Grass Valley Germany GmbHLiquidiert
56412 Ruppach-Goldhausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Ritter seit 23.10.2013 | Geschäftsführer |
Noorul Ameen seit 23.10.2013 | Prokura |
Joseph Aumann seit 23.10.2013 | Prokura |
Klaus Dr. Schumacher seit 3.7.2013 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grass Valley Germany GmbHWeiterstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012Grass Valley Germany GmbH, Weiterstadt1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen1.1. Entwicklung der Gesellschaft Nach der Übernahme der Grass Valley (GV)-Gruppe durch Francisco Partners/USA in 2011 und dem Verkauf des deutschen Grass Valley-Systembereichs an die BTS broadcast technology solutions GmbH, Weiterstadt im Juli 2012 wurden die Geschäftsaktivitäten der GV Germany GmbH auf Sales/Presales und Customer Support konzentriert. Neben den direkten Verkaufsaktivitäten wird nun auch in verstärktem Maße der Verkauf von GV-Produkten und Dienstleistungen über Systempartner betrieben. Die Grass Valley-Gruppe sieht eine vielschichtige Entwicklung in der Broadcast-Branche mit Chancen, aber auch mit Risiken. Wir erleben einen Umbruch in der Branche, einerseits mit der weltweiten Einführung von HDTV und der Konvergenz der Medien mit der Entwicklung von neuen Distributionswegen wie IPTV und Mobil TV, andererseits mit einem Trend hin zum Einsatz von Standard-IT-Technologie auch im professionellen TV-Bereich. Dies betrifft in besonderem Maße die Entwicklung der Produkte und Applikationen für die Bereiche Live Produktion und Distribution. Neben der ständigen Leistungssteigerung von Produkten in diesen Bereichen liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Entwicklung von innovativen Workflows mit hoher Steigerung der Arbeitseffizienz bei gleichzeitiger deutlicher Kostenreduktion. Grass Valley bietet hierfür innovative, integrative Lösungen an. Ziel der Gesellschaft ist es eine leistungsfähige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, die flexibel und kosteneffizient an die sich ständig ändernden Geschäftsanforderungen angepasst werden kann. Der weitere Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich Live Produktion wurde in 2012 konsequent fortgeführt. Im Rahmen der UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine wurde Grass Valley-Gruppe von der UEFA mit den Abnahmetests für die Übertragungstechnik aus den Stadien beauftragt. Außerdem wurden in enger Kooperation mit der UEFA und weiteren Partnern neue Technologien erfolgreich getestet. Die Markteinführung von HDTV bei öffentlich-rechtlichen und privaten Kunden ist weitgehend erfolgt. Es ist jedoch in einigen Bereichen noch mit weiteren Investitionen in HDTV zu rechnen. Die Grass Valley-Gruppe hat Anfang 2012 eine umfangreiche Umstrukturierung des Business Models in Europa durchgeführt. Danach wurden einige Verwaltungsfunktionen europaweit bei Grass Valley in Großbritannien zentralisiert. Danach wurde bei Grass Valley Germany GmbH in 2012 Personal in einigen Funktionsbereichen abgebaut. Ferner wurde die Zweigniederlassung in Ruppach-Goldhausen aufgelöst und deren Aufgaben auch zentralisiert. Gleichzeitig wurde europaweit ein einheitliches EDV-System (SAP) für die verschiedenen Funktionsbereiche installiert. Im Rahmen dieser Umstrukturierung wurden ca. 45 Mitarbeiter in Weiterstadt und Ruppach-Goldhausen abgebaut. Die Umstrukturierungskosten betrugen ca. EUR 7.5 Mio. 1.2. Entwicklungsaktivitäten Im gleichen Maße wie die Kunden neue Konzepte und Workflows IT-bezogen umsetzen und darstellen wollen, stimmt die Gesellschaft insbesondere die Produktentwicklungen auf diese neuen Anforderungen ab. Ein Softwareteam mit zehn Mitarbeitern am Standort Weiterstadt entwickelt Systemkomponenten für die GV Media Workflow-Produkte und Applikationen. 1.3. Personal Unsere Gesellschaft verfügt über hochmotivierte langjährige Mitarbeiter. Die Bindung der Mitarbeiter an unser Unternehmen zeigt sich insbesondere an der niedrigen Fluktuationsrate. Die Mitarbeiter werden ständig geschult, um damit den neuen Herausforderungen gerecht werden zu können. Im Jahresdurchschnitt 2012 wurden 79 Mitarbeiter (im Vorjahr 119) beschäftigt. 1.4. Vermögenslage und Kapitalstruktur Nach der Übernahme von Grass Valley-Gruppe durch Francisco Partners weltweit hat sich die Vermögens- und Kapitalstruktur der Gesellschaft strukturell nur unwesentlich verändert. Die sonstigen Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur im Verlauf 2012 sind geschäftsbedingt. Die Auswirkungen der Restrukturierungsmaßnahmen sind erst im Folgejahr erkennbar. Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich bei Zugängen von TEUR 37, Abgängen von TEUR 77 und durch die jährliche Abschreibung von TEUR 112 insgesamt von TEUR 241 auf TEUR 89 verringert. Außerdem wurden aufgrund der beabsichtigten neuen Ausrichtung von Grass Valley in Europa und in Deutschland keine großen Investitionen im Bereich Anlagevermögen getätigt. Durch den Verkauf des Geschäftsbereichs Systems Integrations sind die unfertigen Leistungen von EUR 0,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr komplett abgebaut. Die sonstigen Vorräte sind mit TEUR 1.852 (im Vorjahr TEUR 1.871) nahezu unverändert, wobei Verschiebungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu Handelswaren erkennbar sind. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,8 Mio. erhöht und betrugen zum Bilanzstichtag EUR 4,3 Mio. Die flüssigen Mittel sind von EUR 2,8 Mio. im Vorjahr um EUR 0,8 Mio. auf EUR 2,0 Mio. zurückgegangen. Der Saldo aus Forderungen gegen verbundene und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hat sich von EUR 7,6 Mio. im Vorjahr auf EUR -4,0 Mio. im Berichtsjahr bzw. um EUR 11,6 Mio. verschlechtert. Ursächlich hierfür waren insbesondere der Wegfall der im Vorjahr hier ausgewiesenen Forderungen aus Kostenbelastungen an GV USA von EUR 4,3 Mio., sowie die im Berichtsjahr erfolgten Kreditaufnahmen bei Konzerngesellschaften in Höhe von EUR 3,4 Mio. Es bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Banken. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Verlustes von EUR 8,8 Mio in 2012 von EUR 4,8 Mio. auf EUR 0,0 Mio. verringert. Außerdem wird auf der Aktivseite ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von EUR 4,0 Mio. ausgewiesen. Die übrigen Passivposten haben sich um EUR 8,0 Mio. erhöht. Diese ist bei einem Rückgang der Rückstellungen um EUR 2,2 Mio. auf den Anstieg der Verbindlichkeiten um EUR 10,0 Mio. zurückzuführen. Bei den Rückstellungen stehen dem Wegfall der Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von EUR 2,2 Mio. und der Verminderung von Pensions- und übrigen Personalrückstellungen um EUR 1,1 Mio. insbesondere um EUR 1,3 Mio. erhöhte Restrukturierungsrückstellungen gegenüber. 1.5. Finanzlage Die Gesellschaft hat aufgrund der Grass Valley-Konzernstruktur jederzeit Zugang zur Liquidität des Konzerns. Der Zugang zu Bankbürgschaften für Kundenanzahlungen, Performancegarantien, Kautionen (für Gebäude, Kraftfahrzeuge etc.) und etwaige Finanzierungen wurde durch den Grass Valley-Konzern gewährleistet. Zum 31. Dezember 2012 hat die Muttergesellschaft in einer Patronatserklärung erklärt, dass die Fortführung der Gesellschaft gewährleistet ist. Kurzfristig besitzt die Gesellschaft genügend Liquidität, um keine Drittfinanzierung in Anspruch nehmen zu müssen. In Bezug auf die mittel- bis langfristige Finanzierung verweisen wir auf den Abschnitt über die bestandsgefährdenden Risiken. 1.6. Ertragslage Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 31,8 Mio.) geringfügig auf EUR 32,6 Mio. gestiegen. Der bereinigte Auftragseingang in 2012 lag mit EUR 18 Mio. (Vorjahr EUR 31 Mio.) unter dem Vorjahresniveau, was auch im Wesentlichen auf den Verkauf des ehemaligen Geschäftsbereichs Systems Integration und damit den Rückgang der Kundenaufträge zurückzuführen ist. Da einige Kundenaufträge im Rahmen des Verkaufs von Systems Integration nicht an den Käufer übertragen werden konnten, sind dazugehörige Umsätze in Höhe von ca. EUR 11,2 Mio. im Berichtsjahr bei GVG ausgewiesen. Der Käufer hat diese Kundenaufträge als Subunternehmen ausgeführt. Das Jahresergebnis ist beeinflusst durch notwendige Restrukturierungsmaßnahmen von EUR 7,5 Mio. Dies ist die wesentliche Ursache dafür, dass keine Ergebnisverbesserung erreicht wurde und die gesetzten Ziele somit ebenfalls nicht erreicht werden konnten. Der Verlust der Gesellschaft für 2012 in Höhe von EUR 8,8 Mio. (Vorjahr EUR 9,8 Mio.) wird mit dem Eigenkapital verrechnet. Der nicht durch das Eigenkapital gedeckte Betrag von TEUR 3.993 ist als Aktivposten in der Bilanz ausgewiesen. 1.7. Gesamtaussage Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als nicht zufriedenstellend zu bezeichnen. Aufgrund der Konzernbindung konnte unsere Gesellschaft ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit innerhalb der Zahlungsfristen erfüllen. 2. Risikobericht2.1. Bestandsgefährdende Risiken Sollte die Verlustsituation der Grass Valley Germany GmbH, Weiterstadt, auch in 2013 anhalten, ist die Fortführung der Gesellschaft nur gewährleistet, sofern die Gesellschaft weitere finanzielle Unterstützung durch ihren Gesellschafter erhält. Aufgrund der Verlustsituation des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie der in den Vorjahren negativen Ertragslage hängt der Fortbestand mittel- und langfristig von der Fähigkeit des Unternehmens ab, wieder ein positives Ergebnis erzielen zu können. Darüber hinaus ist die Fortführung der Gesellschaft bei anhaltender Verlustsituation auch mittel- und langfristig nur gewährleistet, sofern durch den neuen Investor der Grass Valley-Gruppe oder durch Dritte liquiditätswirksame Kapitalmaßnahmen erfolgen. Die Geschäftsführung geht hinsichtlich der Verlustsituation davon aus, dass die Gesellschaft die notwendige finanzielle Unterstützung durch ihren Gesellschafter erhält. Entsprechend hat die GVBB Holdings Sarl, Esch/Luxembourg, mit Datum vom 30. April 2013 gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung (Comfort Letter) abgegeben, in der sie bestätigt, dass die Fortführung der Gesellschaft geplant ist und dass der Gesellschaft ausreichend finanzielle Unterstützung gewährt wird, um ihre Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. In 2013 wurde bisher benötigte Liquidität jederzeit zur Verfügung gestellt. Durch den fortschreitenden Einsatz generischer IT-Komponenten auch für Produkte im Produktions- und Distributionsbereich entsteht stärkerer Wettbewerb, der auch die erzielbaren Preise und damit auch die Gewinnerwartungen beeinträchtigt. Weitere Risiken liegen damit auch in der zeitgerechten Markteinführung neuer Produkte, die neue Geschäftsmodelle der Kunden flexibel und effizient unterstützen können. Es bestehen auch Währungsrisiken bei der Beschaffung von Produkten von verbundenen Unternehmen aus den USA, da die Kaufpreise in USD valutieren. Es bestehen aber keine Währungsrisiken bei den Kundenaufträgen, da wesentliche Verträge in Euro abgeschlossen werden. 2.2. Einzelrisiko Das im Vorjahr im Lagebericht unter der Ziffer 2.2 erwähnte Entwicklungsprojekt wurde einvernehmlich mit dem Kunden im März 2012 aufgelöst. Die Auflösung des Vertrages wurde im Geschäftsjahr 2012 abgewickelt. Das Risiko besteht somit nicht mehr. 2.3. Chancen Durch die Konzentration auf softwarebasierte Produkte und Dienstleistungen besteht für Grass Valley Germany GmbH die Chance flexibel auf neue Geschäftsprozesse der Kunden zu reagieren und damit den Marktanteil auszubauen. Weiterhin führt der zunehmende Einsatz standardisierter IT-Komponenten zu spezifischen Synergien innerhalb des Grass Valley-Produktportfolios. 3. Voraussichtliche Entwicklung der GesellschaftDie insbesondere in den letzten Jahren dynamisch gewachsene Nachfrage nach Inhalten und deren zusätzliche Verbreitungsmöglichkeiten werden nach Einschätzung der Gesellschaft auf Seiten der Kunden zu einem erhöhten Bedarf an medientechnischen Investitionen führen. Als weltweit agierender Hersteller wird Grass Valley-Gruppe in der Lage sein die gesamte Produktionskette von der Akquisition bis hin zum Verteilen der Inhalte über traditionelle wie auch IT-basierte (Web-) Plattformen mit Produkten und Applikationen zu unterstützen. Durch die Einführung neuer Produkte und Applikationen werden eventuell vorhandene Lücken im Angebotsspektrum geschlossen werden. Hierbei liegen Schwerpunkte im Bereich von Integrierten Produktions- und Playoutlösungen, Kamera- und Bildmischersystemen, eLicensing, und Infrastrukturlösungen. Die produktübergreifende Stratus Media Workflow-Plattform ermöglichen es, Grass Valley-Produkte noch einfacher zu integrieren und damit äußerst wettbewerbsfähige Lösungen anzubieten. Es wird erwartet, dass sich dies in der Auftragslage in den kommenden Jahren entsprechend widerspiegelt. Die starke Kompetenz im Bereich der Live Produktion wird durch leistungsfähige Serverplattformen in Verbindung mit den zugehörigen Applikationen ausgebaut. Im Vertriebsbereich wird die Gesellschaft verstärkt mit lokalen Partnern und Lösungsanbietern zusammenarbeiten um ein möglichst breites Spektrum der Kundenanforderungen abdecken zu können. Nach umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen und dem Verkauf des Systembereichs im Geschäftsjahr 2012 erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2013 aufgrund der Planung und der bisher eingetretenen Entwicklung ein leicht positives Ergebnis (Jahresüberschuss). Der Umsatz wird sich jedoch voraussichtlich in 2013 gegenüber dem Berichtsjahr um insgesamt rd. EUR 16 Mio. vermindern und somit im Jahr 2013 auf rd. EUR 16 Mio. sinken. Auch für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir ein leicht positives Ergebnis bei dann wieder leicht steigenden Umsätzen. In 2013 wurden bisher ausreichend finanzielle Mittel von dem Gesellschafter zur Verfügung gestellt, so dass die Liquidität jederzeit gewährleistet war. Bezüglich der vorstehenden Erwartungen für 2013 und 2014 ist jedoch zu berücksichtigen, dass unsere Planungen auf Erfahrungswerten sowie Annahmen beruhen, so dass es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen gegenüber den Planungen kommen kann. Die Planungen sind insofern sowohl mit Chancen als auch mit Risiken behaftet. 4. Sonstige Angaben4.1. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es gibt keine weiteren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben.
Weiterstadt, den 11. Oktober 2013 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012
Anhang für das Geschäftsjahr 2012A. AllgemeinesDer vorliegende Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung Ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Aufgrund einer umfangreichen Restrukturierung im Geschäftsjahr 2012 und der damit verbundenen Reduzierung von Personal sind die Zahlen des Berichtsjahres nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu EUR 410,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Wert bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt worden. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten und sind jeweils zu Nennwerten bilanziert. Als Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung werden Aktivvermögen ausgewiesen, die ausschließlich zur Deckung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen und deren fortgeführte Anschaffungskosten den Zeitwert der Verpflichtung zum Stichtag übersteigen. Latente Steuern werden auf Unterschiedsbeträge zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Sich daraus ergebende Steuerbelastungen und Entlastungen werden verrechnet und, soweit sich aktive latente Steuern ergeben, im Rahmen der Inanspruchnahme des Wahlrechtes nicht aktiviert. Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechtes des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sowie Jubiläen und Restrukturierungsrückstellungen. Der anzuwendende Steuersatz beträgt ca. 30 %. Die Kapitalanteile und Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die ausgewiesenen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken ausreichend und angemessen Rechnung. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens mit einem Rechnungszinsfuß von 5,04 % ermittelt. Es wurde ein Lohn- und Gehaltstrend in Höhe von 2,00 %, ein Rententrend von 1,00 % sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,00 % unterstellt. Als Rechnungsgrundlage wurden die Heubeck-Richttafeln 2005 G, verwendet. Bei der Bewertung wurde eine monatlich vorschüssige Zahlungsweise unterstellt. Die versicherungsmathematische Bewertung der Verpflichtung aus Altersteilzeitverträgen erfolgte gemäß der Stellungnahme des IDW zur Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (IDW-RS HFA). Die Berechnung erfolgte unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2005 G. Für die Abzinsung wurde ein Rechnungszinssatz von 5,04 % (15 Jahre) angesetzt und damit von dem Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für eine Laufzeit von 15 Jahren Gebrauch gemacht. Der Gehaltstrend spiegelt sich mit 2 % wider. Da Vermögensgegenstände vorhanden sind, die nur zur Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen angelegt wurden und dem Zugriff sämtlicher Gläubiger entzogen sind, müssen diese nach § 246 Abs. 2 HGB n. F. mit der zugrunde liegenden Verpflichtung saldiert werden. Dabei sind die Vermögensgegenstände mit dem Zeitwert anzusetzen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung valutieren ausschließlich in USD. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit größer einem Jahr bestehen nicht. C. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagenvermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen Die Gesellschaft unterhält im Geschäftsjahr 2012 eine Beteiligung in Höhe von TEUR 6 (19%) an PlXarithmic GmbH, Weiterstadt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 7.487 (im Vorjahr: TEUR 8.493) und betreffen mit TEUR 5.918 (im Vorjahr: TEUR 8.493) Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 1.569 (im Vorjahr: TEUR 0) Forderungen aus Cash Pooling. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 2.037 (im Vorjahr: TEUR 2.765). Darin enthalten sind Beträge in Höhe von TEUR 1.871 (im Vorjahr: TEUR 1.210), die bei Banken für die Erstellung der Kunden-Anzahlungs- und Leistungsbürgschaften verpfändet worden sind. Die Laufzeit solcher Bürgschaften beträgt 6 Monate bis 2 Jahre. Stammkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 12.000.000,00. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt unverändert EUR 15.311.718,95. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Die Verpflichtungen aus der Unterstützungskasse wurden ebenfalls nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren berechnet. Die Verpflichtung aus mittelbarer Altersversorgung (Unterstützungskasse) in Höhe von EUR 114.446,00 wurde mit Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB in Höhe des Zeitwerts (gleichzeitig Anschaffungskosten) von EUR 104.644,00 verrechnet. Die sich aus den Pensionsverpflichtungen ergebenden Zinsaufwendungen von TEUR 167 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Zinserträge aus dem Deckungskapital sind im Berichtsjahr nicht angefallen. Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen von TEUR 267 wurden mit Vermögensgegenständen gemäß § 246 Abs. 2 HGB in Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten des Aktivvermögens aus der Altersteilzeitrückdeckung von TEUR 317 verrechnet. Der übersteigende Betrag von TEUR 50 wird als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Die sich aus den Altersteilzeitverpflichtungen ergebenden Zinsaufwendungen von TEUR 12 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit Zinserträgen aus den Aktivwerten verrechnet worden. Im Berichtsjahr sind keine Zinserträge aus Aktivwerten angefallen. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 11.498 (im Vorjahr: TEUR 845) und resultieren mit TEUR 8.099 (im Vorjahr: TEUR 845) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 3.399 (im Vorjahr: TEUR 0) aus kurzfristigen Darlehen. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich auf die Geschäftsfelder wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die geographischen Märkte wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.921 (im Vorjahr: TEUR 3.607) enthalten neben periodenfremden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 100 (im Vorjahr: TEUR 26) im Wesentlichen die Weiterbelastungen der Kosten an verbundene Unternehmen in den USA und den Niederlanden von TEUR 1.386 (im Vorjahr: TEUR 2.968) und Kursgewinne von TEUR 428 (im Vorjahr: TEUR 562). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.816 (im Vorjahr: TEUR 7.758) enthalten im wesentlichen operative Kosten wie Kosten für Gebäudemiete und Gebäudenebenkosten, Konzernumlagen, Leasing für Betriebsausstattung und Firmenfahrzeuge, Reise- und Bewirtungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Instandsetzungskosten sowie Währungskursverluste von TEUR 629 (im Vorjahr: TEUR 198). Außerordentliche Erträge und Aufwendungen Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2012 einen außerordentlichen Aufwand in Höhe von TEUR 7.522 für umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere zur Reduzierung von Personal, ausgewiesen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund der steuerlichen Verluste im Geschäftsjahr 2012 und im Vorjahr sind im Berichtszeitraum keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen. Aktive latente Steuern werden unter Ausnutzung des Wahlrechtes des § 274 HGB nicht bilanziert. E. SonstigesHaftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB existieren nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen demnach insgesamt TEUR 844. Im Vorjahr betrugen diese TEUR 2.747. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012 betrug TEUR 27. Es betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung Herr Dietmar Uhde (Kaufmann), Königsfeld im Schwarzwald, wurde zum 30. September 2012 als Geschäftsführer der Gesellschaft abberufen. Gleichzeitig wurde Herr Michael Zabolitzki zum 30. September 2012 als Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Die Eintragung im Handelsregister ist am 24. Oktober 2012 erfolgt. Auf die Angabe der Bezüge wird wegen § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss von Grass Valley, 475 Brannan Street, Suite 400, San Francisco. CA 94107, USA, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe EUR 31.304.446,56 (Verlustvortrag von EUR 22.503.771,37 zuzüglich des Jahresfehlbetrages für das Geschäftsjahr 2012 von EUR 8.800.675,19) auf neue Rechnung vorzutragen.
Weiterstadt, den 11. Oktober 2013 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Grass Valley Germany GmbH, Weiterstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Grass Valley Germany GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht der Gesellschaft hin. Dort ist in Abschnitt 2.1. Bestandsgefährdende Risiken aufgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der finanziellen, insbesondere liquiditätswirksamen Unterstützung des neuen Investors der Grass Valley-Gruppe "Francisco Partners" oder durch Dritte abhängig ist.
Mannheim, den 11. Oktober 2013 KPMG
AG
Kern, Wirtschaftsprüfer Jelen, Wirtschaftsprüferin |
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