Grass Valley Germany GmbHLiquidiert

56412 Ruppach-Goldhausen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 8616
Vorher
BTS Media Solutions GmbHGRASS VALLEY GERMANY GmbHThomson Systems Germany GmbH
Eingetragen
22.8.2000
Branche
Großhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
der Vertrieb von Produkten, Systemen und Software-Applikationen, die Bereitstellung der zugehörigen Dienstleistungen wie Beratung, Servie, Training und Support, die Entwicklung von Software im Bereich der professionellen Video-Produktion, -Bearbeitung und -Distribution für Kunden im In- und Ausland sowie sämtliche damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte mit Ausnahme erlaubnispflichtiger Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Ritter
seit 23.10.2013
Geschäftsführer
Noorul Ameen
seit 23.10.2013
Prokura
Joseph Aumann
seit 23.10.2013
Prokura
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Grass Valley Germany GmbH

Weiterstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

Grass Valley Germany GmbH, Weiterstadt

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1.1. Entwicklung der Gesellschaft

Nach der Übernahme der Grass Valley (GV)-Gruppe durch Francisco Partners/USA in 2011 und dem Verkauf des deutschen Grass Valley-Systembereichs an die BTS broadcast technology solutions GmbH, Weiterstadt im Juli 2012 wurden die Geschäftsaktivitäten der GV Germany GmbH auf Sales/Presales und Customer Support konzentriert. Neben den direkten Verkaufsaktivitäten wird nun auch in verstärktem Maße der Verkauf von GV-Produkten und Dienstleistungen über Systempartner betrieben.

Die Grass Valley-Gruppe sieht eine vielschichtige Entwicklung in der Broadcast-Branche mit Chancen, aber auch mit Risiken. Wir erleben einen Umbruch in der Branche, einerseits mit der weltweiten Einführung von HDTV und der Konvergenz der Medien mit der Entwicklung von neuen Distributionswegen wie IPTV und Mobil TV, andererseits mit einem Trend hin zum Einsatz von Standard-IT-Technologie auch im professionellen TV-Bereich. Dies betrifft in besonderem Maße die Entwicklung der Produkte und Applikationen für die Bereiche Live Produktion und Distribution.

Neben der ständigen Leistungssteigerung von Produkten in diesen Bereichen liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Entwicklung von innovativen Workflows mit hoher Steigerung der Arbeitseffizienz bei gleichzeitiger deutlicher Kostenreduktion. Grass Valley bietet hierfür innovative, integrative Lösungen an. Ziel der Gesellschaft ist es eine leistungsfähige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die flexibel und kosteneffizient an die sich ständig ändernden Geschäftsanforderungen angepasst werden kann.

Der weitere Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich Live Produktion wurde in 2012 konsequent fortgeführt. Im Rahmen der UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine wurde Grass Valley-Gruppe von der UEFA mit den Abnahmetests für die Übertragungstechnik aus den Stadien beauftragt. Außerdem wurden in enger Kooperation mit der UEFA und weiteren Partnern neue Technologien erfolgreich getestet.

Die Markteinführung von HDTV bei öffentlich-rechtlichen und privaten Kunden ist weitgehend erfolgt. Es ist jedoch in einigen Bereichen noch mit weiteren Investitionen in HDTV zu rechnen.

Die Grass Valley-Gruppe hat Anfang 2012 eine umfangreiche Umstrukturierung des Business Models in Europa durchgeführt. Danach wurden einige Verwaltungsfunktionen europaweit bei Grass Valley in Großbritannien zentralisiert. Danach wurde bei Grass Valley Germany GmbH in 2012 Personal in einigen Funktionsbereichen abgebaut. Ferner wurde die Zweigniederlassung in Ruppach-Goldhausen aufgelöst und deren Aufgaben auch zentralisiert. Gleichzeitig wurde europaweit ein einheitliches EDV-System (SAP) für die verschiedenen Funktionsbereiche installiert. Im Rahmen dieser Umstrukturierung wurden ca. 45 Mitarbeiter in Weiterstadt und Ruppach-Goldhausen abgebaut. Die Umstrukturierungskosten betrugen ca. EUR 7.5 Mio.

1.2. Entwicklungsaktivitäten

Im gleichen Maße wie die Kunden neue Konzepte und Workflows IT-bezogen umsetzen und darstellen wollen, stimmt die Gesellschaft insbesondere die Produktentwicklungen auf diese neuen Anforderungen ab. Ein Softwareteam mit zehn Mitarbeitern am Standort Weiterstadt entwickelt Systemkomponenten für die GV Media Workflow-Produkte und Applikationen.

1.3. Personal

Unsere Gesellschaft verfügt über hochmotivierte langjährige Mitarbeiter. Die Bindung der Mitarbeiter an unser Unternehmen zeigt sich insbesondere an der niedrigen Fluktuationsrate. Die Mitarbeiter werden ständig geschult, um damit den neuen Herausforderungen gerecht werden zu können. Im Jahresdurchschnitt 2012 wurden 79 Mitarbeiter (im Vorjahr 119) beschäftigt.

1.4. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Nach der Übernahme von Grass Valley-Gruppe durch Francisco Partners weltweit hat sich die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft strukturell nur unwesentlich verändert. Die sonstigen Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur im Verlauf 2012 sind geschäftsbedingt. Die Auswirkungen der Restrukturierungsmaßnahmen sind erst im Folgejahr erkennbar.

Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich bei Zugängen von TEUR 37, Abgängen von TEUR 77 und durch die jährliche Abschreibung von TEUR 112 insgesamt von TEUR 241 auf TEUR 89 verringert. Außerdem wurden aufgrund der beabsichtigten neuen Ausrichtung von Grass Valley in Europa und in Deutschland keine großen Investitionen im Bereich Anlagevermögen getätigt.

Durch den Verkauf des Geschäftsbereichs Systems Integrations sind die unfertigen Leistungen von EUR 0,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr komplett abgebaut. Die sonstigen Vorräte sind mit TEUR 1.852 (im Vorjahr TEUR 1.871) nahezu unverändert, wobei Verschiebungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu Handelswaren erkennbar sind.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,8 Mio. erhöht und betrugen zum Bilanzstichtag EUR 4,3 Mio.

Die flüssigen Mittel sind von EUR 2,8 Mio. im Vorjahr um EUR 0,8 Mio. auf EUR 2,0 Mio. zurückgegangen.

Der Saldo aus Forderungen gegen verbundene und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hat sich von EUR 7,6 Mio. im Vorjahr auf EUR -4,0 Mio. im Berichtsjahr bzw. um EUR 11,6 Mio. verschlechtert. Ursächlich hierfür waren insbesondere der Wegfall der im Vorjahr hier ausgewiesenen Forderungen aus Kostenbelastungen an GV USA von EUR 4,3 Mio., sowie die im Berichtsjahr erfolgten Kreditaufnahmen bei Konzerngesellschaften in Höhe von EUR 3,4 Mio.

Es bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Verlustes von EUR 8,8 Mio in 2012 von EUR 4,8 Mio. auf EUR 0,0 Mio. verringert. Außerdem wird auf der Aktivseite ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von EUR 4,0 Mio. ausgewiesen.

Die übrigen Passivposten haben sich um EUR 8,0 Mio. erhöht. Diese ist bei einem Rückgang der Rückstellungen um EUR 2,2 Mio. auf den Anstieg der Verbindlichkeiten um EUR 10,0 Mio. zurückzuführen. Bei den Rückstellungen stehen dem Wegfall der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von EUR 2,2 Mio. und der Verminderung von Pensions- und übrigen Personalrückstellungen um EUR 1,1 Mio. insbesondere um EUR 1,3 Mio. erhöhte Restrukturierungsrückstellungen gegenüber.

1.5. Finanzlage

Die Gesellschaft hat aufgrund der Grass Valley-Konzernstruktur jederzeit Zugang zur Liquidität des Konzerns. Der Zugang zu Bankbürgschaften für Kundenanzahlungen, Performancegarantien, Kautionen (für Gebäude, Kraftfahrzeuge etc.) und etwaige Finanzierungen wurde durch den Grass Valley-Konzern gewährleistet.

Zum 31. Dezember 2012 hat die Muttergesellschaft in einer Patronatserklärung erklärt, dass die Fortführung der Gesellschaft gewährleistet ist.

Kurzfristig besitzt die Gesellschaft genügend Liquidität, um keine Drittfinanzierung in Anspruch nehmen zu müssen. In Bezug auf die mittel- bis langfristige Finanzierung verweisen wir auf den Abschnitt über die bestandsgefährdenden Risiken.

1.6. Ertragslage

Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 31,8 Mio.) geringfügig auf EUR 32,6 Mio. gestiegen.

Der bereinigte Auftragseingang in 2012 lag mit EUR 18 Mio. (Vorjahr EUR 31 Mio.) unter dem Vorjahresniveau, was auch im Wesentlichen auf den Verkauf des ehemaligen Geschäftsbereichs Systems Integration und damit den Rückgang der Kundenaufträge zurückzuführen ist. Da einige Kundenaufträge im Rahmen des Verkaufs von Systems Integration nicht an den Käufer übertragen werden konnten, sind dazugehörige Umsätze in Höhe von ca. EUR 11,2 Mio. im Berichtsjahr bei GVG ausgewiesen. Der Käufer hat diese Kundenaufträge als Subunternehmen ausgeführt.

Das Jahresergebnis ist beeinflusst durch notwendige Restrukturierungsmaßnahmen von EUR 7,5 Mio. Dies ist die wesentliche Ursache dafür, dass keine Ergebnisverbesserung erreicht wurde und die gesetzten Ziele somit ebenfalls nicht erreicht werden konnten.

Der Verlust der Gesellschaft für 2012 in Höhe von EUR 8,8 Mio. (Vorjahr EUR 9,8 Mio.) wird mit dem Eigenkapital verrechnet. Der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Betrag von TEUR 3.993 ist als Aktivposten in der Bilanz ausgewiesen.

1.7. Gesamtaussage

Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als nicht zufriedenstellend zu bezeichnen. Aufgrund der Konzernbindung konnte unsere Gesellschaft ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit innerhalb der Zahlungsfristen erfüllen.

2. Risikobericht

2.1. Bestandsgefährdende Risiken

Sollte die Verlustsituation der Grass Valley Germany GmbH, Weiterstadt, auch in 2013 anhalten, ist die Fortführung der Gesellschaft nur gewährleistet, sofern die Gesellschaft weitere finanzielle Unterstützung durch ihren Gesellschafter erhält.

Aufgrund der Verlustsituation des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie der in den Vorjahren negativen Ertragslage hängt der Fortbestand mittel- und langfristig von der Fähigkeit des Unternehmens ab, wieder ein positives Ergebnis erzielen zu können. Darüber hinaus ist die Fortführung der Gesellschaft bei anhaltender Verlustsituation auch mittel- und langfristig nur gewährleistet, sofern durch den neuen Investor der Grass Valley-Gruppe oder durch Dritte liquiditätswirksame Kapitalmaßnahmen erfolgen.

Die Geschäftsführung geht hinsichtlich der Verlustsituation davon aus, dass die Gesellschaft die notwendige finanzielle Unterstützung durch ihren Gesellschafter erhält. Entsprechend hat die GVBB Holdings Sarl, Esch/Luxembourg, mit Datum vom 30. April 2013 gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung (Comfort Letter) abgegeben, in der sie bestätigt, dass die Fortführung der Gesellschaft geplant ist und dass der Gesellschaft ausreichend finanzielle Unterstützung gewährt wird, um ihre Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können.

In 2013 wurde bisher benötigte Liquidität jederzeit zur Verfügung gestellt.

Durch den fortschreitenden Einsatz generischer IT-Komponenten auch für Produkte im Produktions- und Distributionsbereich entsteht stärkerer Wettbewerb, der auch die erzielbaren Preise und damit auch die Gewinnerwartungen beeinträchtigt. Weitere Risiken liegen damit auch in der zeitgerechten Markteinführung neuer Produkte, die neue Geschäftsmodelle der Kunden flexibel und effizient unterstützen können.

Es bestehen auch Währungsrisiken bei der Beschaffung von Produkten von verbundenen Unternehmen aus den USA, da die Kaufpreise in USD valutieren. Es bestehen aber keine Währungsrisiken bei den Kundenaufträgen, da wesentliche Verträge in Euro abgeschlossen werden.

2.2. Einzelrisiko

Das im Vorjahr im Lagebericht unter der Ziffer 2.2 erwähnte Entwicklungsprojekt wurde einvernehmlich mit dem Kunden im März 2012 aufgelöst. Die Auflösung des Vertrages wurde im Geschäftsjahr 2012 abgewickelt. Das Risiko besteht somit nicht mehr.

2.3. Chancen

Durch die Konzentration auf softwarebasierte Produkte und Dienstleistungen besteht für Grass Valley Germany GmbH die Chance flexibel auf neue Geschäftsprozesse der Kunden zu reagieren und damit den Marktanteil auszubauen. Weiterhin führt der zunehmende Einsatz standardisierter IT-Komponenten zu spezifischen Synergien innerhalb des Grass Valley-Produktportfolios.

3. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die insbesondere in den letzten Jahren dynamisch gewachsene Nachfrage nach Inhalten und deren zusätzliche Verbreitungsmöglichkeiten werden nach Einschätzung der Gesellschaft auf Seiten der Kunden zu einem erhöhten Bedarf an medientechnischen Investitionen führen.

Als weltweit agierender Hersteller wird Grass Valley-Gruppe in der Lage sein die gesamte Produktionskette von der Akquisition bis hin zum Verteilen der Inhalte über traditionelle wie auch IT-basierte (Web-) Plattformen mit Produkten und Applikationen zu unterstützen. Durch die Einführung neuer Produkte und Applikationen werden eventuell vorhandene Lücken im Angebotsspektrum geschlossen werden. Hierbei liegen Schwerpunkte im Bereich von Integrierten Produktions- und Playoutlösungen, Kamera- und Bildmischersystemen, eLicensing, und Infrastrukturlösungen.

Die produktübergreifende Stratus Media Workflow-Plattform ermöglichen es, Grass Valley-Produkte noch einfacher zu integrieren und damit äußerst wettbewerbsfähige Lösungen anzubieten. Es wird erwartet, dass sich dies in der Auftragslage in den kommenden Jahren entsprechend widerspiegelt.

Die starke Kompetenz im Bereich der Live Produktion wird durch leistungsfähige Serverplattformen in Verbindung mit den zugehörigen Applikationen ausgebaut.

Im Vertriebsbereich wird die Gesellschaft verstärkt mit lokalen Partnern und Lösungsanbietern zusammenarbeiten um ein möglichst breites Spektrum der Kundenanforderungen abdecken zu können.

Nach umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen und dem Verkauf des Systembereichs im Geschäftsjahr 2012 erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2013 aufgrund der Planung und der bisher eingetretenen Entwicklung ein leicht positives Ergebnis (Jahresüberschuss). Der Umsatz wird sich jedoch voraussichtlich in 2013 gegenüber dem Berichtsjahr um insgesamt rd. EUR 16 Mio. vermindern und somit im Jahr 2013 auf rd. EUR 16 Mio. sinken. Auch für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir ein leicht positives Ergebnis bei dann wieder leicht steigenden Umsätzen.

In 2013 wurden bisher ausreichend finanzielle Mittel von dem Gesellschafter zur Verfügung gestellt, so dass die Liquidität jederzeit gewährleistet war.

Bezüglich der vorstehenden Erwartungen für 2013 und 2014 ist jedoch zu berücksichtigen, dass unsere Planungen auf Erfahrungswerten sowie Annahmen beruhen, so dass es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen gegenüber den Planungen kommen kann. Die Planungen sind insofern sowohl mit Chancen als auch mit Risiken behaftet.

4. Sonstige Angaben

4.1. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gibt keine weiteren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben.

 

Weiterstadt, den 11. Oktober 2013

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

31.12.2012 31.12.2011
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software   0,00   0,00
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00   0,00  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.753,48 88.753,48 240.805,00 240.805,00
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen   6.000,00   6.000,00
    94.753,48   246.805,00
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 266.463,71   1.354.292,02  
2. Unfertige Leistungen 0,00   154.862,42  
3. Handelswaren 1.585.902,77   420.825.16  
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.852.366,48 96.080,47 2.026.060,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.307.377,78   3.541.254,76  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.486.737,57   8.492.773,14  
-davon gegen Gesellschafter EUR 16.767,13 (i. Vj. EUR 16.767,13)--        
3 Sonstige Vermögensgegenstände 883.945,78 12.678.061,13 392.307,08 12.426.334,98
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   2.036.873,59   2.764.694,39
    16.567.301,20   17.217.089,44
C. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   49.908,38   75.517,18
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   3.992.727,61   0,00
    20.704.690,67   17.539.411,62

Passiva

       
    31.12.2012
EUR
  31.12.2011
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   12.000.000,00   12.000.000,00
II. Kapitalrücklage   15.311.718,95   15.311,718,95
III. Verlustvortrag   -22.503.771,37   -12.741.011,04
IV. Jahresfehlbetrag   -8.800.675,19   -9.762.760,33
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   3.992.727,61   0,00
    0,00   4.807.947,58
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen   2.467.416,00   3.162.917,00
2. Sonstige Rückstellungen   2.914.513,35   4.445.777,04
    5.381.929,35   7.608.694,04
C. Verbindlichkeiten        
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   133.093,18   2.834.159,76
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   3.343.107,23   1.262.123,66
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   11.498.467,47   844,607,90
4. Sonstige Verbindlichkeiten   90.052,12   113.041,04
--davon aus Steuern EUR 58.294,24 (i. Vj. EUR 112.961,14)-        
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 35.945,70 (i. Vj. EUR 0,00)-        
    15.064.720,00   5.053.932,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten   258.041,32   68.837,64
    20.704.690,67   17.539.411,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

2012 2011
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   32.637.563,40   31.822.160,00
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen   -154.862,42   -3.643.546,85
3. Sonstige betriebliche Erträge   1.920.953,90   3.606.531,99
4. Materialaufwand        
a; Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -22.242.746,17   -22.901.368,57  
b; Aufwendungen für bezogene Leistungen -580.350,57 -22.823.096,74 -1.050.959,28 -23.952.327,85
5. Personalaufwand        
a; Löhne und Gehälter -5.886.169,69   -8.092.776,62  
b; Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -830.028,18 -6.716.197,87 -1.293.210,38 -9.385.987,00
--davon für Altersversorgung EUR 18.270,00 (i. Vj. EUR 45.492,00)--        
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -112.331,84   -188.662,73
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -5.816.196,02   -7.757.613,64
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   27.762,29   41.414,46
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 21.397,41 (i. Vj. EUR 16.767,13)--        
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -241.792,43   -165.893,18
--davon an verbundene Unternehmen EUR 30.234,31 (i. Vj. EUR 0,00)--        
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.278.197,73   -9.623.924,80
11. Außerordentliche Erträge   0,00   4.296.438,00
12. Außerordentliche Aufwendungen   -7.521.867,56   -4.426.438,00
13. Außerordentliches Ergebnis   -7.521.867,56   -130.000,00
14. Sonstige Steuern   -609,90   -8.835,53
15. Jahresfehlbetrag   -8.800.675,19   -9.762.760,33

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012

Anschaffungskosten
1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 578.844,00 0,00 456.324,41 122.519,59
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 17.451,00 0,00 17.451,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.176.336,00 36.928,16 1.884.342,84 1.328.921,32
  3.193.787,00 36.928,16 1.901.793,84 1.328.921,32
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 6.000,00 0,00 0,00 6.000,00
  3.778.631,00 36.928,16 2.358.118,25 1.457.440,91
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2012
EUR
Abschreibungen
des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Software 578.844,00 0,00 456.324,41 122.519,59
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 17.451,00 0,00 17.451,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.935.531,00 112.331,84 1.807.695,00 1.240.167,84
  2.952.982,00 112.331,84 1.825.146,00 1.240.167,84
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.531.826,00 112.331,84 2.281.470,41 1.362.687,43
Buchwerte
31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Software 0,00 0,00
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.753,48 240.805,00
  88.753,48 240.805,00
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 6.000,00 6.000,00
  94.753,48 246.805,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2012

A. Allgemeines

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung Ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Aufgrund einer umfangreichen Restrukturierung im Geschäftsjahr 2012 und der damit verbundenen Reduzierung von Personal sind die Zahlen des Berichtsjahres nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu EUR 410,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt worden.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten und sind jeweils zu Nennwerten bilanziert.

Als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung werden Aktivvermögen ausgewiesen, die ausschließlich zur Deckung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen und deren fortgeführte Anschaffungskosten den Zeitwert der Verpflichtung zum Stichtag übersteigen.

Latente Steuern werden auf Unterschiedsbeträge zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Sich daraus ergebende Steuerbelastungen und Entlastungen werden verrechnet und, soweit sich aktive latente Steuern ergeben, im Rahmen der Inanspruchnahme des Wahlrechtes nicht aktiviert.

Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechtes des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sowie Jubiläen und Restrukturierungsrückstellungen. Der anzuwendende Steuersatz beträgt ca. 30 %.

Die Kapitalanteile und Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die ausgewiesenen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken ausreichend und angemessen Rechnung. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens mit einem Rechnungszinsfuß von 5,04 % ermittelt. Es wurde ein Lohn- und Gehaltstrend in Höhe von 2,00 %, ein Rententrend von 1,00 % sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,00 % unterstellt. Als Rechnungsgrundlage wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G, verwendet. Bei der Bewertung wurde eine monatlich vorschüssige Zahlungsweise unterstellt.

Die versicherungsmathematische Bewertung der Verpflichtung aus Altersteilzeitverträgen erfolgte gemäß der Stellungnahme des IDW zur Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (IDW-RS HFA). Die Berechnung erfolgte unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2005 G. Für die Abzinsung wurde ein Rechnungszinssatz von 5,04 % (15 Jahre) angesetzt und damit von dem Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für eine Laufzeit von 15 Jahren Gebrauch gemacht. Der Gehaltstrend spiegelt sich mit 2 % wider. Da Vermögensgegenstände vorhanden sind, die nur zur Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen angelegt wurden und dem Zugriff sämtlicher Gläubiger entzogen sind, müssen diese nach § 246 Abs. 2 HGB n. F. mit der zugrunde liegenden Verpflichtung saldiert werden. Dabei sind die Vermögensgegenstände mit dem Zeitwert anzusetzen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung valutieren ausschließlich in USD. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit größer einem Jahr bestehen nicht.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagenvermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Die Gesellschaft unterhält im Geschäftsjahr 2012 eine Beteiligung in Höhe von TEUR 6 (19%) an PlXarithmic GmbH, Weiterstadt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 7.487 (im Vorjahr: TEUR 8.493) und betreffen mit TEUR 5.918 (im Vorjahr: TEUR 8.493) Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 1.569 (im Vorjahr: TEUR 0) Forderungen aus Cash Pooling.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 2.037 (im Vorjahr: TEUR 2.765). Darin enthalten sind Beträge in Höhe von TEUR 1.871 (im Vorjahr: TEUR 1.210), die bei Banken für die Erstellung der Kunden-Anzahlungs- und Leistungsbürgschaften verpfändet worden sind. Die Laufzeit solcher Bürgschaften beträgt 6 Monate bis 2 Jahre.

Stammkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 12.000.000,00. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert EUR 15.311.718,95.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Die Verpflichtungen aus der Unterstützungskasse wurden ebenfalls nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet.

Die Verpflichtung aus mittelbarer Altersversorgung (Unterstützungskasse) in Höhe von EUR 114.446,00 wurde mit Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB in Höhe

des Zeitwerts (gleichzeitig Anschaffungskosten) von EUR 104.644,00 verrechnet.

Die sich aus den Pensionsverpflichtungen ergebenden Zinsaufwendungen von TEUR 167 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Zinserträge aus dem Deckungskapital sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

Sonstige Rückstellungen

Euro
2012
Euro
2011
Restrukturierung 2.018.259,27 668.634,66
Sonstige Personalkosten (Bonus) 363.000,00 551.320,21
Noch zu erbringende Leistungen 164.570,69 229.907,24
Garantieverpflichtungen 107.688,00 189.299,94
Jahresabschlusskosten 82.000,00 65.000,00
Berufsgenossenschaftsbeiträge 70.000,00 75.000,00
Arbeitnehmerjubiläum 61.351,00 277.495,00
Drohverlustrückstellungen 0,00 2.249.846,59
Erneuerungsverpflichtung 0,00 104.000,00
Übrige 47.644,39 35.273,40
Gesamt 2.914.513,35 4.445.777,04

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen von TEUR 267 wurden mit Vermögensgegenständen gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten des Aktivvermögens aus der Altersteilzeitrückdeckung von TEUR 317 verrechnet. Der übersteigende Betrag von TEUR 50 wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen.

Die sich aus den Altersteilzeitverpflichtungen ergebenden Zinsaufwendungen von TEUR 12 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit Zinserträgen aus den Aktivwerten verrechnet worden. Im Berichtsjahr sind keine Zinserträge aus Aktivwerten angefallen.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 11.498 (im Vorjahr: TEUR 845) und resultieren mit TEUR 8.099 (im Vorjahr: TEUR 845) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 3.399 (im Vorjahr: TEUR 0) aus kurzfristigen Darlehen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse teilen sich auf die Geschäftsfelder wie folgt auf:

TEUR
2012
TEUR
2011
Systems 8.912 8.335
Switcher 2.920 1.621
Kameras 7.855 6.034
Customer Service 3.887 5.577
Sonstige Produkte 4.576 4.431
Canopus 4.488 5.824
Gesamt Umsatz 32.638 31.822

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die geographischen Märkte wie folgt:

TEUR
2012
TEUR
2011
Inland 14.221 11.745
Ausland 18.417 20.077
Gesamt Umsatz 32.638 31.822

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.921 (im Vorjahr: TEUR 3.607) enthalten neben periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 100 (im Vorjahr: TEUR 26) im Wesentlichen die Weiterbelastungen der Kosten an verbundene Unternehmen in den USA und den Niederlanden von TEUR 1.386 (im Vorjahr: TEUR 2.968) und Kursgewinne von TEUR 428 (im Vorjahr: TEUR 562).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.816 (im Vorjahr: TEUR 7.758) enthalten im wesentlichen operative Kosten wie Kosten für Gebäudemiete und Gebäudenebenkosten, Konzernumlagen, Leasing für Betriebsausstattung und Firmenfahrzeuge, Reise- und Bewirtungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Instandsetzungskosten sowie Währungskursverluste von TEUR 629 (im Vorjahr: TEUR 198).

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012 einen außerordentlichen Aufwand in Höhe von TEUR 7.522 für umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere zur Reduzierung von Personal, ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund der steuerlichen Verluste im Geschäftsjahr 2012 und im Vorjahr sind im Berichtszeitraum keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen. Aktive latente Steuern werden unter Ausnutzung des Wahlrechtes des § 274 HGB nicht bilanziert.

E. Sonstiges

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB existieren nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

TEUR
2012
TEUR
2011
Miete 544 2.161
Leasing 300 586
Gesamt 844 2.747

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen demnach insgesamt TEUR 844. Im Vorjahr betrugen diese TEUR 2.747.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012 betrug TEUR 27. Es betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Herr Dietmar Uhde (Kaufmann), Königsfeld im Schwarzwald, wurde zum 30. September 2012 als Geschäftsführer der Gesellschaft abberufen. Gleichzeitig wurde Herr Michael Zabolitzki zum 30. September 2012 als Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Die Eintragung im Handelsregister ist am 24. Oktober 2012 erfolgt.

Auf die Angabe der Bezüge wird wegen § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2012 2011
Verwaltung und Vertrieb 21 26
Operative Bereiche 58 93
  79 119

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss von Grass Valley, 475 Brannan Street, Suite 400, San Francisco. CA 94107, USA, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe EUR 31.304.446,56 (Verlustvortrag von EUR 22.503.771,37 zuzüglich des Jahresfehlbetrages für das Geschäftsjahr 2012 von EUR 8.800.675,19) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Weiterstadt, den 11. Oktober 2013

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Grass Valley Germany GmbH, Weiterstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Grass Valley Germany GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft hin. Dort ist in Abschnitt 2.1. Bestandsgefährdende Risiken aufgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der finanziellen, insbesondere liquiditätswirksamen Unterstützung des neuen Investors der Grass Valley-Gruppe "Francisco Partners" oder durch Dritte abhängig ist.

 

Mannheim, den 11. Oktober 2013

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kern, Wirtschaftsprüfer

Jelen, Wirtschaftsprüferin

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