BORG Automotive GmbH
Eichrodter Weg 57, 99817 Eisenach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Verena Aull-Martens seit 28.3.2024 | Prokura |
Ernst Kildegaard seit 20.1.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Borg Automotive Newman A/S | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BORG Automotive GmbH (vormals: SBS Deutschland GmbH)EisenachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 20231. GeschäftsmodellOrganisatorische und rechtliche Struktur Die Gesellschaft war bis zum 30. Juni 2021 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Scandinavian Brake Systems A/S (SBS), Svendborg/Dänemark. Mit Verkauf zum 01. Juli 2021 gehört die Gesellschaft nunmehr zu 100% der Borg Automotive A/S (ehemals SBS Automotive A/S) mit Sitz in Støvring, Dänemark. Über den alleinigen Gesellschafter ist die Gesellschaft mittelbar ein Tochterunternehmen der Aktieselskabet Schouw & Co. A/S, Aarhus, Dänemark. Mit Gesellschafterversammlung vom 20. Juni 2024 wurde die Umbenennung der deutschen Gesellschaft in Borg Automotive GmbH beschlossen. Die Eintragung im deutschen Handelsregister erfolgte am 27. Juni 2024. Im gleichen Zeitraum wurde auch der alleinige Gesellschafter in Dänemark von SBS Automotive A/S in Borg Automotive A/S umbenannt. Standorte und Niederlassungen Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen überwiegend auf eigenem Grund und Boden in Eisenach. Die im Jahr 2022 eskalierte Russland-Ukraine-Krise war Anlass für die Entscheidung, die seit Jahren in Moskau, Russland, akkreditierte Handelsniederlassung mit Beginn des Geschäftsjahres 2023 zu liquidieren. Produkte Borg Automotive GmbH ist im Handel von Kfz-Ersatzteilen tätig. Der Schwerpunkt liegt dabei bei Produkten für das Fahrwerk, wie z.B. Bremsenteile, Stoßdämpfer, Radlagersätze und Kupplungen. Wesentliche Absatzmärkte Die wesentlichen geografischen Absatzmärkte der Gesellschaft im Geschäftsjahr waren Deutschland und das europäische Ausland. Die Gesellschaft hat aufgrund der aktuell andauernden Russland-Ukraine-Krise mit ihren politischen Konsequenzen im Januar 2023 die Entscheidung getroffen, die Geschäftsbeziehungen mit Russland und Belarus einzustellen. 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMK) war die deutsche Wirtschaft im gesamten Jahresverlauf 2023 von wirtschaftlicher Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemeine Erwartung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. 1 Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gibt den Fahrzeugbestand an Personenkraftwagen in Deutschland zum Ende des Geschäftsjahres 2023 mit 49,1 Mio an. 2 Auf europäischer Ebene kommen gemäß Schätzungen der European Automobile Manufacturers ́ Association (ACEA) 39,8 Mio Fahrzeuge in Italien, 38,7 Mio in Frankreich, 36,7 Mio in UK, 25,8 Mio in Polen und 25,3 Mio in Spanien, um nur die größten zu nennen. Laut der gleichen Quelle beläuft sich der gesamte Bestand an Personenkraftwagen für EU, EFTA und UK auf 294 Mio.. 3 Diese Fahrzeuge müssen regelmäßig gewartet und repariert werden. Zahlreiche Teile verschleißen regelmäßig, beispielsweise müssen Bremsbeläge oder Stoßdämpfer von Zeit zu Zeit erneuert werden. Weiterhin werden Ersatzteile zum Zweck der Unfallreparatur benötigt. Die entsprechenden Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten werden zumeist nicht vom Fahrzeughalter selbst durchgeführt, sondern von entsprechend qualifizierten Fachbetrieben des Kfz-Handwerks. Bei diesen kann unterschieden werden zwischen Betrieben, die dem Vertriebssystem eines oder mehrerer Automobilhersteller angehören, und unabhängigen Meisterwerkstätten. Letztere stellen die Basis unseres Kundenstamms dar. Dieser Dienstleistungsmarkt, der auch als "Aftermarket" oder "Sekundärmarkt" bezeichnet wird, unterscheidet sich der Sache und seiner Struktur nach deutlich vom Neuwagenmarkt, dem sogenannten "Primärmarkt", und ist davon völlig unabhängig. Der freie Kfz-Aftermarket beschäftigt in Europa etwa 4,5 Millionen Personen in der Produktion und im Vertrieb von Kfz-Ersatzteilen sowie in der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen. Rund 885.000 Unternehmen bieten in der EU Kfz-Ersatzteile und Qualitäts-Serviceleistungen zu wettbewerbsfähigen Preisen an und ermöglichen so bezahlbare Mobilität zum Nutzen der europäischen Verbraucher. Kleine und mittelständische Unternehmen bilden das Rückgrat dieser Branche. Sie bieten Reparaturdienstleistungen in der Nähe der Verbraucher an und helfen, Beschäftigung und Kompetenzen regional zu erhalten. So hat der von einem hohen Anspruch an den Zustand des individuellen PKWs geprägte Dienstleistungsmarkt im Pkw/LCV-Bereich allein in Deutschland eine Größenordnung von ca. EUR 26,5 Milliarden. Der freie Servicemarkt hat auf der Reparaturebene einen Anteil von etwa 40%. 4 Geschäftsverlauf Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Langfristige Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten sowie eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit sind wesentliche Garanten für den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft. Deshalb haben die Belange dieser Gruppen für uns einen hohen Stellenwert. Neben diesen nichtfinanziellen Indikatoren analysiert und beurteilt die Geschäftsleitung die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft vor allem anhand folgender finanzieller Indikatoren:
Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind gegenüber dem Vorjahr um 19 % gesunken und damit leicht über dem erwarteten Rückgang von 26 %. Grundsätzlich resultiert der Rückgang aus der Einstellung der Geschäftsbeziehungen zu Russland/Belarus. Hier wird mit verstärkter Akquise, der Erschließung neuer Märkte und Partner sowie der Erweiterung des Sortiments gegengesteuert. Im Gegensatz zu den Umsatzerlösen insgesamt konnte der Umsatz gegenüber verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr um ca. 36 % von TEUR 10.751 auf TEUR 14.667 gesteigert werden, was im Wesentlichen auf einen erhöhten Bedarf in Frankreich zurückzuführen ist. In einem weiterhin schwierigen Inlandsmarkt war der Abwärtstrend der vergangenen Jahre nicht aufzuhalten. Die Inlandsumsätze sind von TEUR 14.172 auf TEUR 12.479 um ca. 12 % zurückgegangen. Die Gründe hierfür sind in einer fortschreitenden Verdichtung im Anbieterbereich (Fusionen und Aufkäufe) sowie im finanziellen Engagement von Venture Capital Gesellschaften mit europäischer oder weltweiter Struktur zu sehen. Der Exportanteil am Gesamtumsatz (ohne konzerninterne Umsätze) betrug in 2023 ca. 65,5 % und ist von TEUR 39.384 auf TEUR 23.703 um ca. 40 % gesunken. Die Erlösschmälerungen inkl. Bonus sind in Relation zum Umsatz (ohne konzerninterne Umsätze) von TEUR 6.614 auf TEUR 4.283 um ca. 35 % im Vergleich zum Vorjahr stärker gefallen. Aufgrund des gesunkenen Umsatzes im In- und Ausland sind die Skonti erwartungsgemäß um ca. 11% von TEUR 653 auf TEUR 584 zurückgegangen. Beschaffung Schon im Vorjahr hatte sich die Lage bei der Beschaffung (Engpässe) von Handelswaren im Hinblick auf Pandemie-Maßnahmen oder deren Nachwirkungen normalisiert. Diese Entwicklung hat sich im Geschäftsjahr fortgesetzt. Geplante Wareneingänge waren nicht durch unterbrochene Lieferketten und eingeschränkte Transportkapazitäten gefährdet. Lieferungen erfolgten reibungslos und zum erwarteten Zeitpunkt. Der Warenbestand am Ende des Geschäftsjahres korrespondiert mit den Verkaufserwartungen des Jahres 2024. Investitionen In 2023 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 85 getätigt, darunter ein Pkw sowie diverse Lager- und Bürotechnik. Personal und Sozialbereich Durchschnittlich waren im Jahr 2023 102 Personen (im Vorjahr: 111 Personen) im Unternehmen beschäftigt. Die Gesellschaft hat in 2023 erneut drei Ausbildungsstellen als Fachkraft für Lagerlogistik neu geschaffen. Eine Fortführung dieser jährlichen Quote wird angestrebt und durch organisatorische Maßnahmen unterstützt. Für das Folgejahr ist darüber hinaus die Besetzung einer kaufmännischen Ausbildungsstelle geplant. Diverse Mitarbeiter haben in 2023 themen- oder fachbezogene Fortbildungskurse durchlaufen. Die Geschäftsleitung fördert weiterhin die Aus- und Fortbildung und die interne Qualifikation aller Mitarbeiter. Insgesamt verfügt die Gesellschaft über einen stabilen Mitarbeiterstab mit hoher Betriebszugehörigkeit und Erfahrung - mit entwickelter Nachwuchsförderung. Die Flexibilisierung der Arbeitszeit - mit Einführung von Arbeitszeitkonten und jährlichem Ausgleich - hat die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes mit Drei-Schicht-Betrieb weiter erhöht. Umweltschutz Die Gesellschaft hat keine formulierte Umweltpolitik. Betriebliche und behördliche Verbesserungsvorschläge werden im Rahmen des Budgets sowie unter Einhaltung sämtlicher Gesetze und Verordnungen umgesetzt. Energie-Effizienz ist primäres Auswahlkriterium bei der Erneuerung der Flurförderzeuge auf Leasing-Basis. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme um TEUR 2.498 von TEUR 33.025 auf TEUR 35.523 gestiegen. Auf der Aktivseite wurde im Anlagevermögen im Berichtsjahr TEUR 85 investiert. Aufgrund der höheren planmäßigen Abschreibungen ist das Anlagevermögen insgesamt allerdings um TEUR 194 von TEUR 3.735 auf TEUR 3.541 gesunken. Die Vorräte liegen zum Bilanzstichtag mit TEUR 16.225 planmäßig um TEUR 3.630 niedriger als im Vorjahr mit TEUR 19.855. Im Geschäftsjahr wurden, nachdem bereits im Vorjahr Vorräte aufgrund von Sondersachverhalten in Höhe von TEUR 391 abgeschrieben wurden, nochmals in Höhe von TEUR 525 Bestände gesondert abgeschrieben. Die Liefer- und Leistungsforderungen sind stichtagsbedingt um TEUR 517 von TEUR 3.809 auf TEUR 3.292 gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 6.657 von TEUR 4.551 auf TEUR 11.208 gestiegen, was hauptsächlich aus der Jahresendabrechnung für bezogene Lieferungen und Leistungen mit den Gesellschafter, aus den gestiegenen Umsätzen mit Frankreich und den gestiegenen Cash-Pool-Guthaben resultiert. Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR +517) sind hauptsächlich aufgrund von Steuerforderungen für die Geschäftsjahre 2022 und 2021 gestiegen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind stichtagsbedingt um TEUR 268 von TEUR 319 auf TEUR 51 gesunken. Auf der Passivseite ist das Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses gestiegen. Gleichzeitig hat sich auch die Eigenkapitalquote von 35 % auf 40 % verbessert. Weiterhin sind die Steuerrückstellungen nennenswert um TEUR 197 aufgrund der Rückstellungen für das Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Aufgrund der Beendigung der Geschäftsbeziehungen mit Russland/Belarus waren zum Bilanzstichtag weniger Sonstige Rückstellungen für nachgelagerte Kundenboni im Bereich Export zu bilden. Die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, insbesondere bezogen auf das Ausland, sind zum Stichtag um TEUR 2.349 von TEUR 8.707 auf TEUR 6.358 abgesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 2.659 von TEUR 7.526 auf TEUR 10.185 angestiegen. Hauptsächlich resultiert der Anstieg aus der Erhöhung des Intercompany-Kreditrahmens (TEUR +8.215), wobei die darin enthaltenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt (TEUR -5.557) gesunken sind. Finanzlage Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherung der Liquidität der Gesellschaft. Der Grundsatz ist die Minimierung der Fremdfinanzierung durch langfristige Verbindlichkeiten für das operative Geschäft. Zum Bilanzstichtag besteht ein langfristiger Intercompany-Kreditrahmen (TEUR 10.000), welcher zum 31.12.2023 in Höhe von TEUR 9.815 in Anspruch genommen wurde. Zum Ausgleich von Liquiditätsschwankungen ist die Gesellschaft darüber hinaus in das Cash-Management des Konzerns eingebunden. Zum Stichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr TEUR 319) und über Cash Pool-Guthaben von insgesamt TEUR 1.244 (Vorjahr TEUR 951). Der Finanzbedarf der Gesellschaft u.a. für Investitionen konnte aus den laufenden Zahlungsmittelzuflüssen finanziert werden. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtsjahr 2023 stets gesichert. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind, wie bereits zuvor beschrieben, im Geschäftsjahr deutlich um TEUR 11.057 (- 19 %) von TEUR 57.039 auf TEUR 45.983 gesunken. Der Rückgang bei den Umsatzerlösen konnte durch den relativ überproportionalen Rückgang im Materialaufwand (TEUR -14.838 bzw. - 32 %) überkompensiert werden. Bei den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind die um TEUR 728 gesunkenen Währungsgewinne hervorzuheben. Das Rohergebnis ist somit um TEUR 2.627 von TEUR 12.645 auf TEUR 15.272 gestiegen. Obwohl die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr gesunken ist, hat sich der Personalaufwand um TEUR 637 von TEUR 5.227 auf TEUR 5.864 erhöht. Die Gründe hierfür liegen zum einen in der planmäßigen Tariferhöhung von 5,1 % zum 01. Oktober 2023 und zum anderen in höheren Rückstellungen für Personalbelange. Mit TEUR 270 ist die Abschreibungssumme gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 316 um TEUR 46 gesunken. Bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein Absinken um TEUR 994 von TEUR 5.819 auf TEUR 4.825 zu verzeichnen. Dies betrifft größtenteils umsatzabhängige Kosten wie Fracht und Verpackung sowie Miet- und Handlingkosten. Der Zinsaufwand ist aufgrund der gestiegenen Finanzierungen und Zinsen um TEUR 376 auf TEUR 489 gestiegen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 1.369; Vorjahr TEUR 557) resultieren in Höhe von TEUR 863 aus dem Geschäftsjahr 2023 und der Restbetrag aus den Geschäftsjahren 2021 und 2022. Das Jahresergebnis ist somit um TEUR 1.859 von TEUR 593 auf TEUR 2.452 angestiegen und liegt damit aufgrund der vorab beschriebenen Effekte über den Erwartungen. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeigt zusammenfassend betrachtet, dass die Gesellschaft ein wirtschaftlich stabiles Jahr hinter sich hat. Sie ist jedoch weiterhin diversen Herausforderungen ausgesetzt, insbesondere durch die volatile und politisch geprägte Entwicklung der Märkte. 3. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagement Die Unternehmensleitung ist jederzeit über die Prozesse im Unternehmen informiert. Es finden kontinuierliche Reportings durch alle Bereiche statt. Durch die Gesellschaft sind Deckungsgrade und Schwellenwerte für Kosten und Erlöse definiert worden, deren Über- oder Unterschreiten Risiken für die Gesellschaft darstellen können. Aufgrund der monatlichen Auswertungen und Statistiken werden Risiken sofort erkannt, analysiert und eventuell notwendige Gegenmaßnahmen ergriffen. Preisdruck in der Branche Kurz- und mittelfristig herrscht in der Branche als Ergebnis veränderter Verteilungs- und Marktstrukturen weiter höherer Druck auf Preise und Deckungsgrade, speziell im Produktbereich Bremsscheiben. Hier wurde mit Grenzwerten operiert, um Deckungsgrade zulasten von Volumen nicht aufzugeben. Dieses Dauerrisiko unterliegt stetiger Beobachtung. Gestiegene Beschaffungskosten und -nebenkosten, insbesondere im Transportbereich, hatten im Vorjahr einen negativen Effekt auf die Einkaufspreise. Hier wurde über Neuverhandlungen von Verträgen mit Lieferanten und Transportunternehmen gegengesteuert, so dass für das Geschäftsjahr eine Verbesserung zu verzeichnen war. Kundenrisiko / Adressenausfallrisiko Die Gesellschaft hat ein breites Portfolio von unterschiedlichen Kunden in verschiedenen Ländern Europas, die mit den unterschiedlichen Herausforderungen der Märkte konfrontiert sind und wo insoweit auch Risiken hinsichtlich der ausstehenden Forderungen bestehen. Die vorgenannten Sachverhalte hat die Gesellschaft im Berichtsjahr mit entsprechenden Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und einer engen Zusammenarbeit mit Kreditversicherern gewürdigt und geht insoweit von einem beherrschbaren Risiko aus. Politisches Risiko Aufgrund der Einstellung der Geschäftsbeziehungen zu Russland und Belarus wird das politische Risiko in dieser Hinsicht geringer eingeschätzt als im Vorjahr. Generell stehen jedoch die Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise und der damit verbundenen Sanktionen weiterhin unter Beobachtung. Aktuell richtet die Gesellschaft ihr Augenmerk auf die Spannungen zwischen China und Taiwan. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Die seit 2024 gehäuft auftretenden Angriffe auf zivile Schiffe im Roten Meer, einer wichtigen Handelsroute, hat dazu geführt, dass Containerschiffe zumeist die deutlich längere Route um die Südspitze von Afrika herum nutzen. Die Gesellschaft hat ihre Materialplanung in Bezug auf die damit verbundenen längeren Laufzeiten angepasst. Währungsrisiko Einfluss auf die Einkaufspreise haben die schwankenden Valutakurse Euro/US-Dollar/ Renminbi. Das Risiko erscheint jedoch kalkulier- und kontrollierbar und wird insoweit als gering angesehen. Liquiditätsrisiko Aufgrund der Zugehörigkeit zur finanzstarken dänischen Aktiengesellschaft Schouw & Co. wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt. Liquiditätsengpässe können durch Intercompany-Darlehen und die Anbindung an das Cash Pool kurzfristig ausgeglichen werden. Risiko aus Marktveränderung (eMobilität) Nach drei Jahren Stagnation sind die europaweiten Pkw-Neuzulassungen 2023 laut "automotive thüringen" um 13,7% angestiegen, was einem Zuwachs von 1,5 Mio Fahrzeugen entspricht. Dabei legten vollelektrische Fahrzeuge mit einem Anstieg von 28,2% europaweit überproportional zu. Erstmals wurden 2 Mio neue Elektrofahrzeuge zugelassen. Damit setzt sich die Trendwende zur Elektromobilität fort. Diese Entwicklung in Sachen alternative Antriebe sowie der Rückgang der jährlichen Fahrleistung in Kilometern wird die Nachfrage nach Kfz-Verschleißteilen der derzeitigen Definition negativ beeinflussen. Auswirkungen hieraus auf die Gesellschaft werden für den Zeitraum der nächsten drei bis fünf Jahren nicht erwartet, da der Großteil der Kunden herstellerunabhängige Werkstätten sind, die größtenteils Fahrzeuge warten, die ein gewisses Alter erreicht haben und wo nach derzeitiger Marktlage auf Grund der Zulassungen der letzten Jahre weitere Fahrzeuge herkömmlicher Bauart nachfolgen werden. Chancen Die Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen soll auch in 2024 sowie zukünftig durch Konzentration auf den Ausbau der Margen und Kosten-/Produktivitätsverbesserungen sowie aktualisierte und neue Produktgruppen kompensiert werden. 4. PrognoseberichtGesellschaftsbezogen Das aktualisierte Budget gem. Angabe im Vorjahreslagebericht für den Umsatz 2023 wurde im Berichtsjahr übertroffen. Auch das Jahresergebnis konnte verbessert werden, was u.a. einer verbesserten Einkaufspolitik zu verdanken ist. Auf Kosten und Margen herrscht weiterhin Druck. Das Zentrallager der Gesellschaft in Eisenach macht sich in seiner Umsatzentwicklung unabhängiger von der Entwicklung im deutschen Markt. Auslandsumsätze und Intercompany-Belieferungen bauen ein wichtiges Gegengewicht auf. Mit Inbetriebnahme eines neuen ERP-Systems Anfang des Jahres 2023 erwartet die Gesellschaft die weitere Optimierung der Logistik- und Kommunikationsprozesse bei höherer Effizienz. Die Geschäftsleitung sieht das Geschäftsjahr 2023 als positiv beendet und schätzt auch die Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens am Standort Eisenach grundsätzlich positiv ein. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse auf dem Niveau von 2023 erwartet. Gleichzeitig wird aber bei dem Jahresergebnis ein Anstieg um ca. 20 % erwartet, da bestimmte Einmaleffekte des Vorjahres für 2024 nicht erwartet werden. Der Preis- und Kostendruck wird aber auch für 2024 erwartet. Vorsorglich wird darauf verwiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, welche in Zukunft erreicht werden, trotz sorgfältigster Planung wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Branchenbezogen Die langfristigen Perspektiven des Kfz-Groß- und Einzelhandels sind eng mit der Entwicklung des Automobilbestandes in Deutschland verknüpft. Weitere Faktoren sind länger werdende Wartungsintervalle sowie eine verbesserte Qualität der Autoteile. Einnahmen der Werkstätten aus Wartungs- und Reparaturarbeiten werden daher in Zukunft nahezu stagnieren, Marktanteile werden vorwiegend durch Verdrängung in einem leicht steigenden Markt erreicht. Die neu geschaffene Landschaft im Teilehandel, die durch Aufkäufe, Verschmelzungen, Übernahmen aus dem Ausland oder Neueinsteiger (Venture Capital Gesellschaften) dominiert wird, dünnt die Marktchancen für kleine bis mittelständische, regional operierende Teilehändler aus. Die Anzahl dieser Händler ist aus wirtschaftlichen, wettbewerbs- oder nachfolgetechnischen Gründen im Rückgang. Das Unternehmen hat sich auf diesen Trend in seiner Vertriebspolitik eingestellt. Weitere Chancen und Risiken als die im Risikobericht aufgeführten ergeben sich auf der Basis der aktuellen Kenntnisse hinsichtlich Marktlage, Auftrags- und Geschäftsentwicklung absehbar für das nächste Geschäftsjahr nicht.
Eisenach, den 20. Dezember 2024 Ernst Kildegaard, Geschäftsführer
1 https://www.bmk.de
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Rechtliche VerhältnisseDie SBS Deutschland GmbH hat mit Gesellschafterbeschluss vom 20.06.2024 die Firma geändert und firmiert seither als Borg Automotive GmbH. Die Eintragung im deutschen Handelsregister erfolgte am 27.06.2024. Die Borg Automotive GmbH, Eisenach, ist beim Amtsgericht Jena unter HRB 401225 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare, im Zugangsjahr zeitanteilige Abschreibungen, angesetzt. Es wurden die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt, welche sich im Wesentlichen an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren. Für erworbene Software wird eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt. Den Abschreibungen der Sachanlagen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten größer EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Vermögensgegenstände sind in Summe von untergeordneter Bedeutung. Handelswaren sind mit Anschaffungspreisen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten (FiFo-Verfahren) angesetzt; soweit nicht ein niedrigerer Wert (Wiederbeschaffungswert) beizulegen war. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch Abwertung in Form von Gängigkeits- bzw. Reichweitenabschreibungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten bewertet. Soweit Forderungen oder sonstige Vermögensgegenstände zweifelhaft sind, werden diese Risiken im Rahmen von angemessenen Einzelwertberichtigungen sowie einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen gegen Lieferanten aus Pfand auf Handelswaren werden unter dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen. Unter der Forderung ist nur der Teil an Pfand aktiviert, bei dem von einer Rückgabe seitens der Kunden ausgegangen wird. Für Verbindlichkeiten aus Pfand gegenüber Kunden wurden angemessene Rückstellungen gebildet. Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand wurden mit ihrem Nennwert bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Vom Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB macht die Gesellschaft keinen Gebrauch. Der Aktivüberhang resultiert überwiegend aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei Grundstücken und Bauten, Rückstellungen und der Vorratsbewertung. Die Bewertung der Differenzen erfolgt zum unternehmensindividuellen Steuersatz von 31,925%. Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt. Der Barwert der Pensionsverpflichtung wurde nach dem Teilwertverfahren unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit einem Rechnungszins von 1,78 % gebildet. Für die Ermittlung des Unterschiedsbetrages gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 6.885 (i. Vj. EUR 7.204) wurde ein Rechnungszins von 1,44 % angesetzt. Der Unterschiedsbetrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Als Rententrend wurden 3,0 % angenommen. Lohn- und Gehaltstrends sind mit 0 % berücksichtigt. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wurden allen erkennbaren Risiken, drohenden Verlusten und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Die Bewertung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Jubiläumsleistungen beruht auf einer versicherungsmathematischen Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Den Berechnungen zum 31. Dezember 2023 wurde eine Restlaufzeit von 15 Jahren und ein Rechnungszins von 1,74 % zugrunde gelegt. Die Fluktuationen wurden gleichfalls nach Heubeck 2018 G angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Bruttoanlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 3.2. Vorräte Die Position Vorräte betrifft das zum Bilanzstichtag bewertete Warenlager. Im Geschäftsjahr 2023 wurde für Handelsware, die für zwei bestimmte Kunden vorgesehen ist, eine Abwertung in außergewöhnlicher Höhe vorgenommen (TEUR 525). 3.3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.292), gegen verbundene Unternehmen (TEUR 11.209) und die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.205) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 11.209; i. Vj. TEUR 4.551) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen aus Cash Pool. Forderungen aus Cash Pool werden zur besseren Darstellung der tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse, seit dem Geschäftsjahr 2023, statt unter den Guthaben bei Kreditinstituten, unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Gesellschaft hat seit dem Geschäftsjahr 2022 die Möglichkeit auf Cash-Pool zuzugreifen. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafter in Höhe von TEUR 5.685 (i. Vj. TEUR 2.093) enthalten. 3.4. Rückstellung für Pensionen Die Bewertung der Rückstellung in Höhe von TEUR 354 erfolgte anhand eines versicherungsmathematischen Pensionsgutachtens der HDI Pensionsmanagement AG, Köln, vom 15. Januar 2024. 3.5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 3.327) betreffen in der Hauptsache Garantie- und Bonusverpflichtungen (TEUR 2.174), ausstehende Rechnungen (TEUR 376), Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft und Sozialversicherungsträgern (TEUR 515) sowie Pfand- und Skontoverpflichtungen gegenüber Kunden (TEUR 262). 3.6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3.7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 10.185; i. VJ. 7.526) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 370 (i. Vj. TEUR 5.926) mit einer Restlaufzeit bis ein Jahr sowie aus einem "Revolving credit facility agreement" in Höhe von TEUR 9.815 (i. Vj. TEUR 1.600) mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2033 und damit größer 5 Jahren. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten (i. VJ. aus Lieferungen und Leistungen TEUR 5.887). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. 4.1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich den Handel mit Kfz-Ersatzteilen. 4.2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine nennenswerten periodenfremden Erträge enthalten. Der Posten beinhaltet Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 204 (Vj: TEUR 932). 4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet Aufwendungen in Höhe von TEUR 115 (Vj: TEUR 503) aus der Währungsumrechnung. 5. Sonstige Angaben5.1. Honorar Abschlussprüfer Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 46 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 5.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen in einer Gesamthöhe von TEUR 744, davon
5.3. Mitarbeiter Seitens der Gesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 102 Mitarbeiter (i. Vj. 111) beschäftigt, davon 42 Angestellte (i. Vj. 43) und 60 gewerbliche Arbeitnehmer (i. Vj. 68). Die Mitarbeiter teilen sich weiterhin in 10 (i.Vj. 15) Teilzeitkräfte und 92 (i.Vj. 96) Vollzeitkräfte auf. 5.4. Geschäftsführung Seit 01.01.2023 ist Herr Ernst Kildegaard (CSCO der Borg Automotive A/S, Silkeborg, Dänemark) Geschäftsführer der Gesellschaft. Auf die Angabe der Höhe der Bezüge wird unter Hinweis auf § 286 (4) HGB verzichtet. 5.5. Konzernverhältnisse Seit 1. Juli 2021 ist die Gesellschaft ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Borg Automotive A/S (ehemals SBS Automotive A/S), Støvring, Dänemark, und über den alleinigen Gesellschafter mittelbar ein Tochterunternehmen der Aktieselskabet Schouw & Co. A/S, Aarhus, Dänemark. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 der Borg Automotive GmbH wird in den Konzernabschluss der Borg Automotive A/S, Dänemark als kleinsten Konsolidierungskreis und in den Konzernabschluss der Aktieselskabet Schouw & Co. A/S als größten Konsolidierungskreis einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden jeweils im dänischen Handelsregister (Det. Centrale virksomhedsregister - CVR) offengelegt. 5.6. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung wird dem Gesellschafter vorschlagen, das Ergebnis des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen. 5.7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres Zum Zeitpunkt der Berichterstattung sind keine berichtspflichtigen Umstände bekannt, die die Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig beeinflussen könnten.
Eisenach, den 20. Dezember 2024 Ernst Kildegaard, Geschäftsführer Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Borg Automotive GmbH (Vormals: SBS Deutschland GmbH), Eisenach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Borg Automotive GmbH (Vormals: SBS Deutschland GmbH), Eisenach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Borg Automotive GmbH (Vormals: SBS Deutschland GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 20. Dezember 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer ppa. Kristin Füchsel, Wirtschaftsprüferin GewinnverwendungDer Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.452.072,20 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 20.12.2024 festgestellt. |
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