MAPEI GmbH
Großostheim
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die MAPEI GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der MAPEI GmbH,
Großostheim - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAPEI
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können;
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben;
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben;
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann;
|
| ― |
beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben
sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt;
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens;
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Saarbrücken, 18. Juni
2024
EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Vogelgesang |
Dr. Zabel |
|
Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüfer |
Bilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
|
|
|
|
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene
Software |
|
116.311,22 |
|
131.350,11 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
1. Grundstücke und
Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken |
14.463.482,40 |
|
|
2.776.988,05 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
578.661,63 |
|
|
701.557,99 |
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
366.537,63 |
|
|
406.400,88 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen |
76.690,65 |
|
|
57.834,82 |
|
|
15.485.372,31 |
|
3.942.781,74 |
|
|
|
15.601.683,53 |
4.074.131,85 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I. Vorräte |
|
|
|
|
| 1. Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
2.668.354,11 |
|
|
3.588.389,51 |
| 2. Unfertige
Erzeugnisse |
196.840,06 |
|
|
269.365,00 |
| 3. Fertige Erzeugnisse
und Waren |
6.478.747,93 |
|
|
9.096.646,00 |
|
|
9.343.942,10 |
|
12.954.400,51 |
| II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
7.579.018,98 |
|
|
9.674.677,07 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
3.541.301,89 |
|
|
5.223.816,74 |
| 3. Sonstige
Vermögensgegenstände |
1.224.369,87 |
|
|
572.368,01 |
|
|
12.344.690,74 |
|
15.470.861,82 |
| III. Kassenbestand,
Guthaben bei Kreditinstituten |
|
1.946,11 |
|
1.921,25 |
|
|
|
21.690.578,95 |
28.427.183,58 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
53.876,20 |
100.300,70 |
|
|
|
37.346.138,68 |
32.601.616,13 |
PASSIVA
|
|
|
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| A. Eigenkapital |
|
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
3.500.000,00 |
|
3.500.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
12.942.759,10 |
|
12.500.000,00 |
| III. Verlustvortrag |
-8.290.432,26 |
|
-6.288.244,28 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
-4.166.684,97 |
|
-2.002.187,98 |
|
|
3.985.641,87 |
7.709.567,74 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
|
| 1. Rückstellungen
für Pensionen |
2.481.362,00 |
|
2.556.498,00 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
238.166,81 |
|
377.748,71 |
| 3. Sonstige
Rückstellungen |
7.010.818,35 |
|
8.084.077,91 |
|
|
9.730.347,16 |
11.018.324,62 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
|
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen
und Leistungen |
1.479.804,68 |
|
2.589.990,69 |
2. Verbindlichkeiten
gegenüber ver-
bundenen Unternehmen |
21.930.818,92 |
|
10.309.194,39 |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten |
219.526,05 |
|
974.538,69 |
|
|
23.630.149,65 |
13.873.723,77 |
|
|
37.346.138,68 |
32.601.616,13 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis
31. Dezember 2023
|
|
|
2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
84.428.616,08 |
|
92.424.293,30 |
2. Verminderung bzw.
Erhöhung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
-362.313,82 |
|
628.954,36 |
| 3. Sonstige betriebliche
Erträge |
999.124,48 |
|
1.293.133,65 |
|
|
85.065.426,74 |
94.346.381,31 |
| 4. Materialaufwand |
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
53.895.412,29 |
|
60.452.297,93 |
| b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
0,00 |
|
2.427.443,23 |
|
|
53.895.412,29 |
62.879.741,16 |
|
|
31.170.014,45 |
31.466.640,15 |
| 5. Personalaufwand |
|
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
14.414.501,06 |
|
13.698.357,40 |
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen
für Altersversorgung |
2.775.845,49 |
|
2.612.743,63 |
|
|
17.190.346,55 |
16.311.101,03 |
6. Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und
Sachanlagen |
|
618.074,51 |
691.836,00 |
| 7. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
17.031.995,38 |
16.374.505,50 |
| 8. Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
341,89 |
|
1.731,40 |
| 9. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
437.336,18 |
|
52.735,87 |
|
|
-436.994,29 |
-51.004,47 |
| 10. Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
6.539,72 |
|
0,00 |
|
|
-6.539,72 |
0,00 |
| 11. Ergebnis nach
Steuern |
|
-4.113.936,00 |
-1.961.806,85 |
| 12. Sonstige
Steuern |
52.748,97 |
|
40.381,13 |
|
|
-52.748,97 |
-40.381,13 |
| 13.
Jahresfehlbetrag |
|
-4.166.684,97 |
-2.002.187,98 |
Anhang 2023
Allgemeine Hinweise
Die Gesellschaft ist unter der Firma MAPEI GmbH mit
Sitz in Großostheim im Handelsregister des
Amtsgerichts Aschaffenburg unter der Nummer HRB 6628
eingetragen.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde
gemäß §§ 242 ff. und §§ 264
ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des
GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für
große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Angaben, die in der Bilanz oder in der Gewinn- und
Verlustrechnung bzw. wahlweise im Anhang zu erfolgen haben,
sind insgesamt im Anhang aufgeführt.
Die ehemalige Profilpas Deutschland GmbH mit Sitz in
Obersontheim (Amtsgericht Stuttgart HRB 571366) ist
aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 24. Juli 2023 und
der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom
selben Tag mit der MAPEI GmbH als aufnehmende Gesellschaft
mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023
verschmolzen worden. Der Verschmelzung wurde die Bilanz zum
31. Dezember 2022 der übertragenden Gesellschaft als
Schlussbilanz zugrunde gelegt. In Ausübung des
Wahlrechts nach § 24 UmwG wurden die Buchwerte aus der
Schlussbilanz (Bilanzsumme TEUR 500) der übertragenden
Gesellschaft als Anschaffungskosten angesetzt. Aus der
Verschmelzung resultiert eine Einstellung in die
Kapitalrücklage von EUR 442.759,10. Aufgrund der
betragsmäßig relativ geringen Auswirkungen der
Verschmelzung bleibt die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr
grundsätzlich gewahrt. Auf die Darstellung der Bilanz
in einer sog. Drei-Spalten-Form wurde daher verzichtet.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern
sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer
voraussichtlichen Nutzungsdauer (die sich an der
steuerlichen Nutzungsdauer orientiert) um
planmäßige Abschreibungen (lineare Methode)
vermindert.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten
angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vermögensgegenstände des
Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der
voraussichtlichen Nutzungsdauer (die sich an der
steuerlichen Nutzungsdauer orientiert) linear
abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem
Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs
voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr
sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für
Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als
EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich
steuerlich zu bildende Sammelposten aus
Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz
übernommen. Von den jährlichen Sammelposten,
deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung
ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften
pauschalierend jeweils 20 Prozent im Jahr, für dessen
Zugänge er gebildet wurde, und den vier
darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen
auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im
Übrigen zeitanteilig vorgenommen.
Die Vorräte an Roh-, Hilf- und Betriebsstoffen,
Fertigerzeugnissen und Handelswaren werden zu Anschaffungs-
und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten
angesetzt. Grundlage für die Bewertung der Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe sind die durchschnittlichen
Einstandspreise.
Die Bestände an Roh-, Hilfs-, und
Betriebsstoffen sind durchschnittlichen Einstandspreisen
oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag
aktiviert.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der
Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen
Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet,
wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten
die kalkulatorischen Kosten für Fertigungslöhne,
Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen
berücksichtigt werden.
Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder
niedrigeren Marktpreisen bilanziert.
Erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich
aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter
Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten
ergeben, werden durch angemessene Abwertungen
berücksichtigt.
Abgesehen von handelsüblichen
Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten
Dritter.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.
Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung
angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen;
das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale
Abschläge berücksichtigt.
Der Kassenbestand und das Guthaben bei
Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.
Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.
Zur Bemessung der Rückstellung für
Pensionen zum 31. Dezember 2023 dient als Basis ein
versicherungsmathematisches Gutachten der Towers Watson
GmbH, Wiesbaden, vom 13. Dezember 2023. Die
versicherungsmathematischen Bewertungen nach dem
modifizierten Teilwertverfahren wurden unter Zugrundelegung
der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck
durchgeführt. Für die Abzinsung wurde pauschal
der durchschnittliche Marktzins bei einer restlichen
Laufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) verwendet.
Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (Vj. 3,0 %)
berücksichtigt und erwartete Rentensteigerungen mit
2,0 % (Vj. 2,0 %) bzw. für eine Zusage in Höhe
von 1,0 % (Vj. 1,0 %) berücksichtigt. Eine Fluktuation
wurde nicht berücksichtigt.
Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67
Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der
Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1
Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende
Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von
15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der Aufwand
hierfür wird in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen geführt.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen
Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen
Verbindlichkeiten, erkennbaren Risiken und drohenden
Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in
Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h.
einschließlich zukünftiger Kosten- und
Preissteigerungen) angesetzt.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Auf fremde Währung lautende
Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden
grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum
Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip
(§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das
Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB)
beachtet. Die in diesem Anhang angegebenen davon-Vermerke
Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als
auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von
temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen
den handelsrechtlichen Wertansätzen von
Vermögensgegenständen, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen
Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher
Verlustvorträge werden diese mit den
unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt
des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge
der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht
abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden
verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter
Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür
bestehenden Ansatzwahlrechts.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen
des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum
Anhang) dargestellt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände in
Höhe von TEUR 1.224 (Vj.: TEUR 572) enthalten
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
in Höhe von TEUR 11 (Vj.: TEUR 9). Dabei handelt es
sich ausschließlich um Mietkautionen.
Die übrigen Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine
Restlaufzeit unter einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin MAPEI
S.p.A., Mailand, Italien, in Höhe von TEUR 1.174 (Vj.:
TEUR 533). Im Vorjahr beruhte die Forderung
ausschließlich auf der Weiterberechnung von Kosten
sowie Lieferungen und Leistungen. Die Forderung zum
31.12.2023 gegen die Mapei S.p.A. setzt sich aus einer
Forderung im Zusammenhang mit dem Cash Pooling Verfahren
(TEUR 1.032, Vj.: Verbindlichkeit von TEUR 856) sowie aus
Lieferungen und Leistungen bzw. Weiterberechnung von Kosten
von insgesamt TEUR 142 zusammen. Die übrigen
Forderungen gegen verbundene Unterlehmen sind Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen.
Latente Steuern
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,075 %
zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren
aus Bilanzdifferenzen wegen unterschiedlicher Bewertung von
Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern wurden
nicht aktiviert (keine Ausübung des Ansatzwahlrechts).
Eigenkapital
Das Stammkapital wurde von der MAPEI S.p.A., Mailand,
Italien, zu 100 % eingezahlt. Zudem hat die MAPEI S.p.A.
gegenüber der Gesellschaft eine
Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich
verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten,
dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre
Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen.
Rückstellungen für
Pensionen
Für drei ehemalige sowie einen aktiven
Mitarbeiter gibt es Pensionszusagen. Der Gesamtbetrag der
Rückstellung für Pensionen beträgt TEUR
2.481 hiervon sind TEUR 2.262 für ehemalige
Organmitglieder.
Aufgrund des BilMoG ergibt sich eine Neubewertung der
Verpflichtungsseite gemäß § 253 Abs. 1, 2
HGB. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung betrug
TEUR 92 und wird ab 2010 über die nächsten 15
Jahre verteilt. Der Unterschiedsbetrag wird in den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. Zum
31.Dezember 2023 beträgt der in künftigen
Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67
Abs. 2 EGHGB noch TEUR 6.
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253
Abs. 6 S. 1 HGB aus der handelsrechtlichen Ermittlung der
Pensionszusagen bei der Anwendung der unterschiedlichen
Durchschnittszinssätze (7 vs. 10 Jahre) beträgt
TEUR 22 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden im
Wesentlichen für Kundenboni, Beanstandungen,
Provisionen und Prämien an Mitarbeiter, ausstehende
Rechnungen, Prozesskosten,
Berufsgenossenschaftsbeiträge, einer
Jubiläumszusage für alle Mitarbeiter,
Ansprüche aus nicht genommenem Urlaub und Kosten
für den Jahresabschluss gebildet.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der
Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im
Einzelnen dargestellt.
Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
|
Restlautzeit |
|
|
| Art der
Verbindlichkeit |
bis |
1 bis 5 |
über 5 |
gesichert |
Gesamt |
|
1 Jahr |
Jahre |
Jahre |
mit |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| 1. Lieferungen und
Leistungen |
1.480 |
0 |
0 |
0 |
1.480 |
|
| (Vorjahr) |
(2.590) |
(0) |
(0) |
(0) |
|
(2.590) |
2. Verbindlichkeiten
gegenüber
verbundenen Unternehmen |
11.431 |
10.500 |
0 |
0 |
21.931 |
|
| (Vorjahr) |
(10.309) |
(0) |
(0) |
(0) |
|
(10.309) |
| 3. Sonstige
Verbindlichkeiten |
219 |
0 |
0 |
0 |
219 |
|
| (Vorjahr) |
(975) |
(0) |
(0) |
(0) |
|
(975) |
| - davon aus Steuern |
75 |
0 |
0 |
0 |
75 |
|
| (Vorjahr) |
(573) |
(0) |
(0) |
(0) |
|
(573) |
| - davon aus
Sozialversicherungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
| (Vorjahr) |
(0) |
(0) |
(0) |
(0) |
|
(0) |
| Gesamt |
13.130 |
10.500 |
0 |
0 |
23.630 |
|
| (Vorjahr) |
(13.874) |
(0) |
(0) |
(0) |
|
(13.874) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen mit TEUR 19.025 (Vj.: TEUR 6.150) die
Muttergesellschaft MAPEI S.p.A., Mailand, Italien, und
resultieren aus Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen, aus
der Weiterberechnung von Services und einem Darlehen (TEUR
14.000). Im Vorjahr war weiterhin eine
Cashpooling-Verbindlichkeit von TEUR 856 enthalten. Die
Gesellschafterin hat eine Rangrücktritts- und
Patronatserklärung bis zu einem Betrag von TEUR 5.000
abgegeben. Die übrigen Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus
Lieferungen und Leistungen.
Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestanden keine
Haftungsverhältnisse.
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von
TEUR 2.277 resultieren aus Mietverträgen für
Büros und Lager sowie Leasingverpflichtungen für
Dienstwagen, Stapler und Büroausstattung. Vorteile des
Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf
der betreffenden Vermögensgegenstände sind die
Bilanzneutralität und vor allem die gewonnene
Flexibilität. Nachteile bestehen in der
Laufzeitbindung. Die Miet- und Leasingverträge enden
zwischen 2024 und 2027. Die Besicherung der finanziellen
Verpflichtungen ist durch eine Rangrücktritts- und
Patronatserklärung der Gesellschafterin erfolgt.
Gegenüber der Gesellschafterin bestehen sonstige
finanzielle Verpflichtungen aus Besserungsscheinen in
Höhe von TEUR 4.000, die zu erfüllen sind, soweit
dies ohne Gefährdung der Ansprüche anderer
Gläubiger möglich ist.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Umsätze
Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich mit
dem Verkauf der von uns erstellten Erzeugnisse oder
Handelswaren erzielt. Mit Ausnahme des Umsatzes mit
verbundenen Unternehmen wird der Umsatz so gut wie
ausschließlich in Deutschland generiert. Zudem weisen
wir in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den
Umsatzerlösen vereinnahmte Provisionen aus.
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im
Bereich der Bauindustrie erzielt. Auf eine weitere
Untergliederung z. B. nach Produktlinien wird unter
Bezugnahme auf § 286 Abs. 2 HGB verzichtet.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 286 (Vj.: TEUR
571), die im Jahr 2023 ausschließlich aus der
Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 286
(Vj.: TEUR 560) entstanden. Im Vorjahr wurden hier zudem
noch Erträge aus der Auflösung von
Einzelwertberichtigungen i.H.v. TEUR 11 ausgewiesen. In den
sonstigen betrieblichen Erträgen sind noch
Erträge aus Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 1
(Vj.: TEUR 0,1) enthalten.
Materialaufwand
Der Materialaufwand enthält Aufwendungen
für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren
i.H.v. TEUR 53.895 (Vj.: TEUR 60.452) und Aufwendungen
für bezogenen Leistungen i.H.v. TEUR 0 (Vj.: TEUR
2.427). Durch die Umgliederung der warenbezogenen Fracht-
und Beschaffungskosten (TEUR 2.100) zu den Aufwendungen
für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren
werden im Jahr 2023 keine Aufwendungen für bezogene
Leistungen ausgewiesen. Auf eine Anpassung des Jahres 2022
wurde verzichtet; der umzugliedernde Vergleichsbetrag
beläuft sich auf TEUR 2.427.
Personalaufwand
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für
Altersversorgung i.H.v. TEUR 22 (Vj.: TEUR 156) enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
periodenfremde Aufwendungen i.H.v. TEUR 0 (Vj.: TEUR 9),
die aus Forderungsverlusten resultieren. In den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen sind außerdem Aufwendungen
aus Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 15 (Vj.: TEUR 18)
enthalten. Seit dem Berichtsjahr 2016 enthalten die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch die Aufwendungen
aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EG HGB
(Übergangsvorschriften zum BilMoG) in Höhe von
TEUR 6 (Vj. TEUR 6).
Zinsen
Der Zinsaufwand enthält Zinsen, die von
verbundenen Unternehmen berechnet wurden, i.H.v. TEUR 392
(Vj.: TEUR 6), sowie Zinsaufwand aus der
Pensionsrückstellung und
Jubiläumsrückstellung i.H.v. TEUR 45 (Vj.: TEUR
53).
Sonstige Angaben
Geschäftsführung
Zur Geschäftsführung ist Herr Dr. Uwe
Gruber (Dipl. Ingenieur) bestellt. Der
Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt
und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt nach §
286 Abs. 4 HGB. Kredite oder sonstige
Haftungsverhältnisse für Organmitglieder nach
§ 285 HGB Nr. 9 c bestehen nicht.
Mitarbeiter
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
|
2023 |
2022 |
| Gewerbliche
Arbeitnehmer |
72 |
69 |
| Angestellte |
168 |
166 |
|
240 |
235 |
| Auszubildende |
0 |
4 |
|
240 |
239 |
|
2023 |
2022 |
| Produktion/Lager |
90 |
89 |
| Vertrieb/Technik |
101 |
99 |
| Verwaltung |
49 |
47 |
|
240 |
235 |
| Auszubildende |
0 |
4 |
|
240 |
239 |
Geschäftsbeziehungen mit
verbundenen Unternehmen und Personen
Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit
nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht
marktüblichen Bedingungen durchgeführt.
Abschlussprüferhonorar
Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar
des Abschlussprüfers beträgt für:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
|
Abschlussprüfungsleistungen |
59 |
45 |
|
Steuerberatungsleistungen |
22 |
22 |
| Sonstige Leistungen |
4 |
9 |
|
85 |
76 |
Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Konzernverhältnisse
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der
MAPEI S.p.A., Mailand/Italien, einbezogen. Die MAPEI S.p.A.
stellt den Konzernabschluss für den größten
und kleinsten Kreis von einbezogenen Unternehmen auf;
dieser ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich.
Vorgänge von besonderer Bedeutung
nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Wegen der aktuell herausfordernden Situation in der
Bauindustrie und der generell lahmenden Entwicklung der
deutschen Konjunktur verweisen wir auf unsere
Ausführungen im Lagebericht unter dem Chancen- und
Risikobericht sowie unter dem Prognosebericht.
Die anhaltende Verlustsituation könnte sich vor
allem in der zweiten Jahreshälfte 2024 auf die
Eigenkapitalsituation der Gesellschaft auswirken. Die
Gesellschafterin ist darüber informiert und hat sich
bereit erklärt, bei Bedarf geeignete Maßnahmen
zur Stärkung des Eigenkapitals zu ergreifen. Aus der
Liquiditätsplanung ergeben sich - unter
Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen -
keine Liquiditätsengpässe im Prognosezeitraum.
Daneben besteht seit dem 11. August 2010 eine Patronats-
und Rangrücktrittsvereinbarung der Muttergesellschaft
MAPEI S.p.A. bis zu einem Höchstbetrag von EUR 5 Mio.,
damit die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, alle
fälligen Verpflichtungen gegenüber den
Gläubigern zu erfüllen. Auf Basis der
vorgenannten Maßnahmen und Rahmenbedingungen ist die
Fortführung der Unternehmenstätigkeit gesichert.
Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach
dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des §
285 Nr. 33 HGB sind nicht eingetreten.
Großostheim, den 18.
Juni 2024
Anlagenspiegel
zum 31. Dezember 2023
|
Historische Anschaffungswerte |
|
01.01.2023 |
Zugang Ver-
schmelzung |
Zugang lfd.
Jahr |
Abgang |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene
Software |
237.545,46 |
10.887,88 |
5.388,11 |
2.666,64 |
251.154,81 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
1. Grundstücke und
Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken |
11.254.909,98 |
0,00 |
11.992.406,35 |
0,00 |
23.247.316,33 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
6.977.682,34 |
0,00 |
27.004,15 |
0,00 |
7.004.686,49 |
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.874.496,20 |
3.756,75 |
107.066,89 |
61.264,25 |
1.924.055,59 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen |
57.834,82 |
0,00 |
18.855,83 |
0,00 |
76.690,65 |
|
20.164.923,34 |
3.756,75 |
12.145.333,22 |
61.264,25 |
32.252.749,06 |
|
20.402.468,80 |
14.644,63 |
12.150.721,33 |
63.930,89 |
32.503.903,87 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
01.01.2023 |
Zugang Ver-
schmelzung |
Zugang lfd.
Jahr |
Abgang |
01.01.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene
Software |
106.195,35 |
9.633,88 |
21.681,00 |
2.666,64 |
134.843,59 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
1. Grundstücke und
Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken |
8.477.921,93 |
0,00 |
305.912,00 |
0,00 |
8.783.833,93 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
6.276.124,35 |
0,00 |
149.900,51 |
0,00 |
6.426.024,86 |
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.468.095,32 |
2.956,75 |
140.581,00 |
54.115,11 |
1.557.517,96 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
16.222.141,60 |
2.956,75 |
596.393,51 |
54.115,11 |
16.767.376,75 |
|
16.328.336,95 |
12.590,63 |
618.074,51 |
56.781,75 |
16.902.220,34 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| Entgeltlich erworbene
Software |
116.311,22 |
131.350,11 |
| II. Sachanlagen |
|
|
1. Grundstücke und
Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken |
14.463.482,40 |
2.776.988,05 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
578.661,63 |
701.557,99 |
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
366.537,63 |
406.400,88 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen |
76.690,65 |
57.834,82 |
|
15.485.372,31 |
3.942.781,74 |
|
15.601.683,53 |
4.074.131,85 |
Lagebericht 2023 der MAPEI GmbH, Großostheim
Grundlagen des Unternehmens
Die MAPEI GmbH (im Folgenden kurz "MAPEI") mit Sitz
in Großostheim ist eine 100%ige Tochter der MAPEI
S.p.A., Mailand, Italien. Neben der Zentrale in
Großostheim gibt es in Weferlingen eine
Produktionsstätte für Pulverprodukte zur
Verlegung von Belägen an Boden und Wand sowie das
Lager für Eigenproduktion und Handelswaren. Ein
Kundenschulungszentrum mit anwendungstechnischen
Räumen befindet sich in Kleinwallstadt sowie eine
anwendungstechnische Werkstatt in Bottrop.
MAPEI bietet in Deutschland ein komplettes Sortiment
bauchemischer Produkte für die Bereiche Fliesen- und
Natursteinverlegung, Fußbodentechnik, Baustoffe,
Betonzusatzmittel, Mahlhilfsmittel für Zement,
Produkte für den Tunnelbau sowie synthetische
Dachbahnen an. Dazu zählen Produkte zur Verlegung von
Keramik und Naturstein ebenso wie Produkte zur Verlegung
textiler und elastischer Bodenbeläge, von PVC
über Nadelvlies bis hin zu hochwertiger Webware. Dazu
kommen Produkte zur Verlegung leitfähiger Beläge,
Klebstoffe für Parkett, aber auch Estrichbindemittel,
Schnellestriche, Grundierungen, Gießharze,
Feuchtigkeitssperren, Spachtel-, Nivellier- und
Ausgleichsmassen sowie Entkopplungsprodukte. Einen weiteren
Bereich stellen die Betonzusatzmittel wie
Hochleistungsverflüssiger und Fließmittel sowie
Zementzusatzmittel dar. Zudem vertreibt die MAPEI GmbH auch
Produkte für die Abdichtung von Flachdächern vor
allem im industriellen Bereich. In diesem
Geschäftsbereich "Roofing" werden
Kunststoff-Dachbahnen aus PVC und flexiblen Polyolefinen
(FPO) angeboten. Durch die Verschmelzung mit der Profilpas
Deutschland GmbH im Jahr 2023 werden zudem Metall- und
PVC-Profile für Bodenbeläge und Verkleidungen,
Sockelleisten, Badezimmersysteme und
Verlegungslösungen angeboten.
Die Produkte werden im Wesentlichen über den
Groß- und Fachhandel in Deutschland vertrieben.
Auslandsumsätze erfolgen fast ausschließlich mit
verbundenen Unternehmen.
Das Geschäft wird wesentlich von der
Baukonjunktur beeinflusst, sowohl die Entwicklung im Neubau
als auch die Anzahl der Renovierungen wirkt sich aus. Zudem
nehmen zunehmende Arbeitsschutzanforderungen Einfluss auf
die Gestaltung der Produkte, was zu einer verstärkten
Einbindung externer Prüfinstitute führt.
Wirtschaftsbericht
Nach einer Veröffentlichung des Statistischen
Bundesamtes vom 15. Januar 2024
1 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt
(BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022.
Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der
Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor
krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der
jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise
auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur.
Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedienungen durch
steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In-
und Ausland. Damit setzt sich die Erholung der deutschen
Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht
weiter fort", verkündete die Präsidentin des
Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand.
1 Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung vom
15. Januar 2024
Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen
Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die
zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar.
Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte
die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert
werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023
preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.
Geschäfts- und
Ergebnisentwicklung
Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 war
in Summe negativ, in den unterschiedlichen
Geschäftsbereichen war die Entwicklung im Vergleich
zum Vorjahr doch sehr unterschiedlich. In einigen Bereichen
kam es zu stärkeren Umsatzrückgängen, die
durch eine positive Entwicklung in anderen Bereichen bzw.
Produktgruppen nicht kompensiert werden konnten. Die
Verlagerung von Intercompany-Umsätzen in
Produktionswerke von Schwestergesellschaften entlastet zwar
das Werk Weferlingen, führt aber zu
Umsatzrückgängen der Gesellschaft.
Die Beschaffungskosten für Rohstoffe und
Handelswaren sind weiterhin auf einem hohen Niveau.
Insbesondere Rohstoffe, die stark von Energiepreisen und
CO2-Besteuerung betroffen sind, z.B. Zemente, Sand, etc.
starken weiter stark im Preis an. Bei einigen anderen
Rohstoffen gaben die Preise jedoch im Laufe des Jahres nach
und verbesserten die Margensituation leicht, allerdings
wird das Vorkrisenniveau nicht erreicht. Zudem wurden
einige Verkaufspreise Anfang des Jahres angehoben, um die
stark gestiegenen Kosten aus 2022 zumindest teilweise zu
kompensieren.
Durch Veränderungen im Produktmix, Anpassungen
der Verkaufspreise und leicht positive Entwicklung bei den
Beschaffungskosten hat sich der Materialaufwand im
Verhältnis zum Umsatz verringert. Bei den
Personalkosten gab es dagegen eine größere
Zunahme, da die Löhne und Gehälter an die
Inflation angepasst werden mussten und zusätzliche
Mitarbeiter eingestellt wurden, um langfristig unsere
Marktposition auszubauen.
Hauptsächlich wegen des verminderten Umsatzes im
Jahr 2023 wurde ein deutlich negatives Ergebnis vor
Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erwirtschaftet
(TEUR -3.052). Durch die geringere Marge nahm das EBITDA im
Vergleich zum Vorjahr um TEUR -1.833 ab. Für das
laufende Geschäftsjahr gehen wir von einer stabilen
Beschaffungslage aus. Obwohl das Jahr 2024 insbesondere im
Wohnungsbau aufgrund des Einbruchs bei den Baugenehmigungen
desaströs sein wird, gehen wir aufgrund unserer
Investitionen in das Verkaufsteam von einer stabilen
Entwicklung des Umsatzes im Jahr 2024 aus. Das Marktumfeld
in den wohnungsbaunahen Geschäften bleibt jedoch
weiterhin negativ.
Personalentwicklung
Der Durchschnittswert, der im abgelaufenen
Geschäftsjahr sozialversicherungspflichtig
beschäftigten Mitarbeiter inklusive Auszubildender
hat, sich im Jahr 2023 auf 240 erhöht und liegt somit
1 über dem Vorjahreswert von 239 Mitarbeitern. Der
größte Anteil wurde in unserem Werk in
Weferlingen eingesetzt.
Beschreibung der Marktsituation
Der deutsche Markt ist geprägt durch einen
starken Wettbewerb mit vergleichbaren Produkten.
Umsatzzuwächse konnten durch den Gewinn neuer Kunden
und die Steigerung der Umsätze mit bestehenden Kunden
generiert werden.
Die Bonitäts- und Liquiditätslage unserer
Kunden war in 2023 relativ stabil. Drohende
Forderungsausfälle werden mit einem aktiven
Debitorenmanagement in Zusammenarbeit mit
Informationsdiensten sowie durch eine
Warenkreditversicherung minimiert. Die 2023 angefallenen
Verluste aus Forderungsausfällen blieben dadurch
weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Investitionen
Mit dem Kauf eines Grundstückes im Jahr 2023
wurde der Grundstock für eine weitere Expansion
geschaffen. Ansonsten gab es nur kleinere Investitionen,
davon diente ein Großteil der Neuanschaffungen als
Ersatz für abgenutzte Anlagegüter.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse inklusive erhaltener
Provisionen und sonstiger Erlöse ist im Vergleich zum
Vorjahr von TEUR 92.424 auf TEUR 84.429 (-8,7 %) gefallen.
Durch eine negative Entwicklung in einigen unserer
Geschäftsbereiche sowie Produktionsverlagerung von
Intercompany-Umsatz in andere Werke der MAPEI Gruppe konnte
der für 2023 geplante Umsatz nicht erreicht werden.
Aufgrund Verschiebungen im Produktmix gab es
Veränderungen im Materialkostenanteil im Vergleich zum
Vorjahr.
Neben dem Aufwand für Material und bezogene
Leistungen in Höhe von TEUR 53.895 und den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 17.032
sind die Aufwendungen für Personal mit TEUR 17.190 die
größte Kostenposition. Die Kosten für
Personal haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 %
erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen
mit TEUR 17.032 um 4,0 % über dem Vorjahreswert.
Hierfür waren vor allem gestiegene Kosten im Marketing
verantwortlich.
Aufgrund der moderaten Umsätze und eine dadurch
geringere Marge, hat sich das Ergebnis vor Abschreibungen,
Zinsen und Steuern im Vergleich zu 2022 um TEUR -1.833
verringert. Das Jahresergebnis vor Steuern sank durch
diesen Effekt um TEUR -2.146.
Die Auftragslage erfolgt in unseren
Geschäftsbereichen meist kurzfristig. Die Entwicklung
der Umsätze zu Beginn des Jahres 2024 war in einigen
Geschäftsbereichen etwas verhalten. Die Entwicklung
der Ukrainekrise sowie das Aufflammen des Nahost-Konflikts
erschweren die Aussagen zur zukünftigen Entwicklung.
Weiterhin ist jedoch die eher schwache Wirtschaftslage und
vor allem die zurückhaltende Bau-Konjunktur für
die weiterhin herausfordernde Lage verantwortlich.
Insbesondere der Wohnungsneubau befindet sich in der
schwersten Krise seit über 50 Jahren, eine schnelle
Erholung ist trotz dringend notwendiger Erholung und
sozialem Sprengstoff nicht in Sicht.
Finanzlage
Die Finanzierung erfolgt über ein in der MAPEI
Gruppe bestehendes Cash-Pooling-Verfahren. Zusätzlich
wurde vor dem Hintergrund der Investition des
Geschäftsjahres ein Darlehen durch die
Muttergesellschaft im Volumen von 14 Mio. EUR zur
Verfügung gestellt. Daneben besteht seit dem 11.
August 2010 eine Patronats- und
Rangrücktrittsvereinbarung der Muttergesellschaft
MAPEI S.p.A. bis zu einem Höchstbetrag von EUR 5 Mio.,
damit die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, alle
fälligen Verpflichtungen gegenüber den
Gläubigern zu erfüllen.
Wir beobachten keine wesentliche Veränderung in
unserem Netto-Gesamt-Cashflow: die positiven Effekte aus
der Erhöhung der Finanzierung durch unsere
Muttergesellschaft in Höhe von +4,9 Mio. EUR, womit
sich ein Teil des Grundstückskaufs für das neue
Werk in Bruckbach finanzierte, sowie aus der Verringerung
des Betriebskapitals +8,2 Mio. EUR aufgrund der
Verkürzung unseres Finanzzyklus (hauptsächlich
Verringerung der Vorratstage) überkompensieren den
negativen Effekt aus der Erhöhung der
Investitionsausgaben für das oben erwähnte
Grundstück.
Der positive Nettoeffekt dieser Effekte von +1,2 Mio.
EUR gleicht die negative Veränderung des bereinigten
EBITDA von -1,2 Mio. EUR aus. Diese Veränderung des
bereinigten EBITDA ergibt sich aus der Veränderung des
Nettoverlustes vor Zinsen und Steuern in Höhe von -2,1
Mio. EUR, abzüglich der Veränderung der
Anpassungen im Zusammenhang mit nicht zahlungswirksamen
Posten in Höhe von +0,9 Mio. EUR.
Vermögenslage
Das Eigenkapital hat sich aufgrund des
Jahresfehlbetrags von 7,7 Mio. EUR auf knapp 4,0 Mio. EUR
reduziert. Die Eigenkapitalquote verändert sich - bei
gestiegener Bilanzsumme - von 23,6 % auf 10,3 %.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden neben kleineren
Investitionen bzw. Ersatzinvestition vor allem eine
wesentliche eine Investition in ein Grundstück
durchgeführt. Da die Summe der Neu-Investitionen die
Summe der Abschreibungen übertraf, erhöhte sich
das Netto-Anlagevermögen um TEUR 11.528. Der Bestand
an Vorräten verringerte sich im Vergleich zum
Vorjahresabschluss um TEUR 3.610, hauptsächlich durch
die Verringerung von eingelagerten Handelswaren. Die
Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände
verringerten sich um TEUR 3.126. Ursache war der
Rückgang der Forderung aus Lieferungen und Leistungen
gegenüber Dritten als auch zu verbundenen Unternehmen.
Auf der Passivseite der Bilanz nahmen die
Rückstellungen um insgesamt TEUR 1.288 ab. Dies beruht
hauptsächlich auf Rückstellungen für
Kundenboni. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen haben sich um TEUR 1.110 verringert. Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
sind um TEUR 11.622 angestiegen. Ursache ist das Darlehen
der Muttergesellschaft in Verbindung mit einem
Grundstückskauf für eine weitere Expansion. Die
sonstigen Verbindlichkeiten nahmen im Vergleich zum
Jahresende 2022 um TEUR 755 ab.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Neben dem Umsatz ist für die MAPEI GmbH das
EBITDA eine wesentliche Steuerungsgröße. Dieses
hat sich im Vergleich zu 2022 um TEUR 1.833 verringert und
ist somit auf einem niedrigen Niveau. Für das Jahr
2024 wird mit einer Verbesserung der Ertragslage gerechnet.
Die Geschäftsführung beurteilt - auch vor
dem Hintergrund der Unterstützungsleistungen durch die
Gesellschafterin - die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft insgesamt als solide.
Nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Da es in 2023 so gut wie keine Einschränkungen
durch COVID-19 Maßnahmen gab, nahm die Anzahl der
Schulungen in Präsenz wieder zu. Im Jahr 2023 wurden
266 Stunden an Schulungen und Seminaren für unsere
Kunden und interessierte Handwerker angeboten, an denen in
Summe 9.415 Personen mit unseren Produkten vertraut gemacht
und Wissen vertieft wurde
Der Erfolg der Gesellschaft basiert auch auf der
Kompetenz unserer Mitarbeiter. Diverse
Fortbildungsmöglichkeiten tragen zur fachlichen
Entwicklung bei.
Die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten
sind unabdingbare Voraussetzungen für einen
erfolgreich arbeitenden Betrieb. Über das in der
MAPEI-Organisation implementierte Arbeitsschutzsystem soll
die Gesundheit der Mitarbeiter erhalten und Unfälle
vermieden bzw. deren Auswirkung minimiert werden.
Der Schutz der Umwelt und die Schonung von Ressourcen
ist ein fester Bestandteil der MAPEI-Philosophie. Viele
Produkte entsprechen dem internationalen Bewertungssystem
LEED (Leadership in Energy and Environmental Design).
Mapei-Produkte sind das Ergebnis eines sehr qualifizierten
und engagierten Forschungsteams dessen Ziel es ist,
innovative Produkte zu kreieren, die in komplette
Anwendungssysteme integriert werden können und
effiziente Ergebnisse anbieten. In den
Forschungsabteilungen der MAPEI Gruppe wird besonderes
Augenmerk auf die Verwendung von Substanzen gelegt, die mit
den Gesundheitsanforderungen vereinbar sind und die Umwelt
schützen. Durch einen effizienten Einsatz von
Ressourcen wird entlang der gesamten Produktionsprozesse
ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der Umwelt geleistet.
MAPEI hat lösungsmittelfreie Produkte mit geringer
Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC)
entwickelt, die eine gute Luftqualität in den
Gebäuden, in denen sie verwendet werden, garantieren,
sowohl für das Wohlbefinden derjenigen, die die
Produkte verwenden und anwenden, als auch für
diejenigen, die die Gebäude nutzen. Seit 2005
dürfen diese Produkte das EC1-Zeichen tragen (sehr
geringe Emission flüchtiger organischer Verbindungen),
und seit 2010 das EMICODE EC1 PLUS-Zeichen (sehr geringe
Emission flüchtiger organischer Verbindungen-PLUS).
Forschung und Entwicklung
Dem Bereich Forschung und Entwicklung wird von der
Muttergesellschaft in Italien die größte
Aufmerksamkeit gewidmet. Im Labor der MAPEI GmbH im Werk
Weferlingen werden vor allem Qualitätskontrollen
durchgeführt.
Voraussichtliche Entwicklung
Im Jahr 2023 gaben die Kosten für Rohstoffe
etwas nach, waren aber weiter auf einem hohen Niveau, die
Volatilität des Jahres 2022 nahm jedoch stark ab. Da
im Jahr 2023 die gesetzten Umsatzziele nicht erreicht
werden konnten, wurde ein negatives Ergebnis
erwirtschaftet. Für das laufende Jahr 2024 erwarten
wir eine Umsatzsteigerung und eine Verbesserung der
Ertragslage, trotz der verhaltenen Aussichten in der
Bauwirtschaft. Ein Wachstumspotenzial sehen wir weiterhin
bei den Produkten für flexible Bodenbeläge und
Parkett und Baustoffen. Bei den Produkten zur Verlegung von
Keramik und Naturstein, Baustoffen sowie bei Dach- und
Dichtungsbahnen ist das Marktvolumen rückläufig,
dennoch rechnen wir mit steigenden Umsätzen. Für
das laufende Geschäftsjahr werden leichte Anstiege der
Material-, Logistik- und Energiekosten erwartet, die aber
nicht an die Höhe der vergangenen Jahre
anknüpfen.
In der oben genannten Planung erholt sich das EBITDA
im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 wieder, kann aber das
Vorkrisenniveau noch nicht erreichen. Die
Unwägbarkeiten der andauernden Ukraine Krise, die
Entwicklung in Nahost und die schlechte Wohnungsbaulage
bergen jedoch eine Gefahr für das Wachstum in
Deutschland und für die Entwicklung der MAPEI GmbH.
Die Situation muss daher genau beobachtet und bei Bedarf
schnell reagiert werden. Insgesamt wird für das
Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresfehlbetrag
gerechnet, der aber im Vergleich zum Geschäftsjahr
2023 deutlich reduziert ist.
Prognose-, Chancen- und
Risikobericht
Für das Jahr 2024 erwartet der Zentralverband des
Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB)
2 einen realen Zuwachs in der Baukonjunktur von
2,7 %. Die Nachfrage nach Bauleistungen im Wohnungsbau sind
weiter verhalten, daher erwartet der ZDB im Hochbau einen
realen Rückgang von -1 %, dies wird durch den Zuwachs
im Tiefbau (+7 %) kompensiert.
Die Gesellschaft ist eng in das
Risikomanagementsystem der MAPEI S.p.A., Mailand, Italien,
eingebunden, die die Entwicklung der Gesellschaft mithilfe
regelmäßiger Berichte überwacht. Die
Geschäftsführung überwacht kontinuierlich
die Aktivitäten auf der Basis detaillierter
Projektplanungsrechnungen und Budgetüberwachungen.
2 Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.;
Konjunkturprognose 2024
Wir versuchen durch die kontinuierliche Erweiterung
unserer Geschäftsfelder mögliche Risiken zu
streuen und die Chancen für weiteres Wachstum zu
nutzen. In Verbindung mit der kontinuierlichen Aus- und
Weiterbildung unserer Mitarbeiter und unserem geschulten
technischen Kundendienst wollen wir eine hohe
Kundenzufriedenheit und -bindung an unsere Marke erreichen.
Die Beschaffungskosten von Rohstoffen und
Handelswaren haben sich im Jahr 2023 stabilisiert, sind
aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Logistikkosten
werden durch hohe Kosten für Treibstoff und gestiegene
Personalkosten beeinflusst und stiegen im vergangenen Jahr
weiter an. Durch Anpassungen der Verkaufspreise konnten
diese Effekte, aufgefangen werden.
Im vergangenen Jahr wurden Lieferungen, bis auf eine
Ausnahme, sowie eingehende Rechnungen in EUR fakturiert.
Ein Fremdwährungsrisiko besteht momentan nur bei einem
Lieferanten, der einen Rohstoff in US Dollar berechnet, und
ist somit sehr gering. Auch in den nächsten Jahren
wird diese Situation voraussichtlich unverändert
bleiben.
Risiken können sich im Vorratsvermögen bei
der Bewertung von Fertigerzeugnissen und Handelswaren
ergeben. Im Bereich der Handelswaren führte die
retrograde Bewertung zu einem Abwertungsbedarf, der
ergebniswirksam verbucht wurde.
Die Bonitäts- und Liquiditätslage unserer
Kunden war im Jahr 2023 stabil. Für die kommenden
Jahre rechnen wir weiterhin mit verlässlichen
Zahlungseingängen unserer Geschäftspartner. Das
Ausfallrisiko sehen wir daher als gering an. Um jedoch
unvorhersehbare Liquiditätsprobleme unserer Kunden
abzusichern, besteht eine Warenkreditversicherung über
die Euler Hermes Deutschland, Niederlassung der Euler
Hermes SA, Hamburg.
Auf Grundlage der Ergebnis- und
Liquiditätsplanung sehen wir insgesamt im
Prognosezeitraum kein bestandsgefährdendes Risiko
für die MAPEI GmbH. Wie bereits im Punkt Finanzlage
erläutert, ist zum einen durch das
Cash-Pooling-Verfahren die Liquidität der Gesellschaft
gesichert. Darüber hinaus hat die Gesellschafterin
gegenüber der MAPEI GmbH eine Patronats- und
Rangrücktrittsvereinbarung abgegeben, um sicher zu
stellen, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist,
ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen.
Sollte im Prognosezeitraum eine Stärkung des
Eigenkapitals erforderlich sein, so hat sich auch hier die
Gesellschafterin bereit erklärt, geeignete
Maßnahmen zu ergreifen.
Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auch auf
den Nachtragsbericht im Anhang.
Zweigniederlassungen
Der Hauptsitz der Gesellschaft ist in
Großostheim. Die Produktion, das Qualitätslabor
sowie ein Rohstoff- und Warenlager befinden sich in
Weferlingen. Zudem gibt es eine anwendungstechnische
Werkstatt für die Mitarbeiter der Anwendungstechnik in
Bottrop sowie ein Schulungszentrum mit weiteren
anwendungstechnischen Räumen in Kleinwallstadt.
Großostheim, den 18.
Juni 2024
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