Hitachi Solutions Germany GmbHLiquidiert

90461 Nürnberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 12105
Vorher
impuls Informationsmanagement GmbHimplexis GmbH
Eingetragen
24.11.1993
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieUnternehmensberatungErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
die Beratung von Unternehmen im betriebswirtschaftlichen Bereich, insbesondere auf den Gebieten der Organisation, Kommunikation und EDV, sowie die Durchführung aller mit der Planung, Implementierung und Wartung von EDV-Systemen im Unternehmen verbundenen Aufgaben.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Guido Aehlen
seit 1.12.2022
Prokura
Yasushi Miura
seit 15.6.2021
Geschäftsführer
Markus Städtler
seit 15.6.2021
Prokura
Steven French
seit 18.9.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hitachi Solutions Europe AG
Germany
25.700 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hitachi Solutions Germany GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen 57.075,17 112.428,20
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 12.762,80
II. Sachanlagen 57.075,17 99.665,40
B. Umlaufvermögen 2.272.594,74 3.651.171,69
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.885.749,36 2.282.497,10
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 386.845,38 1.368.674,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 76.488,83 113.417,01
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 7.644.561,73 6.076.654,05
10.050.720,47 9.953.670,95

Passiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.700,00 25.700,00
II. Bilanzverlust -7.670.261,73 -6.102.354,05
III. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 7.644.561,73 6.076.654,05
B. Rückstellungen 855.957,64 1.479.834,82
C. Verbindlichkeiten 9.093.461,19 8.320.221,04
D. Rechnungsabgrenzungsposten 101.301,64 153.615,09
10.050.720,47 9.953.670,95
per 31.3.2024 per 31.3.2023
EUR EUR
1. Rohergebnis 12.013.267,27 18.074.925,47
2. Personalaufwand 11.093.663,84 12.399.051,91
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 56.965,19 80.792,55
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.354.918,16 3.095.036,82
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75.627,76 77.811,42
davon an verbundene Unternehmen TEUR 76 (Vj. TEUR 78)
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 175.821,92
7. Ergebnis nach Steuern -1.567.907,68 2.246.410,85
8. Sonstige Steuern
9. Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -1.567.907,68 2.246.410,85
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -6.102.354,05 -8.348.764,90
11. Bilanzverlust -7.670.261,73 -6.102.354,05

Anhang für den Jahresabschluss vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Aufgrund einer positiven Fortführungsprognose und einer von der mittelbaren Muttergesellschaft, Hitachi Solutions Europe Ltd ., London, England, gegebenen Patronatserklärung wird weiterhin die Going-Concern-Prämisse bei der Bilanzierung und Bewertung angewendet. Im Hinblick auf bestandsgefährdende Tatsachen wird auf Abschnitt „V. Prognosebericht“ des Lageberichts verwiesen.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Hitachi Solutions Germany GmbH mit Sitz in 90402 Nürnberg im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRB 12105 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen, nach der linearen Methode vermindert. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde von dem Aktivierungswahlrecht nach §248 Abs.2. HGB kein Gebrauch gemacht.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Die unfertigen Leistungen, die aufgrund des Abschlusses von Festpreisprojekten zuletzt zum 31. März 2022 aktiviert wurden, sind mit den direkt zuordenbaren Personalkosten sowie anteiligen Personalneben- und Sachkosten bewertet.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.886 (VJ: TEUR 2.282) besitzen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 485 (VJ: TEUR 378) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

In dem Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von TEUR 7.670 (VJ. Verlustvortrag TEUR 6.102) enthalten. Im Berichtsjahr stieg das negative Eigenkapital auf TEUR 7.645 und es wird ein „Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“ in dieser Höhe auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten beliefen sich auf TEUR 9.093 (VJ: TEUR 8.320). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 251 (VJ: TEUR 293). Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung besaßen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 7.500 (VJ: TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, und von TEUR 950 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (VJ: TEUR 7.700)

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 339 (VJ: TEUR 227) handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus der Firmenwagengestellung.

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält keine Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung mehr: TEUR 0 (VJ: TEUR 70). Es handelte sich im Vorjahr im Wesentlichen um Aufwendungen für Abfindungen und Freistellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.535 (VJ: TEUR 3.095) enthalten im Wesentlichen Mietkosten (TEUR 305), Rekrutierungskosten (TEUR 152), Kosten für Markenrechte (TEUR 101), Kfz-Leasing-Kosten (TEUR 538), IT-Leasingkosten (TEUR 144), Software-Lizenzkosten (TEUR 141) sowie Werbe- und Marketingkosten (TEUR 58), Reisekosten (TEUR 178); Netzwerku Telefonkosten: (TEUR 101) und Fortbildungskosten (TEUR 117).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Bürgschaften und Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag 31. März 2024 nicht.

Außerbilanzielle Geschäfte

Immobilienmietverträge

Zweck: Anmietung von Büroflächen.

Leasingverträge

Zweck: Diese beinhalten Leasing von Kfz und EDV-Ausstattung.

Die Vorteile aus den betreffenden Miet- und Leasingverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Miet- und Leasingverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Mietbzw. Leasingzeit. Risiken sehen wir in diesen Vertragsgestaltungen aus den tatsächlichen und potentiellen Abflüssen liquider Mittel über die Vertragslaufzeit.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 833 (VJ: TEUR 1.213). Gegenstand dieser Verträge ist die Anmietung von Büroflächen sowie Leasing Fahrzeugen und EDV-Ausstattung. Die Verträge enden zwischen 2024 und 2027.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Organe

Geschäftsführung

Steve French, Geschäftsführer und CEO der Hitachi Solutions Europe Ltd. (Geschäftsführer der Hitachi Solutions Germany GmbH seit 18. September 2019)

Yasushi Miura; (Geschäftsführer der Hitachi Solutions Germany GmbH ab 1. April 2021)

Aufsichtsrat

Tomohiro Hotta (Stellvertreter)

Hozumi Kikukawa, bis 19.3.2024

Soichiro Ohara, ab 19.3.2024 (Vorsitzender)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats

Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe zu den Vergütungen der Geschäftsführung verzichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Vergütung.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte: 119
davon Leitende Angestellte: 5

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Hitachi Ltd ., Tokyo, Japan. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist im Internet unter www.Hitachi.com einsehbar.

Nachtragsbericht

Der zum Bilanzstichtag 31. März 2024 bestehende Darlehensrahmen von der Muttergesellschaft in Höhe von 8,0 Mio. EUR ist im Juni 2024 nicht ausgeschöpft. Es wird mit zusätzlichen kurzfristigen monatlichen Finanzbedarfen aus dem operativen Geschäft im Laufe des Geschäftsjahres 2024/25 gerechnet. Diese können jedoch über die bestehende Patronatserklärung rechtsverbindlich eingefordert werden.

 

Nürnberg, 28. Juni 2024

Geschäftsführung

Steve French

Yasushi Miura

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Hitachi Solutions Germany GmbH ist ein IT-Dienstleistungsunternehmen und ist mit mehr als 120 Mitarbeitern an vier Standorten in Deutschland und einem in Österreich vertreten. Seit der Gründung liegt der Fokus auf der Implementierung von Geschäftsanwendungen auf Basis von Microsoft Technologien. Hitachi Solutions Germany ist mehrfacher Microsoft- „Gold-Partner“ und Mitglied im Microsoft European Industry Partnerprogramm und als Lösungsanbieter für ERP und CRM-Systeme auf Basis von Microsoft-Technologien AX und D365 tätig. Das Geschäftsmodell mit Lizenzverkäufen und Projektgeschäften mit Cloud-basierten Lösungen wurde ausgebaut.

Entwicklung

Schwerpunkte der Entwicklung liegen in der Geschäftsprozess-Optimierung und den IT-Strukturen von bestehenden und potenziell neuen Kunden sowie deren qualifizierten Begleitung durch diese Transformationsprozesse. Durch die enge Zusammenarbeit mit Microsoft und Partnerunternehmen werden kontinuierlich Synergien erreicht. Des Weiteren entwickelt die Gesellschaft im Zusammenhang mit der ERP-Software Microsoft AX und D 365 Anwendungen fortlaufend weiter bzw. investiert in die Entwicklung neuer ERP-Lösungen. Neue Produkte sind z.B. Customer Engagement (CE), HR, Digital Innovation, Change-Management, die Weiterentwicklung von Power Plattform-Lösungen sowie das erste Al-Projekt. Diese Produkte und Anwendungen unterstützen die Digitalisierung und Softwarelösung verschiedener Funktionsbereiche in Unternehmen verschiedener Branchen. Der Bereich Business Development begleitet den Einstieg in neue Geschäftsfelder zur konsequenten Nutzung von Marktchancen.

2. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Gesamtwirtschaftliche Lage, Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wirtschaftswachstum gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland im konjunkturschwachen Kalenderjahr 2023 um (0,2) % gegenüber Vorjahr geschrumpft, und negativ beeinflusst durch Inflation und steigende Zinsentwicklung. Der Branchenverband bitkom bestätigt in seinem ITK-Marktbericht vom Januar 2024 eine Wachstumsverringerung der Branche in 2023 gegenüber Vorjahr. Der Markt für Informationstechnik erreichte laut bitkom, eine Wachstumsrate von 2,2% und Umsätze in Höhe von 142,9 Mrd. Euro. Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen, zu dem auch das Projektgeschäft und die IT-Beratung gehören, ist weiter um 5,1% auf 49,4 Mrd. Euro gestiegen. Das Segment Software ist um 9,6% auf 41,5 Mrd. Euro gewachsen.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf in den Monaten April 2023 bis März 2024 war maßgeblich durch Investitionen in die Fortführung bestehender und Ausbau neuer Projektgeschäfte auf Microsoft D365 ERP und Ausbau von Data Analytics geprägt. Im Geschäftsjahr fertiggestellte Projekte konnten durch Neuakquisitionen nicht in gleichem Umfang kompensiert werden, was zu einer von TEUR 20.649 um TEUR 7.633 auf TEUR 13.016 niedrigeren Gesamtleistung geführt hat. Der Rückgang der Gesamtleistung wurde durch Kosteneinsparungen in Höhe von 3,6 Mio. EUR kompensiert.

Unser Markt entwickelt sich weiterhin immer mehr von sog. „On-Premise“ Lösungen hin zu cloudbasierten Anwendungen. Die aktuellen Softwareprojekte im Geschäftsjahr waren maßgeblich Time & Material-Projekte, die nach erbrachter Leistung (in der Regel monatlich) nachschüssig abgerechnet werden. Die ursprüngliche Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem positiven Ergebnis abzuschließen, wurde durch diese zeitliche Verzögerung nicht erreicht.

II. Lage des Unternehmens

A) Ertragslage

Der Jahresfehlbetrag belief sich auf TEUR 1.568 (VJ: Jahresüberschuss: TEUR 2.246). Der Rückgang wurde durch Abschluss von Projekten im Vorjahr und der Verzögerung von Neukundengeschäft im gleichen Volumen bedingt. Der Intercompany-Umsatz mit Hitachi Solutions UK hat sich von TEUR 2.217 im Vorjahr auf TEUR 2.098 im GJ 2023/24 weitgehend stabil entwickelt. Auf der Kostenseite konnte die Inanspruchnahmen von kostenintensiven Fremdleistungen erheblich reduziert auf TEUR 95 (VJ: TEUR 971). Andererseits fiel die Personalkostensteigerungen bei der Belegschaft durch die Inflation höher aus als im Vorjahr aus. Insgesamt ist der Personalaufwand aufgrund geringerer Bonusrückstellungen und aufgrund geringerer Anzahl beschäftigter Personen gesunken.

Finanzlage

Die Liquiditätslage des Unternehmens wurde im Berichtsjahr durch die Fortführung bzw. Ausweitung des Darlehensrahmens der Muttergesellschaft in Höhe von insgesamt 8,0 Mio. EUR (VJ: 8,0 Mio. EUR) sichergestellt. Es wurden langfristige Darlehen im Wert von 0,95 Mio. EUR von der mittelbaren -Muttergesellschaft Hitachi Solutions Europe Ltd, London, im Geschäftsjahr 2023//24 gewährt (VJ: Rückzahlung von Darlehen i.H. von EUR 1,06 Mio. EUR).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt per 31.3.2024 TEUR 10.051 (VJ: TEUR 9.954). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des niedrigeren Umsatzes im Fiskaljahr von 1.847 TEUR (VJ) um 523 TEUR auf 1.324 TEUR gesunken. Die liquiden Mittel sind aufgrund des niedrigeren Umsatzniveaus von 1.369 TEUR (VJ) um 982 TEUR auf 387 TEUR gesunken. Andererseits sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, maßgeblich aufgrund erhöhter Darlehensinanspruchnahme von 7.824 TEUR (VJ) um 758 TEUR auf 8.581 TEUR gestiegen. Aufgrund von in der Vergangenheit erzielten Jahresfehlbeträge ist das bilanzielle Eigenkapital noch negativ und es wird ein „Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag“ auf der Aktivseite in Höhe von TEUR 7.645 ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen, verringerten sich von TEUR 1.294 im Vorjahr um TEUR 624 auf TEUR 670 im Wesentlichen durch geringere Bonusrückstellungen. Der erzielte Jahresfehlbetrag wurde weitgehend über ausgereichte Darlehen der Muttergesellschaft finanziert.

Gesamtaussage

Aus Sicht der Geschäftsführung war das Geschäftsjahr 2023/24 zwar schwächer als erwartet, aber gleichzeitig ein Vorbereitungsjahr für die Schaffung einer Absprungbasis für weiteres Wachstum.

Die Beendigung von Projekten im Laufe des Geschäftsjahres, und der Zeitbedarf in der Neuakquisition im internationalen Kundengeschäft spiegelt sich in der dargestellten Vermögens- und Ertragslage 2023/24 ergebnisbelastend wider.

III. Künftige Entwicklungen, Risiken und Chancen

Marktveränderungen

Die Entwicklungen in den Bereichen Data & Analytics, umfassende Power-Plattformen, und der Ausbau der Einführung neuer Azure Cloud Solutions-Funktion als Teil des gesamten Cloud Solutions-Geschäfts wurden weiter fortgeführt und ausgebaut. Unser Ziel ist es, dieses Jahr mit ausgereiften, maßstabsgetreuen Lösungen für unser gesamtes Portfolio, incl. CE, HR, Change Management in jeder Branche, in der wir tätig sind, auszubauen. Durch weitere Investitionen in Consulting-Mitarbeiter sowie kontinuierliche Fortbildung sieht sich Hitachi Solutions Germany hier gut aufgestellt das Neue Geschäftsjahr 2024/25.

Weiterentwicklungen finden weiterhin in dem Bereich Cloud-Lösungen statt. Hier werden weitere Investitionen bereitstellt, um den schnellen Aufbau unserer Cloud Solutions-Organisation und die Entwicklung neuer Dienste und Angebote auf der Grundlage von Azure zu unterstützen.

Auch hier ist die Vertriebspipeline sehr wichtig und der Anteil von Cloud-Lösungen ist ein wachsender Bestandteil der Pipeline Deutschlands.

Effizienz & Skalierbarkeit

Mit der engen internationalen Verzahnung der Delivery -, Consulting- und Operations- Teams, die letzten Geschäftsjahres ausgebaut wurde, haben wir eine Reihe von Veränderungen vorgenommen, um Funktionen und Verantwortlichkeiten klarer darzustellen. Nicht abrechenbaren administrative Aktivitäten werden durch verstärktes Projektcontrolling eingegrenzt. Mit Hilfe eine Shared-Service-Modell, sollen die administrativen und operativen Aspekte unseres Geschäftsbetriebs konsequent kontrolliert werden.

Die verstärkte Nutzung von Shared-Services zeigt sich bei dem IT-Team, im Bereich Accounting & Controlling und im Consulting-Team, welche für mehrere europäische Länder gleichzeitig Leistungen erbringen. Neben dem Shared-Service-Finanzteam wird Hitachi Solutions Germany auch von neuen Diensten wie internationales Ressourcenmanagement im Hinblick auf Größe und Effizienz profitieren.

Lebenslange Dienste

Anwendungssupport ist wichtig, aber nur ein Teil eines viel breiteren lösungsorientierten Leistungsportfolios, das man verstärkt dem Kunden anbietet.

Die Cloud-First-Welt bedeutet, dass Kunden einer ständigen Weiterentwicklung und Aktualisierung ihrer Lösung ausgesetzt sind. Damit unsere Lösungen effizient und produktiv laufen, benötigen Kunden einen flexiblen und personalisierten Zugang zu allen Arten von Dienstleistungen: von Beratungsdiensten über Lernen und Entwicklung bis hin zu Testen und Veränderung. Der Bereich Life-time-Services (LTS) stellt die weitere Betreuung von Kunden über das Projektende hinaus sicher und ist ein wachsendes Geschäftsfeld.

Die großen Chancen bestehen somit in der Fortsetzung von multinationalen, standardisierte Softwarelösungen („One Hitachi“), um regional und überregional die erfolgreiche Entwicklung sicherzustellen.

Finanzielle Risiken

Grundsätzlich besteht immer die latente Gefahr eines finanziellen Risikos beim Zahlungsausfalls eines Vertragspartners, der seine Forderungen nicht bedienen würde. Um diesem Risiko zu begegnen, wird neben dem Forderungsmanagement eine regelmäßige Bonitätsprüfungen vor der Kundenanlage durchgeführt.

Wir verweisen außerdem auf die Ausführungen zu der wesentlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Prognosebericht.

Projektrisiken

Im Rahmen der Projektsteuerung werden parallellaufende Projekte in ihren unterschiedlichen Projektphasen im Rahmen unseres Projektcontrollings und -reporting analysiert. Zur Früherkennung von Risiken werden im Projektverlauf aufgelaufene Zeiten und Aufwendungen den Planwerten gegenübergestellt, bewertet und bei Bedarf steuernde Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt. Ein Project Management sowie das Unternehmenscontrolling unterstützt die Projektleitungen mit ihren Tools und Methodenwissen. Neben der Mitarbeiterauslastung ist die Entwicklung der Tagessätze einer der bedeutenden Faktoren. Das Unternehmen erbringt den wesentlichen Umsatzanteil im Rahmen von Service-/ Dienstverträgen. Durch die Entwicklung der Personalkosten und Strukturkosten ist eine entsprechende Reflektion der Tagessätze regelmäßig notwendig, um das Unternehmensergebnis und das Wachstum abzusichern. Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken und deren Vermeidung verfolgt das Management den weiteren Ausbau des Risiko- und Qualitätsmanagements.

Die zeitnahe Implementierung von ERP- und CRM-Lösungen ist sehr oft mit der Qualifikation und der Kapazität von Ressourcen auf Kundenseite verbunden. Hier hat man als Softwarepartner nur geringen Einfluss auf die betreffenden Faktoren.

In manchen Fällen ändern sich während der Implementierung die Anforderungen der Kunden, erfordern Anpassungen oder es kommt zu Zeitverzögerungen aufgrund sich ändernder Ressourcen. Dies stellt Herausforderungen für uns als Implementierungspartner dar.

Chancenbericht

Die zunehmende Nachfrage nach Cloud-Services sowohl bei Bestands- als auch bei Neukunden sorgt für zusätzliche Aufträge bei Dienstleistungs- und Lizenzumsätzen. Für die nächsten Jahre wird ein stetig steigendes Marktvolumen erwartet aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und flexiblen modernen Arbeitswelten (Home-Office). Hitachi Solutions ist für das Cloud- Business aufgestellt und verfügt über von Microsoft erhaltenen Zertifizierungen, um Cloud-Lösungen anbieten zu können.

Die Gesellschaft beurteilt die branchenbedingte Geschäftsentwicklung weiterhin positiv und sieht vor allem Chancen in der Durchdringung weiterer Wirtschaftszweige: neben Retail-, auch Manufacturing- und Professional Services-Märkte und Gewinnung von Referenzkunden. Zusätzliche Chancen liegen in der gemeinsamen Durchführung von internationalen Projekten zusammen mit der Hitachi Solutions Gruppe.

Laut bitkom wird die Informationstechnik ein weiteres Marktwachstum im Bereich Software in Höhe von 6,1% gegenüber 2023 erwartet. Die Unternehmen investieren weiterhin in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse, um ihre zentralen Softwaresysteme zu optimieren und miteinander zu integrieren. Weiterhin werden weiter Chancen auf zusätzliches Neukundengeschäft im Online-Handel gesehen, der im zweiten Jahr nach zweijähriger Pandemie 2022 mit einem Marktwachstum zulegen konnte.

IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren werden neben Auftragseingang und Umsatzerlösen insbesondere das Ergebnis herangezogen. Ein monatliches Berichtswesen in Verbindung mit einem ausführlichen Monatsbericht über sämtliche betriebswirtschaftliche Kenngrößen zur Unternehmensentwicklung informiert die Stakeholder und Führungskräfte. Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator gilt die Entwicklung der kundenbezogenen Auslastung.

V. Prognosebericht

Die im letztjährigen Prognosebericht gesetzten Ziele wurden aufgrund gesamtwirtschaftlicher und kundenbezogener Entwicklungen umsatz- und ergebnisseitig deutlich unterschritten. Die Auslastung blieb unter den gesetzten Zielen aufgrund der Verschiebungen im Auftragseingang.

Für das Geschäftsjahr 2024 / 2025 liegt wieder eine wachstumsorientierte Erlös-, Kosten- und Ergebnisplanung vor. Es wird eine Rückkehr auf ein Umsatzniveau von 18 Mio. EUR angestrebt, sowie ein Ergebnis im positiven niedrigen siebenstelligen Bereich. Beim Auftragseingang wird im Vergleich zum Vorjahr (10 Mio. EUR) ein deutliches Wachstum auf Höhe des geplanten Umsatzniveaus von 18 Mio. EUR erwartet. Die Erzielung eines Auftragseingangs von 3 Mio. bereits in den ersten zwei Monaten des GJ 2024/2025 zeigt eine positive Entwicklung. Die Einbindung konzerninterner internationaler Kolleg*innen erweitert auf flexible und wirtschaftliche Weise die Ressourcenverfügbarkeit. Wir erwarten einen sukzessiven Wiederanstieg der Auslastung aufgrund der geplanten und zuletzt beobachteten gestiegenen Auftragseingänge mit deutschen Kunden. Die Einbindung in Kundenprojekten im Intercompany-Bereich, die mit 2,6 Mio. EUR zum Umsatz im GJ 2023/24 beigetragen hat wird im GJ 2024/25 gemäß aktueller Planung leicht niedrigere Umsätze bringen. Personalkapazitäten werden weiterhin über das Ressourcen-Management gesteuert, so daß man mit den vorhandenen Personal-Kapazitäten aus Deutschland, Österreich und mit Unterstützung von anderen europäischen Schwestergesellschaften in der Lage sein sollte, neue Projekte zu besetzen und das geplante Umsatzvolumen im GJ 2024/25 zu erzielen.

Aufgrund der aktuellen Auftrags- und Pipeline-Entwicklung, ist im Geschäftsjahr 2024/25 mit einer Rückkehr in die positive Ergebniszone zu rechnen. Der zum Bilanzstichtag bestehende Darlehensrahmen von der Muttergesellschaft in Höhe von 8 Mio. EUR ist im Mai 2024 nur teilweise beansprucht. Unter Zugrundelegung des aktuell hohen Auftragsbestands (Juni 2024) und der in 2023/2024 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen, wird bis zum Ende des Planungszeitraums im August 2025 eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung erwartet. Durch die weitere Inanspruchnahme der kurzfristig fälligen Finanzmittel bei der unmittelbaren Muttergesellschaft, Hitachi Solutions Europe AG, Berlin über den bereitgestellten Kreditrahmen ist die finanzielle Abhängigkeit vom Mutterunternehmen im Prognosezeitraum gegeben. Es wird mit zusätzlichen kurzfristigen monatlichen Finanzbedarfen aus dem operativen Geschäft im Laufe des Geschäftsjahres 2024/25 gerechnet. Die Aufrechterhaltung einer positiven Liquiditätsausstattung und somit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit sind von der finanziellen Unterstützung durch die mittelbare und/oder die unmittelbare Muttergesellschaft, abhängig. Hierfür liegt von der mittelbaren Muttergesellschaft eine zeitlich und betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung vom 26. Juni 2022 zur Aufrechterhaltung der Liquidität des Unternehmens vor.

Die Patronatserklärung kann mit einer Laufzeit von 18 Monaten gekündigt werden. Damit wird eine auf eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit hingewiesen.

 

Nürnberg, den 28. Juni 2024

Geschäftsführung

Steve French

Yasushi Miura

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.03.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlic 555.480,47 0,00 0,00 555.480,47
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 555.480,47 0,00 0,00 555.480,47
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.238.505,22 5.515,79 -27.294,00 1.216.727,01
Summe Sachanlagen 1.238.505,22 5.515,79 -27.294,00 1.216.727,01
Summe Anlagevermögen 1.793.985,69 5.515,79 -27.294,00 1.772.207,48
Aufgelaufene Abschreibungen
01.03.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlic 542.717,67 12.762,80 0,00 555.480,47
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 542.717,67 12.762,80 0,00 555.480,47
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.138.839,82 44.202,39 -23.390,37 1.159.651,84
Summe Sachanlagen 1.138.839,82 44.202,39 -23.390,37 1.159.651,84
Summe Anlagevermögen 1.681.557,49 56.965,19 -23.390,37 1.715.132,31
Buchwerte
31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnlic 0,00 12.762,80
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 12.762,80
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.075,17 99.665,40
Summe Sachanlagen 57.075,17 99.665,40
Summe Anlagevermögen 57.075,17 112.428,20

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) und Lagebericht handelt es sich um die für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hitachi Solutions Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hitachi Solutions Germany GmbH, Nürnberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hitachi Solutions Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten „Allgemeine Hinweise“ und „Nachtragsbericht“ des Anhangs sowie in dem Abschnitt „V. Prognosebericht“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass aufgrund der Planung (Stand Juni 2024) mit zusätzlichen kurzfristigen monatlichen Finanzbedarfen aus dem operativen Geschäft im Laufe des Geschäftsjahres 2024/25 gerechnet wird.

Der zum Bilanzstichtag bestehende Darlehensrahmen von der unmittelbaren Muttergesellschaft (Hitachi Solutions Europe AG, Berlin, Deutschland) in Höhe von EUR 8,0 Mio. ist im Mai 2024 nur teilweise beansprucht. Dabei handelt es sich um kurzfristig fällige Finanzmittel. Die Aufrechterhaltung einer positiven Liquiditätsausstattung und somit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit sind von der finanziellen Unterstützung durch die Hitachi Solutions Europe AG und / oder die Hitachi Solutions Europe Ltd., London, England, abhängig. Hierfür liegt von der Hitachi Solutions Europe Ltd. eine zeitlich und betragsmäßig unbeschränkte Patronatserklärung vom 26. Juni 2022 zur Aufrechterhaltung der Liquidität des Unternehmens vor. Die Patronatserklärung kann mit einer Laufzeit von 18 Monaten gekündigt werden.

Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 28. Juni 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Collie, Wirtschaftsprüfer

Landwehrmann, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

69 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.