Teva Biotech GmbH
Dornierstraße 10, 89079 Ulm, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Cara Elizabeth Crowley seit 8.12.2025 | Geschäftsführer |
Gabriele Döring seit 6.6.2023 | Prokura |
Thomas Andreas Schlenker seit 13.9.2018 | Geschäftsführer |
Andreas Martin Burkhardt seit 1.10.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Merckle GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Teva Biotech GmbHUlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen1.1. Geschäftsmodell und Organisation Die Teva Biotech GmbH gehört seit 2010 zu dem weltweit agierenden pharmazeutischen Konzern Teva Pharmaceutical Industries Ltd. Petach Tikva, Israel, (nachfolgend Teva), dem Weltmarktführer unter den Generikaunternehmen 1 und wird in dessen Konzernabschluss einbezogen. Neben der Teva Biotech GmbH gibt es noch weitere acht Gesellschaften am Standort Deutschland (nachfolgend: TEVA Deutschland). Sie befinden sich unter dem Dach der Unternehmensmarke Teva und vervollständigen das Pharmageschäft am Standort Deutschland. Funktional ist TEVA Deutschland unter der Teva Dachmarke wie folgt strukturiert:
Die Merckle GmbH und die Teva Biotech GmbH stellen bedeutende Produktionsstandorte der Teva im globalen Umfeld dar. Deutschland ist ein komplexer Produktionsstandort innerhalb des Teva Konzerns mit einer Produktion von 298 Mio. Packungen Arzneimittel im Jahr 2023. Während in Blaubeuren/Weiler die größte Produktionsanlage zur Herstellung konservierungsmittelfreier Nasensprays in der weltweiten TEVA-Organisation steht, ist der Standort Ulm auf die Herstellung hochkomplexer biotechnologischer Arzneimittel für die Behandlung schwerwiegender Krankheiten spezialisiert. TEVA Deutschland sieht die Zukunft in der weitergehenden Spezialisierung und Qualifizierung in Bezug auf die Biotechnologie. Im Zuge dessen hat sich die Konzernführung in Israel für einen erheblichen Ausbau der biotechnologischen Produktion am Standort Ulm entschieden. TEVA Deutschland vereint Innovative Produkte, Generika und freiverkäufliche Arzneimittel (OTC). Der Vertrieb der Produkte findet über die drei Gesellschaften ratiopharm GmbH, TEVA GmbH und AbZ-Pharma GmbH statt. Dabei erfolgt der Vertrieb von Innovativen Produkten (Innovative Medicines) über die TEVA GmbH und der Vertrieb von freiverkäuflichen und verschreibungspflichtigen Generikaprodukten über die ratiopharm GmbH und die AbZ-Pharma GmbH. Die täglichen Warenlieferungen an unsere Kunden werden durch das konzerninterne Logistikunternehmen Transpharm Logistik GmbH sichergestellt. Für eine schnelle und sichere Auslieferung wird auf High-Tech-Systeme, vor allem aber auch auf die langjährige Erfahrung der Mitarbeitenden gesetzt. 1.2. Unternehmensprofil Die Teva Biotech GmbH befindet sich zu 100 % im Anteilsbesitz der Merckle GmbH. Diese wiederum wird zu 100 % von der TEVA Health GmbH gehalten. Zwischen allen drei genannten Gesellschaften besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Teva Biotech GmbH ist auf dem Gebiet der Produktion, dem Vertrieb und der Vermarktung von biotechnologisch hergestellten pharmazeutischen Wirkstoffen und sonstigen pharmazeutischen Wirkstoffen tätig. Sie ist verantwortlich für die Herstellung biopharmazeutischer Wirkstoffe und biopharmazeutischer Endprodukte mit dem Schwerpunkt biotechnologische Folgeprodukte, den sog. Biosimilars. Die Teva Biotech GmbH beliefert diese Arzneimittel fast ausschließlich an die Merckle GmbH. Unsere höchste Priorität liegt dabei in einer leistungsfähigen, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Produktion. Wir agieren nach den Grundsätzen des Good Manufacturing Practice (GMP). Dies bedeutet, dass wir alle Vorschriften der Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung einhalten und höchste Qualitätsanforderungen haben. 1.3. Ziele und Strategien TEVA Deutschland vereint sämtliche unternehmerischen Aktivitäten unter dem Dach der "Teva" als Unternehmensmarke. Die Teva Biotech GmbH ist auf die nachgelagerte Entwicklung und Produktion biopharmazeutischer Arzneimittel mithilfe von tierischen Zellkulturen spezialisiert. Hierfür verfügt die Gesellschaft über eine leistungsfähige und hochmoderne Produktion und ein großes Spezialwissen zur Herstellung von biologisch hergestellten pharmazeutischen Wirkstoffen. Diese hochwirksamen und effektiven Arzneimittel spielen in der Patientenversorgung eine immer größere Rolle, insbesondere in der Therapie ernster und lebensbedrohlicher Erkrankungen. Seit 2008 produziert die Teva Biotech biotechnologische Produkte für den nationalen und internationalen Markt. Der Teva Konzern hat bereits in 2015 entschieden, die Eigenfertigung von biotechnologischen Produkten auszubauen. Damit geht ein erheblicher Ausbau der biotechnologischen Produktion am Standort Ulm einher. Die Zusage zur Erweiterung stellt innerhalb des Teva Konzerns die größte Einzelinvestition an einem Standort dar. Derzeit gehen wir von einem operativen Start der Produktion im 4. Quartal 2024 aus. 1.4. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft profitiert von den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an anderen Standorten des Teva Konzerns. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug kalenderbereinigt 0,1 %. In Deutschland kam im Jahr 2023 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Konjunktur wurde durch die hohen Preise auf allen Wirtschafsstufen und die ungünstigen Finanzierungsbedingungen auf Grund steigender Zinsen und einer geringen Nachfrage aus In- und Ausland gedämpft. Somit setzt sich die Erholung der Deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das BIP 2023 war um 0,7 % höher als im Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. 2 2.1.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Pharmabranche unterliegt den rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen im öffentlichen Gesundheitswesen wie z. B. der Festsetzung von Festbeträgen, den Bestimmungen zur Rabattgewährung sowie den Rabattverträgen mit gesetzlichen Krankenkassen (GKV). In diesem Unternehmens- und Wettbewerbsumfeld bewegt sich die gesamte Unternehmensgruppe und im Speziellen die ratiopharm GmbH. Wie schon in den vergangenen Jahren ist die Marktsituation in der Pharmabranche weiterhin durch einen starken Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Aufgrund von Gesetzesänderungen und einer restriktiven Politik der Krankenkassen besteht auf dem deutschen Pharmamarkt weiterhin eine hohe Wettbewerbsintensität. EU-weit gilt seit 2019 die Serialisierungspflicht für alle Packungen verschreibungspflichtiger Medikamente, welche jede Packung durch zusätzliche Sicherheitsmerkmale zu einem Unikat macht und somit Produktfälschungen vermieden werden. 3 Im Jahr 2020 wurde für Russland die Serialierungspflicht umgesetzt. Diese umfasst im Gegensatz zu den Regelungen in der EU nicht nur verschreibungspflichtige Arzneimittel, sondern vielmehr alle Arzneimittel. 4 Der EU-GMP-Leitfaden, Annex 1 "Herstellung von sterilen Arzneimitteln" ist am 25.08.2023 in Kraft getreten. Die überarbeitete Version des Annex 1 der EU-GMP stellt strenge Anforderungen an Kontrolle und Überwachung bei der Kontamination. 5 Maßgebend ist weiterhin der Apotheken Rahmenvertrag vom 01.10.2021. Dadurch ist der Preiskampf - gerade bei Neueinführungen - weiterhin verschärft 6 . Die Apotheken sind verpflichtet, außerhalb vom Rabattvertrag, eines der vier preisgünstigsten Medikamente abzugeben. Eine Entwicklung, die weiterhin im Markt zu sehen ist, sind die intensiven Generika-Abwehrstrategien, die viele Originalanbieter nach Ablauf des Wirkstoffpatentes entwickeln. So erschweren häufig Second-Medical-Use-Patente und der Abschluss von Rabattverträgen durch den Originalanbieter die generische Konversion. Ende 2019 wurden vom Bundesministerium für Gesundheit mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), einem Gesetz mit dem Ziel für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation, die Weichen für die weitere Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen gesetzt. Dieses soll u.a. Apps auf Rezept, Videosprechstunden und das e-Rezept ermöglichen 7 . Eine verbesserte Arzneimittelversorgung in Deutschland ist ein Faktor, der im Generika-Markt vermehrt thematisiert wird. In der Regel können fehlende Arzneimittel problemlos durch ein anderes ersetzt werden. Dennoch kann es Versorgungsengpässe geben, also Knappheit eines Arzneimittels ohne Alternative. Eine Ursache hierfür wird auf die geänderten Produktionsketten zurückgeführt. Wirkstoffe werden kaum noch in Deutschland oder Europa produziert, sondern zum größten Teil bei indischen und chinesischen Produzenten eingekauft. Die Lieferketten in dieser hochkomplexen Industrie sind sensibel und anfällig für Störungen, was Folgen für die Medikamentenversorgung haben kann. Aus Sicht der Generika-Branche sind insbesondere Rabattverträge im Exklusivmodell kritisch. Bei diesem Modell schließt eine Krankenkasse einen Rabattvertrag mit nur einem Arzneimittelhersteller ab. Dieser übernimmt die exklusive Belieferung der Versicherten dieser Krankenkasse bezüglich der vertraglich vereinbarten Arzneimittel. Kann der verpflichtete Hersteller nicht liefern, muss der Patient auf ein anderes Medikament eingestellt werden, vorausgesetzt, dass entsprechende Konkurrenzprodukte lieferfähig sind. 8 Im Jahr 2023 hatte die Pharmabranche flächendeckend mit Lieferengpässen zu kämpfen. 9 Um die Versorgungssicherheit von Arzneimittel zu stärken und Lieferengpässe zu bekämpfen, ist am 27. Juli 2023 das Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) in Kraft getreten. 10 Dieses konzentriert sich vor allem auf die Bereiche der Kinderarzneimittel und Antibiotika. Durch das ALBVVG wird unteranderem eine Lagerhaltung von 6 Monaten bei Arzneimitteln im Rabattvertrag festgeschrieben und zudem werden für Kinderarzneimittel die Festbeträge und Rabattverträge abgeschafft. 11 Ausgelöst durch Lieferengpässe bei Kinderarzneimitteln hat die Arzneimittelversorgung in der breiten Öffentlichkeit und in der Politik weiter an Akzeptanz gewonnen. Im Vergleich zum Vorjahr wächst der Apothekenversandhandel stärker als das Geschäft der Apotheken vor Ort. 12 2.2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von € 21,5 Mio. zu verzeichnen (Vorjahr: € 0,5 Mio.). Zwischen der Teva Biotech GmbH und der Merckle GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Im Berichtsjahr wurde der volle Verlust übernommen. 2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie Liquiditätsanalyse 2.3.1. Ertragslage Der Umsatz der Teva Biotech GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6 % verringert. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von T€ 54.254 (Vorjahr: T€ 57.528) realisiert. Die Erlöse mit Fertigerzeugnissen haben im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.270 gegenüber der Teva Pharmaceuticals Industries und um T€ 1.294 gegenüber der Teva Pharmaceuticals International zugenommen, während die Erlöse gegenüber der Merckle GmbH (-T€ 4.279), der Pliva Croatia Ltd. (-T€ 1.166) und der Sicor Biotech (-T€ 986) zurück gegangen sind. Die Erlöse mit Fertigerzeugnissen gegenüber Fremden Dritten beliefen sich in 2023 auf T€ 4 (Vorjahr: T€ 1.023). Die Umsätze für Dienstleistungen für globale Funktionen gegenüber verbundenen Unternehmen haben im Inland um T€ 8.450 abgenommen und im Ausland um T€ 7.487 zugenommen. Während es im Geschäftsjahr 2022 während der Umbauphase im Produktionsgebäude zu einem Bestandsabbau kam, wurde im Geschäftsjahr 2023 der Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen wieder aufgebaut und erhöhte sich um T€ 18.697. Die Teva Biotech GmbH weist im Geschäftsjahr 2023 aktivierte Eigenleistungen in Höhe von T€ 26.421 (Vorjahr: T€ 16.901) aus. Diese sind auf den Bau der biotechnologischen Anlage zurückzuführen und betreffen zum größten Teil Personalkosten. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit T€ 1.417 gegenüber dem Vorjahr angestiegen (Vorjahr: T€ 874) und resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.038 und Erträgen aus Kursgewinnen in Höhe von T€ 116. Der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe liegt bei T€ 13.111 und nahm im Vergleich zum Vorjahr um T€ 8.496 zu. Der Anstieg der Materialeinsatzquote resultiert aus der Produktionssteigerung im Geschäftsjahr 2023. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 3.426. Der Anstieg um T€ 1.811 ist im Vergleich zu 2022 auf höhere Aufwendungen gegenüber Fremden Dritten für bezogene Laborleistungen zurückzuführen. Der Gesamtbetrag für den Materialaufwand liegt somit für das Geschäftsjahr 2023 bei T€ 16.537 und ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 10.308 gestiegen. Der Personalaufwand liegt mit T€ 34.905 (Vorjahr: T€ 31.544) über Vorjahresniveau. Der Anstieg steht hauptsächlich mit dem erhöhten Personalstamm in Zusammenhang. Die Zunahme der Mitarbeiter resultiert aus den fortgeschrittenen Planungs- und Entwicklungsarbeiten für den Ausbau der Biotechnologieanlage. Im Geschäftsjahresdurchschnitt waren 381 Mitarbeiter (Vorjahr: 350) beschäftigt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen mit T€ 4.006 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: T€ 2.632). Der Hauptgrund für den Anstieg war die Aktivierung von technischen Anlagen und Maschinen für die neue Biotechnologieanlage, welche über 5 bis 10 Jahre abgeschrieben werden. Ferner weist die Teva Biotech GmbH sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 29.995 (Vorjahr: T€ 18.987) aus. Die größten Kostenschwerpunkte resultieren aus Energiekosten in Höhe von T€ 7.772, Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 5.549, wissenschaftliche Arbeiten in Höhe von T€ 4.405, Dienstleistungsaufwendungen von verbundenen Unternehmen mit T€ 2.325 und Mietaufwendungen in Höhe von T€ 2.186. Das Finanzergebnis liegt mit einem Verlust von T€ 24.999 unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: T€ 4.749). Im Wesentlichen ist dies auf höhere Zinsaufwendungen aufgrund des Anstieges der Cashpool-Verbindlichkeiten wegen höherer Beanspruchung aus dem Cash Pooling Vertrag mit der TEVA Health GmbH sowie einer Erhöhung des Zinssatzes zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen für die Fertigstellung der Biotechnologieanlage belaufen sich im Geschäftsjahr auf T€ 25.000 (Vorjahr: T€ 4.739). Das Ergebnis nach Steuern beträgt -T€ 21.087 (Vorjahr: -T€ 272). Nach Abzug des sonstigen Steueraufwandes in Höhe von T€ 380 (Vorjahr: T€ 195) verbleibt ein Verlust in Höhe von T€ 21.467 (Vorjahr: T€ 467), der auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages von der Merckle GmbH übernommen wird. 2.3.2. Vermögenslage Das Anlagevermögen der Teva Biotech GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Baus der Biotechnologieanlage stark erhöht. Im Geschäftsjahr betrug das Anlagevermögen T€ 842.961 (Vorjahr: T€ 742.189). Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen im Anlagevermögen in Höhe von T€ 104.778 (Vorjahr: T€ 133.977) getätigt. Wesentliche Investitionen wurden in den Bereichen Anlagen im Bau mit T€ 96.942 für die mechanische Fertigstellung der neuen Biotechnologieanlage getätigt. Die im Vorjahr gestellte Prognose über einen leichten Rückgang der zu aktivierenden Kosten für die neue Biotechnologieanlage wurde somit erreicht. Die Bestände bei den Roh-, Hilfs und Betriebsstoffen wurden im Geschäftsjahr 2022 aufgebaut und liegen mit T€ 48.137 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: T€ 42.216). Ein Bestandsaufbau ergab sich auch bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Vorratsvermögen, die mit T€ 17.794 (Vorjahr: T€ 11.995) bilanziert wurden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit T€ 58.778 (Vorjahr: T€ 29.328) bilanziert. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Wesentlichen Forderungen aus Dienstleistungen in Höhe von T€ 23.514 (Vorjahr: T€ 20.904) enthalten, die zum Jahresende abgerechnet wurden und erst im Folgejahr bezahlt wurden. Des Weiteren bestehen Forderungen aus der Ergebnisabführung in Höhe von T€ 21.467. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 106 (Vorjahr: T€ 124) und betreffen größtenteils Steuererstattungsansprüche mit T€ 97 (Vorjahr: T€ 48). Die Bilanzsumme hat sich von T€ 825.853 auf T€ 967.777 erhöht. Dies ist vor allem auf den Anstieg des Anlagevermögens im Bereich Anlagen im Bau im Zusammenhang mit der Fertigstellung der Biotechnologieanlage zurückzuführen. Die Rückstellungen in Höhe von T€ 6.598 haben sich gegenüber dem Vorjahreswert (T€ 6.304) leicht erhöht. Diese Veränderung ergibt sich hauptsächlich aus dem Anstieg der personenbezogenen Rückstellungen in Höhe von T€ 3.363 (Vorjahr: T€ 3.080). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um T€ 907 auf T€ 27.956 zugenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 932.780 (Vorjahr: T€ 792.069) haben im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 stark zugenommen. Der Anstieg ist insbesondere auf die Finanzierung der Fertigstellung der Biotechnologieanlage und den damit verbundenen Anstieg der Verbindlichkeiten aus den Cashpool-Verpflichtungen gegenüber der TEVA Health GmbH um T€ 140.598 zurückzuführen. 2.3.3. Finanzlage Die TEVA Deutschland nimmt an einem Refinanzierungsprogramm des Teva Konzerns teil. Das Refinanzierungsprogramm sieht unteranderem die Vergabe von kurzfristigen Darlehen mit der Teva Finance Services II (TFS II) für die Teva Health GmbH vor, welche mittels Cash-Pooling für die Vertriebsgesellschaften der TEVA Deutschland genutzt werden. Die Höhe des Darlehens bemisst sich am jeweiligen Forderungsbestand der Gesellschaft. Das Net Working Capital (Umlaufvermögen abzüglich kurzfristigem Finanzkapital und Verbindlichkeiten aufgrund Ergebnisabführung) beläuft sich zum Bilanzstichtag analog zum Vorjahr auf einen negativen Betrag. Durch die Einbindung der Gesellschaft in das Finanzmanagement der TEVA Deutschland wird die Finanzlage weiterhin als stabil angesehen. Auf Basis der Liquiditätsplanung wurde der Liquiditätsbedarf ermittelt und die Zahlungsfähigkeit bis zum dritten Quartal 2025 sichergestellt. Darüber hinaus kann sich TEVA Deutschland über den Teva Konzern bis zu einem festgelegten Betrag refinanzieren, der zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit ausreicht. Des Weiteren ist der Zugang zum externen Kapitalmarkt aufgrund der positiven operativen Ertragslage gegeben. 2.3.4. Liquiditätsanalyse Laut Cashflowplanung generiert die TEVA Deutschland einen positiven operativen Cashflow für das Geschäftsjahr 2024 Es besteht zwischen der TEVA Health GmbH und den Gesellschaften der TEVA Deutschland eine unbefristete Cashpool-Vereinbarung, aus der bei Bedarf liquide Mittel abgerufen werden können. Die Höhe ist unbegrenzt. Die liquiden Mittel beziehen sich auf den generierten Cashflow und die Höhe der Refinanzierungskreditlinien. Die TEVA Health GmbH finanziert sich über die Teva Finance Services II B.V. Die Liquidität der Teva Finance Services II B.V ist insoweit gesichert, dass eine Unterstützung der Teva Health GmbH jederzeit möglich ist. Die aktuelle Überprüfung der Risiko- und Liquiditätssituation ergab, dass die künftige Zahlungsfähigkeit gesichert ist und aufgrund der breiten Basis an Produkten, Kunden und Lieferanten keine Risikokonzentrationen bestehen, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. 2.4. Leistungsindikatoren und Nachhaltigkeit Zur Steuerung bedient sich TEVA Deutschland sowohl finanzieller als auch nicht finanzieller Leistungsindikatoren: 2.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne Geschäftssteuerung der Teva basiert nicht auf den Kennzahlen der einzelnen Konzernunternehmen. Vielmehr hat Teva ihr Pharmageschäft in verschiedene Geschäftsfelder segmentiert und steuert diese firmenübergreifend mit organisatorisch unabhängigen Business Units (Specialty Medicines, Generics, OTC). Die Business Units besitzen eigenständige Management- sowie Marketing- und Vertriebsstrukturen, die auf das jeweilige Geschäftsfeld spezialisiert sind. Als wesentliche finanzielle Kennzahlen werden die Umsatzerlöse und das EBIT in den einzelnen Geschäftseinheiten zur Steuerung des Unternehmenserfolgs verwendet. Für die Teva Biotech GmbH ergeben sich als quantitative Leistungsindikatoren das EBIT, die Umsatzerlöse und die zu aktivierenden Kosten für die neue Biotechnologieanlage. Das EBIT der Teva Biotech GmbH stellt sich wie folgt dar:
Das EBIT hat sich um 13 % (T€ 565), entgegen der Prognose (T€ 4.600) einer leichten Steigerung, verringert. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 11.008 und gestiegenen Materialaufwendungen in Höhe von T€ 10.308 bei einer gleichzeitigen Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen mit einer Gesamtsumme von T€ 18.697 und gestiegenen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von T€9.520. Die im Vorjahr gestellte Prognose eines leicht steigenden Umsatzes (Umsatz 2022: T€ 57.528) wurde nicht erreicht. 2.4.2. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Umwelt * Der Teva-Konzern hat im Rahmen der strategischen ESG-Neuausrichtung (Environment, Social and Governance) langfristige ökologische Nachhaltigkeitsverpflichtungen bekannt gegeben. Diese beziehen sich auf folgende Themenfelder:
Als erster Pharmahersteller in Deutschland überhaupt, wurde Teva bereits 1996 mit der EMAS-Zertifizierung ausgezeichnet. Für die deutschen Standorte wird ausschließlich regenerativer Strom bezogen. Auch bei der regenerativen Eigenerzeugung von Strom setzen wir ein starkes Zeichen: durch den Bau einer der zehn größten Photovoltaik-Anlagen in Ulm entlasten wir mit einer Produktion von mehr als 1.000.000 kWh pro Jahr seit 2021 die Umwelt sowie das öffentliche Stromnetz. Bei den ersten Schritten "Vermeiden" und "Reduzieren" konnten wir im Rahmen unseres 25-jährigen EMAS-zertifizierten Umweltmanagements bereits sehr gute Fortschritte erzielen. So konnte für die Jahre 2018 und 2019 der CO 2 -Ausstoß um mehr als 35.000 Tonnen reduziert werden, von 2020 bis 2022 eine weitere CO 2 -Einsparung von mehr als 40.000 Tonnen. Unsere verbleibenden, noch nicht vermeidbaren Emissionen von rund 20.000t CO 2 e als produzierendes Pharmaunternehmen kompensieren wir nun und stellen damit die Emissionen, die direkt an unseren deutschen Standorten durch den Betrieb unserer Produktion, unsere Gebäude oder die Arbeit unserer Mitarbeiter sowie unseren Energiebedarf anfallen, klimaneutral. Die Kompensation tätigen wir mit unserem Partner atmosfair, der Teva ein nach dem höchsten Standard "Gold Standard for the Global Goals" (GS4GG) zertifiziertes Kompensationsprojekt bereitstellt. CO 2 e (CO 2 -Äquivalent) ist eine Maßeinheit, die verschiedene Treibhausgase in einem Wert zusammenfasst, basierend auf ihrem jeweiligen Beitrag zum Treibhauseffekt im Vergleich zu Kohlendioxid (CO 2 ). Das "e" in CO 2 e steht für "Äquivalent" und wird verwendet, um anzugeben, dass andere Treibhausgase in Bezug auf ihren Beitrag zur Erderwärmung in CO 2 -Äquivalenten ausgedrückt werden. Diese Berechnungen beruhen auf dem Global Warming Potential (GWP) der jeweiligen Gase im Vergleich zu CO 2. Umgesetzt wurden auch neue Mobilitätslösungen. Beispiele hierfür sind firmeneigene Elektroautos für die Fahrten zwischen den Werken in Ulm und Blaubeuren/Weiler und auch ein E-Truck gehört seit 2023 zum Fuhrpark. Die Elektroautos werden das ganze Jahr über vollständig mit regenerativ erzeugtem Strom betrieben. Im Bereich der Schonung unserer natürlichen Wasserressourcen sind wir Vorreiter: so haben wir uns im Jahr 2019 der "Industry Alliance against antimicrobial resistance", kurz AMR, angeschlossen. Als Maßnahmen erfolgten eine stoffspezifische Abtrennung und Sammlung antibiotikahaltiger Abwässer, die im Anschluss thermisch zerstört werden. Damit können die "Predicted No Effect Concentrations" (PNEC) in den Flüssen Blau und Donau sicher eingehalten werden. Investitionen für mögliche Anpassungen der Kläranlage im Jahr 2024 wurden bereits genehmigt. Teva Deutschland wurde im Jahr 2023 erfolgreich nach EMAS und ISO 14001 rezertifiziert und eine neue Umwelterklärung wurde auf unserer Homepage veröffentlicht. Seit dem Geschäftsjahr 2021 wird der Indikator der nicht vermeidbaren CO 2 -Emissionen zur Steuerung der Geschäftstätigkeit der TEVA Deutschland herangezogen. Die CO 2 -Emission im Geschäftsjahr 2023 betrug 20.750 Tonnen und ist im Vergleich zum Vorjahr (16.338 Tonnen) gestiegen auf Grund der neuen Biotechnologieanlage. Somit ist die Prognose eines Anstiegs der CO 2 -Emission eingetroffen. * keine Prüfung durch den Abschlussprüfer Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Einen wichtigen nicht-finanziellen Leistungsindikator sieht TEVA Deutschland im Bereich Human Resources Management. Die Mitarbeiter stehen im Fokus des Teva Managements, da diese als ein wichtiger strategischer Wettbewerbsvorteil für die betriebliche Wertschöpfung gesehen werden um künftige Herausforderungen, wie z. B. den demographischen Wandel, die Internationalisierung oder den technologischen Fortschritt zu meistern. Diese bedürfen ein Anwerben und Halten qualifizierter Arbeitskräfte, um die eigenen Geschäftsstrategien gezielt und effizient umsetzen zu können. Die Mitarbeiterumfrage wird zur Steuerung der Geschäftstätigkeit herangezogen und bemisst sich an der Teilnahmequote der jährlichen Umfrage bei der TEVA Deutschland. Die Teilnahme beträgt im Geschäftsjahr 76% und ist im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben. Somit wurde die Erwartung einer Teilnahmequote von 75% für das Geschäftsjahr übertroffen. Hier wurden für die einzelnen Geschäftsbereiche Maßnahmen definiert, um spätestens bei der nächsten Mitarbeiterumfrage Verbesserungen erzielen zu können. Seit dem Geschäftsjahr 2021 wird der Indikator der nicht vermeidbaren CO 2 -Emissionen zur Steuerung der Geschäftstätigkeit der TEVA Deutschland herangezogen. Die CO 2 -Emission im Geschäftsjahr 2023 betrug 20.750 Tonnen und ist im Vergleich zum Vorjahr (16.338 Tonnen) gestiegen auf Grund der neuen Biotechnologieanlage. Somit ist die Prognose eines Anstiegs der CO 2 -Emission eingetroffen. 3. Chancen- und Risikobericht3.1. Risikomanagement Das Risiko-Management der TEVA Deutschland basiert auf drei Bereichen:
bestehend aus dem globalen Risikomanagementsystem, der Delegation innerhalb der Geschäftsleitung und dem internen Risikomanagementsystem. Die Bereiche Produktion, Logistik und Vertrieb unterliegen dem BSI-Gesetz für kritische Infrastrukturen. Entsprechende Schutzkonzepte sind somit etabliert. 3.1.1. Compliance und Datenschutz Die Unternehmenspolitik der Teva ist darauf ausgerichtet, transparent zu handeln und alle Gesetze und rechtlichen Bestimmungen einzuhalten. Die Umsetzung der ethischen Grundsätze sowie der Compliance-Grundlagen ist für alle Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit von allergrößter Bedeutung. Daher gibt es in der Teva eine globale Antikorruptionsrichtlinie, die weltweit anzuwenden ist. Sie steht im Einklang mit dem "Foreign Corrupt Practices Act" (FCPA) und anderen Anti-Korruptions- und Anti-Bestechungsgesetzen. TEVA Deutschland bekennt sich als Mitglied des globalen Verbandes IFPMA 13 (International Federation of Pharmaceutical Manufacturers & Associations) und ist auch Mitglied des europäischen Dachverbandes der nationalen Verbände forschender sowie einzelner Pharmaunternehmen EFPIA 14 (European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations). Zusätzlich hat sich die TEVA Deutschland das Ziel gesetzt, interne Infrastrukturen zu entwickeln, um den Anforderungen des Transparenzkodex der Pharmaindustrie der VfA (Verband forschender Arzneimittelhersteller) sowie der Antikorruptionsgesetzgebung des Bundesministeriums für Justiz zu entsprechen. Durch regelmäßige verpflichtende Schulungen wird gewährleistet, dass sämtliche Mitarbeiter von den Unternehmensvorgaben in Kenntnis gesetzt werden, stets über aktuelle Änderungen informiert sind und entsprechend handeln. Die Einhaltung der Anforderungen wird von unabhängigen internen und externen Stellen im Auftrag des Managements überprüft. Die in Deutschland maßgeblichen und rechtlich bindenden Grundlagen des Datenschutzes ergeben sich aus der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)). Diese Regelwerke haben den Zweck, den Einzelnen davor zu schützen, dass er durch den Umgang mit seinen personenbezogenen Daten in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird. Um die hieraus entstehenden Aufgaben zu erfüllen, beauftragt TEVA Deutschland einen externen Datenschutzbeauftragten, der die Gesellschaft berät und überwacht. Unterstützt wird er von drei internen Ansprechpartnern. Zudem gibt es für jeden Bereich bzw. jede Business Unit einen DSGVO-Koordinator. Diese werden regelmäßig geschult und halten den Kontakt zum internen Datenschutzteam. TEVA Deutschland hat zudem ein E-Mail-Postfach für Anfragen eingerichtet. Darüber hinaus gibt es ein "Security Center", das sieben Tage die Woche, 24 Stunden pro Tag telefonisch oder per E-Mail erreichbar ist. 3.1.2. Rechnungslegungsbezogenes, internes Kontrollsystem (SOX) Das Management hat ein internes Kontrollsystem im Unternehmen eingeführt, welches die Richtigkeit der Finanzberichterstattung sicherstellt. Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems sind Vorgaben zur Einhaltung eines Vier-Augen-Prinzips, die strikte Funktionstrennung von unvereinbaren Tätigkeiten inklusive der Vergabe von IT-Berechtigungen sowie interne Richtlinien zum Ablauf kritischer Arbeitsprozesse. Zur Sicherstellung des internen Kontrollsystems werden vorbeugende sowie aufdeckende Maßnahmen durchgeführt. Aufgrund des TEVA-Konzernverbundes erfüllt das interne Kontrollsystem die Anforderungen des Sarbanes-Oxley Act von 2002 (SOX). Basis hierfür ist das international anerkannte Kontrollrahmenwerk "Internal Control - Integrated Framework" des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (=COSO). Wesentliche Inhalte sind die Dokumentation der Geschäftsabläufe sowie die entsprechenden Kontrollen der in den Finanzberichterstattungsprozess eingebundenen operativen Einheiten. Des Weiteren sind auch unterstützende IT-Prozesse im Kontrollrahmenwerk mit eingebunden. Die Einhaltung der Anforderungen sowie die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems werden von einer prozessunabhängigen internen Stelle regelmäßig im Auftrag des Managements überprüft, an diese berichtet und ggf. angepasst. 3.1.3. Risikomanagementsystem Die Risiken der TEVA Deutschland werden identifiziert, bewertet und gesteuert mittels
3.1.3.1 Globales Risikomanagementsystem Die TEVA Deutschland ist in das Risikomanagementsystem des Teva Konzerns eingebunden. Hier werden unter anderem finanzwirtschaftliche Risiken sowie Patentrisiken identifiziert, bewertet und gesteuert. 3.1.3.2 Delegation innerhalb der Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung der TEVA Deutschland identifiziert und kategorisiert nach wie vor die potenziellen rechtlichen Risiken und teilt diese bestimmten Funktionsbereichen zu. Anschließend werden diese den einzelnen Geschäftsführern im Rahmen eines Geschäftsverteilungsplans zugeordnet. Jeder Geschäftsführer der TEVA Deutschland verantwortet hierbei Bereiche, für die er Risiken zu monitoren, zu besprechen und zu minimieren hat. Hier sind diese auf die Mithilfe und Risikomeldung der Mitarbeiter angewiesen. Es existiert eine Dokumentation zur gesamten Delegation:
Allen Bereichen übergeordnet ist die Einhaltung von Compliance, Datenschutz und SOX. Alle Geschäftsführer sind gleich stimmberechtigt und müssen sich untereinander informieren. In diesem Zusammenhang findet innerhalb der Geschäftsführung ein regelmäßiger Austausch statt. 3.1.3.3. Internes Risikomanagementsystem Die Geschäftsentwicklung der TEVA Deutschland wird in einem hohen Ausmaß vom Wettbewerbsumfeld beeinflusst. Hier sind insbesondere die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die Veränderung der Marktpreise zu nennen. Diese Risiken werden im Rahmen der jährlichen Planung identifiziert, bewertet und gesteuert. Im Rahmen der Quartalsberichtserstattung werden diese Risiken laufend überwacht und gegebenenfalls neu bewertet. Die identifizierten Risiken werden aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkung im Planungsprozess berücksichtigt. Anhand der Quantifizierung des Risikos und der Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt eine Einstufung in die Kategorien "niedrig", "mittel" und "hoch" anhand folgender quantitativer Kriterien:
Der Grad der Auswirkung wird je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie nachfolgend definiert.
Gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Auswirkung des Risikos auf die VFE-Lage wird eine Kategorisierung in ein niedriges (N), mittleres (M) oder hohes (H) Risiko vorgenommen.
Neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko ist das Unternehmen zusätzlichen Risiken ausgesetzt, die im Risikobericht beschrieben und jährlich bewertet werden. 3.2. Risikobericht 3.2.1. Finanzwirtschaftliche Risiken Risiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung erkannt. Für TEVA Deutschland spielen Währungsrisiken aufgrund der Konzentration auf den Euro-Raum nur eine untergeordnete Rolle. Durch die Einbindung in das Cash-Pool-Management werden Investitionen und kostenintensive Projekte innerhalb des Konzerns finanziert. Die lokale Liquiditätssituation wird von der Geschäftsleitung überwacht und gesteuert. TEVA Deutschland hat im Jahr 2023 einen positiven operativen Cashflow erwirtschaftet und auch für das Geschäftsjahr 2024 sowie darüber hinaus ist ein positiver operativer Cashflow geplant. Daher ergeben sich für TEVA Deutschland nur geringe Risiken aus Finanzierungstätigkeiten. Für die Revolving Credit Facility (RCF) zwischen der Teva Health GmbH und der Teva Finance Services II B.V. wurde zum 01. April 2023 der Vertrag mit einer leichten Zinserhöhung verlängert. Auf Basis der neuen Vereinbarungen schätzen wir das Risiko durch steigende Zinsen gering ein. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Vertriebsgesellschaften werden durch das konzerninterne Securitization Programm abgetreten. Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit: "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel". 3.2.2. Liquiditätsrisiko TEVA Deutschland ist in das Cash-Pooling der weltweiten Teva Gruppe eingebunden und refinanziert sich hierüber bis zu einem festgelegten Betrag, der zum Stichtag zu 51,1% ausgeschöpft war. Der Konzern stellt die Mittel je nach Bedarf zur Verfügung. Hieraus entsteht das theoretische Risiko, dass der Konzern zum gegebenen Zeitpunkt die notwendigen Mittel nicht zur Verfügung stellt. Der Liquiditätsbedarf resultiert insbesondere aus den geplanten Investitionen, die gegebenenfalls auf Grund der positiven Ertragslage über Fremdkapital finanziert werden können. Zusätzlich stellt die Geschäftsführung regelmäßig einen Liquiditätsplan auf, um den Finanzmittelbedarf für TEVA Deutschland zu identifizieren. Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit: "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel". 3.2.3. Risiko aus Global Business Services im Finanzbereich TEVA Deutschland hat für den Finanzbereich verschiedene Global Business Services eingeführt. Ziel dieser ist es, Kernkompetenzen zu konzentrieren und effizient umzusetzen. Prozessoptimierungen sollen erzielt und an verschiedenen Standorten vereinheitlicht werden. Kostenoptimierung durch Personalkosteneinsparungen unterstützen diese Entscheidung. Risiken können sich durch die erhöhten Anforderungen an die Kommunikation, den Verlust des "Know-how" beim Wissenstransfer, sowie mangelnde Flexibilität durch einheitliche Prozesse, den Verlust der persönlichen Betreuung vor Ort oder das Fehlen eines Teams vor Ort aufgrund der Matrixstrukturen ergeben. Die Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ist "mittel". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "niedrig". 3.2.4. Konjunkturelle Risiken Die TEVA Deutschland ist aufgrund Ihrer Zugehörigkeit zum Gesundheitssegment weitestgehend konjunkturunabhängig. Das Produktportfolio der TEVA Deutschland besteht zu einem großen Anteil aus verschreibungspflichtigen Medikamenten. Konjunkturelle Risiken können die regulatorischen Handlungen des Landes beeinflussen, beispielsweise durch Anpassung des Herstellerrabattes, mehr Tenderausschreibungen und Fixpreisregulation. Des Weiteren sehen wir einen höheren Druck auf das öffentliche Gesundheitsbudget, welches zu Anpassungen bei den regulatorischen Rahmenbedingungen führen könnte. Die Preiseffekte durch die gestiegene Inflationsrate haben sich normalisiert oder sind auf ihren Ursprungswert gesunken. Preiseffekte sind in der Jahresplanung bereits berücksichtigt. Der aktuelle Fach- und Arbeitskräftemangel in Deutschland ist eine Herausforderung. Die Arbeitslosenquote in Ulm ist weiterhin niedrig bei drei Prozent. Die Unternehmensgruppe TEVA Deutschland und die Marke ratiopharm haben eine sehr gute Reputation, was sich bei der Akquise von neuen Mitarbeitenden positiv auswirkt. Für die Revolving Credit Facility (RCF) zwischen der Teva Health GmbH und der Teva Finance Services II B.V. wurde zum 01. April 2023 der Vertrag mit einer leichten Zinserhöhung verlängert. Auf Basis der neuen Vereinbarungen schätzen wir das Risiko durch steigende Zinsen gering ein. Im Rahmen der Globalisierung gibt es im Wirtschaftskreislauf viele globale Lieferketten, die auf Grund von Disruptionen Lieferverzögerungen als auch Lieferausfälle verursachen können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von konjunkturellen Risiken sowie die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden vom Management für TEVA Deutschland jeweils als "mittel" eingestuft. 3.2.5. Regulatorische Risiken Staatlich-regulatorische Ausgestaltungen des öffentlichen Gesundheitswesens in den einzelnen nationalen Märkten können die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen. Die Änderung von bestehenden oder auch die Einführung neuer Vorschriften in Bezug auf pharmazeutische Produkte können sich auf den Unternehmenserfolg auswirken. Auswirkungen auf TEVA Deutschland können zudem regulatorische Eingriffe haben, die einzelne Kunden oder Kundengruppen (wie z.B. Ärzte/Kliniken, Apotheken, Patienten, Krankenkassen, Großhändler) direkt oder indirekt mit stärkerer Nachfragemacht ausstatten oder zu einem veränderten Nachfrageverhalten führen. Beispielhaft hierfür sind Rabattverträge, Substitutionsregelungen. Daneben führen Ausschreibungen von Krankenkassen zu erheblichen Preisnachlässen bei den pharmazeutischen Herstellern. Ausmaß und Auswirkungen von etwaigen Änderungen sind schwer kalkulierbar, weil sie vom politischen Prozess abhängig sind und von den Reaktionen der betroffenen Marktteilnehmer wesentlich beeinflusst werden. Im Rahmen der europäischen Gesetzgebung können sich zudem weitere Auflagen ergeben, welche sich auf die Teva Deutschland auswirken. Wir unterliegen keinen Sanktionsverordnungen der Europäischen Union, weiter verweisen wir auf die Einstufung als kritische Infrastruktur. Die Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ist "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel". 3.2.6. Risiken im Produktportfolio Potenzielle Risiken bestehen auch beim weiteren Ausbau des Produktportfolios. Lange andauernde Zulassungsverfahren können den Markteintritt von Produkten erheblich verzögern bzw. verhindern. Zusätzlich sind die Zulassungsverfahren sehr aufwendig, da wir im Bereich der Studien nur bedingt vom Konzern profitieren können. Darüber hinaus können zusätzliche Anforderungen der Zulassungsbehörden die planmäßige Vermarktung negativ beeinflussen. Insbesondere bei Generika besteht regelmäßig das Risiko einer Patentverletzung. Als Folge davon können erhebliche Kosten aus Schadensersatzverpflichtungen oder der vollständigen oder zeitweiligen Untersagung der Vermarktung von Produkten entstehen. Bei speziellen Wirkstoffen, die nur von vereinzelten Produzenten erworben werden können, besteht ein erhöhtes Risiko bezüglich der Verfügbarkeit und damit für das Angebot im Produktportfolio. Es besteht zudem das Risiko ausbleibender Nachfragen für einzelne Produkte oder Produktsegmente im Portfolio, beispielsweise durch einen Ausfall der sogenannten Grippe- und Erkältungssaison. Der Markt für Multiple Sklerose zeichnet sich durch den zunehmenden Wettbewerb aus, zum einen durch das Wachstum von neuen, innovativen Arzneimitteln und zum anderen durch die vermehrten Generika-Markteintritte. Dies stellt ein Risiko für COPAXONE® dar, welches sich in einem fortgeschrittenen Status des Produktlebenszyklus befindet. Auch im Markt für die prophylaktische Behandlung von Migräne, in welchem AJOVY® aktuell die Marktposition 2 unter den aCGRP-Antikörpern gefestigt hat, steigert sich der Wettbewerb durch eine geänderte Erstattungssituation des Marktführers und zusätzlich durch mögliche Neueinführungen neuer Arzneimittel. Die durch die Inflation verminderte Kaufkraft beeinflusst bei manchen Produktgruppen (z. B. Vitamine und Ginkobil) im OTC-Bereich unsere Verkaufszahlen. Die Risikoeinschätzung des Managements in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit ist "niedrig". Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage ist laut Einschätzung des Managements "mittel". 3.2.7. Risiken der Lieferfähigkeit Hinsichtlich der quantitativen und qualitativen Lieferfähigkeit der TEVA Deutschland bestehen Risiken. Lieferketten werden durch unser globales Risikomanagement bewertet und entsprechende Maßnahmen für die jeweiligen Länder abgeleitet. Es gibt ein wöchentliches Gremium, in welchem die Probleme zu Materialien gesammelt und beleuchtet werden. Hervorzuheben sind die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit unseren Lieferanten. Des Weiteren erfolgt eine regelmäßige Abstimmung zwischen Bedarfs- und Absatzplanung, um bei Diskrepanzen entsprechende Schritte einleiten zu können. Durch Erhöhung der Planlieferzeit bei Bestellungen rechnen wir mit einer höheren Liefersicherheit, ebenso in Einzelfällen durch den gezielten Aufbau von Sicherheitsbeständen bei sehr kritischen Materialen. Durch unser globales internes Netzwerk prüfen wir die Möglichkeit bei Engpässen von Materialien, diese von anderen Teva Standorten weltweit zu erhalten. Qualitätsprobleme bei Lieferanten, eine fehlerhafte Koordinierung der Produktion oder eine unzureichende Rohstoffversorgung könnten z. B. Produktions- und Lieferverzögerungen verursachen, die zu Marktanteilsverlusten und ggf. Konventionalstrafzahlungen führen. Durch den enormen Preisdruck im Gesundheitswesen besteht die Notwendigkeit global zu beschaffen, wodurch sich das qualitative und quantitative Risiko erhöht. Seit dem 01.01.2023 gilt das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). In diesem Zusammenhang hat Teva bereits im Vorfeld mehrere Projektgruppen auf nationaler und internationaler Ebene eingerichtet. Dabei wurden alle relevanten Unternehmensbereiche und Analysen zu den einzelnen Sorgfaltspflichten einbezogen. Wir überprüfen die Einhaltung der Bestimmungen kontinuierlich. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie auch die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden von der Geschäftsführung jeweils als "mittel" eingeschätzt. 3.2.8. Risiken im IT-Bereich Der Risikokatalog führt auch Risiken im Bereich der Informationstechnologie (IT) auf. Als kritische Infrastruktur wird insbesondere der Bereich der Datensicherheit und der Stabilität der IT-Infrastruktur in der Produktion sowie im Office-Bereich definiert. Eine instabile IT-Infrastruktur führt zu Einschränkungen u. a. bei Auftragsabwicklung und Produktionsabläufen mit entsprechenden Auswirkungen auf die finanziellen Kennzahlen des Unternehmens. Das Unternehmen hat dem durch entsprechende Datensicherungen, Wartungsverträge und Hotlines gegengesteuert. Durch die Auslagerung der IT-Dienstleistungen an externe Dienstleister haben sich längere Bearbeitungszeiten ergeben. Die Vorbereitungen zur Umstellung von SAP N20 auf SAP-Enterprise im Jahr 2025 haben bereits begonnen. Basierend auf detaillierten Projektplänen und Erfahrungen von erfolgreichen Systemumstellungen an anderen Teva Standorten gehen wir von einem mitigierten Risiko aus. Aufgrund der konzernweiten IT-Struktur wird der Bereich Cyber Security intensiv betreut. Zusätzlich stellen Globale "Corporate Cyber Crisis Management Plans" die Abwicklung einer solchen Situation auf globaler Ebene sicher. Innerhalb der IT-Abteilung wird dieses Risiko separat überwacht und berichtet. Mitarbeiter der TEVA Gruppe Deutschland werden zum Thema Cyber-Attacken regelmäßig geschult und sensibilisiert. Sie haben die Möglichkeit auffällige E-Mails über einen Phishing-Report vorab über das E-Mail-Programm an die IT-Abteilung zu melden und prüfen zu lassen. Ergänzend hierzu werden in Planspielen entsprechende Situationen mit der Geschäftsführung und Führungskräfte der relevanten Bereiche durchgeführt, um sich auf potenzielle reale Situationen vorzubereiten. Potenziellen Risiken durch Cyber-Attacken wird somit bestmöglich entgegengewirkt. Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "hoch" eingestuft. 3.2.9. Audit von externen Behörden Es finden regelmäßig Audits von inländischen und ausländischen Behörden statt. Wer in Europa Fertigarzneimittel herstellt und auf den Markt bringt, muss die Qualität dieser über die gesamte Produktionskette hinweg gewährleisten. Das Befolgen der Guten Herstellungspraxis (EU-GMP-Leitfaden Teil I) soll gewährleisten, dass die Arzneimittel nach gleichbleibend hohen Qualitätsstandards produziert und geprüft werden. Das schließt auch die GMP-konforme Herstellung der verwendeten Ausgangsstoffe ein. So fordert es der Artikel 46 der europäischen Richtlinie 2001/83/EG, der beispielsweise in Deutschland durch §13 Absatz 3 der Arzneimittel- und Wirkstoffherstellungsverordnung (AMWHV) in nationales Recht umgesetzt ist. Arzneimittelhersteller müssen ihre Lieferanten überall auf der Welt folglich nach den Maßgaben der Guten Wirkstoff-Herstellungspraxis (EU-GMP-Leitfaden Teil II) qualifizieren und sich durch turnusmäßige Prüfungen - etwa im Abstand von zwei bis drei Jahren - davon überzeugen, dass die Herstellung der von ihnen verwendeten Wirkstoffe auch wirklich GMP-konform ist. Eine zeitliche Staffelung der Überprüfungen anhand von Risikobewertungen ist möglich. Häufig wird die Verpflichtung mit einem Verantwortungsabgrenzungsvertrag auf den Lohnhersteller übertragen. Ob die Arzneimittel- bzw. Lohnhersteller ihrer Pflicht nachkommen, wird durch die Überwachungsbehörden im Rahmen ihrer turnusmäßigen GMP-Inspektionen immer stärker geprüft (EMEA/INS/GMP/313538/2006): Neben der Überwachung der Guten Herstellungspraxis beim Hersteller lassen sie sich auch die schriftlichen Nachweise vorlegen, mit denen die pharmazeutische Qualität zugelieferter Wirkstoffe belegt wird. Die "Qualified Person" des Herstellers muss das Befolgen dieser Regeln schriftlich bestätigen - sowie die persönliche Verantwortung dafür übernehmen. Als kritische Infrastruktur unterliegen wir zusätzlich der Inspektion durch das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik). Aufgrund unseres hohen Qualitätsstandards sehen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als "niedrig" an. Die Auswirkung auf die Finanz, Vermögens- und Ertragslage wird aus Sicht des Managements als "mittel" eingestuft. 3.2.10. Risiken durch den Ausbau der Biotechnologieanlage Durch den Ausbau der Biotechnologieanlage am Standort Ulm verteilen sich die Risiken durch die Gewinnabführungsverträge innerhalb der TEVA Deutschland auf die gesamte Gruppe: Das Gesamtprojekt unterliegt regelmäßigen internen und externen Audits. Diese stellen sicher, dass die gesamten Prozesse in Bezug auf Beschaffung, Compliance, der Organisationsstruktur und das Reporting den festgelegten Vorgaben entsprechen. Kontrollorgan ist das wöchentliche Steering Committee, welches sich aus lokalem und globalem Management zusammensetzt, um jeglichen Risiken proaktiv entgegenzuwirken. Aufgrund des Cashflows der deutschen Teva Gesellschaften, sowie durch ein konzerninternes Darlehen, ist das Projektbudget und eventuelle Überschreitungen dessen ausreichend gesichert. Des Weiteren gibt es das Risiko aus Unfällen während des Bau- und Installationsbetriebes, welches aufgrund der sehr guten EHS-Politik gering zu bewerten ist. Zudem rechnen wir mit der Inbetriebnahme der Biotechnologieanlage im Q4 2024. In der Gesamtbetrachtung der Risiken durch den Ausbau der Biotechnologieanlage wird die Eintrittswahrscheinlichkeit vom Management als "niedrig" eingestuft, die Einschätzung der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als "mittel". 3.2.11. Rechtliche Risiken Die im Pharmabereich immanenten Risiken aufgrund komplexer Patentsituationen werden ständig überwacht und bewertet. Als pharmazeutischer Unternehmer sind wir nach § 94 Arzneimittelgesetz (AMG) verpflichtet, für Personenschäden aus der Herstellung und dem Vertrieb von Arzneimitteln, für deren Gefahren eine Deckungsvorsorge zu treffen. Vertragsstrafen oder Schadensersatz wegen Lieferausfällen im Rahmen der Arzneimittelrabattverträge werden ebenso ständig überwacht und gegebenenfalls bilanziell passiviert. Arbeitsrechtliche Risiken werden evaluiert und bei Bedarf entsprechende Rückstellungen gebildet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für rechtliche Risiken schätzt das Management als "niedrig" ein, die Einschätzung der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als "mittel". 3.2.12. Risiken aus Unfällen und sicherheitstechnischen Vorfällen TEVA Deutschland hat ein EHS-Management (Environment, Health & Safety.) basierend auf den globalen Vorgaben von Teva. Dieses zielt durch verschiedenste Maßnahmen und Verfahrensweisen auf hohe EHS-Standards und robuste Verfahrensweisen ab. Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben und verschiedene Maßnahmen zur Sicherstellung sicherer technischer Anlagen und Verfahren ist hier ein grundlegendes Kriterium. Risiken werden systematisch erfasst und vorausschauend bewertet und geeignete vorbeugende Schutzmaßnahmen abgeleitet. Die Beteiligung aller Mitarbeiter hierbei und die feste Verankerung von EHS-Kriterien bei den wesentlichen Entscheidungsprozessen des Unternehmens sind zentrale Säulen des Arbeitsschutzmanagements. Der Standort wird sowohl zu internen als auch rechtlichen Vorgaben in regelmäßigen Abständen internen Konzernaudits unterzogen. Das Risiko für das Unternehmen aus arbeitsschutzrelevanten und anlagentechnischen Unfällen wird daher im Industrievergleich als gering eingeschätzt. Sowohl die Eintrittswahrscheinlichkeit hierfür als auch die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden von der Geschäftsführung jeweils als "niedrig" eingeschätzt. 3.2.13. Umweltrisiken Umweltrisiken werden bei TEVA Deutschland mit folgenden Instrumenten dokumentiert, bewertet und priorisiert:
Die Mitigation erfolgt im Rahmen unseres lokalen EMAS/ISO 14001 Managementsystems sowie im Rahmen unseres globalen EHS-Managementsystems, das mit ca. 50 EHS-Standards alle Aspekte einer sicheren und nachhaltigen Entwicklung umfasst. Weitere Informationen hierzu können unserer Umwelterklärung und unserem ESG-Report entnommen werden, der auf unserer lokalen und globalen Homepage eingesehen werden kann. Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "mittel" eingestuft. 3.2.14. Risiken durch den Russland/Ukraine Krieg Die durch den Konflikt verursacht steigenden Energie- und Rohstoffpreise bewirken einen steigenden Kostendruck im Bereich Produktion und Logistik. Für Lieferungen an Russland und an die Ukraine ergeben sich keine Währungsrisiken, da wir keine direkte Geschäftsbeziehung mit diesen Ländern haben. Der Intercompany Umsatz für den russischen und ukrainischen Markt ist stabil. Wir haben keine Single-Source-Bezugsquellen mit Lieferanten aus Russland und der Ukraine. Aufgrund der konzernweiten IT-Struktur ist der Bereich Cyber Security auf dem neuesten Stand der Technik, und wir sehen somit keine Gefahr durch vermehrte Cyber Angriffe im Zusammenhang mit den derzeitigen Spannungen. Um unabhängig von Gas zu sein, wurde in der Produktion Ulm in Jahr 2022 ein Öltank installiert, welcher seit Anfang des Jahres 2023 bei Bedarf in Betrieb genommen werden kann. In Blaubeuren/Weiler war diese Vorrichtung für Gas und Öl bereits vorhanden. Des Weiteren sind Notfall - und Krisenpläne am Standort etabliert. Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "mittel" eingestuft. 3.2.15. Risiken durch den Gaza/Israel Krieg Auf die Intercompany Dienstleistungen von und nach Israel haben sich bisher keine durch den Krieg verursachten Auswirkungen ergeben. Die Fakturierung der Rechnungen erfolgt ausschließlich in der Währung Euro. Für Schlüsselprodukte halten wir auch weiterhin Notfallpläne mit Backup-Produktionsstandorten bereit und erwarten zum jetzigen Zeitpunkt keine nennenswerten Auswirkungen auf unsere operative Performance. Durch ein am Teva Standort in Israel eingerichtetes Krisenmanagement, welches die Lieferketten von Warenlieferungen von und nach Israel sicherstellt, wird ein normaler Warenfluss ermöglicht und hat keinen Einfluss auf das operative Geschäft. Es gibt keine Geschäftsbeziehungen zwischen TEVA Deutschland und dem Nahen Osten. Am Standort Deutschland wurden die Besucher Richtlinien verschärft und nach wie vor wird mitgebrachtes Equipment mehreren Prüfpunkten unterzogen. Das Datenmanagement ist über viele TEVA Standorte mit einer Backup-Lösung verteilt. Der operative Cashflow der TEVA Deutschland gewährleistet die Unabhängigkeit des Standorts. Aus Sicht des Managements wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos als "niedrig" kategorisiert. Die Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage wird als "mittel" eingestuft. 3.3. Chancenbericht 3.3.1. Regulatorische Chancen Bestärkt durch das E-Health-Gesetz werden digitale Geschäftsprozesse kontinuierlich ausgebaut. Das E-Health-Gesetz regelt die Einführung digitaler Anwendungen im deutschen Gesundheitswesen durch die schrittweise Ablösung bislang papierbasierter Prozesse durch IT-unterstützte Verfahren mit dem Ziel, die Patientenversorgung zu verbessern 15 . TEVA Deutschland hat sowohl im Finanzbereich als auch im Bereich Marketing/Vertrieb einige digitale Lösungen etabliert. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der Mehrfachvergabe bei Ausschreibungen der Krankenkassen. Dieses Modell sichert sowohl die Versorgung der Patienten mit notwendigen Arzneimitteln als auch den Produktionsstandort Deutschland, da mehr als nur ein Anbieter den Markt bedienen kann. Dieses Mehrpartnermodell wurde auch in diesem Geschäftsjahr angewendet. Durch unsere diversifizierte Markenstrategie können wir das Segment der günstigen Medikamente bedienen. Die Aufhebung der Festbeträge und Abschaffung von Rabattverträgen bei Kinderarzneimitteln durch das Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) ist ein wichtiger Schritt für eine verbesserte Arzneimittelversorgung in Deutschland. Durch die im Jahr 2023 da gewesene schlechte Versorgungslage von Medikamenten, sehen wir eine Chance, dass es weitere regulatorische Anpassungen gibt, durch die der Produktionsstandort Deutschland gestärkt wird. 3.3.2. Chancen im Produktportfolio TEVA Deutschland ist im Bereich Produktportfolio sehr vielseitig aufgestellt. Aufgrund der Ausgewogenheit von Innovativen Produkten und generischen Produkten profitieren die deutschen Gesellschaften zunächst vom Produktlebenszyklus der Originale. Nach Patentablauf, mit dem Übergang in den generischen Bereich, wird das Produkt in dem generischen Produktbereich betreut. Grundsätzlich ergeben sich Chancen aus Produkteinführungen und unserer etablierten Positionierung in diesem Bereich. Beispielhaft dafür ist Synofen-ratiopharm, bei welchem wir durch unseren Bekanntheitsgrad weitere Wachstumschancen sehen. Trotz des Patentablaufs von Copaxone sind wir weiterhin im Markt gut positioniert. Weitere Chancen sehen wir in unserer innovativen Pipeline. Im Bereich der digitalen Interventionen, in welchem wir seit Dezember 2021 die digitale Gesundheitsanwendung "Hello better ratiopharm chronischer Schmerz" gelistet haben, wollen wir weiter wachsen. Durch die Lieferunfähigkeit von Mitwettbewerbern, ergeben sich auch Wachstumschancen im Generika Bereich. Die Geschäftsleitung bewertet das Produktportfolio unserer deutschen Standorte als ausgewogen und somit grundsätzlich als Chance einer guten Positionierung im generischen Umfeld. 3.3.3. Chancen aus der Marktstrategie Die in den letzten Jahren für die Pharmaunternehmen stark gewachsene Bedeutung der Krankenkassen und deren gesetzlicher Auftrag Rabattverträge zu schließen, bedürfen der laufenden Neujustierung der Vertriebsstrategie. TEVA Deutschland sieht die bisherige Strategie, Marktpositionierung und Profitabilität abzuwägen, als optimale Ausrichtung. Nach Abwägung der Gesamtsituation können Tenderverträge geschlossen werden, die bewusst eine Steigerung der Marktanteile bewirken. Hinzu kommt die Fokussierung auf Neueinführungen und eine stärkere Kundenzentrierung. Mit dieser Strategie sieht die TEVA Deutschland mittelfristig ihre Chance im Markt. 3.3.4. Chancen durch den Ausbau der Biotechnologieanlage Eine große Chance besteht durch den wachsenden Markt an biotechnologischen Medikamenten. Durch die Gewinnabführungsverträge innerhalb der TEVA Deutschland, ergibt sich die Chance für die gesamte Gruppe. Die hohe Kompetenz zur Herstellung von biotechnologischen Wirkstoffen der Teva in Ulm ist einer der Gründe, weshalb sich der Teva Konzern für den erheblichen Ausbau der Biotechanlage am Standort Ulm entschieden hat. Durch den Ausbau der Biotechanlage entwickelt sich TEVA Deutschland zunehmend zu einem High-Tech-Standort und zur Drehscheibe für Biotechaktivitäten des Teva Konzerns. Synergie- und Kosteneffekte erwarten wir im Bereich Personal durch die Erweiterung der Bestandsanlage mit der neuen Produktionsanlage Genesis. Zudem besteht die Möglichkeit als Pharmaauftragshersteller zu fungieren. Auf Europäischer Ebene gibt es einen Rechtsrahmen, dass wie bereits bei Generika Anwendungen, Biosimilars ausgetauscht werden können, wodurch sich weitere Wachstumsmöglichkeiten im Markt ergeben können. 3.3.5. Chancen durch Digitalisierung Chancen sieht TEVA Deutschland im Bereich Digitalisierung. Neben der gesetzlichen Notwendigkeit zu digitalen Schnittpunkten zu Apotheken, Ärzten, Krankenkassen oder Großhändlern durch das E-Health-Gesetz setzt die TEVA Deutschland im Rahmen ihrer Ressourcen-Verfügbarkeit auf digitale Prozesse oder Automatisierungen. Diese Möglichkeiten werden in den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen angewandt. In Bezug auf das E-Rezept sehen wir auch Chancen unser Geschäft im Versandhandel auszubauen. Durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse wird auch die Patientenversorgung verbessert. Die digitalen Kanäle zu unseren Kunden werden ständig ausgebaut, um die Bedürfnisse unserer Kunden besser zu verstehen. Durch Data Science und künstliche Intelligenz sollen in Zukunft effizientere Analysen durchgeführt werden, um datengestützte Entscheidungen zu treffen und damit einhergehend Prozesse zu verbessern und zu automatisieren. 3.3.6. Chancen aus Global Business Services im Finanzbereich Wir sehen die Chance von Skaleneffekte, welche durch die Bündelung von Aufgaben in unseren Global Business Services entstehen. Weiter generieren wir Kosteneinsparungen und eine Kompensation des Fachkräftemangels durch die Verlagerung in ausländische Global Business Service. 3.4. Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage Insgesamt bleibt festzuhalten, dass TEVA Deutschland die Risikosituation kontinuierlich überwacht und bewertet, um etwaigen Handlungsbedarf zu identifizieren. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung weisen die im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" dargestellten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die dargestellten Risiken werden als beherrschbar angesehen. Es sind keine einzelnen oder aggregierten Risiken festzustellen, welche die Unternehmensfortführung in absehbarer Zeit gefährden können. 4. Prognosebericht inklusive AusblickFür das Jahr 2024 erwarten wir bei der Teva Biotech GmbH einen gleichbleibenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Das EBIT wird im Vergleich zum Vorjahr konstant bleiben. Die zu aktivierenden Kosten werden im Vergleich zum Vorjahr stark sinken. In Bezug auf den Russland/Ukraine Krieg ergeben sich nachfrageseitig keine Auswirkungen. Durch den Gaza/Israel Krieg erwarten wir weiterhin keine Auswirkungen auf die Warenlieferungen von und nach Israel. Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir für das Jahr 2024 keine wesentlichen Preissteigerungen im Bereich der Beschaffungs- und Energiepreise. Wir haben uns verpflichtet, bis 2045 in allen unseren Betrieben und in unserer Wertschöpfungskette Net Zero (Netto-Null) zu erreichen - was bedeutet, dass wir der Umwelt nicht mehr Emissionen hinzufügen werden, als wir reduzieren oder entfernen. Um dieses Ziel zu erreichen, planen wir, bis 2035 100 % erneuerbaren Strom in unseren Betrieben weltweit zu verwenden. Durch das Hochfahren der neuen Produktionsanlagen im Bereich Teva Biotech GmbH, rechnen wir mit einem steigenden CO 2 e-Verbrauch von rund 4.000t CO 2. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir eine Teilnahmequote an der Mitarbeiterbefragung von 76 %. TEVA Deutschland sieht sich für die Zukunft sehr gut positioniert. Durch die Produktvielfalt von Innovativen Produkten, Generika, freiverkäuflichen Arzneimittel und biotechnologischen Produkten schaffen wir ein breitgefächertes und solides Standbein. Sehr gut aufgestellt ist der Bereich der freiverkäuflichen Produkte, was uns die Marktführerschaft nach Packungen im Bereich der OTC-Produkte bestätigt. Hier sind wir nicht nur bei den Offizin-Apotheken, sondern auch im Bereich der Online-Apotheken sehr gut aufgestellt. Der Versandhandel machte im Geschäftsjahr ca. 31 % des gesamten OTC-Umsatzes aus. Im Bereich der verschreibungspflichtigen Generika sehen wir unsere Stärken in der Ausgewogenheit von Profitabilität und Marktpositionierung durch Tenderverträge. Außerdem wird nach wie vor die Konzentration auf Produktneueinführungen Priorität haben. Auf diese Themen ist unsere Vertriebsstrategie ausgerichtet, die wir fortführen werden. Mit ihr sehen wir uns gut positioniert, um Veränderungen am Markt mitzugehen. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir für die Bereiche OTC und verschreibungspflichtige Generika einen Umsatzanstieg von 6% für die gesamte TEVA Deutschland zum Vorjahr erzielt. Für 2024 rechnen wir mit einem Wachstum von ca. 1 % im Vergleich zu 2023. Durch das ausgelaufene Patent von Copaxone und durch die geringeren Wachstumschancen im Bereich der Onkologie und Schmerztherapie rechnen wir für das Spezialitätengeschäft der TEVA Deutschland mit einem Umsatzrückgang von ca. - 1 % im Jahr 2024. Hingegen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 für das Produkt AJOVY® mit einem weiteren Umsatzanstieg. In der neuen Biotechnologie-Anlage soll künftig das Teva-Eigenprodukt für chronische Migräne AJOVY® und weitere biotechnologische Produkte hergestellt werden. Wir positionieren uns als Hersteller von biotechnologischen Wirkstoffen und als attraktiver Arbeitgeber in der Region. Die Kosten werden regelmäßig überwacht und sind in der Cash-Flow-Planung berücksichtigt. Somit sind die Risiken unter Kontrolle. Die Fertigstellung der Anlage und die ersten Produktionsläufe sind im Jahr 2024 geplant. Eine der größten Herausforderungen des digitalen Zeitalters in der heutigen Geschäftswelt ist die Dynamik des Wandels des Marktes und dessen Geschwindigkeit. Ob technologisch, sozial oder wirtschaftlich - die Innovationszyklen werden immer kürzer. Digitalisierung ist für uns ein Instrument diesen Wandel anzugehen. Neben neuen Technologien, die die Digitalisierung mit sich bringt, spielt auch die Unternehmenskultur eine fundamentale Rolle, um auf diese neuen Gegebenheiten sehr agil und zielgerichtet reagieren zu können. Die Kombination von Technologie, Daten und einer innovativen Unternehmenskultur werden wir in 2024 weiter ausbauen, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Wir erwarten positive Effekte, nicht zuletzt durch die neue Art und Weise, wie wir mit unseren Kunden kommunizieren. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer Stabilisierung der Lieferausfälle im Markt und einer Verbesserung unseres Customer Service Level um 2 bis 3 %. Die TEVA Deutschland ist sich seiner sozialen und ethischen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft in der Arzneimittelversorgung, als Arbeitgeber und als Geschäftspartner stets bewusst. Transparenz und Compliance bestimmen dabei unser tägliches Handeln. Besonders in außergewöhnlichen Zeiten stellen wir uns dieser Verantwortung.
Ulm, den 17. Mai 2024 Stefan Fügenschuh, Geschäftsführer Andreas Burkhardt, Geschäftsführer Thomas Schlenker, Geschäftsführer
1 https://pharmabarometer.de/pu/teva/
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar - 31. Dezember 20231. Allgemeine AngabenDie Teva Biotech GmbH ist auf den Gebieten der Produktion, Lizenzierung und Vermarktung von biotechnologisch hergestellten pharmazeutischen Wirkstoffen tätig. Die Firma hat ihren Sitz in Ulm und ist beim Amtsgericht Ulm unter der Nummer HRB 4990 im Register des Amtsgerichts Ulm eingetragen. An der Teva Biotech GmbH ist zu 100 % unmittelbar die Merckle GmbH, Blaubeuren, beteiligt. Ferner ist die Merckle GmbH eine 100 %ige Tochtergesellschaft der TEVA Health GmbH, Ulm. Die TEVA Health GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft des Teva Konzernmutterunternehmens Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel. Das Geschäftsjahr der Teva Biotech GmbH entspricht dem Kalenderjahr. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Der Jahresabschluss der Teva Biotech GmbH, Ulm, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Sämtliche Beträge sind, soweit nicht abweichend angegeben - in Tausend Euro (T€) dargestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünfzehn Jahren. Sofern außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Herstellungs- oder Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt im Allgemeinen bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen und Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen vier und sechzehn Jahren. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, die bei späterem dauerhaftem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 250 € werden aufwandswirksam erfasst. Für alle anderen abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000 € erfolgt eine lineare Poolabschreibung über fünf Jahre. Das Umlaufvermögen wird nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten/ Herstellungskosten. Selbst erstellte Fertig- und Halbfertigfabrikate werden zu Standardkosten bewertet, wobei Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt werden. Verpackungen sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen sind wertberichtigt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden ebenfalls zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen wie auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden unsaldiert ausgewiesen Das Eigenkapital wird nach §272 HGB bilanziert und zu Nominalwerten angesetzt. Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach Maßgabe der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Währungsumrechnung für Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Am Bilanzstichtag erfolgt die Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Unrealisierte Verluste werden angesetzt. Der Teva-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Gruppenträgerin (Teva Health GmbH), noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Auf die Teva Biotech GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin (Teva Health GmbH), die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Teva Biotech GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Die TEVA Biotech GmbH ist derzeit dabei, die konkreten Auswirkungen des MinStG zu analysieren. Auf der Grundlage einer Berechnung mit Daten für das Geschäftsjahr 2023 könnte für Deutschland die zeitlich befristete CbCR Safe Harbour-Regel in Anspruch genommen werden, d.h., dass in Deutschland keine Ergänzungssteuer im Rahmen der nationalen Ergänzungssteuer angefallen wäre, wenn das MinStG bereits für dieses Geschäftsjahr Anwendung gefunden hätte. 3. Bilanzerläuterungen3.1. Aktiva Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Entgeltlich von Dritten erworbene, immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Selbstgeschaffene, immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zum Bilanzstichtag nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen, Laboreinrichtungen, Büroeinrichtungen, Betriebseinrichtungen, Büromaschinen und geringwertige Wirtschaftsgüter sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen im Anlagevermögen für Anlagen im Bau, Betriebs- und Geschäftsausstattung und Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von T€ 104.247 (Vorjahr: T€ 133.977) getätigt. Dieser Anstieg resultiert aus den fortschreitenden Baumaßnahmen der neuen Biotechnologieanlageanlage. Umlaufvermögen Bei den Vorräten wurden wie in den Vorjahren erforderliche Abwertungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten für erworbene Vorratsbestände erfolgt nach der Durchschnittsmethode, Herstellungskosten werden nach dem Standardkostenverfahren ermittelt. Folgendermaßen setzten sich die Vorräte zusammen:
Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden im Wesentlichen Forderungen gegen die Gesellschafterin Merckle GmbH in Höhe von T€ 23.514 (Vorjahr: T€ 19.453) ausgewiesen. Diese resultieren hauptsächlich aus Dienstleistungen aus einem Service-Agreement. Des Weiteren bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Ausland mit T€ 12.193 (Vorjahr: T€ 5.221). Die Dienstleistungen betreffen dabei hauptsächlich die Belieferung und das Testen von aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen (API ́s). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen im Berichtsjahr T€ 3.940 (Vorjahr: T€ 3.440). Ferner bestehen gegenüber der TEVA Health GmbH Forderungen aus der Organumsatzsteuer in Höhe von T€ 1.604 (Vorjahr: T€ 1.214). Gegenüber der Gesellschafterin Merckle GmbH bestehen im Berichtsjahr zudem Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von T€ 21.467 (Vorjahr: T€ 467). Als sonstige Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche aus Strom- und Energiesteuer sowie debitorische Kreditoren ausgewiesen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3.2. Passiva Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft wird unverändert mit 25.000,00 € ausgewiesen. Die Gesellschaft weist gesetzliche Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 1 aus. Fremdkapital Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (T€ 3.363), ausstehende Rechnungen (T€ 2.996), Beiträge für die Schwerbehindertenabgabe, Aufbewahrung von Daten sowie Kosten für die Jahresabschlussprüfung. Bei der Bemessung der ausgewiesenen Rückstellungen sind sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen, berücksichtigt. Verbindlichkeiten Bei der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fremden Dritten (T€ 27.956) werden offene Liefer- und Leistungsverpflichtungen passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 932.780 betreffen überwiegend Cashpool-Verpflichtungen gegenüber der TEVA Health GmbH in Höhe von T€ 930.950 (Vorjahr: T€ 790.352), Dienstleistungsverpflichtungen aus allgemeinen Verwaltungsaufgaben gegenüber der Teva Health GmbH in Höhe von T€ 821 (Vorjahr: T€ 681) und der Gesellschafterin Merckle GmbH in Höhe von T€ 636 (Vorjahr: 113 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Ausland in Höhe von 368 T€ (Vorjahr: T€ 923). Unter der Position sonstige Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer ausgewiesen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 4. Erläuterungen der Gewinn- und VerlustrechnungDie Teva Biotech GmbH erzielte ihre Umsätze hauptsächlich aus der Produktion und dem konzerninternen Vertrieb von Biosimilars. Die gesamten Umsatzerlöse betrugen 2023 T€ 54.254. Der größte Teil der Umsatzerlöse wurden im Inland mit der Gesellschafterin Merckle GmbH erzielt.
Die aktivierten Eigenleistungen resultieren aus dem Neubau der Biotechnologieanlage und liegen im Jahr 2023 bei T€ 26.421 (Vorjahr: T€ 16.901). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die nachfolgenden dargestellten Positionen:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1.038 enthalten (Vorjahr: T€ 483) und betreffen hauptsächlich die Auflösungen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 1.010). Der Materialaufwand betrifft den Einsatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen und beträgt T€ 16.537. Davon entfallen T€ 3.426 auf bezogene Leistungen. Der Personalaufwand beinhaltet Löhne und Gehälter, Prämien und Tantiemen, Urlaubsgeld, Vermögensbildung, Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Aufwendungen und Beiträge für Altersversorgung sowie die gesetzlichen Sozialabgaben und liegt im Geschäftsjahr 2023 bei T€ 34.905 (Vorjahr: T€ 31.544). Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Bauten, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geringwertige Wirtschaftsgüter. Als sonstige betriebliche Aufwendungen werden im Wesentlichen allgemeine betriebliche Kosten T€ 15.194 (Vorjahr: T€ 10.234), Kosten des Anlagevermögens T€ 5.549 (Vorjahr: T€ 2.701) Aufwendungen für wissenschaftliche Arbeiten T€ 4.405 (Vorjahr: T€ 1.869) sowie Mieten und Leasing T€ 2.186 (Vorjahr: T€ 2.219) ausgewiesen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Steuern betreffen Lohnsteuer auf geldwerte Vorteile, Stromsteuer sowie Kfz-Steuer. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Merckle GmbH wurde der Verlust der Teva Biotech GmbH in Höhe von 21.466.962,08 € von der Gesellschafterin Merckle GmbH übernommen. 5. Sonstige AngabenLatente Steuern Zum 31. Dezember 2023 waren keine latenten Steuern auf Ebene der Teva Biotech GmbH zu ermitteln, da die Gesellschaft zum Organkreis der TEVA Health GmbH gehört und damit die temporären Differenzen auf Ebene der TEVA Health GmbH berücksichtigt werden müssen. Haftungsverhältnisse (§ 268 Abs. 7 HGB) und sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 251 HGB) Sonstige finanzielle Verpflichtungen sind zum Nominalwert darzustellen.
Haftungsverhältnisse bestehen in Form von Bankbürgschaften in Höhe von T€ 9.016 (Vorjahr T€ 30.016). Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens des Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Das Bestellobligo für Folgejahre beträgt T€ 11.222. Außerbilanzielle Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) Es bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage notwendig sind. Personalbestand (§ 285 Nr. 7 HGB) Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 381 Mitarbeiter (Vorjahr: 350), die sich wie folgt aufteilen:
Angaben für Organmitglieder (§ 285 Nr. 9a - 9c HGB) Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Organe der Gesellschaft (Geschäftsführung) (§ 285 Nr. 10 HGB) Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr sind:
Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 HGB) Oberstes Mutterunternehmen ist die Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Teva Biotech GmbH wird in den Konzernabschluss der Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz des Unternehmens in Israel veröffentlicht. Eine in deutscher Sprache übersetzte Fassung wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und anschließend im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Unmittelbare Muttergesellschaft ist die Merckle GmbH, Ulm, die unmittellbares Tochterunternehmen der TEVA Health GmbH, Ulm ist. Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB beinhaltet den Aufwand für die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2023 mit T€ 75. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen (§ 285 Nr. 21 HGB) Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Berichtsjahr wurden zu marktüblichen Konditionen abgehandelt. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB) Es gibt keine nennenswerten Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023.
Ulm, den 17. Mai 2024 Stefan Fügenschuh, Geschäftsführer Andreas Burkhardt, Geschäftsführer Thomas Schlenker, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Teva Biotech GmbH, Ulm Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Teva Biotech GmbH, Ulm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Teva Biotech GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Unterabschnitt "Umwelt" im Abschnitt "2.4.2. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren" des Lageberichts als nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 17. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer Dietmar Eglauer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 19.6.2024 festgestellt. |
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