SONOR GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Musikinstrumenten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SONOR GmbH &Co. KGBad BerleburgJahresabschluss zum 31.03.2008Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007/2008I Geschäft und RahmenbedingungenDie allgemeine wirtschaftliche Entwicklung der SONOR
GmbH & Co. KG im abgelaufenen Geschäftsjahr war
zufriedenstellend und entspricht der Gesamtentwicklung der
Musikbranche in einem schwierigen Marktumfeld.
Das Kapital der Gesellschaft liegt bei TEUR 4.100. Im
Gesellschafterkreis gab es im Berichtsjahr keine
Veränderungen.
Der Vorjahresumsatz konnte um 8,8 % gesteigert werden.
Die Umsatzentwicklung in der Berichtsperiode stellt sich
folgendermaßen dar:
Ohne Berücksichtigung der Umsätze mit den
verbundenen Unternehmen wurde im Ausland ein Umsatzplus von
8,2 % erzielt, der Umsatz mit verbundenen Unternehmen wurde
ebenfalls um 17,2 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert.
Der Umsatz auf dem deutschen Markt wurde um 4,6 %
gesteigert.
Die Umsätze im Ausland entwickelten sich,
geographisch gegliedert, im Einzelnen wie folgt:
In Amerika verbuchten wir ein Umsatzplus von 26,4 %. In
Europa stiegen die Umsätze gering um 2,5 %, davon in
Osteuropa um 12,8 %. In Asien/Australien konnte nochmals
ein Umsatzzuwachs von 7,0 % erzielt werden, Asien
verzeichnete dabei einen Zuwachs von 13,1 %, Australien
einen Umsatzrückgang um 17,3 %. Afrika verzeichnete
ebenfalls ein Umsatzrückgang von 12,0 %.
Die Produktionsleistung (im Berichtsjahr fertiggestellte
Erzeugnisse, bewertet zu Herstellungskosten) konnte im
abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/2008 gegenüber
dem Vorjahr gesteigert werden. Der erzielte Wert von TEUR
5.843 liegt um 7,9 % über dem Vorjahresergebnis.
Ausschlaggebend für die Steigerung waren die hohen
Auftragseingänge bei den neu konzipierten
Schlagzeugserien Made in Germany, die für eine gute
Auslastung der Produktionskapazitäten über das
gesamte Jahr hinweg sorgten.
Die Gesamtmarge verschlechterte sich im Vergleich zum
Vorjahr (30,57 %) leicht um 0,96 %-Punkte auf nunmehr 29,61
%.
VerwaltungInsbesondere in den Bereichen Disposition, Produktion
und Einkauf konnte eine weitere Prozessoptimierung
hinsichtlich der eingeführten Software MFG Pro
erreicht werden.
ProduktionBei den Produkten des Orffschen Instrumentariums konnte
SONOR während des gesamten Berichtsjahres eine gute
Lieferfähigkeit gewährleisten. Zu Beginn des
Geschäftsjahres kam es aufgrund der
außerordentlich hohen Auftragseingänge im
Schlagzeugbereich zu Lieferengpässen. Durch
unverzüglich vorgenommene Anpassungen hinsichtlich der
Materialbeschaffung sowie die Erweiterung der
Kapazitäten in den betroffenen Fertigungsabteilungen
(Maßnahmen: interne Personalversetzungen und die
maximale Ausnutzung der betrieblichen Arbeitszeitkonten)
wurde die Lieferfähigkeit ab August 2007 erheblich
verbessert.
Bezüglich der Investitionstätigkeit hat das
Unternehmen zwei umfangreiche Vorhaben in den Bereichen
Klangstabfertigung und Hochglanzlackiererei zunächst
zurückgestellt. Kleinere realisierte Investitionen wie
zum Beispiel die Anschaffung einer neuen Kreissäge und
einer neuen Leimauftragsmaschine in der Abteilung
Trommelkesselfertigung tragen zur Sicherung des
Qualitätsstandards und der Optimierung der
Arbeitsprozesse bei.
ProduktbereicheDrumsBezüglich der Neuentwicklungen stand das auf 100
Exemplare weltweit limitierte "30th Anniversary Steve Smith
Drum Set" im Vordergrund. Steve Smith zählt zu den
erfolgreichsten Schlagzeugern unserer Zeit und vertraut
seit nunmehr über 30 Jahren auf Produkte aus dem Hause
SONOR. Im MIG-Produktbereich gab es technische und optische
Updates in den Serien Delite und S-Classix sowie eine
Erweiterung im Segment der Hardware 600. Im MIC Bereich
wurde eine zusätzliche Snare-Drum-Größe in
der Force 3007 Serie vorgestellt.
Die neuen Produkte wurden dem Fachpublikum erstmals auf
der NAMM-Show in Anaheim/USA Mitte Januar 2008 vorgestellt.
Auch auf der weltgrößten Musikmesse in Frankfurt
am Main Mitte März 2008 haben wir unser neues
Sortiment den Besuchern präsentiert. Die Reaktionen
waren durchweg positiv.
Der bestehende Drum-Konfigurator der Premium-Serie SQ2
Drum System wurde um die Sprachoption Japanisch erweitert
und am 26. Oktober 2007 online gestellt. Die Sprachoptionen
Spanisch, Französisch und Italienisch werden bis Ende
des Kalenderjahres 2009 folgen. Durch diese Maßnahmen
werden Sprachbarrieren abgebaut und zusätzliche
Kundengruppen erreicht.
Glockenspiele, Xylophone, Metallophone (Education)Hier konnten die Umsatzziele zwar nicht erreicht werden,
liegen aber noch auf dem Vorjahresniveau. Das Budget des
konservativen und institutionsbezogenen Orff-Marktes war zu
hoch eingeschätzt, auch weil die Budgetkürzungen
an Schulen und Institutionen weiter voranschreiten. Durch
intensive Marktforschung, vor allem auf dem US-Markt,
wurden neue Marketingmaßnahmen und Produkte
entwickelt, die im nächsten Geschäftsjahr
umgesetzt werden.
Marching & Concert PercussionIm Bereich Marching & Concert konnte ein
Umsatzzuwachs von insgesamt 10,9 % in den Produktgruppen
Ross & Majestic, Zubehör und Professional Line
erzielt werden.
Congas, Bongos (Percussion-Instrumente)In diesem Bereich konnte im abgelaufenen
Geschäftsjahr erneut eine Umsatzsteigerung von 10,8 %
erzielt werden. Diese Umsatzsteigerung ist auf die positive
Entwicklung einiger Key Accounts zurückzuführen.
Darüber hinaus hat Sonor sein Image in diesem Bereich
durch verschiedene Marketingaktivitäten (Endorser,
Workshops, Anzeigen) weiterhin verbessert. Im Bereich
Produktentwicklung lag der Schwerpunkt im
Geschäftsjahr 2007/2008 auf der Überarbeitung der
bestehenden Serien Champion, Global und Latino. Die
Produkte wurden erstmalig auf der NAMM-Show in Anaheim/USA
Mitte Januar 2008 vorgestellt und fanden guten Zuspruch vom
Fachpublikum. Dies lässt auf weitere Zuwächse im
Produktbereich Percussion im Geschäftsjahr 2008/2009
schließen.
II Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Bilanzsumme zum Vorjahr ist auf dem gleichen Stand
von Mio. EUR 8,6 geblieben. Der Bestand an flüssigen
Mitteln ist von Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 0,6 gestiegen.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind um Mio. EUR 0,4 auf
nunmehr Mio. EUR 1,2 gesunken.
Das Eigenkapital stieg von Mio. EUR 5,9 auf Mio. EUR 6,3
und enthält mit Mio. EUR 4,1 Kapitalanteile und mit
Mio. EUR 2,2 Rücklagen. Dies entspricht einer
Eigenkapitalquote von rund 73 % (Vorjahr: 68 %).
Auf der Passivseite sind die Rückstellungen auf
gleichem Stand von Mio. EUR 0,8 geblieben.
Wie bereits vorstehend erläutert, haben sich die
Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR
1,4 bzw. 8,8 % auf Mio. EUR 18,0 erhöht. Ebenfalls
erhöhten sich durch den Mehrumsatz auch die
Materialaufwendungen um 5,8 %. Die Personalaufwendungen
erhöhten sich aufgrund der tariflichen
Entgelterhöhung von Mio. EUR 4,4 auf Mio. EUR 4,6. Die
Erträge aus Beteiligungen betreffen
ausschließlich Gewinnausschüttungen der
Hohner-Sonor AG, Bolligen-Dorf/Schweiz.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
beträgt im Berichtsjahr Mio. EUR 0,9 und liegt damit
um ca. Mio. EUR 0,5 über dem entsprechenden
Vorjahreswert. Neben dem positiven Jahresergebnis von Mio.
EUR 1,0 führte vor allem die durchgeführte
Bestandsreduzierung in Höhe von Mio. EUR 0,3 bei den
unfertigen und fertigen Erzeugnissen zu dieser positiven
Entwicklung. Der negative Cashflow aus der
Investitionstätigkeit (Mio. EUR -0,2) betrifft im
Wesentlichen Investitionen in Produktionsanlagen, in dem
negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
(Mio. EUR -0,5) schlägt sich die vorgenommene
Gewinnausschüttung nieder. Aus dem Zusammenwirken der
Zuflüsse und Abflüsse aus laufender
Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit
und Finanzierungstätigkeit ergibt sich im Berichtsjahr
eine zahlungswirksame Erhöhung des Finanzmittelfonds
um Mio. EUR 0,3, die zu einer entsprechenden Erhöhung
der liquiden Mittel von Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 0,6
geführt hat.
Hinsichtlich des Einsatzes von Finanzinstrumenten sieht
sich das Unternehmen grundsätzlich Ausfall-,
Liquiditäts- sowie Marktrisiken ausgesetzt. Das
Ausfallrisiko wird bei der SONOR GmbH & Co. KG durch
die laufende Überwachung von Bonität und
Zahlungsverhalten der Kunden reduziert. Das
Liquiditätsrisiko ist bei der Gesellschaft derzeit
gering, da der SONOR GmbH & Co. KG in ausreichendem
Umfang liquide Mittel und nicht in Anspruch genommene
Kreditlinien zur Verfügung stehen. Neben dem
Zinsänderungs- und Kursrisiko ist die SONOR GmbH &
Co. KG keinen weiteren wesentlichen Marktrisiken
ausgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko ist aufgrund nicht
vorhandener Fremdmittel derzeit als gering einzustufen,
während dem Kursrisiko durch eine andauernde
Überwachung der relevanten Währungen, dem
Abschluss von Devisentermingeschäften und eine darauf
aufbauende Einkaufs- und Verkaufspolitik Rechnung getragen
wird.
Unter Berücksichtigung der erwarteten
Ergebnisentwicklung in den Folgejahren und den vorhandenen
Refinanzierungsmöglichkeiten sehen wir die
künftige Finanzierung der Gesellschaft, auch unter
Einbeziehung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen,
als gesichert an.
III NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des
Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
IV Chancen, Risiken und AusblickUmsatzFür das Geschäftsjahr 2008/2009 plant Sonor
eine maßvolle Erhöhung der Produktions- und
Umsatzzahlen in allen Produktbereichen. Gegenüber dem
Berichtsjahr rechnet die Gesellschaft mit einem
Umsatzzuwachs von ca. 10 %, bezogen auf das Ergebnis nach
Steuern wird eine Umsatzrendite von 6-7 % angestrebt.
Das ehrgeizig angesetzte Ziel der MIG-Drums Delite und
S-Classix hinsichtlich der Stückzahlen wurde im
abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übertroffen.
Die Umsätze in diesen beiden Warengruppen haben sich
gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Hierbei
muss berücksichtigt werden, dass es sich in diesem
Zeitraum um die Markteinführung der neuen Serien
gehandelt hat und sich dieser Trend so nicht fortsetzen
wird. Deshalb erfolgte eine angepasste Budgetierung
für das neue Geschäftsjahr.
Um die Absatzmärkte weiterhin zu stimulieren,
wurden in Zusammenarbeit mit unseren Distributoren und
deutschen Key Accounts "Special Edition Produkte" (SSE) im
Schlagzeugbereich entwickelt. Dadurch können sich
ausgewählte Kunden vom Wettbewerb abheben.
Darüber hinaus dienen uns die SSE-Produkte zu
Marktforschungszwecken.
Durch die Firmenübernahme der Kaman Music
Corporation (KMC), mit Firmensitz in Bloomfield,
Connecticut (USA), durch die Fender Musical Instruments
Corporation (FMIC), mit Firmensitz in Scottsdale, Arizona
(USA), verändern sich in Europa die
Vertriebsstrukturen einiger Mitbewerberprodukte wie
Gretsch, Gibraltar, Toca und Latin Percussion. Diese Marken
werden zukünftig durch die deutsche Niederlassung
Fender Musical Instruments GmbH mit Firmensitz in
Düsseldorf europaweit vertrieben.
Erfahrungsgemäß verunsichert eine derartige
Vertriebsänderung den Handel kurzfristig. Diesen
Zeitraum wird Sonor nutzen, um speziell im Bereich
Percussion Marktanteile zu gewinnen.
Es ist zu beobachten, dass die großen
Einzelhändler in Deutschland immer stärker
werden, wogegen es scheint, dass zahlreiche mittlere und
kleinere Händler an Einfluss verlieren. Somit
wächst auch die Abhängigkeit zu den starken
Händlern. Das kurz- und mittelfristige Ziel ist es,
durch eine gradlinige Preispolitik die Ausgewogenheit zu
sichern.
Forschung und EntwicklungDie Marke SONOR hebt sich unter anderem durch innovative
Neu- und Weiterentwicklungen vom internationalen Wettbewerb
ab und hat sich als innovativer und qualitativer
Marktführer etabliert. Zurzeit sind 14 Patente in
unterschiedlichen Märkten registriert, wodurch
Alleinstellungsmerkmale geschaffen wurden. Die hausinterne
F & E-Abteilung arbeitet permanent in enger Abstimmung
mit dem Produktmanagement an richtungsweisenden technischen
Lösungen, um den Wettbewerbsvorteil sicherzustellen.
Die Abteilung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr
von zwei auf drei Mitarbeiter vergrößert. Die
Schwerpunkte der Neuentwicklungen lagen in der Entwicklung
des "Steve Smith Anniversary Set", welches die
30-jährige Zusammenarbeit mit dem internationalen
Top-Endorser hervorhebt. Von diesem Set werden weltweit
limitiert 100 Exemplare verkauft. Darüber hinaus die
Entwicklung des "Basic Arm Konzeptes" als konsequente
Ergänzung der 600 Serie Hardware. Ein neues
Snare-Drum-Modell sowie ein neues Spannsystem für MIG
Snare Drums runden das Neuheitenangebot im Bereich Drums
ab. Im Marschbereich wurde ein neues Konzert-Glockenspiel
mit Stahlklangplatten entwickelt und vorgestellt.
ProduktionDie Strategie der flexiblen Einsatzfähigkeit der
Belegschaft im Fertigungsbereich wird auch in den
nächsten Jahren konsequent fortgeführt. Dadurch
kann sich das Unternehmen in kurzer Zeit ohne
zusätzliche Kosten auf verändernde Anforderungen
des Absatzmarktes einstellen.
Im kommenden Geschäftsjahr sind im
Produktionsbereich keine größeren Investitionen
geplant. Das Hauptaugenmerk gilt der fortgesetzten
Optimierung der vornehmlich von Handarbeit geprägten
Arbeitsplätze, um so die Produktivität weiter zu
erhöhen.
VertriebWachstumspotenzial erkennen wir nach wie vor im
Exportgeschäft. Umsatzeinbußen mussten im
abgelaufenen Geschäftsjahr leider mit einigen
langjährigen Vertriebspartnern in Portugal,
Australien, Italien und Griechenland hingenommen werden.
Priorität ist es, die Umsätze dieser Partner
wieder zu steigern.
In Österreich kann aufgrund des neu etablierten
Vertriebssystems, Umsatz sowie Marge noch deutlich
gesteigert werden. Dies gilt auch für Spanien, wo der
neue Distributor noch erhebliches Wachstumspotenzial in
allen Produktbereichen hat.
In Japan wurde aufgrund der im letzten Jahr
vorgenommenen Neustrukturierung ein Umsatzzuwachs von 28 %
mit Drums erzielt. Im neuen Geschäftsjahr werden hier
zusätzlich die Produktbereiche Percussion und Orff mit
ins Portfolio aufgenommen, um weitere Umsatzzuwächse
von ca. 25 % zu generieren.
Für den deutschen Markt stellt die Sicherung des
bisherigen Umsatzvolumens weiterhin die große
Herausforderung dar. Die Umsetzung der Vertriebs- und
Präsentationsvereinbarungen mit den
Fachhandelspartnern sowohl im Ladengeschäft als auch
im Internet sind dabei wesentliche Faktoren.
RisikomanagementDie Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der
Muttergesellschaft Matth. Hohner AG einbezogen.
Zur Absicherung gegen Fremdwährungsrisiken
verwendet Sonor (europäische)
Devisen-Termingeschäfte vornehmlich im Einkaufsbereich
beim Bezug von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie
Handelswaren aus Fernost, die in US-Währung eingekauft
werden. Im Rahmen einer konzernweiten Risikosteuerung wird
von der Gesellschaft ein monatliches Reporting erstellt.
Im Hinblick auf die Olympischen Spiele im Sommer 2008 in
Peking kann es zu Lieferschwierigkeiten kommen. Durch
Umweltschutznahmen der chinesischen Regierung werden die
Produktionskapazitäten bei einigen Firmen
vorübergehend eingeschränkt. Ebenfalls soll das
Verkehrsaufkommen während der Olympischen Spiele
reduziert werden. Daher ist mit logistischen Problemen in
den chinesischen Seehäfen zu rechnen. Um
Lieferengpässen weitgehend vorzubeugen, hat Sonor
rechtzeitig seine Disposition für Waren aus China
angepasst.
Bedingt durch ein Angebotsoligopol im Stahlbereich und
einer erhöhten Nachfrage wurde bereits eine deutliche
Preiserhöhung von Rohstahl für die zweite
Jahreshälfte 2008 angekündigt.
Erfahrungsgemäß werden andere Bereiche der
Metallindustrie (Aluminium, Zinkdruckguss) versuchen,
ähnliche Erhöhungen zu realisieren. Im Bereich
der Kunststofferzeugnisse und der chemischen Industrie
(Lacke) werden Preis und Verfügbarkeit stark durch die
Ereignisse auf den Rohölmärkten bestimmt. Wir
erwarten, dass auch weiterhin Preissprünge und
Produktverknappung zu den Konstanten in den Märkten
gehören werden. Wir gehen grundsätzlich davon
aus, dass sich Rohstoffpreisänderungen auch
zukünftig mit einem gewissen Zeitverzug in den
Verkaufspreisen unserer Zulieferanten niederschlagen
werden.
Durch langfristige Materialdispositionen sowie einer
angemessenen Lagerhaltung bei Stahl-, Aluminium- und
Zinkdruckgussartikeln versuchen wir, den steigenden Preisen
entgegenzuwirken.
Im Produktionsbereich sind derzeit keine Risiken
personeller oder maschineller Art, die zu gravierenden
Störungen der betrieblichen Abläufe führen
könnten, erkennbar. Durch die Aus- und Weiterbildung
unserer Mitarbeiter sowie einer vorausschauenden
Instandhaltungs- und Investitionspolitik versuchen wir die
Risiken in diesem Bereich auf ein Minimum zu reduzieren.
Durch ein intensives Überprüfen der kritischen
Kunden begegnen wir Ausfallrisiken im Absatzbereich.
Für die Gesellschaft erkennen wir derzeit keine
bestandsgefährdenden Risiken.
Bad Berleburg, den 9. Mai 2008
Als Komplementärin der SONOR GmbH & Co. KG
SONOR Verwaltungs-GmbH
Bilanz zum 31. März 2008Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2007 bis 31. März 2008
Anhang für das Geschäftsjahr 2007/2008I Allgemeine HinweiseDie SONOR GmbH & Co. KG ist eine mittelgroße
Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die
größenabhängigen Erleichterungen für
mittelgroße Gesellschaften werden teilweise in
Anspruch genommen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde entsprechend den
Regelungen der § 242 ff. und der § 264 ff. HGB
sowie des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB aufgestellt.
II Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die
nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu
Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen, bewertet.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des
Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der
voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige
Abschreibungen vermindert. Die Anlagegüter werden
linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu
einem Wert von EUR 410,00 wurden bis zum 31. Dezember 2007
im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger
Abgang wurde unterstellt. Durch die
Unternehmenssteuerreform 2008 vom 14. August 2007 werden
geringwertige Anlagegüter (Anschaffungswert EUR 150,00
bis 1.000,00) ab dem 1. Januar 2008 als Sammelposten mit
einer Laufzeit von 5 Jahren aktiviert; geringwertige
Anlagengüter unter EUR 150,00 werden sofort
aufwandswirksam verbucht. Bei beweglichen
Vermögensgegenständen erfolgen die Abschreibungen
zeitanteilig.
Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen
Unternehmen zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und
Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten
angesetzt.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu
niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu
Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt
zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen
und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und
Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem
steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren
Marktpreisen bilanziert.
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die
sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer,
geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren
Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene
Abwertungen berücksichtigt.
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten
sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.
Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung
angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen;
das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale
Abschläge berücksichtigt.
Die Pensionsrückstellung wird in steuerlich
zulässiger Höhe ausgewiesen. Dem nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten
Teilwert gemäß § 6a EStG liegt unter
Verwendung der Sterbetafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus
Heubeck ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste
aus schwebenden Geschäften.
Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag
angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und
Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Kurs am
Buchungstag oder dem jeweils niedrigeren bzw. höheren
Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
III Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, der
diesem Anhang als Anlage beigefügt ist.
FinanzanlagenDie Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der
folgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu
entnehmen.
Angaben zum Anteilsbesitz
Zum 31. März 2008 lag der Wechselkurs bei 1,5738
CHF/EUR.
Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen
in Höhe von TEUR 168 Lieferungen und Leistungen sowie
in Höhe von TEUR 153 eine Ausschüttungsforderung
gegen die Hohner-Sonor AG.
Alle Forderungen weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit
von unter einem Jahr aus.
Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen
für Urlaubslöhne und Überstunden (TEUR 125),
Urlaubsgeld (TEUR 50), Weihnachtsgeld (TEUR 40),
Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 82), Kundenboni (TEUR
186), Abfindungen (TEUR 15) sowie für Tantiemen (TEUR
123) gebildet.
VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im
nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen
dargestellt.
Verbindlichkeitenspiegel (in TEUR)
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der
Kommanditistin Matth. Hohner AG in Höhe von TEUR 708
(Vorjahr: TEUR 579) enthalten. Darin enthalten ist im
Wesentlichen die Gewinnabführung für das
Geschäftsjahr 2007/2008 in Höhe von TEUR 600.
Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im
Wesentlichen aus folgenden Sachverhalten:
Die Verträge enden zwischen 2008 und 2011.
In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind
Verpflichtungen gegenüber der Kommanditistin von TEUR
250 enthalten.
IV Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse (vor Boni und Skonti)
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im
Wesentlichen Erträge aus Kursgewinnen (TEUR 153),
Erträge von verbundenen Unternehmen (TEUR 43),
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen
(TEUR 12), Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen (TEUR 39) sowie periodenfremde
Erträge in Höhe von TEUR 15.
Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im
Wesentlichen Werbekosten (TEUR 708), Leistungsverrechnung
im Konzern (TEUR 300), Mieten, Pachten und
Leasingaufwendungen (TEUR 153), Instandhaltung, Reparaturen
und Wartung (TEUR 160), Kursverluste (TEUR 195), Reise- und
Bewirtungskosten (TEUR 141), Ausgangsfrachten (TEUR 215)
sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 36.
V Sonstige AngabenGeschäftsführungZur Geschäftsführung ist allein der
persönlich haftende Gesellschafter SONOR
Verwaltungs-GmbH, Bad Berleburg, berechtigt und
verpflichtet. Der persönlich haftende Gesellschafter
erhält eine Haftungsvergütung von jährlich
EUR 1.250,00, fällig am Ende eines jeden
Geschäftsjahres. Er wird durch seine
Geschäftsführer vertreten.
Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2007/2008
waren:
Herr Stefan Althoff, Musikalienfachhändler,
Münster
Herr Karl-Heinz Menzel, Kaufmann, Bad Berleburg
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so
vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere
Geschäftsführer bestellt, so vertritt jeder
Geschäftsführer die Gesellschaft in Gemeinschaft
mit einem anderen Geschäftsführer oder
Prokuristen.
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge
unterbleibt, weil sich anhand dieser Angabe die Bezüge
eines Mitglieds feststellen lassen würden (§ 286
Abs. 4 HGB).
Die Geschäftsführer sind von den
Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag bestanden offene
Devisentermingeschäfte in Höhe von TUSD 900
(Vorjahr: TUSD 0) mit einem Zeitwert von TEUR 572 (Vorjahr:
TEUR 0).
PensionenPensionszahlungen an ehemalige Geschäftsführer
bzw. deren Hinterbliebene wurden in Höhe von TEUR 9
(Vorjahr: TEUR 9) geleistet. Die Rückstellung
hierfür beträgt TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 89).
MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres 2007/2008 beschäftigten
Mitarbeiter:
Persönlich haftender GesellschafterSONOR Verwaltungs-GmbH, Bad Berleburg, mit einem
gezeichneten Kapital von TEUR 25.
KonzernverhältnisseDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Matth.
Hohner AG, Trossingen, einbezogen.
Der Konzernabschluss der Matth. Hohner AG (Amtsgericht
Stuttgart HRB 460029) wird beim Betreiber des
elektronischen Bundesanzeigers zur Veröffentlichung
eingereicht.
ErgebnisverwendungGemäß Gesellschafterbeschluss soll der
ausgewiesene Jahresüberschuss des Geschäftsjahres
2007/2008 in Höhe von EUR 600.000,00 dem
Verrechnungskonto der Kommanditistin gutgeschrieben und der
verbleibende Restbetrag von EUR 400.243,03 den
Rücklagen zugeführt werden.
Bad Berleburg, den 9. Mai 2008
Als Komplementärin der SONOR GmbH & Co. KG
SONOR Verwaltungs-GmbH
Anlage zum AnhangEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007/2008
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
SONOR GmbH & Co. KG, Bad Berleburg, für das
Geschäftsjahr vom 1. April 2007 bis 31. März 2008
geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden
Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung
und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung
gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt
werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die
Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in
Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere
Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss der SONOR GmbH & Co. KG, Bad Berleburg,
den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden
Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter
Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht
steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt
insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage der
Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 9. Mai 2008
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
PROTOKOLLüber die Gesellschafterversammlung der SONOR GmbH & Co. KG, Bad Berleburg - AueDie Gesellschafter der SONOR GmbH & Co KG, Bad
Berleburg - Aue, die SONOR Verwaltungs-GmbH als
Komplementärin und die Matth Hohner AG als
Kommanditistin, haben unter Verzicht auf die Einhaltung
aller Frist- und Formvorschriften eine
Gesellschafterversammlung einberufen
Folgende Gesellschafterbeschlüsse wurden gefasst:
Der Jahresabschluss für das am 31.03.2008
abgelaufene Geschäftsjahr wird in der von den
Geschäftsführern vorgelegten Fassung festgestellt
und gebilligt Der Jahresgewinn zum 31.03.2008 beläuft
sich auf Euro 1.000.243,03. Gemäß
Geselischafterbeschluss vom 30 April 2008 soll von einem
zum 31 März 2008 ausgewiesenen Jahresüberschuss
600 000,-- Euro (rund 60 %) den Privatkonten der
Gesellschafter im Verhältnis ihrer Kapitalanteile
gutgeschrieben werden Der verbleibende Rest (40 %) wird
einer Rücklage zugeführt
Trossingen, 06 Oktober 2008
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