Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 16997
Vorher
Auctus neunte Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
31.1.2006
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenBeteiligungsgesellschaftenEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Erwerb, Halten und Veräußerung der Geschäftsanteile an operativen Gesellschaften sowie das direkte operative Geschäft der Herstellung und des Vertriebs pharmazeutischer Wirkstoffe. Die Gesellschaft kann in diesem Zusammenhang Dienstverträge mit Tochtergesellschaften schließen und Leistungen gegen Entgelt erbringen. Die Gesellschaft betreibt keine nach dem Kreditwesengesetz oder dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften genehmigungspflichtigen Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Hartl
seit 6.5.2024
Geschäftsführer
Stefan Dr. Gaab
seit 6.5.2024
Geschäftsführer
Arul Ramadurai
seit 15.3.2023
Prokura
Edgar Carlos Dr. Lange
seit 15.10.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
European Medco Development 4 S.à.r.lLUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PharmaZell GmbH

Raubling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz

Aktiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.170.393,00 3.356.055,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.687.461,00 3.568.589,00
3. Geleistete Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 155.790,11 1.435.933,08
6.013.644,11 8.360.577,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.470.562,20 3.667.844,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.815.200,99 18.008.497,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.348.296,00 2.819.416,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.562.484,74 1.477.879,62
25.196.543,93 25.973.637,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 409.895.705,59 494.115.995,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.087.022,01 10.495.933,34
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 20.543,86
413.982.727,60 504.632.472,79
445.192.915,64 538.966.687,26
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.516.983,43 7.897.414,30
2. Technisches Material 181.257,79 117.689,35
3. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.766.864,74 4.675.857,63
4. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.030.121,67 8.881.764,23
19.495.227,63 21.572.725,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.216.146,16 2.842.793,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.286.904,82 22.791.092,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 983.026,95 1.258.216,21
51.486.077,93 26.892.102,61
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.453.757,35 7.447.710,07
77.435.062,91 55.912.538,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.536.881,53 2.953.198,79
D. Aktive latente Steuern 8.867.104,64 9.754.454,83
534.031.964,72 607.586.879,07

Passiva

31.03.2024 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 349.259,00 349.259,00
II. Kapitalrücklage 544.388.187,29 544.388.187,29
III. Verlustvortrag -93.551.170,76 -48.029.776,72
IV. Jahresfehlbetrag -76.139.927,64 -45.521.394,04
375.046.347,89 451.186.275,53
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.846.165,00 4.760.138,00
2. Steuerrückstellungen 126.248,61 20.432,00
3. Sonstige Rückstellungen 15.258.376,53 8.089.896,02
20.230.790,14 12.870.466,02
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 51.519,56 623.211,12
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.871.332,80 8.753.858,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 131.255.418,40 130.859.970,75
4. Sonstige Verbindlichkeiten 611.356,61 1.885.823,70
- davon aus Steuern EUR 162.740,13 (Vj. EUR 266.453,30)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 52.718,16 (Vj. EUR 593,43)
137.789.627,37 142.122.863,60
D. Passive latente Steuern 965.199,32 1.407.273,92
534.031.964,72 607.586.879,07

Gewinn- und Verlustrechnung

01.04.2023- 31.03.2024 01.04.2022- 31.03.2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 148.132.604,54 151.202.242,66
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -109.687.382,59 -112.625.402,10
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 38.445.221,95 38.576.840,56
4. Vertriebskosten -3.404.970,07 -4.586.387,22
5. Allgemeine Verwaltungskosten -9.979.896,03 -13.026.674,74
6. Sonstige betriebliche Erträge 2.331.690,45 1.524.707,51
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR1.646.740,37 (Vorjahr: EUR 1.466.332,52)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -23.235.616,42 -22.303.444,42
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 763.568,75 (Vorjahr: EUR 2.347.285,57)
-34.288.792,07 -38.391.798,87
8. Erträge aus Beteiligungen 10.000.000,00 5.000.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 10.000.000,00 (Vorjahr: EUR 5.000.000,00)
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 723.651,73 992.400,54
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 723.062,67 (Vorjahr: EUR 991.676,63)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.237.926,87 504.534,49
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.235.155,33 (Vorjahr: EUR 503.021,74)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -84.220.290,00 -45.826.410,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 84.220.290,00 (Vorjahr: EUR 45.826.410,00)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7.397.515,25 -6.649.010,49
- davon an verbundene Unternehmen EUR 6.340.467,42 (Vorjahr: EUR 5.862.057,00)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 88.408,00 (Vorjahr: EUR 84.220,00)
-79.656.226,65 -45.978.485,46
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -630.138,67 281.729,93
- davon Aufwendungen aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 445.275,59 (Vorjahr: Erträge von EUR 329.049,37)
14. Ergebnis nach Steuern -76.129.935,44 -45.511.713,84
15. Sonstige Steuern -9.992,20 -9.680,20
16. Jahresfehlbetrag -76.139.927,64 -45.521.394,04

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. März 2024 ist gemäß §§ 242 - 256a HGB und §§ 264 - 288 HGB sowie § 42 GmbHG aufgestellt. Das Unternehmen ist beim Registergericht Traunstein unter der Nummer HRB 16997 eingetragen.

Die Gesellschaft unterliegt den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 bzw. 275 Abs. 3 HGB (Umsatzkostenverfahren) gegliedert. Das Gliederungsschema nach § 266 HGB wurde um die Postenbezeichnung Aktiva B. I. Nr. 2 Technisches Material erweitert.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden die zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Davon-Vermerke auch im Anhang angegeben.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein bilanzielles Eigenkapital von TEUR 375.046 (Vorjahr: TEUR 451.186) aus.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern bilanziert. Von dem Aktivierungswahlrecht, die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als Aktivposten in die Bilanz aufzunehmen, wurde Gebrauch gemacht. Der Ansatz der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Herstellungskosten, also mit den bei der Entwicklung anfallenden Aufwendungen, entsprechend § 255 Abs. 2a HGB.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen werden linear abgeschrieben. Folgende Nutzungsdauern kommen unverändert zum Vorjahr zum Ansatz:

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 5 Jahre
Software 3-5 Jahre
Lizenzen 15 Jahre
Gebäude 15-33 Jahre
Technische Anlagen 10-20 Jahre
Betriebsvorrichtungen 5-20 Jahre
Maschinen 5-15 Jahre
Andere Anlagen 5-15 Jahre

Die im Zeitraum 01. April 2023 bis 31. März 2024 erworbenen geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis einschließlich EUR 1.000 wurden in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelwerten bis zu EUR 250,00 wurden sofort aufwandswirksam erfasst.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit ihren niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren liegen gleitende Durchschnittseinstandspreise zugrunde. Die unfertigen und fertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten, fertigungsbezogene Abschreibungen des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen berücksichtigt wurden. Für unfertige und fertige Erzeugnisse/Leistungen erfolgte eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und dem retrograd aus dem Verkaufspreis ermittelten beizulegenden Wert. Zudem wurden Bestandsrisiken infolge verminderter Verwertbarkeit oder Veralterung durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Dem strengen Niederstwertprinzip wurde durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Die Gesellschaft realisiert Aufträge aus langfristiger Auftragsfertigung nach Meilensteinen. Die Gesellschaft hat Verträge über Auftragsentwicklung abgeschlossen. In den Verträgen sind Meilensteine definiert, die eine Abrechnung nach dem Leistungsfortschritt möglich machen. Die Gesellschaft überwacht die angefallenen und noch geplanten Kosten je Entwicklungsauftrag. Damit wird eine verlustfreie Gesamtabwicklung des Auftrages sichergestellt. Die Abrechnung erfolgt nach Erreichen eines Meilensteines, wobei Kunden Anzahlungen geleistet haben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, gekürzt um notwendige Wertberichtigungen, sowie die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten angesetzt und betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Bilanzierungswahlrecht für Disagios gem. § 250 Abs. 3 HGB wird in Anspruch genommen.

Für die Ermittlung der latenten Steuern, die aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge entstehen, werden unternehmensindividuelle Steuersätze im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen für die Bewertung verwendet und die Beträge der sich daraus ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen nach § 272 HGB. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst.

Die unmittelbaren Pensionsverpflichtungen werden gemäß § 249 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 HGB passiviert; für mittelbare Pensionsverpflichtungen wird gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet.

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden auf Basis von Vollkosten ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, werden zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Nachfolgend werden die zur Bilanz erforderlichen Angaben gemacht, sofern diese nicht an anderer Stelle im Jahresabschluss enthalten sind.

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr ist dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Von dem Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten von TEUR 4.551 (Vorjahr: TEUR 4.445) wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 456 (Vorjahr: TEUR 648) aktiviert.

2. Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ("Beteiligungsliste") ist der nachfolgenden Zusammenstellung zu entnehmen:

Anteil am Kapital Eigenkapital zum 31.03.2023 Jahresergebnis 2022/2023
in % Währung in Tsd. TEUR TEUR
PharmaZell (India) Private Ltd., Vizag & Chennai, Indien 100 INR 5.688.002 63.625 9.152
PharmaZell USA Inc., Brecksville, Ohio, USA 100 USD 268 247 -21
Farmabios S.p.A., Gropello Cairoli, Italien 100 EUR 94.438 94.438 25.194
Pharmachol Pty Ltd., Preston, Australien 100 AUD 3.686 2.266 507
Pharmachol (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100 ZAR 19.321 1.000 -218
Pharmachol Belgium B.V., Hoeselt, Belgium 100 EUR 32 32 7
NACO SAS, Lyon, Frankreich 100 EUR 490.015 490.015 14.142

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 24.456 (Vorjahr: TEUR 12.052) Forderungen gegen Gesellschafter. Diese bestehen in Höhe von TEUR 24.456 (Vorjahr: TEUR 12.052) aus Darlehensforderungen. Die restlichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 16.831 (Vorjahr: TEUR 10.739) aus Lieferungen und Leistungen.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf TEUR 24.456.

Seit 2016 unterhält die Gesellschaft einen Factoringvertrag mit der TARGO Commercial Finance AG, Mainz, zur kurzfristigen Finanzierung des Working Capital. Laut Factoringvertrag trägt der Factor für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Debitors (Delkredere) im Rahmen des vom Factor angegebenen Limits. Der Höchstkreditrahmen des Factoringvertrages beträgt TEUR 30.000. Die Limits pro Debitor werden je nach Bonitätsbeurteilung und vergangenen Zahlungserfahrungen auf Grundlage der Limitzeichnungen der Warenkreditversicherer vergeben. Die Debitorenbuchhaltung und das Mahnwesen werden weiterhin von der Gesellschaft geführt. Am Abschlussstichtag war ein Betrag in Höhe von TEUR 20.112 (Vorjahr: TEUR 18.969) an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft in das Factoringprogramm einbezogen und ausgebucht.

4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 2.537 (Vorjahr: TEUR 2.953) ist ein Disagio in Höhe von TEUR 2.242 (Vorjahr: TEUR 2.607) enthalten. Die restlichen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Laufzeitabgrenzungen verschiedener Miet- und Wartungsverträge sowie diverser jährlicher Beiträge und Gebühren.

5. Latente Steuern

Der Ermittlung latenter Steuern liegen folgende Differenzen bzw. Verlustvorträge zugrunde:

Aktive latente Steuern Stand zum 01.04.2023 Veränderung Stand zum 31.03.2024
TEUR TEUR TEUR
die auf unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen beruhen, betreffend nachfolgend aufgelisteter Positionen
- Pensionsrückstellung 852 27 879
- Jubiläumsrückstellung 20 8 28
- Rückstellung für drohende Verluste 330 -233 97
- Rückstellung für Personal 4 -3 1
- Rückstellung für Gleitzeit 9 -1 8
- Urlaubsrückstellung 20 -3 17
- auf steuerliche Verlustvorträge 8.519 -681 7.838
Gesamt 9.754 -886 8.867
Passive latente Steuern Stand zum 01.04.2023 Veränderung Stand zum 31.03.2024
TEUR TEUR TEUR
die auf unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen beruhen, betreffend nachfolgend aufgelisteter Positionen
- selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände -1.303 435 -868
- unrealisierte Währungsgewinne -104 7 -97
Gesamt -1.407 442 -965

Der Ermittlung der latenten Steuern lag unverändert ein Steuersatz von 27,375 % zugrunde.

6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellung ist nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt worden. Als biometrische Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Der Rechnungszinsfuß beträgt 1,83% (Vorjahr: 1,79%) im 10-Jahresdurchschnitt. Dabei erfolgte die Berechnung gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB auf Basis eines von der Deutschen Bundesbank im März 2024 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinses mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Des Weiteren wurde eine durchschnittliche zukünftige Steigerung der Gehalts- und Rentenleistungen von 2,50 % p. a. (Vorjahr: 2,50 %) berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Aus der Verlängerung des Zeitraums für die Ermittlung des Durchschnittszinssatzes von sieben auf zehn Jahre in Folge der Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n. F. ergibt sich zum 31. März 2024 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 335).

Der Altersversorgungsaufwand setzt sich aus der Zinskomponente von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 85), die im Finanzergebnis innerhalb des Postens "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten ist, und dem Dienstzeitaufwand von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 203), der im operativen Ergebnis ausgewiesen wird, zusammen.

Neben den unmittelbaren Pensionsverpflichtungen bestehen mittelbare Verpflichtungen im Sinne einer Unterstützungskasse, die eine beitragsorientierte Leistungszusage darstellt. Diese Verpflichtungen sind durch eine Rückdeckungsversicherung kongruent gedeckt.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.03.2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Personalrückstellungen 2.110 2.455
Ausstehende Rechnungen 8.447 3.270
Umsatzrückvergütungen 2.328 9
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 356 1.207
Übrige 2.017 1.149
Gesamt 15.258 8.090

8. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

< 1 Jahr > 1 Jahr davon > 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (davon gesichert TEUR 0) 0 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 52 0 0 52
Vorjahr 623 0 0 623
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.871 0 0 5.871
Vorjahr 8.754 0 0 8.754
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 59.239 72.016 0 131.255
Vorjahr 48.544 82.316 0 130.860
Sonstige Verbindlichkeiten 611 0 0 611
Vorjahr 1.886 0 0 1.886
Gesamt 65.774 72.016 0 137.790
Vorjahr 59.807 82.316 0 142.123

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 131.255 (Vorjahr: TEUR 130.860) enthalten TEUR 58.988 (Vorjahr: TEUR 45.573) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Darlehensverbindlichkeiten.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten sind Anteile aus Steuern i. H. v. TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 266) sowie Anteile im Rahmen der sozialen Sicherheit i. H. v. TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten.

9. Haftungsverhältnisse

Die verbundenen Unternehmen European Medco Development 3 S.à r.l., Luxemburg, sowie European Medco Development 4 S.à r.l., Luxemburg, sind Vertragsparteien eines am 7. Mai 2020 mit der HSBC Bank PLC, London, Vereinigtes Königreich, sowie der UniCredit Bank AG, München, vereinbarten Finanzierungspaketes über TEUR 520.000 zur Finanzierung der European Medco Development 3 S.à r.l Group.

Zur Erfüllung der aus den Gruppenfinanzierungen entstehenden Zahlungsverpflichtungen der European Medco Development 3 S.à r.l Group bestehen für wesentliche Gruppengesellschaften - darunter auch die PharmaZell GmbH und ihre wesentlichen Tochtergesellschaften - Verpfändungsverträge von Gesellschaftsanteilen, Bankkonten und Forderungen.

Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der European Medco Development 3 S.à r.l. als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen 1 stellen sich wie folgt dar:

31.03.2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus vergebenen Aufträgen:
bis 1 Jahr 1.750 2.579
1 bis 5 Jahre 223 427
über 5 Jahre 13 0
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen:
bis 1 Jahr 215 585
1 bis 5 Jahre 163 64
Verpflichtungen aus Stromabnahmeverträgen
bis 1 Jahr 1.190 761
1 bis 5 Jahre 2.232 3.422
Gesamt 5.786 7.838

1 Alle Beträge = Nettowerte ohne Umsatzsteuer, ohne Netzentgelte und Stromumlagen

11. Ausschüttungssperre

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Ausschüttungssperren gemäß § 268 Abs. 8 bzw. § 253 Abs. 6 HGB:

31.03.2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 3.170 4.760
abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern -868 -1.303
2.302 3.457
aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 7.838 8.519
aktive latente Steuern aus unterschiedlichen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen 1.029 1.236
abzüglich passive latente Steuern -97 -104
Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz der Pensionsrückstellungen 33 335
Gesamt 11.105 13.443

IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen

2023/2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Deutschland 28.713 32.450
Europa (ohne Deutschland) 86.338 86.202
Nordamerika (USA, Kanada) 3.770 5.453
Mittel- und Südamerika 5.334 4.387
Asien, Ozeanien, Australien, Afrika 23.978 22.710
Gesamt 148.133 151.202

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen:

2023/2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Mesalazine 49.875 54.477
Amino Acids & Derivates 47.680 41.575
Customer Development 5.730 6.899
UDCA 16.997 18.846
Propafenone 12.065 12.060
Übrige 15.786 17.345
Gesamt 148.133 151.202

2. Materialaufwand

Aufgliederung des Materialaufwands des Geschäftsjahres:

2023/2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 84.784 87.527
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.665 8.059
Gesamt 92.449 95.586

3. Personalaufwand

Aufgliederung des Personalaufwands des Geschäftsjahres:

2023/2024 Vorjahr
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 14.555 15.395
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.134 3.655
davon für Altersversorgung: TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 398)
Gesamt 17.934 19.050

4. Erträgen und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Es liegen Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 1.647 (Vorjahr: TEUR 1.466) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. TEUR 764 (Vorjahr: TEUR 2.347) vor. Diese resultieren aus einem Devisenswapgeschäft, Währungskursdifferenzen von Zahlungen in USD/INR sowie der monatliche Fremdwährungsbewertung.

5. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die periodenfremden Erträge beinhalten vor allem eine Dividendenzahlung aus dem Insolvenzverfahren der ehemaligen Tochtergesellschaft PharmaZell Dänemark (TEUR 250), sowie Ausbuchungen im Zusammenhang mit der in den Vorjahren geschlossenen Tochtergesellschaft "Liestal" (Schweiz) (TEUR 73) , der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 0), Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 0) und einer Nachberechnung von IC- Rechnungen für Versicherungen sowie der Dividendenzahlungen der Farmabios S.p.A., Italien, in Höhe von insgesamt TEUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 5.000).

Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten Zinsnachzahlungen an PharmaZell (India) Private Limited, Indien, in Höhe von TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 342) sowie nichtabziehbare Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 0).

6. Aufwendungen und Erträge außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung

Aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wurden die Anteile der Tochtergesellschaften Pharmachol Pty Ltd, Australien, der Pharmachol (Pty) Ltd, Südafrika sowie der NACO SAS im vorliegenden Jahresabschluss auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Hieraus resultierte ein Wertminderungsaufwand von TEUR 84.220.

V. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)

2023/2024 Mitarbeiter Vorjahr Mitarbeiter
Fertigung 137 146
Forschung und Entwicklung 5 7
Vertrieb / Marketing 16 18
Verwaltung 47 58
205 229

2. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

Frau Dr. Sylke Hassel, Geschäftsführerin bis 31.03.2024

Herr Dr. Edgar Carlos Lange, Geschäftsführer

Herr Dr. Stefan Gaab, Geschäftsführer ab 01.04.2024

Herr Markus Hartl, Geschäftsführer ab 01.04.2024

3. Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die European Medco Development 3 S.à r.l Group, Luxemburg. Eine deutsche Übersetzung des nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellten Konzernabschlusses wird von der Axplora Group GmbH, Raubling, beim Bundesanzeiger offengelegt. Er ist damit für die PharmaZell GmbH nach § 291 HGB befreiend.

4. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beläuft sich auf TEUR 84.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 76.140 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEUR 93.551 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bei der Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und Systemtechnik in Leverkusen, die eine mittelbare (über die NACO SAS mittelbar gehaltene) Beteiligung darstellt, war am 24.10.2024 ein Großbrand in einer nicht-GMP Produktionsanalage ausgebrochen. Personen kamen dabei nicht zu Schaden. Der Sachschaden wird gegenwärtig eruiert und ist im Rahmen einer Sach- und Betriebsunterbrechungspolice versichert.

 

Raubling, den 10. Januar 2025

Dr. Stefan Gaab, Geschäftsführer

Markus Hartl, Geschäftsführer

Dr. Edgar Carlos Lange, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.095.652,53 1.567.049,75 -940.365,71 31.933,08 22.754.269,65
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10.492.180,37 455.868,43 -668.342,50 1.435.933,08 11.715.639,38
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.167.539,08 955.391,21 -240.090,13 10.882.840,16
3. Geleistete Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 1.435.933,08 155.790,11 -31.933,08 -1.404.000,00 155.790,11
II. Sachanlagen 55.096.711,89 2.681.857,54 -1.255.037,90 0,00 56.523.531,53
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.247.394,37 0 0 0 5.247.394,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.912.033,77 1.500.360,28 -119.460,07 799.838,86 44.092.772,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.459.404,13 132.695,68 -1.135.577,83 164.357,60 5.620.879,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.477.879,62 1.048.801,58 0 -964.196,46 1.562.484,74
III. Finanzanlagen 558.399.080,67 802.731,14 -7.232.186,33 0,00 551.969.625,48
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 547.882.603,47 0,00 0,00 0,00 547.882.603,47
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.495.933,34 802.142,08 -7.211.053,41 0,00 4.087.022,01
3. Sonstige Ausleihungen 20.543,86 589,06 -21.132,92 0,00 0
Gesamt-Anlagevermögen 635.591.445,09 5.051.638,43 -9.427.589,94 31.933,08 631.247.426,66
Abschreibungen
Stand 01.04.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Stand 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -11.250.413,30 -3.333.496,72 327.946,63 0 0 -16.740.625,54
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -7.136.125,37 -1.556.299,51 147.178,50 0 0 -8.545.246,38
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -6.598.950,08 -1.777.197,21 180.768,13 0 0 -8.195.379,16
3. Geleistete Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 0 0 0 0 0 0
II. Sachanlagen -25.625.182,27 -3.359.557,61 1.155.644,51 0 0 -31.326.987,60
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -1.579.550,17 -197.282,00 0 0 0 -1.776.832,17
2. Technische Anlagen und Maschinen -23.903.536,20 -2.491.934,72 117.899,07 0 0 -26.277.571,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -3.639.988,13 -670.340,89 1.037.745,44 0 0 -3.272.583,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
III. Finanzanlagen -53.766.607,88 -84.220.290,00 0 0 0 -137.986.897,88
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -53.766.607,88 -84.220.290,00 0 0 0 -137.986.897,88
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
Gesamt-Anlagevermögen -44.815.793,45 -52.519.464,33 1.483.591,14 0 0 -101.834.221,02
Buchwerte
Stand 31.03.2024 Stand 01.04.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.013.644,11 8.360.577,08
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.170.393,00 3.356.055,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.687.461,00 3.568.589,00
3. Geleistete Anzahlungen immaterielle Vermögensgegenstände 155.790,11 1.435.933,08
II. Sachanlagen 25.196.543,93 25.973.637,39
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.470.562,20 3.667.844,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.815.200,99 18.008.497,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.348.296,00 2.819.416,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.562.484,74 1.477.879,62
III. Finanzanlagen 413.982.727,60 504.632.472,79
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 409.895.705,59 494.115.995,59
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.087.022,01 10.495.933,34
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 20.543,86
Gesamt-Anlagevermögen 445.192.915,64 538.966.687,26

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die PharmaZell GmbH ist auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Wirkstoffen für die pharmazeutische Industrie spezialisiert. Sowohl die Entwicklung als auch die Produktion und der Vertrieb werden je nach Entwicklungsprojekt und Wirkstoff sowie den regulatorischen Anforderungen in unterschiedlichen Standorten durchgeführt. Die Gesellschaft und ihre direkten Tochtergesellschaften haben Produktionsstandorte in Raubling (Deutschland), Gropello (Italien), Chennai und Vizag (beide Indien). Die entsprechenden Vertriebstätigkeiten werden von den Standorten Raubling, Gropello und Brecksville (Ohio, USA) ausgeführt. Die dazugehörigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind in Raubling und in Vizag (Indien) konzentriert. Darüber hinaus dienen die Tochtergesellschaften PharmaChol Australien, Südafrika, Indien, Belgien und USA der Sicherung der Verfügbarkeit eines wichtigen tierischen Grundstoffes. Über die Tochtergesellschaft Naco SAS wurde am 06. April 2022 mit der Novasep Gruppe eine führende Unternehmensgruppe aus dem Bereich der Auftragsfertigung und - entwicklung (CDMO, Contract Development and Manufacturing Organization) erworben mit Entwicklungs-, Vertriebs-, und Produktionsstandorten in Frankreich, Deutschland und den USA. Damit beabsichtigt es die Gruppe in Zukunft, Kunden in der Pharma- und Biotech-Industrie über den gesamten Produktlebenszyklus von Arzneimitteln hinweg zu unterstützen und dabei gleichzeitig eine hohe Kundennähe und Servicequalität zu garantieren, um so einen wichtigen Beitrag zur Patientenversorgung zu leisten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Wirtschaft im Euroraum ist im ersten Quartal 2024 um 0,3 % gewachsen, nachdem sie zuvor fünf Quartale lang stagniert hatte. Der Dienstleistungssektor expandiert, und das verarbeitende Gewerbe zeigt Anzeichen einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau.

Die Wirtschaft im Euroraum erholte sich Anfang 2024, wobei der Außenbeitrag und die steigenden Ausgaben der privaten Haushalte starken Auftrieb gaben. Diese Erholung fiel kräftiger aus, als in den März-Projektionen von Fachleuten der EZB erwartet worden war. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass sich das Wachstum auf kurze Sicht fortsetzen wird, und zwar in höherem Tempo als bisher angenommen. Das real verfügbare Einkommen wird angesichts des robusten Lohnwachstums, eines allmählich zunehmenden Vertrauens und einer Verbesserung der "Terms-of-Trade" voraussichtlich weiter steigen, was im Verlauf dieses Jahres zu einer konsumgestützten Erholung führen dürfte. Der zu Jahresbeginn vom Außenbeitrag ausgehende Impuls spiegelt eine volatile Entwicklung wider, nachdem Ende 2023 noch ein zeitweiser Rückgang verzeichnet wurde. Die Auslandsnachfrage dürfte jedoch weiter zunehmen und das Exportwachstum im Euroraum stützen. Auf mittlere Sicht dürften die negativen Auswirkungen der vergangenen geldpolitischen Straffung allmählich nachlassen. Dabei sollte die Konjunktur von der Aussicht auf eine Lockerung der Finanzierungsbedingungen profitieren, die mit den Markterwartungen zur künftigen Zinsentwicklung im Einklang steht. Wachstumsfördernd wird auch ein robuster Arbeitsmarkt sein, da die Arbeitslosenquote im weiteren Verlauf des Projektionszeitraums auf ein historisch niedriges Niveau zurückgehen dürfte. Da sich einige der konjunkturellen Faktoren, die das Produktivitätswachstum zuletzt gedämpft haben, abschwächen, dürfte sich die Produktivität über den Projektionszeitraum hinweg erhöhen. Die durchschnittliche Jahreswachstumsrate des realen BIP wird den Erwartungen zufolge 2024 bei 0,9 % liegen und in den Jahren 2025 und 2026 auf 1,4 % bzw. 1,6 % steigen. Gegenüber den Projektionen vom März 2024 wurde der Ausblick für das BIP-Wachstum für 2024 nach oben korrigiert. Gründe hierfür sind die überraschend positiven Entwicklungen zu Jahresbeginn und die verbesserten aktuellen Daten. Für 2025 wurden die Wachstumsaussichten des BIP geringfügig nach unten korrigiert, für 2026 bleiben sie unverändert. Nationale finanz- und strukturpolitische Maßnahmen sollten darauf abzielen, die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu stärken.

Nach Angaben des VCI (Verband der chemischen Industrie e.V.) ist die chemisch-pharmazeutische Industrie besser als erwartet ins neue Jahr gestartet. Die Auftragslage verbesserte sich dank leerer Lager bei den Abnehmern und einer anziehenden Nachfrage aus dem außereuropäischen Ausland. Produktion und Umsatz konnten gegenüber Vorquartal gesteigert werden. Allerdings blieb die Industriekonjunktur in Deutschland und Europa schwach. Ungetrübt sind daher die weiteren Aussichten nicht. Eine nachhaltige Erholung der Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen zeichnet sich noch nicht ab. Zudem bremsen die strukturellen Probleme am Standort Deutschland die Entwicklung. Auftragsmangel und Kostenprobleme drücken bei den Unternehmen weiterhin auf die Stimmung.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktion der Branche im ersten Quartal 2024 um 4,4 %. Der Gesamtumsatz der Chemie- und Pharmaindustrie stieg saisonbereinigt um 1,8 Prozent auf insgesamt 56,5 Milliarden Euro. Das Vorjahresniveau wurde dagegen wie auch schon 2023 deutlich verfehlt.

In diesem herausfordernden Umfeld strebt die Gesellschaft unverändert an, ihre Marktstellung im Kerngeschäft weiter auszubauen und nachhaltig zu wachsen. Der erforderliche Liquiditätsbedarf wird über eine langfristige Gruppenfinanzierung sichergestellt.

2.2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz der PharmaZell GmbH ist gegenüber dem Vorjahr leicht um -2,0 % (VJ-Steigerung +25,1 %) gesunken, wobei das Niveau des Bruttoergebnisses gehalten werden konnte. Dabei wurden gestiegene Material- und Energiekosten durch Preiserhöhungen bereits teilweise an den Markt weitergegeben.

Verkauf und Marketing

Die Verkaufsaktivitäten bewegten sich in 2023/2024 weiterhin auf hohem Niveau, wobei eine zunehmende Nachfrage der Produkte zur Behandlung von Grippe- und Erkältungskrankheiten den Absatz stützten.

Kunden

Die Zufriedenheit der Kunden wird kontinuierlich überwacht: Neben monatlichen Messungen der Liefertreue und der Entwicklung des Neukundengeschäfts (Anzahl neuer Kunden, Anzahl verschickter Muster, Zugriffe auf Registrierungsunterlagen) werden weiterhin auch eventuelle Kundenreklamationen systematisch erfasst.

Produktion und Materialwirtschaft

Mit Hilfe von Maßnahmen zu Ausbeute- und Prozessoptimierung wird versucht, steigenden Rohmaterial- und Energiepreisen entgegenzuwirken. Kontinuierliche Verbesserungen sind gelebte Realität und sollen sicherstellen, dass wir unsere Führungsposition in unserem generischen Umfeld auch langfristig halten können.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Langjährige, gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für unseren Unternehmenserfolg. Ihre Leistungen, ihre Fähigkeiten und ihr Einsatz tragen dazu bei, unsere Marktposition zu verbessern.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 waren bei der PharmaZell GmbH am Standort Raubling 203 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig (Vorjahr: 209), womit sich deren Zahl um 6 oder um -2,9 % (Vorjahr Verringerung um -12,9 %) reduziert hat.

Der Personalaufwand belief sich auf TEUR 17.934 (Vorjahr: TEUR 19.050). Dies entspricht 12,1 % des Umsatzes (Vorjahr: 12,6 %). Der Personalaufwand pro Mitarbeiter betrug TEUR 87,5 (Vorjahr: TEUR 91,2). Wesentliche strukturelle Änderungen der tariflichen und betrieblichen Vereinbarungen gab es im Berichtszeitraum nicht.

Die Fluktuationsquote am Standort Raubling beträgt 4,4 % (Vorjahr: 4,8 %) in 2023/2024 bei einer Betriebszugehörigkeit von durchschnittlich 11 Jahren (Vorjahr: 10 Jahre).

Neben ständigen Schulungen zum Thema GMP (Good Manufacturing Practices) erfolgen regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen in allen Fachbereichen.

Umwelt

Das Thema Umwelt wird am Standort Raubling, wie auch an allen anderen Standorten der Gruppe, sehr wichtig genommen. Das Unternehmen möchte die Auswirkungen seiner Tätigkeiten auf die Umwelt so gering wie möglich halten und setzt auf Ressourcenschonung, effiziente Verfahren und Verringerung der Emissionen.

Das Unternehmen ist nach der ISO 50001 (Energiemanagementsystem) zertifiziert und strebt auch eine Zertifizierung nach ISO 14001 (Umweltmanagementsystem und ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagementsystem) an.

Gemäß der ECOVADIS Bewertung in 2023 haben wir den Status Silber. Eine Neubewertung wird in 2024 durchgeführt.

Unser Engagement zeigen wir auch durch den Beitritt bei UN Global Compact (Letter of Commitment).

Der Produktionsstandort in Raubling unterliegt der EU-Verordnung REACH - Registration, Evaluation and Authorization of Chemicals (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien). Das erklärte Ziel von REACH ist es, Mensch und Umwelt vor Gefahren und Risiken zu schützen, die von Chemikalien ausgehen können. Diese Pflicht - Verordnung wird wie folgt umgesetzt:

Zur Erfüllung dieser Verordnung muss das Unternehmen die Risiken, die mit den von ihnen in der EU hergestellten und in Verkehr gebrachten Stoffen verbunden sind, identifizieren und beherrschen. Das Unternehmen muss gegenüber der ECHA (European Chemicals Agency) aufzeigen, wie der Stoff sicher verwendet werden kann, und den Anwendern Informationen über Risikomanagementmaßnahmen bereitstellen. Im Rahmen der Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen fallen auch Zwischenprodukte an (Intermediates), bei denen überprüft wird, ob sie den Zulassungs-Kriterien von REACH unterliegen. Die Gesellschaft prüft bei der Lieferantenqualifizierung von Rohstofflieferanten, dass nur Lieferanten ausgewählt werden, die eine REACH Registrierungsnummer für Ihre Substanz vorweisen können. Dagegen unterliegen die Endprodukte der pharmazeutischen Wirkstoffe nicht den Regelungen gemäß REACH.

In unserem Axplora Code of Business Conduct und der Axplora ESG Policy bekennen wir uns zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung.

Zu den ESG-Themen wurde eine ESG Roadmap mit einer Priorisierung der Themen erstellt.

Aktuell wichtige Themen sind: Klimaschutz (CO 2 Fußabdruck), Energie-, Abfall- und Wassermanagement, Gesundheit & Arbeitsschutz, verantwortungsvolle Lieferkette und Beschaffung.

Über internationale Plattformen wie z.B. ECOVADIS, CDP, PSCI, Manufacture2030 und auch spezielle online Fragebögen werden Kundenfragen beantwortet und unsere Daten zu ESG bereitgestellt. Um eine nachhaltige Produktion sicherzustellen, wird auch die Lieferkette auf Nachhaltigkeit geprüft.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen TEUR 4.551 (Vorjahr: TEUR 4.445) und haben sich damit um 2,4 % erhöht. Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 456 (Vorjahr: TEUR 648)

aktiviert (Aktivierungsquote von 10%, Vorjahr 14,6%). Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 3,1 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: 2,9 %). Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist neben dem Ausbau der Expertise im Bereich der Gallensäure auch die Entwicklung neuer Produkte in den Bereichen API (Active Pharmaceutical Ingredients)

Auf aktivierte Entwicklungskosten wurden im Berichtszeitraum planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.556 (Vorjahr: TEUR 1.026) vorgenommen.

2.3. Lage des Unternehmens

2.3.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind die Umsatzerlöse der PharmaZell GmbH mit TEUR 148.133 (Vorjahr: TEUR 151.202) um -2,0 % (Vorjahr: +25,1 %) gesunken. Während die Umsatzerlöse in Deutschland um -11,5% gesunken sind, konnten die Auslieferungen an ausländische Kunden insgesamt um 0,6 % gesteigert werden. Dieser Umsatzrückgang resultiert aus sinkender Nachfrage, u. a. nach Customer Developments von TEUR 6.899 auf TEUR 5.730, nach Mesalazine von TEUR 54.477 auf TEUR 49.875 und nach UDCA von TEUR 18.846 auf TEUR 16.997. Dem entgegen steht eine Steigerung von Amino Acids & Derivates von TEUR 41.575 auf TEUR 47.680.

Für das Geschäftsjahr 2023/2024 realisierte sich der erwartete moderate Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr (TEUR -3.070 / -2,0%), jedoch konnte das Bruttoergebnis auf dem Vorjahresniveau gehalten und ein EBITDA von TEUR 21.563 erzielt werden, das - wie prognostiziert - erhöhte Dividendeneinnahmen (TEUR 10.000) enthält. Der Jahresfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 76.140 und enthält Abschreibungen auf Finanzanlagen i.H.v. TEUR 84.220.

Insgesamt entfielen von den Umsätzen 19,4 % (Vorjahr: 21,5 %) auf das Inland und 80,6 % (Vorjahr: 78,50 %) auf das Ausland; Produkte der PharmaZell GmbH wurden dabei in über 45 Länder geliefert. Hauptumsatzträger sind die Wirkstoffe Mesalazine mit 33,7 % (Vorjahr: 36,0 %), Amino Acids & Derivatives mit 32,2 % (Vorjahr: 27,5 %) sowie UDCA mit 11,5 % (Vorjahr: 12,5 %) vom Gesamtumsatz.

Die Herstellungskosten sind mit TEUR 109.687 (Vorjahr: TEUR 112.625) im Wesentlichen analog den niedrigeren Umsatzerlösen gesunken.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sind gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 13.385 (Vorjahr: TEUR 17.613) gesunken, was sich im Wesentlichen durch niedrigere personelle Vertriebskosten und gesunkene Beratungskosten begründet. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 2.332 (Vorjahr: TEUR 1.525) deutlich gestiegen. Sie beinhalten neben der Auflösung von Rückstellungen sowie etwas erhöhter Erträge aus Währungsumrechnung vor allem eine Dividendenzahlung aus dem Insolvenzverfahren der ehemaligen Tochtergesellschaft PharmaZell Dänemark. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 22.303 auf TEUR 23.236 resultiert aus der Bildung von Rückstellungen aufgrund der erwarteten nachträglichen Erhöhung der Transferpreise sowie der Einführung von Lizenzgebühren an die Muttergesellschaft in Bezug auf Markenrechte und Aufwendungen aus R&D-Intercompany-Leistungen.

Die PharmaZell GmbH fungiert neben ihrer operativen Tätigkeit auch als strategische Holdinggesellschaft und konnte im Geschäftsjahr TEUR 10.000 (Vorjahr TEUR 5.000) an Beteiligungserträgen von ihrem Tochterunternehmen Farmabios S.p.A, Italien generieren. Der im Vorjahr prognostizierte Anstieg der Dividendeneinnahmen konnte somit erreicht werden.

Das Zinsergebnis hat sich um TEUR -16 auf TEUR 6.160 verschlechtert. Dies ist im Wesentlichen verursacht durch Zinsaufwendungen aufgrund der höheren Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der IC-Unternehmen sowie der Steigerung der Factoring Zinsen.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 84.220 (Vorjahr: TEUR 45.826) tragen hauptsächlich den revidierten Planungsannahmen der über das Tochterunternehmen Naco S.A.S. gehaltenen Gesellschaften Rechnung.

Die Gesellschaft wies im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -76.140 (Vorjahr: TEUR -45.521) aus. Die Ergebnisverschlechterung ist im Wesentlichen auf die Abschreibung der Finanzanlagen und auf Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern zurückzuführen.

2.3.2. Finanzlage

Kapitalstruktur

Die langfristige Fremdfinanzierung wurde im Rahmen von Intercompany Darlehen durch die mittelbare Muttergesellschaft European Medco Development 4 S.à r.l., Luxembourg, zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus stehen der Gesellschaft eine Betriebsmittellinie sowie die Möglichkeit eines echten Factorings zur kurzfristigen Finanzierung des Working Capital zur Verfügung. Die Eigenkapitalquote beträgt 70,2 % (Vorjahr: 74,3 %).

Währungs- und Zinsstruktur

Es liegen Ausleihungen in USD vor. Sämtliche Darlehen valutieren in Euro. Die Verzinsung der langfristigen Intercompany Darlehen weist einen festen, marktgerechten Zinssatz aus.

Investitionen

Die PharmaZell GmbH stellt Mittel für Investitionsprojekte sowie teilweise auch für die laufende Finanzierung von Konzerntöchtern zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2023/2024 investierte die Gesellschaft in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen insgesamt TEUR 4.249 (Vorjahr: TEUR 6.355) in den Standort Raubling; hiervon betrafen den überwiegenden Teil die Erweiterung der technischen Anlagen, Anzahlungen für Produktneuentwicklungen und Erweiterung der IT sowie für Prozessoptimierung im Produktionsbereich.

Liquidität

Die Gesamtliquidität (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 7.448 auf TEUR 6.454 gesunken. Die Gesellschaft verfügt darüber hinaus über eine nicht in Anspruch genommene Kreditlinie bei Ihrer Hausbank. Insgesamt stehen der Gesellschaft weiterhin ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung und sie ist jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die Liquidität der PharmaZell GmbH als operative Kerngesellschaft der PharmaZell-Gruppe ist durch ein weitgehend gruppenweit integriertes Cash Management System sowie durch eine Finanzierung auf Konzernbasis gesichert.

Zwischen den Konzerngesellschaften European Medco Development 3 S.à.r.l., 6B, Rue de Fort Niedergrünewald, Luxemburg, sowie deren 100%igen Tochter, der European Medco Development 4 S.à.r.l., Luxemburg, und der HSBC Bank PLC, London, Vereinigtes Königreich, sowie der UniCredit Bank GmbH, München, besteht seit dem 7. Mai 2020 ein Senior Facilities Agreement in Form einer Term Loan B Struktur mit einer Gesamtfälligkeit im Jahr 2027, welche im Jahr 2022 von TEUR 305.000 auf TEUR 520.000 erhöht wurde.

Innerhalb dieses Senior Facilities Agreement steht darüber hinaus eine zusätzliche Revolving Credit Facility mit einem Gesamtvolumen von TEUR 92.500 zur jederzeitigen variablen Beanspruchung/Rückführung zur Verfügung, wovon TEUR 2.000 auf eine Betriebsmittelkreditlinie der PharmaZell GmbH, Raubling, bei der UniCredit Bank GmbH, Rosenheim, entfallen.

Die Refinanzierungsstruktur sowie die Beendigung von Tilgungsleistungen stärken die finanziellen Spielräume der Gesellschaft weiter.

Die freien Kreditlinien auf Konzernebene können jederzeit auch von PharmaZell GmbH, Raubling, in Anspruch genommen werden. Aktuell liegt keine Inanspruchnahme vor.

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme betrug zum Abschlussstichtag TEUR 534.032 und lag um -12,1 % unter der des Vorjahres (TEUR 607.587).

Das Sachanlagevermögen ist im Wesentlichen aufgrund der niedrigeren Anzahlungen auf Anlagevermögen gesunken. Des Weiteren fand eine schrittweise Bereinigung des Anlagevermögens statt, die einige Anlagenabgänge mit sich gebracht hat. Die Anlagenintensität liegt bei 83,4 % (Vorjahr: 88,7 %).

Die Finanzanlagen reduzierten sich aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung um TEUR 84.220 (Vorjahr: TEUR 45.826).

Per Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 hielt die PharmaZell GmbH folgende Beteiligungen:

PharmaZell (India) Private Limited, Chennai, Indien (100 % * )

PharmaZell USA, Inc., Brecksville, Ohio, USA (100 %)

Farmabios S.p.A., Gropello, Italien (100 %)

Pharmachol Pty Ltd., Australien (100 % * )

Pharmachol (Pty) Ltd., Südafrika (100 % * )

Pharmachol Belgium B.V., Belgien (100 % * )

NACO SAS, Frankreich (100 %)

*) Treuhänderisch gehören zwischen 0,01 - 0,04 % Dritten, die jedoch wirtschaftlich der PharmaZell GmbH zugerechnet werden.

Das Vorratsvermögen sinkt um TEUR -2.078 auf TEUR 19.495 (Vorjahr: TEUR 21.573).

Insbesondere bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen macht sich der Abbau im Lager bemerkbar.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.373 von TEUR 2.843 auf TEUR 9.216 deutlich gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf im Vergleich zum Vorjahr höheren Umsätze zum Ende des Geschäftsjahres (März 24) zurückzuführen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 18.496 auf TEUR 41.287 aufgrund höherer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an IC-Unternehmen sowie der Erhöhung der Forderungen gegenüber der Axplora Group GmbH gestiegen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist um TEUR -416 auf TEUR 2.537 aufgrund des planmäßigen Abbaus des Disagios im Zusammenhang mit der Refinanzierung der Gesellschafterdarlehen gesunken.

Die Rückstellungen haben sich insgesamt auf TEUR 20.231 (Vorjahr: TEUR 12.870) erhöht, im Wesentlichen zurückzuführen auf die steigenden Rückstellungen für Umsatzrückvergütungen sowie Nachbelastungen im Zuge des Abschlusses der Transferpreisvereinbarung mit Indien. Gegenläufig wirkt eine Reduzierung bei den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Die Verbindlichkeiten sind insgesamt auf TEUR 137.790 (Vorjahr: TEUR 142.123) gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhen sich dabei auf TEUR 131.255 (Vorjahr: TEUR 130.860), aufgrund der höheren Management Fees, die von der Muttergesellschaft (Axplora Group GmbH) erhoben und zum Geschäftsjahresende in Rechnung gestellt wurden.

Das Working Capital (Vorräte abzüglich geleisteter Anzahlungen auf Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 45,8 % von TEUR 15.662 auf TEUR 22.839 erhöht. Diese Steigerung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf erhöhte Forderungen, die durch die Reduzierung der Vorräte und Verbindlichkeiten nur teilweise kompensiert wird.

Aufgrund des negativen Jahresergebnisses von TEUR -76.140 hat sich das Eigenkapital i. H. v. TEUR 451.186 auf TEUR 375.046 verringert.

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als gut.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom April 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Januar 2024. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr lediglich um 0,2 Prozent wachsen. Im Januar hatte der IWF für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,3 Prozentpunkte nach unten revidiert (siehe Grafik). Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt.

Deutschland leidet als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem hat die Industrie mit hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr.

Die weltweite Wirtschaftsleistung bewertet der IWF nahezu gleich - die aktuelle Prognose liegt lediglich um 0,1 Prozentpunkte höher als im World Economic Outlook (WEO) vom April 2024. Laut IWF liegt die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer weiterhin über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen.

Die Geschäftsführung erwartet nach der flachen Umsatz- und Ergebnisentwicklung (Bruttoergebnis) im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023/24 eine leichte Steigerung bei Umsatzerlösen und EBITDA für das folgende Geschäftsjahr 2024/25 sowie gleichbleibende Dividenden-Einnahmen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/24.

Dieser Lagebericht enthält zukunftsorientierte Aussagen und Informationen, die auf den heute bekannten wirtschaftlichen und finanzpolitischen Rahmenbedingungen und den Erwartungen der Geschäftsführung beruhen sowie erhebliche Unwägbarkeiten, u.a. dem Krieg in der Ukraine. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegen, wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse direkt aus. Die tatsächlichen Ergebnisse können deshalb wesentlich von den Erwartungen und Prognosen abweichen.

3.2. Risikobericht

Risikomanagement ist bei PharmaZell GmbH ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen. Grundlage dafür bilden die Struktur des Managements sowie Planungs-, Berichts- und Informationssysteme.

Mögliche Haftungsrisiken und Schadensfälle sind nach Einschätzung der Geschäftsführung ausreichend durch Versicherungen abgedeckt. Damit ist sichergestellt, dass sich die im Unternehmen verbleibenden moderaten Risiken sehr in Grenzen halten und dass Schadensfälle keine existenzbedrohenden Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Wesentliche Ziele des Finanzmanagements bei PharmaZell sind die Optimierung der Kapitalkosten zur Finanzierung der Unternehmensstrategie und die Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität der operativen Geschäftstätigkeit. Im Rahmen der Finanzierung der EMD3 Gruppe ist auch die der Gesellschaft zur Verfügung gestellte Finanzierung von der Einhaltung der Kreditrahmenbedingungen abhängig, die regelmäßig auf Konzernstufe gesteuert und überwacht werden. Die Geschäftsführung geht in der Prognosebetrachtung davon aus, diese Bedingungen auch zukünftig erfüllen zu können und sieht die Risiken damit als gering an.

Als Lieferant von Wirkstoffen für die Pharmaindustrie ist der zukünftige Erfolg der PharmaZell GmbH nicht nur davon abhängig, dass bereits kommerzialisierte Wirkstoffe ihre Marktanteile halten oder ausbauen können, sondern auch davon, wie sich die Regularien der länderspezifischen Gesundheitsmärkte zukünftig entwickeln.

Im Zuge der weiter andauernden geopolitischen Spannungen, könnte es unverändert zu negativen Auswirkungen auf die Lieferketten innerhalb der Werke sowie zu Lieferanten und Kunden kommen, was ein wesentliches Risiko darstellen würde.

Auch der IWF verwies auf zahlreiche Risiken. Sollten die eintreten, dürfte die Weltwirtschaft auf dem aktuellen Niveau verharren. Laut IWF liegt die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer allerdings weiterhin über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen.

Im Bereich der eigenen Prozessentwicklung von produktionsbezogenen Synthesewegen ist es entscheidend, die richtigen Wirkstoffe auszusuchen und durch ein effizientes Projektmanagement die Entwicklungsphase möglichst kurz zu halten, damit zukünftige Umsatz- und Ertragspotenziale rechtzeitig realisiert werden können und das finanzielle Risiko eines Scheiterns deutlich minimiert wird. Ebenso entscheidend für die künftige Wettbewerbsfähigkeit ist es, durch innovative und vorausschauende Forschungs- und Entwicklungstätigkeit technologische Marktführerschaft zu gewinnen.

Der IWF warnte allerdings auch, dass die grenzüberschreitenden Handelsbarrieren zuletzt zugenommen hätten. Eine Eskalation der Handelsstreitigkeiten gehöre zu den kurzfristigen Risiken für die Weltwirtschaft, so der IWF.

Diesen Unsicherheiten wird in einigen Bereichen durch die Verwendung von Formelpreisen mit Großkunden und natürliche Absicherung ("natural hedging") durch Absatzgeschäfte beim US-Dollar entgegengewirkt und damit als geringes Risiko eingeschätzt. Dem Delkredere Risiko wird durch aktives Forderungsmanagement und der Fortführung eines Factoring Vertrages begegnet.

Bestandsgefährdende Risiken sind weder zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses und Lageberichts noch für die Zukunft bekannt und erkennbar.

Mit dem Nachbarn Papierfabrik Raubling bestehen Verträge zur gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur. Im Sommer 2024 wurde die Stilllegung der Papierfabrik Raubling bekannt gegeben und in der Folge die Verträge mit PharmaZell gekündigt. Das Werk in Raubling bewertete derzeit die Auswirkungen dieser Kündigung und prüft geeignete Infrastrukturmaßnahmen, um die ausreichende Versorgung mit Wasser, Dampf und anderen Dienstleistungen sicherzustellen. Dies kann in den nächsten ein bis zwei Jahren durch eigene Investitionen, Partnerschaften oder neue Lieferanten erfolgen.

Darüber hinaus eröffnen sich für die PharmaZell GmbH insbesondere basierend auf den jahrzehntelang gepflegten und ausgebauten Kundenbeziehungen Chancen für weiteres Wachstum auch über die geplanten Ziele für 2024/2025 hinaus. Operativ zeigt sich dies an der schon bestehenden hohen Nachfrage, die zu einer Vollauslastung einzelner Produktionslinien und Überlegungen bzgl. weiterer Kapazitätserweiterungen an den Standorten Raubling, Vizag und Chennai führen.

Die Risiken liegen hingegen in einem intensiven Wettbewerb mit anderen Herstellern von APIs und darin, gute Geschäftschancen zu spät zu erkennen. Auch sind größere Kunden mit einem hohen Geschäftsanteil einerseits wünschenswert, andererseits wächst dadurch eine gegenseitige Abhängigkeit.

3.3 Chancenbericht

PharmaZell hat kontinuierlich in neue Produktionskapazitäten, neue Produktbereiche und auch in Know-How und Forschung und Entwicklung investiert. Daher ist das Unternehmen nach Ansicht der Geschäftsführung gut aufgestellt, um einerseits auf neue Entwicklungen schnell reagieren zu können und anderseits auch auf erhöhte Anforderungen und Kundenwünsche eingehen zu können. Damit ergeben sich äußerst gute Erfolgsaussichten für die nächsten Jahre.

Darüber hinaus eröffnen sich für die PharmaZell GmbH insbesondere basierend auf den jahrzehntelang gepflegten und ausgebauten Kundenbeziehungen Chancen für weiteres Wachstum auch über die geplanten Ziele für 2024/2025 hinaus. Zudem wird von europäischen Kunden und Regierungen eine gesicherte Lieferfähigkeit von Medizinprodukten propagiert, die auch für die PharmaZell GmbH als registrierter europäischer Wirkstoffhersteller eine höhere Nachfrage erwarten lässt.

PharmaZell hat in den nächsten Jahren gute Chancen für weiteres Wachstum im Bereich der Gallensäuren, insbesondere bei UDCA. Die Produktion und der Vertrieb dieses Wirkstoffs in kommerziellen Mengen sind weiter verbessert worden und es wird für die nächsten Jahre eine zunehmende Nachfrage erwartet. Auch im Bereich der Amino Acids & Derivatives und Mesalazine verfügt PharmaZell über moderne Produktionsanlagen und Prozesse sowie einer Marktstellung, die weiter ausgebaut werden kann, um am Marktwachstum zu partizipieren. Es ist daher unverändert von organischem Wachstum auszugehen, wobei Wachstum durch Akquisitionen auch in den nächsten Jahren nicht ausgeschlossen wird.

 

Raubling, den 10. Januar 2025

Dr. Stefan Gaab, Geschäftsführer

Markus Hartl, Geschäftsführer

Dr. Edgar Carlos Lange, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PharmaZell GmbH, Raubling

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PharmaZell GmbH, Raubling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PharmaZell GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 10. Januar 2025

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