Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 4425
Vorher
GasTec Gesellschaft für Gas- und Oelprozeßtechnik mbHSPG Steiner-Prozesstechnik GmbHSPG Steiner-Prematechnik-Gastec GmbH
Eingetragen
2.8.1995
Branche
Herstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem WasserHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Gegenstand
Die Entwicklung, die Prozesstechnik, die Konstruktion, die Planung, die Herstellung, die Montage und die Inbetriebnahme von Anlagen der Gas- und Öltechnik, des Kokereianlagenbaus, insbesondere Kokereinebengewinnungsanlagen sowie von Verbrennungsanlagen, Fackel- und Rohrleitungssysteme und Molchstationen, sowie Lagertanks für die Gas- und Ölindustrie, insbesondere Tieftemperaturund Cryogene Lagertanks.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Oliver Steiner
seit 11.10.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

Gesellschafter

6 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 6 angezeigt

Seitenkopfstraße 29, 57234 Wilnsdorf
535.000 €
44.58%
Al Barsha 2, Street 42B, Dubai, United Arab Emirates
360.000 €
30.00%
Germany
35.000 €
2.92%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SPG Steiner GmbH

Siegen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31.12.2023

1. Gegenstand des Unternehmens

Die SPG Steiner GmbH ist als Generalunternehmer im Anlagenbau tätig. Mit den Kernkompetenzen in der Planung, dem Engineering und dem Projektmanagement werden Hightech Anlagen für die Energiewirtschaft realisiert. Insbesondere die Speicherung und Distribution von Energie in Flüssiggasen wie Wasserstoff, Ammoniak und LNG ist einer der zukunftsträchtigen Schwerpunkte der SPG Steiner GmbH.

Das familiengeführte Unternehmen positioniert sich als spezialisierter Nischenanbieter mit eigenen Technologien und über 60-jähriger Erfahrung in der Energieindustrie.

Neben dem Hauptsitz in Siegen unterhält die SPG Steiner GmbH weitere Büros in Frankfurt/Main (Vertrieb und Projektmanagement) und Ploiesti Rumänien (Engineering).

Die SPG Steiner GmbH ist zusätzlich an folgenden Gesellschaften beteiligt:

• SPG Prematechnik GmbH 100%
• Glassl GmbH 100%
• IOE Impac GmbH 100%
• SKO Steiner GmbH 45%
• hyfuels GmbH 49 %

Vertriebsgesellschaften bzw. Vertriebsbüros bilden das internationale Auftreten der SPG Steiner wieder:

• MENA Region Benghazi Libyen
• Middle East Abu Dhabi UAE
• Asean Singapur Singapur
• China Shanghai China
● Qatar Doha Qatar
• Saudi-Arabien Damam KSA

Die Produktpalette der SPG Steiner GmbH umfasst insbesondere:

Small- / Mid Scale LNG Terminals

Tieftemperatur / kryogene Lagertanks (LPG; LNG; Ammonia; Ethylene)

Gasaufbereitungsanlagen (Sulphur Recovery; Dehydration)

Fackel-Systeme; Brenner, Vapour Recovery Unit; Flare Gas Recovery

Revamps; Debottlenecking

Konzept Studien

Owners Engineer

Inspection / Spare Parts

Sämtliche Produktlinien erfordern projektbezogenes Management, ingenieur-technische Arbeiten, Einkauf und Lieferung von Material und Ausrüstung sowie Installation und Montagearbeiten.

Die SPG Steiner GmbH ist in der Lage, das gesamte Leistungsspektrum abzudecken, das für die erforderliche Projektabwicklung schlüsselfertiger Anlagen erforderlich ist.

2. Wirtschaftsbericht:

Während die SPG Steiner zur Zeit überwiegend in den Kernmärkten in Europa und Middle East tätig ist, ist es unser Ziel, unsere Produkte weltweit anzubieten.

Auch im Geschäftsjahr 2023 erhielten wir im Rahmen der deutschen Energiewende auch wieder vermehrt Anfragen aus Deutschland, insbesondere für Import Terminals für Green Ammonia und "Turn-Arounds" von bestehenden Anlagen.

Ammoniak als Derivat von Wasserstoff wird in den kommenden Jahren in Middle East und Europa eine wichtige Rolle im Rahmen der Energiewende spielen. SPG Steiner ist hier bereits sowohl auf der Exportseite als auch auf der europäischen Importseite mit ersten Aufträgen aktiv. In den ASEAN Staaten, Bangladesch, Thailand, Vietnam, Malaysia, Indonesien wird die Energiewende zunächst von Kohle auf Gas als Brennstoffquelle umgestellt werden. Hier wollen wir mit lokalen Partnern unsere Präsenz mit unseren Produkten ausbauen.

Über die im Jahr 2018 gegründete Vertriebsgesellschaft in Singapur konnten bereits erste Aufträge in Vietnam, Thailand, Malaysia akquiriert werden. Vielversprechend sind auch die Entwicklungen im Bereich der Wasserstoff Industrie in Australien.

Durch den andauernden Krieg Russlands mit der Ukraine und dem daraus resultierenden Konflikt werden aktuell auf europäischer Ebene viele Energie Infrastruktur Projekte angestoßen. Insbesondere in Deutschland sollen einige neue Energie Import Terminal Standorte realisiert werden. Neben den Großanlagen sehen wir den Bedarf an kleinen bzw. mittelgroßen Distributionsanlagen und Bunkerstationen für die Schifffahrt. SPG Steiner führt alle Technologien und Kernkompetenzen hierzu im Unternehmen.

Die SPG Steiner hat sich aufgrund von Qualität, zuverlässiger Projektabwicklung und Familienunternehmerwerte einen sehr guten Ruf erarbeitet und wird infolgedessen seitens des Kunden mit größeren und umfangreicheren EPC-Projekten qualifiziert.

Zu dem im Jahr 2022 gewonnenen Projekt "NEOM" über TEUR 100.000 (USD) für die Planung und den Bau der weltweit größten Ammoniak-Tanks (2 x 70.000 Tonnen) für Air Products, NEOM, Königreich Saudi-Arabien konnten wir zum Ende des Jahres 2023 zwei Aufträge für das Projekt "Topolobampo" in Mexiko (3 Ammoniak-Tanks und 4 Stahl-Tanks) mit einem Volumen von rund TEUR 19.000 buchen.

Ebenfalls im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufträge mit einem Gesamtvolumen von TEUR 8.000 für die Business-Unit "Cumbustion Technology" akquiriert und diese befinden sich in Abwicklung und werden im Geschäftsjahr 2024 fertiggestellt.

Der Auftragseingang für den Bereich Engineering belief sich auf über TEUR 2.000 und eröffnet für die Zukunft die Möglichkeit, weitere EPC-Aufträge basierend auf den Engineering-Leistungen zu erhalten.

3. Geschäftsentwicklung 2023 und Auftragsbestand

3.1. Ertragslage

Die Gesamtleistung im Jahr 2023 beläuft sich auf TEUR 29.943 und liegt damit um TEUR 10.505 (54,0 %) über dem Vorjahr. Die Verschiebungen aufgrund von pandemischen und weltpolitischen Einflüssen konnten größtenteils aufgeholt werden.

Aufgrund der in Abwicklung befindlichen Projekte sehen wir auch für das Geschäftsjahr 2024 einen positiven Verlauf. Weiterhin stehen in den nächsten Monaten noch verschiedene Großprojekte zur endgültigen Vergabe an. Die SPG Steiner GmbH erwartet daraus noch zusätzliche Aufträge, die bis in die Jahre 2025 und 2026 reichen.

Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen im Jahr 2023 beläuft sich auf TEUR 20.968 und liegt damit um TEUR 8.776 über dem Niveau des Vorjahres.

Die Personalkosten belaufen sich auf TEUR 4.114 und liegen damit über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr TEUR 3.456). Dies ist zum einen durch die Auszahlung und Rückstellung von Tantiemen und zum anderen durch die Einstellung von zusätzlichem Personal zu begründen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) 2023 beläuft sich auf TEUR 2.074 und beträgt 7 % bezogen auf die Gesamtleistung.

Die Zinsaufwendungen sowie Avalgebühren haben sich deutlich auf TEUR 309 reduziert (Vorjahr: TEUR 349).

Für das Jahr 2023 konnte ein Ergebnis in Höhe von TEUR 1.409 nach Steuern verzeichnet werden.

Zum Bilanzstichtag betrug das Auftragsvolumen über TEUR 40.000 und ist als zufrieden- stellend anzusehen.

3.2. Finanzlage

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 42,8 %.

Die Nutzung von Avalen zur Abwicklung der Großprojekte sowie die Ausnutzung eines Kontokorrentkredites deckte das benötigte Finanzvolumen. Den finanziellen Verpflichtungen konnte stets nachgekommen werden.

Aufgrund des erheblichen Umsatzwachstums sehen wir uns mit einem gestiegenen Beschaffungsvolumen konfrontiert, welches durch Anzahlungen und Zwischenzahlungen an Lieferanten finanziert werden muss.

Ein weiterer Punkt der Bindung von Liquidität ist die stetig steigende Erbringung von Vorleistungen im Bereich des Engineerings für die Kalkulation, die Erarbeitung von Angeboten und Projektklärung, speziell für Großprojekte.

3.3. Vermögenslage

Im Jahr 2023 beträgt das Anlagevermögen TEUR 4.398.

Der Bestand der unfertigen Leistungen im Jahr 2023 beläuft sich auf TEUR 6.684.

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen im Vorratsvermögen und Rückstellungen berücksichtigt worden.

4. Prognosebericht

Bedingt durch ein Umdenken im Bereich der Energieversorgung, nicht zuletzt hervorgerufen durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, sowie aus Aspekten der Energiewende kann die SPG Steiner GmbH vielfältige Lösungen für diese Themen anbieten und umsetzen. Das Marktvolumen steigt signifikant an und wir haben eine gute Marktpositionierung erreicht. Der Fokus liegt auf der Akquisition von Großprojekten mit einem möglichst hohen Anteil an SPG-Produkten. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 werden für 2024 höhere Umsätze prognostiziert sowie steigende Jahresergebnisse prognostiziert.

5. Risiko- und Chancenbericht

Risiken

Risiken wie zu Zeiten der Pandemie und danach haben sich weitestgehend aufgelöst. Die Beschaffungsmärkte sind gut zugänglich und die Lieferketten größtenteils wieder aufgebaut. Lieferanten werden sorgfältig ausgesucht und durch die Einforderung von Bürgschaften zur Vertragserfüllung mitverpflichtet.

Ebenso ist der Bereich Logistik wieder besser planbar und durch rechtzeitige Beauftragung und Disposition unkritisch.

Chancen

Die weltweit durch alle Bevölkerungsschichten entfachte Diskussion der Energiewende übt enormen Druck auf Politik und Wirtschaft aus. Ebenso hat der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland einen Prozess des Umdenkens angestoßen. Bessere und sichere Versorgung mit Energie, speziell die Alternativen zu den ursprünglichen Ressourcen, sind in den Fokus gerückt. Wir sehen hier ein großes Chancenpotential mit unseren Möglichkeiten.

Der Bedarf im Bereich der Transport-, Verteilungs- und Speichersysteme wird einerseits durch die weltweit hohe Nachfrage nach Energie, insbesondere auch in Form von flüssigem Erdgas, als auch "Grünem" Ammoniak geprägt. Eine Reihe größerer Projekte im In- und Ausland sind derzeit in Verhandlung. Maßgeblich wird die schnelle Entscheidungsfähigkeit der Institutionen sowie die Möglichkeit eines unkomplizierten Zugangs zu Finanzmitteln die reibungslose Umsetzung dieser Vorhaben bestimmen.

6. Gesamtbild der Risikolage

Die vorgenannten Risiken bestehen im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit. Eine Beeinträchtigung auf die Gesellschaft ist nicht zu erwarten. Aufgrund der heterogenen Zusammensetzung der Geschäftsfelder und der regionalen Schwerpunkte ist zusammenfassend festzustellen, dass ein ausgeglichenes Risiko- und Chancen-Portfolio bei der SPG Steiner vorliegt.

 

Siegen, den 12. Juli 2024

gez. Philippe Steiner, Geschäftsführer

gez. Oliver Steiner, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.941,00 8.900,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 19.674,00 24.698,00
24.615,00 33.598,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.752,00 51.317,47
69.752,00 51.317,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.129.693,79 4.129.693,79
2. Beteiligungen 173.631,97 149.131,97
4.303.325,76 4.278.825,76
4.397.692,76 4.363.741,23
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.683.941,36 9.456.393,35
2. Geleistete Anzahlungen 603.038,79 919.485,66
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 -5.649.537,12
7.286.980,15 4.726.341,89
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.690.245,83 2.067.359,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.146.128,28 1.218.160,91
3. Forderungen gegen Gesellschafter 35.002,60 2,60
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.784.064,46 9.957.436,90
15.655.441,17 13.242.959,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.377.919,37 1.409.686,54
24.320.340,69 19.378.988,26
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 79.745,37 103.010,73
28.797.778,82 23.845.740,22

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Stammkapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnvortrag 5.907.930,55 5.092.869,17
III. Jahresüberschuss 1.408.649,48 815.061,38
12.316.580,03 10.907.930,55
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.039.164,85 700.164,85
2. Sonstige Rückstellungen 5.027.655,82 - 731.914,00
6.066.820,67 1.432.078,85
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.091.619,22 5.424.096,32
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.519.598,40 4.063.413,40
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 691.681,40 113.568,63
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.111.479,10 1.904.652,47
- davon aus Steuern:EUR 455.552,69 (Vorjahr: EUR 801.659,79)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit:EUR 30.974,72 (Vorjahr: EUR 30.834,20)
10.414.378,12 11.505.730,82
28.797.778,82 23.845.740,22

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 32.715.772,22 18.309.039,65
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.772.451,99 1.129.351,74
3. Gesamtleistung 29.943.320,23 19.438.391,39
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.252.812,36 1.523.504,37
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -17.585.738,02 -11.537.058,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.382.756,02 - -655.249,15
-20.968.494,04 -12.192.307,86
6. Rohergebnis 10.227.638,55 8.769.587,90
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.682.248,51 -3.067.376,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -431.730,52 -389.090,04
- davon für Altersversorgung: EUR 364,25 (Vorjahr: EUR 1.738,53)
-4.113.979,03 -3.456.466,76
8. Abschreibungen -51.681,62 -47.682,03
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.985.172,02 -3.296.723,62
10. Betriebsergebnis 2.076.805,88 1.968.715,49
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.589,94 25,40
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -19.063,19
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -308.819,11 -348.853,43
14. Finanzergebnis -307.229,17 -367.891,22
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -357.010,91 -737.928,54
16. Ergebnis nach Steuern 1.412.565,80 862.895,73
17. Sonstige Steuern -3.916,32 -47.834,35
18. Jahresüberschuss 1.408.649,48 815.061,38

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die SPG Steiner GmbH hat ihren Sitz in Siegen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter HRB 4425 eingetragen.

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB erstellt. Dabei wurden die Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB angewandt. Ergänzend hierzu wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich beibehalten. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden.

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Ansatz der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben, dabei wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- bzw. Firmenwert wurde mit den Anschaffungskosten aktiviert und gem. § 253 Abs. 3 S. 3 und 4 HGB linear über 10 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear und degressiv, dabei wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis vierzehn Jahren zugrunde gelegt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sind mit den aktivierungspflichtigen und aktivierungsfähigen Herstellungskosten angesetzt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden - soweit zulässig - offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bewertet.

Die Bewertung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt zum zeitanteilig abgegrenzten Nennwert von Ausgaben, sofern diese nach dem Stichtag aufwandswirksam werden.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VER- LUSTRECHNUNG

Sachanlagen

Die Aufgliederungen der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Finanzanlagen

Es bestehen zum Bilanzstichtag Beteiligungen im Sinne des § 285 Nr.11 HGB an folgenden Unternehmen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
IOE Impac GmbH 1) 100,0 513 -57
Prematechnik GmbH, Frankfurt am Main 1) 100,0 -304 -56
GLASSL GmbH 1) 100,0 27 -60
SKO Steiner GmbH, Siegen 45,0 981 281
SPG Gulf Company LLC, Doha, Katar 1) 49,0 - -
Shenyang SPG Zhongyou TIPO Engineering Co. Ltd., Shenyang, China 100,0 -438 236
hyfuels GmbH, Siegen 1) 49,0 - -
SPG Hydrocarbone PTE. LTD, Singapore 1) 75,0 -746 -7

1) Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 lag noch nicht vor.

Forderungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 4.150) sowie aus Rückstellungen für Schadenersatz (TEUR 544).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr zwischen einem und fünf Jahre von mehr als fünf Jahre Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.091.619,22 979.119,22 2.112.500,00 0,00 5.424.096,32
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 691.681,40 691.681,40 0,00 0,00 113.568,63
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.519.598,40 4.519.598,40 0,00 0,00 4.063.413,40
Sonstige Verbindlichkeiten 2.111.479,10 2.111.479,10 0,00 0,00 1.904.652,47
10.414.378,12 8.301.878,12 2.112.500,00 0,00 11.505.730,82

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine Erträge aus der Währungsumrechnung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 52.

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasinggeschäften:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 101.316,12 €
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren: 207.235,16 €
Restlaufzeit über fünf Jahren: 6.495,90 €

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Verpfändung von Sparguthaben bzw. Festgeldkonten (TEUR 511) gesichert.

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB:

Vertragserfüllungsbürgschaften: TEUR 8.237
Gewährleistungsbürgschaften: TEUR 202
Anzahlungsbürgschaften: TEUR 984
Bürgschaften: TEUR 453

Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften schätzen wir aufgrund der guten Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein.

Anzahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 57 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 60).

Geschäftsführung

Dipl.-Wirt. jur. Philippe Steiner (Kaufmann)

Dipl.-Ing. Oliver Steiner (Ingenieur)

 

Siegen, den 12. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Philippe Steiner

Oliver Steiner

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 309.801,39 0,00 0,00 0,00 309.801,39
Geschäfts- oder Firmenwert 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
359.801,39 0,00 0,00 0,00 359.801,39
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 580.344,90 75.559,15 0,00 96.248,38 559.655,67
580.344,90 75.559,15 0,00 96.248,38 559.655,67
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.129.693,79 0,00 0,00 0,00 4.129.693,79
Beteiligungen 258.194,16 24.500,00 0,00 0,00 282.694,16
4.387.887,95 24.500,00 0,00 0,00 4.412.387,95
5.328.034,24 100.059,15 0,00 96.248,38 5.331.845,01
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 300.901,39 3.959,00 0,00 304.860,39
Geschäfts- oder Firmenwert 25.302,00 5.024,00 0,00 30.326,00
326.203,39 8.983,00 0,00 335.186,39
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 529.027,43 42.698,62 81.822,38 489.903,67
529.027,43 42.698,62 81.822,38 489.903,67
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 109.062,19 0,00 0,00 109.062,19
109.062,19 0,00 0,00 109.062,19
964.293,01 51.681,62 81.822,38 934.152,25
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.941,00 8.900,00
Geschäfts- oder Firmenwert 19.674,00 24.698,00
24.615,00 33.598,00
SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 69.752,00 51.317,47
69.752,00 51.317,47
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.129.693,79 4.129.693,79
Beteiligungen 173.631,97 149.131,97
4.303.325,76 4.278.825,76
4.397.692,76 4.363.741,23

Der vorstehend wiedergegebene Jahresabschluss wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung am 04. Dezember 2024 festgestellt.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SPG Steiner GmbH, Siegen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SPG Steiner GmbH, Siegen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SPG Steiner GmbH, Siegen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Mainpulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Siegen, 28. Oktober 2024

SiegRevision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer

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