Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 23616
Eingetragen
3.5.2005
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Erbringung von Leistungen des bauhauptund baunebengewerblichen Ausbaus bei der Errichtung von Bauwerken, Gebäuden und baulichen Anlagen; Planung; Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Erzeugnissen, Systemen und Dienstleistungen im Bereich des Ausbaus für eigene und fremde Rechnung sowie der dazugehörige Produktvertrieb, hiermit in Zusammenhang stehende Verwertung von Patent- und ähnlichen Nutzungsrechten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Geselle
seit 11.12.2024
Geschäftsführer
Eduard Gomer
seit 11.12.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

25.00% identifiziert75.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
25.00%

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
125.000 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Großenhainer Ausbau GmbH

Großenhain

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft übt ihre Tätigkeit seit dem Jahr 2005 aus. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich seitdem nicht geändert. Das Unternehmen ist in die Betriebsabteilungen "Sonstiger Ausbau" mit den Gewerken Technische Gebäudeausrüstung, Dachdecker, Dachklempner, Elektriker und Fußbodenleger sowie "Bau" mit den Gewerken Fliesenleger, Maler, Rohbau, Tischler und Trockenbau gegliedert. Ende des Jahres 2023 wurde die Abteilung Dachdecker im Rahmen einer Optimierung der Betriebsprozesse in die Abteilung Trockenbau eingegliedert, Dachdeckerleistungen werden aber unvermindert weiter angeboten, gehören aber zwangsläufig seitdem zur Betriebsabteilung "Bau". Durch das Komplettangebot aller wesentlichen Ausbaugewerke unterscheidet sich die Großenhainer Ausbau GmbH deutlich von den meisten am Markt tätigen Anbietern im Bereich Bau und Bauinstallation, kann sich schnell an veränderte Marktbedürfnisse anpassen und auf besondere Anforderungen reagieren. Die Größe des Betriebs, die technische Ausrüstung, sowie die entsprechende Liquidität erlauben die anforderungsgerechte Ausführung von Großaufträgen.

Die Trennung in Gewerke und das in den Gewerken vorhandene Spezial- und Fachwissen erlauben aber auch die wirtschaftliche Ausführung von kleineren und mittleren Aufträgen in einem breiten Leistungsspektrum. Dies stellt ein Wettbewerbsvorteil insbesondere gegenüber kleineren Wettbewerbern dar. Die jahrelange Bekanntheit der Großenhainer Ausbau GmbH als leistungsstarkes Unternehmen in dieser Region wirkt sich ebenfalls positiv aus.

Haupteinzugsgebiet für unsere Aufträge ist derzeit fast ausschließlich das Land Sachsen, insbesondere die Landeshauptstadt Dresden. Dresden gehört neben Leipzig zu den wirtschaftlichen Wachstumslokomotiven im Freistaat Sachsen. In der zurückliegenden Zeit haben sich diese Städte durch die Investitionsfreudigkeit der Industrie und durch einen Wohnungsbauboom der Bauwirtschaft besonders angeboten. Hinzu kommt die ständig und weiterhin anhaltende wachsende Bevölkerungszahl. Dazu kam in den vergangenen Jahren die viel zitierte Flucht von Investoren in "Betongeld", die allerdings im Jahr 2023 aufgrund der Zinswende nicht weiterging. Wir gehen aber davon aus, dass mit dem Rückgang der Zinssätze im Jahr 2024 die Nachfrage nach Immobilien langsam wieder steigen wird.

Im Bereich der Nachhaltigkeit müssen wir uns verstärkt mit erneuerbaren Energien im Baubereich beschäftigen. Besonders über die eingesetzten Materialien sollte ein gewisser Nachhaltigkeitseffekt berücksichtigt werden. Eine entsprechende Beratung von möglichen Auftraggebern ist an dieser Stelle geboten.

Auch die interne Betriebsausstattung- und Ausrüstung unterliegt dem System der Energieeinsparung. Wir betreiben seit vielen Jahren auf dem Dach unseres Betriebsgebäudes in Großenhain eine Photovoltaikanlage.

2. Wirtschaftliches Umfeld

Die Konjunkturlage war bis zum Beginn der Corona-Pandemie Februar 2020 über viele Jahre gesamtwirtschaftlich positiv. Der Shut Down sorgte dann im Jahr 2020 für einen deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts, durch die völlige Aufhebung der Corona-Beschränkungen im Jahr 2022 konnte sich die deutsche Wirtschaft wieder nahezu auf das Vor-Corona-Niveau erholen. Eine vollstände Erholung hat jedoch der Überfall der Ukraine durch russische Truppen Ende Februar 2022 verhindert, in dessen Folge Handelsbeschränkungen mit Russland, die Einstellung von Energielieferungen, das Unterbrechen von Lieferketten, explodierende Preise, sowie eine Massenflucht der ukrainischen Bevölkerung das Wirtschaftsklima deutlich eingetrübt hat. Auch wenn sich diese Auswirkungen im Winter 2023/2024 abgeschwächt haben, bleiben jedoch als Folgewirkungen nach wie vor eine erhöhte Inflation, die als Reaktion darauf deutlich angehobenen Zinsen und erhöhte Belastungen für energieintensive Betriebe. Im Jahr 2023 ging das BIP um -0,3 % - preis- und kalenderbereinigt um -0,1 % - gegenüber dem Vorjahr zurück (Quelle: Destatis). Im Oktober 2023 hat dann der Terrorangriff der Hamas auf Israel einen neuen Krisenherd im Gaza-Streifen eröffnet, der sympathisierende Huthi-Terroristen derzeit dazu veranlasst, Handelsschiffe im Roten Meer mit Raketen und Drohnen anzugreifen. Als Folge davon wurden die Lieferketten aus Asien erneut gestört, mit der Folge stark steigender Frachtkosten, was sich wiederum negativ auf die Inflation und das Funktionieren der deutschen Wirtschaft auswirkt. Das Ifo-Institut geht in seiner Prognose für 2024 von einem Wachstum von nur 0,2 % aus, womit sich die seit Beginn 2020 schwierige Wirtschaftslage auch 2024 fortsetzen wird (Quelle: ifo-Institut). Für 2025 rechnet das Info-Institut mit einer weiteren kleinen Erholung der deutschen Wirtschaft und einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 %.

Das Baugeschäft ist mittelbar energie- und rohstoffintensiv. Die Herstellung vieler Baustoffe erfordert einen erheblichen Energieeinsatz. Rohstoffe wie Holz, Metalle oder Kunststoffe sind von den Entwicklungen am Rohstoffmarkt unmittelbar betroffen. Die Bauindustrie ist zudem ein wesentlicher CO 2 -Emittent und wird sich mit dem Ziel der Bundesrepublik Deutschland auseinandersetzen müssen, mittelfristig CO 2 -Neutralität erreichen zu wollen.

Als Folge der Ukraine-Krise waren die Energiepreise stark gestiegen und hatten für eine Rekordinflation gesorgt. Als Reaktion auf die Inflation haben die Zentralbanken die Zinsen deutlich und schnell angehoben. Die Phase der Nullzinsen bzw. von negativen Zinsen gehört damit der Vergangenheit an. Dies hat für die Bauwirtschaft erhebliche Nachfrageauswirkungen, da sich dadurch langfristige Finanzierungen und damit Bauvorhaben ganz allgemein bedeutsam verteuern. Der Häuserpreisindex hat sich mit Stand III / 2023 gegenüber dem Vorjahresquartal um -10,2 % vermindert, nachdem aber in den Vorjahren sehr deutliche Zuwächse zu verzeichnen waren (Quelle: Destatis). Derzeit werden Neubauvorhaben zurückgestellt oder gestrichen. Kurz- bis mittelfristig bedeutet dies für die Bauwirtschaft einen Rückgang der Branchenkonjunktur.

Die Bauwirtschaft hat sich in den letzten Jahren von der allgemeinen Konjunkturlage abkoppeln können und zu einer im Vergleich sehr guten Branche entwickeln können. Die Baupreisindices für Ausbauleistungen an gewerblichen Gebäuden in Sachsen weisen gegenüber dem Vorjahr für 2023 einen Anstieg um 7,1 % (2022: 20,5 %; 2021: 18,0 %) auf (Quelle: November 2022 auf 2023; Statistisches Landesamt des Freistaats Sachsen). Bei einer Inflationsrate von 5,9 % liegt die Baupreisinflation aber nur noch leicht über der allgemeinen Inflationsrate (Quelle: Destatis).

Diese Entwicklung zeigt, dass es der Baubranche gelungen ist, Material- und Arbeitskostenerhöhungen an die Kunden weiterzugeben und so die Corona- und Ukraine-Krise gut überstehen zu können. Die Erhöhung des Baupreisindex um ca. 50 % in den letzten drei Jahren in Sachsen macht aber Bauen inzwischen unattraktiv und wirkt sich bereits jetzt negativ auf die Baukonjunktur aus. Im allgemeinen Wohnungsbau, insbesondere im Bereich der Eigenheime, ist ein deutlicher Rückgang der Nachfrage schon seit Monaten am Markt spürbar. Für die Zukunft dürfte sich aber auswirken, dass die Energiepreise und die Lieferketten sich wieder normalisieren und dass die sinkende Inflation den Lohndruck mindern werden. Mit der Normalisierung der Inflation ist wieder mit sinkenden Zinsen und damit mit einem positiven Impuls für die Bauindustrie zu rechnen. Diese allgemeine Branchenentwicklung hat im Übrigen die Bauindustrie nicht einheitlich getroffen; während der Bau von Wohnimmobilien deutlich zurückgegangen ist (Quelle: Destatis, Rückgang Baugenehmigungen in Deutschland 2023), war das Ausbaugewerbe viel weniger von der wirtschaftlichen Abkühlung betroffen. Wir halten diese Konjunkturabkühlung im Baugewerbe für zeitlich befristet. Mittel- und langfristig bietet der Umbau der Energie- und Heizungsanlagen auf nachhaltige Einheiten gute Wachstumschancen. Auch lassen sich Instandhaltungen nicht endlos hinausschieben. Die Wohnungsnot und die daraus abzuleitende Nachfrage öffentlicher Wohnungsbauprogramme werden positiv auf die Auftragslage wirken. Geplante Ansiedlungen von Großindustrie in Dresden wird diese Situation noch besonders befeuern. Wir halten deshalb die mittel- bis langfristigen Chancen für die Bauwirtschaft für gut.

Zu berücksichtigen ist auch, dass die Baubranche tendenziell prozyklisch ist und sich die Konjunktur in der Regel erst zeitverzögert auswirkt. Wir verfügen derzeit Stand Mitte März 2025 bereits über gut gefüllte Auftragsbücher für 2025 und haben bereits erste Aufträge für 2026 angenommen. Das bedeutet aber nicht, dass die Wirtschaftskrise spurlos an uns vorüberzieht. Auch wir haben für 2023 - auf hohem Niveau - im Vergleich zu den Vorjahren eine Normalisierung unserer Ertragssituation unter Herausrechnung von Einmaleffekten zu verzeichnen. Möglichen Eintrübungen für unsere Gesellschaft im Jahr 2025 wird entgegengewirkt, indem auch im Zuge der umgesetzen Nachfolge in der Geschäftsführung zwei weitere Führungskräfte Anfang des Jahres 2024 installiert wurden, die inzwischen mit Prokura ausgestattet wurden. Mit der Berufung eines weiteren Geschäftsführers im Dezember 2024 ist der Prozess der Verstärkung unserer Leitungsebene zunächst abgeschlossen.

B. Geschäftsverlauf und Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Der Geschäftsverlauf 2023 ist gekennzeichnet durch eine gute Auftrags- und Ertragslage. Das sehr hohe Leistungsniveau der beiden Vorjahre konnte aber nicht erreicht werden. Unsere Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr um 10,0 % zurückgegangen, was angesichts einer Inflationsrate von 5,9 % ein sehr deutlicher Rückgang ist. Hier wirkt sich auch bei uns der Rückgang der Baukonjunktur aus, allerdings haben wir trotz dieses Rückgangs ein gutes Jahresergebnis erzielt. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr nur leicht zurückgegangen, gleichwohl haben sich die Bestände an unfertigen Bauleistungen deutlich vermindert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich unser Jahresüberschuss von TEUR 1.673 im Jahr 2022 auf TEUR 1.868 im Jahr 2023 erhöht, wobei ohne Sondereffekte eine Ergebnis nur im Bereich von TEUR 1.100 erreicht worden wäre. Damit konnten im Ergebnis wir unsere Ergebnisprognose von TEUR 1.000 bis 1.350 TEUR erreichen.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 4.960 (Vorjahr: TEUR 5.346) deutlich zurückgegangen. Allerdings ist unser Personalbestand im Jahresdurchschnitt nach § 267 HGB von 101,75 auf 94,00 zurückgegangen und unsere Vergütungen je Mitarbeiter im Geschäftsjahr aufgrund der Inflation gestiegen. Der Personalrückgang ist im Wesentlichen durch den Arbeitskräftemangel bedingt, da wir Renteneintritte und natürliche Fluktuation kaum noch durch neue Mitarbeiter ausgleichen können.

Die Materialpreise haben sich im Geschäftsjahr normalisiert, unsere Aufwendungen für Baumaterialien sind mit der gesunkenen Gesamtleistung ebenfalls abgesunken, wobei sich die Materialeinsatzquote etwas erhöht hat. Ursache dafür ist auch, dass wir mangels verfügbarer eigener Arbeitskräfte verstärkt auf Nachunternehmerleistungen zurückgegriffen haben, die im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau lagen.

Das Ausbaugewerbe verfügt vergleichsweise über eine akzeptable Nachfrage auf dem Markt. So ist in diesem Gewerbe ein kontinuierlicher Vorlauf in den Auftragsbüchern vorhanden. Die Auftragsbestände belaufen sich Stand Mitte März 2024 auf ca. 10.500 TEUR (Mitte März 2023: 13.500 TEUR) - und lagen damit unter dem Vorjahresniveau, deckten aber zu diesem Zeitpunkt bereits heute ca. 80 % der geplanten Gesamtleistung für 2024 ab. Für 2025 liegt der Auftragsbestand per Januar 2025 bei ca. 12.500 TEUR. Zusätzliche Aufträge können sich in Zusammenarbeit mit einem verbundenen Unternehmen ergeben, das eigene Aufträge einwirbt, sich zu deren Ausführung aber auch unseres Hauses zu bedienen plant.

2. Finanzlage

Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr von 3.493 TEUR auf 1.091 TEUR vermindert. Unsere Liquidität ist damit nach wie vor ausreichend, um den laufenden Geschäftsbetrieb weitgehend abzusichern. Die Veränderung im Geschäftsjahr erfolgte in Vorbereitung auf eine Unternehmensnachfolge. Für die Zukunft rechnen wir wieder mit einem höheren Liquiditätsniveau. Wir weisen im Geschäftsjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. Die liquiden Mittel insgesamt belaufen sich auf 24,1 % (Vorjahr: 56,2 %) der Bilanzsumme.

Während des Geschäftsjahres konnten laufende Zahlungsverpflichtungen stets fristgerecht erfüllt werden.

3. Vermögenslage

Das Eigenkapital verminderte sich im Geschäftsjahr von 3.251 TEUR auf 2.119 TEUR. Die Eigenkapitalquote verminderte sich ebenfalls von 52,3 % auf 46,8 % und bewegt sich damit aber weiterhin auf einem sehr soliden Niveau. Die Fremdkapitalquote ist entsprechend von 47,7 % auf 53,2 % angestiegen.

Das Anlagevermögen wurde durch planmäßige Abschreibungen leicht vermindert. Ersatzwirtschaftsgüter wurden beschafft, sobald Bedarf bestand. Ersatzbeschaffungen erfolgte insbesondere im Bereich unseres Fuhrparks.

Das Vorratsvermögen hat sich im Geschäftsjahr von 705 TEUR auf 384 TEUR deutlich vermindert Dabei ist die Abdeckung durch erhaltene Anzahlungen von 81,4 % auf 86,6 % angestiegen, sodass wir unsere Bautätigkeit weitgehend über Kundenanzahlungen finanzieren können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 916 TEUR auf 1.313 TEUR erhöht.

Auf der Passivseite haben sich die sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr vermindert.

Die Verbindlichkeiten - ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - sind im Vergleich zum Vorjahr durch kurzfristige Zahlungseffekte leicht angestiegen, aber nach wie vor vollständig durch liquide Mittel gedeckt.

Die Bilanzsumme ist mit 4.532 TEUR im Vergleich zum Vorjahr mit 6.214 TEUR deutlich vermindert.

4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Insgesamt ist es der Großenhainer Ausbau GmbH gelungen, ein gutes Geschäftsergebnis zu erzielen. Unsere Planung wurde erreicht, aber damit konnten wir erwartungsgemäß das Vorjahresniveau (unter Herausrechnung von Sondereffekten) nicht erreichen.

Wir verfügen über eine gute Liquiditätsausstattung, die uns die Zahlungen unserer eingegangenen Verpflichtungen erlaubt.

Unser Anlagevermögen ist durch Eigenkapital abgedeckt, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine.

Insgesamt verfügen wir deshalb über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die uns im Wesentlichen mit Zuversicht in die Zukunft blicken lässt.

C. Prognosebericht

1. Vorjahresprognose

Für das Jahr 2023 waren wir von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von -0,1 % ausgegangen (Quelle: Ifo-Institut). Dies ist mit einem kalenderbereinigten Wirtschaftswachstum von -0,1 % auch eingetreten (Quelle: Destatis). Damit hat sich die Wirtschaftsleistung in Deutschland nicht über das Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie hinaus entwickelt.

Eingetreten ist auch unsere Prognose, das sich die Baukonjunktur deutlich abkühlt und nicht vor 2024 erholen wird. Allerdings ist derzeit erst mit einer Erholung zu einem späteren Zeitpunkt und nicht bereits 2024 zu rechnen.

Eingetreten ist unsere Prognose, dass sich die Inflation auf einem hohen Niveau bewegt.

Weiter haben wir das Risiko einer weiteren Lohn-Preis-Spirale vermutet. Dieses Szenario ist aber glücklicherweise nicht eingetreten. Auch wenn in aktuellen Arbeitskämpfen zum Teil unerfüllbar hohe Vergütungsanpassungen gefordert werden, spricht bei einem Rückgang der Inflation mehr dafür, dass es zwar zu weiteren Lohnerhöhung kommt, aber eine Lohn-Preis-Spirale eher abgewendet wird.

Selbstverständlich wurden im Geschäftsjahr 2023 auch bei uns Lohn- und Gehaltserhöhungen durchgeführt.

Aufgrund hoher Auftragsbestände waren wir davon ausgegangen, dass uns der erwartete Konjunkturrückgang nur gedämpft trifft. Diese Prognose hat sich im Geschäftsjahr bewahrheitet, aber wir konnten trotzdem ein solides Jahresergebnis erzielen.

Eingetreten ist unsere Prognose eines weiteren Zinsanstiegs; dieser hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Baukonjunktur abgekühlt hat.

Vorjahres-Prognose zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Entsprechend unserer Prognose war 2023 eine gute Geschäftslage zu verzeichnen und erwartungsgemäß war das Geschäftsumfeld nicht so vorteilhaft, um das theoretisch erreichbare Vorjahresniveau (unter Nichtberücksichtigung von Sondereinflüssen) zu erreichen. Lediglich durch Sondereinflüsse konnten wir einen höheren Jahresüberschuss als im Vorjahr erzielen.

Unser Jahresüberschuss von 1.868 TEUR (Vorjahr: 1.673 TEUR) liegt über unserer Erwartungen von 1.000 bis 1.350 TEUR, wäre aber ohne Sondereinflüsse im Rahmen der Erwartungen geblieben

Die Abschreibungen sind - wie erwartet - gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben wir erwartungsgemäß einen Anstieg zu verzeichnen. Wesentliche Mehraufwendungen ergaben sich insbesondere im Verwaltungsbereich und bei der Risikovorsorge.

Entgegen unserer Erwartungen konnten wir wieder nennenswerte laufende Zinserträge erwirtschaften; hier wäre die Entwicklung deutlicher ausgefallen, wenn wir unsere Liquiditätsbestände nicht mit Blick auf eine Unternehmensnachfolge angepasst hätten. Hinzu tritt ein im Wesentlichen periodenfremder Sonderfinanzertrag.

2. Zukunftsprognose

Prognose zum allgemeinen wirtschaftlichen Umfeld und zur Baubranche

Das Ifo-Institut geht für das Jahr 2024 von einem minimalen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % aus (Quelle: Ifo-Institut). Hierbei dürfte nicht berücksichtigt sein, dass im Falle einer Eskalation der Verhältnisse im Nahen Osten und einer möglichen negativen Entwicklung des Ukraine-Kriegs auch ein deutlich schlechterer Verlauf möglich ist.

Für die Inflationsrate geht diese Prognose von einem Niveau von 2,3 % aus, was einer weitgehenden Normalisierung auf das Niveau von 2,0 % entspräche. Dies lässt Spielraum für eine schrittweise leichte Zinssenkung, die sich positiv auf den Bausektor auswirken würde. Auch würde dies den Lohnanpassungsdruck mindern, da den Arbeitnehmern nicht mehr die Kaufkraft durch eine hohe Inflation geschmälert wird. Trotzdem bleiben Risiken aus den bereits dargelegten weltwirtschaftlichen Krisen bestehen.

Die steigenden Zinsen haben bisher nicht zu einer wesentlichen Erhöhung der Arbeitslosigkeit geführt. Vielmehr sind die Erwerbszahlen auf Rekordniveau und werden laut der Prognose des ifo-Instituts auch 2024 und 2025 weiter steigen. Damit besteht das Risiko, dass die Löhne trotz einer wirtschaftlichen Abkühlung weiter steigen, was sich negativ auf die Unternehmensergebnisse auswirken kann. Vermutlich werden viele Unternehmen deshalb die Chancen der Digitalisierung und des Einsatzes künstlicher Intelligenz zu nutzen versuchen. Auch wir bereiten uns auf eine weitere Digitalisierung des Rechnungswesens sowie die elektronische Rechnung vor.

Wir halten es nicht für uneingeschränkt möglich, weiter wie bisher Kostensteigerungen über Preiserhöhungen am Markt weitergeben zu können. Dennoch sehen wir derzeit kein wesentliches Risiko, dass es zu einer inflationsbedingten wesentlichen Ertragserosion kommt. In diesem Falle wirkt das knappe Arbeitskräfteangebot positiv.

Aufgrund der vorhandenen Auftragsbestände rechnen wir für 2025 mit keiner Unterauslastung.

Für die Zinsentwicklung rechnen wir damit, dass der Höhepunkt der Zinssteigerung nun erreicht ist und bei einer Absenkung der Inflation entsprechend der ein leicht sinkendes Zinsniveau zu verzeichnen sein wird.

Ertragsprognose und Prognose der Geschäftsentwicklung

Wir gehen in unserer Unternehmensplanung - gestützt auf einen bereits Mitte März 2024 vorhandenen Auftragsbestand - von einer guten Geschäftslage für 2024 und einer Gesamtleistung von ca. 14.400 TEUR aus. Dies entspricht gegenüber 2023 einem Anstieg von ca. 4,5 %, was aber gemessen an einer voraussichtlichen Inflationsrate von 2,3 % nur ein geringes reales Wachstum bedeutet. An das Leistungsniveau der Jahre 2021 und 2022 kann nicht angeknüpft werden.

Trotzdem wären wir aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Gegebenheiten mit dieser Gesamtleistung zufrieden, da auch damit ein gutes Ergebnis erzielbar wäre. Wir rechnen mit einem Ergebnis im Bereich von ca. 900 TEUR bis 1.300 TEUR.

Im Bereich des Materialeinsatzes rechnen wir mit einer Entwicklung im Rahmen der allgemeinen Inflationsrate. Soweit der Arbeitsmarkt weiter eng bleibt, kann sich der verstärkte Einsatz von Nachunternehmerleistungen ergeben. Wenn sich aus den angelaufenen Personalgewinnungsmaßnahmen Chancen ergeben, werden wir diese nutzen, um unseren Personalbestand wachsen zu lassen. Denn dies ist eine Voraussetzung, dass wir die bspw. im Bereich der energetischen Gebäudesanierung bestehenden Chancen voll nutzen können.

Im Personalbereich rechnen wir mit Lohn- und Gehaltsanpassungen im Bereich der allgemeinen Tarifabschlüsse. Wir planen, unseren Personalbestand durch Übernahme von 3 Lehrlingen zu verstärken. Weiter haben wir unsere Geschäftsleitung verstärkt.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gehen wir von einem Anstieg der Gesamtkosten aus.

Möglicherweise ergeben sich aus der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen ungeplante Zusatzaufwendungen; wir gehen aber derzeit eher davon aus, dass mit Ergebnisbelastungen daraus eher erst 2025 zu rechnen sind.

Beim Finanzergebnis rechnen wir mit einem wieder vernünftigen Zinsniveau für Vermögensanlagen; aufgrund des geringeren Niveaus an liquiden Mitteln wird das Finanzergebnis aber auch 2024 vermutlich auf unbedeutendem Niveau bleiben.

Prognose der Finanzlage

Wir rechnen für 2024 mit einer stabilen Liquiditätslage; bei gutem Geschäftsverlauf wird sich auch eine Verbesserung der Liquidität ergeben. Wir planen derzeit keine bedeutsamen Investitionen ins Sachanlagenvermögen, allerdings werden sich aus geplanten Digitalisierungsmaßnahmen künftig Investitionsausgaben ergeben, die sich bis in das Jahr 2025 erstrecken werden.

Wir gehen insgesamt davon aus, dass wir unseren finanziellen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr jederzeit nachkommen können.

Prognose der Vermögenslage

Wir planen im Anlagevermögen keine wesentlichen Erweiterungsinvestitionen. Soweit Vermögensgegenstände verbraucht sind und weiter benötigt werden, werden wir entsprechende Ersatzinvestitionen vornehmen. Vermutlich im Jahr 2025 ergibt sich Investitionsbedarf für die weitere Digitalisierung des Rechnungswesens und der Umsetzung der e-Rechnung. Bei den avisierten Instandhaltungsmaßnahmen für unser Betriebsgebäude handelt es sich wirtschaftlich eindeutig um investive Aufwendungen. Bilanziell liegt aber in Abhängigkeit von Art und Umfang der Instandhaltung in der Regel Erhaltungsaufwand vor, der unmittelbar ergebnismindern zu buchen ist. Aktivierungsfähige Instandhaltungsmaßnahmen sind aber dennoch nicht völlig ausgeschlossen, da sich im Fortgang der Baumaßnahmen Umstände ergeben können, die Art und Umfang der Instandhaltung beeinflussen kann. Wir gehen deshalb derzeit davon aus, dass das Sachanlagevermögen im Wesentlichen auch im 2024 und auch 2025 in etwa gleicher Höhe ausgewiesen sein wird.

Beim Vorratsvermögen und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine Prognose nur bedingt möglich, da die Höhe und Zusammensetzung der Positionen wesentlich davon abhängt, ob Bauaufträge vor dem Abschlussstichtag abgeschlossen werden können oder ins Folgejahr übergehen. Insgesamt ist die Summe aller dieser Posten wesentlich von der Umsetzung der vorhandenen Aufträge abhängig.

Dies gilt in analoger Weise für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ebenfalls vom Umfang unserer Geschäftstätigkeit abhängig sind und deren Entwicklung deshalb ebenfalls nur schwer prognostiziert werden können.

Betreffend der Entwicklung der liquiden Mittel verweisen wir auf die Darstellung der Finanzlage.

Zusammenfassende Gesamtprognose

Insgesamt rechnen wir für 2024 mit deutlichen Unsicherheiten bezüglich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus dem Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt, die uns vermutlich aber erst mittelbar und zeitversetzt treffen würden. Soweit die Wirtschaftslage im Rahmen der Prognosen bleibt und die vorhandenen Aufträge planmäßig abgewickelt werden können, dürfte die Geschäftsentwicklung gut sein. Wir gehen allerdings nicht davon aus, dass wir das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 erreichen können, da die Ertragsrisiken deutlich gestiegen sind und darin erhebliche Sondereinflüsse enthalten sind.

D. Risikobericht

1. Risikomanagement

Wesentlich für ein Risikomanagementsystem sind ein internes Überwachungs- sowie ein Controlling- und Frühwarnsystem. Diese Systeme dienen dazu, unternehmensgefährdende Entwicklungen frühzeitig aufzudecken und zeitnah wirksame Gegenmaßnahmen einzuleiten. Hauptbestandteil des Risikomanagements ist ein monatlich stattfindendes Rapportsystem, in dem nahezu alle laufenden Bauvorhaben in ihrer Wirtschaftlichkeit geprüft und ausgewertet werden. Ein Kostenstellensystem dient der korrekten Zuordnung auftretender Kosten auf den Baustellen. In Abweichungsanalysen werden Auffälligkeiten herausgefiltert, die dann ausgiebig geprüft und ausgewertet werden. So können aufkommende Risiken schnell bewertet und zielgerichtet abgewandt bzw. zumindest abgeschwächt werden.

Auf Unternehmensebene werden darüber hinaus die Ertragslage der Gesellschaft sowie wesentliche Aufwandspositionen untersucht. Im Rahmen der Finanzdisposition werden die liquiden Mittel überwacht. Für Investitionen besteht ein Antragssystem, um Liquiditätsprobleme durch unkontrollierte Anschaffungen zu vermeiden. Ebenso wird die Vermögenslage im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung analysiert. In gleicher Weise werden auch Ausfall- und Liquiditätsrisiken untersucht.

2. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Durch das Komplettangebot aller wesentlichen Ausbaugewerke unterscheidet sich die Großenhainer Ausbau GmbH von den meisten Konkurrenten und kann sich aufgrund ihrer Größenordnung schnell an sich ändernde Marktbedürfnisse anpassen und auf besondere Anforderungen reagieren. Innerhalb der Baubranche verfügen wir aufgrund unserer breit angelegten Kapazität damit über Vorteile gegenüber den Wettbewerbern. Diese Vorteile bieten insbesondere die Möglichkeit, einen gewissen Ausgleich im Rahmen von konjunkturellen Schwankungen, egal ob im positiven oder negativen Sinne, zu erreichen. Unsere positiven Erfahrungen in den vergangenen Jahren mit der Organisation und erfolgreichen Abwicklung von Großaufträgen ermöglichen uns, in dieser Richtung eine gezielte Akquisition zu führen. Wir können nun erfolgreich bei Aufträgen mitbieten, die für normale Handwerksbetriebe viel zu groß, für große Baufirmen aber eher klein sind.

Die jahrelange Bekanntheit der Großenhainer Ausbau GmbH als leistungsstarkes Unternehmen in der Region Dresden bietet uns die Chance, von der regionalen Nachfrage der Wachstumslokomotive Dresden zu profitieren. Aufgrund der gestiegenen Zinsen und den inzwischen sehr hohen Baupreisen besteht allerdings das Risikos, dass die Baunachfrage deutlich zurückgeht. Mittel- und langfristig bestehen aber Nachfragechancen aufgrund von Instandhaltungsrückständen an Bauwerken sowie dem Einbau nachhaltiger Energie- und Wärmeerzeugungsanlagen. Die leeren öffentlichen Kassen werden vermutlich keine antizyklische Nachfrage nach Bauleistungen ermöglichen, die eine Rezession im Baubereich verhindern könnte. Wir sehen aber insbesondere Wachstumschancen im Bereich der energetischen Sanierung.

Die derzeitige Auftragslage bildet, soweit wir die Aufträge planmäßig abwickeln können, eine gute Auslastung aller von uns angebotenen Gewerke bei guter Arbeitseffizienz ab.

Die völlige Freiheit von Bankschulden bietet uns die Möglichkeit, auch in einem wettbewerbsstarken Umfeld oder einer Krise weiter unabhängig unternehmerisch handeln zu können. Im Rahmen der angelaufenen Unternehmensnachfolge und der damit verbundenen Einarbeitung der neuen Geschäftsleitung werden auch Initiativen und unternehmerische Handlungsspielräume für die Umsetzung von Unternehmenswachstum und neuen Ideen sowie das Vorantreiben der Digitalisierung eingeleitet.

Die für die Großenhainer Ausbau GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind eine mögliche ausufernde Wirtschaftskrise aufgrund der weltpolitischen Ereignisse.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken können aufgrund von unvorhersehbaren äußeren Einflüssen nicht ausgeschlossen werden. Diese Risiken werden durch kaufmännisches Controlling und ein effizientes Mahnwesen jedoch gering gehalten. Gegen Forderungsausfallrisiken sichern wir uns auch dadurch ab, dass wir bauvertragstypisch entsprechend der Baufortschritte Abschlagszahlungen anfordern.

Wirtschaftlich wesentliche Risiken sind insbesondere auch auftragsbezogene Risiken. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass branchentypisch nicht alle Risiken unmittelbar sichtbar und erkennbar sind, sondern eventuell erst nach längerer Zeit zu Tage treten können. Dies gilt insbesondere für Risiken aus verwendeten Baumaterialen, die fremdbezogen werden, und dem Einsatz von Nachunternehmern. Wir begegnen diesen Risiken mit konsequenten Qualitätskontrollen sowie mittels dem branchenüblichen Prozess der Bauabnahme in Form einer umfassenden fachmännischen Untersuchung des zur Übergabe stehenden Bauwerks. Für bekannt gewordene Risiken wird eine angemessene Risikovorsorge gebildet, die den Grundsätzen des bilanziellen Vorsichtsprinzips entspricht. Wir verfügen über eine angemessene Risikovorsorge, die ausreicht, auch einen größeren Rückschlag verkraften zu können, ohne dass dies die Existenz unseres Unternehmens in Frage stellt.

Die Großenhainer Ausbau GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen, der Mitarbeiterbestand ist im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückgegangen. Zurzeit sind nur noch sehr knappe Personalkapazitäten auf dem freien Markt vorhanden. Es ist zunehmend schwieriger, geeignete Auszubildende zu finden. So sind auch im Berichtszeitraum unbesetzte Ausbildungsplätze zu verzeichnen. Es ist zurzeit ein Problem, die altersbedingt ausscheidenden Mitarbeiter entsprechend durch Neuzugänge auszugleichen. Um einen möglichen Ausfall von Führungskräften abfangen zu können, besteht ständig das Bestreben, qualifizierte Nachwuchskräfte aufzubauen bzw. aus der vorhandenen Belegschaft zu entwickeln. Im Bereich der Poliere verfügt die Gesellschaft zwar über genügend Personal, trotzdem sind wir ständig bemüht, weitere Mitarbeiter zu qualifizieren. So laufen permanent Qualifizierungsmaßnahmen.

Ein wesentliches Risiko besteht in steigenden Zinsen, da dies Bauvorhaben wesentlich verteuert und die Nachfrage nach Bauleistungen senkt. Wir halten dieses Risiko aber derzeit für begrenzt und halten eher Zinssenkungen für wahrscheinlich, die der Bauwirtschaft entgegenkommen werden.

E. Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Berichtsjahr keine Aktivitäten entwickelt.

 

Meißen, den 19. März 2025

Christian Geselle, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 941.446,51 966.375,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 124,00 457,00
II. Sachanlagen 941.322,51 965.918,51
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 403.291,51 420.772,51
2. technische Anlagen und Maschinen 19.585,00 23.937,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 518.446,00 521.209,00
B. Umlaufvermögen 3.525.204,16 5.175.951,19
I. Vorräte 383.712,94 704.619,48
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.489.800,23 3.091.753,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.050.181,98 978.477,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.091.309,24 3.492.853,86
C. Aktive latente Steuern 65.393,87 71.221,05
Summe Aktiva 4.532.044,54 6.213.547,75

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.119.163,01 3.250.798,81
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Bilanzgewinn 1.869.163,01 3.000.798,81
davon Gewinnvortrag 3.000.798,81 3.327.626,70
B. Rückstellungen 948.485,00 1.721.017,50
C. Verbindlichkeiten 1.464.396,53 1.241.731,44
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.457.145,19 1.174.029,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.251,34 67.702,44
Summe Passiva 4.532.044,54 6.213.547,75

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.240.256,47 8.633.480,52
2. Personalaufwand 4.959.769,20 5.345.551,49
a) Löhne und Gehälter 3.643.917,58 4.079.783,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.315.851,62 1.265.767,73
davon für Altersversorgung 263.899,24 275.844,22
3. Abschreibungen 190.287,66 175.581,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 190.287,66 175.581,64
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 779.988,69 613.418,67
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 101.480,43 -437,50
davon Erträge aus Abzinsung 699,00 338,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.635,72 34.282,67
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 508.556,93 771.348,84
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 5.827,18 12.216,87
8. Ergebnis nach Steuern 1.884.498,70 1.692.859,71
9. sonstige Steuern 16.135,84 19.688,50
10. Jahresüberschuss 1.868.362,86 1.673.171,21
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.000.798,81 3.327.626,70
12. Ausschüttung 2.999.998,66 1.999.999,10
13. Bilanzgewinn 1.869.163,01 3.000.798,81

Anhang

1. Allgemeine Erläuterungen

Die Großenhainer Ausbau GmbH hat ihren Sitz in Großenhain und wird beim Amtsgericht Dresden im Handelsregister unter der Registernummer HRB 23616 geführt.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 i. V. m. Abs. 4 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist nach den für sie geltenden steuerrechtlichen, handelsrechtlichen und den diesen ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz folgt den Vorgaben des § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Die Bewertung wurde unter Berücksichtigung der Fortführung des Unternehmens (going-concern-Prinzip) durchgeführt.

Von der Erleichterungsvorschrift des § 288 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Bei der Offenlegung wird die Gesellschaft die Erleichterungen der §§ 327 und 276 Satz 1 HGB in Anspruch nehmen.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche geringwertige Gegenstände des Anlagevermögens wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und in voller Höhe abgeschrieben. Als geringwertige Vermögensgegenstände werden alle Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 60 EUR bis 800 EUR erfasst.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Für die unfertigen Bauleistungen wurde ausgehend vom angebotenen Preis für die erbrachten Teilleistungen retrograde Abschläge für den Gewinnaufschlag, nicht einbeziehbare Aufwendungen und die allgemeinen Geschäftskosten vorgenommen. Bei Wertminderungen wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden in Höhe der eingegangenen Zahlungen angesetzt. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, diese bis höchstens in Höhe der Vorräte offen abzusetzen.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die von Ausfallgefahr bedrohten Forderungen wurden einzelwertberichtigt. Die Wertberichtigung zu den übrigen Forderungen ist mit einem pauschalen Prozentsatz ermittelt worden. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 651.606,84 EUR enthalten.

Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgte zum Nennwert.

Vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern wird Gebrauch gemacht. Übersteigt ein Ansatz in der Steuerbilanz den Ansatz in der Handelsbilanz, werden dafür aktive Latenzen berücksichtigt. Im umgekehrten Fall werden passive Latenzen in die Berechnung der latenten Steuern einbezogen. Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert. Für die Bewertung werden die maßgeblichen Körperschaft- und Gewerbesteuersätze zugrunde gelegt.

Das Gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen werden angesetzt für Steuern vom Einkommen und Ertrag des Geschäftsjahres, soweit diese nicht bereits durch Vorauszahlungen beglichen sind. Die Bewertung erfolgt mit den jeweils gültigen gewerbesteuerlichen Hebesätzen bzw. den jeweils gültigen Steuersätzen. Rückforderungsansprüche werden - soweit sie vorliegen - unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken ausreichend und in Übereinstimmung mit den Vorschriften des § 253 Abs. 2 HGB berücksichtigt. Dabei wurde der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Abzinsungssatz angewendet. Soweit die Laufzeit ein Jahr übersteigt, werden - soweit diese nicht unbedeutend sind - voraussichtliche Kostensteigerungen berücksichtigt. Zuführungen werden nach der Nettomethode vorgenommen. Soweit Rückstellungen durch werthaltige Ausgleichsforderungen gedeckt waren, wurde die Rückstellung insoweit kompensierend gemindert.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten auch bautypische Nachunternehmerleistungen, bei denen eine Abgrenzung zwischen geleisteten Anzahlungen und Teilleistungserbringung aus Wesentlichkeitsgründen nicht vorgenommen wird und vereinfachend als Kreditoren ausgewiesen werden. Im Übrigen betrifft ein Teil der ausgewiesenen Verpflichtungen langlaufende Garantieeinbehalte.

3. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens wurde im Anlagenspiegel gem. § 268 Abs. 2 HGB gesondert dargestellt. Der Anlagenspiegel ist als Anlage beigefügt.

Es bestand in der Vergangenheit eine Beteiligung an einer im Baubereich üblichen Arbeitsgemeinschaft zur gemeinsamen Abwicklung von Bauaufträgen. Diese Arbeitsgemeinschaft ist inzwischen nicht mehr tätig. Für diese Arbeitsgemeinschaft besteht aufgrund der unbegrenzten Haftung ein Nachhaftungsrisiko aus einer Baustreitsache. Es werden dafür ggf. sonstige Rückstellung angesetzt, falls und insoweit mehr Gründe für als gegen eine Inanspruchnahme sprechen. Die Arbeitsgemeinschaft fällt zugleich unter den Begriff der Gesellschaften im Sinne des § 285 Nr. 11a HGB.

Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den liquiden Mitteln sind Sperrkonten in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 1.766,65 EUR) zur Abdeckung von Aval- und Garantieverpflichtungen enthalten. Diese liquiden Mittel sind zu den sonstigen Vermögensgegenständen mitzugehörig.

In Höhe der aktiven latenten Steuern von 65.393,87 EUR (Vorjahr: 71.221,05 Euro) besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

Für das Eigenkapital besteht insgesamt eine Ausschüttungssperre von 65.393,87 (Vorjahr: 71.221,05 Euro).

Mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 wurde die gesamte Pensionsverpflichtung auf einen Pensionsfonds unter Mitgabe des Rückdeckungsvermögens übertragen. Ab Auslagerung besteht für die Gesellschaft nur noch eine mittelbare Pensionsverpflichtung. Mangels Unterdeckung des Pensionsfonds ist weder eine Pensionsverpflichtung wahlweise zu passivieren bzw. ein entsprechender Fehlbetrag im Anhang anzugeben.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit 305.069,00 Euro den Personalbereich (Urlaubs- und Mehrstundenansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Prämien- und Jubiläumszahlungen), mit 544.648,00 Euro den Baubereich (Gewährleistungs- und Schadenersatzrisiken, nachkommende Rechnungen) sowie mit 50.700,00 Euro sonstige Risiken und Verpflichtungen (Prozess-, Abschluss- und Prüfungskosten, Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen und Instandhaltungen), wobei hier 38.105,75 Euro kompensierend bereits berücksichtigt sind. Für die Behandlung der Abzinsung wird die Nettomethode angewendet.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Teil die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten haben grundsätzlich eine Restlaufzeit von einem Jahr mit Ausnahme eines Betrags von 152.089,55 EUR, der eine Restlaufzeit in Höhe von 149.175,55 eine Restlaufzeit von ein bis 5 Jahren und in Höhe von 2.914,00 EUR eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren aufweist. Die längere Restlaufzeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit Ausnahme eines Betrags von 7.251,34 EUR, der die sonstigen Verbindlichkeiten betrifft.

In den sonstigen betrieblichen Erträge sind übliche periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträgen aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, der Herabsetzung von Wertberichtigungen sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt 243.646,95 Euro (Vorjahr: 281.006,51 Euro) enthalten. Hinzukommen aus einem einmaligen Vorgang 600.511,75 Euro Sondererträge im Geschäftsjahr sowie 60.284,84 EUR Sondererträge im Folgejahr. Bei den Sondererträgen im Geschäftsjahr handelt es sich bis auf einen Betrag von 38.105,75 Euro um periodenfremde Erträge. Die üblichen periodenfremden Aufwendungen belaufen sich auf 7.084,05 EUR (Vorjahr: 4.848,30 EUR).

Im Finanzergebnis sind periodenfremde Zinserträge von 89.683,84 Euro und periodenfremde Zinsaufwendungen von 6.177,00 Euro enthalten.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine nennenswerten sonstigen finanziellen Verpflichtungen mehr.

Ausschüttungssperre

Hierzu wird auf die Angaben zum Eigenkapital verwiesen.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Stand zum 01.01.2023 3.000.798,81 Euro
Jahresüberschuss 2023 1.868.362,86 Euro
Ausschüttungen ./. 2.999.998,66 Euro
Stand zum 31.12.2023 1.869.163,01 Euro

4. Sonstige Pflichtangaben

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren ohne die Berücksichtigung der Geschäftsleitung und der Auszubildenden im Durchschnitt 94,00 (Vorjahr: 101,75) Arbeitnehmer beschäftigt.

Diese gliedern sich in (Vorjahr in Klammern):

- gewerbliche Arbeitnehmer 77,00 (87,50)
- Angestellte 17,00 (14,25)
94,00 (101,75)

Darüber hinaus wurden 10,00 (Vorjahr: 12,25) Auszubildende beschäftigt.

Die Forderungen gegen Organmitglieder sind im Geschäftsjahr vollständig zugegangen und werden mit fünf Punkten über dem gesetzlichen Basiszins verzinst. Die Forderungen wurden nach dem Abschlussstichtag vollständig ausgeglichen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse haben sich die Wirtschaftsaussichten in Deutschland eingetrübt. Eine aktuelle Prognose des ifo-Instituts für das Wirtschaftswachstum in Deutschland prognostiziert für 2024 nur ein minimales Wirtschaftswachstum.

Die Nahostkrise stellt dabei eine wesentliche Unsicherheit dar, deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft nicht im Vorhinein abzusehen ist. Auch für den Ukraine-Krieg sind weitere Entwicklungen nicht sicher vorhersehbar. Trotz dieser erheblichen Ungewissheiten ist es uns auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024 gelungen, ein Ergebnis zu erzielen, das sich unter Bereinigung der Sondereinflüsse des Jahres 2023 ungefähr auf Vorjahresniveau bewegt und eine gute Einträglichkeit aufweist. Wir haben dabei davon profitiert, dass das Ausbaugewerbe nicht wie der immobilienneubau sehr stark negativ von der Konjunkturentwicklung beeinträchtigt wurde.

Die dargestellten Entwicklungen lassen sich auch darüber hinaus in Schwere und Dauer schwer abschätzen; sie können die Baukonjunktur mittelbar negativ beeinflussen. Aufgrund guter Auftragsbestände und guter Lieferantenbeziehungen gehen wir davon aus, dass uns die Auswirkungen auch über 2024 nur zeitverzögert treffen werden, können diese aber nicht vollständig ausschließen.

Nach dem Abschlussstichtag wurde die Geschäftsführung in zwei Schritten neu geordnet und breiter aufgestellt. Damit konnte eine Unternehmensnachfolge auf den Weg gebracht und auch Strukturen eingerichtet werden, die ein deutliches Wachstum unseres Unternehmens in den nächsten Jahren umsetzen soll. In diesem Zuge modernisieren wir auch unsere Firmenzentrale in Großenhain, um unsere Büro- und Betriebsräume schrittweise mit aktueller Technik und Einrichtung auszustatten.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse haben sich die Wirtschaftsaussichten in Deutschland eingetrübt. Eine aktuelle Prognose des ifo-Instituts für das Wirtschaftswachstum in Deutschland prognostiziert für 2024 nur ein minimales Wirtschaftswachstum.

Die Nahostkrise stellt dabei eine wesentliche Unsicherheit dar, deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft nicht im Vorhinein abzusehen ist. Auch für den Ukraine-Krieg sind weitere Entwicklungen nicht sicher vorhersehbar. Trotz dieser erheblichen Ungewissheiten ist es uns auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024 gelungen, ein Ergebnis zu erzielen, das sich unter Bereinigung der Sondereinflüsse des Jahres 2023 ungefähr auf Vorjahresniveau bewegt und eine gute Einträglichkeit aufweist. Wir haben dabei davon profitiert, dass das Ausbaugewerbe nicht wie der immobilienneubau sehr stark negativ von der Konjunkturentwicklung beeinträchtigt wurde.

Die dargestellten Entwicklungen lassen sich auch darüber hinaus in Schwere und Dauer schwer abschätzen; sie können die Baukonjunktur mittelbar negativ beeinflussen. Aufgrund guter Auftragsbestände und guter Lieferantenbeziehungen gehen wir davon aus, dass uns die Auswirkungen auch über 2024 nur zeitverzögert treffen werden, können diese aber nicht vollständig ausschließen.

Nach dem Abschlussstichtag wurde die Geschäftsführung in zwei Schritten neu geordnet und breiter aufgestellt. Damit konnte eine Unternehmensnachfolge auf den Weg gebracht und auch Strukturen eingerichtet werden, die ein deutliches Wachstum unseres Unternehmens in den nächsten Jahren umsetzen soll. In diesem Zuge modernisieren wir auch unsere Firmenzentrale in Großenhain, um unsere Büro- und Betriebsräume schrittweise mit aktueller Technik und Einrichtung auszustatten.

Mitglieder der Unternehmensorgane

Die Geschäftsführung der Großenhainer Ausbau GmbH oblag im Geschäftsjahr 2023 Herrn Dipl.-Ing. Eckhard Scholz, Großenhain. Er ist nach Erreichen des Renteneintrittsalters am 12. April 2024 in den Ruhestand eingetreten.

Vom 12. April 2024 waren Herr Eduard Gomer und Herr Uwe Weiß, zu Geschäftsführern bestellt, die ab 2. Dezember 2024 mit Prokura ausgestattet wurden.

Seit 2. Dezember 2024 ist Herr Christian Geselle zum alleinigen Geschäftsführer bestellt.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

sonstige Berichtsbestandteile

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.781,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 35.781,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 650.939,90
2. technische Anlagen und Maschinen 70.768,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.314.590,67 178.051,66 143.799,92
Summe Sachanlagen 178.051,66 143.799,92
Summe Anlagevermögen 2.072.081,38 178.051,66 143.799,92
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.781,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 35.781,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 650.939,90
2. technische Anlagen und Maschinen 70.768,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.348.842,41
Summe Sachanlagen 2.070.551,17
Summe Anlagevermögen 2.106.333,12
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.324,95 333,00 35.657,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 35.324,95 333,00 35.657,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 230.167,39 17.481,00 247.648,39
2. technische Anlagen und Maschinen 46.831,86 4.352,00 51.183,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 793.381,67 168.121,66 131.106,92 830.396,41
Summe Sachanlagen 1.070.380,92 189.954,66 131.106,92 1.129.228,66
Summe Anlagevermögen 1.105.705,87 190.287,66 131.106,92 1.164.886,61
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124,00 457,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 124,00 457,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 403.291,51 420.772,51
2. technische Anlagen und Maschinen 19.585,00 23.937,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 518.446,00 521.209,00
Summe Sachanlagen 941.322,51 965.918,51
Summe Anlagevermögen 941.446,51 966.375,51

 

Großenhain, den 19. März 2025

Christian Geselle, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Großenhainer Ausbau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Großenhainer Ausbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Großenhainer Ausbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweise zur Nachtragsprüfung

Nach Abschluss unserer Prüfung wurde der Jahresabschluss geändert und uns für Zwecke einer Nachtragsprüfung zur Beurteilung vorgelegt. Der hier erteilte Bestätigungsvermerk wird auf der Grundlage unserer ursprünglichen Prüfung sowie der Prüfung der vorgenommenen Änderungen erteilt und bezieht sich deshalb auf den geänderten Jahresabschluss und Lagebericht.

Im Jahresabschluss wurden im Wesentlichen die Bilanzpositionen sonstige Vermögensgegenstände, Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen geändert und in der Gewinn- und Verlustrechnung die Positionen sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, das Finanzergebnis und die Steuern vom Einkommen und Ertrag angepasst. Entsprechend waren auch Angaben im Anhang und im Lagebericht anzupassen. Wir haben diese Änderungen im Rahmen unserer Nachtragsprüfung geprüft und diese entsprechen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung bzw. stellen die Lage der Gesellschaft zutreffend dar.

Auf die Angaben in Jahresabschluss und Lagebericht wird verwiesen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Meißen, 25. März 2024/ 19. März 2025

REVISCON GMBH
Niederlassung Meißen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lukas Graf, Wirtschaftsprüfer

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