Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Schmickler seit 29.4.2024 | Geschäftsführer |
Roger Menneking seit 29.4.2024 | Geschäftsführer |
Rainer Grabowski seit 29.4.2024 | Geschäftsführer |
Jascha Alexander Jacobs seit 2.11.2022 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbHMülheim an der RuhrJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Eintragung in das Handelsregister: Amtsgericht Duisburg, HRB 15450 INHALT 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 3.1 Allgemeine Angaben 3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 3.3 Bilanz 3.3.1 Anlagevermögen 3.3.2 Vorräte 3.3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.3.4 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.3.5 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 3.3.6 Aktive latente Steuern 3.3.7 Eigenkapital 3.3.8 Rückstellungen 3.3.9 Verbindlichkeiten 3.4 Gewinn- und Verlustrechnung 3.4.1 Umsatzerlöse 3.4.2 Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen und andere aktivierte Eigenleistungen 3.4.3 Sonstige betriebliche Erträge 3.4.4 Materialaufwand 3.4.5 Personalaufwand 3.4.6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.4.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.4.8 Zinsergebnis 3.4.9 Abschreibung auf Finanzanlagen 3.4.10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.4.11 Sonstige Steuern 3.5 Sonstige Angaben 3.5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen 3.5.2 Haftungsverhältnisse 3.5.3 Konzernzugehörigkeit 3.5.4 Nahe stehende Unternehmen und Personen 3.5.5 Abschlussprüferhonorar 3.5.6 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte 3.5.7 Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 3.5.8 Nachtragsbericht 3.5.9 Mitarbeiterzahl 3.5.10 Gesamtbezüge der Geschäftsführung 3.5.11 Geschäftsführung 3.5.12 Gewinnverwendung 1. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
PASSIVA
2. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023
3. ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20233.1 ALLGEMEINE ANGABEN Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 3, Abs. 4 Satz 1 HGB zugrunde gelegt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Im Sinne einer größeren Klarheit werden in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zusammengefasst. Hierzu wird nachfolgend eine Aufgliederung nach Einzelposten mit ergänzenden Erläuterungen und Vermerken gegeben. Die nach § 265 Abs. 2 HGB angegebenen Vorjahresbeträge beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022. 3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren entsprechend linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Wertverzehr. Anlagenzugänge werden grundsätzlich linear pro rata temporis abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 250 EUR nicht übersteigen, werden direkt im Aufwand erfasst. Für angeschaffte oder hergestellte, abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 250 EUR, aber nicht 1.000 EUR übersteigen, werden Sammelposten gebildet. Diese als unwesentlich klassifizierten Sammelposten werden, unabhängig vom tatsächlichen Vorhandensein/Gebrauch, einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Der Ermittlung der Wertansätze liegt für alle Vorratsgruppen das gewogene Durchschnittswertverfahren zugrunde. Soweit am Bilanzstichtag je nach Art des Vorratsvermögens niedrigere Wiederbeschaffungspreise vorliegen, werden diese berücksichtigt. Den Bestandsrisiken der Vorratshaltung, die sich aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, ist durch Wertabschläge ausreichend Rechnung getragen. Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt und enthalten die gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Kosten (Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, der durch die Fertigung veranlasst ist). Die Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Soweit am Bilanzstichtag je nach Art des Vorratsvermögens niedrigere Wiederbeschaffungspreise und/oder Nettoveräußerungswerte vorliegen, werden diese berücksichtigt. Den Bestandsrisiken der Vorratshaltung, die sich aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge ausreichend Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennbetrag (Anschaffungskosten) bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen berücksichtigen Leistungen aufgrund von Einzel- und Kollektivzusagen. Die Ermittlung erfolgt aufgrund versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Inventurstichtag der Pensionsverpflichtungen ist der 30. September 2023. Der Berechnung werden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75 % p. a., ein Rententrend von 2,25 % p. a. sowie eine jährliche Fluktuation von 1,00 % zugrunde gelegt. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wurden zum 31. Dezember 2023 Zinssätze von 1,78 % bis 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) zugrunde gelegt. Die Abweichung zu dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % führt zu keinen wesentlichen Änderungen in der Bewertung. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz (1,74 % bis 1,76 %, Vorjahr: 1,44 %) zum Geschäftsjahresende beläuft sich auf 29 TEUR (Vorjahr: 137 TEUR). Er ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den betreffenden Altersversorgungsverpflichtungen saldiert. Ebenso wird mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen verfahren. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert des Deckungsvermögens die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Der Bewertung von Rückstellungen, mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, werden von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene, ihren Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der letzten sieben Jahre für die Abzinsung zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden aus Vereinfachungsgründen auf Basis einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren bewertet. Des Weiteren ist eine jährliche Preis- und Kostensteigerung von 2,7 % berücksichtigt worden. Die Auswirkungen aus der Zinssatzänderung werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die langfristigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und Jubiläumsverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Für Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwendungen und Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, werden aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem zum Bilanzstichtag ermittelten Haftungsumfang. Soweit bei Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen wurden, werden diese, solange die Gründe hierfür weiterbestehen, beibehalten. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Bilanzwerten der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Latente Steuern werden unter Anwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Der Gesamtsteuersatz der MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlust-/Zinsverrechnung berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, vom Ausweiswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Ergibt sich aus dem Vergleich der Gesamtdifferenz der bilanzpostenbezogenen aktiven und passiven latenten Steuern sowie der aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge und ggf. Zinsvorträge ein Aktivüberhang, wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend Gebrauch gemacht, einen Aktivüberhang an latenten Steuern nicht zu bilanzieren. 3.3 BILANZ 3.3.1 ANLAGEVERMÖGEN Die Investitionen der MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2023 belaufen sich auf insgesamt 1.005 TEUR (Vorjahr: 412 TEUR). Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023:
3.3.2 VORRÄTE
3.3.3 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Mit der EUROPIPE GmbH, Mülheim an der Ruhr, als Alleingesellschafterin (verbundenes Unternehmen) besteht seit dem Geschäftsjahr 2006 ein Cash-Pooling. Das entsprechende Verrechnungskonto wird mit einem, halbjährlich durch den Basiszinssatz gem. § 247 BGB angepassten, Zinssatz verzinst (letzte Anpassung: Juli 2023: 6,12 %). Die Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen aus sonstigen Forderungen aus dem Cash-Pooling in Höhe von 20.279 TEUR (Vorjahr: 20.995 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Ertragsteuererstattungsansprüche (119 TEUR, Vorjahr: 5 TEUR) und debitorische Kreditoren (45 TEUR, Vorjahr: 244 TEUR). Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt, wie im Vorjahr, weniger als ein Jahr. 3.3.4 KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN Im Wesentlichen enthält der Posten eine Werkskasse (3 TEUR, Vorjahr: 1 TEUR). 3.3.5 AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Lizenzen enthalten. 3.3.6 AKTIVE LATENTE STEUERN Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Der Aktivüberhang der latenten Steuern (783 TEUR, Vorjahr: 794 TEUR) betrifft im Wesentlichen die Pensionsrückstellungen und Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen. Er wird gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert. 3.3.7 EIGENKAPITAL Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert 12.800 TEUR und wird zu 100 % von der EUROPIPE GmbH gehalten. Die Gewinnrücklagen betreffen andere Gewinnrücklagen (301 TEUR). Der Bilanzgewinn beläuft sich auf 2.422 TEUR.
Insgesamt sind 61 TEUR (Vorjahr: 166 TEUR) aus Zinsanpassungen der Pensionsrückstellungen und der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens, gemäß § 253 Abs. 6 HGB, ausschüttungsgesperrt.
3.3.8 RÜCKSTELLUNGEN Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2023:
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten im Wesentlichen Altersteilzeitverpflichtungen, Rückstellungen für Gehaltszahlungen, ausstehenden Urlaub und Jubiläumsverpflichtungen. Für den Erfüllungsrückstand der Altersteilzeitverpflichtungen (492 TEUR) besteht eine Rückdeckungsversicherung in Höhe von 455 TEUR, die ausschließlich als Sicherungsguthaben für den Erfüllungsrückstand bei Altersteilzeitverpflichtungen dient. Diese wird gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Höhe des beizulegenden Zeitwertes mit den Altersteilzeitverpflichtungen verrechnet (vgl. nachfolgende Tabelle). Es bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen mit einem Zeitwert von 575 TEUR (Anschaffungskosten 549 TEUR), die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen. Diese werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Höhe des beizulegenden Zeitwertes mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen (575 TEUR) verrechnet.
Aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens sind 32 TEUR ausschüttungsgesperrt. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen (26 TEUR) sind mit den Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen (83 TEUR) verrechnet und werden im Zinsergebnis unter 3.4.8 ausgewiesen. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen für Altersteilzeitverpflichtungen (6 TEUR) sind mit den Zinsaufwendungen aus Altersteilzeitverpflichtungen (8 TEUR) verrechnet und werden im Zinsergebnis unter 3.4.8 ausgewiesen. Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die Prüfung des Jahresabschlusses und Rückstellungen für Zinsen aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2017 und 2018. 3.3.9 VERBINDLICHKEITEN Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit 203 TEUR (Vorjahr: 178 TEUR) im Folgemonat fällige Lohnzahlungen, mit 71 TEUR (Vorjahr: 70 TEUR) sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 9 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR). Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 3.4 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 3.4.1 UMSATZERLÖSE
Die sonstigen Erlöse beinhalten im Wesentlichen Nebenertrag aus sonstigen Vorgängen und Nebenertrag Recycling. Die Umsatzerlöse wurden in Deutschland (44.366 TEUR; Vorjahr: 25.635 TEUR) erzielt. Maßgebend für die regionale Zuordnung der Umsatzerlöse ist der Sitz des Rechnungsempfängers. Von den Umsatzerlösen entfallen 44.089 TEUR (Vorjahr: 25.532 TEUR) auf verbundene Unternehmen. 3.4.2 VERÄNDERUNG DES BESTANDS AN UNFERTIGEN LEISTUNGEN UND ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
3.4.3 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Werterhöhung von Finanzanlagen, der Auflösung von Rückstellungen und aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens. Die periodenfremden Erträge betragen insgesamt 72 TEUR (Vorjahr: 1.494 TEUR). Diese ergeben sich aus der Auflösung von Rückstellungen und Aufwandsrückerstattungen. 3.4.4 MATERIALAUFWAND
Unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden überwiegend Fremdleistungen für die Fabrikation ausgewiesen. Sie betreffen unter anderem Personalgestellungen für den Betrieb, sonstige Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen sowie Fremdinstandhaltung und Fremdreinigung. 3.4.5 PERSONALAUFWAND
Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen sind Bestandteil des Zinsergebnisses unter 3.4.8. 3.4.6 ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS UND SACHANLAGEN
3.4.7 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in erster Linie Aufwendungen für Mindestabnahmen aus Rohstoffverträgen, Pauschalversteuerungen nach § 37b EStG und Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. 3.4.8 ZINSERGEBNIS
3.4.9 ABSCHREIBUNG AUF FINANZANLAGEN Im aktuellen Geschäftsjahr gibt es keine Abschreibungen auf Finanzanlagen. Wegen der voraussichtlichen Uneinbringlichkeit wurden im Jahr 2022 die Ausleihungen außerplanmäßig komplett abgeschrieben. 3.4.10 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
3.4.11 SONSTIGE STEUERN Die sonstigen Steuern in Höhe von 94 TEUR (Vorjahr: 94 TEUR) enthalten überwiegend Grundsteuern. 3.5 SONSTIGE ANGABEN 3.5.1 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Das Investitionsobligo umfasst Verpflichtungen aus der Erteilung von Aufträgen nach Abzug geleisteter Teil- und Abschlagszahlungen. Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen haben folgende Fälligkeiten:
Die Miet-, Pacht- und Leasingverpflichtungen betreffen im Wesentlichen eine Erbbauzinsverpflichtung aus Grundstücken des Großrohrwerkes Mülheim an der Ruhr bis zum Jahr 2032 und bestehen gegenüber der Salzgitter Mannesmann GmbH (Erbbaurecht) über jährlich 573 TEUR. Darüber hinaus betreffen die Verpflichtungen die Anmietung von Freiflächen in Mülheim an der Ruhr, sowie das Leasing von Hardware und PKW. Des Weiteren besteht eine dreijährige Mietverpflichtung über jährlich 69 TEUR gegenüber der EUROPIPE GmbH (Gesellschafterin, Mutterunternehmen). Aus einem Dienstleistungsvertrag mit der Gesellschafterin besteht zum 31. Dezember 2023 eine finanzielle Verpflichtung für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 586 TEUR (Vorjahr: 586 TEUR). 3.5.2 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse. 3.5.3 KONZERNZUGEHÖRIGKEIT Die MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH wird in den Konzernabschluss der EUROPIPE GmbH, Mülheim an der Ruhr, der nach den innerhalb der EU verpflichtend anzuwendenden Vorschriften des IASB aufgestellt ist, einbezogen. Dieser wird im Unternehmensregister veröffentlicht. EUROPIPE ist der größte und kleinste Konzernkreis. 3.5.4 NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN Alleinige Gesellschafterin der MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH ist die EUROPIPE GmbH. Die MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH pflegt Beschaffungs- und sonstige Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen der Gesellschafter der EUROPIPE GmbH. Die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind in der folgenden Aufstellung in drei Bereiche aufgeteilt: Art des Geschäftes
3.5.5 ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR Auf die Angabe der im Geschäftsjahr berechneten Honorare des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird, aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der EUROPIPE GmbH, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird, verzichtet. 3.5.6 NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE Zum 31. Dezember 2023 sind keine nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte vorhanden. 3.5.7 ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN VON AUßERGEWÖHNLICHER GRÖßENORDNUNG ODER AUßERGEWÖHNLICHER BEDEUTUNG Es fielen folgende Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung an:
3.5.8 NACHTRAGSBERICHT Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten. 3.5.9 MITARBEITERZAHL
Nicht in der Anzahl der Mitarbeiter*innen enthalten sind Praktikanten, Werkstudenten und Mitarbeiter*innen, die sich in der passiven Phase ihrer Altersteilzeit oder Elternzeit befinden. 3.5.10 GESAMTBEZÜGE DER GESCHÄFTSFÜHRUNG Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge von ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung betrugen 155 TEUR (Vorjahr: 151 TEUR) im Geschäftsjahr 2023. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung bzw. ihrer Hinterbliebenen bestehen Rückstellungen in Höhe von 1.862 TEUR (Vorjahr: 1.950 TEUR). 3.5.11 GESCHÄFTSFÜHRUNG Dirk Klingbeil, Dortmund, Dipl.-Kaufmann 3.5.12 GEWINNVERWENDUNG Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von 2.421.919,78 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Mülheim an der Ruhr, 18. März 2024 Die Geschäftsführung Dirk Klingbeil 1. LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231.1 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT 1.1.1 GESCHÄFTSMODELL Die MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH (im Folgenden: MPC) beschichtet Stahlrohre vor allem für den Transport von Gas. Die MPC produziert am Standort Mülheim an der Ruhr und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der EUROPIPE GmbH, Mülheim an der Ruhr (im Folgenden: EP). Die wirtschaftlichen Beziehungen zur EP sind sehr eng; so erbringt die MPC Beschichtungs- und innerbetriebliche Logistikleistungen an die EP, während insbesondere die Funktionen Rechnungswesen, Finanzen, Controlling, Einkauf und allgemeine Verwaltung zu Teilen von der EP als Dienstleister durchgeführt werden. Die Beschreibung der übernommenen Dienstleistungen sowie deren Vergütungen sind in einem Rahmenvertrag im Einzelnen geregelt. Die Vergütung der MPC durch die EP erfolgt auf Basis der Kostenaufschlagsmethode. Danach erstattet die EP der MPC die angefallenen betrieblichen Kosten zuzüglich eines entsprechenden Gewinnaufschlages. Die von der MPC geleisteten Beschichtungsleistungen werden, zum wesentlichen Teil, für originäre Aufträge der EP erbracht, darüber hinaus jedoch auch für, über die EP vergebene, Aufträge mit Drittkunden. Diese Drittaufträge übernimmt die MPC insbesondere zur besseren Auslastung bei freien Kapazitäten und zur Generierung zusätzlicher Deckungsbeiträge. Das hierbei erzielte Umsatzvolumen ist von deutlich geringerer Bedeutung als bei den originären Aufträgen der EP. 1.1.2 STEUERUNGSSYSTEM Das operative Geschäft der MPC ist im Wesentlichen geprägt durch eine projektorientierte Auftragsabwicklung im Geschäftsfeld der Beschichtung von geschweißten Stahlrohren. Zur internen Steuerung dieses Projektgeschäfts verwendet die MPC adäquate finanzielle und nicht finanzielle Kennziffern. Die bedeutsamsten finanziellen Steuerungskennzahlen Auftragsbestand, Bruttoumsatz, Ergebnis vor Steuern, Eigenkapitalquote, operativer Cashflow, Investitionen sowie die nicht finanziellen Kennzahlen Mitarbeiteranzahl und Beschichtungsvolumen, definiert als beschichtete Rohrfläche in m 2 aufgeteilt nach Innen- und Außenbeschichtung, stellen die maßgeblichen Steuerungsgrößen der MPC dar. Die Steuerung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der MPC anhand dieser Kennzahlen dient der Erreichung der vorgegebenen Renditeziele, der Erhaltung und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Beschichtungsmarkt sowie der Gewährleistung ausreichender Liquidität zur Abwicklung des volatilen Projektgeschäftes. 1.1.3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Insgesamt fielen im Geschäftsjahr 2023 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 121 TEUR (Vorjahr: 59 TEUR) für Projekte, insbesondere im Bereich des Korrosionsschutzes sowie in dem Bereich der Erneuerbaren Energien, z.B. der Innenbeschichtung von H2- und CO 2 -Rohren. Für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wird im Wesentlichen die Unterstützung der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH, Duisburg, einer Konzerngesellschaft des Salzgitter-Konzerns, in Anspruch genommen. Die Projekte werden einer permanenten Erfolgskontrolle unterzogen und zum Jahresende wird die Zielerreichung überprüft. 1.2 WIRTSCHAFTSBERICHT 1.2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Die folgenden Aussagen zu den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen basieren auf dem Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Jahre 2023 und 2024 vom 8. November 2023. Die hohen Inflationsraten und die geldpolitische Straffung belasten die Weltkonjunktur. Zwar weisen die USA bis zuletzt ein robustes Wachstum auf, getrieben durch die privaten Konsumausgaben und zuletzt auch die Unternehmensinvestitionen. In China hingegen blieb das Wachstum trotz der Abkehr von der Null-Covid-Politik im vergangenen Winter hinter den Erwartungen zurück. Die Konjunktur in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und in den Schwellenländern ist zwar heterogen, aber insgesamt ebenfalls gedämpft. Der Sachverständigenrat erwartet für die Jahre 2023 und 2024 Wachstumsraten des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,7 % und 2,2 %. Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigt sich ebenfalls schwach und dürfte erst im Jahr 2024 wieder etwas höhere Wachstumsraten erreichen. Das BIP-Wachstum im Euro-Raum dürfte in den Jahren 2023 und 2024 0,6 % bzw. 1,1 % betragen. Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. So haben die privaten Haushalte und der Staat ihre Konsumausgaben reduziert. Die Industrie und die Bauwirtschaft zehren zwar noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen, allerdings gehen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kommen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Der Sachverständigenrat erwartet, dass die deutsche Volkswirtschaft sich erst im Verlauf des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. Das außenwirtschaftliche Umfeld dürfte sich nur langsam verbessern und die Geldpolitik die Kreditvergabe weiterhin bremsen. Der Rückgang der Inflation in Kombination mit den hohen Lohnabschlüssen dürfte aber zu Realeinkommenssteigerungen führen. Hierdurch dürfte sich der private Konsum beleben. Der Sachverständigenrat erwartet für die Jahre 2023 und 2024 ein Wachstum des deutschen BIP von -0,4 % bzw. 0,7 %. Die Prognose des Sachverständigenrates ist mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. So könnten eine ausbleibende Erholung in China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher das Wachstum bremsen. Im Folgenden wird auf die Entwicklung der für die MPC und EP wesentlichen Absatzmärkte eingegangen, da das Geschäft der MPC - abgesehen von akquirierten Drittgeschäften - im hohen Maße vom Großrohrprojektgeschäft der EP abhängig ist. Die Beschichtungsleistungen werden zum größten Teil im Rahmen der Großrohrprojekte Bestandteil der Bestellung. Die für Pipelineinvestitionen bedeutenden Preise für Rohöl und Erdgas sanken laut Weltbank im Mittel im Jahr 2023 signifikant, im Vergleich zum Vorjahr. Rohöl notierte im Durchschnitt (Brent, WTI, Dubai) bei einem Fasspreis von 80,76 USD um rund 17 % deutlich niedriger als im Jahr zuvor. Der "Natural Gas Index" reduzierte sich sogar um rund 64 % auf 102,80 USD / mmbtu. Die große europäische Energietransformation wird nur durch den massiven Auf- und Ausbau der Netze für Wasserstoff, Erdgas sowie die Entsorgung von CO 2 gelingen. Hierfür werden in den nächsten Jahren im großen Stil neue Pipelines gebaut. Allerdings verzögern sich die finalen Investitionsentscheidungen für die H2-Pipelines aufgrund der noch ungeklärten Vergütungsmodelle für die Pipeline-Betreiber während der Hochlaufphase. Deutlich schneller entwickelt sich derzeit die Nachfrage nach ,Carbon Capture Storage'-Projekten zur CO 2 -Speicherung. Ein Großteil dieser Projekte wird auch mit Beschichtung angefragt. Die Konsolidierung des europäischen Beschichtungs-Marktes erschließt der MPC möglicherweise weitere Potenziale im Drittgeschäft. 1.2.2 GESCHÄFTSVERLAUF In der Auftragsdurchführung ist die MPC weitgehend von Aufträgen der Muttergesellschaft EP abhängig, die die zu beschichtenden Großrohre produziert. Die EP bleibt weiterhin der mit Abstand größte Kunde der MPC, wobei ein Großteil der Aufträge des Großrohrwerkes Mülheim, die im Geschäftsjahr 2023 produziert wurden, mit Beschichtung gebucht wurden. Darüber hinaus wurden zwar weitere Drittaufträge in 2023 gebucht und beschichtet, die aber nur wenige Schichten füllen konnten. Insgesamt hat sich die Beschäftigungssituation bei MPC, im Vergleich zum Vorjahr, deutlich erholt, so dass mit der Aufnahme der Produktion des Großauftrages Southeast Gateway Pipeline im Spätsommer 2022 eine zweischichtige Produktion bis in das 3. Quartal 2023 gefahren wurde. Mit den gebuchten Anschlussprojekten wurde im 4. Quartal 2023 auf Basis einer einschichtigen Fahrweise produziert. Das Beschichtungsvolumen bewegte sich in 2023 deutlich über Vorjahresniveau und betrug 2,6 Mio. m 2 (Vorjahr: 0,7 Mio. m 2 ). Von dies Erhöhung profitierten sowohl die Außenbeschichtung mit 1,3 Mio. m 2 (Vorjahr: 0,5 Mio. m 2 ) als auch die Innenbeschichtung mit 1,3 Mio. m 2 (Vorjahr: 0,2 Mio. m 2 ). Die Erwartungen der Prognose des Vorjahres hinsichtlich der Beschichtungsvolumina wurden durch die Verschiebung bzw. den Verlust einzelner Projekte in 2023, insbesondere im 2. Halbjahr, deutlich verfehlt. 1.3 LAGE 1.3.1 ERTRAGSLAGE Die Umsatzerlöse stiegen, insbesondere in Folge der im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Beschichtungsvolumina bei gleichzeitig leicht verbesserten Erlösen signifikant um 18,7 Mio. EUR auf 44,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,6 Mio. EUR). Die prognostizierten Umsatzerlöse konnten aufgrund der aktuellen Vergabeschwäche nicht erreicht werden. Für die Erhöhung des Umsatzes, im Vergleich zum Vorjahr, zeichneten sich die höheren Beschichtungsvolumina sowohl im Bereich der Außenbeschichtung als auch der Innenbeschichtung verantwortlich. Die spezifischen Erlöse aus der Außenbeschichtung in EUR pro m 2 haben sich dabei im Jahresvergleich um rund 9 % verbessert. Die spezifischen Erlöse der Innenbeschichtung in EUR pro m 2 stiegen noch deutlicher um rund 20 %, im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der deutlich verbesserten Geschäftslage sowie der im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Kosten für Energien, konnten die Kosten der MPC vollständig gedeckt werden, so dass ein positiver Ergebnisbeitrag generiert wurde. Dieser Ergebnisbeitrag wird gemäß der Kostenaufschlagsmethode der EP vollständig zugeschlagen. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert und lag aber nur leicht unter dem prognostizierten Wert. Das Vorjahresergebnis war insbesondere durch die Auflösung einer Rückstellung wegen einer Produkthaftungsklage gegen die MPC in den USA positiv beeinflusst, entsprechend hat sich das Ergebnis des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Für das Geschäftsjahr ist ein Jahresüberschuss von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) zu verzeichnen. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 hat sich, gegenüber dem Vorjahr, deutlich verringert und beträgt 18,8 Mio. EUR (Vorjahr: 33,7 Mio. EUR), da insbesondere der Großauftrag Southeast Gateway Pipeline im Geschäftsjahr vollständig produziert und ausgeliefert wurde. Für den Auftragsbestand zeichnen sich insbesondere originäre EP- Aufträge sowie, im geringerem Umfang, Drittaufträge verantwortlich. Mit diesen Aufträgen ist die Beschäftigung auf Basis einer einschichtigen Fahrweise bis in das 2. Quartal 2024 hinein gesichert. Auch nach Abschluss der Fertigung der im Auftragsbestand befindlichen Projekte werden weitere aussichtsreiche Großprojekte mit guten Buchungschancen verfolgt, die mit Beschichtung angeboten wurden. Auf dieser Basis wird ab dem 2. Halbjahr 2024 wieder mit einer zweischichtigen Fahrweise gerechnet. Der in der Prognose des Vorjahres eingeplante Auftragsbestand per Ende 2023 konnte, aufgrund der unter Plan liegenden Auftragsbuchungen, nicht erreicht werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 0,2 Mio. EUR und bewegen sich deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR), das durch die Erträge aus der Auflösung der Prozesskostenrückstellung als auch aus Erträgen aus Anlagenabgängen des Umlaufvermögens gekennzeichnet war. Der Materialaufwand stieg, in Folge der deutlich höheren Beschichtungsleistung, aufgrund der beschäftigungsbedingt gestiegenen Kosten für Energien, höheren Aufwendungen für Leiharbeitskräfte als auch höheren Rohstoffkosten auf 32,4 Mio. EUR (Vorjahr: 16,3 Mio. EUR). Der Personalaufwand in Höhe von 8,4 Mio. EUR bewegte sich, insbesondere aufgrund einer Erhöhung der Löhne und Gehälter im Geschäftsjahr, über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 7,5 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich mit 3,1 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). Das Zinsergebnis hat sich, gegenüber dem Vorjahr, in Folge der im Geschäftsjahr gestiegenen Zinsen deutlich verbessert und belief sich auf 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Zusammenfassend hat sich die Ertragslage der MPC, gegenüber dem Vorjahr, aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, weiter positiv entwickelt. Bedeutende Kennzahlen wie Umsatz und spezifische Erlöse bewegten sich über dem Vorjahresniveau. 1.3.2 FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Das Gesamtvermögen der Gesellschaft verringert sich leicht um 0,7 Mio. EUR auf 27,1 Mio. EUR (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR). Auf der Aktivseite bewegten sich die unter den Forderungen gegenüber Gesellschaftern ausgewiesenen Forderungen aus dem Konzernfinanzverkehr mit 20,3 Mio. EUR nahezu auf dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 21,0 Mio. EUR). Die Vorräte bewegten sich mit 3,3 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Auf der Passivseite bewegte sich das Eigenkapital mit 20,5 Mio. EUR leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 20,3 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote stieg leicht auf 76 % (Vorjahr: 73 %) bei einer, gegenüber dem Vorjahr, leicht niedrigeren Bilanzsumme von 27,1 Mio. EUR (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote liegt deutlich über dem, in der Prognose des Vorjahres, prognostizierten Wert. Eine Ausschüttung wurde, wie im Vorjahr, im Jahr 2023 nicht vorgenommen. Rückstellungen bestehen in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen für Personalkosten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind gesunken und belaufen sich auf 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Der operative Cashflow der MPC liegt mit 1,0 Mio. EUR deutlich über Vorjahresniveau (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR), jedoch unter dem Planniveau. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verschlechterte sich auf -1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR). Der Gesamtbestand an flüssigen Mitteln per 31. Dezember 2023 liegt mit 3 TEUR über Vorjahresniveau (Vorjahr: 1 TEUR) und befindet sich unverändert auf niedrigem Niveau. Zusammenfassend zeigte sich die Finanz- und Vermögenslage der MPC als unverändert stabil. 1.3.3 PERSONAL UND ARBEITSSICHERHEIT Die Gesellschaft beschäftigte in 2023 im Durchschnitt auf Quartalsbasis 118 Mitarbeiter (Vorjahr: 106) und bewegt sich über Planniveau. Relevante Kennziffern für die Arbeitssicherheit und Ausfallzeiten werden sowohl auf Gesellschaftsebene als auch Konzernebene erhoben und analysiert. Durch Schulungen und Aktionen, wie Plakate oder Präsentationen, werden die Mitarbeiter für Unfallgefahren sensibilisiert und letztlich Gesundheit und Arbeitskraft der Mitarbeiter erhalten. Anhand der Unfallhäufigkeitsparameter und sonstiger Kennziffern, die ständig berichtet, analysiert und nachverfolgt werden, ist erkennbar, dass sich die MPC durch umfangreiche Maßnahmen zur Unfallverhütung seit Jahren auf einem guten, stabilen Niveau befindet. 1.3.4 INVESTITIONEN Das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR) besteht, im Vergleich zum Vorjahr, zu 97 % aus Sachanlagen (Vorjahr: 99 %). In die Sachanlagen wurde in Höhe von 0,9 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahresniveau investiert (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR), wobei die Investitionen weiterhin deutlich unterhalb der Abschreibungen in Höhe von 1,3 Mio. EUR lagen (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Das Planniveau der Investitionen wurde deutlich verfehlt. Sowohl die getätigten als auch geplanten Investitionen werden konsequent mit dem Ziel durchgeführt, eine wirtschaftlich effiziente Fertigung sowie eine hohe Prozessstabilität und Qualität langfristig sicherzustellen. Bei MPC wurden die Investitionen in 2023, wie in den vergangenen Jahren, weiterhin auf einem niedrigen Niveau gehalten. Hier sind Investitionen zur Erfüllung der wachsenden Kundenanforderungen sowie zur Energieeinsparung hervorzuheben. 1.3.5 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DER MPC Zusammenfassend zeigte sich die wirtschaftliche Lage des Jahres 2023, im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund des deutlich aufgehellten Geschäfts verbessert. 1.4 PROGNOSEBERICHT Der Prognosebericht bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2024. Im Vergleich zum Vorjahr, werden in 2024 höhere Beschichtungsvolumina in Höhe von rund 3,5 Mio. m 2 erwartet (Berichtsjahr: 2,6 Mio. m 2 ), wobei sich zum Jahresende 2023 rund 33 % der geplanten Mengen im Auftragsbestand der MPC befanden. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Projekte Yggdrasil und OGE Etzel-Wardenburg-Drohne, sowie diverse kleinere Aufträge aus dem Drittgeschäft. Auf Basis eines prognostizierten Auftragseingangs von rund 46 Mio. EUR wird ein Auftragsbestandsvolumen zum Jahresende 2024 von rund 18 Mio. EUR erwartet (Berichtsjahr: 18,8 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2024 erwartet die MPC einen positiven Ergebnisbeitrag bei der EP auszuweisen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung einen Umsatz in Höhe von rund 54 Mio. EUR (Berichtsjahr: 44,4 Mio. EUR). Für das Geschäftsjahr 2024 wird die MPC, bei einer inflationsbedingt leicht erhöhten Kostenstruktur gegenüber dem Geschäftsjahr 2023, aufgrund der mit der EP vereinbarten Abrechnung auf Basis der Kostenaufschlagsmethode, ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 0,5 Mio. EUR ausweisen, das sich leicht über dem Vorjahresniveau von 0,4 Mio. EUR bewegt. Da für das Geschäftsjahr 2024 eine Auftragsreichweite bis in das 2. Quartal gesichert ist - bei gleichzeitig guten Aussichten für die Buchung weiterer Projekte - bestehen vergleichsweise moderate Ergebnisrisiken aus einer erfolglosen Verfolgung oder Verschiebung der im Plan unterstellten Projekte. Als wesentliche Planprojekte der originären EUROPIPE-Projekte mit Beschichtung fungieren Gasleitungsprojekte in Deutschland, Europa, Asien sowie den USA als auch ein größeres CO 2 -Projekt in Europa. Darüber hinaus sind Drittaufträge mit aussichtsreichen Buchungschancen in der Planung berücksichtigt. Das Eigenkapital wird sich voraussichtlich leicht auf 20,9 Mio. EUR (Berichtsjahr: 20,5 Mio. EUR) erhöhen, wobei in Folge einer gesunkenen Bilanzsumme mit einer höheren Eigenkapitalquote von rund 81 % (Berichtsjahr: 76 %) gerechnet wird. Der für 2024 erwartete operative Cashflow wird auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet, der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wird aufgrund der erwarteten leicht niedrigeren Investitionsausgaben in 2023 knapp über dem Niveau des Berichtsjahres liegen. Die zu erwartenden flüssigen Mittel per Jahresende belaufen sich unverändert auf einem weiterhin vergleichsweise geringen Niveau. Bei MPC wird das allgemeine Investitionsbudget 2024 auf einem nahezu unveränderten höheren Niveau im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Es ist keine Großinvestition geplant. Für 2024 wird mit einer, im Vergleich zum Berichtsjahr 2023, leicht niedrigeren Anzahl an Mitarbeitern von durchschnittlich 114 Mitarbeitern (Berichtsjahr: 118 Mitarbeiter) in der Stammbelegschaft gerechnet. Die positiven Geschäftsaussichten sind weiterhin mit Herausforderungen für die MPC verbunden. So wird der Aufbau der zweiten Schicht sowie die kontinuierliche Fahrweise auf diesem Niveau unter den unverändert schwierigen Bedingungen auf dem Leiharbeitsmarkt als herausfordernd angesehen. Die Maßnahmen zur Sicherstellung des flexiblen Personaleinsatzes bei anhaltend positiven Geschäftsaussichten werden fortgeführt. Bei der Würdigung der Darstellung der zukünftigen Entwicklung ist zu berücksichtigen, dass tatsächliche Ereignisse von den dargestellten Erwartungen abweichen können. 1.5 CHANCEN UND RISIKEN DER VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG Bei der MPC ist ein Risikomanagementsystem zur Früherkennung von Risiken eingerichtet. Risiken und Chancen werden bei der MPC grundsätzlich monetär bewertet, insofern eine Quantifizierung möglich ist. Ein grundsätzliches Absatzrisiko besteht in der starken Abhängigkeit von der EP. Als Gegenmaßnahme werden - freie Kapazitäten vorausgesetzt - Drittaufträge über die EP nicht nur in Zeiten einer drohenden Unterbeschäftigung angenommen, die zu einer Verbesserung der Auslastung und Erlössituation der MPC beitragen sollen. Die folgenden Risiken und Chancen, bei denen aufgrund vielfältiger Entwicklungsszenarien keine zuverlässige Quantifizierung durchgeführt werden kann, werden in Rangfolge ihrer Bedeutsamkeit angeführt. Russland Ukraine Krieg Im Geschäftsjahr 2024 haben sich die Risiken aus dem Russland-Ukraine-Krieges, die noch im Vorjahr als sehr hoch eingeschätzt wurden, deutlich abgeschwächt. So haben sich die Energiepreise deutlich erholt und eine Gasmangellage wird aktuell als sehr unwahrscheinlich angesehen. Trotz der abgeschwächten Risiken hat die MPC Maßnahmen ergriffen bzw. bereits umgesetzt, um die Auswirkungen der Risiken abzumildern. Um die Abhängigkeit von Erdgas an den kritischen Produktionsanlagen zu minimieren, wird das Projekt "Strom statt Gas" verfolgt, um die produktionsrelevanten Anlagen (Wärmekammer Innenbeschichtung und Durchlaufofen Außenbeschichtung) auf den Betrieb mit Strom umzustellen. Als Voraussetzung zur Umsetzung dieses Projektes wurde die notwendige Investition zur Erweiterung der vorhandenen Hochspannungsanlage bereits angestoßen. Risiko Marktentwicklung Durch die Neuausrichtung des europäischen Energiemarktes sind sehr viele Projekte zur Sicherstellung der Versorgung mit Erdgas und Wasserstoff, sowie dem Transport und der Speicherung von CO 2 in der Planung. Hieraus ergibt sich ein sehr großer mittel- und langfristiger Marktbedarf für beschichtete Großrohre. Neben der angestrebten Diversifikation der Gasversorgung von Russland und damit verbunden der Umbau des Gasnetzes von Ost-West nach Nord-Süd sowie der Aufbau von neuen Importkapazitäten, die auch für Wasserstoff nutzbar sind, handelt es sich um den Aufbau des europäischen Wasserstoffkernnetzes. Im Gegensatz zu den optimistischen Aussagen der Planungsbehörden verzögert sich aber der Netzausbau durch das Nicht-Vorliegen der Netzentwicklungspläne und darauffolgend die finalen Investitionsentscheidungen. Zur kurzfristigen Realisierung dieser Bedarfe stehen daher in Europa kaum Projekte an. Deutlich schneller entwickelt sich derzeit die Nachfrage nach sogenannten ,Carbon Capture Storage'-Projekten zur CO 2 -Speicherung. Aktuell steht das erhöhte Projektaufkommen einem reduzierten Wettbewerb gegenüber, weshalb die Marktentwicklung, auch wenn sie langfristig immer ein latentes Risiko ist, aktuell von der MPC nicht mehr als Risiko eingeschätzt wird, auch wenn die kurzfristigen Aussichten aus den benannten Gründen eingetrübt sind. Politische Risiken Grundsätzlich spielt das politische Eingreifen in die Planung und Umsetzung von Pipelineprojekten seit jeher eine bedeutende Rolle. Viele Länder, in denen große Öl- und Gasvorkommen lagern bzw. Länder, durch die die Pipelines geführt werden, sind von politischen Unsicherheiten geprägt. Wirtschaftliches Kalkül und politischer Wille gehen dabei oftmals auseinander. Risiken resultieren insbesondere aus den zunehmenden protektionistischen und handelspolitischen Einschränkungen des freien Wettbewerbs, z. B. durch Zunahme der ,local content' Anforderungen, und der Eskalation der bestehenden Handelskonflikte, wie z. B. Erhebung von Handelszöllen in den USA und entsprechende handelspolitische Gegenmaßahmen betroffener Staaten oder die Behinderung von Liefermöglichkeiten in mit Embargos belegten Ländern. MPC ist bestrebt, die Auswirkungen politischer Eingriffe wo möglich zu minimieren. Lieferungen in bestimmte Regionen werden beispielsweise grundsätzlich durch Exportversicherungen abgesichert. Operative Risiken Als die für MPC bedeutendsten operativen Risiken werden das Produktionsrisiko sowie das Unfall- und Betriebsunterbrechungsrisiko angesehen. Als risikomindernde Maßnahme werden, wenn immer möglich, Lieferanten bei der Risikobewältigung miteinbezogen oder Risiken durch Versicherungsschutz transferiert. Auch das bei der MPC implementierte, integrierte Qualitäts- und Prozessmanagement wird als eine Gegenmaßnahme angesehen, um diesen Risiken entgegenzuwirken. So unterzieht sich die MPC als zertifiziertes Unternehmen in den Bereichen Qualität, Umwelt, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Energiemanagement einer jährlichen Überprüfung durch eine akkreditierte Zertifizierungsgesellschaft. Steigerung der Flexibilität und Erweiterung des Produktportfolios als Chance Als wesentliche Chance wird die sehr flexible Personalstruktur der MPC angesehen, in der nur knapp eine Schicht mit eigenen Stammkräften ausgestattet ist und der darüber hinaus bestehende Personalbedarf mit Leiharbeitnehmern bedient wird. Diese flexible Aufstellung der Belegschaft führt zu einer deutlichen Verringerung und Flexibilisierung der personellen Fixkosten und somit - insbesondere bei mangelnder Auslastung - zu komparativen Kostenvorteilen im volatilen Projektgeschäft. Darüber hinaus werden durch die Erweiterung des Produktportfolios in Abmessungsbereichen unterhalb der EP Produktpalette bei gleichzeitiger Weiterentwicklung des Drittgeschäftes Chancen zur besseren Erlös- und Kostensituation der MPC gesehen. Die zu beobachtende Konsolidierung des europäischen Beschichtungs-Marktes wird als Chance zur Ausweitung und Festigung des Drittgeschäftes betrachtet. Zusammenfassend sieht sich die MPC zwar weiterhin externen, insbesondere wirtschaftlichen und politischen, Risiken ausgesetzt, die nahezu nicht beeinflusst werden können. Jedoch hat sich in Folge der Ukraine Krise die wirtschaftliche Lage und die Geschäftsaussichten mit vielen zugänglichen Projekten in den Kernmärkten derart verbessert, dass Belegungsrisiken deutlich minimiert wurden. Weitere Chancen ergeben sich für die Akquirierung zukünftiger Aufträge aus dem Drittgeschäft sowie der Buchung von aussichtsreichen Großprojekten. Auf Basis der heute bekannten Informationen sind derzeit keine existenzgefährdenden Risiken erkennbar.
Mülheim an der Ruhr, 18. März 2024 Die Geschäftsführung Dirk Klingbeil BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH, Mülheim an der Ruhr PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH, Mülheim an der Ruhr - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 21. März 2024 BDO
AG
Fritz, Wirtschaftsprüfer Dr. Falk, Wirtschaftsprüfer BESCHLUSS der Gesellschafter der MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH, Mülheim EUROPIPE GmbH, Mülheim, als einziger Gesellschafter der MÜLHEIM PIPECOATINGS GmbH, Mülheim, vertreten durch die Geschäftsführung,beschließt hiermit unter Verzicht auf die Einhaltung aller Formen und Fristen gem. § 48 Abs. 2 GmbHG einstimmig:
Mülheim an der Ruhr, 24. April 2024 EUROPIPE GmbH Menneking Schmickler |
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