Lapp Insulators Redwitz GmbHLiquidiert

80538 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 4460
Vorher
Pyrrha Sechsundzwanzigste Vermögensverwaltungs-GmbHArgillon Insulators GmbH
Eingetragen
7.5.2008
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Isolatoren und Isolierteilen aus KeramikHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Vermarktung und der Einbau von Keramikund Kunststoffprodukten. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet erscheinen, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen. Sie kann Unternehmen, an denen sie mehrheitlich beteiligt ist, unter ihrer Leitung zusammenfassen oder sich auf die Verwaltung der Beteiligung beschränken. Die Gesellschaft kann gegenüber ihren direkten oder indirekten Mutter-, Tochter- und Schwesterunternehmen Gelddarlehen und Akzeptkredite gewähren sowie Bürgschaften, Garantien und sonstige Gewährleistungen übernehmen. Die Gesellschaft kann ferner die Verwaltung ihrer Finanzen teilweise oder vollständig auf ein direktes oder indirektes Mutterund/oder Schwesterunternehmen übertragen.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Lucas Paul Kortmann
seit 28.12.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Argillon GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lapp Insulators Redwitz GmbH

Redwitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Sachanlagen      
1. Technische Anlagen und Maschinen 57.090,00   486
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.341,00   853
    442.431,00 1.339
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 94.143,98   906
2. Unfertige Erzeugnisse 303.665,77   1.736
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 13.078,91   347
  410.888,66   2.989
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 737.599,08   354
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.846.918,86   3.067
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.040,21   61
  2.585.558,15   3.482
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 639.436,11   436
  639.436,11   436
    3.635.882,92 6.908
C. Rechnungsabgrenzungsposten   5.340,00 6
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   14.254.334,60 9.736
    18.337.988,52 17.988

Passiva

     
    31.12.2018 31.12.2017
  EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00   25
II. Kapitalrücklage 5.117.254,84   5.117
III. Bilanzverlust -19.396.589,44   -14.878
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 14.254.334,60   9.736
    0 0
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.709.370,00   6.990
2. Sonstige Rückstellungen 4.020.367,53   10.566
    11.729.737,53 17.556
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 163.575,56   289
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.686.685,66   80
3. Sonstige Verbindlichkeiten 757.989,77   63
davon aus Steuern: TEUR 758 (Vorjahr: TEUR 63)      
    6.608.250,99 432
    18.337.988,52 17.988

Gewinn- und Verlustrechnung

2018 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse   11.918.697,05 12.721
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -1.777.129,26 -523
    10.141.567,79 12.198
3. Sonstige betriebliche Erträge   1.411.739,18 391
davon aus Währungsumrechnung: EUR 208.383,44 (Vorjahr: EUR 24.150,46)      
    11.553.306,97 12.589
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.313.859,99   -5.928
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -168.803,10 -5.482.663,09 -137
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -4.573.839,48   -14.087
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.056.048,34   -1.321
davon für Altersversorgung: EUR 159.765,23 (Vorjahr: EUR 131.976,95)   -5.629.887,82  
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -342.544,70 -874
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -3.838.758,19 -4.618
davon aus Währungsumrechnung: EUR 199.848,66 (Vorjahr: EUR 120.744,52)      
    -3.740.546,83 -14.376
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.649,89   128
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 33.649,89 (Vorjahr: EUR 128.446,93)      
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -811.236,47   -630
davon aus Aufzinsung: EUR 811.137,00 (Vorjahr: EUR 629.710,00)      
10. Ergebnis nach Steuern   -4.518.133,41 -14.878
11. Sonstige Steuern   -271,00 0
12. Jahresfehlbetrag   -4.518.404,41 -14.878
13. Verlustvortrag   -14.878.185,03 0
14. Bilanzverlust   -19.396.589,44 -14.878

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

Inhalt

I. Grundlagen des Jahresabschlusses
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
III. Erläuterungen zur Bilanz
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
V. Sonstige Angaben
Anlage Anlagengitter

Sitz der Lapp Insulators Redwitz GmbH ist Redwitz. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 4460 im Register des Amtsgerichtes Coburg eingetragen. Am 14. Dezember 2018 wurde der Verwaltungssitz der Gesellschaft nach Amsterdam/Niederlande verlagert.

I. GRUNDLAGEN DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Gemäß § 267 HGB gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Der Abschluss wurde zum 31. Dezember 2018 für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die allgemeinen Grundsätze der Gliederung, in § 265 HGB formuliert, fanden Beachtung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Zuge der Neustrukturierung der Gruppenfinanzierung wurde 2017 ein sogenanntes Performance-Konzept erstellt, das die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft der Pfisterer-Gruppe nachhaltig verbessern und dauerhaft sichern soll. In der Folge wurde mit der Mitarbeitervertretung der Gesellschaft am 23. Februar 2018 ein Interessenausgleich und Sozialplan unterzeichnet. Die Einstellung der Geschäftstätigkeit erfolgte am 31. Oktober 2018.

Darauf basierend wurde der Jahresabschluss unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden, soweit nichts Abweichendes vermerkt ist, unverändert zum Vorjahr angewendet.

Dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt:

(1) Anlagevermögen

Unter Berücksichtigung des Wegfalls der Going Concern Prämisse, erfolgte die Bewertung des Anlagevermögens auf Basis der voraussichtlichen weiteren Verwertung, maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt in der Regel linear. Dabei wird für Software eine Nutzungsdauer von drei Jahren, für Patente von zehn Jahren und für Lizenzen von drei bis acht Jahren unterstellt.

Technische Anlagen und Maschinen werden mittels der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Bei der linearen Methode werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gleichmäßig auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (in der Regel zehn Jahre) verteilt.

Die Abschreibung der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte unter Berücksichtigung der individuellen geschätzten Nutzungsdauern, die zwischen zwei und acht Jahren betragen. Es wird die lineare Abschreibungsmethode angewandt.

Die beweglichen und unbeweglichen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden im Zugangsjahr "pro rata temporis" abgeschrieben. Die ab dem 1. Januar 2011 angeschafften Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 800,00 (Geringwertige Wirtschaftsgüter) werden innerhalb des Anschaffungsjahres voll abgeschrieben.

(2) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wird mit den gleitenden Durchschnittspreisen ermittelt.

Unter Berücksichtigung des Wegfalls der Going Concern Prämisse, erfolgte die Bewertung des Vorratsvermögens auf Basis der voraussichtlichen weiteren Verwertung, maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten.

In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung sind Personalnebenkosten und sind somit in den Herstellkosten einberechnet. Finanzierungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Für unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten.

Zudem werden Bestandsrisiken infolge verminderter Verwertbarkeit oder Veralterung durch die Lagerreichweitenabschläge (20% bis 60%) berücksichtigt. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

(3) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennbeträgen erfasst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich unter Abzug von Einzelwertberichtigungen bewertet. Es wurde eine pauschale Wertberichtigung vorgenommen. Die pauschale Wertberichtigung umfasst den Forderungsbestand ohne die individuell abgewerteten Forderungen und beträgt pauschal 1 % des Nettoforderungswertes.

(4) Rechnungsabgrenzungsposten

Die Abgrenzungsposten entsprechen den zeitanteiligen Vorleistungen.

(5) Aktive latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Differenzen zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise nach § 274 HGB. Das Wahlrecht, keine aktiven latenten Steuern zu bilanzieren, wird grundsätzlich in Anspruch genommen.

(6) Rückstellungen

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der Projected Unit Credit Method auf Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 3,21 % (10-Jahres-Durchschnitt) sowie 2,32 % (7-Jahres-Durchschnitt) und den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1.239 (Vorjahr TEUR 1.106). Die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % p.a. und die erwartete Rentensteigerung mit 2,0 % p.a. berücksichtigt. Die Umstellungsdifferenz aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG wurde gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB zu einem Fünfzehntel im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 2 HGB beträgt TEUR 255.

Erfolgswirksam aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis TEUR 78 ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,1% der (gewährleistungspflichtigen) Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gebildet.

(7) Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen.

(8) Fremdwährungsumrechnung

Die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, grundsätzlich innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 400 haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.374 (Vorjahr: TEUR 860), um sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 5) und um sonstige Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 54). Sie sind mit TEUR 1.447 (Vorjahr: TEUR 919) innerhalb eines Jahres fällig.

(3) Rückstellungen

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
Pensionsrückstellungen 7.709 6.990
Sonstige Rückstellungen 4.020 10.566
davon ungewisse Verbindlichkeiten 11.119 16.101
davon Risiken aus schwebenden Geschäften 611 3
  11.729 17.556

In den ungewissen Verbindlichkeiten sind Rückstellungen aus Abfindung TEUR 2.037 (TEUR 8.490) sowie Restrukturierungskosten TEUR 1.134 (TEUR 1.450) enthalten.

(4) Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie im Vorjahr aus sonstigen Verbindlichkeiten.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
nach Produktgruppen    
Isolatoren aus Keramik / Porzellan 6.450 7.349
Isolatoren aus Kunststoff / Composite 5.210 5.106
Erträge aus Abfallverwertung 18 2
Erträge aus Dienstleistungen verb. Unternehmen 241 266
  11.919 12.723
nach Regionen    
Deutschland 7.825 8.094
Europa 1.096 2.791
Amerika 1.441 1.754
Restliche Welt 1.557 84
  11.919 12.723

(2) Sonstige betriebliche Erträge

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
Kursgewinne 208 24
Leistungen für Dritte 81 226
Erträge aus verbundenen Unternehmen 147 11
Auflösung Rückstellungen 78 25
Übrige 897 105
  1.411 391

V. SONSTIGE ANGABEN

(1) Angaben über Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende und Praktikanten) betrug, nach § 267 V HGB, durchschnittlich:

31.12.2018 31.12.2017
Gewerbliche 72 96
Angestellte 25 30
  97 126

(2) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen neben Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren, Anlagevermögen und sonstigem Verbrauchsmaterial auch Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für verschiedene Wirtschaftsgüter der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie des Fuhrparks.

2018 Unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Bestellobligo   44 160 0 204
Leasingverträge   3 0 0 3
Mietverträge   444 0 0 444
    491 160 0 651

Am 12. Februar 2018 wurde die Finanzierungszusage vom 12. September 2017 von der Pfis-terer Holding AG außerordentlich gekündigt. Zur Regelung der daraus resultierenden Ein-standsverpflichtung der Pfisterer Holding AG sowie des voraussichtlichen Liquiditätsbedarfs der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2020 wurde mit der Pfisterer Holding AG am 08. März 2018 eine Aufhebungs- und Finanzierungsvereinbarung geschlossen.

(3) Geschäftsführung

Mitglieder der Geschäftsführung waren:

Dr. Bernhard Kahl, Geschäftsführer der Lapp Insulators Redwitz GmbH und Vorstand der Pfisterer Holding AG, Waldershof (bis 12.04.2018)
Dr. Dominik Trautwein, Geschäftsführer der Lapp Insulators Redwitz GmbH, Bad Herrenalb (ab 20.04.2018 bis 31.12.2018)
Lucas Kortmann, Geschäftsführer der Lapp Insulators Redwitz GmbH, Harlem, Niederlande (ab 14.12.2018)

Die Geschäftsführer erhielten für ihre Tätigkeit keine Bezüge.

(4) Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist ein unmittelbares Tochterunternehmen der Ceramic International B.V., die ihrerseits als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Pfisterer Holding AG, Winterbach einbezogen wird. Der Konzernabschluss der Pfisterer Holding AG, Winterbach zum 31. Dezember 2018, wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

(5) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres 2018 keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind.

 

Amsterdam, den 26. März 2019

Lucas Kortmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vortrag Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.852,16 0,00 0,00 0,00 237.852,16
II. Sachanlagen          
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.941.196,31 0,00 0,00 2.439.293,44 5.501.902,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.498.406,37 0,00 0,00 1.798.392,83 2.700.013,54
  12.439.602,68 0,00 0,00 4.237.686,27 8.201.916,41
  12.677.454,84 0,00 0,00 4.237.686,27 8.439.768,57
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag Zugänge Abgänge 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.814,16 38,00 0,00 237.852,16
II. Sachanlagen        
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.455.436,72 163.430,59 2.174.054,44 5.444.812,87
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.645.514,26 179.076,11 1.509.917,83 2.314.672,54
  11.100.950,98 342.506,70 3.683.972,27 7.759.485,41
  11.338.765,14 342.544,70 3.683.972,27 7.997.337,57
Buchwerte
31.12.2018 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0
II. Sachanlagen    
1. Technische Anlagen und Maschinen 57.090,00 486
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.341,00 853
  442.431,00 1.339
  442.431,00 1.339

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2018

A. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die positive konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft setzt sich fort, wenngleich etwas weniger dynamisch als im Jahr 2017. Das Wachstum verlangsamte sich vor allem im ersten Quartal 2018, gewann danach aber wieder an Fahrt. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hält der Aufschwung damit schon vergleichsweise lange. Dagegen sind in den vergangenen Monaten die Zweifel an der wirtschaftlichen Stabilität einiger Schwellenländer gewachsen. In den Vereinigten Staaten legte das Wachstum deutlich zu. Hieran dürfte die Steuerreform und weitere fiskalpolitische Anreize einen spürbaren Anteil gehabt haben. Der Sachverständigenrat geht für 2018 von einer Zuwachsrate von 2,9 % aus. Das Wachstum der Region Mittlerer Osten hat sich mit prognostizierten 2,3 % nach dem Achtjahrestief von nur 0,9 % im Vorjahr deutlich verbessert. Dies ist vor allem auf gestiegene Ölfördermengen im Zusammenhang mit signifikant höheren Ölpreisen im Vergleich zu 2017 zurückzuführen.

Die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum entwickelte sich im ersten Halbjahr 2018 weniger dynamisch als im Vorjahr. Nach der Prognose des Sachverständigenrates wird die Wirtschaftsleistung im Jahre 2018 um 2,0 % zunehmen nach 2,4 % im Vorjahr. Die verringerte Zuwachsrate lässt sich nicht zuletzt auf zunehmend ausgelastete Produktionskapazitäten und schwächere Impulse aus dem Ausland zurückführen.

In Deutschland hat der bereits seit neun Jahren anhaltende Aufschwung zuletzt an Dynamik eingebüßt. Hierfür sind neben ungünstigeren außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch erhebliche produktionsseitige Probleme in der Automobilindustrie verantwortlich. Für die deutsche Wirtschaft prognostiziert der Sachverständigenrat für das Jahr 2018 eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 % und somit eine Abnahme des Wachstumstempos.

Im Bereich der Stromerzeugung und der Bereitstellung der Verteilungsnetze ist der deutsche Markt weiterhin geprägt von dem seit Jahren andauernden Prozess der Trennung von Stromerzeugung und Stromverteilung sowie der anhaltenden Diskussion der Anreizregulierung über die Gestaltung der Durchleitungsentgelte. Mit dem Auslaufen vieler Konzessionsverträge haben sich zahlreiche Städte und Gemeinden wieder dazu entschlossen, die Stromnetze selbst zu bewirtschaften bzw. zurückzukaufen.

Der Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien stellt neue Herausforderungen an die Energienetze. Bisher wurde der Strom zentral in großen Einheiten erzeugt und über die Übertragungs- und Verteilnetze an die dezentralen Abnehmer geleitet. In Zukunft wird der Strom zunehmend dezentral auch in kleinen Einheiten, wie Windräder, Biogas- und Photovoltaik-Anlagen, erzeugt. Dazu kommen neue "Flächenkraftwerke" durch Solar- und Windparks, letztere besonders auch im Offshore-Einsatz, deren Einspeisepunkte zum Teil sehr wesentlich von den bisherigen Netzknoten der konventionellen Kraftwerke entfernt liegen. Die Errichtung der Off- aber auch der Onshore-Windanlagen eilt dabei dem notwendigen Ausbau der Transportnetze voraus. Projekte im Bereich des Netzausbaus können aufgrund der lang andauernden Genehmigungsverfahren nicht zeitnah umgesetzt werden und treffen trotz ihrer technischen Notwendigkeit zudem auf teils erheblichen Widerstand in der Bevölkerung. Dies gilt insbesondere für die geplanten Nord-Süd-Gleichstrom-Verbindungen der Transportnetze.

Die sich durch die Energiewende ändernde Erzeugungsstruktur führt zu einem deutlich höheren und multidirektionalem Transportaufwand im Netz. Zudem führt der steigende Anteil der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien durch deren natürliche Volatilität zu einer geringeren Planbarkeit der Stromerzeugung bei gleichzeitig stark schwankender Beanspruchung des Übertragungsnetzes. Auch die weitere Zunahme der Elektromobilität wird die Verteilnetze vor neue Herausforderungen stellen. Diese Entwicklungen werden den Ausbau der Netze gemäß Netzentwicklungsplan in den nächsten Jahren nachhaltig prägen.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Zuge der Neustrukturierung der Gruppenfinanzierung wurde 2017 ein sogenanntes Performance-Konzept erstellt, das die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft der Pfisterer-Gruppe nachhaltig verbessern und dauerhaft sichern soll. In der Folge wurde mit der Mitarbeitervertretung der Gesellschaft am 23. Februar 2018 ein Interessenausgleich und Sozialplan unterzeichnet. Die Einstellung der Geschäftstätigkeit erfolgte am 31. Oktober 2018.

Darauf basierend wurde der Jahresabschluss unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Die gesamte Entwicklung der Gesellschaft ist wesentlich geprägt durch die Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs zum 31. Oktober 2018.

Die Gesellschaft agierte bis zur Einstellung des Geschäftsbetriebs als Spezialist für Keramikprodukte mit Sitz in Redwitz (Bayern) in den Geschäftsbereichen Porzellan- und Composite-Isolatoren. Diese werden überwiegend in der Hochspannungstechnik für die Stromübertragung und -verteilung eingesetzt.

Die Lapp Insulators Redwitz GmbH erzielte im Berichtsjahr 2018 einen Gesamtumsatz von rund Mio. EUR 11,9 und liegt somit mit rund 6 % unter dem Budgetniveau. Der Vorjahresumsatz betrug Mio. EUR 12,7.

Der Auftragseingang im Berichtsjahr belief sich auf Mio. EUR 6,2 (Vorjahr: Mio. EUR 13,5).

Der Auftragsbestand betrug, bedingt durch die Einstellung der Produktion, zum 31. Dezember 2018 Mio. EUR 0.

3. Produktion

Im Rahmen der geplanten Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs konnte die Produktion normal ausgelastet werden.

4. Beschaffung

Die Versorgung mit Fertigungsmaterialien war bis zur Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs gesichert.

5. Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 54) in Sachanlagen investiert.

6. Personal- und Sozialbereich

Zum 31. Dezember 2018 waren 16 (Vorjahr: 130) Mitarbeiter beschäftigt (inklusive Leiharbeiter und Auszubildende).

B. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 0,3 auf Mio. EUR 18,3 gestiegen. Die Rückgänge bei Sachanlagen, Vorräten sowie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden durch den Anstieg des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages überkompensiert. Diese Veränderung ist auf der Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit zum 31. Oktober 2018 zurückzuführen.

Das Anlagevermögen liegt am Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 mit Mio. EUR 0,4 um Mio. EUR 0,9 unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: Mio. EUR 1,3). Den Investitionen des Geschäftsjahres 2018 i.H.v. Mio. EUR 0 standen Abschreibungen i.H.v. Mio. EUR 0,3 entgegen.

Das Trade Working Capital stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR
Vorräte 411 2.989
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 738 354
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -164 -289
Trade Working Capital 985 3.054

Aufgrund des hohen Verlustes weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von Mio. EUR 14,3 aus. Die Eigenkapitalquote ist wie im Vorjahr negativ.

2. Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug Mio. EUR -2,1. Lieferantenrechnungen wurden weitgehend unter Ausnutzung von Skonto beglichen.

Die Pfisterer Holding AG hat für den am 23. Februar 2018 unterzeichneten Interessenausgleich und Sozialplan einen Schuldbeitritt in Höhe des Sozialplanvolumens von Mio. EUR 8,5 im Falle des Zahlungsverzugs der Gesellschaft erklärt. Darüber hinaus wurde mit der Pfisterer Holding AG am 8. März 2018 eine Finanzierungsvereinbarung geschlossen. Die Vereinbarung ist im Übrigen auf den zu diesem Zeitpunkt erwarteten Finanzierungsbedarf der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2020 in Höhe von Mio. EUR 3,3 begrenzt. Die Geschäftsführung geht nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft aufgrund einer verbesserten Liquiditätssituation - insbesondere bedingt durch bereits erfolgte bzw. erwartete Anlagenverkäufe - bis 31. Dezember 2020 sichergestellt ist, ohne die am 8. März 2018 geschlossene Finanzierungsvereinbarung in Anspruch nehmen zu müssen.

Am 14. Dezember 2018 wurde im Zuge der Verlagerung des Verwaltungssitzes der Gesellschaft nach Amsterdam/Niederlande ein neuer Geschäftsführer bestellt, der die operative Führung der Gesellschaft mit den Schwerpunkten Finanzen, Organisation sowie der Koordination der Planung und Durchführung des Rückbaus und Transfers von Anlagevermögen begleitet.

3. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2018 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von Mio. EUR 4,5 (Vorjahr: Fehlbetrag Mio. EUR 14,9). Die Ertragslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2018 2017
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 11.919 12.722
Betriebsergebnis/EBIT -3.741 -14.376
Umsatzrendite (Betriebsergebnis/Umsatzerlöse) -31,4% -113,0%
Finanzergebnis -778 -501
Ergebnis vor Steuern (EBT) -4.518 -14.878
EBITDA -5.296 -13.503
in % von Umsatzerlöse -44,4% -106,1%
     
  IST IST
  31.12.2018 31.12.2017
Material 5.483 6.066
Personalkosten 5.630 15.408
Abschreibungen 343 874
sonstige betriebl. Aufwendungen 3.813 4.618
  15.268 26.965

Die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft ist geprägt durch die geplante Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit.

C. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Der Pfisterer Konzern mit seiner Tochtergesellschaft Lapp Insulators Redwitz GmbH ist u.a. aufgrund seiner Internationalität einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln in den Business Units verbunden sind oder sich durch externe Einflüsse ergeben.

Unter Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse, Entwicklungen oder Handlungen den Konzern oder eine seiner Business Units daran hindern, seine Ziele zu erreichen.

Gleichzeitig ist es für den Pfisterer Konzern wichtig, Chancen für die Gruppe zu identifizieren und zu nutzen. Eine Chance ist die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen die geplanten Ziele der Gruppe oder einer Business Unit zu sichern oder zu übertreffen.

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem ist im Hinblick auf bestandsgefährdende Tatsachen in das Werte-, Führungs- und Planungssystem des Pfisterer Konzerns integriert.

Ziel des Risikomanagements ist die optimale Risikobewältigung durch das Verständnis der Zusammenhänge von Risikopotenzialen, insbesondere die Sicherung finanzieller Risiken jeglicher Art. Bei der Lapp Insulators Redwitz GmbH sorgen kurze Informationswege und flache Hierarchien für eine effektive Kommunikation von Risiken und Chancen. Durch entsprechende Vereinbarungen ist dies auch weiterhin während der geplanten Verlagerungs- und Schließungsprozesse gesichert.

Unternehmensspezifische Risiken und Chancen

Risiken können aus der Räumung der am Standort Redwitz angemieteten Büros, Produktionshallen und Lagerflächen entstehen. Die Bereiche wurden als Funktionsgebäude keramische und kunststoffbasierte Fertigung angemietet und sind im Urzustand zurückzugeben. Bauliche Veränderungen wurden in der Zeit der Anmietung nicht in großem Umfang getätigt.

Allerdings steht die Demontage der Brennöfen bei der Abfalltrennung unter besonderem Fokus, da hier das Steinmaterial durch die eingesetzte Keramikglasur Verunreinigungen aufweisen kann, welches eine separate Entsorgung notwendig machen könnte.

Chancen bestehen dagegen in der Verwertung bzw. dem Verkauf des nicht mehr benötigten Sachanlagevermögens.

Für das Risikomanagement ist das Management im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung für das Weltgeschäft zuständig und verantwortlich. Die vorhandenen Managementsysteme, Strukturen und Prozesse stellen das erforderliche Risikomanagement sicher, d.h. Risiken, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken und ggf. den Fortbestand des Unternehmens gefährden, werden frühzeitig identifiziert. Zu den Steuerungstools des Managements gehören insbesondere das monatliche Management-Reporting, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Cashflow-Rechnung sowie diversen Kennzahlen, ein 13-Wochen-Liquiditätsforecast und regelmäßige Berichterstattung zu Auftragseingang und Auftragsbestand.

Risiken aus Garantie und Kulanzfällen

könnten bei der LAPP Insulators Redwitz GmbH entstehen, wenn die Qualität der Produkte nicht den Anforderungen entspricht, Vorschriften nicht oder nicht vollständig eingehalten werden. Auch Qualitätsprobleme bei Zulieferteilen können zu finanziellen Belastungen führen. Mögliche Ansprüche werden beim Auftreten solcher Risiken geprüft und bei Bedarf werden die notwendigen Maßnahmen eingeleitet.

Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Pensionsplänen

Die Lapp Insulators Redwitz GmbH gewährt Pensionszusagen, die nicht durch Planvermögen gedeckt sind. Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen liegen Annahmen zugrunde. Selbst geringe Änderungen in den Annahmen beeinflussen den Finanzierungsstatus und das Eigenkapital der LAPP Insulators Redwitz GmbH. Die Bedienung der Pensionsverpflichtungen ist in der unter B.2. genannten Finanzierungsvereinbarung berücksichtigt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Im Berichtsjahr wurden Forderungsausfälle in nur geringer Höhe verbucht. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen unter Ausnutzung der Skonti gezahlt.

Die Pfisterer Holding AG ist berechtigt, die unter B.2. genannte Finanzierungszusage dauerhaft zu kürzen, wenn sich herausstellt, dass im Rahmen der Zweckbindung ein Mittelzufluss aus dieser Vereinbarung im Finanzierungszeitraum mit einer deutlich überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht mehr benötigt wird.

D. PROGNOSEBERICHT

Vor dem Hintergrund der angepassten Bedarfe, speziell im Bereich der keramischen Isolatoren, hat sich der Gesellschafter bereits im Jahr 2017 gegen eine Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit entschieden.

Die operative Geschäftstätigkeit wurde zum 31. Oktober 2018 wie geplant eingestellt. Durch eine im Rahmen des Verkaufs des Teilbereichs Simotec vereinbarte Earn-Out-Klausel sowie weitere Anlagenverkäufe werden bis Ende 2020 Erträge bzw. Einzahlungen erwartet, die die Finanzierung der Gesellschaft über den genannten Zeitraum gewährleistet.

Nach dem 30. Juni 2019 wird der Gesellschaftszweck der Gesellschaft die Verwaltung der Pensionszusagen sein.

 

Amsterdam, den 26. März 2019

Lucas Kortmann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Lapp Insulators Redwitz GmbH, Redwitz

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Lapp Insulators Redwitz GmbH, Redwitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lapp Insulators Redwitz GmbH, Redwitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß S 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit S 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

HERVORHEBUNG EINES SACHVERHALTS

Wir verweisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt "I. Grundlagen des Jahresabschlusses" des Anhangs und im Abschnitt "A. Darstellung des Geschäftsverlaufs" Unterabschnitt "2. Umsatz- und Auftragsentwicklung" des Lageberichts, welche die Einstellung der Geschäftstätigkeit und die darauf basierende Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern der Fortführung der Unternehmenstätigkeit tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit S 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammen- wirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen darüber, ob die Aufstellung durch die gesetzlichen Vertreter unter Abkehr von der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen ist, sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur geordneten Einstellung der Geschäftstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft die geordnete Einstellung der Geschäftstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahres abschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 29. März 2019

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Andreas Müller, Wirtschaftsprüfer

gez. Markus Will, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

54 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.