ASSISTEC Österreich GmbH

Dornierweg 12, 48155 Münster, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 17405
Vorher
H. Gautzsch EGENDA II Verwaltungs-GmbH
Eingetragen
19.7.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Halten und Verwalten von Beteiligungen in Österreich, das Erbringen von Dienstleistungen aller Art für Beteiligungen sowie die Entwicklung, die Produktion, der Einbau, die Wartung und die Reparatur von Schaltanlagen sowie das Erbringen von Montage-, Beratungs- und Analysedienstleistungen sowie Softwareentwicklung im Bereich der Elektronik und Elektroinstallation für Geschäftspartner in Österreich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Marx
seit 21.1.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

H. Gautzsch Zentrale-Dienste GmbH
Germany
200.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KÖNA GmbH & Co. KG

Münster

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/ 2022

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Forschung und Entwicklung

1.3 Steuerungskennzahlen

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Absatz

2.2.2 Beschaffung

2.2.3 Investitionen

2.2.4 Finanzierung

2.2.5 Personal

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

3 Berichterstattung zur voraussichtlichen Entwicklung/Prognosebericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

3.2 Geschäftsverlauf

3.3 Lage

3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Wesentliche Chancen

4.2 Risikomanagement

4.3 Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung

4.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

4.5 Gesamtbild der Risikolage

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

Die H. Gautzsch Firmengruppe (nachfolgend "Konzern") ist ein Zusammenschluss rechtlich eigenständiger Unternehmungen unter dem Dach der KÖNA GmbH & Co. KG.

Die Firmen des Konzerns sind zumeist als Fachgroßhandlungen tätig. Neben marktorientierten Firmen beinhaltet der Konzern auch Dienstleistungsunternehmungen zur Erbringung gruppeninterner Services.

Die Großhandels-Unternehmungen des Konzerns bedienen die Marktsegmente "Elektro" sowie "Haus & Garten". Im Segment Elektro steht der Großhandel mit Elektroinstallationsmaterialien, Leuchten, Leuchtmitteln, Elektronik-Artikeln, Photovoltaik sowie Elektro-Kleingeräten und Elektro-Großgeräten im Mittelpunkt. Zu den Kunden dieses Geschäftsbereiches gehören mehrheitlich Elektroinstallationsbetriebe mit und ohne Ladengeschäft, industrielle Unternehmungen sowie kommunale Einrichtungen. Der Sortimentsschwerpunkt des Geschäftsbereiches Haus & Garten besteht aus Garten- und Freizeitartikeln, Garten-Accessoires, Haushaltswaren, Eisenwaren und Werkzeugen. Die Kunden dieses Segmentes setzen sich insbesondere aus Fachhandlungen, überregional tätigen Handelsorganisationen und Online-Handelshäusern zusammen.

Die Zentrale des Konzerns stellt der Firmensitz der H. Gautzsch Zentrale Dienste GmbH in Münster dar.

1.2 Forschung und Entwicklung

Da der Konzern im Segment Elektro fast ausschließlich als Großhändler fungiert, findet eine Produktforschung im herkömmlichen Sinne nicht statt.

Im Segment Haus & Garten erfolgen in Teilsortimenten eigene Entwicklungsarbeiten für Textilien, Gartenmöbel und Garten-Hartwaren.

1.3 Steuerungskennzahlen

Die Steuerung des Konzerns erfolgt über zentral ermittelte Leistungsindikatoren, insbesondere Umsatzerlöse und operatives Konzernergebnis (Konzernjahresüberschuss ohne Sondereffekte).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Kalenderjahr 2022 wurde in Deutschland wirtschaftlich von den Folgen der Coronapandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine beeinflusst. Das Wachstum des deutschen BIP für das Jahr 2022 wird mit 1,7 % bilanziert (Vorjahr 2,6 %). 1

Der Krieg in der Ukraine hat die Energiepreise massiv in die Höhe getrieben. Die Inflation stieg weiter. Für das Jahr 2022 wird eine Inflationsrate von 8,0 % erwartet. Die Prognose für das Kalenderjahr 2023 sieht eine weiterhin hohe Inflationsrate von 7,4 % vor. 2

Die für den Konzern bedeutende Bauwirtschaft stand im Berichtsjahr vor Herausforderungen. Deutliche Preissteigerungen für Baumaterialien, Materialknappheit und der Fachkräftemangel bremsen den wirtschaftlichen Aufschwung. 3 Die Verbraucher zeigten sich verunsichert. Das statistische Bundesamt meldete einen realen Rückgang der Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe um 9,6 % und einen realen Jahresumsatz-Verlust von 5,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Nominal wurde ein Jahresumsatz von 108,9 Mrd. EUR (+9,8 %) erreicht, wovon der Wohnungsbau mit 28,0 Mrd. EUR die größte Stütze war. 4 Der bundesweite Umsatz im Elektrogroßhandel ist nach Angaben der Warengruppenerhebung des Instituts für Handelsforschung im Zeitraum Januar bis Dezember 2022 um 16,57 % angestiegen. 5 Hierbei spielte insbesondere der Warenbereich Regenerative Energien eine positive Rolle.

Das Segment Haus & Garten wurde im Jahr 2022 von den äußeren Umständen stark beeinflusst. Während das Kalenderjahr 2022 mit der weitgehenden Aufhebung der Coronaeinschränkungen positiv startete, brach die Konsumneigung mit Beginn des Ukrainekonfliktes ein. Die Steigerung der Energiepreise heizte die Inflation weiter an und führte zu finanziellen Belastungen für die Unternehmen und private Haushalte. Mit dem Aufheben der Coronaeinschränkungen stieg zudem die touristische Nachfrage, was die Nachfrage nach Gartenartikeln bremste. Nach Angaben des Industrieverbandes Garten (IVG) e.V. konnte der deutsche Gartenmarkt im Jahr 2022 kein Wachstum erzielen und stagnierte auf Vorjahresniveau. Die größten Umsatzeinbußen verzeichneten der Versandhandel/Direkt- und Internetvertrieb mit -21,2 % sowie der Holzfachhandel mit minus 6,0 %. Die Bau- und Heimwerkermärkte (4,0 %), der Möbelhandel (6,9 %) und der Eisenwaren-/Hausrathandel (7,4 %) haben sich positiv entwickelt. Den größten stationären Marktanteil hatten weiterhin Bau- und Heimwerkermärkte mit einem Marktanteil von 25,6 %. Nach dem überproportionalem Wachstum in den beiden Vorjahren (2020: +37,5 %, 2021: +15,0 %) hat der E-Commerce Einzelhandel im Jahr 2022 ein erhebliches Umsatzminus von 19,8 % erzielt. Der IVG bewertet diese Entwicklung als Ausnahme, da sich das Internet zunehmend als Einkaufsort etabliert. 6

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Absatz

Das Hauptabsatzgebiet des Konzerns erstreckt sich auf Deutschland, insbesondere die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern.

Zudem unterhält der Konzern Niederlassungen in Österreich in den Städten Wien, Graz und Linz.

Der Auslandsumsatz macht mit ca. 14,3 % weiterhin den geringeren Anteil am Gesamtumsatz aus (Vorjahr 10,4 %).

Eine Abhängigkeit von einzelnen Großkunden besteht nicht.

Der Konzern erwirtschaftet seine Erlöse zu rund 81,3 % (Vorjahr 79,0 %) im Segment Elektro und zu rund 18,7 % (Vorjahr 21,0 %) im Segment Haus & Garten.

Im Segment Elektro konnte im Berichtsjahr der Umsatz um ca. 22,2 % gesteigert werden (Vorjahr 19,5 %). Im Segment Haus & Garten stieg der Umsatz um 5,6 % (Vorjahr 10,8 %).

Die Absatzentwicklung des Berichtsjahres war erheblich von externen Einflussfaktoren bestimmt. Dieses waren neben der Corona-Pandemie insbesondere die galoppierende Inflation sowie der Ukraine Konflikt und die explodierenden Energie- und Treibstoffkosten. Vertrieblich waren diese Faktoren ausschlaggebend für einen harschen Konsumeinbruch in der Mitte des Geschäftsjahres einerseits aber andererseits auch in einer massiven Befeuerung des Absatzes regenerativer Energieprodukte.

2.2.2 Beschaffung

Der Konzern unterhält gute Geschäftsbeziehungen zu allen namhaften Lieferanten in den beiden Tätigkeitsbereichen.

Der Warenbezug erfolgt im Segment Elektro überwiegend bei inländischen Herstellern. Im Bereich der erneuerbaren Energien handeln diese inländischen Hersteller oftmals asiatische Ware, ansonsten werden im Segment Elektro nur wenige Artikel importiert.

Typisch für die Produktbeschaffung erneuerbarer Energien war die knappe Verfügbarkeit, insbesondere von Solarmodulen und Wechselrichtern. Im Berichtsjahr herrschte aber auch in anderen Teilen der klassischen Elektroinstallation nach wie vor Warenknappheit.

Im Segment Haus & Garten nimmt der Import durch die GARDAMO GmbH & Co. KG in diversen Warengruppen eine bedeutende Stellung ein.

Im Berichtsjahr zeigten sich die coronabedingt gestörten Lieferketten aus Asien zunehmend konsolidiert, wenngleich fallweise immer wieder Störungen zu verzeichnen waren. Die Importkosten blieben im Berichtsjahr größtenteils auf einem sehr hohen Niveau.

2.2.3 Investitionen

Das Geschäftsjahr 2021/2022 war von Investitionen in Höhe von € 8,1 Mio. geprägt (Vorjahr € 9,8 Mio.).

Im Wesentlichen wurde in Lager- und Logistiksysteme (€ 0,7 Mio.), Gebäude als Anlagen im Bau (€ 1,1 Mio.), Fuhrpark (€ 0,8 Mio.) sowie in EDV-Technik (€ 2,1 Mio.) investiert. An sieben Standorten wurden neue Niederlassungen gegründet.

2.2.4 Finanzierung

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen. Mittel- und langfristige Bankkredite bestehen nicht. Kurzfristig werden auch Kontokorrente in Anspruch genommen. Der insgesamt zur Verfügung stehende Kreditrahmen beträgt € 34,0 Mio., die zum Stichtag mit € 7,3 Mio. in Anspruch genommen wurden.

Investitionen in den Fuhrpark sowie in sonstiges mobiles Anlagevermögen werden im Konzern weitgehend geleast.

Die kurzfristige Finanzierung wird zumeist über ein im Konzern installiertes Cash-Management System dargestellt.

2.2.5 Personal

Die Belegschaft des Konzerns betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 im Durchschnitt 1.173 Mitarbeiter (ohne Auszubildende).

Konzernbetriebe sind fallweise tarifgebunden. Die tarifliche Altersvorsorge wird im Rahmen der Durchführungswege Direktversicherung und Pensionskasse umgesetzt.

Der gute Geschäftsverlauf ermöglichte im Berichtsjahr die Unterstützung großer Teile der Belegschaft bei der Bewältigung inflationärer Kostenentwicklungen im Privatbereich. Hierzu wurden ab Mai freiwillige betriebliche Sonderzahlungen im erheblichen Umfang geleistet.

Einzelbetriebsräte sind in Münster, Münster-Albachten und Osnabrück vorhanden.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

2021/2022 2020/2021 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Umsatzerlöse 681,7 100,0 555,7 99,9 126,0 22,7
Bestandsveränderung 0,1 0,0 0,4 0,1 -0,4 -75,0
Gesamtleistung 681,8 100,0 556,1 100,0 125,7 22,6
Materialaufwand 477,6 70,0 384,9 69,2 92,7 24,1
Rohergebnis 204,2 30,0 171,2 30,8 33,1 19,3
Personalaufwand 73,2 10,7 63,9 11,5 9,3 14,6
Abschreibungen 6,0 0,9 5,4 1,0 0,6 11,1
Sonstige betriebliche Aufwend. 53,8 7,9 47,7 8,6 6,1 12,8
Sonstige betriebliche Erträge 1,0 0,1 1,2 0,2 -0,2 -16,7
Betriebsergebnis (EBIT) 72,2 10,6 55,4 9,9 16,8 30,3
Finanz- und Beteiligungsergebnis 0,2 0,0 -0,3 -0,1 0,5 -166,7
Steuern 21,9 3,2 16,9 3,0 5,0 29,6
Konzernjahresüberschuss 50,5 7,4 38,2 6,8 12,3 32,2

Die Umsatzerlöse im Konzern konnten von € 555,7 Mio. im Vorjahr auf € 681,7 Mio. im Berichtsjahr gesteigert werden und liegen damit deutlich über der Prognose des Vorjahres. Das Rohergebnis liegt mit € 204,2 Mio. erheblich über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr € 171,2 Mio.).

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr auf € 73,2 Mio. (Vorjahr € 63,9 Mio.) gestiegen.

Die Abschreibungen stiegen um € 0,6 Mio. auf € 6,0 Mio. und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um € 6,1 Mio. auf € 53,8 Mio.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis hat sich im Vorjahresvergleich in den positiven Bereich verbessert.

Der Konzernjahresüberschuss beträgt € 50,5 Mio. (Vorjahr € 38,2 Mio.) und liegt damit deutlich über der Prognose.

Im Segment Elektro konnte das sehr gute Vorjahresergebnis nochmals gesteigert werden. Maßgeblich hierzu beigetragen hat die gute Umsatzentwicklung, insbesondere im Warenbereich regenerativer Energien.

Das Segment Haus & Garten konnte sein sehr gutes Vorjahresergebnis nochmals steigern, wenngleich ab Mitte des Jahres 2022 die allgemeine Konsumschwäche zu Umsatzrückgängen führte. Im Saldo verblieb jedoch erneut ein Umsatz-, Rohertrags- und Ergebnisplus.

Insgesamt verbesserte sich die Rentabilität des Konzerns gegenüber dem bereits sehr guten Vorjahr nochmals erheblich.

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Entwicklung der Vermögenslage ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

30.09.2022 30.09.2021 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. €
Langfristig gebundenes Vermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 5,2 2,0 4,5 1,9 0,7
Sachanlagen 24,3 9,2 24,4 10,5 -0,1
Finanzanlagen 3,8 1,4 2,5 1,1 1,3
33,3 12,6 31,4 13,5 1,9
Kurzfristig gebundenes Vermögen
Vorräte 117,9 44,4 90,3 38,8 27,6
Forderungen 82,5 31,1 64,8 27,8 17,7
Sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 22,4 8,4 35,0 15,0 -12,6
Liquide Mittel 9,2 3,5 11,4 4,9 -2,2
232,0 87,4 201,5 86,5 30,5
265,3 100,0 232,9 100,0 32,4

Die Bilanzstruktur des Konzerns spiegelt die typischen Merkmale einer Großhandels-Gruppe mit einem deutlichen Anteil an Umlaufvermögen wider. Die Bilanzsumme beträgt € 265,3 Mio. (Vorjahr € 232,9 Mio.).

Das Anlagevermögen in Höhe von € 33,3 Mio. (Vorjahr € 31,4 Mio.) ist durch bebaute Grundstücke sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung der einzelnen Standorte geprägt.

Die Sachanlagen liegen mit € 24,3 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Umlaufvermögen dominiert der Vorratsbestand in Höhe von € 117,9 Mio. (Vorjahr € 90,3 Mio.) Im Rahmen der Lieferkettenverwerfungen und der stark steigenden Inflation wurden die Lagerbestände im Konzern zur Verbesserung der Lieferfähigkeit nochmals erheblich erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von im Vorjahr € 64,8 Mio. auf € 82,5 Mio.

Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt zum Bilanzstichtag € 9,2 Mio. (Vorjahr € 11,4 Mio.).

Die Entwicklung der Kapitalstruktur ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

30.09.2022 30.09.2021 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. €
Eigenkapital 128,0 48,2 99,3 42,6 28,7
Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,3 0,1 0,3 0,1 0,0
Mittel- und langfristige Fremdmittel
Verbindlichkeiten 14,8 5,6 14,0 6,0 0,8
Kurzfristige Fremdmittel
Rückstellungen 26,3 9,9 19,7 8,5 6,6
Verbindlichkeiten 95,9 36,1 99,6 42,8 -3,7
122,2 46,2 119,6 51,2 2,9
265,3 100,0 232,9 100,0 32,4

Die Konzern-Eigenkapitalquote beträgt 48,2 % (Vorjahr 42,6 %). Unter Berücksichtigung der Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 40,6 Mio. (Vorjahr € 29,6 Mio.) ergibt sich eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 63,6 % (Vorjahr 55,3 %).

Die Finanzlage stellt sich wie folgt dar:

2021/2022
Mio. €
2020/2021
Mio. €
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 14,5 9,3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6,4 -8,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10,3 -22,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2,2 -21,0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4,1 25,1
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1,9 4,1

Der Konzern verfügte im Berichtsjahr jederzeit über ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten.

Kurzfristiger Kapitalbedarf der angeschlossenen Unternehmungen wurde dabei zumeist über das Gruppen-Cash-Management gedeckt.

Erstmals seit vielen Jahren wurden während des Berichtszeitraumes die Leitzinsen wieder angehoben. Dieses erleichtert zahlreiche Geschäftsprozesse und kann für einen finanz- und renditestarken Konzern auch strategische Chancen und Möglichkeiten bieten. Andererseits führen steigende Zinsen zu Nachteilen beim Konsum und in der Bauwirtschaft.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2021/2022 € 14,5 Mio. (Vorjahr € 9,3 Mio.) und wurde positiv durch das erzielte Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen sowie negativ durch den Aufbau von Working Capital zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit beeinflusst.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug € -6,4 Mio. (Vorjahr € -8,3 Mio.) und beruht im Wesentlichen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug € -10,3 Mio. (Vorjahr € -22,0 Mio.).

2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Der KÖNA Konzern steht zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes als renditestarker und finanziell weitgehend unabhängiger mittelständischer Firmenverbund dar.

In einem dynamischen Unternehmensumfeld kann sich der Konzern schnell anpassen und gut behaupten. Der Konzern hat sich in den letzten Jahren als überaus krisenfest erwiesen und konnte trotz widriger Umstände seine wirtschaftlichen Erfolge fortsetzen und ausbauen können.

Der Verbund regional orientierter Unternehmungen mit einer zentral bereitgestellten Infrastruktur zeigt sich als belastbares Geschäftsmodell.

Im Geschäftsbereich Elektro verfügt der Konzern über ein erfolgreiches Geschäftsmodell, welches über Jahre bis hin zum heutigen Stand entwickelt wurde und flexible Entscheidungsstrukturen, digitale Geschäftsprozesse und eine leistungsfähige Logistik vereint. Der Trend zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz beflügeln den Markt und wurde im Berichtsjahr weiter befeuert.

Der Geschäftsbereich Haus & Garten verfügt in einem komplexen Umfeld über eine gute Wettbewerbsposition mit einem steigenden Wertschöpfungsanspruch. Der steigenden Bedeutung der Markenpolitik "Siena Garden" und "Siena Home" wird Rechnung getragen.

Das abgelaufene Geschäftsjahr ist in beiden Geschäftsbereichen als sehr gut zu bezeichnen. Mengenbedingte Umsatzrückgänge im Haus & Garten Segment konnte das Segment Elektro überkompensieren.

Die Umsatz- und Ergebnisprognosen wurden übertroffen.

Das Geschäftsjahr 2021/2022 wurde extern weiterhin durch die Corona Pandemie beeinflusst. Neben entsprechenden Kostenbelastungen und Personalausfällen war es insbesondere die Anschubwirkung auf die Inflation, welche spürbar wurde. Auf der einen Seite führte diese Inflation zu teils deutlich gestiegenen Kosten, auf der anderen Seite wirkte sie auch umsatzsteigernd. Der Ukraine-Konflikt mit seiner politischen und gesellschaftlichen Verunsicherung sowie den Folgen für die Versorgungssicherheit und die Kosten von Energie lösten die Pandemie im Jahresverlauf als externe Hauptdeterminante ab. Auch hier waren die Wirkungen auf den Konzern vielschichtig. Während sich gestiegen Energiekosten und Maßnahmen zur Notfallprävention negativ auswirkten, verbesserte der Trend zur Energieautarkie die Umsatz- und Ertragslage.

3 Berichterstattung zur voraussichtlichen Entwicklung/Prognosebericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert in seinem Jahresgutachten 2022, dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 weiter zurückgehen wird. Der Expertenrat betont jedoch auch Risiken durch die Folgen der Pandemie sowie andauernde Lieferkettenstörungen und Fachkräfteengpässe. 7

Für das Kalenderjahr 2023 wird im Wohnungsbau ein realer Umsatzrückgang von 9,0 % erwartet. Die Prognose für den Wirtschaftsbau sieht einen Umsatzrückgang von 4,0 % und im öffentlichen Bau von 5,0 % vor. Die unsichere Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt betrifft den Wohnungsneubau am stärksten. Im Jahr 2022 wurden 275.000 Wohnungen fertiggestellt, für das Jahr 2023 wird ein Rückgang um 25.000 Wohnungen erwartet. 8

Das Geschäftsjahr 2022/2023 wird weiterhin von deutlich erhöhter strategischer Ungewissheit geprägt sein. Der Ukraine-Konflikt und seine Folgen, Energiekosten, Energiesicherheit, Inflation, Zinsentwicklungen, Konsumverhalten, Warenverfügbarkeiten, politische Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltschutzes und die Verfügbarkeit geeigneter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bergen jeweils für sich und in ihrer Gesamtheit erhebliche Unwägbarkeiten.

3.2 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2022/2023 steht nach Einschätzung des Konzerns unter den Vorzeichen eines steigenden Zinsniveaus und einer generell nachlassenden Inflation bei gleichzeitig stark steigenden Personalkosten. In Summe wird mit erheblichen Mehrkosten gerechnet.

In diesem Umfeld erwartet der Konzern im Segment Elektro stark steigende Umsätze im Markt der regenerativen Energie, sofern ausreichend Ware verfügbar ist, bei einer rückläufigen Baukonjunktur mit noch gleichbleibenden Umsätzen im klassischen Installationsgeschäft. Es wird erwartet, dass die Mehrumsätze die Kostensteigerungen überkompensieren.

Im Segment Haus & Garten wird ein erhebliches Umsatzminus geplant, da der Markt für höherwertige Artikel geradezu eingebrochen ist. Das Vorordergeschäft bestätigt diese Prognose. Auf der Kostenseite ist mit rückläufigen Frachtkosten zu rechnen, was zu einer Verbilligung der Ware führen kann. Die Kursentwicklung des Dollars im Umfeld internationaler Spannungen bleibt abzuwarten. Als lagerführender Anbieter für Haushalts- und Gartenprodukte kann der Konzern von wetterbedingter Mehrnachfrage im Saisonverlauf profitieren. Insgesamt wird mit einem deutlichen Ergebnisrückgang gerechnet - insgesamt aber noch mit einem zufriedenstellenden Ergebnis.

Im Saldo werden im Geschäftsjahr 2022/2023 moderat steigende Umsätze und - bei tendenziell sinkenden Margen - ein Ergebnis leicht über Vorjahresniveau erwartet.

3.3 Lage

Einmal mehr zeigt sich der Konzern mit seinen zwei Geschäftsbereichen gut aufgestellt, welche in ihrer Gesamtheit zur Risikodiversifikation beitragen.

Im Segment Elektro ist der Konzern weiterhin weit überdurchschnittlich erfolgreich. Die Renditesituation ist sehr gut, neue Firmen können schnell integriert werden. Der Trend zur Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Energieautarkie wird das Geschäft über Jahre beflügeln. Der Neubaumarkt wird sich rückläufig entwickeln.

Im Segment Haus & Garten wird nach diversen Jahren mit jeweils sehr guten Ergebnissen eine deutliche Ergebnisdelle erwartet. Der Konzern schätzt diesen Rückgang als konjunkturbedingt temporär und nicht als strukturell nachhaltig ein. Insofern wird für die Folgesaison wieder mit steigenden Ergebnissen gerechnet, sofern die politische und wirtschaftliche Gesamtlage sich stabilisiert.

Das erhöhte Zinsniveau trifft den Konzern unterdurchschnittlich. Steigenden Personalkosten werden hingegen zu einer erheblichen Belastung führen.

Generell ist eine Zeit erhöhter wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Unsicherheit festzustellen. Diesbezüglich bietet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns eine erhebliche Krisenfähigkeit. Auch die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass der Konzern auf wechselnde Lagen gut reagieren kann und schwierige Umstände komparativ auch Wettbewerbsvorteile bedeuten können.

3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Die politischen und wirtschaftlichen Risiken im Umfeld des Konzerns bleiben auf einem hohen Niveau. Bei der Bewältigung der Corona Pandemie und der Stabilisierung der Energieversorgung werden Verbesserungen erwartet.

Marktseitig erwartet der Konzern weiter steigende Umsätze im Segment Elektro, welche konsumbedingte Rückgänge im Segment Haus & Garten überkompensieren.

Kostenseitig werden weitere Belastungen erwartet, insbesondere bei den Personalkosten. Neben dem inflationsbedingten Druck auf die Personalkosten zeigt sich hier auch der generelle Wettbewerb um Personal.

Für das Folgegeschäftsjahr erwartet der Konzern eine im Vorjahresvergleich verbesserte Umsatz-, Ergebnis- und Finanzlage.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Wesentliche Chancen

Die Chancen werden in der Reihenfolge ihrer derzeitigen Bedeutung erläutert.

Das Geschäftsmodell des Konzerns hat sich in der Vergangenheit als erfolgreich und robust erweisen. Der Konzern arbeitet heute in einer flexiblen und entscheidungskompetenten Struktur eingebettet in leistungsfähige Logistik- und IT Systeme. Kundennähe und effiziente Backend Prozesse erlauben es, erfolgreich am Markt operieren zu können. Der hohe Digitalisierungsgrad des Konzerns mit erheblichen Investitionen in automatisierte Geschäftsabläufe verbessert die Produktivität, die Renditesituation und die Zukunftsfähigkeit. Die im Konzern verwendeten Prozesse und Systeme wurden über viele Jahre entwickelt und zeigen sich als krisenfest und verteidigbar.

Der Trend zur Energieeffizienz und Energieautarkie bietet weiterhin erhebliche Chancen. Für die Zukunft wird zu beobachten sein, wie sich die Handelsmargen in diesem Geschäft entwickeln.

Trotz eines aktuell rückläufigen Wohnungsbaus besteht weiterhin ein erheblicher Bedarf bei der Schaffung von Wohnraum.

Das Segment Haus & Garten wird vom Konzern in einer guten Markposition besetzt. Im Gesamtmarkt verfügt der Konzern über ausreichend freies Marktvolumen.

Der Konzern kann gerade angesichts der steigenden Risikolage auf seine ausreichenden Finanz- und Renditereserven vertrauen. Sollte sich die Marksituation verschärfen, können sich insofern auch Chancen für die Firmengruppe ergeben.

4.2 Risikomanagement

Die Risikomanagementziele und -methoden sind der Gesellschaftsgröße, der flachen Hierarchie -struktur, der Mitarbeiteranzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank ausgeprägt. Risiken werden im Konzern evaluiert und in ihrer Entwicklung beobachtet.

Das Reporting erfolgt über die Controlling-Organisation der H. Gautzsch Zentrale Dienste GmbH.

Im Rahmen der internen Revision erfolgen fallweise Untersuchungen ausgewählter Themen und laufende Kontrollen.

Das bestehende Risikomanagement im Konzern wird im Rahmen einer Weiterentwicklung der Compliance Systeme ausgebaut.

Die zum Bilanzstichtag relevanten Risiken werden durch Rückstellungen im Konzernabschluss abgebildet.

4.3 Wesentliche Risiken und Maßnahmen zu ihrer Begrenzung

Die Risiken werden in der Reihenfolge ihrer derzeitigen Bedeutung erläutert.

Aktuell kumulieren sich gesellschaftliche und politische Risiken, z.B. aus dem Ukraine-Konflikt, Risiken der Energiesicherheit und Energiekosten, der Umweltpolitik oder der Corona Pandemie zu einer konsumfeindlichen Gesamtlage. Gepaart mit einem stark steigenden Zinsniveau zeigen sich die Konsumlage und der Neubaumarkt bereits substanziell beeinträchtigt. Das Investitionspotential der Wirtschaft wird gehemmt. Staatlich werden zudem erhebliche Mittel zur Verfügung gestellt, deren Refinanzierung bedeutende Risiken für Unternehmen und Unternehmer bedeuten kann.

Die zentralisierte Organisation innerhalb der H. Gautzsch Gruppe führt zu Ausfallrisiken zentraler IT- und Kommunikationssysteme. Das IT-Risikomanagement hat daher eine hohe Bedeutung im Konzern. Neben der technische Ausfallvorsorge wird auch das Informationssicherheits-Management entsprechend laufend verbessert. Personell und technisch wird entlang aller Angriffsvektoren erheblich in die Cyber Security investiert.

Vom Risikomanagement erfasst sind zudem Desasterrisiken wie Brände, Überschwemmungen, Pandemien oder Stromausfälle. Zentralstrukturen im Konzern und die zunehmende Technisierung verschärfen die Folgen dieser Risiken. Eine Krisenorganisation steht für Desasterfälle bereit.

Handelshindernisse und geopolitische Risiken zeigen sich erhöht, insbesondere im Handel mit China.

Die inflationäre Gesamtlage führte zu einer dynamischen Entwicklung betrieblicher Kosten, insbesondere der Personalkosten. Hier ist mit erheblichen Steigerungen zu rechnen.

Die Verfügbarkeit von Waren verbessert sich - zeigt sich aber weiterhin als Unwägbarkeit.

Insgesamt ist zu beobachten, dass regulatorische Anforderungen an die ESG-Politik und die Compliance erheblich zunehmen und einen erheblichen Aufwand verursachen. Eine Weiterentwicklung entsprechender Management-Systeme im Konzern sollen diesen Herausforderungen gerecht werden.

Das quantitative und qualitative Wachstum des Konzerns bedarf der regelmäßigen Einstellung von Fach- und Führungskräften. Hierbei sind teils Verfügbarkeitsengpässe zu verzeichnen. Die Personalpolitik, das Company Branding und das Retention Management spielen daher eine immer wichtigere Rolle.

In den Geschäftsbereichen des Konzerns sind vorhandene Debitorenrisiken genau zu evaluieren. Ausfallrisiken wird, soweit möglich, durch aktives Debitorenmanagement begegnet.

Importprozesse spielen für den Konzern eine wichtige Rolle. Diese werden auch von externen Imponderabilien wie weltweiten Transportkapazitäten, Verschiffungskosten, Kursentwicklungen, Rohstoffpreisen, politischen Entwicklungen oder Qualitätsmängeln beeinflusst. Im Rahmen eines aktiven Quality Managements wird auf die Risiken von Produktmängeln Einfluss genommen.

Kaufentscheidungen im Segment Haus & Garten zeigen sich generell volatil. Wenngleich der Konzern eine nachhaltige Markenpolitik umsetzt, haben jährliche Listungsentscheidungen großer Kundengruppen wesentlichen Einfluss auf den Segmenterfolg.

Im Rahmen des Geschäftszweiges Schaltanlagenbau werden elektrotechnische Anlagen produziert, welche Haftungs- und Gewährleistungsrisiken unterliegen. Diese Risiken werden daher laufend beobachtet und ausgewertet.

4.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die nach wie vor hohe Inflation und das Umfeld der globalen Geldpolitik üben Druck auf die Zinslandschaft in der EU aus. Mit den steigenden Zinsen wird die Bauwirtschaft und die generelle Investitionsbereitschaft der deutschen Wirtschaft belastet.

Währungskursrisiken werden je nach eigener Kursentwicklungsprognose unterschiedlich gehandhabt. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden dazu Kurssicherungs- bzw. Termingeschäfte getätigt, welche den Kalkulationskurs absichern. Der Umfang der kontrahierten Devisengeschäfte entspricht dabei dem voraussichtlichen Wareneinkaufsvolumen in US-Dollar. Grund- und Sicherungsgeschäft stimmen weitgehend überein. Beide Geschäfte sind demselben Risiko ausgesetzt.

4.5 Gesamtbild der Risikolage

Die gefestigte Marktposition und die gute Krisenfestigkeit des Konzerns bilden die Basis für eine stabile Weiterentwicklung des Konzerns.

Spürbare Beeinträchtigungen des Investitions- und Konsumklimas werden das Geschäft des Konzerns negativ beeinflussen. Gleichzeitig stellt der Druck zur Energieautarkie eine Sonderkonjunktur für den Konzern dar.

Die Risiko- und Chancenposition des Konzerns hat sich im Saldo trotz gestiegener Unwägbarkeiten kurzfristig verbessert.

 

Münster, den 2. Juni 2023

KÖNA GmbH & Co. KG
vertreten durch die KÖNA Großhandels-Verwaltungs-GmbH

Robert Naumann

Philipp Naumann

Frank Kamischke

Peter Benthues

1 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2022.html
2 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2022.html
3 https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/auf-den-punkt-gebracht/baukonjunkturelle-lage-krieg-in-der-ukraine-bringt-baujahr-2022-ins-minus
4 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/PD23_072_441.html
5 Institut für Handelsforschung GmbH: Warengruppen-Erhebung für den Bundesverband des Elektrogroßhandels im Berichtsraum Januar bis Dezember 2022
6 https://ivg.org/wp-content/uploads/2023/03/IVG-Jahresbericht_2023_digital.pdf
7 7 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2022.html
8 8 https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/auf-den-punkt-gebracht/baukonjunkturelle-lage-krieg-in-der-ukraine-bringt-baujahr-2022-ins-minus

Konzernbilanz zum 30. September 2022

Aktiva

30.09.2022
30.09.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 901.374,65 762.796,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.342.664,77 3.735.882,01
(davon aus der Kapitalkonsolidierung € 4.342.664,77; Vorjahr € 3.735.882,01)
5.244.039,42 4.498.678,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.873.812,27 6.242.838,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.570.520,90 1.810.138,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.539.634,32 16.094.170,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.283.832,65 229.549,69
24.267.800,14 24.376.696,51
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 204.836,99 204.836,99
2. Beteiligungen 210.158,48 196.751,49
3. Sonstige Ausleihungen 3.401.754,87 2.086.808,73
3.816.750,34 2.488.397,21
33.328.589,90 31.363.772,71
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.586.682,86 1.048.224,78
2. Unfertige Erzeugnisse 893.759,20 747.932,07
3. Waren 116.135.467,44 88.553.638,95
4. Erhaltene Anzahlungen -746.788,13 0,00
117.869.121,37 90.349.795,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 81.741.111,35 63.483.040,46
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 774.153,40 1.374.388,40
3. Sonstige Vermögensgegenstände 21.746.083,84 34.256.121,78
104.261.348,59 99.113.550,64
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.176.470,81 11.352.455,34
231.306.940,77 200.815.801,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 633.349,71 743.558,08
265.268.880,38 232.923.132,57

Passiva

30.09.2022
30.09.2021
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 50.000.000,00 50.000.000,00
II. Rücklagen 2.750.284,12 2.863.729,24
III. Sonstige Gewinnrücklagen 72.239.297,62 43.617.039,02
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 61.043,28 6.532,34
V. Nicht beherrschende Anteile 2.980.119,73 2.796.032,81
128.030.744,75 99.283.333,41
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 252.094,14 291.676,50
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 8.748.193,26 5.900.478,70
2. Sonstige Rückstellungen 17.550.427,78 13.803.687,85
26.298.621,04 19.704.166,55
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.317.428,12 7.247.120,64
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.841.969,59 50.095.087,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens 40.561.315,79 29.684.211,14
4. Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden
Gesellschaftern 6.821.270,75 4.357.615,32
5. Sonstige Verbindlichkeiten 15.145.436,20 22.259.921,29
(davon aus Steuern € 5.614.508,81; Vorjahr € 14.106.731,9)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 33.300,91; Vorjahr € 74.307,58)
110.687.420,45 113.643.956,11
265.268.880,38 232.923.132,57

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022

2021/2022
2020/2021
1. Umsatzerlöse 681.718.717,55 555.706.925,72
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 145.827,13 363.072,45
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 18.000,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 976.278,15 1.191.579,97
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 473.409.747,57 380.922.938,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.228.609,97 3.973.049,59
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 62.430.300,18 54.063.879,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.758.842,33 9.847.263,24
(davon für Altersversorgung € 89.263,41; Vorjahr € 77.665,06)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.992.446,80 5.352.384,95
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 53.780.565,22 47.740.421,14
9. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 301.026,98 222.562,58
10. Erträge aus Beteiligungen 962.309,98 654.288,71
(davon aus verbundenen Unternehmen € 962.309.98; Vorjahr € 654.288,71)
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 13.558,92 13.502,71
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 90.376,28 64.830,45
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 1.679,52
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.198.360,78 1.288.463,90
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.756.565,80 16.737.799,38
16. Ergebnis nach Steuern 50.652.656,34 38.306.883,56
17. Sonstige Steuern 153.688,59 123.735,90
18. Konzernjahresüberschuss 50.498.967,75 38.183.147,66
19. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn -6.205.943,73 -3.972.170,86
20. Gutschrift auf Rücklagenkonten -28.618.737,78 -16.860.461,76
21. Gutschrift auf Darlehenskonten der Kommanditisten -15.674.286,24 -17.350.515,04
22. Ergebnis nach Verwendungsrechnung, das dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist 0,00 0,00

Konzerneigenkapitalspiegel zum 30. September 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Kapitalanteile der Kommanditisten
Rücklagen (gem. Gesellschaftsvertrag)
Sonstige Gewinnrücklagen
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Stand 30.09.2020 50.000.000,00 2.977.174,36 26.585.995,21 9.706,14
Konzernjahresüberschuss 17.350.515,04 0,00 16.860.461,76 0,00
Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten -17.350.515,04 -113.445,12 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -3.173,80
Erwerb von Minderheitsanteilen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veräußerung von Anteilen an weiterhin vollkonsolidierten Tochterunternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalherabsetzungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Eigenkapitalzuführungen durch nicht beherrschende Gesellschafter 0,00 0,00 137.984,40 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 32.597,65 0,00
Stand 30.09.2021 50.000.000,00 2.863.729,24 43.617.039,02 6.532,34
Konzernjahresüberschuss 15.674.286,24 0,00 28.618.737,78 0,00
Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten -15.674.286,24 -113.445,12 0,00 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 54.510,94
Erwerb von Minderheitsanteilen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veräußerung von Anteilen an weiterhin vollkonsolidierten Tochterunternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalherabsetzungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Eigenkapitalzuführungen durch nicht beherrschende Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 3.520,82 0,00
Stand 30.09.2022 50.000.000,00 2.750.284,12 72.239.297,62 61.043,28
Nicht beherrschende Anteile
Konzerneigenkapital
Stand 30.09.2020 2.563.194,49 82.136.070,20
Konzernjahresüberschuss 3.972.170,86 38.183.147,66
Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten -3.697.969,41 -21.161.929,57
Währungsumrechnung 0,00 -3.173,80
Erwerb von Minderheitsanteilen -116.174,62 -116.174,62
Veräußerung von Anteilen an weiterhin vollkonsolidierten Tochterunternehmen 177.495,72 177.495,72
Kapitalherabsetzungen -153.015,83 -153.015,83
Eigenkapitalzuführungen durch nicht beherrschende Gesellschafter 50.331,60 188.316,00
Sonstige Veränderungen 0,00 32.597,65
Stand 30.09.2021 2.796.032,81 99.283.333,41
Konzernjahresüberschuss 6.205.943,73 50.498.967,75
Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten -5.689.703,65 -21.477.435,01
Währungsumrechnung 0,00 54.510,94
Erwerb von Minderheitsanteilen -892.068,70 -892.068,70
Veräußerung von Anteilen an weiterhin vollkonsolidierten Tochterunternehmen 687.169,92 687.169,92
Kapitalherabsetzungen -15.331,60 -15.331,60
Eigenkapitalzuführungen durch nicht beherrschende Gesellschafter 12.500,00 12.500,00
Ausschüttungen -124.422,78 -124.422,78
Sonstige Veränderungen 0,00 3.520,82
Stand 30.09.2022 2.980.119,73 128.030.744,75

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022

2021/2022
T€
2020/2021
T€
Konzernjahresüberschuss 50.499 38.183
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 5.992 5.354
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 3.747 4.059
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -40 0
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -32.557 -55.313
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -16.819 17.105
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -289 -207
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.108 1.224
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 21.757 16.738
+/- Ertragsteuerzahlungen -18.909 -17.897
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 14.489 9.246
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 16 4
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 180 197
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 94 295
+ Einzahlungen aus der Veräußerung von Anteilen an weiterhin vollkonsolidierten Tochterunternehmen 890 334
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -458 -341
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.174 -7.818
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -23 -64
- Auszahlungen für den Erwerb von Minderheitenanteilen -1.998 -954
+ Erhaltene Zinsen 90 65
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.383 -8.282
Kapitalherabsetzungen -15 -153
+ Einzahlung aus Eigenkapitalzuführungen durch nicht beherrschende Gesellschafter 13 188
- Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter -3.410 -1.674
- Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -6.633 -20.104
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0 292
- Gezahlte Zinsen -306 -521
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10.352 -21.973
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.246 -21.009
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.105 25.114
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.859 4.105

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

30.09.2022
T€
30.09.2021
T€
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.176 11.352
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten -7.317 -7.247
1.859 4.105

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022

1. Allgemeine Angaben

Die KÖNA GmbH & Co. KG, Münster, ist beim Registergericht Münster unter der Handelsregisternummer HRA 63 gemeldet. Sie ist gemäß § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht aufzustellen. Der Konzernabschluss, bestehend aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, dem Konzerneigenkapitalspiegel, der Konzernkapitalflussrechnung sowie dem Konzernlagebericht, wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie der einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrags erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr läuft vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

2. Konsolidierungskreis und Konzernabschlussstichtag

In den Konzernabschluss werden neben der KÖNA GmbH & Co. KG folgende Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Segment, Name, Sitz Anteil am Kapital
%
Elektro
H. Gautzsch Elektro GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch München F. Piotrowski GmbH & Co. KG, Münster 80,0 1, 2
H. Gautzsch Hamm B. Fabig GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Bocholt H. Gausling GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Rheine M. Geuecke GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Großhandel Bayern GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Regensburg M. Lindinger GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Dresden GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Nürnberg M. Englert GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Bamberg T. Paul GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
Frommeyer + Ziegemeyer Herford GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Gütersloh GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Landshut M. Damböck GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Minden A. Krüger GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Großhandel Sachsen GmbH, Limbach-Oberfrohna 100,0 1
H. Gautzsch Bottrop B. Denter GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Iserlohn V. Schlichter GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Münster GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
Segment, Name, Sitz Anteil am Kapital
%
H. Gautzsch Osnabrück M. Emmerich GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
Frommeyer + Ziegemeyer Meppen U. Tranel GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
Frommeyer + Ziegemeyer Cloppenburg S. Baumgarten GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Recklinghausen R. Kafsack GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
Frommeyer + Ziegemeyer Osnabrück H. Averbeck GmbH & Co. KG, Münster 95,0 1, 2
H. Gautzsch Pleißa P. Domaratius GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Rottenbach GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Wittenberg F. Birke GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Halle GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Dortmund Plaß & Diel GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Zentraleinkauf GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch eSales GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Großhandel Österreich GmbH, Münster 100,0 1
H. Gautzsch Graz GmbH & Co. KG, Graz (Österreich) 90,0 2
H. Gautzsch Wien GmbH & Co. KG, Wien (Österreich) 90,0 2
Technid Handel GmbH, Wien (Österreich) 75,0
H. Gautzsch Linz GmbH & Co. KG, Linz (Österreich) 90,0 2
H. Gautzsch Krefeld C. Altenrath GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Köln S. Gehrmann GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Paderborn P. Stein GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch MSI GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Passau A. Resch GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Eggenfelden B. Leditzky GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Traunstein C. Haberstock GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Mühldorf T. Fisinger GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Lauf T. Odörfer GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Aachen GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Eisenach GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Coburg M. Gruber GmbH & Co. KG, Münster 90,0 1, 2
H. Gautzsch Hannover D. Loboja GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Köln Industrie GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Leipzig GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Bochum GmbH & Co. KG 100,0 1, 2
H. Gautzsch NBI GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1,2,3
H. Gautzsch Mönchengladbach GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1,2,3
H. Gautzsch Düsseldorf GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1,2,3
H. Gautzsch Aue GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1,2,3
Hausberger.Gautzsch Innsbruck GmbH & Co. KG, Innsbruck (Österreich) 75,0 1,2,3
Haus & Garten
H. Gautzsch GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
KN Handel GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
GARDAMO International Ltd., Hongkong (Hongkong) 100,0
SIENA Living GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
Schaltanlagen
ASSISTEC Schaltanlagen GmbH & Co. KG, Münster 70,0 1, 2
ASSISTEC Österreich GmbH, Münster 100,0 1
ASSISTEC AT GmbH, Seiersberg-Pirka (Österreich) 100,0
Segment, Name, Sitz Anteil am Kapital
%
SPLEISSTEC Netzwerktechnik GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1,2,3
Service
H. Gautzsch Spedition und Logistik GmbH & Co. KG, Münster 100,0 1, 2
H. Gautzsch Zentrale Dienste GmbH, Münster 100,0 1
Sonstige
H. Gautzsch Elektro Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch München Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Hamm Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Bocholt Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Rheine Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Bayern Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Regensburg Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Dresden Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Nürnberg Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Bamberg Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
Frommeyer + Ziegemeyer Herford Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Gütersloh Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Landshut Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Minden Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Bottrop Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Iserlohn Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Münster Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Osnabrück Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
Frommeyer + Ziegemeyer Meppen Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
Frommeyer + Ziegemeyer Cloppenburg Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Recklinghausen Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
Frommeyer + Ziegemeyer Osnabrück Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Pleißa Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Rottenbach Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Wittenberg Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Halle Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Dortmund Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Zentraleinkauf Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch eSales Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Linz GmbH, Linz (Österreich) 100,0
H. Gautzsch Graz Verwaltungs-GmbH, Graz (Österreich) 100,0 3
H. Gautzsch Wien Verwaltungs-GmbH, Wien (Österreich) 100,0 3
H. Gautzsch Krefeld Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Köln Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Paderborn Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch MSI Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Passau Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Eggenfelden Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Traunstein Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Lauf Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Mühldorf Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Aachen Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
Segment, Name, Sitz Anteil am Kapital
%
H. Gautzsch Eisenach Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Coburg Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Hannover Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Leipzig Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Köln Industrie Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
SIENA Living Verwaltungs-GmbH 100,0
H. Gautzsch Bochum Verwaltungs-GmbH 100,0
H. Gautzsch NBI Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0 3
H. Gautzsch Mönchengladbach Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0 3
H. Gautzsch Düsseldorf Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0 3
SPLEISSTEC Netzwerktechnik Verwaltungs-GmbH 100,0 3
H. Gautzsch Aue Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0 3
Hausberger.Gautzsch Innsbruck Verwaltungs-GmbH, Innsbruck (Österreich) 100,0 3
H. Gautzsch Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
KN Handel Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
PROJECTFORM Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
GARDAMO Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
assistec Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
H. Gautzsch Spedition und Logistik Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0
KÖNA Großhandels-Verwaltungs-GmbH, Münster 100,0

1 Inanspruchnahme von Befreiungen nach §§ 264b, 264 Abs. 3 HGB.

2 Das Mutterunternehmen oder ein anderes in den Konzern einbezogenes Unternehmen ist unbeschränkt haftender Gesellschafter.

3 Erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021/2022.

Erstkonsolidierungszeitpunkt der erstmalig einbezogenen Tochterunternehmen ist jeweils der Zeitpunkt der Gründung oder der Zeitpunkt, zu dem das einbezogene Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bedeutende Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund von Änderungen des Konsolidierungskreises haben sich nicht ergeben.

Das assoziierte Unternehmen Joisten GmbH & Co. KG, Köln, an dem der Konzern 25,0 % der Anteile hält, wird nach der Equity-Methode gem. § 312 HGB in den Konzern einbezogen.

Der Konzernabschlussstichtag (30.09.) stimmt mit dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens sowie den Abschlussstichtagen der einbezogenen Tochter- und assoziierten Unternehmen überein.

3. Konsolidierungsmethoden, Währungsumrechnung

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den beim Mutterunternehmen geltenden Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisgrundsätzen des deutschen Handelsrechts aufgestellt.

In den Konzernabschluss einbezogene ausländische Einzelabschlüsse in Fremdwährung werden gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Für die Umrechnung der Währungen der Länder, die nicht dem EURO-Raum angehören, werden folgende Wechselkurse angewendet:

Land / Währung je Währungseinheit Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung
Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
30.09.2022 30.09.2021 2021/2022 2020/2021
USA/Dollar 0,97 1,16 1,08 1,12

Der erste Konzernabschluss der KÖNA GmbH & Co. KG wurde auf den 31. Dezember 2000 (= erstmaliger Einbeziehungszeitpunkt) aufgestellt. Für Erstkonsolidierungen nach Einführung des BilMoG werden im Rahmen der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden positiven Unterschiedsbeträge werden separat ausgewiesen. Die Abschreibung der positiven Unterschiedsbeträge erfolgt planmäßig unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Aufgrund der guten Marktpositionierung der Gautzsch-Produkte und der bei der Bewertung zugrunde liegenden Unternehmensplanung erfolgt die Abschreibung über den erwarteten Zeitraum der Nutzung von 10 Jahre (für positive Unterschiedsbeträge bis zum 30.09.2021 über 15 Jahre).

Ein Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter wird gebildet. Beim Hinzuerwerb von Minderheitenanteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem darauf entfallenden anteiligen Eigenkapital im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über 10 Jahre abgeschrieben (für positive Unterschiedsbeträge bis zum 30.09.2021 über 15 Jahre).

Ausleihungen und andere Forderungen sowie Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet worden.

Eine Eliminierung von Aufwendungen und Erträgen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen ist vorgenommen worden.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen waren im Geschäftsjahr nicht zu eliminieren.

Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen (§ 306 HGB) waren nicht zu bilden.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen drei und zehn Jahren.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessen. Dabei wird von der linearen Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht. Die Nutzungsdauer liegt zwischen einem Jahr für gebrauchte Anlagegüter und 33 Jahren für Gebäude. Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner Vermögensgegenstände die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten von jeweils unter € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Bei den at Equity bewerteten Finanzanlagen erfolgt eine Fortschreibung der Anschaffungskosten um anteilige Jahresergebnisse des assoziierten Unternehmens.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und der eingeschränkten Verwertbarkeit ergeben, wurden in ausreichendem Umfang vorgenommen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden auf ihren Barwert abgezinst. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum jeweiligen Nennwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB gebildet.

Das Kommanditkapital, die Rücklagen und das übrige Eigenkapital sind zum Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen enthält passivisch abgegrenzte Investitionszuschüsse nach dem österreichischen Investitionszulagengesetz. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt korrespondierend zur durchschnittlichen Nutzungsdauer der entsprechenden Vermögensgegenstände.

Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Steuernachzahlungen passiviert.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden - bei Anwendung der Nettomethode - mit den fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet.

Latente Steuern werden in den Einzelabschlüssen auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und Steuerbilanz angesetzt, soweit sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge insoweit gebildet, als dadurch für die jeweilige Gesellschaft ein Passivüberhang reduziert wird. Aktive und passive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB stets saldiert ausgewiesen. Eine sich als Abrechnungsspitze ergebende aktive latente Steuer wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen, passive latente Steuern aus unterschiedlichen Bilanzansätzen im Anlagevermögen sowie bei den sonstigen Rückstellungen. Die Ermittlung erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 16,1 %.

5. Erläuterungen der Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel (Bestandteil des Konzernanhangs) dargestellt.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten in Höhe von T€ 271 (Vorjahr T€ 930) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und resultieren im Übrigen aus dem Finanzverkehr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 76 (Vorjahr T€ 63) enthalten. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch Eigentumsvorbehalte besichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus dem Finanzverkehr. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Gesamt Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
>1 Jahr
T€
davon > 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.317 7.317 0 0
(7.247) (7.247) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 40.842 40.842 0 0
(50.095) (50.095) (0) (0)
gegenüber Gesellschaftern des Mutterunternehmens 40.561 28.234 12.327 10.727
(29.684) (18.152) (11.532) (10.112)
gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern 6.821 6.821 0 0
(4.358) (4.358) (0) (0)
Sonstige 15.146 12.631 2.515 2.381
(22.260) (19.779) (2.481) (2.348)
110.687 95.845 14.842 13.108
(113.644) (99.631) (14.013) (12.460)

(Werte in Klammern geben die Vorjahreszahlen an.)

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf Warenumsätze und wurden größtenteils im Inland erzielt. Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen / Segmenten:

2021/ 2022
%
2020/ 2021
%
Elektro 81,3 79,0
Haus & Garten 18,7 21,0
100,0 100,0

Im Mittelpunkt des Segmentes "Elektro" steht der Großhandel mit Elektroinstallationsmaterialien, Leuchten, Leuchtmitteln, Elektronik-Komponenten, Elektro-Kleingeräten und Elektro-Großgeräten sowie Photovoltaik-Artikeln, während im Mittelpunkt des Segmentes "Haus & Garten" Garten- und Freizeitartikel, Garten-Accessoires, Haushaltswaren, Eisenwaren und Werkzeuge stehen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungskursdifferenzen in Höhe von T€ 198 (Vorjahr T€ 12), Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von T€ 40 (Vorjahr T€ 0) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 33 (Vorjahr T€ 61), davon Gewinne aus Abgängen des Sachanlagevermögens in Höhe von T€ 33 (Vorjahr T€ 61).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen in Höhe von T€ 173 (Vorjahr T€ 9) enthalten.

7. Sonstige Angaben

a) Bewertungseinheiten

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsschwankungen ausgesetzt. Die Absicherung erfolgt durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich dabei um Devisentermingeschäfte, die geplante Wareneinkäufe in Fremdwährung absichern sollen. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag retrospektiv anhand der Dollar-Offset-Methode festgestellt. Es wird ein Wertausgleich von 100 % erwartet. Alle Transaktionen waren jeweils fällig im Geschäftsjahr 2021/2022. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Sicherungsgeschäfte in Form von Makro-Hedges zur Absicherung zukünftiger Wareneinkäufe/Verbindlichkeiten.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von T€ 9.410 p.a. (Vorjahr T€ 8.260) und aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 1.629 p.a. (Vorjahr T€ 2.389).

Es handelt sich bei den Leasingverträgen um Standard-Leasingverträge als ergänzende Finanzierungsalternative zur Aufnahme von Bankverbindlichkeiten. Besondere Risiken sind für diese Leasinggestaltungen nicht erkennbar.

c) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar beträgt T€ 83 (Vorjahr T€ 72) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

d) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die der Angabepflicht des § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB unterliegen, lagen im Geschäftsjahr 2021/2022 nicht vor.

e) Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren durchschnittlich 1.173 Arbeitnehmer beschäftigt, davon 548 im Logistik-Bereich, 437 im Vertrieb und Produktmanagement, 143 im kaufmännischen Bereich und 45 in der Produktion.

f) Geschäftsführung

Die Geschäftsführung wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die KÖNA Großhandels-Verwaltungs-GmbH mit Sitz in Münster, wahrgenommen. Sie ist beim Amtsgericht Münster unter der Handelsregisternummer HRB 3389 eingetragen. Ihre alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer sind:

 

Mathias Naumann (bis 16. November 2022), Vorsitzender der Geschäftsführung, Gesellschafter der KÖNA GmbH & Co. KG

 

Robert Naumann (ab 16. November 2022), Vorsitzender der Geschäftsführung, Gesellschafter der KÖNA GmbH & Co. KG

 

Philipp Naumann (ab 16. November 2022), Vorsitzender der Geschäftsführung, Gesellschafter der KÖNA GmbH & Co. KG

 

Frank Kamischke, Kaufmännischer Geschäftsführer

 

Peter Benthues, Geschäftsführer eCommerce, Arbeitssicherheit und Datenschutz

Von der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde aufgrund der Befreiungsregelung des § 314 Abs. 3 S. 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen, da die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2021/2022 nur aus drei Mitgliedern bestand.

g) Beirat

Mitglieder des Beirats waren im Geschäftsjahr:

 

Dr. Norbert Emmerich, Unternehmensberater

(Vorsitzender)

 

Markus Bültermann, Vorstandsvorsitzender der ieQ-network AG

 

Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer der IFH Köln GmbH

 

Ralf Köhne, Gesellschafter der KÖNA GmbH & Co. KG

 

Julius Fabian Roberg, Geschäftsführer der Alliance Automotive Germany GmbH

Die Mitglieder des Beirats haben insgesamt Bezüge von T€ 27 erhalten.

h) Konzernverhältnisse

Die KÖNA GmbH & Co. KG stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf, welcher beim Bundesanzeiger bzw. im Unternehmensregister veröffentlicht wird. Gemäß § 264b HGB entfaltet dieser Konzernabschluss befreiende Wirkung hinsichtlich des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens. Zur Inanspruchnahme von Befreiungen durch Tochterunternehmen wird auf Abschnitt 2 verwiesen.

i) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Münster, den 2. Juni 2023

KÖNA GmbH & Co. KG
vertreten durch die KÖNA Großhandels-Verwaltungs-GmbH

Robert Naumann

Philipp Naumann

Frank Kamischke

Peter Benthues

Konzern-Anlagenspiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.10.2021
Zugang
Abgang
Umbuchungen
30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.535.937,41 458.123,78 50.142,67 0,00 2.943.918,52
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.790.644,43 1.106.298,40 19.867,26 0,00 14.877.075,57
16.326.581,84 1.564.422,18 70.009,93 0,00 17.820.994,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.248.227,65 20.624,43 0,00 840,00 15.269.692,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.888.647,30 70.212,50 53.071,93 1.079,86 3.906.867,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.951.894,87 699.613,23 73.876,06 0,00
29.962.278,07 33.288.435,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 229.549,69 1.131.295,21 1.216,33 -75.795,92 1.283.832,65
49.328.702,71 5.174.027,01 753.901,49 0,00 53.748.828,23
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 204.836,99 0,00 0,00 0,00 204.836,99
2. Beteiligungen 198.431,01 13.406,99 0,00 0,00 211.838,00
3. Sonstige Ausleihungen 2.086.808,73 1.409.265,93 94.319,79 0,00 3.401.754,87
2.490.076,73 1.422.672,92 94.319,79 0,00 3.818.429,86
68.145.361,28 8.161.122,11 918.231,21 0,00 75.388.252,18
Abschreibungen
01.10.2021
Veränderung Konsolidierungskreis Zugang
Abgang
Umbuchungen
30.09.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.773.140,43 0,00 303.393,11 33.989,67 0,00 2.042.543,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 10.054.762,42 0,00 499.515,64 19.867,26 0,00 10.534.410,80
11.827.902,85 0,00 802.908,75 53.856,93 0,00 12.576.954,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.005.389,38 0,00 390.490,43 0,00 0,00 9.395.879,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.078.509,23 0,00 299.000,53 41.162,93 0,00 2.336.346,83
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 4.500.047,09 619.353,23 0,00 0,00
13.868.107,59 17.748.801,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.952.006,20 0,00 5.189.538,05 660.516,16 0,00 29.481.028,09
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 1.679,52 0,00 0,00 0,00 0,00 1.679,52
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.679,52 0,00 0,00 0,00 0,00 1.679,52
36.781.588,57 0,00 5.992.446,80 714.373,09 0,00 42.059.662,28
Restbuchwerte
30.09.2022
30.09.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 901.374,65 762.796,98
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.342.664,77 3.735.882,01
5.244.039,42 4.498.678,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.873.812,27 6.242.838,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.570.520,90 1.810.138,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.539.634,32 16.094.170,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.283.832,65 229.549,69
24.267.800,14 24.376.696,51
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 204.836,99 204.836,99
2. Beteiligungen 210.158,48 196.751,49
3. Sonstige Ausleihungen 3.401.754,87 2.086.808,73
3.816.750,34 2.488.397,21
33.328.589,90 31.363.772,71

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KÖNA GmbH & Co. KG, Münster

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der KÖNA GmbH & Co. KG, Münster, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KÖNA GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 2. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thorsten Spree, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 20.09.2022 wurde am 16.06.2023 gebilligt.

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