Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 514025
Vorher
Zellstoff Stendal Holz Service GmbHMercer Holz Nord GmbH
Eingetragen
5.8.2003
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Rohholz, Holzhalbwaren und Bauelementen aus HolzErbringung von Dienstleistungen für Forstwirtschaft und Holzeinschlag
Gegenstand
Ein- und Verkauf von Dienstleistungen und Waren im Bereich der Forst- und Holzwirtschaft, der Transport entsprechender Waren sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte, die geeignet sind, dem Geschäftszweck mittelbar oder unmittelbar zu dienen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Möser-Benz
seit 8.10.2025
Prokura
Carl-Philipp Petri
seit 14.7.2025
Prokura
Friedhelm Kunst
seit 20.2.2023
Prokura
Rolf Reiner Wunsch
seit 20.2.2023
Prokura
Martin Stöhr
seit 11.10.2022
Geschäftsführer
Markus Bechtle
seit 14.12.2017
Prokura
Jürgen Köhler
seit 29.11.2017
Prokura
Hagen Seidel
seit 29.11.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mercer Europe GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Mercer Europe GmbH
Germany
33.300 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mercer Holz GmbH

Rosenthal am Rennsteig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A Allgemein

Mit notariell beurkundeten Anteilskaufvertrag vom 19. Dezember 2023 haben die Mercer Stendal GmbH (EUR 25.000 bzw. 75,075%) und die Mercer Rosenthal GmbH (EUR 8.300 bzw. 24,925%) sämtliche Anteile an der Mercer Holz GmbH (MH) an die Mercer Europe GmbH (ME) veräußert. ME betreibt in Deutschland auch die Zellstoffwerke Mercer Stendal GmbH (MS) und die Mercer Rosenthal GmbH (MR) sowie die Sägewerke Mercer Timber Products GmbH (MTP) in Friesau und das Werk Mercer Torgau GmbH & Co. KG (MT). ME selbst gehört zum internationalen Mercer Konzern (Mercer International Inc., Seattle/USA). Diesem gehören u.a. weitere Werke in Kanada, den USA und Australien.

Die MH ist in diesem Konzernverbund für die Bereitstellung des Holzes, welches zur Zellstoffproduktion der MS und MR und zur Schnittholzproduktion der MTP und MT benötigt wird, zuständig. Hierbei erwirbt die MH das gesamte Holz im eigenen Namen und auf eigene Rechnung und handelt es an die holzverarbeitenden Einheiten weiter.

Jährlich werden von der MS rund 3,8 Mio. Festmeter (Fm) Holz benötigt. Dieser Holzbedarf wird mit ca. 75 % Rundholz und ca. 25 % Hackschnitzel gedeckt. Die MR hat einen Jahresbedarf von ca. 1,8 Mio. Fm, wobei dieser zu ca. 65% mit Hackschnitzeln und zu 35 % mit Rundholz gedeckt wird. Der Jahresbedarf der MTP liegt aktuell bei ca. 1,5 Mio. Fm Sägerundholz. Der Standort MT verarbeitet rund 1,1 Mio. Fm Sägeholzabschnitte unterschiedlicher Längen. Insgesamt werden ca. 8,2 Mio. FM Holz für die deutschen Werke bereitgestellt.

Die MH bedient sich bei der Holzbeschaffung u. a. einer eigenen Holzeinschlagsabteilung, die das auf dem Stock gekaufte Holz erntet. Von einer Gesamtjahresmenge von rund 520.000 Fm, die in 2023 auf dem Stock gekauft wurde, wurde ein Drittel durch die unternehmenseigene Holzeinschlagsabteilung geerntet. Die verbleibende Menge wurde von Dienstleistern aufgearbeitet. Die für die Zellstoffproduktion nicht vorgesehenen Hölzer, wie beispielsweise höherwertige Sägeholz-Abschnitte oder Laubholz, wurden entweder an die Konzerntochter MTP bzw. an Dritte vermarktet.

Die Logistik für die Holzbeschaffung der Werke liegt in den Händen der MH. Hierzu nutzt die MH neben eigenen LKW auch Subunternehmer sowie eine eigene Bahnlogistik. Es wurden spezielle Waggons langfristig gemietet, mit denen Rundholz in ganzen Zügen von über 100 Bahnhöfen angeliefert wird. Des Weiteren übernimmt die MH auch die Organisation des Holztransports per Schiff.

Die MH ist nach den Zertifizierungssystemen für nachhaltige Waldbewirtschaftung FSC (Forest Stewardship Council) und PEFC (Programme for Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifiziert.

B Markt- und Wettbewerbsumfeld

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2023 war geprägt durch - im weitesten Sinne - die Folgen des russischen Angriffskrieges. Das erste Quartal war noch von der Unsicherheit beeinflusst, ob die angelegten Gasvorräte über den Winter reichen würden. Die Preise für Ersatzbrennstoffe (Brennholz, Holzbriketts und Pellets) waren entsprechend hoch. Das ganze Jahr über haben die gestiegenen Zinsen und die hohe Inflation bei Verbrauchern für Verunsicherung gesorgt. Insbesondere im Hausbau ist der Auftragseingang dramatisch eingebrochen. Die Bauwirtschaft ist im Jahr 2023 nur deshalb einigermaßen durchgekommen, weil sie vom Auftragsbestand aus dem Vorjahr profitiert hat.

Dem Rohbau nachgelagerte Gewerke haben mit Zeitverzögerung darauf reagiert. So sind Fußböden aus Holzwerkstoffen bzw. Parkett und zwischenzeitlich auch Möbel zeitversetzt weniger nachgefragt worden.

In der zweiten Jahreshälfte haben sich auch die Energiemärkte abwärts bewegt, insbesondere zum Ende des Jahres sanken die Marktpreise für Pellets und sonstige Brennstoffe aus Holz.

Auf der Angebotsseite für Rohholz war das Jahr 2023 wie auch die Jahre zuvor durch Trockenheit geprägt, wodurch erneut Kalamitätsholz auf den Markt gekommen ist. Die Einschnittleistung der Sägewerke lag deshalb nach unserer Einschätzung unter dem Niveau der Vorjahre. Die Verfügbarkeit von Sägenebenprodukten, die in Form von Hackschnitzeln auch für die Zellstoffproduktion geeignet sind, war dennoch im Geschäftsjahr ausreichend.

Die logistische Situation war im Jahr 2023 unkritisch. Sonderregelungen hinsichtlich höherer zulässiger Ausladung einiger Bundesländer haben den Abfluss von Holz aus Kalamitätsgebieten unterstützt.

Die laufende Produktion von MS, MR, MT und MTP konnte über das ganze Jahr hinweg durch ausreichende Holzlieferungen abgesichert werden.

C Geschäftsverlauf und Lage der MH

1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 21.865 auf TEUR 66.639 gesunken. Auf der Aktivseite blieb das Sachanlagevermögen mit TEUR 9.877 fast unverändert zum Vorjahr TEUR 9.779. Planmäßigen Abschreibungen (TEUR 2.276) standen Zugänge im Anlagevermögen von TEUR 2.830 TEUR gegenüber. Innerhalb des kurzfristig gebundenen Vermögens reduzierte sich das Vorratsvermögen preis- und mengenbedingt um TEUR 14.350 auf TEUR 35.225. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um TEUR 7.600 auf TEUR 21.278. Die flüssigen Mittel betragen TEUR 22 (Vorjahr TEUR 16).

Auf der Passivseite ist das bilanzielle Eigenkapital durch den Jahresüberschuss von TEUR 1.307 auf TEUR 18.140 (Vorjahr TEUR 16.833) gestiegen. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 27,2 % (Vorjahr 19,0 %). Die Rückstellungen sind vor allem aufgrund des Bestandsrückganges und dem daraus resultierenden Rückgang der Rückstellungen für Holzlieferungen zum Jahresende auf TEUR 11.754 (Vorjahr TEUR 19.275) gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken ebenfalls auf TEUR 17.194 (Vorjahr TEUR 26.670). Die geminderten Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf den Preisrückgang im letzten Geschäftsjahr für Rundholz und Hackschnitzel zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gingen auf TEUR 2.925 (Vorjahr TEUR 4.919) zurück. Nur die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich auf TEUR 1.581 (Vorjahr TEUR 726) aufgrund einer gestiegenen Umsatzsteuerzahllast.

2 Finanzlage/Liquidität

Seit September 2022 besteht eine gemeinsame Kreditlinie "Revolving Facility" in Höhe von EUR 300,0 Mio. Mit der Vereinbarung vom 22. März 2023 und gemäß "Increase Certificate" vom 18. September 2023 wurde die Kreditlinie auf insgesamt EUR 370,1 Mio. erhöht. Die Gesellschaften MS, MR, MTP, MT, MH, ME, Mercer Stendal Logistik GmbH sowie Mercer Timber Products Stendal GmbH haften gesamtschuldnerisch.

Unter dem vorgenannten Vertrag stehen den Kreditnehmern Ancillary Facilities in Höhe von maximal EUR 50,0 Mio. in Anrechnung auf die "Revolving Facilitiy" Gesamtlinie zur wahlweisen Ausnutzung als Kontokorrent bzw. Avalkredit zur Verfügung. Die MH hat die Gesamtlinie zum Bilanzstichtag im Rahmen von Avalkrediten von EUR 10 Mio. in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurde zum Bilanzstichtag die Kreditlinie mit EUR 15 Mio. (Vorjahr EUR 20 Mio.) gezogen. Diese werden als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Darin sind Zinsverbindlichkeiten von TEUR 45 (Vorjahr TEUR 81) enthalten.

Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr ein bestehender Avalkredit in Höhe von PLN 31,2 Mio. bis zum 15. Februar 2025 verlängert.

Der seit dem 1. März 2019 bestehende Cash-Pooling-Vertrag der deutschen Mercer Gruppe hatte im Geschäftsjahr 2023 weiterhin Bestand. Der Liquiditätsbedarf der MH kann so jederzeit unkompliziert und in vorhersehbarer Weise gedeckt werden. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 eine Forderung aus dem Cash-Pooling gegen verbundene Unternehmen von TEUR 1.057 (Vorjahr Verbindlichkeit TEUR 1.374) aus.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 8.205 (Vorjahr Mittelabfluss: TEUR 2.967) ist unter anderen auf die Abnahme von Vorräten (TEUR 14.350), Forderungen (TEUR 8.603), Verbindlichkeiten (TEUR 11.495) und Rückstellungen (TEUR 9.551) zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von TEUR 1.579 reduzierte sich zum Vorjahr (TEUR 4.968). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 6.920 (Vorjahr Mittelzufluss: TEUR 13.292) ist durch die Rückzahlung von EUR 5 Mio. der gezogenen Kreditlinie gegenüber dem Vorjahr begründet.

Die Gesellschaft erzielte durchgängig positive operative Cashflows. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Alle Zahlungen konnten fristgerecht und unter Ausnutzung von Skonto ausgeführt werden.

3 Ertragslage

Die Versorgung der Werke MS, MR, MT und MTP prägt die Ertragslage der MH auch in 2023. Die Liefermengen an MR und MTP sind im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert geblieben. Hingegen ist die Liefermenge an die MS geplant um 12% gestiegen. Trotz der Reparaturarbeiten an den Förderbandanlagen der MS infolge des Brandschadens aus 2022 konnte die Produktion auf einen neuen Rekordwert gesteigert werden. MT wurde in 2023 erstmals das ganze Jahr über mit Holz beliefert, wodurch die Liefermenge um 127% zum Vorjahr anstieg. Die Belieferung an nicht verbundene Unternehmen ist gegenüber dem Vorjahr um 39% zurückgegangen.

Die Umsatzerlöse stiegen nunmehr das vierte Jahr in Folge auf TEUR 590.148 (Vorjahr TEUR 542.657). Begründet wird dies durch die gestiegenen Lieferungen an die vier deutschen Mercer Werke. Die im Vorjahr prognostizierte deutliche Umsatzsteigerung ist dementsprechend eingetreten. Den gestiegenen Umsatzerlösen stehen gestiegene Materialaufwendungen von TEUR 451.954 (Vorjahr TEUR 418.855) gegenüber. Die Materialaufwandsquote ist mit 76% (Vorjahr 77%) weitestgehend unverändert geblieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 109.046 auf TEUR 123.812 gestiegen, da insbesondere die Aufwendungen für Frachten mengenbedingt gestiegen sind.

Die MH erzielte im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 1.307 (Vorjahr TEUR 2.929), welcher leicht unter dem geplanten Niveau liegt, sodass das im Vorjahr prognostizierte gleichbleibende Ergebnis nicht erreicht wurde. Der Rückgang des Jahresüberschusses ist auf den Rückgang des Umsatzes mit nicht verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Die Kooperationsverträge im Holzeinkauf mit den verbundenen Unternehmen regeln, dass die Holzkosten sowie damit verbundene Transport- und Personalkosten mit der "Cost plus" Methode an die Werke weiterberechnet werden. Dadurch ergeben sich für die MH sicher planbare Margen im Konzerngeschäft.

4 Umsatz und Auftragsabwicklung

Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 41.024 (Vorjahr TEUR 61.922) auf nicht verbundene Unternehmen. Der Rückgang der Umsatzerlöse mit Dritten um ein Drittel trifft unsere Erwartungen für das Jahr 2023. Der hohe Umsatz mit Dritten im Jahr 2022 ist auf den Brand bei MS zurückzuführen.

Die Auftragslage und die Auslastung der Ressourcen der MH waren wie im Vorjahr stabil.

Aufgrund der nach wie vor hohen Holzpreise liegt die Umsatzentwicklung des Geschäftsjahres 2024 weiterhin auf einem hohen Niveau. Für das Jahr 2024 gehen wir von einem weiterhin stabilen Angebot an Rohholz aus und erwarten eine Nachfrage auf ähnlichem Niveau.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Ausführungen gehen wir von weiterhin leicht steigenden Lieferungen an die Werke der Mercer Gruppe sowie gleichbleibenden Mengen an Drittkunden aus und erwarten daher einen günstigen Geschäftsverlauf.

5 Beschaffung

Die MH kauft Rundholz und Hackschnitzel ein und sichert mit einer bedarfsgerechten Rohstofflieferung die kontinuierliche Zellstoffproduktion der beiden Zellstoffwerke MS und MR. Darüber hinaus sichert sie die kontinuierliche Schnittholzproduktion der MTP sowie die kontinuierliche Produktion von Schnittholz, Paletten und Brennstoff der MT. Zur Herstellung von Zellstoff wird Industrieholz benötigt, das als Koppelprodukt beim Holzeinschlag oder bei der Durchforstung des Waldes anfällt.

Zur Herstellung von Schnittholz wird Sägerundholz benötigt, das als Produkt beim Holzeinschlag oder bei der Durchforstung des Waldes anfällt. Der überwiegende Teil des Rundholzes wird durch MH direkt vom Waldbesitzer an der Waldstraße gekauft. Durch den direkten Einkauf werden regionale Mengenänderungen zeitnah registriert und entsprechend für die weitere Einkaufsplanung berücksichtigt.

Die MH hat im Jahr 2023 Holz auf dem vergleichsweise niedrigen Niveau des Vorjahres importiert. Hierbei wurden insbesondere von langjährigen Lieferbeziehungen Kontaktmengen bezogen und bestehende Logistikketten erhalten. Importbeschaffungsraum sind grundsätzlich Nord- und Ostseeanrainerstaaten, aus denen überwiegend Rundholz bezogen wird. Auf diese Art und Weise können üblicherweise Schwankungen im Rohstoffangebot in Deutschland wirkungsvoll ausgeglichen werden, was jedoch in großen Teilen in 2023 nicht erforderlich war.

Die Hackschnitzel - ein Nebenprodukt der Sägeindustrie bei der Produktion von Schnittholz - wurden sowohl von den eigenen Sägewerken MT und MTP als auch von einer Vielzahl von Sägewerken überwiegend in Deutschland eingekauft und mittels Bahn oder LKW zur MS und MR transportiert.

6 Personal- und Sozialbereich

Firmensitz der MH ist der Standort Rosenthal am Rennsteig mit einer Niederlassung am Standort in Arneburg. Somit sind die meisten Innendienstmitarbeiter an diesen beiden Standorten tätig.

Zum 01. Februar 2023 wurden im Zuge eines Teil-Betriebsübergangs nach § 613a BGB insgesamt 16 Mitarbeiter, davon 5 Innendienstmitarbeiter, von der MT übernommen. Diese 5 Mitarbeiter arbeiten weiterhin von ihren bisherigen Arbeitsorten Limbach und Torgau aus, wofür die MH jeweils unselbständige Betriebsstätten bei den zuständigen Behörden für Limbach und Torgau angemeldet hat.

An allen Standorten zusammen waren im Jahr 2023 durchschnittlich 198 Mitarbeiter beschäftigt, was einem Anstieg um 14 Mitarbeiter gegenüber dem Durchschnitt des Vorjahres entspricht. Der Personalaufwand betrug TEUR 11.681 (Vorjahr TEUR 10.822).

7 Investitionen

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von TEUR 2.830 (Vorjahr TEUR 5.477) getätigt. Im Wesentlichen wurden Fahrzeuge aus dem LKW-Fuhrpark und der Holzernte in Höhe von TEUR 2.348 ersetzt. Darüber hinaus wurde in das neue ERP-System S/4HANA mit TEUR 213 investiert.

D Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Geschäftsentwicklung der MH im kommenden Geschäftsjahr unterliegt Chancen und Risiken, welche die Ertrags- und Finanzlage positiv wie auch negativ beeinflussen können. Die Geschäftsleitung beurteilt und beobachtet die Risiken kontinuierlich anhand des integrierten Managementsystems (IMS). Dies beinhaltet ein internes Kontrollsystem in Verbindung mit Sarbanes-Oxley Act (SOX), ein Sicherheitsmanagement inklusive Arbeitssicherheit und ein Compliance-Managementsystem (CMS). Im Bedarfsfall leitet sie geeignete Maßnahmen ein, um die Risiken im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage einerseits und die Wahrscheinlichkeit ihres Eintrittes andererseits zu vermeiden oder zumindest zu begrenzen.

Es bestehen im Wesentlichen Chancen und Risiken der folgenden Art:

Abhängigkeit von wenigen Hauptkunden

 

Die Fokussierung der MH auf die Holzbelieferung der MS, MR, MT und MTP stellt eine deutliche Abhängigkeit der MH gegenüber diesen Gesellschaften dar (ca. 93% des Umsatzes macht die MH mit der MS, MR, MT und MTP). Andererseits garantieren die Kooperationsverträge im Holzeinkauf mit den Werken einen in entsprechendem Umfang gesicherten Umsatz der MH. Nachdem die Holzkosten mit der "Cost plus" Methode weiterberechnet werden, ergeben sich für die MH sicher planbare Margen bzw. Deckungsbeiträge.

 

Darüber hinaus bestehen zu zahlreichen Kunden außerhalb der Mercer Gruppe langjährige Lieferbeziehungen, oft in beide Richtungen, die im Bedarfsfall erheblich gesteigert werden können.

 

Die konjunkturelle Entwicklung allgemein hat einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage nach Holz. Eine Verschlechterung des konjunkturellen Umfeldes könnte das Marktvolumen an Schnittholz, Holzpalette, Zellstoff, sowie anderer holzbasierter Produkte und damit auch den Holzbedarf reduzieren. Diese Entwicklung würde zu einem erhöhten Druck auf die Einkaufspreise führen. Eine konjunkturelle Belebung hingegen führt im Allgemeinen zu einer steigenden Nachfrage nach Holzprodukten und somit vornehmlich zu einer guten Auftragslage für die deutsche holzverbrauchende Industrie und impliziert steigende Einkaufspreise für Holz.

Marktrisiken

 

Für 2024 haben wir die Erwartung, dass einerseits aufgrund der gestiegenen Zinsen und Baupreise die Nachfrage nach Holzprodukten im europäischen Wirtschaftsraum gedämpft werden dürfte, andererseits wird der Anteil von Holz in der Verwendung am Bau weiter steigen. Da sich beide Effekte in etwa ausgleichen dürften, erwarten wir eine stabile Nachfrage nach Sägeholz. Auf den internationalen Märkten gehen wir aktuell von einem sehr uneinheitlichen Bild aus. Neben aufnahmefähigen Märkten, z.B. China für Zellstoff und USA für Schnittholz, erwarten wir in anderen Regionen eine schwache bzw. zumindest volatile Nachfrage. Insgesamt gehen wir für 2024 von einer ungefähr gleichbleibenden Nachfrage nach dem Rohstoff Holz in Deutschland aus.

 

Auf der Angebotsseite erwarten wir ebenfalls ein gleichbleibendes Volumen, da wir auch für 2024 ein erhöhtes Aufkommen an Hölzern in den vom Käfer stark betroffenen Regionen in Thüringen sowie Unter- bzw. Oberfranken erwarten. Frisches Sägerundholz war zuletzt auf einem erhöhten Niveau im Preis stabil geblieben. Nach Einschätzung der meisten Marktanalysten hatten sich die Säger zuletzt aufgrund der gedämpften Konjunkturaussichten nur kurzfristig bevorratet.

 

Der Holzverbrauch der Holzwerkstoffindustrie als größter Wettbewerber wird in 2024 insgesamt als gleichbleibend auf dem zuletzt im 3. und 4. Quartal 2023 erreichten Niveau von ca. 70 % der maximalen Kapazität eingeschätzt. Nach wie vor hat diese Branche mit geringerer Nachfrage aufgrund der Inflation zu kämpfen. Wir erwarten eine Fortsetzung dieser Entwicklung wenigstens für die erste Hälfte des Jahres 2024.

 

Die Förderung erneuerbarer Energien hat dazu geführt, dass der Anteil an Holz in der Energieerzeugung über die letzten Jahre immer weiter gestiegen ist. Im Zuge des Krieges in der Ukraine hat auch Holz zumindest vorübergehend eine enorme Preissteigerung erfahren. Grund waren Bestellungen aus Angst keinen Brennstoff für den Winter 2022/2023 mehr zu bekommen. Nachdem dieser Nachfrageeffekt im Q2 2023 abebbte, fielen die Preise für alle Energieholzsortimente kontinuierlich. Dieser Effekt hat bis zum Beginn des Jahres 2024 angehalten. Wir erwarten, dass sich im Laufe des ersten Halbjahres 2024 der Boden bei den Preisen einstellen wird und wir im zweiten Halbjahr 2024 einen ausgeglichenen Markt sehen werden.

 

Mittelfristig besteht ein Risiko darin, dass der Verbrauch von Energieholz, insbesondere Holzpellets, in den kommenden Jahren ansteigt, da die Vorschriften zum Ersatz von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizungen noch immer Holz als nachhaltigen und klimaneutralen Brennstoff ansehen. Diese Einordnung ist allerdings gerade innerhalb der EU Kommission wie auch in der deutschen Politik auf dem Prüfstand. Insofern ist die Vorhersage über zukünftige Verbräuche auch aufgrund mangelnder Transparenz durch die Abhängigkeit von verschiedenen Subventions- bzw. Anreizsystemen (Stichwort CO2 Zertifikate) schwer vorhersehbar.

Personalchancen und -risiken

 

Der Erfolg einer Organisation wie der MH hängt maßgeblich von der Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter ab. Das Unternehmen wird weiterhin um die Bindung guter und vor allem erfahrener Mitarbeiter in Zentralfunktionen bemüht sein und zugleich die Sicherung der Nachfolge auf Basis interner Weiterbildung von Potenzialträgern betreiben.

 

Auf diese Art und Weise stellen wir sicher, dass die Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden werden und ein Verlust an Know-how mit potentiell negativen Auswirkungen für das Unternehmen verhindert wird. Weiterhin wird sich die MH in Zukunft verstärkt um die Einstellung von Frauen bemühen.

 

Bei der Akquise setzt die MH verstärkt auf Kommunikation in den Sozialen Medien.

Beschaffungsmarkt

 

Auf den Beschaffungsmärkten stellen wir uns dem anhaltenden starken Wettbewerb um Holz. Grundsätzlich werden saisonale Marktschwankungen regional bzw. differenziert nach Sortimenten über einen großen Beschaffungsradius abgefangen.

 

Die Vorräte an Holz im Wald wurden im Laufe des Jahres 2023 deutlich abgesenkt und bewegten sich zum Jahreswechsel 2023/2024 auf einem für die Lieferfähigkeit an die Kunden der MH ausreichenden Niveau. Die Lieferfähigkeit war während des gesamten Jahres 2023 gesichert. Es werden darüber hinaus auch weiterhin keine Hindernisse in der Versorgung der Werke erwartet.

 

Das latente Risiko des Ausfalls von Hackschnitzellieferanten wurde auch in 2023 durch marktkonformes Verhalten und durch den Ausbau der langfristigen Lieferbeziehungen reduziert. Die deutschen Sägewerke müssen sich, wie ihre ausländischen Kollegen, mit ihren Fertigprodukten an internationalen Märkten behaupten, wohingegen die Kosten der Rohstoffbeschaffung für deutsche Sägewerke hauptsächlich dem deutschen Holzmarkt unterworfen sind. Die Situation für deutsche Sägewerke in 2024 wird auch weiterhin als international wettbewerbsfähig eingeschätzt.

Logistik

 

Die Entwicklungen im Logistiksektor können Risiken für das Geschäft der MH bedeuten. Im LKW Bereich ist vor allem mittel- und langfristig die Verfügbarkeit von geeignetem Fahrpersonal und auch die aktuelle Diskussion und Bepreisung von CO2-Emissionen als Herausforderung zu sehen. Das Einpreisen von CO2-Emissionen führt zu einer Verteuerung des LKW-Transports, was grundsätzlich die Frachtkosten zu den Werken verteuern wird. Im Bereich der Bahnfrachten wirken sich die Schließungen von Strecken der vergangenen Jahre, die zu geringe Investitionstätigkeiten in das Eisenbahnnetz und auch die Verfügbarkeit von ausgebildeten Bahnpersonal negativ aus.

 

Frühzeitig hat sich die MH entschieden, in den Bereich Bahnlogistik zu investieren, um so mögliche Risiken auf der LKW-Seite auszugleichen. So verfügt MH inzwischen über eine langfristig angemietete Flotte an Waggons, die nach Vorgaben der MH, optimiert für die Sortimente der Kunden von MH, gebaut und im Ganzzugverkehr betrieben wird. Im Bereich LKW betreibt die MH eigene Fuhrparke, mit der ein Anteil von ca. 20 % der transportierenden Menge mit eigenen Fahrzeugen und Fahrern bewegt wird. Im Laufe des Jahres 2024 ist darüber hinaus vorgesehen, den von der MT betriebenen Rundholzfuhrpark in einer Größenordnung von ca. 40 Fahrzeugen und 50 Fahrern in die MH zu integrieren. Nach Vollzug dieser Maßnahme wird sich auch in Zukunft der Anteil an eigenen Transportkapazität bei einem Anteil von 20 -25 % bewegen.

 

Die MH bemüht sich unter anderem, über ein attraktives Angebot aus modernen und zuverlässigen Fahrzeugen, attraktiven und sicheren Arbeitsbedingungen sowie wettbewerbsfähige Bezahlung, ein fahrerfreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen. Durch das eigene Know-how in diesem Bereich werden wir als kompetenter Partner im Wettbewerb wahrgenommen und haben bisher keine Unterdeckung an Frachtkapazität erfahren müssen.

Unsicherheiten in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine

 

Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine könnte sich die bereits in 2022 und 2023 zu beobachtende Volatilität in der Nachfrage nach Energieholz noch einmal wiederholen. Durch die Regulierung des Strommarktes scheint zumindest die ungebremste Zahlungsbereitschaft der Energieerzeuger eingebremst worden zu sein.

 

Schwer zu prognostizieren ist, wie die privaten Haushalte Energieholz in verschiedenster Form nachfragen werden. Es liegen hier keine aktuellen Daten zu Vorräten, Veränderungen der Vorräte bzw. Verbrauch vor.

IT-Risiken und Cybersicherheit

 

Die Geschäftsführung fördert das Bewusstsein für Cybersicherheit im gesamten Unternehmen. Dadurch können potenzielle Schwachstellen minimiert werden. Verantwortliche Mitarbeiter erhalten regelmäßig Weiterbildungen. Diese Schulungen helfen ihnen dabei, das Wissen über aktuelle Bedrohungen auf dem neuesten Stand zu halten und angemessene Gegenmaßnahmen einzuleiten. Jeder Nutzer im Unternehmen kann ein potenzielles Einfallstor sein - sei es durch unachtsames Klicken auf Phishing-E-Mails oder unsicheres Verhalten im Umgang mit sensiblen Daten. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass jeder Mitarbeitende über die Risiken Bescheid weiß und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreift. Durch regelmäßige Schulungen und Sensibilisierungskampagnen wird dies sichergestellt.

Unter den beschriebenen Chancen und Risiken sehen wir die Markt- und Logistikrisiken auf der Beschaffungsseite sowie die Konzentration auf mehrere Hauptkunden auf der Absatzseite als die wesentlichen Risiken und Chancen an. Die Entwicklung dieser Einflussfaktoren kann das Ergebnis des Folgejahres deutlich beeinflussen, sowohl in positiver wie auch in negativer Hinsicht. Insgesamt schätzt die MH die Chancen und Risiken als ausgeglichen ein. Bestandsgefährdende Risiken werden aktuell nicht gesehen.

E Voraussichtliche Entwicklung

Die durch die MH einzukaufende und logistisch zu bewegende Menge wird sich durch zu erwartende leichte Produktionssteigerungen der MS, MR, MT und MTP im Zuge der kontinuierlichen Verbesserung leicht erhöhen.

Im Durchschnitt erwarten wir ein ähnliches Preisniveau im Jahre 2024 für den Rohstoff zur Zellstoffproduktion, wie er sich im Durchschnitt des Jahres 2023 eingestellt hat.

Im Vergleich zum Jahr 2023 ist davon auszugehen, dass sich die durchschnittlichen Sägerundholzpreise in 2024 bezogen auf den Jahresdurchschnitt etwa auf dem vergleichbaren Niveau einfinden werden.

Die MH wird sich zudem weiterhin um das Drittgeschäft bemühen, allerdings sind hier keine wesentlichen Mengenänderungen geplant.

In Summe ist von einer leichten Umsatzsteigerung auszugehen. Insgesamt erwarten wir ein gleichbleibendes, positives Jahresergebnis.

 

Rosenthal am Rennsteig, 25. März 2024

Martin Stöhr
Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.725,51 39.645,78
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 914.927,00 914.927,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.792.535,36 7.861.477,29
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 749.885,83 556.659,14
  9.457.348,19 9.333.063,43
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 142.821,94 142.821,94
2. Beteiligungen 263.466,33 263.466,33
  406.288,27 406.288,27
  9.877.361,97 9.778.997,48
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Leistungen 141.530,00 237.050,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 34.588.638,88 47.531.158,99
3. Geleistete Anzahlungen 495.239,90 1.807.590,00
35.225.408,78 49.575.798,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.130.372,61 3.825.735,29
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.348.923,98 17.868.390,26
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 539.232,63 2.198.166,68
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.259.822,54 4.985.652,39
  21.278.351,76 28.877.944,62
III. Guthaben bei Kreditinstituten 21.786,97 15.962,03
  56.525.547,51 78.469.705,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 235.952,22 255.344,69
  66.638.861,70 88.504.047,81

Passiva

  31.12.2023 31.12.2022
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 33.300,00 33.300,00
II. Kapitalrücklage 9.966.700,00 9.966.700,00
III. Gewinnvortrag 6.832.677,08 3.903.537,98
IV. Jahresüberschuss 1.307.005,21 2.929.139,10
  18.139.682,29 16.832.677,08
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 277.672,36 942.295,92
2. Sonstige Rückstellungen 11.476.212,95 18.333.111,96
  11.753.885,31 19.275.407,88
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.044.753,79 20.081.442,03
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.194.241,68 26.670.086,31
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.925.364,49 4.918.595,20
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.580.934,14 725.839,31
  36.745.294,10 52.395.962,85
  66.638.861,70 88.504.047,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

  2023 2022
 
1. Umsatzerlöse 590.148.320,52 542.656.908,14
2. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 1.662.211,04 2.679.118,47
3. Aktivierte Eigenleistungen 45.765,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.248.711,41 602.152,65
  593.105.007,97 545.938.179,26
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 451.099.642,35 417.181.534,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 854.395,78 1.673.504,52
  451.954.038,13 418.855.039,36
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 9.596.343,53 8.955.020,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.084.952,98 1.866.726,39
  11.681.296,51 10.821.746,47
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.276.174,39 1.976.667,44
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 123.812.159,47 109.045.717,86
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 138.710,40 41.582,05
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.497.286,04 1.070.289,91
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 644.477,91 1.215.993,19
12. Ergebnis nach Steuern 1.378.285,92 2.994.307,08
13. Sonstige Steuern 71.280,71 65.167,98
14. Jahresüberschuss 1.307.005,21 2.929.139,10

Mercer Holz GmbH,
Rosenthal am Rennsteig
HRB 514025, Registergericht Jena

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Mercer Holz GmbH, Rosenthal am Rennsteig, im Folgenden "MH" genannt, wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die MH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG).

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 2 und 13 Jahren. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu je EUR 250,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort aufwandswirksam erfasst. Die im Geschäftsjahr angeschafften Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten zwar EUR 250,00, aber nicht EUR 1.000,00 übersteigen, werden in einem Sammelposten erfasst, der im Jahr der Bildung und den vier folgenden Jahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, welche die direkten Material-, Fertigungs- und Sondereinzelkosten umfassen. Dabei wird das Niederstwertprinzip berücksichtigt.

Die Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Dabei wird ebenfalls das Niederstwertprinzip berücksichtigt.

Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich vorgenommener Einzelwertberichtigungen angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie werden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung in Euro

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Ersterfassung erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, wobei bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr noch nicht realisierte Kursgewinne nicht berücksichtigt werden.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Währung Beteiligung
%
Eigenkapital
in EUR
Jahresergebnis
in EUR
wood2M GmbH, Rosenthal am Rennsteig EUR 50 150.741,03 29.065,18
PLWD sp. z o.o., Świecie, Polen EUR 26 * *

* Gemäß §286 Abs. 3 HGB unterbleibt die Angabe zum Eigenkapital und Jahresergebnis.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Davon mit einer Restlaufzeit
(Vorjahreszahlen in Klammern) von bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr Gesamt
31.12.2023
EUR   EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.130.372,61 0,00 1.130.372,61
(3.825.735,29) 0,00 (3.825.735,29)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.348.923,98 0,00 18.348.923,98
(17.868.390,26) 0,00 (17.868.390,26)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 539.232,63 539.232,63
(1.698.252,14) (499.914,54) (2.198.166,68)
Sonstige Vermögensgegenstände 780.344,92 479.477,62 1.259.822,54
(4.448.641,55) (537.010,84) (4.985.652,39)
Summe Forderungen 20.259.641,51   1.018.710,25 21.278.351,76
(27.841.019,24)   (1.036.925,38) (28.877.944,62)
Mitzugehörigkeit zu anderen Posten
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.291.740,43 16.494.744,93
(davon gegen Gesellschafter) (53.103,67) (11.849.675,96)
Forderungen aus Cashpooling 1.057.183,55 1.373.645,33
(davon gegen Gesellschafter) (1.057.183,55) (1.373.645,33)
18.348.923,98 17.868.390,26
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 1.696.150,57
Forderungen aus Cashpooling 539.232,63 502.016,11
539.232,63 2.198.166,68

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteueransprüche enthalten, die rechtlich erst nach dem 31. Dezember 2023 entstanden sind.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 33.300 und wird zu 100,00 % von der neuen Gesellschafterin Mercer Europe GmbH, Rosenthal am Rennsteig, gehalten. Mit notariell beurkundetem Anteilskaufvertrag vom 19. Dezember 2023 haben die Mercer Stendal GmbH (EUR 25.000 bzw. 75,075%) und die Mercer Rosenthal GmbH (EUR 8.300 bzw. 24,925%) sämtliche Anteile an der Mercer Holz GmbH an die Mercer Europe GmbH veräußert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen TEUR 10.800 (Vorjahr TEUR 17.751) sowie den Personalbereich TEUR 674 (Vorjahr TEUR 580).

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
(Vorjahreszahlen in Klammern) von bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf Jahren Gesamt
31.12.2023
EUR   EUR   EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber 15.044.753,79   0,00   0,00 15.044.753,79
Kreditinstituten (20.081.442,03)   (0,00)   (0,00) (20.081.442,03)
Verbindlichkeiten aus 17.194.241,68   0,00   0,00 17.194.241,68
Lieferungen und Leistungen (26.670.086,31)   (0,00)   (0,00) (26.670.086,31)
Verbindlichkeiten gegenüber 2.925.364,49   0,00   0,00 2.925.364,49
verbundenen Unternehmen (4.918.595,20)   (0,00)   (0,00) (4.918.595,20)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.580.934,14   0,00   0,00 1.580.934,14
  (561.872,57)   (163.966,74)   (0,00) (725.839,31)
Summe Verbindlichkeiten 36.745.294,10   0,00   0,00 36.745.294,10
  (52.231.996,11)   (163.966,74)   (0,00) (52.395.962,85)
  Mitzugehörigkeit zu anderen Posten            
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene n Unternehmen:    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.925.364,49 4.915.945,91
(davon gegenüber Gesellschafter) (32.628,46) (247.207,51)
2.925.364,49 4.918.595,20

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.408 (Vorjahr TEUR 97) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Seit September 2022 besteht eine gemeinsame Kreditlinie "Revolving Facility" in Höhe von EUR 300,0 Mio. Mit der Vereinbarung vom 22. März 2023 und gemäß "Increase Certificate" vom 18. September 2023 wurde die Kreditlinie auf insgesamt EUR 370,1 Mio. erhöht. Die Gesellschaften Mercer Rosenthal GmbH, Mercer Timber Products GmbH, Mercer Timber Products Stendal GmbH, Mercer Torgau GmbH & Co.KG, Mercer Holz GmbH, Mercer Europe GmbH, Mercer Stendal Logistik GmbH, Mercer Stendal GmbH sowie Mercer Pulp Sales GmbH haften gesamtschuldnerisch.

Unter dem vorgenannten Vertrag stehen den Kreditnehmern Ancillary Facilities in Höhe von maximal EUR 50,0 Mio. in Anrechnung auf die "Revolving Facility" Gesamtlinie zur wahlweisen Ausnutzung als Kontokorrent bzw. Avalkredit zur Verfügung. Die MH hat die Gesamtlinie zum Bilanzstichtag im Rahmen von Avalkrediten von EUR 10 Mio. in Anspruch genommen. Darüber hinaus wurde zum Bilanzstichtag die Kreditlinie mit EUR 15 Mio. (Vorjahr EUR 20 Mio.) gezogen.

Daneben besteht ein Avalkredit gemäß Vereinbarung vom 19. Dezember 2023 in Höhe von PLN 31,2 Mio., welche bis zum 15.02.2025 verlängert wurde.

Verpflichtungen aus Haftungsverhältnissen waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden. Zum Bilanzstichtag wird die Kreditlinie auch von Mercer Timber Products GmbH, Mercer Torgau GmbH & Co. KG und Mercer Europe GmbH in Anspruch genommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen zukünftige Zahlungen aus Miet- und Leasingverträgen und gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2024 2025 2026 2027
Leasingverträge 5.648 5.592 5.473 5.429
Logistikverträge 500 500 0 0
Serviceverträge 140 140 120 0
Mietverträge 164 0 0 0
Gesamt 6.453 6.232 5.593 5.429
in TEUR 2028 2029
und danach
Gesamt
Leasingverträge 4.767 12.412 39.322
Logistikverträge 0 0 1.000
Serviceverträge 0 0 400
Mietverträge 0 0 164
Gesamt 4.767 12.412 40.886

Der Großteil der finanziellen Verpflichtungen von TEUR 38.896 betrifft wie im Vorjahr Mieten für Waggons für den Holztransport per Bahn. Die Waggons werden in Zusammenarbeit mit dem Hersteller entwickelt. Damit wird sichergestellt, dass Waggons zum Holztransport eingesetzt werden, welche für diesen Einsatzzweck optimiert worden sind. Dadurch können die Logistikkosten reduziert werden. Durch langfristige Mietverträge kann zudem das Risiko eines hohen Liquiditätsabflusses, wie bei einem Kauf, verhindert werden. Im Geschäftsjahr wurden keine weiteren Waggons ausgeliefert. 

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen TEUR 590.148 (Vorjahr TEUR 542.657) entfallen TEUR 586.396 (Vorjahr TEUR 535.442) auf den Holzverkauf und TEUR 3.752 (Vorjahr TEUR 7.215) auf Sonstiges. Sie wurden im Inland TEUR 553.171 (Vorjahr TEUR 486.888) und Ausland TEUR 36.978 (Vorjahr TEUR 55.769) erzielt.

Die gestiegenen Umsatzerlöse aus dem Holzverkauf sind auf gestiegene Liefermengen im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Insbesondere die Liefermengen an die Mercer Torgau GmbH & Co. KG sind deutlich gestiegen, da im Vorjahr erst im vierten Quartal die Lieferungen aufgenommen wurden.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen u.a. auf Buchgewinne aus Anlagenabgängen TEUR 795 (Vorjahr TEUR 505), Erträge aus Währungsumrechnung TEUR 31 (Vorjahr TEUR 0), empfangene Schadensersatzleistungen TEUR 44 (Vorjahr TEUR 40) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 379 (Vorjahr TEUR 0).

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 1).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen vornehmlich auf Ausgangsfrachten TEUR 108.832 (Vorjahr TEUR 95.541), Fahrzeugkosten TEUR 11.887 (Vorjahr TEUR 11.163) und Aufwendungen aus Währungs- und Forderungsverlusten TEUR 10 (Vorjahr TEUR 60). Ebenfalls hier enthalten ist das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr von TEUR 38 (Vorjahr 40), das ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen enthält.

Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von TEUR 139 (Vorjahr TEUR 42) entfallen TEUR 109 (Vorjahr TEUR 2) auf Zinsen aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.497 (Vorjahr TEUR 1.070) entfallen TEUR 49 (Vorjahr TEUR 86) auf Zinsen an verbundene Unternehmen. Insgesamt stiegen die Zinsen und ähnliche Aufwendungen gegenüber Kreditinstituten unter Ausnutzung des vorhandenen Konzern Cash Pools, weil neben einem gestiegenen EURIBOR auch die durchschnittliche Inanspruchnahme der Kreditlinie in 2023 zugenommen hat.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung der Mercer Holz GmbH waren im Geschäftsjahr 2023:

Herr Martin Stöhr, Hohenberg-Krusemark, Diplom-Forstwirt/MBA und alleinverantwortlicher Geschäftsführer

Die Gesellschaft macht in Bezug auf die Angabe der Organbezüge von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 108 (Vorjahr 108) gewerbliche Arbeitnehmer und 90 Angestellte (Vorjahr 76) beschäftigt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine marktunüblichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt.

Konzernverhältnisse

Die Mercer International Inc., Seattle/Washington, USA ("Mercer Inc."), ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss, der nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) aufgestellt wird, ist in englischer Sprache bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.307.005,21 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten.

 

Rosenthal am Rennsteig, 25. März 2024

Martin Stöhr
Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

  01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 312.343,02 2.876,80 0,00 0,00 315.219,82
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 914.927,00 0,00 0,00 0,00 914.927,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.722.073,58 2.562.256,72 2.006.984,52 71.265,00 16.348.610,78
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 556.659,14 264.491,69 0,00 -71.265,00 749.885,83
  17.193.659,72 2.826.748,41 2.006.984,52 0,00 18.013.423,61
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 142.821,94 0,00 0,00 0,00 142.821,94
2. Beteiligungen 263.466,33 0,00 0,00 0,00 263.466,33
  406.288,27 0,00 0,00 0,00 406.288,27
  17.912.291,01 2.829.625,21 2.006.984,52 0,00 18.734.931,70

Abschreibungen 

  Buchwerte
  01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 272.697,24 28.797,07 0,00 301.494,31 13.725,51 39.645,78
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00 914.927,00 914.927,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.860.596,29 2.247.377,32 1.551.898,19 8.556.075,42 7.792.535,36 7.861.477,29
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 749.885,83 556.659,14
  7.860.596,29 2.247.377,32 1.551.898,19 8.556.075,42 9.457.348,19 9.333.063,43
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 142.821,94 142.821,94
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 263.466,33 263.466,33
  0,00 0,00 0,00 0,00 406.288,27 406.288,27
  8.133.293,53 2.276.174,39 1.551.898,19 8.857.569,73 9.877.361,97 9.778.997,48

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mercer Holz GmbH, Rosenthal am Rennsteig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mercer Holz GmbH, Rosenthal am Rennsteig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mercer Holz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungs- nachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 25. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Frederik Mielke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Katzy, Wirtschaftsprüfer


Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 28.05.2024 festgestellt.

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