Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 23406
Eingetragen
18.11.1997
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Werkzeugen und Kleineisenwaren
Gegenstand
Lagerhaltung von und Handel mit Edelstahl und Derivaten, insbesondere aus der Produktion der COGNE ACCIAI SPECIALI S.r.l., Aosta, Italien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Giulio Girivetto
seit 24.3.2025
Geschäftsführer
Jann Steen
seit 20.2.2025
Prokura
Geschäftsführer
Hartmut Grünow
seit 2.10.2023
Prokura
Bettina Bode
seit 2.10.2023
Prokura
Anna Eicker
seit 2.10.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Cogne Acciai Speciali S.p.a.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Cogne Acciai Speciali S.p.a.
3.328.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

COGNE EDELSTAHL GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die COGNE EDELSTAHL GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der COGNE EDELSTAHL GmbH, Neuss, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COGNE EDELSTAHL GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 6. Mai 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Zwirner, Wirtschaftsprüfer

Ellies, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 365,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 234.976,27 257.674,72
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 357.000,00 0,00
591.976,27 257.674,72
591.978,27 258.039,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 15.195.829,46 11.854.147,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.472.738,95 5.528.692,69
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 554.567,15 67.042,95
3. Sonstige Vermögensgegenstände 662.148,83 84.640,12
6.689.454,93 5.680.375,76
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.200.220,25 2.004.919,90
23.085.504,64 19.539.443,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.835,84 46.767,07
23.746.318,75 19.844.250,14

Passiva

31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.328.000,00 3.328.000,00
II. Kapitalrücklage 1.990.111,13 1.990.111,13
III. Gewinnvortrag 8.868.724,54 6.890.015,21
IV. Jahresüberschuss 809.258,44 1.978.709,33
14.996.094,11 14.186.835,67
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.394.465,89 2.869.651,94
2. Sonstige Rückstellungen 496.300,00 325.000,00
1.890.765,89 3.194.651,94
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 755.709,25 201.806,47
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.469.992,00 1.199.349,08
3. Sonstige Verbindlichkeiten 633.757,50 1.061.606,98
6.859.458,75 2.462.762,53
23.746.318,75 19.844.250,14

Gewinn- und Verlustrechnung für 2024

2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 64.247.544,72 79.770.401,99
2. Sonstige betriebliche Erträge 340.633,79 141.604,67
64.588.178,51 79.912.006,66
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -56.211.537,21 -70.473.698,96
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.059.806,01 -2.926.989,07
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -617.779,54 -630.282,03
davon für Altersversorgung EUR 65.311,21 (Vj. EUR 65.255,00)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -69.036,10 -64.072,59
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.424.614,76 -2.813.835,92
-63.382.773,62 -76.908.878,57
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.688,43 -4.884,05
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -386.485,39 -1.014.367,71
9. Ergebnis nach Steuern 812.231,07 1.983.876,33
10. Sonstige Steuern -2.972,63 -5.167,00
11. Jahresüberschuss 809.258,44 1.978.709,33

ANHANG

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss der COGNE EDELSTAHL GmbH wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2024 erfüllt die COGNE EDELSTAHL GmbH die Größenmerkmale für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB wurden angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. d. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Von den Aufstellungserleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 und der Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Fristigkeitsvermerke zu den Forderungen (§ 268 Abs. 4 HGB) und den Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. 5 HGB) sowie die Vermerke zu Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit werden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in den Anhang aufgenommen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) in Euro aufgestellt. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma COGNE EDELSTAHL GmbH mit Sitz in Neuss im Handelsregister des Amtsgerichts Neuss unter der Nr. HRB 23406 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, zum Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Festlegung der Nutzungsdauer erfolgt in Anlehnung an die amtlichen Abschreibungstabellen.

Das Sachanlagevermögen wird auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden ausschließlich auf der Basis tatsächlicher betrieblicher Gegebenheiten nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert unter EUR 800 werden nach § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips verlustfrei bewertet. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde mit einer pauschalen Wertberichtigung Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sämtliche Rückstellungen sind kurzfristig, daher ist keine Abzinsung erforderlich.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in einer Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen im Verbundbereich bestehen wie im Vorjahr gegenüber der Gesellschafterin und resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Position Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten beinhaltet in Höhe von TEUR 1.199 (Vj. TEUR 2.004) Guthaben bei Kreditinstituten und TEUR 1 (Vj. TEUR 1) Kassenbestand. Vom Guthaben bei Kreditinstituten sind wie im Vorjahr TEUR 35 (Vj. TEUR 35) als Kreditsicherheit verpfändet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 496 (Vj. TEUR 325) decken im Wesentlichen ausstehende Rechnungen und Bonusrückstellungen ab.

Verbindlichkeiten

Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 5.470 (Vj. TEUR 1.199), davon bestehen in Höhe von TEUR 2.511 (Vj. TEUR 345) solche gegenüber der Gesellschafterin und resultieren ausschließlich aus Warenlieferungen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf TEUR 2.959 (Vj. TEUR 854) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von TEUR 344 (Vj. TEUR 918) Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und TEUR 55 (Vj. TEUR 91) Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer, sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 235 (Vj TEUR 53), davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 3 (Vj. TEUR 2).

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Außerbilanzielle Geschäfte

Es gibt keine außerbilanziellen Geschäfte für das Geschäftsjahr 2024.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 1.448.

Diese betreffen insbesondere:

TEUR 1.038 bis zum 30. Juni 2030 für die Niederlassung Süd (Monatsmiete: TEUR 16),

TEUR 26 bis zum 30. April 2025 für die Verwaltung und Niederlassung West (Monatsmiete: TEUR 7),

TEUR 384 bis zum 31. Mai 2027 für die Niederlassung Nord (Monatsmiete: TEUR 13).

Konzernzugehörigkeit (kleinster und größter Kreis)

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien, welche den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Abschluss wird im Italian Business Register veröffentlicht.

Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen wird von der WALSIN LIHWA CORPORATION, Taipeh, Taiwan, erstellt. Der Konzernabschluss der WALSIN LIHWA CORPORATION wird im taiwanesischen Company Registration System veröffentlicht.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 38 Angestellte (Vj. 39) und eine Aushilfe (Vj. 1).

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr:

Eugenio Marzorati, Kaufmann, Novazzano, Schweiz, (Vorsitzender bis zur Abberufung am 19. Februar 2025), CEO COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien (Mitglied bis 19. Februar 2025),

Monica Pirovano, Kauffrau, Aosta, Italien (Vorsitzende ab 25. Februar 2025), Generaldirektorin COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien,

Emilio Giacomazzi, Chemiker, Genua, Italien, Verkaufsdirektor COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien (Mitglied bis 19. Februar 2025),

Andy Vuillermin, Ingenieur, Gignod, Italien, Sales Director, COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien (Mitglied ab 19. Februar 2025),

Alex Lagana, Kaufmann, Saint-Pierre, Italien, Finance & Control Director, COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien (Mitglied ab 19. Februar 2025).

Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr 2024 keine Vergütungen von der Gesellschaft.

Mitglieder der Geschäftsführung

Die COGNE EDELSTAHL GmbH wird bzw. wurde vertreten durch die Geschäftsführer:

Dipl.-Betriebswirt Bernd Peter Grotenburg, Meerbusch, hauptberuflicher CEO,

Ingenieur Roberto Marzorati, Novazzano, Schweiz, hauptberuflicher Vice President,

COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien (abberufen am 25. Februar 2025),

Dipl.-Ing. Ralf Schmitz, Kempen, hauptberuflicher CTO (abberufen am 30. Mai 2024),

Giulio Girivetto, Ingenieur, Gressoney-Saint-Jean (AO), Italien, hauptberuflicher Senior Sales Vice Director, COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien (berufen seit 25. Februar 2025).

Es erhielten im Geschäftsjahr 2024 nur zwei Geschäftsführer ein Gehalt. Es wird auf die Angabe der Organbezüge mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien, einbezogen wird.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024 keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Angaben zu Mindeststeuergesetzen

Im Geschäftsjahr 2024 hat sich kein Steueraufwand oder Steuerertrag aus dem nationalen Mindeststeuergesetz oder internationalen Mindeststeuergesetzen ergeben und es sind auch künftig keine Auswirkungen zu erwarten.

Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 (TEUR 809) sowie aus dem Gewinnvortrag TEUR 1.891 an die Alleingesellschafterin COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien, auszuschütten.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Neuss, 31. März 2025

COGNE EDELSTAHL GmbH

Geschäftsführung

gez. Bernd Peter Grotenburg

gez. Giulio Girivetto

Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 803,00 7.746,31 0,00 8.549,31
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 792.358,65 57.724,91 82.265,39 767.818,17
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 357.000,00 0,00 357.000,00
793.161,65 422.471,22 82.265,39 1.133.367,48
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 438,00 8.109,31 0,00 8.547,31
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 534.683,93 60.926,79 62.768,82 532.841,90
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
535.121,93 69.036,10 62.768,82 541.389,21
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,00 365,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 234.976,27 257.674,72
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 357.000,00 0,00
591.978,27 258.039,72

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

COGNE EDELSTAHL GmbH, Neuss

1. Grundlagen des Unternehmens

Die COGNE EDELSTAHL GmbH, Neuss (im Folgenden auch „CE“ genannt), ist die deutsche Vertriebsniederlassung des italienischen Edelstahl- und Nickelbasiswerkstoffherstellers COGNE ACCIAI SPECIALI S.p.A., Aosta, Italien (im Folgenden auch „CAS“ genannt). CE vertreibt deren Produkte im deutschsprachigen Raum mit Schwerpunkten in Deutschland, Österreich und BeNeLux. Mit den Vertriebsniederlassungen in Neuss, Rudersberg a. d. Murr und Stuhr bei Bremen, werden die jeweiligen Märkte über Werksgeschäfte (Back-to-Back) als auch über Lager in Rudersberg a. d. Murr und Stuhr bei Bremen versorgt. Ferner betreibt CE den Handel mit Stahl, Edelstahl und sonstigen Metallen, die nicht zum Produktionsportfolio der Muttergesellschaft gehören.

Die Hauptabnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, der Anlagen-, Apparate- und Maschinenbau, die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Medizintechnik und die Energie- und Bauwirtschaft sowie deren Zulieferer aus der stahl- und metallverarbeitenden Industrie.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft sieht sich in einer Phase ohnehin mäßiger Dynamik stark erhöhter wirtschaftspolitischer Unsicherheit gegenüber. Maßgeblich hierfür sind Handlungen und Ankündigungen der neuen US-Administration. Sie drohen zum einen den Welthandel empfindlich zu dämpfen und die eingespielten Wertschöpfungsketten zu stören, zum anderen haben sie das Potenzial, die Wirtschaft der Vereinigten Staaten zu destabilisieren. Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass zusätzliche Zölle auf Einfuhren in die Vereinigten Staaten in empfindlicher Höhe erhoben werden. Die Geldpolitik wird weniger stark gelockert als bisher angenommen. Gleichzeitig gehen von der Finanzpolitik allerdings größere Impulse aus, nicht zuletzt, weil die Rüstungsausgaben in vielen Ländern angesichts der veränderten geopolitischen Konstellation stark ausgeweitet werden. Alles in allem ist eine weiterhin sehr moderate Expansion der Weltwirtschaft zu erwarten. Während die Dynamik in den Vereinigten Staaten spürbar an Fahrt verliert und die Konjunktur in China angesichts der eingetrübten Perspektiven für die Exporte trotz der inzwischen deutlichen wirtschaftspolitischen Impulse nicht in Schwung kommt, dürfte sich die Wirtschaft in Europa leicht beleben. Alles in allem ist für 2025 mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - von 3,1 % zu rechnen.

(Quelle: Vgl. IfW Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 121 (03/2025))

Dynamik im Euroraum verhalten

Die Konjunktur im Euroraum bleibt verhalten. Nach dem recht kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 % im dritten Quartal hat sich die wirtschaftliche Expansion im Euroraum gegen Jahresende wieder auf 0,1 % verlangsamt. Dies liegt nicht nur am Fortfall der temporären Faktoren, die im dritten Quartal die gesamtwirtschaftliche Produktion erhöht haben. Auch die laufenden Indikatoren wie Industrieproduktion und Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern deuten auf eine wieder langsamere Gangart der Konjunktur hin. Für den weiteren Prognosezeitraum wird mit einer ebenfalls nur schwachen konjunkturellen Dynamik gerechnet.

Die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts dürfte sich im Prognosezeitraum nur leicht von 0,8 % im Jahr 2024 auf 0,9 % bzw. 1,1 % in den Jahren 2025 und 2026 erhöhen.

(Quelle: vgl. IfW Institut für Weltwirtschaft, Kiel, Kieler Konjunkturberichte, Nr. 119 (2024/Q4) und vgl. www.ec.europa.eu/eurostat/de/web/products-euro-indicators/w/2-30012025-ap)

Der Verlauf des Edelstahlmarktes im Jahr 2024

Bereits im Laufe des Jahres 2023 spürte man eine Abschwächung des konjunkturellen Umfeldes, was sich im ganzen Jahr 2024 bestätigte. Ersichtlich wurde das durch einen Rückgang der Tagesgeschäfte, eine verminderte Anzahl von Projektanfragen und ein erhöhter preislicher Wettbewerb verbunden mit einem starken Importwarenbezug aus insbesondere indischer Provenienz.

Unveränderte globale Herausforderungen und verkürzte Wiederbeschaffungszeiten bei europäischen Edelstahlwerken führten infolge zu weiter steigenden Vorräten bei Handel und Herstellern. Dies erhöht den Abverkaufsdruck und reduziert die Verkaufspreise.

Die Weltwirtschaft läuft unter dem Druck der vielschichtigen geopolitischen Belastungsfaktoren weiter ohne große Dynamik.

(Quelle: Vgl. Edelstahlhandelsvereinigung, Düsseldorf aus „Die Rohstoffnotiz Nr. 129-November 2024“)

Rohstoffpreisentwicklung weiter im Sinkflug

Ebenso wichtig für die Einschätzung des Edelstahlmarktes sind die Preisentwicklungen für Chrom, Nickel und Molybdän, die als Legierungsmittel für die Herstellung von rostfreien Stählen von grundlegender Bedeutung sind.

Der durchschnittliche Chrompreis betrug bis Ende 1. Halbjahr 2024 €/to 2.999 und war damit 186 €/to günstiger als im Vorjahr. Für das 2. Halbjahr 2024 sind keine einheitlichen Aufzeichnungen beim Chrompreis verfügbar.

Ebenso der Preis für Nickel: In 2024 kostete eine Tonne Nickel durchschnittlich €/to 15.545 und somit €/to 4.343 weniger als im Jahr 2023 bei einem Mittelwert von €/to 19.988.

Der durchschnittliche Molybdänpreis betrug im Laufe des Jahres 2024 €/to 46.470,- und war €/to 7.706 niedriger als im Jahr 2023 (€/to 54.176).

(Quelle: Vgl. Edelstahlhandelsvereinigung, Düsseldorf aus „Edelstahl-Markt: Aufbruch, Abbruch oder was?!“ anlässlich der Düsseldorfer Edelstahltage vom 19.-20.02.2025)

Geschäftsverlauf COGNE EDELSTAHL GmbH

Die COGNE EDELSTAHL GmbH hat das Jahr 2024 erneut mit einem Jahresüberschuss abgeschlossen. Die bereits in 2023 begonnene Abschwächung des konjunkturellen Umfelds hat sich auch in 2024 fortgesetzt. Durch intensivierte Vertriebs- und Marketinganstrengungen konnten wir einen deutlicheren Rückgang beim Absatz im Vergleich zu 2023 verhindern. Jedoch sind die Umsätze durch Preisrückgänge bei Rohstoffen und erhöhtem Wettbewerbsumfeld nicht auszugleichen.

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung das Geschäftsjahr 2024 als nicht zufriedenstellend.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Nach einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.979 im Vorjahr, wurde im Geschäftsjahr 2024 erneut ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 809 erzielt. Das prognostizierte Ergebnis von 1,0 bis 1,2 Mio. € wurde nicht erreicht.

Die Prognose des Vorjahres, die von Umsatzerlösen im Bereich von 65 bis zu 75,0 Mio. € bei Absatzmengen von 23.000 bis zu 25.000 to ausging, konnte wegen Nachfragerückgangs und fortgesetztem Rohstoffkostenverfall nicht erreicht werden. Der tatsächliche Umsatz reduzierte sich von T€ 79.770 auf T€ 64.248. Aus demselben Grund reduzierte sich die Absatzmengen von 21.449 to auf 20.146 to.

Analog zum Umsatz- und Absatzrückgang hat sich auch das Rohergebnis (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) um T€ 1.261 reduziert. Die Materialeinsatzquote hat sich um 0,9 %- Punkte auf 87,5 % reduziert. Die Personalaufwendungen sind aufgrund von Gehaltsanpassungen um T€ 120 auf T€ 3.678 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von T€ 2.814 um T€ 611 auf T€ 3.425 gestiegen, was im Wesentlichen auf Hochwasserschäden im Lager Rudersberg im Juni 2024 zurückzuführen ist und die Passivierung von Steuernachzahlungen aufgrund von Dreiecksgeschäften in den Vorjahren.

Unsere Bilanzsumme hat sich gegenüber Vorjahr um 3.902 T€ erhöht auf T€ 23.746. Durch die Anschaffung von Sägeautomaten am Standort Stuhr erhöhte sich das Anlagevermögen um T€ 334 auf T€ 592. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um T€ 3.546 auf T€ 23.086. Hier im Besonderen der Anstieg der Vorräte um T€ 3.342 auf T€ 15.196, was der Versorgungssicherheit eines Großauftrages geschuldet ist. Die Forderungen und sonstigen VG erhöhten sich um T€ 1.009 auf T€ 6.689, insbesondere aufgrund höherer Forderungen gegenüber Gruppenunternehmen sowie einer Forderung aus Körperschaftssteuer. Die liquiden Mittel reduzierten sich um T€ 805 auf 1.200 T€. Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit im Geschäftsjahr gegeben.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind von T€ 202 um T€ 554 auf T€ 756 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft CAS haben sich im auf T€ 2.510 um T€ 2.166 erhöht und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gruppenunternehmen um TEUR 2.105 auf TEUR 2.959. Der Anstieg resultiert aus dem Aufbau von Lagerbeständen sowie der Nutzung von längeren Zahlungszielen. Sonstige Verbindlichkeiten sind um T€ 775 auf T€ 1.837 gestiegen.

Das Eigenkapital beläuft sich bei einer Eigenkapitalquote von 63,2 % (Vj. 71,5 %) zum Stichtag auf T€ 14.996.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die deutsche Wirtschaft hat nicht nur mit hartnäckigem konjunkturellem Gegenwind zu kämpfen, sondern muss sich auch an die sich ändernden strukturellen Rahmenbedingungen anpassen. Dies betrifft insbesondere die Industrie und belastet ihre Exportgeschäfte und Investitionen. Auf die länger anhaltende Schwäche der Wirtschaftsaktivität reagiert mittlerweile auch der Arbeitsmarkt merklich. Dies dämpft den privaten Konsum. Vor diesem Hintergrund stagniert die deutsche Wirtschaft im laufenden Winterhalbjahr und beginnt sich erst im Verlauf des Jahres 2025 langsam zu erholen.

Die Exporte profitieren dann nach und nach von den wachsenden Absatzmärkten, wenn auch nicht mehr in dem früher üblichen Umfang.

Mit einiger Verzögerung legen auch die gewerblichen Investitionen wieder zu, dank steigender Auslastung und niedrigerer Finanzierungskosten. Der private Konsum steigt durchgängig an, er wird von dem sich vorübergehend abschwächenden Arbeitsmarkt und einem deutlich nachlassenden Lohnwachstum aber zunächst noch spürbar gebremst.

Das kalenderbereinigte reale BIP sinkt 2024 nochmals leicht um 0,2 % und wächst dann 2025 um 0,2 %, 2026 um 0,8 % und 2027 um 0,9 %. Damit wird der Wachstumsausblick gegenüber der Deutschland-Prognose vom Juni 2024 im gesamten Prognosezeitraum kräftig abwärtsrevidiert.

(Quelle: Vgl. Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2024, 76. Jahrgang, Nr. 12)

Eine zuverlässige Voraussage zur Entwicklung des vor uns liegenden Jahres ist aus vielerlei Gesichtspunkten nur bedingt möglich. Dennoch sehen wir auch für 2025 Chancen, in unserem Geschäftsfeld erfolgreich zu agieren.

Unsere wesentlichen Risiken sind mögliche Debitorenausfälle, das allgemeine Marktrisiko, die Entwicklung des Legierungszuschlags und das damit verbundene Bestandswertrisiko für unsere Vorräte.

Dem Debitorenausfallrisiko begegnen wir dadurch, dass wir unsere Kunden im Wesentlichen nur im Rahmen der mit unserer Kreditversicherung vereinbarten Linie beliefern. Ein Mahnwesen ist eingerichtet.

Dem Marktrisiko begegnen wir durch eine aktive Vertriebspolitik, was wir auch gleichzeitig als Chance betrachten. Darunter verstehen wir die Konzentration auf industrielle Segmente, die in das Produktportfolio der Muttergesellschaft passen. Wir stellen uns möglichst breit auf, um die konjunkturellen Risiken einzelner Branchen ausgleichen zu können.

Die Entwicklung der Legierungszuschläge lassen sich schwer prognostizieren. Als Bestandteil des Gesamtpreises haben sie einen Einfluss auf die Bestandswertentwicklung. Daher bemühen wir uns, das Lagerbestandsrisiko durch Planungs- und Controlling- Prozesse zu minimieren. Die Berücksichtigung der Wiederbeschaffungszeiten und die pünktliche Belieferung der Waren in unser Lager sind dafür eine Voraussetzung.

Die Gesellschaft verfügt über regelmäßige Planungs-, Controlling- und Berichterstattungsprozesse. Ziel ist es, mögliche Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit frühzeitig zu erkennen und zu steuern.

Die Gesellschaft handelt seit einigen Jahren mit Produkten, die nicht zum Produktportfolio der Muttergesellschaft gehören. Dieses Geschäftssegment verläuft positiv und hat sich als Bestandteil der Vertriebsstrategie etabliert.

Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung sehen wir keine Risiken für eine Bestandsgefährdung. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der CE gefährden könnten.

Erwartungen für 2025

Aufgrund der Bestelleingänge für 2025, den verfügbaren Kapazitäten im gesamten Stahlmarkt, insbesondere auch dem Segment Edelstahl, den Nachfrage-Aktivitäten unserer Kunden und den Prognosen der meisten Wirtschaftsinstitute für die nächsten Monate, gehen wir von einer Marktentwicklung aus, die sich hinsichtlich Absatz und Umsatz auf dem Niveau von 2024 bewegen wird. Da CE nicht in die USA exportiert, erwarten wir durch die jüngst eingeführten Importzölle der US-Administration keine direkten Auswirkungen auf unser Geschäft. Es ist auch fraglich, ob diese überhaupt von Dauer sind, wenn die EU in Kürze Importzölle auf US-Produkte einführt.

Wegen der genannten und zu erwartenden Marktumstände rechnen wir für 2025 mit einem Absatz von 22.000 bis 25.000 to, einem Umsatz von 65 bis 70 Mio. € und einem Jahresüberschuss von 1,0 bis 1,2 Mio. €.

 

Neuss, 31. März 2025

COGNE EDELSTAHL GmbH

- Geschäftsführung -

gez. Bernd Peter Grotenburg

gez. Giulio Girivetto

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