Cadolto Fertiggebäude Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cadolto Modulbau GmbHCadolzburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als große Kapitalgesellschaft zu behandeln. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 47.076 aus und ist damit bilanziell überschuldet. Ein buchmäßiger Fehlbetrag ist nicht Tatbestand einer Überschuldung der Gesellschaft im Sinne der Insolvenzordnung. Ein insolvenzauslösender Tatbestand nach § 19 Abs. 2 Satz 1 InsO läge im Fall eines im Überschuldungsstatus ermittelten negativen Reinvermögens vor, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich. Mit Datum vom 25. März 2024 wurde zwischen der ZECH Building SE und der Gesellschaft eine Garantievereinbarung bis zu einer Höhe von TEUR 47.100 vereinbart. Hiernach hat sich die ZECH Building SE gegenüber der Gesellschaft unwiderruflich verpflichtet, diese jederzeit und auf erstes Anfordern der Geschäftsführung mit finanziellen Mitteln dergestalt auszustatten, dass die Gesellschaft in der Lage ist, ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern nachzukommen, ohne dass dadurch Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber der ZECH Building SE bestehen. Die bisherigen Bereitstellungen von Kapital werden auf die Höhe der Garantievereinbarung angerechnet und nachrangig im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO behandelt. Die Garantievereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2025. Wir gehen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer fristgerechten Verlängerung der Garantievereinbarung aus. Vor diesem Hintergrund sowie der mittelfristigen Planungsrechnung der Gesellschaft gehen wir von einer positiven Fortbestehensprognose im Planungshorizont 2024 und damit von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus und haben den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. 2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und BewertungDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. In Anwendung der Regelungen des § 42 Abs. 3 GmbHG und des § 265 Abs. 5 HGB wurden zum Zwecke der Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz der Posten "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" durch "Forderungen gegen Gesellschafter" sowie der Posten "Verbindlichkeiten" durch "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" weitergehend untergliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Gliederungsschema gem. § 275 HGB wurde zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie folgt angepasst:
3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethodena) AllgemeinesAbweichend zu Vorjahren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Avalgebühren oder den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (Vorjahr: Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 338). Darüber hinaus sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Abschreibung des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren, da die voraussichtliche Nutzung nicht verlässlich geschätzt werden kann. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren), bewertet. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen 2 und 15 Jahren), bewertet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis unter EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Der Abgang wird nach 7 Jahren unterstellt. b) VorräteDie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse sind mit den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung zuzüglich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens bewertet. Die Ermittlung erfolgte im Rahmen der Einzelbewertung. Abschreibungen aufgrund verlustfreier Bewertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert waren erforderlich. Die erhaltenen Anzahlungen werden - soweit sie auf die aktivierten unfertigen Erzeugnisse entfallen - gemäß § 268 Abs. 5 HGB aktivisch vom Vorratsbestand abgesetzt. Soweit Anzahlungen nicht durch unfertige Erzeugnisse gedeckt sind, werden sie unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die geleisteten Anzahlungen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. c) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen liegen nicht vor. d) Liquide MittelDie liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. e) PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis des von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,82 % und unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck bewertet worden. Darüber hinaus wurden bei der Bewertung erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen berücksichtigt, die neben einem Inflationstrend auch einen Karrieretrend enthalten. Aufgrund der Änderung des für die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes zugrunde zu legenden Zeitraums von sieben auf zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag. f) Steuerrückstellungen und sonstige RückstellungenDie Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Die Beträge der sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer individuellen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. g) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. 4. Angaben zur Bilanza) AnlagevermögenZur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage 1 zum Anhang). b) VorräteBei den unfertigen Erzeugnissen waren Wertminderungen aufgrund verlustfreier Bewertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 3.585 erforderlich. c) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 25). Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen ausgereichte Darlehen einschl. Zinsen in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 117) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 303 (TEUR 0). d) PensionsrückstellungenAufgrund der Änderung des für die Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes zugrunde zu legenden Zeitraums von sieben auf zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 87). e) Sonstige RückstellungenIn den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 11.808 (Vorjahr: TEUR 6.402), Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 880 (Vorjahr: TEUR 827), Rückstellungen für Rechtstreitigkeiten in Höhe von TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 205) und Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 1.210 (Vorjahr: TEUR 998) enthalten. f) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen erhaltene Darlehen einschl. Zinsen in Höhe von TEUR 18.800 (Vorjahr: TEUR 8.529) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.696 (Vorjahr: TEUR 2.863). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 203). Bei den Verbindlichkeiten ergeben sich die Restlaufzeiten und Besicherungen aus dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnunga) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich geographisch wie folgt:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsschwerpunkten wie folgt:
b) Abzinsung von RückstellungenUnter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 17) enthalten. c) Periodenfremde ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 182) enthalten. 6. Sonstige Angabena) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie am 31. Dezember 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus den folgenden Rechtsverhältnissen:
b) Angaben zu MitarbeiternDie durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2023 betrug: 148 Angestellte (Vorjahr: 148) 106 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 101) c) Angaben zu Geschäftsführung und AufsichtsorganenDie Geschäftsführung bestand im Berichtszeitraum aus folgenden Mitgliedern: Herrn Dipl.-Ing. Karsten Kußmann, Rüthen (bis zum 31. März 2024) Herrn Dipl.-Betriebsw. Torsten Grätz, Brück Herrn Christian Lacher, Nersingen (ab dem 1. Februar 2024) Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. d) Angaben zu AbschlussprüferhonorarenIm Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 29 berechnet. Diese entfallen ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. e) Angaben zu nahestehenden Unternehmen und PersonenMit nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsjahr keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen gemäß § 285 Nr. 21 HGB abgeschlossen worden. f) Angaben zu KonzernbeziehungenDie Gesellschaft ist gemäß §271 Abs. 2 HGB i. V. m. §290 HGB ein verbundenes Unternehmen der Zech Group SE, Bremen, welche den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie der ZECH Building SE, Erkrath, welche den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Beide Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister veröffentlicht. g) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des GeschäftsjahresDer Standort Cadolzburg befindet sich aufgrund der Auftragslage seit Februar 2024 in Kurzarbeit. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. h) Angaben zum ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. i) Angaben zur globalen MindestbesteuerungDie Cadolto Modulbau GmbH fällt aufgrund umsatzabhängiger Kriterien der Unternehmensgruppe, zu der sie gehört, in den Anwendungsbereich der sogenannten GloBE Rules (globale Mindestbesteuerung). Die Gesetzgebung zur globalen Mindestbesteuerung wurde in Deutschland erlassen und wird am 1. Januar 2024 in Kraft treten. Aufgrund der aktuellen Struktur der Unternehmensgruppe kommt eine zusätzliche Steuerbelastung für die Cadolto Modulbau GmbH nur in Betracht, soweit der effektive Steuersatz der Unternehmensgruppe in Deutschland unterhalb des Mindeststeuersatzes von 15 % liegt. Davon ist aufgrund der in Deutschland deutlich über 15 % liegenden nominalen Steuerbelastung nicht auszugehen, sodass sich für die Cadolto Modulbau GmbH voraussichtlich keine zusätzliche Steuerbelastung aus der globalen Mindestbesteuerung ergibt.
Cadolzburg, den 9. September 2024 gez. Torsten Grätz, Geschäftsführer gez. Christian Lacher, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen der Gesellschaft1.1 GeschäftsmodellDie Gesellschaft entwirft und realisiert für ihre Kunden innovative und individuelle Gebäudelösungen in modularer Bauweise, vorwiegend in den Kerngeschäftsfeldern medizinische Gebäude, Telekommunikation, Reinraum- und Laborgebäude sowie Büro- und Verwaltungsbauten. Das Modulbaukonzept hat sich als Alternative zum konventionellen Bau auch für größere Projekte etabliert. Die hohe Vorfertigung der Raummodule ist geeignet, die Qualität und Terminsicherheit bei der Gebäudeerstellung zu erhöhen. Der technische Fortschritt - auch in der Medizin - und die wirtschaftliche Dynamik haben in immer stärkerem Maße Einfluss auf die bauliche Konfiguration. Die Digitalisierung ist der natürliche Wegbegleiter vorgefertigter Raumlösungen. Ähnlich wie Kataloge anderer Branchen oder Konfiguratoren aus dem Automobilbereich kann der Kunde seinen Bauwunsch in der Zukunft digital auswählen. Die Fertigung wird dann die Zusammenführung standardisierter Bauelemente sein. Die Gesellschaft ist in Deutschland und im benachbarten europäischen Ausland tätig. Hauptauftraggeber ist im Bereich der medizinischen Gebäude die öffentliche Hand, in den weiteren Segmenten die Privatwirtschaft. 1.2 OrganisationDie Gesellschaft unterhält zwei Standorte in Cadolzburg bei Nürnberg und Krölpa in Thüringen. An beiden Standorten befinden sich Produktionsstätten für Modulgebäude. Die Verwaltung und das Planungsbüro ist nahezu ausschließlich am Standort Cadolzburg angesiedelt. Im administrativen Bereich wird die Gesellschaft von der Zech Management GmbH, Bremen, im Rahmen des Management-Fee Vertrages unterstützt, speziell in den Bereichen Buchhaltung, Controlling, IT, Personal und Recht. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWährend die Weltkonjunktur im Jahr 2023 trotz hartnäckiger Inflation und einer massiv gestrafften Geldpolitik moderat expandieren konnte, hatte die deutsche Wirtschaft Mühe, aus dem Nullwachstum herauszukommen. Die geringen Zuwächse der ersten Jahreshälfte gingen durch eine rückläufige Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte nahezu wieder verloren. Der rückläufige Konsum, ein schlechtes Auslandsgeschäft und sinkende Bauaktivitäten waren Faktoren der konjunkturellen Schwäche. Die Einschätzung der Unternehmen zur Geschäftslage sank im dritten Quartal so stark wie zuvor nur während der Finanzkrise und zu Beginn der Pandemie. Erschwerend kommt die sich durch das Bundesverfassungsgerichtsurteil zum Nachtragshaushalt 2021 abzeichnende Haushaltskonsolidierung hinzu. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel war in seiner Vorjahresprognose für das Jahr 2023 noch von einem leicht positiven Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) (+0,3 Prozent) für Deutschland ausgegangen. Im Konjunkturbericht vom 20. Juni 2024 geht das IfW nun von einem BIP-Wachstum (0,4 Prozent) für Deutschland aus. Die Verbraucherpreise beruhigten sich zum Jahresende 2023 und sanken infolge sinkender Energiepreise. Die Inflationsrate lag im Dezember 2023 bei 3,7 Prozent, während sie im November 2023 noch 3,7 Prozent betrug. Im Jahresdurchschnitt ergab sich eine Inflationsrate von 5,9 Prozent in 2023 bezogen auf 2022. 2.2 GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2023 ist die erbrachte Gesamtleistung, definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen sowie sonstiger betrieblicher Erträge, auf TEUR 108.433 gestiegen (Vorjahr: TEUR 96.744). Der Auftragsbestand beläuft sich auf mEUR 61,8. Da auch der Auftragseingang mit mEUR 41,0 deutlich unter den Erwartungen liegt, muss für die Jahre 2024 ff. von einer deutlich geringeren Leistung von rd. mEUR 60,0 ausgegangen werden. Das im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte ausgeglichene Ergebnis konnte nicht erreicht werden. Die Projekte in der Abwicklung hatten entgegen der Einschätzung des Vorjahres erhebliche Steigerungen im Aufwand zu verzeichnen. Die entstandenen Mehrkosten sind zum einen aus gestiegenen Preisen aufgrund der Inflation sowie zum anderen durch Schwächen in der Auftragsplanung zu verzeichnen. Aus diesen Vorlagen entwickelten sich fehlerhafte Planungen, die zu erheblichen Mehrkosten und somit zu einer wesentlichen negativen Ergebnisentwicklung beigetragen haben. Entstandener Mehraufwand konnte nicht in dieser Höhe an die Kunden verrechnet werden. Zusammenfassend zeichnet sich eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft ab. 2.3 VermögenslageDie Vermögensstruktur der Gesellschaft ist auf der Aktivseite durch das Anlagevermögen, die unfertigen Leistungen sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt. Dominierend im Anlagevermögen sind der fortgeschriebene derivative Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 883 (Vorjahr: TEUR 1.083) sowie vermietete Raumzellen in Höhe von TEUR 959 (Vorjahr: TEUR 1.442). Das Umlaufvermögen setzt sich vorwiegend aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von TEUR 1.109 (Vorjahr: TEUR 1.094), aus unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 99.107 (Vorjahr: TEUR 116.922), welche mit erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 92.490 (Vorjahr: TEUR 103.159) saldiert werden, aus geleisteten Anzahlungen in Höhe von TEUR 2.130 (Vorjahr: TEUR 3.467), aus fertigen Erzeugnissen (Intensivstation Krölpa) mit TEUR 2.333 (Vorjahr TEUR 0) sowie aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 25.420 (Vorjahr: TEUR 5.269) zusammen. Die Intensivstation in Krölpa wurde im Berichtsjahr von den unfertigen Leistungen in die fertigen Erzeugnisse umgegliedert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 47.076 (Vorjahr: TEUR 33.078) ausgewiesen. Seitens der ZECH Building SE ist mit Datum vom 25. März 2024 eine Garantieerklärung bis zu einer Höhe von TEUR 47.100 abgegeben worden. Die bisherigen Bereitstellungen von Kapital werden auf die Höhe der Garantievereinbarung angerechnet und nachrangig im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO behandelt. Die Garantievereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2025. Es wird mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine fristgerechte Verlängerung der Garantieerklärung erwartet. Durch Garantieverpflichtung vom 25. März 2024 wurde die zum 31. Dezember 2023 bestehende Garantieerklärung bis zu einer Höhe von TEUR 33.500 vom 11. Juni 2023 abgelöst. Diese war befristet bis zum 31. März 2024. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.581 (Vorjahr: TEUR 1.614) stammen sämtlich aus der im Jahr 2018 erfolgten Sacheinlage der Cadolto Fertiggebäude GmbH &Co. KG zuzüglich Zinsen nebst Anpassungen in den Folgejahren. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 14.566 (Vorjahr: 8.580) betreffen insbesondere noch auszuführende Arbeiten bzw. ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 11.808 (Vorjahr: TEUR 6.402), Kosten für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 1.210 (Vorjahr: TEUR 998), Kosten für Rechtsstreite in Höhe von TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 205) sowie verschiedene Aufwendungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 880 (Vorjahr: TEUR 827). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 24.496 (Vorjahr: TEUR 11.392) resultieren aus Darlehen einschließlich aufgelaufener Zinsen, die zum Zwecke der Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes ausgegeben wurden, sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. 2.4 FinanzlageDie Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 334). Mit Datum vom 25. März 2024 hat die ZECH Building SE zur Abdeckung der bilanziellen Überschuldung eine Garantieerklärung bis zu einem Betrag von TEUR 47.100 abgegeben. Die bisherigen Bereitstellungen von Kapital werden auf die Höhe der Garantievereinbarung angerechnet und nachrangig im Sinne des § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO behandelt. Die Garantievereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2025. Es wird mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine fristgerechte Verlängerung der Garantieerklärung erwartet. Durch Garantieverpflichtung vom 25. März 2024 wurde die zum 31. Dezember 2023 bestehende Garantieerklärung bis zu einer Höhe von TEUR 33.500 vom 11. Juni 2023 abgelöst. Diese war befristet bis zum 31. März 2024. Die kurzfristige Liquidität der Gesellschaft war angespannt. 2.5 ErtragslageDie Umsatzerlöse des Geschäftsjahres belaufen sich auf TEUR 122.807 (Vorjahr: TEUR 21.438). Die Gesamtleistung der Gesellschaft, definiert als die Umsatzerlöse zuzüglich der Bestandsveränderung sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen, beträgt im Geschäftsjahr TEUR 108.433 (Vorjahr: TEUR 96.744). Die Gesamtleistung abzüglich der Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 91.254 (Vorjahr: TEUR 90.773) führt zu einem Rohergebnis in Höhe von TEUR 17.178 (Vorjahr: TEUR 5.971). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) beträgt 84,16 % (Vorjahr: 93,8 %). Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 14.983 (Vorjahr: TEUR 15.992). Die daraus resultierende Personalaufwandsquote (Personalaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) beträgt 13,82 % (Vorjahr: 16,5 %). Die durchschnittliche Beschäftigtenanzahl beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 254 Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 14.982 (Vorjahr: TEUR 10.906) bestehen im Wesentlichen aus Aufwendungen für administrative Dienstleistungen, weiterzuberechnenden Kosten, Mieten und Leasing, Kosten des Fuhrparks und Wertberichtigungen auf Forderungen. Die Projekte in der Abwicklung hatten erhebliche Steigerungen im Aufwand zu verzeichnen. Die entstandenen Mehrkosten sind zum einen aus gestiegenen Preisen aufgrund der Inflation sowie zum anderen durch Schwächen in der Auftragsplanung zu verzeichnen. Aus diesen Vorlagen entwickelten sich fehlerhafte Planungen, die zu erheblichen Mehrkosten und somit zu einer wesentlichen negativen Ergebnisentwicklung beigetragen haben. Entstandener Mehraufwand konnte nicht in dieser Höhe an die Kunden verrechnet werden. Des Weiteren führte die Auslastung zu einer geringeren Deckung der Fixkosten. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 13.998 (Vorjahr: TEUR 22.615) ausgewiesen. 3. Forschung und EntwicklungEs wird weiterhin an der Zulassung der allgemeinen Bauartengenehmigung für die F30 Konstruktion gearbeitet. Die Zulassung ist für 2025 geplant. 4. Chancen- und Risikobericht4.1 Chancen- und RisikomanagementIn der Projektanbahnung werden die Risikosteuerungsmechanismen der Zech-Gruppe eingesetzt, demnach findet eine Selektion für die Angebotsbearbeitung und Preiskommission bei der Abgabe von verbindlichen Angeboten statt. In Projektverlauf werden regelmäßige Projektgespräche und diverse Lean-Methoden angewendet. Zum Einsatz kommen unter anderem IT-gestützte Systeme wie Navision, iTWo und Salesforce. 4.2 ChancenberichtDurch die Einbindung in die Prozesse der Unternehmensgruppe und die kontinuierliche Verbesserung der internen Abläufe ergeben sich wesentliche Chancen auf Effizienzgewinne in der Zukunft. Auch nach außen ergeben sich weitere Chancen. So kann sich durch die Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmensgruppe neues Kundengeschäft entwickeln. Aber auch die Bündelung im Bereich von Nachunternehmern und Lieferanten kann dazu führen, dass Kostenvorteile im Einkauf erzielt werden. 4.3 RisikoberichtSpeziell der Markt für Gebäude im Medizinbereich ist von einem starken Rückgang betroffen aufgrund der Unsicherheiten rund um die geplante Gesundheitsreform. Es kann im Moment noch nicht eingeschätzt werden, wann sich diese Situation ändert und wieder Projekte entstehen. Da die Gesellschaft sehr stark in diesem Bereich aktiv war, kann dies weiterhin zu einer geringeren Auslastung und Leistung führen. Durch den Rückgang der Aufträge können sich aus der fehlenden Deckung der Fixkosten weitere negative Ergebnisentwicklungen ergeben. 5. PrognoseberichtDie Lage am Baumarkt im Generellen ist weiterhin sehr angespannt. Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass kurzfristig nicht mit einem Anstieg der Investitionen in Krankenhausprojekte gerechnet werden kann. Zudem drängen Anbieter aus anderen Bereichen in Projekte, die als Systembau/Modulbau angefragt werden. Dadurch erhöht sich die Wettbewerbssituation drastisch. Die Gesellschaft befindet sich aktuell in einer bestandsgefährdenden Unternehmenslage. Die Gesellschaft geht aktuell davon aus, dass es nicht möglich sein wird, die ursprünglich geplante Leistung in den kommenden Jahren zu erreichen. Der niedrige Auftragseingang und sinkende Auftragsbestand deuten dies bereits an. Zudem befindet sich der Standort Cadolzburg seit Februar 2024 in Kurzarbeit. Die Gesellschaft plant im Rahmen eines Sanierungskonzeptes Maßnahmen umzusetzen, um auf die geringere Leistung zu reagieren. Es ist geplant, den Standort Cadolzburg kurzfristig abzuwickeln und die Produktion der Module am Standort Krölpa zu konzentrieren. Außerdem sollen diverse Tätigkeiten der Verwaltung, Planung und Projektabwicklung, die am Standort in Cadolzburg angesiedelt waren, in Zukunft über externe Ressourcen, u. a. auch aus der ZechGruppe abgedeckt werden. Zur Sicherstellung der Liquidität sind des Weiteren bereits Sale-and-Lease-Back-Maßnahmen sowie der Verkauf von Mietobjekten und vorgefertigten Modulen mit einem Volumen von mEUR 3,29 umgesetzt worden. Des Weiteren werden Maßnahmen geplant, die eine Sanierung des Eigenkapitals betreffen. Für 2024 wird eine Jahresleistung i. H. v. rd. mEUR 60,0 angestrebt, die sich in den Folgejahren auf rd. mEUR 30-35 reduzieren wird. Durch die Reduktion des Standorts und den Zugriff auf externe Dienstleister sollen die Fixkosten entsprechen der gesunkenen Leistung angepasst werden. Kosten, die aus einer Unterauslastung entstehen, sollen somit vermieden werden. Zumal erscheint es als wahrscheinlich, die geplante Leistung an einer angespannten Marktsituation zu generieren. Für das Geschäftsjahr 2024 wird unter Berücksichtigung der genannten Maßnahmen ein Ergebnis von TEUR 1.000 erwartet. Sollten die o. g. Maßnahmen nicht umgesetzt werden, ist die Gesellschaft in ihrer Existenz gefährdet.
Cadolzburg, den 9. September 2024 gez. Torsten Grätz, Geschäftsführer gez. Christian Lacher, Geschäftsführer Rechtliche und steuerliche Verhältnisse
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Cadolto Modulbau GmbH: PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Cadolto Modulbau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cadolto Modulbau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der UnternehmenstätigkeitWir verweisen auf die Ausführungen der Prognoseberichterstattung im Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Geschäfts- und Liquiditätssituation befindet. Wie in der Prognoseberichterstattung im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 12. September 2024 Nordwest
Revision GmbH
Beering, Wirtschaftsprüfer Dr. Lütke-Uhlenbrock, Wirtschaftsprüfer Den Jahresabschluss zum 31.12.2023 hat die Gesellschafterversammlung am 09.10.2024 festgestellt. |
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