Jotec Service & Vertriebsgesellschaft mbH

Luxemburger Straße 25, 41812 Erkelenz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 8907
Eingetragen
11.3.1999
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Metallbau aller Art, der An- und Verkauf, der Einbau und die technische Wartung von Rolltoren, Sektionaltoren, Garagentoren und von verladetechnischen Anlagen in Industrie und im Privatbereich sowie alle artverwandten Geschäfte, die dem Gesellschaftszweck dienlich sind. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Gesellschaften mit gleichen oder ähnlichen Gesellschaftszweck zu beteiligen, Zweigniederlassungen zu errichten und die Stellung eines persönlich haftenden Gesellschafters in Personengesellschaften zu übernehmen. Gegenstand der Gesellschaft kann auch sein, Organ im Rahmen eines steuerlichen Organschaftsverhältnisses zu sein. Die Gesellschafterversammlung kann die Geschäftsführung ermächtigen, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abzuschließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Kupke
seit 19.12.2025
Prokura
Aron Blaz Literski
seit 16.5.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Christian Schüller
seit 25.3.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ASSA ABLOY Entrance Systems Germany GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ASSA ABLOY Entrance Systems Germany GmbH
Germany
27.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jotec Service & Vertriebsgesellschaft mbH

Erkelenz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

Jotec Service- u. Vertriebsaesellschaft mbH

Erkelenz

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.246,00 32,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 6.586,24
14.246,00 6.618,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.119,00 6.963,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 629.633,00 768.060,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.324,86 0,00
637.077,86 775.024,00
Summe Anlagevermögen 651.323,86 781.642,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 782.502,75 929.447,41
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.691.744,80 3.159.501,93
3. fertige Erzeugnisse und Waren 460.989,34 429.759,60
2.935.236,89 4.518.708,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.240.663,30 1.678.670,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 730.752,64 293.642,89
3. sonstige Vermögensgegenstände 517.564,16 382.762,61
2.488.980,10 2.355.075,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 62.945,35 79.655,66
Summe Umlaufvermögen 5.487.162,34 6.953.440,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.583,57 29.752,10
6.165.069,77 7.764.834,55

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 27.000,00 27.000,00
II. Kapitalrücklage 1.837.814,73 1.837.814,73
III. Gewinnvortrag 1.763.040,83 1.700.950,73
IV. Jahresüberschuss 137.061,83 62.090,10
Summe Eigenkapital 3.764.917,39 3.627.855,56
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.486,00 32.818,87
2. sonstige Rückstellungen 391.379,09 432.394,82
393.865,09 465.213,69
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.847,32 20.956,53
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.019.445,18 2.699.843,32
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 567.041,31 454.919,75
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 79.650,70 232.416,30
5. sonstige Verbindlichkeiten 310.615,15 218.272,19
1.999.599,66 3.626.408,09
D. Passive latente Steuern 6.687,63 45.357,21
6.165.069,77 7.764.834,55

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Jotec Service- u. Vertriebsgesellschaft mbH

Erkelenz

EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 8.594.520,29 9.012.176,89
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.610.843,57 -4.770.496,14
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.068.383,16 -1.096.009,14
- davon für Altersversorgung EUR 16.636,11 (Vj. 30.512,53)
-5.679.226,73 -5.866.505,28
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -220.813,95 -209.166,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.569.073,68 -2.809.332,12
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28.870,07 731,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 28.585,95
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.903,14 -12.258,10
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.957,39 -45.357,11
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR 38.669,58
8. Ergebnis nach Steuern 149.415,47 70.288,88
9. sonstige Steuern -12.353,64 -8.198,78
10. Jahresüberschuss 137.061,83 62.090,10

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Jotec Service & Vertriebsgesellschaft mbH
Firmensitz laut Registergericht: Erkelenz
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mönchengladbach
Register-Nr.: 8907

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Vorräte, Roh,-Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die teilfertigen Arbeiten wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Im Wesentlichen sind Personalrückstellungen, Gewährleistungen und Abschluss- und Prüfungskosten enthalten.

Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten i.H.v. 53.975,38 EUR mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen

In den Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Aufwand erfasst wurden.

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 6.687,63 EUR (Passivüberhang).

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der passiven latenten Steuern: 38.669,58 EUR.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Firma Jotec Service u. Vertriebsgesellschaft mbH hat Mitarbeitern des Unternehmens Zusagen auf Leistungen der betrieblichen Altersversorgung erteilt, die durch eine Unterstützungskasse i.S.d. § 1b Abs. 4 BetrAVG erfüllt werden sollen. Die Jotec Service & Vertriebsgesellschaft mbH steht für die Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen ein (§ 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, Subsidiärhaftung). Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 240.016,00 Euro.

Die Bewertung des Erfüllungsbetrages erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der RICHTTAFELN 2018 G von Klaus Heubeck und einem Rechnungszins in Höhe von 1,82%.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 45,00
Angestellte 35,00
Leitende Angestellte 7,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 87,00
Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 80,00
Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 7,00

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.021.549,71 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte: Pensionsverpflichtungen, langfristige Mietverpflichtung Immobilien 864.964,53 EUR, KFZ-u. Mobilien Leasing 156.585,18 EUR.

Im Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind folgende Angaben betreffend der Altersversorgung aufzuführen: 321.379,00 EUR.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Angelo Josten ausgeübter Beruf: Vertrieb und kfm. Leitung
Weitere Geschäftsführer: Mario Josten ausgeübter Beruf: Vertrieb und kfm. Leitung

Konzernzugehörigkeit

Die Jotec Service & Vertriebsgesellschaft mbH wird in den nach International Financial Reporting Standarts (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der ASSA ABLOY AB, Stockholm, Schweden (größter und kleinster Konsolidierungskreis), einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird in elektronischer Form veröffentlicht und ist am Sitz der Gesellschaft in Stockholm, Schweden, oder im Internet unter www.assaabloy.com erhältlich.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 137.061,83 EUR.

Auf neue Rechnung werden 137.061,83 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Erkelenz, 10. Februar 2025

Unterschrift

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Jotec Service & Vertriebsgesellschaft, 41812 Erkelenz

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.567,55 8.703,87 15.525,56 6.586,24 25.332,10
2. geleistete Anzahlungen 6.586,24 6.586,24- 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 32.153,79 8.703,87 15.525,56 0,00 25.332,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.441,88 8.441,88
2. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.623.477,14 60.470,14 46.764,76 20.533,70 1.657.716,22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 21.858,56 20.533,70- 1.324,86
Summe Sachanlagen 1.631.920,02 82.328,70 46.764,76 0,00 1.667.483,96
Summe Anlagevermögen 1.664.073,81 91.032,57 62.290,32 0,00 1.692.816,06
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.535,55 1.062,11 15.511,56 11.086,10
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 25.535,55 1.062,11 15.511,56 11.086,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.478,88 844,00 2.322,88
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 855.417,14 218.907,84 46.241,76 1.028.083, 22
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 856.896,02 219.751,84 46.241,76 1.030.406,10
Summe Anlagevermögen 882.431,57 220.813,95 61.753,32 1.041.492,20
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.246,00 32,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 6.586,24
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 14.246,00 6.618,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.119,00 6.963,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 629.633,00 768.060,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.324,86 0,00
Summe Sachanlagen 637.077,86 775.024,00
Summe Anlagevermögen 651.323,86 781.642,24

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 03.06.2025 festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. - 31.12.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die JOTEC Service & Vertriebsgesellschaft mbH ist im Handelsregister unter HRB 8907, Amtsgericht Mönchengladbach eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Metallbau aller Art, der An- und Verkauf, der Einbau und die technische Wartung von Rolltoren, Sektionaltoren, Garagentoren und von verladetechnischen Anlagen in Industrie und im Privatbereich sowie alle artverwandten Geschäfte, die dem Gesellschaftszweck dienlich sind.

Der Sitz des Unternehmens ist in Erkelenz. Die Gesellschaft unterhält Zweigniederlassungen in Brühl, Bocholt und Mörfelden.

Das Unternehmen besteht seit 1998 und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 45 Angestellte und 35 Arbeiter beschäftigt.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Rahmenbedingungen

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2023

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im kriesengeprägten Umfeld ins Stocken. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona- Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

3. Geschäftsentwicklung abgelaufenen Geschäftsjahr

Der Auftragseingang erreichte nach einem schwachen Start in den ersten vier Monaten mit 6.1M EUR nahezu das Vorjahres Niveau i.H.v. 6.2M EUR.

Der Umsatz konnte insgesamt um 7,5 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dabei konnte der Umsatz im Projektgeschäft um 3,4 % und der Umsatz im Service sogar um 17,2 % gesteigert werden. Lediglich der Umsatz aus dem Online-Handel (JOTEC.24) lag mit -5,4 % unter dem Vorjahresniveau.

Die finanziellen Leistungsindikatoren konnten dahingehend verbessert werden, dass Ende des Geschäftsjahres ein leichter Anstieg im Auftragseingang zu verzeichnen war und die JOTEC das Geschäftsjahr mit einem guten Auftragsbestand und einem guten Umsatz beendet.

Das Geschäftsergebnis betrug 137 TEUR (i. Vj. 62 TEUR). Die Unternehmensleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend.

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a) Ertragslage

Ertragslage 2023 2022 Veränderung
T€ T€ in T€ in %
Rohertrag 8.470 8.843 -373 -4,4%
Sonstiger betr. Ertrag 124 169 -45 -36,3%
Personalaufwand -5.679 -5.867 187 -3,3%
Abschreibungen -221 -209 -12 5,3%
Sonstige betr. Aufwendungen -2.569 -2.809 240 -9,4%
Neutrales Ergebnis 27 -12 38 > 100%
Ergebnis vor Steuern 152 116 37 24,1%
Steuern vom Einkommen u. Ertrag -3 -45 42 > -100%
Sonstige Steuern -12 -8 -4 33,6%
Jahresergebnis 137 62 75 54,7%

Die Ertragslage stellt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:

Der Rohertrag ist im Vergleich zu 2022 um 4,4 % gesunken. Dabei hat die Bestandsminderung (i. Vj. Bestandserhöhung) einen signifikanten Einfluss auf den Rohertrag. Der Materialeinkauf konnte aufgrund verbesserter Einkaufskonditionen um 18,2 % reduziert werden. Dagegen sind die bezogenen Leistungen von Fremdunternehmen und insbesondere von Subunternehmern aufgrund der verbesserten Geschäftstätigkeit um 17,1 % gestiegen.

Der Personalaufwand ist um 3,3 % gesunken, was im Wesentlichen auf den moderaten Anstieg in der Gehaltsentwicklung, aber vielmehr auf den Rückgang in der Anzahl der Mitarbeiter zurückzuführen ist.

Die Abschreibungen sind um 5,3 % gestiegen. Dies ist auf die Abschreibung der eigenen Fahrzeuge zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insgesamt um 9,4 % gesunken, was im Wesentlichen auf die um 165 TEUR gesunkenen integrationsbedingten Aufwendungen zurückzuführen ist. Außerdem sind die Fahrzeugkosten aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Kraftstoffpreise um -27 TEUR/-5,4% gesunken. Die Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung konnten um -7 TEUR/-7,2 %, der Aufwand für Werbe- und Reisekosten um - 29 TEUR/-8,8 %, die Kosten der Warenabgabe um -32 TEUR/ -15,4 % gesenkt werden. Dagegen sind die Raumkosten (Miete, Mietnebenkosten, Reinigung) um 52 TEUR/10,2 % sowie der Aufwand für Versicherungen, Beiträge und Abgaben um 9 TEUR/13,3 % gestiegen.

Die JOTEC erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von 137 TEUR (i. Vj. 62 TEUR).

b) Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€ in %
Aktiva
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14 7 8 115,3%
II. Sachanlagen 637 775 -138 -17,8%
Umlaufvermögen
I. Vorräte 2.935 4.519 -1.583 -35,0%
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.489 2.367 122 5,2%
III. Flüssige Mittel 63 80 -17 -21,0%
IV. Rechnungsabgrenzungsposten 27 30 -3 -10,6%
6.165 7.777 -1.612 -20,7%

Die Sachanlagen entsprechen 10,3 % (i.Vj. 10,0 %) der Bilanzsumme und setzen sich zusammen aus Fuhrpark und sonstigen Transportmitteln i.H.v. 345 TEUR (i.Vj. 478 TEUR), Einrichtungsgegenständen i.H.v. 209 TEUR (i.Vj. 238 TEUR) sowie Werkzeugen, GWG's und sonstiger Betriebs- und Geschäftsausstattung i.H.v. 75 TEUR (i.Vj. 52 TEUR).

Die Vorräte entsprechen 47,6 % (i.Vj. 58,1 %) der Bilanzsumme und setzen sich zusammen aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe i.H.v. 783 TEUR (i.Vj. 929 TEUR), teilfertige Aufträge i.H.v. 1.692 TEUR (i.Vj. 3.160 TEUR) sowie den Warenbestand i.H.v. 461 TEUR (i.Vj. 430 TEUR).

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände entsprechen 40,4 % (i.Vj. 30,3 %) der Bilanzsumme und sie setzen sich zusammen aus Kundenforderungen i.H.v. 1.241 TEUR (i.Vj. 1.679 TEUR), Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 731 TEUR (i.V. 294 EUR), Forderungen gegen den Cash-Pool-Halter i.H.v. 681 TEUR (i.Vj. 265 EUR) sowie sonstige Vermögensgegenstände (i.W. Steuerforderungen, Kautionen etc.) i.H.v. 518 TEUR (i.Vj. 383 TEUR).

Die Gesellschaft nimmt an dem Konzernweit eingeführten Cash-Pool teil, der in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen enthalten ist.

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ T€ T€ in %
Passiva
I. Eigenkapital 3.765 3.628 137 3,8%
II. Rückstellungen 394 465 -71 -15,3%
III. Verbindlichkeiten 2.000 3.638 -1.639 -45,0%
IV. Rechnungsabgrenzungsposten 0 0 0 0%
V. Passive latente Steuern 7 45 -39 100%
6.165 7.777 -1.612 -20,7%

Die Eigenkapitalquote beträgt 61,1 % (i.Vj. 46,7 %). Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital i.H.v. 27 TEUR (i.Vj. 27 TEUR), der Kapitalrücklage i.H.v. 1.838 TEUR (i.Vj. 1.838 TEUR) sowie dem Bilanzgewinn i.H.v. 1.900 TEUR (i.Vj. 1.763 TEUR).

Die Rückstellungen setzen sich zusammen aus Steuerrückstellungen i.H.v. 2 TEUR (i.Vj. 33 TEUR), Personalrückstellungen i.H.v. 174 TEUR (i.Vj. 262 TEUR) sowie die sonstigen Rückstellungen i.H.v. 218 TEUR (i.Vj. 203 TEUR).

Die Verbindlichkeiten betragen 32,4 % (i.Vj. 46,7 %) der Bilanzsumme. Sie setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 23 TEUR (i.Vj. 21 TEUR), erhaltene Anzahlungen von Kundenbestellungen i.H.v. 1.019 TEUR (i.Vj. 2.700 TEUR), aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 567 TEUR (i.Vj. 455 TEUR), gegenüber verbundenen Unternehmen i.H.v. 80 TEUR (i.Vj. 232 TEUR) und sonstige Verbindlichkeiten i.H.v. 311 TEUR (i.Vj. 218 TEUR).

Der passive Saldo der latenten Steuern i.H.v. 7 TEUR (i. Vj. 45 TEUR) wurden auf Bewertungsunterschiede in Handels- und Steuerbilanz im Zusammenhang mit der Ausgliederung des operativen Vermögens der JTT auf die JOTEC ermittelt.

c) Finanzlage

Die Finanzierung der JOTEC erfolgt durch den Cashflow der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie aus dem Cash-Pool in den die JOTEC seit der Zugehörigkeit zum ASSA ABLOY Konzern eingebunden ist. Die fristgerechte Bedienung der Verbindlichkeiten ist damit jederzeit gewährleistet.

Die Investitionen in Sachanlagen wurden, wie in den Vorjahren auch, aus dem selbst erwirtschafteten Cashflow getätigt. Es handelt sich hierbei um die Anschaffung von Kleingeräten (GWG's) sowie um Büroeinrichtungen.

Es bestehen keine mittel- bzw. langfristige Kredite. Der vom ASSA ABLOY Konzern zur Verfügung gestellte Avalrahmen für Bürgschaften beträgt 500 TEUR.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Chancen

Die Zugehörigkeit zum Assa Abloy-Konzern bietet der JOTEC die Möglichkeit von einer Herstellerorganisation direkt zu profitieren. Das bedeutet, dass die JOTEC flexibler auf die Kundenwünsche eingehen kann und zusätzlich zu dem bisherigen Produktportfolio die Produkte von ASSA ABLOY anbieten kann. Die JOTEC kann von den Produktinnovationen des ASSA ABLOY Konzerns profitieren und diese am Markt anbieten.

Außerdem hat die JOTEC die Möglichkeit auf bundesweite Großprojekte mit der Unterstützung von ASSA ABLOY mitbieten zu können.

Weitere Chancen sehen wir in der Reduzierung der Einkaufspreise und damit verbunden eine bessere Positionierung am Markt.

Darüber hinaus können Synergiepotenziale genutzt werden durch die Teilnahme an Konzernleistungen, wie dem Cash-Pool, der InterCompany Verrechnung sowie der Bündelung von Einkaufsleistungen.

b) Risiken

Durch die Einbeziehung in den Assa Abloy-Konzern ist die JOTEC sicher aufgestellt, so dass derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken gesehen werden. Des Weiteren wird das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen externen Lieferanten minimiert.

Die Liquiditätsrisiken werden dadurch reduziert in die JOTEC im Falle der Forderungsausfallrisiken Bonitätsauskünfte einholt und bei wesentlichen Forderungen eine Kreditversicherung abschließt. Darüber hinaus partizipiert die JOTEC an dem konzernweit implementierten Cash-Pool. Damit ist die JOTEC jederzeit in der Lage, seinen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiter und Lieferanten zu erfüllen.

Den Preisänderungsrisiken auf der Beschaffungsseite begegnete die JOTEC dahingehend, dass sie im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Preisgestaltung angepasst hatte sowie die Kostenstruktur optimieren konnte.

Für die allgemeinen betrieblichen Risiken hat die JOTEC Haftpflichtversicherungen mit einem namhaften Versicherer abgeschlossen.

c) Prognose

Die bisherige Geschäftsentwicklung ist im Geschäftsjahr 2024 im Bereich e-Commerce positiv aufgrund gestiegenen Umsatzes. Die Geschäftsentwicklung ist im Bereich Service aufgrund guten Umsatzes stabil. Lediglich das Projektgeschäft hat sich im Vergleich zur Prognose und im Vergleich zum Vorjahr rückläufig entwickelt. Die Gründe für die Entwicklung im Projektgeschäft sind in der konjunkturellen Entwicklung, Mitarbeiterfluktuation sowie Terminverschiebungen zu sehen.

Der Rohertrag wird aufgrund der rückläufigen Entwicklung im Projektgeschäft, nicht den für 2024 prognostizierten Wert erreichen.

Der Auftragseingang liegt zwar unter dem prognostizierten Wert, aber es wird Vorjahresniveau erreicht werden.

Wir gehen mit einem guten Auftragsbestand in das Jahr 2025.

Der Personalbestand konnte im technischen Bereich weiter aufgebaut werden.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das Jahresergebnis sich aufgrund der Entwicklung im Projektgeschäft rückläufig entwickeln wird und unter dem Ergebnis von 2023 liegen wird.

 

Erkelenz, 10. Februar 2025

Angelo Josten

Mario Josten

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Jotec Service & Vertriebsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jotec Service & Vertriebsgesellschaft mbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jotec Service & Vertriebsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreterfür den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 22. Mai 2025

dhpg Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Steuerberater GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berufsausübungsgesellschaft

Benedikt Owerdieck, Wirtschaftsprüfer

Dr. Matthias Johnen, Wirtschaftsprüfer

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