Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 9545
Eingetragen
16.10.2014
Branche
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und VerkehrsanlagenSpezialisierte Bautätigkeiten im TiefbauBau von Industrieanlagen, außer Gebäuden
Gegenstand
Planung, Betreuung und Ausführung von Hoch- und Tiefbauarbeiten im industriellen Bereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Franz Ziegler
seit 9.11.2015
Geschäftsführer
Rainer Graf
seit 9.11.2015
Prokura
Christian Heilmeier
seit 9.11.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Porr Bau GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Porr Bau GmbH
Austria
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Porr Industriebau GmbH

Passau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

31.12.2023 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 37.222,00 34.976,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 155.987,00 134.137,00
193.209,00 169.113,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Nicht abgerechnete Bauten 387.122.520,29 216.071.950,97
2. - zurechenbare erhaltene Anzahlungen -383.461.839,33 -215.244.742,90
3.660.680,96 827.208,07
3. Geleistete Anzahlungen 4.920.548,28 811.653,17
8.581.229,24 1.638.861,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.633.188,42 3.162.267,82
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 115.012.003,75 97.237.854,94
3. Sonstige Vermögensgegenstände 202.595,49 197.364,98
119.847.787,66 100.597.487,74
128.429.016,90 102.236.348,98
128.622.225,90 102.405.461,98
31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 23.361.065,87 24.191.085,58
23.386.065,87 24.216.085,58
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 740.591,51 839.417,75
2. Sonstige Rückstellungen 43.085.830,45 19.802.530,85
43.826.421,96 20.641.948,60
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 37.494.203,37 32.619.284,14
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.185.734,72 23.121.000,29
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.175.639,76 1.801.085,98
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.554.160,22 6.057,39
61.409.738,07 57.547.427,80
128.622.225,90 102.405.461,98

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 29.080.251,27 95.452.664,32
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 171.050.569,32 70.068.587,30
3. Sonstige betriebliche Erträge 290.847,13 346.736,80
200.421.667,72 165.867.988,42
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Material -7.456.965,01 -13.850.679,91
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -170.430.474,17 -131.318.717,92
-177.887.439,18 -145.169.397,83
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.346.097,56 -8.591.872,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.494.333,05 -1.215.046,65
(davon für Altersversorgung: EUR 0,00; VJ. EUR 0,00)
-10.840.430,61 -9.806.919,22
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -288.829,04 -209.203,81
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.869.718,59 -5.636.107,47
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.438.068,17 85.221,17
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.438.068,17; VJ. EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -46.449,70 -5.385,50
(davon an verbundene Unternehmen: EUR 2.920,31; VJ. EUR 5.385,50) 1.391.618,47 79.835,67
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -578.166,64 -355.170,72
11. Ergebnis nach Steuern 4.348.702,13 4.771.025,04
12. Sonstige Steuern -178.721,84 -52.185,83
13. Jahresüberschuss 4.169.980,29 4.718.839,21
14. Gewinnvortrag 24.191.085,58 24.472.246,37
15. Gewinnausschüttung -5.000.000,00 -5.000.000,00
16. Bilanzgewinn 23.361.065,87 24.191.085,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Porr Industriebau GmbH hat ihren Sitz in Passau. Sie ist in das Handelsregister Passau mit der Handelsregisternummer HRB 9545 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte auf Grundlage der rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff ., 264 ff. HGB) sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes.

Die Gliederung der Bilanz zum 31.12.2023 sowie der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12. 2023 entsprechen den handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB. Gemäß § 265 Abs. 5 Satz 1 HGB wurden branchenübliche Untergliederungen der Bilanzposten vorgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften zu den Posten der Bilanz anzubringenden Davon-Vermerke haben wir im Interesse der Klarheit und besseren Übersichtlichkeit überwiegend im Anhang dargestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wird zum Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums höchstens zu Anschaffungskosten, in der Folgezeit um planmäßige Abschreibungen vermindert, bewertet. Bei den Abschreibungen liegt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Technischen Anlagen und Maschinen bei 2 bis 11 Jahren und der Betriebs- und Geschäftsausstattung bei 5 bis 23 Jahren.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungswerten bis EUR 250,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Vermögengegenstände deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250,00 und unter EUR 800,00 liegen, werden aktiviert und im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben.

Die Bewertung der unfertigen Bauten erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten zuzüglich der Kosten der Hilfskostenstellen sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Das Niederstwertprinzip in Form der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Von den Herstellungskosten sind die direkt zurechenbaren erhaltenen Anzahlungen offen abgesetzt und der übersteigende Betrag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Den Wertansätzen zum Erfüllungsbetrag liegen sorgfältig aufgemachte Berechnungen und Nachweise nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate zugrunde. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für temporäre und quasi permanente Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu diesen Differenzen können bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt werden. Im Geschäftsjahr ergab sich aufgrund vorhandener körperschafts- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge insgesamt eine aktive latente Steuer. Von dem Wahlrecht der Bilanzierung aktiver latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 31 %, der Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer umfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens mit den historischen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen ist in einem Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Umlaufvermögen

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände des Berichtsjahrs sowie des Vorjahrs haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus einem Guthaben in Höhe von TEUR 115.068 (Vj. TEUR 97.264) im Rahmen der Cash-Pool-Vereinbarung mit der PORR GmbH & Co. KGaA, München, sowie der PORR AG, Wien (verbundene Unternehmen), welches mit den Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 56 (Vj. TEUR 39) saldiert ausgewiesen wird. Auf Gesellschafter entfallen Forderungen von TEUR 5 (Vj. TEUR 13).

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Restforderungen aus Subunternehmerverhältnissen.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt EUR 25.000,00 und wurde vollständig einbezahlt. Alleiniger Gesellschafter ist die PORR Bau GmbH mit dem Sitz in Wien.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 24.10.2023 wurde vom Bilanzgewinn in Höhe von EUR 24.191.085,58 ein Betrag von EUR 5.000.000,00 an den alleinigen Gesellschafter ausgeschüttet (nachträgliche Gewinnausschüttung).

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für:

- Personalverpflichtungen TEUR 2.837 (Vj. TEUR 2.244)
- Fehlende Eingangsrechnungen TEUR 39.191 (Vj. TEUR 15.974)
Haftarbeiten TEUR 1.032 (Vj. TEUR 1.561)

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen analog zum Vorjahr eine Laufzeit kürzer 1 Jahr auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. Auf Gesellschafter entfallen Verbindlichkeiten von TEUR 453 (Vj. TEUR 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer TEUR 2.547 (Vj. TEUR 0) und sozialer Sicherheit von TEUR 7 (Vj. TEUR 5).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Unter den Umsatzerlösen werden die abgerechneten Bauleistungen für Eigenbaustellen in Höhe von TEUR 27.195 (Vj. TEUR 93.429) sowie die sonstigen Erlöse aus Kleinaufträgen in Höhe von TEUR 1.885 (Vj. TEUR 2.024) ausgewiesen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus geldwertem Vorteil in Höhe von TEUR 291 (Vj. TEUR 266).

V. Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Zu Geschäftsführern waren im Geschäftsjahr bestellt:

 

Herr Christian Heilmeier, technische Geschäftsführung

 

Herr Franz Ziegler, kaufmännische Geschäftsführung

Die Befreiungsvorschrift gem. § 286 Abs. 4. HGB wurde in Anspruch genommen.

2. Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 87 (Vj. 79) Angestellte.

3. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse, die für die wirtschaftliche Lage von Bedeutung sind, bestehen in Form von ausgegebenen Bürgschaften i.H.v. TEUR 95.804 (Vj. TEUR 80.664). Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns zurzeit nicht vor.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Für Abschlussprüfungsleistungen wurden als Gesamthonorar für das Geschäftsjahr TEUR 26 vereinbart.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von EUR 23.361.065,87 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der PORR AG, Wien, Österreich, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Abschluss wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und auf der Homepage des Mutterunternehmens www.porr.at veröffentlicht.

7. Nachtragsbericht

Die globalen Auswirkungen zunehmender Handelskonflikte, sowie etwaige Folgen in Bezug auf den Ukraine Krieg haben im gesamten Jahr 2023 die unternehmerische Tätigkeit beeinflusst. Hierdurch wurden Lieferketten unterbrochen, welche als Folgewirkung Lieferengpässe auslösten. Auch die damit auftretenden Kostensteigerungen bei Material, Energie und Löhnen wirkten sich negativ auf den Betriebserfolg aus. Die Geschäftsführung hat aufgrund der vertraglichen Ergänzungen und Vereinbarungen mit Ihren Kunden die Auswirkungen daraus im partnerschaftlichen Sinn vereinbart und abgesichert. Man geht daher davon aus, dass die Auswirkungen der o.g. Ereignisse zu keinen wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Geschäfts- und Finanzentwicklung der Gesellschaft im Jahr 2024 führen wird.

Weitere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.

 

Passau, den 31.03.2024

Die Geschäftsführung:

Christian Heilmeier

Franz Ziegler

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
I. Technische Anlagen und Maschinen
Technische Anlagen und Maschinen 49.716,79 12.275,00 0,00 61.991,79
49.716,79 12.275,00 0,00 61.991,79
II. Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Büroeinrichtung "NL. Passau" 216.765,88 47.777,29 0,00 264.543,17
216.765,88 47.777,29 0,00 264.543,17
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 252.872,75 252.872,75 0,00
0,00 252.872,75 252.872,75 0,00
266.482,67 312.925,04 252.872,75 326.534,96
Abschreibungen
1.1.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
I. Technische Anlagen und Maschinen
Technische Anlagen und Maschinen 14.740,79 10.029,00 0,00 24.769,79
14.740,79 10.029,00 0,00 24.769,79
II. Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Büroeinrichtung "NL. Passau" 82.628,88 25.927,29 0,00 108.556,17
82.628,88 25.927,29 0,00 108.556,17
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 252.872,75 252.872,75 0,00
0,00 252.872,75 252.872,75 0,00
97.369,67 288.829,04 252.872,75 133.325,96
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
I. Technische Anlagen und Maschinen
Technische Anlagen und Maschinen 37.222,00 34.976,00
37.222,00 34.976,00
II. Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Büroeinrichtung "NL. Passau" 155.987,00 134.137,00
155.987,00 134.137,00
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
0,00 0,00
193.209,00 169.113,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Porr Industriebau GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 4 HGB. Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 25.000,00 ist vollständig einbezahlt und wird von der PORR Bau GmbH, Wien, gehalten.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Betreuung und Ausführung von Hoch- und Tiefbauarbeiten im industriellen Bereich.

Die Gesellschaft ist als Totalübernehmer, Generalübernehmer bzw. Generalunternehmer tätig. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf die Schwerpunkte in der Halbleiterindustrie inkl. Reinraumausbau, der chemischen und petrochemischen Industrie, der Pharmaindustrie inkl. Laborausbau und der Lebensmittelindustrie bis hin zu unterschiedlichen Sonderbauten.

Sitz der Gesellschaft ist Passau. Die Gesellschaft ist geschäftsansässig in Passau und verfügt über Bürostandorte in Stuttgart, München, Dresden und Bergisch-Gladbach.

B. Wirtschaftsbericht

1. Allgemeine und bauwirtschaftliche Entwicklung

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegen- über dem Vorjahr gesunken. Mit einem Volumen von 102,3 Milliarden Euro lag der Auftragseingang nominal (nicht preisbereinigt) 3,3 % über dem Vorjahresniveau und damit erstmals im dreistelligen Milliardenbereich, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die unterschiedliche Entwicklung von realen und nominalen Werten ist auf die zu Beginn des Jahres deutlich gestiegenen Baupreise zurückzuführen. Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 %. Nominal steigerte er sich um 3,5 % und erreichte einen neuen Höchststand von 113,8 Milliarden Euro. Dabei fiel der Wohnungsbau mit 26,6 Milliarden Euro Jahresumsatz am stärksten ins Gewicht, der gewerbliche Hochbau folgte mit 26,0 Milliarden Euro. 1

Für das abgelaufene Jahr 2023 rechnet der ZDB mit einem realen Umsatzrückgang von 5,3 %. Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben per Saldo auch für die Beschäftigung nicht ohne Folgen. Nach ca. 926.700 Beschäftigten in 2022 rechnet der ZDB für 2023 mit ca. 920.000 Beschäftigten. 2

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_068_441.html, abgerufen am 29.02.2024
2 https://www.zdb.de/meldungen/baukonjunktur-2023-2024-zwischen-fachkraeftemangel-und-kurzarbeit-1, abgerufen am 29.02.2024

Wohnungsbau:

Neben den gestiegenen Baupreisen und Lebenshaltungskosten bremsen die Finanzierungsbedingungen die Investoren aus. Für 2023 erwartet der ZDB noch eine Baufertigstellung von 271.000 Wohnungen, für das kommende Jahr hingegen nur noch mit ca. 235.000 Wohnungen. Des Weiteren rechnet der ZDB für 2023 mit einem Umsatzrückgang im Wohnungsbau von 11% im Vergleich zum Vorjahr. 2

Wirtschaftsbau:

Im Wirtschaftsbau zeigt sich eine zweigeteilte Entwicklung. Der Wirtschaftshochbau wird durch die Zinsentwicklung und die Energiepreise deutlich eingebremst. Die Nachfrage bleibt insgesamt schwach gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand und seine Reichweite haben zudem gegenüber dem Vorjahr abgenommen.

Im Wirtschaftstiefbau hat es hingegen deutliche Impulse gegeben. Hier kommen Projekte der Mobilitätswende und der Energiewende an den Markt. Auch die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Somit stehen die Order im Wirtschaftstiefbau kumulativ per September nominal um fast 30 % im Plus.

Der Wirtschaftsbau erreicht 2023 einen Umsatz von ca. 59,6 Mrd. Euro, real ein Rückgang um 2 %. 2

Öffentlicher Bau:

Für 2023 rechnet der Verband im öffentlichen Hochbau mit einem Umsatz bei gut 9 Mrd. Euro, real ein Plus von knapp 4 %. Für den öffentlichen Tiefbau wird mit einem Umsatz von 35 Mrd. Euro gerechnet, real ein Rückgang um gut 3 %. Damit erreicht der öffentliche Bau 2023 gut 44 Mrd. Euro, real ein Rückgang um 2 %. 2

2. Geschäftsentwicklung der Gesellschaft

Zur Steuerung des Unternehmens werden durch die Gesellschaft die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren Bauleistung, als Summe aus Umsatzerlösen und der Bestandsveränderungen, sowie das Ergebnis nach Steuern verwendet. Es werden keine nichtfinanziellen Indikatoren verwendet.

Die Porr Industriebau GmbH konzentrierte sich im Geschäftsjahr 2023 dahingehend, die im Bau befindlichen Projekte erfolgreich abzuschließen und neue Projekte zu akquirieren. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 29.080 (Vorjahr: TEUR 95.453). Dies ist insbesondere durch die Abarbeitung der noch laufenden Projekte im Wirtschaftsjahr begründet. Die Bauleistung stieg aufgrund der laufenden Projekte signifikant um TEUR 34.610 auf TEUR 200.131 (Vorjahr: TEUR 165.521).

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 4.170 (Vorjahr TEUR 4.719). Damit konnte die Prognose aus dem Vorjahr erreicht werden.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 24.10.2023 wurde vom Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 24.191 ein Betrag von TEUR 5.000 an den alleinigen Gesellschafter ausgeschüttet.

3. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch einen Anstieg der Bilanzsumme um TEUR 26.216 auf TEUR 128.622 (+25,6 %) geprägt. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung durch die Erhöhung der Cash- Pool Forderung gegen die PORR GmbH & Co. KGaA begründet (TEUR +17.804) sowie auf den Anstieg der noch nicht abgerechneten Bauten (TEUR +2.833). Zudem sind die geleisteten Anzahlungen aus Subunternehmerverhältnissen um TEUR 4.109 gestiegen.

2 https://www.zdb.de/meldungen/baukonjunktur-2023-2024-zwischen-fachkraeftemangel-und-kurzarbeit-1, abgerufen am 29.02.2024

Der Anstieg des Umlaufvermögens um TEUR 26.193 auf TEUR 128.429 ist vor allem bedingt durch einen im Vergleich zum Vorjahr höheren Bestand bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR +19.250) sowie eine Erhöhung bei den Vorräten (TEUR +6.942). Die Aktivierten nicht abgerechneten Bauten sind aufgrund laufender Projekte auf TEUR 387.123 gestiegen.

Die Rückstellungen sind im Berichtsjahr insgesamt um TEUR 23.184 auf TEUR 43.826 gestiegen. Dies ist vor allem einer Zunahme bei den Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen sowie der Personalrückstellungen geschuldet.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um insgesamt TEUR 3.862 sind im Wesentlichen durch einen Anstieg der Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR 4.875), sowie einen Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen begründet (TEUR 1.375). Gleichzeitig wirkt sich die Erhöhung der Sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund Umsatzsteuer aus (TEUR 2.548). Gegenläufig sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.935. Insgesamt resultiert die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus den gestiegenen Bauleistungen im Wirtschaftsjahr.

Das Eigenkapital der Gesellschaft liegt bei TEUR 23.386. Bei einer Minderung des Eigenkapitals um TEUR 830 aufgrund der Ausschüttung sowie einer Zunahme des Fremdkapitals von TEUR 27.047 mindert sich die Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr von 23,6 % auf 18,2 %.

4. Finanzlage

Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Einnahmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie über einen konzerninternen Cash-Pool.

Die Porr Industriebau GmbH ist in einen Cash-Pool integriert, der unter Federführung der PORR GmbH & Co. KGaA für die deutschen Gesellschaften des PORR-Konzerns eingerichtet wurde, sowie der PORR AG, Wien. Die Liquidität wird täglich in Abstimmung mit dem Treasury des Gesellschafters disponiert. Bei Liquiditätsbedarf werden durch den Konzern kurzfristig Zahlungsmittel zur Verfügung gestellt. Zum 31. Dezember 2023 weist die Porr Industriebau GmbH eine Cash-Pool-Forderung in Höhe von TEUR 115.068 (Vorjahr: TEUR 97.264) aus. Die aus dem Cash-Pool resultierenden konzerninternen Salden werden marktüblich verzinst.

Die Gesellschaft verzeichnet im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 22.864. Dieser ist durch den starken Rückgang im Umlaufvermögen, einer moderaten Erhöhung in den Verbindlichkeiten und in der signifikante Erhöhung bei den sonstigen Rückstellungen begründet.

Die Reinvestitionsquote (Investitionen / Abschreibungen) liegt im Geschäftsjahr bei 108 %. Für das Geschäftsjahr ergibt sich ein leicht negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -60.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -5,0 Mio. Euro und ist aus der Gewinnausschüttung gegenüber dem Gesellschafter begründet.

Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft, der ausschließlich aus den kurzfristigen Forderungen gegenüber dem Cash-Pool besteht, hat sich im Berichtsjahr um TEUR 17.804 auf TEUR 115.068 erhöht.

5. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 durch einen signifikanten Anstieg der Gesamtleistung geprägt. Ergebnishemmend wirkte sich dem gegenüber die Zunahme der operativen Aufwendungen, bedingt durch den hohen Preisanstieg in der Materialwirtschaft und den bezogenen Leistungen, auf das Gesamtergebnis des Geschäftsjahres aus.

Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um TEUR -66.372 (-69,5 %) auf TEUR 29.080 gesunken. Dafür wirkte sich die Veränderung des Bestandes an den unfertigen Bauten um TEUR +100.982 (+144,1 %) auf TEUR 171.051 positiv aus. In Summe stieg die Bauleistung um TEUR 34.610 (20,9 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge minderten sich um TEUR -56 (-16,1 %) auf TEUR 291 aufgrund von Sondereffekten im Vorjahr.

Korrespondierend zum Anstieg der operativen Erträge um TEUR 34.554 sind die operativen Aufwendungen erwartungsgemäß ebenfalls um TEUR 36.065 angestiegen. Das Betriebsergebnis veränderte sich um TEUR -1.511 auf TEUR 3.535.

Der Anstieg der Personalaufwendungen um TEUR 1.034 (10,5 %) war bedingt durch die Erhöhungen von freiwilligen Sonderzahlungen sowie tariflicher Gehaltsanpassungen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg gegenüber dem Vorjahr um 8 auf 87 Mitarbeiter (9,6 %). Der Personalstand zum 31.12.2023 beträgt 90 Mitarbeiter.

Der Anstieg der Abschreibungen um TEUR 80 auf TEUR 289 (38,1 %) liegt in einer leicht erhöhten Zunahme der Abschreibung auf geringwertige Wirtschaftsgüter im Geschäftsjahr begründet.

Das Finanzergebnis hat sich um TEUR 1.312 auf TEUR 1.392 (Vorjahr: TEUR 80) erhöht. Der signifikante Anstieg der Zinserträge resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung des Guthabenzinssatzes im Geschäftsjahr.

Insgesamt wies die Gesellschaft für das Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 4.170 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 4.719) aus.

C. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Branchenspezifische Chancen

Für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sieht die Geschäftsführung Chancen insbesondere in der nachhaltig steigenden Nachfrage bei komplexen Projekten aus der Spezialindustrie in Deutschland. Darüber hinaus bestehen unverändert Chancen beim Angebot alternativer Vertragsmodelle sowie bei der Abwicklung von Bauvorhaben mit strategischen Partnern, mit denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen.

Digitalisierung

Digitalisierung und hierbei insbesondere der forcierte Einsatz von Digitalisierungstechnologien ist ein Baustein des PORR Zukunftsprogramms 2025. Dabei sollen Digitalisierungsprojekte entlang der Bau- Wertschöpfungskette und neue, datenbasierte Geschäftsmodelle neue Marktpotentiale erschließen.

2. Risiken

Der qualifizierte Umgang mit Risiken gehört seit Langem zu den wichtigsten Grundlagen jedes wirtschaftlichen Handelns und sichert die Wettbewerbsfähigkeit. Risiken sollten nach Möglichkeit auch gezielt als Chance genutzt werden. Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken zu erkennen und diese bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des unternehmerischen Ertragspotenzials zu minimieren. Das Risikomanagement zielt darauf ab, notwendige organisatorische Prozesse, mithilfe derer Risiken frühzeitig erkannt werden können, sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung weiterzuentwickeln bzw. zu implementieren. Nachfolgend werden die für die Porr Industriebau GmbH wesentlichen bekannten Risiken aufgelistet, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können.

Absatzmarktrisiko

Die Marktrisiken resultieren aus den Veränderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie dem hohen Verdrängungswettbewerb am Baumarkt. Diesen Risiken begegnet die Porr Industriebau GmbH mit einer Strategie des "Intelligenten Wachsens", die sich in der sukzessiven Erhöhung der Marktpräsenz bei klarer Konzentration auf ausgewählte Standorte und einer Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette durch Aufnahme neuer Geschäftsfelder dokumentiert.

Beschaffungsrisiko

Das Beschaffungsrisiko für die Energieversorgung der Baustellen wird dadurch minimiert, dass im Zuge der Auftragsverhandlungen der Bauherr i.d.R. die Kosten zu tragen hat. Zudem werden insbesondere Ausbau- u. TGA Gewerke mit dem Bauherrn auf Basis von Kostenerstattungsverträgen abgeschlossen. Dadurch verlagern sich die allgemein wirtschaftlichen wie auch politischen Risiken auf die Auftraggeberseite.

Personalrisiko

Das erfolgreiche Management von Risiken im Personalbereich stellt ein zentrales Element in der Entwicklung der PORR-Gruppe dar. Personalrisiken begründen sich aus Mitarbeiterfluktuation und Know-how-Verlust, Fach-, Führungskräfte- und Nachwuchsmangel. Daher zielen die Aktivitäten der Porr Industriebau GmbH darauf ab, die Fähigkeiten der Mitarbeiter durch effiziente Qualifizierungsmaßnahmen stetig weiterzuentwickeln und durch Karrieremöglichkeiten sowie Anreizsysteme die Attraktivität der Porr Industriebau GmbH als Arbeitgeber zu erhöhen. Dem immer härter werdenden Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte tritt die Porr Industriebau GmbH durch optimierte Recruiting Maßnahmen entgegen.

Finanzrisiko

Das Management der Risiken im Finanzbereich, insbesondere des Liquiditäts-, Zins- und Delkredererisikos, erfolgt im Treasury-Bereich und ist durch Konzernregulative einheitlich geregelt. Die wesentlichen Risiken der Porr Industriebau GmbH im Finanzbereich - die Liquiditäts-, Zins- und Delkredererisiken - werden nachfolgend näher erläutert:

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist definiert als das Risiko, dass Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nicht beglichen werden können. Das Management des Liquiditätsrisikos basiert auf einem quartalsweise aktualisierten Finanzplan, der seinen Ausgang auf operativer Ebene nimmt. Durch die konzerninterne Cash-Pool Finanzierung kann die Gesellschaft ihren Bedarf an liquiden Mittel problemlos decken.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko des Konzerns ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen. Die Porr Industriebau GmbH profitiert derzeit ausschließlich von der konzerninternen Cash-Pool-Verzinsung.

Delkredererisiko

Das Risiko von Forderungsausfällen kann grundsätzlich als gering eingestuft werden. Zur Begrenzung der Ausfallrisiken von Forderungen gegen konzernfremde Kunden werden die Forderungsbestände sowohl von operativer Seite als auch im Rahmen des Risikomanagements von zentraler Stelle überwacht. Aufgrund der kurzen Zahlungsziele und des aktiven Forderungsmanagements sieht die Geschäftsführung hier wenig Risiken. Sofern Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auftreten sollten, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Rechtsstreitigkeiten und abgeschlossene Altprojekte

Anhängige oder drohende Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren können wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Dies vor allem dann, wenn der Ausgang der Rechtstreitigkeiten und Verfahren von unseren Einschätzungen und Prognosen abweicht. Solche Rechtstreitigkeiten treten bei der Gesellschaft vor allem im Verhältnis mit Auftraggebern, Auftragnehmern und Lieferanten auf. Gegenstand der Streitigkeiten sind insbesondere Werklohnforderungen, Mängelansprüche und sonstige Erfüllungsverpflichtungen. Für erkennbare und bewertbare Risiken aus Rechtsstreitigkeiten werden Rückstellungen gebildet und Forderungen auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Flankiert wird der Prozess durch ein aktives Nachtragsmanagement.

Compliance

Die Relevanz von Compliance hat in den vergangenen Jahren aufgrund der steigenden Komplexität von regulatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen stark zugenommen. Compliance relevante Verstöße können sowohl zivil- als auch strafrechtliche Folgen mit sich bringen als auch zu einem Imageschaden für die Gesellschaft führen. Die PORR Gruppe hat hierfür ein Compliance-Managementsystem entwickelt, das alle relevanten Aspekte von Compliance umfasst. Darüber hinaus gewährleistet der gruppenweit verpflichtete Code of Conduct für Beschäftigte sowie jener für Geschäftspartner die Einhaltung firmeninterner ethischer Standards.

D. Prognosebericht

1. Ausblick auf die Entwicklung der Baubranche

2023 gab es im Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von etwa 5,5 Prozent. Die BAUINDUSTRIE erwartet für 2024 einen weiteren Rückgang um rund 3,5 Prozent. Die Zahl der jahresdurchschnittlich Beschäftigten im Bauhauptgewerbe hat im Vorjahr bei etwa 927.000 stagniert, für 2024 wird ein Rückgang um etwa 10.000 Beschäftigte erwartet.

Wohnungsbau

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ging im Jahresverlauf 2023 der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden gegenüber dem Vorjahreswert von 15,1 auf 4,3 % zurück. Im Rohbau, der vom Bauhauptgewerbe erbracht wird, waren es zum Jahresende nur noch plus 1,5 %. Für das neue Jahr geht die BAUINDUSTRIE - wie auch die Wirtschaftsforschungsinstitute - von einem Preisrückgang aus. Das Bauhauptgewerbe, dass sich vor allem auf den Wohnungsneubau konzentriert, muss einen erneuten Einbruch hinnehmen. Wir erwarten, dass die realen Umsätze in dieser Sparte 2023 gegenüber dem Vorjahr um etwa real 12 % zurückgegangen sind, für 2024 wird mit einer Abnahme in gleicher Höhe gerechnet. Im vergangenen Jahr dürften 270.000 Wohnungen fertiggestellt worden sein, für das neue Jahr ist ein Rückgang in Richtung 200.000 Einheiten zu erwarten.

Wirtschaftsbau

Mit Abstand größter Investor im Wirtschaftstiefbau ist die Deutsche Bahn AG. Für diese stellte der Bund im Verkehrsetat 2023 etwa 8 Milliarden Euro für Investitionen in Neubau und Instandhaltung des Schienennetzes zur Verfügung. 2024 sollen es 10,8 Milliarden Euro sein. Hinzu kommen weitere 4,9 Mrd. Euro an die DB für eine Eigenkapitalaufstockung.

Der gute Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau dürfte auch auf Investitionen der Ver- und Entsorger zurückzuführen sein. Diese werden in der Regel über Gebühreneinnahmen finanziert und haben damit ein solides Fundament. Angesichts der aktuellen Probleme bei der Versorgung von Wirtschaft und Verbrauchern mit Energie dürften zukünftig auch erhebliche Investitionen in neue Stromtrassen zu erwarten sein.

Die nominalen Baugenehmigungen im Wirtschaftshochbau (veranschlagte Baukosten) gingen von Januar bis November 2023 um 8,4 % zurück, real um etwa 15 %. Wie im Wohnungsbau werden aber noch in erheblichem Umfang laufende Bauprojekte abgewickelt. In den ersten elf Monaten 2023 stieg der reale Auftragseingang im gesamten Wirtschaftsbau um etwa 5 %.

Insgesamt dürften die realen Umsätze des Bauhauptgewerbes im Wirtschaftsbau 2023 leicht um 1 % zurückgegangen sein. Für das laufende Jahr erwarten wir ein preisbereinigtes Wachstum von 2 %. Einem leichten Rückgang im Hochbau steht ein deutlicheres Wachstum im Wirtschaftstiefbau - auch auf Grund von größeren Einzelaufträgen der Deutschen Bahn und der Stromversorger - gegenüber.

Öffentlicher Bau

Die Bautätigkeit des Bundes konzentriert sich auf den Tiefbau. Werden die Investitionszuschüsse an die Deutsche Bahn AG herausgerechnet (deren Investitionen dem Wirtschaftsbau zugerechnet werden), stellt der Bund 2024 für Investitionen in die Bundesfernstraßen, die Bundeswasserstraßen und den kombinierten Verkehr mit 10,2 Milliarden Euro nominal etwa 4 % mehr zur Verfügung als 2023. Nach einigen Jahren der Haushaltsüberschüsse ist spätestens seit dem Corona-Jahr 2020 die finanzielle Kehrtwende im öffentlichen Bereich eingetreten. Bund, Länder und Gemeinden müssen zur Finanzierung ihrer Ausgaben wieder in erheblichem Umfang Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen. Die Umlaufsrendite für öffentliche Wertpapiere ist von minus 0,1 Prozent im Januar 2022 auf 2,3 Prozent im Dezember 2023 gestiegen. Zum Problem für die öffentliche Investitionstätigkeit dürfte sich daher die Zinswende entwickeln, weil die Mehrausgaben die Haushaltsspielräume einengen. Trotz unabweisbarer Investitionsbedürfnisse in nahezu allen Baubereichen und auf allen Gebietskörperschaftsebenen ist 2023 der reale Umsatz im Öffentlichen Bau um 2 % zurückgegangen, im laufenden Jahr ist mit einem leichten Wachstum von 1,0 % zu rechnen.

Alles in allem bedeutet dies für das gesamte deutsche Bauhauptgewerbe im Jahr 2023 einen realen Umsatzrückgang von 5,5 %. Die nominalen Umsätze erreichten einen Wert von etwa 163 Mrd. Euro. Im laufenden Jahr wird sich der reale Umsatzrückgang auf 3,5 % abschwächen. Dies liegt auch an den Baupreisen. Legten diese im Vorjahr um etwa 7 % zu, erwarten wir für 2024 einen Rückgang um 1 %.

Trotz der schwachen Baukonjunktur haben die Unternehmen des Bauhauptgewerbes 2023 die Zahl ihrer Beschäftigten (im Jahresdurchschnitt) im Vergleich zum Vorjahr auf knapp 927.000 gehalten. Gegenüber dem zwischenzeitlichen Tiefpunkt im Jahr 2009 ist dies ein Beschäftigungsplus von 31,5 %, das Bauhauptgewerbe hat damit zur äußerst positiven Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt beigetragen. Wegen der negativen Konjunkturprognose gehen wir aber davon aus, dass das Bauhauptgewerbe im laufenden Jahr die Zahl der Beschäftigten - erstmals seit 2008 - reduzieren wird, und zwar um 1 % bzw. um 10.000 Personen auf 917.000. Aufgrund des Nachfrageeinbruchs - insbesondere im Wohnungsbau - planen immer mehr Bauunternehmen, in den kommenden Monaten Personal abzubauen. So erwartete im Rahmen der eigenen BAUINDUSTRIE-Umfrage, welche Mitte Dezember 2023 durchgeführt wurde, nahezu jeder dritte Befragte für 2024 einen Beschäftigtenrückgang im eigenen Unternehmen. 3

2. Ausblick auf die Entwicklung der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2023 dient in erster Linie der Abarbeitung aus den laufenden Großprojekten. Den weiteren Schwerpunkt nimmt die Akquisition neuer Projekte ein, wobei hier der Fokus auf eine qualitativ hochwertige und partnerschaftliche Angebotsbearbeitung der Bestands- und Schlüsselkunden gerichtet wird. Nach wie vor ist im Bereich des Industriebaues eine hohe Nachfrage von Bauleistungen am Markt vorhanden. Die Auswahl und Selektion interessanter Projekte erfolgt im Hinblick auf vorhandene Kapazitäten, insbesondere im personellen Bereich.

Inwieweit sich die globalen Auswirkungen zunehmender Handelskonflikte, sowie die Folgen des Ukraine-Krieges auf unsere Projekte auswirken ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbar. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Ereignisse keine wesentlichen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf und das Ergebnis des Jahres 2024 haben werden.

3 https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/auf-den-punkt-gebracht/baukonjunkturelle-lage-weitererumsatzrueckgang-fuer-2024, abgerufen am 29.02.2024

Daher erwarten wir für das Jahr 2024 unter Beachtung der sich im Bau befindlichen Projekte einen Umsatz von ca. 150 Mio. Euro. Nachdem die laufenden Projekte zum großen Teil im Jahr 2024 schlussgerechnet werden, gehen wir von einem ansteigenden positiven Ergebnis in der Bilanz 2024 aus. Aufgrund der genannten Ereignisse sind unsere Geschäftsprognosen mit Unsicherheit behaftet, die zu einer Abweichung der erwarteten Ergebnisse von den tatsächlichen Resultaten führen könnten.

 

Passau, den 31. März 2024

Die Geschäftsführung der Porr Industriebau GmbH

Christian Heilmeier

Franz Ziegler

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Porr Industriebau GmbH, Passau

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Porr Industriebau GmbH, Passau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Porr Industriebau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 7. Mai 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Braunschläger, Wirtschaftsprüfer

Werner, Wirtschaftsprüfer

Protokoll über die Gesellschafterversammlung

der Porr Industriebau GmbH

mit dem Sitz in Passau

Gesellschafter:

PORR Bau GmbH

Absberggasse 47

A-1100 Wien

Die o.g. alleinige Gesellschafterin der Porr Industriebau GmbH (HRB 9545 beim Amtsgericht Passau) hat - unter ausdrücklichen Verzicht auf die Einhaltung von Formen und Fristen für die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung - in Wien, Absberggasse 47, eine Gesellschafterversammlung abgehalten und die nachfolgenden

Gesellschafterbeschlüsse

gefasst:

1.

Der mit Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit dem Sitz in Hamburg und der Zweigniederlassung in München vom 07.05.2024 vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird genehmigt und festgestellt.

2.

Der Jahresüberschuss 2023 von EUR 4.169.980,29 und der Gewinnvortrag von EUR 24.191.085,58 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

3.

Der Geschäftsführung der Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

4.

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 wird die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit dem Sitz in Hamburg und der Zweigniederlassung in München, mit der Anschrift Zielstattstraße 40, 81379 München bestellt.

 

Wien, den 31. Mai 2024

PORR Bau GmbH Wien

Die alleinige Gesellschafterin:

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

48 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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