Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 783825
Eingetragen
10.3.2022
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Die unmittelbare oder mittelbare Tätigkeit auf dem Gebiet der Entwicklung und des Vertriebs von Software in folgenden Geschäftszweigen: Fahrzeuge, insbesondere Nutzfahrzeuge und Busse, Motoren und technische Antriebe aller Art einschließlich deren Teile, Baugruppen und Zubehör, sonstige Erzeugnisse der Verkehrstechnik, elektronische Geräte, Anlagen und Systeme, Kommunikations- und Informationstechnik, Mobilitäts- und Transportdienstleistungen und -konzepte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oktay Ersü
seit 14.1.2025
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
TORC Robotics Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TORC Robotics Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TORC Europe GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 27.169,25 56.736,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 613.664,15 1.055.136,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.204.627,09 15.081.235,29
2. Sonstige Vermögensgegenstände 363.933,78 1.035.389,87
5.568.560,87 16.116.625,16
III. Flüssige Mittel 1.176.420,31 3.637.796,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 494.258,88 747.062,90
7.880.073,46 21.613.356,47

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 3.675.000,00 2.975.000,00
III. Verlustvortrag 1.913.541,85 32.336,85
IV. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 850.628,79 -1.881.205,00
2.637.086,94 1.086.458,15
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 47.359,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.394.822,49 356.134,68
2.442.181,49 356.134,68
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 757.215,25 205.957,91
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.372.410,97 19.840.245,93
3. Sonstige Verbindlichkeiten 671.178,81 124.559,80
2.800.805,03 20.170.763,64
7.880.073,46 21.613.356,47

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 34.987.582,34 18.834.277,26
2. Sonstige betriebliche Erträge 475.705,31 5.972,07
35.463.287,65 18.840.249,33
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 228.069,18 120.532,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.193.403,79 16.672.475,57
6.421.472,97 16.793.008,21
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 16.745.869,13 2.008.680,51
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.238.869,49 185.793,50
18.984.738,62 2.194.474,01
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 828.744,08 394.149,44
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.206.888,54 1.339.822,67
1.021.443,44 -1.881.205,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.364,50 0,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 169.459,00 0,00
9. Ergebnis nach Steuern 850.619,94 -1.881.205,00
10. Sonstige Steuern -8,85 0,00
11. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 850.628,79 -1.881.205,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemein

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11. Dezember 2024 wurde die Liquidation der Gesellschaft beschlossen. Die Gesellschaft befindet sich seit dem 1.1.2025 in Liquidation. Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgt daher nicht mehr unter der Prämisse der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB (Going Concern). Im Jahresabschluss werden daher die verwertbaren Vermögensgegenstände mit den Zeitwerten bilanziert, soweit diese niedriger sind als die fortgeführten Anschaffungskosten. Daneben werden die Verpflichtungen passiviert, mit deren Inanspruchnahme aufgrund der Beendigung des Geschäftsbetriebs gerechnet werden muss. Auf die Erläuterungen zu den Bilanzpositionen wird verwiesen. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Torc Europe GmbH, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart, HRB 783825), die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Größenabhängige Erleichterungsvorschriften wurden für den Anhang in Anspruch genommen.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen - unter Berücksichtigung des Wegfalls der Fortführungsannahme - den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind im Jahresabschluss unter Veräußerungsgesichtspunkten bewertet. Der Ansatz beinhaltet den künftigen Veräußerungserlös abzüglich der noch anfallenden Veräußerungskosten. Die Wertobergrenze stellen die fortgeführten Anschaffungskosten dar.

Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Beteiligung an der Algolux (Germany) GmbH wurde am 4. April 2023 erworben und mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurde die Gesellschaft auf die Torc Europe GmbH verschmolzen. Ausführungen zu den Verlusten aus Verschmelzung finden sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag anfallen und erst zu einer bestimmten Zeit nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen. Ausgaben, welche über das Ende der aktiven Geschäftstätigkeit am 31. März 2025 hinausgehen, wurden bereits zum Bilanzstichtag erfolgswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. In die Rückstellungen wurden alle Verpflichtungen aufgenommen, die der zu erwartenden Einstellung der Unternehmenstätigkeit zwangsläufig folgen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 349 aufgrund der Bewertung zu Veräußerungspreisen vorgenommen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 5.205 (i. V. TEUR 15.081) und betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenständen haben in Höhe von TEUR 2 (i. V. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Aktive Rechnungsabgrenzung

Aufgrund der Liquidation wurde der aktive Rechnungsabgrenzungsposten außerplanmäßig in Höhe von TEUR 409 erfolgswirksam aufgelöst.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.647) und ausstehende Rechnungen (TEUR 391).

Weiterhin sind Rückstellungen für die Schließung der Gesellschaft zum Bilanzstichtag in Höhe von insgesamt TEUR 356 enthalten. Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 255), für Jahresabschlusskosten (TEUR 50) und für Rückbaukosten (TEUR 51).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Alle Verbindlichkeiten haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 413 125
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 92 0
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 167 0
672 125

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Torc Europe GmbH erbringt ausschließlich Entwicklungsleistungen in den Bereichen Systemdesign, Systemimplementierung, Simulation, Data Analytics und Softwareentwicklung für die Muttergesellschaft Torc Robotics Inc. mit Sitz in den USA. Die Leistungserbringung wird dabei auf nach dem „Cost Plus“ Prinzip ausgestalteten Unternehmensverträgen abgerechnet.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Investitionszuschüssen in Höhe von TEUR 299 (i. V. TEUR 0) enthalten.

3. Personalaufwand

Im Posten „Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung“ sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 166 (i. V. TEUR 17) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Verluste aus der Verschmelzung mit der Algolux (Germany) GmbH, München (Amtsgericht München, HRB 259087) in Höhe von TEUR 440. Die Algolux (Germany) GmbH wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 (Verschmelzungsstichtag) auf die Torc Europe GmbH verschmolzen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 50,95 (i. V. EUR 0,00).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die vorgenannten Kosten im Zusammenhang mit der geplanten Liquidation der Gesellschaft in Höhe von TEUR 765 enthalten. Diese beinhalten die Auflösung des aktiven Abgrenzungsposten von TEUR 409 und die zusätzliche Rückstellungsbildung in Höhe von TEUR 356.

D. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023 Anzahl
Angestellte 121
Werkstudenten 4
125

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 709). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 585 verbundene Unternehmen.

3. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind bzw. waren:

 

Ulrich Gerner, Esslingen (bis 31. Januar 2023), kaufmännischer Geschäftsführer

 

Axel Gern, Remseck am Neckar (bis 4. Oktober 2023), technischer Geschäftsführer

 

Stephan Vargas, Kleinwallstadt (seit 4. Oktober 2023 bis 14. Januar 2025), technischer Geschäftsführer

 

Oktay Ersü, Stuttgart (seit 4. Oktober 2023), kaufmännischer Geschäftsführer

Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB wird für das Jahr 2023 auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet.

4. Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Torc Robotics Inc, Blacksburg, USA (Mutterunternehmen für den kleinsten Kreis von Unternehmen) und der Daimler Truck Holding AG, Stuttgart (Mutterunternehmen für den größten Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss der Daimler Truck Holding AG, Stuttgart wird in elektronischer Form im Unternehmensregister veröffentlicht.

5. Nachtragsbericht

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 11. Dezember 2024 wurde die Liquidation der Gesellschaft beschlossen, als Liquidator wurde Herr Oktay Ersü bestellt.

6. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet. Der Bilanzverlust beträgt TEUR 1.063 (i.V. TEUR1.914)

 

Stuttgart, 26. Juni 2025

Torc Europe GmbH i.L.

Oktay Ersü, Liquidator

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 72.034,60 0,00 0,00 72.034,60
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.433.986,84 495.805,35 132.498,18 1.797.294,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 62.101,47 62.101,47 0,00
1.506.021,44 557.906,82 194.599,65 1.869.328,61
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 15.298,60 29.566,75 0,00 44.865,35
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 378.850,84 870.461,20 65.682,18 1.183.629,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
394.149,44 900.027,95 65.682,18 1.228.495,21
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 27.169,25 56.736,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 613.664,15 1.055.136,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
640.833,40 1.111.872,00

Lagebericht

Berichtsperiode: 01. Januar 2023 - 31. Dezember 2023

Managing Directors: Oktay Ersü and Stephan Vargas MD TORC Europe GmbH

Datum: 26. Juni 2025

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Torc Europe GmbH wurde 2021 gegründet und bietet Dienstleistungen im Bereich des autonomen Fahrens im öffentlichen Straßenverkehr an. Die Entwicklungsschwerpunkte liegen auf Systemdesign, Systemimplementierung, Simulation, Data Analytics und Softwareentwicklung. Torc Europe ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Torc Robotics Inc. mit Sitz in den USA und arbeitet ausschließlich für Torc Robotics Inc. Der Konzern Torc Robotics Inc. bietet eine komplette Software- und Integrationslösung für selbstfahrende Fahrzeuge an und konzentriert sich derzeit auf die Kommerzialisierung autonomer Lkw (SAE Level 4) für Fernverkehrsanwendungen in den USA.

Im Bereich Systemdesign liegt der Schwerpunkt auf der Definition der Anforderungen für ein autonomes Fahrsystem, einschließlich der Analyse und Definition von Anforderungen an die funktionale Sicherheit und Cybersicherheit. Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Spezifikation von Plattform- und Funktionsanforderungen für Sensoren sowie eingebettete Betriebssysteme zur Unterstützung einer autonomen Fahrlösung. Im Bereich der Systemimplementierung liegt der Fokus von Torc Europe auf der Entwicklung von Sensoren und eingebetteten Betriebssystemen. Dies umfasst auch das Lieferantenmanagement und die enge Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern.

Im Bereich der Softwareentwicklung liegen Schwerpunkte in der Basissoftware zur Hardware sowie Software zur Fahrzeugintegration. Weitere Schwerpunkte sind die Simulation des autonomen Systems zur Entwicklung und Freigabe des Fahrzeugs sowie die skalierte Analyse von Testdaten.

Mit Beschluss vom 11. Dezember 2024 wird die Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 ihren Geschäftsbetrieb einstellen. Die langfristigen Verträge mit Mitarbeitern und Geschäftspartnern werden bis zum 31. März 2025 beendet bzw. gekündigt. Das Anlagevermögen wird nach Beendigung der Geschäftstätigkeit veräußert oder entsorgt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgt daher nicht mehr unter der Prämisse der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs.1 Nr. 2 HGB (Going Concern).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut dem Statistischen Bundesamt ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken (statistisches Bundesamt). Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. In den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief die Entwicklung der Bruttowertschöpfung jedoch unterschiedlich. Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau.

Im Bereich des autonomen Fahrens war das Geschäftsjahr 2023 geprägt von anhaltenden technologischen Innovationen und einem dynamischen Wettbewerbsumfeld. In den USA und Europa werden zunehmend regulatorische Anforderungen an autonom fahrende Fahrzeuge gestellt, während die Entwicklung und Implementierung entsprechender Technologien weiterhin auf Hochtouren laufen.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr 2023 verzeichnete Torc Europe einen signifikanten Anstieg des Intercompany-Umsatzes von 35,0 Mio. EUR, was einer Steigerung von 85,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Wachstum wurde vor allem durch die Erweiterung der Entwicklungsleistungen und den Personalaufbau vorangetrieben.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Berichtszeitraum von 41 auf 147,5 FTEs. Der Personalaufbau war notwendig, um den gestiegenen Anforderungen im Bereich Softwareentwicklung, Systemarchitektur, Validierung, Datenauswertung und Sicherheit gerecht zu werden. Softwareingenieure, Softwarearchitekten und Datenwissenschaftler wurden gezielt eingestellt. Dieser Personalzuwachs erforderte auch eine intensivere Betreuung im Personalwesen, insbesondere in Bezug auf Onboarding-Prozesse und Schulungsangebote.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde außerdem die Algolux GmbH übernommen. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wurde die Gesellschaft auf die Torc Europe GmbH verschmolzen. Ziel der Übernahme war die Erweiterung des Kompetenzprofils im Bereich Computer Vision und maschinelles Lernen. Dies stärkt die Wettbewerbsposition von Torc Europe, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung autonomer Lkw.

Die Integration der Mitarbeiter der Algolux GmbH verlief erfolgreich, und die Übergabe der Rollen und Verantwortlichkeiten wurde klar definiert und kommuniziert.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich von 21,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,9 Mio. EUR im Berichtsjahr, was vor allem auf den Rückgang der internen Forderungen und Verbindlichkeiten zurückzuführen ist. Diese entstanden im Zusammenhang mit dem Aufbau der Geschäftstätigkeit im Jahr 2022 und konnten mit dem Übergang in den Regelbetrieb im Jahr 2023 weitgehend abgebaut werden. Das Anlagevermögen von Torc Europe umfasst insbesondere Softwareentwicklungen sowie investierte Ressourcen in Technologie und Betriebsmittel. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 349 aufgrund der Bewertung zu Veräußerungspreisen vorgenommen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von rund 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 266 KEUR). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der gestiegenen Anzahl an Beschäftigten sowie aus zusätzlichen Rückstellungen im Zusammenhang mit der geplanten Liquidation der Gesellschaft.

Trotz der deutlichen Reduktion der Bilanzsumme ist die Vermögenslage zum Bilanzstichtag als stabil zu bewerten, da die Veränderung lediglich auf eine blianziell wirksame Reduzierung konzerninterner Salden zurückzuführen ist und keine negativen Auswirkungen auf die Finanz- oder Ertragslage vorliegen.

3.2 Finanzlage

Die Finanzmittel haben sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 3,64 Mio. auf EUR 1,18 Mio. verringert, was einem Mittelabfluss von EUR 2,46 Mio. entspricht. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der planmäßigen Begleichung von Verbindlichkeiten, insbesondere im Intercompany-Bereich. Die Liquidität der Gesellschaft wird durch die enge Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft gesichert und ist zu jedem Zeitpunkt gegeben. Trotz des Rückgangs der liquiden Mittel ist die Finanzlage zum Bilanzstichtag als stabil einzustufen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich aufgrund des positiven Ergebnisses deutlich erhöht. Der operative Cashflow wurde durch den Abbau der Aktiva deutlich positiv beeinflusst. Der wesentliche negative Effekt im Finanzierungscashflow resultiert aus der Rückzahlung des Intercompany- Darlehens. Es wurden keine wesentlichen Investitionen vorgenommen. Die Liquiditätslage war durch das operative Geschäft bestimmt. Es bestehen keine zugesagten, nicht ausgenutzten Kreditlinien.

3.3 Ertragslage

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 stieg signifikant um 85,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Intercompany- Umsatz betrug 35,0 Mio. EUR, und es konnte ein positiver Überschuss von 0,9 Mio. EUR erzielt werden, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 1,9 Mio. EUR verbucht wurde. Die Materialaufwendungen sind im Berichtsjahr um 62% gesunken, was vor allem auf eine Reduzierung der Aufwendungen für bezogene Leistungen zurückzuführen ist. Im Jahr 2022 wurden aufgrund eines geringeren Personalbestands viele Leistungen extern bezogen. Mit der Einstellung von zusätzlichem Personal im Jahr 2023 erhöhten sich die Personalkosten, während die bezogenen Leistungen entsprechend zurückgingen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Verluste aus der Verschmelzung mit der Algolux (Germany) GmbH in Höhe von TEUR 440, Fremdleistungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR sowie Lizenzkosten in Höhe von 1,1 Mio EUR. Darüber hinaus sind Kosten im Zusammenhang mit der geplanten Liquidation der Gesellschaft in Höhe von TEUR 765 enthalten. Diese beinhalten die Auflösung des aktiven Abgrenzungsposten von TEUR 409 und die zusätzliche Rückstellungsbildung in Höhe von TEUR 356. Trotz dieser gestiegenen Aufwendungen konnte Torc Europe ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften, was die Effektivität der Investitionen in Personal und Technologie unterstreicht. Insgesamt zeigt sich die Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 deutlich verbessert und stellt sich im Vergleich zum Vorjahr positiv dar - trotz der im Berichtsjahr berücksichtigten Liquidationskosten.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die Torc Europe stellt das Jahresergebnis den bedeutsamsten Leistungsindikator dar. Im Geschäftsfahr 2023 lag das Ergebnis mit 0,9 Mio. EUR im positiven Bereich (Vorjahr: - 1,9 Mio. EUR). Damit spiegelt es die verbesserte wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wider.

Auf nichtfinanzieller Ebene wird die Mitarbeiterfluktuation als relevanter Leistungsindikator herangezogen. Im Berichtsjahr war diese sehr niedrig; stattdessen verzeichnete Torc Europe einen kontinuierlichen Personalzuwachs. Dies wird als Ausdruck einer hohen Mitarbeiterbindung und Arbeitgeberattraktivität gewertet.

4. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementsystem

Torc Europe verfügt über ein unternehmensweites Risikomanagementsystem, das in die Geschäftsprozesse integriert ist. Risiken werden systematisch identifiziert, dokumentiert, bewertet und regelmäßig durch die Geschäftsführung überprüft. Die Risikobewertung erfolgt anhand einer qualitativen Einschätzung hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit (gering, mittel, hoch) und potenzieller finanzieller Auswirkung (niedrig, mittel, hoch). Bei Bedarf werden Maßnahmen zur Risikominimierung definiert und umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird regelmäßig kontrolliert. Die Risikobewertung erfolgt auf Basis der erwarteten Netto-Risiken, d.h. unter Berücksichtigung vorhandener Gegenmaßnahmen und Kontrollen.

Das Risikomanagement ist eng mit dem Controlling, der Projektplanung und dem Finanzwesen verzahnt. Berichtspflichten gegenüber der Muttergesellschaft Torc Robotics Inc. sichern darüber hinaus konzernweite Transparenz.

Einzelrisiken

1. Abhängigkeit von der Muttergesellschaft (strategisches Risiko)

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Auswirkung: hoch

Beurteilung: Das Risiko wird als gering eingestuft, da die Geschäftsbeziehung bis Ende der Liquidation angelegt und die Zusammenarbeit stark integriert ist.

2. Personalrisiken (operatives Risiko)

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Auswirkung: mittel bis hoch

Maßnahmen: Attraktive Arbeitsbedingungen, strukturierte Onboarding-Prozesse und kontinuierliche Schulungen.

Beurteilung: Das Risiko wird als mittel eingestuft

3. Technologische Risiken

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Auswirkung: mittel

Maßnahmen: Enge Zusammenarbeit mit Technologiepartnern und kontinuierliche Marktbeobachtung.

Beurteilung: Das Risiko wird als mittel eingestuft

4. Schließung des Geschäftsbetriebs (Sonderrisiko)

Eintrittswahrscheinlichkeit: sicher

Auswirkung: begrenzt durch vorbereitete Rückstellungen und vertragliche Absicherungen.

Maßnahmen: Genaue Planung und Umsetzung der Abwicklung.

Beurteilung: Das Risiko wird als gering eingestuft, da die Umsetzung bereits erfolgt.

Chancen

Für Torc Europe als Anbieter von Entwicklungsdienstleistungen im Bereich autonomes Fahren bleibt der Zugang zu qualifizierten Fachkräften sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung von Softwarelösungen entscheidend. Torc Europe sieht Chancen in der Weiterentwicklung von Softwarelösungen im Bereich autonomes Fahren, insbesondere durch die Integration der Algolux GmbH und deren Expertise in den Bereichen Computer Vision und maschinelles Lernen.

5. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird von einer positiven Geschäftsentwicklung ausgegangen. Es wird ein Umsatzwachstum von 14 % gegenüber dem Vorjahr erwartet. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden im bisherigen Umfang fortgeführt, um weiterhin qualitativ hochwertige Entwicklungsdienstleistungen für Torc Robotics Inc. Bereitszustellen.

Als zentraler finanzieller Leistungsindikator dient weiterhin das Jahresergebnis. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.

Insbesondere die Mitarbeiterzahl, die Struktur der Projekte sowie die ausgelagerten Entwicklungsleistungen sollen bis zur planmäßigen Betriebseinstellung im Wesentlichen konstant bleiben.

Auf Basis der aktuell bekannten Informationen und der mit der Gesellschafterin abgestimmten Maßnahmen bestehen keine Hinweise auf operative Risiken, die den Ablauf des verbleibenden Geschäftsjahres wesentlich beeinträchtigen könnten. Eine geordnete Beendigung des Geschäftsbetriebs wird erwartet.

Mit Beschluss vom 11.12.2024 wird die Gesellschaft in 2025 ihren Geschäftsbetrieb einstellen.

Für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2025 geht die Geschäftsführung von einem stabilen Geschäftsverlauf auf dem Niveau des Vorjahres aus. Insbesondere die Mitarbeiterzahl, die Struktur der Projekte sowie die ausgelagerten Entwicklungsleistungen sollen bis zur planmäßigen Betriebseinstellung am 31.3.2025 im Wesentlichen konstant bleiben. Auf Basis der aktuell bekannten Informationen und der mit der Gesellschafterin abgestimmten Maßnahmen bestehen keine Hinweise auf operative Risiken, die den Ablauf des verbleibenden Geschäftsjahres wesentlich beeinträchtigen könnten. Die Gesellschaft wurde noch nicht liquidiert.

 

Stuttgart, 26. Juni 2025

Torc Europe GmbH i. L.

Oktay Ersü, Liquidator

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Torc Europe GmbH i.L., Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Torc Europe GmbH i.L., Stuttgart, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Torc Europe GmbH i.L. für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurde nicht geprüft. Die Vergleichsangaben sind ungeprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Hervorhebung eines Sachverhaltes

Wir verweisen auf die Ausführungen des Liquidators im Anhang und Lagebericht, welche den Beschluss zur Liquidation der Gesellschaft und die darauf basierende Bilanzierung zu Liquidationswerten aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung des Liquidator für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Liquidator ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Liquidator verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Liquidator dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Liquidator verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Liquidator verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem Liquidator angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem Liquidator dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem Liquidator angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem Liquidator dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem Liquidator zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 29. Juli 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rohrbach, Wirtschaftsprüfer

Rothfelder, Wirtschaftsprüfer

Feststellungsbeschluss der Torc Europe GmbH i. L., Stuttgart

Der Jahresabschluss der Torc Europe GmbH i. L., Stuttgart, für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 13.08.2025 festgestellt.

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