Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Generali Deutschland Services GmbH
Anton-Kurze-Allee 16, 52064 Aachen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Hofer seit 30.4.2025 | Geschäftsführer |
Dominik Isken seit 10.10.2024 | Geschäftsführer |
Martin Langer seit 29.12.2023 | Prokura |
Axel Genten seit 7.2.2023 | Prokura |
Anja Brauer seit 7.2.2023 | Prokura |
Anja Hertzer seit 8.3.2022 | Prokura |
Daniel Bernhard Spooren seit 8.3.2022 | Prokura |
Martin Dr. Wolf seit 22.2.2021 | Prokura |
Mathias Böhme seit 30.7.2019 | Prokura |
Ingo Sennholz seit 15.1.2016 | Prokura |
Holger Arp seit 20.10.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Generali Deutschland Services GmbHAachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Geschäftsbericht Generali Deutschland Services GmbHAufsichtsratDr. Robert WehnVorsitzender Mitglied des Vorstands der Generali Deutschland AG Chief Operating Officer der Generali Deutschland AG Katrin GruberStellvertretende Vorsitzende (seit 17.2.2023) Mitglied des Vorstands der Generali Deutschland AG Chief Performance Management Officer der Generali Deutschland AG Ulrich Effenberg *(bis 31.12.2023) Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Generali Deutschland AG Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Generali Deutschland Services GmbH Vorsitzender des Betriebsrats Köln/Saarbrücken/Frankfurt der Generali Deutschland Services GmbH Christoph GloecknerMitglied des Vorstands der Cosmos Versicherung AG Mitglied des Vorstands der Cosmos Lebensversicherungs-AG Dr. Melanie KrampMitglied des Vorstands der Generali Deutschland AG Chief Customer Officer der Generali Deutschland AG Barbara Stange *(seit 1.2.2023) Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende und Angestellte der Generali Deutschland Services GmbH Thomas Bolder *(seit 1.1.2024) Betriebsratsvorsitzender der Generali Deutschland Services GmbH GeschäftsführungDr. Mirko TillmannVorsitzender der Geschäftsführung Chief Executive Officer Nicole HeidemeyerMitglied der Geschäftsführung (seit 1.2.2023) Chief Operating Officer Torsten SterzenbachMitglied der Geschäftsführung (bis 31.1.2023) Chief Operating Officer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Generali Deutschland Services GmbH während des Geschäftsjahres entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben laufend überwacht. Er wurde turnusmäßig und anlassbezogen durch Berichterstattungen der Geschäftsführung über die Geschäftsentwicklung sowie über wesentliche Vorgänge unterrichtet. Der Aufsichtsrat trat darüber hinaus zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammen. Die Geschäftsführer berichteten in diesen Sitzungen des Gremiums und standen für Rückfragen und ausführliche Erörterungen im Plenum zur Verfügung. Die zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sowie der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts wurden dem Aufsichtsrat jeweils fristgerecht zur Prüfung vorgelegt. Die Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich behandelt. Insbesondere legte der Abschlussprüfer die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und stand für Fragen und ergänzende Ausführungen zur Verfügung. Aus der umfassenden Prüfung der von der Geschäftsführung und dem Abschlussprüfer erstatteten Berichte sowie vorgelegten Unterlagen ergaben sich für den Aufsichtsrat keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss in der vorliegenden Form festzustellen. In der ordentlichen Gesellschafterversammlung am 17. Februar 2023 wurden Herr Dr. Robert Wehn, Frau Katrin Gruber, Frau Dr. Melanie Kramp und Herr Christoph Gloeckner, deren Mandate regulär mit Ablauf dieser Gesellschafterversammlung endeten, erneut mit Wirkung ab dem Ablauf dieser Gesellschafterversammlung bis zur Beendigung der Gesellschafterversammlung, die über die Entlastung für das am 31. Dezember 2027 endende Geschäftsjahr beschließt, in den Aufsichtsrat der Generali Deutschland Services GmbH gewählt. Ferner wurden mit Wirkung zum 1. Februar 2023 von Arbeitnehmerseite Frau Barbara Stange und Herr Ulrich Effenberg zu Aufsichtsratsmitgliedern der Gesellschaft gewählt bzw. wiedergewählt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft wählte in seiner konstituierenden Sitzung am 17. Februar 2023 Herrn Dr. Robert Wehn zum Vorsitzenden und Frau Katrin Gruber zur stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Herr Ulrich Effenberg ist mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 als Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer ausgeschieden und in den Ruhestand eingetreten. Der Aufsichtsrat spricht Herrn Effenberg seinen Dank und seine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Neues Mitglied des Aufsichtsrats ist seit dem 1. Januar 2024 Herr Thomas Bolder, der als gewähltes Ersatzmitglied für Herrn Effenberg an dessen Stelle getreten ist. In der Geschäftsführung gab es im Berichtszeitraum keine Veränderungen.
4. März 2024 Der Aufsichtsrat Dr. Robert Wehn, Vorsitzender Katrin Gruber, Stellvertretende Vorsitzende Thomas Bolder, Mitglied des Aufsichtsrats Christoph Gloeckner, Mitglied des Aufsichtsrats Dr. Melanie Kramp, Mitglied des Aufsichtsrats Barbara Stange, Mitglied des Aufsichtsrats LageberichtWichtige Ereignisse der Generali in DeutschlandPolitisches und makroökonomisches UmfeldWie bereits im Vorjahr hat der Krieg in der Ukraine auch im Jahr 2023 die gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Entwicklung direkt und indirekt beeinflusst. Eine Gasmangellage in Folge des Wegfalls russischer Gasimporte ist bislang ausgeblieben und mittelfristig - angesichts voller Speicher im Herbst 2023 und neuer, alternativer Importquellen - zunehmend unwahrscheinlich. Jedoch wirkt der Energiepreisschock des Vorjahres wirtschaftlich weiter nach, auch wenn vor allem die Gaspreise im Jahresverlauf 2023 wieder rückläufig waren. Da ein Kriegsende in der Ukraine nicht in Sicht ist, bleibt die Zahl ukrainischer Geflüchteter in Deutschland weiterhin hoch. Eine weitere Krise ist durch den Angriff der Hamas auf Israel und den sich anschließenden Kämpfen in der Region entstanden, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind. Entspannung gab es 2023 dagegen im Hinblick auf die Anzahl an Covid-19-Erkrankungen, die erheblich zurückgegangen ist. Die Infektion ist inzwischen als endemisch eingestuft und führte 2023 zu keinen nennenswerten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen mehr. Auch die Störungen der Lieferketten, allen voran im Handel mit China, sind inzwischen größtenteils behoben. Es hat sich auch eine Normalisierung der betrieblichen Abläufe im Geschäftsbetrieb der Generali in Deutschland eingestellt. Dennoch werden Elemente der Arbeitsorganisation, die sich während der Pandemie bewährt haben, weiterhin genutzt. Insbesondere betrifft dies mobiles bzw. hybrides Arbeiten, denn diese schonen Ressourcen und erhöhen die Flexibilität für die Beschäftigten. Wichtig bei der Analyse des politischen und makroökonomischen Umfelds ist auch die Beobachtung und Bewertung der Risiken für die Kapitalanlagen der Konzernunternehmen. Derzeit sind keine direkten kritischen Auswirkungen auf die Gesamtrisikosituation der Generali in Deutschland zu erkennen bzw. zu erwarten. Inflation und ZinsanstiegDie im Jahr 2022 erheblich angestiegenen Strom- und Gaspreise führten bereits im selben Jahr zu hohen Inflationsraten. Um dem entgegenzusteuern, nahmen die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) eine Reihe von Zinserhöhungen vor, wodurch im Jahr 2023 unterjährig auch die Kapitalmarktzinsen anstiegen. Erst ab dem Herbst 2023 setzte die EZB weitere Anhebungen der Euro-Leitzinsen aus, um zu beobachten, ob die vorgenommenen Zinsschritte hinreichend sind, die angestrebte Inflationsrate von 2% im Euroraum wieder zu erreichen. Tatsächlich ging die Inflationsrate im 2. Halbjahr 2023 wieder deutlich zurück. Im letzten Quartal 2023 herrschte an den Kapitalmärkten die Erwartung, dass die Zentralbanken in Folge der rückläufigen Inflationsraten in 2024 zu Leitzinssenkungen übergehen werden. Daher sanken die Kapitalmarktzinsen zum Jahresende 2023 bis unter das Niveau vom Jahresende 2022. In der Folge der unterjährigen Zinssteigerungen ist es in Deutschland im Jahr 2023 zu einer leichten Rezession gekommen. Durch den bis zum Herbst 2023 eingetretenen Zinsanstieg hatte sich der bereits im Vorjahr begonnene Rückgang der Marktwerte der festverzinslichen Wertpapiere der Versicherungsunternehmen weiter verstärkt. Der Zinsrückgang am Jahresende 2023 führte dann zu einer Verminderung der stillen Lasten für festverzinsliche Positionen. Im Fall erneuter Zinssteigerungen in 2024 würden sich die stillen Lasten festverzinslicher Titel wieder erhöhen, was ggf. zu zusätzlichem Abschreibungsbedarf führen könnte. Gleichzeitig vergrößert sich in diesem Fall durch den im Vergleich zum Marktzins im Kapitalanlagebestand zeitverzögert einsetzenden Anstieg der Gesamtrendite das Risiko von Liquiditätsabflüssen. Deshalb beobachtet und steuert die Generali in Deutschland die Entwicklung ihrer Liquiditätsposition sehr eng, um mögliche Liquiditätsabflüsse vorausschauend über die Anpassung der Kapitalanlagestrategie abzufangen. Weiter rückläufige Zinsen können erneut in eine Niedrigzinsphase münden. Die damit verbundenen geringeren laufenden Erträge aus Neuanlagen in festverzinslichen Wertpapieren würden langfristig negative Einflüsse auf die Ertrags- und Vermögenslage unseres Unternehmens mit sich bringen. An den Aktienmärkten gab es nach den Kursverlusten des Vorjahres im Jahr 2023 eine positive Gegenbewegung. Die Aktienbestände der Konzernunternehmen orientieren sich jeweils an der spezifischen, sicherheitsorientierten sowie an der Risikotragfähigkeit des jeweiligen Unternehmens ausgerichteten Anlagepolitik. Angesichts der anhaltenden und möglichen neuen politisch-wirtschaftlichen Krisen wurden von der Generali in Deutschland im Jahresverlauf Aktienverkäufe vorgenommen. Der Anstieg der Inflation hat auch unmittelbare Folgen für Kunden der Kompositversicherer: Höhere Baupreise und steigende Kosten für Ersatzteile und Reparaturen erhöhen die Schadenzahlungen, vor allem in der Wohngebäude- und Kfz-Versicherung. Inflationsbedingte Summen- und Beitragsanpassungen sind die Folge. Sowohl im Vorjahr, als dieser Preisanstieg besonders ausgeprägt war, als auch im Jahr 2023, mit immer noch hohen Inflationsraten, hat die Generali diese Entwicklung in der Dotierung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Schadenfälle berücksichtigt. Für die vollständige und reibungslose Regulierung der Schäden unserer Kunden ist damit ausreichend Vorsorge getroffen. Wesentliche Aktivitäten im Bereich Digitalisierung und Data AnalyticsDie konsequente Digitalisierung der Wertschöpfung ist auch weiterhin eine der Top-Prioritäten im Geschäftsbetrieb der Generali in Deutschland. So wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut zahlreiche Projekte und Initiativen umgesetzt bzw. neu auf den Weg gebracht. Diese unterstützen die Transformation hin zu einem digitalisierten Geschäftsmodell. Darüber hinaus setzt eine neue Servicestrategie Leitplanken für die Ausgestaltung zukünftiger digitaler Erlebnisse für Kunden und Vertriebspartner. Digitale Anwendungen und Services sollen weiter ausgebaut werden, um die bisherigen physischen Vertriebs- und Serviceprozesse bestmöglich zu unterstützen und in die digitale Welt zu verlagern. Hier wurden im Geschäftsjahr 2023 wesentliche Meilensteine erreicht. So hat die Generali in Deutschland zahlreiche Leistungs- und Vertragsprozesse optimiert, die Dunkelverarbeitung weiter ausgebaut und Produktivitätsgewinne realisiert. Im Bereich des Schadenmanagements wurden neue Schadenaufnahmedialoge implementiert, die es dem Kunden ermöglichen, einen Schaden mit wenigen Klicks zu melden. Zusätzlich wurden Initiativen gestartet, um im Bereich der Künstlichen Intelligenz (vor allem Generative AI) erste Anwendungsbeispiele zu pilotieren. Durch eine Vielzahl von Softwarerobotern (Robotic Process Automation) kommt die Prozessautomatisierung in den Kundenservicebereichen weiter voran. Im Jahr 2023 standen insbesondere die Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Services sowie der Auf- und Ausbau relevanter Analytics Fähigkeiten im Fokus. In der zentralen Analytics Plattform hat die Generali in Deutschland die technischen Grundlagen weiter ausgebaut, um Daten wertschöpfend zu nutzen und Kundenanliegen schneller und qualitativ besser zu servicieren. Hierfür wurden zahlreiche Anwendungsfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt, in eine Analytics-Roadmap überführt und systematisch in die Umsetzung gebracht. Analytics unterstützt damit wichtige Kernprozesse, wie z. B. Marketing und Vertrieb, Schadenbearbeitung oder Risikoprüfung. In der Lebensversicherung wurde ein automatisiertes Underwriting für Biometrieprodukte implementiert bzw. befindet sich in Umsetzung, dies führt zu einem verbesserten Antragsprozess und erhöhter Produktivität. Status quo Nachhaltigkeitsstrategie für ESG (Environmental-Social-Governance)Die Nachhaltigkeitsstrategie der Generali ist eng verbunden mit den Zielen, die sich die Generali Gruppe weltweit gesetzt hat. Die Strategie in Deutschland ist durchgängig mit konkreten Zielwerten unterlegt. Im Jahr 2023 arbeitete die Generali in Deutschland erfolgreich an der Erreichung der Zwischenziele für dieses Jahr. Zu den diesbezüglichen Ergebnissen zählen unter anderem die Steigerung des Geschäfts mit Versicherungslösungen mit ESG-Komponenten, die Dekarbonisierung des Anlageportfolios und des Unternehmensbetriebs sowie der Wandel hin zu einer Kultur, die alle ESG-Aspekte stärker berücksichtigt. Auch setzte die Generali in Deutschland sich weiterhin bei der Unterstützung von Flüchtlingen und benachteiligten Familien ein. Zur Steigerung des Geschäfts mit Versicherungslösungen mit ESG-Komponenten hat die Generali in Deutschland spezifische Produkte mit ESG-Komponenten auf den Markt gebracht, wie zum Beispiel ein Angebot zum Vermögensaufbau für junge Kunden. Auch wurde das Kapitalanlageportfolio weiter umgeschichtet, sodass Emittenten mit hohen Umweltbelastungen reduziert und die allgemeine Dekarbonisierung mit hohem Tempo fortgesetzt worden ist. Maßnahmen zur Optimierung von Büroflächen, zur Einschränkung unnötiger Geschäftsreisen und zur Steigerung der Energieeffizienz trugen zum Ziel der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei und ermöglichten die Einführung eines noch ehrgeizigeren Ziels für das Jahresende 2025. So verpflichtet sich die Generali in Deutschland, ihren CO 2 -Ausstoß aus dem Betrieb von 2019 bis 2025 um 35% zu senken (bisheriges Ziel: -25%). Was den kulturellen Wandel anbelangt, setzte sich Generali weiterhin für Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion ein und startete eine digitale Bildungsinitiative und ein Programm für "Botschafterinnen und Botschafter" mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt intensivierte die Generali in Deutschland ihr soziales Engagement durch die Ausweitung der Aktivitäten der Unternehmensstiftung The Human Safety Net. So startete 2023 eine Initiative mit dem führenden Sozialunternehmen JOBLINGE, wodurch 400 Geflüchtete in ganz Deutschland den Zugang zu einer Ausbildung bekommen sollen. Ein zweites Programm unterstützt Familien mit kleinen Kindern und investiert gezielt in frühkindliche Entwicklung. Auch haben in diesem Jahr mehr als 430 Mitarbeitende der Generali in Deutschland ihre Zeit und Kompetenzen im ehrenamtlichen Engagement für The Human Safety Net eingesetzt. Die Fortschritte der Generali in Deutschland im Bereich Nachhaltigkeit wurden auch von führenden unabhängigen Agenturen gewürdigt: Im Native-Ranking landete die Generali Deutschland im Juni 2023 erstmals unter den Top 5 der nachhaltigsten Versicherer Deutschlands, mit einem Plus von mehr als 18 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Im September zählte das Magazin Focus Business die Generali Deutschland zu den nachhaltigsten Unternehmen Deutschlands in seiner "Top-Klima-Engagement"-Liste. Im Oktober zeichnete die auf die Versicherungsbranche spezialisierte Ratingagentur Franke + Bornberg die Generali Deutschland beim ESG Award 2023 als "Gesamtsieger" aus. In Bezug auf D&I (Diversity & Inclusion) nahm Forbes die Generali Group in die Liste der weltweit besten Arbeitgeber für Frauen auf. Wichtige Ereignisse der Generali
Deutschland Services
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| Soll-Quote (30.6.2027) | Ist-Quote (31.12.2023) | |
| Aufsichtsrat | 33,3% | 50,0% |
| Geschäftsführung | 50% | 50,0% |
| 1. Führungsebene (Berichtet an Geschäftsführung) | 40% | 0,0% |
| 2. Führungsebene (Berichtet an 1. Führungsebene) | 40% | 9,1% |
Neben der Festlegung entsprechender Ziele lag auch inhaltlich der Fokus der Aktivitäten vor allem darauf, den Anteil von Frauen in den oberen Managementpositionen konsequent zu erhöhen, z.B. durch Women Mentoring Programme und verschiedene Awareness-Veranstaltungen.
Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wesentlicher Hebel zur Steigerung des Anteils weiblicher Führungskräfte. Die Generali in Deutschland kooperiert mit dem 'pme Familienservice', sodass Mitarbeitende der Generali Deutschland Services Beratung zu Leistungen wie Kinder(not-fall)betreuung sowie HomeCare in Anspruch nehmen können. Zudem stehen Eltern-Kind-Büros zur Verfügung.
DEI ist auch in allen strategischen Personalaktivitäten verankert: Bei den Teilnehmenden in Talent Pools wird genauso auf eine vielfältige Zusammensetzung geachtet wie bei Qualifizierungsprogrammen zu neuen Rollen und Skills.
Dies gilt insbesondere auch für die Gewinnung junger Menschen für Ausbildung und Duales Studium. Das Miteinander von Generationen ist ein zweiter Schwerpunkt im Kontext DEI mit dem Ziel, die Belegschaft zu verjüngen. Dabei wird Wert daraufgelegt, dass sich alle Generationen mit ihren spezifischen Stärken einbringen können und Know-How-Transfer sowie ein positives Miteinander sichergestellt werden.
Ein dritter Schwerpunkt ist die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung. Die Generali in Deutschland fördert ein besseres Bewusstsein für Inklusion. Zentrale Maßnahmen sind dabei die Teilnahme an Innoklusio, einem bundesweiten Projekt zur Steigerung von innovativer Inklusion, und dem "MyAbility"-Hospitations-Programm für Menschen mit Beeinträchtigung.
Ergänzt werden die strategischen DEI-Aktivitäten durch die aktive Unterstützung von mittlerweile fünf Employee Resource Groups. Diese sind wesentlicher Teil der DEI-Kultur des Unternehmens. Sie helfen dabei, konkrete Handlungsfelder zu identifizieren und agieren als Resonanzkreis und als kulturprägende Netzwerke in den Handlungsfeldern Gender, Generationen, Menschen mit Beeinträchtigung, LGBTQAI+ und Eltern.
Chancen
Die Generali Deutschland Services ist als zentraler Dienstleister für Shared Services für die Generali in Deutschland entlang deren Wertschöpfungskette fest verankert und erbringt einen wesentlichen Wertbeitrag. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung "Lifetime Partner 24 - Driving Growth" der Generali ergeben sich weiterhin vielfältige Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten, die durch eine enge Einbindung in die Geschäftsprozesse und Konzernmaßnahmen realisiert werden können. Genauso bieten sich für die neu gegründete Business Unit "Germany, Austria and Switzerland" (DACH) Möglichkeiten im Rahmen der Etablierung und des Ausbaus von Shared Services. Der Kontrahierungszwang bedeutet für die Generali Deutschland Services GmbH eine zusätzliche Sicherheit. Wichtig ist jedoch, dass gerade bei den transaktionsorientierten Prozessen eine große Abhängigkeit von der Geschäftsentwicklung der Konzernunternehmen gegeben ist. Daher ist es zwingend notwendig, dass die Generali Deutschland Services GmbH stets umfassend über die geplante und tatsächliche Geschäftsentwicklung der Konzernunternehmen informiert ist. Nur so kann die Gesellschaft schnell auf Entwicklungen im Konzern reagieren. Der notwendige Informationsfluss wird durch diverse Gremien und Austauschformate sichergestellt.
Risiken der zukünftigen Entwicklung und deren Steuerung
Ziele und Aufgaben des Risikomanagements
Die Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) der Generali in Deutschland ermöglicht es uns, den Fokus auf die Kernkompetenzen der Generali in Deutschland - Übernahme und Steuerung von Risiken - zu legen. Darauf basierend managen wir als Unternehmen eines bedeutenden Finanzdienstleistungskonzerns mit dem Schwerpunkt Versicherungsgeschäft vielfältige Risiken innerhalb der Generali in Deutschland. Die Risiken sind durch das Versicherungs- und Finanzdienstleistungsgeschäft bestimmt. Daneben existieren Risiken aus dem allgemeinen Geschäftsbetrieb. Wir verfolgen dabei das Ziel, die Anforderungen aller Anspruchsgruppen zu berücksichtigen; so tragen wir zum nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens und der Generali in Deutschland bei. Die wesentlichen Elemente des Risikomanagements sind:
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Identifikation und Bewertung der Risiken |
| ― |
Entscheidung über die Risikotragfähigkeit |
| ― |
Entscheidung über die mögliche Reduzierung und/oder Begrenzung der Risiken |
| ― |
Überwachung und Steuerung sowie Berichterstattung über die Risiken |
Auf der Grundlage dieses Risikomanagementansatzes überwachen wir laufend die Risikoexponierung und leiten in Abhängigkeit getroffener Entscheidungen bestimmte Maßnahmen ein, um die nachhaltige Risikotragfähigkeit sicherzustellen und eine Gefährdung sowie eine Entwicklungsbeeinträchtigung unserer Gesellschaft als auch der Generali in Deutschland auszuschließen.
Governance-System
Das in den Versicherungsunternehmen etablierte Governance-System wurde für die konzerninternen Dienstleister unter Berücksichtigung der Proportionalität und der Perspektive übernommen. Kernbestandteile des Governance-Systems sind das Risikomanagementsystem und das Interne Kontrollsystem (IKS) sowie angemessene Regelungen zum Outsourcing. Daneben werden Geschäftsführung und Aufsichtsrat im Governance-System bestimmte Leitungs- und Überwachungsfunktionen zugewiesen.
Die Einrichtung der unabhängigen Schlüsselfunktionen im Governance-System
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Risikomanagement-Funktion (RMF) |
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Compliance-Funktion (CF) und |
| ― |
Interne Revisionsfunktion (IRF) |
folgt einer Leitliniensystematik, die durch die Geschäftsführung verabschiedet wurde und einem jährlichen Aktualisierungsprozess unterliegt. Daneben besteht die Anti Financial Crime-Funktion (AFC) als (fachlich) unabhängige, den Schlüsselfunktionen der zweiten Verteidigungslinie gleichgestellte Einheit innerhalb der Compliance-Funktion. Sie übernimmt Kontrollaufgaben der zweiten Verteidigungslinie hinsichtlich Anti Financial Crime-Themen der betroffenen Konzernunternehmen und stellt für diese, ausgeübt durch die Leiterin der Funktion, auch die Geldwäschebeauftragte. Die Compliance-Funktion behält hierbei eine überwachende Rolle.
Die Risikomanagementfunktion der Generali in Deutschland ist zentral bei der Generali Deutschland AG eingerichtet. Der Ressortvorstand Risikomanagement ist Inhaber dieser Funktion und Chief Risk Officer (CRO) der Generali in Deutschland. Der CRO agiert unabhängig vom operativen Geschäft und verantwortet die Einrichtung und den Betrieb des Risikomanagementsystems. Grundsätze, Ziele und wesentliche Vorgaben des Risikomanagements sowie des Internen Kontrollsystems werden in spezifischen Leitlinien definiert.
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung ist für Einrichtung und Aufrechterhaltung einer ordnungsgemäßen sowie wirksamen Geschäftsorganisation des Unternehmens, der laufenden Überwachung des Risikoprofils sowie für die Einrichtung eines Frühwarnsystems verantwortlich. Die Geschäftsführung wird regelmäßig über die Risiken informiert, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, sowie über deren Auswirkungen und Maßnahmen zur Minimierung. Im Hinblick auf das Risikomanagement ist die Geschäftsführung insbesondere verantwortlich für:
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Einrichtung eines angemessenen und wirksamen Risikomanagements sowie eines Internen Kontrollsystems |
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Entwicklung einer angemessenen Risikokultur |
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Festlegung von Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Berichtslinien |
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Festlegung ablauforganisatorischer Regelungen |
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Festlegung einheitlicher Leitlinien für das Risikomanagement unter Berücksichtigung der internen und externen Anforderungen |
| ― |
laufende Überwachung des Risikoprofils und die Einrichtung eines Frühwarnsystems |
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Behandlung wesentlicher risikorelevanter Ad-hoc-Themen |
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung und berät sie, u.a. im Hinblick auf das Risikomanagement, den Rechnungslegungsprozess, der Wirksamkeit des IKS, des internen Revisionssystems und der Compliance. Dem Aufsichtsrat werden die vierteljährlichen Risikoberichte vorgelegt und erläutert. Er wird durch regelmäßige schriftliche Berichterstattung der Geschäftsführung über das Risikomanagement sowie über wesentliche Risiken (einschließlich Ad-hoc-Berichterstattung) informiert.
Risikomanagementsystem
Das Risikomanagementsystem muss so gestaltet sein, dass Identifikation, Bewertung, Überwachung, Steuerung und Berichterstattung der eingegangenen und potenziellen Risiken jederzeit möglich sind. Darüber hinaus wird die Integration des Risikomanagementsystems in die Entscheidungsprozesse gefordert.
Gegenstand des Risikomanagementsystems sind alle erkennbaren internen und externen Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Das Risikomanagementsystem muss alle internen und externen Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, abdecken, zumindest jedoch die folgenden Bereiche:
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Bildung von Rückstellungen |
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Aktiv-Passiv-Management |
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Steuerung des Liquiditäts- und des Konzentrationsrisikos |
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Steuerung operationeller Risiken |
Die Umsetzung des Risikomanagementsystems erfolgt über die Gremienstruktur sowie über Leitlinien und Strategien, die die Risikoneigung sowie den konkreten Umgang mit einzelnen Risiken festlegen. Das zentrale Gremium ist das "Country Risk Committee", das bei der Generali Deutschland AG angesiedelt ist.
Internes Kontrollsystem
Das interne Kontrollsystem (IKS) gehört neben dem Risikomanagementsystem zu dem zweiten Kernbestandteil des Governance-Systems. Das IKS umfasst zum einen die Kontroll-/ Überwachungsinstrumente der operativen Arbeitsprozesse in Form von Leitlinien, Arbeitsanweisungen und Verantwortlichkeiten und zum anderen die Überwachungsaufgaben der Governance-Funktionen in den ihnen zugewiesenen Bereichen. Darüber hinaus wurde eine Compliance-Funktion in allen Unternehmen etabliert, welche die Einhaltung sämtlicher rechtlicher Vorgaben überwacht.
Das IKS folgt der Systematik der "Three Lines of Defense" und spiegelt operative und verantwortungsspezifische Aspekte wider. In diesem Zusammenhang bilden die prozessimmanenten Kontrollen in den organisatorischen Abläufen sowie Managementkontrollen die erste Ebene der "Lines of Defense", Risikomanagement-Funktion und Compliance-Funktion befinden sich auf der zweiten Ebene und die unabhängige Überwachung durch die interne Revisionsfunktion stellt die dritte Ebene dar.
Schlüsselfunktionen
Die Hauptaufgaben der jeweiligen Schlüsselfunktionen sowie der Anti Financial Crime-Funktion sind im Folgenden genannt.
Risikomanagement-Funktion
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Umsetzung und Überwachung des Risikomanagementsystems |
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Koordination der Risikomanagementaktivitäten |
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Etablierung und kontinuierliche Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen, Methoden und Prozesse zum Risikomanagementsystem |
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Beratungsaufgaben bei Themen mit Bezug zum Risikomanagement |
Compliance-Funktion
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Beobachtung des Rechtsumfelds sowie Beurteilung rechtlicher Änderungen |
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Identifizierung des Risikos der Verletzung rechtlicher und regulatorischer Vorgaben (Compliance-Risiko) |
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Indikatorenbasierte Überwachung des Compliance-Risikos sowie Durchführung von Prüfungs- und Folgeaktivitäten |
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Beurteilung des Compliance-Risikos |
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Berichterstattung und Planung zu den Compliance-Aktivitäten |
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Beratung der Geschäftsführung in Bezug auf die Einhaltung der für den Betrieb des Versicherungsgeschäfts geltenden Gesetze und Vorschriften |
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Implementierung von Maßnahmen zur Minderung des Compliance-Risikos einschließlich Durchführung von Schulungen und Beratung der Risiko- und Projektverantwortlichen |
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Investigation von Compliance-Verstößen |
Interne Revisionsfunktion
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Bewertung der Angemessenheit und Funktionsfähigkeit von implementierten Kontrollen zur Abdeckung von operationellen und nicht-operationellen Risiken |
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Beseitigung von Schwächen und Abgabe von Empfehlungen zur Verbesserung des Internen Kontrollsystems |
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Beratung des Managements hinsichtlich zu ergreifender Maßnahmen zur Stärkung des Internen Kontrollsystems |
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Laufendes Reporting gegenüber Management, aufsichts- und gesellschaftsrechtlichen Gremien (u.a. Aufsichtsrat, Vorstand, Prüfungsausschuss) |
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Ex-ante Einschätzung von Risiken, Mängeln, Verbesserungspotenzialen, Kontrollen und Überwachungsprozessen im Rahmen von projektbegleitenden Prüfungen |
Anti Financial Crime-Funktion
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Kontrolle der internen Prozesse im Hinblick auf Konsistenz mit dem Ziel der Verhütung und Bekämpfung der Risiken von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Bestechung und internationalen Sanktionen/Umgehung von Finanzsanktionen sowie der Überprüfung der Anforderungen aus FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act) bzw. CRS (Common Reporting Standard) |
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Vorschlag organisatorischer und verfahrenstechnischer Änderungen, die erforderlich sind, um einen angemessenen Schutz vor Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Sanktionsrisiken zu gewährleisten |
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Koordination der Aktivitäten zur Bewertung der AFC-Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist |
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Beratung des Vorstandes, des Senior Managements und anderer Funktionen hinsichtlich der Themen, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen; sowie Berichterstattung an den Aufsichtsrat |
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Einreichung der Meldungen über verdächtige Aktivitäten (Suspicious Activity Reports) an die zuständige Behörde |
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Bewertung der Angemessenheit von Informationssystemen und internen Verfahren, die dazu dienen, die Kundenaktivitäten zu kennen, verdächtige Transaktionen zu erkennen, bewerten und zu melden sowie relevante Parteien zu überprüfen |
Struktur des Risikomanagementprozesses
Erhebung der Risikosituation
Die Erhebung der Risikosituation erfolgt durch die Identifikation und Bewertung aller qualitativen Risiken sowie entsprechende Maßnahmen zur Risikominderung bzw. Risikosteuerung.
Die Identifikation der qualitativen Risiken, erfolgt durch Expertenschätzungen der Risikoverantwortlichen und folgt einem etablierten Prozess der Risikoidentifikation sowie der Risikokontrolle. Der jährliche Risikoidentifikationsprozess erfolgt auf Basis von mit den Risikoverantwortlichen durchgeführten Interviews; er schließt mit der Konzernrisikokonferenz ab, die zu einer Risikoinventur mit einem aktuellen Risikoinventar führt. Das Risikoinventar wird quartärlich aktualisiert. Es umfasst Maßnahmen sowie deren Überwachung und deckt wesentliche operationelle und qualitative Risiken ab.
Für unterjährig außerhalb der regulären Risikoabfragen identifizierte neue Risiken wird ein Ad-hoc-Meldeprozess ausgelöst, mit bestimmten definierten Berichtswegen an das Management und bei schwerwiegenden Risiken an den Aufsichtsrat.
Unternehmenssteuerung
Die Risikobewertung ist ein integraler Bestandteil der Managemententscheidungen. Risikoübernahme bzw. -steuerungsaktivitäten erfolgen durch das Management. Grundlage der Risikosteuerung ist die Risikoberichterstattung, die Auskunft über die Gesamtrisikosituation gibt. In den Risikoberichten werden neben den wesentlichen Risiken auch beschlossene Maßnahmen dokumentiert. Deren Umsetzung und Wirksamkeit wird kontinuierlich überwacht.
Bei Beeinträchtigung der Risikotragfähigkeit werden geeignete Maßnahmen erarbeitet, eingeleitet und die Wirksamkeit der Maßnahmen kontrolliert. Dadurch wird eine systematische Überwachung und Überprüfung eingeleiteter Maßnahmen zur Risikosteuerung auf Unternehmensebene gewährleistet.
Beschreibung und Beurteilung des Governance- und Risikomanagement-Systems
Für eine adäquate Durchführung des Risikomanagementprozesses ist ein geeignetes Governance- sowie Risikomanagementsystem erforderlich. Die Beschreibung und Beurteilung des Risikomanagementsystems umfasst insbesondere Risikoidentifikation, Risikobewertungsmethoden und Risikosteuerungsmaßnahmen. Das Governance-System wird auf Vollständigkeit und Richtigkeit bei strategischen Entscheidungen untersucht. Das Governance- und Risikomanagementsystem wurde überprüft und als angemessen bewertet.
Berichterstattung
Das Ziel des Risikomanagementberichtes ist es, dem Management Informationen zu den Ergebnissen der qualitativen Bewertungen des Risikoprofils der aktiv- und passivseitigen Bestände sowie zur gesamten Risikolage der Generali in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Hierzu zählt auch eine Bewertung des Governance-Systems und der zugehörigen Prozesse.
Die Risikoverantwortlichen informieren in ihrer regelmäßigen internen Berichterstattung die Risikomanagementfunktion, die ihrerseits an die Geschäftsführung und den Vorstand der Generali Deutschland AG berichtet und die Information für den Aufsichtsrat vorbereitet. Ad-hoc-Risiken werden zunächst an die RMF berichtet. Die RMF informiert den Vorstand der Generali Deutschland AG und stimmt sich mit ihm über die endgültige Einstufung des Risikos ab. Bei schwerwiegenden, wesentlichen Ad-hoc-Risiken erfolgt zudem eine Information an den Aufsichtsrat durch die Geschäftsleitung.
Outsourcing
Im Rahmen des One Smart Company-Ansatzes sind die Funktionen der Konzernunternehmen überwiegend auf die Generali Deutschland AG sowie nationale und internationale Dienstleistungsgesellschaften der gesamten Generali Gruppe ausgegliedert. Kritische und wichtige Funktionen und Prozesse unter anderem in den Bereichen, Informationstechnologie, Rechnungswesen, Steuern, Rückversicherung, Schaden- und Kapitalanlagemanagement sowie Interne Revision sind in der Generali in Deutschland ausschließlich an die Generali Deutschland AG sowie an konzerninterne Dienstleister ausgegliedert.
Unsere Gesellschaft erbringt als konzerninterner Dienstleister in diesem Zusammenhang Dienstleistungen in den Bereichen Insurance Customer Services, Premises and Facility Management, Cash Services, Transition Management sowie HR Services.
Das Risikomanagement dieser Gesellschaften ist in das Risikomanagement der Generali in Deutschland integriert und umfasst die mit der Dienstleistungserbringung verbundenen Risiken. Die an den CRO sowie an die Vorstände der Konzernunternehmen gerichteten Risikoberichte sind die Basis für die Überwachung der Risiken, die durch Funktionsausgliederung oder Dienstleistungserbringung entstehen können. Durch diese Berichte werden die Risiken wirksam begrenzt und überwacht.
Die Letztverantwortung für Risiken in ausgegliederten Funktionen oder Prozessen obliegt weiterhin den Vorständen der ausgliedernden Versicherungsunternehmen. Zur Sicherstellung der Information über Risiken, die aufgrund von Funktionsauslagerungen oder Dienstleistungen zu managen sind, ist ein Prozess etabliert, der eine regelmäßige Berichterstattung der Dienstleistungsunternehmen in der Generali in Deutschland an die auslagernden Versicherungsunternehmen vorsieht. Die mit der Ausgliederung verbundenen Risiken werden so in das Risikomanagement der Dienstleistungsempfänger integriert.
Die Dienstleistungsverträge enthalten ausreichende Weisungs- und Kontrollrechte für die ausgliedernden Versicherungsunternehmen und Kontrollrechte für die Interne Revision sowie die Aufsichtsbehörden. Dies betrifft ebenso die Weiterausgliederung (Suboutsourcing) von Funktionen und Dienstleistungen an andere Dienstleistungsgesellschaften.
Für kritische bzw. wichtige ausgegliederte Funktionen/Prozesse findet auf der Basis von Service Level Agreements (SLA) und den dokumentierten Key Performance Indicators ein regelmäßiges Monitoring und Reporting statt.
Risikoprofil
Die in der internationalen Generali Gruppe definierten und für die Generali in Deutschland ebenfalls relevanten Risikoklassen und -arten umfassen die Risikokategorien Markt- und Kreditrisiko, Segmentspezifisches Versicherungstechnisches Risiko, Operationelles Risiko sowie die Sonstigen Risiken. Die an unsere Gesellschaft ausgegliederten Funktionen und Dienstleistungsprozesse unterliegen einem operationellen Risiko.
Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen oder aus mitarbeiter- und systembedingten oder aber externen Vorfällen. Das operationelle Risiko umfasst zudem Rechtsrisiken, nach unserer Definition jedoch nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken.
Operationelle Risiken sind ein unvermeidlicher Bestandteil der täglichen Geschäftstätigkeit. Für operative, nicht regulierte Gesellschaften werden die operationellen Risiken im Rahmen des Simplified Risk Assessments bewertet. Hierzu führen die Compliance und RisikomanagementFunktion Interviews mit den Risikoverantwortlichen durch, um die operationellen Risiken der Gesellschaft zu ermitteln. Diese qualitative Bewertung umfasst eine Einstufung des "Potential Risk Exposure" sowie der "Control System Adequacy".
Rechtliche Risiken
Gesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorgaben können erhebliche Auswirkungen auf unser Unternehmen haben. Wir beobachten kontinuierlich die aktuelle Rechtsprechung und Gesetzgebung auf nationaler und europäischer Ebene. Dadurch ist es uns möglich, die Rechtsrisiken zu steuern. Das Rechtsmonitoring, auch im Rahmen aktiver Verbands- und Gremienarbeit, erfolgt sowohl durch die einzelnen Fachbereiche auf Unternehmensebene als auch fachbereichsübergreifend, insbesondere durch die Bereiche General Counsel, Compliance, Steuern, Rechnungswesen und Datenschutz. Darüber hinaus sind Geschäftsführer und Mitarbeiter an einen Code of Conduct gebunden, der in Übereinstimmung mit unserem Leitbild verbindliche Verhaltensregeln statuiert und damit die Grundlage für eine korrekte Geschäftstätigkeit zur Wahrung der Integrität der GDS bildet.
Risiken aus Stör- und Notfällen
Schwerwiegende Ereignisse wie der Ausfall von Mitarbeitern, Gebäuden, kritischen Dienstleistern sowie der IT-Systeme können wesentliche operative Geschäftsprozesse oder die Reputation unseres Unternehmens gefährden. Im Rahmen unserer IT-Notfallplanung treffen wir Vorsorge für Störfälle, Notfälle und Krisen, welche die Aufrechterhaltung unserer wichtigsten Unternehmensprozesse und -systeme gefährden können. Im Rahmen unseres Business Continuity Managements (BCM) nutzen wir für einen möglichen Gebäudeausfall vorhandene mobile Arbeitsplätze oder legen Ausweichlokationen sowie Strategien und Pläne für einen übermäßigen Ausfall des Personals fest und bestimmen die Wiederanlaufzeiten geschäftskritischer Prozesse, einschließlich der Prozesse, die an dienstleistende Unternehmen ausgelagert sind. Ziel der IT-Notfallplanung ist es, die Geschäftstätigkeit mit Hilfe von definierten Verfahren aufrechtzuerhalten und Personen, Sachwerte sowie Vermögen zu schützen.
Welche organisatorischen und technischen Maßnahmen in einem IT-Notfall unternommen werden, um die Verfügbarkeit der kritischen Services sicherzustellen, ist in einem "Disaster Recovery Plan" (kurz DRP) beschrieben. Der DRP unterstützt die Steuerung und Handhabung unerwarteter Ereignisse, die von einer solchen Tragweite sind, dass sie außergewöhnliche Maßnahmen erfordern.
Im Jahr 2023 wurden die Prozesse und Maßnahmen aus dem BCM auf Basis der durch jedes Versicherungsunternehmen bearbeiteten Business Impact Analyse aktualisiert. Sämtliche BC-Pläne (Wiederanlaufpläne, Notfallpläne) entsprechen somit dem Status Quo. Der Prozess "Continuity Management" wurde im Rahmen der International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3402 Prüfung extern geprüft und ohne Auffälligkeiten positiv bewertet. Unsere Verfahren haben wir zudem mit Blick auf mögliche regulatorische Lücken in Bezug auf die im Januar 2025 in Kraft tretende DORA-Verordnung untersucht.
Im April 2023 wurde bei einem umfassenden zweitägigen Notfalltest der IT-Notbetrieb mit Beteiligung von etwa 250 Kolleginnen und Kollegen aus den Geschäftsbereichen und der IT der Generali in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Bei diesem IT-Notfalltest wurde die Außerbetriebnahme eines Rechenzentrums simuliert und die Bereitstellung von kritischen IT-Services ausschließlich aus dem Ausweichrechenzentrum intensiv getestet. Der erfolgreiche Notfalltest konnte den störungsfreien Betrieb der Anwendungssysteme im Notbetrieb verifizieren, wodurch die Angemessenheit und Wirksamkeit der Notfallvorsorge nachgewiesen werden.
Risiken zur Informationssicherheit
Anforderungen zur Informationssicherheit der Generali in Deutschland werden übergreifend durch die Funktionseinheit "Chief Information Security Officer" (CISO) gesteuert. Diese ist seit 2022 Bestandteil der ganzheitlich alle Sicherheitsbelange steuernden Organisationseinheit "Chief Security Officer" (CSO). Diese Organisationseinheit regelt für alle Unternehmen der Generali in Deutschland die zentralen Vorgaben, Methoden und deren Durchführung im Bereich Sicherheit und umfasst die Teilbereiche Informationssicherheit, physische- und Unternehmenssicherheit sowie Management von Identitäten und Berechtigungen.
Die IT-Abteilung der Generali Deutschland AG und, soweit es sich um IT-Infrastruktur handelt, die Generali Operations Service Platform S.r.l. (GOSP), sind für alle Aufgaben im Bereich IT-Systeme der Generali in Deutschland im Rahmen der Auftragsverarbeitung zuständig. Der in der IT-Abteilung angesiedelte Bereich der operativen IT-Sicherheit steuert und setzt die Anforderungen des CISO zur Informationssicherheit in der IT um.
Identifizierte Risiken fließen in das Risikomanagementsystem der Generali in Deutschland ein. Hierdurch ist gewährleistet, dass effiziente und effektive Instrumente, um Informationssicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu steuern, eingesetzt werden.
Im Geschäftsjahr 2023 konnte im Bereich der Generali in Deutschland eine zu den Vorjahren vergleichbare Anzahl an Sicherheitsvorfällen festgestellt werden. Insbesondere die hohe Anzahl an bekannten Schwachstellen in genutzten Softwareprodukten und die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die IT-Supply-Chain sowie die große Anzahl und die Kombination von verfügbaren Angriffsmethoden (z.B. Ransomware, DDoS, Identitätsdiebstahl, Phishing, Ransomware etc.) bedeuten eine hohe Gefährdung auch für die Generali in Deutschland.
Direkte Angriffe mit Schad-Software wurden zeitnah erkannt und erfolgreich abgewehrt. Generell konnten in 2023 die ergriffenen Maßnahmen zum Schutz vor Computerviren, Cyber-Attacken und Hacker-Angriffen sowie zur Erkennung und Beseitigung von Schwachstellen und Angriffen, Störungen mit nennenswerten Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb verhindern.
Die steigende Anzahl von Cyber-Attacken (inkl. der unentdeckten Cyberexponierung, dem sog. Silent Cyber) stellt ein branchenweites Risiko in den heute stark vernetzten Informationssystemen sowie den digitalen Portalen dar. Wir sind uns dessen bewusst und begegnen diesem Risiko mit der größtmöglichen Aufmerksamkeit.
Maßnahmen zur Verbesserung der Risikosituation in der Informationssicherheit
Der CISO initiiert und verfolgt, in enger Abstimmung mit den Geschäftsleitungen der Generali in Deutschland, dem Datenschutzbeauftragten, der IT, den Informationseigentümern und weiteren Stakeholdern geeignete Maßnahmen, um die Informationssicherheit mittel- und langfristig zu gewährleisten. Hierzu zählt insbesondere die Unterstützung des gruppenweiten, in 2022 gestarteten Security Strategic-Program (SSP), das Initiativen zur digitalen Transformation durch angemessene und sichere digitale Verfahren unterstützen und die Widerstandsfähigkeit der IT gegenüber Cyber-Angriffen verbessern soll. Weitere Schwerpunkte der Verbesserungsmaßnahmen in 2023 waren u.a. die Erstellung und Abstimmung eines zentralen Sollmaßnahmenkatalogs mit abstrakten Sicherheitsanforderungen, strukturiert nach ISO 27001 und abgeleitet aus den bestehenden Vorgaben der Assicurazioni Generali S.p.A.
Anfang 2023 wurde durch Ernst & Young die alle zwei Jahre fällige Prüfung gemäß IT-Sicherheitsgesetz für die als kritische Infrastruktur (KRITIS) klassifizierten Gesellschaften Generali Deutschland Krankenversicherung AG und Generali Deutschland Versicherung AG durchgeführt. Die Ergebnisse der Überprüfung der auf ISO 27001 beruhenden Risk Control Matrix weisen gemäß Ernst & Young im Vergleich mit weiteren KRITIS-Betreibern einen hohen Reifegrad der Informationssicherheit auf. Für die in der Prüfung identifizierten Mängel wurden Maßnahmen zur Beseitigung eingeleitet.
Betrugsrisiko
Wie alle Wirtschaftsunternehmen unterliegen wir der Gefahr, durch interne sowie externe wirtschaftskriminelle Handlungen Vermögens- und Reputationsverluste zu erleiden. Um einer nachhaltigen Schädigung des Unternehmens präventiv entgegenwirken und betrügerische Handlungen aufklären zu können, entwickeln wir unser diesbezügliches internes Kontrollsystem kontinuierlich fort. Zudem haben wir die Anstrengungen weiter verstärkt, mögliche Betrugsversuche durch Externe zu erkennen und zu verhindern, unter anderem durch den Ausbau eines spartenübergreifenden Informations- und Know-how-Transfers auf anonymisierter Basis sowie der Einrichtung eines Anti-Fraud-Management-Arbeitskreises.
Risiken des Geschäftsbetriebes
Die unserer Gesellschaft übertragenen Dienstleistungen im Zahlungsverkehr, im strategischen und operativen Einkauf sowie die Verantwortung für das Gebäudemanagement der Unternehmen der Generali in Deutschland bergen Risiken im Rahmen des Prozessablaufs. Wir begegnen diesen Risiken durch ein sorgfältiges Monitoring sowie einem intensiven, regelmäßigen Berichtswesen an die Konzernunternehmen, für die diese Dienstleistungen erbracht werden.
Sonstige Risiken
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht oder nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Dem Liquiditätsrisiko begegnet unsere Gesellschaft durch eine konzernweite unterjährige sowie mehrjährige Liquiditätsplanung. Dabei verfolgen wir das Ziel, die operative, nicht für die Kapitalanlage vorgesehene Liquidität an den Verpflichtungen unserer Gesellschaft auszurichten, um jederzeit die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu garantieren. Die Zahlungsverpflichtungen leiten wir aus bekannten Verpflichtungen sowie aus typischen Abwicklungsmustern der Rückstellungen ab.
Das grundsätzliche Vorgehen hat sich auch im Jahr 2023 nicht verändert. Wir konnten durchgängig in 2023 eine stabile Liquiditätsposition darstellen. Die Veräußerung von Kapitalanlagen - zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen - bewegte sich im üblichen Rahmen und musste zu keiner Zeit ad-hoc erfolgen.
Reputationsrisiken
Das Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko eines Unternehmens, einen Imageschaden bei Kunden, Geschäftspartnern sowie Aufsichtsbehörden, soweit es sich um ausgelagerte Prozesse eines aufsichtspflichtigen Unternehmens handelt und dadurch potenzielle Verluste zu erleiden. Die Produkt- und Unternehmensratings der Generali in Deutschland, die gezielte Kundenkommunikation und ihr aktives Reputationsmanagement sind dabei entscheidende Faktoren, Imageschäden unseres Unternehmens sowie der Gruppe präventiv entgegenzutreten.
Da nahezu jede Aktivität unseres Unternehmens und der Generali in Deutschland zu Reputationsverlusten führen kann und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Risikokategorien bestehen, ist ein aktives Reputationsmanagement von großer Bedeutung. Die Kommunikationseinheit des Konzerns beobachtet dabei alle Aktivitäten unseres Unternehmens sowie der Generali in Deutschland im Hinblick auf mögliche Reputationsrisiken. Unsere Gesellschaft ist nicht direkt am Markt präsent, Reputationsrisiken können sich bei den Konzernunternehmen ergeben, für die unsere Gesellschaft Dienstleistungen erbringt. Reputationsrisiken treten wir durch aktive, authentische und zielgruppengerechte Kommunikation auf allen Ebenen entgegen. Das Risiko wird zudem hinsichtlich des Aspekts des Klimawandels und dem Risiko des sog. "Greenwashing" innerhalb des qualitativen Risikomanagementsystems laufend überwacht.
Strategisches Risiko
Strategische Risiken entstehen, wenn sich Veränderungen im Unternehmensumfeld (inklusive Gesetzesänderung und Rechtsprechung) und/oder interne Entscheidungen nachteilig auf die zukünftige Wettbewerbsposition unseres Unternehmens oder der Generali in Deutschland auswirken können, beispielsweise infolge einer weiteren Erhöhung der Automatisierung und der damit verbundenen Notwendigkeit einer Strukturanpassung.
Herausforderungen in der Versicherungsbranche
Die aktuellen Herausforderungen in der Versicherungsbranche
| ― |
volatile Zinsentwicklung |
| ― |
Folgen der Inflation, z.B. rückläufiges Wachstum, schwaches Konsumklima, leichte Rezession |
| ― |
schwierige geopolitische Rahmenbedingungen, insbesondere aufgrund des Ukrainekrieges und des Konflikts im Nahen Osten |
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Digitalisierung, Einfluss neuer Technologien, Künstliche Intelligenz sowie Cybersicherheit |
| ― |
die Auswirkungen von Naturkatastrophen aufgrund des Klimawandels |
| ― |
weiterhin zunehmende regulatorische Anforderungen, u.a. im Bereich der Vertriebsregulierung auf europäischer und nationaler Ebene |
haben auch einen nachhaltigen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und das Geschäftsmodell unserer Gesellschaft.
Die mittelfristige Strategie "Generali Deutschland Lifetime Partner 24" der Generali in Deutschland umfasst das übergeordnete Ziel, Lifetime Partner für Kunden und Vertriebspartner zu sein. Basierend auf der internationalen Strategie der Assicurazioni Generali für die Jahre 2022-2024 wurden folgende Ziele definiert:
| ― |
Förderung von nachhaltigem Wachstum |
| ― |
Verbesserung des Ertragsprofils |
| ― |
Ausbau innovativer Lösungen |
Neben der beschriebenen Strategie sind diverse Projekte zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen eingerichtet (z.B. IFRS 9/17, VAIT), die ebenfalls zusätzliche Umsetzungskapazitäten (insb. IT-Kapazitäten) benötigen. Vor diesem Hintergrund der zunehmenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurde ein stringentes Multi-Projektmanagement inkl. sinnvoller Priorisierung und enger Begleitung durch das Top-Management etabliert, um nachhaltig die Bereitstellung angemessener Ressourcen sowie die Sicherstellung der operativen Stabilität zu gewährleisten.
Ansteckungsrisiko und Emerging Risk
Das Ansteckungsrisiko umfasst das Risiko, das sich von anderen Risikokategorien in einer Konzerngesellschaft ableitet und sich auf die Unternehmen der Generali in Deutschland ausbreiten kann. Darüber hinaus können auch durch externe Einflüsse Ansteckungsrisiken entstehen (Branchenrisiko). Emerging Risks beziehen sich dagegen auf neue Risiken infolge von Veränderungen des internen oder externen Umfelds. Wesentliche Treiber der sich ändernden Risikolandschaft umfassen neue wirtschaftliche, technologische, gesellschaftspolitische, rechtliche und ökologische Entwicklungen; die wachsenden Interdependenzen zwischen diesen Bereichen können darüber hinaus zu einer verstärkten Anhäufung von Risiken führen. Risiken dieser Art können zu einem Anstieg der Risikoexponierung bereits definierter Risikoarten führen oder die Definition neuer Risikokategorien erfordern. Ein besonderes Augenmerk soll auf sogenannte ESG-Faktoren (Environmental, Social and Governance) gelegt werden, die oft mit Emerging Risks verbunden sind. Hierbei ist anzumerken, dass ESG-Faktoren für mehrere Risikokategorien relevant sind, nicht nur für Emerging Risks. Ansteckungsrisiko und Emerging Risks sind systematisch in den Risikomanagementprozess der Generali in Deutschland integriert und werden in den Risikomanagementgremien erörtert.
Nachhaltigkeitsrisiko
Das Nachhaltigkeitsrisiko bezeichnet die Risiken, die auf den - gemäß Del. Reg. (EU) 2021/1256 - definierten Nachhaltigkeitsfaktoren Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Korruptions- und Bestechungsbekämpfung beruhen. Gemäß Del. Reg. (EU) 2021/1256 müssen Versicherungsunternehmen Nachhaltigkeitsrisiken in ihr Risikomanagement und ihren ORSA-Prozess integrieren. Die Nachhaltigkeitsrisiken werden einerseits im Rahmen des qualitativen Risikomanagementprozesses analog zu den Risiken, die nicht explizit quantifiziert werden oder einer weiteren qualitativen Betrachtung bedürfen (Liquiditätsrisiko, strategisches Risiko, Reputationsrisiko, Ansteckungsrisiko und Emerging Risks) berücksichtigt und mit entsprechenden Maßnahmen unterlegt. Darüber hinaus werden Klimawandelszenarien im ORSA-Prozess quantifiziert.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Die an unsere Gesellschaft ausgegliederten Prozesse bergen Risiken, denen wir mit effizienten und zielgerichteten Maßnahmen begegnen, beispielsweise durch ein sorgfältiges Monitoring bzw. eine zielgerichtete Steuerung der an uns ausgegliederten Prozesse. Die Risikosituation der Generali Deutschland Gruppe ist kontrolliert sowie tragfähig und es zeichnet sich auf Basis der bestehenden Anforderungen aktuell keine Entwicklung ab, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährdet. Wir verfügen über die notwendigen Instrumentarien, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zeitnah und angemessen zu begegnen. Das gruppenweit etablierte Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt. Damit ist es uns möglich, auf veränderte Rahmenbedingungen und gegensätzliche Entwicklungen flexibel zu reagieren. Für unsere Gesellschaft wurden keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert.
Ausblick und Weiterentwicklung des Risikomanagements
Die Generali in Deutschland hat im Geschäftsjahr 2023 die ab dem 1. Januar 2016 verbindlich geltenden Anforderungen unter Solvency II umfassend umgesetzt. Notwendige Anpassungen an das Governance-System wurden vorgenommen. 2023 wurden für das Geschäftsjahr 2022 die im Rahmen der Säule III zu erstellenden Berichte über die Solvabilität und Finanzlage (Solvency and Financial Condition Report, SFCR) sowie die Berichterstattung an die Aufsichtsbehörde (Regular Supervisory Report, RSR) erstellt.
Insbesondere die Anpassung der von unserer Gesellschaft zu erbringenden Unterstützungsprozesse, Dienstleistungen und Funktionen an die Solvency II-Anforderungen stellt dabei eine der wesentlichen Herausforderungen dar. Unsere Gesellschaft fällt nicht unter die Rahmenrichtlinie von Solvency II. Für unsere Gesellschaft bedeutet dies dennoch, dass wir uns konsequent gemeinsam mit den Unternehmen der Generali in Deutschland an den Anforderungen orientieren und uns im Rahmen unserer Dienstleistungen danach ausrichten werden.
Ausblick
Gesamtwirtschaftliche Erwartungen für 2024
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für das Jahr 2024 dürfte von weiter fallenden Inflationsraten, den Nachwirkungen der restriktiven Geldpolitik sowie der zinspolitischen Wende der Notenbank geprägt sein. Positiv zu vermerken ist, dass der globale negative Lagerzyklus im verarbeitenden Gewerbe zum Ende 2023 erste Stabilisierungstendenzen zeigte und damit auch der internationale Handel seinen Tiefpunkt durchschreiten könnte. Jedoch sind kurzfristige Wirtschaftsindikatoren in Deutschland und im Euroraum, wie zum Beispiel die EinkaufsmanagerIndizes, auf sehr niedrigem Niveau und jüngste Verbesserungstendenzen wurden überwiegend von der Dienstleistungskomponente getragen. Deshalb ist zu erwarten, dass sich eine deutlichere Belebung voraussichtlich erst im weiteren Jahresverlauf bemerkbar machen wird. Die Inflationsrate dürfte weiter nachgeben, jedoch sollte es noch nicht zu einem Absinken der Kerninflationsrate unter 2% kommen. Die nachlassende Inflation dürfte es der EZB erlauben, ihre Geldpolitik ab Juni 2024 zu lockern und zwar um kumulativ 100 Basispunkte bis zum Jahresende. Mitte November 2023 hat das Bundesverfassungsgericht den Transfer von Corona-Notmitteln in einen Klimafonds untersagt und damit den Ausgabenspielraum der öffentlichen Hand über mehrere Jahre deutlich eingeschränkt. Wir erwarten deshalb für das Jahr 2024 einen negativen Fiskalimpuls, der das Wachstum belasten wird. Insgesamt gehen wir von einem schmalen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,1% und einer Inflationsrate von 2,5% aus. Für den Euroraum dürften die Zahlen mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 0,6% und einer Inflationsrate von 2,4% etwas besser ausfallen.
In den USA sehen wir nach einer überraschenden Widerstandsfähigkeit der Konjunktur im Jahr 2023 im 1. Halbjahr 2024 eine schwächere Wirtschaftsleistung aufgrund des Gegenwinds der straffen Geldpolitik und des Abebbens von Verbraucherersparnissen aus der Zeit der Covid-19-Pandemie. Im 2. Halbjahr 2024 erwarten wir jedoch Erholungstendenzen: Maßgebliche Gründe sind eine weniger restriktive Geldpolitik der Fed, für die wir eine erste Zinssenkung im Mai prognostizieren und eine kumulative Absenkung des Leitzinses in 2024 von 100 Basispunkten. Weitere Gründe sind der widerstandsfähige Arbeitsmarkt, ein wieder stärkerer Konsum angesichts steigender Einkommen bei nachlassender Inflation sowie eine Aufwärtsbewegung im globalen Lagerzyklus.
Entwicklung an den Finanzmärkten
Im Jahr 2024 dürfte die Entwicklung an den Finanzmärkten wesentlich von weiter rückläufigen Preissteigerungsraten sowie einer geldpolitischen Kursänderung hin zu niedrigeren Leitzinsen bestimmt werden. Geopolitische Unsicherheiten und Risiken sowie der Ausgang verschiedener wichtiger Wahlen, insbesondere die in den USA werden aber ebenfalls das Marktgeschehen bestimmen. Potenziell damit einhergehende Verwerfungen an den Energiemärkten könnten wieder in den Fokus rücken.
In dieser Gemengelage dürfte die Volatilität hoch bleiben. Aber die erwartete Aufhellung der globalen Konjunktur verbunden mit dem Beginn des Zinssenkungszyklus gegen Jahresmitte dürfte die Gewinnerwartungen verbessern. Insgesamt rechnen wir für das Jahr 2024 mit einer Aufwärtsentwicklung risikobehafteter Anlagen. An den Märkten für Staatsanleihen erwarten wir im Euroraum einen moderaten Rückgang der Renditen. US-Staatsanleihen sollten sich besser als die im Euroraum entwickeln, da wir die Zinssenkungserwartungen bezüglich der EZB als überzogen betrachten. Wir erwarten, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter etwas an Wert verlieren wird.
Fokus der Generali Deutschland Services im Jahr 2024
Im Jahr 2024 wird der Fokus der Generali Deutschland Services weiterhin auf effizienter, kostenbewusster und qualitativ hochwertiger Leistungserbringung im Tagesgeschäft liegen. Angesichts des erfolgreich aufgestellten Geschäftsmodells als Shared-Service-Dienstleister sollen Optionen zu Ausweitung des Aktivitätenportfolios geprüft und die Umsetzung vorangetrieben werden. In diesem Zusammenhang soll auch die Zusammenarbeit innerhalb der Business Unit DACH ausgeweitet werden. Um die Erreichung der anspruchsvollen Konzernziele zu unterstützen, wird die Generali Deutschland Services außerdem im Rahmen des weltweiten Programms "Operational Excellence" einen wichtigen Beitrag zur Steuerung der Gesamtkosten leisten.
Digitalisierung / Automatisierung / Prozessoptimierung
Die fortlaufenden Aktivitäten zur Prozessoptimierung und Digitalisierung sowie die kontinuierliche Optimierung in Struktur und Steuerung der operativen Einheiten sichern auch weiterhin eine (kosten-) effiziente Aufstellung der Shared Services für die Generali Deutschland Gruppe und unterstützen die ambitionierten Kosten- und Kapazitätsziele im nächsten Jahr.
Nachhaltiger Geschäftsbetrieb
Um die anspruchsvollen Nachhaltigkeitsziele der Generali weiter zu unterstützen und den CO 2 -Fußabdruck der Generali in Deutschland weiter zu reduzieren, wird die Generali Deutschland Services auch im Jahr 2024 diverse ESG-Maßnahmen in den Gebäuden umsetzen. Unter anderem wird die ESG-Konformität unserer Gebäude und Lieferanten laufend überprüft und der Umzug in ein modernes, energieeffizientes Gebäude am Standort Stuttgart umgesetzt. Darüber hinaus sollen alle selbst genutzten Gebäude mit LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Parallel zur Umstellung des Fuhrparks auf Elektro/Hybrid wird der Ausbau der Elektro-Ladeinfrastruktur an den Standorten Aachen, Köln, Hamburg und Saarbrücken weiter vorangetrieben. Ein weiterer wesentlicher Hebel sind die signifikante Reduzierung des Druckvolumens sowie die Forcierung eines nachhaltigen Geschäftsbetriebes in den Betriebsrestaurants der Generali in Deutschland.
Demografiemanagement / Aus- und Weiterbildung
Um den Altersdurchschnitt der Generali Deutschland Services nachhaltig zu senken, den zunehmenden Wandel von transaktionalen zu stärker wertschöpfenden Tätigkeiten zu begleiten und die Sicherung von Know-how und speziellen Skills zu gewährleisten, werden schrittweise weitere nachhaltige Maßnahmen umgesetzt. Diese reichen von der deutlich ausgeweiteten Rekrutierung und Übernahme von Auszubildenden und studentischen Nachwuchskräften über die intensive Nutzung konzernweiter Talentprogramme bis hin zur Einstellung externer Know-how-Träger. Das umfangreiche interne Aus- und Weiterbildungsprogramm rundet das demografische Maßnahmenpaket ab. Gleichzeitig bildet die Gesunderhaltung der Belegschaft ein weiteres Kernthema für 2024.
Erwartungen für die Gesellschaft
Die Generali Deutschland Services GmbH wird das bisher verfolgte aktive Kostenmanagement, unter Beibehaltung einer hohen, kundenzentrierten Qualität der Dienstleistungen, weiter vorantreiben. Der Gesamtaufwand wird in 2024 unter dem Niveau 2023 liegen. Die Umsatzerlöse und die sonstigen betrieblichen Erträge werden in 2024 gesamthaft bei ca. 111,3 Mio. € (2023: 112,8 Mio. €) und somit unter dem Wert aus 2023 liegen. Die Gewinnabführung an die Generali Deutschland AG wird in 2024 bei voraussichtlich 4,5 Mio. € (2023: 6,3 Mio. €) liegen.
Anlage
Bericht zur Entgeltgleichheit
Die Generali Deutschland Services GmbH ist Teil der Generali in Deutschland, einer der führenden Erstversicherungsgruppen im deutschen Markt und Teil der internationalen Generali Group. In fast 200 Jahren hat die Generali einen multinationalen Konzern aufgebaut, der in über 50 Ländern vertreten ist. Mit mehr als 82.000 Mitarbeitenden, die 68 Millionen Kundinnen und Kunden betreuen, hat der Konzern eine führende Position in Europa und eine wachsende Präsenz in Asien und Lateinamerika. Diversity ist ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur: Vielfalt ist ein natürliches Kennzeichen in einer multinationalen Gruppe.
Wir sind der festen Überzeugung, dass die Vielfalt unserer Mitarbeitenden zu höheren Leistungen und somit zu besseren Geschäftsergebnissen führt. Vielfalt ist für uns nicht nur eine Frage des Geschlechts, sondern betrifft beispielsweise auch Nationalität, Alter, Behinderung, sexuelle Orientierung und Kultur. Chancengerechtigkeit und Gleichstellung sind daher für uns selbstverständlich. Diskriminierung jedweder Art, sei es auf Grund von Geschlecht oder anderen Aspekten, hat in der Generali in Deutschland keinen Platz.
Wir besetzen geschlechtsunabhängig; Profile der Bewerbungen müssen fachlich und persönlich auf die zu besetzende Stelle passen. Auch bezüglich unseres Ausbildungsauftrags wenden wir dieses Vorgehen selbstverständlich an.
Daher ist auch das Gebot des gleichen Entgelts für uns eine klare Leitlinie. Ohnehin ist diese ein wesentlicher Bestandteil der grundrechtlich geschützten Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Deutschland seit mehr als 60 Jahren: In der Generali Beschäftigte sollen für die gleiche oder eine gleichwertige Arbeit auch das gleiche Entgelt erhalten. Eine geschlechtsunabhängige, faire und leistungsorientierte Bezahlung ist unsere Maxime. Soweit die Branchentarifverträge für die private Versicherungswirtschaft bei Generali Deutschland Services Anwendung finden, sind diese Grundlage für eine geschlechtsunabhängige Vergütung im Tarifbereich. Außerhalb von Tarifverträgen, im übertariflichen Bereich sowie für Führungskräfte stellt ein regelmäßiger und nachhaltiger Controlling-Prozess von Gehältern (natürlich ebenfalls geschlechtsunabhängig) sicher, dass wir unserem eigenen Anspruch gerecht werden. Bei seltenen Gehaltsdiskrepanzen wird eine Heranführung an den Soll-Wert durchgeführt.
Seit 2019 wird mindestens einmal jährlich eine Gender-/ Equal Pay Gap Analyse durchgeführt, um geschlechterspezifische Gehaltsunterschiede zu ermitteln. Bei zusätzlicher Berücksichtigung von Objektivierungskriterien konnten für die Generali Deutschland Services GmbH im Durchschnitt nur marginale geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede festgestellt werden. Dies bestätigt die Wirksamkeit der jährlich stattfindenden Gehaltsüberprüfungsprozesse, in denen systematisch darauf geachtet wird, etwaige historisch bedingte Gehaltsdifferenzen zwischen Männern und Frauen auf gleicher fachlicher Ebene zu schließen.
Ergänzend findet im ersten Halbjahr eines jeden Jahres für die gesamte Belegschaft ein sogenannter Mitarbeiterdialog im Rahmen des Performance Managements statt, in dessen Rahmen nicht nur über Arbeitsergebnisse und gezeigte Leistungen, sondern auch über Potenzial- und Kompetenzentwicklung gesprochen wird.
Die Belegschaft profitiert außerdem vom SMART Working Modell, das zur Flexibilisierung des Arbeitsorts für alle Mitarbeitenden eingeführt wurde, deren Tätigkeit einen flexiblen Arbeitsort ermöglicht. Die Freiwilligkeit der Teilnahme am mobilen Arbeiten sowie die Einführung eines Desksharing-Modells an den Büro-Standorten sind dabei wichtige Eckpunkte. Die Mitarbeitenden können für jedes Quartal selbst bestimmen, wann sie im Büro arbeiten - abhängig von der Anzahl der Arbeitstage pro Woche (bei Vollzeit 18 Tage pro Quartal). Dadurch ermöglicht SMART Working eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben, was regelmäßige Befragungen unserer Mitarbeitenden bestätigt haben.
Gleiches gilt für Gesundheit und Wohlergehen unserer Belegschaft: Mit zahlreichen Angeboten zum sportlichen Ausgleich und zur Entlastung, den weitreichenden Angeboten der Gesundheitskarte+ inklusive einer kostenfreien Vitality-Mitgliedschaft sowie speziellen Betriebssportgruppen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements leisten wir einen aktiven Beitrag zu einer ausgeglichenen Work-Life-Balance.
Außerdem sind spezifische Maßnahmen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen in Umsetzung, um deren Anteil weiter zu erhöhen. Die kontinuierliche Steigerung des Anteils der weiblichen Führungskräfte auf allen hierarchischen Ebenen hat in der gesamten Generali in Deutschland Priorität. Die Generali Deutschland Services GmbH trägt auf Basis folgender Ziel-Quoten zur Erreichung dieser Ambition bei:
| Soll-Quote (30.6.2027) | |
| Aufsichtsrat | 33,3% |
| Geschäftsführung | 50% |
| 1. Managementebene | 40% |
| 2. Managementebene | 40% |
Berufstätigen Müttern und Vätern ermöglichen wir, in Teilzeit in Elternzeit bei uns zu arbeiten, so dass uns deren Expertise sowohl während als auch im Anschluss an diese Familienphase erhalten bleibt.
Die Gesamtzahl männlicher Beschäftigter betrug im Durchschnitt bei der Generali Deutschland Services GmbH 321,3; die Gesamtzahl weiblicher Beschäftigter 644,5. Die Frauenquote in der Belegschaft betrug damit zum Jahresende 66,7%. In Teilzeit arbeiteten im Jahresverlauf durchschnittlich 37 Männer und 296,8 Frauen; die Teilzeitquote lag damit bei 34,6%.
Die Generali Deutschland Services profitiert zudem von der konzernweiten Kooperation mit dem 'pme familienservice', so dass die Eltern in der Belegschaft von Notfall- und Ferienbetreuung ihrer Kinder sowie von Unterstützung bei der Kitaplatz-Suche profitieren können. Auch steht ein ElternKind-Büro zur Verfügung, um bei spontanem Wegfall jeglicher Kinderbetreuung die Möglichkeit zu haben, sowohl der Bürotätigkeit nachzugehen als auch das Kind zu betreuen.
Nicht zuletzt profitiert die Generali Deutschland Services von allen Maßnahmen der Generali in Deutschland zur Förderung von Diversity, Equity und Inclusion. Dies beinhaltet zum Beispiel Frauenförderung durch Women Mentoring Programme und Coachings, aber auch Schulungen und Awareness-Veranstaltungen zu Gleichstellung, zum Umgang mit Beeinträchtigungen sowie Aktivitäten rund um weitere Schwerpunkte von Diversity, Equity und Inclusion. Der Generali Deutschland Services stehen ebenfalls alle fünf Employee Resource Groups der Generali Deutschland offen. Diese sind wichtiger Bestandteil der DEI-Kultur und decken die Schwerpunkte Gender, Generationen, Menschen mit Beeinträchtigung, LGBTQAI+ und Eltern ab. Sie geben Vortrieb dabei, eine zunehmend vielfältige und inklusive Arbeitswelt in der Generali zu schaffen.
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| € | € | € | |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 143.060,00 | ||
| 143.060,00 | 94.312,00 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.943.688,00 | ||
| 1.943.688,00 | 2.437.380,00 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 64.642.246,78 | ||
| 64.642.246,78 | 53.818.656,86 | ||
| 66.728.994,78 | 56.350.348,86 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 517.198,75 | 314.022,16 | |
| 2. fertige Erzeugnisse und Waren | 45.343,42 | 71.361,88 | |
| - | 562.542,17 | 385.384,04 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 41.924,80 | 13.240,32 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 4.448.109,48 | 15.692.336,69 | |
| davon gegenüber Gesellschaftern: 0,00 € (Vj.: 0,00 €) | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0,00 € (Vj.: 0,00 €) | |||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 4.198.065,52 | 4.501.192,76 | |
| 8.688.099,80 | |||
| III. Sonstige Wertpapiere | 23.500.000,00 | ||
| 23.500.000,00 | 0,00 | ||
| IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 18.568.099,14 | 45.088.996,25 | |
| 51.318.741,11 | 65.681.150,06 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 612.882,85 | 0,00 | |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 51.474,62 | 2.981,43 | |
| Summe Aktiva | 118.712.093,36 | 122.034.480,35 | |
|
Passiva |
|||
| 31.12.2023 | 31.12.2022 | ||
| € | € | € | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 100.000,00 | 100.000,00 | |
| II. Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen | 528.843,19 | 528.843,19 | |
| 628.843,19 | 628.843,19 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 96.363.192,00 | 97.401.733,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 0,00 | 5.450,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 15.159.330,84 | 13.697.231,49 | |
| 111.522.522,84 | 111.104.414,49 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 236.418,28 | 321.891,17 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.202.828,76 | 8.700.580,54 | |
| davon gegenüber Gesellschaftern: 5.180.685,83 € (Vj.: 5.635.393,80 €) | |||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.121.480,29 | 1.278.750,96 | |
| davon aus Steuern: 594.092,53 € (Vj.: 687.205,71 €) | |||
| - | 6.560.727,33 | 10.301.222,67 | |
| Summe Passiva | 118.712.093,36 | 122.034.480,35 | |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
| € |
2023
€ |
2022
€ |
|
| 1. Umsatzerlöse | 106.604.385,00 | 114.697.429,11 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 6.175.926,18 | 5.574.358,26 | |
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 2.109.430,71 | 1.718.813,53 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.886.541,39 | 1.689.195,40 | |
| 3.995.972,10 | 3.408.008,93 | ||
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 53.912.685,93 | 56.303.716,05 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 12.294.907,09 | 15.921.390,10 | |
| davon für Altersversorgung: 1.743.300,66 € (Vj.: 5.356.006,77 €) | |||
| 66.207.593,02 | 72.225.106,15 | ||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 851.726,63 | 1.129.308,51 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 34.639.659,76 | 34.121.714,95 | |
| davon Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHB 0,00 € (Vj.: 0,00 €) | |||
| 7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1.961.017,12 | 438.583,66 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 € (Vj.: 0,00 €) | |||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 692.169,09 | 351.152,25 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: 33,00 €(Vj.: 2.148,00 €) | |||
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.885.517,45 | 1.892.338,17 | |
| davon an verbundene Unternehmen: 0,00 € (Vj.: 32.917,00 €) | |||
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.567.173,30 | 2.413.539,18 | |
| davon Konzernumlage: 1.567.173,30 € (Vj.: 2.413.539,18 €) | |||
| 11. Ergebnis nach Steuern | 6.285.855,13 | 5.871.507,39 | |
| 12. Sonstige Steuern | 1.487,14 | 2.118,97 | |
| 13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne | 6.284.367,99 | 5.869.388,42 | |
| 14. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
Anhang
Allgemeine Angaben
Die Generali Deutschland Services GmbH hat ihren Sitz in Aachen und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 13957.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Maßgebliche Rechtsvorschriften
Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie des GmbH-Gesetzes erstellt.
Bilanzwertermittlung Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer bewertet.
Sachanlagen
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde gemäß § 253 Abs. 3 HGB mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert erfolgten gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nur bei einer dauerhaften Wertminderung.
Finanzanlagen
Die Wertpapiere des Anlagevermögens bestehen aus Inhaberschuldverschreibungen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Sie wurden gemäß § 253 Abs. 3 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Zur Feststellung einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden die Papiere auf ihre Bonität hin überprüft. Im Rahmen der Bonitätsprüfung wurden neben der Kreditwürdigkeit des Emittenten gegebenenfalls bestehende Sicherheiten und zum Stichtag eingetretene oder erwartete Zinsausfälle berücksichtigt. Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung erfolgten nur, wenn nicht mehr mit einer vollständigen Zahlung der vertraglichen Rückflüsse gerechnet wurde. Bei über bzw. unter pari erworbenen Wertpapieren wurde der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennwert über die Laufzeit amortisiert.
Vorräte
Bei den Vorräten wird eine Festbewertung durchgeführt (§ 256 Satz 2 HGB i.V.m. § 240 Abs. 3 HGB).
Forderungen, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Forderungen, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert.
Rechnungsabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet.
Latente Steuern
Die Gesellschaft gehört als Organgesellschaft zum körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organkreis der Generali Beteiligungs-GmbH und weist daher keine latenten Steuern aus.
Wertaufholung
Bei allen Vermögensgegenständen wurde das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Abs. 5 HGB beachtet.
Bilanzwertermittlung Passiva
Rückstellungen für
Pensionsverpflichtungen
Die Pensionsrückstellungen wurden nach § 253 HGB ermittelt. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected Unit Credit-Methode (PUC-Methode, Anwartschaftsbarwertverfahren) angewandt. Die Ermittlung der Rückstellung erfolgte unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Heubeck unter Berücksichtigung zukünftiger Einflussfaktoren, wie einer angemessenen Renten- und Gehaltssteigerungsrate mit jeweils 2% bzw. 3% und einer unternehmensindividuellen Fluktuationsrate. Es wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Rückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz zu bewerten, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Jahr 2016 wurde der § 253 HGB dahingehend angepasst, dass der Zeitraum für die Durchschnittsbildung bei der Ermittlung des HGB-Rechnungszinssatzes für die Ermittlung von Pensionsrückstellungen von 7 auf 10 Jahre erhöht wurde. Der Unterschiedsbetrag aus der Änderung des HGB-Rechnungszinses für die Pensionsrückstellung als Unterschied zwischen dem bilanziellen Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des 10-Jahres-Durchschnitts und der Bewertung auf Basis des 7-Jahres-Durchschnitts beläuft sich auf 1.053 Tsd. €.
Zum 31. Dezember 2023 wird auf Basis der bis zum 31. Oktober 2023 (vorgezogener Inventurstichtag) vorliegenden Daten ein prognostizierter 10-Jahres-Durchschnittszinssatz von 1,83% bzw. ein prognostizierter 7-Jahres-Durchschnittszinssatz von 1,76% berücksichtigt.
Saldierungsfähige Vermögensgegenstände, die - wie z.B. verpfändete Rückdeckungsversicherungen - die Anforderungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den zugehörigen Versorgungsverpflichtungen saldiert. Kongruent rückgedeckte Pensionszusagen sind nach der Stellungnahme IDW RS HFA 30 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. wie eine wertpapiergebundene Versorgungszusage zu bewerten. Für diese Zusagen ist nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB als Soll-Wert der Pensionsverpflichtung der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung (Aktivwert) angesetzt worden, wenn der Barwert der garantierten Mindestleistung durch diesen überschritten wurde.
Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert, bei den im Konzern bestehenden Rückdeckungsversicherungen wurde der Aktivwert angesetzt. Die Bewertung mit dem Aktivwert galt auch für nicht verpfändete Rückdeckungsversicherungen, allerdings fand hierzu ein eigener Bilanzausweis und keine Saldierung statt.
Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen
Die Bewertung der Rückstellungen, die nach dem 31. Dezember 2009 passiviert wurden, erfolgte mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Betrug die Restlaufzeit einer Rückstellung mehr als ein Jahr, so wurde eine Abzinsung mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre vorgenommen. Die Abzinsungszinssätze wurden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und bekannt gegeben. Die Erfassung der Rückstellung erfolgte dann mit dem abgezinsten Betrag.
Unter den sonstigen Rückstellungen wurden auch die Jubiläums-, Altersteilzeit- und Vorruhestandsverpflichtungen ausgewiesen. Diese den Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen werden nach den gleichen Grundsätzen wie bei den Pensionsrückstellungen ermittelt.
Bei den vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen existierten verrechnungsfähige Vermögensgegenstände bei Altersteilzeitverpflichtungen, Konzern-Lebensarbeitszeitkonten und Langzeitkonten.
Treuhänderisch in Contractual Trust Arrangements (CTA) ausgelagerte Vermögensgegenstände zur Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen, Konzern-Lebensarbeitszeitkonten und Langzeitkonten wurden mit den zugehörigen Verpflichtungen saldiert, ein sich hierbei eventuell ergebender aktiver Überschuss aus der Verrechnung wurde gesondert aktiviert.
Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert. Bei den Investmentfondsanteilen entspricht dieser dem Net-Asset-Value, den die Fondsgesellschaft mitteilt. Bei den im Konzern bestehenden Rückdeckungsversicherungen wurde der Aktivwert angesetzt.
Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungs-Rückstellungen, die ihrerseits sich in Abwicklung befindliche Sozialplanrückstellungen enthalten, sind nach den allgemeinen Grundsätzen für sonstige Rückstellungen ermittelt worden. Eine Saldierung mit Deckungsvermögen findet hier nicht statt.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet.
Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
Vortrag zum 1.1.2023
€ |
Zugänge
€ |
Abgänge
€ |
Umbuchungen
€ |
Stand am 31.12.2023
€ |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Software | 140.809,37 | 90.260,70 | 0,00 | 0,00 | 231.070,07 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 140.809,37 | 90.260,70 | 0,00 | 0,00 | 231.070,07 | |
| Sachanlagen | |||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | |||||
| a) Büro- und Kommunikationseinrichtungen | 6.998.076,87 | 346.869,33 | 1.161.594,32 | 0,00 | 6.183.351,88 |
| b) Hardware | 3.639.189,77 | 26.704,28 | 367.732,33 | 0,00 | 3.298.161,72 |
| c) Mietereinbauten | 379.361,43 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 379.361,43 |
| d) Kraftfahrzeuge | 79.936,53 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 79.936,53 |
| e) Geringwertige Wirtschaftsgüter | 0,00 | 3.413,77 | 3.413,77 | 0,00 | 0,00 |
| f) Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 11.096.564,60 | 376.987,38 | 1.532.740,42 | 0,00 | 9.940.811,56 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | |||||
| Inhaberschuldvserscheibungen | 53.818.656,86 | 10.827.878,80 | 4.288,88 | 0,00 | 64.642.246,78 |
| Gesamt | 65.056.030,83 | 11.295.126,88 | 1.537.029,30 | 0,00 | 74.814.128,41 |
| Abschreibungen |
Vortrag zum 1.1.2023
€ |
Abschreibungen des GJ
€ |
Abgänge
€ |
Umbuchungen |
Stand am 31.12.2023
€ |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Software | 46.497,37 | 41.512,70 | 0,00 | 0,00 | 88.010,07 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 46.497,37 | 41.512,70 | 0,00 | 0,00 | 88.010,07 | |
| Sachanlagen | |||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | |||||
| a) Büro- und Kommunikationseinrichtungen | 4.942.457,87 | 512.247,88 | 1.131.772,87 | 0,00 | 4.322.932,88 |
| b) Hardware | 3.295.342,77 | 281.184,28 | 337.088,33 | 0,00 | 3.239.438,72 |
| c) Mietereinbauten | 366.660,43 | 4.200,00 | 0,00 | 0,00 | 370.860,43 |
| d) Kraftfahrzeuge | 54.723,53 | 9.168,00 | 0,00 | 0,00 | 63.891,53 |
| e) Geringwertige Wirtschaftsgüter | 0,00 | 3.413,77 | 3.413,77 | 0,00 | 0,00 |
| f) Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 8.659.184,60 | 810.213,93 | 1.472.274,97 | 0,00 | 7.997.123,56 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | |||||
| Inhaberschuldvserscheibungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Gesamt | 8.705.681,97 | 851.726,63 | 1.472.274,97 | 0,00 | 8.085.133,63 |
| Buchwert |
31.12.2022
€ |
31.12.2023
€ |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Software | 94.312,00 | 143.060,00 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| 94.312,00 | 143.060,00 | |
| Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | ||
| a) Büro- und Kommunikationseinrichtungen | 2.055.619,00 | 1.860.419,00 |
| b) Hardware | 343.847,00 | 58.723,00 |
| c) Mietereinbauten | 12.701,00 | 8.501,00 |
| d) Kraftfahrzeuge | 25.213,00 | 16.045,00 |
| e) Geringwertige Wirtschaftsgüter | 0,00 | 0,00 |
| f) Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| 2.437.380,00 | 1.943.688,00 | |
| Finanzanlagen | ||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | ||
| Inhaberschuldvserscheibungen | 53.818.656,86 | 64.642.246,78 |
| Gesamt | 56.350.348,86 | 66.728.994,78 |
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer bewertet.
Sachanlagen
Die Sachanlagen beinhalten Büro- und Kommunikationseinrichtungen, Mietereinbauten, Kraftfahrzeuge sowie IT-Hardware.
Wertpapiere des Anlagevermögens
Es handelt sich um Inhaberschuldverschreibungen.
|
Buchwert 31.12.2023
€ |
Zeitwert 31.12.2023
€ |
|
| Staaten und staatsnahe Unternehmen Euroraum | 15.631.025,86 | 15.145.588,70 |
| Staaten und staatsnahe Unternehmen Nicht- Eu | um 0,00 | 0,00 |
| Unternehmen | 12.361.559,89 | 12.284.005,22 |
Hinsichtlich der Abschreibungsmodalitäten wird auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Wir gehen davon aus, dass es sich lediglich um vorübergehende Wertminderungen handelt. Zu den Details unserer Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden zu den jeweiligen Bilanzposten.
Umlaufvermögen
Vorräte
Bei den Vorräten handelt es sich um Waren für Küche und Kiosk sowie um Verbrauchsmaterial und Papier.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Konzernverrechnungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände ergeben sich im Wesentlichen aus abgegrenzten Zinsen, aus Forderungen aus der Verwaltung von Kapitalanlagen, aus Steuererstattungsansprüchen und Rückdeckungsversicherungen gegen nicht verbundene Unternehmen.
Die Forderungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
Wertpapiere des Umlaufvermögens
Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens handelt es sich um Geldmarktfonds.
Rechnungsabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.
Erläuterungen zur Bilanz - Passiva
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen
Im Rahmen des Teilbetriebsübergangs auf die Generali Deutschland AG wurden Pensionsverpflichtungen in Höhe von 37 Tsd. € von unserer Gesellschaft abgegeben.
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Saldierung von Deckungsvermögen und Pensionsverpflichtungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Der Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 1.680 Tsd. €. Der Zeitwert entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung.
Die Rückstellung der abgedeckten Pensionsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2023 2.482 Tsd. €. Insgesamt wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung Erträge in Höhe von 65 Tsd. € mit Aufwendungen in Höhe von 210 Tsd. € nach § 246 Abs. 2 Satz 2 saldiert.
Es bestehen weitere ungedeckte, nicht von einem Schuldbeitritt betroffene Pensionszusagen an Mitarbeiter und Pensionäre in Höhe von 95.562 Tsd. €.
Steuerrückstellungen
Bei den Steuerrückstellungen handelt es sich um Körperschaftssteuer.
Sonstige Rückstellungen
| Sonstige Rückstellungen |
31.12.2023
Tsd. € |
31.12.2022
Tsd. € |
| Rückstellung für Sozialplankosten und Abfindungen | 4.074 | 994 |
| Rückstellung für Erfolgsvergütung | 4.889 | 5.430 |
| Rückstellung für Dienstjubiläen | 2.770 | 2.892 |
| Rückstellung für Vorruhestand | 0 | 34 |
| Rückstellung für Altersteilzeit | 718 | 1.231 |
| Rückstellung für Vorruhestand aus Restrukturierung | 0 | 10 |
| Rückstellung für Urlaub- und Gleitzeitguthaben | 1.652 | 1.553 |
| Rückstellung für Beiträge zur Verwaltungsberufsgenossenschaft | 11 | 24 |
| Rückstellung für ausstehende Rechnungen | 838 | 349 |
| übrige sonstige Rückstellungen | 207 | 1.180 |
| Summe | 15.159 | 13.697 |
Im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs auf die Generali Deutschland AG wurden Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von 57 Tsd. €, Verpflichtungen für Urlaub und Gleitzeit in Höhe von 92 Tsd. € sowie für Erfolgsvergütungen in Höhe von 99 Tsd. € abgegeben.
Zur Bedeckung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen werden Investmentfondsanteile insolvenzsicher und zweckgebunden angelegt (sog. Deckungsvermögen). Diese sind mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten (§ 253 Abs. 1 S. 4 HGB) und mit den entsprechenden Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen zu saldieren (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB). Der beizulegende Zeitwert der Investmentfondsanteile entspricht dem Net-Asset-Value, den die Fondsgesellschaft mitteilt.
Die Anschaffungskosten der Investmentfondsanteile belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 791 Tsd. €. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der beizulegende Zeitwert 806 Tsd. €. Dieser wurde mit Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 1.523 Tsd. € saldiert.
Zur Bedeckung von Verpflichtungen aus Konzernlebensarbeitszeitkonten bestehen insolvenzsichere und zweckgebundene Rückdeckungsversicherungen (sog. Deckungsvermögen). Diese sind mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten (§ 253 Abs. 1 S. 4 HGB) und mit den entsprechenden Rückstellungen für Konzernlebensarbeitszeitkonten zu saldieren (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB).
Zum 31. Dezember 2023 beträgt der beizulegende Zeitwert 128 Tsd. €. Dieser wurde mit Rückstellungen für Konzernlebensarbeitszeitkonten in Höhe von 145 Tsd. € saldiert.
Verbindlichkeiten
Restlaufzeiten
| 31.12.2023 | Restlaufzeit | Summe | ||
|
bis zu einem Jahr
Tsd. € |
von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren
Tsd. € |
von mehr als fünf Jahren
Tsd. € |
Tsd. € | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 236 | 0 | 0 | 236 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.203 | 0 | 0 | 5.203 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.121 | 0 | 0 | 1.121 |
| Summe | 6.560 | 0 | 0 | 6.560 |
| 31.12.2022 | Restlaufzeit | Summe | ||
|
bis zu einem Jahr
Tsd. € |
von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren
Tsd. € |
von mehr als fünf Jahren
Tsd. € |
Tsd. € | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 322 | 0 | 0 | 322 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 8.701 | 0 | 0 | 8.701 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.278 | 0 | 0 | 1.278 |
| Summe | 10.301 | 0 | 0 | 10.301 |
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen die Erträge aus den erbrachten Dienstleistungen gegenüber Konzernunternehmen sowie Einnahmen Küche.
Sonstige betriebliche Erträge
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Weiterverrechnung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 3.771 Tsd. € (Vj. 3.690 Tsd. €), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.004 Tsd. € (Vj. 983 Tsd. €) und sonstige Erträge in Höhe von 834 Tsd. € (Vj. 557 Tsd. €) erfasst, die im Wesentlichen aus einem Kooperationsvertrag mit der Rheinlandversicherung resultieren. Die Erträge aus Versicherungsleistungen der Rückdeckungsversicherung betragen 343 Tsd. € (Vj. 101 Tsd. €).
Außerordentliche Erträge bestehen aus einem Teilbetriebsübergang in Höhe von 151 Tsd. € sowie aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 10 Tsd. € (Vj. 54 Tsd. €).
Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich aus Papierkosten und Aufwendungen für Waren Küche sowie den Aufwendungen für bezogene Leistungen in Form von Fremddienstleistungen zusammen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Raumkosten, Dienstleistungsaufwendungen und DV-Kosten.
Erträge aus anderen Wertpapieren
Die Erträge aus Wertpapieren betreffen im Wesentlichen Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Inhaberschuldverschreibungen.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Zinserträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 679 Tsd. € (Vj. 269 Tsd. €).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Posten enthält im Wesentlichen Aufwendungen aus der Zinszuführung zu Rückstellungen in Höhe von 1.740 Tsd. € (Vj. 1.763 Tsd. €).
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Mietverträgen in Höhe von 6.115 Tsd. € (Vj. 6.189 Tsd. €); davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 5.245 Tsd. € (Vj. 5.259 Tsd. €).
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
| Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 2023 | 2022 |
| Leitende Angestellte | 5 | 6 |
| Angestellte | 944 | 987 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 0 | 0 |
| Gesamt | 949 | 993 |
Mitglieder des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung, einschließlich des ausgeübten Berufes, sind am Anfang dieses Berichts aufgeführt.
Bezüge der Geschäftsführung
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für ihre Tätigkeiten im Unternehmen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 641 Tsd. € (Vj. 480 Tsd. €). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen wurden 1.078 Tsd. € zurückgestellt.
Gewährte Vorschüsse und Kredite sowie Haftungsverhältnisse
Den Mitgliedern des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Zu ihren Gunsten bestehen keine Haftungsverhältnisse.
Gesamthonorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers aufgeteilt nach Leistungsarten wird im Konzernabschluss der Assicurazioni Generali S.p.A. angegeben.
Globale Mindeststeuer
Am 27.12.2023 wurde das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) im Bundessteuerblatt veröffentlicht. Es soll eine effektive Mindestbesteuerung von Unternehmensgewinnen in Höhe von 15% sicherstellen, unabhängig davon in welchen Ländern diese Gewinne angefallen sind (Bekämpfung sog. Steueroasen). Wird diese effektive Steuerlast nicht bereits durch die Anwendung der weiterhin gültigen nationalen steuerlichen Vorschriften (in Deutschland z.B. des Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuergesetzes) erreicht, wird eine Ergänzungssteuer erhoben. Das Gesetz ist erstmals auf das Geschäftsjahr 2024 anzuwenden und hat keine Auswirkung auf den Jahresabschluss 2023.
Als Teil der Generali Group unterliegt unsere Gesellschaft den Regelungen der globalen Mindestbesteuerung. Im Rahmen eines internationalen Projektes legen wir die Grundlagen, um deren Anforderungen zu erfüllen (u.a. Steuererklärungspflichten). Weil die Bemessungsgrundlage für die globale Mindestbesteuerung von der weiterhin gültigen nationalen Steuerbemessungsgrundlage abweicht, können gegenwärtig keine quantitativen Aussagen getroffen werden.
Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag
Beherrschungsvertrag
Zwischen der Generali Deutschland AG als herrschendem Unternehmen und der Generali Deutschland Services besteht ein Beherrschungsvertrag.
Gewinnabführungsvertrag
Zwischen der Generali Deutschland AG als Mutterunternehmen und der Generali Deutschland Services besteht ein Gewinnabführungsvertrag.
Konzernverbindungen
Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Assicurazioni Generali S.p.A. (Triest/Italien). Die Assicurazioni Generali S.p.A. erstellt einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) für die gesamte Generali Gruppe. Sie hinterlegt ihn an ihrem Geschäftssitz und reicht ihn beim italienischen Handelsregister ein.
Nachtragsbericht
Es sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
Aachen, den 5. Februar 2023
Die Geschäftsführung
Dr. Mirko Tillmann, Vorsitzender
Nicole Heidemeyer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Generali Deutschland Services GmbH, Aachen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Generali Deutschland Services GmbH, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Generali Deutschland Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| ― |
die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt 6 des Lageberichts enthalten ist. |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― |
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― |
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― |
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 23. Februar 2024
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Hildebrand, Wirtschaftsprüfer
gez. Feemers, Wirtschaftsprüfer
Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 4. März 2024.
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