Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 283278
Vorher
heptus 522. GmbH
Eingetragen
20.3.2023
Branche
Binden von Druckerzeugnissen und damit verbundene DienstleistungenDruck- und MedienvorstufeHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Reproduktionen, Offsetdruck jeder Art, buchbinderische Weiterverarbeitung, Display- sowie Verpackungsherstellung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maximilian Dr. Luger
seit 12.11.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Let's Print Holding AGAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Let's Print Holding AG
Austria
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Walstead Gotha GmbH (vormals: heptus 522. GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 14.03.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

1 Prüfungsauftrag

2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

3 Grundsätzliche Feststellungen

3.1 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

3.2 Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen

4 Durchführung der Prüfung

4.1 Gegenstand der Prüfung

4.2 Art und Umfang der Prüfungsdurchführung

5 Feststellungen zur Rechnungslegung

5.1 Buchführung und zugehörige Unterlagen

5.2 Jahresabschluss

5.3 Lagebericht

6 Stellungnahme zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

6.1 Erläuterungen zur Gesamtaussage

6.2 Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

7 Schlussbemerkungen

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Anlagenverzeichnis

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 14. März bis 31. Dezember 2023

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Auftragsbedingungen

1 Prüfungsauftrag

In der Gesellschafterversammlung am 19. Oktober 2023 der

Walstead Gotha GmbH, München,

(bis 14. Juni 2023: heptus 522. GmbH, München)

- im Folgenden auch kurz „Walstead“ oder „Gesellschaft“ genannt -

sind wir zum Abschlussprüfer für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis zum 31. Dezember 2023 gewählt worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns demzufolge den Auftrag erteilt, den Abschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht zu prüfen.

Dem Auftrag liegen die als Anlage 2 beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Unsere Haftung richtet sich nach Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen. Im Verhältnis zu Dritten sind Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen maßgebend.

2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

„Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Walstead Gotha GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Walstead Gotha GmbH, München, (bis 14. Juni 2023: heptus 522. GmbH, München) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Walstead Gotha GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 23. August 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Lauer, Wirtschaftsprüfer

gez. Conrad, Wirtschaftsprüferin"

3 Grundsätzliche Feststellungen

3.1 Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Folgende Kernaussagen des Lageberichts sind aus unserer Sicht hervorzuheben:

Hohe Energie- und Materialkosten, bei einer stagnierenden Nachfrage belasteten die konjunkturelle Lage der deutschen Druckindustrie und so verschlechterte sich der Geschäftsklimaindex im Dezember 2023 nochmals deutlich um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2023 hat die Walstead Gotha GmbH im Rahmen eines Asset- Deals die Immobilie, Maschinen und Anlagen der insolventen GD Gotha Druck und Verpackung GmbH & Co. KG sowie einen Großteil der am Standort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen.

Die Geschäftsführung führt aus, dass die Geschäftsbeziehungen mit weitestgehend allen Hauptkunden der ehemaligen GD Gotha Druck und Verpackung GmbH & Co.KG fortgeführt und damit eine stabile Auftragslage sichergestellt werden konnte.

Seit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum 1. Juli 2023 konnten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 16.329 realisiert werden. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen TEUR 346, den sonstigen betrieblichen Erträgen TEUR 449 sowie den Aufwendungen für Material- und Fremdleistungen TEUR 12.087 verbleibt für den Berichtszeitraum ein betrieblicher Rohertrag in Höhe von TEUR 5.037. Unter Berücksichtigung des Personalaufwandes, der Abschreibungen sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 ein negatives Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern von TEUR 597.

Die Eigenmittelquote, als Verhältnis des Eigenkapitals zum Gesamtkapital abzüglich der Anzahlungen auf Vorräte, beträgt im Berichtszeitraum 0,17 %. Die Gesamtrentabilität (Return on Investment) ergibt sich aus dem Verhältnis des Betriebsergebnisses vor Zinsaufwendungen und Steuern (EBIT) zum durchschnittlichen Gesamtkapital und beträgt zum 31. Dezember 2023: - 4,7 %.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein Cashflow in Höhe von TEUR°202 erwirtschaftet. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit, der im Wesentlichen auf dem Kauf der Immobilie sowie der Vermögensgegenstände mit TEUR°-10.339 beruht sowie dem Nettogeldzufluss aus der Finanzierung von TEUR°11.339 ergibt sich ein Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR°1.202.

Die Geschäftsführung führt aus, dass die Entwicklung in der Druckindustrie durch einen spürbaren Preis- und Verdrängungswettbewerb sowie der zunehmenden Umstellung auf digitale Werbeformate, verbunden mit einer weiteren Konsolidierung der Branche, gekennzeichnet ist. Die Zugehörigkeit zur Walstead-Gruppe ermöglicht es, die damit verbundenen Risiken zu reduzieren und sich als erster deutscher Standort im Hause Walstead am Markt zu etablieren.

Die Entwicklung in der Druckindustrie ist durch einen spürbaren Preis- und Verdrängungswettbewerb sowie der zunehmenden Umstellung auf digitale Werbeformate, verbunden mit einer weiteren Konsolidierung der Branche, gekennzeichnet. Die Geschäftsführung führt aus, dass damit das Risiko verbunden ist, dass durch bestehende Überkapazitäten im Markt seitens der Kunden ein verstärkter Preisdruck auf die Unternehmen in der Druckbranche ausgeübt wird, was dazu führen kann, dass Ausschreibungen nicht gewonnen und somit die notwendige Auslastung nicht gewährleistet werden können. Durch die Zugehörigkeit des Unternehmens zur Walstead-Gruppe kann aus Sicht der Geschäftsführung das Risiko reduziert werden.

Speziell auch die im Mai 2024 angekündigten organisatorischen Veränderungen innerhalb der Gruppe werden zu einer deutlichen Stärkung der Marktposition führen. Die Zusammenlegung der Walstead Leykam, Walstead Iberia und Walstead CE unter einer gemeinsamen Leitung bietet allen Standorten und somit auch der Walstead Gotha GmbH den Zugang zu einer deutlich breiteren Leistungspalette und zusätzlichen Kapazitäten um alle Art von Druckerzeugnissen effizient produzieren und den eigenen Footprint erweitern zu können.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung von einem Ergebnis vor Steuern unter dem Niveau des Vorjahres aus. Gemäß Zusage des Gesellschafters wird ein sich ergebendes negatives Eigenkapital ausgeglichen. Zusätzlich wird die Gesellschaft mit ausreichend Liquidität durch Gesellschafterdarlehen oder Intercompany-Finanzierungen sichergestellt, sodass die Geschäftsführung das Risiko eine Bestandsgefährdung als sehr gering einstuft.

Wir stellen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse fest, dass der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

3.2 Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen

Wie im Abschnitt „5. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken“ im Lagebericht ausgeführt, ist die Gesellschaft zukünftig auf die finanzielle Unterstützung der Gesellschafterin angewiesen. Die Gesellschafterin hat der Gesellschaft zugesagt, ein sich zukünftig ergebendes negatives Eigenkapital auszugleichen und die Liquidität der Gesellschaft durch Gesellschafterdarlehen oder Intercompany Finanzierungen sicherzustellen. Aufgrund der strategischen Bedeutung der Gesellschaft für die Gesellschafterin - erstmals wird der deutsche Markt erschlossen und gleichzeitig werden weitere Produktionskapazitäten geschaffen, die es ermöglichen, Aufträge der Gruppe durch die Gesellschaft abarbeiten zu lassen - schätzt die Geschäftsführung es als nahezu ausgeschlossen ein, dass die Gesellschafterin die Finanzierung der Gesellschaft nicht zumindest für die Dauer des Prognosezeitraums aufrechterhält.

4 Durchführung der Prüfung

4.1 Gegenstand der Prüfung

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Walstead Gotha GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil über den Jahresabschluss und den Lagebericht abzugeben.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen anderen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder den Lagebericht ergeben.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der Gesellschaft oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

4.2 Art und Umfang der Prüfungsdurchführung

Die Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens haben wir bereits im Abschnitt „Wiedergabe des Bestätigungsvermerks“ (vgl. Abschnitt 2 in diesem Bericht) dargestellt. Zusätzlich geben wir folgende Informationen zu unserem Prüfungsansatz und unserer Prüfungsdurchführung:

Phase I: Entwicklung einer an den Geschäftsrisiken ausgerichteten Prüfungsstrategie

Erlangung von Geschäftsverständnis und Kenntnis der Rechnungslegungssysteme sowie des internen Kontrollsystems

Festlegung von Prüfungsschwerpunkten auf Basis unserer Risikoeinschätzung:

Prüfung der Gründungsbilanzwerte aufgrund der Erstprüfung

Prüfung der Vollständigkeit, des Bestands und der Genauigkeit des Anlagevermögens

Prüfung des Bestands, der Genauigkeit und der Werthaltigkeit der Vorräte

Prüfung der Vollständigkeit der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung

Prüfung Bestand und Genauigkeit der Umsatzerlöse sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Plausibilität der prognostischen Angaben im Lagebericht

Angemessenheit der Going Concern-Prämisse

Festlegung der Prüfungsstrategie und des zeitlichen Ablaufs der Prüfung

Auswahl des Prüfungsteams und Planung des Einsatzes von Spezialisten

Phase II: Auswahl und Durchführung kontrollbasierter Prüfungshandlungen

Auswahl kontrollbasierter Prüfungshandlungen aufgrund von Risikoeinschätzung und Kenntnis der Geschäftsprozesse und Systeme

Beurteilung der Ausgestaltung sowie der Wirksamkeit der ausgewählten rechnungslegungsbezogenen Kontrollmaßnahmen

Phase III: Einzelfallprüfungen und analytische Prüfungen von Abschlussposten

Durchführung analytischer Prüfungen von Abschlussposten

Einzelfallprüfungen in Stichproben und Beurteilung von Einzelsachverhalten unter Berücksichtigung der ausgeübten Bilanzierungswahlrechte und Ermessensspielräume, u. a.

Einholen von Rechtsanwaltsbestätigungen und Bestätigungen der Kreditinstitute

Einholen von Saldenbestätigungen der Kunden und Lieferanten auf Basis einer bewussten Auswahl

Nutzung der Ergebnisse aus Wertgutachten zu den Immobilienbeständen unabhängiger Sachverständiger

Prüfung der Angaben im Anhang und Beurteilung des Lageberichts

Phase IV: Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse und Berichterstattung

Bildung des Prüfungsurteils auf Basis der Gesamtbeurteilung der Prüfungsergebnisse

Berichterstattung in Prüfungsbericht und Bestätigungsvermerk

Detaillierte mündliche Erläuterungen der Prüfungsergebnisse gegenüber dem Management

Wir haben die Prüfung (mit Unterbrechungen) in den Monaten März bis August 2024 bis zum 23. August 2024 durchgeführt. Eine Vorprüfung haben wir im Monat November 2023 vorgenommen.

Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erteilt worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt.

5 Feststellungen zur Rechnungslegung

5.1 Buchführung und zugehörige Unterlagen

Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsmäßig geführt. Die Belegfunktion ist erfüllt. Die Buchführung und die zugehörigen Unterlagen entsprechen nach unseren Feststellungen trotz der nachfolgend beschriebenen bedeutsamen Mängel den gesetzlichen Vorschriften.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir festgestellt, dass die von der Gesellschaft getroffenen organisatorischen und technischen Maßnahmen nur eingeschränkt geeignet sind, die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems zu gewährleisten. Gleichwohl haben die festgestellten bedeutsamen Mängel im rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (inkl. rechnungslegungsbezogenem IT-System) zu keinen wesentlichen Fehlern im Jahresabschluss und/oder Lagebericht geführt.

Im Einzelnen haben wir den folgenden bedeutsamen Mangel festgestellt:

Fehlende Dokumentationen zu den im Bereich der Umsatzrealisation eingerichteten Kontrollen in Bezug auf Bestellung, Lieferung und Rechnung sowie in Bezug auf die Datenübernahme aus dem ERP-System Diso in das Rechnungslegungssystem BMD.

Aufgrund dieser Feststellungen haben wir unsere Prüfungshandlungen ausgeweitet, um ausreichende und angemessene Prüfungsnachweise für die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung zu erlangen. Dazu haben wir eine repräsentative Stichprobe über die unterjährige Umsatzerlöse gezogen.

Unsere zusätzlichen Prüfungshandlungen haben keine Hinweise ergeben, dass die genannten Sachverhalte im Ergebnis wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss und Lagebericht hatten.

Die gesetzlichen Vertreter haben bereits während unserer Abschlussprüfung Maßnahmen eingeleitet und die bedeutsamen Mängel beseitigt. Die Umsetzung ist durch die Einführung/ Einbindung in das konzerneinheitliche ERP-System im Geschäftsjahr 2024 geplant.

5.2 Jahresabschluss

Der uns zur Prüfung vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist ordnungsmäßig aus den Büchern und den zugehörigen Unterlagen der Gesellschaft entwickelt worden. Die Eröffnungsbilanzwerte wurden ordnungsgemäß aus dem Gründungsbilanz übernommen. Die deutschen gesetzlichen Vorschriften zu Ansatz, Ausweis und Bewertung sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind in allen wesentlichen Belangen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Der Anhang enthält alle vorgeschriebenen Angaben.

Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB wurden zutreffend teilweise in Anspruch genommen.

Die Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB ist zu Recht erfolgt.

Wir weisen darauf hin, dass die Einhaltung der formalen Voraussetzungen für das Unterlassen der Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB von uns im Zeitpunkt der Beendigung der Jahresabschlussprüfung nicht beurteilt werden konnte, da der für die Befreiung erforderliche Konzernabschluss des Mutterunternehmens noch nicht vorlag.

5.3 Lagebericht

Der Lagebericht der gesetzlichen Vertreter entspricht in allen wesentlichen Belangen den deutschen gesetzlichen Vorschriften.

6 Stellungnahme zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

6.1 Erläuterungen zur Gesamtaussage

Die angewendeten Bewertungsmethoden für die Posten des Jahresabschlusses entsprechen in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Sie sind im Anhang der Gesellschaft (vgl. Anlage 1.3 Abschnitt 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) beschrieben.

Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte sowie die Nutzung von Ermessensspielräumen haben bei folgenden Posten des Jahresabschlusses wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft:

Asset Deal

Mit Kaufvertrag vom 7. Juni 2023 hat die Gesellschaft Vermögensgegenstände aus der Insolvenzmasse der GD Gotha Druck GmbH & Co. KG (im Folgenden „Gotha Druck“) im Rahmen eines Asset Deals übernommen. Bei den Vermögenswerten handelte es sich um Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens. Der Vollzug der Transaktion erfolgte zum 1.°Juli 2023 unter Einbezug des Notars sowie auch des Insolvenzverwalters.

Folgende Vermögensgegenstände wurden erworben:

Anschaffungskosten Nutzungsdauer
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 30.000,00 4 Jahre
Grundstücke und Bauten 6.500.000,00 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2.970.000,00 3 - 18 Jahre
Anlagevermögen 9.500.000,00
Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe 558.812,80
Unfertige Erzeugnisse 391.531,20
Fertige Erzeugnisse 99.656,00
Umlaufvermögen 1.050.000,00
Gesamt 10.550.000,00

Die Aktivierung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgte zum Kaufpreis.

Die Aufteilung des Kaufpreises auf die einzelnen erworbenen Vermögensgegenstände erfolgte dabei wie folgt:

Bei dem Immateriellen Vermögensgegenstand entspricht der im Kaufvertrag vereinbarte Kaufpreis den aktivierten Anschaffungskosten. Die Nutzungsdauer wurde mit vier Jahren festgesetzt.

Bei den Grundstücken und Bauten entspricht der im Kaufvertrag vereinbarte Kaufpreis den aktivierten Anschaffungskosten (Grundstück: TEUR 500 und Gebäude: TEUR 6.000). Das Betriebs- und Geschäftsgebäude wird mit einer Nutzungsdauer von 33 Jahre abgeschrieben.

Bei den Technischen Anlagen und Maschinen mit dem im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreis aktiviert. Die Aufteilung des Kaufpreises erfolgte auf Basis eines Gutachtens, dass durch den Insolvenzverwalter im Rahmen der Insolvenz der Gotha Druck beauftragt wurde. Die Nutzungsdauer wurde für die einzelnen Vermögensgegenstände aus der Restnutzungsdauer angesetzt, die sich aus der Differenz, zwischen der nach internen Konzernvorgabe anzusetzenden Nutzungsdauer von 25 Jahren und der bisherigen Laufzeit der Anlagen bei der Gotha Druck ergibt.

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden mit dem Kaufpreis in Höhe von TEUR 1.050 aktiviert. Der Bestandswert der Vermögensgegenstände, der dem Kaufpreis zugrunde liegt, betrug zum 30. Juni 2023 TEUR 1.950. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit ihrem Bestandswert zum 30. Juni 2023 aktiviert. Aufgrund des niedrigeren Kaufpreises wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit dem sich anteilsmäßig ergebenden niedrigeren Bestandswert aktiviert.

Gleichzeitig wurde zur Finanzierung des vorgenannten Asset-Deals ein Darlehen bei der Muttergesellschaft der Let's Print Holding AG, Neudörfl, Österreich, in Höhe von insgesamt TEUR°11.000 aufgenommen, welches eine Laufzeit von 16 Jahren bis zum 27.°Juni 2040 hat.

Im Rahmen des Asset-Deals wurden unter anderem auch Mitarbeiter sowie Kunden- und Lieferantenbeziehungen übernommen.

Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und fertig Erzeugnisse

Für die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse zum 31. Dezember 2023 wird der Fertigstellungsgrad durch die Gegenüberstellung der Menge an bereits verbrauchtem Papier zu der geplanten Menge an Papier pro Auftrag ermittelt. Dabei klassifiziert die Gesellschaft bei einem Fertigstellungsgrad von 95 % oder mehr einen Auftrag als fertiges Erzeugnis. Zur Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zuordenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten auch die Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Zur Ermittlung der Material- und Fertigungsgemeinkosten wird basierend auf den IST-Werten der letzten zwei Monate ein Verhältnis zwischen angefallenen Kosten und produzierter Menge gebildet (RunRates) und mit dem Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen multipliziert.

Einlage/Einbringung

Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2023 hat die Alleingesellschafterin Let's Print Holding AG, Neudörfl, Österreich, einen nicht rückzahlbaren und nicht rückforderbaren Gesellschafterzuschuss in Höhe von TEUR 871 durch Einlage/Einbringung eines Teils des an die Walstead Gotha GmbH gewährten Darlehens zur Einstellung in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB gewährt.

6.2 Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

In Gesamtwürdigung der zuvor beschriebenen Bewertungsgrundlagen sind wir der Überzeugung, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

7 Schlussbemerkungen

Dieser Prüfungsbericht wurde nach den Grundsätzen des IDW Prüfungsstandards 450 n.F. (10.2021) erstellt.

Wir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben.

Der Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 2 wiedergegeben.

 

Leipzig, den 23. August 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Burkhard Lauer, Wirtschaftsprüfer

Josephine Conrad, Wirtschaftsprüferin

1.1 Bilanz

1.2 Gewinn- und Verlustrechnung

1.3 Anhang

1.4 Lagebericht

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 14.3.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 26.250,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.002.022,26 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.665.625,50 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 159.358,57 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.481,00 9.898.487,33 0,00 0,00
9.924.737,33 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.261.124,51 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse 130.787,25 0,00
3. Fertige Erzeugnisse 215.643,09 1.607.554,85 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 728.625,19 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 909.367,29 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 298.464,55 1.936.457,03 0,00 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.209.185,12 25.000,00
4.753.197,00 25.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.576,60 0,00
14.731.510,93 25.000,00

Passiva

31.12.2023 14.3.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 871.000,00 0,00
III. Jahresfehlbetrag -870.627,74 0,00
25.372,26 25.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 531.052,52 0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.786,99 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.552.452,89 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.034.328,05 0,00
--davon gegenüber der Gesellschafterin EUR 11.034.328,05--
3. Sonstige Verbindlichkeiten 381.518,22 0,00
--davon aus Steuern EUR 163.260,98--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.368,49--
13.975.086,15 0,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 200.000,00 0,00
14.731.510,93 25.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 14. März bis 31. Dezember 2023

14.03. - 31.12.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 16.736.525,37
2. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen und unfertigen Erzeugnissen -144.756,86
3. Sonstige betriebliche Erträge 41.123,44
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 11.006.932,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 589.452,75 11.596.385,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.725.931,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 574.009,94 3.299.941,48
- davon für Altersversorgung EUR 2.361,10 -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 414.352,05
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.918.853,35
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29,39
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 274.009,18
- davon an verbundene Unternehmen EUR 238.909,47 -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7,35
11. Ergebnis nach Steuern -870.627,74
12. Sonstige Steuern 0,00
13. Jahresfehlbetrag -870.627,74

Anhang zum Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Walstead Gotha GmbH (vormals heptus 522. GmbH, München) für den Zeitraum vom 14. März bis 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Die Gesellschaft ist als Vorratsgesellschaft am 14. März 2023 durch die Cormoran GR1 GmbH, Berlin gegründet wurden. Mit Kaufvertrag vom 25. Mai 2023 wurden alle Anteile der Gesellschaft von der Let's Print Holding AG, Neudörfl, Österreich erworben. Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Juni 2023 wurde die Gesellschaft in Walstead Gotha GmbH umfirmiert. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht München unter der Handelsregisternummer HRB 283278 registriert und hat ihren Sitz in München. Die Geschäftsanschrift ist in der Gemeinde Drei Gleichen in Thüringen.

Die Gesellschaft ist eine 100%tige Tochtergesellschaft der Let's Print Holding AG, Neudörfl / Österreich, und wird als verbundenes Unternehmen in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Let's Print Holding AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Teilkonzernabschluss ist am Ort der Gesellschaft einsehbar und wird im österreichischen Firmenbuch offengelegt. Die Walstead Gotha GmbH wird zum 31. Dezember 2023 erstmalig in den Teilkonzernabschluss der Let's Print Holding AG, Neudörfl / Österreich, einbezogen.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der Walstead Holdings Ltd, Colchester / Großbritannien, aufgestellt. Der Konzernabschluss ist am Ort der Gesellschaft einsehbar.

Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften maßgeblichen Bestimmungen gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie unter Beachtung der einschlägigen Regelungen des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB werden in Bezug auf die Angabe des § 285 Nr. 29 HGB in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Erläuterung der Aufwendungen für den Abschlussprüfer wird im Konzernanhang dargelegt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf Basis der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Maßgabe der Vollständigkeit erstellt. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Dem Vorsichtsprinzip wird dadurch Rechnung getragen, dass nur das am Abschlussstichtag realisierte Betriebsergebnis ausgewiesen wurde. Für alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste ist entsprechend Rechnung getragen.

Mit Kaufvertrag vom 7. Juni 2023 hat die Gesellschaft im Rahmen eines Asset-Deals diverse Vermögensgegenstände der GD Gotha Druck und Verpackung GmbH & Co. KG (kurz: Gotha Druck) aus der Insolvenzmasse in Höhe von 10.550 T€ erworben. Die Aktivierung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten. Der Vollzug der Transaktion erfolgte zum 1. Juli 2023. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 246 T€ enthalten, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Kauf der Immobilie inkl. den Anlagegütern sowie der Übernahme von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der insolventen Gotha Druck stehen und keinen wiederkehrenden Charakter haben und sich direkt auf das Betriebsergebnis im Rumpfgeschäftsjahr 2023 auswirken. In Anlage 2 zu diesem Anhang ist die Bilanz zum 31. Dezember 2023 den Werten gemäß Übertragungsbilanz zum 1. Juli 2023 gegenübergestellt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet und werden über eine Nutzungsdauer von 4 Jahren linear abgeschrieben.

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert, wobei die Abschreibungen linear vorgenommen werden.

Den einzelnen Anlagengruppen des Sachanlagevermögens werden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt.

Betriebs- und Geschäftsgebäude: 33,3 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen: 1,5 - 21 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung: 4 - 10 Jahre

Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 800,00 (in Anwendung des § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG) werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben, da sie im Hinblick auf Nutzungsdauer und Wert nicht von wesentlichem Umfang sind. In der Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang gezeigt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zum niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet. Die Vorratsbestände, die im Rahmen des Asset-Deals erworben wurden, sind mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktpreis am Bilanzstichtag bewertet.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt anhand des Fertigstellungsgrades der jeweiligen Produktionsaufträge zum niedrigeren Wert aus Herstellungskosten oder dem beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden für Herstellungsvorgänge neben den Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sonderkosteneinzelkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Kassenbestand und Bankguthaben wurden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Bildung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag auf dem Grundsatz der Vorsicht bewertet.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Zahlungen von Kunden vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für eine noch zu erbringende Leistung nach dem Bilanzstichtag darstellen.

3. Währungsumrechnung

Forderungen in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung bewertet. Kursrückgänge am Bilanzstichtag führen zu einer entsprechenden Abwertung.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenmittelkurs umgerechnet. Kursanstiege zum Bilanzstichtag führen zu einer entsprechenden Erhöhung der Verbindlichkeiten.

4. Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Erläuterungen zur Bilanz

4.1.1 Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahres sind in dem beiliegenden Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) ersichtlich.

4.1.2 Umlaufvermögen

Vorräte

Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unfertigen und fertigen Erzeugnissen und Waren beträgt zum 31.12.2023: 1.607.554,85 €.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 909.367,29 €, die sämtlich aus Lieferungen und Leistungen resultieren, beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 1.624,30 €.

Es bestehen keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Das Guthaben bei Kreditinstituten inkl. unterwegs befindlicher Zahlung beträgt zum 31.12.2023: 1.202.925.43 €. Die Bürokasse weist zum Bilanzstichtag 31.12.2023 einen Kassenbestand von 6.259,69 € aus.

4.1.3 Rechnungsabgrenzungsposten

Für Miete, Versicherung, Wartung, Lizenzgebühren, Mitgliedsbeiträge und sonstige Ausgaben sind zum 31.12.2023 aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 53.576,60 € gebildet.

4.1.4 Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt 25.000 € und ist in voller Höhe eingezahlt.

Gemäß § 274 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird in der Kapitalrücklage eine Einlage in Höhe von 871.000 € ausgewiesen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 19. Dezember 2023 hat die Gesellschafterin beschlossen einen Teil ihrer Darlehensforderungen als Einlage in die Kapitalrücklage der Walstead Gotha einzustellen.

4.1.5 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen per 31.12.2023 gliedern sich wie folgt:

Fehlende Rechnungen 156.468,66 €
Sonderzahlungen 39.250,50 €
Wirtschaftsprüfungskosten 29.400,00 €
Kundenboni 37.641,40 €
Freizeitguthaben 27.571,96 €
Übrige sonstige 240.720,00 €
Sonstige Rückstellungen gesamt 531.052,52 €

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Betriebsversicherungen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Rückstellungen für vom Kunden beigestelltes Druckpapier sowie für Kosten im Zusammenhang mit dem Verbrauch und der Entsorgung von Wasser enthalten.

4.1.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von 292.042,34 €, wovon 167.248,00 € die Gesellschafterin betreffen. Des Weiteren beinhalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Kreditverbindlichkeiten aus Finanzierungs- und Betriebsmittelkrediten in Höhe von 10.742.285,71 €.

Auf die Gesellschafterin entfallen hiervon 9.342.285,71 €.

Die Verbindlichkeiten weißen folgende Restlaufzeiten auf:

Gesamtbetrag Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.786,99 6.786,99 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 2.552.452,89 2.552.452,89 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.034.328,05 3.263.471,34 6.285.714,00 1.485.142,71
Sonstige Verbindlichkeiten 381.518,22 381.518,22 0,00 0,00
13.975.086,15 6.204.229,44 6.285.714,00 1.485.142,71

4.2 Erläuterungen zur GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG

4.2.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Erlöse Inland 13.206.252,67 €
Erlöse EU 3.524.919,73 €
Erlöse Drittland 332.084,23 €
Erlösschmälerungen -326.731,26 €
Umsatzerlöse gesamt 16.736.525,37 €

Die Erlösschmälerungen setzen sich aus gewährten Skonti (289.089,86 €) sowie Rückstellungen für Kundenboni (37.641,40 €) zusammen.

4.2.2 Bestandsveränderungen

Die Veränderungen der Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen betragen per 31.12.2023:

Bestandsveränderungen an fertigen Erzeugnissen 115.987,09 €
Bestandsveränderungen an unfertigen Erzeugnissen -260.743,95 €
Bestandsveränderungen gesamt -144.756,86 €

4.2.3 Materialaufwand

Im Materialaufwand sind Fremdwährungsverluste in Höhe von 48,08 € enthalten.

4.2.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten unter anderem Aufwendungen für Wartungen und Instandhaltung von 714.165,08 €, Rechts- und Beratungskosten von 250.201,31 €, Fremdleistung für die Verwaltung von 164.256,00 € und Provisionsaufwendungen von 151.939,32 €. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Fremdwährungsverluste in Höhe von 151,95 € enthalten.

Unter der Position Rechts- und Beratungskosten ist ein außergewöhnlicher Einmalaufwand in Höhe von 246 T€ enthalten, der im Zusammenhang mit dem Kauf der Immobilien und der Anlagegüter sowie der Übernahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht und keinen wiederkehrenden Charakter hat.

5. Sonstiges

5.1. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird in der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 870.627,74 € auf neue Rechnung vorzutragen.

5.2. Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Berichtszeitraum betrug, gegliedert nach Arbeitern und Angestellten:

Arbeiter 123 AK
Angestellte 25 AK
Arbeitnehmer gesamt 148 AK

5.3. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Folgende Personen waren im Rumpfgeschäftsjahr als Geschäftsführer in der Walstead Gotha GmbH tätig:

Cornelia Wendt, Berlin (vom 14. März bis 25. Mai 2023)

Felix Ernst Neukamp, Berlin (vom 14. März bis 27. Mai 2023)

Stefan Gutheil, Wolfhagen (seit 27. Mai 2023)

Uwe Stadler, Schwandorf (seit 28. Juni 2023)

Die Angaben betreffend die Bezüge der Geschäftsführung unterbleiben gemäß §286 Abs. 4 HGB.

5.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtung aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betreffen Gebäude, Maschinen und technische Anlagen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie gliedern sich für das folgende Jahr bzw. für die folgenden 5 Jahre wie folgt:

Verpflichtungen für das folgende Jahr: 245.423,84 €
Verpflichtungen für die folgenden 5 Jahre: 481.989,68 €

6. Nachtragsberichterstattung

Im Mai 2024 wurde angekündigt organisatorischen Veränderungen innerhalb der Gruppe zur Stärkung der Marktposition vorzunehmen. Die Zusammenlegung der Walstead Leykam, Walstead Iberia und Walstead CE unter einer gemeinsamen Leitung bietet allen Standorten und somit auch der Walstead Gotha GmbH den Zugang zu einer deutlich breiteren Leistungspalette und zusätzlichen Kapazitäten, um alle Arten von Druckerzeugnissen effizient produzieren und den eigenen Footprint erweitern zu können.

 

München, am 12. August 2024

Stefan Gutheil, Geschäftsführer

Uwe Stadler, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfgeschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
14.3.2023 Zugänge Asset Deal 1.7.2023 Zugänge 31.12.2023 14.3.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 0,00 30.000,00 0,00 30.000,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 6.500.000,00 597.751,86 7.097.751,86 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 2.800.001,00 100.114,64 2.900.115,64 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 169.999,00 69.741,88 239.740,88 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 71.481,00 71.481,00 0,00
0,00 9.470.000,00 839.089,38 10.309.089,38 0,00
0,00 9.500.000,00 839.089,38 10.339.089,38 0,00
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Abschreibungen des Geschäftsjahres 31.12.2023 31.12.2023 14.3.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 3.750,00 3.750,00 26.250,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 95.729,60 95.729,60 7.002.022,26 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 234.490,14 234.490,14 2.665.625,50 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.382,31 80.382,31 159.358,57 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 71.481,00 0,00
410.602,05 410.602,05 9.898.487,33 0,00
414.352,05 414.352,05 9.924.737,33 0,00

Bilanz zum 31. Dezember 2023

mit Vergleichszahlen der Übertragungsbilanz zum 1. Juli 2023

Aktiva

31.12.2023 1.7.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 26.250,00 30.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.002.022,26 6.500.000,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.665.625,50 2.970.000,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 159.358,57 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 71.481,00 9.898.487,33 0,00
9.924.737,33 9.500.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.261.124,51 558.812,80
2. Unfertige Erzeugnisse, Unfertige Leistungen 130.787,25 391.531,20
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 215.643,09 1.607.554,85 99.656,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 728.625,19 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 909.367,29 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 298.464,55 1.936.457,03 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.209.185,12 25.000,00
4.753.197,00 1.075.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.576,60 0,00
14.731.510,93 10.575.000,00

Passiva

31.12.2023 1.7.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 871.000,00 0,00
III. Jahresfehlbetrag -870.627,74 0,00
25.372,26 25.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 531.052,52 0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.786,99 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.552.452,89 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.034.328,05 10.550.000,00
- davon gegenüber der Gesellschafterin EUR 11.034.328,05--
3. Sonstige Verbindlichkeiten 381.518,22 0,00
- davon aus Steuern EUR 163.260,98--
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.368,49--
13.975.086,15 10.550.000,00
D. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 200.000,00 0,00
14.731.510,93 10.575.000,00

Lagebericht zum Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 14. März bis zum 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Walstead Gotha GmbH (vormals heptus 522. GmbH, München) wurde am 14. März 2023 durch die Cormoran GR1 GmbH, Berlin gegründet. Die Let's Print Holding AG, Neudorfl, Österreich hat die Vorratsgesellschaft mit Kaufvertrag vom xx.5.2023 erworben.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Juni 2023 ist die heptus 522. GmbH in die Walstead Gotha GmbH umfirmiert wurden. Das Unternehmen ist im Handelsregister unter HRB 283278 am Amtsgericht München eingetragen.

Die Geschäftsanschrift der Walstead Gotha GmbH ist die Gutenbergstr. 3 in 99869 Drei Gleichen.

Gegenstand des Unternehmens sind:

Reproduktion

Offsetdruck jeder Art

buchbinderische Weiterverarbeitung sowie

Display- sowie Verpackungsherstellung.

Neben der reinen Druckabwicklung und -überwachung bietet die Walstead Gotha GmbH das komplette Leistungsspektrum von der Druckvorstufe mit Formatierung der druckfertigen PDF-Datei und der Erstellung von Druckplatten nach dem CTP (Computer to Plate)- Verfahren, bis hin zu umfangreichen Postpress-Arbeiten, wie Bindungen, Einlegen von Beilagen sowie den kompletten, kundenspezifischen Versand an.

Alleinige Gesellschafterin des Unternehmens ist die Let’s Print Holding AG mit Sitz in Neudörfl (Österreich).

Mit Wirkung zum 1. Juli 2023 hat die Walstead Gotha GmbH im Rahmen eines Asset- Deals die Immobilie, Maschinen und Anlagen der insolventen GD Gotha Druck und Verpackung GmbH & Co. KG (kurz: Gotha Druck) sowie einen Großteil der am Standort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen.

Als Teil der Walstead Group, dem größten unabhängigen Unternehmensverbund der Druckindustrie in Europa, kommt dem Unternehmen als erstem Produktionsstandort in Deutschland eine entscheidende strategische Bedeutung zu.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1 Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland geriet auch im Jahr 2023 durch das krisengeprägte Umfeld ins Stocken. Die fortdauernd hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen sowie gestiegene Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften deutlich die Konjunktur.

Gemäß Statistischem Bundesamt (Destatis) lag im Geschäftsjahr 2023 das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % unter dem des Vorjahres. Im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie lag das BIP 2023 lediglich 0,7 % über dem des Geschäftsjahres 2019. Die gesamte Wirtschaftsleistung verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang von 0,1 %. Die Entwicklung der Wertschöpfung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. So ging die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Bau) deutlich um 2,0 % zurück. Den größten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 %.

Auch im privaten Bereich sank der Konsum 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % und entfernte sich damit auch weiter vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %).

Der Arbeitsmarkt zeigte sich dagegen sehr robust. Die Wirtschaftsleistung wurde von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht, so viele wie noch nie in Deutschland. Das entspricht einem Plus gegenüber 2022 von 0,7 %.

2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die wirtschaftliche Entwicklung mit einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung, speziell im produzierenden Gewerbe war auch im Bereich der Druckindustrie deutlich spürbar.

Hohe Energie- und Materialkosten, bei einer stagnierenden Nachfrage, belasteten die konjunkturelle Lage der deutschen Druckindustrie entscheidend. So verschlechterte sich der Geschäftsklimaindex im Dezember 2023 nochmals deutlich um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr (siehe nachfolgende Übersicht):

Grundsätzlich arbeiten in der deutschen Druck- und Medienindustrie ca. 110.000 Beschäftigte in 6.900 überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen, bei einem Gesamtumsatz der Druckindustrie von 18,9 Mrd.€ im Jahr 2022. Diese Angaben wurden den Veröffentlichungen des Bundesverbandes Druck + Medien e.V. entnommen.

2.3 Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr

Wie bereits unter Punkt 1 erläutert, wurde in der Gesellschafterversammlung der heptus 522. GmbH vom 14. Juni 2023 die Änderung der Firma in Walstead Gotha GmbH und des Gegenstands des Unternehmens beschlossen.

Im Rahmen des Kaufs von Teilen des Anlagevermögens aus der Insolvenzmasse der Gotha Druck wurde eine detaillierte Analyse der benötigten Maschinen und Anlagen durchgeführt und nur die für die Realisierung des geplanten Produktportfolios benötigten Assets erworben.

Von den, in der insolventen Gotha Druck tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten zum 1. Juli 2023 erfreulicherweise insgesamt 142 Personen in das neue Unternehmen übernommen werden.

Einen Schwerpunkt im Jahr 2023 bildete die Integration des Standorts Gotha in den Walstead-Konzern, speziell in die Leykam-Gruppe mit Standorten in Österreich, Tschechien und Slowenien. Dieser Prozess konnte bis zum Geschäftsjahresende 2023 erfolgreich abgeschlossen werden.

Darüber hinaus stand die Fortführung der Zusammenarbeit mit ehemaligen Kunden der Gotha Druck sowie die Gewinnung von Neukunden im Fokus der Tätigkeiten. Gleiches galt für den Aufbau von Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten und Dienstleistern dieses Unternehmens.

3. Lage des Unternehmens

3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Steuerung des Unternehmens wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren stellen die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis dar.

3.2 Ertragslage

Erfreulicherweise konnten die Geschäftsbeziehungen mit weitestgehend allen Hauptkunden der ehemaligen Gotha Druck fortgeführt und damit eine stabile Auftragslage sichergestellt werden. Seit der Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum 1. Juli 2023 wurden bereits Umsatzerlöse in Höhe von 16.737 T€ realisiert. Schwerpunkt bildeten Umsatzerlöse im Inland mit 13.206 T€, Umsätze mit Unternehmen in Ländern der EU mit 3.525 T€ sowie Unternehmen in Drittland mit 332 T€.

Unter Berücksichtigung der Bestandsminderung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen von 145 T€, den sonstigen betrieblichen Erträgen von 41 T€ sowie den Aufwendungen für Material- und Fremdleistungen von 11.596 T€ verbleibt für den Berichtszeitraum ein betrieblicher Rohertrag in Höhe von 5.037 T€.

Der Personalaufwand betrug im Rumpfgeschäftsjahr insgesamt 3.300 T€. Das entspricht einem Anteil von 20,2% an den Umsatzerlösen.

Abschreibungen auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beliefen sich im Rumpfgeschäftsjahr auf insgesamt 414 T€.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.919 T€ setzen sich schwerpunktmäßig aus Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung 714 T€, Rechts- und Beratungskosten 250 T€, Fremdleistungen 215 T€ sowie Verwaltungskosten 164 T€ zusammen.

Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter der Rubrik Rechts- und Beratungskosten einen außergewöhnlichen Einmalaufwand in Höhe von 246 T€. Diese Kosten sind im Zusammenhang mit dem Kauf der Immobilie und der Anlagegüter sowie der Übernahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angefallen und haben keinen wiederkehrenden Charakter.

Unter Berücksichtigung des Personalaufwandes, der Abschreibungen sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 ein negatives Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 597 T€. Ergänzt um das Finanzergebnis von -274 T€ wurde ein negatives Ergebnis vor Steuern von 870 T€ erwirtschaftet.

3.3 Vermögenslage

Mit Kaufvertrag vom 7. Juni 2023 hat die Gesellschaft im Rahmen eines Asset-Deals diverse Vermögensgegenstände der Gotha Druck aus der Insolvenzmasse in Höhe von 10.550 T€ erworben. Die Aktivierung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten. Der Vollzug der Transaktion erfolgte zum 1. Juli 2023.

Nachfolgend werden die wesentlichen zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Posten der Bilanz den Werten gemäß Gründungsbilanz zum 14. März 2023 und dem Zeitpunkt des Zugangs aus dem Asset Deal gegenübergestellt.

31.12.2023 01.07.2023 14.03.2023
Bilanz - Walstead Gotha GmbH T€ % T€ % T€ %
Anlagevermögen 9.925 67,37 9.500 89,83 0 0,00
Umlaufvermögen 4.753 32,27 1.075 10,17 25 100,00
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 53 0,36 0 0,00 0 0,00
SUMME AKTIVA 14.731 100,00 10.575 100,00 25 100,00
Eigenkapital 25 0,17 25 0,24 25 100,00
Rückstellungen 531 3,60 0 0,00 0 0,00
Verbindlichkeiten 13.975 94,87 10.550 99,76 0 0,00
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 200 1,36 0 0,00 0 0,00
SUMME PASSIVA 14.731 100,00 10.575 100,00 25 100,00

Das Anlagevermögen setzt sich im Wesentlichen aus den technischen Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen, die im Rahmen des Asset-Deals erworben wurden. Bei den übrigen Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um Anschaffungsnebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten, die im Zusammenhang mit dem im Rahmen des Asset Deals erworbenen Vermögensgegenständen angefallen sind.

Das Umlaufvermögen setzt sich zum Stichtag aus Vorräten in Höhe von 1.608 T€ (1. Juli 2023: 1.050 T€), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 1.936 T€ (1. Juli 2023: 25 T€) und Liquiden Mitteln in Höhe von 1.209 T€ (1. Juli 2023: 0 T€) zusammen.

Das Nettoumlaufvermögen (Working Capital) des Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2023 -2.182 T€.

Aufgrund der Aufnahme der Geschäftstätigkeit und dem damit verbundenen Aufwuchs von Vermögensgegenständen und Schulden und des Jahresfehlbetrags andererseits liegt die Eigenmittelquote, dass Verhältnis des Eigenkapitals zum Gesamtkapital, zum Stichtag bei 0,17 %.

Die Gesamtrentabilität1 (Return on Investment) ergibt sich aus dem Verhältnis des Betriebsergebnisses vor Zinsaufwendungen und Steuern (EBIT) zum durchschnittlichen Gesamtkapital und beträgt zum 31.12.2023: - 4,7 %.

Die Nettoverschuldung (Liquide Mittel zzgl. Forderungen gegen verbundene Unternehmen abzgl. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) beträgt zum Bilanzstichtag 2023 -8.922 T€.

3.4 Finanzlage

Das Finanzergebnis in Höhe von 274 T€ ist aufgrund der Zinsen für das gewährte Darlehen zum Kauf der Immobilie und der Vermögensgegenstände negativ.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein Cash Flow in Höhe von 177 T€ erwirtschaftet. Unter Berücksichtigung des Cash Flow aus der Investitionstätigkeit, der im Wesentlichen auf dem Kauf der Immobilie sowie der Vermögensgegenstände mit -10.339 T€ beruht sowie dem Nettogeldzufluss aus der Finanzierung von 11.339 T€ ergibt sich ein Finanzmittelbestand per 31. Dezember 2023 in Höhe von 1.202 T€.

4. Forschung und Entwicklung

Zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens werden im Verbund des Walstead-Konzerns in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten laufend neue, verwertbare Innovationen entwickelt.

5. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Die nachfolgend aufgeführten Risiken sind als Bruttorisiken (vor Risikobegrenzungsmaßnahmen) dargestellt und geben die Einschätzung der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Erstellung wieder. Die Risiken werden entsprechend ihrer Bedeutung für die Gesellschaft in absteigender Reihenfolge dargestellt.

Die Entwicklung in der Druckindustrie ist durch einen spürbaren Preis- und Verdrängungswettbewerb sowie der zunehmenden Umstellung auf digitale Werbeformate, verbunden mit einer weiteren Konsolidierung der Branche, gekennzeichnet.

Damit verbunden ist das Risiko, dass durch bestehende Überkapazitäten im Markt seitens der Kunden ein verstärkter Preisdruck auf die Unternehmen in der Druckbranche ausgeübt wird, was dazu führen kann, dass Ausschreibungen nicht gewonnen und somit die notwendige Auslastung nicht gewährleistet werden kann. Durch die Zugehörigkeit des Unternehmens zur Walstead- Gruppe, einem europaweit tätigen, unabhängigen Rollenoffsetunternehmensverbund kann dieses Risiko entscheidend reduziert werden. Im Rahmen des Verbundes, kann dem Kunden die Versorgungssicherheit, welche entscheidend an Bedeutung gewinnen wird, gewährleistet werden. Das verbleibende Risiko wird als mittel eingeschätzt.

1 Berechnet für den Zeitraum 01. Juli bis 31. Dezember 2023

Im Bereich der Maschinen und Anlagentechnik bestehen durch nicht durchgeführte Wartung und Instandhaltungsarbeiten der Gotha Druck erhöhte Risiken durch Maschinenausfälle, nicht geplante Stillstandzeiten und zusätzliche Reparaturkosten. Zur Reduzierung dieser Risiken wurden mit den entsprechenden Anlagenlieferanten Wartungs- und Serviceverträge abgeschlossen. Weiterhin sind im Rahmen der Jahresplanung 2024 Grundwartungen für die drei Hauptmaschinen vorgesehen. Das verbleibende Risiko wird als mittel eingeschätzt. Weitere Risiken im Hinblick auf ungeplante Kosten vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, wie wir seit Ausbruch des Ukraine- Krieges zu spüren bekommen haben, konnten durch die bereits im Jahr 2023 abgeschlossenen Liefer- und Leistungsverträge der Hauptbetriebskosten Strom und Gas für das Geschäftsjahr 2024 entgegengewirkt werden.

Das verbleibende Risiko wird als gering eingeschätzt.

Im Bereich der Beschaffung, speziell bei den Hauptkomponenten Papier und Farbe bestehen Risiken im Hinblick auf die Verfügbarkeit der Produkte sowie die Preisstabilität, was für das Unternehmen zu möglichen Produktionsunterbrechungen verbunden mit einer Nichteinhaltung der vereinbarten Liefertermine sowie zu höheren Materialkosten führen kann. Durch Nutzung, der in der Gruppe etablierten Lieferketten sowie bestehender Lieferverträge können diese Risiken, bei einem niedrigen verbleibenden Restrisiko entscheidend reduziert werden.

Darüber hinaus bietet die zentralisierte Beschaffung von Material und Dienstleistungen die Chance zur Reduzierung der Beschaffungs- und Bezugskosten und somit für zusätzliches Einsparpotenzial.

Das Risiko von Zahlungsausfällen und dementsprechend einer Verschlechterung der Liquidität wird als gering eingeschätzt. Einerseits zählen die führenden Einzelhandelsketten zu unseren Hauptkunden. Darüber hinaus werden die Forderungen durch eine Kreditversicherung abgedeckt. Eine weitere wichtige Maßnahme zur Vermeidung von Zahlungsausfällen ist die Umsetzung eines strikten, systemgestützten Forderungsmanagements.

Wie im Rahmen der Prognoseberichterstattung ausgeführt, befindet sich das Unternehmen in einer Art Start Up Phase, weshalb auf Grund auch der erläuterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Ergebnis vor Steuern deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Gemäß Zusage des Gesellschafters wird ein sich daraus ergebendes negatives Eigenkapital, wie bereits in diesem Jahr praktiziert, ausgeglichen. Zusätzlich wird die Walstead Gotha GmbH mit ausreichend Liquidität durch Gesellschafterdarlehen oder Intercompany- Finanzierungen ausgestattet, so dass der Fortbestand der Gesellschaft als sichergestellt ist.

Das Vertriebsteam der Walstead Gotha GmbH wurde zu Beginn des Jahres 2024 um sehr erfahrene, am Markt etablierte Kollegen verstärkt. Dadurch steigt das Potential zur Gewinnung von neuen Kunden und Aufträgen, vor allem auch aus anderen Branchen und Marktsegmenten überproportional.

Positiv ist in dem Zusammenhang auch die Möglichkeit zur Nutzung von Kapazitäten und Technologien innerhalb der Leykam-Gruppe, um somit den Kunden ein umfangreiches Leistungsspektrum und ausreichende Verfügbarkeiten anbieten zu können.

Eine weitere Maßnahme zur Steigerung der Produktivität ist die Einführung des Warenwirtschaftssystems Print+ zum 1. Juni 2024. Dieses ERP-System wird bereits in der gesamten Gruppe eingesetzt und soll das veraltete und seit Jahren nicht mehr gepflegte System DISO, welches von der GD Gotha Druck verwendet wurde, ablösen. Neben einer deutlichen Verschlankung der administrativen Aufgaben, wird Print+ die Fehlerrisiken entscheidend reduzieren und die Grundlage für eine transparente Darstellung der Wirtschaftlichkeit der einzelnen Produktionsaufträge bilden.

Weiterhin können mit dem neuen System standortübergreifende Prozesse innerhalb der Leykam-Gruppe einfacher geplant und umgesetzt werden, was im Ergebnis zu einer optimalen Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten führt.

6. Prognoseberichterstattung

Die Entwicklung der Druckbranche in Europa ist auch weiterhin als schwierig zu beurteilen. Es ist daher zu erwarten, dass es zu Marktbereinigungen kommen wird, für die die Walstead-Gruppe jedoch sehr gut vorbereitet und aufgestellt ist.

Gemäß dem Bundesverband Druck + Medien (BVDM) verschlechtert sich das Geschäftsklima. Nach dem leichten Rückgang im Mai 2024 setzte das saison- und kalenderbereinigte Geschäftsklima der deutschen Druck- und Medienwirtschaft im Juni 2024 seinen Rückgang fort. Dies wurde maßgeblich durch die Abnahme der Geschäftserwartungen bestimmt.

Der vom BVDM berechnete Geschäftsklimaindex für den Juni 2024 verzeichnete saison- und kalenderbereinigt rund 1,7 % unter dem Vormonatswert. Mit 89,7 Punkten notierte der Index im Juni damit rund 2,1 % unter seinem Vorjahresniveau.

Gemäß einer Befragung des ifo-Instituts bei Entscheidern von Druck- und Medienunternehmen vom Juni 2024 prognostizierten die überwiegende Mehrheit der Befragten (67 %) eine Seitwärtsbewegung der Geschäftslage für die kommenden sechs Monate.

Dementsprechend ist die bereits im Nachtragsbericht ausgeführte Zusammenführung aller Walstead-Unternehmen der Europäischen Union zu einer Einheit die richtige Weichenstellung.

Die Walstead Gotha GmbH wird von dieser neuen Struktur profitieren, genauso wie unsere Kunden, die dadurch den Zugang zu einer deutlich breiteren Leistungspalette erhalten werden.

Um der aktuellen Entwicklung Rechnung zu tragen, wird die Planung für das Geschäftsjahr 2024 fortlaufend aktualisiert. Dazu wurde ein Prozess zur monatlichen Anpassung und Aktualisierung der Kennzahlen im Unternehmen implementiert.

Die bisherige Planung für das Geschäftsjahr 2024 der Walstead Gotha GmbH geht im Bereich der Umsatzerlöse von einer Verdopplung im Vergleich zum Berichtszeitraum aus.

Unter Berücksichtigung der erläuterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird für 2024 ein Betriebsergebnis deutlich unter dem Niveau des Vorjahres prognostiziert.

Wie bereits unter Punkt 5 ausgeführt, wird die Walstead Gotha GmbH seitens des Gesellschafters mit ausreichend Liquidität ausgestattet sowie das negative Eigenkapital ausgeglichen, womit der Fortbestand des Unternehmens sichergestellt ist.

Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Mai 2024 wurden bereits Investitionen in Höhe von 644 T€ getätigt. Den Schwerpunkt bildete dabei der Kauf sowie die Integration der Weiterverarbeitungsanlage RIMA im Wert von 417 T€ zur Optimierung der Abläufe und Reduzierung der Zykluszeiten an der G72.

Nach Abschluss des Rumpfgeschäftsjahres vom 14. März bis 31. Dezember 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkungen auf die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung eingetreten.

 

München, am 12. August 2024

Stefan Gutheil, Geschäftsführer

Uwe Stadler, Geschäftsführer

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