 |
-32,0 |
-3,6 |
11,3 |
6,3 |
| Sonstige ordentliche
Erträge und Aufwendungen
3) |
36,5 |
3,5 |
33,0 |
942,9 |
-118,6 |
| Ergebnis vor
Bewertung |
72,1 |
27,2 |
44,9 |
165,1 |
253,2 |
| Bewertungsergebnis
4) |
-59,4 |
-17,1 |
-42,3 |
247,4 |
-129,6 |
| Ergebnis nach
Bewertung |
12,7 |
10,1 |
2,6 |
25,7 |
-84,6 |
| Außerordentliches
Ergebnis
5) |
0,0 |
0,0 |
0,0 |
0,0 |
0,0 |
| Steuern |
-9,5 |
-7,1 |
-2,4 |
33,8 |
-88,6 |
|
Jahresüberschuss |
3,2 |
3,0 |
0,2 |
6,7 |
-3,2 |
| Bilanzgewinn |
3,2 |
2,9 |
0,3 |
10,3 |
-3,3 |
| Cost-Income-Ratio in %
6) |
64,4 |
69,6 |
- |
-5,2 |
-2,5 |
1) Zinsüberschuss = GuV-Positionen 1, 2, 3
und 4
2) Provisionsüberschuss = GuV-Positionen 5
und 6
3) Sonstige ordentliche Erträge und
Aufwendungen = GuV-Positionen 8, 11 und 12
4) Bewertungsergebnis = GuV-Positionen 13 bis 16
und 18
5) Außerordentliches Ergebnis =
GuV-Positionen 20 und 21
6) Verwaltungsaufwand in Relation zum Zins- und
Provisionsüberschuss zuzüglich Saldo der
sonstigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen
gemäß Abgrenzung des Betriebsvergleichs
(bereinigt um neutrale und aperiodische Positionen) -
Veränderungen in Prozentpunkten
Kennzahlen auf Basis der Bilanzzahlen:
|
Bestand
zum Jahresende |
Veränderungen |
|
2023 |
2022 |
2023 |
2023 |
2022 |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
Mio. EUR |
% |
% |
| Geschäftsvolumen
1) |
5.370,6 |
5.400,1 |
-29,5 |
-0,5 |
0,8 |
| Bilanzsumme |
5.307,5 |
5.327,7 |
-20,2 |
-0,4 |
1,2 |
| Kundenkreditvolumen
2) |
3.920,5 |
3.866,8 |
53,7 |
1,4 |
2,1 |
| darunter: |
|
|
|
|
|
| Buchkredite |
3.857,4 |
3.794,4 |
63,0 |
1,7 |
2,7 |
| Avalkredite |
63,1 |
72,4 |
-9,3 |
-12,8 |
-22,4 |
| Forderungen an
Kreditinstitute |
470,6 |
586,9 |
-116,3 |
-19,8 |
386,2 |
|
Wertpapiervermögen |
655,5 |
674,3 |
-18,8 |
-2,8 |
-18,5 |
| Anlagevermögen
3) |
233,4 |
195,1 |
38,3 |
19,6 |
4,3 |
| Sonstige
Vermögenswerte |
90,6 |
77,0 |
13,6 |
17,7 |
-82,3 |
| Mittelaufkommen von
Kunden |
3.705,4 |
3.949,5 |
-243,1 |
-6,2 |
1,5 |
| darunter: |
|
|
|
|
|
| Spareinlagen |
678,6 |
799,1 |
-120,5 |
-15,1 |
-2,6 |
| Täglich
fällige Verbindlichkeiten |
2.614,0 |
3.043,9 |
-429,9 |
-14,1 |
1,7 |
| Verbindlichkeiten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
366,7 |
45,9 |
320,8 |
698,9 |
53,0 |
| Nachrangige
Verbindlichkeiten |
46,1 |
59,6 |
-13,5 |
-22,7 |
33,3 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
1.089,4 |
911,7 |
177,7 |
19,5 |
6,3 |
| Sonstige Passivposten
(einschl. Eventualverbindlichkeiten und
Rückstellungen) |
364,4 |
331,7 |
32,7 |
9,9 |
-18,5 |
| Eigene Mittel |
211,4 |
208,2 |
3,2 |
1,5 |
1,5 |
|
Bestand in
% des Geschäftsvolumens zum Jahresende |
|
2023 |
2022 |
| Geschäftsvolumen
1) |
- |
- |
| Bilanzsumme |
- |
- |
| Kundenkreditvolumen
2) |
73,0 |
71,6 |
| darunter: |
|
|
| Buchkredite |
71,8 |
70,3 |
| Avalkredite |
1,2 |
1,3 |
| Forderungen an
Kreditinstitute |
8,8 |
10,9 |
|
Wertpapiervermögen |
12,2 |
12,5 |
| Anlagevermögen
3) |
4,3 |
3,6 |
| Sonstige
Vermögenswerte |
1,7 |
1,4 |
| Mittelaufkommen von
Kunden |
69,0 |
73,1 |
| darunter: |
|
|
| Spareinlagen |
12,6 |
14,8 |
| Täglich
fällige Verbindlichkeiten |
48,7 |
56,4 |
| Verbindlichkeiten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
6,8 |
0,8 |
| Nachrangige
Verbindlichkeiten |
0,9 |
1,1 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
20,3 |
16,9 |
| Sonstige Passivposten
(einschl. Eventualverbindlichkeiten und
Rückstellungen) |
6,8 |
6,1 |
| Eigene Mittel |
3,9 |
3,9 |
1) Bilanzsumme zuzüglich
Eventualverbindlichkeiten
2) Bilanzpositionen A 4, A9 und P 21b
3) Bilanzpositionen A 7, A 8, A11, A12 und aus
der Bilanzposition A 13 die Geschäftsanteile an
Genossenschaften
Bankenaufsichtliche Kennzahlen:
|
Bestand |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Eigenmittel in Mio.
EUR |
432,7 |
404,8 |
| Kernkapital in Mio.
EUR |
372,3 |
359,8 |
| Hartes Kernkapital in
Mio. EUR |
372,3 |
359,8 |
| Zusätzliches
Kernkapital in Mio. EUR |
0,0 |
0,0 |
| Ergänzungskapital
in Mio. EUR |
60,4 |
44,9 |
| Gesamtrisikobetrag in
Mio. EUR |
3.031,1 |
2.947,9 |
| Adressrisiken (RWA) in
Mio. EUR |
2.841,3 |
2.763,3 |
| Harte Kernkapitalquote
in % |
12,28 |
12,21 |
| Kernkapitalquote in
% |
12,28 |
12,21 |
| Gesamtkapitalquote in
% |
14,28 |
13,73 |
| Liquidity Coverage Ratio
(LCR) in % |
153,0 |
150,3 |
| Net-Stable Funding Ratio
(NSFR) in % |
120,8 |
128,0 |
| Verschuldungsquote in
% |
6,9 |
6,6 |
| Baseler Zinsschock in %
(Zinsanstieg um 200 Basispunkte) |
21,5 |
21,9 |
Weitere Kennzahlen:
|
Bestand |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Anzahl
Geschäftsstellen |
23 |
23 |
| Mitarbeiter gesamt |
660 |
666 |
3 Nachtragsbericht:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023
haben sich nicht ergeben.
4 Risikobericht
4.1 Risikomanagementsystem
Zur Sicherstellung der langfristigen Fortführung
der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen
Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein
Risikotragfähigkeitskonzept mit einer
regelmäßigen Berechnung der
Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und
einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die
Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests,
und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den
Strategien, der Risikoinventur und der
Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023
wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai
2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an
bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt.
In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der
Sparkasse für jede wesentliche
Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur
Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie
umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen
Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen
zur Erreichung dieser Ziele.
Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens
jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um
deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem
werden regelmäßig quantitative und qualitative
Analysen zur Bestimmung von Risiko- und
Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der,
zum Bilanztag noch gültigen Risikoinventur, wurden
folgende Risiken in der ökonomischen und der
normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:
| Risikoart |
Risikokategorie |
|
Adressausfallrisiken |
Kundengeschäft |
|
Eigengeschäft |
| Marktpreisrisiken |
Zinsänderungsrisiko |
|
Spreadrisiko |
|
Aktienrisiko |
|
Immobilienrisiko |
|
Liquiditätsrisiken |
Zahlungsunfähigkeitsrisiko |
| Operationelle
Risiken |
|
Für die frühzeitige Identifizierung von
wesentlichen Risiken sowie von
risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren
abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen
Merkmalen basieren.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der ökonomischen Perspektive ist die
Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die
Sparkasse ermittelte zum 31. Dezember 2023 ein
ökonomisches Risikodeckungspotenzial von 494,9 Mio.
EUR. Das daraus vergebene Gesamtlimit von 310,0 Mio. EUR
wurde auf die wesentlichen Risiken verteilt und so
bemessen, dass eine angemessene Steuerung der Risiken
ermöglicht wird. Die wesentlichen Risiken werden
monatlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt.
Die bereitgestellten Limite reichten sowohl
unterjährig als auch zum Bilanzstichtag aus, um die
wesentlichen Risiken abzudecken.
Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos
wurden für alle wesentlichen Risiken das
Konfidenzniveau auf 99,9 % und der
Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend
festgelegt. Zwischen den wesentlichen Risikoarten werden
keine risikomindernden Diversifikationseffekte
berücksichtigt. Die Sparkasse berücksichtigt
innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem
Eigengeschäft und innerhalb des Marktpreisrisikos
zwischen den Risikofaktoren Zinsen, Spreads, Aktien und
Währungen risikomindernde Diversifikationseffekte.
Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete
Limitsystem in der ökonomischen Perspektive stellt
sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
| Risikoart |
Risikokategorie |
Limit |
Anrechnung |
|
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
% |
| Adressenrisiko |
Kundengeschäft,
Eigengeschäft |
40,0 |
36,0 |
90,0 |
| Marktpreisrisiko |
Zinsänderungsrisiko |
130,0 |
107,5 |
82,7 |
|
Spreadrisiko |
44,0 |
26,9 |
61,1 |
|
Aktienrisiko |
17,0 |
15,9 |
93,7 |
|
Immobilienrisiko |
29,0 |
27,8 |
96,0 |
| Operationelle
Risiken |
|
50,0 |
36,3 |
72,5 |
|
Risikotragfähigkeitslimit / Gesamtrisiko |
310,0 |
250,4 |
80,8 |
Die zuständigen Stellen steuern die Risiken im
Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der
Limitvorgaben des Vorstands.
Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in
der normativen Perspektive ist die Fortführung der
Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter
Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2028. Um einen
Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können,
wurden Annahmen über die künftige
Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie
für ein adverses Szenario getroffen.
In der normativen Perspektive sind alle
regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die
darauf basierenden internen Anforderungen zu
berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen
sind die Kernkapitalanforderung, die
Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung,
die kombinierte Pufferanforderung) und die
Eigenmittelempfehlung sowie die Strukturanforderungen
hinsichtlich des Kapitals, die
Höchstverschuldungsgrenze und die
Großkreditgrenze.
Für den betrachteten Zeitraum von fünf
Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen im
Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches
gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in
dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen
zwingend einzuhalten sind.
Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden
Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und
Verfahren werden jährlich überprüft und bei
Bedarf angepasst (Validierung).
Die Sparkasse setzt zur Steuerung der
Zinsänderungsrisiken derivative Finanzinstrumente
(Swapgeschäfte) ein. Sie wurden in die verlustfreie
Bewertung des Bankbuchs einbezogen.
Stresstests werden ergänzend zur
Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die
Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel
möglicher Ereignisse über Szenario- und
Sensitivitätsanalysen. Als Ergebnis dieser
Simulationen ist festzuhalten, dass das Szenario
"Immobilienkrise aufgrund eines Zinsanstiegs" infolge des
angesetzten Wertabschlags der Immobilien den höchsten
Risikofall darstellt. Die Mindest-Kapitalquoten können
jedoch weiterhin eingehalten werden. Zudem stellt der
Wertabschlag für unsere Region eher einen Extremfall
dar, da sich der regionale Immobilienmarkt auch in der
Krisenzeit 2008 als sehr werthaltig erwiesen hat.
Die turnusmäßige Risikoberichterstattung
an den Vorstand umfasst den Gesamtrisikobericht und
ergänzende Berichte zu den wesentlichen Risikoarten.
Die Berichte enthalten neben quantitativen Informationen
auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen
Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die
Geschäftsentwicklung und dafür geplante
Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der
Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die
Risikosituation informiert. Neben der
turnusmäßigen Berichterstattung ist auch
geregelt, in welchen Fällen eine
ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat.
Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und
Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen
(Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten
Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und
Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der
Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der
Internen Revision.
Die Risikocontrolling-Funktion, die
aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte
initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die
Aufgabe, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu
beurteilen, zu überwachen und darüber zu
berichten. Der Risikocontrolling-Funktion obliegt die
Methodenauswahl, die Überprüfung der
Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren
sowie die Errichtung und Weiterentwicklung der
Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich
verantwortet sie die Umsetzung der aufsichtlichen und
gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der
Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende
Überwachung der Einhaltung von Limiten. Sie
unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen
Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der
Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Die
Risikocontrolling-Funktion wird durch den Abteilungsleiter
Unternehmenssteuerung wahrgenommen.
Die Compliance-Funktion wirkt auf die Implementierung
wirksamer Verfahren zur Einhaltung der für die
Sparkasse wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben
und entsprechender Kontrollen hin. Ferner hat sie den
Vorstand hinsichtlich der Einhaltung dieser rechtlichen
Regelungen und Vorgaben zu unterstützen und zu
beraten.
Die Interne Revision prüft und beurteilt
risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit
und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und
des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die
Ordnungsmäßigkeit grundsätzlich aller
Aktivitäten und Prozesse. Sie ist dem Vorstand
unmittelbar unterstellt und ihm gegenüber
berichtspflichtig.
Verfahren zur Aufnahme von
Geschäftsaktivitäten in neuen Produkten oder auf
neuen Märkten (Neu-Produkt-Prozess) sind festgelegt.
Zur Einschätzung der Wesentlichkeit geplanter
Veränderungen in der Aufbau- und Ablauforganisation
sowie den IT-Systemen bestehen Definitionen und Regelungen.
4.2 Strukturelle Darstellung der
wesentlichen Risiken
4.2.1 Adressenrisiko
Unter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer
bilanziellen oder außerbilanziellen Position
verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung
einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt
ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie
das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt.
Das Ausfallrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes,
welcher aus einem drohenden bzw. vorliegenden
Zahlungsausfall eines Schuldners entsteht.
Das Migrationsrisiko bezeichnet die Gefahr eines
Verlustes, der sich dadurch ergibt, dass sich die
Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners
verändert hat.
Das Länderrisiko umfasst neben dem
bonitätsinduzierten Länderrisiko auch das
politische Risiko, z. B. aus einem Transferstopp. Das
Länderrisiko im Sinne eines Ausfalls oder einer
Bonitätsveränderung eines Schuldners ist Teil des
Adressenrisikos im Kunden- und Eigengeschäft. Der
Schuldner kann ein ausländischer öffentlicher
Haushalt oder ein sonstiger Schuldner sein, der seinen Sitz
im Ausland und somit in einem anderen Rechtsraum hat.
Die Messung des Adressenrisikos erfolgt in der
ökonomischen Perspektive über eine
Monte-Carlo-Simulation mithilfe der Anwendung Credit
Portfolio View (CPV). Dabei wird die Wertentwicklung der
einzelnen Geschäfte in einem jeweils spezifischen
ökonomischen Umfeld simuliert. Zur Bewertung werden
neben den Portfoliodaten der Sparkasse Risikoparameter (z.
B. Ausfallzeitreihen, Korrelationen, Migrations- und
Shiftmatrizen, Verwertungs-, Neubewertungs- und
Einbringungsquoten) verwendet, die aus historischen Daten
aller Sparkassen ermittelt wurden. Die Ergebnisse der
simulierten Wertentwicklungen werden zu einer
Wertänderungsverteilung zusammengeführt, woraus
die Risikokennzahlen wie z. B. der Value-at-Risk abgeleitet
werden. Die Risikomessung von Kunden- und
Eigengeschäft erfolgt integriert.
4.2.1.1 Adressenrisiko im
Kundengeschäft
Das Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst
einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden
bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären
Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie
beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst
es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz
an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite
nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen
können (Sicherheitenverwertungs- und
-einbringungsrisiko).
Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist
auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die
Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers
ändert und damit ein möglicherweise höherer
Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko).
Die Steuerung des Adressenrisikos im
Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten
sowie des Risikos der Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Trennung zwischen Markt (1.
Votum) und Marktfolge (2. Votum) bis in die
Geschäftsverteilung des Vorstands
|
| ― |
regelmäßige
Bonitätsbeurteilung und Beurteilung des
Kapitaldienstes auf Basis aktueller Unterlagen
|
| ― |
Einsatz standardisierter
Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und
Scoringverfahren) in Kombination mit
bonitätsabhängiger Preisgestaltung und
bonitätsabhängigen Kompetenzen
|
| ― |
interne,
bonitätsabhängige Richtwerte für
Kreditobergrenzen, die unterhalb der
Großkreditgrenzen des KWG liegen, dienen der
Vermeidung von Risikokonzentrationen im
Kundenkreditportfolio. Einzelfälle, die diese
Obergrenze überschreiten, unterliegen einer
verstärkten Beobachtung
|
| ― |
regelmäßige
Überprüfung von Sicherheiten
|
| ― |
Einsatz eines
Risikofrüherkennungsverfahrens, das
gewährleistet, dass bei Auftreten von
signifikanten Bonitätsverschlechterungen
frühzeitig risikobegrenzende Maßnahmen
eingeleitet werden können
|
| ― |
festgelegte Verfahren zur
Überleitung von Kreditengagements in die
Intensivbetreuung oder Sanierungsbetreuung
|
| ― |
Berechnung des Adressenrisikos
für die Risikotragfähigkeit in der
ökonomischen Perspektive mit dem
Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"
|
| ― |
Kreditportfolioüberwachung
auf Gesamthausebene mittels regelmäßigem
Reporting
|
Das Kreditgeschäft der Sparkasse gliedert sich
in zwei große Gruppen:
Das Firmenkunden-/ Kommunalkreditgeschäft und
das Privatkundenkreditgeschäft.
| Kreditgeschäft der
Sparkasse Bodensee |
Gesamtvolumen incl. Offene Zusagen |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Mio. EUR |
Mio. EUR |
| Firmenkundenkredite |
2.653,7 |
2.561,2 |
| Privatkundenkredite |
2.294,4 |
2.459,2 |
| Kommunalkredite und
kommunalverbürgte Kredite |
324,4 |
352,9 |
| Kreditinstitute /
Sonstige |
1.200,6 |
1.323,9 |
| Gesamt |
6.473,1 |
6.697,2 |
Tabelle: Kreditgeschäft der Sparkasse
Bei den Ausleihungen an Privatpersonen besteht der
überwiegende Teil aus Krediten für den
Wohnungsbau (einschl. Hypothekarkrediten).
Die Größenklassenstruktur zeigt insgesamt
eine breite Streuung des risikotragenden
Kundenkreditvolumens. 57 % des Gesamtkreditvolumens im
Sinne des § 19 Abs. 1 KWG entfallen auf
Kredit-engagements mit einem Kreditvolumen bis 1,0 Mio.
EUR. 43 % des Kundenkreditvolumens betreffen
Kreditengagements mit einem Kreditvolumen von mehr als 1,0
Mio. EUR.
Die Risikostrategie ist ausgerichtet auf Kreditnehmer
mit guten Bonitäten bzw. geringeren
Ausfallwahrscheinlichkeiten. Dies wird durch die
Neugeschäftsplanung unterstützt. Zum 31. Dezember
2023 ergibt sich im risikotragenden Kundengeschäft
folgende Ratingklassenstruktur:
| Ratingklasse |
Volumen in % |
| 1 bis 8 |
90,5 |
| 9 bis 15 |
7,9 |
| 16 bis 18 |
1,4 |
| Ohne Rating |
0,2 |
Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von
untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im
Ausland ausgelegte Kreditvolumen einschließlich
Wertpapiere betrug am 31. Dezember 2023 8,9 % des
Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG.
Konzentrationen bestehen im Kreditportfolio in
folgenden Bereichen: Branchenkonzentration auf
Grundstücks- und Wohnungswesen, Gesundheit und
Soziales und verarbeitendes Gewerbe sowie
Risikokonzentration aufgrund der regionalen Begrenzung des
Geschäftsgebietes. Hieraus resultiert eine
Konzentration im Bereich der regionalen,
grundpfandrechtlichen Sicherheiten.
Insgesamt sind wir der Auffassung, dass unser
Kreditportfolio sowohl nach Branchen und
Größenklassen als auch nach Ratinggruppen gut
diversifiziert ist.
Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle
Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender
Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der
Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es
voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, alle
fälligen Zins- und Tilgungszahlungen gemäß
den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu
vereinnahmen. Bei der Bemessung der
Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen
Realisationswerte der gestellten Sicherheiten
berücksichtigt. Für latente Risiken im
Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen
gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über
die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios,
die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der
notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken
schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung
ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.
Entwicklung der Risikovorsorge:
|
Anfangsbestand der
Periode |
Zuführung |
Auflösung |
Verbrauch |
Endbestand der
Periode |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| EWB |
15.164 |
7.045 |
5.166 |
226 |
16.817 |
| Pauschale EWB |
3.883 |
1.763 |
- |
1.747 |
3.899 |
| Rückstellungen |
1.233 |
279 |
710 |
- |
802 |
| PWB (incl. KI) |
6.538 |
159 |
110 |
- |
6.587 |
| Gesamt |
26.818 |
9.246 |
5.986 |
1.973 |
28.105 |
Das Verfahren für die Bildung der
Pauschalwertberichtigungen ist im Anhang zum
Jahresabschluss erläutert.
4.2.1.2 Adressenrisiko im
Eigengeschäft
Das Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die
Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw.
vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines
Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann.
Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf
die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners
ändert und damit ein möglicherweise höherer
Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve
berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei
unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein
Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein
Erfüllungsrisiko.
Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass
die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall
von den prognostizierten Werten abweichen.
Ferner beinhalten Aktien eine
Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer
negativen Wertveränderung aufgrund von
Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des
Aktienemittenten.
Die Steuerung des Adressenrisikos des
Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten
Strategie unter besonderer Berücksichtigung der
Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der
Branchen sowie des Risikos der Engagements.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Festlegung von Limiten je
Partner (Emittenten- und Kontrahentenlimite)
|
| ― |
Regelmäßige
Bonitätsbeurteilung der Vertragspartner anhand
von externen Ratingeinstufungen sowie eigenen
Analysen
|
| ― |
Berechnung des Adressenrisikos
für die Risikotragfähigkeit in der
ökonomischen Perspektive mit dem
Kreditrisikomodell "Credit Portfolio View"
|
| ― |
Laufende Überwachung der
Limiteinhaltung
|
| ― |
Vorgaben von Volumens- sowie
Branchen- und Strukturlimiten für Anlagen im
Spezialfonds
|
| ― |
Vorgaben von einzuhaltenden
Mindestbonitäten
|
Die Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag
ein Volumen von 1.126,1 Mio. EUR. Wesentliche Positionen
sind dabei Übernachtguthaben (366,1 Mio. EUR),
Anleihen (372,2 Mio. EUR) und Wertpapierspezialfonds (234,8
Mio. EUR).
Dabei zeigt sich für das Wertpapiergeschäft
nachfolgende Ratingverteilung:
Externes Rating
Moody's /
Standard & Poor's |
Aaa bis Baa1 /
AAA bis BBB+ |
Baa2 bis Baa3 /
BBB bis BBB- |
Ba1 bis Ba3 /
BB+ bis BB- |
B1 bis C /
B+ bis C |
Ausfall |
ungeratet |
| Ratingklassen |
1 - 3 |
4 - 6 |
7 - 9 |
10 - 15 |
16 - 18 |
|
| 31.12.2023 (in %) |
71,1 |
20,0 |
0,8 |
0,0 |
0,0 |
8,1 |
| 31.12.2022 (in %) |
70,9 |
20,2 |
2,1 |
0,6 |
0,0 |
6,1 |
Das Länderrisiko ist für die Sparkasse von
untergeordneter Bedeutung.
Konzentrationen bestehen hinsichtlich der Forderungen
an Landesbanken. Diese Konzentration ergibt sich als Folge
der Mitgliedschaft in der Sparkassen-Finanzgruppe.
4.2.2 Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko wird definiert als Verlust in
einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position,
welcher sich aus der Veränderung von Risikofaktoren
ergibt.
Die Steuerung des Marktpreisrisikos erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer
Berücksichtigung der festgelegten Limite und der
vereinbarten Anlagerichtlinien für Spezialfonds. Das
Asset-Liability-Management-Gremium (ALM ab 2024 neu:
Treasury-Ausschuss) hat die Aufgabe, den Vorstand bei der
Umsetzung der Strategie zu unterstützen.
4.2.2.1 Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die
Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer
periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive
können sich Veränderungen im Zinsüberschuss,
im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie aus einer Bildung
bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im
Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs
gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen
im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des
Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive
integriert.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Zinsszenarien mittels der IT-Anwendung
"Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus", Betrachtung des
laufenden Geschäftsjahres und der vier
Folgejahre bei der Bestimmung der Auswirkungen auf
das handelsrechtliche Ergebnis
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der
S-Rating und Risikosysteme GmbH entwickelten
IT-Anwendung "MPR". Die Parameter der
Normalverteilung werden aus historischen Daten
geschätzt. Unter Berücksichtigung unserer
Portfoliostruktur wurde der Delta-Gamma-Ansatz
ausgewählt.
|
| ― |
Steuerung des wertorientierten
Zinsänderungsrisikos auf Basis einer modernen
historischen Simulation der Marktzinsänderungen:
Die negative Abweichung der Performance innerhalb der
nächsten 250 Tage (Haltedauer) wird mit einem
Konfidenzniveau von 99,9 % berechnet. Zur Beurteilung
des Zinsänderungsrisikos orientiert sich die
Sparkasse an den Kennzahlen Zinsrisikokoeffizient und
SREP-Bucket.
|
| ― |
Ermittlung des
Zinsrisikokoeffizienten und des
Frühwarnindikators gemäß § 25a
Abs. 2 KWG auf Basis des BaFin-Rundschreibens 6/2019
vom 6. August 2019.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip.
|
Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken wurden
neben bilanzwirksamen Instrumenten in Form langfristiger
Refinanzierungen auch derivative Finanzinstrumente in Form
von Zinsswaps eingesetzt (vgl. Angaben im Anhang zum
Jahresabschluss).
Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200
Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden
Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31.
Dezember 2023 wie folgt dar:
|
Zinsänderungsrisiken |
|
Barwertveränderungen |
|
+200 Basispunkte |
-200 Basispunkte |
| TEUR |
-87.163 |
+105.374 |
| in % der
Eigenmittel |
20,14 % |
24,35 % |
Konzentrationen bestehen in folgendem Bereich:
Hoher Anteil variabel verzinslicher Passiva in der
Bilanz der Sparkasse.
Der erneute Zinsanstieg im Jahr 2023 führte zu
deutlich gesunkenen Bar- und Marktwerten zinstragender
Geschäfte, die in die Bewertung des Zinsbuchs
gemäß IDW RS BFA 3 n. F. eingehen. Weitere
Zinsanstiege erhöhen das Risiko eines
Verpflichtungsüberschusses. Aufgrund der
Marktentwicklung zum Jahresende war keine Bildung einer
Drohverlustrückstellung notwendig.
4.2.2.2 Spreadrisiko
Das Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating
ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu
einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist
unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu
sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird
analog einem Spread in Euro behandelt.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Szenarien mittels der IT-Anwendung
"Integrierte Zinsbuchsteuerung Plus".
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung der Portfoliostruktur wurde der
Delta-Gamma-Ansatz ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
4.2.2.3 Aktienrisiko
Das Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines
Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem
Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine
Adressenrisikokomponente.
In der normativen Perspektive umfasst das
Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass
Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe
erzielt werden können.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Periodische Steuerung und
normative Perspektive: Berechnungen auf Basis
verschiedener Szenarien mittels eigener
Berechnungen.
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"MPR". Die Parameter der Normalverteilung werden aus
historischen Daten geschätzt. Unter
Berücksichtigung der Portfoliostruktur wurde im
Varianz-Kovarianz-Ansatz die Delta-Gamma-Variante
ausgewählt.
|
| ― |
Berücksichtigung von
Risiken aus Fonds nach dem Durchschauprinzip
|
Aktien werden in einem überschaubaren Umfang
zurzeit ausschließlich in einem Spezialfonds
gehalten. Der Spezialfonds mit Aktienanteil wird unter
anderem durch festgelegte Vermögensuntergrenzen
gesteuert, die sich aus dem zur Verfügung gestellten
Risikokapital ableiten.
4.2.2.4 Immobilienrisiko
Das Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr
eines Verlustes in einer bilanziellen oder
außerbilanziellen Position, welcher sich aus der
Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt.
Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen
(Renditeobjekte, Rettungserwerb) als auch indirekte
Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in
Immobiliengesellschaften).
In der normativen Perspektive umfasst das
Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko
aus eigenen und fremdgenutzten Immobilien.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgendes
wesentliches Element:
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der IT-Anwendung
"caballito"
|
Neben Immobilien im Eigenbestand und Immobilienfonds
wird weiteres umfangreiches Immobilienvermögen durch
eine Tochtergesellschaft gehalten. Besondere Risiken sind
aus den Anlagen derzeit nicht erkennbar.
4.2.3 Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem
Zahlungsunfähigkeits- und dem
Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das
Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch
das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko,
dass aufgrund von Marktstörungen oder
unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den
Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt
und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden
können.
Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr
dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder
nicht fristgerecht nachzukommen.
Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab,
dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung
angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung
des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten
Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen.
Das Refinanzierungskostenrisiko in der
ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen
Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von
marktbedingten Spreadschwankungen.
Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der
Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage
Ratio, LCR)
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung und Überwachung der strukturellen
Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio,
NSFR)
|
| ― |
Regelmäßige
Ermittlung der Survival Period und Festlegung einer
Risikotoleranz
|
| ― |
Diversifikation der
Vermögens- und Kapitalstruktur
|
| ― |
Regelmäßige
Erstellung von Liquiditätsübersichten auf
Basis einer hausinternen Liquiditätsplanung, in
der die erwarteten Mittelzuflüsse den erwarteten
Mittelabflüssen gegenübergestellt
werden
|
| ― |
Tägliche Disposition der
laufenden Konten
|
| ― |
Liquiditätsverbund mit
Verbundpartnern der Sparkassen-Finanzgruppe
|
| ― |
Definition eines sich
abzeichnenden Liquiditätsengpasses sowie eines
Notfallplans
|
| ― |
Erstellung einer
Refinanzierungsplanung
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis des
Varianz-Kovarianz-Ansatzes mittels der von der
S-Rating und Risikosysteme GmbH entwickelten
IT-Anwendung "RKR". Der Risikowert beschreibt die
Veränderung des Liquiditätsbarwerts bei
veränderten Refinanzierungskosten, die aus
veränderten Marktliquiditätsspreads
resultieren. Die voraussichtliche
Liquiditätsspreadbindungsdauer der variabel
verzinslichen Geschäfte wird über
Liquiditätsmischungsverhältnisse
abgebildet.
|
| ― |
Regelmäßige
Überwachung der Fundingkonzentration zur
Ermittlung und Begrenzung des Anteils einzelner
Kontrahenten an der Gesamtrefinanzierung
|
Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B.
vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit
von Geschäftspartnern, werden dadurch
berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und
Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als
auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien
simuliert wird.
Die Survival Period der Sparkasse beträgt zum
31. Dezember 2023 mehr als 4 Monate.
Konzentrationen bestehen beim Liquiditätsrisiko
in folgendem Bereich:
Hoher Anteil von lediglich kurzfristig gebundenen
Bilanzpassiva als Hauptrefinanzierungsquelle in Form von
täglich fälligen Kundeneinlagen.
Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im
Geschäftsjahr jederzeit gegeben.
4.2.4 Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines
Verlustes durch Schäden, die infolge der
Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren,
Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge
externer Einflüsse eintreten.
Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt
entsprechend der festgelegten Strategie.
Der Risikomanagementprozess umfasst folgende
wesentliche Elemente:
| ― |
Systematische Sammlung und
Analyse eingetretener Schadensfälle in einer
Schadensfalldatenbank
|
| ― |
Ökonomische Perspektive:
Ermittlung des Value-at-Risk auf Basis der
IT-Anwendung "OpRisk-Schätzverfahren" der SR.
Die Sparkasse schätzt zunächst den Median
ihrer eigenen Schadensfallhistorie. Dieser Median
wird mit dem Median des OpRisk-Pools adjustiert und
anschließend zur Ermittlung des Risikos mittels
sog. q-Faktoren auf das gewünschte
Konfidenzniveau skaliert. Die q-Faktoren werden aus
Schadensfällen aller Sparkassen abgeleitet.
|
| ― |
Erstellung von
Notfallplänen, insbesondere im Bereich der
IT.
|
Konzentrationen bestehen beim operationellen Risiko
in folgenden Bereichen:
Aufgrund der ausschließlichen Nutzung von
IT-Anwendungen der Sparkassen-Finanzgruppe bzw. der
S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe
Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT.
4.3 Gesamtbeurteilung der
Risikolage
Unser Haus verfügt über ein dem Umfang der
Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur
Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen
Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den
eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen
können die wesentlichen Risiken frühzeitig
identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen
an die zuständigen Entscheidungsträger
weitergeleitet werden.
In 2023 bewegten sich die Risiken innerhalb der vom
Vorstand vorgegebenen Limite. Das
Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische
Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 80,8 % ausgelastet.
Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher
Kenngrößen der normativen Perspektive der
Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als
auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen
vollständig erfüllt. Demnach war und ist die
Risikotragfähigkeit derzeit gegeben. Die
durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch
außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene
Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können.
Bestandsgefährdende oder
entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht
erkennbar. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen
durch die Regulatorik und in weiteren starken Zinsanstiegen
(u. a. Drohverlustrückstellung gemäß IDW RS
BFA 3 n. F.). Im Hinblick auf die tendenziell weiter
steigenden Eigenkapitalanforderungen und die
durchgeführte Kapitalplanung (normative Perspektive)
ist mittelfristig mit einer Einengung der
Risikotragfähigkeit zu rechnen.
Die Sparkasse nimmt am Risikomonitoring des
Sparkassenverbandes Baden-Württemberg teil. Die
Erhebung erfolgt dreimal jährlich. Dabei werden die
wichtigsten Risikomesszahlen auf Verbandsebene ausgewertet
und die Entwicklungen beobachtet. Jede Sparkasse wird
insgesamt bewertet und einer von vier Monitoringstufen
zugeordnet.
Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als
herausfordernd.
5 Chancen- und Prognosebericht
5.1 Chancenbericht
Unser "Chancenmanagement" ist in den jährlichen
Strategieüberprüfungsprozess integriert.
Chancen sehen wir vor allem in einer besser als
erwartet laufenden Konjunktur, insbesondere aufgrund der
regen Nachfrage nach Wohnungen, die die Bautätigkeit
stärker als prognostiziert ankurbeln könnte. Dies
würde zu einer stärkeren Kreditnachfrage und
einem Anstieg des Zinsüberschusses führen.
Die Chance auf eine Steigerung unserer Ertragskraft
wollen wir vor dem Hintergrund der positiven
gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor allem nutzen,
indem wir künftig Dienstleistungen ausbauen, bei denen
wir bislang noch unterrepräsentiert sind. Darüber
hinaus arbeiten wir laufend daran unsere Prozesse zu
optimieren.
Chancen sehen wir darüber hinaus auch in der
Neuausrichtung unserer Vertriebsstruktur. Positive Impulse
für unser Wachstum und die Ergebnisbeiträge
erwarten wir dabei aus dem Aufbau weiterer Kompetenzcenter
für das beratungsintensive Geschäft.
Chancen erwarten wir aus unseren Investitionen in
zukunftsweisende Informationstechnologien.
Chancen wollen wir nutzen, indem wir neben der
Filialpräsenz in der Fläche und der
flächendeckend angebotenen SB-Technik das
Multikanalbanking, die Internetbanking-Angebote und
digitale Vertriebskanäle weiter ausbauen.
Darüber hinaus sehen wir durch eine weitere
Intensivierung der Arbeitsteilung mit unseren
Verbundpartnern in der Sparkassen-Finanzgruppe die
Möglichkeit, dem Wettbewerbs- und
Rentabilitätsdruck zu begegnen.
5.2 Prognosebericht
Die nachfolgenden Einschätzungen haben
Prognosecharakter. Sie stellen unsere Einschätzungen
der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis
der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur
Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen
mit Unsicherheit behaftet sind bzw. sich durch die
Veränderungen der zugrundeliegenden Annahmen als
unzutreffend erweisen können, ist es möglich,
dass die tatsächlichen künftigen Ergebnisse
gegebenenfalls deutlich von den zum Zeitpunkt der
Erstellung des Lageberichts getroffenen Erwartungen
über die voraussichtlichen Entwicklungen abweichen. Zu
diesen gehören insbesondere die Konjunktur-,
Inflations- und Zinsentwicklung, die Entwicklung der
Immobilienmärkte, aber auch geopolitische Krisen.
Der Prognosezeitraum umfasst das auf den
Bilanzstichtag folgende Geschäftsjahr.
Als Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden
künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu
einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw.
Zielabweichung führen können.
Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden
künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu
einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw.
Zielabweichung führen können.
5.2.1 Rahmenbedingungen
Nach dem Internationalen Währungsfonds (IWF)
dürfte die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 3,1 %
wachsen. Im Euroraum soll das Wirtschaftswachstum 2024
leicht anziehen auf 0,9 % nach 0,5 % im Jahr zuvor. Das
deutsche Bruttoinlandsprodukt soll nach der
Konjunkturprognose des ifo Instituts vom März 2024 im
laufenden Jahr nur um 0,2 % wachsen; in
Baden-Württemberg nach der Landesbank
Baden-Württemberg um 0,1 %. Getrieben sind diese Werte
von einem negativen statistischen Überhang aus 2023
und dem schwachen Jahresauftakt 2024. Getragen wird das
Wachstum vor allem von einer unterstellten Erholung des
privaten Konsums, der in 2024 preisbereinigt um 1,0 %
zulegen könnte. Für die Lage bei den
Bauinvestitionen und im Außenhandel bleibt eine
Prognose für 2024 dagegen noch schwierig. Die
konjunkturelle Schwäche wird den
Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die
Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen.
Für die Arbeitslosenquote wird nach der
Konjunkturprognose des ifo Instituts erwartet, dass diese
in diesem Jahr mit durchschnittlich 5,9 % um 0,2 %-Punkte
höher liegt als noch im Jahr 2023. Der weitgehend
geräumte Arbeitsmarkt dürfte die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Gütermärkte
mit einer Seitwärtsbewegung bei der
Erwerbstätigkeit begleiten. Diese Prognosen stehen
natürlich unter dem Vorbehalt, dass es nicht zu
weiteren Verschärfungen bei den zahlreichen
geostrategischen und politischen Konflikten kommt.
Die Inflationsraten dürften auch aufgrund
gesunkener Energiepreise im laufenden Jahr weiter
zurückgehen. In Deutschland ist mit einer
Inflationsrate von 2,5 % zu rechnen. Nachdem die
Notenbanken in 2023 weltweit zunächst ihren
restriktiven Kurs fortgeführt hatten und in den
vergangenen Monaten das Leitzinsniveau stabil gehalten
haben, deuten sich nunmehr erste Tendenzen für
Zinssenkungen der Zentralbanken im Jahr 2024 an.
Nach einem Ausblick der Deutschen Bundesbank wird
erwartet, dass der zunehmende Wettbewerb im
Einlagengeschäft, das schwache Kreditneugeschäft
sowie steigende Verwaltungsaufwendungen durch notwendige
Investitionen (u. a. zur Verhinderung von
Cyberkriminalität und zur verstärkten
Digitalisierung) die Ertragslage der nächsten Jahre
belasten werden. Eine schwache gesamtwirtschaftliche
Entwicklung könnte zusätzlich zu einem Anstieg
von Kreditausfällen führen. Vor dem Hintergrund
der angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation
unterliegt die Einschätzung zur Entwicklung der
Risikovorsorge im Kreditgeschäft den gleichen
Unsicherheiten wie die Prognose zur Wirtschaftsentwicklung.
Der DAX dürfte sich nach Meinung der Landesbank
Baden-Württemberg bis zum Jahresende 2024 nochmals auf
voraussichtlich 18.000 Punkte verbessern. Für den Euro
Stoxx 50 wird ebenso mit einer positiven Entwicklung
gerechnet.
5.2.2 Geschäftsentwicklung
Abgeleitet aus der Bestandsentwicklung des Jahres
2023 rechnen wir mit einem marginalen Wachstum für
unser Kundenkreditvolumen, vorrangig aus dem
Wohnbaukreditgeschäft und
Kontokorrentkreditgeschäft.
Im Einlagengeschäft setzt sich der über
Konditionen geführte Wettbewerb fort. Vor dem
Hintergrund der erwarteten konjunkturellen Entwicklung
erwarten wir für 2024 einen leichten Rückgang des
Mittelaufkommen von Kunden.
5.2.3 Finanzlage
Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen
wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die
Zahlungsfähigkeit gewährleistet ist und die
bankaufsichtlichen Anforderungen eingehalten werden
können.
5.2.4 Ertragslage
Zur weiteren Analyse der Ertragslage unseres Hauses
setzen wir für interne Zwecke den sogenannten
"Betriebsvergleich" der Sparkassenorganisation ein, in dem
eine detaillierte Aufspaltung des Ergebnisses der Sparkasse
und der Tochterunternehmen in Relation zur
Durchschnittsbilanzsumme (DBS) erfolgt. Zur Ermittlung
eines Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die
Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und
außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der
internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet
werden. In das Betriebsergebnis vor Bewertung gehen damit
die ordentlichen Erträge aus Zins-, Dienstleistungs-
und Handelsgeschäften ein.
Die erwarteten Zielgrößen / Prognosen
unserer bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren auf
Basis des Betriebsvergleiches werden nachfolgend ihren
Vergleichswerten des Berichtsjahres gegenübergestellt:
| Gewinn- und
Verlustrechnung |
1.1. bis
31.12.2023 |
1.1. bis
31.12.2024 |
| Ergebnis vor Bewertung
in % der DBS |
0,77 |
0,79 |
| Cost-Income-Ratio (CIR)
in % |
64,4 |
65,8 |
Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir
aufgrund des erhöhten Zinsniveaus eine leichte
Erhöhung des Zinsüberschusses. Beim
Provisionsüberschuss erwarten wir eine erhebliche
Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund von
Tariferhöhungen erwarten wir eine erhebliche
Steigerung des Personalaufwands. Insbesondere aufgrund von
Baumaßnahmen für unsere Hauptstelle in
Friedrichshafen und wohnwirtschaftlichen Baumaßnahmen
in verschiedenen Objekten erwarten wir deutliche
Steigerungen beim Sachaufwand. Bei der Entwicklung der DBS
erwarten wir eine marginale Reduzierung gegenüber dem
Vorjahr. Für das Betriebsergebnis vor Bewertung in %
der DBS (gemäß der Abgrenzung des
Betriebsvergleichs bereinigt um neutrale und aperiodische
Positionen) erwarten wir eine leichte Steigerung
gegenüber dem Vorjahr.
Hinsichtlich des Rohertrags (Zins- und
Provisionsüberschuss zuzüglich Nettoergebnis des
Handelsbestands sowie Saldo der sonstigen ordentlichen
Erträge und Aufwendungen) erwarten wir aufgrund der
leichten Erhöhung des Zinsüberschusses sowie der
erheblichen Steigerungen beim Provisionsüberschuss
eine deutliche Steigerung in % der DBS. Der prognostizierte
Verwaltungsaufwand steigert sich deutlich gegenüber
dem Vorjahr. Insgesamt erwarten wir eine leichte
Verschlechterung der Cost-Income-Ratio gegenüber dem
Berichtsjahr.
Vor dem Hintergrund der dargestellten Erwartungen
hinsichtlich der Entwicklung der Rahmenbedingungen erwarten
wir für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte
Verbesserung der Ertragslage.
Insbesondere bei einer konjunkturellen
Abschwächung könnten sich gleichwohl weitere
Belastungen für die künftige Ergebnis- und
Kapitalentwicklung ergeben.
Des Weiteren können sich aufgrund
regulatorischer Verschärfungen für die
Finanzwirtschaft (Vereinheitlichung der Einlagensicherung,
Basel IV-Regelungen, Meldewesen) weitere Belastungen
ergeben, die sich auf die Ergebnis- und Kapitalentwicklung
der Sparkasse negativ auswirken können.
5.3 Gesamtaussage
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024
lässt insgesamt erkennen, dass das hinsichtlich
Wettbewerbssituation und Zinslage schwieriger werdende
Umfeld auch an der Sparkasse nicht spurlos
vorübergeht.
Unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr
2024 beurteilen wir in Bezug auf die von uns erwarteten
Entwicklungen der Rahmenbedingungen und unsere
bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren
zusammengefasst als herausfordernd.
Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage
sollte eine weitere Stärkung der Eigenmittel gesichert
sein.
Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen
wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die
Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller
bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern durchgängig
gewährleistet sind.
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
| der |
Sparkasse Bodensee |
| Sitz |
Friedrichshafen und
Konstanz |
| eingetragen beim |
|
| Amtsgericht |
Ulm und Freiburg i.
Br. |
| Handelsregister-Nr. |
HRA 631121 und HRA
381113 |
Jahresbilanz zum
31. Dezember 2023
Aktivseite
|
|
|
|
|
|
31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Barreserve |
|
|
|
|
|
a)
Kassenbestand |
|
31.765.680,90 |
|
26.539 |
|
b) Guthaben
bei der Deutschen Bundesbank |
|
35.839.012,49 |
|
40.627 |
|
|
|
|
|
67.604.693,39 |
67.166 |
| 2. |
Schuldtitel
öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung
bei der Deutschen Bundesbank zugelassen
sind |
|
|
|
|
|
a)
Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
sowie ähnliche Schuldtitel
öffentlicher Stellen |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Wechsel |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 3. |
Forderungen
an Kreditinstitute |
|
|
|
|
|
a)
täglich fällig |
|
388.155.882,68 |
|
454.220 |
|
b) andere
Forderungen |
|
82.400.522,24 |
|
132.677 |
|
|
|
|
|
470.556.404,92 |
586.897 |
| 4. |
Forderungen
an Kunden |
|
|
3.844.881.477,87 |
3.779.770 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
durch Grund-
pfandrechte gesichert |
1.758.259.418,50
EUR |
|
|
|
(1.712.293) |
|
Kommunalkredite |
153.795.498,52 EUR |
|
|
|
(160.705) |
| 5. |
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
|
|
|
a)
Geldmarktpapiere |
|
|
|
|
|
aa) von
öffentlichen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
ab) von
anderen Emittenten |
0,00 |
|
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
0,00 |
|
0 |
|
b) Anleihen
und Schuldverschreibungen |
|
|
|
|
|
ba) von
öffentlichen Emittenten |
111.069.944,54 |
|
|
124.144 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
111.069.944,54 EUR |
|
|
|
(124.144) |
|
bb) von
anderen Emittenten |
261.161.714,22 |
|
|
282.952 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
beleihbar bei der
Deutschen Bundesbank |
168.006.049,36 EUR |
|
|
|
(178.820) |
|
|
|
|
372.231.658,76 |
|
407.096 |
|
c) eigene
Schuldverschreibungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
Nennbetrag |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
|
372.231.658,76 |
407.096 |
| 6. |
Aktien und
andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
|
|
283.287.473,50 |
267.237 |
| 6a. |
Handelsbestand |
|
|
0,00 |
0 |
| 7. |
Beteiligungen |
|
|
47.027.999,19 |
47.738 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
an Kreditinstituten |
1.067.670,04 EUR |
|
|
|
(1.068) |
|
an Finanzdienst-
leistungsinstituten |
3.279.392,97 EUR |
|
|
|
(3.279) |
|
an
Wertpapierinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 8. |
Anteile an
verbundenen Unternehmen |
|
|
140.404.000,00 |
100.504 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
an Kreditinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an Finanzdienst-
leistungsinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
an
Wertpapierinstituten |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 9. |
Treuhandvermögen |
|
|
12.564.592,97 |
14.598 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
Treuhandkredite |
12.564.592,97 EUR |
|
|
|
(14.598) |
| 10. |
Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich
Schuldverschreibungen aus deren Umtausch |
|
|
0,00 |
0 |
| 11. |
Immaterielle
Anlagewerte |
|
|
|
|
|
a) Selbst
geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
|
241.705,00 |
|
490 |
|
c)
Geschäfts- oder Firmenwert |
|
0,00 |
|
0 |
|
d)
geleistete Anzahlungen |
|
64.667,08 |
|
0 |
|
|
|
|
|
306.372,08 |
490 |
| 12. |
Sachanlagen |
|
|
45.665.839,22 |
46.390 |
| 13. |
Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
10.686.520,51 |
9.640 |
| 14. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
12.289.467,44 |
199 |
| Summe der
Aktiva |
|
|
5.307.506.499,85 |
5.327.724 |
Passivseite
|
|
|
|
|
|
31.12.2022 |
|
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
|
|
|
|
|
a)
täglich fällig |
|
18.004.153,06 |
|
8.804 |
|
b) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
|
1.056.073.729,21 |
|
902.941 |
|
|
|
|
|
1.074.077.882,27 |
911.745 |
| 2. |
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |
|
|
|
|
|
a)
Spareinlagen |
|
|
|
|
|
aa) mit
vereinbarter Kündigungsfrist
von drei Monaten |
639.204.066,08 |
|
|
791.492 |
|
ab) mit
vereinbarter Kündigungsfrist
von mehr als drei Monaten |
39.357.188,87 |
|
|
7.609 |
|
|
|
|
678.561.254,95 |
|
799.101 |
|
b) andere
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
ba)
täglich fällig |
2.613.954.018,39 |
|
|
3.043.913 |
|
bb) mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
366.748.100,36 |
|
|
45.912 |
|
|
|
|
2.980.702.118,75 |
|
3.089.825 |
|
|
|
|
|
3.659.263.373,70 |
3.888.926 |
| 3. |
Verbriefte
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
a) begebene
Schuldverschreibungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
b) andere
verbriefte Verbindlichkeiten |
|
0,00 |
|
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
Geldmarktpapiere |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
|
|
|
|
|
0,00 |
0 |
| 3a. |
Handelsbestand |
|
|
0,00 |
0 |
| 4. |
Treuhandverbindlichkeiten |
|
|
12.564.592,97 |
14.598 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
Treuhandkredite |
12.564.592,97 EUR |
|
|
|
(14.598) |
| 5. |
Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
|
10.649.495,94 |
7.486 |
| 6. |
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
1.337.944,33 |
1.977 |
| 7. |
Rückstellungen |
|
|
|
|
|
a)
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
|
29.432.649,00 |
|
30.208 |
|
b)
Steuerrückstellungen |
|
5.843.080,55 |
|
7.667 |
|
c) andere
Rückstellungen |
|
29.492.057,37 |
|
31.807 |
|
|
|
|
|
64.767.786,92 |
69.683 |
| 8. |
(weggefallen) |
|
|
|
|
| 9. |
Nachrangige
Verbindlichkeiten |
|
|
61.464.638,17 |
59.564 |
| 10. |
Genussrechtskapital |
|
|
0,00 |
0 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
vor Ablauf von
zwei Jahren fällig |
0,00 EUR |
|
|
|
(0) |
| 11. |
Fonds
für allgemeine Bankrisiken |
|
|
212.000.000,00 |
165.550 |
| 12. |
Eigenkapital |
|
|
|
|
|
a)
gezeichnetes Kapital |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Kapitalrücklage |
|
0,00 |
|
0 |
|
c)
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
ca)
Sicherheitsrücklage |
208.200.000,00 |
|
|
205.250 |
|
|
|
|
208.200.000,00 |
|
205.250 |
|
d)
Bilanzgewinn |
|
3.180.785,55 |
|
2.945 |
|
|
|
|
|
211.380.785,55 |
208.195 |
| Summe der
Passiva |
|
|
5.307.506.499,85 |
5.327.724 |
| 1. |
Eventualverbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
a)
Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen
abgerechneten Wechseln |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen |
|
63.089.253,68 |
|
72.384 |
|
c) Haftung
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde
Verbindlichkeiten |
|
318.049.362,73 |
|
322.714 |
|
|
|
|
|
381.138.616,41 |
395.098 |
| 2. |
Andere
Verpflichtungen |
|
|
|
|
|
a)
Rücknahmeverpflichtungen aus unechten
Pensionsgeschäften |
|
0,00 |
|
0 |
|
b)
Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen |
|
0,00 |
|
0 |
|
c)
Unwiderrufliche Kreditzusagen |
|
261.049.908,75 |
|
369.023 |
|
|
|
|
|
261.049.908,75 |
369.023 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
|
|
|
|
1.1.-31.12.2022 |
|
|
EUR |
EUR |
EUR |
TEUR |
| 1. |
Zinserträge aus |
|
|
|
|
|
a) Kredit-
und Geldmarktgeschäften |
94.185.381,61 |
|
|
66.778 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
abgesetzte
negative Zinsen |
0,00 EUR |
|
|
|
(259) |
|
b)
festverzinslichen Wertpapieren
und Schuldbuchforderungen |
3.848.002,89 |
|
|
4.651 |
|
|
|
|
98.033.384,50 |
|
71.430 |
| 2. |
Zinsaufwendungen |
|
30.098.100,33 |
|
13.456 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
abgesetzte
positive Zinsen |
31.305,54 EUR |
|
|
|
(1.990) |
|
aus der Aufzinsung
von Rückstellungen |
883.342,20 EUR |
|
|
|
(850) |
|
|
|
|
|
67.935.284,17 |
57.973 |
| 3. |
Laufende
Erträge aus |
|
|
|
|
|
a) Aktien
und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren |
|
4.717.744,38 |
|
3.594 |
|
b)
Beteiligungen |
|
4.464.176,20 |
|
3.718 |
|
c) Anteilen
an verbundenen Unternehmen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
9.181.920,58 |
7.313 |
| 4. |
Erträge
aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-
oder
Teilgewinnabführungsverträgen |
|
|
0,00 |
0 |
| 5. |
Provisionserträge |
|
39.627.209,91 |
|
38.392 |
| 6. |
Provisionsaufwendungen |
|
3.140.611,73 |
|
4.017 |
|
|
|
|
|
36.486.598,18 |
34.375 |
| 7. |
Nettoertrag
oder Nettoaufwand des Handelsbestands |
|
|
0,00 |
0 |
| 8. |
Sonstige
betriebliche Erträge |
|
|
42.669.474,27 |
9.772 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
aus der Fremd-
währungsumrechnung |
774.504,00 EUR |
|
|
|
(871) |
| 9. |
(weggefallen) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
156.273.277,20 |
109.433 |
| 10. |
Allgemeine
Verwaltungsaufwendungen |
|
|
|
|
|
a)
Personalaufwand |
|
|
|
|
|
aa)
Löhne und Gehälter |
32.326.165,21 |
|
|
31.148 |
|
ab) Soziale
Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung |
10.080.390,94 |
|
|
12.712 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
für
Altersversorgung |
3.724.624,23 EUR |
|
|
|
(6.532) |
|
|
|
|
42.406.556,15 |
|
43.860 |
|
b) andere
Verwaltungsaufwendungen |
|
35.588.246,90 |
|
31.994 |
|
|
|
|
|
77.994.803,05 |
75.854 |
| 11. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
|
|
2.951.284,00 |
2.980 |
| 12. |
Sonstige
betriebliche Aufwendungen |
|
|
3.218.038,56 |
3.333 |
|
darunter: |
|
|
|
|
|
|
aus der Fremd-
währungsumrechnung |
470.716,78 EUR |
|
|
|
(599) |
| 13. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen im
Kreditgeschäft |
|
18.227.392,72 |
|
0 |
| 14. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Forderungen und
bestimmten Wertpapieren sowie aus der
Auflösung
von Rückstellungen im
Kreditgeschäft |
|
0,00 |
|
11.425 |
|
|
|
|
|
18.227.392,72 |
11.425 |
| 15. |
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen
Unternehmen
und wie Anlagevermögen behandelte
Wertpapiere |
|
0,00 |
|
18.341 |
| 16. |
Erträge
aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,
Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelten
Wertpapieren |
|
5.231.131,02 |
|
0 |
|
|
|
|
|
5.231.131,02 |
18.341 |
| 17. |
Aufwendungen
aus Verlustübernahme |
|
|
11.489,08 |
60 |
| 18. |
Zuführungen zum Fonds für allgemeine
Bankrisiken |
|
|
46.450.000,00 |
10.150 |
| 19. |
Ergebnis der
normalen Geschäftstätigkeit |
|
|
12.651.400,81 |
10.140 |
| 20. |
Außerordentliche Erträge |
|
0,00 |
|
0 |
| 21. |
Außerordentliche Aufwendungen |
|
0,00 |
|
0 |
| 22. |
Außerordentliches Ergebnis |
|
|
0,00 |
0 |
| 23. |
Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
|
9.366.469,81 |
|
7.094 |
| 24. |
Sonstige
Steuern, soweit nicht unter Posten 12
ausgewiesen |
|
98.914,73 |
|
31 |
|
|
|
|
|
9.465.384,54 |
7.125 |
| 25. |
Jahresüberschuss |
|
|
3.186.016,27 |
3.015 |
| 26. |
Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
|
|
0,00 |
0 |
|
|
|
|
|
3.186.016,27 |
3.015 |
| 27. |
Entnahmen
aus Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
a) aus der
Sicherheitsrücklage |
|
0,00 |
|
0 |
|
b) aus
anderen Rücklagen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
0,00 |
0 |
|
|
|
|
|
3.186.016,27 |
3.015 |
| 28. |
Einstellungen in Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
a) in die
Sicherheitsrücklage |
|
5.230,72 |
|
70 |
|
b) in andere
Rücklagen |
|
0,00 |
|
0 |
|
|
|
|
|
5.230,72 |
70 |
| 29. |
Bilanzgewinn |
|
|
3.180.785,55 |
2.945 |
Anhang 2023
A. Allgemeine Angaben
Die Sparkasse Bodensee hat ihren Jahresabschluss nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der
Verordnung über die Rechnungslegung der
Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute
(RechKredV) aufgestellt.
Eine Konsolidierung der Tochterunternehmen der
Sparkasse wäre für die Verpflichtung, ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung, da die
Vermögenswerte aller Tochterunternehmen in Relation
zur Bilanzsumme der Sparkasse und die Jahresergebnisse im
Verhältnis zu den GV-Posten der Sparkasse unwesentlich
sind. Die Sparkasse hat daher in Anwendung von § 296
Abs. 2 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses
verzichtet.
Vier überwiegend betrieblich, sowie zwei
überwiegend nicht betrieblich genutzte Objekte, wurden
an die Tochtergesellschaft S-Immo-Verwaltungsgesellschaft
der Sparkasse Bodensee GmbH & Co. KG zur Hebung von
stillen Reserven in Höhe von 34,0 Mio. EUR
veräußert.
B. Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Forderungen
Die Forderungen an Kunden und Kreditinstitute
(einschl. Schuldscheindarlehen) sind zum Nennwert
bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene
Disagien werden auf deren Laufzeit bzw.
Festzinsbindungsdauer verteilt.
Für die im Rahmen unserer Kreditprozesse
insbesondere zur Forderungsbewertung identifizierten akuten
Ausfallrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet.
Die Höhe der Einzelwertberichtigung entspricht i. d.
R. dem Blankokreditanteil des ausfallgefährdeten
Kreditengagements. Sicherheiten werden dabei mit ihrem
erwarteten Realisationswert berücksichtigt. Das
latente Kreditrisiko ist durch Pauschalwertberichtigungen
abgeschirmt. Die Berechnung erfolgt auf Basis der
Grundsätze des IDW RS BFA 7. Hierbei wurde das
Bewertungsvereinfachungsverfahren angewandt und der
erwartete Verlust über einen Betrachtungszeitraum von
zwölf Monate ohne eine Anrechnung von
Bonitätsprämien angesetzt. Die Berechnung des
erwarteten Verlusts erfolgt mit der Anwendung, die in der
internen Steuerung eingesetzt wird. Basis dieser Berechnung
waren insbesondere die mit unseren Ratingverfahren auf
Grundlage der Vergangenheit ermittelten
Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kreditnehmer für einen
12-Monatszeitraum und die im Rahmen Kreditprozesse
bewerteten Sicherheiten. Kreditnehmer, die im Rahmen der
internen Risikosteuerung im Hinblick auf einen Ausfall als
risikolos betrachten werden, wurden auch für die
handelsbilanzielle Betrachtung ausgeschlossen. Die
Voraussetzungen für die Anwendung des vereinfachten
Bewertungsverfahrens sind nach dem Ergebnis unserer
Analysen gegeben. Die im Rahmen der Berechnung der
Pauschalwertberichtigung verwendeten Modelle und Parameter
spiegeln nach unserer Einschätzung die Risikosituation
zum Abschlussstichtag ausreichend wider.
Wertpapiere
Die Wertpapiere des Anlagevermögens,
einschließlich des Spezialfonds HI-SKB 200 Fonds,
werden im Rahmen des gemilderten Niederstwertprinzips zu
den über den Zeitwerten liegenden (ggf.
fortgeführten) Anschaffungskosten bzw. den Buchwerten
des Vorjahres angesetzt.
Die sonstigen offenen Immobilienfonds und der
geschlossene Fonds wurden nach dem strengen
Niederstwertprinzip bewertet.
Im Anlagevermögen gehaltene Immobilienfonds
werden zu Rücknahmepreisen ohne Berücksichtigung
der bei einer vorzeitigen Rückgabe anfallenden
Rücknahmeabschläge bewertet.
Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben
wir die Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum
Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die
Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die
Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFiD II (Markets in
Financial Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai
2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem
illiquiden Markt festgelegt wurden. In den Fällen, in
denen wir insoweit nicht von einem aktiven Markt ausgehen
konnten, haben wir die Bewertung anhand von gerechneten
Kursen des kursversorgenden Systems vorgenommen, denen
unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater
Zinssätze ein Discounted Cashflow-Modell zugrunde
liegt.
Beteiligungen und Anteile an
verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen, einschließlich der unter
Bilanzposten Aktiva 6 ausgewiesenen Anteile an
geschlossenen Investmentvermögen und Anteile an
verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen
Niederstwertprinzip bewertet.
Immaterielle Anlagewerte und
Sachanlagevermögen
Die immateriellen Anlagewerte und das
Sachanlagevermögen werden mit Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen, entsprechend der voraussichtlichen
Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen
Abschreibungstabellen, bilanziert.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei
voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Aus
Vereinfachungsgründen werden bei den Sachanlagen in
Anlehnung an die steuerlichen Regelungen
Vermögensgegenstände von geringem Wert (bis 250
EUR) sofort als Sachaufwand erfasst und geringwertige
Vermögensgegenstände (bis 800 EUR) sofort
abgeschrieben.
Sonstige
Vermögensgegenstände
Die in den Sonstigen Vermögensgegenständen
enthaltenen Forderungen und Vermögenswerte wurden mit
dem Niederstwert bewertet.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen
Erfüllungs- und Ausgabebetrag wird unter den
Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen.
Rückstellungen
Die Rückstellungen wurden in Höhe des
Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen.
Die Pensionsrückstellungen wurden unter
Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit
dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der
Richttafeln Heubeck 2018 G ermittelt. Für die
Abzinsung wurde der sich aus den vergangenen zehn
Geschäftsjahren ergebende durchschnittliche
Marktzinssatz von 1,83 % bei einer pauschal angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Die Erfolge aus der
Änderung des Abzinsungssatzes seit dem letzten
Abschlussstichtag werden im Personalaufwand ausgewiesen.
Bei der Berechnung wurden jährliche Lohn- und
Gehaltssteigerungen von 3,0 % und ein Rententrend von
jährlich 2,5 % berücksichtigt. Einen
Fluktuationsabschlag haben wir weiterhin nicht angesetzt.
Aus der Berechnung der Rückstellungen mit dem
durchschnittlichen Markzinssatz der vergangenen zehn
Geschäftsjahre und der vergangenen sieben
Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von
268 TEUR. Bezüglich der Ausschüttungssperre
verweisen wir auf die Gesamtdarstellung im Abschnitt D.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung.
Sparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der
betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des
"Tarifvertrags über die zusätzliche
Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen
Dienstes - Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um
den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der
betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu
verschaffen, ist die Sparkasse Mitglied in der
Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbands
Baden-Württemberg (ZVK). Die ZVK finanziert die
Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und
Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei
werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein
Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die
zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten
Beschäftigten ermittelt. Aus den Zusatzbeiträgen
wird gemäß § 64 ZVK-Satzung innerhalb des
Vermögens der ZVK ein separater Kapitalstock
aufgebaut. Die ZVK erhebt zusätzlich zur Deckung der
im ehemaligen Gesamtversorgungssystem entstandenen
Versorgungsansprüche ein Sanierungsgeld. Der
Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Mitarbeiter zur
Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß
ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die
Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin
besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten
Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen,
satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel
zur Verfügung zu stellen. Nach der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) in seinem
Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen
Rechtsauffassung begründet die Durchführung der
betrieblichen Altersversorgung bei einem externen
Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine
mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag
der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. IDW
RS HFA 30 n. F.) zu ermittelnden Barwert der auf die
Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband
entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember 2023
ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem
Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller
Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbandes
handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F.
für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2
EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis
beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB
anzugebene Betrag auf 80.728 TEUR. Der Barwert der auf die
Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtung wurde in
Anlehnung an die versicherungsmathematischen
Grundsätze und Methoden
(Anwartschaftsbarwertverfahren), die auch für
unmittelbare Pensionsverpflichtungen angewendet wurden,
unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung
der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigung von 1
% und unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln RT 2005 G (in
einer an den Bestand der ZVK angepassten Modifikation)
ermittelt. Als Diskontierungszinssatz wurde
gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der
Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der
vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche
Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, der sich bei einer
pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Da
es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungssystem
handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu
berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der
Versorgungseinrichtung per 31. Dezember 2023 liegen derzeit
noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31.
Dezember 2022 abgestellt wurde. Der gemäß Art.
28 Abs. 2 EGHGB anzugebene Betrag bezieht sich auf die
Einstandspflicht der Sparkasse gemäß § 1
Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, bei der die Sparkasse für die
Erfüllung der zugesagten Leistung einzustehen hat
(Subsidiärhaftung), sofern die ZVK die vereinbarten
Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen
gemäß der Einschätzung des Verantwortlichen
Aktuars im Aktuar-Gutachten 2023 für die Sparkasse
keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der
Verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die
Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur
Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf
Basis des versicherungsmathematischen
Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der
Leistungsverpflichtungen der ZVK.
Bezüglich der als wesentlich einzuordnenden, bei
den sonstigen Rückstellungen (Passivposten 7c)
ausgewiesenen, Rückstellung Prämien für
Prämiensparverträge ergeben sich folgende
ergänzende Hinweise: Rückstellungen, die eine
Ursprungslaufzeit von über einem Jahr hatten, werden
auch bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger
abgezinst. Bei der Ermittlung der im Zusammenhang mit der
Rückstellungsbewertung entstehenden Aufwendungen und
Erträge wird davon ausgegangen, dass die Änderung
des Abzinsungssatzes zum Beginn der Periode eingetreten
ist. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes
oder der Restlaufzeit werden einheitlich im Finanzergebnis
ausgewiesen. Bei den Rückstellungen für steigende
Prämien bei Spareinlagen haben wir einen
Fluktuationsabschlag von 6,0% angesetzt.
Verlustfreie Bewertung der
zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)
Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen
Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien
Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die
zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden
sowie derivative Finanzinstrumente (insbesondere
Zins-Swaps) des Bankbuchs einem Saldierungsbereich
zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung
von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs
erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und
Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu
erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen
Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse
wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert
ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten
Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und
Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte
zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der
angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der
Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen
für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs
benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen
Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz
wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten
berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und
Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten
resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des
Bankbuchs berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag ergibt
sich kein Verpflichtungsüberschuss.
Strukturierte Produkte
Die strukturierten Produkte (Darlehen mit einseitigem
Kündigungsrecht, Forwarddarlehen und variable Darlehen
mit Mindestzinsvereinbarung) wurden unter
Berücksichtigung des IDW RS HFA 22 einheitlich (ohne
Abspaltung der Nebenrechte) bilanziert und gegebenenfalls
bewertet.
Derivate
Die zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken
abgeschlossenen Zinsswaps wurden in die verlustfreie
Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs
(Zinsbuchs) einbezogen und waren somit nicht gesondert zu
bewerten.
Währungsumrechnung
Das Währungsrisiko wird über eine
Währungsgesamtposition je Währung als Einheit
gesteuert. In diese werden je Währung die einzelnen
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, sowie
Kassageschäfte eingestellt. Eine besondere Deckung
gemäß § 340h HGB wird in Höhe der sich
hierbei betragsmäßig ausgleichenden Positionen
je Währung angenommen.
Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden
Bilanzposten sowie der Sortenbestände erfolgte mit dem
EZB-Referenzkurs, soweit diese durch die EZB festgesetzt
werden. Für alle anderen Währungen wurde der
Mittelkurs, der durch die LBBW bzw. HELABA festgesetzten
Referenzwechselkurse verwendet.
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigt. Die Erträge aus der Umrechnung
besonders gedeckter Geschäfte wurden ebenfalls
erfolgswirksam vereinnahmt.
Der Ausweis der Aufwendungen und Erträge aus
besonders gedeckten Positionen erfolgte saldiert im
sonstigen betrieblichen Ergebnis.
C. Erläuterungen zur
Jahresbilanz
Aktivseite
3. Forderungen an Kreditinstitute
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
1.800 |
1.651 |
| Forderungen an die
eigene Girozentrale |
23.041 |
|
Die Unterposition b) - andere Forderungen - (ohne
anteilige Zinsen) setzt sich nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
2.227 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
1 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
20.000 |
| mehr als fünf
Jahre |
59.998 |
4. Forderungen an Kunden
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Forderungen an
verbundene Unternehmen |
2 |
23 |
| Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht |
34.183 |
37.058 |
Im Rahmen des
sogenannten Pfandbriefpoolings wurden
grundpfandrechtlich besicherte Kundenforderungen und
kommunal verbürgte Kredite in Höhe von
an die Landesbank Baden-Württemberg
sowie, |
179.790 |
|
im Rahmen des
sogenannten Deckungspooling in Höhe von
an die Helaba, Landesbank
Hessen-Thüringen |
60.000 |
|
und Pfandbriefpooling in
der Vergütungsvariante in Höhe von an die
Landesbank Baden-Württemberg
übertragen. Die jeweilige Landesbank kann
diese Forderungen zur Begebung von
Hypotheken-Pfandbriefen bzw. öffentlichen
Pfandbriefen nutzen. Aufgrund der vertraglichen
Rückübertragungsmöglichkeiten
verbleibt das wirtschaftliche Eigentum an den
Forderungen bei der Sparkasse, die dementsprechend
die Forderungen weiterhin unter Aktiva-Posten 4 und
dem dazugehörigen Unterausweis "durch
Grundpfandrechte besichert" bzw. "Kommunalkredite"
ausweist. |
258.049 |
|
Forderungen, denen keine
entsprechenden Refinanzierungen gegenüberstehen,
sind mit ihrem Buchwert in Höhe von
in den Angaben zur "Haftung aus der Bestellung
von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten"
enthalten. |
318.049 |
|
Diese Position (ohne anteilige Zinsen) setzt sich
nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
66.112 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
220.654 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
990.486 |
| mehr als fünf
Jahre |
2.491.949 |
| mit unbestimmter
Laufzeit |
74.800 |
5. Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Beträge, die in dem
auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr fällig
werden (ohne anteilige Zinsen) |
54.900 |
| Von den in dieser
Position enthaltenen Wertpapieren sind
börsennotiert |
369.197 |
| Nicht mit dem
Niederstwert bewertet sind Wertpapiere mit Buchwerten
von zusammen |
369.810 |
| Der Zeitwert dieser so
bewerteten Wertpapiere beläuft sich auf Es
handelt sich um Wertpapiere mit Restlaufzeiten von 1
bis 10 Jahren. |
351.493 |
| Wir gehen von einer nur
vorübergehenden Wertminderung aus, da der
Zeitwert bei diesen Wertpapieren unter deren
Einlösungsbetrag bzw. fortgeführten
Anschaffungskosten liegt. |
|
6. Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Nicht mit dem
Niederstwert bewertet ist der Spezialfonds HI-SKB 200
Fonds mit einem Buchwert von |
234.811 |
Der Zeitwert dieses
Fonds beläuft sich auf
Wir gehen von einer nur vorübergehenden
Wertminderung aus, da die Zeitwerte, bei den im Fonds
enthaltenen festverzinslichen Wertpapieren, unter
deren Einlösungsbetrag liegen und die Zeitwerte
der nicht festverzinslichen Wertpapiere im Fonds in
den sechs Monaten vor dem Bilanzstichtag nicht
permanent um mehr als 20 % unter dem letzten
Buchwert, über einen längeren Zeitraum als
ein Geschäftsjahr nicht unter dem letzten
Buchwert und zudem der (einfache) Durchschnitt der
täglichen Börsenschlusskurse dieser
Wertpapiere in den letzten zwölf Monaten nicht
um mehr als 10 % unter dem letzten Buchwert
lagen. |
228.696 |
An dem folgenden Investmentvermögen halten wir
mehr als 10 % der Anteile:
Anlageziele
Bezeichnung des Investmentvermögens |
Marktwert TEUR |
Buchwert TEUR |
Ausschüttungen
im Geschäftsjahr
TEUR |
| HI-SKB 200-Fonds
(gemischter Fonds) |
228.696 |
234.811 |
3.878 |
Für das dargestellte Investmentvermögen
lagen keine Beschränkungen in der Möglichkeit der
täglichen Rückgabe vor.
9. Treuhandvermögen
Das ausgewiesene Treuhandvermögen stellt in
voller Höhe Forderungen an Kunden (Aktivposten 4) dar.
12. Sachanlagen
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| im Rahmen der eigenen
Tätigkeit genutzte Grundstücke und
Gebäude |
516 |
| Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
11.129 |
13. Sonstige
Vermögensgegenstände
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| nachrangige
Vermögensgegenstände |
12 |
12 |
| Erstattungsanspruch
Körperschaftssteuer (einschließlich
Zinsen) |
5.155 |
4.091 |
| Erstattungsanspruch
Gewerbesteuer (einschließlich Zinsen) |
3.841 |
3.641 |
14. Rechnungsabgrenzungsposten
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Unterschiedsbetrag
zwischen Erfüllungs- und niedrigerem
Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten oder
Anleihen |
12.106 |
84 |
Mehrere Positionen betreffende
Angaben
|
TEUR |
| Von den
Vermögensgegenständen lauten auf
Fremdwährung |
9.139 |
Sonstige Sicherheitenstellungen
Die Sparkasse hat einen Teil der Jahresbeiträge
der Bankenabgabe in Form von in vollem Umfang abgesicherten
Zahlungsansprüchen erbracht. Hierfür sind
Barsicherheiten in Höhe von 239 TEUR hinterlegt.
Anlagenspiegel
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten |
Entwicklung der
kumulierten Abschreibungen |
|
Stand am 1.1.
des Geschäftsjahres |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
Stand am 31.12.
des Geschäftsjahres |
Stand am 1.1.
des Geschäftsjahres |
| Immaterielle
Anlagewerte |
3.011 |
139 |
45 |
- |
3.105 |
2.521 |
| Sachanlagen |
100.309 |
8.079 |
31.715 |
- |
76.673 |
53.918 |
|
Veränderungssaldo (§ 34 Abs. 3
RechKredV) |
| Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
45.290 |
| Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
16.048 |
| Beteiligungen |
-710 |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
39.900 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
- |
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen |
|
Abschreibungen
im Geschäftsjahr |
Zuschreibungen
im Geschäftsjahr |
Änderungen der gesamten Abschreibungen
im Zusammenhang mit |
Stand am 31.12.
des Geschäftsjahres |
|
|
|
Zugängen |
Abgängen |
Zuschreibung |
|
| Immaterielle
Anlagewerte |
323 |
- |
- |
45 |
- |
2.799 |
| Sachanlagen |
2.629 |
101 |
- |
25.440 |
- |
31.007 |
|
Veränderungssaldo (§ 34 Abs. 3
RechKredV) |
| Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
45.290 |
| Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
16.048 |
| Beteiligungen |
-710 |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
39.900 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
- |
|
Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in
TEUR) |
|
Buchwerte |
|
Stand am 31.12.
des Geschäftsjahres |
Stand am 31.12.
des Vorjahres |
| Immaterielle
Anlagewerte |
306 |
490 |
| Sachanlagen |
45.666 |
46.391 |
|
(ohne
anteilige Zinsen) |
| Schuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere |
369.810 |
324.520 |
| Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
283.252 |
267.204 |
| Beteiligungen |
47.028 |
47.738 |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
140.404 |
100.504 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
12 |
12 |
Passivseite
1. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber der eigenen Girozentrale |
933.956 |
|
TEUR |
| Der Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen
Vermögensgegenstände für in dieser
Position enthaltene Verbindlichkeiten beläuft
sich auf insgesamt |
922.721 |
Die Unterposition b) - mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist - setzt sich (ohne anteilige Zinsen)
nach Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
136.564 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
53.926 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
251.933 |
| mehr als fünf
Jahre |
613.077 |
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
21.405 |
17.137 |
Die Unterposition ab) - Spareinlagen mit vereinbarter
Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten - setzt sich
(ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
322 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
38.931 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
104 |
| mehr als fünf
Jahre |
- |
Die Unterposition bb) - andere Verbindlichkeiten mit
vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist - setzt
sich (ohne anteilige Zinsen) nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
|
TEUR |
| bis drei Monate |
136.177 |
| mehr als drei Monate bis
ein Jahr |
204.884 |
| mehr als ein Jahr bis
fünf Jahre |
22.049 |
| mehr als fünf
Jahre |
698 |
4. Treuhandverbindlichkeiten
Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(Passivposten 1).
5. Sonstige Verbindlichkeiten
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferung und Leistung |
5.282 |
|
Steuerverbindlichkeiten |
3.948 |
6. Rechnungsabgrenzungsposten
In dieser Position sind enthalten:
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
TEUR |
TEUR |
| Unterschiedsbetrag
zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag
von Forderungen |
391 |
424 |
9. Nachrangige Verbindlichkeiten
|
TEUR |
| Für die in dieser
Position ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind
Aufwendungen in folgender Höhe angefallen |
1.511 |
Die Bedingungen der Nachrangigkeit sämtlicher
nachrangiger Verbindlichkeiten entsprechen Artikel 63 der
Capital Requirements Regulation (CRR). Eine
Umwandlungsmöglichkeit in Kapital oder eine andere
Schuldform besteht nicht.
Eine Mittelaufnahme übersteigt 10% des
Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten (15.000
TEUR - ohne anteilige Zinsen -, Zinssatz 4,20 %,
fällig am 02.06.2032).
Die nachrangigen Verbindlichkeiten von insgesamt
45.817 TEUR (ohne anteilige Zinsen), die im Einzelfall 10 %
des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten nicht
übersteigen, haben eine Durchschnittsverzinsung von
2,036 % und eine Laufzeit von 6 bis 10 Jahren.
Mehrere Positionen betreffende
Angaben
|
TEUR |
| Von den Schulden lauten
auf Fremdwährung |
7.475 |
Passivseite unter dem Strich
1. Eventualverbindlichkeiten
Im Posten "Eventualverbindlichkeiten" ist im
Unterposten b) "Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleistungsverträgen" ein Einzelposten von
wesentlicher Bedeutung in Bezug auf die
Gesamttätigkeit der Sparkasse in Höhe von 9.548
TEUR enthalten.
2. Andere Verpflichtungen
Im Posten "Andere Verpflichtungen" sind im
Unterposten c) "Unwiderrufliche Kreditzusagen" acht
Einzelposten von wesentlicher Bedeutung in Bezug auf die
Gesamttätigkeit der Sparkasse enthalten; die
Einzelbeträge liegen zwischen 5.981 TEUR und 10.945
TEUR. Bei den genannten unwiderruflichen Kreditzusagen
handelt es sich mit 31.611 TEUR um Kontokorrentkredite und
mit 31.245 TEUR um Darlehen.
Wir gehen derzeit grundsätzlich davon aus, dass
die unwiderruflichen Kreditzusagen künftig von den
Kreditnehmern in Anspruch genommen werden.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Periodische Aufwendungen und
Erträge
5. Provisionserträge
Wir haben Provisionserträge aus gegenüber
Dritten erbrachten Dienstleistungen für die
Vermittlung und Verwaltung von Lebensversicherungen,
Bausparverträgen, Investmentzertifikaten,
Vermögensverwaltungen, Krediten sowie Finanzierungen
aus einer Hand erhalten.
8. Sonstige betriebliche
Erträge
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
|
Grundstückserträge |
4.444 |
|
Veräußerungsgewinne aus der Einbringung
von Grundstücken und Gebäuden in eine
Tochtergesellschaft |
34.049 |
Periodenfremde Aufwendungen und
Erträge
Folgende Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
enthalten wesentliche Aufwendungen und Erträge, die
einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:
8. Sonstige Betriebliche
Erträge
In dieser Position sind enthalten:
|
TEUR |
| Auflösung von
sonstigen Rückstellungen |
1.346 |
29. Bilanzgewinn
Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2023 in seiner für den 8. Mai 2024
vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für
die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn
vollständig der Sicherheitsrücklage
zuzuführen.
Ausschüttungssperren
Im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB sind nachfolgende
Sachverhalte bei der Ermittlung der
Ausschüttungssperre zu berücksichtigen.
|
TEUR |
| Unterschiedsbetrag aus
Pensionsrückstellungen gemäß §
253 Abs. 6 HGB |
268 |
Eine Ausschüttungssperre besteht nicht, da in
Vorjahren bereits in entsprechender Höhe die
Sicherheitsrücklage dotiert wurde.
E. Sonstige Angaben
Anteile an verbundenen Unternehmen und
Beteiligungen
| Name, Sitz |
Höhe des
Kapitalanteils |
Eigenkapital |
Jahresergebnis |
| Sparkassenverband
Baden-Württemberg, Stuttgart |
3,21 % |
-1 |
-1 |
|
SVB-Sparkassen-Versicherung Beteiligungs-GmbH Nr. 4,
Stuttgart |
20,10 % |
100.485 TEUR |
+2.966 TEUR |
|
|
(30.09.2023) |
(2022/2023) |
S-Immo-Verwaltungsgesellschaft der Sparkasse
Bodensee GmbH & Co. KG,
Friedrichshafen |
100,00 % |
136.195 TEUR |
-2.084 TEUR |
|
|
(31.12.2023) |
(2023) |
1 Keine Angabe gemäß § 286 Abs.
3 Satz 2 HGB
Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11
HGB ist für die Beurteilung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.
Wir sind unbeschränkt haftende Gesellschafterin
der RWSO-Grundstücksgesellschaft TBS der
Württembergischen Sparkassenorganisation (GbR)
Fellbach und der DKE-GbR, c/o Deutscher Sparkassen- und
Giroverband e.V. mit Sitz in Berlin.
Der Sparkassenverband Baden-Württemberg hat sich
zusammen mit den weiteren Trägern quotal entsprechend
seinem Stammkapitalanteil an der Bereitstellung von
zusätzlichem Eigenkapital für die Landesbank
Baden-Württemberg beteiligt. Als Mitglied des
Sparkassenverbands Baden-Württemberg sind wir
verpflichtet, über Umlagen den nicht anderweitig
gedeckten Verbandsaufwand entsprechend dem
maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken.
Darüber hinaus sind wir Mitglied des Sicherungssystems
der Deutschen Sparkassenorganisation, wobei das System der
freiwilligen Institutssicherung beibehalten wurde.
Zusätzlich erfüllt das Sicherungssystem auch die
Anforderungen des Einlagensicherungsgesetzes. Aus diesen
Verpflichtungen ist über die laufenden jährlichen
Beitragsverpflichtungen hinaus derzeit ein akutes Risiko
einer wesentlichen Inanspruchnahme nicht erkennbar.
Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH)
durch die S-Finanzgruppe haben wir uns über den
Deutschen Sparkassen- und Giroverband ö.K. (DSGV) an
der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG
(Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin unterbeteiligt. In
diesem Zusammenhang besteht ein Aufwendungsersatzanspruch
des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten für den
Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft
auszuschüttenden Dividenden der LBBH die laufenden
Aufwendungen (im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung)
nicht abdecken. Aktuell ist aus dieser Verpflichtung kein
akutes Risiko einer Inanspruchnahme erkennbar.
Derivative Finanzinstrumente
Die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten
Termingeschäfte gliedern sich wie folgt:
|
Nominalbeträge in TEUR |
Zeitwerte
1 in TEUR |
|
nach
Restlaufzeiten |
Insgesamt |
|
|
|
bis 1 Jahr |
1-5 Jahre |
> 5 Jahre |
|
+ |
./. |
| Zinsbezogene
Geschäfte |
|
|
|
|
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
|
|
|
|
| Zinsswaps |
- |
5.000 |
90.000 |
95.000 |
4.098 |
3.905 |
| Insgesamt |
- |
5.000 |
90.000 |
95.000 |
4.098 |
3.905 |
|
Buchwerte
in TEUR |
|
Optionsprämie |
Rückstellung |
|
|
(P7) |
| Zinsbezogene
Geschäfte |
|
|
| OTC-Produkte |
|
|
| Zinsswaps |
|
- |
| Insgesamt |
- |
- |
1 Ohne anteilige Zinsen
Bei den OTC-gehandelten derivativen
Finanzinstrumenten werden theoretisch ermittelte Werte als
Zeitwerte angesetzt (Mark to Model Bewertung). Bei der Mark
to Model Bewertung wird bezüglich der derivativen
Finanzinstrumente wie folgt verfahren:
Zinsswaps werden in die Basisbestandteile
Kuponanleihe und Floater zerlegt und unter Zugrundelegung
entsprechender Zinsstrukturkurven getrennt bewertet. Der
Barwert des Swaps ergibt sich dabei aus der Differenz der
Barwerte der beiden Basisprodukte.
Die in die Zinsbuchsteuerung einbezogenen Derivate
wurden bei der verlustfreien Bewertung der zinsbezogenen
Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuch) berücksichtigt
(vgl. Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden")
und waren insoweit nicht gesondert zu bewerten.
Bei den Kontrahenten im Derivategeschäft per 31.
Dezember 2023 handelt es sich ausschließlich um
deutsche Kreditinstitute.
Latente Steuern
Aufgrund abweichender Ansatz- und
Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz
bestehen zum Bilanzstichtag Steuerlatenzen. Dabei wird der
Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch
absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Ein Ausweis
passiver latenter Steuern war insoweit nicht erforderlich,
auf den Ansatz aktiver latenter Steuern hat die Sparkasse
entsprechend § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Die
wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren
aus bilanziellen Ansatzunterschieden bei den Anteilen an
verbundenen Unternehmen, den nicht festverzinslichen
Wertpapieren und den Sachanlagen. Die zum Ausgleich der
künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren
künftigen Steuerentlastungen ergeben sich aus
unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den
Forderungen an Kunden, nicht festverzinslichen Wertpapieren
und Rückstellungen. Der Ermittlung der latenten
Steuern wurde ein Steuersatz von 28,738 %
(Körperschaft- und Gewerbesteuer zzgl.
Solidaritätszuschlag) zugrunde gelegt. Aus
Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende,
lediglich der Körperschaftsteuer und dem
Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden
bei den Berechnungen mit einem Steuersatz von 15,825 %
berücksichtigt.
Abschlussprüferhonorare
Für das Geschäftsjahr wurden von unserem
Abschlussprüfer für folgende Leistungen Honorare
berechnet:
|
TEUR |
| für die
Abschlussprüfung |
345 |
| für andere
Bestätigungen |
4 |
| für die
Steuerberatung |
8 |
| Für sonstige |
16 |
MitarbeiterInnen
Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
|
Anzahl |
| Vollzeitkräfte |
402 |
| Teilzeit- und
Ultimokräfte (anteilig) |
113 |
| Auszubildende |
36 |
| Insgesamt |
551 |
Bezüge / Kreditgewährungen an
Vorstand und Verwaltungsrat
Den Mitgliedern des Vorstandes wurden für Ihre
Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in
Höhe von 725 TEUR gewährt.
Für die früheren Mitglieder des Vorstandes
bzw. deren Hinterbliebene wurden Versorgungsbezüge in
Höhe von 1.213 TEUR bezahlt. Für diese
Personengruppe bestehen Pensionsrückstellungen in
Höhe von 23.112 TEUR.
Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten für
ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in
Höhe von 222 TEUR.
Die Sparkasse hatte Mitgliedern des Vorstandes Ende
2023 Kredite in Höhe von 1 TEUR gewährt. An die
Mitglieder des Verwaltungsrates wurden Kredite
einschließlich eingegangener
Haftungsverhältnisse in Höhe von 1.669 TEUR
ausgereicht.
Organe
Eines unserer Vorstandsmitglieder ist
stellvertretendes Mitglied im Verwaltungsrat der LBS
Süd, Stuttgart/München und ordentliches Mitglied
im Aufsichtsrat der SV Sparkassen-Versicherung
Lebensversicherung AG, Stuttgart.
| Verwaltungsrat |
|
|
|
| Vorsitzender |
Wölfle, Lothar |
Landrat Bodenseekreis a.
D. |
bis 13.05.2023 |
|
Prayon, Luca
Wilhelm |
Landrat
Bodenseekreis |
seit 15.06.2023
bis 31.12.2023 |
|
Burchardt, Uli |
Oberbürgermeister
Konstanz |
ab 01.01.2024 |
| 1. Stellvertreter |
Burchardt, Uli |
Oberbürgermeister
Konstanz |
bis 31.12.2023 |
|
Prayon, Luca
Wilhelm |
Landrat
Bodenseekreis |
ab 01.01.2024 |
| 2. Stellvertreter |
Zeitler, Jan |
Oberbürgermeister
Überlingen |
|
| Mitglieder |
Dietrich, Jörg |
Sparkassenangestellter |
|
|
Henne, Thomas |
Dipl. Kaufmann |
|
|
Hiltner, Georg |
Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer
Konstanz |
|
|
Hornung,
Dieter-Alfons |
Erster
Bürgermeister a. D. |
|
|
Kleiner, Rudolf |
Sparkassenangestellter |
|
|
Kreitmeier, Dr.
Christiane |
Kommunikationstrainerin |
|
|
Manz, Ralf |
Sparkassenangestellter |
|
|
Marx, Prof. Dr.
Claudius |
Hauptgeschäftsführer IHK
Hochrhein-Bodensee |
|
|
Reisch, Arno |
Sparkassenangestellter |
|
|
Riedle, Markus |
Sparkassenangestellter |
|
|
Riedmann, Georg |
Bürgermeister
Markdorf |
|
|
Schwörer,
Sandra |
Sparkassenangestellter |
|
|
Tscheulin, Roger |
Rechtsanwalt |
|
|
Wengert, Hendrik |
Bürgermeister
Owingen |
|
|
Zeller, Norbert |
Ministerialrat a.
D. |
|
|
Gruppenstellvertreter |
Enzensperger,
Daniel |
Bürgermeister
Kressbronn |
|
|
Dr. Ruff,
Jürgen |
Geschäftsführer eines
Beratungsunternehmens |
|
|
Schöllhorn,
Rainer |
Sparkassenangestellter |
|
| Vorstand |
|
|
|
| Vorsitzender |
Mayer, Lothar |
|
|
| Mitglieder |
Hoffmann, Nils |
|
bis 30.09.2023 |
|
Lammering, Frank |
|
ab 01.04.2024 |
Friedrichshafen / Konstanz,
den 9. April 2024
Der
Vorstand
Mayer
Lammering
Anlage zum Jahresabschluss
gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31.
Dezember 2023
("Länderspezifische Berichterstattung")
Die Sparkasse Bodensee hat keine Niederlassungen im
Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich
ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit
als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik
Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Bodensee
besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere
rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden
entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu
gewähren.
Die Sparkasse Bodensee definiert den Umsatz als Saldo
aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und
Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge,
Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc.,
Erträge aus Gewinngemeinschaften etc.,
Provisionserträge, Provisionsaufwendungen,
Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige
betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für
den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 insgesamt
156.273 TEUR.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in
Vollzeitäquivalenten beträgt im
Jahresdurchschnitt 515.
Der Gewinn vor Steuern beträgt 12.651 TEUR.
Die Steuern auf den Gewinn betragen 9.366 TEUR. Die
Steuern betreffen laufende Steuern.
Die Sparkasse Bodensee hat im Geschäftsjahr
keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Sparkasse Bodensee, Friedrichshafen und
Konstanz
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES
JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Bodensee
(im Folgenden: Sparkasse) bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kreditinstitute geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse
zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023
bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1
Handelsgesetzbuch (im Folgenden: HGB) erklären wir,
dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.
537/2014; im Folgenden: EU-APrVO) unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse
unabhängig in Übereinstimmung mit den
europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus
erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchstabe
f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von
uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der
Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen
Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO
erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige
Prüfungssachverhalte in der Prüfung des
Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind
solche Sachverhalte, die nach unserem
pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in
unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit
unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und
bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Bewertung von Forderungen an Kunden
2. Bewertung der Wertpapiere
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt aufgebaut:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitergehende Informationen
1. Bewertung von Forderungen an
Kunden
a) Das Kundenkreditgeschäft ist ein
maßgebliches Geschäftsfeld der Sparkasse. Bei
der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das
Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. insbesondere
die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen
vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr
nachkommen kann, sowie die Bewertung der ggf. vorliegenden
Sicherheiten, maßgeblich. Die Bewertung dieser
Forderungen beruht somit in einem hohen Maße auf den
Einschätzungen und Annahmen des Vorstands der
Sparkasse zu den genannten Sachverhalten. Die
Unsicherheiten bei diesen Ermessensentscheidungen sind
aktuell insbesondere durch die aktuellen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen geprägt. Von besonderer Bedeutung
ist hierbei die Einschätzung, inwieweit die hieraus
resultierenden Belastungen die Kapitaldienstfähigkeit
der betroffenen Kreditnehmer dauerhaft negativ
beeinflussen. Diese Thematik hat daher wesentliche
Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die
Ertragslage der Sparkasse. Für die Zwecke der
Rechnungslegung sind insofern die Kreditprozesse zur
Bewertung der Forderungen von besonderer Bedeutung. Die
Bewertung von Forderungen an Kunden bedarf insoweit einer
besonderen Befassung durch den Abschlussprüfer.
b) Bereits im Rahmen unserer vorgezogenen
Prüfung der organisatorischen Pflichten haben wir die
Ordnungsmäßigkeit der Kreditprozesse, u. a. den
Forderungsbewertungsprozess, betrachtet. Die relevanten
Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Wirksamkeit des
internen Kontrollsystems bei der Bewertung der
Kundenforderungen beurteilen wir regelmäßig auf
Grundlage von Aufbau- und Funktionsprüfungen.
Bei einer risikoorientierten - unter besonderer
Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen - vorgenommenen bewussten Auswahl von
Kreditengagements haben wir aussagebezogene
Prüfungshandlungen in Form von
Einzelfallprüfungen vorgenommen und auf der Grundlage
von Kreditunterlagen zu den wirtschaftlichen
Verhältnissen die von der Sparkasse vorgenommene
Beurteilung des kreditnehmerbezogenen
Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung der
Kreditsicherheiten bei ausfallgefährdeten Forderungen
nachvollzogen.
c) Weitere Informationen und Erläuterungen sind
in den Anhangangaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden (Abschnitt B) sowie zu den
Beständen zum Bilanzposten Aktiva 4 (Abschnitt C)
enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die
Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht
(Abschnitt 2.3.2.2, Abschnitte 2.4.1 und 4.2.1.1).
2. Bewertung der Wertpapiere
a) Die Sparkasse hat Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere sowie andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere im Portfolio, die sie dem
Anlagevermögen zuordnet. Die Wertpapiere wurden
einschließlich des Spezialfonds gemäß
§ 340e Abs. 1 HGB nach den für das
Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet
(gemildertes Niederstwertprinzip). Aufgrund der gemischten
Zusammensetzung des betreffenden Sondervermögens ist
der Nachweis der nur vorübergehenden Wertminderung auf
Basis der erforderlichen Durchschau auf
Einzelgeschäftsebene anders als bei den weiteren zum
gemilderten Niederstwert bilanzierten Direktanlagen sehr
komplex. Die Beurteilung der Einhaltung der auf die
einzelnen Finanzinstrumente des Fonds zugrunde zu legenden
objektiven Kriterien, die für eine nur
vorübergehende Wertminderung sprechen, bedarf insofern
einer besonderen Befassung durch den Abschlussprüfer.
b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die
Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems
insbesondere die Prozesse zur Bewertung der Wertpapiere
durch Aufbau- und Funktionsprüfungen beurteilt.
Darüber hinaus haben wir die Dokumentation der
Sparkasse zur Identifikation der einzelnen Wertpapiere im
Sondervermögen, bei denen die Kriterien für eine
nur vorübergehende Wertminderung erfüllt sind, im
Hinblick auf deren Schlüssigkeit nachvollzogen.
Zusätzlich haben wir aussagebezogene
Prüfungshandlungen in Form von
Einzelfallprüfungen durchgeführt.
c) Weitere Informationen zu den Beständen und
der Bewertung sind in den Anhangangaben zu Aktiva 5 und 6
(Abschnitt C) sowie den Erläuterungen zu
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Abschnitt B)
enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die
Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht
(Abschnitt 2.3.2.3, 2.4.1,4.2.1.2 und 4.2.2).
Sonstige Informationen
Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen
verantwortlich.
Die sonstige Information, die uns
vereinbarungsgemäß nach dem Datum des
Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt wird,
umfasst den gemäß § 340a Abs. 1a HGB i. V.
m. § 289b Abs. 3 Satz 1 Nr. 2a HGB zusammen mit dem
Lagebericht nach § 325 HGB zu veröffentlichenden
nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr
2023.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und
dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der
Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
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anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
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Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans
(Verwaltungsrat) für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die
Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner
ist der Vorstand verantwortlich für die internen
Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der
Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich
für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt
sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für
die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen,
und um ausreichende geeignete Nachweise für die
Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
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gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
abzugeben.
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beurteilen wir die
Angemessenheit der vom Vorstand angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der
vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und
damit zusammenhängenden Angaben.
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ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des vom Vorstand
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Sparkasse ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
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beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Sparkasse vermittelt.
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beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Sparkasse.
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führen wir
Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand
dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom
Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach
und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
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Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter
anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine
Erklärung ab, dass wir die relevanten
Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und
erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen
Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen
werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit
auswirken, und, sofern einschlägig, die zur
Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen
vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen
Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem
Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen
Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses
für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten
waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese
Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn,
Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die
öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE
RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß
Art. 10 EU-APrVO
Wir sind nach § 30 Abs. 2 Satz 2
Sparkassengesetz für Baden-Württemberg i. V. m.
§ 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher
Abschlussprüfer der Sparkasse.
Wir erklären, dass die in diesem
Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile
mit dem Prüfungsbericht nach Art. 11 EU-APrVO in
Einklang stehen.
Von uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis
der Prüfung beeinflussen können, haben die
Prüfung im Zusammenhang mit der Kostenumlage der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
für den Aufsichtsbereich Wertpapierhandel
gemäß § 16j Abs. 2 Satz 2 des Gesetzes
über die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht
(Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz - FinDAG) als
Leistung, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht
angegeben wurde, zusätzlich zur Abschlussprüfung
für die Sparkasse erbracht.
VERANTWORTLICHER
WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche
Wirtschaftsprüfer ist Herr Peter Wöhrle.
Stuttgart, den 17. April
2024
Sparkassenverband
Baden-Württemberg
Prüfungsstelle
Wöhrle
Wirtschaftsprüfer
Beschluss des Verwaltungsrats über
die Verwendung des Bilanzgewinns
Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung am 8. Mai
2024 den Jahresabschluss 2023 festgestellt und beschlossen,
den Bilanzgewinn gem. § 31 SpG in voller Höhe der
Sicherheitsrücklage zuzuführen.
vorgelegt:
Der
Vorstand
Sparkasse Bodensee
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