MWT Mechanische Werkstätten Torgelow GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Susanne Nadolny seit 26.3.2025 | Prokura |
Uwe Fleckenstein seit 26.3.2025 | Prokura |
Karl Dr. Asamer seit 12.12.2024 | Geschäftsführer |
Reinhard Dr. Weiß seit 3.4.2024 | Prokura |
Torsten Dr. Tiefel seit 2.11.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Glow Investment S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Silbitz Group Beteiligungs II GmbHSilbitzKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 2022Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns Geschäftszweck Die Silbitz Gruppe II (im Folgenden Konzern) mit den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Silbitz Group Beteiligungs II GmbH (im Folgenden SGB II) und Silbitz Group Torgelow GmbH (im Folgenden SGT) ist eine deutsche Gießereigruppe, die sich mit der Entwicklung, der Herstellung, der Bearbeitung sowie dem Handel und Vertrieb von metallurgischen Guss-Erzeugnissen beschäftigt und hat sich auf großdimensionierte Gussteile, wie Rotornaben und Maschinenträger für Windkraftanlagen spezialisiert. Die Gruppe erzielt rund 70 % des Umsatzes mit Gussteilen für den Bereich der Erzeugung erneuerbarer Energien. Die SGT produziert hochkomplexe Gussteile in einem Gewichtsbereich von 20 t bis über 100 t. Daneben liegen die Schwerpunkte in der Produktion von Gussteilen in den Bereichen Energieerzeugung, Motorentechnik sowie Maschinen- und Antriebssysteme. Das auf Grau- und Sphäroguss spezialisierte Unternehmen fertigt kundenspezifisch und gehört heute zu den größten Handformgießereien in Europa. Mit der Integration der Eisengießerei Torgelow ist der Konzern die einzige europäische Gießereigruppe mit direktem Zugang zum Meer. Organisatorische Struktur des Konzerns Gegenstand der Konzernmutter SGB II ist die Verwaltung eigenen Vermögens, insbesondere Beteiligungen an Gesellschaften im Bereich der Entwicklung, Herstellung, Verarbeitung und dem Vertrieb von Waren, Dienstleistungen und Gegenständen der Gießereibranche sowie die Erbringung von Dienstleistungen aller Art (z. B. administrativer, finanzieller, kaufmännischer oder technischer Art) gegenüber den Tochtergesellschaften. Hierbei betreibt die SGB II die kaufmännischen Zentralfunktionen. Gegenstand der Beteiligung SGT ist der eigentliche operative Betrieb. SGT produziert die oben beschriebenen Teile und verfügt über die für ein Produktionswerk notwendige Verwaltung. Einsatzfaktoren Zu den wesentlichen Einsatzfaktoren innerhalb der Gruppe zählen neben verschiedenen Schrotten/Metallen, Energie, Formereisand auch die externe und interne Bearbeitung von Rohgussteilen sowie die Mitarbeiter an den jeweiligen Standorten. Weitere Einflussfaktoren Weitere Einflussfaktoren sind in dem andauernden Ukraine-Krieg und den damit einhergehenden Verwerfungen an Rohstoff- und Absatzmärkten sowie dem zunehmenden Arbeitskräftemangel insbesondere in Deutschland zu sehen. Beide Einflussfaktoren werden im Risikobericht näher erläutert. Forschung und Entwicklung Der Konzern betreibt Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in der Tochtergesellschaft SGT mit dem Ziel, innovative Verfahren zur Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Produkte zu entwickeln. Diese Aktivitäten werden eng mit dem Schwesterkonzern Silbitz Group Beteiligungs GmbH abgestimmt. Im Rahmen der Erschließung neuer Produkt- oder Fertigungsideen beteiligt sich die SGT an unterschiedlichen Verbundprojekten mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Die hier entstehenden Kosten sind - soweit sie innerhalb der Projekte nicht gefördert worden sind, als laufender Aufwand erfasst worden. Konzernstrategie und Konzernziele Der Konzern setzt, wie auch in der Vergangenheit, auf komplexe, vorbearbeitete beziehungsweise endbearbeitete Gussprodukte. Hierbei wird die Weiterentwicklung der Werkstoffe und Gussprodukte auch in der Zukunft einen zentralen Bestandteil der Konzernstrategie darstellen. Den gesellschaftlichen Wandel zu mehr Nachhaltigkeit gestaltet der Konzern aktiv - bereits heute werden im Schwerpunkt Produkte für die Windenergiebranche geliefert. Die Einhaltung von Umwelt- und ESG-Standards gehört zum Selbstverständnis des Konzerns. Darüber hinaus wird besonderes Augenmerk auf die Nutzung der Energie aus erneuerbaren Energiequellen und auf Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz gelegt. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Lage der Silbitz Gruppe II Insgesamt war das Geschäftsjahr 2022 für den Konzern ein wirtschaftlich schwieriges Geschäftsjahr. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt schrumpft im Winterhalbjahr 2022/2023, bevor es sich im weiteren Verlauf leicht erholt. Das Jahreswachstum fällt 2023 mit 0,6% gering aus, und wird sich erst im Folgejahr erhöhen (+1,7 %). Auf der Angebotsseite schränken Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Vorprodukten und die damit verbundenen hohen Kosten die Produktion ein, insbesondere in energieintensiven Wirtschaftsbereichen. Auf der Nachfrageseite schmälert vor allem die hohe Inflation die Realeinkommen und dämpft trotz erheblicher Unterstützung durch die Fiskalpolitik den Konsum der privaten Haushalte, während die Verlangsamung des Exportmarktwachstums und die steigenden Zinssätze die privaten Investitionen belasten. 1 Das Geschäft der Silbitz Gruppe II ist in der Wertschöpfungskette im frühzyklischen Bereich angesiedelt. Die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und die damit einhergehende Verunsicherung belasten weiterhin das Geschäft des Konzerns. Der Konzern konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Umsätze mit Produkten der Windkrafttechnik wie geplant entwickeln, insbesondere im Markt für Offshore-Windturbinen. Erstmals seit 2020 wurde 2022 wieder ein Offshore-Windenergieprojekt in Deutschland fertiggestellt 2. Bis 2025 wird die Inbetriebnahme aller Projekte aus dem Übergangssystem erwartet. Da die Gesellschaft weiterhin von der Notwendigkeit und dem Erfolg der Energiewende überzeugt ist, unterstreichen diese Zahlen das Zukunftspotenzial in diesem Geschäftsbereich. Der Auftragsbestand betrug 57,4 Mio. EUR zum Ende des laufenden Geschäftsjahres 2022. Zum 31.12.2022 lag die Auftragsreichweite bei circa 5-6 Monaten. Der Umsatz betrug im ersten vollen Geschäftsjahr 65,1 Mio. EUR. Die operative Liquidität wurde durch ein striktes Working Capital Managements gesichert. Das berichtete Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) betrug im Geschäftsjahr 526 TEUR. Ausgehend vom handelsrechtlichen Ergebnis ermittelt die Geschäftsführung in der unterjährigen Berichterstattung ein sog. Management EBITDA, um unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise besondere und nicht wiederkehrende Belastungen zu normalisieren und den Gesellschaftern einen Blick auf die nachhaltige Profitabilität des Unternehmens aus Sicht des Managements zu ermöglichen. In der folgenden Tabelle (ungeprüft) wird die Überleitung von interner Berichterstattung auf die handelsrechtliche Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Die Normalisierung zur Berücksichtigung der Ineffizienzen beinhaltet Positionen, die bei optimaler Produktion zukünftig nach subjektiver Einschätzung der Geschäftsführung entfallen sollten. Hierzu wurden im laufenden Geschäftsjahr Maßnahmen umgesetzt, deren Erfolg überwacht wird. Die außergewöhnlichen und nicht wiederkehrenden Effekte ergeben sich aus den Auswirkungen des Arbeitsunfalls mit 2 Toten am Standort Torgelow im Juli 2022. 1 Quelle: BDG Mustertext für Geschäftsberichte 2022 2 Deutsche Windguard: Status des Offshore-Windenergieausbaus in Deutschland 2022. Wirtschaftliches Eigenkapital Das wirtschaftliche Eigenkapital beinhaltet über das bilanzielle Eigenkapital hinaus bestimmte eigenkapitalersetzende Positionen im betriebswirtschaftlichen Sinne. Neben dem Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung sind dies der Sonderposten für Zuwendungen und das nachrangige Gesellschafterdarlehen. Daneben fließt nicht das handelsrechtliche, sondern das oben beschriebene wirtschaftliche Ergebnis in die Betrachtung ein. Der Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr 2022 beinhaltet abgegrenzte und nicht ausbezahlte Zinsen für das Gesellschafterdarlehen. Diese wurden weder in den Vorjahren noch im aktuellen Geschäftsjahr ausbezahlt. Unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise dürfen die Gesellschafterzinsen auf das nachrangige Gesellschafterdarlehen das wirtschaftliche Ergebnis nicht schmälern. Entsprechend der Sichtweise auf das wirtschaftlichen Eigenkapital sehen wir beim wirtschaftlichen Jahresüberschuss die Zinsen des Gesellschafterdarlehen nicht als Teil des Konzernergebnisses. In der folgenden Tabelle (ungeprüft) wird die Überleitung von dem um Sondereffekte bereinigten EBITDA auf das wirtschaftliche Ergebnis dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2022 waren im Durchschnitt 299 Mitarbeiter davon 23 Auszubildende, zum Bilanzstichtag 305 Mitarbeiter und davon 25 Auszubildende in der Gruppe beschäftigt. Folgende Zertifizierungen bestehen für die operative Einheit des Konzerns:
Die freie Liquidität (Bankguthaben zzgl. Kassenbestand) belief sich am Bilanzstichtag auf 7.225 TEUR. Allgemeine Wirtschaftslage Weltwirtschaft Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2022 unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit deutlich abgeschwächt. Bremsend wirkt die unter hohem Inflationsdruck stehende Geldpolitik. Die Produktion profitierte von Impulsen aus nachlassenden Lieferengpässen und der weiter fortschreitenden Normalisierung in den von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Wirtschaftsbereichen. Zum Jahresende hat sich die wirtschaftliche Dynamik aber wieder verringert. Vor allem die großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften stehen derzeit trotz erheblicher fiskalischer Stützungsmaßnahmen vor einer Phase schwacher Konjunktur. Die Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) dürfte mit 3,2 Prozent im Jahr 2022 um 0,3 Prozentpunkte stärker zugelegt haben als im September prognostiziert. Die Inflation dürfte derzeit zwar ihren Höhepunkt überschritten haben, der zugrunde liegende Preisauftrieb ist aber weiter spürbar. 3 Aktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt schwache Entwicklung des globalen Umfeldes. Der Welthandel nahm zu Jahresbeginn 2023 wieder etwas zu. Der weltweite Abschwung im verarbeitenden Gewerbe zeigte Anfang 2023 Anzeichen einer Abschwächung, wie die jüngsten Einkaufsmanager-Umfragen zeigen. Sowohl der Rückgang der Produktion als auch der Auftragseingänge verlangsamte sich, während die Beschäftigung leicht zunahm. 3 Quelle: BDG Mustertext für Geschäftsberichte 2022 Euroraum Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Winterhalbjahr 2022/2023 geschrumpft. Die die Weltkonjunktur beeinflussenden Faktoren der schrittweisen Normalisierung der Pandemiefolgen und des hohen Inflationsdrucks gelten auch für den Euroraum. Hinzu kommen die Folgen des Ukraine-Kriegs, die in Europa besonders deutlich zu spüren sind. 4 4 Quelle: BDG Mustertext für Geschäftsberichte 2022 Deutschland Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 % zu. Damit befand sich die deutsche Wirtschaft trotz des Krieges in der Ukraine und der damit zusammenhängenden Energiepreiskrise auf Wachstumskurs. Gründe für den positiven Verlauf waren vor allem Nachholeffekte beim privaten Konsum und der Produktion nach dem Corona-Einbruch sowie nachlassende Lieferengpässe. Die Ende 2022 zunehmend bei den Verbrauchern angekommene Preissteigerungen schlug sich im privaten Konsum nieder. Die Auswirkungen der Energiepreiskrise sind in den energieintensiven Betrieben weiterhin sichtbar gewesen, auch wenn die Folgen weniger gravierend waren als zunächst befürchtet. So lag die Produktion in der besonders betroffenen chemischen Industrie im November rund 20 % unter dem durchschnittlichen Niveau des Jahres 2021. Die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen sorgten dafür, dass Investitionsprojekte zunächst zurückgestellt wurden. Die Lage in der Industrie stellt sich zuletzt aber günstiger dar. So stabilisierte sich die Industrieproduktion nach einem schwachen Start ins vierte Quartal im November wieder. Das ifo Geschäftsklima hat sich im Dezember weiter aufgehellt. Ebenso haben die Beschlüsse der Bundesregierung zur Gas- und Strompreisbremse dazu beigetragen, dass sich die Stimmung in den Unternehmen, aber auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern Ende 2022 wieder verbessert hat. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr saisonbereinigt um 4,9 % gesunken. Erst im vierten Quartal konnte der seit Februar anhaltende Negativtrend erstmalig wieder gebrochen werden. Die Nachfrage beim Verarbeitenden Gewerbe hat sich somit zum Jahresende 2022 wieder etwas stabilisiert. Ausblick Der Ausblick auf die Industriekonjunktur im ersten Quartal des neuen Jahres bleibt aber angesichts einer weiterhin schwachen Nachfrage verhalten. Die Weltwirtschaft hat sich zuletzt wieder abgekühlt, was die heimische Industrie in Form deutlich nachlassender Aufträge aus dem Ausland zu spüren bekommt. Die Auftragsdaten in der Industrie deuten darauf hin, ebenso wie die Verbesserung des Geschäftsklimas in den letzten Monaten, dass die wirtschaftliche Abschwächung im Winterhalbjahr milder ausfallen dürfte. Gießereien 5 Geprägt von Herausforderungen bei Produktionsplanung, welche durch Corona-bedingten Störungen der internationalen Handelswege und teils erhebliche Preisexplosionen durch den Krieg in der Ukraine auch im Jahr 2022 anhalten, haben die Eisen- und Stahlgießereien im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Produktionsrückgang von 1,2 % auf 3,119 Mio. t verzeichnet. Die NE-Metallgießereien registrierten demgegenüber einen Rückgang von 1,8 % mit einer Tonnage von 0,792 Mio. t. Die Gießerei-Industrie erwirtschaftete im Jahr 2022 7,618 Mrd. Euro Umsatz auf der FE-Seite sowie 6,203 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien ein Umsatzwachstum von 19,0 %. Die Kapazitätsauslastung lag im Durchschnitt (Wertermittlung Anfang des Quartals) Mitte des Jahres 2022 bei 88,9 % und damit rein rechnerisch über dem Durchschnittsniveau des Jahres 2021 von 86,8 % (alle Daten vorläufig). 5 BDG Mustertext für Geschäftsberichte 2022 Eisen- und Stahlguss Im Jahr 2022 sank die Fertigung bei den Eisen- und Stahlgießereien mit 3,119 Mio. t um 1,2 %. Für den Fahrzeugbau wurden mit 1,725 Mio. t um 1,2 % weniger Komponenten produziert. Die Unternehmen, welche Teile für den Maschinenbau abgießen, fertigten mit 0,817 Mio. t rund 1,2 % weniger als im Vergleichszeitraum 2021. Die Fertigung sonstiger Gusskomponenten (inklusive Bau Guss, Rohren und Stahlwerksbedarf) lag mit 0,577 Mio. t 1,2 % unter dem Vorjahr. Im Jahr 2022 schlossen die Eisen- und Stahlgießereien mit einem niedrigeren Nachfragevolumen als im Jahr 2021 ab (2,981 Mio. t = -16,0 %). Die Kunden aus dem Straßenfahrzeugbau fragten mit 1,656 Mio. t um 18,4 % weniger Komponenten nach. Das Bestellinteresse aus dem Maschinenbau lag mit 0,786 Mio. t um 13,4 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Bestellungen von sonstigen Gusskomponenten fielen um 12,2 % schwächer aus als im Vorjahr. Das Volumen erreichte 0,540 Mio. t. Die Exportquote beträgt 41,4 %. Insgesamt wurden 1,292 Mio. t, entsprechend einem Zuwachs von 2,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, ausgeführt (Meldeunschärfen möglich). Gegenüber Ende Dezember 2021 lag der Auftragsbestand Ende Dezember 2022 mit 1,503 Mio. t um 2,3 % höher. Lage Die gesetzlichen Vertreter der SGB II bewerten die Lage des Konzerns als stabil. Bezugnehmend auf das abgelaufene Geschäftsjahr wird die Finanzlage ebenfalls als stabilisiert eingeschätzt. Ertragslage Die Umsätze der Gruppe lagen im Geschäftsjahr bei insgesamt 65,1 Mio. EUR. Der geplante Umsatz für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 82,2 Mio. EUR konnte aufgrund einer sehr ambitionierten Planung einerseits, Projektverzögerungen beim Anlauf von neuen Produkten und als Folge des tödlichen Betriebsunfalls nicht erreicht werden. Die sich auf insgesamt 68,4 Mio. EUR belaufende Gesamtleistung spiegelt die Umsatzentwicklung wider. Aufgrund der oben genannten Gründe ist ein Bestandsaufbau in Höhe von 3,3 Mio. EUR zu verzeichnen. Begleitend zur Umsatzentwicklung wurden die Warenbestände an die Produktionsauslastung nach oben angepasst. In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 5,5 Mio. EUR ist die Auflösung des passiven Unterschiedsbetrages in Höhe von 3.749 TEUR enthalten. Die Materialaufwandsquote betrug aufgrund des im Vergleich zum erzielten Umsatz hohen Bestandsaufbaus 74,3 %. Ohne Berücksichtigung der Betriebs- und Energiekosten lag die Materialaufwandsquote bei 63,9 %. Im Personalbereich fielen Aufwendungen in Höhe von 11,4 Mio. EUR an. Ebenfalls bedingt durch den im Vergleich zum erzielten Umsatz hohen Bestandsaufbau und der dadurch verringerten Bezugsgröße betrug die Personalaufwandsquote im abgelaufenen Geschäftsjahr 16,6 %. Mit 0,5 Mio. EUR konnte das geplante EBITDA (vor Normalisierungen) von 5,4 Mio. EUR im Jahr 2022 nicht erreicht werden. Ursachen hierfür waren die Preissteigerungen als Auswirkungen des Ukraine-Krieges, die nur zeitversetzt an die Kunden weitergegeben werden konnten und zu einer Definitivbelastung führten. Die Sonstige betriebliche Aufwendungen (sbA) lagen mit 11,2 Mio. EUR unter dem Planwert in Höhe von 13,4 Mio. EUR. Einen wesentlichen Bestandteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen Weiterbelastungen von Managementleistungen dar, die von der Schwestergesellschaft Silbitz Group Beteiligungs GmbH (SGB I) oder deren Tochtergesellschaften erbracht wurden. Insgesamt betrugen diese Weiterbelastungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,8 Mio. EUR. Weitere wesentliche Positionen waren Instandhaltungs- und Vertriebsaufwendungen. Der Zinsaufwand betrug 869 TEUR und beinhaltet im Wesentlichen Zinsen für das Gesellschafterdarlehen und das Factoring. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten im Geschäftsjahr ausschließlich den Ertrag aus der Auflösung passiver latenter Steuern. Finanzlage Die Finanzlage ist im Geschäftsjahr als stabil zu bezeichnen. Die freie Liquidität des Konzerns belief sich auf 7.225 TEUR. Der operative Cashflow entwickelte sich mit 7.119 TEUR wie erwartet. Grund hierfür ist im Wesentlichen der Aufbau des Working Capitals im Zuge des Ausbaus des Geschäftsbetriebs im ersten vollständigen Geschäftsjahr. Seinen Zahlungsverpflichtungen konnte der Konzern im Geschäftsjahr jederzeit nachkommen. Die Finanzierung der Gruppe beinhaltete ein Gesellschafterdarlehen. Zum Ende des Geschäftsjahres betrug das Gesellschafterdarlehen inklusive nicht ausbezahlter Zinsen 3.033 TEUR (Vj.: 2.808 TEUR). Der Investitions-Cashflow ohne eigene Entwicklungsleistungen beträgt -479 TEUR und beinhaltet neben den Ausgaben für Investitionen Liquiditätseffekte aus dem Verkauf von Anlagevermögen. Der Finanzierungs-Cashflow betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -648 TEUR. Die Gruppe hat zum 1. November 2021 einen Forfaitierungsrahmenvertrag abgeschlossen, der den Verkauf bestimmter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Commerzbank AG beinhaltet. Die verkauften Forderungen sind durch Bankgarantien eines Großkunden besichert. Der Kaufpreis entspricht dem Barwert der Forderung einschließlich der auf sie entfallenden Umsatzsteuer zum Zeitpunkt der Zahlung des Kaufpreises. Die Laufzeit des Vertrags endet mit dem Ablauf des 30. September 2024. Die Gruppe hat im Juli 2022 einen Factoringvertrag abgeschlossen, hierbei werden gewisse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoringgesellschaft verkauft. Dabei gehen die Forderungsausfallrisiken auf die Factoringgesellschaft über, das Debitorenmanagement verbleibt demgegenüber in der Gruppe. Zum Jahresende 2022 waren 1.439 TEUR Forderungen nach Abzug des Sicherungseinbehalts an ein Factoringunternehmen verkauft. Darlehen gegenüber Kreditinstituten bestanden in Höhe von 105 TEUR. Vermögenslage Das Gesamtvermögen bzw. die Bilanzsumme des Konzerns beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2022 60.648 TEUR und ist wesentlich von den übernommenen Vermögensgegenständen der Eisengießerei Torgelow GmbH und der damit verbundenen Aufdeckung stiller Reserven geprägt. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Bilanzsumme) betrug zum Stichtag 44,0 %. Das Umlaufvermögen wird mit einem Wert von 33.945 TEUR ausgewiesen. Wesentlichste Vermögensposition, davon ist das Vorratsvermögen mit 15.828 TEUR. Grund hierfür ist der Bestandsaufbau, der vor dem Hintergrund steigender Auftragseingänge erfolgt ist. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betragen zum 31.12.2022 10.892 TEUR, was dem normalen Geschäftsverlauf entspricht. Der Konzern weist zum 31.12.2022 ein bilanzielles Eigenkapital von 1.588 TEUR aus und unter Berücksichtigung des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung von 11.324 TEUR ein Eigenkapital von 12.912 TEUR (Wirtschaftliches Eigenkapital). Somit ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 21,3 % mit Berücksichtigung des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung und eine Eigenkapitalquote von 2,6 % ohne Berücksichtigung des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung. Das Stammkapital der SGB II beträgt zum 31.12.2022 25 TEUR. Zusätzlich zum bilanziellen Eigenkapital von 1.588 TEUR sieht die Geschäftsleitung des Weiteren eigenkapitalähnliche, wirtschaftliche Bilanzpositionen als Eigenkapital an. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Grundsätzlich wird der Konzern als auch die Tochterunternehmen nach den Finanzindikatoren Umsatz und EBITDA gesteuert. Dabei stellt das EBITDA (vor Normalisierungen) den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator dar. Die Materialaufwandsquote (im Verhältnis zur Gesamtleistung) betrug im Geschäftsjahr 74,3 %. Der Personalkostenanteil betrug im Geschäftsjahr 16,6 %. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens des Konzerns bewertet die wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt als stabil und sich stetig verbessernd vor dem Hintergrund einer nie dagewesenen wirtschaftlichen Situation. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Das zuletzt gesehene Umsatzplus der Gießereien ist bei gesunkener Produktion zum großen Teil auf gestiegene und weitergegebene Kosten für Rohstoffe und Energie zurückzuführen. An den Börsen haben die Energiepreise zuletzt Entspannungssignale gezeigt. Gleichwohl liegt das Niveau teils noch deutlich über dem Vorkriegsniveau. Zudem haben sich Gießereien und andere Industrieunternehmen teils vertraglich gebunden und beziehen ihre Energie unberührt von den jüngsten Preiskorrekturen zu hohen Preisen. Zwar hat die Bundesregierung inzwischen Maßnahmen zur Drosselung der Mehrkosten verkündet, die Voraussetzungen und Verfahren lassen gleichwohl darauf schließen, dass nicht alle Gießereien gleichermaßen davon profitieren. Zudem stellt sich künftig die Frage, wo sich die Energiepreise mittelfristig einpendeln und ob die Bundesregierung und die EU eine Strategie für den Erhalt des Standortes Europa etablieren. Auch die im Herbst verhandelten Tariflöhne werden die Gießereien im Jahr 2023 finanziell belasten. Die Gießerei-Industrie befindet sich neben der Energiewende auch in großen Teilen inmitten der Mobilitätswende. Durch politisch zeitlich enger gesetzte Zielmarken bei der Dekarbonisierung des Verkehrssektors ergeben sich schon für 2023 Effekte im Fahrzeugbau. Die Coronapandemie stellt zwischenzeitlich kein größeres Risiko mehr dar, die letzten Auswirkungen ergaben sich im ersten Halbjahr 2022. Der Krieg in der Ukraine hält unvermindert an. Die damit verbundenen Sanktionen und wirtschaftlichen Folgen insbesondere aus nicht mehr belieferbaren Kunden begleiten die Volkswirtschaften weiterhin. Wenngleich eine Gasknappheit aufgrund der milden Wetterlage der vergangenen Wochen inzwischen für den Frühjahr 2023 auszuschließen ist, wird die energieintensive Industrie im Jahr 2023 abermals im Fokus stehen. Hohe Preisvolatilitäten und insbesondere Ausschläge nach oben sind nicht auszuschließen. Auch die Speicherstände gilt es in der zweiten Jahreshälfte wieder im Auge zu behalten, da Russland im Gegensatz zum Vorjahr nun komplett als Lieferant ausfällt. Eine weitere Eskalation des Krieges ist derweil nicht auszuschließen, wobei die ökonomischen Folgen möglicher Szenarien derzeit nicht seriös zu bewerten sind. Bei einem mit Abwärtsrisiko behafteten Gleichbleiben der Gussproduktion ist von einer weiteren Umsatzsteigerung der Gießereien von rund 10% auszugehen. Die Unsicherheiten jeglicher Prognosen bleiben derweil sehr hoch. Risiken bestehen weiterhin in:
Nach dem Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine wurden von westlichen Staaten verschiedene Energieembargos gegen Russland umgesetzt. Diese betreffen insbesondere den mittlerweile vollständigen Stopp russischer Erdgasimporte. Die Kernproduktionsprozesse der Silbitz-Gruppe sind nicht gasabhängig, der Hauptenergiebedarf wird durch Strom gedeckt. Dennoch könnte eine Gasmangellage zu steigenden Strompreisen führen, die durch die bereits beschlossenen Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung nicht vollständig ausgeglichen werden könnten. Es bleibt festzuhalten, dass angesichts der hohen Abhängigkeit sowohl unserer Zulieferer für chemische Vorprodukte als auch bestimmter Teilbereiche unseres Produktionsprozesses von Gas eine mögliche Gasmangellage zu negativen Einflüssen auf unsere Geschäftsentwicklung führen kann. Dies stellt aus unserer Sicht derzeit ein mittleres Risiko dar, das aber, nach gegenwärtigem Kenntnisstand der Gesellschaft mit Gegenmaßnahmen, wie z. B. temporären Betriebsunterbrechungen, Re-Priorisierung von Aufträgen, Nutzung von Kurzarbeitergeld oder die Substitution von Erdgas, kompensiert werden kann. Rohstoff- und Energiepreisänderungen werden über das Instrument branchenüblicher, vertraglich gesicherter Teuerungszuschläge an einen Großteil der Kunden weitergegeben und stellen damit kein Risiko i.e.S. dar. Kostensteigerungen im Rohstoff- und Energiebereich könnten dennoch ergebnisbelastend wirken. Dieses Risiko wird insgesamt als niedrig eingeschätzt. Das von der Silbitz Gruppe in Vorjahren entwickelte Energiemanagementkonzept stellt eine zusätzliche Gegenmaßnahme dar. Trotz der vorstehend aufgezeigten Risiken sind wir zuversichtlich, durch verstärkte Marktpräsenz und -bearbeitung zusätzliche Kunden und / oder Aufträge zu akquirieren und durch weitere Prozessoptimierungen, verbunden mit den eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen, die Wirtschaftlichkeit nachhaltig sicherstellen zu können. Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken werden als mittelschwer eingeschätzt und haben sich aufgrund der konjunkturellen Situation insgesamt nicht verändert. Festzuhalten ist, dass für die Auslastung der Produktion und somit die leistungswirtschaftlichen Kennziffern das Risiko belastend ist, dass viele Marktteilnehmer über nicht genutzte Produktionskapazitäten verfügen und somit das Füllen der Produktionskapazitäten über den Verkaufspreis geschieht. Risikoentlastend ist die zunehmende Größe der Gussteile für Offshore-Windkraftanlagen sowie die Tatsache, dass einige Marktteilnehmer sich im Insolvenzverfahren befinden, so dass Kunden gezwungen sind andere Lieferanten zu beauftragen. Wir gehen davon aus, dass die Silbitz Gruppe II aufgrund ihrer Innovationskraft, der qualitativ hochwertigen Produkte und auf Basis der derzeitigen Kostenstruktur mit Hilfe der aktuellen Vertriebsstruktur weitere Marktanteile dazu gewinnen kann. Trotz der rückläufigen Auslastung innerhalb der Gießereibranche gehen wir deshalb davon aus, uns entsprechend am Markt behaupten zu können und zukünftig weiterhin erfolgreich zu sein. Der Konzern weist im Geschäftsjahr eine Fokussierung im Bereich Wind auf und erzielt in diesem Segment seine Umsätze mit mehreren Großkunden. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Kosten von Forfaitierung und Factoring richten sich nach dem Leitzins der EZB. Erhöht sich dieser, kann dies zu spürbar erhöhten Aufwendungen aus dem Factoring führen. Fremdwährungsrisiken bestehen nicht. Die Liquiditätslage ist angemessen. Chancenbericht Die Fragen der Klima- und Energiewende sowie einer veränderten Mobilität stellen sich dauerhaft und werden von der derzeitigen Regierungskoalition auch unter den Vorzeichen des Ukraine-Konflikts deutlich forciert. Für die Silbitz Gruppe II ergeben sich hieraus deutliche Chancen, da diese ihren strategischen Fokus auf der Windkraft und nicht im Automobil Bereich hat. Wir schätzen die Effekte aus dieser Chance für unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung als hoch ein. Aufgrund der zunehmenden Größe der für Offshore-Windkraftanlagen benötigten Gussteile und der geringen Zahl von Gießereien, die diese Vorgabe erfüllen können, gehen wir davon aus, dass wir gut für den Wettbewerb gerüstet sind. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen sowohl direkt bei unseren Lieferanten als auch in unserem eigenen, in unseren Geschäftsräumen befindlichen Labor, durch. Im Vergleich zu der als hoch eingeschätzten Chance aus der Energiewende schätzen wir die Effekte auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der dargestellten Chancen als etwas niedriger ein. Möglicherweise aufkommendem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch unser Know-how, unsere Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Im Übrigen können durch eine höhere Auslastung, weitere Prozessverbesserungen in den Produktions- und den administrativen Prozessen zusätzliche Ertragspotentiale erschlossen werden. Im Vergleich zu der als hoch eingeschätzten Chance aus der Energiewende schätzen wir die Effekte auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der dargestellten Chancen als niedriger ein. Gesamtaussage Risiko- und Chancenbericht Das gesamtwirtschaftliche Umfeld für die deutsche Gussproduktion ist aktuell nicht eindeutig absehbar, auch wenn eine wirtschaftliche Erholung zum Jahresbeginn 2023 erkennbar ist. Eine erneute Konjunkturabschwächung aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg im Laufe des Jahres 2023 ist nicht auszuschließen. Als Branche mit einem Anteil von ca. einem Prozent an der Industrieproduktion insgesamt wirken sich erfahrungsgemäß kleine Veränderungen bei den Hauptkundenbranchen oft überproportional aus. D.h. bei einem Hochlaufen der Pkw-Produktion über das erwartete Maß steigt die Gussproduktion deutlicher. Aber eben auch andersherum: Bricht eine Kundenbranche ein, schlägt dies bei den Gießereien mit einem stärkeren Hebel durch. Ein deutliches Plus ist aktuell möglich aber noch nicht konkret absehbar. Vor dem Hintergrund unserer aktuellen Kundenstruktur und der grundsätzlich intakten Nachfrage unserer Kunden sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren Werken, unserem breiten Fertigungs-Know-how und unserer leistungsfähigen Vertriebsstruktur im Wettbewerb bestehen und uns Chancen erarbeiten können. Risiken, die demgegenüber den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeit nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht ersichtlich. Prognosebericht Die Russland-Ukraine Krise schwebt als Unwägbarkeit über der globalen Konjunktur, Folgewirkungen einer Eskalation können kaum seriös kalkuliert werden. Jegliche Prognosen müssten insbesondere im Fall einer Ausweitung des offenen militärischen Konfliktes verworfen werden. Die Planung beruht auf der operativen Sicht und kann deshalb leicht von der im Konzernabschluss dargestellten Ertragslage abweichen. Wir gehen davon aus, dass wir die Vorjahres-Umsätze in einer Bandbreite von 20% bis 25% im Jahr 2023 steigern werden können. Die gestiegene Leistung wird sich im Ergebnis vor Abschreibung, Steuern und Zinsen (EBITDA) positiv widerspiegeln, hier planen wir ein EBITDA im niedrigen einstelligen Millionenbereich. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2023 spüren wir erste Entlastungen aus den 2022 gefallenen Rohmaterialpreisen. Ein operatives Beschaffungsrisiko besteht, dass wir nicht alle benötigten Rohstoffe zum benötigten Termin bekommen und dass die Rohstoffpreise noch weiter ansteigen und Preisveränderungen nicht phasengleich an den Kunden weitergegeben werden können und somit zu Ergebnisbelastungen führen. Absatzseitig besteht das Risiko, dass bestellte und gefertigte Produkte vom Kunden nicht zum vereinbarten Liefertermin abgenommen werden. Der Krieg in der Ukraine dauert an. Die damit verbundenen Sanktionen und wirtschaftlichen Folgen werden die Volkswirtschaften noch lange begleiten, wobei die energieintensiven Industrien auch 2023 im Fokus stehen werden. Eine weitere Eskalation des Krieges ist derweil nicht auszuschließen, wobei die ökonomischen Folgen möglicher Szenarien nicht seriös zu bewerten sind. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen sowie Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend über Anzahlungen von Kunden und mittels Factorings und Lieferantenkrediten. Mit Hilfe von Warenkreditversicherungen werden etwaig bei der Gesellschaft verbleibende Risiken zusätzlich reduziert. Die Gesellschaften verfügen über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Aufgrund der aktuellen Zinspolitik der Banken erwartet die Gesellschaft zwar steigende Zinsen, aber keine außergewöhnlichen Zinsrisiken. Die Kosten von Forfaitierung und Factoring richten sich nach dem Leitzins der EZB. Erhöht sich dieser, kann dies zu spürbar erhöhten Aufwendungen aus dem Factoring führen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements des Konzerns ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögensgegenständen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Wir informieren uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
Silbitz, 09. August 2023 Dr. Torsten Tiefel, Geschäftsführer Hans-Ulrich Boldau, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221 DARSTELLUNG DER KONZERNVERHÄLTNISSE Konzernobergesellschaft ist die Silbitz Group Beteiligungs II GmbH, Silbitz, (nachfolgend auch "Gesellschaft" oder "Silbitz Group" genannt) eingetragen im Handelsregister Jena in der Abteilung B unter der Nummer HRB 518852. Mit notariellem Kaufvertrag vom 9. Juni 2021 hat die Glow Investment S.a.r.l. die UNA 419. Equity Management GmbH (heute SGB II) übernommen. Diese wiederum hat mit notariellem Kaufvertrag vom 9. Juni 2021 die UNA 424.Equity Management GmbH (heute SGT) übernommen und deren Sitz nach Torgelow verlegt. Die Vorjahreszahlen sind aufgrund der Aufnahme der operativen Tätigkeiten zum 1. November 2021 nur eingeschränkt mit den Zahlen des Geschäftsjahres 2022 vergleichbar. 2 RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE Der Konzernabschluss der Silbitz Group Beteiligungs II GmbH, Silbitz, zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, den Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Silbitz Group Beteiligungs II GmbH, Silbitz, ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzern ist zum 9. Juni 2021 durch den Kauf der UNA 424.Equity Management GmbH (heute SGT) entstanden. Aufgrund des Erwerbs der Vermögensgegenstände der Eisengießerei Torgelow GmbH i.I. durch die Silbitz Group Torgelow GmbH wurde eine Kaufpreisallokation durchgeführt. In diesem Zusammenhang waren alle erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bzw. den nach DRS 23 vorgegebenen Werten anzusetzen. Hierbei waren nicht nur bilanzierte Vermögensgegenstände zu berücksichtigen, sondern auch bislang nicht angesetzte immaterielle Vermögensgegenstände. Ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem übernommenen Nettovermögen nach Aufdeckung von stillen Reserven nach Berücksichtigung latenter Steuern ist grundsätzlich als Geschäfts- oder Firmenwert zu aktivieren oder als passiver Unterschiedsbetrag auszuweisen. Der negative Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 15.782 hat im vorliegenden Fall Eigenkapitalcharakter, da dieser nicht auf zukünftig geplanten Sanierungsmaßnahmen oder absehbaren negativen Ertragsentwicklungen basiert. Im Zuge dieser Kaufpreisallokation wurden stille Reserven aufgedeckt und entsprechende latente Steuern sowie ein Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter aus der Kapitalkonsolidierung passiviert. Der Konzernabschluss wurde unter Zugrundelegung der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Geschäftsführung sieht die Finanzierung des Konzerns im Prognosezeitraum als gegeben an. Wir verweisen im Übrigen auf die Ausführungen im Lagebericht. Darstellungsstetigkeit/ Bewertungsstetigkeit Während des Geschäftsjahres wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stetig angewendet. 3 KONZERN 3.1 Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden alle Gesellschaften einbezogen, die durch die Gesellschaft unmittelbar beherrscht werden. Die nachstehenden Unternehmen werden neben der Gesellschaft im Konzernabschluss vollkonsolidiert. Zudem zeigt die Aufstellung die Tochterunternehmen, die die Befreiungsmöglichkeiten gem. § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch nehmen:
1) Inanspruchnahme der Befreiung gem. § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB 3.2 Abschlussstichtag Das Geschäftsjahr der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaft enden zum 31. Dezember eines jeden Jahres. 3.3 Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Gesellschaft und seiner im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaft. Die Finanz- und Ertragslage und die Cashflows dieser Unternehmen wurden konsolidiert. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Transaktionen zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden im Konzernabschluss eliminiert. Aufwendungen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden gegenseitig aufgerechnet. 3.3.1 Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 HGB nach der Neubewertungsmethode. Dabei wurden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss verrechnet. Das anteilige Eigenkapital ergibt sich als Zeitwert der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Im Rahmen der Akquisition der Vermögensgegenstände der Eisengießerei Torgelow GmbH durch die Silbitz Group Torgelow GmbH im Jahr 2021 wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation zum 1. November 2021 stille Reserven identifiziert und aufgedeckt. Die der Akquisition zugrundeliegende Planung beinhaltet keine negativen Zukunftserwartungen, Wertminderungen oder Sanierungen. Somit besitzt der im Rahmen der Kaufpreisallokation entstandene negative Unterschiedsbetrag als passiver Unterschiedsbetrag Eigenkapitalcharakter. Im Rahmen der Aufdeckung der stillen Reserven wurden passive latente Steuern mit einem Steuersatz von 31,58 % gebildet. Die aufgedeckten stillen Reserven werden entsprechend der Restnutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände abgeschrieben. Unter Berücksichtigung der Abschreibung ergeben sich zum 31. Dezember 2022 für die aufgedeckten stillen Reserven Restbuchwerte von TEUR 1.148 (Vj. TEUR 1.448) für das immaterielle Vermögen und TEUR 18.169 (Vj. TEUR 20.056) für das Sachanlagevermögen sowie TEUR 135 (Vj. TEUR 1.026) für das Umlaufvermögen. Passive latente Steuern hierauf betragen zum 31. Dezember 2022 TEUR 6.143 (Vj. TEUR 7.115). Bewertungsmethoden für die Aufdeckung stiller Reserven Ein Teil der stillen Reserven bei den immateriellen Vermögensgegenständen resultiert aus der Übertragung unpatentierter Technologie. Die Bewertung hierzu wurde anhand der Lizenzpreisanalogie mit einer Lizenzrate von 0,75 % vorgenommen. Als Nutzungsdauer wurden fünf Jahre unterstellt. Bei der Identifizierung von den Werten für Grund und Boden wurde auf das Vergleichswertverfahren zurückgegriffen. Die Bewertung der baulichen Anlagen erfolgte unter Verwendung des Ertragswertverfahrens. Die Abweichungen zwischen den beizulegenden Zeitwerten und den Buchwerten wurden als stille Reserven in die Konzernbilanz übernommen. Der Anteil der stillen Reserven, die auf Grund und Boden entfallen, wird nicht abgeschrieben. Bei den Gebäuden werden die stillen Reserven entsprechend der gewichteten Restnutzungsdauer der Gebäude abgeschrieben. Bei der Neubewertung von Gießereiausrüstung und anderen Anlagen wurde bei wesentlichen Anlagegütern von den Wiederbeschaffungszeitwerten unter Berücksichtigung von Indizes des statistischen Bundesamtes ausgegangen. Der Anteil der stillen Reserven ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag der auf diese Weise ermittelten Wiederbeschaffungskosten und den Restbuchwerten. Die Abschreibungsdauer der stillen Reserven des Sachanlagevermögens basiert auf einer zeitwertgewichteten Restnutzungsdauer. Die durch den Asset Deal ausgelöste Grunderwerbsteuer wurde als Anschaffungskosten der erworbenen Grundstücke und Gebäude erfasst. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kaufpreisallokation in Höhe von TEUR 15.782 wurde im Geschäftsjahr 2022 gemäß § 309 Abs. 2 HGB i. V. m. DRS 23.144 ff. planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.749 (Vj. TEUR 709) aufgelöst. 3.3.2 Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den zu konsolidierenden Unternehmen wurden gemäß § 303 Abs. 1 HGB eliminiert. 3.3.3 Zwischenergebniseliminierung Zwischengewinne aus konzerninternem Lieferungs- und Leistungsverkehr ergaben sich im Berichtsjahr nicht. 3.3.4 Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Berücksichtigung von § 305 HGB aufgestellt. Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der Konzernunternehmen wurden die Innenumsätze und diesen entsprechenden Aufwendungen sowie die übrigen gegenseitigen Aufwendungen und Erträge eliminiert. 4 ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN 4.1 Grundsätzliche Angaben Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung und den §§ 290 ff betreffend Konzernabschluss und Konzernlageberichtsowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzerngewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. 4.2 Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: ANLAGEVERMÖGEN Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte wurden zu Anschaffungskosten einschließlich aufgedeckter stiller Reserven aus der Kaufpreisallokation unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen mit Ausnahme der Markennamen liegt eine Nutzungsdauer von längstens sieben Jahren zugrunde. Marken werden über zehn Jahre planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich aufgedeckter stiller Reserven aus der Kaufpreisallokation zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Gebäude wurden linear über eine Nutzungsdauer zwischen 25 und 30 Jahren abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Technische Anlagen und Maschinen wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich aufgedeckter stiller Reserven aus der Kaufpreisallokation zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 2 und 7 Jahren. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich aufgedeckter stiller Reserven aus der Kaufpreisallokation zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt überwiegend zwischen einem und 12 Jahren. Die Ansatzwahlrechte wurden im Berichtsjahr in einem Sammelposten für geringwertige Anlagegegenstände zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR ausgeübt. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Geleistete Anzahlungen sind zu Nominalwerten aktiviert. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen produktionsbezogenen Vollkosten bewertet. Die produktionsbezogenen Vollkosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Bei der Berechnung der Herstellungskosten wurden angemessene Teile der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Fertige Erzeugnisse und Waren Fertige Erzeugnisse wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit produktionsbezogenen Vollkosten bewertet. Die produktionsbezogenen Vollkosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Bei der Berechnung der Herstellungskosten wurden angemessene Teile der Verwaltung einbezogen. Waren wurden zu Anschaffungskosten einschließlich der direkt zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte wurden retrograd aus den zu erwartenden Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Kosten ermittelt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihren Nominalwerten angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nennwerten bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. EIGENKAPITAL Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet. UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG Der negative Unterschiedsbetrag wird planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände vereinnahmt. Eine vorzeitige Vereinnahmung erfolgt nur bei wesentlichen Abgängen der zugrunde liegenden erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände. RÜCKSTELLUNGEN Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Angesetzt wurde hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und damit einen kurzfristigen Charakter auf. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verlusten. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten wurden zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. LATENTE STEUERN Es bestehen Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen. Diese resultieren aus der Aufdeckung der stillen Reserven im Zuge der Kaufpreisallokation. Der Konzernsteuersatz beträgt 31,58 %. 5 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ 5.1 Anlagevermögen Die Gliederung zum 31. Dezember 2022 und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 sind im Konzernanlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 5.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Restlaufzeiten Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ergibt sich aus dem nachfolgenden Forderungsspiegel.
5.3 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist entsprechend dem Kapital der Silbitz Group Beteiligungs II GmbH, Silbitz, in Höhe von EUR 25.000,00 dotiert. 5.4 Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 15.782 wurde im Geschäftsjahr 2022 gemäß § 309 Abs. 2 über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3.749 (Vj. TEUR 709) aufgelöst. 5.5 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen im Gesamtbetrag von TEUR 1.708 setzen sich wie folgt zusammen.
Bei den Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Resturlaub. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber der Berufsgenossenschaft und aus der Jahresabschlussprüfung. 5.6 Verbindlichkeiten Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung Die Restlaufzeiten und Angaben zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltenen Anzahlungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen (nicht konsolidierten) Unternehmen sowie sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel.
Die Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber dem Gesellschafter der Silbitz Group Beteiligungs II GmbH TEUR 3.033 (Vj. TEUR 2.808) und Schwesterunternehmen aus dem Konsolidierungskreis der Silbitz Group Beteiligung I GmbH. Es handelt sich um Darlehensverbindlichkeiten und um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 5.7 Latente Steuern gem. § 314 Abs. 1 Nr. 21 HGB Die passiven latenten Steuern betrugen zum 31. Dezember 2021 TEUR 7.115. Durch die Abschreibung der stillen Reserven wurde im Berichtsjahr ein Betrag i. H. v. TEUR 972 verbraucht. Der Saldo der passiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag belief sich danach auf TEUR 6.143. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 31,58 % zugrunde. 6 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 6.1 Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
nach geographisch bestimmten Märkten
6.1 Periodenfremde Erträge
6.2 Periodenfremde Aufwendungen
7 KAPITALFLUSSRECHNUNG Die Kapitalflussrechnung ist nach den Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Unter der Position sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge werden im Wesentlichen die Erträge aus den Auflösungen des passiven Unterschiedsbetrages in Höhe von TEUR 3.749 erfasst. 7.1 Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist ein Indikator dafür, in welchem Maße es durch die operative Unternehmenstätigkeit gelungen ist, Zahlungsmittelüberschüsse zu erwirtschaften. Er resultiert im Allgemeinen aus Geschäftsvorfällen und anderen Ereignissen, die als Ertrag oder Aufwand das Periodenergebnis beeinflussen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit TEUR 7.119. Er wurde im Wesentlichen geprägt vom Bestandsaufbau der Unfertigen und Fertigen Erzeugnisse und damit verbundenen Ergebniseffekten. 7.2 Cashflow aus der Investitionstätigkeit Dieser Cashflow gibt das Ausmaß an, in dem Aufwendungen für Ressourcen getätigt wurden, die künftige Erträge und Cashflows erwirtschaften sollen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 betrug der Cashflow aus der Investitionstätigkeit TEUR -479. Er wurde im Wesentlichen geprägt von Investitionen in technische Anlagen und Maschinen. 7.3 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Die gesonderte Angabe des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ist von Bedeutung, da sie Abschätzungen zukünftiger Ansprüche der Kapitalgeber gegenüber dem Konzern ermöglichen. Im angelaufenen Geschäftsjahr 2022 betrug der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit TEUR -648. Er wurde im Wesentlichen geprägt von Auszahlungen für Zinsen und Tilgungen von Darlehensverbindlichkeiten. 7.4 Finanzmittelbestand am Ende der Periode Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds entspricht den Zahlungsmitteln, welche in der Bilanz zum Bilanzstichtag als Posten des Kassenbestandes (TEUR 10) und aus Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 7.215) sind. 8 ERWIRTSCHAFTETES KONZERNEIGENKAPITAL Die Darstellung des Eigenkapitalspiegels erfolgt in Anlehnung an den Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 22 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Committee. Wir verweisen im Übrigen auf den Eigenkapitalveränderungsspiegel. 9 SONSTIGE ANGABEN 9.1 Haftungsverhältnisse Es bestehen zum 31. Dezember 2022 keine berichtspflichtigen Haftungsverhältnisse. 9.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestanden Bestellobligo in Höhe von TEUR 6.269. 9.3 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen
9.4 Gesellschaftsorgane Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2022 waren als Geschäftsführer bestellt und tätig:
9.5 Gesamtbezüge der aktiven Organmitglieder Auf Angaben zur Gesamtvergütung der Geschäftsführer wurde gemäß § 314 Abs. 3 HGB in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 9.6 Konzernzugehörigkeit Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen stellt die Silbitz Group Beteiligungs II GmbH, Silbitz, auf. 9.7 Angabe des Orts der Offenlegung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss 2022 wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. 9.8 Offenlegung § 264 Abs.3 HGB Das in den Konsolidierungskreis einbezogene Unternehmen Silbitz Group Torgelow GmbH nimmt die Befreiung von der Offenlegung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. 9.9 Bewertungseinheit nach § 254 HGB i.V.m. § 314 Abs. 1 Nr. 15 HGB Es lagen keine Sachverhalte, die zur Bildung von Bewertungseinheiten führen könnten, zum Bilanzstichtag vor. 9.10 Ergebnisverwendung Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2022 der Konzernmutter auf neue Rechnung vorzutragen. 9.11 Angabe nach § 314 Abs.1 Nr. 2 HGB Die SGT hat zum 1. November 2021 einen Forfaitierungsrahmenvertrag abgeschlossen, der den Verkauf bestimmter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Commerzbank AG beinhaltet. Die verkauften Forderungen sind durch Bankgarantien eines Großkunden besichert. Der Kaufpreis entspricht dem Barwert der Forderung einschließlich der auf sie entfallenden Umsatzsteuer zum Zeitpunkt der Zahlung des Kaufpreises. Die Laufzeit des Vertrags endet mit dem Ablauf des 30. September 2024. Der Gruppe hat im Juli 2022 einen Factoringvertrag abgeschlossen, hierbei werden gewisse Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an eine Factoringgesellschaft verkauft. Dabei gehen die Forderungsausfallrisiken auf die Factoringgesellschaft über, das Debitorenmanagement verbleibt demgegenüber in der Gruppe. 9.12 Angabe nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 178 gliedert sich in Honorare für folgende Leistungen:
Silbitz, den 9. August 2023 Silbitz Group Beteiligungs II GmbH, Silbitz Dr. Torsten Tiefel, Geschäftsführer Hans-Ulrich Boldau, Geschäftsführer Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Silbitz Group Beteiligungs II GmbH, Silbitz Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Silbitz Group Beteiligungs II GmbH, Silbitz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Silbitz Group Beteiligungs II GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die Geschäftsführung ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der Geschäftsführung für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 23. August 2023 KPMG
AG
Herr, Wirtschaftsprüfer Fuchsberger, Wirtschaftsprüfer |
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