PROTON MOTOR Fuel Cell GmbH

Benzstraße 7, 82178 Puchheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 120977
Eingetragen
22.6.1998
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Brennstoffzellensystemen sowie damit zusammenhängende Komponenten und Systeme innerhalb der Umwelttechnik, insbesondere auch Verwaltung von Gesellschaften für Brennstoffzellen/Umwelttechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
St. Ann's WarfGBR
85.59%
Proton Power Systems Plc.
14.41%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

St. Ann's Warf
United Kingdom
115.550 €
85.59%
Proton Power Systems Plc.
Germany
19.450 €
14.41%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PROTON MOTOR Fuel Cell GmbH

Puchheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31.12.2022

AKTIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 168.014,65 92.767,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 372.690,00 228.067,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 933.521,00 860.269,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 552.594,07 416.031,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 439.132,09 421.818,49
2.297.937,16 1.926.185,77
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 1,00 12.501,00
2.465.952,81 2.031.453,77
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.357.151,62 1.998.164,72
2. Unfertige Erzeugnisse 238.494,11 186.984,21
3. Geleistete Anzahlungen 196.120,40 225.958,63
2.791.766,13 2.411.107,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 452.105,46 929.887,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 170.247,63 165.152,41
3. Forderungen gegen Gesellschafter 527.962,58 308.026,80
4. Sonstige Vermögensgegenstände 283.279,34 270.397,38
1.433.595,01 1.673.463,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.058.053,07 2.536.624,40
7.283.414,21 6.621.195,77
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 103.145,82 182.690,20
9.852.512,84 8.835.339,74

PASSIVA

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 135.000,00 135.000,00
II. Kapitalrücklage 67.933.321,71 55.833.321,71
III. Verlustvortrag -51.941.230,28 -43.139.363,24
IV. Jahresfehlbetrag -11.231.968,66 -8.801.867,04
4.895.122,77 4.027.091,43
C. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 554.373,19 648.777,33
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 522.355,24 615.678,32
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 954.146,00 737.443,77
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 497.729,62 374.390,82
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.428.786,02 2.431.958,07
4.403.016,88 4.159.470,98
9.852.512,84 = 8.835.339,74

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 2.999.959,46 3.678.417,08
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 51.509,90 -143.291,68
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 49.865,15 131.203,15
4. Sonstige betriebliche Erträge 151.497,51 108.110,12
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -2.161.289,66 -1.973.596,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -88.714,74 -88.377,20
-2.250.004,40 -2.061.973,52
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.686.730,95 -5.904.047,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.389.530,31 -1.205.174,38
- davon für Altersversorgung: EUR 97.729,66 (Vorjahr: EUR 89.201,06)
-8.076.261,26 -7.109.222,16
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -548.132,76 -517.608,72
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.602.384,20 -2.883.333,74
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.771,73 3.241,93
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 3.338,64 (Vorjahr: EUR 3.241,93)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.415,79 -6.367,50
11. Ergebnis nach Steuern -11.229.594,66 -8.800.825,04
12. Sonstige Steuern -2.374,00 -1.042,00
13. Jahresfehlbetrag -11.231.968,66 = -8.801.867,04

zuständiges Registergericht

Amtsgericht München

Handelsregisternummer

HRB 120977

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der PROTON MOTOR Fuel Cell GmbH wurde unter Anwendung der handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften nach dem Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BiLRUG), sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne den § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit überwiegend wahrscheinlich ist. Hierfür ist erforderlich, dass der Gesellschafter weiteres Eigenkapital zuführt und die notwendige Liquidität zur Verfügung stellt. Zur Durchführung der erforderlichen Maßnahmen ist der Gesellschafter seinerseits auf weitere Kapitalmaßnahmen und/oder Gesellschafterdarlehen angewiesen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich nicht geändert. Somit ist die Darstellungs- und Methodenstätigkeit gewährleistet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear bei einer zugrunde gelegten Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Soweit erforderlich werden Abschreibungen auf den niedrigen beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Nutzungsdauer der Bauten auf fremden Grundstücken und der technischen Anlagen und Maschinen beträgt 5 Jahre. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über 3 bis 14 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis € 800,00 hat die Gesellschaft gem. § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und fiktiv als Zu- und Abgang behandelt.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. - soweit erforderlich - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten, die unfertigen Leistungen zu ihren Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden die direkt zurechenbaren Einzelkosten einbezogen. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet, indem die unfertigen Leistungen maximal mit den vertraglich vereinbarten Erlösen, abzüglich der bis zur Fertigstellung des Auftrages noch zu erwartenden Kosten, in Ansatz gebracht werden.

Langfristige Aufträge werden nur dann teilabgerechnet, sofern dies vertraglich vereinbart wurde. Vom Auftraggeber erhaltene Teilzahlungen werden bis zur Abrechnung des Auftrages als erhaltene Anzahlungen ausgewiesen.

Fördermittel im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten werden entsprechend dem Leistungsfortschritt und nach Maßgabe der Förderbedingungen ertragswirksam erfasst.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen wurden im notwendigen Umfang gebildet.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt worden und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Die Rückstellungen wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen/-verbindlichkeiten erfolgte zum Devisenkassamittelkurs, sofern die Laufzeit ein Jahr nicht überschreitet.

Die Umsatzerlöse werden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und -aufwendungen werden entsprechend ihrer Entstehung erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr wird im Anlagenspiegel dargestellt.

ZUSAMMENSETZUNG UND ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. Dezember 2022

Anschaffungskosten
Stand 31.12.2021 Zugänge 2022 Umbuchungen 2022 Angleich AHK aus Vorjahren Abgänge 2022 Stand 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 385.774,19 115.563,99 501.338,18
385.774,19 115.563,99 0,00 0,00 0,00 501.338,18
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 807.475,91 200.000,00 0,00 1.007.475,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.940.508,73 103.869,29 215.574,93 0,00 2.259.952,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 1.012.865,85 342.809,99 0,00 1.355.675,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 421.818,49 232.888,53 -215.574,93 439.132,09
3.611.807,77 879.567,81 0,00 0,00 0,00 5.062.236,79
Finanzanlagen
Beteiligungen 20.800,00 -12.500,00 8.300,00
4.018.381,96 995.131,80 0,00 0,00 -12.500,00 5.571.874,97
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge 2022 Abgänge 2022 Stand 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 293.007,19 40.316,34 333.323,53
293.007,19 40.316,34 0,00 333.323,53
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 579.408,91 55.377,00 0,00 634.785,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.080.239,73 246.192,22 0,00 1.326.431,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 596.834,57 206.247,20 0,00 803.081,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
2.256.483,21 507.816,42 0,00 2.764.299,63
Finanzanlagen
Beteiligungen 8.299,00 8.299,00
2.557.789,40 548.132,76 0,00 3.105.922,16
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 168.014,65 92.767,00
168.014,65 92.767,00
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 372.690,00 228.067,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 933.521,00 860.269,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattung 552.594,07 416.031,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 439.132,09 421.818,49
2.297.937,16 1.926.185,77
Finanzanlagen
Beteiligungen 1,00 12.501,00
2.465.952,81 2.031.453,77

Beteiligungen

Die Beteiligung in Höhe von 50% am Stammkapital der Nexus-e GmbH, Achern wurde im Geschäftsjahr 2022 veräußert.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 3.058 (Vorjahr: TEUR 2.537) enthalten Festgelder. Davon dienen TEUR 135 als Mietkautionen, TEUR 29 als Kreditkartenabsicherung und Mio. EUR 2,3 als Sicherheit für Bankgarantien. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Darlehen in entsprechender Höhe von EUR Mio. 2,3 ausgewiesen. Eine freie Verfügbarkeit hinsichtlich dieser Mittel ist somit nicht gegeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind in einer Höhe von TEUR 1.434 (Vorjahr: TEUR 1.673) ausgewiesen. Davon sind TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 165) Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Laufzeit von über einem Jahr und TEUR 528 (Vorjahr: TEUR 308), Forderungen gegen Gesellschafter mit einer Laufzeit von über einem Jahr. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 97) enthalten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 135.000,00 und ist vollständig eingezahlt.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden vom Gesellschafter andere Zuzahlungen in Höhe von TEUR 12.100 gemäß § 272 Abs 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage geleistet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten nennenswerte Beträge für Personalkosten in Höhe von TEUR 264 (Vorjahr: TEUR 304), Aufwendungen für Rückbauverpflichtungen von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 93), Jahresabschlusskosten von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 25), Gewährleistungen von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 53) sowie weitere sonstige Rückstellungen von TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 174)

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit TEUR 4.403 (Vorjahr: TEUR 4.159) ausgewiesen. Davon sind TEUR 498 (Vorjahr: TEUR 374) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, welche eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen für diese lediglich handelsübliche Eigentumsvorbehalte, soweit ihnen Warenlieferungen zugrunde liegen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR Mio. 2,4 (Vorjahr: EUR Mio. 2,4) beinhalten EUR Mio. 2,3 (Vorjahr: EUR Mio. 2,3), die in Zusammenhang mit der auf der Aktivseite ausgewiesenen Sicherheiten für Bankgarantien stehen.

In den Verbindlichkeiten von TEUR 4.403 sind TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 101) aus Steuern und TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 20) im Rahmen sozialer Sicherheit enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größe oder Bedeutung sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen sind in den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten.

In den Umsatzerlösen sind nicht rückzahlbare Forschungszuwendungen in Höhe von TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 473) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erlöse aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus am Bilanzstichtag abgeschlossenen Verträgen.

Zahlbar innerhalb von 1 Jahr 2-5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€
Mietverträge 379,1 6.628,7 16.750,4
Versicherungen 25 0 0
Kfz-Leasing 58,7 92,2 0
sonstige 411 40,4 0
Gesamt 873,8 6761,3 16750,4

Ausgewiesen werden die bis zum jeweils nächstmöglichen Kündigungstermin anfallenden Beträge.

2. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat während des Geschäftsjahres durchschnittlich 115 Mitarbeiter (Vorjahr: 99 Mitarbeiter) beschäftigt. Hiervon sind 15 (Vorjahr: 18) Mitarbeiter Teilzeitkräfte und 90 (Vorjahr: 81) Mitarbeiter Vollzeitkräfte.

3. Geschäftsführung

In der Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 war Herr Faiz Francois Nahab, Ph.D., Physiker, alleiniger Geschäftsführer.

Es wurden keine Vergütungen geleistet.

4. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein unmittelbares Tochterunternehmen der Proton Motor Power Systems PLC mit Sitz in London / Vereinigtes Königreich, und wird in den Konzernabschluss einbezogen. Die Muttergesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Dieser wird am Sitz des Mutterunternehmens bekannt gemacht.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 63.173.198,94 bestehend aus dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 51.941.230,28 und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 11.231.968,66, auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die eine wesentliche Auswirkung auf Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung haben können, sind nicht aufgetreten.

 

Puchheim, den 15.07.2023

PROTON MOTOR Fuel Cell GmbH

Faiz Francois Nahab Ph.D.

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Proton Motor Fuel Cell GmbH (im Folgenden auch "Proton Motor") verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in Power Solutions unter Verwendung von CleanTech-Technologien wie Wasserstoffbrennstoffzellen, Brennstoffzellen und Hybridsystemen mit einem kohlenstofffreien Fußabdruck. Proton Motor mit Sitz in Puchheim bei München bietet komplette Brennstoffzellen- und Hybridsysteme aus einer Hand -von der Entwicklung über die Produktion bis hin zur Umsetzung maßgeschneiderter Lösungen.

Das Produktportfolio besteht aus Basis-Brennstoffzellensystemen, Standard-Komplettsystemen sowie kundenspezifischen Systemen für den stationären (z.B. kritische Infrastruktur, Telekommunikation, Rechenzentren), mobilen (z.B. Stadtbusverkehr, Last- und Schwerkraftverkehr, Staplerfahrzeuge), Schienen- und maritimen Einsatz. Alle Applikationen werden durch eigen entwickelte und hergestellte Brennstoffzellenstacks betrieben, die durch ihr Design auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt sind.

2. Organisatorische Struktur

Die Geschäftsbereiche von Proton Motor gliedern sich in die Organisationseinheiten Technische Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Betriebsführung.

3. Rechtliche Struktur

Alleinige Gesellschafterin der Proton Motor ist die Proton Motor Power Systems PLC mit Sitz in London, Großbritannien, die an der Alternative Investment Market (AIM) in London notiert ist. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Proton Motor Power Systems PLC einbezogen.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Überblick Markt. Branche und Konjunktur

Das Marktumfeldspotenzial von Proton Motor ist attraktiv und dynamisch. Die Größe des globalen Markts für Brennstoffzellen wurde vom Fuel Cell Global Market Report 2022, GlobeNewswire im Jahr 2022 mit rund 3,9 Mrd.US-Dollar beziffert. Global Market Insights geht in seinen Schätzungen für die Jahre 2023-2030 von einem durchschnittlichen jährlichen Marktwachstum von 10,1% und einer Marktgröße im Jahr 2030 von 8,6 Mrd. US-Dollar aus.

Die zukünftige Entwicklung des Markts für Brennstoffzellen wird durch verschiedene Einflussfaktoren bestimmt. Nach Einschätzung des Management sind das u.a. UN Konvention zum Klimawandel (UCFCCC), Vorschriften zur Verbesserung der Luftqualität, Anstrengungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Cleantech - Industrie bei gleichzeitiger Verminderung der Abhängigkeit vom asiatischen Wettbewerb, wachsender Bedarf nach alternativen Energien, Grenzen von rein batteriebetriebenen Antrieben, Wasserstoff als Energie Speicher für grüne Energie (Gas to Power) oder das wachsende politische Commitment zu Wasserstoff auf EU-, nationaler und regionaler Ebene.

Politische Rahmenbedingungen

EU-Ziele:

Die von der EU ins Leben gerufene European Clean Hydrogen Alliance (ECH2A) ist Teil der Neuen Industriestrategie für Europa. ECH2A zielt auf den ehrgeizigen Einsatz von Wasserstofftechnologien bis 2030 ab, der die Erzeugung von erneuerbarem und kohlestoffarmem Wasserstoff, die Nachfrage aus Industrie, Mobilitäts- und anderen Sektoren sowie Wasserstofftransport und -verteilung zusammenbringt. Mit der Alliance will die EU ihre globale Führungsrolle in diesem Bereich ausbauen und zur Erreichung der Klimaneutralität in der EU bis 2050 beitragen. Proton Motor ist Gründungsmitglied von ECH2A.

Proton Motor beteiligt sich an verschiedenen EU-Forschungsprojekten, u.a.

Projekt "Refuse Vehicle Innovation and Validation in Europe ("REVIVE"). Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung von brennstoffzellenbetriebenen "Refuse Trucks" entscheidend zu beschleunigen. Aus der Integration von Brennstoffzellen unterschiedlicher Hersteller in ein Standardchassis des LKW-Herstellers DAF sollen wesentliche technische Erkenntnisse geliefert werden und effektive Brennstoffzellen-Hard- und Software entwickelt werden, die den hohen Verbrauchsanforderungen von "Refuse Trucks" gerecht werden.

Projekt "Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe" (JIVE"), bei dem es um den Einsatz von 139 emissionsfreien Brennstoffzellen-Bussen inklusive einer Tankversorgung in 5 EU-Ländern geht. Das Projekt läuft für 6 Jahre seit Januar 2027 und wird von der EU mit Zuwendungen von insgesamt EUR 32 Mio. mitfinanziert. An JIVE nehmen 22 Partner aus 7 Ländern teil.

Deutschland:

Am 03. Juni 2020 legte die deutsche Koalitionsregierung ein Konjunkturpaket in Höhe von EUR 130 Mrd. über zwei Jahre vor. Dieses Paket enthält die folgenden Elemente im Hinblick auf die Rolle von Wasserstoff:

Die "nationale Brennstoffzellenstrategie" wird die Wasserstoffindustrie mit EUR 7 Mrd. unterstützen. Ziel ist es, Deutschland zu einem Global Champion in der Wasserstoffindustrie zu machen und global zu exportieren. Bis 2030 plant Deutschland 30 Gigawatt Elektrolyseure zu installieren, um grünen Wasserstoff aus alternativer Offshore- und Onshore-Energie zu erzeugen. Darüber hinaus versucht die Bundesregierung die Umstellung von fossiler Energie auf Wasserstoff in allen Arten von industriellen Prozessen zu unterstützen.

Die Automobil- einschließlich Zulieferindustrie erhält in den Jahren 2020 und 2021 ein Bonusprogramm in Höhe von EUR 2 Mrd., um in Forschung und Entwicklung für neue Technologien zu investieren.

Subventionen in Höhe von EUR 1,2 Mrd. für öffentliche und private Betreiber von Bussen und Nutzfahrzeugen mit alternativen Aggregaten.

Forschung und Entwicklung

Die Proton Motor Fuel Cell GmbH entwickelt alle Aspekte der Wasserstoffbrennstoffzelle. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir EUR 4,2 Mio. (2021: EUR 3,7 Mio.) für die Entwicklung aufgewendet. Wir beschäftigten im F&E-Bereich 38 (i. Vj. 36) Mitarbeiter.

Personal

Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 105 (i. Vj. 99) Mitarbeiter beschäftigt.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

TEUR 2022 2021
Umsatzerlöse 3.000 3.678
Betriebsergebnis (EBIT) -11.231 -8.798

In den Umsatzerlösen sind im Geschäftsjahr 2022 erhaltene Zuwendungen aus deutschen und europäischen Forschungsprojekten in Höhe von TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 473) enthalten. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 ihre Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen weiter erhöht.

Bedingt durch das Geschäftsmodell entfällt - wie in den Vorjahren - der mit Abstand größte Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich: Der Personalaufwand ist in 2022 mit höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 105 Mitarbeitenden (Vorjahr: 99) sowie einer höheren Quote von Vollzeitkräften um ca. 13% gestiegen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, betrifft unterschiedliche Bereiche, von denen v.a. höhere Instandhaltungen für die Mieträume, gestiegene Ausgaben für Software sowie nach dem Ende der Corona-Pandemie wieder höhere Messe-, Reise- und Bewirtungskosten zu nennen sind.

Insgesamt haben v.a. die höheren Kosten im Zusammenhang mit der weiteren Verstärkung der Geschäftsbasis zu einer Erhöhung des Jahresfehlbetrags um TEUR 2.431 auf TEUR 11.232 geführt.

Die Gesellschaft erwartet in den nächsten Jahren eine deutliche Erhöhung der Auftragsvolumens und bereitet sich darauf mit der Erweiterung seiner Produktionskapazitäten für Brennstoffzellenstacks, Brennstoffenzellenengines und Turnkey Solutions vor. Dazu hat Proton Motor einen Mietvertrag für eine weitere Produktionsfläche in Fürstenfeldbruck abgeschlossen, die in 2024 in Betrieb gehen soll.

b) Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2022 hat sich das Vorratsvermögen (+ TEUR 359, +15%) erhöht. Betroffen sind sowohl in der Fertigung befindliche Aufträge als auch bezogene Teile zur Absicherung der Fertigung.

Die Kundenforderungen sind gesunken (- TEUR 478, -51%).

Bei Anschaffungen von TEUR 995 und laufenden Abschreibungen von TEUR 548 hat sich der Buchwert des Anlagevermögens um 21% auf TEUR 2.466 erhöht. Die wesentlichen Zugänge betrafen Investitionen in Prüffelder/-stände sowie Investitionen für den neuen Standort Fürstenfeldbruck.

Die Proton Motor Fuel Cell GmbH finanziert sich ausschließlich aus Einzahlungen des Gesellschafters ins Eigenkapital. Der Mittelbedarf im Geschäftsjahr 2022 zur Finanzierung des infolge des höheren Fehlbetrags und gestiegenen Nettoumlaufvermögens höheren negativen operativen Cashflows sowie zur Finanzierung der Investitionen und der Tilgungen von Finanzschulden wurde von der Proton Motor Power Systems PLC in Form von Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 12,1 Mio. zur Verfügung gestellt. Der kontinuierliche Bedarf an externem Kapital zur Finanzierung der Produktentwicklung und des täglichen Bedarfs bis mindestens Juni 2023 der Proton Motor - Gruppe wurde in der Proton Motor Power Systems PLC durch die Bereitstellung weiterer Finanzierung ihres Mehrheitsaktionärs und des weiteren Aktionär Herr Falih Nahab zu kommerziellen Bedingungen gedeckt.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2022 rd. 49,7% (Vorjahr: 45,8%).

IV. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Chancen und Risiken des Unternehmens

a) Prognosebericht

Für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 werden steigende Umsatzerlöse erwartet. Da das Betriebsergebnis durch die ebenfalls steigenden Entwicklungsaufwendungen und dem Standortwechsel nach Fürstenfeldbruck weiterhin in erheblichem, im Zeitverlauf jedoch abnehmendem Maße belastet sein wird, fällt die Ergebnisprognose auch für 2023 und 2024 weiterhin negativ aus.

Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt der budgetierte Umsatz EUR 4,0 Mio. Infolge des weiteren Geschäftsausbaus wird das negative EBITDA mit EUR -12,6 Mio. budgetiert.

Ende Mai 2023 beträgt der Auftragsbestand EUR 5,1 Mio. (+104 % gegenüber Vorjahr), der Auftragseingang zum Ende Mai 2023 erhöhte sich um 58% gegenüber Vorjahr auf EUR 3,0 Mio.

Allerdings bleibt eine abschließende Prognose der Geschäftsentwicklung aufgrund der steigenden Inflationsraten und geopolitische Spannungen unverändert schwierig.

b) Chancen- und Risikobericht - wesentliche Risiken und Unsicherheiten

Die Aktivitäten von Proton Motor sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt:

Wettbewerb durch andere Energieerzeugungstechnologien

Die Proton Motor Brennstoffzellentechnologie hat das Potenzial bestehende Produkte für die Energieerzeugung zu ersetzen bzw. zu verdrängen. Wettbewerb für die Produkte von Proton Motor kommt somit von traditionellen Technologien der Energieerzeugung, von Verbesserungen traditioneller Technologie oder alternativen neuen Technologien, wie Batterien, anderen Brennstoffzellentypen oder unabhängigen Systemen. Alle Zielkundenmärkte der Gesellschaft werden von etablierten Anbietern von bewährten Technologien wie Verbrennungsmotoren, Turbinen und Batterien bedient. Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich das beschriebene Wettbewerbsrisiko in 2023 zu Gunsten der Gesellschaft verändert, das wird sich auch 2024 fortsetzen.

Öffentliche Regulierung

Änderungen bestehender Gesetze und Vorschriften können sich zum Nachteil der Gesellschaft auswirken. Der Geschäftsführung sind entsprechende Maßnahmen in Bezug auf die Brennstoffzelle, insbesondere auf EU-Ebene und in Deutschland, nicht bekannt.

Zusammenarbeit mit OEMs

Der Erfolg von Proton Motor hängt davon ab, dass es gelingt, ihre Brennstoffzellentechnologie in Produkte von OEMs einzubauen. Es besteht keine Sicherheit, dass OEMs überhaupt Produkte mit Brennstoffzellen herstellen und anbieten bzw. sich für die Proton Motor Technologie entscheiden. Probleme der OEMS bei der Integration, dem Design, der Herstellung bzw. der Vermarktung können sich unmittelbar nachteilig auf den Verkauf der Brennstoffzellen und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft auswirken.

Abhängigkeit von Schlüsselmitarbeitern

Für das geplante Wachstum der Gesellschaft ist es erforderlich, dass sie weitere und gut qualifizierte Mitarbeiter einstellen kann, das betrifft insbesondere die Funktionen Vertrieb, technische Entwicklung Management und Marketing. Es besteht keine Sicherheit, dass Proton Motor ausreichend Personal halten und einstellen kann.

Finanzielle Risiken - Kreditrisiko

Das Kreditrisiko wird auf Konzernbasis gesteuert. Das Kreditrisiko bezieht sich auf Bargeld und Einlagen bei Banken sowie auf Kundenforderungen. Banken und Finanzinstitute müssen ein unabhängig ermitteltes Mindestrating von "A" aufweisen. Für Kunden, für welche kein unabhängiges Rating vorliegt, wird die Kreditqualität des Kunden unter Berücksichtigung seiner Finanzlage, der bisherigen Erfahrungen und anderer Faktoren bestimmt. Individuelle Risikolimits werden in Übereinstimmung mit den vom Board der Muttergesellschaft festgelegten Limits festgelegt.

Finanzielle Risiken - Liquiditätsrisiko

Ausreichende liquide Mittel werden vorgehalten, um den Liquiditätsbedarf zu decken, der sich aus den im Tagesgeschäft fälligen Zahlungsverpflichtungen und der planmäßigen Tilgung von Finanzschulden ergibt. Der Liquiditätsbedarf wird regelmäßig auf Tages- und Wochenbasis sowie auf Basis einer rollierenden 30-Tage-Projektion überwacht. Der längerfristige Liquiditätsbedarf wird monatlich für einen 180-tägigen und einen 360-tägigen Zeitraum ermittelt.

Ungeachtet dessen wird die Fortführung der Geschäftstätigkeit der Proton Motor Fuel Cell GmbH davon abhängen, dass die Muttergesellschaft oder deren Gesellschafter weiterhin Einzahlungen in die Kapitalrücklage durchführen oder in anderer Form Liquidität zur Verfügung stellen, damit die Gesellschaft in der Lage ist, auch zukünftig ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Muttergesellschaft mit einem Aktionär einen weiteren Darlehensvertrag über EUR 14,5 Mio. geschlossen, Zusammen mit noch nicht abgerufenen Darlehen stehen ihr damit Mittel in Höhe von EUR 21,7 Mio. zur Verfügung. Mit den Mitteln wird die Finanzierung des Working Capital der Proton Motor - Gruppe, insbesondere der Gesellschaft, bis mindestens 2024 sichergestellt.

Das Management der Proton Motor Power Systems PLC weist darauf hin, dass es derzeit davon ausgeht, dass auch in 2024 weiterer Finanzierungsbedarf besteht und die Gesellschaft wie bisher davon abhängig bleibt, dass die zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs benötigte Liquidität von den aktuellen bzw. neuen Aktionären bereitgestellt wird.

c) Chancen- und Risikobericht - wesentliche Chancen

Hauptziel von Proton Motor ist der Ausbau der Serienfertigung mit Industriepartnern auf Basis von Lizenzverträgen und für beide Seiten vorteilhaften Kooperationen wie Joint Ventures. Damit können die Stückkosten der Proton Motor - Brennstoffzellen- und Brennstoffzellen-Hybridsysteme auf ein wettbewerbsfähiges Niveau reduziert werden.

Durch Nutzung der Vertriebskanäle seiner Industriepartner ergibt sich für Proton Motor die Möglichkeit mehrere und verschiedene Marktsegmente zu bedienen und so die Basis für weiteres Umsatzwachstum zu verbreitern.

Die Kommerzialisierung der Technologie der Proton Motor - Gruppe hat inzwischen ein fortgeschrittenes Stadium erreicht. Daraus und in Verbindung mit seinen Partnerschaften besteht nach Einschätzung der Geschäftsführung für die Proton Motor Fuel Cell GmbH die Chance, sich als weltweit führender Anbieter von Brennstoffzellen-, Brennstoffzellen-Hybridsystemen, USV sowie Wind- und Solarstromspeichersystemen fest zu etablieren.

 

Puchheim, 15. Juli 2023

Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Proton Motor Fuel Cell GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Proton Motor Fuel Cell GmbH, Pucheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 15. Juli 2023

RSM GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Zelger, Wirtschaftsprüfer

Schön, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung und zur Ergebnisverwendung

In der Gesellschafterversammlung vom 25.07.2023 wurden folgende Beschlüsse gefasst:

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wird hiermit festgestellt.

Der Bilanzverlust (EUR -63.173.198,94) wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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