eFonds Financial Services AGLiquidiert

81377 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 175092
Vorher
MPC Münchmeyer Petersen Financial Services AG
Eingetragen
12.8.2005
Branche
Effekten- und WarenterminhandelAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Fondsmanagement
Gegenstand
Gewerbsmäßige Erbringung der nachfolgend aufgeführten Finanzdienstleistungen: Vermittlung von Geschäften über Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung); Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung).

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Singer
seit 13.10.2010
Vorstandsmitglied
Sascha Fricke
seit 13.10.2010
Prokura
Rainer Göhring
seit 6.7.2010
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

eFonds Financial Services AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008

Bilanz zum 31. Dezember 2008

A K T I V A

    31.12.2008 31.12.2007
    EUR EUR
1.FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE      
a)täglich fällig 1.253.010,40   57.226,06
b)andere Forderungen 2.072,76   0,00
    1.255.083,16  
2.IMMATERIELLE ANLAGEWERTE   705.854,44 101.535,40
3.SACHANLAGEN   10.461,00 12.994,00
4.SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE   949.071,50 2.199.062,65
5.RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   12.093,00 120.009,71
    2.932.563,10 2.490.827,82

P A S S I V A

    31.12.2008 31.12.2007
    EUR EUR
1.SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN   536.956,20 1.853.662,43
2.RÜCKSTELLUNGEN      
Steuerrückstellungen 715.000,00   0,00
andere Rückstellungen 224.780,00   581.338,49
    939.780,00  
3.EIGENKAPITAL      
a)gezeichnetes Kapital 1.500.000,00   100.000,00
b)Kapitalrücklage 10.000,00   10.000,00
c)Bilanzverlust/-gewinn -54.173,10   -54.173,10
    1.455.826,90 55.826,90
    2.932.563,10 2.490.827,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008

      2008
EUR
2007
EUR
1.Zinserträge aus        
Kredit- und Geldmarktgeschäften     9.368,25 1.306,89
2.Zinsaufwendungen     -23.800,11 -35.226,01
3.Provisionserträge     33.106,05 0,00
4.Provisionsaufwendungen     -29.343,33 0,00
5.Sonstige betriebliche Erträge     542.149,74 2.867.508,53
6.Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a)Personalaufwand        
aa)Löhne und Gehälter -183.177,74     -773.665,98
ab)Soziale Abgaben -24.069,81     -44.762,17
    -207.247,55   -818.428,15
b)Andere Verwaltungsaufwendungen   -1.580.308,29   -1.613.814,32
      -1.787.555,84 -2.432.242,47
7.Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     -34.089,54 -12.830,04
8.Sonstige betriebliche Aufwendungen     0,00 -895.831,11
9.Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     -1.290.164,78 -507.314,21
10.Außerordentliche Erträge     0,00 2.275.000,00
11.Außerordentliche Aufwendungen     -100.000,00 0,00
12.Außerordentliches Ergebnis     -100.000,00 2.275.000,00
13.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     313,18 -715.359,18
14.Erträge aus Verlustübernahme     1.389.851,60 0,00
15.Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne     0,00 -1.106.500,00
16.Jahresüberschuss/-fehlbetrag     0,00 -54.173,39
17.Verlust- / Gewinnvortrag     -54.173,10 0,29
18.Bilanzverlust     -54.173,10 -54.173,10

Anhang

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gemäß §§ 264 ff., 284 ff. HGB sowie des Aktiengesetzes und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Im Anhang wurden alle erforderlichen Erläuterungen zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung gemacht.

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN, AUSWEISÄNDERUNGEN

2.1. Bilanzierungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV).

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte in Anlehnung an die Formblätter der RechKredV (Staffelform).

2.2. Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte unter dem Aspekt der Fortführung des Betriebes ( Going-Concern-Prinzip).

Die immateriellen Anlagenwerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden erstmals abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Abweichend hiervon wurden in Vorjahren geringwertige Anlagegüter bis zu einer Höhe von EUR 410,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die Rückstellungen sind mit dem Betrag ausgewiesen, der unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung anzusetzen ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; bei Kursänderungen erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederwertprinzips.

Das Eigenkapital ist zum Nominalwert angesetzt.

2.3. Ausweisänderungen in der Vorjahresspalte

In der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2007 wurden außerordentliche Aufwendungen in Höhe von EUR 1.106.500,00 ausgewiesen. Dabei handelte es sich um Zahlungen an die damalige Gesellschafterin im Zusammenhang mit dem gekündigten Ergebnisabführungsvertrag. Tatsächlich hatte dieser Vertrag zum Zeitpunkt der Zahlung zivilrechtlich weiterhin Bestand, so dass der Aufwand tatsächlich unter dem Posten "aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne" auszuweisen wäre. In der Gewinn- und Verlustrechnung der laufenden Periode wurde die Vorjahresspalte entsprechend angepasst.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel ist nachfolgend aufgeführt. Die erforderlichen Aufstellungen zur Entwicklung der Anschaffungskosten und der Abschreibungen sind dort zu entnehmen.

ANLAGENSPIEGEL

  Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand am 01.01.2008 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2008
  EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagegegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 105.239,78 14.320,66 119.560,44 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 705.854,44 0,00 705.854,44
  105.239,78 720.175,10 119.560,44 705.854,44
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.633,51 14.165,65 25.633,51 14.165,65
  25.633,51 14.165,65 25.633,51 14.165,65
  130.873,29 734.340,75 145.193,95 720.020,09
  Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
  Stand am 01.01.2008 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2008
  EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Anlagegegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.704,38 25.114,89 28.819,27 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.704,38 25.114,89 28.819,27 0,00
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.639,51 8.974,65 17.909,51 3.704,65
  12.639,51 8.974,65 17.909,51 3.704,65
  16.343,89 34.089,54 46.728,78 3.704,65
  Buchwerte
  Stand am 31.1.2008 Stand am 31.12.2007
  EUR EUR
I. Immaterielle Anlagegegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 101.535,40
2. Geleistete Anzahlungen 705.854,44 0,00
  705.854,44 101.535,40
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.461,00 12.994,00
  10.461,00 12.994,00
  716.315,44 114.529,40

3.2. Forderungen an Kreditinstitute und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen an Kreditinstitute und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber der Altgesellschafterin in Höhe von EUR 948.471,50 sowie übrige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 600,00 enthalten. Diese sind sämtlich unverbrieft.

Die anderen Forderungen an Kreditinstitute haben eine Restlaufzeit von 3 Monaten.

3.3. Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 1.500.000,00 (Vorjahr EUR 100.000,00) und ist eingeteilt in 1.500.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 pro Aktie. Das Grundkapital wurde im Geschäftsjahr 2008 um EUR 1.400.000,00 erhöht.

Die Kapitalrücklage enthält als gesetzliche Rücklage einen Betrag in Höhe von EUR 10.000,00 gemäß § 150 AktG.

3.4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 97.771,81 enthalten, die aus Lieferungen und Leistungen resultieren. Des Weiteren beinhalten die Sonstigen Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 77.107,12 sowie gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 110.170,20. Diese sind unverbrieft.

3.5. Vermögensgegenstände in Fremdwährung

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten Fremdwährungsbeträge in Höhe von EUR 46,38.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge werden sämtlich in Deutschland erzielt und setzen sich wie folgt zusammen:

  EUR
Periodenfremde Erträge 478.608,89
Erträge Auflösung Rückstellungen 60.733,34
Übrige 2.807,51
  542.149,74

Die wesentlichen sonstige betrieblichen Erträge betreffen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 60.733,34 und in Höhe von EUR 478.608,89 um Kostenerstattungen aus Vorjahren.

4.2. Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen enthalten Aufwand für die Restrukturierung der Gesellschaft in Höhe von EUR 100.000,00.

5. Sonstige Angaben

5.1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich vier (Vorjahr 4) Arbeitnehmer beschäftigt.

5.2. Gesellschaftsorgane

Mitglied des Vorstands im Berichtsjahr ist:

Herr Ulrich Oldehaver, Kaufmann( bis zum 31. Januar 2008)

Herr Ulf Holländer (seit dem 1. Februar 2008 bis zum 31. Juli 2008)

Herr Michael-Fritz Legnaro (seit dem 31. Juli 2008)

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr:

Herr Alexander Betz, Kaufmann (Vorsitzender) (seit dem 28. Juli 2008)

Herr Marcel Becker, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Holger Glandien, Kaufmann (Vorsitzender) (bis zum 31. Juli 2008)

Herr Tobias Boehncke, Kaufmann (bis zum 31. Juli 2008)

Frau Stephanie Klomp, Kauffrau (seit dem 28. Juli 2008)

5.3. Haftungsverhältnisse

Seit dem 1. Januar 2008 besteht eine körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft mit der eFonds Holding AG. Die eFonds Financial Services AG haftet für die Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 108.575,08 des Organkreises.

 

München, den 20. März 2009

eFonds Financial Services AG

gez. Michael-Fritz Legnaro, Vorstand

Lagebericht

1. Allgemeine Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur des Unternehmens: Einbindung in die eFonds Group

Im Jahr 2008 wurde die eFonds Group neu strukturiert. Die eFonds Financial Services AG (im Folgenden eFonds Finance) wurde mit Wirkung zum 1. November 2007 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der eFonds Holding AG, die wiederum mit Wirkung zum 1. Januar 2008 geschäftsführende Holding der eFonds Group wurde.

Durch eine Kapitalerhöhung, die am 1. Dezember 2008 beim Amtsgericht eingetragen wurde, verfügt die eFonds Financial Services AG zum Ende des Jahres 2008 über ein Grundkapital von EUR 1,5 Mio. Vorstand der Gesellschaft ist Michael Legnaro. Den Aufsichtsrat bilden Alexander Betz (Vorsitzender), Stephanie Klomp und Marcel Becker.

Weitere Tochtergesellschaften der eFonds Holding AG sind die abs Fondsplattform GmbH (im Folgenden abs) und die eFonds24 GmbH (im Folgenden eFonds24). Die eFonds Kompass GmbH wurde rückwirkend zum 1. Januar 2008 auf die eFonds24 verschmolzen. Der Geschäftsbetrieb wurde veräußert und danach auf die eFonds24 übertragen. Die Meridian 10 Management GmbH ist seit 1. Januar 2008 nicht mehr Teil der eFonds Group.

Die eFonds Group baut auf drei operativen Geschäftsfeldern auf: Die eFonds Financial Services AG bietet unter dem Markennamen eFonds Finance eine Haftungsdachlösung an, welche unabhängigen Finanzdienstleistern das gesamte Leistungsspektrum für die private Kapitalanlage bietet, welches bisher nur Beratern von Großbanken vorbehalten war. Die angebundenen Anlageberater erfüllen durch den Anschluss an die Haftungsdachlösung alle aufsichtsrechtlichen Regelungen und erhalten dabei weitestgehend ihre Autonomie.

Die eFonds24 ist Anbieter für den Vertrieb und die Administration geschlossener Fonds. Die abs entwickelt und betreibt neben den etablierten Plattformen für geschlossene Fonds die technischen Lösungen für das gesamte erweiterte Leistungsspektrum der eFonds Group inklusive Wertpapierhandel. Diese auf die gesamte Kapitalanlage ausgeweiteten Lösungen werden unter der Marke abs Solutions angeboten.

Gesellschaftsrechtliche Neuordnung

Im Rahmen der gesellschaftsrechtlichen Neuordnung wurden zwischen der eFonds Holding AG und ihren Tochtergesellschaften Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge geschlossen. Die eFonds Holding AG übernimmt zahlreiche Stabs- und Geschäftsführungsaufgaben wie Personal, Rechnungswesen, Marketing, Presse-/ Öffentlichkeitsarbeit, Recht und Organisation. Darüber hinaus ergibt sich durch die Nutzung der Leistungen der abs eine enge organisatorische und operative Zusammenarbeit, insbesondere in den Bereichen IT, Produktmanagement und Transaktion.

Dabei profitiert die eFonds Finance von den zertifizierten Standards der abs im Bereich der Daten- und Informationssicherheit nach ISO 27001, sowie dem Qualitätsmanagement nach ISO 9001.

Die eFonds Finance nutzt die Handelsplattform der abs als technische Basis ihres Vertriebsgeschäfts und konzentriert sich ausschließlich auf die Akquisition neuer Vertriebspartner, so genannter vertraglich gebundener Vermittler und den Vertrieb von Wertpapieren. Sie agiert als Dienstleister für Finanzdienstleister und ist mit einem eigenen Vertriebsteam für die Beratung und Betreuung der gebundenen Agenten zuständig. Sie nutzt dazu die Kontakte der eFonds24 zu deren Vertriebspartnern.

Um dem ganzheitlichen Leistungsspektrum gerecht zu werden, wurde der Markenname im November 2008 von eFonds Tectavis auf eFonds Finance geändert. Während des gesamten Jahres 2008 hat die Gesellschaft sowohl ihr Leistungsspektrum erweitert und gleichzeitig alle operativen, aufsichtsrechtlichen und technischen Voraussetzungen für den laufenden Betrieb errichtet.

Umzug in neue Geschäftsräume in München

Zum 1. Mai 2008 hat die eFonds Group neue Büroräume in München bezogen. Durch die Zusammenlegung der Unternehmensgruppe an einen Ort sind wesentliche Effizienzeffekte erzielt worden. Insbesondere konnte die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe ausgeweitet werden.

1.2 Wichtigste Dienstleistungen, Geschäftsprozesse und Technik: Das Geschäftsmodell der eFonds Financial Services AG

Das Geschäftsmodell der eFonds Finance sieht vor, als Institut mit KWG-Lizenz ein Haftungsdach als Dienstleistung für Anlageberater anzubieten und diese im Sinne des § 2 Abs. 10 KWG anzubinden. Dem Anlageberater wird dadurch ermöglicht professionell und gesetzeskonform Anlageberatung zu allen Anlageklassen zu erbringen. Auf Basis einer internetbasierten Informations-, Administrations- und Transaktionssoftware wird dem Berater der Großteil der administrativen und aufsichtsrechtlichen Arbeit abgenommen.

Die von der Software vorgegebenen Prozesse stellen sicher, dass die Vorschriften zur Anlageberatung und zum Handel mit Finanzinstrumenten durch den Anlageberater zwangsläufig eingehalten werden. Die internetbasierte Handelsplattform ermöglicht dem Berater den Vertrieb von Wertpapieren, ohne dass er in der Auswahl der Produkte beeinflusst wird. Die Gesellschaft verfolgt kein eigenes produktbezogenes Vertriebs-interesse. Dadurch wird sichergestellt, dass der Berater frei und bedarfsgerecht über die Anlageklasse und das Produkt entscheiden kann.

Die Betreuung der Anleger erfolgt ausschließlich durch die angebundenen Vermittler, welche wiederum von der eFonds Finance betreut werden. Die Vermittler treten dem Anleger gegenüber als Stellvertreter der eFonds Finance auf und handeln im Namen und

auf Rechnung dieser. Somit sind sie Erfüllungsgehilfen nach § 278 BGB, ohne jedoch die Voraussetzungen für ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis mit der eFonds Finance zu erfüllen.

Da die Gesellschaft selber nicht die Erlaubnis besitzt, Kundendepots zu führen und zu verwalten, ist sie auf Partnerbanken angewiesen. Über die Partnerbanken erfolgt ebenfalls die Ausführung der Kundenorders. Um ein breites Spektrum von Finanzinstrumenten anbieten zu können und eine große operative Stabilität sicherzustellen, ist die eFonds Finance die Partnerschaft mit zwei Banken, der Augsburger Aktienbank AG und Cortal Consors S.A. (Zweigniederlassung Deutschland) eingegangen.

Strategische Ausrichtung

Die eFonds Financial Services AG ist das neueste operative Geschäftsfeld der eFonds Group. Mit der Erweiterung der Geschäftstätigkeit auf die Anlageberatung und den Vertrieb von Wertpapieren hat die eFonds Group ihr Dienstleistungsangebot - ausgehend vom Spezialvertrieb für geschlossene Fonds - logisch erweitert.

Der Markt für den Vertrieb von Finanzinstrumenten und die entsprechende Beratung sehen sich seit dem 1. November 2007 einschneidenden rechtlichen Veränderungen im Wertpapierhandelsgesetz und Kreditwesengesetz ausgesetzt. Basis der Änderungen ist die EU-Finanzmarktrichtlinie (MiFID). Seit Umsetzung der MiFID ins deutsche Recht gilt Anlageberatung als Finanzdienstleistung und unterliegt somit der Zulassungspflicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach § 32 KWG.

Anlageberatung wird in Deutschland von einer Vielzahl von Anbietern erbracht. Neben Banken und Vertriebsorganisationen werden Anleger von der Gruppe der Freiberufler und Gewerbetreibenden, insbesondere der Anlageberater im Sinne des § 34c GewO in Angelegenheiten der Finanzanlage beraten. Die Einhaltung der durch die MiFID neu definierten organisatorischen Anforderungen und die Zulassungspflicht der Anlageberatung stellen die meisten kleinen Vertriebsorganisationen und Einmannbetriebe vor erhebliche Probleme. Die Ansprüche des Gesetzgebers an die Zulassung durch die BaFin dürften nur von den großen Vertriebsorganisationen zu erfüllen sein, die über die entsprechenden Ressourcen verfügen. Banken erfüllten die meisten Voraussetzungen schon in der Vergangenheit. Für Einmannbetriebe sowie kleinere bis mittlere Vertriebsorganisationen könnte die Gesetzesänderung hingegen zur Einstellung ihres bisherigen Geschäftsbetriebes führen.

Eine Ausnahme im KWG erlaubt es Anlageberatern, als so genannte "vertraglich gebundene Vermittler" ihr Beratungsgeschäft für aufsichtspflichtige Finanzinstrumente wie z.B. Aktien und Zertifikate fortzuführen. Voraussetzung hierfür ist der Anschluss an ein Finanzdienstleistungsinstitut, das im Besitz einer entsprechenden KWG-Lizenz ist. Institute, die Vermittler gemäß dieser Ausnahmeregelung an sich binden und fortan für ihre Rechnung sowie unter ihrer Haftung Anlageberatung erbringen lassen, werden als Haftungsdach bezeichnet.

Die eFonds Finance betreibt ein Haftungsdach als Dienstleistungsangebot für Anlageberater. In diesem Zusammenhang bietet die Gesellschaft eine internetbasierte Handelsplattform an, über welche die angeschlossenen Berater eine umfassende Auswahl an aufsichtspflichtigen Finanzinstrumenten handeln können. Weiter wird den Beratern der Großteil ihrer administrativen Arbeit abgenommen und durch entsprechend gestaltete Prozesse sichergestellt, dass von den gebundenen Vermittlern alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt werden. Dies betrifft insbesondere den rechtlich einwandfreien Ablauf des Beratungsprozesses.

1.3 Markt und Wettbewerbssituation

Der Markt für den Vertrieb aufsichtspflichtiger Finanzinstrumente ist bislang Banken und großen Vertriebsorganisationen mit entsprechender Lizenz vorbehalten. Die eFonds Finance platziert sich mit ihrem Dienstleistungsangebot für unabhängige Anlageberater zwischen diesen Vertriebsformen. Primäre Zielgruppe der eFonds Finance sind mittelgroße Vertriebsorganisationen. Technisch-organisatorisch können aber auch Einmannbetriebe und große Vertriebsorganisationen mit mehreren hundert Vertriebspersonen angebunden werden.

Im Gegensatz zur eFonds Finance vertreiben die Anlageberater der Banken und Vertriebsorganisationen eine vordefinierte Produktpalette an die Endkunden. Produkte anderer Anbieter bleiben unberücksichtigt. Die Objektivität der Beratung ist dabei eingeschränkt, da die zum Vertrieb stehenden Finanzprodukte vorgegeben sind bzw. die Produktauswahl stark begrenzt ist. Das Geschäftsmodell der eFonds Finance grenzt sich von den Vertriebskonzepten der Banken und konventionellen Vertriebsgesellschaften ab, da eFonds Finance kein eigenes Vertriebsinteresse verfolgt und keine Produkte zum Vertrieb vorgibt.

Die Abgrenzung zu anderen Anbietern von Haftungsdachlösungen erfolgt über das umfangreiche Leistungsspektrum der eFonds Finance. Hier setzt sich eFonds Finance deutlich von anderen Anbietern ab. Neben der Produktvielfalt stehen die Regelungen zur Binnenhaftung sowie die Effizienz und Rechtssicherheit der Prozesse, insbesondere der Sicherstellung eines WpHG-konformen Beratungsprozesses im Vordergrund.

Die eFonds Finance profitiert bei der Umsetzung ihrer Ziele von dem technischen Wissen der abs sowie dem großen Kundenstamm und Bekanntheitsgrad der eFonds24.

1.4 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Rahmenbedingungen

Das alles überlagernde Thema des Jahres 2008 war die Finanzmarktkrise und die zum Teil dramatischen Auswirkungen auf die Marktteilnehmer und die Kapitalmärkte. Nachdem

schon zum Jahreswechsel erste Tendenzen den Geschäftsaussichten von Unternehmen auch in Deutschland spürbar waren (Sachsen LB/WestLB), hat diese weltweite Entwicklung mit dem beinahe Zusammenbruch der Hypo Real Estate in Deutschland endgültig ihre Dramatik gezeigt. Durch die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers kam der Interbankenmarkt zum Erliegen und die Bundesregierung sah sich gezwungen, den Banken mit einem EUR 500 Mrd. Hilfspaket zur Seite zu stehen. Zusätzlich haben die Notenbanken durch massive Zinssenkungen versucht, den Interbankenmarkt wieder zu beleben, was bis heute noch nicht vollständig gelungen ist.

Diese Entwicklung der Kapitalmärkte hat zu einer deutlich negativen Tendenz in der Realwirtschaft geführt. Die Wachstumsraten sind im 4. Quartal 2008 deutlich zurückgegangen, die Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit ist zum Jahreswechsel massiv angestiegen. Die Erwartungen der Prognoseinstitute und der Bundesregierung für das Jahr 2009 zeigen eine Rezession mit Raten von - 2,0 % bis - 2, 5 % an.

Einhergehend mit diesen negativen Entwicklungen haben auch die Kapitalmärkte entsprechend reagiert. Der DAX hat im Einklang mit den weltweiten Indices eine Kurskorrektur von über 40 % minus zu verzeichnen. Die Rohstoffpreise sind deutlich unter Druck gekommen. Nur ausgewählte Rentenmärkte (Staatsanleihen) konnten von den Zinssenkungen profitieren.

In Folge der Entwicklung auf den Kapitalmärkten ist das Geldvermögen der deutschen Privathaushalte auf EUR 4,45 Billionen gefallen, was nur einer Korrektur von ca. EUR 110 Mrd. bzw. minus 2,5% entspricht. Da die Bundesbürger in Aktien und ähnlichen Assets grundsätzlich unterinvestiert sind, hatten die zum Teil dramatischen Rückgänge im vorgenannten Bereichen nur begrenzte Auswirkung auf die Vermögensbildung/Entwicklung in Deutschland.

Geschäftsverlauf

Insgesamt ist festzustellen, dass die eFonds Finance die Erwartungen, die an sie gestellt worden sind, erfüllen konnte. Im ersten Halbjahr konnte die Migration der ursprünglichen MPC-Plattform auf die technische Umgebung und Prozessabläufe der eFonds Group erfolgreich abgeschlossen werden. Die Weiterentwicklung der Online-Plattform, dem Herzstück des Angebotes an die freien Finanzdienstleister, wurde konsequent abgearbeitet und konnte schon zum 18. November 2008 mit dem neuen Release in Beta-Version in den Markt gehen. Damit wurden die ursprünglichen Planungsdaten übererfüllt. Mit der neuen Internet-Plattform hat die Gesellschaft ihren Alleinstellungsanspruch nochmals unterstreichen können. Die Plattform bietet online-basiert einen kompletten MiFID-konformen Prozess von der Anbindung des Partners über die strukturierte Beratungsunterstützung bis hin zum Online-Ordering an. Gleichzeitig erfolgt eine automatisierte Risikoprüfung und Dokumentation.

2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.1. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2008 wurden die administrativen, rechtlichen und technischen Anstrengungen intensiviert, welche für den zukünftigen Erfolg der eFonds Finance entscheidend sind. Planmäßig konnte die Gesellschaft im November 2008 einen wesentlichen Teil ihres Geschäftsbetriebes aufnehmen. Das über die Plattform abgewickelte Ordervolumen betrug insgesamt über EUR 1,5 Mio., wobei der wesentliche Teil in den Monaten November und Dezember 2008 abgewickelt wurde. Mit 72 % machten die Investmentfonds den wesentlichen Teil des Ordervolumens aus. Das Depotvolumen (inkl. Liquidität) summierte sich zum Jahresende auf fast EUR 8 Mio., wovon ein Anteil von 73 % auf die Partnerbank Cortal Consors und ein Anteil von 27 % auf die Augsburger Aktienbank entfiel. Zum Jahresende 2008 betrug die Anzahl der vertraglich gebundenen Vermittler 28, der Kundenbestand betrug ca. 100.

Die Zinserträge von rd. TEUR 9 resultieren aus der Anlage von liquiden Mittel. Die Zinsaufwendungen von rd. TEUR 24 sind überwiegend aus der Aufnahme kurzfristiger Finanzkredite bei verbundenen Unternehmen entstanden.

Die Gesellschaft hat zum Stichtag im Geschäftsjahr 2008 Provisionserträge aus Vermittlungstätigkeit in Höhe von rd. TEUR 33 erzielen können. Diesen stehen Provisionsaufwendungen in Höhe von rd. TEUR 29 gegenüber. Damit hat die eFonds Finance das Geschäftsjahr 2008 planmäßig abgeschlossen. Des Weiteren sind sonstige betriebliche Erträge von rd. TEUR 542 entstanden, die mit rd. TEUR 478 in erster Linie aus Erstattungen von der MPC-Gruppe resultieren.

Um den Ausbildungs- und Wissensstand der Mitarbeiter auf einem konstant hohen und aktuellen Niveau zu halten, werden interne und externe Schulungen durchgeführt. Entsprechendes Fachwissen für interne Schulungen findet sich in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens. Neue Mitarbeiter durchlaufen zur Einführung anhand eines organisierten Plans alle Geschäftsbereiche, um einen Überblick über das Unternehmen zu erhalten. Der Personalaufwand besteht aus fixen und variablen, umsatzabhängigen Bestandteilen. Darüber hinaus existieren Prämienzahlungen, die vom Erreichen individueller (Projekt-) Ziele abhängen. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2008 insgesamt rd. TEUR 207.

Der andere Verwaltungsaufwand in Höhe von insgesamt rd. EUR 1,6 Mio. stand im Berichtszeitraum zu einem wesentlichen Teil im Zusammenhang mit der Ingangsetzung des Geschäftsbetriebes. Die Investitionsaufwendungen bewegten sich im Rahmen der Planung. Hervorzuheben sind dabei vor allem die Rechts- und Beratungskosten (rd. TEUR 360), Marketingaufwendungen (rd. TEUR 174) sowie Reisekosten (rd. TEUR 45). Daneben waren hauptsächlich Versicherungskosten (rd. TEUR 178) sowie Dienstleistungs- und Managementkosten verbundener Unternehmen (rd. TEUR 234) zu berücksichtigen.

Das ordentliche Betriebsergebnis betrug aufgrund der Ingangsetzung des Geschäftsbetriebes minus rd. EUR 1,4 Mio.

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 100 betreffen die zu erwartenden Kosten der zum Jahresende 2008 eingeleiteten Reststrukturierungsmaßnahmen.

Der den Erwartungen des Vorstandes entsprechende Verlust in Höhe von rd. TEUR 1.390 wurde auf Basis des mit der eFonds Holding AG geschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags von der Muttergesellschaft ausgeglichen.

2.2. Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag verfügt die eFonds Finance über einen Bestand an liquiden Mitteln von EUR 1,3 Mio. Diese Forderungen an Kreditinstitute, welche rd. 43 % des Vermögens der Gesellschaft ausmachen, sind überwiegend täglich fällig.

Weitere rd. 24 % der Bilanzsumme betreffen das Anlagevermögen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um immaterielle Anlagewerte in Form von geleisteten Anzahlungen für die Implementierung der Internetplattform, die zum Stichtag noch nicht endgültig mit allen Modulen fertig gestellt war. Bei den Sachanlagen handelt es sich überwiegend um Büroausstattung.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen mit TEUR 949 hauptsächlich aus Ansprüchen der Gesellschaft aus Verrechnungen mit der MPC Capital AG, der früheren Aktionärin der eFonds Finance.

Die Finanzierungsseite der Bilanz wird überwiegend durch das Eigenkapital bestimmt. Nach der Erhöhung des Grundkapitals im Geschäftsjahr 2008 von TEUR 100 auf TEUR 1.500 verfügt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 1.456. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2008 rd. 50 %.

Weitere rd. 32 % (rd. TEUR 940) der Bilanzsumme betreffen die Rückstellungen. Diese resultieren mit rd. TEUR 715 aus Steuerrückstellung für entsprechende Verpflichtungen aus 2007. Die anderen Rückstellungen (rd. TEUR 225) wurden mit rd. TEUR 117 hauptsächlich für Rechts- und Beratungskosten und mit TEUR 100 für Restrukturierungsmaßnahmen gebildet.

Per Saldo ist die Bilanzsumme um rd. TEUR 442 (rd. 17,7 %) auf rd. EUR 2,9 Mio. gestiegen. Die Eigenkapital- sowie die Liquiditätssituation ist zum Stichtag als solide zu bezeichnen.

2.3. Finanzlage

Trotz des entstandenen Verlustes hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008 einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 433 erzielt. Neben

der Verlustübernahme durch die Muttergesellschaft, war dies vor allem durch die Einzahlungen auf Forderungen gegen die MPC-Gruppe sowie den kurzfristigen Aufbau von Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten möglich.

Die Investitionen in die Internetplattform haben dazu geführt, dass der Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit rd. TEUR 635 negativ ausgefallen ist.

Mittelzuflüsse in Höhe von TEUR 1.400 waren darüber hinaus aus der im Geschäftsjahr 2008 durchgeführten Erhöhung des Grundkapitals auf TEUR 1.500 zu verzeichnen.

Insgesamt hat sich somit der Bestand an liquiden Mitteln im Berichtszeitraum um rd. TEUR 1.198 erhöht. Zum Stichtag beträgt der Finanzmittelbestand rd. Mio. EUR 1,3. Grundsätzlich sollte diese Summe ausreichen, die geplanten Investitionen und den weiteren Aufbau des Geschäftsbetriebs im Geschäftsjahr 2009 abzudecken.

3. Nachtragsbericht

Aufgrund der Finanzmarktkrise wird eine sehr schwache Umsatzentwicklung im Jahr 2009 erwartet. Die Geschäftsführung rechnet mit einer Erholung des Marktes 2010 und einem darauf folgenden Marktwachstum 2011. Mit ihrer hervorragenden Marktpositionierung hat die eFonds Group die Chance von dem Marktwachstum überproportional zu profitieren und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Zur Sicherstellung der Liquidität für das Geschäftsjahr 2009 hat der Aufsichtsrat und der Gesellschafterkreis der eFonds Holding AG eine Kapitalerhöhung über EUR 1,5 Mio. vereinbart.

Durch Restrukturierungen und erheblichen Kosteneinsparungen wurde eine günstige Leistungs-Kosten-Struktur geschaffen, die bereits in einem durchschnittlichen Marktumfeld die Profitabilität der Gesellschaft sicherstellt.

Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nicht eingetreten.

4. Risikobericht

Risiken sind Bestandteil der Geschäftstätigkeit eines jeden Unternehmens. Das Erwirtschaften risikoloser Gewinne über einen längeren Zeitraum hinweg ist praktisch unmöglich. Die eFonds Finance ist durch ihr Geschäftsmodell und der Betätigung am Markt vielfältigen Risiken ausgesetzt.

Die Risikopolitik eFonds besteht darin, vorhandene Chancen optimal auszuschöpfen und die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur dann einzugehen, wenn die Chance zur Schaffung eines entsprechenden Mehrwerts besteht. Daher ist das Risikomanagement untrennbarer Bestandteil der Geschäftsprozesse und des wertorientierten Managements der eFonds. Ziel des Risikomanagements ist die Sicherung des Erreichens der Unternehmensziele.

Zu den Kernaufgaben des Risikomanagements gehören die Identifizierung und Bewertung vorhandener Risikopositionen, das Treffen geeigneter Maßnahmen zur Risikosteuerung sowie die Berichterstattung an die verschiedenen Adressdaten. Der Fachbereich Risikomanagement stellt sicher, dass Methoden und Instrumente des Risikomanagementprozesses dem Umfang und Risikogehalt der Geschäftstätigkeit entsprechen und alle aufsichtsrechtlichen Vorgaben erfüllt werden.

Darüber hinaus beinhaltet die Risikosteuerung insbesondere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen mit klarer Abgrenzung der Verantwortungsbereiche und Prozesse. Die aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen werden durch Arbeitsanweisungen, Stellenbeschreibungen, Handbücher und Richtlinien konkretisiert.

Wesentliche Geschäftsrisiken

Gesetzgebung

Die Ausnahmeregelung für die Anlageberatung und -vermittlung für Investmentfonds (§2a Absatz 1 Punkt 7 WpHG) sowie die Regulierungsfreiheit für geschlossene Fonds verhindern derzeit, dass sich freie Vermittler in größerem Umfang gezwungen sehen sich einem Haftungsdach anzuschließen. Die Mehrheit der Vermittler verharrt in der Ausübung ihrer Tätigkeit nach §34c GewO und verkennt die akute Bedrohung der beruflichen Existenz durch eine eventuelle Regulierung. Ohne eine weitere gesetzliche Regulierung der Anlageberatung ist nicht davon auszugehen, dass sich eine kritische Anzahl von freien Anlageberatern dem Haftungsdach von der eFonds Finance anschließt. Die Ertragslage der eFonds Finance hängt wesentlich mit der Anzahl der angebundenen Vermittler und dem durch diese generierten Transaktionsumsatz zusammen.

Die Gesellschaft entgegnet diesem Risiko durch die Ausweitung der Marketing-, Akquise- und Vertriebsanstrengungen. Durch die Sicherstellung operativer Flexibilität, wird die schnelle Reaktionsfähigkeit auf etwaige Veränderungen sichergestellt. Dies betrifft insbesondere die Möglichkeit auf positive oder negative Umsatzentwicklungen zu reagieren. Veränderungen in der Gesetzgebung und der Rechtsprechung in den relevanten Bereichen werden zudem kontinuierlich durch die Gesellschaft beobachtet.

Die Abhängigkeit des Erfolgs des Geschäftsmodells von einer verschärften Regulierung der Anlageberatung macht die Gesellschaft jedoch sehr anfällig. Der Vorstand geht fest von einer bevorstehenden Regulierung und dem damit verbundenen Wachstumspotential für eFonds und das Geschäftsmodell Haftungsdach aus.

Finanzmarktkrise

Die seit Mitte 2008 anhaltende Finanzmarktkrise führte bei den Anlegern zu einem Vertrauensverlust und einer allgemeinen Anlegerzurückhaltung. Diese wird durch die drastische konjunkturelle Abkühlung verstärkt. Es ist zu befürchten, das die Aufbauphase in diesem toxischen Marktumfeld länger dauern wird, als zunächst geplant.

Der allgemeine Umsatzverlauf Ende 2008 lässt vermuten, dass die Umsatzschwäche auch im Geschäftsjahr 2009 anhalten wird, über deren Höhe und Intensität derzeit keine Aussagen gemacht werden kann. Ein anhaltend niedriger Umsatz in dem Geschäftsjahr 2009 würde die Ertragslage der Gesellschaft deutlich belasten.

Dieser Tendenz wird mit erhöhten Vertriebsanstrengungen und einer weiteren Verbesserung der Servicequalität entgegnet.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass mit dem erwarteten Überwinden der Finanzmarktkrise Ende 2009 das Vertrauen der Anleger zurückkehrt. Die Ertragsplanung der Gesellschaft geht deshalb von einer Wiederbelebung des Anlagegeschäftes am Ende des Geschäftsjahres 2009 aus. Unsicher bleibt hingegen, welchen Einfluss eine bis dahin anhaltende Rezession auf das Anlageverhalten haben wird.

Liquiditätsrisiko

Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über einen Finanzmittelbestand in Höhe von rd. EUR 1,3 Mio.. Trotz des bestehenden Kontokorrentrahmens für den Gesamtkonzern existieren zum 31.12.2008 weder Bankverbindlichkeiten bei der Gesellschaft selbst noch im Konzern.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft wird laufend überwacht. Darüber hinaus erfolgen kurz-, mittel- und langfristige Finanzmittelplanungen. Diese gewährleisten, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann und die Vorgaben des Kreditwesengesetzes eingehalten werden.

Die Finanzplanung der Gesellschaft sieht vor, dass es in der Aufbauphase zu investitions- und verlustbedingten Verringerungen des Liquiditätsbestandes kommen wird. Wie bei allen sich im Aufbau befindenden Unternehmen besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Aufbau- und Investitionsphase länger andauert, als dies in der Finanzplanung der Gesellschaft vorgesehen ist. Das planmäßige Erreichen der zukünftigen Ertrags- und Cashflow-Ziele wird daher von zentraler Bedeutung sein, da die Finanzmittel des Konzerns prinzipiell begrenzt sind.

Zwischen der eFonds Financial Services AG und der eFonds Holding AG wurde am 18.08.2008 ein Ertragsabführungsvertrag geschlossen. Die Gesellschafter der eFonds Holding AG haben weitere Mittelzuführungen durch eine Eigenkapitalerhöhung in 2009 verabredet, um eventuell auftretende Liquiditätsengpässe zu vermeiden und die Liquidität für das Geschäftsjahr 2009 sicherzustellen.

Zinsrisiken

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existieren zum Stichtag nicht. Die eFonds Finance hat darüber hinaus keine langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Ein Zinsänderungsrisiko besteht daher aus Sicht des 31.12.2008 nicht.

Adressenausfallrisiken

Die Gesellschaft vergibt gewerbsmäßig keine Kredite, so dass sich das Kreditrisiko auf ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschränkt. Gegen das Risiko von Forderungsausfällen schützt sich die Gesellschaft durch ein aktives Forderungsmanagement.

Marktrisiken

Die Gesellschaft betreibt keinen Eigenhandel. Das Risiko Verluste aufgrund von Marktpreisschwankungen zu erleiden besteht für eFonds Finance daher zum Stichtag nicht.

Produkthaftung

Die eFonds Finance vermittelt über die an die Gesellschaft angebundenen Vermittler ein breites Sortiment an Finanzinstrumenten. Durch die Beschränkung auf die Anlageberatung und Anlagevermittlung entstehen zu keinem Zeitpunkt Haftungsrisiken aus den Produkten.

IT-Risiken

Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft ist stark abhängig von der zuverlässigen Funktion der Internetplattform, den Schnittstellen zu den Partnerbanken sowie der betriebsinternen Abwicklungssoftware. Systemausfälle würden den Geschäftsbetrieb empfindlich stören und für Unzufriedenheit bei den angebundenen Vermittlern sorgen. Die Betriebssicherheit der IT-Systeme hat einen entsprechend hohen Stellenwert für die eFonds Finance.

Die Gesellschaft bezieht ihre IT-Leistungen überwiegend von der abs auf Basis eines IT-Nutzungsvertrages. Die abs Fondsplattform GmbH stellt durch technisch-organisatorische Maßnahmen sicher, dass die Betriebssicherheit der Software gegeben ist. Darüber hinaus verfügt die abs über eine ISO 27001 Zertifizierung. Dies ist der international anerkannte Standard für Informationssicherheit im Unternehmen. Somit kann ein elektronischer Datendiebstahl durch Dritte nahezu ausgeschlossen werden. Für einen Ausfall der Hardware existieren Notfall- und Wiederanlaufpläne.

Operationelle Risiken

Die eFonds Finance muss sicherstellen, dass die vertraglich angebundenen Vermittler allen gesetzlichen Anforderungen nachkommen. Dies betrifft insbesondere die

Wohlverhaltensregeln des § 31 Abs. 1 WpHG, wonach die Anlageberatung mit Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit im Kundeninteresse erbracht werden muss.

Verstößt ein vertraglich gebundener Vermittler gegen gesetzliche Vorgaben, kann die BaFin gegenüber der Gesellschaft Sanktionen verhängen oder die KWG-Lizenz entziehen. Wird es eFonds Finance untersagt, Vermittler anzubinden oder wird die KWG-Lizenz gänzlich entzogen, muss der Geschäftsbetrieb eingestellt werden.

Unter Risikogesichtspunkten stellt die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch den Vermittler eine der größten organisatorischen Herausforderung dar. Die Risikosteuerung besteht im Wesentlichen aus einer sehr restriktiven Auswahl der vertraglich gebundenen Vermittler und der risikoadäquaten Gestaltung aller Prozesse. Durch die Prozessgestaltung wird erreicht, dass die Vermittler bei der Anlageberatung dem vorgegebenen Beratungsprozess folgen. Der Vermittler handelt durch die Prozessgestaltung zwangsläufig rechtskonform. Durch diese Maßnahmen kann das Risikopotential entscheidend reduziert werden.

Neben dem aufsichtsrechtliches Risiko besteht für die Gesellschaft das zivilrechtliche Risiko von Schadensersatzforderungen von Anlegern. Der Anleger erlangt aus dem Beratungsvertrag einen unmittelbaren zivilrechtlichen Schadensersatzanspruch gegenüber der eFonds Finance. Sowohl die Missachtung geltender gesetzlicher Anforderungen bei der Erbringung von Beratungsleistungen als auch die Falschberatung eines Anlegers können zu Klagen auf Schadensersatz und Rückabwicklung führen. Gegen dieses Risiko schützt sich die eFonds Finance neben der sorgfältigen Auswahl der Vermittler sowie der risikoadäquaten Prozessgestaltung durch Versicherungslösungen. Die abgeschlossenen Versicherungen decken dabei Fahrlässigkeit, grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz ab.

5. Prognosebericht und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Regulierung der Anlagenberatung erweist sich die Investition in die eFonds Financial Services AG als zukunftsträchtige strategische Erweiterung des Leistungsportfolios der eFonds Group.

Der Handlungsspielraum für freie Berater ist durch die Aufnahme der Anlageberatung in den Katalog der aufsichtspflichtigen Finanzdienstleistungen empfindlich eingeschränkt worden. Mittelfristig kann das einen Wettbewerbsvorteil für Banken und institutionelle Vertriebsgesellschaften bedeuten, wenn sich die freien Vermittler nicht den neuen Wettbewerbsherausforderungen stellen. Die Regulierung wird gerade vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise im Bereich der Finanzdienstleistung weiter zu nehmen. Eine im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstellte Studie untersuchte den Markt der Finanzvermittler und machte im Hinblick auf einen stärkeren Verbraucherschutz unter anderem die Empfehlung, den Vertrieb von geschlossenen Fonds und Investmentfonds stärker zu regulieren. Am 10. März 2009 findet zwischen dem Ministerium und Branchenvertretern eine erste Diskussionsrunde zu den

Ergebnissen der Studie statt. Insbesondere Vermittler mit einer Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO werden zunehmend unter Handlungsdruck geraten, um ihrer Tätigkeit unverändert nachgehen zu können.

Die freien Finanzdienstleister sind deshalb auf Professionalisierung und Rationalisierung angewiesen. Die eFonds Group und insbesondere die eFonds Financial Services AG profitieren deshalb von den Regulierungsvorhaben im Finanzdienstleistungsbereich.

Eine Lösung für freie Finanzdienstleister anzubieten, die den jeweils aktuellsten gesetzlichen Regelungen zur Anlageberatung und dem Wertpapiervertrieb entspricht, ist daher eine strategische Investition der eFonds Group.

Die eFonds Group übernimmt damit eine Vorreiterrolle beim Aufbau einer technisch und organisatorisch ausgereiften Haftungsdachlösung. Das Jahr 2008 wurde als Aufbau- und Entwicklungszeit genutzt, um Strukturen, Prozesse, Systeme und Personal für den reibungslosen Geschäftsbetrieb aufzustellen und die Alleinstellungsmerkmale gegenüber den Mitbewerbern herauszuarbeiten.

Derzeit existiert nur eine Hand voll Gesellschaften, die dieses Geschäftsmodell nachhaltig entwickeln. Nach vorsichtigen Schätzungen werden in den nächsten Jahren mindestens Dreißig- bis Vierzigtausend freie Finanzberater eine Haftungsdachlösung benötigen, um weiterhin ihren Geschäften nachgehen zu können. Das Konzept eines umfassenden Lösungsanbieters ist daher mittelfristig eine Existenzfrage für unabhängige Finanzberater in Deutschland.

Im folgenden Geschäftsjahr ist die Gesellschaft aufgrund der Ertragseinbrüche bei der eFonds Group gezwungen Investitionen aufzuschieben. Darüber hinaus wird die eFonds Finance durch Restrukturierungen, insbesondere im Personalbereich, die Kosten der Gesellschaft deutlich verringern. Die eFonds Finance wird ihren Geschäftsbetrieb im Jahr 2009 aufrecht erhalten, jedoch die Geschäftsaktivitäten nicht weiter ausbauen. Insgesamt ist in der derzeitigen Lage jedoch davon auszugehen, dass das sich das Ergebnis 2009 etwa auf gleicher Höhe des Jahres 2008 bewegen wird. Es wird sichergestellt, dass die Gesellschaft bei einem sich verbessernden Marktumfeld ihre Investitions- und Vertriebsaktivitäten unverzüglich den neuen Gegebenheiten anpassen kann. Zeitpunkt und Ausgestaltung einer Regulierung, sowie die Rückkehr des Anlegervertrauens sind die entscheidenden Faktoren für den weiteren Erfolg der eFonds Financial Services AG.

Insgesamt ergibt sich für eFonds Finance aus der Kombination einer strukturiert und skalierbar angelegten Plattform sowie eines rechtlich und prozessual optimierten Geschäftssystems eine gute Zukunftsperspektive. Zusätzlich wird der erwartete Verlauf einer verstärkten Kapitalmarktregulierung einen positiven Effekt auf die Geschwindigkeit der Expansion nehmen.

 

München, den 20. März 2009

gez. Michael-Fritz Legnaro, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der eFonds Financial Services AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 3. April 2009

HANSETREUHAND GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Torsten Püst, Wirtschaftsprüfer

gez. Heiko Linnemann, Wirtschaftsprüfer

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