Lenwood Advisory GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Burkhard Schlickenrieder seit 6.4.2017 | Geschäftsführer |
Ulrich Kastner seit 6.4.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lenwood Capital GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023A. Grundlagen des Geschäfts Am 15.03.2017 wurde Lenwood Capital GmbH (Lenwood) mit notariell beurkundetem Gesellschaftsvertrag gegründet und am 06.04.2017 in das Handelsregister HRB 232595 des Amtsgerichts München eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist München. Die Gesellschaft hat die Erlaubnis für die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG), die Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG), die Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG) und die Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG) sowie Eigengeschäfte (§15 Abs. 3 WpIG) von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bonn/Frankfurt a.M. (BaFin) am 10.10.2022 erhalten. Die Gesellschaft hat die Geschäfte als kleines Wertpapierinstitut am 30.09.2023 aufgenommen und in dem Handelsregister eingetragen. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 15.03.2017. Lenwood ist ein unabhängiges Unternehmen und erbringt im Rahmen der erhaltenen Erlaubnis der BaFin Finanzdienstleistungen. Mit Aufnahme der Geschäfte hat Lenwood Finanzdienstleistungen in der Anlagevermittlung, Anlageberatung und Abschlussvermittlung erbracht. Dienstleistungen in der Finanzportfolioverwaltung wurden nicht erbracht. Die umfassenden Leistungen rund um Immobilienfinanzierungen richten sich an institutionelle Kunden, wie z.B. Versicherungen und Pensionskassen in den Bereichen Investment- und Asset Management. Dies umfasst die Beschaffung, Kreditrisikoanalyse, Strukturierung, Beratung und Vermittlung von Anlageprodukten (Immobilienfinanzierungen). In der Immobilienwirtschaft strukturiert und arrangiert Lenwood maßgeschneiderte Finanzierungen für Immobilien und Projektentwicklungen für Projektentwickler, Unternehmer, Bestandshalter und Asset Manager in Deutschland und im europäischen Ausland. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und Branchenbezogene Rahmenbedingungen Für den operativen Geschäftsbetrieb des Wertpapierinstituts ist insbesondere die Entwicklung der Finanzmärkte in West- und Mitteleuropa mit Schwerpunkt Deutschland sowie deren Wohn- und Gewerbeimmobilienmärkte (insbesondere im Hinblick auf deren Transaktions- und Kreditmarkt) von Relevanz. Grundsätzlich führt eine positive Entwicklung auf den Immobilienmärkten zu einem verstärkten Finanzierungsbedarf und begünstigt die Vermittlung von Immobilienfinanzierungen bezogenen Finanzdienstleistungen und Anlageprodukten. Geopolitische Lage Seit 2020 wird die wirtschaftliche Situation in West- und Mitteleuropa und weltweit dominiert von den Folgen der Corona-Pandemie. Eine wesentliche Folge ist der Prozess der Deglobalisierung, in dem sich Staaten auf wirtschaftlicher, kultureller und politischer Ebene weiter voneinander entfernen. Dabei handelt es sich nicht um eine kurzfristige oder zyklische Entwicklung, sondern um eine strukturelle Entwicklung hin zu geringerer internationaler Verflechtung der Handelsströme sowie zu einer Abnahme der Direktinvestitionen im Ausland. In der Folge ist die Weltwirtschaft auf einen Pfad niedrigeren Wachstums in der pandemiegeschwächten Konjunktur und höherer Inflation geraten. Dieser Prozess wurde durch weitere geopolitische Konflikte unterstützt, wie Russlands Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 und der Krieg in Israel und Gaza seit Oktober 2023. Globales Wachstum Trotz dieses geopolitischen Umfeldes erwies sich im Jahr 2023 das globale Wachstum als überraschend widerstandsfähig, da die niedrigeren Energiepreise und der nachlassende Druck in den Lieferketten dazu beitrugen, dass die Inflation schneller als erwartet zurückging. Laut den Projektionen des jüngsten Wirtschaftsausblicks der OECD[1] wird sich das weltweite Wachstum dieses Jahr drastisch auf 3 Prozent verlangsamen und 2023 auf 2,8 Prozent sinken. Sowohl die Gesamtinflation als auch die Kerninflation sind im Jahr 2023 nach Aussage der OECD gesunken. Einige der Faktoren, die die Deflation im vergangenen Jahr begünstigt haben, lösen sich nun auf oder kehren sich um, während andere durch geopolitische Faktoren, extreme Wetterbedingungen oder unvorhersehbare Ereignisse gefährdet sind. Da die Inflation in 2023 immer noch über dem Zielwert liegt und das Wachstum der Lohnstückkosten im Allgemeinen über einem Niveau bleibt, das mit den mittelfristigen Inflationszielen vereinbar ist, kann unserer Meinung nicht davon ausgegangen werden, dass die 2021 begonnene Inflationsepisode in 2023 vorbei und sich weiter in das Jahr 2024 ziehen wird. Wachstum USA und Europa Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) expandierte in einigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften wie den USA und Japan. Die US-Volkswirtschaft wuchs im Jahr 2023 preis- und saisonbereinigt um geschätzt 3,1 Prozent[2]. Das Wachstum im Euro-Raum fiel deutlich schwächer aus mit 0,5 Prozent[3]. Im Vergleich zu den USA ist die Verbraucherpreisinflation in Europa noch höher und belastet die private Konsumnachfrage, da die real verfügbaren Einkommen kräftig gesunken sind. Die privaten Haushalte in den USA haben ihre Ersparnisse aus der Corona-Pandemie sehr viel stärker abgebaut als in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften[4]. Der Rückgang des BIP begründet sich im Euroraum durch die wirtschaftlichen Verwerfungen infolge der Energiekrise und des daraus resultierenden Inflationsschocks. Dennoch stagnierte die Wertschöpfung in der Industrie seit dem Jahr 2021 weitgehend, unter anderem infolge der höheren Energiepreise und anhaltender Materialengpässe[5]. Die in der Pandemie eingeschränkten Dienstleistungsbereiche wirkten seit dem Jahr 2022 stabilisierend. Nach Aussage des Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war das Wachstum in den europäischen Mitgliedstaaten jedoch recht unterschiedlich: Die verschiedenen Volkswirtschaften und Wirtschaftsbereiche waren von der Corona-Pandemie und der Energiekrise asymmetrisch betroffen. Während Faktoren wie etwa die nachwirkenden Effekte der Lockerungen der Corona-Maßnahmen zeitnah auslaufen sollten, dürften strukturelle Produktionsveränderungen infolge der höheren Energiepreise noch länger andauernde Effekte haben. Darüber hinaus zeigen sich sowohl in Europa als auch in den USA die zeitlich verzögerten Effekte der Geldpolitik auf die Investitionen, vor allem die Bauinvestitionen[6]. Die Stagnation des Einkaufsmanagerindex für das globale Verarbeitende Gewerbe legt eine weiterhin schwache Industrieproduktion weltweit nahe. Unter anderem dämpft die weltweite Straffung der Geldpolitik die Investitionstätigkeit[7]. Aufgrund von umfangreichen Investitionsprogrammen erwartet die Deutsche Bank (DB)[8] in ihren Prognosen für das kommende Jahr in keiner der großen Wirtschaftsregionen eine Rezession. Für die Eurozone rechnet die DB über das Gesamtjahr betrachtet mit einem moderaten Wachstumsplus von 0,7 Prozent, in Deutschland mit 0,9 Prozent. Die Erwartungen für die USA liegen darunter bei 0,8 Prozent. Dies ist begründet in den nachlaufenden Effekten der vor rund eineinhalb Jahren begonnen Zinserhöhungen. Falls es nicht zu weiteren negativen Angebotsschocks kommt, dürfte die Abkühlung des Nachfragedrucks in den meisten Volkswirtschaften zu einem weiteren Rückgang der Gesamt- und Kerninflation führen[9]. Unserer Meinung nach bleiben die geopolitischen Risiken hoch, insbesondere im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt in der Ukraine und im Nahen Osten. Weitere Aufwärtsüberraschungen bei der Inflation könnten drastische Korrekturen bei den Preisen von Finanzanlagen auslösen, da aus unserer Sicht Märkte einpreisen, dass die Leitzinsen für längere Zeit höher sein könnten. Hinzu kommt, dass auch die Pandemie nicht vorüber ist. Aggressivere bzw. ansteckendere Varianten könnten sich verbreiten und Chinas Null-Covid-Strategie könnten erneut zu weiteren Störungen der Lieferketten führen. Entwicklung auf den Finanzmärkten Die Europäische Zentralbank (EZB), die US-Notenbank und die britische Bank of England haben die Zinsen seit Anfang 2022 stark angehoben. Dies war eine Reaktion auf einen Inflationsschub weit über 2 Prozent, insbesondere durch den jährlichen Anstieg der Verbraucher- und Energiepreise, den alle diese Zentralbanken wieder anstreben. Ausgehend von vier Zinserhöhungen erstmals nach elf Jahren im Euroraum auf 2,5 Prozent im Jahr 2022, erfolgte im Jahr 2023 sechs weitere Zinserhöhungen auf nunmehr auf 4,5 Prozent[10]. Entsprechend lag die Rendite deutscher Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit im Durchschnitt bei etwa 2,46 Prozent im Jahr 2023[11]. Die Bauzinsen haben die Entwicklung der Staatsanleihen eingepreist. Zum Ende des Jahres 2023 lag die Sollzinsbindung bei 3,87 Prozent[12] mit sinkender Tendenz. Damit haben sich die Zins-Bedingungen für Immobilienfinanzierungen in sehr kurzer Zeit deutlich verschlechtert. Durch geringe Transaktionsvolumen[13] haben fehlende Datenpunkte bzw. Vergleichswerte in der Bewertung von Immobilien zu deutlicher Unsicherheit in der Wertfindung bei Banken sowie Käufern und Verkäufern geführt. Die Wertabschläge haben sich unserer Meinung nach analog der Entwicklung der Staatsanleihen bzw. Pfandbriefe Zug um Zug erhöht. In der Folge hat die Unsicherheit in den konjunkturellen Aussichten bei Banken zu tendenziell deutlich restriktiverer Kreditvergabe geführt. Für mit erhöhten Risiken behaftetet Finanzierungen für Projektentwicklungen unabhängig der Assetklassen hat sich in unseren Beobachtungen die Bereitstellung von Krediten für Projektentwickler besonders stark eingeschränkt. Für Immobilienbestandskäufer hat sich die gewünschten Kredithöhe durch die Kapitaldienstfähigkeit deutlich reduziert und zu einer erhöhten Kapitalintensität geführt. In unserer Beobachtung hat das unsichere Marktpreisumfeld zu deutlich geringeren umsetzbaren Transaktionen geführt, die ein tragbares Verhältnis zwischen Kreditrisiko und Risikomarge darstellt. Die Neubewertung der Immobilienpreise hat insbesondere in unserer Prüfung von Finanzierungen für Neubauprojekte zu geringer oder keiner Profitabilität von Projekten geführt. Investitionsmarkt Gewerbeimmobilien Die Investitionen in gewerbliche Immobilien in Europa sind im Jahr 2023 drastisch zurückgegangen. Im Jahr 2022 belief sich das Gesamtvolumen der gewerblichen Immobilieninvestitionen auf 253 Milliarden Euro, das im Jahr 2023 auf rund 133 Milliarden Euro zurückging.[14] Zum Jahresabschluss 2023 bilanziert das Transaktionsvolumen in Deutschland auf insgesamt 31,7 Milliarden Euro. Ein Minus von 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Markt für Büroinvestments ist 2023 nahezu völlig zusammengebrochen. Zum Jahresende machen Büroimmobilien nur noch knapp 17 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens aus, im Schnitt der vergangenen fünf Jahre waren es noch 33 Prozent gewesen. In absoluten Zahlen wurden 2023 lediglich 5,2 Milliarden Euro in diese Assetklasse investiert. Das ist der niedrigste Wert seit dem Zyklustief im Jahr 2009 nach der Finanzkrise und bedeutet im Jahr 2023 unter allen Assetklassen lediglich Platz vier. Auf Platz eins landete die Assetklasse Wohnen mit einem Anteil von knapp 29 Prozent vor dem Segment Logistik-Industrie mit 23 Prozent. Einzelhandelsimmobilien kommen auf 17 Prozent. Vor allem in der Logistik, bei Einzelhandels-Nahversorgungsimmobilien und Nischensektoren wie zum Beispiel Gesundheitsimmobilien gibt es nicht genügend Produkte, um die Nachfrage zu befriedigen. Das vorhandene Angebot allerdings trifft aufgrund der meist kleineren Volumina die derzeitigen Nachfragepräferenzen vieler Investoren.[15] Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Der Jahresverlauf 2023 war durch ein verhaltenes Neugeschäft gekennzeichnet. Die Provisionserträge haben sich auf TEUR 3.285 (Vorjahr TEUR 3.461) um 5% zum Vorjahr reduziert. Im Berichtsjahr wurde aus der Anlage der Eigenmittel der Gesellschaft ein Ergebnis aus Wertpapieren und Festgeldern in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 1) erzielt. Des Weiteren sind sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 19) angefallen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter einschließlich der Geschäftsführer belief sich im Geschäftsjahr auf 10 (Vorjahr 9). Damit verbunden sind im Geschäftsjahr Personalkosten in Höhe von TEUR 1.096 nach TEUR 1.056 im Vorjahr. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind mit TEUR 590 (Vorjahr TEUR 574) angefallen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen betragen insgesamt im Geschäftsjahr TEUR 1.686 (Vorjahr TEUR 1.630). Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beträgt im Jahr 2023 somit TEUR 1.684 (Vorjahr TEUR 1.810). Nach Hinzurechnung des Gewinnvortrags von TEUR 2.011 und der Verminderung durch eine Ausschüttung beträgt der Bilanzgewinn somit TEUR 2.285 (Vorjahr TEUR 2.011). Somit bleibt festzustellen, dass die aktuelle, erfolgreiche Geschäftsausrichtung zu einer positiven und stabilen Ergebnissituation geführt hat. Die Gesellschaft verfügte im Jahr 2023 über eine gesicherte Liquiditätslage, ohne dabei Kredite in Anspruch zu nehmen. Per Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über freie Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 2.513 (Vorjahr TEUR 3.764) sowie Wertpapierbestände von TEUR 531 (Vorjahr TEUR 119). Die Wertpapierbestände enthalten Aktien und andere festverzinsliche Wertpapiere, die der Liquiditätsreserve und im Übrigen dem Umlaufvermögen zugeordnet sind. Die Gesellschaft ist zum überwiegenden Anteil durch Eigenkapital finanziert. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 4.658 per 31.12.2023 (Vorjahr TEUR 4.852) betrug die Eigenkapitalquote 60 Prozent (Vorjahr: 48 Prozent). Die Forderungen an Kreditinstitute verminderten sich um TEUR 1.251 auf TEUR 2.513. Die Forderungen an Kunden erhöhten sich um TEUR 587 auf TEUR 1.449. Die Rückstellungen vermindern sich auf TEUR 246 (Vorjahr TEUR 632). Das Eigenkapital beträgt TEUR 2.786 (Vorjahr TEUR 2.341). Insgesamt schätzen wir das Geschäftsjahr 2023 auf Grund der stabilen Geschäftstätigkeit und dem damit verbundenen stabilen Ergebnis aus Portfolio-Managementgebühren als zufriedenstellend ein. C. Prognosebericht Outlook Globales Wachstum Das Umfeld wird erwartungsgemäß zu einer Reihe von Konsequenzen für die Immobilienfinanzierung von Banken führen, dies sowohl die Kosten- als auch die Einnahmenseite betreffend. Die Kosten für Einlagen bleiben vorerst hoch, auch wenn Banken seit 2022 stark von den steigenden Zinsen profitieren konnten, reflektiert sich das erhöhte Zinsniveau nun immer stärker in den Zinsen für Einlagen. Der Kostenanstieg, dem Banken hierdurch gegenüberstehen, lässt auch Margen unter Druck geraten. Europäische Banken sind unserer Meinung jedoch gegenüber ihren amerikanischen Peers im Vorteil, da sie weniger Konkurrenz durch Geldmarktfonds zu befürchten haben. Durch das makroökonomische Umfeld und die daraus resultierenden hohen Kreditkosten ist ein eher moderates Kreditwachstum zu erwarten. Entsprechend erwarten wir deutlich restriktivere Vergabestandards durch Banken. Im Weiteren wird die Kreditvergabe deutlich gebremst durch erhöhte Risikovorsorge vor potenziellen Kreditverlusten und Abschreibungen. Die Auswirkungen von Inflation und einer strafferen Geldpolitik erschweren es Unternehmen und Projektentwicklern, ihre Schulden zu bedienen bzw. ihre Projekte profitabel umzusetzen. Wir schlussfolgern daraus einen Rückgang der Kreditqualität in den Portfolien von Banken, deren Portfolio-Ratings Banken zunehmend unter Druck setzen und damit die Kosten der Refinanzierungen deutlich steigen. Die Neubewertung von Immobilien verläuft üblicherweise neun bis zwölf Monate nachgelagert zum Kapitalmarkt, daher sind weitere Abwertungen im Jahr 2024 zu erwarten und erst in 2025 ein Erreichen der Talsohle. Das Marktumfeld, insbesondere der Zugang zu Finanzierungen von Banken hat sich für Immobilieninvestoren spürbar verschlechtert. Damit wird der Verkaufsdruck für Marktteilnehmer mit zu hoher Verschuldung oder unprofitablen Projekten im aktuellen Marktumfeld nochmals deutlich steigen. Prognose Europäische Immobilienmärkte 2024 In der von CBRE durchgeführten Umfrage für 2024[16] gaben die Befragten deutlich stärkere Kauf- und Verkaufserwartungen an als im Vorjahr und sind optimistisch, dass sich der Investmentmarkt kurz- bis mittelfristig erholen wird. Es wird jedoch erwartet, dass der Abwärtsdruck auf die Preise und eine gewisse Renditeausweitung in nächster Zeit anhalten werden. In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 bzw. ersten Jahreshälfte 2025 dürfte sich dies umkehren. Auf der Suche nach höheren Renditen im aktuellen Zinsumfeld sind für die Anleger Value-Add- und opportunistische Strategien besonders attraktiv. Auch das Interesse an Wohn- und Logistikimmobilien im Core- und Core-Plus-Segment ist in den Märkten, in denen ein entsprechender Bestand vorhanden ist, weiterhin hoch. CBRE erwartet, dass die Investitionstätigkeit im Jahr 2024 zunehmen wird, wobei die meisten Transaktionen in der zweiten Jahreshälfte stattfinden werden. Die Kauf- und Verkaufserwartungen sind im Jahr 2024 höher als im Jahr 2023. Kleinere Unternehmen sind in der Regel risikofreudiger, während die größeren institutionellen Anleger bereit sind, Vermögenswerte abzustoßen, um Kapital zu generieren. Die Allokation in Immobilien bleibt stabil, und da die risikofreien Zinssätze sinken, wird der Appetit der Anleger auf Immobilien steigen. Allerdings stellt der angespannte Kreditmarkt für europäische Investoren immer noch eine große Herausforderung dar. Die Anleger gehen davon aus, dass die Marktaktivität in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 zunehmen wird, bevor sie sich bis Ende 2025 vollständig auf das Niveau vor dem weltweiten Inflationsschub erholt. Die Preisanpassung wird sich 2024 in bestimmten Sektoren fortsetzen, wenn auch in geringerem Maße als 2023. Das Vereinigte Königreich ist weiterhin der Markt mit den höchsten Performance-Erwartungen, während Polen auch 2024 ein sehr gefragter Markt sein wird. Südeuropa hat seinen Aufschwung fortgesetzt, und deutsche Städte und Paris bleiben attraktiv. Obwohl Nachhaltigkeitsfaktoren im derzeitigen kapitalbeschränkten Umfeld unter Druck geraten sind, sind die meisten Befragten bereit, die Nachrüstung bestehender Anlagen zur Erfüllung von Nachhaltigkeitsstandards in Betracht zu ziehen. Darüber hinaus sind einige Investoren nach wie vor bereit, einen Aufschlag für den Erwerb nachhaltigkeitsgerechter Anlagen zu zahlen. Outlook Geschäftsaktivität Lenwood Das verhaltene Neugeschäft der Banken bietet für alternative Finanzierung aus Produkten von Lenwood attraktive Chancen für opportunistischeres Kapital, um Marktteilnehmern Liquidität für Opportunitäten und Chancen im aktuellen Marktumfeld zur Verfügung stellen. Lenwood sieht in Produkten mit guter Immobilienqualität in der Anlagevermittlung für institutionelle Investoren aktuell eine attraktive Risikoprämie, die durch eine Verknappung von zur Verfügung stehender Liquidität durch Banken und die deutlich angezogenen Kreditbedingungen sich ergibt. Outlook Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Lenwood Die Aufwands- und Ausgabesituation ist insbesondere von gut planbaren allgemeinen Verwaltungs- und Personalkosten geprägt. In der Planung der Umsatz- und Ertragslage gehen wir für das Jahr 2024 von einer stabilen, leicht ansteigenden Entwicklung aus. Die Personalplanung der Gesellschaft für das Jahr 2024 sieht eine leichte Steigerung der Personalkosten im Vergleich zu 2023 vor, auf Grund einer geplanten Erhöhung der Mietarbeiterzahl bei zunehmendem Geschäft und allgemein durch Inflation sowie Arbeitsmarkt bedingten Lohnkostendruck. Die Planung für das Jahr 2024 sieht leicht steigende laufende Erträge aus bereits bestehenden Mandaten vor. Gleichzeitig gehen wir für das Jahr 2024 von leicht steigenden Verwaltungsaufwendungen aus. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Chancen und Risiken und der Planung erwarten wir für das Jahr 2024 ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit auf dem Niveau des Jahres 2023. D. Chancen- und Risikobericht Vor dem Hintergrund sinkender Inflationserwartungen, die durch die veröffentlichten Daten für das vierte Quartal 2023[17] bestätigt wurden, sind die Aussichten auf Zinssenkungen sehr real. Diese dürften ab dem zweiten Halbjahr 2024 erfolgen und einen neuen Wirtschaftszyklus einleiten. In Erwartung dieses Schritts dürfte sich die allgemeine Marktstimmung nach einem möglicherweise von noch Unsicherheit geprägtem ersten Halbjahr 2024 verbessern. Daher ist ein verhaltenes Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr 2024 zu erwarten, da erst ab dem zweiten Halbjahr mit einem geldpolitischen Kurswechsel zu rechnen ist. Mit den ersten Zinssenkungen der Zentralbanken im zweiten Halbjahr 2024 endet der aktuelle Zyklus und ein neuer Zyklus beginnt. Die Erwartung der Marktteilnehmer und das tatsächliche Ausmaß künftiger Zinssenkungen wird weiterhin für Nervosität und Unsicherheiten sorgen ("zu Nervosität und Unsicherheiten führen"), bis die Marktteilnehmer das Vertrauen und positive Aussichten für 2025 einpreisen[18]. Aktuelle Daten[19] unterstützen die Annahme, dass die Inflation weiter in Richtung des von den Zentralbanken tolerierten Bereichs fallen. Um die Talsohle zu erreichen, besteht das Risiko, dass übermäßig restriktive Maßnahmen über einen längeren Zeitraum hinweg die Konjunkturerholung beeinträchtigen. Daher kann für die westlichen Regierungen und Zentralbanken auch eine grundsätzlich höhere Inflation von +2% bis 3% toleriert werden[20]. Die Gründe dafür sind einerseits die Normalisierung der Nachfrage nach der Krise, aber insbesondere angebotsseitige Faktoren. So haben beispielsweise geopolitische Spannungen zu Veränderungen in den globalen Lieferketten geführt, und der demografische Druck auf den Arbeitsmarkt im Westen und in China könnte das Arbeitskräfteangebot in Zukunft begrenzen und die Löhne in die Höhe treiben[21]. Die wesentlichen Chancen der zukünftigen Entwicklung bestehen in dem Abschluss von Einzelgeschäften oder Neumandaten in den verschiedenen Geschäftsbereichen der Gesellschaft. Dabei plant die Gesellschaft im Rahmen ihrer Prozesse Geschäftsabschlüsse immer vorsichtig. Trotzdem verbleiben hier Chancen und Risiken aus der Abweichung von den geplanten Zielen. Weitere Risiken entstehen der Gesellschaft aus dem Erbringen von Dienstleistungen im Allgemeinen. Diese Risiken haben sich jedoch in keiner Weise konkretisiert und zur Vermeidung solcher Risiken hat Lenwood sich orientiert an der Art, dem Umfang, der Komplexität und dem Risikogehalt der jeweils durchgeführten Geschäftsaktivitäten und ein funktionskräftiges Risikomanagementsystem installiert. Dieses ist ausgelegt, die Risiken der Gesellschaft zu minimieren. Im Rahmen dessen wird regelmäßig eine Risikoinventur durchgeführt, innerhalb derer Risiken als grundsätzlich relevant und ggfs. als wesentlich identifiziert werden. Für die als wesentlich identifizierten Risiken erfolgt eine Beurteilung unter Risikotragfähigkeitsgesichtspunkten. Als im Berichtsjahr wesentlich eingeschätzt werden die operationalen Risiken. Des Weiteren hat die Risikoinventur die strategischen Risiken, die Liquiditätsrisiken, die Marktpreisrisiken und die Adressenausfallrisiken als grundsätzlich relevant, aber nach Analyse vor dem Hintergrund möglicher Auswirkungen sich realisierender Risiken in diesen Bereichen auf den Geschäftsverlauf als nicht wesentlich eingeschätzt. Zusätzlich sind die organisatorischen Risikosysteme darauf angelegt für die verwalteten Portfoliovolumina eine vertragsgerechte Verwaltung vor dem Hintergrund der vertraglichen Regelungen und den erwarteten Investoreninteressen sicherzustellen. Das Risikosystem fokussiert auf aktive, mehrstufige Risikokontrollen. Vor diesem Hintergrund sind alle Arbeits- und Investmentprozesse definiert. Die Qualität der Prozesse wird durch Funktionstrennung, sowie das 4-Augenprinzip gesichert. Operationale Risiken bestehen aus Haftungs-, Personal- und IT- Risiken. Bei Lenwood resultieren Haftungsrisiken vor allem aus den abgeschlossenen Beratungs- und Managementverträgen. Diese potenziellen Risiken werden über detaillierte Ablaufprozesse und mehrstufige Kontrollen minimiert. Aufgrund der absoluten Höhe der verwalteten Beträge sind die Auswirkungen von Rechtsstreitigkeiten auf die Gesellschaft potenziell signifikant. Dem Risiko der Gewährleistung einer qualitativ und quantitativ angemessenen Personalausstattung für den Geschäftsumfang begegnet Lenwood durch die Vorhaltung eines adäquaten Entlohnungssystems. Durch die Beteiligung an zukünftigen Gewinnen wesentlicher Mitarbeiter wird eine langfristige Bindung an Lenwood erreicht. Die wesentlichen Mitarbeiter weisen alle eine lange Betriebszugehörigkeit aus. Lenwood hat eine eigene IT - Infrastruktur aufgestellt und betreibt diese eigenständig. Marktpreisrisiken bestehen dort, wo Lenwood zur langfristigen Anlage seines Eigenkapitals Risiken auf die eigenen Bücher nimmt. Lenwood investiert grundsätzlich nur in höchst liquiden Anlagen. Es ist nicht beabsichtigt kurzfristige Handelsgewinne aus den Anlagen zu erzielen. Der Umfang dieser Investments ist so dimensioniert, dass ein Halten bis zur Endfälligkeit auch in Stresssituationen möglich ist. Strategische Risiken bestehen in der Form des allgemeinen Reputationsrisikos und dem Erfolg von neuen Geschäftsabschlüssen. Bei bestehenden Mandaten besteht das Risiko, dass Mandate durch Kündigung beendet werden, soweit die Dokumentation diese Möglichkeit vorsieht. Bei Einmalerträgen besteht dazu im Gegensatz immer die Notwendigkeit von der entsprechenden weiteren jährlichen Generierung. Insofern gewährleistet der Bestand von laufenden Mandaten einen signifikanten Grundertrag, der es gemeinsam mit der sehr soliden Eigenkapitalbasis Lenwood ermöglicht, einen Fortbestand des aktuellen Geschäftsmodells bei gleichzeitiger kontinuierlicher Weiterentwicklung zu erreichen. Zur Begrenzung des Reputationsrisikos sind im Übrigen sämtliche Arbeits- und Investmentprozesse der Gesellschaft dauerhaft darauf ausgerichtet, eine hohe Qualität der erbrachten Leistungen zu sichern. Liquiditäts- und Kontrahentenrisiken: Lenwood unterhält keine signifikanten Kreditbeziehungen, außer denjenigen, die für den Zahlungsverkehr notwendig sind und sich aus den Gruppenstrukturen ergeben. Hausbank ist die HVB AG, die als ausreichend kreditwürdig betrachtet wird. Aufgrund der Seniorität der Management-Gebühren in der Wasserfallstruktur bzw. der Bonität der Vertragspartner ist für Lenwood bei den Provisionsforderungen aus heutiger Sicht ein zu berücksichtigendes Ausfallrisiko nicht erkennbar. Aufgrund der beschriebenen, relativ hohen Planungssicherheit der Einnahmen und Ausgaben sowie der vorhandenen Festgeldbestände und sonstigen liquiden Anlagen beurteilt Lenwood die grundsätzlich vorhandenen Liquiditäts- und Kontrahentenrisiken weiterhin als gering. Auf Grundlage einer Gegenüberstellung von Risikodeckungsmasse und einer Quantifizierung der als wesentlich identifizierten Risiken kommt Lenwood zu der Einschätzung, dass eine Risikotragfähigkeit der Gesellschaft gegeben ist. [1] OECD Economic Outlook, Interim Report February 2024: Strengthening the Foundations for Growth [2] Statistica, Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den USA bis 4. Quartal 2023, 28.02.2024 [3] Eurostat, Vorläufige Schnellschätzung für das vierte Quartal 2023, 30.01.2024 [4] Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2023/24 [5] Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2023/24 [6] Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2023/24 [7] Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2023/24 [8] Deutsche Bank Jahresausblick 2024: Chancen sehen, Risiken erkennen [9] OECD Economic Outlook, Interim Report February 2024: Strengthening the Foundations for Growth [10] Statistica, Entwicklung des Zinssatzes der Europäischen Zentralbank für das Hauptrefinanzierungsgeschäft von 1999 bis 2024 [11] Statistica, Entwicklung der Rendite zehnjähriger Staatsanleihen Deutschlands von Januar 2020 bis Januar 2024 [12] Statistica, Entwicklung der Bauzinsen in Deutschland von Januar 2011 bis März 2024 [13] JLL, Investmentmarktüberblick, 4. Quartal 2023 [14] Statista Research Department, Volume of commercial real estate investment in Europe 2020-2023, by country Mar 13, 2024 [15] JLL, Investmentmarktüberblick, 4. Quartal 2023 [16] CBRE's 2024 European Investor Intentions Survey [17] Eurostat, Vorläufige Schnellschätzung für das vierte Quartal 2023, 30.01.2024 [18] Eurostat, Vorläufige Schnellschätzung für das vierte Quartal 2023, 30.01.2024 [19] Eurostat, Vorläufige Schnellschätzung für das vierte Quartal 2023, 30.01.2024 [20] Eurostat, Vorläufige Schnellschätzung für das vierte Quartal 2023, 30.01.2024 [21] Eurostat, Vorläufige Schnellschätzung für das vierte Quartal 2023, 30.01.2024
München, den 29. Mai 2024 gez. Ulrich Kastner, Geschäftsführer gez. Burkhard Schlickenrieder, Geschäftsführer Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Am 15.03.2017 wurde der Gesellschaftsvertrag der Lenwood Capital GmbH (Lenwood) notariell beurkundet und am 06.04.2017 in das Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft hat die Erlaubnis für die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG), die Anlageberatung (§ 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG), die Abschlussvermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 5 WpIG) und die Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WpIG) von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 10.10.2022 erhalten. Die Gesellschaft hat die Geschäfte als kleines Wertpapierinstitut am 30.09.2023 aufgenommen und in dem Handelsregister eingetragen. Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 19.09.2023. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Lenwood Capital GmbH Firmensitz laut Registergericht: München Registereintrag: Handelsregister Registergericht: München Register-Nr.: 232595 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute geltenden besonderen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung angesetzt. Die Abschreibung wird linear und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren angesetzt. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 haben, werden analog zu den steuerlichen Regelungen (§ 6 Abs. 2 EStG) direkt als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert unter 800,00 EUR werden nach § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen an Kreditinstitute sowie die Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert, vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Lenwood vereinnahmt Provisionserträge entsprechend des Prinzips der Periodenabgrenzung. In dem Zusammenhang sind in den Forderungen an Kunden antizipative Rechnungsabgrenzungsposten, die vorsichtig gebildet wurden, enthalten. Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden bei Anschaffung mit den Anschaffungskosten bewertet und am Bilanzstichtag gemäß strengem Niederstwertprinzip stets mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 112.901,82 Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 124.497,21 Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Forderungen an Kreditinstitute Bei den täglich fälligen Forderungen handelt es sich um laufende Konten bei verschiedenen Banken i. H. TEUR 762,7 (i. Vj. TEUR 3.764,0). Die anderen Forderungen haben eine Restlaufzeit zwischen einem und sechs Monaten und enthalten Termingeldanlagen i. H. TEUR 1.750,0 (i. Vj. TEUR 0,0). Forderungen an Kunden Dieser Posten enthält im Wesentlichen abgegrenzte Erträge aus Beratungsverträgen i. H. von TEUR 977,5 (i. Vj. TEUR 862,0) und Forderung aus sonstigen Leistungen i.H. von TEUR 471,5 (i.Vj. TEUR 0,0). Diese Forderungen haben eine Restlaufzeit bis drei Monate. Wertpapiere Bei den festverzinslichen Wertpapieren und Aktienfonds handelt es sich um verschiedene Wertpapiere des Umlaufvermögens. In dem Posten Aktienfonds i.H. von TEUR 138,1 (i. Vj. TEUR 119,4) und festverzinslichen Wertpapieren i.H. von TEUR 393,0 (i. Vj. TEUR 0,0) sind nur börsennotierte Wertpapiere enthalten. Im nächsten Geschäftsjahr werden von den festverzinslichen Wertpapieren TEUR 100,0 fällig. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Ertrag erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: Zinserträge: TEUR 10,3 Steuererstattungen: TEUR 65,3 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten beinhaltet zeitanteilige Abgrenzungen von Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten andere Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten. Rückstellungen Personalkosten i. H. 136,5 TEUR (i. Vj. 191,1 TEUR) Rückstellungen Jahresabschluss i. H. 34,0 TEUR (i. Vj. 4,0 TEUR) Sonstige Rückstellungen i. H 75,7 TEUR (i. Vj. 130,9 TEUR) Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 2.011.097,45 EUR einbezogen. Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 7,1 TEUR (Vorjahr: 4,5 TEUR). Latente Steuern Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen: Bewertungsunterschiede Sachanlagen, Wertpapiere und andere Rückstellungen sowie außerbilanzielle Kürzungen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 32,98 %. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 6,9 TEUR. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: Aufwand 8,2 TEUR. Zinserträge Die Zinserträge enthalten Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren i.H. von 7,7 TEUR (i. Vj. 0,0 TEUR), sowie Zinserträge aus Termingeldanlagen i. H. 30,4 TEUR (i. Vj. 0,0 TEUR). Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert: Die Provisionserträge enthalten sämtliche Erträge aus dem operativen Geschäft und gliedern sich in folgende Provisionen:
Erläuterung sonstige betriebliche Erträge Auflösung von Rückstellungen: TEUR 31,8 Zuschreibungen Wertpapiere Umlaufvermögen: TEUR 25,4 Verrechnete Sachbezüge: TEUR 16,6 Übrige sonstige betriebliche Erträge: TEUR 21,5 Erläuterung der periodenfremden Erträge In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1,0 TEUR enthalten. Die Erträge wurden im Posten sonstige betriebliche Erträge erfasst. Erläuterung Mindeststeuergesetz Die Gesellschaft ist nicht von den Mindeststeuerregelungen betroffen, da der Außenumsatz der Gesellschaft weniger als EUR 750 Mio. beträgt. Sonstige Angaben Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Auf die Offenlegung der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 (4) HGB verzichtet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingzahlungen p. a. i. H. TEUR 121,2 (i. Vj. TEUR 119,6). Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 28.500,00 EUR und gliedert sich wie folgt:
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 29.05.204 gez. Ulrich Kastner, Geschäftsführer gez. Burkhard Schlickenrieder, Geschäftsführer BeschlüsseFeststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss 2023 wurde von den Gesellschaftern in der Gesellschafterversammlung vom 6. Juni 2024 festgestellt. sonstige BerichtsbestandteileAnlagenspiegel zum 31.12.2023 Anschaffungskosten
kumulierte Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lenwood Capital GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lenwood Capital GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lenwood Capital GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Lenwood Capital GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2023 sind, wurden nicht geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
München, den 29. Mai 2024 RIES PARTNERS Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Friedl, Wirtschaftsprüfer |
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