Stammdaten

Register
Amtsgericht Zweibrücken HRB 22028
Eingetragen
26.3.1982
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Geändert, nun: Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von chemischen Produkten. Die Gesellschaft ist berechtigt, im In- und Ausland gleichartige Unternehmen zu errichten, zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen und im Übrigen alles zu tun, was der Förderung der Gesellschaft dienlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mario Probst
seit 25.2.2026
Geschäftsführer
Sabrina Sokoli
seit 23.1.2023
Prokura
Birgit Hansen
seit 11.11.2021
Prokura
Martin Eichel
seit 19.7.2021
Geschäftsführer
Andreas Ziobro
seit 11.9.2020
Prokura
Geschäftsführer
Stefan Dr. Glang
seit 23.7.2015
Prokura
Martin Dr. Schäfer
seit 27.6.2013
Geschäftsführer
Stéphane Moulin
seit 6.6.2011
Prokura
Rainer Wolf
seit 25.10.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
650.000 €
50.00%
Germany
650.000 €
50.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
25.50%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wakol GmbH

Pirmasens

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die Wakol GmbH hat ihren Sitz in der Bottenbacher Straße 30, 66954 Pirmasens, Deutschland. Sie ist eine Gesellschaft nach deutschem Recht und beim Amtsgericht Zweibrücken unter der Nummer HRB 22028 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Wakol GmbH zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode), bewertet.

Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden planmäßig über eine betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die zugrundeliegende Abschreibungsdauer basierte auf dem zum Zeitpunkt des Zugangs erwarteten strategischen Nutzen des Unternehmens.

Erworbene Wettbewerbsverbote werden über drei Jahre und EDV-Programme über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgten bis einschließlich 2009 nach der degressiven Methode mit planmäßigem Übergang zur linearen Methode. Für Zugänge ab dem Jahr 2010 wird die planmäßige Abschreibung nur noch nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibung erfolgt im Jahr des Zugangs bzw. der Inbetriebnahme zeitanteilig.

Es wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Gebäude 25 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 10 Jahre

Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand geltend gemacht. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR netto bis zu 800,00 EUR netto wird ein Sammelposten gebildet und im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen des Anlagevermögens sind zu den Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Vorräte

Die Gegenstände des Vorratsvermögens sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Es wird die Fifo-Methode als Verbrauchsfolgeverfahren angewendet. Für die nach der Fifo-Methode bewerteten Vorräte ergibt sich aufgrund der hohen Umschlagshäufigkeit kein (wesentlicher) Unterschiedsbetrag im Vergleich zu einer Bewertung zu Durchschnittskosten bzw. niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen.

Bei den Vorräten haben wir von der Möglichkeit des § 240 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und Bestände, die in ihrer Größe, ihrem Wert und der Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegen mit einem gleichbleibenden Wert angesetzt (TEUR 30).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Bankguthaben

Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind zum Nennwert bewertet.

Sonderposten für Investitionszuschüsse

Der Posten enthält im Rahmen des Investitionsplans der Jahre 2006 bis 2011 gewährten Investitionszuschüsse aus EU-Mitteln und komplementären Landesmitteln und wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände erfolgswirksam (2022: TEUR 23) aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Im Berichtsjahr wird ein durchschnittlicher Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre; alternativer Rechnungszins von 1,44 % bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre) gemäß versicherungsmathematischem Gutachten der Condor Dienstleistungs-GmbH für die Abzinsung zugrunde gelegt. Im Vorjahr wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre) angewendet. Zu erwartende Rentensteigerungen wurden mit 1,8 % p.a. berücksichtigt. Ein Gehaltstrend war entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen nicht zu berücksichtigen. Es wurde keine Fluktuation unterstellt.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung) und entspricht den Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2022 wurde TEUR 1.971 Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen mit korrespondierenden Pensionsrückstellungen (Erfüllungsbetrag TEUR 3.448) verrechnet. Die Aufzinsung (TEUR 71) wurde mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen von TEUR 110 saldiert und der Nettozinsertrag von TEUR 39 (VJ: Nettozinsertrag von TEUR 38) unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter Preissteigerungen dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Währungsumrechnung

In Fremdwährung bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden aufwandswirksam verbucht. Bei einer Restlaufzeit von kleiner einem Jahr werden auch unrealisierte Kursgewinne berücksichtigt.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen, den personalbezogenen Rückstellungen und dem Anlagevermögen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,35 % zugrunde gelegt. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Finanzanlagen

Name und Sitz des Unternehmens Beteiligungsquote+ Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen
Wakol GmbH, Mäder, Österreich 100,00 2.748 1.498
Loba Wakol Polska Sp.z o.o., Warschau, Polen 3) 82,99 780 0
Wakol Foreco srl, Marcallo con Casone, Italien 100,00 830 92
Wakol Adhesa AG, Bern, Schweiz 1) 100,00 1.630 1.298
Loba GmbH & Co. KG, Ditzingen 67,98 11.602 2.713
Loba Beteiligungsgesellschaft mbH, Ditzingen 67,98 824 41
Loba Wakol LLC, Wadesboro N.C., USA 3) 83,99 10.878 3.094
Loba Trading (Shanghai) Company Ltd., Shanghai, China 2) 67,98 373 169
Loba Wakol do Brasil Industria e Comércio Ltda., Jundiai, Brasilien 2) 67,93 -261 -7
Beteiligungen
Maiburg Lijmen B.V.,Waalwijk, Niederlande 33,33 1.942 1.065
Nexus Adhesives Pty.Ltd., Dandenong South (Vic.), Australien 25,50 2.429 862

*) Ausgewiesen ist die durchgerechnete Beteiligungsquote

1) mittelbare Beteiligung über die Wakol GmbH, Mäder, Österreich

2) mittelbare Beteiligung über Loba GmbH & Co. KG bzw. Loba Beteiligungsgesellschaft mbH, Ditzingen

3) sowohl unmittelbare als auch mittelbare Beteiligung über Loba GmbH & Co. KG bzw. Loba Beteiligungsgesellschaft mbH, Ditzingen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 4.109 (VJ: TEUR 2.503) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 4.168 (VJ: TEUR 4.576) Sonstige Vermögensgegenstände. Das Darlehen aus dem Vorjahr wurde vollständig getilgt in 2022 (VJ: TEUR 1.150). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen die Gesellschafter bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Ansprüche aus Forderungen debitorische Kreditoren TEUR 34 (VJ: TEUR 14), Forderung Erstattung Stromsteuer TEUR 65 (VJ: TEUR 24) sowie Ertragssteuererstattungsansprüche TEUR 1.131 und Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 780 (VJ: TEUR 403).

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 1.300.000 EUR.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen weisen folgende Zusammensetzung auf:

31.12.2022 Vorjahr
TEUR TEUR
Sonstige Personalrückstellungen 1.050 1.326
Reklamation 351 331
Nicht genommener Urlaub 418 307
Zeitguthaben 240 149
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 362 414
Jahresabschluss einschließlich Prüfung 79 104
Jubiläumsgeld 74 71
Archivierung 47 47
Berufsgenossenschaft 24 56
Kosten Betriebsprüfung Finanzamt 5 5
Gesamtbetrag 2.650 2.810

Verbindlichkeitsspiegel

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit >1 Jahr davon über 5 Jahre Bilanzwert 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern 1.900.000,00 0,00 0,00 1.900.000,00
(Vorjahr) (1.900.000,00) (0,00) (0,00) (1.900.000,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.342.391,73 5.000.000,00 0,00 10.342.391,73
(Vorjahr) (541,16) (5.000.000,00) (0,00) (5.000.541,16)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.210.620,02 0,00 0,00 4.210.620,02
(Vorjahr) (1.832.626,55) (0,00) (0,00) (1.832.626,55)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.344.434,08 0,00 0,00 1.344.434,08
(Vorjahr) (160.891,63) (0,00) (0,00) (160.891,63)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 825,00 0,00 0,00 825,00
(Vorjahr) (534,38) (0,00) (0,00) (534,38)
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 885.000,00 12.000.000,00 12.000.000,00 12.885.000,00
(Vorjahr) (885.000,00) (12.000.000,00) (12.000.000,00) (12.885.000,00)
7. sonstige Verbindlichkeiten 1.059.170,95 0,00 0,00 1.059.170,95
(Vorjahr) (1.258.319,75) (0,00) (0,00) (1.258.319,75)
davon
- aus Steuern 178.825,23 0,00 0,00 178.825,23
(Vorjahr) (200.627,05) (0,00) (0,00) (200.627,05)
- im Rahmen der soz. Sicherheit 14.671,29 0,00 0,00 14.671,29
(Vorjahr) (42.572,95) (0,00) (0,00) (42.572,95)
Gesamtbetrag 14.742.441,78 17.000.000,00 12.000.000,00 31.742.441,78
(Vorjahr) (6.037.913,47) (17.000.000,00) (12.000.000,00) (23.037.913,47)

Es ist eine Nachrangabrede vereinbart mit den Beteiligungsgebern der stillen Beteiligung (TEUR 1.900).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten einen Betrag von TEUR 5.000 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr, aber nicht mehr als fünf Jahren. Von den Kreditverbindlichkeiten sind TEUR 5.000 durch Grundschulden in Höhe von TEUR 6.501 besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern stellen - wie im Vorjahr - zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 293; VJ: TEUR 161 sowie Verbindlichkeiten aus sonstigen Leistungen in Höhe von TEUR 1.051. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten - wie im Vorjahr - ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stellen mit einem Betrag von TEUR 12.000 (VJ: TEUR 12.000) zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich folgendermaßen auf:

2022 2021
TEUR TEUR
Inland gewöhnliche Geschäftstätigkeit 37.432 32.800
Ausland gewöhnliche Geschäftstätigkeit 48.818 47.277
übrige Geschäftstätigkeit 1.217 1.155
Gesamt 87.467 81.232
Geschäftsfeld Bau 64.198 56.942
Geschäftsfeld Dichtmassen 9.349 11.593
Geschäftsfeld Industrie 12.702 11.541
übrige Geschäftstätigkeit 1.218 1.156
Gesamt 87.467 81.232

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen TEUR 23 (VJ: TEUR 23), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 169 (VJ: TEUR 93) und Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen TEUR 74 (VJ: TEUR 19).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Aufgrund des Ertrags aus dem Deckungsvermögen von TEUR 110 (VJ: TEUR 128) ergab sich abzüglich der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 71; VJ: TEUR 90) ein Nettozinsertrag von TEUR 39 (VJ: Nettozinsertrag von TEUR 38).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2022 enthalten Aufwendungen aus Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 315 (VJ: TEUR 319) und Zinsen für Festgelddarlehen von Gesellschaftern in Höhe von TEUR 35 (VJ: TEUR 24) und Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 4 (VJ: TEUR 1).

Aufgrund von Teilgewinngemeinschaften abgeführte Gewinne

Der Posten "Aufgrund von Teilgewinngemeinschaften abgeführte Gewinne" betrifft den Gewinnanteil der stillen Gesellschafter, welche zugleich verbundene Unternehmen sind.

E. SONSTIGE ANGABEN

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses der Wakol GmbH enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.406 (davon TEUR 567 innerhalb eines Jahres fällig).

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Firma Wakol GmbH waren im Jahr 2022:

 

Herr Dipl.-Wirt.-Ing. Christian Groß, CEO

 

Herr Dr.rer.nat. Martin Schäfer, CTO

 

Herr Dipl.- Kfm. Martin Eichel, CFO

 

Herr Dipl.-Ing. (TH) Steffen Acker, COO

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.484.

Angabe der Gesamtbezüge der früheren Organmitglieder

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9b HGB wurden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur zwei ehemalige Geschäftsführer Bezüge erhalten haben und nur für diese zwei ehemaligen Geschäftsführer eine Rückstellung für laufende Pensionen bilanziert wird.

Beirat

Mitglieder des Beirats der Firma Wakol GmbH waren im Jahr 2022:

 

Herr Dipl.-Ök. Mark Eslamlooy (Vorsitzender), CEO Ardex Gruppe

 

Herr Dipl.-Kfm. Uwe Stockhausen, CFO Ardex Gruppe

 

Herr Dr. Hubert Motzet, Managing Director

 

Herr Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Ralph Jacoby, Unternehmensberater

 

Herr Dr. rer.nat. Bernd Burkhart, Chemiker

Die Bezüge für die Mitglieder des Beirats belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 66.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt beschäftigten wir während des Geschäftsjahres:

2022 Vorjahr
Angestellte 122 115
Gewerbliche Mitarbeiter 76 69
Mitarbeiter gem. § 285 Nr. 7 HGB 198 184
Auszubildende 21 21
Gesamt 219 205

Konzernabschluss

Die Wakol GmbH stellt als Mutterunternehmen gemäß § 290 HGB einen Konzernabschluss auf (kleinster Konsolidierungskreis). Dieser wird im Unternehmensregister offengelegt. Darüber hinaus ist die Wakol GmbH als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der ARDEX Group GmbH (größter Konsolidierungskreis) enthalten. Dieser Konzernabschluss wird ebenfalls im Unternehmensregister veröffentlicht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Vorschlag für Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, entsprechend den Regularien in der Satzung 25 % des ausschüttungsfähigen Jahresüberschusses aus dem Konzernabschluss an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Ausschüttungssperre

Durch die Umstellung des durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben auf zehn Jahre ergibt sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung ein Unterschiedsbetrag von TEUR 113 (VJ: TEUR 179). Zusammen mit dem Unterschiedsbetrag zwischen Marktwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens von TEUR 36 (VJ: TEUR 67) und somit in Höhe von insgesamt TEUR 149 (VJ: TEUR 246) besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

 

Wakol GmbH

Dipl.-Wirt.-Ing. Christian Groß

Dr. rer. nat. Martin Schäfer

Dipl.-Ing. Steffen Acker

Dipl.-Kfm. Martin Eichel

Bilanz

Aktiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.474.575,83 27.831,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 4,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.087.270,92
3.474.575,83 2.115.105,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.431.591,96 7.595.785,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.739.014,70 8.093.113,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 980.001,45 870.099,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.402.640,13 144.679,17
19.553.248,24 16.703.677,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.832.629,59 9.832.629,59
2. Beteiligungen 4.214.937,50 4.214.937,50
14.047.567,09 14.047.567,09
37.075.391,16 32.866.350,23
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.663.383,57 6.569.872,99
2. Unfertige Erzeugnisse 104.266,06 84.893,01
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.919.628,03 3.594.181,38
12.687.277,66 10.248.947,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.181.514,70 4.908.385,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.479.931,96 7.300.771,65
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 198.280,00 130.716,79
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.163.612,63 613.260,13
15.023.339,29 12.953.134,38
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 191.888,92 1.388.945,31
27.902.505,87 24.591.027,07
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 37.482,99 71.133,55
65.015.380,02 57.528.510,85

Passiva

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.300.000,00 1.300.000,00
II. Kapitalrücklage 1.700.000,00 1.700.000,00
III. Gewinnvortrag 22.904.656,00 19.908.963,25
IV. Jahresüberschuss 2.372.849,98 4.860.909,67
28.277.505,98 27.769.872,92
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 455.461,00 478.009,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.477.502,13 1.912.059,79
2. Steuerrückstellungen 412.701,15 1.520.383,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.649.767,98 2.810.272,67
4.539.971,26 6.242.715,46
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern 1.900.000,00 1.900.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.342.391,73 5.000.541,16
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.210.620,02 1.832.626,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.344.434,08 160.891,63
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 825,00 534,38
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 12.885.000,00 12.885.000,00
7. Sonstige Verbindlichkeiten 1.059.170,95 1.258.319,75
- davon aus Steuern: EUR 178.825,23 (Vorjahr: EUR 200.627,05)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 14.671,29
(Vorjahr: EUR 42.572,95)
31.742.441,78 23.037.913,47
65.015.380,02 57.528.510,85

Gewinn- und Verlustrechnung

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 87.466.596,47 81.231.843,53
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen und
fertigen Erzeugnissen 788.261,41 943.662,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 288.701,55 142.392,55
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 2.375,58 (Vorjahr: EUR 213,05)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 54.574.546,75 47.763.312,44
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 223.546,61 68.059,80
54.798.093,36 47.831.372,24
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.984.024,76 14.268.632,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.755.546,51 2.853.774,81
- davon für Altersversorgung: EUR 606.586,45 (Vorjahr: EUR 684.442,73)
17.739.571,27 17.122.407,24
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.399.475,87 1.982.044,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.487.691,98 10.756.373,54
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 2.719,17 (Vorjahr: EUR 1.654,81)
8. Erträge aus Beteiligungen 2.806.949,16 2.372.112,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.096.361,26 (Vorjahr: EUR 1.830.768,73)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 105.915,87 126.438,38
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 62.614,57 (Vorjahr: EUR 64.648,05)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 461.059,27 396.276,01
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 315.074,73 (Vorjahr: EUR 319.562,46)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -84.159,68 1.593.564,00
12. Ergebnis nach Steuern 2.654.692,39 5.134.411,55
13. Sonstige Steuern 53.844,01 45.504,28
14. Aufgrund von Teilgewinngemeinschaften abgeführte Gewinne 227.998,40 227.997,60
15. Jahresüberschuss 2.372.849,98 4.860.909,67

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.986.566,41 1.840.401,43 2.087.263,92 0,00 7.914.231,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.965.190,73 0,00 0,00 0,00 1.965.190,73
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 2.933.121,53 0,00 -2.087.263,92 845.857,61 0,00
8.884.878,67 1.840.401,43 0,00 845.857,61 9.879.422,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.089.809,32 363.980,17 41.895,49 0,00 23.495.684,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.942.474,99 1.544.647,80 0,00 0,00 28.487.122,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.562.190,54 559.630,95 0,00 0,00 10.121.821,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 144.679,17 2.299.856,45 -41.895,49 0,00 2.402.640,13
59.739.154,02 4.768.115,37 0,00 0,00 64.507.269,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.917.229,59 0,00 0,00 0,00 11.917.229,59
2. Beteiligungen 4.214.937,50 0,00 0,00 0,00 4.214.937,50
16.132.167,09 0,00 0,00 0,00 16.132.167,09
84.756.199,78 6.608.516,80 0,00 845.857,61 90.518.858,97
Kumullierte Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.958.735,41 480.920,52 0,00 4.439.655,93
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.965.186,73 4,00 0,00 1.965.190,73
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 845.850,61 7,00 845.857,61 0,00
6.769.772,75 480.931,52 845.857,61 6.404.846,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.494.023,90 570.069,12 0,00 16.064.093,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.849.361,99 898.746,10 0,00 19.748.108,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.692.090,91 449.729,13 0,00 9.141.820,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
43.035.476,80 1.918.544,35 0,00 44.954.021,15
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.084.600,00 0,00 0,00 2.084.600,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.084.600,00 0,00 0,00 2.084.600,00
51.889.849,55 2.399.475,87 845.857,61 53.443.467,81
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.474.575,83 27.831,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 4,00
3. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.087.270,92
3.474.575,83 2.115.105,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.431.591,96 7.595.785,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.739.014,70 8.093.113,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 980.001,45 870.099,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.402.640,13 144.679,17
19.553.248,24 16.703.677,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.832.629,59 9.832.629,59
2. Beteiligungen 4.214.937,50 4.214.937,50
14.047.567,09 14.047.567,09
37.075.391,16 32.866.350,23

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wakol GmbH, Pirmasens

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Wakol GmbH, Pirmasens - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wakol GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzes-entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 23. Juni 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Jakob, Wirtschaftsprüferin

gez. Oppel, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

Die Wakol GmbH (Wakol), Pirmasens, ist die Muttergesellschaft der Wakol Gruppe und als Stammhaus zugleich operativ tätig. Die von Wakol hergestellten Klebstoffsysteme richten sich im Bereich der Verlegewerkstoffe vornehmlich an den Parkett- und Bodenleger und im Bereich der Industriesysteme an die Polstermöbel- und Matratzenindustrie, Bau- und Automobilzulieferindustrie. Die Sealing Compounds finden insbesondere in der Emballagenindustrie Anwendung. Das breite Technologiespektrum von Wakol umfasst sowohl wässrige, lösemittelbasierte und reaktive Systeme, als auch pulvrige, zementäre oder Anhydritsysteme bis hin zu Hotmelts. Mit der Aufstockung der Beteiligung an der Loba GmbH & Co. KG, einem Hersteller für Produkte zur Oberflächenveredelung, erweitert sich das Technologieportfolio aufgrund der Mehrheitsbeteiligung seit 2018 auch auf die Segmente Versiegelung und Pflege, insbesondere im Bereich der Holz- und Parkettböden.

A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie extremen Energiepreiserhöhungen. Trotz zudem verschärfter Liefer- und Materialengpässe, massiv steigender Preise, Fachkräftemangel sowie der andauernden, wenn auch nachlassenden Corona-Pandemie, konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich.

Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %).

Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine.

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren moderat um 1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden.

Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um -1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus.

Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs.

Branchenentwicklung

Die allgemein schwierige Lage der Branche ist nicht nur auf massive Preissteigerungen und Versorgungsengpässe bei Strom- und Gas zurückführen. Zum bestehenden Kostenproblem kommt ein Nachfragemangel: Vielen Chemieunternehmen fehlen mittlerweile die Aufträge. Denn die Wirtschaft ist inzwischen weltweit im Abschwung. Das belastet nicht nur die Exporte, auch im Inlandsgeschäft bekommen die Unternehmen die wirtschaftliche Schwäche zunehmend zu spüren.

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Produktion um -6,6 % zurück (VCI). Das Umsatzplus in Höhe von 16,6 % ist vor allem auf Preissteigerungen von knapp 22 % zurückzuführen. Hohe Preise führten wiederum dazu, dass die Verkaufsmengen um mehr als 5 % zurückgegangen sind, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) berichtet.

Umsatzentwicklung

Die Wakol GmbH konnte mit Umsätzen von 87.467 TEUR in 2022 im Vergleich zu 81.232 TEUR in 2021 eine Umsatzverbesserung von 7,7 % verzeichnen. Im Geschäftsfeld Verlegewerkstoffe stiegen die Umsätze um 12,7 % an. Im Geschäftsfeld Sealing Compound stiegen die Umsätze um 9,6 %, während die Umsätze im Geschäftsfeld Industrie, wesentlich beeinflusst durch den Krieg in der Ukraine, um -19 % zurückgingen. Positiv zu der Gesamtentwicklung beigetragen haben insbesondere der Inlandsmarkt sowie die Umsätze mit Tochtergesellschaften und mit Schwestergesellschaften aus der Ardex-Gruppe. Per 31. Dezember 2022 beschäftigte die Wakol GmbH 219 Mitarbeiter.

Beteiligungen

Die wesentlichen Entwicklungen bei den Beteiligungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Der äußerst positive Trend aus dem Vorjahr bei den Gesellschaften Wakol GmbH, Mäder/Österreich und Wakol Adhesa AG, Bern/Schweiz setzt sich in 2022 nicht gleichermaßen fort. Die Umsätze der Wakol Mäder/Österreich befinden sich mit -0,6 % nahezu auf Vorjahresniveau. Die Umsätze der Wakol Adhesa AG, Bern/Schweiz stiegen um +2,4 %. Das Ergebnis (EBT) der Wakol Adhesa liegt auf Vorjahresniveau. Die Wakol GmbH Mäder verzeichnet einen Rückgang um -3,5 %-Punkte.

Die Wakol Foreco srl, Marcallo con Casone/Italien, befindet sich im Bereich des Geschäftsfeldes Verlegewerkstoffe noch in einer Aufbauphase. Die Entwicklung der Geschäftsfelder Verlegewerkstoffe und Industrie wurde auch in 2022 weiterverfolgt. Insgesamt konnte in allen Geschäftsfeldern an Umsatz zugelegt werden, wodurch sich eine positive Abweichung von +12,8 % ggü. Vorjahr ergibt. Die Wakol Foreco schließt mit einem positiven Ergebnis (EBT), leicht über Vorjahr, ab.

Die Loba GmbH & Co. KG, Ditzingen/Deutschland, hat den Umsatz um +19,2 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Das Ergebnis (EBT) zeigt ebenfalls eine positive Entwicklung.

Bei der weiterhin stark wachsenden Loba Wakol LLC, Wadesboro (North Carolina)/USA, konnten die Umsätze aus dem Vorjahr mit +14,5 % übertroffen werden. Die Beteiligung steigert das im Jahr 2022 bereits sehr gute Ergebnis nochmals wesentlich.

Die Loba-Wakol Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen, konnte in 2022 zwar eine Umsatzsteigerung von +7,0 % erzielen, erwirtschaftet dennoch ein unter dem Vorjahr liegendes Ergebnis.

Die Loba Wakol do Brasil Industria e Comércio Ltda., Jundiai/Brasilien, verzeichnet umsatzseitig einen Rückgang (-11,1%), was im Wesentlichen durch eine in 2022 vorgenommene Steuerumgliederung zu begründen ist. Die Gesellschaft weist ein leicht negatives Ergebnis (EBT) aus.

Die Loba Trading (Shanghai) Company Ltd., Shanghai/VR China, verzeichnet eine weiterhin positive Umsatzentwicklung (+37,9 %), auch das Ergebnis (EBT) kann nochmals gesteigert werden.

Bei der Maiburg Lijmen BV, Waalwijk/Niederlande, konnten die Umsätze nochmals um +7,8 % gesteigert werden. Das Jahresergebnis liegt jedoch unter dem Vorjahreswert.

Die in 2019 neu erworbene Beteiligung NEXUS Adhesives Pty. Ltd. (Nexus Adhesives), Dandenong South (in der Nähe von Melbourne, Bundesstaat Victoria)/Australien, entwickelte sich umsatzseitig weiterhin deutlich positiv und erwirtschaftet ein positives Ergebnis über Vorjahr.

B. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

• Ertragslage

2022 2021 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Umsatzerlöse 87.467 81.232 6.235 7,7
Rohertrag 33.457 34.412 -955 -2,8
Personalaufwand 17.740 17.122 617 3,6
Abschreibungen 2.399 1.982 417 21,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen (verrechnet mit Sonstigen betrieblichen Erträgen und Sonstigen Steuern) 13.253 10.728 2.525 23,5
Finanzergebnis 2.452 2.102 350 16,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.517 6.682 -4.166 -62,3
Steueraufwand -84 1.594 -1.678 -105,3
Vergütung von Teilgewinngemeinschaften 228 228 0 0,0
Jahresüberschuss 2.373 4.861 -2.488 -51,2

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist in 2022 um -4.166 TEUR gesunken. Die Umsatzentwicklung betrug +7,7 %. Der Rohertrag entwickelte sich mit -2,8 % im Vergleich zu den Umsatzerlösen gegenläufig. Der Personalaufwand hat mit einem Anstieg von +3,6 % zugenommen. Die Abschreibungen sind in 2022 angestiegen, bedingt durch höhere Investitionen. Hiervon wurden bereits einige in 2021 getätigt, welche jedoch erst bei Inbetriebnahme in 2022 ergebnisbelastend wirken. Mehraufwendungen im Besonderen im Bereich der Energie, Reparaturen, Wartung, KFZ-Kosten und Marketing haben zu einer Steigerung von +23,5 % der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beigetragen (verrechnet mit Sonstigen betrieblichen Erträgen und Sonstigen Steuern).

• Vermögenslage

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Vermögen
langfristig gebunden 37.075 57% 32.866 57% 4.209
kurzfristig gebunden 27.940 43% 24.662 43% 3.278
65.015 100% 57.528 100% 7.487
31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Kapital
Eigenkapital inkl. SoPo 28.733 44% 28.248 49% 485
Fremdkapital
Rückstellungen 4.540 7% 6.243 11% -1.703
Verbindlichkeiten 31.742 49% 23.037 40% 8.705
Davon stille Beteiligung 1.900 1.900
Fremdkapital gesamt 36.282 56% 29.280 51% 7.002
65.015 100% 57.528 100% 7.487

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um +13,0 %.

Das langfristig gebundene Vermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um +4.209 TEUR gestiegen. Im Jahr 2022 wurden Investitionen von 6.609 TEUR in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen getätigt. Im Jahr 2022 ergaben sich planmäßige Abschreibungen in Höhe von 2.399 TEUR und Abgänge im Bereich Anlagevermögen sowie bei den Abschreibungen in Höhe von 846 TEUR.

Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich um +3.278 TEUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich gestiegene Vorratshaltung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit und die damit in Verbindung stehende Sicherung der Umsatzerlöse zurückzuführen.

Der Wert der Rückstellungen ist gegenüber Vorjahr um -1.703 TEUR reduziert. Dies ist im Wesentlichen begründet durch die zu erwartende geringere Steuerbelastung im Zusammenhang mit dem Ergebnisrückgang im Jahr 2022. Des Weiteren haben sich die Pensionsrückstellungen um -435 TEUR sowie die sonstigen Rückstellungen um -161 TEUR verringert.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist wesentlich auf bereits getätigte und begonnene Investitionen zurückzuführen, während sich die Lieferantenverbindlichkeiten aus der laufenden Geschäftstätigkeit trotz gestiegener Preise auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bewegen. Neben der endfälligen Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten von 5.000 TEUR wurde im Jahr 2022 zur Finanzierung der Investitionen überbrückungsweise die Kontokorrentlinie belastet. Zum Jahresende ergaben sich kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 5.342 TEUR (VJ: 0 TEUR).

Die Darlehen der Ardex Group sind endfällig und bestehen in unveränderter Höhe zum Jahresende.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben sich zum Jahresende 2022 im Vergleich zu 2021 erheblich erhöht. Maßgeblich tragen hierzu die Investitionen bei, da die Hypercare Phase des SAP-Projektes abgeschlossen wurde, erfolgte zum Jahresende die Rechnungsstellung diverser Projektschritte.

Des Weiteren wurden Kostenweiterbelastungen das Jahr 2022 betreffend in Rechnung gestellt und periodengerecht verbucht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zurück gegangen.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich um -4,9 %-Punkte gegenüber dem Vorjahreswert. Mit den stillen Gesellschaftern ist eine Nachrangabrede vereinbart. Neben der Erfolgsvergütung erhalten die stillen Gesellschafter eine garantierte Mindestvergütung. Eine Teilnahme an negativen Jahresergebnissen ist ausgeschlossen.

• Finanzlage

Der wesentliche Grundsatz für das Finanzmanagement besteht in der Sicherstellung ausreichender kurzfristiger Finanzierungsmöglichkeiten. Bei der Wakol GmbH bestehen Kreditlinien in genügendem Umfang, um den Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen zu können. Der Cashflow der Wakol GmbH im engeren Sinne, ermittelt als Jahresüberschuss vor Abschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen und Steuern vom Einkommen und Ertrag, beträgt 4.688 TEUR (Vorjahr 8.437 TEUR). Aktuell werden die geplanten Investitionen für 2023 angestoßen und weiterhin forciert. Die Finanzierung der Investitionen ist gesichert.

C. Risikobericht

• Angaben zum Risikomanagement

Den Risiken begegnen wir durch ein entsprechendes Controlling- und Berichtssystem, das die wesentlichen Elemente eines Risikomanagementsystems enthält. Zur Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung wurden von der Muttergesellschaft für wesentliche Bilanzpositionen Bilanzierungsrichtlinien erstellt. Wir gehen nur kalkulierbare Risiken ein, die im Rahmen der Wertschöpfung vertretbar sind. Risikomanagement ist ein integraler Teil unserer Geschäfts- und Entscheidungsprozesse. Die QM-Prozesse sind gemäß der Norm ISO 9001:2015 zertifiziert. Wir überwachen alle relevanten betriebswirtschaftlichen Daten durch EDV-gestützte Kontroll- und Steuerungsinstrumente auf Tages- und/ oder Monatsbasis. Die für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Das implementierte Berichtswesen gewährleistet eine kontinuierliche Erfassung, Analyse, Bewertung und Steuerung finanzieller und operativer Risiken.

• Investitions- und Beschaffungsrisiken

Investitionen werden bereits früh in der Phase der Investitionsplanung durch geeignete Analysen vorbereitet. Im Bedarfsfall werden externe Experten für die Entscheidungsvorbereitung hinzugezogen. Risiken auf dem Beschaffungsmarkt beugen wir durch eine enge Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Lieferanten vor. Dabei unterliegen die Einkaufsprozesse definierten Standards. Wir vermeiden möglichst die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, um dem Entstehen von Lieferengpässen weitgehend vorzubeugen. Grundsätzliche Risiken für die Klebstoffbranche bestehen in der Entwicklung des Rohölpreises, der Verfügbarkeit von petrochemischen Spezialchemikalien und im Angebot von Naturrohstoffen, welches durch klimatische Verhältnisse beeinflusst sein kann. Durch unser Controlling- und Berichtssystem stellen wir sicher, dass wir auf Entwicklungen zeitnah reagieren können.

• IT-Risiken

Risiken im Bereich der Informationstechnik, wie den unberechtigten Zugriff auf unsere Systeme oder Datenverlust, vermindern wir durch die Anwendung üblicher IT-Standards und die regelmäßige Anpassung unserer IT-Infrastruktur an neue Entwicklungen. Für zentrale Bereiche sind unsere Systeme redundant ausgelegt. Für die Finanzbuchhaltung, die Personalabrechnung und für Büroanwendungen setzen wir Standardsoftwareprodukte ein. Für die Abwicklung des Verkaufs, Einkaufs, der Logistik und der Produktion wird ein bewährtes ERP-System genutzt, welches über eine Schnittstelle an die Standardsoftware angebunden ist. Konzernweit ist eine Umstellung auf SAP ERP als neues Unternehmens-Informationssystem in Umsetzung. Im ersten Schritt ist die Wakol GmbH auf das SAP-System der Konzernmutter (ARDEX) umgestiegen im Juni 2022.

• Personalrisiken

Personalrisiken, die sich durch Nachwuchsmangel, hoher Fluktuation oder Überalterung der Belegschaft ergeben können, begegnen wir offensiv. Unsere Personalentwicklung ist darauf ausgelegt, qualifizierte Mitarbeiter langfristig zu gewinnen, zu integrieren und an das Unternehmen zu binden. Umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote sowohl als online-Schulungen als auch als Präsenzveranstaltungen, flächendeckende Personalgespräche sowie individuelle Personalentwicklungsprogramme für alle Mitarbeiter in der Gruppe schließen sich an. Führungspositionen versuchen wir aus eigenen Reihen zu besetzen.

• Währungsrisiken

Obwohl die Wakol GmbH ihre Rechnungen überwiegend in Euro fakturiert, bringt die internationale Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit eine Vielzahl von Zahlungsströmen in den Währungen Schweizer Franken, US-Dollar und polnischer Zloty sowie in brasilianische Reais mit sich. Dies betrifft insbesondere unsere Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie Exporte in Länder außerhalb der Euro-Zone. Bei Bedarf erfolgt bei den Tochtergesellschaften eine Absicherung der Risiken aus ungünstigen Veränderungen der Wechselkursrelationen durch Devisentermingeschäfte. Der Einsatz dieser Geschäfte wird zentral koordiniert und ist mit Grundgeschäften unterlegt.

• Marktrisiken

Marktrisiken begegnen wir durch eine kontinuierliche Marktbeobachtung und durch umfassende eigene Forschung und Entwicklung in allen unseren drei Geschäftsfeldern Verlegewerkstoffe, Industrie und Sealing Compounds.

• Risiko Ukraine Krieg

Der Krieg in der Ukraine ist eine humanitäre Katastrophe mitten in Europa. Auch die wirtschaftlichen Folgen sind massiv spürbar und treffen alle Unternehmen. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 sind durch die EU und viele andere Länder vielfältige Sanktionen gegen Russland erlassen worden. Zugleich hat Russland mit einem Katalog an Gegensanktionen reagiert.

Die Loba-Wakol Gruppe hat ihre Tätigkeiten in Russland vollständig eingestellt, auf Grund des Angriffskrieges ist das Ukraine-Geschäft ebenfalls weggebrochen.

Im Besonderen die Lieferengpässe bei Energie, wichtigen Grundstoffen und Vorprodukten sowie die gleichzeitig stark gestiegenen Preise sind in unserer Gruppe stark spürbar gewesen und belasteten das Ergebnis 2022.

Die durch die Regierung getroffenen Maßnahmen im Bereich der Energiepreise greifen und sollten zu einer Stabilisierung und Entlastung im Jahr 2023 beitragen.

Auf Grund der Reduktion der bestehenden Abhängigkeiten von russischen Kohle-, Öl- und Gaslieferungen, wird auch für die kommenden beiden Jahren noch mit signifikanten Beeinträchtigungen gerechnet.

Auch ein Jahr nach Kriegsbeginn müssen sich Unternehmen mit vielfältigen und zugleich komplexen Fragestellungen auseinandersetzen. Der Krieg hat zudem zu einer Neubewertung der Risiken wirtschaftlicher Abhängigkeit von anderen Ländern geführt.

D. Chancen- und Prognosebericht

Die gesunkenen Energie- und Rohstoffpreise der vergangenen Monate dürften die Situation im ersten Quartal 2023 stabilisieren. Das spiegelt sich auch in einem zuversichtlicher werdenden Geschäftsklima wider. Auch wenn sich die Stimmung aufhellt, die Sorgen bleiben und anders als in der Pandemie oder der Weltwirtschaftskrise wird es diesmal keine kraftvolle Erholung geben, so der VCI.

Eine genaue Prognose ist angesichts volatiler Rahmenbedingungen weiterhin schwierig. Der VCI rechnet für das Gesamtjahr 2023 mit einem Produktionsrückgang von rund 5 Prozent. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, dürfte die Produktion in diesem Jahr 8 Prozent niedriger liegen als 2022. Bei rückläufigen Preisen würde der Branchenumsatz in diesem Jahr voraussichtlich um gut 7 Prozent sinken.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Budgets des Wakol Konzerns für das Jahr 2023 wurde von einer allgemein schwierigen, allerdings leicht erholenden Weltwirtschaft für das Jahr 2023 ausgegangen. Auch in 2023 und gegebenenfalls darüber hinaus werden die Auswirkungen von Corona, des Ukraine-Krieges weiterhin deutlich spürbar sein. Es bedarf Anstrengungen, an die Wachstumserwartungen vor der Krise anschließen zu können - im Besonderen mit Blick auf die internationalen Lieferketten. Aus aktueller Sicht muss berücksichtigt werden, dass das ursprüngliche Budget in Teilen ggfs. zu optimistisch eingeschätzt wurde und eine aktuellere Prognose auch etwaige weitere Rückgänge auf der Nachfrageseite zu berücksichtigen hat. Wesentliche Einflussfaktoren sind hier die Entwicklung der Bauindustrie in Verbindung mit sinkenden Bauaktivitäten aufgrund von gestiegenen Hypothekenzinsen sowie einer Abschwächung des Wohnungsmarktes im Allgemeinen. Renovierungsarbeiten, von denen die Branche während der Pandemie profitiert hat, sind im Zweifel abgeschlossen oder werden aufgrund des hohen Kostenniveaus evtl. zunächst verschoben. Trotz des schwierigen Umfelds streben wir für den Wakol Konzern insgesamt eine leichte Fortsetzung des Umsatzwachstums an, wenngleich die Absatz- und Umsatzentwicklung regional sehr differenziert und insgesamt auch langsamer ausfallen werden. Die Entwicklung der Rohstoffpreise und Energiekosten bleiben insbesondere in Verbindung mit möglichen Nachfrageeinbrüchen eine Herausforderung in der nächsten Zeit.

Im vergangenen Jahr waren das Ergebnis sowie unsere Steuerungsgrößen EBIT und EBITDA durch die steigenden Rohstoffpreise sowie Energiekosten stark belastet. Dies spiegelt sich in einem Rückgang des EBIT sowie EBITDA`s für das vergangene Geschäftsjahr wieder.

Für das kommende Jahr erwarten wir bei leicht steigenden Umsatzerlösen eine deutliche Erholung der Ergebnisgrößen EGT, EBIT und EBITDA.

Gesamteinschätzung

Insgesamt zeigt das erste Quartal 2023 eine Absatz- und Umsatzentwicklung unter Budgetniveau, jedoch geht das Management des Wakol Konzerns im zweiten Quartal 2023 von einer leichten Entspannung im Bereich der Rohstoffe und deren Zulieferung aus.

In Summe bleibt die Erwartung für das Gesamtjahr 2023 von leicht steigenden Umsatzerlösen (Leistungsindikator) bei einem leichten Anstieg des Ergebnisses (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als Leistungsindikator). Mithilfe der gruppenweit initiierten Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung sowie der aktuell gesunden Liquiditäts- und Finanzierungssituation kann in diesem Szenario, aber auch in Szenarien mit deutlichen Umsatzeinbußen, der Fortbestand des Wakol Konzerns gewährleistet werden.

E. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Rund 15 % unserer Beschäftigten in dem Unternehmen sind hochqualifizierte Mitarbeiter in der Entwicklung oder Anwendungstechnik. Die eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind insbesondere auf die Optimierung der Wakol-Produkte und des Wakol-Sortiments entsprechend der Markterfordernisse ausgerichtet. Wie in Vorjahren konnten auch im Jahr 2022 verbesserte Produkte zur Marktreife gebracht werden. Für das Geschäftsjahr 2023 sind weitere Produktinnovationen vorgesehen.

 

Pirmasens, den 14. April 2023

Wakol GmbH

Dipl.-Wirt.-Ing. Christian Groß

Dr. rer. nat. Martin Schäfer

Dipl.-Ing. Steffen Acker

Dipl.-Kfm. Martin Eichel

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