Stammdaten

Register
Amtsgericht Aschaffenburg HRB 6628
Vorher
M A P E I GmbH
Eingetragen
14.10.1991
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Handel von bauchemischen Erzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Mario Manthei
seit 11.10.2023
Prokura
Prokura
Bernd Neeb
seit 12.2.2019
Prokura
Uwe Dr. Gruber
seit 24.4.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mapei S.P.A.ITA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Mapei S.P.A.
Italy
3.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MAPEI GmbH

Großostheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MAPEI GmbH

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der MAPEI GmbH, Großostheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MAPEI GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, 18. Juni 2024


EY GmbH & Co. KG


Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Vogelgesang Dr. Zabel
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 116.311,22 131.350,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
14.463.482,40 2.776.988,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 578.661,63 701.557,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
366.537,63 406.400,88
4. Geleistete Anzahlungen 76.690,65 57.834,82
15.485.372,31 3.942.781,74
15.601.683,53 4.074.131,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.668.354,11 3.588.389,51
2. Unfertige Erzeugnisse 196.840,06 269.365,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 6.478.747,93 9.096.646,00
9.343.942,10 12.954.400,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.579.018,98 9.674.677,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.541.301,89 5.223.816,74
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.224.369,87 572.368,01
12.344.690,74 15.470.861,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.946,11 1.921,25
21.690.578,95 28.427.183,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 53.876,20 100.300,70
37.346.138,68 32.601.616,13

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.500.000,00 3.500.000,00
II. Kapitalrücklage 12.942.759,10 12.500.000,00
III. Verlustvortrag -8.290.432,26 -6.288.244,28
IV. Jahresfehlbetrag -4.166.684,97 -2.002.187,98
3.985.641,87 7.709.567,74
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.481.362,00 2.556.498,00
2. Steuerrückstellungen 238.166,81 377.748,71
3. Sonstige Rückstellungen 7.010.818,35 8.084.077,91
9.730.347,16 11.018.324,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
1.479.804,68 2.589.990,69
2. Verbindlichkeiten gegenüber ver-
bundenen Unternehmen
21.930.818,92 10.309.194,39
3. Sonstige Verbindlichkeiten 219.526,05 974.538,69
23.630.149,65 13.873.723,77
37.346.138,68 32.601.616,13

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 84.428.616,08 92.424.293,30
2. Verminderung bzw. Erhöhung des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen
-362.313,82 628.954,36
3. Sonstige betriebliche Erträge 999.124,48 1.293.133,65
85.065.426,74 94.346.381,31
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren
53.895.412,29 60.452.297,93
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 2.427.443,23
53.895.412,29 62.879.741,16
31.170.014,45 31.466.640,15
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.414.501,06 13.698.357,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung
2.775.845,49 2.612.743,63
17.190.346,55 16.311.101,03
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-
stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
618.074,51 691.836,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.031.995,38 16.374.505,50
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 341,89 1.731,40
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 437.336,18 52.735,87
-436.994,29 -51.004,47
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.539,72 0,00
-6.539,72 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -4.113.936,00 -1.961.806,85
12. Sonstige Steuern 52.748,97 40.381,13
-52.748,97 -40.381,13
13. Jahresfehlbetrag -4.166.684,97 -2.002.187,98

Anhang 2023

Allgemeine Hinweise


Die Gesellschaft ist unter der Firma MAPEI GmbH mit Sitz in Großostheim im Handelsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg unter der Nummer HRB 6628 eingetragen.


Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.


Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.


Angaben, die in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. wahlweise im Anhang zu erfolgen haben, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.


Die ehemalige Profilpas Deutschland GmbH mit Sitz in Obersontheim (Amtsgericht Stuttgart HRB 571366) ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages vom 24. Juli 2023 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag mit der MAPEI GmbH als aufnehmende Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 verschmolzen worden. Der Verschmelzung wurde die Bilanz zum 31. Dezember 2022 der übertragenden Gesellschaft als Schlussbilanz zugrunde gelegt. In Ausübung des Wahlrechts nach § 24 UmwG wurden die Buchwerte aus der Schlussbilanz (Bilanzsumme TEUR 500) der übertragenden Gesellschaft als Anschaffungskosten angesetzt. Aus der Verschmelzung resultiert eine Einstellung in die Kapitalrücklage von EUR 442.759,10. Aufgrund der betragsmäßig relativ geringen Auswirkungen der Verschmelzung bleibt die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr grundsätzlich gewahrt. Auf die Darstellung der Bilanz in einer sog. Drei-Spalten-Form wurde daher verzichtet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.


Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (die sich an der steuerlichen Nutzungsdauer orientiert) um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.


Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.


Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (die sich an der steuerlichen Nutzungsdauer orientiert) linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.


Die Vorräte an Roh-, Hilf- und Betriebsstoffen, Fertigerzeugnissen und Handelswaren werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Grundlage für die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind die durchschnittlichen Einstandspreise.


Die Bestände an Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen sind durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.


Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten die kalkulatorischen Kosten für Fertigungslöhne, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.


Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.


Erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.


Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.


Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.


Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.


Zur Bemessung der Rückstellung für Pensionen zum 31. Dezember 2023 dient als Basis ein versicherungsmathematisches Gutachten der Towers Watson GmbH, Wiesbaden, vom 13. Dezember 2023. Die versicherungsmathematischen Bewertungen nach dem modifizierten Teilwertverfahren wurden unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck durchgeführt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzins bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (Vj. 3,0 %) berücksichtigt und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % (Vj. 2,0 %) bzw. für eine Zusage in Höhe von 1,0 % (Vj. 1,0 %) berücksichtigt. Eine Fluktuation wurde nicht berücksichtigt.


Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Der Aufwand hierfür wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen geführt.


Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, erkennbaren Risiken und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.


Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.


Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in diesem Anhang angegebenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.


Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen


Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.224 (Vj.: TEUR 572) enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 11 (Vj.: TEUR 9). Dabei handelt es sich ausschließlich um Mietkautionen.


Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr.


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen die Gesellschafterin MAPEI S.p.A., Mailand, Italien, in Höhe von TEUR 1.174 (Vj.: TEUR 533). Im Vorjahr beruhte die Forderung ausschließlich auf der Weiterberechnung von Kosten sowie Lieferungen und Leistungen. Die Forderung zum 31.12.2023 gegen die Mapei S.p.A. setzt sich aus einer Forderung im Zusammenhang mit dem Cash Pooling Verfahren (TEUR 1.032, Vj.: Verbindlichkeit von TEUR 856) sowie aus Lieferungen und Leistungen bzw. Weiterberechnung von Kosten von insgesamt TEUR 142 zusammen. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unterlehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern


Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,075 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bilanzdifferenzen wegen unterschiedlicher Bewertung von Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert (keine Ausübung des Ansatzwahlrechts).

Eigenkapital


Das Stammkapital wurde von der MAPEI S.p.A., Mailand, Italien, zu 100 % eingezahlt. Zudem hat die MAPEI S.p.A. gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen.

Rückstellungen für Pensionen


Für drei ehemalige sowie einen aktiven Mitarbeiter gibt es Pensionszusagen. Der Gesamtbetrag der Rückstellung für Pensionen beträgt TEUR 2.481 hiervon sind TEUR 2.262 für ehemalige Organmitglieder.


Aufgrund des BilMoG ergibt sich eine Neubewertung der Verpflichtungsseite gemäß § 253 Abs. 1, 2 HGB. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung betrug TEUR 92 und wird ab 2010 über die nächsten 15 Jahre verteilt. Der Unterschiedsbetrag wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt. Zum 31.Dezember 2023 beträgt der in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB noch TEUR 6.


Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB aus der handelsrechtlichen Ermittlung der Pensionszusagen bei der Anwendung der unterschiedlichen Durchschnittszinssätze (7 vs. 10 Jahre) beträgt TEUR 22 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen


Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, Beanstandungen, Provisionen und Prämien an Mitarbeiter, ausstehende Rechnungen, Prozesskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträge, einer Jubiläumszusage für alle Mitarbeiter, Ansprüche aus nicht genommenem Urlaub und Kosten für den Jahresabschluss gebildet.

Verbindlichkeiten


Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

Restlautzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 bis 5 über 5 gesichert Gesamt
1 Jahr Jahre Jahre mit 31.12.2023 31.12.2022
1. Lieferungen und Leistungen 1.480 0 0 0 1.480
(Vorjahr) (2.590) (0) (0) (0) (2.590)
2. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
11.431 10.500 0 0 21.931
(Vorjahr) (10.309) (0) (0) (0) (10.309)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 219 0 0 0 219
(Vorjahr) (975) (0) (0) (0) (975)
- davon aus Steuern 75 0 0 0 75
(Vorjahr) (573) (0) (0) (0) (573)
- davon aus Sozialversicherungen 0 0 0 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0) (0)
Gesamt 13.130 10.500 0 0 23.630
(Vorjahr) (13.874) (0) (0) (0) (13.874)


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 19.025 (Vj.: TEUR 6.150) die Muttergesellschaft MAPEI S.p.A., Mailand, Italien, und resultieren aus Verbindlichkeiten aus Warenlieferungen, aus der Weiterberechnung von Services und einem Darlehen (TEUR 14.000). Im Vorjahr war weiterhin eine Cashpooling-Verbindlichkeit von TEUR 856 enthalten. Die Gesellschafterin hat eine Rangrücktritts- und Patronatserklärung bis zu einem Betrag von TEUR 5.000 abgegeben. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Haftungsverhältnisse


Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.277 resultieren aus Mietverträgen für Büros und Lager sowie Leasingverpflichtungen für Dienstwagen, Stapler und Büroausstattung. Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und vor allem die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027. Die Besicherung der finanziellen Verpflichtungen ist durch eine Rangrücktritts- und Patronatserklärung der Gesellschafterin erfolgt.


Gegenüber der Gesellschafterin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Besserungsscheinen in Höhe von TEUR 4.000, die zu erfüllen sind, soweit dies ohne Gefährdung der Ansprüche anderer Gläubiger möglich ist.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsätze


Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich mit dem Verkauf der von uns erstellten Erzeugnisse oder Handelswaren erzielt. Mit Ausnahme des Umsatzes mit verbundenen Unternehmen wird der Umsatz so gut wie ausschließlich in Deutschland generiert. Zudem weisen wir in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Umsatzerlösen vereinnahmte Provisionen aus.


Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Bereich der Bauindustrie erzielt. Auf eine weitere Untergliederung z. B. nach Produktlinien wird unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 2 HGB verzichtet.

Sonstige betriebliche Erträge


Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge i.H.v. TEUR 286 (Vj.: TEUR 571), die im Jahr 2023 ausschließlich aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 286 (Vj.: TEUR 560) entstanden. Im Vorjahr wurden hier zudem noch Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen i.H.v. TEUR 11 ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind noch Erträge aus Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 1 (Vj.: TEUR 0,1) enthalten.

Materialaufwand


Der Materialaufwand enthält Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren i.H.v. TEUR 53.895 (Vj.: TEUR 60.452) und Aufwendungen für bezogenen Leistungen i.H.v. TEUR 0 (Vj.: TEUR 2.427). Durch die Umgliederung der warenbezogenen Fracht- und Beschaffungskosten (TEUR 2.100) zu den Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Handelswaren werden im Jahr 2023 keine Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Auf eine Anpassung des Jahres 2022 wurde verzichtet; der umzugliedernde Vergleichsbetrag beläuft sich auf TEUR 2.427.

Personalaufwand


Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung i.H.v. TEUR 22 (Vj.: TEUR 156) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i.H.v. TEUR 0 (Vj.: TEUR 9), die aus Forderungsverlusten resultieren. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerdem Aufwendungen aus Währungsumrechnung i.H.v. TEUR 15 (Vj.: TEUR 18) enthalten. Seit dem Berichtsjahr 2016 enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch die Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EG HGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 6).

Zinsen


Der Zinsaufwand enthält Zinsen, die von verbundenen Unternehmen berechnet wurden, i.H.v. TEUR 392 (Vj.: TEUR 6), sowie Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung und Jubiläumsrückstellung i.H.v. TEUR 45 (Vj.: TEUR 53).

Sonstige Angaben

Geschäftsführung


Zur Geschäftsführung ist Herr Dr. Uwe Gruber (Dipl. Ingenieur) bestellt. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Kredite oder sonstige Haftungsverhältnisse für Organmitglieder nach § 285 HGB Nr. 9 c bestehen nicht.

Mitarbeiter


Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 72 69
Angestellte 168 166
240 235
Auszubildende 0 4
240 239
2023 2022
Produktion/Lager 90 89
Vertrieb/Technik 101 99
Verwaltung 49 47
240 235
Auszubildende 0 4
240 239

Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen und Personen


Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Abschlussprüferhonorar


Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für:

2023 2022
T€ T€
Abschlussprüfungsleistungen 59 45
Steuerberatungsleistungen 22 22
Sonstige Leistungen 4 9
85 76

Gewinnverwendungsvorschlag


Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernverhältnisse


Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der MAPEI S.p.A., Mailand/Italien, einbezogen. Die MAPEI S.p.A. stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von einbezogenen Unternehmen auf; dieser ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres


Wegen der aktuell herausfordernden Situation in der Bauindustrie und der generell lahmenden Entwicklung der deutschen Konjunktur verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter dem Chancen- und Risikobericht sowie unter dem Prognosebericht.


Die anhaltende Verlustsituation könnte sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2024 auf die Eigenkapitalsituation der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschafterin ist darüber informiert und hat sich bereit erklärt, bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals zu ergreifen. Aus der Liquiditätsplanung ergeben sich - unter Berücksichtigung der eingeleiteten Maßnahmen - keine Liquiditätsengpässe im Prognosezeitraum. Daneben besteht seit dem 11. August 2010 eine Patronats- und Rangrücktrittsvereinbarung der Muttergesellschaft MAPEI S.p.A. bis zu einem Höchstbetrag von EUR 5 Mio., damit die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, alle fälligen Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern zu erfüllen. Auf Basis der vorgenannten Maßnahmen und Rahmenbedingungen ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gesichert.


Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nicht eingetreten.

 

Großostheim, den 18. Juni 2024

Dr. Uwe Gruber

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Historische Anschaffungswerte
01.01.2023 Zugang Ver-
schmelzung
Zugang lfd.
Jahr
Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 237.545,46 10.887,88 5.388,11 2.666,64 251.154,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
11.254.909,98 0,00 11.992.406,35 0,00 23.247.316,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.977.682,34 0,00 27.004,15 0,00 7.004.686,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.874.496,20 3.756,75 107.066,89 61.264,25 1.924.055,59
4. Geleistete Anzahlungen 57.834,82 0,00 18.855,83 0,00 76.690,65
20.164.923,34 3.756,75 12.145.333,22 61.264,25 32.252.749,06
20.402.468,80 14.644,63 12.150.721,33 63.930,89 32.503.903,87
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Ver-
schmelzung
Zugang lfd.
Jahr
Abgang 01.01.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 106.195,35 9.633,88 21.681,00 2.666,64 134.843,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
8.477.921,93 0,00 305.912,00 0,00 8.783.833,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.276.124,35 0,00 149.900,51 0,00 6.426.024,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.468.095,32 2.956,75 140.581,00 54.115,11 1.557.517,96
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
16.222.141,60 2.956,75 596.393,51 54.115,11 16.767.376,75
16.328.336,95 12.590,63 618.074,51 56.781,75 16.902.220,34
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 116.311,22 131.350,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
14.463.482,40 2.776.988,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 578.661,63 701.557,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
366.537,63 406.400,88
4. Geleistete Anzahlungen 76.690,65 57.834,82
15.485.372,31 3.942.781,74
15.601.683,53 4.074.131,85

Lagebericht 2023 der MAPEI GmbH, Großostheim

Grundlagen des Unternehmens


Die MAPEI GmbH (im Folgenden kurz "MAPEI") mit Sitz in Großostheim ist eine 100%ige Tochter der MAPEI S.p.A., Mailand, Italien. Neben der Zentrale in Großostheim gibt es in Weferlingen eine Produktionsstätte für Pulverprodukte zur Verlegung von Belägen an Boden und Wand sowie das Lager für Eigenproduktion und Handelswaren. Ein Kundenschulungszentrum mit anwendungstechnischen Räumen befindet sich in Kleinwallstadt sowie eine anwendungstechnische Werkstatt in Bottrop.


MAPEI bietet in Deutschland ein komplettes Sortiment bauchemischer Produkte für die Bereiche Fliesen- und Natursteinverlegung, Fußbodentechnik, Baustoffe, Betonzusatzmittel, Mahlhilfsmittel für Zement, Produkte für den Tunnelbau sowie synthetische Dachbahnen an. Dazu zählen Produkte zur Verlegung von Keramik und Naturstein ebenso wie Produkte zur Verlegung textiler und elastischer Bodenbeläge, von PVC über Nadelvlies bis hin zu hochwertiger Webware. Dazu kommen Produkte zur Verlegung leitfähiger Beläge, Klebstoffe für Parkett, aber auch Estrichbindemittel, Schnellestriche, Grundierungen, Gießharze, Feuchtigkeitssperren, Spachtel-, Nivellier- und Ausgleichsmassen sowie Entkopplungsprodukte. Einen weiteren Bereich stellen die Betonzusatzmittel wie Hochleistungsverflüssiger und Fließmittel sowie Zementzusatzmittel dar. Zudem vertreibt die MAPEI GmbH auch Produkte für die Abdichtung von Flachdächern vor allem im industriellen Bereich. In diesem Geschäftsbereich "Roofing" werden Kunststoff-Dachbahnen aus PVC und flexiblen Polyolefinen (FPO) angeboten. Durch die Verschmelzung mit der Profilpas Deutschland GmbH im Jahr 2023 werden zudem Metall- und PVC-Profile für Bodenbeläge und Verkleidungen, Sockelleisten, Badezimmersysteme und Verlegungslösungen angeboten.


Die Produkte werden im Wesentlichen über den Groß- und Fachhandel in Deutschland vertrieben. Auslandsumsätze erfolgen fast ausschließlich mit verbundenen Unternehmen.


Das Geschäft wird wesentlich von der Baukonjunktur beeinflusst, sowohl die Entwicklung im Neubau als auch die Anzahl der Renovierungen wirkt sich aus. Zudem nehmen zunehmende Arbeitsschutzanforderungen Einfluss auf die Gestaltung der Produkte, was zu einer verstärkten Einbindung externer Prüfinstitute führt.

Wirtschaftsbericht

Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 1 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedienungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzt sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", verkündete die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand.

1 Statistisches Bundesamt; Pressemitteilung vom 15. Januar 2024


Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Geschäfts- und Ergebnisentwicklung


Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 war in Summe negativ, in den unterschiedlichen Geschäftsbereichen war die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr doch sehr unterschiedlich. In einigen Bereichen kam es zu stärkeren Umsatzrückgängen, die durch eine positive Entwicklung in anderen Bereichen bzw. Produktgruppen nicht kompensiert werden konnten. Die Verlagerung von Intercompany-Umsätzen in Produktionswerke von Schwestergesellschaften entlastet zwar das Werk Weferlingen, führt aber zu Umsatzrückgängen der Gesellschaft.


Die Beschaffungskosten für Rohstoffe und Handelswaren sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Insbesondere Rohstoffe, die stark von Energiepreisen und CO2-Besteuerung betroffen sind, z.B. Zemente, Sand, etc. starken weiter stark im Preis an. Bei einigen anderen Rohstoffen gaben die Preise jedoch im Laufe des Jahres nach und verbesserten die Margensituation leicht, allerdings wird das Vorkrisenniveau nicht erreicht. Zudem wurden einige Verkaufspreise Anfang des Jahres angehoben, um die stark gestiegenen Kosten aus 2022 zumindest teilweise zu kompensieren.


Durch Veränderungen im Produktmix, Anpassungen der Verkaufspreise und leicht positive Entwicklung bei den Beschaffungskosten hat sich der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz verringert. Bei den Personalkosten gab es dagegen eine größere Zunahme, da die Löhne und Gehälter an die Inflation angepasst werden mussten und zusätzliche Mitarbeiter eingestellt wurden, um langfristig unsere Marktposition auszubauen.


Hauptsächlich wegen des verminderten Umsatzes im Jahr 2023 wurde ein deutlich negatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erwirtschaftet (TEUR -3.052). Durch die geringere Marge nahm das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -1.833 ab. Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einer stabilen Beschaffungslage aus. Obwohl das Jahr 2024 insbesondere im Wohnungsbau aufgrund des Einbruchs bei den Baugenehmigungen desaströs sein wird, gehen wir aufgrund unserer Investitionen in das Verkaufsteam von einer stabilen Entwicklung des Umsatzes im Jahr 2024 aus. Das Marktumfeld in den wohnungsbaunahen Geschäften bleibt jedoch weiterhin negativ.

Personalentwicklung


Der Durchschnittswert, der im abgelaufenen Geschäftsjahr sozialversicherungspflichtig beschäftigten Mitarbeiter inklusive Auszubildender hat, sich im Jahr 2023 auf 240 erhöht und liegt somit 1 über dem Vorjahreswert von 239 Mitarbeitern. Der größte Anteil wurde in unserem Werk in Weferlingen eingesetzt.

Beschreibung der Marktsituation


Der deutsche Markt ist geprägt durch einen starken Wettbewerb mit vergleichbaren Produkten. Umsatzzuwächse konnten durch den Gewinn neuer Kunden und die Steigerung der Umsätze mit bestehenden Kunden generiert werden.


Die Bonitäts- und Liquiditätslage unserer Kunden war in 2023 relativ stabil. Drohende Forderungsausfälle werden mit einem aktiven Debitorenmanagement in Zusammenarbeit mit Informationsdiensten sowie durch eine Warenkreditversicherung minimiert. Die 2023 angefallenen Verluste aus Forderungsausfällen blieben dadurch weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Investitionen


Mit dem Kauf eines Grundstückes im Jahr 2023 wurde der Grundstock für eine weitere Expansion geschaffen. Ansonsten gab es nur kleinere Investitionen, davon diente ein Großteil der Neuanschaffungen als Ersatz für abgenutzte Anlagegüter.

Ertragslage


Die Umsatzerlöse inklusive erhaltener Provisionen und sonstiger Erlöse ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 92.424 auf TEUR 84.429 (-8,7 %) gefallen. Durch eine negative Entwicklung in einigen unserer Geschäftsbereiche sowie Produktionsverlagerung von Intercompany-Umsatz in andere Werke der MAPEI Gruppe konnte der für 2023 geplante Umsatz nicht erreicht werden. Aufgrund Verschiebungen im Produktmix gab es Veränderungen im Materialkostenanteil im Vergleich zum Vorjahr.


Neben dem Aufwand für Material und bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 53.895 und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 17.032 sind die Aufwendungen für Personal mit TEUR 17.190 die größte Kostenposition. Die Kosten für Personal haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 17.032 um 4,0 % über dem Vorjahreswert. Hierfür waren vor allem gestiegene Kosten im Marketing verantwortlich.


Aufgrund der moderaten Umsätze und eine dadurch geringere Marge, hat sich das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern im Vergleich zu 2022 um TEUR -1.833 verringert. Das Jahresergebnis vor Steuern sank durch diesen Effekt um TEUR -2.146.


Die Auftragslage erfolgt in unseren Geschäftsbereichen meist kurzfristig. Die Entwicklung der Umsätze zu Beginn des Jahres 2024 war in einigen Geschäftsbereichen etwas verhalten. Die Entwicklung der Ukrainekrise sowie das Aufflammen des Nahost-Konflikts erschweren die Aussagen zur zukünftigen Entwicklung. Weiterhin ist jedoch die eher schwache Wirtschaftslage und vor allem die zurückhaltende Bau-Konjunktur für die weiterhin herausfordernde Lage verantwortlich. Insbesondere der Wohnungsneubau befindet sich in der schwersten Krise seit über 50 Jahren, eine schnelle Erholung ist trotz dringend notwendiger Erholung und sozialem Sprengstoff nicht in Sicht.

Finanzlage


Die Finanzierung erfolgt über ein in der MAPEI Gruppe bestehendes Cash-Pooling-Verfahren. Zusätzlich wurde vor dem Hintergrund der Investition des Geschäftsjahres ein Darlehen durch die Muttergesellschaft im Volumen von 14 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Daneben besteht seit dem 11. August 2010 eine Patronats- und Rangrücktrittsvereinbarung der Muttergesellschaft MAPEI S.p.A. bis zu einem Höchstbetrag von EUR 5 Mio., damit die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, alle fälligen Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern zu erfüllen.


Wir beobachten keine wesentliche Veränderung in unserem Netto-Gesamt-Cashflow: die positiven Effekte aus der Erhöhung der Finanzierung durch unsere Muttergesellschaft in Höhe von +4,9 Mio. EUR, womit sich ein Teil des Grundstückskaufs für das neue Werk in Bruckbach finanzierte, sowie aus der Verringerung des Betriebskapitals +8,2 Mio. EUR aufgrund der Verkürzung unseres Finanzzyklus (hauptsächlich Verringerung der Vorratstage) überkompensieren den negativen Effekt aus der Erhöhung der Investitionsausgaben für das oben erwähnte Grundstück.


Der positive Nettoeffekt dieser Effekte von +1,2 Mio. EUR gleicht die negative Veränderung des bereinigten EBITDA von -1,2 Mio. EUR aus. Diese Veränderung des bereinigten EBITDA ergibt sich aus der Veränderung des Nettoverlustes vor Zinsen und Steuern in Höhe von -2,1 Mio. EUR, abzüglich der Veränderung der Anpassungen im Zusammenhang mit nicht zahlungswirksamen Posten in Höhe von +0,9 Mio. EUR.

Vermögenslage


Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Jahresfehlbetrags von 7,7 Mio. EUR auf knapp 4,0 Mio. EUR reduziert. Die Eigenkapitalquote verändert sich - bei gestiegener Bilanzsumme - von 23,6 % auf 10,3 %.


Im Geschäftsjahr 2023 wurden neben kleineren Investitionen bzw. Ersatzinvestition vor allem eine wesentliche eine Investition in ein Grundstück durchgeführt. Da die Summe der Neu-Investitionen die Summe der Abschreibungen übertraf, erhöhte sich das Netto-Anlagevermögen um TEUR 11.528. Der Bestand an Vorräten verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresabschluss um TEUR 3.610, hauptsächlich durch die Verringerung von eingelagerten Handelswaren. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um TEUR 3.126. Ursache war der Rückgang der Forderung aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten als auch zu verbundenen Unternehmen.


Auf der Passivseite der Bilanz nahmen die Rückstellungen um insgesamt TEUR 1.288 ab. Dies beruht hauptsächlich auf Rückstellungen für Kundenboni. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 1.110 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 11.622 angestiegen. Ursache ist das Darlehen der Muttergesellschaft in Verbindung mit einem Grundstückskauf für eine weitere Expansion. Die sonstigen Verbindlichkeiten nahmen im Vergleich zum Jahresende 2022 um TEUR 755 ab.

Finanzielle Leistungsindikatoren


Neben dem Umsatz ist für die MAPEI GmbH das EBITDA eine wesentliche Steuerungsgröße. Dieses hat sich im Vergleich zu 2022 um TEUR 1.833 verringert und ist somit auf einem niedrigen Niveau. Für das Jahr 2024 wird mit einer Verbesserung der Ertragslage gerechnet.


Die Geschäftsführung beurteilt - auch vor dem Hintergrund der Unterstützungsleistungen durch die Gesellschafterin - die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft insgesamt als solide.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren


Da es in 2023 so gut wie keine Einschränkungen durch COVID-19 Maßnahmen gab, nahm die Anzahl der Schulungen in Präsenz wieder zu. Im Jahr 2023 wurden 266 Stunden an Schulungen und Seminaren für unsere Kunden und interessierte Handwerker angeboten, an denen in Summe 9.415 Personen mit unseren Produkten vertraut gemacht und Wissen vertieft wurde


Der Erfolg der Gesellschaft basiert auch auf der Kompetenz unserer Mitarbeiter. Diverse Fortbildungsmöglichkeiten tragen zur fachlichen Entwicklung bei.


Die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sind unabdingbare Voraussetzungen für einen erfolgreich arbeitenden Betrieb. Über das in der MAPEI-Organisation implementierte Arbeitsschutzsystem soll die Gesundheit der Mitarbeiter erhalten und Unfälle vermieden bzw. deren Auswirkung minimiert werden.


Der Schutz der Umwelt und die Schonung von Ressourcen ist ein fester Bestandteil der MAPEI-Philosophie. Viele Produkte entsprechen dem internationalen Bewertungssystem LEED (Leadership in Energy and Environmental Design). Mapei-Produkte sind das Ergebnis eines sehr qualifizierten und engagierten Forschungsteams dessen Ziel es ist, innovative Produkte zu kreieren, die in komplette Anwendungssysteme integriert werden können und effiziente Ergebnisse anbieten. In den Forschungsabteilungen der MAPEI Gruppe wird besonderes Augenmerk auf die Verwendung von Substanzen gelegt, die mit den Gesundheitsanforderungen vereinbar sind und die Umwelt schützen. Durch einen effizienten Einsatz von Ressourcen wird entlang der gesamten Produktionsprozesse ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der Umwelt geleistet. MAPEI hat lösungsmittelfreie Produkte mit geringer Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) entwickelt, die eine gute Luftqualität in den Gebäuden, in denen sie verwendet werden, garantieren, sowohl für das Wohlbefinden derjenigen, die die Produkte verwenden und anwenden, als auch für diejenigen, die die Gebäude nutzen. Seit 2005 dürfen diese Produkte das EC1-Zeichen tragen (sehr geringe Emission flüchtiger organischer Verbindungen), und seit 2010 das EMICODE EC1 PLUS-Zeichen (sehr geringe Emission flüchtiger organischer Verbindungen-PLUS).

Forschung und Entwicklung


Dem Bereich Forschung und Entwicklung wird von der Muttergesellschaft in Italien die größte Aufmerksamkeit gewidmet. Im Labor der MAPEI GmbH im Werk Weferlingen werden vor allem Qualitätskontrollen durchgeführt.

Voraussichtliche Entwicklung


Im Jahr 2023 gaben die Kosten für Rohstoffe etwas nach, waren aber weiter auf einem hohen Niveau, die Volatilität des Jahres 2022 nahm jedoch stark ab. Da im Jahr 2023 die gesetzten Umsatzziele nicht erreicht werden konnten, wurde ein negatives Ergebnis erwirtschaftet. Für das laufende Jahr 2024 erwarten wir eine Umsatzsteigerung und eine Verbesserung der Ertragslage, trotz der verhaltenen Aussichten in der Bauwirtschaft. Ein Wachstumspotenzial sehen wir weiterhin bei den Produkten für flexible Bodenbeläge und Parkett und Baustoffen. Bei den Produkten zur Verlegung von Keramik und Naturstein, Baustoffen sowie bei Dach- und Dichtungsbahnen ist das Marktvolumen rückläufig, dennoch rechnen wir mit steigenden Umsätzen. Für das laufende Geschäftsjahr werden leichte Anstiege der Material-, Logistik- und Energiekosten erwartet, die aber nicht an die Höhe der vergangenen Jahre anknüpfen.


In der oben genannten Planung erholt sich das EBITDA im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 wieder, kann aber das Vorkrisenniveau noch nicht erreichen. Die Unwägbarkeiten der andauernden Ukraine Krise, die Entwicklung in Nahost und die schlechte Wohnungsbaulage bergen jedoch eine Gefahr für das Wachstum in Deutschland und für die Entwicklung der MAPEI GmbH. Die Situation muss daher genau beobachtet und bei Bedarf schnell reagiert werden. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresfehlbetrag gerechnet, der aber im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 deutlich reduziert ist.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Für das Jahr 2024 erwartet der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB) 2 einen realen Zuwachs in der Baukonjunktur von 2,7 %. Die Nachfrage nach Bauleistungen im Wohnungsbau sind weiter verhalten, daher erwartet der ZDB im Hochbau einen realen Rückgang von -1 %, dies wird durch den Zuwachs im Tiefbau (+7 %) kompensiert.


Die Gesellschaft ist eng in das Risikomanagementsystem der MAPEI S.p.A., Mailand, Italien, eingebunden, die die Entwicklung der Gesellschaft mithilfe regelmäßiger Berichte überwacht. Die Geschäftsführung überwacht kontinuierlich die Aktivitäten auf der Basis detaillierter Projektplanungsrechnungen und Budgetüberwachungen.

2 Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.; Konjunkturprognose 2024


Wir versuchen durch die kontinuierliche Erweiterung unserer Geschäftsfelder mögliche Risiken zu streuen und die Chancen für weiteres Wachstum zu nutzen. In Verbindung mit der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und unserem geschulten technischen Kundendienst wollen wir eine hohe Kundenzufriedenheit und -bindung an unsere Marke erreichen.


Die Beschaffungskosten von Rohstoffen und Handelswaren haben sich im Jahr 2023 stabilisiert, sind aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Logistikkosten werden durch hohe Kosten für Treibstoff und gestiegene Personalkosten beeinflusst und stiegen im vergangenen Jahr weiter an. Durch Anpassungen der Verkaufspreise konnten diese Effekte, aufgefangen werden.


Im vergangenen Jahr wurden Lieferungen, bis auf eine Ausnahme, sowie eingehende Rechnungen in EUR fakturiert. Ein Fremdwährungsrisiko besteht momentan nur bei einem Lieferanten, der einen Rohstoff in US Dollar berechnet, und ist somit sehr gering. Auch in den nächsten Jahren wird diese Situation voraussichtlich unverändert bleiben.


Risiken können sich im Vorratsvermögen bei der Bewertung von Fertigerzeugnissen und Handelswaren ergeben. Im Bereich der Handelswaren führte die retrograde Bewertung zu einem Abwertungsbedarf, der ergebniswirksam verbucht wurde.


Die Bonitäts- und Liquiditätslage unserer Kunden war im Jahr 2023 stabil. Für die kommenden Jahre rechnen wir weiterhin mit verlässlichen Zahlungseingängen unserer Geschäftspartner. Das Ausfallrisiko sehen wir daher als gering an. Um jedoch unvorhersehbare Liquiditätsprobleme unserer Kunden abzusichern, besteht eine Warenkreditversicherung über die Euler Hermes Deutschland, Niederlassung der Euler Hermes SA, Hamburg.


Auf Grundlage der Ergebnis- und Liquiditätsplanung sehen wir insgesamt im Prognosezeitraum kein bestandsgefährdendes Risiko für die MAPEI GmbH. Wie bereits im Punkt Finanzlage erläutert, ist zum einen durch das Cash-Pooling-Verfahren die Liquidität der Gesellschaft gesichert. Darüber hinaus hat die Gesellschafterin gegenüber der MAPEI GmbH eine Patronats- und Rangrücktrittsvereinbarung abgegeben, um sicher zu stellen, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Sollte im Prognosezeitraum eine Stärkung des Eigenkapitals erforderlich sein, so hat sich auch hier die Gesellschafterin bereit erklärt, geeignete Maßnahmen zu ergreifen.


Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auch auf den Nachtragsbericht im Anhang.

Zweigniederlassungen


Der Hauptsitz der Gesellschaft ist in Großostheim. Die Produktion, das Qualitätslabor sowie ein Rohstoff- und Warenlager befinden sich in Weferlingen. Zudem gibt es eine anwendungstechnische Werkstatt für die Mitarbeiter der Anwendungstechnik in Bottrop sowie ein Schulungszentrum mit weiteren anwendungstechnischen Räumen in Kleinwallstadt.

 

Großostheim, den 18. Juni 2024

Dr. Uwe Gruber

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

20 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.