Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 5288
Vorher
GDH Metallverarbeitungs GmbH
Eingetragen
6.2.1996
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Press-, Zieh- und StanzteilenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
Geändert, nun: Die Herstellung und der Vertrieb von Stanzund Umformteilen, die Herstellung und der Vertrieb von dazu notwendigen Werkzeugen sowie die Herstellung von Schweißbaugruppen und deren mechanische Bearbeitung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Niklas Hölper
seit 23.1.2020
Geschäftsführer
Tristan Hölper
seit 23.1.2020
Geschäftsführer
David Sven Warncke
seit 13.3.2014
Prokura
Christa Kohl
seit 14.1.2008
Prokura
Detlef Hölper
seit 27.7.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Bahnhofsweg 12, 56472 Fehl-Ritzhausen
11.503 €
45.00%
Höhner Straße 4, 56472 Fehl-Ritzhausen
11.503 €
45.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GDH Metallverarbeitung GmbH

Bad Marienberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die GDH Metallverarbeitung GmbH mit Sitz in 56470 Bad Marienberg wurde im Jahr 1996 in Bad Marienberg gegründet. Heute ist GDH Metallverarbeitung ein europaweit agierendes Unternehmen, das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Umformwerkzeugen, Stanz- und Umformteilen und Schweißbaugruppen nach Kundenvorgaben spezialisiert hat.

Zu den Kunden zählen weltweit operierende Industrieunternehmen im Maschinenbau sowie Branchenzulieferer der Automobilindustrie, Unternehmen der Mess- und Regeltechnik, der Photovoltaikindustrie, der Feuerfestindustrie und diversen weiteren Industriebereichen.

2. Forschung und Entwicklung

Da GDH Metallverarbeitung GmbH Lösungen für Kundenprodukte umsetzt, konzentriert das Unternehmen sich vorwiegend auf die Entwicklung von Werkzeugen und Vorrichtungen, die im höchsten Maß zur prozess- und qualitätssicheren Herstellung dieser Produkte geeignet sind. Forschungsprojekte werden in Arbeitsgemeinschaften mit Partnern des Hochschulbereichs und Unternehmen der komplementären Industrie durchgeführt.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmensleitung verwendet in erster Linie den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) als Leistungsindikator, um den wirtschaftlichen Erfolg zu messen. Diese Basis dient zur Entscheidungsfindung und Steuerung von Geschäftsaktivitäten. Weitere wichtige Kenngrößen stellen Umsatzerlöse, Rohgewinn, Material- und Personalaufwandsquote dar.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

GDH Metallverarbeitung GmbH vertreibt ihre Produkte zu einem großen Teil unmittelbar in Deutschland sowie im europäischen Ausland. Wenige direkte Geschäftsbeziehungen bestehen mit überseeisch ansässigen Unternehmen. Die Geschäftsaktivitäten einiger inländischer und europäischer Kunden des Unternehmens dehnen sich auf den Weltmarkt aus.

Im Jahr 2023 stand die deutsche Wirtschaft vor einer Vielzahl von Herausforderungen und Chancen. Nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und den geopolitischen Spannungen, insbesondere durch den Ukraine-Konflikt, war eine wirtschaftliche Erholung von zentralem Interesse. Dieser Bericht gibt einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen in der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023.

Wirtschaftswachstum

Im Jahr 2023 verzeichnete Deutschland einen Rückgang im Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank lt. den Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 0,3 %, die kalenderbereinigte Wirtschaftsleistung verzeichnete einen Rückgang von 0,1%. Die Industrie zeigte sich noch weitestgehend resilient, obwohl sie weiterhin mit Lieferengpässen und steigenden Rohstoffpreisen zu kämpfen hatte.

Inflation und Preisentwicklung

Die Inflation blieb im Jahr 2023 ein zentrales Thema. Nach einem Anstieg in den Vorjahren, bedingt durch gestiegene Energiepreise und Lieferkettenprobleme, sank die Inflationsrate gemäß den Berechnungen des Statistischen Bundesamts im Jahresdurchschnitt 2023 auf 5,9 % (6,9% im Jahr 2022). Die Energiepreise zeigten sich im Vergleich zum Vorjahr weniger volatil, während die Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen weiterhin unter Druck standen. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) spielte eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung der Inflation, hatte jedoch auch maßgeblichen Einfluss auf die Investitionstätigkeit.

Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigte sich im Jahr 2023 robust. Die Arbeitslosenquote blieb relativ stabil und lag nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts bei 6,2 %. Die Nachfrage nach Arbeitskräften, insbesondere in Bereichen mit hohen Qualifikationsanforderungen, blieb unverändert. Gleichzeitig gab es Herausforderungen, wie Fachkräftemangel und die Notwendigkeit, die Arbeitskräfte für die digitale Transformation weiterzubilden.

Außenhandel

Im Jahr 2023 war das Handelsvolumen insgesamt rückläufig. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer errechnete einen Exportrückgang von nominal 2% gegenüber dem Vorjahr, bei gleichzeitig ebenfalls gesunkenem Importvolumen (-10,1%). Maßgeblichen Einfluss auf diese Werte hatten die Entwicklung der Weltkonjunktur, hohe Inflationsraten und ein hohes Zinsniveau. Bei den für GDH Metallverarbeitung GmbH relevanten Exportgütern konnte jedoch Exportzuwachs verzeichnet werden.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 53,10 %.

Das EBIT stieg auf 4.253 T€ und lag deutlich über dem Niveau des Vorjahres.

Die Steigerungen sind auf eine hohe Auslastung zurückzuführen, die bis ins dritte Quartal des Jahres 2023 anhielt. Durch den stetigen Aufbau von Lagerbeständen seitens einiger Hauptkunden stagnierte die Nachfrage zu diesem Quartalsende und entwickelte sich im vierten Quartal rückläufig.

Der Geschäftsverlauf übertraf die Ende 2022 aufgestellten Planungen und Prognosen.

3. Lage

Ertragslage

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 mit Vorjahresvergleich ist nachfolgend nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zusammengefasst dargestellt:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
Veränderung
%
Betriebsergebnis 4.253 2.450 1.803 73,6
Zinsergebnis -23 -28 -5 -17,8
Steueraufwand -1.266 -714 552 77,3
Jahresergebnis 2.964 1.708 1.256 73,5

Eine unvermeidbare Folge der Umsatzsteigerung war der Anstieg der Personalkosten um 42,33 % . Ebenso verbunden mit der Umsatzsteigerung sind höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Anstieg betrug 1.289 T€

Unter Berücksichtigung der neutralen Erträge und Aufwendungen nach Abzug der Ertragssteuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 2.964 T€.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 1.977 T€ oder um 21,75 % gestiegen, was im Wesentlichen seine Ursache im Bestand der flüssigen Mittel findet. Der Anstieg des Bestandes an flüssigen Mitteln erklärt sich durch eine Reduzierung des Vorratsvermögens und die ungewöhnlich gute Ertragslage. Aufgrund der hohen Nachfrage konnte die Höhe des Vorratsvermögens mit den bestehenden Produktionskapazitäten nicht aufrecht erhalten werden.

Mit der Ausnutzung der Maschinenkapazitäten im Mehrschichtsystem war eine proportionale Erhöhung des Anlagevermögens im Vergleich zur Umsatzleistung vorerst nicht notwendig. Hierbei ist zu erwähnen, dass ein Teil des Maschinenparks sowie die Betriebsgrundstücke - und Bauten angemietet sind und sich nicht im Anlagevermögen befinden.

Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr auf 59,62 % (Vorjahr: 41,48 %) gestiegen.

Das Fremdkapital umfasst in erster Linie langfristige Verbindlichkeiten aus der Übernahme von Geschäftsanteilen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen überwiegend aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Anstieg der Steuerrücksstellungen ist der hohen Ertragslage geschuldet, da die Steuerverbindlichkeiten nicht vollständig durch Vorauszahlungen abgedeckt werden können.

Finanzlage

Die Liquiditätslage war im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 andauernd positiv. Die Finanzierung des laufenden Geschäfts sowie kleinere Investitionen erfolgte aus dem operativen Cashflow. Tantiemen und Ausschüttungen an die Geschäftsführer konnten ebenfalls durch den operativen Cashflow finanziert werden. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 5.027 T€ (Vorjahr: 1.167 T€).

Die Darlehensverbindlichkeiten wurden regelmäßig aus dem laufenden Geschäft bedient und reduzierten sich um 203 T€ auf einen Wert von 1.304 T€ zum Stichtag.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die nachstehenden Risiken sind in absteigender Reihenfolge aufgeführt.

Der Erfolg von GDH Metallverarbeitung GmbH basiert auf einem hohen technischen Know-How in der Umsetzung von Werkzeuglösungen, Vorrichtungen und Produktion zur Realisierung von Produkten nach Kundenvorgabe. Mitbewerber dieses Geschäftsmodells finden sich weltweit, so dass eine kontinuierliche Entwicklung im technischen und qualifikativen Bereich für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens unerlässlich ist.

Aus diesem Grund investiert GDH Metallverarbeitung GmbH kontinuierlich in die Verbesserung der produktiven Kapazitäten der Maschinen und Anlagen sowie in die Entwicklung der Qualifikationen im Unternehmen.

Als Zulieferer für zahlreiche Hersteller von industriellen Investitionsgütern sind wir von der allgemeinen weltweiten konjunkturellen Lage abhängig. Auch wenn sich die allgemeine Entwicklung im Jahr 2023 noch nicht auf den Unternehmenserfolg von GDH Metallverarbeitung GmbH ausgewirkt hat, gehen wir von einer angepassten Entwicklung der Umsätze gemäß den Prognosen für das Jahr 2024 aus. Dies wird sich vorerst negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

Aufgrund der Energiepreissteigerungen seit dem Krieg in der Ukraine sind die Beschaffungskosten auf diesem Sektor erheblich gestiegen. Dies kann nur zum Teil durch die Weitergabe an Kunden kompensiert werden, eine Beschaffungspreissicherheit kann durch Investitionen in Anlagen zur Energieerzeugung unterstützt werden. Da dies aufgrund der Wettbewerbssituation unbedingt erforderlich ist, belastet es die Liquidität und hat mittelfristig u.U. negative Auswirkungen auf die Margen und damit auf das EBIT.

Sicherheit und Funktionalität unserer IT-Infrastruktur sind unverzichtbar für die Stabilität der Geschäftsprozesse des Unternehmens. Ein Ausfall dieser Systeme stellt ein bedeutsames Risiko dar und kann erhebliche Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Aus diesem Grund investiert das Unternehmen fortwährend in Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit.

Der Klimawandel stellt eine globale Herausforderung dar und wirkt sich auf diverse Unternehmensbereiche aus. Neben der Investition in Anlagen zur Energiebeschaffung aus erneuerbaren Quellen muss sich GDH Metallverarbeitung GmbH im Vorfeld mit möglichen Ausfallrisiken und deren Kompensation auseinandersetzen. Eine gezielte Maßnahmenplanung für Notfälle lässt das Unternehmen regelmäßig durch Auditierungen und Überwachungen mit Versicherern und externen Beratern prüfen, damit Ausfallrisiken minimiert werden und Produktionssicherheit erhalten bleibt. Mit zunehmender gesellschaftlicher Sensibilisierung gegenüber diesen Themen haben steigende Ausgaben zur Prävention negative Auswirkungen auf das EBIT.

Entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens ist eine ausreichende Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern in allen Unternehmensbereichen. Sofern es nicht gelingt, qualifiziertes Personal zu halten oder zu gewinnen, ist eine Belieferung unserer Kunden in der erforderlichen Qualität nicht möglich. Dies birgt negative Folgen für das Unternehmenswachstum. Wir wirken diesem Risiko mit einer vorausschauenden Personalpolitik, Qualifikations- und Ausbildungsmaßnahmen, einer repräsentativen Außenwirkung sowie gesundheitserhaltenden Maßnahmen entgegen.

Es sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

2. Chancenbericht

Die langjährige Marktpräsenz, gewachsene Kundenbeziehungen und eine hohe Bereitschaft zur Flexibilität in der Umsetzung von Kundenanforderungen bildet die Grundlage für den Unternehmenserfolg und die Wachstumsmöglichkeiten. Chancen ergeben sich aus der kontinuierlichen Erschließung weiterer Kunden- und Marktpotentiale, einer stetigen Anpassung und Verbesserung von Produktionskapazitäten und der Kundenzufriedenheit, die durch die Anpassung an individuelle Bedürfnisse erlangt wird.

3. Prognosebericht

Im Jahr 2024 ist nicht mit einem Unternehmenswachstum im gleichen Maße zum Vorjahr zu rechnen.

In Folge des andauernden Kriegs in der Ukraine, verbunden mit einer nicht kalkulierbaren politischen Ausrichtung in den USA nach den Präsidentschaftswahlen sowie der anhaltend hohen Inflation, die eine Änderung der Zinspolitik verhindert, ist mit weiter sinkender Investitionsbereitschaft zu rechnen.

Verstärkt wird dieser Effekt durch hohe Lagerbestände seitens einiger Kunden, die sich aufgrund der sinkenden Nachfrage nur langsam abbauen.

Vor diesem Hintergrund geht GDH Metallverarbeitung im Jahr 2024 von einem Umsatzrückgang aus. Das Unternehmen wird darauf mit angemessenen Maßnahmen zur Kostenreduzierung reagieren, ohne dabei den Qualifikationsbestand zu gefährden. Das EBIT wird daher erheblich niedriger ausfallen, kann aber durch den Aufbau der liquiden Mittel im Jahr 2023 kompensiert werden.

 

Bad Marienberg, den 12.12.2024

gez. Detlef Hölper, Geschäftsführer

gez. Tristan Hölper, Geschäftsführer

gez. Niklas Hölper, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.196.070,60 1.221.207,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 209.717,00 210.152,00
II. Sachanlagen 986.353,60 1.011.055,11
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.089,56 39.089,56
2. technische Anlagen und Maschinen 555.389,53 671.515,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 391.874,51 300.450,51
B. Umlaufvermögen 9.709.658,23 7.766.091,26
I. Vorräte 3.696.824,12 5.209.391,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 985.980,87 1.390.179,60
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 420.481,17 185.799,99
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.026.853,24 1.166.520,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 161.513,31 102.577,34
Summe Aktiva 11.067.242,14 9.089.875,71

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.598.656,48 3.770.522,07
I. ausgegebenes Kapital 12.800,00 12.800,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
2. eigene Anteile -12.800,00 -12.800,00
II. Gewinnvortrag 3.621.899,51 2.049.876,31
III. Jahresüberschuss 2.963.956,97 1.707.845,76
B. Rückstellungen 2.258.748,14 1.410.956,21
C. Verbindlichkeiten 2.206.181,27 3.908.397,43
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.304.102,91 1.508.029,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 205.304,77 231.594,83
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.098.798,14 1.276.434,57
2. sonstige Verbindlichkeiten 902.078,36 2.400.368,03
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 902.078,36 2.400.368,03
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.656,25
Summe Passiva 11.067.242,14 9.089.875,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.438.966,48 11.879.847,22
2. Personalaufwand 8.055.945,79 5.660.186,16
a) Löhne und Gehälter 6.816.869,43 4.763.629,89
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.239.076,36 896.556,27
davon für Altersversorgung 42.416,78 48.898,38
3. Abschreibungen 477.779,49 376.578,79
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 477.779,49 376.578,79
davon außerplanmäßige Abschreibungen 29.759,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.684.932,87 3.395.428,86
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 33,30 2,52
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.459,71 2.736,00
davon aus verbundenen Unternehmen 9.612,44 2.736,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 23.787,32 28.477,62
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.262.161,26 711.509,48
8. Ergebnis nach Steuern 2.967.819,46 1.710.402,31
9. sonstige Steuern 3.862,49 2.556,55
10. Jahresüberschuss 2.963.956,97 1.707.845,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

GDH Metallverarbeitung GmbH, Bad Marienberg

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: GDH Metallverarbeitung GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bad Marienberg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Montabaur
Register-Nr.: HRB 5288

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für zukünftige Geschäftsjahre.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen für zukünftige Geschäftsjahre.

2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher üblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden in den folgenden Fällen geändert:

- Änderung der Größenklasse von einer kleinen auf eine mittelgroße Kapitalgesellschaft

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 399.707,02 84.161,67 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 399.707,02 84.161,67 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 55.462,12 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.297.749,80 130.952,74 42.378,49
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 660.025,49 251.740,08 17.000,00
Summe Sachanlagen 6.013.237,41 382.692,82 59.378,49
Summe Anlagevermögen 6.412.944,43 466.854,49 59.378,49
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 483.868,69
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 483.868,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 55.462,12
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.386.324,05
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 894.765,57
Summe Sachanlagen 0,00 6.336.551,74
Summe Anlagevermögen 0,00 6.820.420,43
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 189.555,02 84.596,67 0,00 0,00 274.151,69
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 189.555,02 84.596,67 0,00 0,00 274.151,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.372,56 0,00 0,00 0,00 16.372,56
2. technische Anlagen und Maschinen 4.626.234,76 214.441,74 39.500,98 0,00 4.801.175,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 359.574,98 148.982,08 5.666,00 0,00 502.891,06
Summe Sachanlagen 5.002.182,30 363.423,82 45.166,98 0,00 5.320.439,14
Summe Anlagevermögen 5.191.737,32 448.020,49 45.166,98 0,00 5.594.590,83
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 209.717,00 210.152,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 209.717,00 210.152,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 39.089,56 39.089,56
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 585.148,53 671.515,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 391.874,51 300.450,51
Summe Sachanlagen 0,00 1.016.112,60 1.011.055,11
Summe Anlagevermögen 0,00 1.225.829,60 1.221.207,11

2. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Urlaubsrückstellungen

- Rückstellungen für Personalkosten (Tantieme)

- Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht

- sonstige Rückstellungen

- Rückstellungen für Gewährleistungen

- Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung

3. Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

4. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 251.643,43 € (Vorjahr: 461.836,31€).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 1.272.132,51 €.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Grundschulden an den Immobilien in Bad Marienberg

Sicherungsübereignung Maschinen Abtretung von Forderungen Lebensversicherungen der Gesellschafter

IV. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 152,0.

2. Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 2.957.818,63 €.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags in Höhe von 3.621.899,51 € ergibt sich ein Betrag von 6.579.718,14 €, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden 6.579.718,14 € vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bad Marienberg im Dezember 2024

gez. Detlef Hölper, Geschäftsführer

gez. Tristan Hölper, Geschäftsführer

gez. Niklas Hölper, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

GDH Metallverarbeitung GmbH, Bad Marienberg

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GDH Metallverarbeitung GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GDH Metallverarbeitung GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GDH Metallverarbeitung GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 22.12.2024

gssr GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Reiss, Wirtschaftsprüfer

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