Eppendorf Instrumente GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Axel Dr. Cramer seit 20.8.2025 | Geschäftsführer |
Dietmar August Stadler seit 18.5.2021 | Geschäftsführer |
Jörn Wohlenberg seit 7.10.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Eppendorf SEEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Eppendorf SEHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht1 GeschäftstätigkeitSeit 1945 entwickelt, produziert und vertreibt Eppendorf High-End-Produkte, Softwarelösungen und Serviceleistungen vorwiegend für akademische und industrielle Labore weltweit. Als Premiumanbieter in der Life-Science-Branche nehmen wir eine führende Rolle auf dem Weltmarkt ein, insbesondere im öffentlichen Sektor. Diese gilt es durch eine kontinuierliche Unternehmensentwicklung mit dem Fokus auf innovative und wachstumsstarke Bereiche der Life-Science-Märkte zu stärken. Schwerpunkte sind dabei die konstante Weiterentwicklung und Erweiterung unseres Produkt- und Lösungsportfolios sowie der konsequente Ausbau unseres Kundenzugangs auch in industriellen Sektoren. Eppendorf betätigt sich in folgenden Geschäftsfeldern: Liquid Handling, Consumables, Separation & Instrumentation, Bioprocess und Lab Solutions. Das Produktangebot von Eppendorf umfasst unter anderem Pipetten und Pipettier-Roboter, Dispenser, Zentrifugen sowie Mischer. Darüber hinaus bietet Eppendorf Ultratiefkühlgeräte, Fermenter und Bioreaktoren, CO 2-Inkubatoren, Schüttler und Systeme zur Zellmanipulation an. Verbrauchsartikel wie Pipettenspitzen, Reaktionsgefäße, Mikrotestplatten und Einweg-Bioreaktor-Gefäße ergänzen das Sortiment an Premiumprodukten von höchster Qualität. Die Festigung unserer globalen Marktposition durch gezielte Investitionen in Technologie und Digitalisierung, die permanente Optimierung unserer Fertigungs- und Logistikstrukturen sowie der Vertriebsstrukturen und -kanäle, aber auch die kontinuierliche Erweiterung unserer Schulungs- und Serviceangebote zählen zu den Grundsteinen unserer Geschäftsstrategie. Ziel ist es, unseren Kunden qualitativ hochwertige, innovative und nutzenorientierte Lösungen anzubieten. Rund 5.000 Mitarbeitende in 33 Ländern bringen ihr Wissen ein und machen Eppendorf zu einem führenden Unternehmen für Sample Management in der Life-Science-Branche. 2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWeltwirtschaftDie regionalen Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit von Eppendorf liegen in Europe, den Americas, China und Asia/Pacific/Africa (APA). Zur Beurteilung der Gesamtentwicklung in diesen Marktregionen kommt dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP) als wesentlichem Wirtschaftsindikator eine wichtige Rolle zu. Die globale Wirtschaftsleistung verzeichnete im Gesamtjahr 2022 einen Anstieg von 3,2 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent). Seit Beginn des Jahres 2022 hat sich die Weltwirtschaft merklich abgekühlt. Wirtschaftspolitische Unsicherheiten sowie geopolitische Risiken infolge des Angriffs Russlands auf die Ukraine prägten die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres. Durch den russischen Angriffskrieg wurde der Zugang zu wichtigen Rohstoffen, insbesondere Öl und Gas, erschwert. Die Unsicherheit über die zukünftige Versorgung mit Rohstoffen ließ deren Preise dramatisch steigen und verstärkte die bereits kräftige Inflation weiter. Höhere Produktionskosten, die teilweise über die Verbraucherpreise weitergegeben wurden, wirkten sich negativ auf die Kaufkraft der privaten Haushalte aus. Unter dem Eindruck hoher Inflation führten Zentralbanken in vielen Währungsräumen entsprechende Gegenmaßnahmen durch. Infolge geldpolitischer Straffungen durch eine Erhöhung der Leitzinsen verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen und dämpfte sich das Wachstum in vielen Ländern ab. Darüber hinaus belastete Chinas Null-Covid-Politik (umfangreiche Infektionsschutzmaßnahmen) die globale Industrieproduktion und nachgelagerte Lieferketten. Angebotsengpässe und logistische Probleme waren auch im Jahr 2022 wesentlich für die konjunkturelle Entwicklung, haben aber im Laufe des Jahres nachgelassen. Dabei war die Entspannung teilweise durch einen globalen Nachfragerückgang bedingt.
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Schätzungen 03. Februar 2023 mit aktualisierten Vorjahresangaben im Vergleich zum Konzernlagebericht 2021) Asien-PazifikNach dem kräftigen Aufschwung von 6,6 Prozent im Jahr 2021 verlangsamte sich das Wachstum in der Region Asien-Pazifik 2022 in einem unsicheren globalen Umfeld und lag nur noch bei 4,0 Prozent. Die Erholung war in den Ländern des Asien-Pazifik-Raums uneinheitlich und in vielen Volkswirtschaften der Region blieb die Industrieproduktion unter dem Niveau vor der Pandemie. Der Aufschwung in den meisten Ländern der Region ist darauf zurückzuführen, dass sich der private Konsum nach der Pandemie im Jahr 2021 wieder belebt hat, die weltweite Nachfrage nach den Exporten der Region anhielt und eine Straffung der Finanz- und Geldpolitik nur begrenzt möglich war. Während die Auswirkungen der Pandemie abklangen, sah sich die Region in der zweiten Jahreshälfte mit neuem Gegenwind konfrontiert. Die weltweite Konjunkturabschwächung dämpfte die Nachfrage nach den Produktions- und Rohstoffexporten. Infolge hoher Inflation kam es zu Zinserhöhungen durch die Zentralbanken in Industrieländern und damit zu Kapitalabflüssen und einer Abwertung der Wechselkurse in den Ländern der Region Asien-Pazifik. Die damit einhergehende gestiegene Staatsverschuldung begrenzte die Möglichkeit zur Abfederung globaler Nahrungsmittel- und Energieschocks. ChinaFür das Wirtschaftsjahr 2022 fiel der BIP-Anstieg mit 3,2 Prozent deutlich geringer aus als im Vorjahr (8,1 Prozent). Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts blieb aufgrund restriktiver Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus, insbesondere von März bis Mai 2022, durch Schließungen von Geschäften und Produktionsstätten gedämpft. Das Wirtschaftsleben in wichtigen Handelsmetropolen kam nahezu zum Erliegen, entsprechend war der private Verbrauch rückläufig. Darüber hinaus wirkten sich Überkapazitäten am Immobilienmarkt negativ auf die konjunkturelle Entwicklung aus. Die Immobilienpreise stagnierten bzw. waren teilweise rückläufig, sodass trotz geldpolitischer Lockerungen Wohnungsbauinvestitionen der Haushalte zurückgingen. Die für neue Bauprojekte akquirierte Fläche reduzierte sich um fast die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr. Schätzungen zufolge gehen insgesamt ca. 29 Prozent des BIP auf den Immobilienbau und immobilienbezogene Dienstleistungen zurück. Der Außenhandel expandierte im ersten Halbjahr kräftig und wirkte stützend. Jedoch verlangsamte sich das Exportwachstum im weiteren Verlauf des Jahres. Die Konjunkturschwäche in wichtigen Auslandsmärkten stand einer Expansion der Exporte entgegen. USADie Konjunktur hat sich in den USA im Jahr 2022 deutlich abgekühlt. Die Wirtschaftsleistung nahm 2022 um 1,6 Prozent (Vorjahr: 5,7 Prozent) moderat zu. Die gesamtwirtschaftliche Produktion war im ersten Halbjahr aufgrund geringerer Wohnungsbauinvestitionen und eines Abbaus der Lagerbestände rückläufig, sodass die USA Mitte 2022 eine technische Rezession durchliefen. Der Arbeitsmarkt zeigte sich hingegen robust, verzeichnete deutliche Lohnzuwächse und geringe Arbeitslosenquoten, sodass der Rückgang der Industrieproduktion durch das Wachstum des privaten Verbrauchs teilweise kompensiert wurde. Angesichts der hohen Inflation hat die US-Notenbank seit März 2022 die Leitzinsen angehoben. Die dadurch gestiegenen Finanzierungskosten wirkten sich negativ auf die Investitionsdynamik aus, halfen aber, die Kaufkraftverluste der privaten Haushalte abzumildern. Alles in allem blieb die Geld- und Finanzpolitik im Jahr 2022 restriktiv ausgerichtet, verabschiedete Gesetze wie der "CHIPS and Science Act" und der "Inflation Reduction Act" sahen zusätzliche Ausgaben vor, welche aber durch die Erhöhung der Unternehmenssteuern gegenfinanziert wurden und werden. EuropaDie Wirtschaftsleistung im Euroraum war im ersten Halbjahr 2022 in vielen Mitgliedstaaten noch aufwärtsgerichtet. Eine Erholung von den wirtschaftlichen Beeinträchtigungen der Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die Wirtschaft der Eurozone trotz der Belastungen infolge des Ukraine-Kriegs im zweiten Quartal weiter expandierte. Vor allem die kontaktintensiven Dienstleistungssektoren verzeichneten starke Zuwachsraten. Im Sommer 2022 verschlechterten sich die konjunkturellen Aussichten erheblich. Die massiven Preissteigerungen für Strom und Erdgas wurden zu einer immer stärkeren Belastung für Unternehmen sowie Verbraucher. Insbesondere in energieintensiven Wirtschaftsbereichen führte dies zu stark gestiegenen Produktionskosten bzw. einem Rückgang der Produktion. Aber auch die Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs und die zukünftige Verfügbarkeit von Erdgas hatte negative Wachstumsimpulse zur Folge. Besonders spürbar waren die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in den mittel- und osteuropäischen Staaten der EU. Angesichts stark gestiegener Verbraucherpreise straffte die EZB im Sommer ihre Geldpolitik zunehmend, was eine Erhöhung der Finanzierungskosten für private Haushalte und Unternehmen zur Folge hatte. Höhere Kosten für Arbeit und Kapital dämpften die Finanzierungsfähigkeit von Firmen, angebotsseitige Störungen aufgrund von Materialknappheit hielten auch im Jahr 2022 an. Life-Science-BrancheIm Jahr 2022 verzeichnete die Life-Science-Branche ein Wachstum von 4,4 Prozent (Vorjahr: plus 10,4 Prozent). Hiermit liegt die Branche leicht über der Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Corona-Pandemie prägte die Life-Science-Branche je nach Ausrichtung und Größe der Unternehmen unterschiedlich. Unternehmen, welche durch ihre direkte Einbindung in die Bekämpfung des Virus - insbesondere durch Testverfahren (Antigen und PCR) und Impfstoffproduktion - 2021 stark wachsen konnten, sahen 2022 einen deutlichen Rückgang ihres Bedarfes. Im Kontrast dazu wurden Produktgruppen, deren Umsatz 2020 und teils 2021 durch die Pandemie zurückgegangen war, wieder stärker nachgefragt. Gesamtaussage des Vorstandes und ZielerreichungDer Vorstand der Eppendorf SE ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2022, insbesondere unter den erschwerten Rahmen- und Marktbedingungen, zufrieden. Die mit Vorlage des Geschäftsberichtes 2021 veröffentlichte Prognose für das Jahr 2022 bezüglich der Steuerungsgröße Umsatzwachstum lag im mittleren einstelligen Prozentbereich. Ein zweistelliges Umsatzwachstum von 12,1 Prozent lag somit über den Erwartungen. Gestützt wurde das Wachstum durch eine für Eppendorf vorteilhafte Euro-Dollar Kursentwicklung. Deutlich gestiegene Materialkosten sowie anhaltend hohe strategische Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Eppendorfs führten zu einer EBIT-Rendite, die mit 18,3 Prozent unter dem Vorjahreswert lag (Vorjahr: 24,7 Prozent). Der Unternehmensauftrag von Eppendorf, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, war selten so sichtbar wie im Jahr 2022. Um seiner Aufgabe gerecht zu werden, hatte Eppendorf die richtigen Lösungen für seine Kunden und bot ihnen die passenden Produkte und Dienstleistungen. Das lässt sich an der positiven Geschäftsentwicklung des zurückliegenden Jahres ablesen. 3 Geschäftsverlauf und ErtragslageEppendorf setzt Wachstumskurs fortIm Jahr 2022 verzeichnete Eppendorf ein zweistelliges Umsatzwachstum. Der Konzernumsatz konnte insgesamt um 12,1 Prozent (Vorjahr: 13,8 Prozent) gesteigert werden, was über dem weltweiten Branchenwachstum liegt. Gemessen am Konzernumsatz erzielte Eppendorf mit 1.233,7 Mio. € einen Rekordumsatz und lag damit über dem Vorjahreswert (1.100,5 Mio. €). Zu dem positiven Geschäftsverlauf haben insbesondere die Marktregionen Americas und China beigetragen. Umsatzerlöse 2022 nach Regionen
Die Marktregionen Americas und China verzeichnen ein deutliches UmsatzwachstumDie Marktregion Americas verzeichnete 2022 ein Umsatzwachstum von 26,1 Prozent und konnte erneut in allen Marktsegmenten stark zulegen. Hervorzuheben ist das Wachstum im Pharma-/Biotech-Segment. Aus der Produktperspektive entwickelten sich die Bereiche Liquid Handling, Verbrauchsmaterialien, Zentrifugation und Bioprocess allesamt positiv. Die Produktnachfrage im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Biowissenschaft im Allgemeinen blieb auf einem hohen Niveau. In der Marktregion Europe war die Nachfrage geprägt durch das rückläufige Geschäft mit Produkten zur Pandemiebekämpfung und die Entscheidung, die Geschäftstätigkeit in Russland bedingt durch den Krieg in der Ukraine zu pausieren. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete Eppendorf hier einen leichten Umsatzrückgang von minus 5,7 Prozent. Die Neuausrichtung des Vertriebs und erfolgreiche Verkaufsinitiativen für das Produktportfolio, insbesondere für Liquid Handling, Zentrifugen und Bioreaktoren, stützten den Umsatz in der Marktregion Europe. Die Marktregion China wuchs im Vergleich zu 2021 um 27,6 Prozent. Die Region profitierte im Jahr 2022 von der Durchführung von Duty-free-Aufträgen, die aus dem Jahr 2021 übertragen wurden. Diese zollfreien Bestellungen waren speziell für einige Kunden aus dem akademischen Bereich vorgesehen. Diese Kunden waren berechtigt, beim Kauf der eingeführten Waren eine Zollbefreiung zu beantragen. Die Marktregion profitierte zudem von mehreren Großprojekten, die von Kunden aus der Wissenschaft gewonnen wurden. Darüber hinaus trugen Biopharma-/Biotech- und Impfstoffkunden gemeinsam zur wachsenden Dynamik bei. Die Geschäftsbereiche Liquid Handling und Zentrifugation waren Treiber des Wachstums in der Marktregion. Die Region Asia/Pacific/Africa (APA) hat in diesem Übergangsjahr nach der Pandemie ein robustes Wachstum verzeichnet. Die Marktregion wuchs um 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Anhaltende Investitionen in mehreren wichtigen Ländermärkten und Segmenten, wie Forschung & Entwicklung sowie molekulare Labore, haben die Nachfrage nach Liquid Handling-Produkten und Laborinstrumenten sogar über den früheren Höchststand während der Pandemiejahre gesteigert. Das übernommene Portfolio an Separationsinstrumenten hat sich in den Einführungsmärkten gut entwickelt. Zusätzlich sorgte die breitere Abdeckung der sich entwickelnden Märkte in Afrika für eine anhaltende Wachstumsdynamik. Die beiden Partnerbrands Starlab und USA Scientific verzeichneten für das Jahr 2022 im Bereich Diagnostik/Consumables eine stabile Nachfrage - trotz Nachfrageschwankungen in Teilbereichen bezogen auf ihr gesamtes Produktsortiment inkl. OEM-Waren. Demgegenüber führten Produktions- und Lieferengpässe in einigen Produktbereichen zu einem Umsatzrückgang. Das Umsatzwachstum im Konzern wurde von allen Geschäftsfeldern der Eppendorf Gruppe getragen. Das Wachstum der Division Consumables war allerdings mit 1,3 Prozent aufgrund einer moderateren Nachfrage im Bereich Pipettenspitzen wesentlich geringer als in den zwei sehr starken Vorjahren. Der Geschäftsbereich Separation & Instrumentation wuchs mit 14,1 Prozent aufgrund einer anhaltend starken Nachfrage nach Produkten aus dem Zentrifugensortiment. Die Division Liquid Handling wuchs infolge einer wieder starken Auftragssituation im Bereich der Pipettier-Produkte um 14,0 Prozent. Die Division Lab Solutions legte um 36,5 Prozent zu. Der Geschäftsbereich Bioprocess war hier ein sehr starker Wachstumstreiber.
Bruttoergebnis durch Produktmix beeinflusstDas Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um 42,2 Mio. € auf 720,0 Mio. € (Vorjahr: 677,7 Mio. €), die Bruttomarge lag mit 58,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (61,6 Prozent). Das Bruttoergebnis wurde im Berichtszeitraum vor allem durch gestiegene Material- und Frachtkosten negativ beeinflusst.
Die operativen Kosten (Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und allgemeine Verwaltungskosten) erhöhten sich um 21,4 Prozent auf insgesamt 498,9 Mio. € (Vorjahr: 410,9 Mio. €). Die Vertriebskosten steigerten sich gegenüber dem Vorjahr auf 298,2 Mio. € (Vorjahr: 254,1 Mio. €). Das entspricht einer Zunahme von 17,4 Prozent. Der Anstieg der Vertriebskosten ist im Wesentlichen auf den Ausbau der weltweiten Vertriebs- und Servicemannschaft zurückzuführen. Im Jahr 2022 wurden zudem wieder verstärkt Reise- und Messeaktivitäten durchgeführt. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im Berichtszeitraum auf 76,0 Mio. € (Vorjahr: 64,5 Mio. €). Das entspricht einer Steigerung von 17,8 Prozent und spiegelt das Streben der Eppendorf Gruppe wider, durch Innovationen in allen Produktgruppen weitere Geschäftsfelder im Life-Science-Markt zu erschließen sowie bestehende Anteile in den Marktsegmenten weiter auszubauen. Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten am Konzernumsatz lag mit 10,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (8,4 Prozent) und betrug im Geschäftsjahr 2022 124,7 Mio. € (Vorjahr: 92,3 Mio. €). Der Anstieg um 32,4 Mio. € resultierte hauptsächlich aus Personal- und Beratungskosten und ist wesentlich durch die strategische Anpassung der Eppendorf Organisation an das starke Unternehmenswachstum bedingt. Die Bereiche Informationstechnologie, Finanzen und Legal, IP & Compliance sowie Human Resources wurden kontinuierlich ausgebaut, um sukzessive eine solide Grundlage für das künftige Wachstum zu legen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 7,9 Mio. € im Vorjahr auf 11,1 Mio. € im Jahr 2022. Diese beinhalteten im Wesentlichen Wechselkursverluste in Höhe von 10,4 Mio. € (Vorjahr: 7,5 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 18,0 Mio. € im Vorjahr auf 20,3 Mio. € im Jahr 2022. Positiv wirkten sich in dieser Position Wechselkursgewinne in Höhe von 18,2 Mio. € (Vorjahr: 15,8 Mio. €) sowie Erträge aus öffentlichen Zuwendungen in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) aus. Das EBIT reduzierte sich somit um 46,4 Mio. € auf 225,6 Mio. € (Vorjahr: 272,0 Mio. €). Die EBIT-Rendite lag mit 18,3 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert (24,7 Prozent).
Das Finanzergebnis betrug 2,1 Mio. € (Vorjahr: minus 0,1 Mio. €). Das verbesserte Finanzergebnis resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Zinserträgen im Jahr 2022. Die Ertragsteuerbelastung sank absolut auf 70,0 Mio. € (Vorjahr 82,1 Mio. €). Wesentlicher Grund war die Reduzierung der effektiven Steuern aufgrund des geringeren Betriebsergebnisses im In- und Ausland. Der Konzernsteuersatz betrug 30,7 Prozent (Vorjahr: 30,2 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern sank um 32,1 Mio. € auf 157,7 Mio. € (Vorjahr: 189,8 Mio. €).
4 Finanz- und VermögenslageLangfristige Vermögenswerte nehmen vor allem durch gezielte Investitionen zuDie immateriellen Vermögenswerte aus Unternehmenskäufen setzten sich aus Firmenwerten in Höhe von 159,5 Mio. € (Vorjahr: 162,8 Mio. €) und aus erworbenen Kundenstämmen, Marken und Technologien in Höhe von 53,4 Mio. € (Vorjahr: 62,3 Mio. €) zusammen.
Der Anstieg der Sachanlagen und Nutzungsrechte von 287,8 Mio. € im Vorjahr um 71,1 Mio. € auf 358,9 Mio. € im Berichtsjahr resultierte im Wesentlichen aus Investitionen zum Ausbau von Produktionskapazitäten sowie aus der Modernisierung von Bürogebäuden und einer Stärkung der internationalen Präsenz. Zum Beispiel wurde im Sommer 2022 ein neuer Standort in Singapur mit einem eigenen Distributionszentrum eröffnet. Ebenfalls in Asien, aber primär auf die Marktregion China ausgerichtet, wurde das neue R&D Center in Shanghai eröffnet, wo künftig Zentrifugen für den chinesischen Markt entwickelt werden. Auch in den USA wurde 2022 investiert: In Enfield entstand ein neues Logistikzentrum, um Kunden in Nordamerika künftig noch besser mit Ware versorgen zu können. Hierfür wurde ein Gebäude mit einer Grundmietzeit von 15 Jahren angemietet. Finanzlage und KapitalstrukturDie übrigen kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich von 91,8 Mio. € im Vorjahr um 11,9 Mio. € auf 103,7 Mio. € im Berichtsjahr. Die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern erhöhten sich um 4,9 Mio. € auf 52,4 Mio. € (Vorjahr: 47,5 Mio. €). Die Verpflichtungen gegenüber Kunden erhöhten sich um 6,6 Mio. € auf 41,7 Mio. € (Vorjahr: 35,1 Mio. €).
Wesentliche Einflussfaktoren für das um 141,6 Mio. € höhere Eigenkapital waren die gute Ertragsentwicklung sowie die Änderungen aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen, welche in Höhe von 38,5 Mio. € - nach Abzug der latenten Steuern - direkt im Konzerneigenkapital erfasst wurden. Gegenläufig wirkte im Wesentlichen die Dividendenausschüttung in Höhe von 47,6 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag mit 69,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (63,3 Prozent). Der Rückgang der übrigen Schulden von 24,1 Mio. € im Vorjahr um 12,1 Mio. € auf 12,0 Mio. € im Berichtsjahr resultierte im Wesentlichen aus einer Saldierung der latenten Steuerschulden und aktiven latenten Steuern. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit durch Aufbau im Working Capital bestimmtDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte im Berichtsjahr 95,7 Mio. € und reduzierte sich somit deutlich um 143,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (238,9 Mio. €). Wesentliche Treiber hierfür waren zum einen das niedrigere Ergebnis nach Steuern und zum anderen ein Aufbau der Vorräte (Veränderung im Working Capital), um Lieferengpässe zu vermeiden. Die Abschreibungen und Wertminderungen sind auf einem konstanten Niveau zum Vorjahr. Wesentlicher Treiber in den sonstigen Veränderungen war die Anpassung der Pensionsrückstellungen bedingt durch das veränderte Zinsumfeld.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtsjahr mit minus 96,0 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert (minus 69,1 Mio. €). Die Auszahlungen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen um 14,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert. Wesentlicher Treiber hierfür war der Kauf eines Grundstücks samt Hallen in Wismar. Dort entsteht bis Mitte 2023 ein Hightech-Kunststoffwerk zur Produktion von Laborverbrauchsmaterialien. Darüber hinaus wurden im Jahr 2022 ein mittelständisches Unternehmen im Bereich Sondermaschinenbau erworben sowie eine strategische Investition im Bereich "self-service"-Software-Lösungen zur Forschungsdatenanalyse getätigt. Zusätzlich erwarb Eppendorf die verbleibenden Anteile von 20 Prozent an der koreanischen Tochtergesellschaft und hält nunmehr 100 Prozent. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 87,3 Mio. € (Vorjahr: minus 73,5 Mio. €) resultierte im Wesentlichen aus der planmäßigen Rückführung eines Darlehens sowie der Dividendenzahlung an die Eigentümer der Eppendorf SE in Höhe von 47,6 Mio. € (Vorjahr: 37,8 Mio. €). Der Finanzmittelbestand zum 31.12.2022 reduzierte sich somit auf 261,5 Mio. € (Vorjahr: 345,3 Mio. €). 5 MitarbeiterDas Engagement unserer weltweit rund 5.000 Mitarbeiter sichert den aktuellen und zukünftigen Erfolg von Eppendorf. Geprägt von veränderten globalen Einflüssen und wachstumsbedingten Organisationsveränderungen bewiesen die Eppendorf Mitarbeiter erneut Stärke und Resilienz, um die für das Geschäftsjahr 2022 gesetzten Ziele zu realisieren. Seit 2020 wird die Zufriedenheit der Mitarbeiter jährlich evaluiert. In diesem Jahr hatten Eppendorfer die Möglichkeit, an einer anonymisierten Kurzumfrage, dem sogenannten Pulse Check, teilzunehmen. Diese enthielt zwei Fragen und die Möglichkeit, die Antworten über ein Freitextfeld zu konkretisieren. Die Ergebnisse dieser Umfrage wurden dazu genutzt, die Maßnahmen, die der Vorstand auf Basis der Mitarbeiterbefragung 2021 ins Leben gerufen hatte, zu validieren. Kurskorrekturen konnten eingesteuert werden. Lebenslanges Lernen und individuelle EntwicklungsmaßnahmenUnsere Mitarbeiter sind das Fundament des Unternehmens und ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, Eppendorf erfolgreich in die Zukunft zu führen. Von ihrem Know-how und ihrem Engagement hängt ab, wie die positive Entwicklung von Eppendorf fortschreitet. Zentrales Anliegen für Eppendorf war es 2022 und ist es noch, unseren Mitarbeitern ein spannendes, angenehmes und herausforderndes Arbeitsumfeld mit Raum zur persönlichen Entwicklung zu bieten. Verschiedene Programme wie das Leadership Development, Individual Development Planning sowie Coachingangebote dienten allen Mitarbeitern dazu, ihre persönliche Lernreise bei Eppendorf fortzusetzen und Eppendorf als Unternehmen voranzubringen. Diversität und InklusionDiversität und Inklusion sind wichtige Elemente der Unternehmenskultur und Identität von Eppendorf. Vielfältige Lebenswege und berufliche Erfahrungen sowie ein tolerantes Miteinander vereinen Eppendorfer weltweit. Gelebte Inklusion verfolgt das Ziel, allen Menschen - unabhängig von individuellen Unterschieden - gleiche Teilhabe am alltäglichen Leben zu ermöglichen. Auch Eppendorf nimmt seine Verantwortung als Arbeitgeber diesbezüglich ernst und hat daher eine Inklusionsvereinbarung geschlossen. Zum Jahresende betrug die vollzeitbasierte Mitarbeiterzahl (FTE) weltweit 4.966 (Vorjahr: 4.476). Vor allem in den Bereichen Vertrieb sowie Forschung & Entwicklung hat die Eppendorf Gruppe ihre Personalkapazität erweitert. Bei der Ermittlung wurden Teilzeitkräfte entsprechend ihrer Arbeitszeit berücksichtigt. Ein wesentlicher Teil des Mitarbeiteraufbaus entfiel dabei auf die Marktregion Europe. Mitarbeiter 2022 nach Regionen (FTE)
Um flexibler auf Auslastungsschwankungen reagieren zu können, wurden neben der Stammbelegschaft in den Werken auch Leiharbeitskräfte eingesetzt. Mit der stark gestiegenen Nachfrage nach Eppendorf Produkten nahm auch die Zahl der Beschäftigten aus der Arbeitnehmerüberlassung zu. Zum 31. Dezember 2022 waren 184 Leiharbeitskräfte in der Eppendorf Gruppe beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt waren es 180 Leiharbeitskräfte (in Vollzeitäquivalenten). Im Jahresdurchschnitt waren in der Eppendorf Gruppe weltweit 4.762 (Vorjahr: 4.238) Mitarbeiter tätig. Dies entspricht einem Anstieg der Beschäftigten im Jahresdurchschnitt von 12,4 Prozent.
6 Risiko- und ChancenberichtEppendorf ist Risiken ausgesetzt, die vorwiegend im Zusammenhang mit der internationalen Tätigkeit, den Kunden und Vertriebskanälen sowie technologischen Entwicklungen und Wettbewerbsprodukten des Unternehmens stehen. Die wesentlichen Risiken sind in den folgenden Risikokategorien erläutert. Als global agierendes Unternehmen ist Eppendorf finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Insbesondere werden umsatzwirksame Geschäfte zu einem erheblichen Teil in Fremdwährungen fakturiert, vor allem in US-Dollar. Die hieraus resultierenden Wechselkursrisiken werden auf Basis einer durch den Vorstand festgelegten Richtlinie gesteuert. Diese sieht unter anderem vor, dass Brutto-Wechselkursrisikopositionen aus Umsätzen in für Eppendorf signifikanten Fremdwährungen durch Währungskongruenz von Kosten verringert werden. Bezogen insbesondere auf den US-Dollar fängt Eppendorf das Brutto-Wechselkursrisiko aus Umsatzfakturierung in US-Dollar teilweise durch eigene Fertigungsaktivitäten im US-Dollarraum und durch die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in US-Dollar auf. Für darüberhinausgehende offene Währungspositionen können Sicherungsgeschäfte mittels derivativer Finanzinstrumente getätigt werden. Diese Sicherungsinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt zentral durch den Bereich Corporate Treasury anhand einer durch den Vorstand festgelegten Wechselkursrisiko-Sicherungsstrategie. Letztere wird regelmäßig überprüft, basierend auf den erwarteten Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten und Eppendorfs Wechselkursrisikotragfähigkeit. Darüber hinaus können Markt- und Umfeld-Risiken das Geschäft beeinflussen. Wirtschaftliche und politische Veränderungen, wie Protektionismus oder Preissteigerungen für Energie und Material, können die Umsatz- und Ertragskraft des Unternehmens beeinträchtigen. Die Geschäftsbereiche und das regional gegliederte Vertriebsmanagement analysieren daher Marktveränderungen und leiten im Bedarfsfall Maßnahmen ein. Die Lieferkette der Eppendorf Gruppe beinhaltet Beschaffung, Produktion, Vertrieb und Logistik. Bereits kleine Störungen bzw. Unterbrechungen innerhalb dieses Ablaufs können Lieferverzögerungen zur Folge haben. Das Supply Chain Management analysiert, steuert und adaptiert die Lieferkette daher gesamtheitlich. Durch die Etablierung transparenter und digitalisierter Prozesse werden Störungen entlang der Lieferkette vermieden, sodass Risiken in diesem Zusammenhang minimiert werden. Des Weiteren ermöglichen diese transparenten und digitalisierten Prozesse eine Reduktion des Luftfrachtanteils an den Transporten, was sich positiv auf die CO 2-Bilanz auswirkt. Zusätzlich sorgt die Erweiterung der Supply Chain mittels weiterer Logistikstandorte in Europa, Asien und den USA für das angestrebte Wachstum in den entsprechenden Märkten und die zeitgerechte Belieferung der Eppendorf Kunden. Das Geschäft der Unternehmensgruppe ist auch durch branchenspezifische Risiken gekennzeichnet. Die Kunden sind im Wesentlichen in der Life-Science-Forschung tätig. Kürzungen in den Budgets für Forschung & Entwicklung oder bei öffentlichen und privaten Fördermitteln können spürbar negative Auswirkungen auf den Umsatz haben. Hier sorgen eine Diversifikation der Kundensegmente, die Vielzahl der Vertriebskanäle Eppendorfs und die Breite des Produktportfolios für eine Risikominderung. Bestandteil der Eppendorf Strategie ist die kontinuierliche Markteinführung neuer Produkte und Anwendungen. Damit verbunden sind verschiedene Produktrisiken. Häufig werden auch neue Technologien eingesetzt, für deren Nutzung nur begrenzte Erfahrungen vorliegen und die an der Grenze des technisch Machbaren liegen. Hierdurch könnten Produktentwicklungen beeinträchtigt oder Neueinführungen verzögert werden. Durch mangelnde Produktreife und -qualität entstehen möglicherweise Gewährleistungs- oder Produkthaftungsverpflichtungen beziehungsweise Lieferprobleme. Um diese Risiken zu minimieren, hat Eppendorf ein umfassendes System der Qualitätssicherung und des Projektmanagements etabliert. Cyberangriffe auf informationsverarbeitende Systeme gehören zunehmend zum Geschäftsalltag und stellen eine der größten Gefahren unserer digitalen Welt dar. Der Verlust von Verfügbarkeit, Vertraulichkeit oder Integrität relevanter Daten durch Sicherheitsverletzungen kann weitreichende Auswirkungen haben. Eppendorf begegnet diesem Risiko, indem das Unternehmen gezielt in den Schutz vor Bedrohungen der Informationssicherheit investiert. Um eine sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung der IT-gestützten Geschäftsprozesse zu gewährleisten, werden die IT-Systeme kontinuierlich überprüft, angepasst und weiterentwickelt. Anwendungskritische Systeme und Infrastrukturkomponenten werden den unternehmensweiten Richtlinien entsprechend geschützt, sodass Risiken wie der unbefugte Zugriff auf Unternehmensdaten oder die Manipulation von IT-Systemen minimiert werden. Bei allen Richtlinien, Prozessen, Maßnahmen und Instrumenten im Informationssicherheitsmanagement orientiert sich Eppendorf an der internationalen Norm ISO/IEC 27001. Die Maßnahmen zum Schutz der Daten und Informationen werden permanent zentral überwacht, weiterentwickelt und durch moderne IT-Überwachungs- und Analysesysteme unterstützt. Hierbei findet eine ganzheitliche und langfristige Betrachtung statt. Ein weiterer Fokus liegt darauf, innerhalb der Unternehmensgruppe ein Bewusstsein für das Thema Informationssicherheit zu schaffen. Als internationaler Konzern ist Eppendorf allgemeinen Geschäftsrisiken ausgesetzt, beispielsweise solchen, die aus Extremwetterlagen, Naturkatastrophen, Pandemien, Krieg, Terror sowie finanziellen oder staatlichen Krisen resultieren können. Die Corona-Pandemie und deren Nachwirkungen stellen weiterhin ein Abwärtsrisiko für die globale wirtschaftliche Aktivität dar. Erneute Corona-Infektionswellen und Virusvarianten könnten zu freiwilliger Konsumzurückhaltung und krankheitsbedingten Arbeitsausfällen führen. Die globalen Lieferketten haben sich noch nicht normalisiert. Die permanente Suche nach geeigneten neuen Produkten, Technologien und Anwendungsfeldern ist integraler Bestandteil unserer Strategie. Chancen ergeben sich für Eppendorf primär daraus, dass unsere Produkte in Bereichen eingesetzt werden, die ein hohes Wachstumspotenzial bieten, beispielsweise in Laboren der medizinischen und der Grundlagenforschung, der Biotechnologie- und Pharmaindustrie sowie des Gesundheitswesens, der Lebensmittelindustrie und anderer industrieller Sektoren. Diese Branchen profitieren unter anderem von einer erhöhten Lebenserwartung und steigenden Anforderungen an Gesundheit, Lebensmittelqualität und -sicherheit sowie Umweltschutz. Dies gilt besonders für stark wachsende Volkswirtschaften mit entsprechendem Nachholbedarf. Darüber hinaus ergeben sich Chancen aus für Eppendorf positiven Wechselkursveränderungen. Vor allem Aufwertungen des US-Dollars gegenüber dem Euro beeinflussen unser Geschäft positiv. 7 PrognoseberichtWeltwirtschaftswachstum zwischen Resilienz und RezessionGeopolitische Risiken und wirtschaftspolitische Unsicherheiten bestimmen den konjunkturellen Ausblick auf die Weltwirtschaft 2023. Selten zuvor wurden die Märkte von so vielen Risikofaktoren bedroht. Entsprechend verhalten ist der Ausblick auf das nächste Jahr. Die weitere, aus heutiger Sicht ungewisse Entwicklung des Russland-Ukraine-Kriegs, die Beziehungen des Westens zu den großen Volkswirtschaften Ostasiens, aber auch die Dynamik der Handelsbeziehungen innerhalb des westlichen Lagers werden die Weltwirtschaft 2023 maßgeblich beeinflussen. Deutlich höhere Energiepreise, verbunden mit sehr hohen Nahrungsmittelpreisen im Jahr 2022, welche voraussichtlich auch im Jahr 2023 zunächst auf dem hohen Niveau bleiben werden, trieben die Inflation in vielen Ländern auf Höchststände. Dies wiederum dürfte zu weiter steigenden Produktionskosten führen, wobei eine Abwälzung auf Verbraucherpreise die Kaufkraft der privaten Haushalte reduziert. Als Reaktion auf die höhere Inflation ist auch im Jahr 2023 mit einer restriktiveren Geldpolitik der Notenbanken in Form einer Erhöhung der Zinssätze zu rechnen. Es wird erwartet, dass die Leitzinsen im Sommer 2023 ihren Höchststand erreichen werden. Höhere Zinssätze verschlechtern die Finanzierungsbedingungen und dämpfen die Nachfrage. Die Weltwirtschaft wird laut aktuellen Prognosen im Jahr 2023 schwächer wachsen als im Vorjahr. Für die Eurozone und die Vereinigten Staaten wird eine moderate Rezession erwartet, die sich erst ab der zweiten Jahreshälfte entspannen wird. Für China wird unterstellt, dass die Belastungen durch eine Lockerung der strikten Corona-Eindämmungsmaßnahmen geringer sein werden und das Wachstum daher höher ausfällt. Die Aufgabe der Null-Covid-Politik durch Chinas Behörden sollte der Weltwirtschaft Nachfrageimpulse geben und die Rohstoffpreise stützen.
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Schätzungen 03. Februar 2023) Eppendorf setzt profitables Wachstum fortEppendorf sieht sich aufgrund der gestiegenen wirtschaftlichen Unsicherheiten mit großen Herausforderungen konfrontiert. Für das Gesamtjahr 2023 bleibt Eppendorf entgegen allgemeiner Prognosen optimistisch und erwartet eine weltweit positive konjunkturelle Grundstimmung. Für das Gesamtjahr 2023 gehen wir von einer leicht unter dem Vorjahr liegenden, aber insgesamt stabilen Nachfrage nach unseren Produkten aus und damit von einem weiteren profitablen Wachstum. Wir rechnen, trotz der unverändert stark angespannten Situation der Lieferketten, mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich. Auch Eppendorf wird im Jahr 2023 mit deutlich höheren Material- und Energiekosten konfrontiert sein, sodass ein sensibles Kostenmanagement notwendig wird. Aus heutiger Sicht ist eine Belastung der Profitabilität sehr wahrscheinlich. Aktuell erwarten wir eine EBIT-Rendite auf dem Niveau von 2022. Im Rahmen der Umsetzung der Strategie Eppendorf 2025 planen wir weitere Investitionen in die globale Infrastruktur sowie in Entwicklung und Technologie. Durch die Fortführung der Investitionen in Forschung & Entwicklung und damit in innovative, nachhaltige Produkte erwarten wir eine Stärkung der Marktposition. Diese Investitionen führen zu einer Ausgabensteigerung im Jahr 2023, dienen jedoch der konsequenten Weiterentwicklung des Unternehmens und damit dem langfristigen Erfolg von Eppendorf. Mit der Strategie Eppendorf 2025 stellen wir die Weichen für eine gezielte Entwicklung von Eppendorf vom reinen Geräte- und Consumables-Hersteller hin zum führenden Unternehmen für den gesamten Bereich des Sample Managements - ganz nach den Bedürfnissen unserer globalen Kunden. In Anbetracht der vielen Herausforderungen, denen wir uns im Jahr 2022 erfolgreich gestellt haben, sind wir zuversichtlich, die für 2023 gesteckten Ziele zu erreichen.
Hamburg, 12. April 2023 Eppendorf SE Der Vorstand Axel Jaeger Eva van Pelt Dr. Peter Fruhstorfer Dr. Wilhelm Plüster KonzernabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
KonzernbilanzAktiva
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Weitere Einzelheiten zur Entwicklung des Eigenkapitals sind in Anhangangabe 26 dargestellt. Konzern-Kapitalflussrechnung
Anhang zum KonzernabschlussALLGEMEINE ANGABEN1 Informationen zum MutterunternehmenDie Eppendorf SE mit Sitz in Deutschland, Hamburg, Barkhausenweg 1, hat erstmals 1945 ihre Aktivitäten aufgenommen und wurde 1947 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in das Handelsregister eingetragen. Im Juli 2000 wurde die ehemalige Eppendorf-Netheler-Hinz GmbH durch Formwechsel in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und die Firma in Eppendorf AG geändert. Die Eppendorf AG wurde mit Wirkung ab dem 19. Oktober 2021 in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) umgewandelt. Die Handelsregisternummer der Eppendorf SE lautet: HRB 171526. Die Eppendorf SE entwickelt, produziert und vertreibt gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften (im Folgenden auch gemeinsam "Eppendorf", der "Konzern" oder die "Gesellschaft" genannt) ein breites Sortiment an Produkten und Dienstleistungen sowie integrierten Systemen für Laboranwendungen in den Bereichen Liquid, Cell und Sample Handling, die überwiegend für die Verwendung in akademischen und industriellen Laboren auf der ganzen Welt bestimmt sind. Die Eppendorf SE unterhält ein stark ausgebautes, weltweites Direktvertriebsnetz mit 29 Marketing-/Vertriebs-/Serviceorganisationen. Darüber hinaus werden Eppendorf Produkte über lokale Händler vertrieben. Die Forschung, Entwicklung und Herstellung von Produkten erfolgt in 12 Kompetenzzentren (Europa 9, Asien 2, USA 1). Die Markenfamilie der Eppendorf SE wird durch die amerikanische Partnerbrand USA Scientific und die europäische Partnerbrand Starlab ergänzt. 2 Grundsätze der RechnungslegungGrundlagenDer Konzernabschluss der Eppendorf SE wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) einschließlich der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) zu den IFRS und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Es wurden alle IFRS und IFRIC beachtet, die zum 31. Dezember 2022 von der EU-Kommission übernommen wurden und verpflichtend anzuwenden sind. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Grundlage der fortgeführten Anschaffungskosten. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie übrige Finanzanlagen, welche auf Basis der beizulegenden Zeitwerte bewertet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde mit Beschluss durch den Vorstand am 12. April 2023 aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde noch nicht gemäß der §§ 170 ff. AktG gebilligt. Der Konzern hat seinen Abschluss unter der Annahme erstellt, dass er in der Lage ist, seine Unternehmenstätigkeit fortzuführen. KonsolidierungTochterunternehmen auf welche die Eppendorf SE, Hamburg, direkt oder indirekt Beherrschung ausüben kann, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Möglichkeiten zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Tochterunternehmens hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass der Besitz einer Mehrheit der Stimmrechte zur Beherrschung führt. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Eppendorf SE, Hamburg, direkt oder indirekt maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Ein maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn Eppendorf einen Anteil zwischen 20 Prozent und 50 Prozent der Stimmrechte hält. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. jener Zeitpunkt, an welchem der Konzern die Beherrschung erlangt, in den Konzernabschluss einbezogen. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Eppendorf SE als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden zum selben Stichtag nach konzerneinheitlichen Rechnungslegungsstandards erstellt. Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt. Unternehmenszusammenschlüsse werden gemäß IFRS 3 unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss entscheidet der Konzern, ob er die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst. Übernommene Vermögenswerte und Schulden werden mit ihren Zeitwerten angesetzt und bisher nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte, die nach IFRS bilanzierungsfähig sind, sowie Eventualverbindlichkeiten erstmalig mit ihren Zeitwerten aktiviert beziehungsweise passiviert. Übersteigen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des identifizierten Nettovermögens, wird dieser aktive Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wenn die beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt nur provisorisch bestimmt werden können, wird der Unternehmenszusammenschluss mit diesen vorläufig ermittelten Werten bilanziert. Die Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 3.45 unter Berücksichtigung des Bewertungszeitraumes von zwölf Monaten ab Erwerbszeitpunkt. Innerhalb dieses Bewertungszeitraumes werden alle erforderlichen Anpassungen an den ermittelten beizulegenden Zeitwerten gegen den vorläufig ermittelten Unterschiedsbetrag gebucht. Zwischenergebnisse, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Anteilige Zwischenergebnisse im Verhältnis zu assoziierten Unternehmen werden ebenfalls eliminiert. WährungsumrechnungDer Konzernabschluss der Eppendorf SE ist in Euro aufgestellt, welches die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist. Die funktionale Währung entspricht der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds in dem ein Unternehmen operiert. Jedes Tochterunternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Sämtliche Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Soweit nicht durch Sicherungsgeschäfte neutralisiert, werden Kursgewinne und -verluste erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" oder "Sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen. Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Konzernunternehmen, die eine vom Euro abweichende funktionale Währung haben, werden wie folgt in Euro umgerechnet: - Vermögenswerte und Schulden sowie Firmenwerte werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet. - Erträge und Aufwendungen werden für jede Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. - Alle sich ergebenden Währungsdifferenzen im Eigenkapital werden ergebnisneutral unter dem "Übrigen Gesamtergebnis" erfasst. Wesentliche Wechselkurse für den Eppendorf-Konzern
UmsatzrealisierungUmsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten aus Verträgen mit Kunden erfasst, wenn die Verfügungsmacht über die Waren oder Dienstleistungen in einer Höhe an den Kunden übertragen wird. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist beziehungsweise die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist. Die Lieferung ist erfolgt, wenn die Produkte an den benannten Ort versandt wurden, die Risiken von Überalterung und Verlust auf den Kunden übergegangen sind und der Kunde die Produkte in Übereinstimmung mit dem Kaufvertrag abgenommen hat. Wesentliche Finanzierungskomponenten sind in den Verträgen mit Kunden nicht enthalten, da in der Regel marktübliche Zahlungsziele vereinbart sind. Für gesetzliche und vertragliche Gewährleistungsverpflichtungen wird gemäß IAS 37 eine Rückstellung gebildet. Gelegentlich gewährt Eppendorf darüber hinaus Anschlussgarantien. Diese service type warranties werden in der Regel zusammen mit Waren verkauft. Der gemeinsame Verkauf von Gütern in Verbindung mit service type warranties begründet zwei Leistungsverpflichtungen, da die Leistungsverpflichtungen eigenständig abgrenzbar sind. Daher ordnet der Konzern einen Teil des Transaktionspreises den service type warranties zu, wobei es den Einzelveräußerungspreis anhand der Residualwertmethode schätzt. Anschließend werden die so zugewiesenen Umsatzerlöse über den Zeitraum erfasst, in dem die Gewährleistung in Übereinstimmung mit der service type warranty erbracht wird. Wenn die vertraglich zugesagte Gegenleistung eine variable Komponente enthält, bestimmt Eppendorf die Höhe der Gegenleistung, die ihm im Austausch für die Übertragung der zugesagten Güter auf einen Kunden zusteht. Die variable Gegenleistung wird bei Vertragsbeginn geschätzt und nur dann berücksichtigt, wenn es bei den erfassten kumulierten Erlösen höchstwahrscheinlich nicht zu einer signifikanten Stornierung kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Eppendorf gewährt bestimmten Kunden rückwirkende Mengenrabatte, sobald die im Zeitraum gekaufte Produktmenge einen vertraglich festgelegten Schwellenwert überschreitet. Rabatte werden mit den vom Kunden zu zahlenden Beträgen verrechnet. Zur Schätzung der variablen Gegenleistung für die erwarteten künftigen Rabatte wendet Eppendorf die Methode des wahrscheinlichsten Betrags an. Eppendorf bietet Installationsdienstleistungen an, die entweder separat oder zusammen mit Waren an einen Kunden verkauft werden. Die Installationsdienstleistungen können in der Regel von anderen Anbietern ausgeführt werden. Signifikante Integrationsleistungen werden im Wesentlichen nicht erbracht. Verträge über den gebündelten Verkauf von Ausrüstungen und Installationsdienstleistungen bestehen aus zwei Leistungsverpflichtungen. Die vertragliche Zusage, die Ware zu liefern ist in der Regel abgrenzbar von der Zusage, die Installation durchzuführen. Eppendorf teilt den Transaktionspreis in einer Höhe auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen auf, die der Gegenleistung entspricht, die der Konzern im Austausch für die Übertragung der zugesagten Dienstleistung auf einen Kunden voraussichtlich erhalten wird. Eppendorf erfasst Erträge aus Installationsdienstleistungen über einen Zeitraum und bestimmt den Dienstleistungsfortschritt nach der Input-Methode, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung des Konzerns zufließt und er die Leistung gleichzeitig nutzt, während diese erbracht wird. Produktbezogene AufwendungenFracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen. Forschungskosten und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsausgaben werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Öffentliche ZuschüsseÖffentliche Zuschüsse werden erfolgswirksam erfasst, sobald eine hinreichende Sicherheit besteht, dass die Zahlungen geleistet werden und alle diesbezüglichen Bedingungen erfüllt sind. Zuschüsse, die sich auf Aufwendungen beziehen, werden entsprechend dem geförderten Aufwand periodengerecht realisiert. Zuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens werden als Minderung der Anschaffungskosten erfasst und über verminderte Abschreibungen über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes realisiert. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenImmaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenszusammenschlüssen betreffen insbesondere Kundenbeziehungen, Technologien und Marken. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und, falls vorhanden, kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Entwicklungskosten eines einzelnen Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Eppendorf-Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts und einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erwartet, sowie die zuzurechnenden Ausgaben verlässlich ermittelt werden können. Die Entwicklungsprojekte im Eppendorf-Konzern werden regelmäßig auf ihre Aktivierungspflicht hin überprüft. Wie im Vorjahr enthält die Bilanz zum Stichtag keine aktivierten Entwicklungskosten. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht. Die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, erfolgt über die zum Zeitpunkt des Erwerbs erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer und wird in der Zeile "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenskäufen" ausgewiesen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von der unbestimmten zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und/oder kumulierter Wertminderungen angesetzt. Dabei werden die Abschreibungen nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte berechnet. Mietereinbauten werden über den kürzeren Zeitraum von der Laufzeit des Mietvertrags und der geschätzten gewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten die Kosten für den Ersatz eines Teils einer Sachanlage sowie die Fremdkapitalkosten für langfristige Bauprojekte, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Wenn wesentliche Teile von Sachanlagen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen, erfasst der Konzern solche Teile als gesonderte Vermögenswerte mit spezifischer Nutzungsdauer beziehungsweise entsprechender Abschreibung. Alle Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der erwarteten Kosten für die Entsorgung des Vermögenswerts nach dessen Nutzung ist in den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts enthalten, wenn die Ansatzkriterien für eine Rückstellung erfüllt sind. Nutzungsdauern für Sachanlagen:
Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des angesetzten Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Entstehen aus der Ausbuchung des Vermögenswerts Gewinne oder Verluste werden diese als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der Vermögenswert ausgebucht wird. Eppendorf schließt als Leasingnehmer Verträge über die Nutzung von Sachanlagen, hauptsächlich Immobilien und Fahrzeuge, ab. Die ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen sowie unter Berücksichtigung eventuell vorgenommener Neubewertung der Leasingverbindlichkeit bewertetet. Mehrere Leasingverträge enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die bei hinreichend sicherer Anwendung in die Kalkulation der Laufzeit einbezogen werden. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechtes ermitteln sich als Barwert der vertraglich vereinbarten zu leistenden Leasingzahlungen zuzüglich der Vertragsabschlusskosten und abzüglich sämtlicher erhaltener Leasinganreize. Sofern aus der Nutzung des dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Vermögenswertes eine entsprechende Verpflichtung zum Rückbau entsteht, sind dies Kosten Bestandteil der Anschaffungskosten. Leasingverträge mit einer Gesamtlaufzeit von maximal 12 Monaten oder einem geringen Wert werden nicht als Nutzungsrecht aktiviert, sondern weiterhin als operativer Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Als geringwertige Leasinggegenstände werden Vermögenswerte definiert, deren einzelne Anschaffungskosten zum Neuwert 5 T€ nicht überschreiten. Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und SachanlagenDer Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungszinssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Für alle übrigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Buchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzielt Zahlungsmittelzuflüsse die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (zahlungsmittelgenerierende Einheit) sind. Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. FinanzinstrumenteGemäß IFRS 9 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen. Abhängig vom Geschäftsmodell und von der Ausgestaltung vertraglicher Zahlungsströme werden finanzielle Vermögenswerte in die Kategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten, erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Die in der Bilanz ausgewiesenen, originären Finanzinstrumente im Sinne von IFRS 9 umfassen bestimmte Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Beteiligungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie bestimmte, auf vertraglichen Vereinbarungen beruhende, sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Originäre Finanzinstrumente werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn die Konzernunternehmen Vertragspartei hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments werden. Übliche Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag bilanziert, d. h. zu dem Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch Eppendorf geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Eppendorf macht vom Wahlrecht, Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, gebrauch. Diese Kategorie enthält Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu handelszwecken gehalten werden. Alle Finanzinstrumente, für die der beizulegende Zeitwert im Abschluss ausgewiesen wird, sind in den folgenden Hierarchiestufen gemäß IFRS 13 eingeordnet: - Stufe 1: beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden. - Stufe 2: beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf direkt oder indirekt beobachtbaren Marktdaten basieren. - Stufe 3: beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren Eppendorf ermittelt den Marktwert des zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumentes anhand der Discounted-Cashflow-Methode. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und VertragsvermögenswerteForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden angesetzt, wenn Eppendorf das Recht auf den Erhalt einer unbedingten Gegenleistung hat (d. h. es ist nur der Zeitablauf erforderlich, bevor die Zahlung des Gegenwerts fällig wird). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die üblicherweise eine Laufzeit von 30 bis 90 Tagen haben, sind zum Nominalwert, vermindert um angemessene Wertberichtigungen, angesetzt. Forderungen in fremder Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Ein vertraglicher Vermögenswert liegt vor, wenn der Konzern einen Rechtsanspruch auf eine Gegenleistung für von ihm an einen Kunden übertragene Güter oder Dienstleistungen hat und dieser Anspruch nicht allein an den Zeitablauf geknüpft ist. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen in Form von Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbeständen, Schecks und kurzfristigen Finanzinvestitionen, die unmittelbar in einen Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden können. Die Bewertung erfolgt entsprechend dem Nennwert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in fremder Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Sonstige finanzielle VermögenswerteSonstige finanzielle Vermögenswerte werden der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet und nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, das heißt zum Nennbetrag abzüglich Wertberichtigungen für erwartet Kreditverluste bilanziert. VerbindlichkeitenKurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden, werden als "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" in der Bilanz ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Leasingverbindlichkeiten werden zu Beginn des Leasingverhältnisses in Höhe des Barwertes der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes angesetzt und anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Derivative FinanzinstrumenteEppendorf schließt Fremdwährungsderivate ausschließlich für Sicherungszwecke gemäß einer intern aufgestellten Richtlinie ab. Grundlage für die Entscheidung über das abzusichernde Volumen sind die Geschäftsprognosen der Gesellschaft. Der Konzern dokumentiert bei Abschluss der Transaktion die Sicherungsbeziehungen zwischen Sicherungsinstrument und Grundgeschäft, das Ziel seines Risikomanagements sowie die zugrundeliegende Strategie beim Abschluss von Sicherungsgeschäften. Darüber hinaus findet zu Beginn der Sicherungsbeziehung und fortlaufend in der Folge eine Dokumentation der Einschätzung statt, ob die in der Sicherungsbeziehung eingesetzten Derivate die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflows der Grundgeschäfte effektiv kompensieren. Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument als Sicherungsinstrument designiert wurde und, falls ja, von der Art des abgesicherten Postens. Der Konzern designiert bestimmte derivative Finanzinstrumente entweder als - Sicherung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts, einer Verbindlichkeit oder einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung (Fair Value Hedge), - Sicherung gegen bestimmte Risiken schwankender Zahlungsströme (Cashflow Hedge), die mit einem bilanzierten Vermögenswert oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbunden sind oder - Sicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Net Investment Hedge). Der volle beizulegende Zeitwert der als Sicherungsinstrumente designierten derivativen Finanzinstrumente wird als langfristiger Vermögenswert beziehungsweise langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, sofern die Restlaufzeit des gesicherten Grundgeschäfts zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt und als kurzfristiger Vermögenswert beziehungsweise Verbindlichkeit, sofern die Restlaufzeit kürzer ist. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge (im Ergebnis) oder einen Cashflow Hedge (erfolgsneutral im Eigenkapital) berücksichtigt. VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten setzen sich wie folgt zusammen: - Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren: Anschaffungskosten unter Anwendung der Methode des gewogenen Durchschnitts. - Unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse: In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Dabei werden fixe Gemeinkosten auf Grundlage der Normalauslastung der Produktionsanlagen berücksichtigt. Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Laufende und latente SteuernDer Steueraufwand der Periode setzt sich aus latenten und laufenden Steuern zusammen. Steuern werden grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine Ausnahme bilden Steuern, die sich auf erfolgsneutral erfasste Posten beziehen. In diesem Fall werden sie ebenfalls erfolgsneutral verbucht. Sie werden dabei entsprechend dem ihnen zugrunde liegenden Geschäftsvorfall entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst. Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden Steuervorschriften der Länder berechnet, in denen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften. Das Management überprüft regelmäßig Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte. Soweit dies angemessen ist, werden Rückstellungen gebildet, die auf den Beträgen basieren, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte/Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt (Verbindlichkeitsmethode). Eine Ausnahme bilden Transaktionen, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellen. Hier unterbleibt die Steuerabgrenzung, wenn eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust haben. Dies gilt sowohl für die Steuerabgrenzung zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Latente Steuerforderungen werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch zu versteuernde temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt. Dies gilt nicht, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Abschlussstichtag gelten. Latente Steuern, die sich auf erfolgsneutral erfasste Posten beziehen, werden erfolgsneutral verbucht. Latente Steuern werden dabei entsprechend des ihnen zugrundeliegenden Geschäftsvorfalls entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn der Konzern einen Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene latente Steuervorteile, die die Kriterien für einen gesonderten Ansatz zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht erfüllen, werden in Folgeperioden angesetzt. Voraussetzung ist, dass sich dies aus neuen Informationen über Fakten und Umstände ergibt, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden. Die Anpassung wird entweder als Minderung des Geschäfts- oder Firmenwertes behandelt, sofern diese während des Bewertungszeitraums entsteht, oder im Ergebnis. Die sonstigen Steuern sind, sofern eine Zuordnung sinnvoll ist, den betrieblichen Funktionsbereichen in der Gewinn- und Verlustrechnung zugerechnet. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Der Konzern hat sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Pensionspläne. Ein betragsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, bei dem der Konzern fixe Beiträge an eine nicht zum Konzern gehörende Gesellschaft (Fonds) entrichtet. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Der Konzern hat keine rechtliche oder faktische Verpflichtung, zusätzliche Beiträge zu leisten, wenn der Fonds nicht genügend Vermögenswerte hält, um die Pensionsansprüche aller Beschäftigten aus den laufenden und vorherigen Geschäftsjahren zu begleichen. Leistungsorientierte Pläne schreiben in der Regel einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden. Die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgt in voller Höhe im sonstigen Ergebnis, in der Berichtsperiode, in der sie anfallen. Neubewertungen der Nettoschuld dürfen in den Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Nachzuberechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Somit erfolgt die Erfassung in der Periode, in der die zugrundeliegende Planänderung stattfindet. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode ermittelt. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. Sollte in einem Land kein hinreichend entwickelter Markt für solche Anleihen existieren, werden Regierungsanleihen herangezogen. Die Nettozinsen auf die Nettoschuld werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen herangezogenen Annahmen sind in Anhangangabe 21 dargestellt. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn der Konzern - eine gegenwärtige, gesetzliche oder faktische, Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, - der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und - eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen für Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen werden im Zeitpunkt des Verkaufs der zugrundeliegenden Produkte oder der Erbringung der Dienstleistung gebildet. Die erstmalige Erfassung erfolgt auf Grundlage von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Die ursprüngliche Schätzung der Kosten in Verbindung mit Gewährleistungen wird jährlich überprüft. Es werden Rückstellungen für laufende oder wahrscheinliche Rechtsstreitigkeiten gebildet, wenn diese angemessen abgeschätzt werden können. Diese Rückstellungen decken alle geschätzten Gebühren und Rechtskosten sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Der Konzern stellt elektronische Geräte her, die in den Anwendungsbereich der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte fallen. Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Kosten werden als Umsatzkosten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Rückstellung wird aufgelöst, wenn die Entsorgungsverpflichtung erlischt, erfüllt oder übertragen wird. Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet, wobei ein Vorsteuerzinssatz, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts sowie die für die Verpflichtung spezifischen Risiken berücksichtigt, zugrunde gelegt wird. Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Posten der Bilanz ausgewiesen. Wesentliche Ermessensentscheidungen und SchätzungenDie Aufstellung des Eppendorf-Konzernabschlusses erfordert, dass das Management Beurteilungen, Schätzungen und Annahmen vornimmt, die sich auf die ausgewiesenen Beträge von Umsatzerlösen, Aufwendungen, Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie die dazugehörigen Angaben und den Ausweis von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftliches Nutzungsdauern für Sachanlagen, Wertberichtigungen auf Forderungen und Vorräte, Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, unter anderem Leistungsorientierte Pläne (Pensionen), Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Unsicherheiten bezüglich dieser Annahmen und Schätzungen können zu Ergebnissen führen, die eine wesentliche Anpassung des Buchwerts von Vermögenswerten oder Schulden erfordern, die in zukünftigen Zeiträumen betroffen sind. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken. Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2022 erstmals angewendete IFRSDie angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Folgende Änderungen an bestehenden Verlautbarungen sind beginnend ab dem 1. Januar 2022 anzuwenden: (1) Änderung an IFRS 3: Verweis auf das Rahmenkonzept Mit den Änderungen wird der Verweis auf eine frühere Fassung des Rahmenkonzepts des IASB durch einen Verweis auf die im März 2018 veröffentlichte aktuelle Fassung ersetzt, ohne deren bestehende Regelungen signifikant zu ändern. Darüber hinaus wird der IFRS 3 um eine Ausnahmeregelung ergänzt, um zu vermeiden, dass sog. Day-2-Gewinne oder Verluste bei Schulden und Eventualverbindlichkeiten entstehen, die in den Anwendungsbereich von IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen oder IFRIC 21 Abgaben fielen, wenn sie gesondert eingegangen würden. Gemäß der Ausnahmeregelung müssen Unternehmen die Kriterien von IAS 37 bzw. IFRIC 21 anstelle des Rahmenkonzepts anwenden, um zu bestimmen, ob zum Erwerbszeitpunkt eine gegenwärtige Verpflichtung besteht. Ebenfalls ergänzt wurde ein zusätzlicher Paragraph, in dem präzisiert wird, dass Eventualforderungen nicht zum Erwerbszeitpunkt anzusetzen sind. Diese Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da es während des Berichtszeitraums keine Eventualforderungen, Schulden oder Eventualverbindlichkeiten gab, die in den Anwendungsbereich dieser Änderungen fallen. (2) Änderung an IAS 37: Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung Die Änderung stellt nun klar, dass künftig bei der Beurteilung, ob es sich bei einem Vertrag um einen belastenden Vertrag (onerous contract) handelt, neben den durch den Vertrag zusätzlich entstehenden Kosten (incremental cost) auch weitere der Vertragserfüllung direkt zurechenbare Kosten mit in die Bestimmung der Vertragserfüllungskosten einzubeziehen sind. Dies bedeutet konkret, dass zum Beispiel anteilige Abschreibungen einer zur Vertragserfüllung genutzten Sachanlage bei der Ermittlung der unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung zu berücksichtigen sind, allgemeine Verwaltungskosten hingegen nicht zu allokieren sind. Der Konzern hat die Änderungen auf die Verträge angewandt, bei denen zu Beginn der Berichtsperiode nicht alle Verpflichtungen erfüllt waren. Die Anwendung der Änderung führte zu keinen belastenden Verträgen. (3) Änderung an IAS 16: Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung Diese Änderung untersagt es, von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Sachanlage jegliche Einnahmen aus dem Verkauf von Gütern abzuziehen, die hergestellt wurden, während der betroffene Vermögenswert an den Standort und in den Zustand gebracht wurde, die erforderlich sind, um in der vom Management beabsichtigten Weise betrieben werden zu können. Derartige Verkaufseinnahmen werden daher erfolgswirksam verbucht (und nicht als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage). Die zugehörigen Kosten dieser Güter müssen unter Anwendung von IAS 2 Vorräte bewertet werden. Diese Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da keine Verkäufe von Gegenständen erfolgt sind, die von Sachanlagen produziert wurden, die zu oder nach Beginn der frühesten dargestellten Berichtsperiode in einen betriebsbereiten Zustand gebracht wurden. (4) Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2018-2020 Der Sammeländerungsstandard 2018-2020 enthält 4 Änderungen und betrifft folgende Standards bzw. Themen: - IFRS 1 - Erstanwendung durch ein Tochterunternehmen später als das Mutterunternehmen: Für Tochterunternehmen, deren erstmalige IFRS-Anwendung später als die des Mutterunternehmens erfolgt, wird ein Wahlrecht für die bilanzielle Erfassung von kumulativen Währungsumrechnungseffekten geschaffen. Diese Änderung hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da der Konzern kein Erstanwender ist. - IFRS 9 - Gebühren, die beim 10 %-Barwerttest vor Ausbuchung finanzieller Schulden zu berücksichtigen sind; Diese Änderung hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da es während des Berichtszeitraums keine Modifizierungen der Finanzinstrumente des Konzerns gab. - Begleitende Beispiele zu IFRS 16 - Leasinganreize: Ein Teil des Wortlauts in IE5, der bislang als irritierend bzgl. der bilanziellen Berücksichtigung von Leasinganreizen erschien, wird ersatzlos gestrichen. Diese Änderung hatte keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. - IAS 41 - Bedeutung von Steuereffekten bei der Fair Value-Ermittlung: Es wird konkretisiert, dass Steuereffekte bei der Fair Value-Ermittlung sowohl im Diskontierungssatz als auch in den Zahlungsströmen zu berücksichtigen sind. Diese Änderung hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss, da der Konzern zum Abschlussstichtag keine Vermögenswerte hielt, die in den Anwendungsbereich von IAS 41 fallen. Veröffentlichte, von der EU übernommene und noch nicht angewendete IFRS(1) Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2: Offenlegung von Rechnungslegungsmethoden (Anwendung ab 01.01.2023) Die Änderungen an IAS 1 sehen vor, dass Unternehmen ihre "wesentlichen" Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anstelle der bislang erforderlichen "bedeutenden" Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angeben müssen. Damit sollen in Zukunft unternehmensspezifische anstelle standardisierter Ausführungen im Vordergrund stehen. Es wird klargestellt, dass lediglich die "wesentlichen" Rechnungslegungsmethoden im Anhang dargestellt werden (bislang "bedeutenden"). Gleichzeitig wurde das IFRS PS 2 um Leitlinien und Beispiele ergänzt, die eine Anwendung des sog. "Vier-Schritte-Modells" zur Beurteilung der Wesentlichkeit erklären und veranschaulichen sollen. Angabepflichten zu den Rechnungslegungsmethoden aus anderen Standards bleiben bestehen. (2) Änderungen an IAS 8: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen Die Änderungen konzentrieren sich auf rechnungslegungsbezogene Schätzungen. Unternehmen tun sich bisweilen schwer, zwischen Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen von Schätzungen zu unterscheiden und insbesondere Enforcer haben eine "diversity in practice" festgestellt. Mit der Änderung sollen Unternehmen Änderungen von Rechnungslegungsmethoden besser von Schätzungsänderungen abgrenzen können. Nach der neuen Definition sind rechnungslegungsbezogene Schätzungen "monetäre Beträge im Abschluss, die mit Bewertungsunsicherheiten behaftet sind". (3) Änderungen an IAS 12: Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die aus einer einzigen Transaktion stammen Aufgrund der Änderung an IAS 12 gilt die sog. "initial recognition exemption" nicht mehr für Transaktionen, in denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen, auch wenn die sonstigen bisher schon gültigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Änderungen führen dazu, dass latente Steuern z.B. auf beim Leasingnehmer bilanzierte Leasingverhältnisse und auf Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen anzusetzen sind. (4) Änderung an IFRS 17: Versicherungsverträge Der International Accounting Standards Board (IASB) hat 'Änderungen an IFRS 17' herausgegeben, um Bedenken und Umsetzungsherausforderungen zu adressieren, die in Bezug auf IFRS 17 'Versicherungsverträge' identifiziert wurden, nachdem der Standard 2017 herausgegeben wurde. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, wobei eine frühere Anwendung zulässig ist. (5) Änderungen an IFRS 17: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 Vergleichsinformationen Die Änderung soll es Unternehmen ermöglichen, die Entscheidungsnützlichkeit der bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 dargestellten Vergleichsinformationen zu verbessern. Diese beinhaltet einen sogenannten optionalen Überlagerungsansatz, durch dessen Anwendung die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte der erwarteten Klassifizierung nach IFRS 9 Finanzinstrumente entsprechen soll, obwohl zum Übergangszeitpunkt auf IFRS 17 für diese finanziellen Vermögenswerte noch IAS 39 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung angewendet wird. Ohne die Änderung könnten Inkongruenzen zur Bilanzierung von Versicherungsverträgen nach IFRS 17 entstehen. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss ist das Mutterunternehmen, die Tochterunternehmen sowie die assoziierten Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Eppendorf SE 10 (Vorjahr: 9) inländische und 40 (Vorjahr: 40) ausländische Tochtergesellschaften sowie 1 (Vorjahr: 2) assoziierte Unternehmen im Ausland. Weitere Information zu Veränderung des Konsolidierungskreises werden in Anhangangabe 28 dargestellt.
Der vollständige Anteilsbesitz der Eppendorf SE, Hamburg, wird in der Anhangangabe 38 dargestellt. TochterunternehmenIm Dezember 2022 übernahm Eppendorf den Sondermaschinenbauer IDE.Automation GmbH mit Sitz in Lübeck (Deutschland). Das Unternehmen fertigt Produktionsroboter und Automatisierungsmaschinen für die Produktion von Laborverbrauchsmaterialien, wie Pipettenspitzen oder Reaktionsgefäße. Eppendorf erlangte zum 1. Dezember 2022 gegen Zahlung eines Teils des Kaufpreises in Höhe von 2.777 T€ 100 Prozent der Stimmrechts- und Kapitalanteile und damit die Beherrschung an dieser Gesellschaft. Der verbleibende Anteil des Kaufpreises 1.150 T€ unterliegt gemäß Kaufvertrag eines Sicherheitseinbehalts seitens Eppendorfs und wird in zwei Teilzahlungen zu den Fälligkeitsterminen gezahlt. Der Einbehalt wurde als Kaufvertragsverbindlichkeit passiviert. Der bereits gezahlte Kaufpreis wurde in Form von liquiden Mitteln erbracht.
Aufgrund der zeitlichen Nähe des Erwerbszeitpunkts zum Abschlussstichtag wurde eine vorläufige Kaufpreisallokation und Bewertung der Vermögenswerte und Schulden durchgeführt. Die finale Aufstellung sowie Bewertung werden in 2023 nachgeholt. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.827 T€ identifiziert. Weitere immaterielle Vermögenswerte wurden nicht ermittelt. Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich zunächst aus einer Differenzbetrachtung zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert des Reinvermögens des übernommenen Unternehmens. Im Fall des Kaufs der IDE.Automation GmbH spiegelt der Unterschiedsbetrag erwartete Synergien im Bereich der Fertigung von Produktionsrobotern und Automatisierungsmaschinen für die Produktion von Laborverbrauchsmaterialen wider. Der direkte und unternehmensinterne Wissens- und Technologietransfer im Bereich Werkzeug- und Fertigungsbau bietet Eppendorf neue Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Darüber hinaus enthält der Geschäfts- oder Firmenwert einen erworbenen, aber bilanziell nicht ausweisbaren, gut ausgebildeten Mitarbeiterstamm. Die Umsatzerlöse und der Gewinn des erworbenen Unternehmens für die Berichtsperiode sowie für die Zeit seit dem Erwerbszeitpunkt kann nicht ausgewiesen werden, da der Einzelabschluss der IDE.Automation GmbH für das Geschäftsjahr 2022 zum Zeitpunkt der Erstellung des Eppendorf Konzernberichts noch nicht finalisiert ist. Weitere Information zu Veränderung des Konsolidierungskreises werden in Anhangangabe 28 dargestellt. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG3 UmsatzerlöseBei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen. Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gliedern sich nach Regionen wie in folgender Tabelle dargestellt.
4 Operative AufwendungenLeistungen an Arbeitnehmer
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle VermögenswerteAufteilung der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (außer erworbene immaterielle Vermögenswerte aus PPA) bezüglich folgender Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:
Die Abschreibungen auf im Rahmen eines Unternehmenserwerbs aktivierte immaterielle Vermögenswerte werden in einer gesonderten Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. 5 Sonstige betriebliche Erträge
6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
7 Ertragsteuern
Die Bilanzierung der Ertragsteuern erfolgt unter Anwendung der Bilanzpostenmethode. Im Geschäftsjahr 2022 belief sich der gesetzliche Ertragsteuersatz am Sitz der Muttergesellschaft auf 31,62 Prozent (Vorjahr: 31,52 Prozent), bestehend aus Körperschaftsteuer von 15,0 Prozent (Vorjahr: 15,0 Prozent) und Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent). Zusätzlich wurde die Gewerbesteuer mit einer Steuermesszahl von 3,5 Prozent (Vorjahr: 3,5 Prozent) und einem durchschnittlichen Hebesatz der Gemeinden von 451,23 Prozent (Vorjahr: 448,46 Prozent) berücksichtigt. Die Ertragsteuern weichen von der Steuerbelastung, die sich aus der Anwendung der gesetzlichen Steuersätze auf das Konzernergebnis vor Steuern ergibt, wie folgt ab:
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ8 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen in Form von Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbeständen, Schecks und kurzfristigen Finanzinvestitionen, die unmittelbar in einen Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden können. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 261.509 T€ (Vorjahr: 345.353 T€). 9 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 154 T€ (Vorjahr: 193 T€). Vertragliche Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Installationsdienstleistungen, da der Eingang der Gegenleistung von der erfolgreichen Fertigstellung der Installation abhängig ist. Nach Abschluss der Installation und Übernahme durch den Kunden werden die als vertragliche Vermögenswerte erfassten Beträge in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:
10 Vorräte
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 109.959 T€ (Vorjahr: 102.316 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 86.695 T€ (Vorjahr: 65.412 T€). 11 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Weitere Einzelheiten zu den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten sind in Anhangangabe 33 dargestellt. Hinsichtlich der Währungsrisiken aus zukünftigen Zahlungsströmen siehe Anhangangabe 34. 12 SachanlagenEntwicklung der Sachanlagen
Verbleibende Umbuchungssalden resultieren aus Umbuchungen zwischen Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, welche in Anhangangabe 14 dargestellt werden. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine (Vorjahr: 777 T€) außerplanmäßigen Wertminderungen erfasst. Der Nettobuchwert der Grundstücke und Gebäude wird nach Abzug von Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 1.345 T€ (Vorjahr: 1.406 T€) ausgewiesen. Bei den Zuwendungen der öffentlichen Hand handelt es sich im Wesentlichen um eine Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW). 13 Leasing-NutzungsrechteEntwicklung der Leasing-NutzungsrechteEs bestehen Leasingverträge für Erbbaurechte, Immobilien, technische Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Nutzungsrechte in der Position "Betriebs- und Geschäftsausstattung" betrafen im Wesentlichen Leasingverträge für Fahrzeuge. Die gewichtete Restlaufzeit der Leasingverträge beträgt insgesamt 10 Jahre, wobei die bestehenden Erbbaurechte diesen Durchschnitt mit einer gewichteten Restlaufzeit von 51 Jahren stark nach oben ziehen. Immobilien ohne Erbbaurechte haben eine gewichtete Restlaufzeit von sieben Jahren, bei Mobilien beträgt die gewichtete Restlaufzeit ein Jahr.
14 Immaterielle Vermögenswerte und FirmenwerteEntwicklung der immateriellen Vermögenswerte
Die Zugänge in der Position "Erworbene immaterielle Vermögenswerte" betrafen im Berichtsjahr vor allem Software und Softwarelizenzen. Im Eppendorf-Konzern werden regelmäßig originäre immaterielle Vermögenswerte auf eine Aktivierbarkeit hin überprüft. Im Berichtsjahr und in den Vorperioden wurden jedoch ausschließlich derivative immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Die Zugänge durch Veränderung im Konsolidierungskreis in der Position "Firmenwerte" resultieren im Berichtsjahr aus dem Erwerb der IDE.Automation GmbH (Deutschland). Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen. Verbleibende Umbuchungssalden resultieren aus Umbuchungen zwischen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, welche in Anhangangabe 12 dargestellt werden. Die Nettobuchwerte der immateriellen Vermögenswerte aus Unternehmenskäufen setzen sich wie folgt zusammen:
Eppendorf führte im 2. Quartal 2022 den jährlichen Werthaltigkeitstest für den der ZGE (zahlungsmittelgenerierende Einheit) zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert durch. Wesentliche Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswertes waren der Free Cashflow, der Abzinsungssatz sowie die nachhaltige Wachstumsrate. Aus der Prüfung auf Werthaltigkeit resultierten keine Wertminderungsaufwendungen. Eine Erhöhung der verwendeten Abzinsungssätze um jeweils 0,5 Prozent oder auch eine Reduzierung der Wachstumsraten um jeweils 0,5 Prozent hätte im Rahmen der Sensitivitätsanalyse beim betrachteten Geschäfts- oder Firmenwert zu keinem Wertminderungsaufwand geführt. Aufgrund der Zinsentwicklung im aktuellen Berichtsjahr war zum 31. Dezember 2022 ein steigender WACC zu erwarten. Der unterjährig durchgeführte Werthaltigkeitstest wurde zum Abschlussstichtag erneut durchgeführt. Der WACC hatte sich um 2,48 Prozent auf 8,95 Prozent zum Abschlussstichtag erhöht. Die restlichen Parameter, insbesondere die Planannahmen, sind unverändert geblieben. Die erneute Prüfung auf Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 31. Dezember 2022 führte zu keinem Wertminderungsaufwand. Weitere Einzelheiten zur Vorgehensweise bei der Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte sowie der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sind in der Anhangangabe 2 erläutert. 15 Anteile an assoziierten UnternehmenEntwicklung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen
Zum 31. Dezember 2022 beläuft sich der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen auf 962 T€ (Vorjahr: 896 T€). Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt 286 T€ (Vorjahr: 242 T€). Nachstehend findet sich eine Zusammenfassung von Finanzinformationen zu den assoziierten Unternehmen des Konzerns:
16 Sonstige langfristige Vermögenswerte
Weitere Einzelheiten zu den langfristigen finanziellen Vermögenswerten sind in Anhangangabe 33 dargestellt. Hinsichtlich der Währungsrisiken aus zukünftigen Zahlungsströmen siehe Anhangangabe 34. 17 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenSämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber Dritten und sind innerhalb eines Jahres fällig. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 69.134 T€ (Vorjahr: 52.516 T€). 18 Kurzfristige vertragliche VerbindlichkeitenDie kurzfristigen vertraglichen Verbindlichkeiten umfassen kurzfristige Anzahlungen auf Waren, kurzfristige Vorschüsse für die Erbringung von Installationsdienstleistungen sowie den Teil des Transaktionspreises, der nicht abgelaufenen service type warranties zugeteilt wird. Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige vertragliche Verbindlichkeiten in Höhe von 13.663 T€ (Vorjahr: 12.716 T€). 19 Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern umfassen im Wesentlichen erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile, die nach dem Bilanzstichtag zur Auszahlung kommen, Urlaubsrückstellungen sowie Abfindungen. Die Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Kunden betreffen Gewährleistungs- und Bonusverpflichtungen aus Distributionsverträgen mit Händlern. Die übrigen Rückstellungen umfassen Lizenzverpflichtungen, Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und weitere wahrscheinliche Verpflichtungen. 20 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen sowie kreditorische Debitorensalden und sind innerhalb eines Jahres fällig. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten sind in Anhangangabe 33 dargestellt. Hinsichtlich der Währungsrisiken aus zukünftigen Zahlungsströmen siehe Anhangangabe 34. 21 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDer Konzern hat sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pensionspläne aufgelegt. In diesem Zusammenhang wird für die Mehrzahl der in Deutschland beschäftigten Mitarbeiter Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung getroffen. Bei den leistungsorientierten Pensionsplänen handelt es sich um Durchschnittsgehaltspläne. Diese Pensionspläne sind nicht durch Aktivwerte unterlegt und führen daher in voller Höhe zu Schulden aus leistungsorientierten Verpflichtungen. Daneben bestehen für Teile der beschäftigten Mitarbeiter beitragsorientierte Pensionspläne. Die Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden im Geschäftsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst und führen zu keinem Ausweis von Schulden. Darüber hinaus bestehen neben Jubiläumsrückstellungen eine Reihe unterschiedlicher Vergütungspläne für Mitarbeiter. Dazu zählen erfolgsabhängige Einzahlungen in beitragsorientierte Pensionsfonds sowie die Möglichkeit zur Entgeltumwandlung. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Barwertänderungen der leistungsorientierten Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Erfolgswirksam erfasste Aufwendungen für Pensionen und ähnliche Leistungen:
Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit Beiträgen zu leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von insgesamt 5.711 T€ (Vorjahr: 5.578 T€). Für die Berechnung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:
Eine Veränderung der versicherungsmathematischen Annahmen würde sich wie folgt auf die leistungsorientierte Verpflichtung auswirken:
Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren im Rahmen der leistungsorientierten Verpflichtung ausgezahlt:
Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beträgt zum Ende des Berichtszeitraums 16,9 Jahre. Im Berichtsjahr wurden 5.323 T€ (Vorjahr: 3.932 T€) als Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionspläne erfasst. Es bestehen des Weiteren Einzelzusagen, die durch Aktivwerte gedeckt sind. Diese Aktivwerte in Höhe von 9.708 T€ (Vorjahr: 10.530 T€) werden mit der korrespondierenden Verpflichtung in der Bilanz verrechnet. 22 Langfristige vertragliche VerbindlichkeitenDie langfristigen vertraglichen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil an service type warranties. Zum Bilanzstichtag bestehen langfristige vertragliche Verbindlichkeiten in Höhe von 199 T€ (Vorjahr: 257 T€). 23 Finanzverbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der erstmaligen Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 120 Mio. US$ mit einer Laufzeit von 4 Jahren im Jahr 2020. Die Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 betrafen im Wesentlichen langfristige Leasingverhältnisse für Immobilien sowie Fahrzeuge. Zum Bilanzstichtag bestehen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 79.918 T€ (Vorjahr: 51.104 T€). Der Ermittlung der Leasingverbindlichkeiten lag ein gewichteter durchschnittlicher Zinssatz von 1,22 Prozent (Vorjahr: 1,81 Prozent) zugrunde. In der aktuellen Berichtsperiode entstand ein Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 812 T€ (Vorjahr: 856 T€). 24 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
25 Latente Steuern
Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2022 über steuerliche Verlustvorträge aus verschiedenen Ländern in Höhe von 619 T€ (Vorjahr: 859 T€), für die keine latenten Steuerforderungen aktiviert wurden. Insgesamt resultieren 17.649 T€ latenter Steueraufwand (Vorjahr: 478 T€) aus Posten, die direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wurden. 26 EigenkapitalBezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital von EUR 51.132.000 (Vorjahr: EUR 51.132.000) ist in 51.132.000 (Vorjahr: 51.132.000) nennwertlose Namensaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1 eingeteilt. Rücklagen
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 20. Mai 2022 wurden aus dem Bilanzgewinn 47.553 T€ (0,93 € je Aktie) an die Aktionäre ausgeschüttet und der verbleibende Betrag in Höhe von 90.870 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die Neubewertungsrücklage entstand im Geschäftsjahr 2007 gem. IFRS 3 IE.6 in Zusammenhang mit dem Wechsel der Vaudaux-Eppendorf AG, Schönenbuch (Basel), Schweiz von einem assoziierten Unternehmen in den Status eines Tochterunternehmens. Übriges Gesamtergebnis
Der Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung beinhaltet die ergebnisneutral erfassten Kursdifferenzen aus der Umrechnung von Vermögen und Schulden sowie der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochtergesellschaften, die in einer anderen Währung als der Darstellungswährung des Konzerns berichten. Darüber hinaus enthält der Posten auch Differenzen aus der Kapitalkonsolidierung, die bei der Verwendung historischer Kurse auftreten. Die Änderungen aus Pensionsverpflichtungen, die aus den in der Berichtsperiode angefallenen versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten resultieren, werden in voller Höhe direkt im Konzerneigenkapital erfasst. Eppendorf macht vom Wahlrecht, nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, Gebrauch. Diese Kategorie enthält Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Änderungen aus der Bewertung der Finanzinstrumente werden in voller Höhe direkt im Konzerneigenkapital erfasst. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN27 KapitalmanagementEine angemessene Eigenkapitalausstattung ist eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Konzerns sicherzustellen. Die Eigenkapitalplanung des Konzerns ist geprägt durch die strategische Unternehmensplanung. Im Rahmen des Kapitalmanagements der Tochtergesellschaften werden regelmäßig verschiedene Kennzahlen zum Finanzbedarf und der Kapitalausstattung überprüft. Hierbei wird eine mittel- bis langfristige, überwiegende Betriebsmittelfinanzierung durch Eigenkapital angestrebt. Der Anpassung dienen im Wesentlichen die Dividendenpolitik, Kapitalrückzahlungen und Kapitalerhöhungen. 28 Änderungen im KonsolidierungskreisBerichtsjahrIm Jahr 2022 wurde erstmals im Konsolidierungskreis die IDE.Automation GmbH mit Sitz in Lübeck (Deutschland) berücksichtigt. Eppendorf erlangte zum 1. Dezember 2022 gegen Zahlung eines Teils des Kaufpreises in Höhe von 2.777 T€ 100 Prozent der Stimmrechts- und Kapitalanteile und damit die Beherrschung an dieser Gesellschaft. Der verbleibende Anteil des Kaufpreises 1.150 T€ unterliegt gemäß Kaufvertrag eines Sicherheitseinbehalts seitens Eppendorfs und wird in zwei Teilzahlungen zu den Fälligkeitsterminen gezahlt. Änderung der Beteiligungsquote an TochterunternehmenDie Eppendorf SE erwarb im abgelaufenen Geschäftsjahr 20,0 Prozent der Anteile an der Eppendorf Korea Limited, Korea, zu einem Kaufpreis von 6.097 T€, wodurch sich der Anteil auf 100 Prozent erhöhte. Der Buchwert des gesamten Nettovermögens der Eppendorf Korea Limited im Konzern betrug zum Erwerbszeitpunkt 9.197 T€, der auf die zusätzlich erworbenen Anteile entfallende Buchwert betrug 1.839 T€. Die Veränderung des Buchwerts, der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 4.258 T€, wurde unmittelbar im Eigenkapital in den anderen Gewinnrücklagen erfasst. 29 Finanzielle Verpflichtungen und HaftungsverhältnisseBestellobligoVertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen bestanden am 31. Dezember 2022 in Höhe von 37.274 T€ (Vorjahr: 31.301 T€). ProzessrisikenDie Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen, aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden, Prozessen. Nach einer Beratung durch Rechtsanwälte erwartet der Vorstand nicht, dass die endgültigen Urteile in den ausstehenden Verfahren eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. 30 Beziehungen zu nahestehenden natürlichen und juristischen PersonenNeben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen unterhielt Eppendorf Beziehungen zu assoziierten Unternehmen. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen resultieren aus der normalen Geschäftstätigkeit und wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Im Laufe des Geschäftsjahres führten Konzerngesellschaften Transaktionen mit nahestehenden assoziierten Unternehmen durch, die nicht dem Konzernkreis angehören. Die Verkäufe an assoziierte Unternehmen beliefen sich auf 2.220 T€ (Vorjahr: 1.973 T€). Daneben bestanden Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 154 T€ (Vorjahr: 193 T€). Für die Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes in Anhangangabe 38 verwiesen. 31 Gesamtbezüge des Vorstands und des AufsichtsratsDie Sitzungsgelder des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 373 T€ (Vorjahr: 360 T€). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und des Vorstands sowie deren Hinterbliebenen sind insgesamt 10.608 T€ (Vorjahr: 9.371 T€) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge der früheren Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder betrugen 734 T€ (Vorjahr: 624 T€). Die Gesamtbezüge des Vorstandes für das Berichtsjahr betrugen 6.673 T€ (Vorjahr: 5.258 T€). 32 MitarbeiterErwerbstätige
Vollzeitäquivalente
33 Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle VerbindlichkeitenBuchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten im Berichtsjahr
Für die Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, liegen die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine überwiegend innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Eine Ausnahme bilden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. In der Berichtsperiode wurden keine wesentlichen Nettogewinne oder -verluste aus finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, erfasst. In der Berichtsperiode wurden keine Nettogewinne aus finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, erfasst. Im Vorjahr wurden keine wesentlichen Nettoverluste aus erfolgswirksam zu bewertenden finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eppendorf macht vom Wahlrecht, Eigenkapitalinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, Gebrauch. Diese Kategorie enthält Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Eppendorf ermittelt den Marktwert des zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumentes anhand der Discounted-Cashflow-Methode. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten im VorjahrAktiva
34 FinanzrisikomanagementEppendorf ist durch seine Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die sich vorwiegend aus der internationalen Tätigkeit ergeben, im Bereich der Kunden liegen oder im Zusammenhang mit technologischen Entwicklungen und Produkten stehen. Bezogen auf die Finanzinstrumente ergeben sich hieraus vorwiegend Währungs- oder Ausfallrisiken. WährungsrisikenErgebniswirksame Währungsrisiken ergeben sich daraus, dass der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments aufgrund der Änderungen der Wechselkurse Kursschwankungen ausgesetzt ist. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2022 um 10 Prozent aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, hätte sich vor Steuern eine erfolgswirksame Veränderung der Finanzinstrumente von 18.854 T€ (Vorjahr: 21.472 T€) ergeben. Wechselkursrisiken, die aus der Umrechnung von Abschlüssen der Tochtergesellschaften in die Konzernwährung resultieren, werden hingegen erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Durch diese Umrechnung der Finanzinstrumente hätte sich bei einer 10-prozentigen Veränderung des Euros gegenüber sämtlichen Währungen eine erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals von 41.067 T€ (Vorjahr: 22.668 T€) ergeben. Die folgende Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10-prozentigen Änderung der Wechselkurse an. Eine untenstehende positive Zahl weist auf einen Anstieg des Periodenergebnisses oder des Eigenkapitals hin, wenn der Euro gegenüber der jeweiligen Währung um 10 Prozent abwertet. Wertet der Euro um 10 Prozent gegenüber der jeweiligen Währung auf, hat dies die gegenläufige Auswirkung auf das Periodenergebnis oder das Eigenkapital, die nachstehenden Posten wären somit negativ. Die folgende Tabelle zeigt aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10-prozentigen Auf- oder Abwertung des Euro gegenüber der jeweiligen Fremdwährung auf:
Bezogen auf die Ertragslage ergeben sich die Währungsrisiken aus der Tatsache, dass der Eppendorf-Konzern einen nicht unerheblichen Teil der Umsatzerlöse in Regionen erwirtschaftet, in denen der US-Dollar vorherrschende Währung ist. Im Gegensatz dazu entstehen die Aufwendungen zu einem deutlich geringeren Anteil in anderen Währungen als dem Euro. Daraus ergibt sich bei Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro das Risiko, dass die erzielten Margen geringer werden und damit die Ertragslage des Konzerns negativ beeinflusst wird. Zur Verringerung des Einflusses von Währungsveränderungen auf den Rohertrag intensiviert Eppendorf die Bemühungen, Absatz- und Beschaffungsgeschäfte in gleicher Währung abzuwickeln. Waren und Dienstleistungen werden zunehmend in dem Währungsraum bezogen, in dem der Absatz erfolgt. Überdies werden fallweise Währungssicherungsgeschäfte getätigt. Hierbei handelt es sich um Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte zur Absicherung von Zahlungsströmen. AusfallrisikenBankguthaben werden grundsätzlich nur bei Banken mit guter Bonität gehalten. Die zum Stichtag bestehenden Termingelder haben eine Laufzeit von höchstens einem Monat. Kundenkredite werden im Eppendorf-Konzern nur nach eingehender Prüfung der Kreditwürdigkeit eingeräumt. Kreditlinien und das Zahlungsverhalten der Kunden werden laufend beurteilt. Die Kreditrisikoexposition entspricht dem Wert der Kategorie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zahlungsausfälle und Wertberichtigungen zu Kundenforderungen sind im Verhältnis zum Gesamtvolumen der Position unwesentlich. Ausleihungen und kurzfristige Darlehen werden grundsätzlich nur innerhalb des Eppendorf-Konzerns ausgereicht. 35 Honorare des AbschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Niederlassung Hamburg, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der Eppendorf SE und ihrer inländischen Tochtergesellschaften. 36 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem BilanzstichtagBerichtspflichtige Ereignisse, die nach dem Schluss des Konzerngeschäftsjahrs eingetreten sind, liegen nicht vor. 37 Befreiung von Tochtergesellschaften von der Abschlussprüfung und der OffenlegungMit folgenden vollkonsolidierten verbundenen deutschen Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Diese Gesellschaften haben die Bedingungen des § 264 Abs. 3 HGB erfüllt und nehmen die Befreiung von der Abschlussprüfung und der Offenlegung in Anspruch: - DASGIP Information and Process Technology GmbH, Jülich - Eppendorf Instrumente GmbH, Hamburg - Eppendorf Liquid Handling GmbH, Hamburg - Eppendorf Polymere GmbH, Oldenburg in Holstein - Eppendorf Polymere Technology GmbH, Oldenburg in Holstein - Eppendorf Vertrieb Deutschland GmbH, Wesseling - Eppendorf Zentrifugen GmbH, Leipzig - Starlab GmbH, Hamburg - Starlab International GmbH, Hamburg 38 Aufstellung des Anteilsbesitzes
Hamburg, 12. April 2023 Der Vorstand Axel Jaeger Eva van Pelt Dr. Peter Fruhstorfer Dr. Wilhelm Plüster Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Eppendorf SE PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Eppendorf SE, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Eppendorf SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDer Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere z.B. das "Vorwort" sowie die Berichterstattung zu den Kapiteln "Die Zukunft im Blick", "Erfolg gestalten", "Wachstum sichern", "Nachhaltig handeln", "Internationale Präsenz" sowie "Organe". Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; - holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 13. April 2023 Ernst
& Young GmbH
Brorhilker, Wirtschaftsprüfer Rathjen, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSchwerpunkte der AufsichtsratstätigkeitDas Jahr 2022 war weiterhin durch die Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie geprägt. Darüber hinaus haben uns die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine beschäftigt, der nicht nur vielen Menschen in der Ukraine Leid beschert, sondern auch die globale Wirtschaft nachhaltig beeinträchtigt. Für Eppendorf bedeutete das vor allem steigende Energiekosten und anziehende Inflationsraten. Dazu kamen weltweite Engpässe in den Lieferketten, wiederholte Lockdowns in der Marktregion China, sowie die Erstarkung des Protektionismus auf globaler Ebene. Trotz dieser Herausforderungen ist der Konzernumsatz um 12,1 % gestiegen und lag im Jahr 2022 bei 1.233,7 Mio. €. Das ist unter den Umständen des vergangenen Jahres eine herausragende Leistung, die vor allem durch die hohe Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter und die gute Zusammenarbeit unserer häufig internationalen Teams ermöglicht wurde. Mit der konsequenten Verfolgung unserer Unternehmensstrategie "Eppendorf 2025" wird Eppendorf die Basis für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft legen. Unter anderem wurde die Unternehmensstruktur angepasst und viele Projekte mit strategischer Bedeutung angestoßen. Zusammenarbeit zwischen Vorstand und AufsichtsratDer Aufsichtsrat der Eppendorf SE hat im Berichtsjahr den Vorstand kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Gang der Geschäfte und über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsratsvorsitzende laufend durch die beiden Co-Vorsitzenden des Vorstands unterrichtet und zu Zweifelsfragen oder weitreichenden Entscheidungen konsultiert. Wesentliche Inhalte der einzelnen Sitzungen des AufsichtsratsIm abgelaufenen Geschäftsjahr fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Drei Beschlüsse wurden im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. In der Bilanzsitzung am 31. März 2022 wurde der Jahres- und Konzernabschluss erörtert und gebilligt. Ferner wurden weitere Investitionen in einen neuen Produktionsstandort in Wismar diskutiert und neue Strategien (Bioprocess, Digitalisierung und Nachhaltigkeit) vorgestellt und durch den Aufsichtsrat genehmigt. In dem Umlaufbeschluss vom 15. Juni 2022 hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung zu einer weiteren Investition in Asien erteilt. In der Aufsichtsratssitzung vom 23. und 24. Juni 2022 wurden dem Aufsichtsrat neue Strategien, beispielsweise zum Geschäftsbereich Consumables bzw. der Stand von laufenden Strategien vorgestellt und diskutiert. In dem Umlaufbeschluss vom 25. und 26. August 2022 hat der Aufsichtsrat ein neues Investment für zusätzliche Fertigungslinien für Pipettenspitzen genehmigt. In der Aufsichtsratssitzung vom 23. und 24. September 2022 wurden der aktuelle Geschäftsverlauf der Eppendorf-Gruppe analysiert. Des Weiteren wurden die Themen Global Footprint diskutiert und Updates zu verschiedenen Zukunftsstrategien präsentiert. In der Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember 2022 berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf 2022. Der Aufsichtsrat bewilligte das Budget 2023 und diskutierte die Investitionsplanung 2023. Des Weiteren präsentierte der Vorstand Updates zu bereits genehmigten Investitionen und Planungen zur Organisationsstruktur. Tätigkeit der Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat mit dem Prüfungs- und Vergütungsausschuss unverändert zwei Ausschüsse eingerichtet. Sie bereiteten die Beratungen und Beschlüsse des Gesamtaufsichtsrats vor. Die Ausschussvorsitzenden berichteten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse. Beide Ausschüsse haben im Jahr 2022 zweimal getagt. PersonaliaDie Bestellung von Axel Jaeger zum Finanzvorstand wurde verlängert. Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022Der Konzernabschluss wurde gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der von der Hauptversammlung gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat ihn ebenso wie den Jahresabschluss der Eppendorf SE, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 12. April 2023 versehen. Diese Unterlagen mit den dazugehörigen Prüfungsberichten des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen und wurden einschließlich der entsprechenden Berichte des Vorstands besprochen. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsausschuss und den Aufsichtsrat über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung unterrichtet. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat haben das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers und des Prüfungsausschusses zustimmend zur Kenntnis genommen und im Rahmen eigener Prüfungen von Jahresabschluss, Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Eppendorf SE festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat empfohlen, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss vom 12. April 2023 zu billigen. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand am 12. April 2023 aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss der Eppendorf SE. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Ferner hat der Aufsichtsrat auch den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft und sich diesem angeschlossen. Der Prüfungsausschuss hat sich zudem über die Arbeit der Internen Revision im Geschäftsjahr 2022 detailliert informiert. Für ihre Leistungen und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2022 spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Eppendorf-Gruppe im In- und Ausland seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Hamburg, 12. April 2023 Philipp von Loeper, Aufsichtsratsvorsitzender Vermerk gem. § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB Der Konzernjahresabschluss wurde am 12. April 2023 vom Aufsichtsrat festgestellt und gebilligt. |
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