TEG Textile
Expert Germany GmbH
Heinsdorfergrund
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
1.
Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell
Als Konfektionär für flexible Materialien
sind wir spezialisiert auf die Verarbeitung von Textilien,
Kunstledern, Folien, Vliesstoffen, Abstandsgewirken und
anderen flexiblen Flächenmaterialien. Unsere Ziele sind
durch optimierte Techniken und Prozesse dem Kunden einen
Zusatznutzen zu verschaffen und die Ansprüche unserer
Kunden nicht nur zu erfüllen, sondern zu
übertreffen. Hierfür haben wir am Standort
Heinsdorfergrund die Voraussetzungen für einen modernen
Maschinenpark mit angeschlossenem Technikum geschaffen. Unser
Qualitätsdenken wird durch die existierende ISO9001 und
die im Jahre 2023 erfolgreiche Re-Zertifizierung
gemäß IATF16949 dokumentiert. In unserem Hause
wird die Qualität der Produkte und Dienstleistungen
durch vielfältige Kontrollmechanismen abgesichert.
Kerngeschäftsfelder ist der Bereich Automobil,
hier speziell der Bereich Interieur sowie Filtermedien bzw.
Filterbestandteile. Wir sind geschätzte Partner für
global agierende Kunden und liefern unsere Produkte weltweit
an deren Werke.
Zusätzlich produziert das Unternehmen Bauteile
für Anwendungen im Bereich Industrie, Medical, Bau und
Verpackung.
Wir produzieren Produkte sowohl im eigenen Namen als
auch als Lohnkonfektionär white labelled, das
heißt im Namen unserer Kunden, welche die dazu zu
bearbeitenden Materialien beistellen.
2.
Wirtschaftsbericht
Der Konjunkturverlauf der Automobil- und Filterindustrie
war geprägt durch eine volatile Jahresentwicklung. Dies
hatte zur Folge, dass Aufträge zunehmend kurzfristiger
und in unterschiedlicher Höhe bei der TEG Textile Expert
Germany GmbH eingingen. Dies betraf nicht nur die Projekte
und Kunden in Deutschland oder der Europäischen Union
sondern weltweit.
Dadurch, dass die Automobilindustrie zunehmend unter
dem Druck der Transformation hin zur Elektrifizierung in
Verbindung mit einem verstärkten Wettbewerbsdruck mit
neuen Anbietern, speziell aus Fernost, steht, wurden Sourcing
Entscheidungen verspätet getroffen und die Neuakquise
von zusätzlichen Volumina erschwert.
Es war feststellbar, dass durch die insgesamt
gesunkenen Mengen Wettbewerber Angebote teilweise unter
Selbstkosten platziert haben, um Fixkosten zu decken. Diese
ungute Entwicklung kann mittelfristig nur zu einer
Elimination von Wettbewerbern führen.
Parallel wurden durch Kunden bereits Forderungen zu
einer Rückabwicklung der durchgesetzten
Preiserhöhungen gestellt, auf Basis der gesunkenen
Energiekosten, Logistikkosten und den eingestellten
Preisniveaus aus Gründen der im obigen Absatz genannten
Effekte.
Die Energiepreise waren im Jahre 2023 weiterhin auf
hohem Niveau. Die Absicherung der Energiepreise über
langfristige Lieferverträge hat hier dazu beigetragen,
die erhöhten Kosten abzumildern und das Kostenniveau
wurde somit über das gesamte Jahr 2023 abgesichert.
Der Geschäftsverlauf zeigte im Jahr 2023 einen
volatilen Verlauf, der sich wiederum in den unterschiedlichen
Darstellungen der einzelnen Monatserlöse manifestiert
hat. Ungewöhnlich war über die einzelnen Monate
eine Diskontinuität der Umsatz- und Absatzzahlen
feststellbar. Im Gegensatz dazu hat sich das automotive
Geschäftsvolumen in den vergangenen Jahren als
kontinuierlich und somit als planbarer dargestellt.
Auf das zurückliegende Geschäftsjahr kann die
TEG Textile Expert Germany GmbH trotz des volatilen
Jahresverlaufs als befriedigend zurückblicken.
3.
Vermögens-, Finanz-, Ertragslage
Die Bilanzsumme hat sich von € 8.178.659,27 in
2022 auf € 6.579.138,74 in 2023 um 19,6 % verringert.
Der Umsatzrückgang von € 6.107.712,22 in 2022
auf € 5.605.493,28 in 2023 wurde maßgeblich durch
Produktionsverlagerungen in das Werk Cadca / Slowakei
bedingt. Die Produktionsverlagerungen waren noch wesentlich
höher als der Umsatzrückgang, konnten aber durch
Umsatzerhöhungen der TEG Textile Expert Germany GmbH im
Stammwerk Heinsdorfergrund teilweise aufgefangen werden.
Externe Aufwendungen für bezogene Leistungen waren
2023 nahezu identisch mit 2022, € 679.609,24
gegenüber € 623.426,59 in 2022. Ein Großteil
dieser externen Aufwendungen wurde von externen Partnern in
das Werk TEG Slovakia verlagert.
Das Anlagevermögen hat sich von €
5.127.462,28 in 2022 auf € 4.656.138,49 in 2023 um 9,19
% verringert.
Die Abschreibungen haben sich unwesentlich
gegenüber 2022 um 1,04 % erhöht und können
somit als gleichbleibend benannt werden
Forderungen
Der Forderungsstand aus Lieferung und Leistung hat sich
von 2022 auf 2023 von € 285.028,26 auf
€ 298.162,72 um 4,6 % erhöht. Positiv zu
vermerken ist die außerordentlich niedrige Rate der
überfälligen Forderungen, die zu
Forderungsausfällen führen kann.
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich
reduziert von € 1.067.566,40 in 2022 auf €
327.519,18 in 2023. Diese Reduzierung ist maßgeblich
durch die Rückführung eines Darlehens im Jahre 2023
getragen.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
haben sich von € 1.635,486,20 in 2022 auf €
1.400.918,32 in 2023 reduziert.
Arbeitnehmer, Durchschnitt 2023
| Beschäftigte
Mitarbeiter |
48 |
| Beschäftigte
Leiharbeiter |
1 |
Die Anzahl der Mitarbeiter wurde dem Verlauf des
Auftragsvolumens angepasst. Des Weiteren wurde in die
Weiterbildung der Mitarbeiter investiert, insbesondere in die
Bereiche ERP, Qualität und Prozesse.
Die Lage des Unternehmens ist zufriedenstellend.
4.
Prognosebericht
Die eingeleitete Digitalisierung der
Geschäftsprozesse trägt im Jahre 2023 erste
Früchte. Die Prozesse sind wesentlich transparenter,
durchgängiger, effizienter und nachvollziehbarer. Dies
zeigt sich insbesondere bei Entscheidungsprozessen, und
Prozesse, die Kosten minimieren sowie bezüglich der
finanziellen Indikatoren.
Die Digitalisierung wird weiterhin vorangetrieben und
die bereits digitalisierten Prozesse werden bezüglich
der oben genannten Faktoren fortwährend optimiert.
Durch die eingeleitete umfassende Digitalisierung in
allen Bereichen des Unternehmens und der damit verbundenen
engen Anbindung unserer Kunden und Lieferanten bietet das
Unternehmen für bestehende und neue Kunden
Wettbewerbsvorteile aufgrund höherer Effizienzen sowohl
innerhalb der Unternehmen als auch bei den Stakeholdern des
Unternehmens.
Der Ausbau des Produktportfolios im Bereich von
Non-Automotive Anwendungen wird planmäßig
vorangetrieben. Für das zukünftige Produktportfolio
wird ein komplett neuer Produkt-Bereich aufgebaut, der sowohl
im Automotive als auch im Non-Automotive als Eigenprodukt
Verwendung finden kann. Die Konzeptionierung wurde bereits in
Angriff genommen und im Jahr 2024, im 1.Quartal, wird hierzu
ein Technikum mit einer entsprechenden Anlage aufgebaut.
Die TEG Textile Expert Germany GmbH erwartet für
das operative Ergebnis im Jahre 2024 eine leichte
Verbesserung zum Jahr 2023. Aufgrund von steigenden
Investitionen wird sich das operative Ergebnis 2025
voraussichtlich leicht vermindern, aber noch über dem
Ergebnis 2023 liegen.
5.
Chancen- und Risikobericht
a. Risikobericht
Die verschlechterte Wettbewerbsposition im Vergleich zu
ausländischen Wettbewerbern, die an Standorten mit
deutlich günstigeren Kostenstrukturen produzieren,
stellt für das Unternehmen eine Herausforderung dar.
Diesem Risiko begegnet das Unternehmen erfolgreich mit dem
Aufbau des Standortes Cadca in der Slowakei.
Ertragsorientierte Risiken ergeben sich durch den
Kostendruck der Kunden in Verbindung mit weitergehenden
Forderungen für Preissenkungen der vormals
durchgesetzten Preiserhöhungen im Zuge der Coronakrise
in Verbindung mit den erhöhten Kosten für Personal
und Energie.
Das allgemeine Zinsniveau sowie die verschärften
Vorgaben für die Kreditvergabe erschweren die
Re-finanzierung von Investitionen. Momentan stellt dies
für das Unternehmen kein Risiko dar, kann aber aufgrund
der geplanten außerordentlichen
Investitionstätigkeit des Unternehmens zu erhöhten
Aufwendungen in den Folgejahren führen.
b. Chancenbericht
Chancen ergeben sich durch neue Produktbereiche.
Hierbei ist insbesondere ein spezieller Produktbereich zu
betrachten, den das Unternehmen sukzessive in den
nächsten Jahren ausbauen wird.
Dieser Produktbereich wird auch im Bereich Ertrag
wesentlich zur Verbesserung der Ertragssituation des
Unternehmens beitragen.
Zudem werden sich in Zukunft die Investitionen in ein
neues ERP-System sowie die weitere Digitalisierung der
Verwaltungsabläufe bezgl. Kundengewinnung als auch bei
der Optimierung des Ertrages positiv auswirken.
Der weitere Ausbau des Werkes und Kompetenzzentrums der
Tochterfirma TEG Slovakia s.r.o. in Cadca, Slowakei, wird
sich ebenfalls positiv bei der Auftragsakquise darstellen.
Remote Funktionen für die Tochtergesellschaften
werden durch den deutschen Standort bereitgestellt, so dass
Funktionalitäten als auch das identische
Qualitätsniveau an beiden Standorten gewährleistet
sind.
Die TEG Textile Expert Germany GmbH erwartet für
die folgenden Jahre eine weitestgehend gute
Geschäftsentwicklung.
c. Gesamtaussage
Die Lage des Unternehmens ist zufriedenstellend.
6.
Bericht über Zweigniederlassungen
Das Unternehmen hat eine Tochterfirma in Cadca /
Slowakei.
Dieses Werk betreut einerseits einen eigenen
Kundenstamm, andererseits fungiert das Werk als Lohnfertiger
für die deutsche Muttergesellschaft. Es wird auf
absehbare Zeit eine Erweiterung des Standortes ist geplant,
da dort weitere Projekte zum Serienanlauf kommen werden.
Köditz, den 15.
Oktober 2024
|
|
|
gez. Timo Fischer
|
|
Geschäftsführer
|
|
gez. Peter Wiedemann
|
|
Geschäftsführer
|
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
4.656.138,49 |
5.127.462,28 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
159.449,00 |
164.675,15 |
| II.
Sachanlagen |
2.696.294,08 |
3.047.391,72 |
| III.
Finanzanlagen |
1.800.395,41 |
1.915.395,41 |
| B.
Umlaufvermögen |
1.896.008,14 |
3.007.204,45 |
| I.
Vorräte |
573.785,61 |
659.435,07 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
625.681,90 |
1.353.013,21 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
696.540,63 |
994.756,17 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
26.992,11 |
43.992,54 |
| Aktiva |
6.579.138,74 |
8.178.659,27 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
4.246.990,89 |
4.168.714,91 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
4.143.714,91 |
4.528.975,83 |
| III.
Jahresüberschuss |
78.275,98 |
-385.260,92 |
| B.
Rückstellungen |
187.019,46 |
1.565.565,48 |
| C.
Verbindlichkeiten |
1.895.828,39 |
2.134.652,79 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
0,00 |
1.826,09 |
| E.
Passive latente Steuern |
249.300,00 |
307.900,00 |
| Passiva |
6.579.138,74 |
8.178.659,27 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
4.078.157,33 |
4.265.541,58 |
| 2.
Personalaufwand |
2.086.982,15 |
2.106.776,01 |
| a)
Löhne und Gehälter |
1.766.710,67 |
1.787.563,84 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
320.271,48 |
319.212,17 |
| davon
für Altersversorgung |
3.099,85 |
1.394,12 |
| 3.
Abschreibungen |
777.896,03 |
769.859,49 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
777.896,03 |
769.859,49 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.162.956,53 |
1.190.195,99 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
62.747,43 |
15,00 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
12.340,27 |
|
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
25.362,16 |
1.714,75 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
0,00 |
389,40 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
31.982,16 |
23.218,88 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
26.953,57 |
545.481,88 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
58.600,00 |
|
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
|
307.900,00 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
79.496,48 |
-368.260,92 |
| 10.
sonstige Steuern |
1.220,50 |
17.000,00 |
| 11.
Jahresüberschuss |
78.275,98 |
-385.260,92 |
Anhang
1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
| Firma: |
TEG Textile Expert Germany
GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Heinsdorfergrund |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Chemnitz |
| Register-Nr.: |
HRB 28341 |
Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist
nach den Vorschriften des Dritten Buches des
Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu
diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu
beachten.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer mittelgroßen
Kapitalgesellschaft nach § 264 i.V.m. § 267 HGB
auf.
Die Bilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des
§ 266 HGB. In Erweiterung des gesetzlichen
Gliederungsschemas wurde die Position Genossenschaftsanteile
hinzugefügt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach
dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB
aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen
wurden in Anspruch genommen.
Die Ausübung von Bilanzierungs-, Bewertungs- und
Ausweiswahlrechten erfolgte grundsätzlich
unverändert zum Vorjahresabschluss. Dem Prinzip der
Bewertungsstetigkeit wurde Rechnung getragen.
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gehen
grundsätzlich vom going-concern-Prinzip aus.
Im Einzelnen sind folgende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden angewandt:
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden
zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder
Firmenwert enthält Kundenstammdaten. Die
Abschreibungsdauer wurde mit 15 Jahren festgelegt.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert. Die
Herstellungskosten enthalten angemessene Teile der Material-
und Fertigungsgemeinkosten. Die planmäßigen
Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen
Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear
vorgenommen.
Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten
bis EUR 800,00 wurden im Geschäftsjahr in voller
Höhe abgeschrieben und der fiktive Abgang unterstellt.
Die Ausleihungen sind mit dem Nennwert angesetzt.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die
Genossenschaftsanteile werden mit den Anschaffungskosten
bewertet.
Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung
des Niederstwertprinzips bewertet. Die Ermittlung der
Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens.
Der Ansatz der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu
Herstellungskosten. Die Wertermittlung erfolgt dabei nach der
retrograden Methode, das heißt ausgehend von den
Verkaufspreisen werden noch anfallende Kosten und Gewinne
abgezogen.
Das Niederstwertprinzip wurde beim Ansatz der
Gegenstände des Vorratsvermögens beachtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
werden zum Nennwert bilanziert. Es waren keine
Einzelwertberichtigungen zu bilden.
Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.
Latente Steuern werden nach dem "Temporary-Konzept" als
Differenz zwischen den handelsrechtlichen und
steuerrechtlichen Wertansätzen für alle
Bilanzposten separat berechnet. Es werden nur diejenigen
Differenzen berücksichtigt, die sich in späteren
Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen.
Die Rückstellungen wurden für alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten
gebildet. Sie sind mit dem nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrag bewertet und gegebenenfalls abgezinst.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
3. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens im
Geschäftsjahr 2023 ist aus dem nachfolgenden
Anlagespiegel ersichtlich.
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
77.330,22
|
44.397,65
|
0,00
|
133.581,15
|
255.309,02
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
7.500,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
7.500,00
|
3. geleistete Anzahlungen
|
133.581,15
|
0,00
|
0,00
|
-133.581,15
|
0,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
218.411,37
|
44.397,65
|
0,00
|
0,00
|
262.809,02
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
133.598,03
|
1.059,20
|
0,00
|
0,00
|
134.657,23
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
4.355.837,71
|
122.738,90
|
41.981,42
|
66.678,34
|
4.503.273,53
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
472.891,42
|
125.837,79
|
31.734,14
|
0,00
|
566.995,07
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
68.658,72
|
129.947,08
|
1.980,38
|
-66.678,34
|
129.947,08
|
Summe Sachanlagen
|
5.030.985,88
|
379.582,97
|
75.695,94
|
0,00
|
5.334.872,91
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
14.494,82
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
14.494,82
|
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
|
430.150,59
|
10.000,00
|
145.000,00
|
0,00
|
295.150,59
|
3. sonstige Ausleihungen
|
1.470.000,00
|
20.000,00
|
0,00
|
0,00
|
1.490.000,00
|
4. Genossenschaftsanteile
|
750,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
750,00
|
Summe Finanzanlagen
|
1.915.395,41
|
30.000,00
|
145.000,00
|
0,00
|
1.800.395,41
|
Summe Anlagevermögen
|
7.164.792,66
|
453.980,62
|
220.695,94
|
0,00
|
7.398.077,34
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
53.069,22
|
49.123,80
|
0,00
|
0,00
|
102.193,02
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
667,00
|
500,00
|
0,00
|
0,00
|
1.167,00
|
3. geleistete Anzahlungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
53.736,22
|
49.623,80
|
0,00
|
0,00
|
103.360,02
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
20.034,03
|
9.391,20
|
0,00
|
0,00
|
29.425,23
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
1.806.392,71
|
629.745,24
|
41.570,42
|
0,00
|
2.394.567,53
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
157.167,42
|
89.135,79
|
31.717,14
|
0,00
|
214.586,07
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
1.983.594,16
|
728.272,23
|
73.287,56
|
0,00
|
2.638.578,83
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
3. sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
4. Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
2.037.330,38
|
777.896,03
|
73.287,56
|
0,00
|
2.741.938,85
|
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
153.116,00
|
24.261,00
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
6.333,00
|
6.833,00
|
3. geleistete Anzahlungen
|
0,00
|
133.581,15
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
159.449,00
|
164.675,15
|
II. Sachanlagen
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
105.232,00
|
113.564,00
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
2.108.706,00
|
2.549.445,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
352.409,00
|
315.724,00
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
129.947,08
|
68.658,72
|
Summe Sachanlagen
|
2.696.294,08
|
3.047.391,72
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
14.494,82
|
14.494,82
|
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
|
295.150,59
|
430.150,59
|
3. sonstige Ausleihungen
|
1.490.000,00
|
1.470.000,00
|
4. Genossenschaftsanteile
|
750,00
|
750,00
|
Summe Finanzanlagen
|
1.800.395,41
|
1.915.395,41
|
Summe Anlagevermögen
|
4.656.138,49
|
5.127.462,28
|
Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern
Der Betrag der Forderungen gegenüber
Gesellschaftern, der in sonstigen
Vermögensgegenständen enthalten ist, beläuft
sich auf EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 161,73).
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten
auf:
|
|
Fälligkeiten
|
|
|
|
Gesamt
|
bis 1 Jahr
|
über 1 Jahr
|
über 5 Jahre
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
1.400.918,32
|
255.328,25
|
1.145.590,07
|
437.500,00
|
(Vorjahr)
|
1.635.486,20
|
241.149,24
|
1.394.336,96
|
562.500,00
|
Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
(Vorjahr)
|
11.736,00
|
11.736,00
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
316.968,45
|
316.968,45
|
0,00
|
0,00
|
(Vorjahr)
|
211.239,65
|
211.239,65
|
0,00
|
0,00
|
Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
|
21.732,48
|
21.732,48
|
0,00
|
0,00
|
Vorjahr
|
9.917,39
|
9.917,39
|
0,00
|
0,00
|
Sonstige Verbindlichkeiten
|
156.209,14
|
154.270,14
|
1.939,00
|
0,00
|
(Vorjahr)
|
266.273,55
|
241.445,16
|
24.828,39
|
0,00
|
|
1.895.828,39
|
748.299,32
|
1.147.529,07
|
437.500,00
|
(Vorjahr)
|
2.134.652,79
|
715.487,44
|
1.419.165,35
|
562.500,00
|
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe
von EUR 8.711,44 (Vorjahr: EUR 8.735,40) enthalten.
In Höhe von EUR 152.668,83 sind die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch
Sicherungsübereignungen besichert.
4. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und
Verlustrechnung
Währungsumrechnung
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind EUR
2.929,12 (Vorjahr: EUR 273,68) Erträge aus
Währungsumrechnung enthalten. In den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen sind EUR 237,09 (Vorjahr: EUR
1.096,94) Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten.
5. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten
Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten besteht eine selbstschuldnerische
Bürgschaft in Höhe von EUR 125.000,00.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen in Höhe von TEUR 267 sonstige finanzielle
Verpflichtungen pro Jahr aus Miet- und Leasingverträgen.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 48 die sich wie folgt aufteilen:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Lohnempfänger
|
|
37,00
|
Gehaltsempfänger
|
|
11,00
|
Namen der Geschäftsführer
Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch
folgende Personen geführt:
Herr Timo Fischer, Geschäftsführer,
Köditz
Herr Peter Wiedemann, Geschäftsführer, Kirkel
Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4
HGB bezüglich der
Geschäftsführervergütung wurde in Anspruch
genommen.
Anteilsbesitz
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 werden folgende
Beteiligungen im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB gehalten:
Beteiligung
|
Anteilsbesitz
|
Eigenkapital
|
Ergebnis 2023
|
|
|
EUR
|
EUR
|
TEG Slovakia s.r.o.
|
95,00%
|
101.610,00
|
175.833,00
|
Okruzna 236 Cadca 022 04;
Slowakei
|
|
|
|
Unterschrift der Geschäftsführung
Köditz, den 15.
Oktober 2024
|
|
|
gez. Timo Fischer
|
|
Geschäftsführer
|
|
gez. Peter Wiedemann
|
|
Geschäftsführer
|
Angaben zur Feststellung und Ergebnisverwendung:
Die Gesellschafterversammlung vom 27.11.2024 hat den
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und
beschlossen, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von
78.275,98 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.
Bestätigungsvermerk
Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss
zum 31.12.2023 wurde in Anwendung des § 327 HGB
verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und
dem Lagebericht hat die Schell & Block GmbH,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, den folgenden
Bestätigungsvermerk erteilt:
Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers an die TEG Textile Expert Germany GmbH;
Heinersdorfergrund
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der TEG Textile Expert
Germany GmbH, Heinersdorfergrund, - bestehend aus der Bilanz
zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der TEG Textile Expert Germany GmbH, Heinersdorfergrund,
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis
zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht
der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlugen und Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher, als dass Risiko,
dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen
zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, 15. November 2024
Schell & Block GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
(Schell)
Wirtschaftsprüfer |