Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mario Probst seit 25.2.2026 | Geschäftsführer |
Sabrina Sokoli seit 23.1.2023 | Prokura |
Birgit Hansen seit 11.11.2021 | Prokura |
Martin Eichel seit 19.7.2021 | Geschäftsführer |
Andreas Ziobro seit 11.9.2020 | Prokura |
Steffen Wolfgang Acker seit 15.8.2016 | Geschäftsführer |
Stefan Dr. Glang seit 23.7.2015 | Prokura |
Martin Dr. Schäfer seit 27.6.2013 | Geschäftsführer |
Stéphane Moulin seit 6.6.2011 | Prokura |
Rainer Wolf seit 25.10.2005 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (4)
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
EUROSOFT PLUS GMBHAufgelöst | 25.50% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wakol GmbHPirmasensJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Wakol GmbH hat ihren Sitz in der Bottenbacher Straße 30, 66954 Pirmasens, Deutschland. Sie ist eine Gesellschaft nach deutschem Recht und beim Amtsgericht Zweibrücken unter der Nummer HRB 22028 eingetragen. Der Jahresabschluss der Wakol GmbH zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB in der Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode), bewertet. Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden planmäßig über eine betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die zugrundeliegende Abschreibungsdauer basierte auf dem zum Zeitpunkt des Zugangs erwarteten strategischen Nutzen des Unternehmens. Erworbene Wettbewerbsverbote werden über drei Jahre und EDV-Programme über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Sachanlagen Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgten bis einschließlich 2009 nach der degressiven Methode mit planmäßigem Übergang zur linearen Methode. Für Zugänge ab dem Jahr 2010 wird die planmäßige Abschreibung nur noch nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibung erfolgt im Jahr des Zugangs bzw. der Inbetriebnahme zeitanteilig. Es wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 EUR werden im Jahr der Anschaffung als Aufwand geltend gemacht. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 EUR netto bis zu 800,00 EUR netto wird ein Sammelposten gebildet und im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen des Anlagevermögens sind zu den Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Vorräte Die Gegenstände des Vorratsvermögens sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Es wird die Fifo-Methode als Verbrauchsfolgeverfahren angewendet. Für die nach der Fifo-Methode bewerteten Vorräte ergibt sich aufgrund der hohen Umschlagshäufigkeit kein (wesentlicher) Unterschiedsbetrag im Vergleich zu einer Bewertung zu Durchschnittskosten bzw. niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen. Bei den Vorräten haben wir von der Möglichkeit des § 240 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und Bestände, die in ihrer Größe, ihrem Wert und der Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegen mit einem gleichbleibenden Wert angesetzt (TEUR 30). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Kassenbestand und Bankguthaben Der Kassenbestand und die Bankguthaben sind zum Nennwert bewertet. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Posten enthält im Rahmen des Investitionsplans der Jahre 2006 bis 2011 gewährten Investitionszuschüsse aus EU-Mitteln und komplementären Landesmitteln und wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände erfolgswirksam (2022: TEUR 23) aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen sind nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Im Berichtsjahr wird ein durchschnittlicher Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre; alternativer Rechnungszins von 1,44 % bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre) gemäß versicherungsmathematischem Gutachten der Condor Dienstleistungs-GmbH für die Abzinsung zugrunde gelegt. Im Vorjahr wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,87 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre) angewendet. Zu erwartende Rentensteigerungen wurden mit 1,8 % p.a. berücksichtigt. Ein Gehaltstrend war entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen nicht zu berücksichtigen. Es wurde keine Fluktuation unterstellt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte Überschussbeteiligung) und entspricht den Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2022 wurde TEUR 1.971 Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen mit korrespondierenden Pensionsrückstellungen (Erfüllungsbetrag TEUR 3.448) verrechnet. Die Aufzinsung (TEUR 71) wurde mit dem Ertrag aus dem Deckungsvermögen von TEUR 110 saldiert und der Nettozinsertrag von TEUR 39 (VJ: Nettozinsertrag von TEUR 38) unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter Preissteigerungen dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Währungsumrechnung In Fremdwährung bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden aufwandswirksam verbucht. Bei einer Restlaufzeit von kleiner einem Jahr werden auch unrealisierte Kursgewinne berücksichtigt. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Pensionsrückstellungen, den personalbezogenen Rückstellungen und dem Anlagevermögen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,35 % zugrunde gelegt. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Aufgliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Finanzanlagen
*) Ausgewiesen ist die durchgerechnete
Beteiligungsquote
1) mittelbare Beteiligung über die Wakol
GmbH, Mäder, Österreich
2) mittelbare Beteiligung über Loba GmbH
& Co. KG bzw. Loba Beteiligungsgesellschaft mbH,
Ditzingen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 4.109 (VJ: TEUR 2.503) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 4.168 (VJ: TEUR 4.576) Sonstige Vermögensgegenstände. Das Darlehen aus dem Vorjahr wurde vollständig getilgt in 2022 (VJ: TEUR 1.150). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen die Gesellschafter bestehen - wie im Vorjahr - nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Ansprüche aus Forderungen debitorische Kreditoren TEUR 34 (VJ: TEUR 14), Forderung Erstattung Stromsteuer TEUR 65 (VJ: TEUR 24) sowie Ertragssteuererstattungsansprüche TEUR 1.131 und Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 780 (VJ: TEUR 403). Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 1.300.000 EUR. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen weisen folgende Zusammensetzung auf:
VerbindlichkeitsspiegelVerbindlichkeiten
Es ist eine Nachrangabrede vereinbart mit den Beteiligungsgebern der stillen Beteiligung (TEUR 1.900). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten einen Betrag von TEUR 5.000 mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr, aber nicht mehr als fünf Jahren. Von den Kreditverbindlichkeiten sind TEUR 5.000 durch Grundschulden in Höhe von TEUR 6.501 besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern stellen - wie im Vorjahr - zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 293; VJ: TEUR 161 sowie Verbindlichkeiten aus sonstigen Leistungen in Höhe von TEUR 1.051. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten - wie im Vorjahr - ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stellen mit einem Betrag von TEUR 12.000 (VJ: TEUR 12.000) zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich folgendermaßen auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Investitionszuschüssen TEUR 23 (VJ: TEUR 23), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 169 (VJ: TEUR 93) und Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen TEUR 74 (VJ: TEUR 19). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Aufgrund des Ertrags aus dem Deckungsvermögen von TEUR 110 (VJ: TEUR 128) ergab sich abzüglich der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 71; VJ: TEUR 90) ein Nettozinsertrag von TEUR 39 (VJ: Nettozinsertrag von TEUR 38). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2022 enthalten Aufwendungen aus Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 315 (VJ: TEUR 319) und Zinsen für Festgelddarlehen von Gesellschaftern in Höhe von TEUR 35 (VJ: TEUR 24) und Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von TEUR 4 (VJ: TEUR 1). Aufgrund von Teilgewinngemeinschaften abgeführte Gewinne Der Posten "Aufgrund von Teilgewinngemeinschaften abgeführte Gewinne" betrifft den Gewinnanteil der stillen Gesellschafter, welche zugleich verbundene Unternehmen sind. E. SONSTIGE ANGABEN Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses der Wakol GmbH enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.406 (davon TEUR 567 innerhalb eines Jahres fällig). Geschäftsführung Geschäftsführer der Firma Wakol GmbH waren im Jahr 2022:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betragen im Geschäftsjahr TEUR 1.484. Angabe der Gesamtbezüge der früheren Organmitglieder Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9b HGB wurden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur zwei ehemalige Geschäftsführer Bezüge erhalten haben und nur für diese zwei ehemaligen Geschäftsführer eine Rückstellung für laufende Pensionen bilanziert wird. Beirat Mitglieder des Beirats der Firma Wakol GmbH waren im Jahr 2022:
Die Bezüge für die Mitglieder des Beirats belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 66. Mitarbeiter Im Durchschnitt beschäftigten wir während des Geschäftsjahres:
Konzernabschluss Die Wakol GmbH stellt als Mutterunternehmen gemäß § 290 HGB einen Konzernabschluss auf (kleinster Konsolidierungskreis). Dieser wird im Unternehmensregister offengelegt. Darüber hinaus ist die Wakol GmbH als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss der ARDEX Group GmbH (größter Konsolidierungskreis) enthalten. Dieser Konzernabschluss wird ebenfalls im Unternehmensregister veröffentlicht. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Vorschlag für ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, entsprechend den Regularien in der Satzung 25 % des ausschüttungsfähigen Jahresüberschusses aus dem Konzernabschluss an die Gesellschafter auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Ausschüttungssperre Durch die Umstellung des durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben auf zehn Jahre ergibt sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellung ein Unterschiedsbetrag von TEUR 113 (VJ: TEUR 179). Zusammen mit dem Unterschiedsbetrag zwischen Marktwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens von TEUR 36 (VJ: TEUR 67) und somit in Höhe von insgesamt TEUR 149 (VJ: TEUR 246) besteht eine Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.
Wakol GmbH Dipl.-Wirt.-Ing. Christian Groß Dr. rer. nat. Martin Schäfer Dipl.-Ing. Steffen Acker Dipl.-Kfm. Martin Eichel BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Wakol GmbH, Pirmasens PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Wakol GmbH, Pirmasens - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wakol GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 23. Juni 2023 BDO
AG
gez. Jakob, Wirtschaftsprüferin gez. Oppel, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022Die Wakol GmbH (Wakol), Pirmasens, ist die Muttergesellschaft der Wakol Gruppe und als Stammhaus zugleich operativ tätig. Die von Wakol hergestellten Klebstoffsysteme richten sich im Bereich der Verlegewerkstoffe vornehmlich an den Parkett- und Bodenleger und im Bereich der Industriesysteme an die Polstermöbel- und Matratzenindustrie, Bau- und Automobilzulieferindustrie. Die Sealing Compounds finden insbesondere in der Emballagenindustrie Anwendung. Das breite Technologiespektrum von Wakol umfasst sowohl wässrige, lösemittelbasierte und reaktive Systeme, als auch pulvrige, zementäre oder Anhydritsysteme bis hin zu Hotmelts. Mit der Aufstockung der Beteiligung an der Loba GmbH & Co. KG, einem Hersteller für Produkte zur Oberflächenveredelung, erweitert sich das Technologieportfolio aufgrund der Mehrheitsbeteiligung seit 2018 auch auf die Segmente Versiegelung und Pflege, insbesondere im Bereich der Holz- und Parkettböden. A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine sowie extremen Energiepreiserhöhungen. Trotz zudem verschärfter Liefer- und Materialengpässe, massiv steigender Preise, Fachkräftemangel sowie der andauernden, wenn auch nachlassenden Corona-Pandemie, konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Jahr 2022 insgesamt um 1,8 % gegenüber dem Jahr 2021. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Im Baugewerbe, das vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen war, führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen dagegen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %). Die hohen Energiepreise und die immer noch eingeschränkte Verfügbarkeit von Vorprodukten bremsten auch die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe, die im Vorjahresvergleich kaum zunahm (+0,2 %). Das Verarbeitende Gewerbe litt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2022 wie schon im Jahr 2021 unter gestörten internationalen Lieferketten. Hinzu kam der massive Anstieg der Energiepreise infolge des Kriegs in der Ukraine. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich 2022 nach zwei stark von Corona geprägten Jahren moderat um 1,1 %. Der Staat gab deutlich mehr Geld aus, um die zahlreichen Schutzsuchenden aus der Ukraine und anderen Staaten zu verpflegen und unterzubringen. Dagegen sanken die staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, auch wenn weiterhin umfangreich Impfstoffe beschafft und finanziert wurden. Die Bauinvestitionen nahmen im Jahr 2022 preisbereinigt um -1,6 % ab. Dabei wirkten sich die fehlenden Baumaterialien und der Fachkräftemangel vor allem im Hochbau und bei Wohnbauten aus. Der Außenhandel nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Die Importe legten gleichzeitig sehr viel stärker um preisbereinigt 6,7 % zu. Der Außenbeitrag dämpfte dadurch insgesamt das BIP-Wachstum. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2022 von durchschnittlich 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 1,3 % oder 589 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2022 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen. Im Baugewerbe gab es trotz Fachkräftemangel erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs. Branchenentwicklung Die allgemein schwierige Lage der Branche ist nicht nur auf massive Preissteigerungen und Versorgungsengpässe bei Strom- und Gas zurückführen. Zum bestehenden Kostenproblem kommt ein Nachfragemangel: Vielen Chemieunternehmen fehlen mittlerweile die Aufträge. Denn die Wirtschaft ist inzwischen weltweit im Abschwung. Das belastet nicht nur die Exporte, auch im Inlandsgeschäft bekommen die Unternehmen die wirtschaftliche Schwäche zunehmend zu spüren. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Produktion um -6,6 % zurück (VCI). Das Umsatzplus in Höhe von 16,6 % ist vor allem auf Preissteigerungen von knapp 22 % zurückzuführen. Hohe Preise führten wiederum dazu, dass die Verkaufsmengen um mehr als 5 % zurückgegangen sind, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) berichtet. Umsatzentwicklung Die Wakol GmbH konnte mit Umsätzen von 87.467 TEUR in 2022 im Vergleich zu 81.232 TEUR in 2021 eine Umsatzverbesserung von 7,7 % verzeichnen. Im Geschäftsfeld Verlegewerkstoffe stiegen die Umsätze um 12,7 % an. Im Geschäftsfeld Sealing Compound stiegen die Umsätze um 9,6 %, während die Umsätze im Geschäftsfeld Industrie, wesentlich beeinflusst durch den Krieg in der Ukraine, um -19 % zurückgingen. Positiv zu der Gesamtentwicklung beigetragen haben insbesondere der Inlandsmarkt sowie die Umsätze mit Tochtergesellschaften und mit Schwestergesellschaften aus der Ardex-Gruppe. Per 31. Dezember 2022 beschäftigte die Wakol GmbH 219 Mitarbeiter. Beteiligungen Die wesentlichen Entwicklungen bei den Beteiligungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
B. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage • Ertragslage
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist in 2022 um -4.166 TEUR gesunken. Die Umsatzentwicklung betrug +7,7 %. Der Rohertrag entwickelte sich mit -2,8 % im Vergleich zu den Umsatzerlösen gegenläufig. Der Personalaufwand hat mit einem Anstieg von +3,6 % zugenommen. Die Abschreibungen sind in 2022 angestiegen, bedingt durch höhere Investitionen. Hiervon wurden bereits einige in 2021 getätigt, welche jedoch erst bei Inbetriebnahme in 2022 ergebnisbelastend wirken. Mehraufwendungen im Besonderen im Bereich der Energie, Reparaturen, Wartung, KFZ-Kosten und Marketing haben zu einer Steigerung von +23,5 % der sonstigen betrieblichen Aufwendungen beigetragen (verrechnet mit Sonstigen betrieblichen Erträgen und Sonstigen Steuern). • Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vorjahresvergleich um +13,0 %. Das langfristig gebundene Vermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um +4.209 TEUR gestiegen. Im Jahr 2022 wurden Investitionen von 6.609 TEUR in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen getätigt. Im Jahr 2022 ergaben sich planmäßige Abschreibungen in Höhe von 2.399 TEUR und Abgänge im Bereich Anlagevermögen sowie bei den Abschreibungen in Höhe von 846 TEUR. Das kurzfristig gebundene Vermögen hat sich um +3.278 TEUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich gestiegene Vorratshaltung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit und die damit in Verbindung stehende Sicherung der Umsatzerlöse zurückzuführen. Der Wert der Rückstellungen ist gegenüber Vorjahr um -1.703 TEUR reduziert. Dies ist im Wesentlichen begründet durch die zu erwartende geringere Steuerbelastung im Zusammenhang mit dem Ergebnisrückgang im Jahr 2022. Des Weiteren haben sich die Pensionsrückstellungen um -435 TEUR sowie die sonstigen Rückstellungen um -161 TEUR verringert. Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist wesentlich auf bereits getätigte und begonnene Investitionen zurückzuführen, während sich die Lieferantenverbindlichkeiten aus der laufenden Geschäftstätigkeit trotz gestiegener Preise auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bewegen. Neben der endfälligen Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten von 5.000 TEUR wurde im Jahr 2022 zur Finanzierung der Investitionen überbrückungsweise die Kontokorrentlinie belastet. Zum Jahresende ergaben sich kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 5.342 TEUR (VJ: 0 TEUR). Die Darlehen der Ardex Group sind endfällig und bestehen in unveränderter Höhe zum Jahresende. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben sich zum Jahresende 2022 im Vergleich zu 2021 erheblich erhöht. Maßgeblich tragen hierzu die Investitionen bei, da die Hypercare Phase des SAP-Projektes abgeschlossen wurde, erfolgte zum Jahresende die Rechnungsstellung diverser Projektschritte. Des Weiteren wurden Kostenweiterbelastungen das Jahr 2022 betreffend in Rechnung gestellt und periodengerecht verbucht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind zurück gegangen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich um -4,9 %-Punkte gegenüber dem Vorjahreswert. Mit den stillen Gesellschaftern ist eine Nachrangabrede vereinbart. Neben der Erfolgsvergütung erhalten die stillen Gesellschafter eine garantierte Mindestvergütung. Eine Teilnahme an negativen Jahresergebnissen ist ausgeschlossen. • Finanzlage Der wesentliche Grundsatz für das Finanzmanagement besteht in der Sicherstellung ausreichender kurzfristiger Finanzierungsmöglichkeiten. Bei der Wakol GmbH bestehen Kreditlinien in genügendem Umfang, um den Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen zu können. Der Cashflow der Wakol GmbH im engeren Sinne, ermittelt als Jahresüberschuss vor Abschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen und Steuern vom Einkommen und Ertrag, beträgt 4.688 TEUR (Vorjahr 8.437 TEUR). Aktuell werden die geplanten Investitionen für 2023 angestoßen und weiterhin forciert. Die Finanzierung der Investitionen ist gesichert. C. Risikobericht • Angaben zum Risikomanagement Den Risiken begegnen wir durch ein entsprechendes Controlling- und Berichtssystem, das die wesentlichen Elemente eines Risikomanagementsystems enthält. Zur Sicherstellung einer einheitlichen Bilanzierung wurden von der Muttergesellschaft für wesentliche Bilanzpositionen Bilanzierungsrichtlinien erstellt. Wir gehen nur kalkulierbare Risiken ein, die im Rahmen der Wertschöpfung vertretbar sind. Risikomanagement ist ein integraler Teil unserer Geschäfts- und Entscheidungsprozesse. Die QM-Prozesse sind gemäß der Norm ISO 9001:2015 zertifiziert. Wir überwachen alle relevanten betriebswirtschaftlichen Daten durch EDV-gestützte Kontroll- und Steuerungsinstrumente auf Tages- und/ oder Monatsbasis. Die für die Geschäftstätigkeit bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Das implementierte Berichtswesen gewährleistet eine kontinuierliche Erfassung, Analyse, Bewertung und Steuerung finanzieller und operativer Risiken. • Investitions- und Beschaffungsrisiken Investitionen werden bereits früh in der Phase der Investitionsplanung durch geeignete Analysen vorbereitet. Im Bedarfsfall werden externe Experten für die Entscheidungsvorbereitung hinzugezogen. Risiken auf dem Beschaffungsmarkt beugen wir durch eine enge Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Lieferanten vor. Dabei unterliegen die Einkaufsprozesse definierten Standards. Wir vermeiden möglichst die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, um dem Entstehen von Lieferengpässen weitgehend vorzubeugen. Grundsätzliche Risiken für die Klebstoffbranche bestehen in der Entwicklung des Rohölpreises, der Verfügbarkeit von petrochemischen Spezialchemikalien und im Angebot von Naturrohstoffen, welches durch klimatische Verhältnisse beeinflusst sein kann. Durch unser Controlling- und Berichtssystem stellen wir sicher, dass wir auf Entwicklungen zeitnah reagieren können. • IT-Risiken Risiken im Bereich der Informationstechnik, wie den unberechtigten Zugriff auf unsere Systeme oder Datenverlust, vermindern wir durch die Anwendung üblicher IT-Standards und die regelmäßige Anpassung unserer IT-Infrastruktur an neue Entwicklungen. Für zentrale Bereiche sind unsere Systeme redundant ausgelegt. Für die Finanzbuchhaltung, die Personalabrechnung und für Büroanwendungen setzen wir Standardsoftwareprodukte ein. Für die Abwicklung des Verkaufs, Einkaufs, der Logistik und der Produktion wird ein bewährtes ERP-System genutzt, welches über eine Schnittstelle an die Standardsoftware angebunden ist. Konzernweit ist eine Umstellung auf SAP ERP als neues Unternehmens-Informationssystem in Umsetzung. Im ersten Schritt ist die Wakol GmbH auf das SAP-System der Konzernmutter (ARDEX) umgestiegen im Juni 2022. • Personalrisiken Personalrisiken, die sich durch Nachwuchsmangel, hoher Fluktuation oder Überalterung der Belegschaft ergeben können, begegnen wir offensiv. Unsere Personalentwicklung ist darauf ausgelegt, qualifizierte Mitarbeiter langfristig zu gewinnen, zu integrieren und an das Unternehmen zu binden. Umfangreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote sowohl als online-Schulungen als auch als Präsenzveranstaltungen, flächendeckende Personalgespräche sowie individuelle Personalentwicklungsprogramme für alle Mitarbeiter in der Gruppe schließen sich an. Führungspositionen versuchen wir aus eigenen Reihen zu besetzen. • Währungsrisiken Obwohl die Wakol GmbH ihre Rechnungen überwiegend in Euro fakturiert, bringt die internationale Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit eine Vielzahl von Zahlungsströmen in den Währungen Schweizer Franken, US-Dollar und polnischer Zloty sowie in brasilianische Reais mit sich. Dies betrifft insbesondere unsere Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie Exporte in Länder außerhalb der Euro-Zone. Bei Bedarf erfolgt bei den Tochtergesellschaften eine Absicherung der Risiken aus ungünstigen Veränderungen der Wechselkursrelationen durch Devisentermingeschäfte. Der Einsatz dieser Geschäfte wird zentral koordiniert und ist mit Grundgeschäften unterlegt. • Marktrisiken Marktrisiken begegnen wir durch eine kontinuierliche Marktbeobachtung und durch umfassende eigene Forschung und Entwicklung in allen unseren drei Geschäftsfeldern Verlegewerkstoffe, Industrie und Sealing Compounds. • Risiko Ukraine Krieg Der Krieg in der Ukraine ist eine humanitäre Katastrophe mitten in Europa. Auch die wirtschaftlichen Folgen sind massiv spürbar und treffen alle Unternehmen. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 sind durch die EU und viele andere Länder vielfältige Sanktionen gegen Russland erlassen worden. Zugleich hat Russland mit einem Katalog an Gegensanktionen reagiert. Die Loba-Wakol Gruppe hat ihre Tätigkeiten in Russland vollständig eingestellt, auf Grund des Angriffskrieges ist das Ukraine-Geschäft ebenfalls weggebrochen. Im Besonderen die Lieferengpässe bei Energie, wichtigen Grundstoffen und Vorprodukten sowie die gleichzeitig stark gestiegenen Preise sind in unserer Gruppe stark spürbar gewesen und belasteten das Ergebnis 2022. Die durch die Regierung getroffenen Maßnahmen im Bereich der Energiepreise greifen und sollten zu einer Stabilisierung und Entlastung im Jahr 2023 beitragen. Auf Grund der Reduktion der bestehenden Abhängigkeiten von russischen Kohle-, Öl- und Gaslieferungen, wird auch für die kommenden beiden Jahren noch mit signifikanten Beeinträchtigungen gerechnet. Auch ein Jahr nach Kriegsbeginn müssen sich Unternehmen mit vielfältigen und zugleich komplexen Fragestellungen auseinandersetzen. Der Krieg hat zudem zu einer Neubewertung der Risiken wirtschaftlicher Abhängigkeit von anderen Ländern geführt. D. Chancen- und Prognosebericht Die gesunkenen Energie- und Rohstoffpreise der vergangenen Monate dürften die Situation im ersten Quartal 2023 stabilisieren. Das spiegelt sich auch in einem zuversichtlicher werdenden Geschäftsklima wider. Auch wenn sich die Stimmung aufhellt, die Sorgen bleiben und anders als in der Pandemie oder der Weltwirtschaftskrise wird es diesmal keine kraftvolle Erholung geben, so der VCI. Eine genaue Prognose ist angesichts volatiler Rahmenbedingungen weiterhin schwierig. Der VCI rechnet für das Gesamtjahr 2023 mit einem Produktionsrückgang von rund 5 Prozent. Rechnet man das Pharmageschäft heraus, dürfte die Produktion in diesem Jahr 8 Prozent niedriger liegen als 2022. Bei rückläufigen Preisen würde der Branchenumsatz in diesem Jahr voraussichtlich um gut 7 Prozent sinken. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Budgets des Wakol Konzerns für das Jahr 2023 wurde von einer allgemein schwierigen, allerdings leicht erholenden Weltwirtschaft für das Jahr 2023 ausgegangen. Auch in 2023 und gegebenenfalls darüber hinaus werden die Auswirkungen von Corona, des Ukraine-Krieges weiterhin deutlich spürbar sein. Es bedarf Anstrengungen, an die Wachstumserwartungen vor der Krise anschließen zu können - im Besonderen mit Blick auf die internationalen Lieferketten. Aus aktueller Sicht muss berücksichtigt werden, dass das ursprüngliche Budget in Teilen ggfs. zu optimistisch eingeschätzt wurde und eine aktuellere Prognose auch etwaige weitere Rückgänge auf der Nachfrageseite zu berücksichtigen hat. Wesentliche Einflussfaktoren sind hier die Entwicklung der Bauindustrie in Verbindung mit sinkenden Bauaktivitäten aufgrund von gestiegenen Hypothekenzinsen sowie einer Abschwächung des Wohnungsmarktes im Allgemeinen. Renovierungsarbeiten, von denen die Branche während der Pandemie profitiert hat, sind im Zweifel abgeschlossen oder werden aufgrund des hohen Kostenniveaus evtl. zunächst verschoben. Trotz des schwierigen Umfelds streben wir für den Wakol Konzern insgesamt eine leichte Fortsetzung des Umsatzwachstums an, wenngleich die Absatz- und Umsatzentwicklung regional sehr differenziert und insgesamt auch langsamer ausfallen werden. Die Entwicklung der Rohstoffpreise und Energiekosten bleiben insbesondere in Verbindung mit möglichen Nachfrageeinbrüchen eine Herausforderung in der nächsten Zeit. Im vergangenen Jahr waren das Ergebnis sowie unsere Steuerungsgrößen EBIT und EBITDA durch die steigenden Rohstoffpreise sowie Energiekosten stark belastet. Dies spiegelt sich in einem Rückgang des EBIT sowie EBITDA`s für das vergangene Geschäftsjahr wieder. Für das kommende Jahr erwarten wir bei leicht steigenden Umsatzerlösen eine deutliche Erholung der Ergebnisgrößen EGT, EBIT und EBITDA. Gesamteinschätzung Insgesamt zeigt das erste Quartal 2023 eine Absatz- und Umsatzentwicklung unter Budgetniveau, jedoch geht das Management des Wakol Konzerns im zweiten Quartal 2023 von einer leichten Entspannung im Bereich der Rohstoffe und deren Zulieferung aus. In Summe bleibt die Erwartung für das Gesamtjahr 2023 von leicht steigenden Umsatzerlösen (Leistungsindikator) bei einem leichten Anstieg des Ergebnisses (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als Leistungsindikator). Mithilfe der gruppenweit initiierten Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung sowie der aktuell gesunden Liquiditäts- und Finanzierungssituation kann in diesem Szenario, aber auch in Szenarien mit deutlichen Umsatzeinbußen, der Fortbestand des Wakol Konzerns gewährleistet werden. E. Forschungs- und Entwicklungsbericht Rund 15 % unserer Beschäftigten in dem Unternehmen sind hochqualifizierte Mitarbeiter in der Entwicklung oder Anwendungstechnik. Die eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind insbesondere auf die Optimierung der Wakol-Produkte und des Wakol-Sortiments entsprechend der Markterfordernisse ausgerichtet. Wie in Vorjahren konnten auch im Jahr 2022 verbesserte Produkte zur Marktreife gebracht werden. Für das Geschäftsjahr 2023 sind weitere Produktinnovationen vorgesehen.
Pirmasens, den 14. April 2023 Wakol GmbH Dipl.-Wirt.-Ing. Christian Groß Dr. rer. nat. Martin Schäfer Dipl.-Ing. Steffen Acker Dipl.-Kfm. Martin Eichel |
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