Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 39302
Eingetragen
22.8.1997
Branche
Großhandel mit TabakwarenBeteiligungsgesellschaftenEinzelhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens der Gesellschaft ist die Herstellung und der Vertrieb von Raucherbedarfswaren sowie ähnlichen Artikeln. Die Gesellschaft- kann weitere Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland gründen, bestehende erwerben, sich an solchen beteiligen, die Geschäfte von Unternehmen mit ähnlichem Unternehmensgegenstand führen und diese vertreten, sowie Zweigniederlassungen oder Tochtergesellschaften in der Bundesrepublik Deutschland oder im Ausland errichten. Darüberhinaus kann die Gesellschaft alle Geschäfte betreiben, die ihr förderlich sind oder sein können und die nicht gesetzlich verboten sind, insbesondere Patente, Marken und andere Warenzeicher, Lizenzen, Vertriebsrechte und andere Gegenstände und Rechte erwerben, nutzen, übertragen und verkaufen sowie Grundeigentum und Rechte an Grundstücken erwerben, verkaufen und vermieten und daran Grundpfandrechte bestellen. Die Gesellschaft kann auch Unternehmensverträge i. S. v. §§ 291, 292 AktG abschließen und Interessengemeinschaften eingehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Kockmann
seit 6.7.2022
Prokura
Geschäftsführer
Jörg Dißmann
seit 20.1.2017
Geschäftsführer
Prokura
Elisabeth Esser
seit 28.12.2012
Prokura
Christian Hinz
seit 27.3.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Mignot & De Block B.V.NLD
0.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
12.800.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
0.88%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mignot & De Block GmbH

Gummersbach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht

Struktur der Gruppe

Die Mignot & De Block GmbH ist eine 100 % Tochter der niederländischen Mignot & De Block B.V. in Eindhoven. Gegenstand der Unternehmensgruppe ist die Herstellung und der Vertrieb von Drehpapier, Filterhülsen, Eindrehfiltern und Zubehör. Zur Mignot & De Block GmbH gehören die 100 % Tochterunternehmen:

• ALPACI S.a.r.l. in Imbsheim, Frankreich,

• Brinkmann Raucherbedarf GmbH in Bremen,

• CIMA GmbH in St. Peter, Österreich,

• FK Feinpapier Kompetenz GmbH in Gummersbach (Geschäftssitz Trossingen),

• Gizeh Raucherbedarf GmbH in Gummersbach,

• HMS TUBETEC GmbH in Trossingen, (vormals Reutlingen)

Des Weiteren werden 1 % der Anteile an der Mignot & De Block BVBA in Belgien gehalten.

Zukünftig sollen am Standort in Trossingen die Synergien der Zusammenarbeit zwischen FK Feinpapier Kompetenz GmbH und HMS TUBETEC GmbH noch besser genutzt werden sowie die Prozesse und organisatorischen Strukturen im Sinne der Entwicklung der gesamten Unternehmensgruppe noch mehr angeglichen werden. Mit diesem Schritt wird die Verbesserung der Effizienz, die Vereinheitlichung von Betriebsabläufen und damit die Sicherung der inländischen Arbeitsplätze konsequent fortgesetzt. Im Laufe des Kalenderjahres 2022 wird dies auch zu einer gesellschaftsrechtlichen Verschmelzung der beiden Unternehmen führen.

Wirtschaftsbericht

Markt- und Branchenentwicklung

Der Zigarettenabsatz in Deutschland ist im Jahr 2021 um 2,8 % gegenüber 2020 gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank auch die Menge des versteuerten Feinschnitts zum Selberdrehen oder Selberstopfen im Vorjahresvergleich um 5,6 %. Insgesamt wurden 2021 Tabakwaren im Wert von 29,4 Milliarden Euro versteuert. Das waren rund 0,6 Milliarden Euro oder 2,0 % mehr als 2020.

Die pandemische Lage wirkt sich weiterhin auf das Konsumverhalten aus. Die Tendenz zur Bevorratung und Großpackungen bei Tabakwaren hält bei den Verbrauchern an. Die in Krisenzeiten erhöhte Preissensibilität der Endverbraucher führt zum Kauf von preisgünstigen XXL-Packungen. Der Zigarettenabsatz ist seit 1991 von 146,5 Milliarden Stück um etwas mehr als die Hälfte auf 71,8 Milliarden Stück im Jahr 2021 gesunken, wie die langfristige Entwicklung der versteuerten Tabakwaren zeigt.

Gegenläufig steigen die versteuerten Verkaufswerte für Zigaretten aufgrund von Tabaksteuer- und Preiserhöhungen im gleichen Zeitraum um 43,0 % auf 22,7 Milliarden Euro.

Einzig der Absatz von Pfeifentabak stieg im Jahr 2021 um 40 %. Treiber hierfür waren aber weniger der klassische Pfeifentabak, sondern Shisha-Tabak und Tabaksticks für Erhitzer, die mit zu dieser Rubrik zählen.

Feinschnitt-Tabak, der zwar geringer versteuert wird, konnte im Jahr 2021 ebenfalls nicht an den Boom aus dem ersten Coronajahr 2020 anknüpfen. Den preissensiblen Konsumenten steht eine zunehmende Auswahl an neuartigen Alternativprodukten zur Verfügung, deren bisheriges Steuerprivileg allerdings mit dem Tabaksteuermodernisierungsgesetz ab 2022 wegfällt. Für Raucherbedarfsartikel, wie insbesondere Drehpapiere, kann dies einen positiven Einfluss haben: der Trend zu dünner selbst-gedrehten Zigaretten als "Sparmodell" könnte sich wieder verstärken.

Im Januar 2022 ist das Tabaksteuermodernisierungsgesetz in Kraft getreten. Es sieht dabei bis 2026 vier Steuererhöhungen vor.

Für die weltweiten Entwicklungen im Raucherbedarfssegment bleibt es bei der Wachstumseinschätzung aus den vorherigen Jahren. Die Experten der international tätigen Marktforschungs-Gruppe Grand View Research sehen in ihrem Marktbericht und Forecast weltweit Wachstumsraten insbesondere im Roll-Your-Own-Markt in Höhe von 4,2 %. Als wesentliche Treiber hierfür werden Innovationen und Individuallösungen bei Drehpapieren und Filtern sowie zunehmende Preissensibilität in Krisenzeiten und zunehmende weltweite Verwenderschaft bei weiblichen Nutzern und Studenten identifiziert.

Die am 3. Juli 2019 in Kraft getretene EU Richtlinie 2019/904/EU über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt (Einwegkunststoffrichtlinie) hat im abgelaufenen Berichtsjahr auch Implikationen für Raucherbedarfsartikel mit sich gebracht.

Ziel dieser Richtlinie ist es, die Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt, insbesondere die Meeresumwelt, und die menschliche Gesundheit zu vermeiden und zu vermindern und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft mit innovativen und nachhaltigen Geschäftsmodellen, Artikeln und Werkstoffen zu fördern.

Die Richtlinie sieht unter anderem für Einwegkunststoffartikel Kennzeichnungsvorschriften auf der Verpackung oder auf dem Produkt selbst vor. Hierunter fallen auch Tabak- und Raucherbedarfsprodukte mit Zellulose-Acetat-Filtern. Die Kennzeichnungsvorschriften sollen für alle EU-Mitgliedstaaten harmonisiert erfolgen und sind bis zum 3. Juli 2021 in jeweils nationales Recht umzusetzen. Erst im Laufe des ersten Quartals 2021 wurden allerdings die jeweiligen Details der lokalen Durchsetzungsverordnungen veröffentlicht, so dass die Branche äußerst kurzfristig reagieren musste, um ab Juli 2021 weiterhin verkehrsfähige Produkte in die Märkte liefern zu können. Dies hat auch unsere Unternehmensgruppe in den Produktkategorien Filter und Filterhülsen vor immense produktionstechnische und logistische Herausforderungen gestellt.

Quellen:

Destatis, Januar 2022; Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse, Januar 2022

"Roll-Your-Own Tobacco Products Market, Market Analysis 2016 - 2027, Feb. 2021, Grand View Research"

Geschäftsverlauf und Lage 2021

Das Jahr 2021 war nun das zweite Jahr hintereinander, welches maßgeblich durch die Corona-Pandemie geprägt wurde. Wie schon im Vorjahr, gehörten Raucherbedarfsartikel zu den Gewinnern der Krise. Allerdings üben insbesondere in der zweiten Jahreshälfte die extrem ansteigende Kostenentwicklung und zum Teil Nichtverfügbarkeiten (Kartons, Container) auf den Rohstoff-, Energie- und Transportmärkten starken Druck auf unser Geschäft auch über das Jahr 2021 hinausgehend aus.

Allerdings haben stark steigende Rohmaterialkosten, explodierende Frachtkosten, mangelnde Containerverfügbarkeit, Verspätungen bei allen Maschineninvestitionen wegen der Halbleiterkrise auch Auswirkungen auf unsere Branche gehabt. Dennoch kann unsere Unternehmensgruppe insgesamt eher eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnen.

Die Flexibilität, sich auf die veränderten Lebens-, Arbeits-, und Konsumbedingungen einzustellen sind deutliche Signale unserer Unternehmenskultur und zukunftsweisend für die langfristige Absicherung unseres Erfolgs.

Ein wesentlicher Meilenstein für die Zukunftsausrichtung der Unternehmensgruppe war die Integration von wesentlichen Vermögenswerten der Imperial Tobacco (Efka) GmbH & Co. KG, Trossingen, in das umfirmierte Gruppenunternehmen FK Feinpapierkompetenz GmbH. Dies liefert die solide Basis für Flexibilität und weiteres Wachstum in unseren Kernaktivitäten. In Konsequenz brachte dies auch gruppeninterne Konsolidierungsprozesse, wie die Beendigung des operativen Produktionsbetriebes der Brinkmann Raucherbedarf GmbH zum 30. Juni 2021 und die Verlagerung sowie prozessuale Integration der HMS TUBETEC GmbH an den gemeinsamen Standort nach Trossingen mit sich.

Inland

Umsatzentwicklung

Auch das Jahr 2021 startete bereits mit Steigerungen des Vorjahresumsatzes im ersten Quartal. Dieses Umsatzwachstum sollte sich uneingeschränkt bis zum Jahresende fortsetzen. Erhöhter Warenbezug des Groß- und des Lebensmittelhandels als Auswirkung der massiv gestiegenen Nachfrage, aufgrund ausgeprägtem Preisbewusstseins der Konsumenten, und temporäre Grenzschließungen sind auch im zweiten Coronajahr die wesentlichen Treiber für erneute Rekordumsätze im Heimatmarkt Deutschland.

Mit einem abermaligen Rekord-Umsatzerlös von rund 85,9 Mio. Euro entwickelte sich das Berichtsjahr äußerst positiv.

Insgesamt ergibt sich für 2021 ein Umsatzwachstum im Inland von 7,0 % gegenüber dem Vorjahr getrieben durch gestiegene Absatzzahlen und weitere Verschiebung hin zu umsatzstarken Produkten.

Auch wenn eine Vielzahl von E-Zigaretten und anderen Substitut-Produkten auf den deutschen Markt drängen, scheint der Konsument vor allem in Krisenzeiten das Erlebnis "Make-Your-Own" und "Roll-Your-Own" im Zusammenhang mit seinem eigenkreierten Geschmackserlebnis nicht verlieren zu wollen.

Ausland

Die internationalen Umsätze konnten im Jahr 2021 ebenfalls sehr stark zulegen und mit 7,8 % über dem Niveau des Vorjahres abgeschlossen werden.

Auch hier waren die gestiegene Nachfrage, aufgrund des sensibleren Preisbewusstseins der Konsumenten, neue Produktdesigns und zusätzliche Einlistungen in diversen ausländischen Handelsketten Treiber für die sehr positive Auslandsmärkte-Entwicklung.

Insgesamt stiegen die Netto-Umsatzerlöse international im Jahr 2021 um EUR 3,9 Mio.

Investitionen

Investitionsschwerpunkte fanden im Jahr 2021 vor allem bei der CIMA GmbH in Österreich statt, hier waren es Investitionen in Maschinen. In Frankreich bei der ALPACI S.a.r.l. waren es neben Investitionen in technische Verbesserungen die Ergänzung des Maschinenparks. Die weitere Ausstattung mit neuen Maschinen der am Standort Trossingen ansässigen HMS TUBETEC GmbH und FK Feinpapier Kompetenz GmbH war ein weiterer Investitionsschwerpunkt im Jahr 2021. Die konsequente Fortentwicklung der Druckerei zu einem modernen Faltschachtelwerk mit Klebe- und Produktkombiautomaten am Zentralstandort in Gummersbach, der Ausbau des Lagers und die weitere Prozessdigitalisierung durch die Gizeh Raucherbedarf GmbH schließen die Liste der Investitionsschwerpunkte für 2021 ab.

An allen Standorten zusammen wurden im Jahr 2021 Neu-, Ersatz- oder Ergänzungsinvestitionen inklusive Anlagen im Bau in Höhe von rund EUR 8,4 Mio. getätigt (Vorjahr EUR 17,2 Mio.).

Hierin sind teilweise Maschinenverlagerungen zwischen der per Juni 2021 betriebsstillgelegten Brinkmann Raucherbedarf GmbH zu den Schwesterwerken ALPACI S.a.r.l., HMS TUBETEC GmbH und FK Feinpapier Kompetenz GmbH berücksichtigt. Diese Intragroup-Transkationen erfolgten zu marktüblichen Verkehrswerten.

Ertragslage

Umsatzerlöse erneut deutlich gestiegen

Die Umsatzerlöse der Mignot & De Block Gruppe sind gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Mio. Euro und damit etwas geringer als prognostiziert (+ 7,3 %) gestiegen.

Im Inland erhöhten sich die Umsatzerlöse um 7,0 %, von EUR 80,3 Mio. auf EUR 85,9 Mio. Der Auslandsumsatz inkl. Mignot & De Block B.V. stieg um 7,8 % auf EUR 53,4 Mio. (Vorjahr EUR 49,5 Mio.). Die Gesamtleistung steigerte sich um rund 11,0 % von EUR 130,5 Mio. auf EUR 144,7 Mio., bedingt vor allem durch den Anstieg der Umsatzerlöse und erhebliche Bestandserhöhungen.

Betriebsergebnis gestiegen

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf rund EUR 20,7 Mio. (15,0 % der Gesamtleistung) gegenüber EUR 18,2 Mio. im Vorjahr und erhöhte sich somit um EUR 2,5 Mio. (Prognose im Vorjahr: leicht sinkend). Im Einzelnen resultiert der Anstieg aus einer höheren Gesamtleistung aufgrund erhöhter Absätze im Inland und Ausland und deutlich geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die im Vorjahr mit Sozialplanaufwendungen am Standort in Bremen belastet waren.

Die anhaltende Umsatz- und folglich Produktionsverschiebung hin zu aufwendigeren Produkten und nach wie vor hohe bzw. leicht steigende Materialkosten führen zu einer Materialeinsatzquote nur geringfügig über Vorjahresniveau.

Der Personalaufwand erhöht sich um EUR 3,1 Mio. auf EUR 35,3 Mio. Ursächlich hierfür sind Tariferhöhungen in allen Bereichen und der Personalaufbau im Rahmen der Zukunftsausrichtung der Gruppe sowie temporäre parallele Personalstrukturen an den Standorten Bremen und Trossingen. Die aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung insgesamt gestiegenen betrieblichen Aufwendungen sowie weitere, steigende Aufwendungen zur Digitalisierung und Prozessoptimierung im Rahmen der Zukunftsausrichtung werden im Vorjahresvergleich durch die Reduzierung um die Aufwendungen des Sozialplans zur Betriebsstilllegung der Brinkmann Raucherbedarf GmbH mehr als kompensiert, so dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen per Saldo um EUR 3,0 Mio. gesunken sind.

Die operative Ertragslage der Unternehmensgruppe wird weiterhin als sehr robust und sehr gut angesehen.

Die Ertragslage des Konzerns ist insgesamt durch den erneut deutlich über Vorjahresniveau liegenden Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 14,2 Mio. gekennzeichnet.

Finanzlage und Vermögenslage

Finanzlage

Die Mignot & De Block GmbH ist mit der ebenfalls kapitalstarken Mignot & De Block B.V., Eindhoven/ Niederlande, verbunden.

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum 31. Dezember 2021 ca. EUR 7,7 Mio. und haben sich hauptsächlich um die planmäßige Tilgung der Kaufpreisfinanzierung des Asset Deals der FK Feinpapier Kompetenz GmbH reduziert.

Die Finanz- und Liquiditätslage der Unternehmensgruppe Mignot & De Block GmbH, Gummersbach, war jederzeit geordnet. Sämtlichen Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit fristgerecht nachgekommen werden. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden generell unter Ausnutzung von Skonti ausgeglichen.

Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss der Mignot & De Block GmbH mit einem operativen Cash-Flow von EUR 12,2 Mio. (Vorjahr EUR 17,1 Mio.).

Derzeit besteht für die Mignot & De Block Gruppe kein Risiko aus Finanzierungs- oder Liquiditätsengpässen. Die Liquidität wird laufend überwacht und gezielt eingesetzt. Bei der Geldanlage werden risikolose Varianten gewählt.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöht sich um rund 7,2 % und beträgt rund EUR 100,5 Mio.

Die Position "Immaterielle Vermögensgestände" verringert sich vor allem abschreibungskonform um EUR 0,2 Mio.

Das Sachanlagevermögen steigert sich per Saldo geringfügig. Treiber sind sinkende Werte für Grundstücke und Bauten, bedingt durch Aufgabe und folglich Reduzierung von Einbauten am Standort der HMS TUBETEC GmbH in Reutlingen sowie steigende Werte für technische Anlagen und Maschinen durch die technische Investitionstätigkeit. Dies führt zu einem Gesamt-Anlagenvermögen in Höhe von EUR 48,1 Mio. und somit auf Vorjahresniveau.

Die erhöhte Nachfrage- und Absatzentwicklung sowie eine krisenbedingt höhere Bevorratung führen in Konsequenz auch zu erhöhten Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, so dass sich das Umlaufvermögen um weitere EUR 6,8 Mio. auf EUR 51,9 Mio. erhöht.

Zum Bilanzstichtag stiegen die flüssigen Mittel von EUR 4,3 Mio. auf EUR 5,1 Mio.

Die Eigenkapitalquote hat sich bei einem Jahresüberschuss von EUR 14,2 Mio. von im Vorjahr 62,6 % auf 71,0 % gesteigert. Grund hierfür ist im Wesentlichen die Inanspruchnahme der Rückstellungen für Aufwendungen im Rahmen des Sozialplans der Brinkmann Raucherbedarf GmbH.

Die Gesamtverbindlichkeiten betrugen EUR 18,3 Mio. und damit EUR 1,0 Mio. mehr als im Vorjahr. Eine deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei gleichzeitigem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten sind Hauptursachen für diese Entwicklung.

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Kennzahlen der Mignot & De Block Gruppe betreffen neben EBIT zwei wesentliche Teilbereiche: Materialeinsatzquote (2021: 37 % vs. 2020: 34 %) auf der Produktionsseite sowie der Umsatz auf der Vertriebsseite, wobei Umsatzerlöse und EBIT die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind. Zu Ausführungen über diese Kennzahlen wird auf die vorangegangenen Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren, nach denen die Gruppe gesteuert wird und die sich nicht auf Materialkosten bzw. Umsatz beziehen, bestehen nicht.

Personal/ Personalien

Im Geschäftsjahr 2021 beschäftigte die Mignot & De Block Gruppe durchschnittlich 521 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente - VZÄ); ohne Auszubildende und Geschäftsführer und damit 35 Mitarbeiter (VZÄ) mehr als im Vorjahr. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus dem Personalaufbau bei der FK Feinpapier Kompetenz GmbH bei teilweise (1. Halbjahr) existierendem Personalbestand bei Brinkmann Raucherbedarf GmbH.

Die Anzahl des eingesetzten Leihpersonals über alle Standorte betrug in 2021 im Jahresdurchschnitt 67,4 Personen (Vorjahresdurchschnitt 30,4 Personen).

Die Entlohnung basiert bei leitenden Angestellten auf einzelvertraglicher Basis und bei allen anderen Mitarbeitern auf einem Tarifvertrag bzw. in Anlehnung an für die Branche relevante Tarifverträge.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde durch die Nutzung gezielter Schulungs- und Weiterbildungsangebote die Qualifizierung des Mitarbeiterstamms konsequent fortgeführt, wenn auch coronabedingt eher virtuelle Formate im Vordergrund standen.

Umweltschutz

Die ständige Suche nach Optimierungspotential in den Bereichen Transportauslastung, Verpackungskosten und Rohstoffeinsatz trägt dazu bei, auf lange Sicht Ressourcen zu schonen. Wir sind kontinuierlich bestrebt, sämtlichen Verpackungsmüll, der während und für die Herstellung unserer Produkte anfällt, auf ein realistisches Minimum zu reduzieren und zu einem größtmöglichen Anteil der Wiederverwertung zuzuführen.

Dabei achten wir selbstverständlich darauf, dass die einzelnen Materialien, die wir für unsere Produkte und Verpackungen verwenden, eine höchstmögliche Recyclingfähigkeit oder 100 % FSC-Qualität haben.

Mit dem Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 arbeiten wir konsequent nach Norm und verfolgen mit diesem systematischen Ansatz, eine kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung, einschließlich Energieeffizienz, des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs an unseren deutschen Standorten zu erzielen. So betreiben wir in unseren Werken u.a. ein Blockheizkraftwerk mit moderner Wärmerückgewinnungstechnik, nutzen die Wärmerückgewinnung aus der Produktion und erzeugen PV-Strom durch Dach-Photovoltaikanlagen.

Zusätzlich zum deutlichen Anstieg von E-Fahrzeugen bzw. E-Hybrid-Fahrzeugen in unserer Dienstwagenflotte kompensieren wir seit Anfang des Jahres 2022 mit einer Abgabe pro getankten Liter Kraftstoff den CO 2 Gehalt unseres Fuhrparks zu 100 %.

Aus den Herstellungsprozessen in den einzelnen Konzerngesellschaften sind keine potenziellen Gefahren für die Umwelt zu erkennen.

Risiko- und Chancenbericht

Absatzrisiken und - chancen, politisches Umfeld

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus, ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft stark negativ beeinträchtigen.

Beispiele sind:

• (vorübergehende) Ein- und Ausreisestopps,

• Schließungen von Landesgrenzen, Häfen, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen oder gastronomischen Betrieben,

• Absage von Messen und Veranstaltungen aller Art,

• Ausdünnung des Flug- und Bahnverkehrs.

Besonders betroffen ist derzeit der soziale Konsum, also Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit Beherbergung und Gaststätten, Kultur, Freizeit und Unterhaltung stehen.

Eine genaue Vorhersage der volkswirtschaftlichen Folgen und Kosten dieser Krise ist nach wie vor kaum möglich, zudem auch eine hohe Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Pandemie und ihrer jeweiligen Virusvarianten und insbesondere die von den Regierungen aber auch vom Gesundheitssektor zu ergreifenden Maßnahmen zur Eindämmung/ Bekämpfung des Virus besteht.

Gleiches gilt für die Auswirkungen auf unsere Unternehmensgruppe, die wir derzeit nicht quantifizieren können, jedoch auch im zweiten Jahr der Pandemie bis dato keine signifikanten Negativentwicklungen aufweisen. Die Umsätze entwickeln sich im aktuellen Geschäftsjahr 2022 sowohl geringfügig unter der sehr starken Vorjahresperiode als auch noch unter Budget.

Aus dem politischen Umfeld sind aktuell keine zusätzlichen Einschränkungen, Auflagen oder fiskalische Maßnahmen, neben der Tabaksteuererhöhung ab 2022, für unser Produktportfolio in Planung oder zumindest nicht bekannt. Von der Tabaksteuererhöhung, die erstmalig auch Substitutionsprodukte, wie E-Zigaretten und E-Liquids betrifft, ist eher ein positiver Impuls hinzu zu alternativem Tabakkonsum, wie dem Drehen mit weniger Tabak, zu erwarten.

Die am 3. Juli 2019 in Kraft getretene EU Richtlinie 2019/904/EU über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt (Einwegkunststoffrichtlinie) wird in den kommenden Jahren auch Implikationen für Raucherbedarfsartikel mit sich bringen.

Ziel dieser Richtlinie ist es, die Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt, insbesondere die Meeresumwelt, und die menschliche Gesundheit zu vermeiden und zu vermindern und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft mit innovativen und nachhaltigen Geschäftsmodellen, Artikeln und Werkstoffen zu fördern.

Die Richtlinie sieht im ersten Schritt die bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 erfolgten und umgesetzten Kennzeichnungen auf der Verpackung oder auf dem Produkt selbst vor. In einem weiteren Schritt sind für Einwegplastikprodukte, hierunter fallen auch Tabak- und Raucherbedarfsprodukte mit Zellulose-Acetat-Filtern, ab Januar 2023 Abgaben oder Gebühren durch die Hersteller abzuführen, die jeweils greifenden Umsetzungsrichtlinien erfolgen durch EU-Mitgliedstaaten individuell.

Dies stellt die Unternehmensgruppe in den betroffenen Produktkategorien Filter und Filterhülsen vor produktionstechnische (Materialalternativen) und wirtschaftliche Herausforderungen.

Ständige Produktverbesserungen, Innovationen, neue Kooperationen sowie prägende Marketingmaßnahmen tragen dazu bei, sich von Wettbewerbern stärker abzugrenzen und sich somit im Markt weiterzuentwickeln.

Nachdem Russland am 24. Februar 2022 einen Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen hat, dauern die Gefechte bis dato weiterhin an. Die internationale Gemeinschaft hat mit schärfsten Sanktionen auf die russische Eskalation reagiert. Eine genaue Vorhersage der Folgen der aktuellen Ukraine-Krise ist aktuell kaum möglich, zudem auch eine hohe Unsicherheit über die weitere Kostenentwicklung und Rohstoffverfügbarkeit inklusive der Energieversorgung besteht.

Gleiches gilt für die Auswirkungen auf unsere Unternehmensgruppe. Bis dato zeichnen sich jedoch nur bedingt negative und zurzeit noch gut mitigierbare Auswirkungen auf Absatz und Umsatz ab.

Mignot & De Block berücksichtigt die genannten Risiken im Rahmen der mittel- und langfristigen Unternehmensstrategie und -planung sowie mit einem adäquaten Kostenmanagement und regelmäßigen Anpassungen des Personalstandes durch Leiharbeitskräfte.

Ansonsten konnten auch für 2022 die meisten Verträge mit den wesentlichen Großkunden aus dem Lebensmitteleinzelhandelsbereich erfolgreich zum Abschluss gebracht werden bzw. haben noch Fortbestand aus früheren erfolgreichen Vertragsverhandlungen.

Weitere Chancen ergeben sich durch eine intensivere Bearbeitung internationaler Märkte und aus der Innovationskraft, die regelmäßig Produktinnovationen hervorbringt. Hierdurch ergeben sich Wettbewerbsvorteile sowie die Möglichkeit, Marktanteile zu gewinnen.

Aktuell ist der Markt im ersten Quartal 2022 gut aber unter der Budgeterwartung gestartet, es wird derzeit davon ausgegangen, dass die ambitionierte Planung für 2022 noch realisiert werden kann. Dies wird zum einen von der Durchsetzbarkeit der geplanten Preiserhöhungen abhängig sein, und zum anderen maßgeblich von der weiteren Rohstoffpreisentwicklung beeinflusst werden.

Finanzielle Risiken

Strittige Rechtsverfahren im Ausland wurden angemessen im Jahresergebnis berücksichtigt.

Die Kapazitätsauslastung in den Werken kann als gut bezeichnet werden, die Planung für 2022 lässt dies auch für die Folgemonate erwarten. Bei Änderungen der Marktlage können entsprechend zeitnah Adaptionen erfolgen.

Der Beschaffungsmarkt unterliegt nur in sehr geringem Umfang Währungsrisiken. Die ohnehin stark steigenden Einkaufs-, Transport- und Logistik- sowie Energiekosten zeigen aktuell, aufgrund der geopolitischen Krisenlage, weitere exponentiell steigende Tendenzen.

Ein Forderungsausfallrisiko, das zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Finanzlage der Mignot & De Block GmbH führen könnte, wird nicht gesehen. Eine tägliche Forderungskontrolle und striktes Mahnwesen sind dabei wichtige Instrumente der Risiko-Mitigation. Wirtschaftliche Abhängigkeit von einem Großabnehmer besteht außerdem nicht.

Es sind uns nach dem derzeitigen Kenntnisstand keine weiteren Risiken der künftigen Entwicklung oder solche Risiken bekannt, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe bzw. einzelner Gesellschaften im Geschäftsjahr 2022 oder in absehbarer Zukunft gefährden. Wir sehen deshalb den Fortbestand der Unternehmensgruppe als gesichert an. Tabaksteuerliche und/oder gesundheitspolitische Entscheidungen durch EU-Kommission, Nationalstaaten oder WHO können allerdings, wie bisher, jederzeit Einfluss auf die weitere Geschäftsentwicklung mit sich bringen.

Prognosebericht

Die Mignot & De Block Gruppe erwartet für 2022 insgesamt 12,8 % höhere Nettoerlöse gegenüber 2021, neben steigenden Absatzmengen sind auch geplante Absatzpreissteigerungen die Treiber hierfür. Diese sind aufgrund der Preisentwicklungen an den Beschaffungsmärkten aber alternativlos.

Aufgrund von Absatz- und Produktmix sowie Preissteigerungen bei den Rohstoffen, die nicht vollumfänglich auf die Verkaufspreise umgelegt werden können, wird mit einer moderat steigenden Materialkostenquote gerechnet werden müssen.

Der geplante Anstieg beim Personal und damit verbundenen höheren Personalkosten; aufgrund von Zukunftsinvestitionen, leicht sinkenden Abschreibungen, zusätzlichen EDV-Projekten, erweitertes Marketingbudget lassen für 2022 ein EBIT auf Vorjahresniveau erwarten.

Auch für 2022 sind weitere Investitionen in Sachanlagen an allen Standorten in Höhe von EUR 15,2 Mio. geplant.

Nennenswerte Einzelinvestitionen sind: diverse Infrastruktur- und Baumaßnahmen, wie die Lagererweiterung am Standort in Österreich, die Lagerprozessautomatisierung des Logistic Centers, der weitere Ausbau des Faltschachtelwerkes der Gizeh Raucherbedarf GmbH sowie die Anschaffung von Filterproduktionsmaschinen der neuen Filter-Generation gemäß gesetzlicher Produktanforderungen.

Die Realisierung weiterer Investitionsvorhaben wird sich flexibel an den Marktgegebenheiten und -entwicklungen orientieren. Allerdings wird stets darauf geachtet, dass die finanzielle Stärke und Eigenständigkeit der Mignot & De Block GmbH dabei gewahrt bleibt.

Alle Kostenentwicklungen unterliegen regelmäßiger Beobachtung und werden im Rahmen der Geschäftsentwicklung jederzeit und kurzfristig angepasst.

Für einen Prognosezeitraum von 2-3 Jahren sind derzeit keine signifikanten Veränderungen in der Unternehmensstrategie geplant oder im Markt- und Unternehmensumfeld erkennbar.

Eine genaue Vorhersage der Folgen der aktuellen Ukraine-Krise ist aktuell kaum möglich, zudem auch eine hohe Unsicherheit über die weitere Kostenentwicklung und Rohstoffverfügbarkeit inklusive der Energieversorgung besteht.

Gleiches gilt für die Auswirkungen auf unsere Unternehmensgruppe. Bis dato zeichnen sich jedoch nur bedingt negative und zurzeit noch mitigierbare Auswirkungen auf Absatz und Umsatz ab.

Kontrollsystem und Risikomanagement

Unser Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, Gefahren für Vermögen, Beschäftigung, Ertrag und Liquidität zu verhindern bzw. so früh wie möglich zu erkennen und jederzeit wirksame Maßnahmen zur Risikoabwehr und -bewältigung zu ergreifen sowie sich bietende Chancen zu nutzen. Dabei ist die Risikovermeidung nicht oberstes Gebot unseres unternehmerischen Handelns, sondern vielmehr die Risikotragfähigkeit des Unternehmens optimal auszunutzen. Angemessene und überschaubare Risiken im Zusammenhang mit unserer unternehmerischen Tätigkeit werden, nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung, bewusst getragen und in Kauf genommen, wenn ein adäquater Mehrwert geschaffen werden kann. Bei allen anderen Risiken wird geprüft, ob ein Risikotransfer auf Dritte stattfinden kann.

Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind im Rahmen unserer eigenen Verhaltensregeln und Risikoeinstellungen nicht zulässig.

Kernstücke unseres Risikomanagements betreffen

- den Schutz des Vermögens

- den bestmöglichen Schutz vor operationalen Risiken

- die Vermeidung von technischen Risiken in allen Bereichen (IT, Produktion, etc.)

Hierzu wurden geeignete Instrumentarien implementiert (Mahnwesen, monatliches Reporting, kurz-, mittel- und langfristige Planungen in allen Vertriebs-, Produktions- und kaufmännischen Bereichen etc., Wartungsverträge für IT und Technik, intensive Awarness-Schulungen zur Erkennung von möglichen Cyberattacken) sowie Vorsorgemaßnahmen getroffen und Risiken so weit wie möglich und wirtschaftlich sinnvoll auf externe Risikoträger, z.B. Versicherungen und IT-Provider, verlagert.

 

Gummersbach, den 5. Mai 2022

J. Bizot

C. Hinz

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2021
31.12.2020
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.337.728,82 1.285.962,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 638.424,59 914.705,68
3. Geleistete Anzahlungen 100.236,71 46.703,54
  2.076.390,12 2.247.371,86
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.716.357,97 21.361.358,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.721.452,41 17.614.976,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.147.933,02 2.169.718,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.504.372,61 4.591.871,36
  46.090.116,01 45.737.924,34
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 10.285,50 10.285,50
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 192.673,24
  10.285,50 202.958,74
  48.176.791,63 48.188.254,94
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.368.368,32 6.491.123,75
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.784.184,97 3.458.771,92
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 19.025.399,62 14.730.806,49
4. Geleistete Anzahlungen 448.253,76 394.753,99
  30.626.206,67 25.075.456,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.993.304,80 13.438.976,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 987.491,61 1.129.072,84
(davon gegen Gesellschafter € 987.491,61; Vorjahr € 1.129.072,84)    
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.194.716,22 1.112.985,50
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 376.561,98; Vorjahr € 372.096,82)    
  16.175.512,63 15.681.034,95
III. Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.098.381,52 4.337.322,65
  51.900.100,82 45.093.813,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 209.342,74 179.946,29
D. Latente Steuern 231.387,49 293.044,00
  100.517.622,68 93.755.058,98

Passiva

   
31.12.2021
31.12.2020
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 15.338.756,44 15.338.756,44
III. Andere Gewinnrücklagen 4.552.465,59 4.552.465,59
IV. Konzern-Bilanzgewinn 51.456.644,04 38.776.841,45
  71.373.430,66 58.693.628,07
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 3.981.490,09 3.701.105,93
2. Steuerrückstellungen 904.710,00 1.403.434,92
3. Sonstige Rückstellungen 5.845.475,19 12.648.886,62
  10.731.675,28 17.753.427,47
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.706.645,62 9.687.716,87
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.882,71 93.184,70
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.646.283,55 3.661.027,51
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.974.508,50 3.855.361,36
  18.346.320,38 17.297.290,44
D. Rechnungsabgrenzungsposten 59.053,36 0,00
E. Latente Steuern 7.143,00 10.713,00
  100.517.622,68 93.755.058,98

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

2021
2020
1. Umsatzerlöse 139.270.922,42 129.764.799,56
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (Vorjahr Erhöhung d. Bestands) 5.356.081,52 615.436,43
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 113.431,87 71.572,84
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.478.895,48 1.699.502,04
(davon aus Währungsumrechnung € 2.061,01; Vorjahr € 1.670,74)    
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -44.947.641,05 -35.932.559,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.405.171,29 -7.210.868,71
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -28.189.205,84 -25.784.789,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.140.079,71 -6.467.107,02
(davon für Altersversorgung € 683.469,23 ; Vorjahr € 494.075,70)    
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -8.094.503,02 -6.908.295,72
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -28.694.453,84 -31.664.246,03
(davon aus Währungsumrechnung € 5.426,49; Vorjahr € 3.799,57)    
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 98.796,66 640,61
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.206,27 1.771,47
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -192.756,78 -168.615,95
(davon aus Aufzinsung von Rückstellungen € 123.743,31; Vorjahr € 125.375,00)    
12. Ergebnis vor Steuern 20.657.522,69 18.017.240,46
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.125.588,35 -5.807.297,93
(davon für latente Steuern € 58.086,51; Vorjahr € 6.922,00)    
14. Ergebnis nach Steuern 14.531.934,34 12.209.942,53
15. Sonstige Steuern -352.131,75 -359.197,55
16. Konzern-Jahresüberschuss 14.179.802,59 11.850.744,98
17. Gewinnvortrag 37.276.841,45 26.926.096,47
18. Konzern-Bilanzgewinn 51.456.644,04 38.776.841,45

Konzernkapitalfliussrechnung

2021
2020
Konzernjahresüberschuss 14.179.802,59 11.850.744,98
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 8.051.571,80 6.908.295,72
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen -7.520.477,11 4.693.900,39
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -6.074.624,65 -8.272.198,80
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 3.069.721,24 446.463,83
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens (Saldo) -49.521,94 19.656,00
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) -32.989,46 40.828,87
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 6.125.588,35 5.807.297,93
Ertragsteuerzahlungen (-/+) -5.561.636,92 -4.430.585,85
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 12.187.433,90 17.064.403,07
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -346.968,04 -185.192,59
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (+) 1.440.611,28 41.287,52
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -9.084.229,79 -16.996.688,89
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 -511,94
Erhaltene Zinsen (+) 102.002,93 2.412,08
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.888.583,62 -17.138.693,82
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten (+) 0,00 10.000.000,00
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten (-) -1.981.071,25 -1.499.603,29
Gezahlte Zinsen (-) -56.720,16 -31.731,83
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens (-) -1.500.000,00 -8.000.000,00
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.537.791,41 468.664,88
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 761.058,87 394.374,13
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.337.322,65 3.942.948,52
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.098.381,52 4.337.322,65

Konzerneigenkapitalspiegel

Gezeichnetes Kapital
Rücklagen Kapitalrücklage
andere Gewinnrücklagen
Summe
Stand am 1. Januar 2020 25.564,59 15.338.756,44 4.552.465,59 19.891.222,03
Entnahme aus der Rücklage        
Ausschüttung        
Konzernjahresüberschuss 2020        
Stand am 1. Januar 2021 25.564,59 15.338.756,44 4.552.465,59 19.891.222,03
Ausschüttung        
Konzernjahresüberschuss 2021        
Stand am 31. Dezember 2021 25.564,59 15.338.756,44 4.552.465,59 19.891.222,03
Konzernbilanzgewinn
Konzerneigenkapital
Stand am 1. Januar 2020 34.926.096,47 54.842.883,09
Entnahme aus der Rücklage   0,00
Ausschüttung -8.000.000,00 -8.000.000,00
Konzernjahresüberschuss 2020 11.850.744,98 11.850.744,98
Stand am 1. Januar 2021 38.776.841,45 58.693.628,07
Ausschüttung -1.500.000,00 -1.500.000,00
Konzernjahresüberschuss 2021 14.179.802,59 14.179.802,59
Stand am 31. Dezember 2021 51.456.644,04 71.373.430,66

Konzernanhang

Handelsregister B des Amtsgerichts Köln

HRB 39331

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

Der Konzernabschluss der Mignot & De Block GmbH, Gummersbach, zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften des HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Zur Verbesserung der Darstellung wurde die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten Ergebnis vor Steuern erweitert.

Die Konsolidierung erfolgte auf der Grundlage der Jahresabschlüsse der einzelnen Gesellschaften zum 31. Dezember 2021.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz

In den Konzernabschluss sind neben der Mignot & De Block GmbH nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung sechs weitere Gesellschaften einbezogen .

Name und Sitz Konzernanteil am Kapital
in %
ALPACI S.a.r.l., Imbsheim/ Frankreich 100,00
Brinkmann Raucherbedarf GmbH, Bremen 100,00
CIMA GmbH, St. Peter am Wimberg/ Österreich 100,00
FK Feinpapier Kompetenz GmbH, Gummersbach 100,00
Gizeh Raucherbedarf GmbH, Gummersbach 100,00
HMS TUBETEC GmbH, Reutlingen 100,00

Die inländischen Tochterunternehmen der Mignot & De Block GmbH (Gizeh Raucherbedarf GmbH, Brinkmann Raucherbedarf GmbH, HMS TUBETEC GmbH und FK Feinpapier Kompetenz GmbH) nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Offenlegung und bezüglich der Aufstellung des Jahresabschlusses (Verzicht auf Anhang und Lagebericht) in Anspruch.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung der Gizeh Raucherbedarf GmbH, Brinkmann Raucherbedarf GmbH, FK Feinpapier Kompetenz GmbH, ALPACI S.a.r.l. und CIMA GmbH wurde nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. durchgeführt. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde der 31. Dezember 1997 zugrunde gelegt.

Die Buchwerte der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen wurden mit dem Eigenkapital dieser Gesellschaften zum Zeitpunkt des Erwerbes aufgerechnet. Der Saldo von T€ 41.642 setzt sich aus den aktivischen Unterschiedsbeträgen in Höhe von T€ 45.348 und passivischen Unterschiedsbeträgen von T€ 3.706 zusammen. Die passivischen Unterschiedsbeträge aus der während der Konzernzugehörigkeit, jedoch vor Erstkonsolidierung, thesaurierten Gewinne der ausländischen Tochtergesellschaften CIMA und ALPACI werden nicht als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, sondern entsprechend ihrem Charakter in den Konzern-Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Die 2019 bei der Erstkonsolidierung der HMS TUBETEC GmbH, Reutlingen, nunmehr bei Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgte Aufstockung der stillen Reserven wird durch zeitanteilige Abschreibungen fortentwickelt. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 1.567 wird linear mit jährlich T€ 319 über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer basiert auf Erfahrungswerten bezüglich des Produktlebenszyklus in der Branche.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen gemäß § 303 HGB aufgerechnet.

Zwischenergebnisse (-gewinne) innerhalb der Vorräte wurden eliminiert. In Einzelabschlüssen ausgewiesene Rohstoffe aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.323 (Vorjahr T€ 1.443) stellen aus Konzernsicht unfertige Erzeugnisse dar; sie wurden entsprechend umgegliedert.

Für die erfolgswirksame Zwischenergebniseliminierung wurden latente Steuern mit T€ 201 aktivisch abgegrenzt (Vorjahr T€ 280). Bei deren Ermittlung wurde von einem durchschnittlichen Steuersatz von 28% (Deutschland 31,555%, Frankreich 27,5%, Österreich 25%) ausgegangen, da die Abweichungen zu den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Ausland unwesentlich sind. Der Ausweis aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt unsaldiert. Auf Ebene der Einzelabschlüsse wird das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Anspruch genommen, wonach ein Aktivüberhang latenter Steuern nicht ausgewiesen werden muss.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Aufwendungen und Erträge aus Gewinnabführungsverträgen ebenso miteinander verrechnet wie Innenumsätze und übrige Erträge aus zwischengesellschaftlichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit den korrespondierenden Aufwendungen (§§ 303 bzw. 305 HGB).

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Alle im Konzernabschluss zusammengefassten Einzelabschlüsse wurden nach den folgenden auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stetig im Sinne des § 308 HGB aufgestellt. Insgesamt sind die Abweichungen von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bei der Berechnung der Herstellungskosten wurden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, bestehend aus anteiligen Lagerkosten, Kosten für Einkauf und Lohnbüro sowie ein anteiliger Werteverzehr auf die Produktionsanlagen einbezogen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen; Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Der Ansatz entspricht den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Die Abschreibungen auf die Sachanlagen wurden nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten teils unter Anwendung der degressiven Methode (Frankreich, Deutschland), teils nach der linearen Methode (Deutschland, Österreich und Frankreich) vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Berichtsjahres erfolgten zeitanteilig und linear. Die Nutzungsdauer der einzelnen Gegenstände ist unter Beachtung der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt worden. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Abschreibungsdauern betragen:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwert 5 Jahre
Sachanlagen 2 bis 50 Jahre

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder den am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. (Konzern-) Herstellungskosten. Bei der Berechnung der Herstellungskosten wurden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, bestehend aus anteiligen Lagerkosten, Kosten für Einkauf und Lohnbüro sowie ein anteiliger Werteverzehr auf die Produktionsanlagen einbezogen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen; Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Der Ansatz entspricht den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Lagen der Börsen- oder Marktpreis oder der Wert, der den Gegenständen am Bilanzstichtag beizulegen war, unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, kamen die sich hieraus ergebenden Werte zum Ansatz. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellkosten eingerechnet. Für Ungängigkeit und andere Lagerrisiken wurden Abschläge vorgenommen. Dabei wurden bei allen Vorratsgruppen wie im Vorjahr pauschale Abwertungen für Lagerhüter in Abhängigkeit von der Lagerdauer sowie eine Reichweitenabwertung nach Maßgabe der Dauer des geschätzten Abverkaufs vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Bei ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesene unversteuerte Rücklagen (Sonderposten mit Rücklageanteil) wurden entsprechend den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bilanzierungsmethoden umgegliedert oder aufgelöst.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt für den gesamten Konsolidierungskreis, nach folgenden Parametern:

• Der versicherungsmathematische Wert wurde unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method") ermittelt.

• Aufgrund der Regelung in § 253 Abs. 1 HGB (Ansatz von Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag) werden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsrückstellungen zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen zwischen 0 % und 2,2 % sowie die erwartete Mitarbeiterentwicklung (Fluktuation) zwischen 0 % und 4,7 % berücksichtigt. Ein Karrieretrend wird insofern berücksichtigt, als sich dieser in einem Zuschlag auf die angenommene Regelgehaltserhöhung niederschlägt.

• Es finden die Richttafeln 2018G Anwendung.

• Es wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

• Es wird der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,87 % verwendet.

• Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB Ausschüttungssperre beträgt T€ 242 (Vorjahr T€ 302).

Die Jubiläumsrückstellungen wurden mit einem Rechnungszins von 1,35 % abgezinst.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei fanden Preis- und Kostensteigerungen Berücksichtigung. Darin enthalten sind Rückstellungen für den Interessenausgleich im Werk Bremen, da dort über das Ende der Produktion hinaus noch Mitarbeiter beschäftigt werden bis 30. April 2022. Die Rückstellung beinhaltet die vereinbarten Beträge sowie die Arbeitgeberanteile. Ebenfalls enthalten ist eine Rückstellung für Drohverluste für zukünftigen Leerstand der gemieteten Produktionsflächen in Bremen.

Langfristige Rückstellungen (Restlaufzeit größer ein Jahr) wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, wie ihn die Deutsche Bundesbank veröffentlicht, abgezinst.

Der Effekt aus der Zinssatzänderung wird im operativen Ergebnis erfasst.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger) sowie langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten, diese unter Beachtung von § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB sowie § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB, werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Der Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Erläuterungen zum Konzernabschluss

Konzernbilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind bis auf sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 376 (Vorjahr T€ 372) sämtlich kurzfristig.

Forderungen gegen Gesellschafter resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen und sind gleichzeitig wie auch im Vorjahr Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen für:

31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
Urlaubsansprüche 1.151 1.293
Erlösschmälerungen 1.999 2.101
Jubiläumszahlungen 687 487
Ausstehende Lieferantenrechnungen 262 280
Sterbegeldverpflichtungen 0 1
Andere Personalverpflichtungen 140 215
Abfindungen Sozialplan 117 5.409
Werbeleistungen 542 595
Berufsgenossenschaftsbeiträge 164 148
Garantieleistungen (pauschal) 6 8
Drohverluste 110 980
Übrige 667 1.131
  5.845 12.648

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten:

Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit GesicherteBeträge
T€ bis zu 1 Jahr
T€
von mehr als 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahre
T€
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.707 1.987 5.720   0
(Vorjahr) (9.688) (1.981) (7.707)   (9)
Erhaltene Anzahlungen 19 19      
(Vorjahr) (93) (93)      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.646 5.646      
(Vorjahr) (3.661) (3.661)      
Sonstige Verbindlichkeiten 4.975 4.975      
(Vorjahr) (3.855) (3.855)      
- davon aus Steuern 1.473 1.473      
(Vorjahr) (913) (913)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 619 619      
(Vorjahr) (499) (499)      
Summe 18.347 12.627 5.720 0 0
(Vorjahr) (17.297) (9.590) (7.707) (0) (9)

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 0 (Vorjahr T€ 9) durch die Verpfändung eines Wertpapierdepots (HMS) gesichert.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten:

Verpflichtungen aus Kauf-, Miet- und Leasingverträgen:

T€
Fällig in 2022 (unter 1 Jahr) 2.003
Fällig in 2023 bis 2026 3.506
(1-5 Jahre)  
Fällig ab 2027 (über 5 Jahre) 625
  6.134

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen beinhalten unbefristete Mietverträge für Läger und Container mit einer Jahresmiete von insgesamt T€ 611.

Im Berichtsjahr wurden keine zu marktunüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse nach Regionen:

2021
T€
2020
T€
Deutschland 85.915 80.258
EG-Länder ohne Niederlande 27.524 28.783
Niederlande 12.716 11.964
Ausland 13.116 8.759
  139.271 129.764

Periodenfremde Erträge:

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Rückstellungsauflösungen von T€ 1.056 (Vorjahr T€ 458) angefallen.

Außergewöhnliche Aufwendungen:

Die Aufwendungen für die in den Rückstellungen erstmalig ausgewiesenen Positionen Sozialplan (T€ 117; Vorjahr: T€ 4.509) sowie Drohverluste (T€ 110; Vorjahr: T€ 980) sind in voller Höhe in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst worden.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer und Auszubildende beträgt:

2021
Anzahl
2020
Anzahl
ALPACI S.a.r.l 140 130
Brinkmann Raucherbedarf GmbH 40 80
CIMA GmbH 139 139
FK Feinpapier Kompetenz GmbH 62 13
Gizeh Raucherbedarf GmbH 163 147
HMS TUBETEC GmbH 10 14
Mignot & De Block GmbH 10 9
  564 532

Abschlussprüferhonorare für das Geschäftsjahr 2021

Für den Konzernabschlussprüfer sind für 2021 Honorare in Höhe von T€ 98 (Vorjahr T€ 98) zu berücksichtigen. Diese resultieren aus Tätigkeiten für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von T€ 77 sowie für Steuerberatung in Höhe von T€ 21.

Geschäftsführerbezüge

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens wird gemäß § 314 Abs. 3. S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführung wurde in 2021 von folgenden Geschäftsführern wahrgenommen:

Herrn Jochen Bizot, Geschäftsführer der Mignot & De Block B.V., Amsterdam (Niederlande)

Herrn Christian Hinz, Geschäftsführer der deutschen Mignot & De Block Gruppe, Gummersbach

Konzernzugehörigkeit

Die Mignot & De Block GmbH, Gummersbach, erstellt als Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss. Der Konzernabschluss wird nach HGB aufgestellt und im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Die Granville B.V., Eindhoven/Niederlande, erstellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird in den Niederlanden veröffentlicht.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 11.748.310,29 auf neue Rechnung vorzutragen.

Cashflow und Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung beinhaltet den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Stichtag, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich negativ beeinflussen, haben sich nicht ergeben. Dies gilt auch vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise, die sich temporär auf die Personalsituation und die Beschaffungssituation auswirken kann. Die Gesellschaft hat Maßnahmen ergriffen, die Risiken aus der Corona-Krise präventiv und im akuten Fall zu begrenzen.

 

Gummersbach, den 26. Mai 2022

Jochen Bizot

Christian Hinz

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2021
Zugang aus BP+Korrektur Erstkonsolidierung HMS
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.277.540,29 1.349,00 293.434,87 0,00 0,00 2.572.324,16
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.524.509,48 42.931,22 0,00 0,00 0,00 1.567.440,70
3. Geleistete Anzahlungen 46.703,54 0,00 53.533,17 0,00 0,00 100.236,71
  3.848.753,31 44.280,22 346.968,04 0,00 0,00 4.240.001,57
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.425.069,18 0,00 432.392,60 59.802,09 108.768,53 39.906.428,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 83.856.718,98 26.340,33 4.007.841,67 1.828.944,60 3.902.861,14 89.964.817,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.006.159,50 38.265,42 601.724,50 278.521,17 -17.384,00 6.350.244,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.591.871,36 0,00 2.915.271,02 8.524,10 -3.994.245,67 3.504.372,61
  133.879.819,02 64.605,75 7.957.229,79 2.175.791,96 0,00 139.725.862,60
III. Finanzanlagen            
1. Beteiligungen 10.285,50 0,00 0,00 0,00 0,00 10.285,50
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 192.673,24 0,00 0,00 192.673,24 0,00 0,00
  202.958,74 0,00 0,00 192.673,24 0,00 10.285,50
  137.931.531,07 108.885,97 8.304.197,83 2.368.465,20 0,00 143.976.149,67
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021
Zugänge
Zugang aus BP+Korrektur Erstkonsolidierung HMS
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 991.577,65 241.668,69 1.349,00 0,00 0,00 1.234.595,34
2. Geschäfts- oder Firmenwert 609.803,80 319.212,31 0,00 0,00 0,00 929.016,11
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.601.381,45 560.881,00 1.349,00 0,00 0,00 2.163.611,45
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.063.710,63 1.162.344,71 0,00 51.145,09 15.160,00 19.190.070,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 66.241.742,76 5.772.955,62 26.340,33 1.808.406,60 10.733,00 70.243.365,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.836.441,29 598.321,69 38.265,42 244.824,17 -25.893,00 4.202.311,23
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00   0,00 0,00 0,00
  88.141.894,68 7.533.622,02 64.605,75 2.104.375,86 0,00 93.635.746,59
III. Finanzanlagen            
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  89.743.276,13 8.094.503,02 65.954,75 2.104.375,86 0,00 95.799.358,04
Restbuchwerte
31.12.2021
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.337.728,82 1.285.962,64
2. Geschäfts- oder Firmenwert 638.424,59 914.705,68
3. Geleistete Anzahlungen 100.236,71 46.703,54
  2.076.390,12 2.247.371,86
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.716.357,97 21.361.358,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.721.452,41 17.614.976,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.147.933,02 2.169.718,21
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.504.372,61 4.591.871,36
  46.090.116,01 45.737.924,34
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 10.285,50 10.285,50
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 192.673,24
  10.285,50 202.958,74
  48.176.791,63 48.188.254,94

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mignot & De Block GmbH, Gummersbach

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der Mignot & De Block GmbH, Gummersbach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mignot & De Block GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG des Konzernabschlusses und DES KonzernlageberichtS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 8. August 2022

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fritz, Wirtschaftsprüfer

Barhold, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss wurde am 2. Dezember 2022 gebilligt.

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