Hydro Building Systems Extrusion GmbH
Am Mühlholz 1, 89287 Bellenberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Füssl seit 16.12.2022 | Prokura |
Gote Johannes Nordh seit 1.6.2021 | Geschäftsführer |
Edgar Loibl seit 17.12.2020 | Prokura |
Gudrun Brigitte Kempter seit 17.12.2020 | Prokura |
Ralf Arno Seufert seit 27.11.2020 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Hydro Extruded Solutions AB | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hydro Building Systems Extrusion GmbHBellenbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Die Hydro Building Systems Extrusion GmbH (kurz: Gesellschaft oder HBSE) hat ihren Sitz in Bellenberg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter der Nummer HRB 18977 eingetragen. Unternehmensgegenstand der Hydro Building Systems Extrusion GmbH ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Aluminiumprodukten, insbesondere von stranggepressten Aluminiumprofilen, Stangen und Rohren in Fix- bzw. Herstellungslängen, nach Wunsch auch weiterveredelt und konfektioniert, oberflächenbehandelt sowie farbeloxiert. Als Produktionsgesellschaft im Norsk Hydro-Konzern bestehen die wesentlichen Kunden- und Lieferantenbeziehungen mit verbundenen Unternehmen. So werden vor allem die für die Produktion benötigten Aluminiumbolzen von Konzerngesellschaften bezogen und die weiterverarbeiteten Produkte an Vertriebsgesellschaften im Konzernverbund veräußert. Die Gesellschaft ist eine 100 %ige Tochter der Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag der Gesellschaft (Organgesellschaft) mit der Hydro Holding Offenburg GmbH, Offenburg (Organträger). Diese ist der steuerliche Organträger für mehrere verbundene Unternehmen in Deutschland. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet. Trotz des Ukrainekrieges kam es auch in Europa nicht zu der ausgeprägten Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivitäten wie erwartet wurde. In Europa gab es einen leichten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 0,4% gegenüber dem Vorjahr, während in Deutschland dieser Wert mit -0,3% negativ ausfiel. Die etwas abflachende, aber immer noch hohe Inflationsrate von 6,4% in Europa nährt zwar die Hoffnung auf eine Zinswende gegen Ende 2024, führte aber im Jahr 2023 noch zu sehr zurückhaltenden Bauinvestitionen. Dadurch gingen die ausgelieferten Tonnagen an Pressprofilen für die Bauindustrie mit Systemprofile um 21,8% in Europa und in Deutschland sogar um 28% zurück. Im Geschäftsjahr 2023 fielen die Aluminiumpreise im Jahresverlauf Schritt für Schritt nach unten. Zu Beginn des Geschäftsjahres lag der 3-Monatspreis für Hüttenaluminium bei 2.521 US-Dollar je Tonne (laut London Metall Exchange, kurz: LME) und erreichte im Dezember einen Stand von 2.220 US-Dollar je Tonne. Die Entwicklung des Dollars gegenüber dem Euro sorgte zusätzlich für günstigere Einkaufspreise. Darstellung des Geschäftsverlaufs vor dem Markthintergrund Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Wirtschaft im Euroraum und vor allem des Sektors in der Bauindustrie war das Geschäftsjahr 2023 für die Hydro Building Systems Extrusion GmbH mit sehr moderaten Volumenseinbußen verbunden. Der Auftragseingang fiel gegenüber dem Vorjahr lediglich um 3,1%. Verglichen mit 21,8% Rückgang im Euroraum ist dies eine äußerst zufriedenstellende Entwicklung. Im Wesentlichen waren zwei Aspekte dafür ausschlaggebend. Zum einen konnten unsere Kunden in 2023 ihre Marktanteile durch ein attraktives Angebot erhöhen und zum anderen gewann die Gesellschaft zusätzliches Volumen durch die Hueck System GmbH & Co. KG in Lüdenscheid, welche von der Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen, im Geschäftsjahr 2023 erworben und in die Norsk Hydro-Gruppe als Schwestergesellschaft der HBSE integriert wurde. Für dieses Systemhaus konnten wir im Jahr 2023 bereits 983 Tonnen an Aufträgen generieren. Investitionen Das Anlagevermögen weist Zugänge aus Neuinvestitionen in Höhe von TEUR 1.231 (Vj. TEUR 1.583) auf. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Ersatz- sowie Erweiterungsinvestitionen im Werk Bellenberg sowie um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Demgegenüber stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 799 (Vj. TEUR 794). Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr durchschnittlich bei 105 Mitarbeitern (Vorjahr 105). Aufgrund der Firmenhistorie haben wir unterschiedliche Vereinbarungen zur Altersversorgung unserer Mitarbeiter. Es bestehen mittelbare und unmittelbare Zusagen, wobei in neuerer Zeit nur mittelbare Zusagen in Form von Gehaltsumwandlungen getätigt werden. Mitarbeiterbelange erfahren besondere Berücksichtigung. Diese Grundeinstellung wird vor allem durch eine entsprechende Lohn- und Gehaltspolitik (z.B. Tarifverträge, Erfolgsprämien) sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen unterstrichen, da der Erfolg der Gesellschaft von der Leistung eines jeden Mitarbeiters abhängig ist. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt zum Jahresende TEUR 17.598 (Vj. TEUR 21.156) und ist im Vergleich zum Beginn des Geschäftsjahres um TEUR 3.558 gefallen. Durch verschiedene größere Investitionen bei den technischen Anlagen und Maschinen ist im Bereich der Sachanlagen ein Anstieg um TEUR 469 auf nun TEUR 8.576 (Vorjahr TEUR 8.107) zu verzeichnen. Die Vorräte in Höhe von TEUR 4.461 haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.391 verringert, was im Wesentlichen auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Rückgang um TEUR 1.611) zurückzuführen ist. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Mengenreduzierung der Aluminiumbolzen und aus einer niedrigeren FIFO-Bewertung durch den gefallenen Metallpreis. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gingen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 7.090 um TEUR 2.597 auf TEUR 4.493 zurück, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 6.891 um TEUR 2.496 auf TEUR 4.395 zurückzuführen ist und mit der Entwicklung der Umsatzerlöse korrespondiert. Das Eigenkapital beträgt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags zum 31. Dezember 2023 unverändert zum Vorjahr TEUR 4.384. Die Eigenkapitalquote ist mit 24,9 % etwas höher als zum Vorjahr (20,7 %). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.822 haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 626 erhöht, was insbesondere auf einmalig gebildete Instandhaltungsrückstellungen von TEUR 400 zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten sind per Saldo im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.174 von TEUR 14.398 auf TEUR 10.225 zurückgegangen. Ursächlich hierfür ist zunächst eine deutliche Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 4.360 von TEUR 12.106 auf TEUR 7.747. Die Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit verbundenen Unternehmen stiegen dabei von TEUR 2.529 im Vorjahr auf TEUR 3.577, während die Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling von TEUR 7.634 auf TEUR 840 durch den positiven operativen Cashflow deutlich reduziert wurden. Die Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen auf TEUR 3.330, nach TEUR 1.943 im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 133 von TEUR 1.990 auf TEUR 2.123 leicht. Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 74.716 rund 19,9 % unter den Umsätzen für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 93.253. Die verkaufte stranggepresste Menge betrug im Geschäftsjahr 2023 12.968 Tonnen und liegt 7,8 % unter der verkauften stranggepressten Menge aus dem Vorjahr. Die Verbundmenge war im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 % unter Vorjahr, so dass der Verbundumsatz um TEUR 562 auf TEUR 10.647 zurückging. Die Verbundmenge betrug 2023 3.456 km (Vj. 3.849 km). Die Produktionsmenge lag im Berichtszeitraum 2023 bei 12.996 Tonnen und damit ca. 6 % unter der Produktionsmenge im Vorjahr in Höhe von 13.873 Tonnen. Neben dem mengenmäßigen Rückgang ist der Rückgang der Umsatzerlöse auch auf gesunkene Verkaufspreise aufgrund der Verrechnungspreismethodik und geringeren Aluminiumpreisen zurückzuführen. Der Materialaufwand beläuft sich für das Geschäftsjahr auf TEUR 57.633 (Vj. TEUR 77.457). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zu Umsatzerlösen inklusive Bestandsveränderung) beträgt 76,9 % und hat sich im Vergleich zu 83,5 % im Vorjahr insbesondere durch die Entwicklung der Aluminiumpreise verringert. Demzufolge hat sich die Rohertragsquote im Vergleich zur Vorperiode um 6,6 %-Punkte verbessert. Der Personalaufwand lag im Berichtszeitraum bei TEUR 9.165 (Vj. TEUR 8.792). Die Erhöhung der Personalkosten resultiert im Wesentlichen aus höheren Bonuszahlungen und den tariflichen Lohnerhöhungen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand zu Umsatzerlösen) beläuft sich auf ca. 12,3 % und liegt damit um 2,8 % Punkte über dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.873 und liegen damit ungefähr auf dem Vorjahresniveau von TEUR 3.722. Sie enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Fremdleistungen in Höhe von TEUR 1.686 (Vj. TEUR 1.637), Mieten und Pachten in Höhe von TEUR 598 (Vj. TEUR 763), Frachten in Höhe von TEUR 282 (Vj. TEUR 357) und Fremdreparaturen in Höhe von TEUR 536 (Vj. TEUR 256). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt für 2023 TEUR 3.459 (Vj. TEUR 2.010). Der Jahresüberschuss nach Gewinnabführung für 2023 in Höhe von TEUR 3.330 (Vj. TEUR 1.943) beläuft sich auf TEUR 0 (Vj. TEUR 0). Finanzlage Im Cash-Management der Hydro-Gruppe (Norsk Hydro ASA mit Sitz in Oslo, Norwegen) werden weltweit alle Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) der Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Das Netting erfolgt im Cash-Pooling-Verfahren. Zentrale Aufgabe des Cash-Pooling innerhalb des Konzerns ist es, den Finanzbedarf optimal auf die wirtschaftlichen Erfordernisse abzustimmen und die finanzielle Unabhängigkeit zu gewährleisten. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden somit minimiert. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Auch künftig sollen durch das Cash-Pooling-System der Hydro-Gruppe die Liquidität und Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt werden. Hierdurch kann die Hydro Building Systems Extrusion GmbH an der Finanzkraft des Konzerns teilhaben. Zum Bilanzstichtag hat die Hydro Building Systems Extrusion GmbH eine Verbindlichkeit aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 840 (Vj. TEUR 7.634). Die Verbesserung ergibt sich insbesondere aus einem positiven operativen Cash-Flow. Leistungsindikatoren Die operativen Ziele der Gesellschaft werden mit einer Reihe quantitativer Kennzahlen gesteuert. Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator, an dem die Entwicklung der Gesellschaft gemessen wird, ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Weitere bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatz und Rohertrag. Im Berichtszeitraum 2023 betrugen die Umsatzerlöse TEUR 74.716 (Vj. TEUR 93.253), der Rohertrag TEUR 17.295 (Vj. TEUR 15.317). Das EBIT im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich auf TEUR 3.459 (Vj. TEUR 2.010). Für das Geschäftsjahr 2023 waren aufgrund der sinkenden Aluminiumrohstoffpreise deutlich zurückgehende Umsatzerlöse erwartet worden, was dann auch so eingetreten ist. Die Erhöhung der Umarbeitungsmarge im Herbst 2022 konnte das ganze Jahr über gehalten werden, so dass sich der Rohertrag wie erwartet positiv entwickelte. Hinsichtlich des EBIT war ein deutlicher Anstieg erwartet worden, der sogar noch übertroffen wurde. Als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator sieht die Hydro Building Systems Extrusion GmbH die Anzahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle im Geschäftsjahr unter dem Gesichtspunkt der Arbeitssicherheit. Im Geschäftsjahr 2023 gab es keinen meldepflichtigen Arbeitsunfall (Vj. 0). Das Ziel von null meldepflichtigen Arbeitsunfällen wurde somit erreicht. Des Weiteren verfolgt und fördert die Gesellschaft das Ziel des nachhaltigen Handelns durch die kontinuierliche Steigerung der Verwendung von Circal (zertifizierte Aluminium-Bolzen, die zu 75 % aus recyceltem Post-Consumer-Aluminium bestehen). Von der gesamten Produktionsmenge lag der Anteil von Circal bei 84 %. Das für 2023 gesetzte Ziel eines Anteils von 80 % wurde somit leicht übertroffen. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft kann als gut und solide bezeichnet werden. Die Geschäftsführung ist mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 unter Berücksichtigung der externen Rahmenbedingungen sehr zufrieden. Chancen- und Risikobericht Im Rahmen des internen Berichtswesens sowie des Konzernberichtswesens werden regelmäßig Planungen und Abweichungsanalysen erstellt. Es existiert ein umfangreiches Kennzahlensystem und ein Benchmarking mit anderen Gesellschaften. Außerdem gibt es ein Risikomanagementsystem zur frühzeitigen Erkennung und Bearbeitung von Risiken. Dabei werden einzelne Risiken strukturiert aufgelistet und systematisch untersucht und nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkungen bewertet. Darüber hinaus werden regelmäßig interne Audits durch die Konzernrevision durchgeführt. Als wesentliche Risiken werden (der Risikobedeutung nach in absteigender Reihenfolge) die folgenden angesehen, wobei die Risiken jeweils zunächst vor Risikobegrenzungsmaßnahmen angegeben werden:
Liquiditätsrisiken bestehen derzeit aufgrund der Teilnahme am Konzern-Cash-Pooling nicht. Signifikante Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden würden, sind derzeit nicht ersichtlich. Chancen für die Gesellschaft bestehen hauptsächlich in einem weiteren Ausbau und einer weiteren Optimierung des Produktportfolios sowie in weiteren Effizienzsteigerungen in den Produktions- und Logistikprozessen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu erhalten und weiter zu verbessern. Diese Chancen werden als mittel eingestuft. Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente Die Liquiditätslage ist gut, es sind keine Engpässe zu erwarten. Die Gesellschaft ist unverändert in das Cash-Pooling der Hydro-Gruppe eingebunden. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Risiken im Bereich der Forderungen sind derzeit nicht ersichtlich, da die Gesellschaft nur Konzernunternehmen beliefert und in das Cash-Pooling der Hydro-Gruppe eingebunden ist. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir vor dem Hintergrund von gleichbleibenden Metallpreisen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 in etwa gleichbleibende Umsatzerlöse wie im Vorjahr. Hinsichtlich des Rohertrags und des EBIT erwarten wir aufgrund einer Steigerung der Wertschöpfung im Bereich der Verbundfertigung eine moderate Steigerung. Unsere Anstrengungen gehen weiter in Richtung Kapazitätsoptimierung mit der damit verbundenen Kostensenkung und Effizienzsteigerung, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Gesellschaft ist profitabel und strebt für das Geschäftsjahr 2024 ein leichtes Wachstum an. Es gibt bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Stagnation und das hohe Inflationsniveau für die Hydro Buildings Systems Extrusion GmbH insbesondere in der Beschaffung weitere Herausforderungen, auf welche wir als Gesamtorganisation jedoch bereits im vergangenen Jahr flexibel reagieren konnten. Für den bedeutsamsten nichtfinanziellen Indikator Arbeitssicherheit ist das Ziel, null meldepflichtige Arbeitsunfälle im Geschäftsjahr 2024 zu haben. Für den nichtfinanziellen Leistungsindikator des Anteils von Circal an der Produktionsmenge wurde ein Ziel von 90 % festgelegt.
Bellenberg, 13. September 2024 Hydro Building Systems Extrusion GmbH Geschäftsführung Ralf Seufert Gøte Nordh Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben Die Hydro Building Systems Extrusion GmbH (kurz: Gesellschaft) hat ihren Sitz in Bellenberg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter der Nummer HRB 18977 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB n.F i.V.m. Art. 93 Abs. 2 EGHGB. Unternehmensgegenstand der Hydro Building Systems Extrusion GmbH ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Aluminium-Produkten, insbesondere von stranggepressten Aluminium-Profilen, Stangen und Rohren in Fix- bzw. Herstellungslängen, nach Wunsch auch weiterveredelt und konfektioniert, oberflächenbehandelt sowie farbeloxiert. Die Gesellschaft ist 100%ige Tochter der Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag der Gesellschaft (Organgesellschaft) mit der Hydro Holding Offenburg GmbH, Offenburg (Organträger). Diese ist der steuerliche Organträger für mehrere verbundene Unternehmen in Deutschland. Der Jahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens bzw. des Sachanlagevermögens erfasst. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung im Finanzanlagevermögen sind mit dem Rückkaufswert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Rohmetallbolzen werden nach manueller Abwertung auf FIFO-Basis und Schrott wird auf Basis des aktuell gehandelten Metallpreises bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben,sind durch angemessene Abwertungen auf den Niederstwert berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt, vollständig eingezahlt und in dieser Höhe im Handelsregister eingetragen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen wurde ein Rechnungszins von 1,83 % (Vj. 1,78 %) verwendet. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Erwartete Rentensteigerungen sind grundsätzlich mit 2,0 % (Vj. 2,0 %) p. a. berücksichtigt, wobei für die Jahre 2024 und 2025 jeweils ein Rententrend von 4,5 % angesetzt wurde. Für die Abzinsung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurde ein Rechnungszins von 1,04 % (Vj. 0,51 %) verwendet. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von zwei Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,2 % (Vj. 2,2 %) p. a. berücksichtigt. Für die Abzinsung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurde ein Rechnungszins von 1,75 % (Vj. 1,44 %) verwendet. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird. Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden mit 2,7 % (Vj. 2,7 %) p. a. berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen mit Ausnahme der Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtung nicht. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.395 (Vj. TEUR 6.891). Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 (Vj. TEUR 25) und ist in dieser Höhe im Handelsregister eingetragen. Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 4.359 (Vj. TEUR 4.359). Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB durch die Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre anstelle des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich auf TEUR 4 (Vj. TEUR 4). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen zum 31. Dezember 2023 betragen TEUR 2.821 (Vj. TEUR 2.196) und wurden im Wesentlichen für Personal-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen, Erfolgsbeteiligungen, Instandhaltungen sowie ausstehende Rechnungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Fälligkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte - nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.747 (Vj. TEUR 12.106) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.577 (Vj. TEUR 2.529), Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling in Höhe von TEUR 840 (Vj. TEUR 7.634) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 3.330 (Vj. TEUR 1.943). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.100 (Vj. TEUR 14.517):
Die Einkaufskontrakte dienen der Preissicherung und der Gewährleistung der Verfügbarkeit von Rohstoffen, insbesondere Aluminium. Risiken bestehen hinsichtlich der Abnahmeverpflichtung sowie einer nicht vorhersehbaren Preissenkung für Rohstoffe. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2026. Sie stellen eine Finanzierungsalternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung sowie die Übernahme wesentlicher wirtschaftlicher Risiken vermieden werden. Weiterhin besteht Planungs- und Kalkulationssicherheit im Hinblick auf die für die Laufzeit fest vereinbarten Miet- und Leasingkonditionen. Die Anmietung des Außenlagers erfolgt zum Zwecke der Ausweitung der Lagerkapazitäten. Risiken können sich insbesondere aus der Vertragslaufzeit ergeben, sollten Objekte nicht mehr vollständig nutzbar sein. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus der Diskontierung der Rückstellungen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 3) enthalten. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr durchschnittlich bei 105 Mitarbeitern. Diese gliedern sich wie folgt:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Hydro Building Systems Extrusion GmbH setzt sich wie folgt zusammen: - Herr Ralf Seufert, technischer Betriebswirt, ZeilVice President Commercial North Europe, Norsk Hydro a.s., Oslo/Norwegen - Herr Gøte Nordh, Dipl. Ing., Asker/Norwegen Vice President Operations/Supply Chain, Norsk Hydro a.s., Oslo/Norwegen Herr Ralf Seufert und Herr Gøte Nordh sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 167 (Vj. TEUR 177). Honorar für Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 41. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen. Konzernabschluss Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen. Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Hydro Building Systems Extrusion GmbH einbezogen ist, ist die Norsk Hydro ASA, Oslo/Norwegen. Der nach IFRS-Vorschriften aufgestellte Konzernabschluss der Norsk Hydro ASA wird beim Zentralregister Brønnøysund ("Brønnøysundregistrene")/Norwegen, eingereicht. Die Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Achim-Uphusen, nimmt bezüglich der Aufstellung eines Konzernabschlusses für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen die Befreiungsvorschrift gemäß § 291 HGB in Anspruch.
Bellenberg, 13. September 2024 Hydro Building Systems Extrusion GmbH Geschäftsführung Ralf Seufert Gøte Nordh Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hydro Building Systems Extrusion GmbH, Bellenberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hydro Building Systems Extrusion GmbH, Bellenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hydro Building Systems Extrusion GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ulm, den 13. September 2024 KPMG
AG
Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer Beck, Wirtschaftsprüfer |
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