Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 4452
Eingetragen
17.6.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Geräten und Anlagen der Industrietechnik, deren Teile, Armaturen oder Zubehör und sonstige Erzeugnisse der Weiterverarbeitung von Metallen und Kunststoffen, sowie die Übernahme aller Tätigkeiten, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Michael Strasen
seit 3.12.2025
Geschäftsführer
Stefan Leutloff
seit 25.7.2017
Geschäftsführer
Markus Unger
seit 28.10.2014
Prokura
Udo Michael Klee
seit 5.8.2013
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
700.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schmöle GmbH

Fröndenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Schmöle GmbH unterhält drei Standorte (ab dem 01.10.2023 zwei Standorte), an denen sie im Wesentlichen Produkte für die Bereiche Heizungsindustrie, Solaranlagen, Energieerzeugung, Apparate- und Maschinenbau, Klimatechnik, Gebäudetechnik und Automotive herstellt.

2. Forschung und Entwicklung

Bei den Entwicklungen von Wärmetauschern stehen Anwendungen mit hoher Energieeffizienz sowie für neue Kältemittel im Vordergrund.

Zusätzlich dazu wurden Forschungsprojekte mit Hochschulen und Instituten zu Fortschritten im Bereich der Technologie weitergeführt. Diese Vorgehensweise in der Entwicklung wird in 2023 verstärkt umgesetzt. Gemeinsam mit Kunden soll durch die wärmetechnischen Simulationen die Produkteffizienz gesteigert werden. Kontinuierlich wird der Leistungsbereich für unterschiedliche stoffliche und industrielle Anwendungen dieser Wärmetauscher erweitert und auf die Megatrends Energieeffizienz, Wärmewende, Wasserstoff und neue Kältemittel ausgerichtet.

Im Bereich der laserberippten Produkte hat weiterhin die Weiterentwicklung der "Laserfin-Produkte" für die Serienabnehmer in der Heizungsindustrie, der Kälte-Klimatechnik, den Anwendungen der Wärmerückgewinnung und dem Apparatebau einen hohen Stellenwert. Durch die Weiterentwicklung und Investitionen in neue Laseranlagen und -technik soll das Anwendungsspektrum der Materialkombinationen für die wesentlichen Kriterien wie "Wärmeleitfähigkeit", "Korrosionsbeständigkeit" und "Materialeffizienz" kontinuierlich erweitert werden.

Zusätzlich werden Maßnahmen im Bereich der Beschaffung ergriffen, um dem steigenden Kostendruck durch kostenoptimale Beschaffung zu begegnen sowie Liefersicherheit zu gewährleisten. Investitionen in neue Laser werden darüber hinaus zu einer Energieersparnis führen.

Im Bereich Flächenwärmetauscher sind 2023 die Neuprodukte Alpha-WLT, eine Weiterentwicklung der etablierten Wärmeleittechnik WLT und XIM erstmalig verbaut worden. Die neuen Alpha-WLTs wurden im Bereich Innovation mit dem Industrieaward des Bundesverbandes für Flächenheizung und -kühlung ausgezeichnet. Des Weiteren wurde der Absatz der Cufix Fußbodenheizungen ausgebaut und das Sortiment erweitert. Dieses System soll für die Schmöle GmbH einen Zugang zum Wohnungsbau und zur energetischen Sanierung öffnen. Vor dem Hintergrund der steigenden Rohstoffkosten werden, die von der Schmöle GmbH patentierten Harfensysteme, verstärkt im Markt etabliert. Hierdurch können sowohl Kosten (geringerer Rohstoffeinsatz) als auch CO 2 -Emissionen (weniger graue Energie) eingespart werden. Der verstärkte Einsatz dieser Systeme wird die Kunden der Schmöle GmbH im Wettbewerb stärken, wodurch der Marktanteil mit Bestandskunden weiter ausgebaut werden soll.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr (2022), das Wirtschaftswachstum betrug 1,9 %.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam in 2023 nach wie vor im krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Gedämpft wurde die Konjunktur von weiterhin hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen und einer geringen Nachfrage aus dem In- und Ausland.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse in Höhe von 40.018 T€ (Vorjahr: 44.899 T€) verteilen sich geographisch wie folgt:

Geografische Aufteilung der Umsatzerlöse:

2023
T€
2022
T€
Deutschland 21.319 25.629
Europäische Union 16.134 15.379
Drittland 2.565 3.891
40.018 44.899

Der Umsatz der Schmöle GmbH nahm gegenüber dem Vorjahr um 4.881 T€ bzw. 10,9 % ab.

In diesem Jahr haben sich die verschiedenen Umsatzsegmente gemischt entwickelt. In dem Geschäftsbereich Heizungs- und Klimatechnik kam es nach einem starken ersten Halbjahr zu einem deutlichen Umsatzrückgang. Im Gegensatz dazu hat sich der Umsatz im Bereich der Flächenwärmetauscher stabil entwickelt.

Die Inlandsumsätze nahmen um 4.310 T€ oder 16,8 % ab, und die Auslandsumsätze sanken um 571 T€ oder 3,0 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Exportumsätze am Gesamtumsatz beträgt 46,8 % (Vorjahr: 42,9 %).

Die Schmöle GmbH konnte ein positives Ergebnis von 250 T€ (Vorjahr: 2.199 T€) vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstigen Steuern erwirtschaften.

Die im Vorjahr prognostizierten leichten Umsatzerhöhungen konnten aufgrund des starken Rückgangs im Heizungsbereich nicht erreicht werden.

Personal

Die Schmöle GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 140 (Vorjahr: 138) Mitarbeiter/-innen.

Investitionen

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 321 T€ (Vorjahr: 70 T€) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Diese betrafen im Wesentlichen Maschinen und Ausstattungen. Darüber hinaus wurde mit dem Bau der neuen Produktions- und Lagerhalle am Standort Fröndenberg-Westick begonnen. Bis zum Bilanzstichtag beliefen sich die Herstellungskosten (Anlagen im Bau) auf 1.091 T€.

Im Jahr 2024 wird die neue Halle fertiggestellt. Ebenso werden Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen in dem Maschinenpark vorgenommen

3. Lage

a) Ertragslage

Der Gesamtumsatz nahm um 4.881 T€ oder 10,9 % von 44.899 T€ auf 40.018 T€ ab.

Die Bestände an unfertigen und fertigen Erzeugnissen nahmen um 867 T€ ab (Vorjahr: 257 T€). Dies führt in Summe gegenüber dem Vorjahr zu einer um 5.390 T€ bzw. 12,1 % verminderten Gesamtleistung von 39.252 T€ (Vorjahr: 44.642 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 641 T€ (Vorjahr: 290 T€). Hierin enthalten sind u. a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 57 T€ (Vorjahr: 27 T€) und Schadensersatzleistungen in Höhe von 125 T€ (Vorjahr: 90 T€) und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen 10 T€ (Vorjahr: 92 T€). Ferner wurde eine Forderung gegenüber der Tochter Changzhou Jiuzhou Transense Special Cooper Co., Ltd.China in Höhe von 388 T€ geltend gemacht(Vorjahr: 0 T€).

Die Materialaufwendungen sanken um 3.582 T€ bzw. 12,3 % auf 25.457 T€ (Vorjahr: 29.039 T€).

Die Personalaufwendungen in Höhe von 8.878 T€ (Vorjahr: 8.815 T€) nahmen gegenüber dem Vorjahr um 62T€ oder 0,7 % zu.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4.476 T€ (Vorjahr: 4.328 T€) erhöhten sich um 148 T€ oder 3,4 %.

Nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 195 T€ (Vorjahr: 723 T€) und den sonstigen Steuern in Höhe von 30 T€ (Vorjahr: 23 T€) verbleibt ein Jahresüberschuss von 24 T€ (Vorjahr: 1.453 T€).

b) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Schmöle GmbH verminderte sich von 17.331 T€ um 591 T€ bzw. 3,4 % auf 16.740 T€.

Das Anlagevermögen nahm gegenüber dem Vorjahr um 799 T€ auf 3.683 T€ zu. Den Zugängen im Anlagevermögen in Höhe von 1.464 T€ standen Abschreibungen von 579 T€ und Buchwertabgänge in Höhe von 86 T€ gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.952 T€ haben sich im Vergleich zum Vorjahr vermindert (Vorjahr: 2.157 T€).

Die Vorräte haben sich gegenüber dem Vorjahr von 10.312 T€ um 1.697 T€ auf 8.615 T€ gemindert.

Die Beteiligung an der Changzhou Jiuzhou Transense Special Copper Co., Ltd. (China) diente im Wesentlichen zur Absicherung der Rohstoffe im Bereich gestreckter Kupferrohre, diese 50%ige Beteiligung wurde im Geschäftsjahr aufgrund der wirtschaftlichen Erfolgslosigkeit seitens des chinesischen Unternehmens auf €1 abgeschrieben.

Auf der Passivseite nahmen das Eigenkapital um 276 T€ und die Rückstellungen um 553 T€ ab. Die Verbindlichkeiten um 239 T€ zu.

Das Eigenkapital verminderte sich um 276 T€, aufgrund einer Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag in Höhe von 300 T€ abzgl. Jahresüberschuss von 24 T€. Die Eigenkapitalquote veränderte sich nur unwesentlich von 43,0 % auf 43,2 %. Die Eigenkapitalrentabilität entwickelte sich bezogen auf das Ergebnis nach Steuern wie folgt:

2023 2022 2021 2020
EK-Rentabilität: 0,3 % 19,2 % 17,4 % 2,5 %

Die Rückstellungen verminderten sich um 553 T€ auf 4.766 T€. Hiervon entfallen 3.067 T€ auf Pensionsrückstellungen und 578 T€ auf Steuerrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 194T€ auf 1.047 T€, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verminderten sich um 327 T€ von 632 T€ auf 305 T€; darin sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 300 T€ (Vorjahr: 600 T€) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erhöhten sich um 242 T€ auf 368 T€ und die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 93 T€ von 425 T€ auf 518 T€.

Die Liquiditätslage hat sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbezogen um 1.060 T€ verbessert.

4. Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren

Mitarbeiterzufriedenheit

Im Geschäftsjahr 2023 konnten 2 Betriebsversammlungen durchgeführt werden. Im Rahmen dieser Betriebsversammlungen wurden alle Fragen der Belegschaft von der Geschäftsleitung beantwortet. Für das Jahr 2024 ist eine neue Mitarbeiterbefragung im Unternehmen geplant.

Kundenzufriedenheit

Im Rahmen des kontinuierlichen Zertifizierungsprozesses (gem. ISO 9001:2015) wurde die Kundenzufriedenheit im laufenden Kunden-Lieferanten-Prozess erfasst und analysiert. Im Bedarfsfall wurden Maßnahmen ergriffen und anschließend kontrolliert (PDCA-Zyklus). Das LRQA-Audit (gem. ISO 9001:2015) wurde im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls bestanden.

III. Prognosebericht

Die Energiepreisentwicklung und die Energiewende in Deutschland und in vielen anderen Ländern führt zu veränderten Investitionsentscheidungen auf dem Heizungsmarkt. Aktuell ist aufgrund der großen Verunsicherung bei den Verbrauchern sowie dem starken Rückgang im Neubaumarkt ein Rückgang in der Heizungsindustrie zu erwarten. Geringe Absatzmengen bei Erdgas-Brennwertthemen führen zu Umsatzeinbußen im Bereich der Edelstahlrippenrohre und Glattrohrwärmetauschern. Der Rückgang des Neubaugeschäftes sorgt zudem für einen Nachfragerückgang bei Speichern und Wärmepumpen und reduziert die Umsatzaussicht für die Schmöle GmbH bei den Rippenrohren.

Für die Auftragslage im Bereich Projektgeschäft für Rippenrohre, insbesondere in der Anwendung der Kraftwerkstechnologie, wird eine Verbesserung der Situation für Ende 2024/Anfang 2025 prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2025 wird eine Steigerung der Umsätze erwartet.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird von einer leicht erhöhten Gesamtleistung bei einem voraussichtlichen Ergebnis vor Steuern im sehr niedrigen siebenstelligen Bereich ausgegangen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Nationale und internationale politische Unsicherheiten könnten sich negativ auf die Absätze der Produkte für die Energie- und Wärmewende auswirken. Sowohl die Situation in der Heizungsindustrie als auch im Gewerbeimmobilienbereich (Hauptabnehmer Branche der Kühldecken) hat sich zum Negativen entwickelt. Aufgrund der allgemeinen Verunsicherung rund um das GEG gibt es aktuell eine verstärkte Zurückhaltung bei den Investitionen in Heizungssysteme seitens der Privathaushalte. Eine klare Regelung könnte hier für eine Verbesserung der Situation und steigenden Umsätzen führen. Zinssenkungen könnten zudem für positive Impulse bei der Investition im Immobiliensektor führen. Auf dem Beschaffungsmarkt werden weniger Risiken, was die Wiederbeschaffungsdauer angeht, erwartet als im Vorjahr.

Die gesamte wirtschaftliche Prognose für das Jahr 2024 hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf und der Länge des Kriegs in der Ukraine ab. Die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise werden die nächsten Jahre noch nachhaltig belasten. Insbesondere in China beeinträchtigen die Auswirkungen die Wirtschaftsleistung und gefährden weiterhin die Lieferketten. In einem Mid-Case-Szenario gehen wir davon aus, dass Nachholeffekte und Preiserhöhungen die negativen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2024 kompensieren werden.

Neben den offensichtlichen Risiken daraus zeigen sich gleichzeitig auch Chancen, etwa für die Gewinnung von Neukunden, die aus unterschiedlichsten Gründen nach neuen Lieferanten suchen, aber auch für den Ausbau der Zusammenarbeit mit Bestandskunden.

Weitere Chancen ergeben sich bei den Flächenwärmetauschern für die Gebäudeklimatisierung. Sowohl für die energetische Gebäudesanierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien als auch für die energiesparende Klimatisierung von Produktions-Lagerhallen, entwickelt und vertreibt die Schmöle GmbH besonders wettbewerbsfähige innovative Produkte.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Fröndenberg, den 27. Juni 2024

Schmöle GmbH

Stefan Leutloff

Till Neumann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.683.384,08 2.884.400,81
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.444,00 39.320,00
II. Sachanlagen 3.371.865,75 2.405.696,20
III. Finanzanlagen 291.074,33 439.384,61
B. Umlaufvermögen 13.026.666,10 14.434.946,04
I. Vorräte 8.615.238,88 10.311.915,87
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.418,76 17.676,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.218.754,62 3.989.998,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.192.672,60 133.031,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.129,67 11.587,03
Aktiva 16.740.179,85 17.330.933,88

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.228.445,30 7.504.362,18
I. Gezeichnetes Kapital 700.000,00 700.000,00
II. Kapitalrücklage 3.700.000,00 3.700.000,00
III. Gewinnvortrag 2.804.362,18 1.650.891,25
IV. Jahresüberschuss 24.083,12 1.453.470,93
B. Rückstellungen 4.765.955,28 5.319.461,00
C. Verbindlichkeiten 4.745.779,27 4.507.110,70
Passiva 16.740.179,85 17.330.933,88

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.435.995,90 15.892.814,30
2. Personalaufwand 8.877.920,42 8.815.457,48
a) Löhne und Gehälter 7.202.388,09 7.390.948,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.675.532,33 1.424.508,95
3. Abschreibungen 397.945,41 354.410,61
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 397.945,41 354.410,61
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.476.193,68 4.327.572,98
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 39.482,17 140.231,67
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.520,88 2,39
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.325,80
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 180.972,37 431,23
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 256.920,65 198.154,55
davon an verbundene Unternehmen 20.000,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 195.441,33 722.704,31
10. Ergebnis nach Steuern 54.122,92 1.476.411,33
11. sonstige Steuern 30.039,80 22.940,40
12. Jahresüberschuss 24.083,12 1.453.470,93

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Schmöle GmbH, Fröndenberg, Amtsgericht Hamm, HRB 4452, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

In Anwendung der Definition der Größenklassen nach § 267 HGB ist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Bilanz ist gem. § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zwecks Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses alle Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei bzw. fünf Jahre zugrunde gelegt.

Bei den Gegenständen des abnutzbaren Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage fortgeführter Durchschnittswerte oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen vom Bilanzstichtag. Die Bewertung der Herstellungskosten erfolgt auf der Grundlage der einzelnen Produkte unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrades. Dabei sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch in angemessenem Umfang anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind offen von den Vorräten abgesetzt.

Abweichend hiervon werden sämtliche in den Vorräten enthaltenen Kupferbestände grundsätzlich nach dem LIFO-Verfahren als Bewertungsvereinfachungsverfahren gemäß § 256 HGB bewertet. In 2023 wurden zwei neuen Layer gebildet.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert (wahrscheinlicher Realisationswert) bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährungen wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird zum Nennwert bilanziert.

Die Dotierung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 HGB.

Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, wurde der Erfüllungsbetrag mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wurde.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte im Berichtsjahr unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode nach den Heubeck-Richttafeln 2018 G. Die Fluktuation wurde mit 0,0 %, der Rententrend mit 2,0 % angenommen. Es wurde ein Zinssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) zugrunde gelegt.

Die handelsrechtlichen Vorschriften zur Bewertung von Pensionsrückstellungen wurden gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB angesetzt, wonach der 10-Jahres-Durchschnittszinssatz der Abzinsung zugrunde gelegt wurde.

Die Pensionsrückstellungen sind unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem hierfür anzuwendenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Der Erfüllungsbetrag zum Stichtag beträgt EUR 3.066.922,00. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und aus den vergangenen acht Geschäftsjahren beträgt EUR 47.025,00 (§ 253 Abs. 6 HGB). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Die Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem zu erwartenden Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanz wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Dem Prinzip der Bewertungsstetigkeit wurde Rechnung getragen.

C. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Durch die Anwendung des periodisierten LIFO-Verfahrens (Last-in-first-out) als Verbrauchsfolgeverfahren für die in den Vorräten enthaltenen Kupferbestände ergibt sich zum 31. Dezember 2023 ein Unterschiedsbetrag im Vergleich zum Marktwert in Höhe von rd. T-EUR 3.391 (Vorjahr: rd. T-EUR 3.314).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Pensionen und Pensionsanwartschaften. Für die Ermittlung des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags der Pensionsverpflichtungen wurde die "Projected-Unit-Credit"-Methode (PUC) angewendet.

Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 infolge der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geänderten Bewertungsvorschriften ergibt sich ein Zuführungsbetrag in Höhe von EUR 172.608,00. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB erfolgt die ratierliche Zuführung dieses Betrags bis spätestens zum 31. Dezember 2024. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Teilbetrag in Höhe von EUR 11.507,00 erfolgswirksam über die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeführt.

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die aus Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB resultierende Unterdeckung EUR 11.510,00 (Vorjahr: EUR 23.017,00).

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
Zum Vergleich 31.12.2022
EUR
Freiwillige und tarifvertragliche Verpflichtungen aus Arbeitsverträgen 657.818,41 1.014.240,20
Gewährleistungsverpflichtungen 80.000,00 90.000,00
Übrige 382.999,72 186.199,80
1.120.815,13 1.190.440,00

Die Verbindlichkeiten und ihre Restlaufzeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 31.12.2022
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.507.404,00 2.507.404,00 0,00 0,00
(2.082.510,28) (2.078.115,26) (4.394,02) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.047.447,51 1.047.447,51 0,00 0,00
(1.241.921,64) (1.241.921,64) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 304.986,35 304.986,35 0,00 0,00
(632.316,00) (632.316,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 367.782,82 367.782,82 0,00 0,00
(125.509,03) (125.509,03) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 518.158,59 518.158,59 0,00 0,00
(424.853,75) (424.853,75) (0,00) (0,00)
4.745.779,27 4.745.779,27 0,00 0,00
(4.507.110,70) (4.507.110,70) (4.394,02) (0,00)

Zur Absicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden sämtliche Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Halbfabrikate und Fertigwaren, somit das gesamte Warenlager sicherungsübereignet.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus Steuern in Höhe von EUR 249.574,35 (Vorjahr: EUR 129.717,75) und Verpflichtungen im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.585,83) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 3.766,36 (Vorjahr: EURO 0,00) Erträge aus Währungsdifferenzen.

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 204.498,35 (Vorjahr: EUR 46.913,01) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen in Höhe von EUR 39.482,17 (Vorjahr: EUR 140.231,67).

Zudem sind Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 30.958,00 (Vorjahr: EUR 98.031,00) angefallen.

D. Sonstige Angaben

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Die Gesellschaft hält Beteiligungen an den folgenden Unternehmen:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil
in %
Eigenkapital einschließlich Ergebnis 2023
EUR
Ergebnis des Geschäftsjahres 2023
EUR
Schmöle energijska technika d.o.o., Zabovic (Slowenien) 100,00 99.801,37 6.725,28
Changzhou Jiuzhou Transense Special Cooper Co., Ltd. (China) 50,00 -925.593,06 -2.600.359,19

Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich folgende Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 95 96
Angestellte 45 42
140 138

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen am Bilanzstichtag für die Gesellschaft aus langfristigen Liefer- und Leistungsverträgen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 7.158.308,06 (Vorjahr: EUR 7.584.312,68).

Gesellschaftsorgane

Im Berichtsjahr bestand die Geschäftsführung aus folgenden Mitgliedern:

Dipl.-Wirt.-Ing. Stefan Leutloff, Lünen

Dipl.-Wirt.-Ing. Till Neumann, Iserlohn

Hinsichtlich der Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Abschlussprüferhonorar

Die Kosten für die Abschlussprüfung werden im Anhang zum Konzernabschluss, den die Surikate Mittelstands AG, Lünen, aufstellt, angegeben.

Konzernabschluss

Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises der Gesellschaft ist die Surikate Mittelstands AG, Lünen.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 des Mutterunternehmens mittels Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss der Surikate Mittelstands AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Fröndenberg, den 27. Juni 2024

Schmöle GmbH

Stefan Leutloff

Till Neumann

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schmöle GmbH, Fröndenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schmöle GmbH, Fröndenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schmöle GmbH, Fröndenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 27. Juni 2024

FALK GmbH & Co KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Rohling, Wirtschaftsprüfer

Friedemann Ullner, Wirtschaftsprüfer"

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.