BA Assembly & Turnkey Systems GmbHLiquidiert

74321 Bietigheim-Bissingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 751721
Vorher
BA NewCo GmbH
Eingetragen
2.5.2014
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Entwicklung, Planung, Konstruktion, Herstellung und der Vertrieb von und der Handel mit Produktionseinrichtungen jeder Art insbesondere von Einzelmaschinen und kompletten Linien zur Fertigung und Verbindung von Flugzeugteilen und zur Herstellung von Komponenten sowie die Erbringung dazugehöriger Dienst-, Beratungs- und Serviceleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Roland Axel Hansen
seit 21.4.2017
Prokura
Nihat Biyiklioglu
seit 18.5.2016
Prokura
Reinhard Baier
seit 9.2.2015
Prokura
Holger Mayländer
seit 9.2.2015
Prokura
Uwe Dr. Siewert
seit 9.2.2015
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

BA Assembly & Turnkey Systems GmbH

Bietigheim-Bissingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015

Lagebericht 2014/2015

BA Assembly & Turnkey Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen (vormals: Frankfurt am Main)

1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Geschäftsmodell

Die BA Assembly & Turnkey Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen (vormals: Frankfurt am Main), nachfolgend BA ATS, ist Teil des weltweit führenden Anbieters von Lösungen für Produktionsprozesse der Luft- und Raumfahrtindustrie, der TEC4AERO-Gruppe mit Sitz in Wiefelstede. Operativer Kern der Gruppe ist unsere alleinige Gesellschafterin, die Broetje-Automation GmbH, Wiefelstede, nachfolgend BAW, mit Ihren sämtlichen Tochtergesellschaften (nachfolgend auch als Broetje-Gruppe bezeichnet).

Unsere Kernkompetenzen sind die Entwicklung und der Bau schlüsselfertiger Anlagen zum Positionieren, Fügen und Montieren von Flugzeugbauteilen.

Zu unseren Kunden zählen alle namhaften Hersteller von Luftfahrzeugen und deren Komponenten weltweit. Für die lokale Marktbearbeitung und die vertriebliche Unterstützung der Produkteinheiten hat die Broetje-Automation Gruppe Markteinheiten gebildet, die in den Ländern Frankreich, Großbritannien, USA, Japan, Russland und China durch selbständige Tochtergesellschaften vertreten sind.

Durch den verstärkten Wettbewerb bei der Herstellung von Verkehrsflugzeugen betrachten wir Nordamerika, Europa, Brasilien, Russland, China und Japan als unsere Kernmärkte. Hinzu kommen im Zuge der Umschichtung der Wertschöpfungsketten unserer Kunden zunehmend Länder wie die Türkei, Israel oder die VAE (Vereinigte Arabische Emirate), die schrittweise die Fertigung von Flugzeugkomponenten übernehmen. Unsere Aktivitäten in weiteren Regionen, wie z.B. Indien, hängen von der Entwicklung der jeweiligen Luftfahrtindustrie ab, die wir fortlaufend beobachten.

Unsere Lösungen komponieren wir auf Basis unseres Produkt- und Prozesswissens, das wir in über 100 Kundenprojekten in den vergangenen Jahren erworben haben, spezifisch für die jeweiligen lokalen Aufgabenstellungen und nach den Prioritäten unserer weltweiten Kunden. Der Vertrieb erfolgt Produkt- und marktabhängig durch den zentralen Vertrieb und durch die lokalen Gesellschaften der Broetje-Automation Gruppe sowie in Zusammenarbeit mit Handelsvertretern, Kooperationspartnern und erfahrenen BA ATS Mitarbeitern.

Unser Marktpotential resultiert ganz überwiegend aus den längerfristigen Überlegungen und Investitionsprogrammen unserer Kunden zur Einführung neuer Flugzeugmodelle, zu Ratenerhöhungen, Rationalisierungen und Verlagerungs- bzw. Outsourcing-Aktivitäten. Im Vergleich dazu sind kurz- und mittelfristige Trends der Weltkonjunktur für unsere Marktentwicklung von eher untergeordneter Bedeutung.

Unser Leistungsspektrum reicht von reinen Beratungsdienstleistungen, Serviceleistungen, Einzelwerkzeugen und Produktionshilfsmitteln über Anlagen zur Automatisierung von Montageprozessen bis zur Realisierung kompletter Montagelinien. Unsere Erfolgsfaktoren sind das Wissen, worauf es in der Flugzeugproduktion ankommt, unsere Lösungskompetenz sowie eine bisher einhundertprozentige Erfolgsquote. Unsere Kunden erreichen zudem regelmäßig deutlich höhere Produktionsraten als mit Wettbewerbslösungen. Um unseren Vorsprung auszubauen, investieren wir kontinuierlich in neue Produkte ebenso wie die Weiterentwicklung unserer bestehenden Produkte, mit dem klaren Fokus, die Wirtschaftlichkeit der Produktion unserer Kunden weiter zu steigern.

Ziele und Strategien

Die BA Assembly & Turnkey Systems GmbH lebt einen zyklischen Strategieprozess, in dem strategische Zielsetzungen und dazugehörige Maßnahmen regelmäßig festgelegt, überprüft und aktualisiert werden.

Wir verfolgen insgesamt eine Wachstumsstrategie, in deren Mittelpunkt der kontinuierliche Ausbau unseres Prozess- und Produktwissens sowie unseres weltweiten Wertschöpfungsnetzwerkes stehen, mit dem Ziel, in den drei Kernwertschöpfungszonen Europa, USA und Asien jeweils über optimale Fähigkeiten zu verfügen, herausragende Equipmentlösungen und Dienstleistungen entsprechend der lokalen Anforderungen zu erbringen.

Im Zuge der Umsetzung unserer Strategie haben wir im Geschäftsjahr unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter verstärkt. Im Rahmen der im Geschäftsjahr von der Dürr-Gruppe übernommenen Luftfahrtaktivitäten (wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen zur Ertragslage) haben wir mit weiteren neuen Produktentwicklungsprojekten begonnen.

Forschung und Entwicklung (F&E)

Die Aktivitäten im Bereich F&E dienen einerseits dazu, die bestehenden Technologien weiter zu entwickeln - andererseits dazu, neue Technologiefelder zu erschließen, um zusätzliche Produkte anbieten zu können. Die F&E-Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 215 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Die Anzahl der Mitarbeiter im Bereich F&E belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 2 hochqualifizierte Mitarbeiter (Vorjahr: 0 Mitarbeiter). Zusätzlich arbeiteten Mitarbeiter aus den Engineeringbereichen gezielt an F&E-Projekten mit.

Im Bereich F&E bearbeiteten wir im Jahr 2015 im Wesentlichen die beiden geförderten Forschungsprojekte ASAp (Automated Sealing Application for Aircraft Structures) und EiTEC (Effiziente Industrielle Technologien für CFK-Rumpfstrukturen). Hierfür erhielten wir im Geschäftsjahr Fördermittel in Höhe von 197 T€ (Im Vorjahr 0 T€).

ASAp: Ziel ist die Entwicklung von flexibler und anpassbarer Automatisierungstechnik für die Applikation von speziellen 2K-(Kleb- und) Dichtstoffen auf Flugzeugstrukturbauteile. Die Erprobung dieser Systeme erfolgt dabei in einer am Standort der Gesellschaft aufgebauten Sealing-Testanlage.

EiTEC: Die BA ATS arbeitet im Arbeitspaket "Montagetechnologien" im Teilbereich "schnelle und hochpräzise Montage" des Gesamtprojekts, zusammen mit mehreren Verbundpartnern. Forschungsthema sind Anlagen zur Sektions- und Rumpfmontage für aktuelle und kommende Flugzeuggenerationen.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die nachhaltig wirkenden Faktoren in unserem Markt sorgen weiterhin für eine erfreuliche Angebots- und Auftragslage.

Der weiterhin steigende Passagierluftverkehr (RPK + 5,7 % per Ende Juni 2015 im Jahresvergleich It. IATA), die Planung und Realisierung neuer Flugzeuge (C919, C929, MS-21, Mitsubishi MRJ KC-390), die Einführung neuer Modelle (A350-1000, A330neo, Boeing 737MAX, Boeing 777X), die Ratenerhöhungen der gängigsten Modelle sowie die Offshoringaktivitäten der OEM führen weltweit zu einer bisher ungekannten Nachfrage nach hocheffizienten Produktions- und Servicelösungen. Zudem beobachten wir ein weiterhin steigendes Maß an Rationalisierungsbestrebungen, um bisherige Produktionslösungen durch zeitgemäße Lösungen zu ersetzen.

Zurzeit ist einerseits eine extrem hohe Investitionsneigung durch die Kunden sowie andererseits ein immenser Termindruck bei den Lieferzeiten dieser neuen Aufträge festzustellen.

Infolge des hohen Marktvolumens beobachten wir eine nur leicht erhöhte Wettbewerbsintensität.

Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft wurde am 11.4.2014 unter der Firmierung BA NewCo GmbH gegründet. Die Eintragung erfolgte am 2.5.2014 unter der Nummer B 99194 beim Amtsgericht Frankfurt am Main. Am 14.7.2014 wurde die Umfirmierung in BA Assembly & Turnkey Systems GmbH eingetragen. Mit Wirkung zum 1.12.2014 wurde der auf Deutschland entfallende Anteil des Geschäftsbereichs Aircraft und Technology Systems von der Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen erworben. Im Zusammenhang mit dem Erwerb wurde ein Goodwill in Höhe von 5.440 T€ zum 1.12.2014 aktiviert, der über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von höchstens 15 Jahren abgeschrieben wird. Des Weiteren wurden im Rahmen des Erwerbs weitere immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 4.531 T€ aktiviert, die über eine geplante Nutzungsdauer von 2-15 Jahren abgeschrieben werden.

Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 7.1.2015 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von 25 T€ auf TEUR 1.000 T€ erhöht sowie der Sitz von Frankfurt am Main nach Bietigheim-Bissingen verlegt. Die Eintragung erfolgte am 9.2.2015.

Am 18.7.2014 wurde zwischen der Gesellschaft und der Broetje-Automation GmbH, Wiefelstede, ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Mit dem Ergebnisabführungsvertrag verpflichtet sich die Gesellschaft, ihren gesamten Gewinn an das Mutterunternehmen abzuführen. Im Falle von Verlusten der Gesellschaft hat sich das Mutterunternehmen verpflichtet, diese auszugleichen.

Mit der Broetje-Automation GmbH besteht eine ertragssteuerliche und eine umsatzsteuerliche Organschaft.

Die Geschäftsentwicklung der Broetje-Automation-Gruppe sowie der Gesellschaft selbst war im Geschäftsjahr 2014/2015 insgesamt positiv. Wesentliche Einflussfaktoren waren zum einen die Integration in die TEC4AERO-Gruppe sowie die Abarbeitung der bestehenden Großaufträge bei unseren Kunden Irkut und Airbus.

Gesamtaussage zur Lage

Die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde wesentlich von der derzeitigen Auftragsstruktur und den zum Stichtag realisierten Fertigstellungsgraden des Auftragsbestandes bestimmt. Basierend auf den zum Stichtag ausgewiesenen Zahlen, der guten Auftragslage sowie den erkennbaren Marktaussichten beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als positiv.

3. Ertragslage

Der Auftragseingang der Gesellschaft im Geschäftsjahr betrug 31,5 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Der Auftragseingang wurde wesentlich beeinflusst durch Bestellungen unserer Muttergesellschaft für einen Auftrag in Großbritannien.

Im Geschäftsjahr wurden überwiegend Aufträge bearbeitet, die im Rahmen des Kaufs der Aircraft- Aktivitäten von Dürr übernommen wurden und die teilweise erst im kommenden Geschäftsjahr abgeschlossen und dann zum Umsatz führen werden.

Die Umsätze beliefen sich auf 25,3 Mio. € im Berichtsjahr (Vorjahr: 0 Mio. €).

• Umsatz nach Regionen:

Region 2014/2015 Vorjahr
in T€ in % in T€ in %
Westeuropa (inkl. Inland) 16.853 66,5 0 0,0
Osteuropa 7.922 31,3 0 0,0
Nordamerika 14 0,1 0 0,0
Asien 540 2,1 0 0,0
Summe 25.329 100,0 0 0,0

Im Berichtsjahr haben sich die unfertigen Erzeugnisse aufgrund der Abrechnung einiger von Dürr übernommener Aufträge leicht vermindert. Die Bestandsveränderung ergibt sich grundsätzlich als Veränderung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum Bilanzstichtag und dem VorjahresBilanzstichtag. Zum Vorjahres-Bilanzstichtag (30.9.2014) verfügte die BA ATS noch über kein Vorratsvermögen. Im Rahmen des Kaufs sind zum 1.12.2014 unfertige und fertige Erzeugnisse übernommen worden. Die Bestandsveränderung, wie sie für das Geschäftsjahr 2014/2015 in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt ist, stellt die Veränderung der übernommenen unfertigen und fertigen Erzeugnisse vom 1.12.2014 zum 30.9.2015 dar.

Die Gesamtleistung als Summe der Umsatzerlöse und der Bestandsveränderungen belief sich auf 23,2 Mio. € (Vorjahr 0 Mio. €).

Ergebnisrechnung

2014/2015 Vorjahr
in T€ in % in T€ in %
Umsatzerlöse 25.329 109,2 0 0,0
Bestandsveränderung -2.127 -9,2 0 0,0
Gesamtleistung 23.202 100,0 0 0,0
Betriebliches Ergebnis -4.301 -18,5 -9 n/a
Finanzergebnis -68 -0,3 0 0,0
Ergebnis vor Steuern -4.369 -18,8 -9 n/a
Ergebnis aus Ergebnisabführung 4.372 18,8 9 n/a
Jahresergebnis 0 0 0 0,0

Das Ergebnis des Geschäftsjahres wurde stark durch die Abrechnung von niedermargigen Aufträgen beeinflusst. Zusätzlich belasteten die planmäßigen Abschreibungen für den Goodwill und die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 1.045) sowie die sonstigen Anlaufkosten und Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Integration von BA ATS in die Broetje-Gruppe das Ergebnis.

Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) belief sich auf 65,2 %, da infolge des hohen Anteils an Großprojekten in besonderem Maß komplette Gewerke von Lieferanten bezogen wurden.

Das Finanzergebnis besteht zum Wesentlichen aus den Zinszahlungen an die Muttergesellschaft für die unterjährig in Anspruch genommene Intercompany-Kreditlinie sowie für die Verzinsung der Kaufpreiszahlung an Dürr.

Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft fielen für das abgelaufene Berichtsjahr keine Steuern vom Einkommen und Ertrag an. Der ausgewiesene Steueraufwand betraf sonstige Steuern.

Ein Vergleich mit dem Vorjahr (=Rumpfgeschäftsjahr vom 11.4. bis zum 30.9.2014) ist bedingt durch den Start der operativen Tätigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014/2015 nicht aussagekräftig.

4. Vermögens- und Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund der Kapitalerhöhung sowie der Zuführung zur Kapitalrücklage im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbereichs Aircraft und Technology Systems von der Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen, nunmehr 16,1% (Vorjahr: 3,8%). Der Anteil des langfristigen Vermögens beträgt 47,5 % (Vorjahr: 97,3 %) der Bilanzsumme, die starke Zunahme ist vor allem bedingt durch die Aktivierung des Goodwills und sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen sowie die Übernahme des Anlagevermögens im Rahmen des Kaufs der Aircraft-Aktivitäten von Dürr. Die Erhöhung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme des operativen Geschäftes zum 1.12.2014.

Die Finanzverschuldung beträgt wie im Vorjahr 0 %; die BA ATS finanziert sich im Wesentlichen durch die Muttergesellschaft.

Der Anlagendeckungsgrad I (Eigenkapital/Anlagevermögen) betrug zum Bilanzstichtag 34 % und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr (4 %) deutlich.

Investitionen

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen von 6.060 T€ betreffen insbesondere immaterielle Vermögensgegenstände, die im Rahmen des Erwerbs der Aircraft-Aktivitäten von Dürr aktiviert wurden sowie externe Aufwendungen und Software-Lizenzen für die Einführung eines neuen ERP-Systems.

Die Zugänge beim Geschäfts- oder Firmenwert beinhalten den aktivierten Goodwill, der aus der nach dem Asset Deal erforderlichen Kaufpreisallokation resultiert.

Die laufenden Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 1.418 T€ und kommen zum größten Teil aus der Übernahme des Sachanlagevermögens.

Finanzlage

Grundzüge der Finanzstrategie

Die Finanzierungsstrategie der Broetje-Automation-Gruppe basiert auf einem soliden, im Wesentlichen eigenkapitalbasierten Liquiditätsbestand der operativen Konzerngesellschaften. Innerhalb des Konzerns wird hierzu nach dem grundsätzlichen Prinzip der Innenfinanzierung gehandelt. Das heißt, die operativen Konzerngesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen durch die von den Kunden geleisteten und dem Projektfortschritt entsprechenden Anzahlungen sowie durch Überschüsse aus operativen Cashflows.

Mit dem Projektgeschäft bewegt sich die Unternehmensgruppe in einem zyklischen Marktumfeld, welches von Einzelaufträgen mit variierenden Volumina und unterschiedlichen Finanzierungsstrukturen gekennzeichnet ist.

Die Feinsteuerung der Finanzierungsbedarfe sowie die Umsetzung und Überwachung der Finanzierungsstrategie wird im Rahmen des operativen Finanzmanagements zentral durch die Broetje- Automation GmbH vorgenommen, welche den weiteren Konzerngesellschaften bei Bedarf ausreichende liquide Mittel zur Verfügung stellt. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen, jederzeit gegeben ist.

Über ein Banken- und Versicherungskonsortium steht den operativen Gesellschaften des Tec4Aero-Konzerns ein Avalrahmen für Bürgschaften und Garantien in Höhe von 100,0 Mio. € (Vorjahr: 85.0 Mio. €) zur Verfügung, der zum Bilanzstichtag mit 34,5 Mio. € in Anspruch genommen wurde (Vorjahr: 32,0 Mio. €). Davon hat die BA ATS 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) in Anspruch genommen.

Im Rahmen der Anschlussfinanzierung des am 30.12.2015 auslaufenden Hausbanken-Rahmenkreditvertrages des Konzerns, konnte im Zuge bilateraler Kreditverträge ein neuer Kreditrahmen über

117.0 Mio. € mit Banken und Kautionsversicherern kontrahiert werden. Dieser neue Kreditrahmen steht der BA ATS mit bis zu 102 Mio. € zur Verfügung.

Beträge
in T€
2014/ 2015 Vorjahr
Flüssige Mittel 2.444 18
Kurzfristige Forderungen 9.530 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen -20.128 -640
Liquidität 2. Grades -8.154 -622

Die Liquidität 1. Grades, d.h. die Summe der Zahlungsmittel und -äquivalente im Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten beläuft sich im Geschäftsjahr auf 12 % (Vorjahr 3 %), die Liquidität 2. Grades beträgt 60 % (Vorjahr 3 %).

Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist bedingt durch den Start der operativen Tätigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014/2015 nicht aussagekräftig.

Cashflow

2015
in T€
Vorjahr
in T€
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres 18 0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 13.585 640
Cashflow aus Investitionstätigkeit -12.134 -647
davon aus Erwerb des Geschäftsbereichs ATS -9.971  
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 975 25
Veränderung des Finanzmittelfonds 2.426 18
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 2.444 18

Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus erhöhten erhaltenen Anzahlungen, sowie einem Aufbau von Rückstellungen. Cashflow mindernd wirkte sich insbesondere die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus. In Summe wurde ein positiver Cashflow aus der Geschäftstätigkeit erwirtschaftet.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die Auszahlungen für den Erwerb des Geschäftsbereichs Aircraft der Dürr Systems GmbH. Die sonstigen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 2,2 Mio. € betreffen überwiegend Investitionen in Hard- und Software im Zuge des Aufbaus eigener IT-Strukturen sowie der Einführung eines neuen ERP-Systems.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus einer Erhöhung des Stammkapitals. Insgesamt haben sich die liquiden Mittel um 2,4 Mio. € erhöht.

Beträge
in T€
2014/ 2015 Vorjahr
Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände 11.538 647
Finanzanlagen 0 0
Vorräte 756 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.746 0
Sonstige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen 514 0
Forderungssaldo verbundene Unternehmen 6.290 0
Flüssige Mittel 2.444 18
Netto-Vermögen 24.288 665
Verbindlichkeiten und Rückstellungen -19.978 -368
Verbindlichkeitensaldo gegenüber verbundene Unternehmen -411 -272
Netto-Verbindlichkeiten -20.389 -640
Eigenkapital 3.899 25

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr von 0,7 Mio. € um 23,6 Mio. € auf 24,3 Mio. € erhöht.

Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist bedingt durch den Start der operativen Tätigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014/2015 nicht aussagekräftig.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der vorliegende Jahresabschluss der BA Assembly & Turnkey Systems GmbH wird nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Abweichend davon erfolgen die Steuerung des Unternehmens und damit auch die Planung für die Folgejahre auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der wesentliche Unterschied ergibt sich bei der Realisierung der Umsatzerlöse im Rahmen der langfristigen Fertigungsaufträge. Im Gegensatz zu der Umsatzrealisierung des HGB nach der Fertigstellung eines Kundenauftrages (Completed Contract) ermöglichen die IFRS die Umsatzrealisierung nach dem individuellen Fertigstellungsgrad eines Kundenauftrages (Percentage of Completion, POC, IAS 11). Durch die Verwendung der POC- Umsatzrealisierung ergibt sich aus unserer Sicht grundsätzlich, insbesondere aber in Jahren des Geschäftsrückgangs, ein zutreffenderes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Entsprechend sind alle Angaben in diesem Gliederungspunkt sowie im Prognosebericht nach den IFRS ermittelt.

Als wesentliche Steuerungsgrößen dienen die Umsatzerlöse, der Deckungsbeitrag, das Ergebnis vor Steuern und der Auftragseingang.

Aus finanzieller Sicht konnten wir die uns gesteckten, budgetierten Ziele teilweise erreichen. Die nach IFRS ermittelten Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen am Berichtsstichtag 30,4 Mio. € (Ziel: 43,3 Mio. €). Der Deckungsbeitrag lag jedoch vor allem wegen Verbesserungen in diversen Projekten deutlich weniger stark unter Plan. Gegenläufig wirkten Anlaufkosten und Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Integration von BA ATS in die Broetje-Automation Gruppe; die jedoch deutlich unter den budgetierten Werten blieben. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 1,3 Mio. € (IFRS) und damit auf dem anteiligen Planniveau. Im Laufe dieses Geschäftsjahres hat die Gesellschaft Auftragseingänge mit 31,5 Mio. € erzielt.

6. Nachtragsbericht

Es ist geplant, rückwirkend zum 01.10.2015 das Werk Wyhlen im Rahmen eines Betriebsübergangs auf unsere Schwestergesellschaft BA Composites zu übertragen. Die entsprechenden Verträge sind zurzeit in der finalen Abstimmung und sollen kurzfristig unterzeichnet werden. Sonst sind uns keine weiteren Transaktionen nach dem Bilanzstichtag bekannt, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des vorliegenden Abschlusses haben.

7. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Steuerung des Unternehmens und die Budgetierung erfolgen auf Basis einer Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (vgl. Absatz 6. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren).

Im Zuge der Erweiterung unserer Produktpalette, Ressourcen und weltweiten Präsenz gehen wir von einem deutlich höheren Geschäftsvolumen als bisher aus.

Grundsätzlich nehmen wir jährlich für die drei folgenden Jahre eine Markteinschätzung pro Region und Produkt vor und konsolidieren das zu einer Gesamtsicht. Dabei beziehen wir alle Informationen, Angebote und Anfragen unserer Kunden sowie die jeweiligen Auftragswahrscheinlichkeiten in unsere Überlegungen ein.

Zum Bilanzstichtag waren bereits 48,4 Mio. € Umsatz (IFRS / bzw. 106,5 Mio. € (HGB)) der nachfolgenden Geschäftsjahre durch der BA Assembly & Turnkey Systems GmbH erteilte Aufträge unterlegt. Zusammen mit den erwarteten Auftragseingängen erwarten wir eine gute, wenngleich in einzelnen Funktionsbereichen schwankende Auslastung der Gesellschaft.

Aktuell erwarten wir für das neue Geschäftsjahr für die BA Assembly & Turnkey Systems GmbH einen Auftragseingang von 32,5 €, der unter Berücksichtigung der jeweiligen Projektlaufzeiten gemeinsam mit dem vorhandenen Auftragsbestand im Geschäftsjahr 2015/2016 zu einem Umsatz von 46,5 Mio. € (IFRS) führen wird.

Insgesamt erwarten wir ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von ca. 1,1 Mio. € (IFRS). Der erwartete Deckungsbeitrag wird sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2014/2015 aufgrund von neuen Projekten mit niedrigeren Margen reduzieren. Der Cashflow wird nur auf Ebene der Broetje-Automation- Gruppe geplant. Es wird ein operativer Cashflow von 0,4 Mio. € erwartet.

Für die Erreichung der Wachstums- und Ergebnisziele ist die konsequente Umsetzung unserer aktuellen Strategie 2014+ weiterhin entscheidend. Dabei sind die Schwerpunkte weitgehend unverändert zum Vorjahr, im Mittelpunkt steht der Ausbau der Dienstleistungsaktivitäten sowie unserer internationalen Vertriebs- und Wertschöpfungsaktivitäten. Weiterhin werden wir den Ausbau des Technologieportfolios vorantreiben, um uns auch zukünftig mit Alleinstellungsmerkmalen Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Die Zahl der Mitarbeiter der Gesellschaft wird sich von 106 Mitarbeitern am 30.9.2015 auf voraussichtlich 78 Mitarbeiter am folgenden Bilanzstichtag reduzieren. Die Mitarbeiterzahl sinkt bedingt durch den Betriebsübergang der Mitarbeiter am Standort Wyhlen auf unsere Schwestergesellschaft, die BA Composites GmbH; wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Nachtragsbericht.

Für das Geschäftsjahr 2015/2016 sind laufende Investitionen von 0,8 Mio. € vorgesehen.

Risikobericht

Branchen- und unternehmensspezifische Risiken

Grundsätzlich birgt das Projektgeschäft immer die Gefahr von Auslastungsschwankungen sowie des Misserfolges in einzelnen Projekten.

Um Nachfrageschwankungen und verändertes Kundenverhalten auf den Absatzmärkten frühzeitig zu erkennen und vorausschauend darauf zu reagieren, beobachten wir kontinuierlich und detailliert Märkte und Frühwarnindikatoren. Wir erstellen detaillierte eigene Marktanalysen, die wir in den regelmäßig stattfindenden Strategierunden bewerten. Aus den Ergebnissen leiten wir gegebenenfalls neue strategische Schwerpunkte sowie Maßnahmen ab. Damit stellen wir auch die Aktualisierung und Anpassung unserer Produktstrategien unter Berücksichtigung veränderter Kundenanforderungen sicher.

Um Risiken in der Abwicklung von Kundenprojekten zu minimieren, setzen wir in der Verhandlungsphase im Rahmen unserer Angebotsprozesse auf intensive kaufmännische Betreuung und rechtliche Beratung. Für jedes Angebot führen wir eine standardisierte angebotsbegleitende Risikountersuchung durch.

In der Abwicklung von Kundenaufträgen gewährleistet unser strukturierter Projektmanagementprozess die frühzeitige Erkennung von Risiken. Die im Rahmen der Projekte aufgedeckten Risiken werden projektspezifisch in der Risikoliste bewertet und mit entsprechenden Maßnahmen versehen.

Änderungen in den (geo-) politischen Rahmenbedingungen (z.B. Ukraine/Russland) werden im Rahmen der regelmäßigen Risikointerviews abgefragt, aber auch im Rahmen der Risikoerfassung in den Projekten behandelt. Zudem nutzen wir ein umfassendes Netzwerk sowie externe Berater zur Verifizierung unserer Einschätzungen.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Als weltweit tätiges Unternehmen ist die Gesellschaft finanziellen Risiken ausgesetzt. Dies betrifft insbesondere Wechselkursrisiken. Zahlungsströme in Fremdwährungen sichern wir daher systematisch mit Derivaten ab, um das Risiko aus zukünftigen Veränderungen der Wechselkurse für Fremdwährungen im Auftragsverlauf zu minimieren. Die Derivate sind in Verbindung mit dem Grundgeschäft als Bewertungseinheiten in Form von Micro-Fledges zusammengefasst. Für weitere Informationen bezüglich der Bewertungseinheiten verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Das Ausfallrisiko von Kunden sichern wird durch Akkreditive und Fortschrittszahlungen ab.

Finanzanlagen tätigen wir ausschließlich bei Kontrahenten mit einer exzellenten Bonität (z.B. beurteilt in Form eines Investment Grade-Ratings einer internationalen Ratingagentur, beispielsweise von Fitch oder Moody's).

IT-Risiken

Die IT ist das Werkzeug, mit dem unsere Mitarbeiter reibungslos Zusammenarbeiten und damit eine der Grundvoraussetzungen für unsere hohe Leistungsfähigkeit. Entsprechend stehen die Performance der IT-Infrastruktur sowie die weltweite Verfügbarkeit rund um die Uhr im Mittelpunkt unserer Bemühungen; dabei nutzen wir die IT-Infrastruktur der Broetje-Automation Gruppe.

Auf Basis unserer IT-Strategie, einheitliche, standardisierte und hochverfügbare Gesamtstrukturen zu bieten, kümmert sich das IT-Management um das reibungslose Zusammenspiel aller Bausteine sowie die effektive und kontinuierliche Anpassung der Systeme, Sicherheitsstrategien und -konzepte bei allen Konzerngesellschaften an die jeweils aktuellen Anforderungen und Entwicklungen. Die Broetje-Gruppe hat seit 2010 ein zertifiziertes und regelmäßig rezertifiziertes Rechenzentrum (TÜV-geprüftes Rechenzentrum, hochverfügbar gem. Stufe 2).

Aufgrund der für Anfang des neuen Geschäftsjahres 2015/2016 geplanten Standortverlegung der Broetje-Automation GmbH wurde die IT-Strategie auch unter Risikogesichtspunkten im vergangenen Geschäftsjahr zukunftsgerichtet überarbeitet. Die daraus resultierenden Investitionen dienen allen Standorten der Broetje-Gruppe bei ihrer Leistungserbringung im weltweiten Wertschöpfungsnetzwerk und werden eine hohe Sicherheit der Daten sowie eine hohe Performanz der Wertschöpfungsprozesse gewährleisten. Sie entsprechen damit aktuell dem modernsten Stand der Technik.

Rechtliche Risiken

Um möglichen Risiken entgegenzuwirken, die aus den unterschiedlichsten Steuer-, Wettbewerbs-, patent- und haftungsrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützen wir unsere Entscheidungen auf eine intensive rechtliche Beratung. Schließlich erfolgt, soweit wirtschaftlich sinnvoll, ein Transfer ausgewählter Risiken auf Versicherungsunternehmen. Das installierte Versicherungsprogramm wird gemeinsam mit dem von uns beauftragten Versicherungsmakler fortlaufend überwacht und optimiert. Das Thema rechtliche Risiken wurde in der Broetje-Gruppe in 2013 nochmals verstärkt abgesichert durch die Implementierung unseres Compliance-Managementsystems, welches in 2014 auf alle Tochterunternehmen und damit auch auf die BA ATS ausgerollt wurde.

Risikomanagementsystem

Zur regelmäßigen Bewertung der Risikolage hat die Broetje-Automation Gruppe bereits im Geschäftsjahr 2008/2009 ein strukturiertes Risikomanagementsystem in Anlehnung an die ISO 31000 und auf Basis des KontraG eingeführt. Im Jahr 2014 wurde das Risikomanagement mit dem Compliance- Managementsystem nach IDW PS 980 zusammengeführt und bei der im Geschäftsjahr 2014 gegründeten BA ATS eingeführt.

Die Risikolage wird systematisch einmal pro Jahr durch alle Bereichs- und Abteilungsleiter neu eingeschätzt. Die größten Risiken sowie neue auftretende Risikoschwerpunkte werden mit entsprechenden Maßnahmen gezielt bearbeitet. Eine dokumentierte Nachverfolgung findet über unser IntranetSystem statt. Im Ergebnis konnten wir die Risikolage seit der Einführung deutlich verbessern. Der Prozess wird ständig überarbeitet und verbessert, um der jeweils aktuellen Ausgangslage gerecht zu werden. Zudem werden in die Risikointerviews aktuelle Themen und Fragestellungen eingearbeitet. Die Einhaltung wird durch das Qualitätsmanagement regelmäßig überprüft.

Die Erstellung von monatlichen Abschlüssen, die Analyse von Plan-/Ist- Abweichungen, regelmäßige Prognoserechnungen und die Erstellung von Finanzplänen sowie die Überwachung von Kreditlinien und Covenants sind ebenfalls Bestandteil unseres Risikomanagements.

Risikovermeidung:

Geschäfte mit Kunden, deren Bonität als nicht erstklassig einzustufen ist, werden ausschließlich im Rahmen abgesicherter Zahlungsmodalitäten kontrahiert; z.B. durch Anzahlungen oder Akkreditive.

Risikominderung:

Zweck und Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken aller Art frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und sie so weit zu begrenzen, dass der wirtschaftliche Nutzen überwiegt.

Risikotransfer:

Als Teil des Risikomanagements werden Risiken abgesichert. Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken aus dem operativen Geschäft wurden, soweit wirtschaftlich vertretbar, Versicherungen abgeschlossen. In der Unternehmensgruppe bestehen unter anderem branchenübliche Haftpflicht- und Sachversicherungen. Diese werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.

Risikoakzeptanz:

Viele der zuvor genannten Herausforderungen und Risiken resultieren aus Sicht der Geschäftsführung auf den für die Unternehmensgruppe relevanten und nicht beeinflussbaren Strukturen und Mechanismen der Märkte. Da diese zum Großteil untrennbar mit den strukturellen Wachstumschancen verbunden sind, lassen sie sich zur optimalen Nutzung dieser Wachstumsmöglichkeiten auch künftig nicht vermeiden.

Beurteilung des Gesamtrisikos

Durch den in den vergangenen Jahren erhöhten Anteil der als Großprojekte ausgeschriebener Kundenbedarfe hat sich die Wahrscheinlichkeit für Auslastungsschwankungen insgesamt erhöht. Diesem Trend wirken wir durch den parallelen Ausbau stetiger Geschäftsfelder sowie der bestmöglichen Flexibilität unserer Ressourcen- und Kostenbasis entgegen.

Aufgrund kundenspezifischer Unterschiede und der schwankenden Zahl gleichzeitig ausgeschriebener Großprojekte ergeben sich wechselnde Wettbewerbssituationen und Auftragsgewinnungsaufwendungen. In Verbindung mit dem bei unseren Kunden gestiegenen Realisierungsdruck weisen diese Aufträge ein vom Restgeschäft deutlich abweichendes Risikoprofil auf. Wir versuchen daher, den Anteil von Großprojekten am Gesamtgeschäft zu begrenzen, um einen Risikoausgleich zu erreichen.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 haben wir den Prozess der Integration der Dürr Luftfahrtaktivitäten mit hoher Priorität betrieben, um die mit dem Erwerb verbundenen Marktpotentiale für die Folgejahre voll nutzbar zu machen.

Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken bestehen insoweit, als sich unsere Wachstumsinvestitionen insgesamt nicht im beabsichtigen Maße oder nur verzögert auszahlen und in einer stark nachlaufenden Geschäftsausweitung niederschlagen.

Wir beobachten intensiv die geopolitische Entwicklung, sehen aber auf der Basis der aktuellen Rechtslage keine Beeinträchtigung unserer Geschäftsbeziehungen mit unseren russischen Kunden. Für alle laufenden Projekte liegen Ausfuhrgenehmigungen vor.

Insgesamt sind aus der Analyse derzeit erkennbaren Einzelrisiken und Marktrisiken keine Anhaltspunkte ersichtlich, die - für sich genommen oder in Kombination mit anderen Risiken - den Fortbestand der Gesellschaft im Berichtszeitraum und darüber hinaus gefährdet haben bzw. gefährden könnten.

Chancenbericht

Auftragseingangspotentiale

Aus der aktuellen Marktsituation und unseren strategischen Maßnahmen ergeben sich für die Gesellschaft deutlich vielfältigere Auftragseingangschancen. Im Laufe dieses Geschäftsjahres hat die Gesellschaft mit 31,5 Mio. € einen ordentlichen Auftragseingang erzielt und wir sehen auch für das kommende Geschäftsjahr gute Marktchancen. Insgesamt ergeben sich Chancen, die Erwartungen für das kommende Jahr zu übertreffen, wenn wir in der Broetje-Gruppe mehrere der aktuell in der Angebotsphase befindlichen Aufträge gleichzeitig gewinnen können.

Kostensenkungs-,Optimierungspotentiale

Insgesamt bietet sich durch das deutlich höhere Geschäftsvolumen nach der erfolgreichen Übernahme der Dürr Luftfahrtaktivitäten eine Vielzahl von Optimierungsmöglichkeiten, von denen wir ein Teil im Integrationsprojekt realisieren konnten. Weitere Optimierungspotenziale sind identifiziert und befinden sich in Umsetzung.

Im Zuge der Anpassung unserer Strukturen haben wir entschieden, unsere strategischen Beschaffungsaktivitäten auszubauen. Wir konnten durch die verstärkte gemeinsame Nutzung unserer Lieferantenbasis sowie den Ausbau unserer strukturierten Aktivitäten bereits im Geschäftsjahr erste nachhaltige Beschaffungsvorteile realisieren.

Unsere Wirtschaftlichkeit hängt in hohem Maße von Flexibilität, schnellen Reaktionen und funktionierender Zusammenarbeit ab. Wir werden auch im neuen Geschäftsjahr mit Lean-Management- Methoden unsere Prozesse und Arbeitsweisen optimieren und damit unsere Wirtschaftlichkeit verbessern können. Um die Beratungsqualität und den Wirkungsgrad zu erhöhen, wird sich unsere Inhouse-Beratung "Collaborations" verselbständigen und ihren Mitarbeiterstamm quantitativ und qualitativ weiter ausbauen.

Auftragslage/Projektgeschäft

Aktuell ist die Gesellschaft sowie die Broetje-Gruppe weiterhin sehr gut mit Aufträgen ausgelastet. Das erleichtert uns die Finanzierung unserer Wachstumsinvestitionen. Des Weiteren bietet sich die Möglichkeit, unsere Kapazitäten nach strategischen Gesichtspunkten weiter auszubauen.

Chancen aus dem Umfeld

Chancen bieten sich insbesondere da, wo neue Luftfahrtinitiativen entstehen oder mit höherer Priorität als bisher betrieben werden. So könnten zusätzliche Fierstellerländer oder Flugzeugmodelle unseren Markt ebenso beleben wie neue Kooperationen oder erhöhter Wettbewerb.

Die aktuelle Wechselkursentwicklung bietet uns zudem Vorteile bei Angeboten im US-Dollar-Raum.

 

Bietigheim-Bissingen, den 7. Dezember 2015

BA Assembly & Turnkey Systems GmbH

Dr. Uwe Siewert

Bilanz

Aktiva

30.9.2015
EUR
30.9.2014
EUR
A. Anlagevermögen 11.537.955,99 297.288,59
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10.464.596,99 10.184,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte   0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.327.265,00 10.184,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.137.331,99 0,00
II. Sachanlagen 1.073.359,00 287.104,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 574.477,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.882,00 287.104,59
B. Umlaufvermögen 12.729.450,56 17.345,84
I. Vorräte 755.568,31 0,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 178.068,31 0,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 55.253.093,99  
3. geleistete Anzahlungen 577.500,00 0,00
4. Vorräte, vor Absetzung von erhaltenen Anzahlungen -55.253.093,99  
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.529.639,13 0,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.746.086,60 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.290.067,48 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 493.485,05  
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.444.243,12 17.345,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.517,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 24.287.923,55 314.634,43

Passiva

   
  30.9.2015
EUR
30.9.2014
EUR
A. Eigenkapital 3.898.880,38 16.363,94
I. gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto/ Kapitalanteile 1.000.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.898.880,38 0,00
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust (Bilanz)   -8.636,06
B. Rückstellungen 8.794.618,96 5.000,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 261.423,00  
2. Steuerrückstellungen   0,00
3. sonstige Rückstellungen 8.533.195,96 5.000,00
C. Verbindlichkeiten 11.594.424,21 293.270,49
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 8.014.208,28 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.815.460,84 12.679,45
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 410.528,96 280.591,04
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.354.226,13 0,00
davon aus Steuern 304.747,21 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.049.478,92 0,00
D. Passive latente Steuern   0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 24.287.923,55 314.634,43

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2014 - 30.9.2015
EUR
1.10.2013 - 30.9.2014
EUR
1. Betriebsergebnis (GKV) -4.301.506,24 -8.636,06
a) Rohergebnis (GKV) 10.909.511,92  
Gesamtleistung (GKV) 23.201.903,83  
Umsatzerlöse (GKV) 25.328.701,28  
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (GKV) -2.126.797,45  
Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 2.126.797,45  
sonstige betriebliche Erträge (GKV) 2.846.427,35  
davon Erträge aus Währungsumrechnung 45.701,04  
andere sonstige betriebliche Erträge (GKV), nicht zuordenbar 2.846.427,35  
Materialaufwand (GKV) 15.138.819,26  
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.273.588,20  
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.865.231,06  
b) Personalaufwand (GKV) 8.212.628,14  
Löhne und Gehälter 7.181.206,79  
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.031.421,35  
c) Abschreibungen (GKV) 1.243.201,98 291,00
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.243.201,98 291,00
auf Ingangsetzungsaufwendungen 1.243.201,98 291,00
d) sonstige betriebliche Aufwendungen (GKV) 5.755.188,04 8.345,06
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 35.100,10  
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -67.940,70  
a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 67.940,70  
davon an verbundene Unternehmen 32.868,70  
3. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.369.446,94 -8.636,06
4. sonstige Steuern 2.408,81  
a) übrige sonstige Steuern 2.408,81  
5. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) 4.371.855,75 8.636,06
a) Erträge aus Verlustübernahme 4.371.855,75 8.636,06
Verlustabführung aufgrund eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags 4.371.855,75 8.636,06
6. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2014/2015

BA Assembly & Turnkey Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen (vormals: Frankfurt am Main)

I. Allgemein

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 BGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn-und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft wurde am 11.4.2014 unter der Firmierung BA NewCo GmbH gegründet. Die Eintragung erfolgte am 2.5.2014 unter der Nummer B 99194 beim Amtsgericht Frankfurt am Main. Am 14.7.2014 wurde die Umfirmierung in BA Assembly & Turnkey Systems GmbH eingetragen. Mit Wirkung zum 1.12.2014 wurde der auf Deutschland entfallende Teil des Geschäftsbereichs Aircraft und Technology Systems von der Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen, erworben. Im Zusammenhang mit dem Erwerb wurde ein Goodwill in Höhe von TEUR 5.440 zum 1.12.2014 aktiviert, der über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 15 Jahren, vorbehaltlich etwaiger lmpairments, abgeschrieben wird. Bei der Nutzungsdauer von 15 Jahren, handelt es sich um den geschätzten Programmzyklus bei Flugzeugen. Des Weiteren wurden im Rahmen des Erwerbs weitere immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.531 aktiviert, die über eine geplante Nutzungsdauer von zwei bis 15 Jahren abgeschrieben werden.

Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 7.1.2015 wurde das Stammkapital der Gesellschaft von TEUR 25 auf TEUR 1.000 erhöht sowie der Sitz von Frankfurt am Main nach Bietigheim-Bissingen verlegt. Die Eintragung erfolgte am 9.2.2015.

Am 18.7.2014 wurde zwischen der Gesellschaft und der Broetje-Automation GmbH, Wiefelstede, ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Mit dem Ergebnisabführungsvertrag verpflichtet sich die Gesellschaft, ihren gesamten Gewinn an das Mutterunternehmen abzuführen. Im Falle von Verlusten der Gesellschaft hat sich das Mutterunternehmen verpflichtet, diese auszugleichen.

Mit der Brotje-Automation GmbH besteht eine ertragssteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen und - soweit erforderlich - außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Es wird grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über 15 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer entspricht dabei der Erwartung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der dem Ansatz zugrunde liegenden geschäftswertbildenden Faktoren. Diese leiten sich insbesondere ab aus dem Programmzyklus für die Fertigung von Flugzeugmodellen in der zivilen Luftfahrtindustrie. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Auf Zugänge an beweglichen Anlagegütem werden die Jahresabschreibungen pro rata temporis verrechnet. Die Nutzungsdauer reicht wie im Vorjahr von drei bis 15 Jahren. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 1.000,00 werden bei Zugang als Aufwand erfasst. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Im Vorjahr wurden in der Position "Sachanlagen" geleistete Anzahlungen mit TEUR 637 ausgewiesen. Dabei handelt es sich um Anzahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbereichs Aircraft & Technology Systems von der Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen stehen und dem daraus resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts. Der Ansatz wurde daher im Geschäftsjahr im Zusammenhang mit der Erfassung des Erwerbs des Geschäftsbereichs Aircraft und Technology Systems von der Dürr Systems GmbH aus der Position Sachanlagen in die Position Geschäfts- oder Firmenwert umgebucht.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. Bei der Ermittlung der durchschnittlichen Anschaffungskosten werden die zu Beginn des Geschäftsjahres vorhandenen Bestände berücksichtigt. Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungspreisminderungen werden entsprechend berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt unter Berücksichtigung des letzten Arbeitsganges (Fertigungsgrad) zu den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Darüber hinaus wird das Wahlrecht zur Aktivierung von allgemeinen produktionsnahen Verwaltungskosten ausgeübt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die aktivierungspflichtigen Herstellungskosten setzen sich zusammen aus den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Teilen der Material- sowie Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist.

Die Bestandsveränderung ergibt sich grundsätzlich als Veränderung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum Bilanzstichtag und dem Vorjahres-Bilanzstichtag. Zum Vorjahres-Bilanzstichtag (30.9.2014) verfügte die BA ATS noch über kein Vorratsvermögen. Im Rahmen des Kaufs des Geschäftsbereichs Aircraft und Technology Systems von der Dürr Systems GmbH sind zum 1.12.2014 unfertige und fertige Erzeugnisse übernommen worden. Die Bestandsveränderung, wie sie für das Geschäftsjahr 2014/2015 in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt ist, stellt die Veränderung der übernommenen unfertigen und fertigen Erzeugnisse vom 1.12.2014 zum 30.9.2015 dar.

Die erhaltenen Anzahlungen haben insgesamt eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert, vermindert um eventuell erforderliche Wertberichtigungen.

Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe der Ausgaben des Berichtszeitraumes angesetzt, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet und beträgt zum Stichtag EUR 1.000.000,00.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien (sog. "Projected-Unit-Credit-Methode") unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze ermittelt. Den Berechnungen liegen die Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Lohn- und Gehaltssteigerungen, die jährliche Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze sowie die jährlichen Rentenanpassungen werden berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverbindlichkeiten werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze (Bewertung gemäß IDW RS HFA 3) ermittelt und werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem ihrer Restlaufzeit (mittlere Duration) entsprechenden Rechnungszins nach Maßgabe der Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag abgezinst. Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie jährliche Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze werden berücksichtigt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Forderungen in Fremdwährung werden zur Absicherung des Zahlungsstroms deckungs- und termingleiche Sicherungsgeschäfte (Micro-Hedge) abgeschlossen. Die Fremdwährungsforderungen werden mit dem gesicherten Wechselkurs bei Erfassung bewertet.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am Stichtag bewertet. Sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Effektivitätsmessung erfolgt auf Basis der Dollar-Offset-Methode.

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt für das Auftragsgeschäft aufgrund des unterzeichneten Protokolls über die Inbetriebnahme der jeweiligen Anlagen nach deren Fertigstellung bzw. die Endabnahme des Kunden. Das Protokoll der Inbetriebnahme stellt den wesentlichen Übergang der Chancen und Risiken dar.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Bei der Entwicklung des Anlagevermögens wurde von den historischen Anschaffungskosten ausgegangen. Bezüglich des Anlagevermögens verweisen wir auf das Anlagengitter (Anlage zum Anhang).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen, ebenso wie im Vorjahr, alle eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um den Aktivwert aus Versicherungsverträgen zur Altersabsicherung in Höhe von TEUR 172 (Vj.: TEUR 0) und Forderungen gegen Finanzämter von TEUR 336 (Vj.: TEUR 0). Von den sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Betrag von TEUR 172 (Vj.: TEUR 0) eine Restlaufzeit von größer einem Jahr; alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 6.290 (Vj.: Verbindlichkeit TEUR 272) betreffen mit TEUR 1.918 (Vj.: Verbindlichkeit TEUR 281) Forderungen aus den Lieferungs- und Leistungsverkehr, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Die Forderungen aus Ergebnisabführung betragen TEUR 4.372 (Vj.: TEUR 9).

Von den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 6.095 (Vj.: Verbindlichkeit TEUR 272) gegen die Muttergesellschaft.

4. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage hat sich wie folgt verändert:

Stand 30.9.2014 TEUR 0
Zugang TEUR 2.899
Stand 30.9.2015 TEUR 2.899

Die TEC4AERO GmbH, Wiefelstede ist die oberste Konzerngesellschaft. Im Zusammenhang mit der Finanzierung des Erwerb des Geschäftsbereichs "Assembly and Turnkey Systems" hat die TEC4AERO eine Kapitalerhöhung durchgeführt; die Kapitalerhöhung erfolgte im Wege der Sacheinlage von drei Kaufpreisforderungen. Die eingebrachten Kaufpreisforderungen resultieren aus dem Erwerb des "Assembly and Turnkey Systems" Geschäftsbereichs von der Dürr International GmbH, Bietigheim-Bissingen. Die Kaufpreisforderungen wiederum wurden in zwei Schritten in die Kapitalrücklagen der BA Beteiligungs GmbH, Wiefelstede und Broetje Automation GmbH, Wiefelstede eingebracht. Die Broetje Automation GmbH wiederum hat einen Teil dieser Kaufpreisforderung (TEUR 2.809) als Kapitalrücklage in die BA Assembly & Tumkey Systems GmbH eingebracht.

5. Pensionsrückstellungen

Den Berechnungen liegen die Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Verwendung des Zinssatzes von 4,07 % - 4,12 % p.a. zugrunde. Es wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % p.a., die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze mit 0,0 %, sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,0 % entsprechend berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden branchenübliche Standardwerte verwendet. Die Pensionsrückstellungen betragen zum Stichtag TEUR 261 (Vj.: TEUR 0).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.533 (Vj.: TEUR 355) setzen sich wie folgt zusammen:

30.9.2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 1.755 0
Garantieleistungen und nachlaufende Abrechnungen 1.187 0
Ausstehende Rechnungen 2.626 352
Übrige 2.965 3

Die Gesellschaft hat Rückstellungen für Garantieleistungen und für nachlaufende Abrechnungen mit Lieferanten und für noch zu erbringende Leistungen auf bereits abgerechnete Aufträge in Höhe von TEUR 1.187 (Vj.: TEUR 0) gebildet. Ursächlich für die Höhe des Rückstellungsanteils für nachlaufende Abrechnungen sind Verpflichtungen zu Nacharbeiten und Optimierungen für im aktuellen Geschäftsjahr und in Vorjahren abgerechnete Aufträge. Wegen der durchgehenden Nutzung der gelieferten Anlagen durch den Kunden konnten noch nicht alle Nachbesserungen umgesetzt werden. Bei den personalbezogenen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Gleitzeitguthaben von TEUR 1.207 (Vj.: TEUR 0), für Altersteilzeitverpflichtungen von TEUR 54 (Vj.: TEUR 0) sowie um Rückstellungen aus Urlaubsansprüchen in Höhe von TEUR 137 (Vj.: TEUR 0). Die übrigen Rückstellungen bestehen überwiegend aus Rückstellungen für Drohverluste in bestehenden Aufträgen.

6. Sonstige Rückstellungen

Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Altersteilzeitverbindlichkeiten werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem ihrer Restlaufzeit (mittlere Duration) entsprechenden Rechnungszins nach Maßgabe der Veröffentlichungen der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag abgezinst. Den Berechnungen liegt die Verwendung des Zinssatzes von 2,42 % p.a. zugrunde. Es wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % p.a. und eine jährliche Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze von 3,0 % berücksichtigt. Das versicherungsmathematische Bewertungsverfahren erfolgte nach IDW RS HFA 3 (Abfindungscharakter). Die Rückstellungen für Altersteilzeitverbindlichkeiten betragen zum Stichtag TEUR 54 (Vj.: TEUR 0).

7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Berichtsjahr gegenüber diversen Schwesterunternehmen und haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Im Vorjahr bestand eine Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft von TEUR 281.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 411 (Vj.: TEUR 281) den laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 25.329 (Vj.: TEUR 0) stammen überwiegend aus der Lieferung spezialisierter Fertigungsanlagen und setzen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt zusammen:

TEUR TEUR
Westeuropa (inkl. Inland) 16.853 0
Nordamerika 14 0
Asien / Pazifik 540 0
Osteuropa 7.922 0
Summe 25.329 0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 2.192 (Vj.: TEUR 0), Weiterbelastungen an unsere Schwestergesellschaften von TEUR 218 (Vj.: TEUR 0) sowie erhaltene Zuschüsse von TEUR 197 (Vj.: TEUR 0).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der betriebliche Aufwand enthält im Wesentlichen vertriebsnahe Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.117 (Vj.: TEUR 0) sowie verwaltungsnahe Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.884 (Vj.: TEUR 9), welche gleichermaßen durch das Projektgeschäft und den allgemeinen Geschäftsbetrieb verursacht wurden.

4. Zinsaufwendungen

Im Zinsaufwand sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 5 (Vj.: TEUR 0) aus der Aufzinsung von Pensions- und anderen langfristigen Personalrückstellungen enthalten.

5. Erträge aus der Verlustübernahme

Im Geschäftsjahr wurde ein Ertrag aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 4.372 (Vj.: TEUR 9) von der Broetje-Automation GmbH vereinnahmt.

V. Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr

Herr Bernd Schröder, Weyhe (bis 19.12.2014), Chief Executive Officer - CEO, Broetje- Automation GmbH, Wiefelstede

Herr Ingo Körner, Westerstede (bis 19.12.2014), Chief Financial Officer - CFO, Broetje- Automation GmbH, Wiefelstede

Herr Dr. Uwe Siewert, Freiberg am Neckar (seit 19.12.2014), hauptberuflicher Geschäftsführer der BA Assembly & Turnkey Systems GmbH.

Die Gesellschaft macht von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

2. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen entsprechend § 285 Nr. 21 HGB zu marktunüblichen Konditionen wurden nicht getätigt.

3. Mitarbeiterzahlen

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 wurden im Durchschnitt ohne Berücksichtigung von Auszubildenden 87 (Vj.: 0) Mitarbeiter beschäftigt. Zudem beschäftigte das Unternehmen im Durchschnitt 10 (Vj.: 0) temporäre Mitarbeiter und 2 (Vj.: 0) Auszubildende.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträ gen

30.9.2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
bis 1 Jahr 450 0
über 1 Jahr bis 5 Jahre 215 0
über 5 Jahre 0 0
  665 0

Off-Balance-Sheet-Geschäfte

Über den in dem vorstehend angegebenen Verpflichtungsumfang enthaltenen Rahmen hinaus wurden "Off-Balance-Sheet"-Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB nicht getätigt. Der Abschluss der darin enthaltenen Miet- und Leasinggeschäfte - die insbesondere die Anmietung der Geschäftsräume der Gesellschaft umfassen - trägt auch zur Minderung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko jeweils beim Vermieter bzw. Leasinggeber.

5. Devisentermingeschäfte und Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungsschwankungen eingesetzt. Die Sicherungsgeschäfte decken Währungsrisiken aus gebuchten Grundgeschäften (Fertigungsaufträge) ab. Zum Bilanzstichtag wurden erwartete Zahlungseingänge aus USD- Geschäften in Höhe von TEUR 3.737 (Vj.: TEUR 0) im Rahmen eines Cashflow Hedges mit USD- Terminverkäufen in gleicher Höhe zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB zusammengefasst. Aufgrund der Erwartung einer vollständigen Kompensation der USD-/EUR-Wertänderungen im Zeitraum Oktober 2015 bis August 2016 wurden sich ausgleichende Kursgewinne und -Verluste in Höhe von TEUR 73 (Vj.: TEUR 0) nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung als Gewinn erfasst. Es wird die Einfrierungsmethode verwendet.

Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von TEUR 0 haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vj.: TEUR 0).

Risiko Grundgeschäft Sicherungs instrument
Variable Art Art Betrag
USD erwarteter Zahlungs strom erwartete USD Zahlung TUSD 4.094/ TEUR 3.737 USD Termin verkauf TUSD 4.094/ TEUR 3.737
Risiko Grundgeschäft Art der Bewertungseinheit Prospektive Effektivität
Variable Art Art Risiko Betrag
USD erwarteter Zahlungs strom erwartete USD Zahlung TUSD 4.094/ TEUR 3.737 Micro Hedge Laufzeit- und Volumenkongruenz

Die Effektivität aller Bewertungseinheiten wird im Rahmen von regelmäßigen Effektivitätsmessungen nach der sog. Dollar-Offset-Methode überprüft.

6. Konzernabschluss

Die TEC4AERO GmbH, Wiefelstede, stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen des TEC4AERO-Konzerns auf. Der Jahresabschluss der BA Assembly & Turnkey Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen, wird in den Konzernabschluss der TEC4AERO GmbH, Wiefelstede, einbezogen. Dieser Konzernabschluss der TEC4AERO GmbH, Wiefelstede, wird in deutscher Sprache im Bundesanzeiger offengelegt.

Bezüglich der Angabe des Abschlussprüferhonorars verweisen wir auf die Angaben im Konzenabschluss der TEC4AERO GmbH, da die Befreiungsvorschrift gemäß § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen wird.

 

Bietigheim-Bissingen, den 7. Dezember 2015

BA Assembly & Turnkey Systems GmbH

Dr. Uwe Siewert

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