Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 19632
Vorher
EXPLORER Fernreisen GmbH
Eingetragen
17.1.2018
Branche
ReiseveranstalterErbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.Vermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Gegenstand
Die Vermittlung und Veranstaltung von Reisen aller Art an Endkunden, Reisebüros und Wiederverkäufer sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Hansen
seit 30.4.2026
Prokura
Bianca Bauer
seit 16.10.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Schauinsland Reisevertriebs GmbH
Germany
25.100 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EXPLORER Travel GmbH (vormals: EXPLORER Fernreisen GmbH)

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Wirtschaftsbericht

a. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Explorer Travel GmbH wurde im Jahr 1970 als Reiseveranstalter gegründet und hat sich über die letzten fünf Jahrzehnte als Spezialist für den Vertrieb von Fern- und Individualreisen einen Namen gemacht. Sukzessive wurden eigene Büros deutschlandweit eröffnet und für den Vertrieb genutzt.

Seit der Ausgründung des Reiseveranstalters in eine eigene Gesellschaft, die Explorer World of Travel GmbH, ist Explorer Travel GmbH die zentrale Vertriebsorganisation der Explorer Travel Group.

Explorer Travel Group steht für hochwertige Individual- und Erlebnisreisen sowie Fernflüge in alle Regionen der Welt. Die Explorer Travel GmbH verfügt über rund 30 eigene Reisevertriebseinheiten mit mehr als 150 Verkaufsmitarbeitern. Daneben verfügt die Explorer Travel Group über den eigenen Reiseveranstalter, ein digitales Sales Team sowie eine Online-Buchungsplattform in der EST Digital GmbH.

Neben der starken Hauptmarke Explorer werden günstige Flug- und Gruppenreisen unter der bei jungen Reisenden und Studenten beliebten Marke STA Travel vermittelt sowie Pauschalreisen zu naheliegenden Warmwasserdestinationen unter der Traditionsmarke Travel Overland.

Zudem verfügt die Gruppe mit ORCA über einen ausgewiesenen Spezialisten für Tauchreisen an die angesagtesten Unterwasserdestinationen in aller Welt.

Die Explorer Travel ist eine der führenden Reisevertriebsorganisationen für hochwertige Individual- und Erlebnisreisen im deutschen Markt. Die Gesellschaft vereint außerordentliche Beratungskompetenz und das Reise Know-how von deutschlandweit rund 150 Experten für den Vertrieb von Fern-, Individual und Erlebnisreisen, ein spezialisiertes B2B Team für Studenten- und Gruppenreisen und den auf den Verkauf von Fluggruppenreisen spezialisierten Agenturdienst.

Die Explorer Travel Group unterhält über ihren Veranstalter und ihre Reiseexperten ein einzigartiges Netzwerk von über 500 touristischen Partnern in den spannendsten und exotischsten Destinationen weltweit. Die meist langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit zu den internationalen Leistungsträgern versetzt Explorer Travel in die Lage, ihren Kunden außergewöhnliche und unvergessliche Reiseerlebnisse anzubieten.

b. Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Ende 2023 firmierte die Gesellschaft von "Explorer Fernreisen" zu "Explorer Travel" um. Mit dieser Namensänderung trägt die Gesellschaft der Integration von Reisebüros und Mitarbeitern der STA Travel Rechnung, die seit 1. Dezember 2023 zu Explorer Travel gehören, sowie der bereits im Vorjahr übernommenen vier Reisebüros der Marke Travel Overland.

c. Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf

Das Wirtschaftsjahr 2023 entwickelte sich erheblich besser als die corona-geprägten Vorjahre. Allerdings gab es immer noch Kapazitätsengpässe vor allem bei den weltweiten Flugverbindungen.

Darüber hinaus merkte man auch im weltweiten Tourismus den Fachkräftemangel, da viele Mitarbeiter während des coronabedingten Stillstands in andere Branchen gewechselt sind. Explorer Travel ist personellen Engpässen begegnet, in dem es im Dezember 2023 sechs Reisebüros der Marke STA Travel übernommen hat und darüber hinaus weitere Mitarbeiter der STA Travel integriert hat.

Aufgrund fehlender Kapazitäten und hoher Nachfrage, sind die Reisepreise um durchschnittlich 25-30 % im Vergleich zur Zeit vor Corona angestiegen.

Bei den Zielgebieten haben vor allem Zielgebiete in Asien eine sehr gute Entwicklung genommen, die nach Corona erst langsamer wieder geöffnet haben. Hier konnte ein signifikanter Nachholeffekt verzeichnet werden konnte. Vor allem Japan, Thailand, Vietnam und Sri Lanka weisen überproportionale Wachstumsraten auf.

Der Fokus der über Explorer Travel verkauften Zielgebiete liegt weiterhin auf dem außereuropäischen Ausland. Dennoch wurden ausgewählte Reiseleistungen für Individualtouristen auch für den europäischen Raum neu in das Portfolio aufgenommen und verstärkt verkauft.

Die Neubuchungen entwickelten sich positiv und stiegen bis Dezember 2023 vor Integration der STA Travel Reisebüros um +21% auf nunmehr 74,5 Mio. € (Vorjahr 61,4 Mio. €). Die neuen Buchungsplattformen wurden weiterentwickelt und Prozessoptimierungen führten zu verbesserten Routinen.

d. Vermögens-, Finanz- & Ertragslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 3,8 Mio. € (Vorjahr 11,5 Mio. €).

Die Verringerung der Bilanzsumme ist auf die Saldierung von im Vorjahr separat ausgewiesenen Guthaben gegenüber Geldinstituten auf der Aktivseite einerseits, und Verbindlichkeiten gegenüber Geldinstituten auf der Passivseite andererseits, zurückzuführen. So betrug das Guthaben bei Kreditinstituten 237 T€ (Vorjahr 8,0 Mio. €) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0€ (Vorjahr 7,5 Mio. €).

Das Anlagevermögen erhöhte sich durch den Erwerb der STA Travel Reisebüros und nach der regulären Abschreibung auf 1,0 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €). Im Umlaufvermögen verringerten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände moderat auf 1,7 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €).

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft war stabil.

Die Gesellschaft konnte jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit als Reisevermittler ist die Liquiditätsentwicklung geprägt durch das Buchungs- und das Abreiseverhalten der Kunden. Daher erreichte die Liquidität erwartungsgemäß zum Jahreswechsel saisonal bedingt bei 0,2 Mio. € ihren Tiefpunkt (Vorjahr 0,5 Mio. €).

Die Corona-bedingt eingetretene bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft konnte durch ein positives Unternehmensergebnis von +0,1 Mio. € weiter verringert werden. Das negative Eigenkapital beträgt am Bilanzstichtag noch -0,8 Mio. € (Vorjahr -0,9 Mio. €).

Die Geschäftsführung geht unverändert von einer positiven Fortführungsprognose aus (siehe III. Prognosebericht).

Die Gesamtleistung lag 2023 bei 8,7 Mio. € (Vorjahr 11,2 Mio.€).

Dieser scheinbare Rückgang erklärt sich durch die 2022 eingeleitete Transformation vom Veranstalter zu einer reinen Vertriebsgesellschaft. Bei Ausgründung des Reiseveranstalters verblieb der bis dato generierte Buchungsumsatz des Reiseveranstalters in der Explorer Travel und erhöhte zum Zeitpunkt der Abreisen in 2022 die Gesamtleistung. Entsprechend wies die Gesellschaft 2022 noch rund 6,3 Mio. € Veranstalterumsatz (auf Abreise) aus, dem entsprechenden Aufwand für bezogene Veranstalter-Leistungen gegenüberstand.

Tatsächlich ist die Explorer Travel in 2023 signifikant gewachsen. Dies spiegelt sich insbesondere im vermittelten Reiseumsatz wider, der auf 77 Mio.€ anstieg und somit rund +25% höher lag als noch im Vorjahr.

Der Personalaufwand stieg um ca. 0,5 Mio. € auf nunmehr 4,3 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €), die Raumkosten stiegen um 0,1 Mio. € auf 1,3 Mio. €. In diesen Veränderungen spiegelt sich neben inflationsbedingt steigenden Gehältern und Mieten vor allem die Integration der STA Travel Mitarbeiter und die Übernahme von sechs Reisebüros wider.

Die Werbe- und Reisekosten verringerten sich auf 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €), die verschiedenen betrieblichen Kosten stiegen auf 2,8 Mio. € (Vorjahr 1,8 Mio. €). Neben allgemeinen Preissteigerungen wurden die Werbekosten an eine Agentur ausgelagert, Zentralfunktionen der Holding wurden per Umlage an die Tochtergesellschaften weitergegeben.

Die aktuelle Buchungssituation, die Wirtschaftlichkeit der Standorte und die allgemeine Kostensituation werden monatlich im Rahmen eines rollierenden Forecasts durch das Controlling angepasst, mit der Geschäftsführung analysiert und gemeinsam erforderliche Maßnahmen abgestimmt.

II. Chancen- und Risikobericht

Chancen

Der bereits für 2022 prognostizierte Nachholbedarf nach der Pandemie - speziell im Fernreise-Segment - hat 2023 weiter angehalten. Die Einstellung des Buchungsniveaus aus 2019 konnte 2023 noch nicht erreicht werden. 2024 könnten einige Reisesegmente und einige Destinationen abgesehen von der Airline-Industrie das Niveau von 2019 aber tatsächlich übertreffen.

Die technische Neuausrichtung wie auch die vertriebstechnische Erweiterung aus 2022 werden für Explorer Travel wie im Vorjahr auch in 2024 und darüber hinaus einen signifikanten Wachstumsbeitrag leisten.

Das breit aufgestellte Produktportfolio mit Ergänzungen vor allem im Europa-Produkt erweist sich insbesondere bei regionalen Krisensituationen als Stabilitätsfaktor. Dabei trägt die Ausweitung des Europa-Produktes sowohl ökologischen wie auch ökonomischen Erfordernissen Rechnung. Kunden können jederzeit bei Explorer Travel Alternativen entsprechend ihren individuellen Wünschen und finanziellen Möglichkeiten finden.

Die Konsolidierung der Branche auch nach der Pandemie hält an und weitere Mitbewerber, wie am Beispiel FTI gesehen, werden insolvenzbedingt aufgeben müssen. Daraus ergeben sich auch Chancen für das weitere Wachstum von Explorer Travel vor allem bei individuell geplanten Bausteinreisen. Der Kundenstamm könnte daraus resultierend wachsen, da auch viele Kunden aus Sicherheits- und rechtlichen Gründen weiterhin eine zusammengestellte Reise über Veranstalter statt online buchen werden.

Die Schlussabrechnung zu den Coronahilfen war zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen. Dementsprechend wurden erwartete Nachzahlungen im Jahresabschluss 2023 noch nicht ausgewiesen und werden das Ergebnis im Jahr 2024 positiv beeinflussen.

Risiken

Neue Corona-Mutationen könnten ein Risiko darstellen und die Reisefreudigkeit wieder verringern, wie es in den letzten Jahren der Fall war. Andererseits ist die Gesellschaft inzwischen pandemieerprobt und wird sich in einem erneuten Pandemie-Fall entsprechend der Situation anpassen, um weiterhin wirtschaftlich Reisen anbieten zu können. Dieses Risiko hat sich in 2023 abgeschwächt.

Zusätzlich zu den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine hat im Nahen Osten ein weiterer Krieg zu Unsicherheit beigetragen, so dass ein kleiner Teil an Kunden potentielle Reisebuchungen erst einmal verschoben hat und auch die Buchungen beispielsweise für Zielländer wie Ägypten oder Jordanien zurückgegangen sind. Ein weiteres Unruhepotential besteht hinsichtlich der Spannungen zwischen China und Taiwan.

Naturkatastrophen, innere Unruhen oder Terrorismus zählen zu den weiteren Risiken für den weltweiten Tourismus. Die Sicherheit der Zielländer und eine gute Infrastruktur ist und war in den letzten Jahren die wichtigste Voraussetzung für die Urlaubsplanung. Das Management sieht sich hier jedoch aufgrund der Vielzahl angebotener Reisedestinationen gut aufgestellt, um auf jede Herausforderung reagieren zu können.

Klimabewusstsein, Nachhaltigkeit und ein bedachter Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten sind als Einflussfaktoren für die Reisebranche in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Diese Debatte führt teilweise zu einem anderen Reiseverhalten. Bahn oder Bus werden häufiger dem Flugzeug oder dem Auto als Transportmittel vorgezogen. Ein negativer Einfluss auf Fernreisen ist möglich, kann jedoch bislang nicht gemessen werden. Zudem begegnet die Gesellschaft dem geänderten Nachfrageverhalten durch adäquate Angebote in alternativen Reisesegmenten. Flüge können durch entsprechende Kompensationsangebote klimaneutral angeboten werden.

Weitere steigende Energie- und generell steigende Lebenshaltungskosten sind ein weiteres Risiko, da sich verfügbares Kapital potentieller Reisender für die Reiseplanungen dadurch vermindert. Auch erhöhte bzw. neu eingeführte Luftverkehrsabgaben auf Flüge etc. durch den Staat verteuern die Reisekosten.

Grundsätzlich geht die Geschäftsführung von einer signifikanten Nachzahlung aus der Schlussabrechnung der Coronahilfen aus. Dennoch bestehen bis zu einem finalen Bescheid der Behörden über die Schlussabrechnung Unsicherheiten. So könnten Teile der Schlussabrechnung angefochten werden oder eine Verzögerung bei der Auszahlung eintreten.

III. Prognosebericht

Nach der erfolgreichen Bewältigung der Coronakrise stellt das Jahr 2024 die Gesellschaft vor neue Herausforderungen.

Aus der Verknappung des weltweiten Flugangebotes haben sich Preissteigerungen ergeben, die nun im Fokus der Kunden und Mitarbeiter stehen. Höhere Treibstoffkosten resultierend aus der Ukrainekrise und weitere inflationstreibende Effekte verteuern auch die Reisepreise.

Nichtsdestotrotz sind die noch 2023 für 2024 getätigten Vorausbuchungen um ca. 1,6 Mio. € auf 33,7 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Wachstum von 5% zum Vorjahr. Die Reiselust scheint somit trotz eines sich langsam abschwächenden Nachholeffektes nicht gebrochen.

Vor allem Nordamerika steht weiter im Fokus der Fernreise-Interessierten. Zudem hat Asien an Bedeutung gewonnen. Reiseziele wie Japan, Australien oder Neuseeland werden wieder vermehrt nachgefragt und trotz der gegenüber dem Vorkrisen-Niveau gestiegenen Flugpreise auch gebucht.

Erfreuliche Resonanz gibt es auch zum Aktivurlaub. Der Tauchtourismus bei Explorer Travel mit der Marke "Orca" ist weiterhin stabil und trägt wesentlich zum derzeitigen Erfolg bei.

Nach einem verhaltenen ersten Buchungsquartal konnte im Mai 2024 mit der Schauinsland-Reisen Gruppe ein starker neuer Gesellschafter und Vertriebspartner für die Explorer Travel Group gewonnen werden. Rund 8.000 potenzielle Reiseagenturen und -Vertriebspartner von Schauinsland-Reisen werden zukünftig das Angebot erhalten, auch Explorer Reisen zu verkaufen. Die Bekanntheit der Marke Explorer wird damit signifikant steigen und daraus resultierend auch der Verkauf durch die eigenen Explorer Reisebüros profitieren.

Der Ausbau der Vertriebskanäle des Reiseveranstalters wird zwangsläufig auch zu einer Beschleunigung bei der technologischen Entwicklung führen. Neben dem Zugang für mehrere tausend zusätzliche Reisebüros wurden in Kooperation mit den Technologiepartnern umgehend neue Funktionen beauftragt, entwickelt und in Teilen ausgerollt. Hiervon profitiert auch Explorer Travel auf seinen Buchungssystemen.

Zudem rechnet die Geschäftsführung mit technologischen Synergien und Effizienzgewinnen in den Prozessen der Produkt- und Serviceorganisation des Veranstalters, von denen auch der eigene Verkauf in den Reisebüros profitiert.

Aufgrund der neuen Konzernmutter wird die Explorer Travel ebenso wie die anderen Gesellschaften der Unternehmensgruppe das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr auf das touristische Jahr ändern, so dass 2024 ein Rumpfgeschäftsjahr sein wird, das am 31. Oktober 2024 endet.

Im Rumpfgeschäftsjahr erwartet die Geschäftsführung bei den Neubuchungen ein Wachstum gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr von rund 25% auf dann knapp 80 Mio. € (Vorjahr 63,2 Mio. €). Die Neubuchungen werden schon nach zehn Monaten den Gesamtjahresumsatz 2023 übersteigen.

Bei der Kostenentwicklung stehen die Standortkosten im Fokus. Nach den allgemeinen Preisanpassungen und inflationsbedingten Mietpreiserhöhungen müssen an einigen Standorten Reduzierungen ausgehandelt werden oder günstigere Flächen gefunden werden. Diese Entwicklung sowie notwendigen Umstrukturierungen nach der STA Travel Integration werden das Ergebnis der Explorer Travel im Rumpfgeschäftsjahr 2024 belasten.

Deutlich positiv wird sich dagegen eine erwartete Nachzahlung aus der Schlussabrechnung der Corona-Überbrückungshilfen auswirken. Wenngleich das Ergebnis im Rumpfgeschäftsjahr hiervon profitieren wird, sind Verzögerungen bei der Auszahlung nicht ausgeschlossen.

Im Ergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr geht die Geschäftsführung somit von einem signifikant positiven Unternehmensergebnis aus. Dadurch wird sich die coronabedingte Situation der bilanziellen Überschuldung nahezu aufheben, so dass die Geschäftsführung uneingeschränkt von einer positiven Fortführungsprognose ausgeht.

Auch für das touristische Geschäftsjahr 2024/25 wird dann von einer weiteren Umsatzsteigerung im zweistelligen Prozentbereich und positiven Unternehmensergebnissen ausgegangen.

Diese Einschätzung wird zusätzlich bestärkt durch den Einstieg des neuen Mutterkonzerns Schauinsland-Reisen, der mit der Marke Schauinsland Reisen einer der erfolgreichsten Veranstalter im deutschen Reisemarkt ist.

Sollten die Planungsannahmen so nicht eintreten bzw. es zu erheblichen Verzögerungen bei der erwarteten Erstattung im Rahmen des Schlussantrags zu den Coronahilfspaketen kommen, kann angesichts der angespannten Liquidität eine Bestandsgefährdung aktuell nicht ausgeschlossen werden. Die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass bei einer gegenüber der Prognose schlechteren Entwicklung gemeinsam mit den Gesellschaftern Lösungen für einen Fortbestand der Gesellschaft gefunden werden.

 

Düsseldorf, den 03.09.2024

Explorer Travel GmbH

gez. Heike Niederberghaus, Geschäftsführerin

gez. Marco Hansen, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 999.043,87 638.465,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 853.592,60 494.254,28
1. Geschäfts- oder Firmenwert 851.833,33 487.350,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.759,27 6.904,28
II. Sachanlagen 120.451,27 119.211,64
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.038,01 50.337,24
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.413,26 68.874,40
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 1.886.295,38 9.939.497,32
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.649.188,24 1.924.211,94
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.649.188,24 1.924.211,94
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 218.793,73 144.649,61
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 237.107,14 8.015.285,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.607,17 62,50
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 847.054,25 934.369,67
Bilanzsumme, Summe Aktiva 3.755.000,67 11.512.395,41

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 25.100,00 25.100,00
II. Kapitalrücklage 220.479,56 220.479,56
III. Verlustvortrag 1.179.949,23 1.334.621,61
IV. Jahresüberschuss 87.315,42 154.672,38
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 847.054,25 934.369,67
B. Rückstellungen 20.300,00 114.079,15
1. sonstige Rückstellungen 20.300,00 114.079,15
C. Verbindlichkeiten 3.734.700,67 11.398.316,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 7.506.808,30
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 7.506.808,30
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 206.317,80 405.400,32
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 206.317,80 405.400,32
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.346.151,02 2.409.563,54
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.346.151,02 2.409.563,54
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 555.451,81 859.894,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 555.451,81 859.894,91
5. sonstige Verbindlichkeiten 626.780,04 216.649,19
davon aus Steuern 51.812,53 41.820,18
davon gegenüber Gesellschaftern 273.581,16 166.991,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 626.780,04 216.649,19
Bilanzsumme, Summe Passiva 3.755.000,67 11.512.395,41

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.059.783,28 7.968.430,88
davon Erträge aus Währungsumrechnung 4.987,11 5.625,54
2. Personalaufwand 4.326.139,25 3.844.690,21
a) Löhne und Gehälter 3.577.980,31 3.194.947,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 748.158,94 649.742,52
davon für Altersversorgung 17.627,95 16.569,10
3. Abschreibungen 165.966,21 71.012,90
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 165.966,21 71.012,90
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.452.590,86 3.841.384,20
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 575,13 186.694,04
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12,57 4.831,08
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.029,50 847,44
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 21.605,86 60.539,87
8. Ergebnis nach Steuern 87.464,17 154.787,34
9. sonstige Steuern 148,75 114,96
Jahresüberschuss 87.315,42 154.672,38

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: EXPLORER Travel GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Neuss
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Neuss
Register-Nr.: HRB 19632

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Zum Bilanzstichtag besteht eine bilanzielle Überschuldung. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beläuft sich auf 847 T€. Die Bewertung erfolgte trotz dieser bilanziellen Überschuldung unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Aufgrund der Erholung des Reisemarkts und aktuell steigender Reisebuchungen gehen wir in unserer Unternehmensplanung von einer positiven Fortführungsprognose aus. Sollten jedoch die Planannahmen nicht eintreten, kann aufgrund der angespannten Liquidität eine Bestandsgefährdung aktuell nicht ausgeschlossen werden. Es bestehen außerdem Rangrücktritte in Höhe von 525 T€ zu bestehenden Darlehensverbindlichkeiten.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

2023 2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 555.451,81 € 859.894,91 €
- davon gegen Gesellschafter 0,00 € 0,00 €
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 € 0,00 €
- davon gegen Gesellschafter 0,00 € 0,00 €
Summe der Verbindlichkeiten geg. verbundenen Unternehm. 555.451,81 € 859.894,91 €

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht gliedern sich wie folgt:

2023 2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.581,16 € 166.991,92 €
- davon gegen Gesellschafter 23.581,16 € 166.991,92 €
Sonstige Verbindlichkeiten 250.000,00 € 0,00 €
- davon gegen Gesellschafter 250.000,00 € 0,00 €
Summe der Verbindlichkeiten geg. Beteiligungsunternehmen 273.581,16 € 166.991,92 €

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 359.084,48 0,00 0,00 0,00 0,00 359.084,48
Geschäfts- oder Firmenwert 513.000,00 475.000,00 0,00 0,00 0,00 988.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 872.084,48 475.000,00 0,00 0,00 0,00 1.347.084,48
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 178.812,50 0,00 0,00 0,00 0,00 178.812,50
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 772.049,22 52.049,85 0,00 8.462,47 0,00 815.636,60
Summe Sachanlagen 950.861,72 52.049,85 0,00 8.462,47 0,00 994.449,10
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 1.847.946,20 527.049,85 0,00 8.462,47 0,00 2.366.533,58
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 352.180,20 5.145,01 0,00 0,00 0,00 357.325,21
Geschäfts- oder Firmenwert 25.650,00 110.516,67 0,00 0,00 0,00 136.166,67
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 377.830,20 115.661,68 0,00 0,00 0,00 493.491,88
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 128.475,26 10.299,23 0,00 0,00 0,00 138.774,49
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 703.174,82 40.005,30 0,00 7.956,78 0,00 735.223,34
Summe Sachanlagen 831.650,08 50.304,53 0,00 7.956,78 0,00 873.997,83
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.209.480,28 165.966,21 0,00 7.956,78 0,00 1.367.489,71
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.759,27 6.904,28
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 851.833,33 487.350,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 853.592,60 494.254,28
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 40.038,01 50.337,24
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 80.413,26 68.874,40
Summe Sachanlagen 0,00 120.451,27 119.211,64
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 25.000,00 25.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 999.043,87 638.465,92

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Bei dem entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert handelt es sich um einen erworbenen Kundenstamm. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 5 Jahre festgelegt.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

T€
Abschluss- und Prüfungskosten 15
Resturlaub 5
Summe 20

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.172 T€ sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für angemietete Räume.

Zur Absicherung der von der Deutschen Bank zur Verfügung gestellten revolvierenden Margenlinie für Finanztermingeschäfte sowie der Avalkreditlinie wurde ein Bankguthaben bei der Deutschen Bank in Höhe von 77 T€ verpfändet.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 114,25
Aushilfen 10,25
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 124,50

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Marco Hansen ausgeübter Beruf: Dipl. Betriebswirt (BA)
Geschäftsführerin: Heike Niederberghaus ausgeübter Beruf: Kauffrau

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
World of Conso GmbH / Düsseldorf 100,00% 13.649,96 35.917,57

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Die Anteile an der World of Conso GmbH (100%) wurden am 07.03.2024 veräußert.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 87.315,42 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrags ergibt sich ein Betrag von -1.092.633,81 EUR, der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden -1.092.633,81 EUR vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Neuss, den 11. April 2024

gez. Marco Hansen, Geschäftsführer

gez. Heike Niederberghaus, Geschäftsführerin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Hinweis gemäß § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Explorer Travel GmbH wurde wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich hingegen auf den vollständigen Jahresabschluss.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Explorer Travel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Explorer Travel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Explorer Travel GmbHfür das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Unternehmensfortführung

Wir weisen in Übereinstimmung mit den Ausführungen der Geschäftsführung im Anhang zum Jahresabschluss und im Lagebericht darauf hin, dass - bedingt durch die Corona-Pandemie und den sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Folgen - der Fortbestand der Gesellschaft angesichts der angespannten Liquidität gefährdet ist.

 

Mainz, den 03. September 2024

DELTA AUDIT GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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gez. Christian Müller, Wirtschaftsprüfer

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