KUNERT FASHION GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Christian Zuber seit 21.2.2014 | Vorstandsmitglied |
Christian Georg Leonhard Weiß seit 5.9.2011 | Prokura |
Bettina Nolden seit 26.1.2010 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() Kunert AGImmenstadtJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Bilanz zum 31. Dezember 2010Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für 2010scroll
Entwicklung des Anlagevermögens 2010scroll
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Anhang für 2010Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes erstellt worden. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend § 275 Abs. 3 HGB nach dem Umsatzkostenverfahren. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes vom 25. Mai 2009 ergab sich kein Anpassungsbedarf für die Bilanz. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie bei der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile werden mit den Anschaffungskosten oder mit den ihnen am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Bilanzerläuterungen(1) AnlagevermögenEinzelheiten zur Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. AnteilsbesitzDie KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT hält unmittelbar eine Beteiligung an der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG und mittelbar an den Tochtergesellschaften der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG. scroll
1)
Unmittelbar und mittelbar. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.404 (Vorjahr T€ 1.273) enthalten. (3) Aktive latente Steuernscroll
Die latenten Steuern basieren auf zeitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz bei Anteilen an verbundenen Unternehmen, den sonstigen Vermögensgegenständen und den sonstigen Rückstellungen. Die Differenzen führen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen, den sonstigen Vermögensgegenständen und den sonstigen Rückstellungen zu aktiven latenten Steuern. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28 % zugrunde gelegt. (4) EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas Grundkapital der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT von € 19.890.315 hat folgende Zusammensetzung: scroll
Die Aktien sind nennwertlose Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Die Leistungen für die angegebenen Anteile wurden in voller Höhe erbracht. Auf die Vorzugsstückaktien entfällt eine um € 0,52 höhere Dividende als auf die Stammstückaktien, mindestens jedoch eine nachzahlbare Dividende von € 1,28. BilanzverlustDer Posten hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 9.945.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stück Stammaktien zu erhöhen. (5) Rückstellungenscroll
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Jahresabschlusskosten und Kosten für die Hauptversammlung. (6) Verbindlichkeitenscroll
(7) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT haftet gemäß § 133 Abs. 3 UmwG als Gesamtschuldner für alle im Wege der Ausgliederung auf die KUNERT Fashion GmbH & Co. KG übertragenen Verbindlichkeiten. Diese gesetzliche Haftung besteht für einen Zeitraum von 10 Jahren ab Eintragung der Ausgliederung, d. h. bis zum 06. Oktober 2018. Die Haftung betrifft die Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 7.041. Weiterhin hat die KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT eine Bürgschaft für Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG bis zu einer Höhe von T€ 149 übernommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Haftung bezüglich der Pensionsverpflichtungen sowie der Bürgschaft wird aufgrund der deutlich verbesserten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle VerpflichtungenVerpflichtungen aus Beraterverträgen: scroll
Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Die Umsatzerlöse beinhalten Verwaltungskostenumlagen an verbundene Unternehmen. scroll
Die Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten (T€ 631), Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 412) sowie Kosten für die Hauptversammlung (T€ 184). scroll
Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von T€ 44 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 8) sowie der Ausbuchung von Verbindlichkeiten (T€ 36). scroll
(12) Finanzergebnisscroll
(13) Außerordentliche Aufwendungenscroll
Die sonstigen außerordentlichen Aufwendungen des Vorjahres betreffen im Wesentlichen Kosten für die Durchführung der Kapitalerhöhung. (14) Erstattung von Steuern vom Einkommen und vom ErtragGemäß Steuerbescheid für das Geschäftsjahr 2008 wurde der Ausgliederungsgewinn als Sanierungsgewinn steuerfrei gestellt, sodass die in 2008 zurückgestellten Steuern in Höhe von T€ 390 im Vorjahr ertragswirksam aufgelöst wurden. Sonstige Angabenscroll
MitarbeiterDie KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Angaben zu den Organen der GesellschaftAufsichtsratMichael Hollmann, Mönchengladbach - Vorsitzender des Aufsichtsrates - Geschäftsführender Gesellschafter der Privatbrauerei Bolten GmbH & Co. KG, Mönchengladbach Christian Preis, Burgberg - stellvertretender Vorsitzender - Controller, KUNERT Fashion GmbH & Co. KG, Immenstadt Dr. Mathias Hink, London Partner und CEO der Kingsbridge Capital Advisors Ltd., London Oliver Wiederhold, Usingen Vorstand der SCI AG, Usingen Ralf M. Schnaittacher, Köln (ab 25.01.2010) Rechtsanwalt, Heuking Kühn Lüer Wojtek, Köln Ingo Tütsch, Immenstadt (bis 31.03.2010) Betriebsratsvorsitzender der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG, Immenstadt Werner Jung, Immenstadt (ab 01.04.2010) Betriebsratsvorsitzender der KUNERT Fashion GmH & Co. KG, Immenstadt Mandate in anderen Aufsichtsräten und KontrollgremienMichael Hollmann Mitglied des Aufsichtsrates der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, Bad Überkingen Beiratsmitglied des Regionalbeirates West der Commerzbank AG Oliver Wiederhold Beiratsmitglied der Medicos Kosmetik GmbH & Co. KG, Telgte Vergütungsbericht AufsichtsratDer Aufsichtsrat besteht gemäß Satzung aus sechs Mitgliedern. Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder, die in der Satzung unter § 15 geregelt wird, setzt sich aus einer erfolgsunabhängigen und einer erfolgsbezogenen Komponente zusammen. Die feste jährliche Vergütung beträgt T€ 10 für das einzelne Mitglied. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Ferner erhält jedes Aufsichtsratsmitglied pro Sitzung € 500 sowie die Erstattung der entstandenen Reisekosten. Der Aufsichtsrat erhält außerdem einen Anteil von zehn von Hundert am auszuschüttenden Bilanzgewinn, soweit er vier von Hundert des Grundkapitals übersteigt. Dieser Anteil ist auf die Mitglieder des Aufsichtsrates im gleichen Verhältnis wie die feste Vergütung aufzuteilen. Die erfolgsbezogene Vergütung kam nicht zum Tragen. Die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr betrugen T€ 92. Vorstandscroll
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Vergütungsbericht VorstandDie Vergütung für die Vorstandsmitglieder, die vom Aufsichtsrat festgelegt wird, setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Sachbezügen. Weiter wurden erfolgsbezogene Komponenten in Abhängigkeit der Höhe des erreichten EBITDA vereinbart. Das Fixum besteht aus monatlichen Gehaltszahlungen und einer Einmalzahlung. Zusätzlich erhalten die Vorstände Sachbezüge, die in Höhe der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Werte, wie z.B. bei der Dienstwagennutzung und Versicherungsbeiträge, bestehen. Diese Sachbezüge sind von jedem Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern in gleicher Weise zu und sind in der erfolgsunabhängigen Vergütung enthalten. Pensionsverpflichtungen, welche gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern bestehen, sind auf die KUNERT Fashion GmbH & Co. KG ausgegliedert worden. Sonstige AngabenGemäß § 285 Nr. 14 HGB lautet der Name und Sitz des Mutterunternehmens wie folgt: Julius Textile Investment S.à r.l. 6, rue Philippe II L-2340 Luxembourg Prüfungs- und BeratungsgebührenVon einer Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird abgesehen, da die Angaben im Konzernabschluss der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, in den der Jahresabschluss der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT einbezogen wird, enthalten sind. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGDie Julius Textile Investment S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, der HARDT GROUP Opportunities Fund, London, Großbritannien, die Kingsbridge Capital Management GP2 Ltd., St. Helier, Jersey, Channel Islands, und die Kingsbridge Capital Holdings Ltd., St. Helier, Jersey, Channel Islands, haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt: Hiermit teilen wir Ihnen mit: a) dass am 13. März 2009 die Julius Textile Investment S.à r.l., Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg, die Schwelle von 30%, 50% und 75% der Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft, Julius-Kunert-Straße 49, 87509 Immenstadt, Deutschland, überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 92,71% der Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft, entsprechend 18.440.704 von insgesamt 19.890.315 Stimmrechten hielt. In diesem Zusammenhang wurden keine Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft durch Ausübung von durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs.1 Satz 1 WpHG verliehene Rechte, Aktien der KUNERT Aktiengesellschaft zu erwerben, erlangt. b) Weiterhin teilen wir Ihnen mit, dass am 13. März 2009 der HARDT GROUP Opportunities Fund, London, Großbritannien, vertreten durch ihren General Partner Kingsbridge Capital Management GP2 Limited, St. Helier, Jersey, die Schwelle von 30%, 50% und 75% der Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 92,71% der Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft, entsprechend 18.440.704 von insgesamt 19.890.315 Stimmrechten hielt. Sämtliche dieser Stimmrechte werden dem HARDT GROUP Opportunities Fund gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG durch die Julius Textile Investment S.à r.l., einer Tochtergesellschaft des HARDT GROUP Opportunities Fund, zugerechnet. In diesem Zusammenhang wurden keine Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft durch Ausübung von durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs.1 Satz 1 WpHG verliehene Rechte, Aktien der KUNERT Aktiengesellschaft zu erwerben, erlangt. c) Weiterhin teilen wir Ihnen mit, dass am 13. März 2009 die Kingsbridge Capital Management GP2 Ltd., St. Helier, Jersey, die Schwelle von 30%, 50% und 75% der Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 92,71% der Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft, entsprechend 18.440.704 von insgesamt 19.890.315 Stimmrechten hielt. Sämtliche dieser Stimmrechte werden der Kingsbridge Capital Management GP2 Ltd. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG durch die folgenden Tochtergesellschaften der Kingsbridge Capital Management GP2 Ltd. zugerechnet:
In diesem Zusammenhang wurden keine Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft durch Ausübung von durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs.1 Satz 1 WpHG verliehene Rechte, Aktien der KUNERT Aktiengesellschaft zu erwerben, erlangt. d) Weiterhin teilen wir Ihnen mit, dass am 13. März 2009 die Kingsbridge Capital Holdings Ltd., St. Helier, Jersey, Channel Islands, die Schwelle von 30%, 50% und 75% der Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 92,71% der Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft, entsprechend 18.440.704 von insgesamt 19.890.315 Stimmrechten hielt. Sämtliche dieser Stimmrechte werden der Kingsbridge Capital Holdings Ltd. gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG durch die folgenden Tochtergesellschaften der Kingsbridge Capital Holdings Ltd. zugerechnet:
In diesem Zusammenhang wurden keine Stimmrechte an der KUNERT Aktiengesellschaft durch Ausübung von durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs.1 Satz 1 WpHG verliehene Rechte, Aktien der KUNERT Aktiengesellschaft zu erwerben, erlangt. Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-KodexDie nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Homepage dauerhaft zugänglich gemacht.
Immenstadt, den 12. April 2011 Der Vorstand Hermann de Jong Stephan Oehl BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, Immenstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 12. April 2011 Ernst & Young GmbH Strähle, Wirtschaftsprüfer Scherer, Wirtschaftsprüfer ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 2010 DES KUNERT KONZERNS UND DER KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, IMMENSTADT01 GESCHÄFTSVERLAUF UND RAHMENBEDINGUNGEN1.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit1.1.1 Rechtliche KonzernstrukturDie KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT (im Folgenden KUNERT AG) ist die Konzernmuttergesellschaft der KUNERT Gruppe und nimmt seit der gesellschaftsrechtlichen Restrukturierung im Jahr 2008 die Funktion einer Holding wahr. Das operative Geschäft des Konzerns ist in der direkt gehaltenen Tochtergesellschaft, der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG, gebündelt. Weiter hält die KUNERT AG mittelbar eine Beteiligung an den Tochtergesellschaften der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG. Diese sind die KUNERT Fashion Verwaltungs-GmbH und die KUNERT Assets GmbH im Inland sowie die Vertriebsgesellschaften KUNERT GROUP AUSTRIA GmbH, Kunert Group (Swiss) AG, Kunert Group Netherlands B.V. und die Produktionsgesellschaft TETOUAN MAILLE S.A. im Ausland. Darüber hinaus werden die nicht mehr operativ tätigen Gesellschaften ARLINGTON FRANCE SARL, ARLINGTON Magyarorszagi Kft. und KUNERT GROUP CZ s.r.o. über die KUNERT Fashion GmbH & Co. KG gehalten. In den Konzernabschluss der KUNERT AG sind neben dem Einzelabschluss der KUNERT AG auch die Jahresabschlüsse der direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften einbezogen. Folglich sind alle Beteiligungsgesellschaften in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Entsprechend dieser Abhängigkeiten wird die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns im Wesentlichen durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften beeinflusst. 1.1.2 Wesentliche StandorteDie Zentrale des KUNERT Konzerns und Sitz aller inländischen Gesellschaften ist Immenstadt im Allgäu. Die wesentlichen nationalen und internationalen Standorte zeigt die nachfolgende Übersicht: scroll
Weitere Handelsvertreter oder Distributeure des KUNERT Konzerns sind in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Lettland, Luxemburg, Russland, Slowenien und der Volksrepublik China. Eigene Showrooms unterhält die KUNERT Gruppe im deutschsprachigen Raum in Immenstadt und München. 1.1.3 Leitung und KontrolleDem Vorstand als geschäftsführendes Organ obliegt die Leitung und Kontrolle des KUNERT Konzerns. Der Aufsichtsrat nimmt seine nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft definierten Aufgaben in Form eines beratenden und überwachenden Organs wahr. Der Vorstand der KUNERT AG besteht aus zwei Personen. Herr Hermann de Jong, Vorstandsmitglied seit 01. Juli 2006, zeichnet sich für die Ressorts Finanzen, Administration und Personal verantwortlich. Herr Stephan Oehl, Vorstandsmitglied seit 08. September 2008, verantwortet die Unternehmensbereiche Marketing, Vertrieb und Produktion. Weiterführende Informationen zur Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat können der Erklärung zur Unternehmensführung im Corporate Governance Kapitel entnommen werden. 1.1.3.1 Vergütungssystem (Angaben gemäß §§ 289 Abs. 2 Nr. 5, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB) Vergütung des VorstandsDer Aufsichtsrat legt die Vergütung für die Vorstandsmitglieder fest. Diese setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten zusammen. Das Gehaltsfixum und die Sachbezüge bilden die erfolgsunabhängigen Teile, wobei das Gehaltsfixum aus monatlichen Gehaltszahlungen besteht. Die Sachbezüge bestehen in Höhe der nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Werte für zum Beispiel die Dienstwagennutzung und Versicherungsbeiträge und werden von jedem Vorstandsmitglied versteuert. Sie sind in der erfolgsunabhängigen Vergütung enthalten. Die erfolgsbezogenen Komponenten wurden in den laufenden Verträgen durch die Höhe des erreichten EBITDA definiert. Der Vorstand hat trotz erreichter EBITDA-Werte auf die korrespondierende Zahlung verzichtet, solange das Unternehmen noch negative Jahresergebnisse ausweist. Vergütung des AufsichtsratesDie jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates besteht gemäß § 15 der Satzung der KUNERT AG aus einer erfolgsunabhängigen und einer erfolgsbezogenen Komponente. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten eine auf den Schluss des Geschäftsjahres zahlbare feste Vergütung. Für das einzelne Mitglied beträgt diese T€ 10,0, der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Ferner erhält der Aufsichtsrat einen Anteil von zehn von Hundert am auszuschüttenden Bilanzgewinn, soweit er vier von Hundert des Grundkapitals übersteigt. Dieser Anteil ist auf die Mitglieder des Aufsichtsrates im gleichen Verhältnis wie die feste Vergütung aufzuteilen. Sofern Aufsichtsratsmitglieder nur über Teile des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehörten wird die Vergütung entsprechend anteilig gewährt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld in Höhe von € 500,0. Außerdem werden den Mitgliedern die ihnen durch ihre Aufsichtsratstätigkeit entstehenden Aufwendungen erstattet. Auf ihre Bezüge entfallende Umsatzsteuern werden ebenso ersetzt. Im Geschäftsjahr 2010 betrugen die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates aus fester Vergütung und Sitzungsgeldern T€ 92,4 (Vorjahr T€ 93,0). Eine erfolgsbezogene Komponente wurde im Geschäftsjahr 2010 nicht gezahlt. Im Übrigen wird auf die Anhangsangabe 43 "Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Vergütung aktiver und früherer Organmitglieder" verwiesen. 1.1.4 Wesentliche Absatzmärkte und WettbewerbspositionDeutschland, Österreich, die Schweiz und die Niederlande sind nach wie vor die Hauptabsatzmärkte der KUNERT Gruppe. Im Geschäftsjahr 2010 wurde in diesen Ländern rund 93% des Gesamtumsatzes getätigt. Die in diesem Jahr begonnene internationale Ausweitung des Geschäftes auf Nord- und Osteuropa, die USA und Asien schlägt sich aktuell noch nicht deutlich in den Zahlen nieder, nimmt aber kontinuierlich zu. Die Marke KUNERT hat ihre Position als modische und innovative Marke im Segment der Damenstrümpfe weiter stärken können. Mit gezielten und flankierenden Maßnahmen in der Werbung, Imagekampagnen und unterstützenden Maßnahmen auf den Verkaufsflächen ist KUNERT im Handel heute wieder deutlicher wahrzunehmen. Zweistellige Wachstumsraten im Umsatz im aktuellen und vorangegangenen Jahr sind ein Beleg für die wieder erlangte Begehrlichkeit unserer Produkte und eine Grundlage für die Steigerung unseres Marktanteils in diesem Segment. JULIUS KUNERT, die Premiummarke im Herrenstrumpfsegment, ist seit 2009 unter diesem Namen im Handel erhältlich. Die Entwicklung ist nachhaltig positiv und stimmt zuversichtlich, da auch in diesem Segment die innovativen Neuentwicklungen in die Produkte eingeflossen sind. Neue Garntechnologien (TWISTED-FIBER) und Stricktechniken (patentierte KUNERT-Komfortferse) stiften einen unverwechselbaren Zusatznutzen, der weiteres Potenzial zum Ausbau unserer Wettbewerbsposition verspricht. HUDSON gehört seit dem Geschäftsjahr 2009 wieder zu den trendigen Fashionmarken in der Beinbekleidung und konnte seine Position in 2010 erstmals seit mehr als 20 Jahren sogar leicht verbessern. Neben den eigenen Marken hat die KUNERT Gruppe nach wie vor eine nennenswerte Position als Anbieter von Eigenmarken des Handels (Private Label). 1.1.5 Rechtliche und wirtschaftliche EinflussfaktorenAls Anbieter von Textilprodukten ist die KUNERT Gruppe in erster Linie vom Konsumverhalten in den Kernabsatzmärkten abhängig. Konjunkturelle Schwankungen im Textilmarkt wirken sich direkt auf unser Geschäft aus, wenn auch nicht so ausgeprägt wie im Bereich der Oberbekleidung. Dies gilt allerdings in beide Richtungen, für positive wie auch für negative Entwicklungen. Des Weiteren ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich die KUNERT Gruppe als Anbieter von textilen Produkten im anhaltenden Wettbewerb um die im Handel bestehenden Flächen durch modische und innovative Produkte und durch Zuverlässigkeit in Qualität und Lieferfähigkeit nachhaltig etabliert. Die angestrebte internationale Ausweitung unseres Geschäftes ist in Umfang und Geschwindigkeit davon abhängig, inwieweit die Gesellschaft finanzielle, organisatorische und personelle Ressourcen aufbringen und zielgerichtet einsetzen kann, um in den zum Teil sehr unterschiedlich strukturierten Märkten wirtschaftlich nachhaltig erfolgreich zu sein. Von ganz entscheidender Bedeutung ist es zudem, im zunehmenden internationalen Wettbewerb über Kostenstrukturen zu verfügen, die eine wettbewerbsfähige Produktion und/oder Beschaffung der eigenen Produkte erlauben. Die aktuelle Entwicklung zeigt die möglichen Konsequenzen, die durch politisch instabile Länder und volatile Rohstoff- oder Energiepreisentwicklungen entstehen können. 1.2 Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie1.2.1 Unternehmensinternes SteuerungssystemIn der unternehmensinternen Steuerung liegt die größte Herausforderung in der kontinuierlichen Verbesserung der Absatzplanung. Nachdem bereits im Vorjahr die Abverkaufsquoten der Modekollektionen deutlich verbessert werden konnten, wird mit der Einführung einer neuen Anwendung die zielgerichtete Analyse im Vertriebscontrolling nochmals deutlich verbessert. Im operativen Bereich haben wir zudem mit der Umsetzung des Produktionscockpits ein Steuerungstool mit allen produktionsrelevanten Kennzahlen geschaffen, das eine frühzeitige und kontinuierliche Überwachung der Produktionsperformance gewährleistet. Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Finanzbuchhaltungs- und Planungssysteme hat nochmals eine Verbesserung in Geschwindigkeit und Transparenz gebracht. Durch die anhaltende Kontrolle des Vorratsvermögens konnte die Struktur der Lagerbestände entsprechend der gesetzten Ziele bereinigt werden. Auch im dritten Jahr nach Einführung hat sich das Factoring in der KUNERT Gruppe bewährt und zu einem nochmals verbesserten Forderungsmanagement beigetragen. Die Steuerungsparameter für das Liquiditätsmanagement wurden verfeinert, unter anderem auch eine Grundlage für den weiteren nochmaligen Abbau der Verbindlichkeiten. 1.2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle ZieleDie finanziellen Ziele der KUNERT Gruppe bestehen zunächst einmal darin, nach vielen Jahren anhaltender Verluste auf einem erheblich niedrigeren Umsatzniveau wieder nachhaltig profitabel zu werden. Dies kann nur schrittweise erfolgen und wird von Nebenzielen begleitet. Zum Einen ist dies die Absicherung einer stabilen Liquiditätslage, ohne die Unternehmensgruppe in ihrer Wachstumsphase wieder zu verschulden. Das Wachstum sollte nach der umfassenden Entschuldung in den Jahren 2008/2009 und den von den Banken für das Geschäftsjahr 2010 bereitgestellten Mitteln nunmehr aus Eigenkapital finanziert werden. Daher plant die Unternehmensgruppe eine erneute Kapitalerhöhung im Laufe des Jahres 2011. Ziel der Kapitalerhöhung ist es, die notwendigen Finanzmittel für eine nachhaltige Absicherung des unterjährigen Liquiditätsbedarfes und für den weiteren Ausbau des Geschäftes zu erhalten. Die KUNERT Gruppe hat das Ziel, über diesen Weg die in den eigenen Marken liegenden Potenziale weiter auszuschöpfen, die Umsätze des Konzerns somit kontinuierlich zu steigern und die in den vergangenen Jahren verlorenen Marktanteile zum Teil zurück zu gewinnen. Dieses Ziel wollen wir über eine nachhaltige Positionierung als Trendsetter und Innovationsführer erreichen. Die KUNERT Gruppe wird deshalb daran festhalten, die vorhandenen Innovationen zur Marktreife zu bringen und im Kerngeschäft weitere neue Entwicklungen zu platzieren. 1.2.3 StrategieDie KUNERT Gruppe wird sich weiterhin auf ihre eigenen Marken KUNERT, JULIUS KUNERT und HUDSON konzentrieren und den Weg weiterverfolgen, ihre Kunden durch modische und innovative Produkte mit hohem Qualitätsstandard zu überzeugen. Diese Strategie hat in der Marke KUNERT im nunmehr dritten Berichtsjahr zu deutlichen Umsatzzuwächsen geführt. Es zeichnet sich zudem ab, dass dies auch der richtige Weg für die Marke JULIUS KUNERT ist. Die im Jahr 2009 ebenso notwendige wie klare Neupositionierung der Marke HUDSON als individuelle Lifestylemarke konnte die Umsatzerosion der Vorjahre stoppen und soll auf diesem Weg die Marke wieder als erfolgreichen Pfeiler im Produktportfolio der KUNERT Gruppe etablieren. Produktlinien wie HUDSON SPORTS oder Kooperationen mit dem "Reebok Women's Run" und "Germany's next Topmodel" sind Beispiele dafür, wie auch in Zukunft das Image dieser jungen Marke transportiert werden soll. Im Bereich der eigenen Marken wird die KUNERT Gruppe an der ständigen Überarbeitung der bestehenden Produktlinien festhalten. Darüber hinaus werden kontinuierlich neue Produkte im Bereich der Beinbekleidung entwickelt wie zum Beispiel KUNERT FORMING EFFECT, die aktuell fünfte Linie der KUNERT EFFECT Serie. Daneben bieten Travelretail, Health Care und Sports Potenziale, die wir mit unseren aktuellen Neuentwicklungen ausschöpfen möchten. Nachdem die KUNERT Gruppe bereits im Jahre 2008 den Ausstieg aus dem Nichtfachhandelsgeschäft (Discounter) gestartet und in 2009 abgeschlossen hat, werden wir uns im Segment der Eigenmarken des Handels auch im Interesse unserer Kunden weiter darum bemühen, uns auf margenstärkere Produkte zu konzentrieren. Durch die Kombination von Mode und Innovation, einer hohen Produktqualität bei attraktivem Preis/Leistungsverhältnis sowie einer verlässlichen Lieferfähigkeit will die KUNERT Gruppe wieder zum bevorzugten Anbieter für Beinbekleidung werden. Zur Unterstützung unserer Kunden setzen wir auch weiterhin auf das im Jahr 2009 eingeführte Category Management, um damit die ertrags- und wachstumsstärksten Warengruppen zu identifizieren, die dann dem Handel flächendeckend angeboten werden. Dies kombiniert mit Endverbraucherwerbung über Print und TV und verstärkter Promotion auf den Flächen führt auch bei unseren Kunden zu einer deutlichen Steigerung des Ertragspotenzials. Die KUNERT Gruppe hält damit am Konzept der intensiveren Vertikalisierung fest. 1.3 Forschung & EntwicklungDas Rückgrat für die Innovationskraft der KUNERT Gruppe bildet die enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Produktentwicklung. Hier werden wichtige Grundlagen erarbeitet und anschließend in die laufenden Kollektionen übertragen. 1.3.1 Ausrichtung der F&E AktivitätenDie F&E Aktivitäten haben dabei drei Hauptstoßrichtungen, um für das laufende und vor allem für die kommenden Jahre sinnvolle Innovationen sicherzustellen: Kollektionserstellung, Grundlagenforschung und die Erarbeitung neuer Bereiche. Bei der Kollektionserstellung der KUNERT CHINCHILLAN- und der JULIUS KUNERT EFFECT Serie ging es in erster Linie um die Umsetzung der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung der vergangenen Jahre. Insbesondere bei der Verwendung von neuen Materialien sind unterstützende Maßnahmen bei den Lieferanten erforderlich, um die notwendige Qualität und Verfügbarkeit zu gewährleisten. Die Grundlagenforschung stellte weiterhin den Kernbereich der F&E Aktivitäten dar. Hier werden in enger Zusammenarbeit mit den Faserherstellern die neuesten Faserentwicklungen auf ihren Nutzen für den Einsatz in der Beinbekleidung eingehend geprüft. Darüber hinaus gibt es auch eigene Entwicklungen im Bereich der Garne und Fasern. Zur Beurteilung des Nutzens werden vor allem die Kriterien Tragekomfort, Pflegeverhalten, Haltbarkeit und Nachhaltigkeit herangezogen. Um eine qualifizierte Beurteilung zu gewährleisten, wurden hauseigene Prüfverfahren neu oder weiter entwickelt, anhand derer es vor allem möglich ist, den Tragekomfort und die Haltbarkeit verschiedener Artikel objektiv zu erfassen. Für die Erarbeitung neuer Bereiche gilt es vor allem, neue Einsatzbereiche für die in der KUNERT Gruppe vorhandenen Fertigungstechnologien zu finden. 1.3.2 Kauf von F&E Know-HowSämtliches Know-How wird derzeit ausschließlich intern bzw. gemeinsam mit Kooperationspartnern erarbeitet. Ein Zukauf von Know-How hat im vergangenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden. 1.3.3 F&E Aufwendungen, InvestitionenUm technologisch auf dem Stand der Technik zu bleiben, wurden im vergangenen Jahr die Investitionen in diesem Bereich deutlich gesteigert. Für die Produktentwicklung wurden im Geschäftsjahr 2010 beispielsweise neue Strickmaschinen beschafft. Diese Maschinen verfügen über die neuesten Musterungsmöglichkeiten, was insbesondere für die Entwicklung neuer Gestrickkonstruktionen mit erweiterter Funktionalität von Bedeutung ist. Zusätzlich wurde im Bereich des Textilprüflabors in neue Prüfgeräte investiert, um auch zukünftig in der Lage zu sein, weitere Verbesserungen im Tragekomfort und Pflegeverhalten der Produkte zu entwickeln. 1.3.4 F&E ErgebnisseDie Serie CHINCHILLAN beinhaltet im Feinstrumpf- wie auch im Strickbereich zum Teil neue Produktionstechnologien, deren reibungslose Produktion auch direkt in der Anfangsphase sichergestellt werden musste, um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten. Für die neue KUNERT FORMING EFFECT Serie wurden die Prototypen entwickelt, wobei unter anderem auch neue Konfektionstechnologien eingesetzt werden. Die aktuellste Entdeckung mit einem revolutionären Potenzial stellt das KUNERT Zwirn TWISTED-FIBER dar. Mit ihm ist es möglich, Socken und Strümpfe herzustellen, die bei 60 Grad waschbar und trocknergeeignet sind und somit auch nach vielen Waschgängen noch wie neu aussehen. Im Jahr 2010 wurde erstmals erfolgreich ein öffentlich gefördertes Forschungsprojekt gemeinsam mit dem renommierten Institut für Textil- und Verfahrenstechnik (ITV) in Denkendorf beantragt. Im Rahmen dieses von der AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) geförderten ZIM-Projektes (Zentrales Innovationsprogramm für den Mittelstand) werden neuartige Baumwollgarne daraufhin untersucht, ob sie die Gebrauchseigenschaften von Socken verbessern. Für den neuen TAKE CARE-Bereich wurden Diabetikersocken entwickelt und gemeinsam mit einer podologischen Praxis getestet. Mit diesen Artikeln geht KUNERT auf die speziellen Probleme des diabetischen Fußes ein, der aufgrund seiner hohen Empfindlichkeit eines besonderen Schutzes bedarf. Im vergangenen Jahr konnten wiederum neue Patente angemeldet werden. Darüber hinaus konnten Grundlagenarbeiten abgeschlossen werden, die die Basis für weitere Innovationen bis einschließlich 2014 bilden. Diese Ergebnisse auf die neuen Kollektionen umzusetzen wird eine der wesentlichen Stoßrichtungen des laufenden Jahres sein. 1.4 Überblick über den Geschäftsverlauf1.4.1 Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenIn Deutschland, dem Kernmarkt der KUNERT Gruppe, war das Wachstum des BIP mit 3,6% unerwartet hoch. Der noch verhaltene Start im Geschäftsjahr 2010 war im ersten Quartal mehr den noch stark winterlichen Einflüssen als den Nachwirkungen des sogenannten Krisenjahres 2009 geschuldet. Insgesamt nahm die Kapazitätsauslastung der deutschen Wirtschaft zu, die immer noch niedrigen Zinsen ließen die Nachfrage nicht nur nach Investitionen sondern auch im privaten Konsum ansteigen. So stieg der private Konsum im Jahr 2010 um insgesamt 0,5% nach durchschnittlich nur 0,3% in den vergangenen Jahren. Mit dieser Entwicklung unterscheidet sich Deutschland von den europäischen Nachbarn, die in ihrem Wachstum doch deutlich hinter Deutschland zurückblieben oder wie Frankreich, Großbritannien, Spanien oder Italien wegen der Staatsdefizite zum Teil einen Rückgang im Lebensstandard befürchten. Deutschland war im Geschäftsjahr 2010 damit der Wachstumsmotor in Europa und erwartet auch in 2011 einen weiteren Anstieg des BIP und des privaten Konsums. Allerdings zeigen die jüngsten Entwicklungen, wie schnell weltwirtschaftliche Prognosen ins Wanken geraten können, nachdem politische Unruhen in nordafrikanischen Ländern oder Umweltkatastrophen in Japan sofort ihre Auswirkungen auf die globalisierte Wirtschaft haben. 1.4.2 Branchenspezifische RahmenbedingungenDer Textilhandel hat in Deutschland im Gesamtjahr 2010 um rund 3% zulegen können. Damit wächst der durch das Panel der Textilwirtschaft ermittelte Wert zum ersten Mal seit Jahren. Diese Entwicklung ist zwar erfreulich, wenngleich auch nicht direkt übertragbar auf die KUNERT Gruppe als Anbieter von Beinbekleidung. Insgesamt hat sich Deutschland auch im Textilmarkt von den europäischen Nachbarn abgehoben. Im Bereich der Textilproduzenten und -händler gab es bis auf einzelne Insolvenzen im Discounter-Bereich wenige Veränderungen. Insgesamt bleibt aber festzuhalten, dass wieder ein Trend hin zu Qualität festzustellen ist. Eine Entwicklung, die der KUNERT Gruppe als Markenanbieter entgegen kommt. Allerdings hält auch der Wettbewerb um die Handelsflächen weiter an. Hier wird es auch zukünftig darum gehen, die Position der KUNERT Gruppe in den Kernmärkten weiter auszubauen und die Potenziale modischer, innovativer Produkte - wie zum Beispiel einer KUNERT CHINCHILLAN - auch im internationalen Rollout unserer Marken nachhaltig zu nutzen. 1.4.3 Wesentliche für den Geschäftsverlauf ursächliche EreignisseNeben der positiven konjunkturellen Entwicklung waren die Ende 2009 verhandelten neuen Kreditlinien eine wesentliche Grundlage für den positiven Geschäftsverlauf. Über den Wiedereinstieg finanzierender Banken konnte die KUNERT Gruppe die Mittel aufnehmen, um notwendige Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten anzustoßen. Der Markenauftritt am Point of Sale, die Imagekampagnen und die Endverbraucherwerbung in Print und TV waren die Grundlage für das abermals zweistellige Wachstum in der Marke KUNERT. Der Launch der inzwischen garantiert laufmaschenfreien Strumpfhose KUNERT CHINCHILLAN im Februar 2010 war die erfolgreichste Produktneueinführung in der KUNERT Gruppe seit Jahrzehnten. Über die Lizenz-Kooperation mit der Walt Disney Company Ltd. erwarb die KUNERT Gruppe für eine neue Produktlinie die Lizenzrechte für Desperate Housewives Produkte im Strumpfbereich. Die topmodischen Kollektionen für Herbst/Winter 2010 und Frühjahr/Sommer 2011 konnten sehr erfolgreich verkauft werden. Für Frühjahr/Sommer 2011 konnten über den TV-Sender ProSieben für eine Strumpfserie der Marke HUDSON die Lizenzrechte an "Germany's next Topmodel" im Legwear-Bereich gesichert werden. Die Produkte werden im März 2011 unter "HUDSON, Offizieller Partner von Germany's next Topmodel" in den Handel gehen. Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir hier von einem Abstrahleffekt auf die gesamte Marke HUDSON aus. Neben den Highlights neuer Produkteinführungen war die Entwicklung des Gesamtgeschäftes stark geprägt von den unterjährigen Schwankungen im Geschäftsverlauf. So blieb das erste Quartal 2010 allein witterungsbedingt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Dem gegenüber stieg der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte dank der erfolgreichen Vororder im Herbst/Winter 2010 deutlich an, obwohl der Umsatz zu Beginn im Juli 2010 ebenso enttäuschte wie im vergleichsweise warmen November. Trotz des insgesamt erfolgreichen zweiten Halbjahres reichte es nicht, die für das Gesamtjahr 2010 gesetzten Umsatzziele zu erreichen. Dennoch ist es der KUNERT Gruppe gelungen, zum zweiten Mal in Folge den bereinigten Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern. 1.4.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf durch die UnternehmensleitungDer Vorstand ist dennoch davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist und die ergriffenen Maßnahmen nicht nur die entscheidende Grundlage für den positiven Verlauf des Geschäftsjahres 2010 sondern für die künftige Entwicklung der KUNERT Gruppe insgesamt darstellen. Die öffentlichkeitswirksamen Kampagnen trugen dazu bei, dass die Produkte der KUNERT Gruppe sowohl bei den Endkundinnen und -kunden wie auch im Handel positiv besprochen wurden und einen verstärkten Eingang in die Verkaufsflächen fanden. Mit der Konzentration auf die eigenen Marken konnte die Bruttomarge des Geschäftes wieder deutlich angehoben werden. Die erhöhte Produktivität in der eigenen Herstellung und die Aufgabe niedrig margiger Geschäftssegmente sind dafür die Grundlage. Die Kosten in Vertrieb und Verwaltung haben sich im Geschäftsjahr 2010 in dem vom Vorstand gesetzten Rahmen bewegt. Die Geschäftsleitung hat in Übereinstimmung mit der Strategie des Unternehmens die Ausgaben im Marketing gezielt angehoben, auch wenn die auf Imagesteigerung gerichteten Maßnahmen sich nicht direkt im gleichen Geschäftsjahr in Umsatz und Ergebnis auszahlen. Auf dieser Grundlage hat der Umsatzanstieg bei verbesserter Struktur und geringeren Herstellungskosten zu einer um 3,0 Mio. EUR höheren Bruttomarge geführt, einem Anstieg von 14% oder 5 Prozentpunkten vom Umsatz. Von diesem Zuwachs wurden rund 1,2 Mio. EUR in die Markt- und Markenoffensive investiert, so dass nach nochmaliger Reduzierung der Verwaltungskosten ein fast ausgeglichenes operatives Ergebnis (EBIT) verbleibt. Vor dem Hintergrund des im Vorjahr durch zum Teil außerordentliche Effekte positiv beeinflussten höheren sonstigen betrieblichen Ergebnisses stellt das erreichte EBIT eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 dar. Das damit verbundene EBITDA in Höhe von 2,3 Mio. EUR liegt noch nicht auf der vom Vorstand angestrebten Höhe, konnte aber im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. EUR gesteigert werden. 02 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEDer Konzernabschluss der KUNERT Gruppe für das Geschäftsjahr 2010 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. 2.1 Ertragslage2.1.1 Umsatzentwicklung / Umsatz nach MarkenBRUTTOUMSATZscroll
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Die sonstigen Umsätze wurden im Inland erzielt. Die Bruttoerlöse steigen im Geschäftsjahr 2010 um 2,4% auf 57,0 Mio. EUR (Vorjahr 55,7 Mio. EUR). Das um Sondereffekte bereinigte Umsatzwachstum liegt im Berichtsjahr bei +6,8%, nachdem die Steigerung zum Halbjahr 2010 bei nur +3% gelegen hat. Haupttreiber des Umsatzwachstums sind wieder einmal die Marken KUNERT und JULIUS KUNERT, die insgesamt mit über 4,1 Mio. EUR um fast 19% zulegen konnten. Dieser Umsatzzuwachs verteilt sich fast gleichmäßig über das gesamte Geschäftsjahr. Demgegenüber legt die Marke HUDSON vor allem in der zweiten Jahreshälfte zu und konnte nach noch verhaltenem Beginn mit -1,1% zum Halbjahr das Geschäftsjahr mit +1,6% abschließen. Der Umsatz im Bereich der Eigenmarken des Handels (Private Label) reduziert sich gegenüber dem Vorjahr um rund 0,7 Mio. EUR. Damit konnte dieser Geschäftsbereich in der zweiten Jahreshälfte noch leicht zulegen, nachdem der Rückstand zur Jahresmitte noch höher ausfiel und in erster Linie das Ergebnis aus einer bedeutenden Kundeninsolvenz und einer zu Beginn des Jahres unbefriedigenden Geschäftsentwicklung einiger Private Label-Kunden war. Das Geschäft mit unserer ausschließlich im Herstellerverkauf und Factory Outlets vertriebenen Marke Prince & Princess of Argyle stabilisiert sich im Jahr 2010 auf einem Niveau von leicht über 2,1 Mio. EUR. Die KUNERT Gruppe konnte ihren Umsatz in nahezu allen Ländern deutlich erhöhen. Allein in Deutschland steigt der Umsatz um 3,0 Mio. EUR. Erfreulich ist auch der überproportionale Anstieg von über 15% in den Ländern außerhalb des bisherigen Kernmarktes der KUNERT Gruppe. Der Rückgang in Österreich ist temporärer Natur. In Frankreich gestaltet sich der Neuaufbau verlorener Vertriebsstrukturen nach wie vor schwierig. 2.1.2 ErgebnisentwicklungDer im Geschäftsjahr 2010 ausgewiesene Jahresfehlbetrag beträgt -1,4 Mio. EUR (Vorjahr -2,4 Mio. EUR). Dies entspricht nicht der ursprünglichen Erwartungshaltung des Vorstandes an das Geschäftsjahr 2010 und dessen Möglichkeiten. Resümierend bleibt festzustellen, dass die nach verhaltenem Beginn und in einigen wenigen schwachen Monaten nicht erreichten Absatzzahlen auch nicht durch den insbesondere in der zweiten Jahreshälfte sehr erfolgreichen Geschäftsverlauf kompensiert werden konnten. Ausgehend von den Bruttoerlösen ergeben sich nach Abzug der Erlösschmälerungen in Höhe von rund 3,2 Mio. EUR (Vorjahr 2,7 Mio. EUR) Nettoumsatzerlöse in Höhe von 53,8 Mio. EUR. Damit sind die Nettoerlöse gegenüber Vorjahr (52,9 Mio. EUR) um rund 0,9 Mio. EUR gestiegen. Trotz dieses unbereinigt nur geringen Anstiegs der Nettoerlöse konnte das Bruttoergebnis vom Umsatz um 3,0 Mio. EUR auf 24,3 Mio. EUR (Vorjahr 21,3 Mio. EUR) gesteigert werden. Dieser Anstieg um 14% ist das Ergebnis der eingeschlagenen Strategie, die Kernkompetenzen im Bereich der eigenen Marken zu nutzen, margenschwächere Bereiche auf den Prüfstand zu stellen und stetig an der Verbesserung der Produktivität zu arbeiten. Über diesen Weg erreicht die KUNERT Gruppe im Geschäftsjahr 2010 im Gesamtkonzern erstmals seit Jahren wieder ein operatives Ergebnis (EBIT), das mit -0,1 Mio. EUR fast auf break-even-Niveau liegt. Das EBITDA, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen steigt um 1,5 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR an. Damit hat die KUNERT Gruppe das Ziel, die Kapitalkosten für Pensionsverpflichtungen und Finanzierung zu verdienen in diesem Geschäftsjahr noch verfehlt, ist aber wieder einen weiteren Schritt vorangekommen. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass im Geschäftsjahr 2010 erstmals verstärkt in die Image- und Markenpflege sowie in die Marktbearbeitung investiert wurde. Dies sind Aufwendungen, die sich nicht gleich im ersten Geschäftsjahr in Umsatz und Ergebnis auszahlen können. Vor diesem Hintergrund ist das im Jahr 2010 noch negative Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von -1,4 Mio. EUR zu bewerten. Die Verbesserung des Konzernergebnisses fällt damit geringer aus als vom Vorstand im Jahreslauf noch erwartet. Die KUNERT Gruppe weist mit -1,5 Mio. EUR ein Gesamtergebnis der Periode aus, das um 1,8 Mio. EUR besser ausfällt als im Vorjahr. 2.1.3 Veränderung wesentlicher GuV-PostenDie Verringerung der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen im Vergleich zum Vorjahr hat mehrere Gründe:
Die Vertriebskosten liegen mit 19,0 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR über Vorjahr (17,9 Mio. EUR). Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus den im Geschäftsjahr 2010 intensivierten Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten, die sich mit einem Anstieg von +1,2 Mio. EUR in Werbung und Marketing niederschlagen. Diese hatten zum Ziel, die Neueinführung der laufmaschenfreien Strumpfhose KUNERT CHINCHILLAN im Februar zu begleiten und zu unterstützen. Die zweite größere Aktion war die Markteinführung der KUNERT Desperate Housewives Kollektion im Herbst/Winter 2010. Beide Produkteinführungen wurden von TV- und Printmedien begleitet und haben zu einer deutlichen Verbesserung der Markenbekanntheit und einer gesteigerten Markenpräsenz der Marke KUNERT in den Verkaufsflächen geführt. Die Personalkosten des Vertriebs steigen hauptsächlich aufgrund der Erhöhung des Personaleinsatzes auf den Verkaufsflächen um rund 0,9 Mio. EUR an. Gleichzeitig konnten die umsatzabhängigen Provisionen um 0,4 Mio. EUR gesenkt werden. Demgegenüber sind die Versandspesen wieder um rund 27% auf unter 1,0 Mio. EUR zurückgegangen, nachdem diese im Vorjahr noch durch die Schließung des Nichtfachhandelslagers zusätzlich belastet waren. Ebenso bleiben die Miet-, Rechts- und Beratungskosten um fast 0,6 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die allgemeinen Verwaltungskosten liegen im Geschäftjahr 2010 insgesamt bei 6,8 Mio. EUR (Vorjahr 7,1 Mio. EUR) und konnten somit auch im Jahr 2010 nochmals gesenkt werden. Der Personalaufwand liegt im Berichtsjahr geringfügig unter Vorjahr. Ebenso konnten die Beratungs- und Kommunikationskosten um 11% auf 1,1 Mio. EUR reduziert werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge im Konzern sind mit 2,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (4,5 Mio. EUR) deutlich gesunken. Die in 2009 enthaltenen Einmaleffekte sind in 2010 nicht mehr in gleicher Höhe entstanden bzw. kamen grundsätzlich nicht zum Tragen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,5 Mio. EUR) sind um rund 1,0 Mio. EUR gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die geringeren Aufwendungen für Wertberichtigungen zurück zu führen, die im Geschäftsjahr 2009 aufgrund zahlreicher Insolvenzen außergewöhnlich hoch waren. Der ebenso mit den Insolvenzen verbundene einmalig höhere Aufwand für den Pensionssicherungsverein ist in 2010 wieder deutlich geringer. Die Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR (Vorjahr 1,5 Mio. EUR) umfassen neben Zinsaufwendungen für Pensionen in Höhe von 1,0 Mio. EUR im Wesentlichen Darlehenszinsen für den Investorenkredit und den im Geschäftsjahr 2010 in Anspruch genommenen Kredit zur Finanzierung der Markt- und Marketing-Aktivitäten (Wachstumskredit). Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr einen Steuerertrag in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) aus. Nachdem der im Jahr 2008 entstandene Sanierungsgewinn als solcher kraft Bescheid anerkannt wurde, konnte die dafür gebildete Rückstellung für Gewerbesteuer wieder aufgelöst werden. 2.2 Finanzlage2.2.1 FinanzierungsanalyseNach der erfolgreichen Entschuldung sowie dem Wiedereinstieg zweier Banken in die Finanzierung des KUNERT Konzerns im Jahr 2009 hat sich die Liquiditätssituation im Jahr 2010 nochmals weiter entspannt. Auf dieser Grundlage konnten der Ausbau der Markt- und Marketing-Aktivitäten, die Platzierung der KUNERT CHINCHILLAN als Top-Produkt aus der KUNERT EFFECT Serie sowie die Einführung der KUNERT Desperate Housewives Kollektion, planmäßig finanziert und umgesetzt werden. Die Ausweitung der Kontokorrentlinien sicherte die Vorfinanzierung der Herbst-/Winterkollektionen ab. Die Kreditlinien wurden von zwei Geschäftsbanken bereits im Jahr 2009 eingeräumt, allerdings nach dem finanziell erfolgreichen vierten Quartal 2009 erst im Jahr 2010 in Anspruch genommen. Das daneben bestehende Darlehen des Investors Julius Textile Investment S.à r.l. wurde bis zum 30. Juni 2012 verlängert, die Zinskonditionen bleiben für das Geschäftsjahr 2011 unverändert. 2.2.2 InvestitionsanalyseDas Investitionsvolumen bleibt im Geschäftsjahr 2010 mit 0,9 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR) deutlich unter Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der vornehmlich im IT-Bereich geplanten Investitionen erfreulicherweise über Leasing finanziert werden konnte, eine Finanzierungsmöglichkeit, die die KUNERT Gruppe seit 2009 im Bedarfsfall wieder nutzen kann. Die in 2010 getätigten Investitionen in Höhe von 0,9 Mio. EUR entfielen hauptsächlich auf die technische Ausstattung in Tétouan/Marokko, den Ladenbau, den IT-Bereich sowie die Modernisierung der Hochregallager-Einrichtung in Immenstadt. Mit Verkäufen von Sachanlagen und langfristigen Vermögenswerten wurden rund 0,1 Mio. EUR erzielt. 2.2.3 LiquiditätsanalyseDas Betriebsergebnis vor Änderung des Nettoumlaufvermögens (im Vorjahr: Cashflow im engeren Sinn) ist um nahezu 0,4 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR angestiegen und weiterhin positiv. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich ein Finanzierungsbedarf von 1,3 Mio. EUR. Die Gründe hierfür liegen in einem weiteren Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 5,2 Mio. EUR) sowie den zum Jahresende 2010 um 0,7 Mio. EUR höheren sonstigen Vermögenswerten. Wesentlicher Treiber für den Finanzierungsbedarf war der Bestandsaufbau um 1,8 Mio. EUR (Vorjahr Bestandsabbau von 4,4 Mio. EUR). Die KUNERT Gruppe konnte durch den deutlichen Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in den letzten zwei Jahren von 6,0 Mio. EUR ihre Position gegenüber Lieferanten und Kreditversicherern signifikant verbessern, was zu einer deutlichen Verbesserung der Zahlungskonditionen und des Ratings unserer Gesellschaften geführt hat. Zur Deckung des Kapitalbedarfes aus der laufenden Geschäfts- und Investitionstätigkeit dienten die Kontokorrentlinien sowie ein Darlehen der finanzierenden Banken. Zur Mitte des Jahres konnte eine Ausweitung der Kontokorrentlinien um 1,5 Mio. EUR erfolgreich abgeschlossen werden. Die Inanspruchnahme aus diesen Kontokorrentlinien beträgt zum Jahresende 2010 3,6 Mio. EUR. Insgesamt weist der Konzern zum Ende des Berichtsjahres Zahlungsmittel in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr 3,6 Mio. EUR) aus. Davon unterliegen 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 2,4 Mio. EUR) einer Verfügungsbeschränkung, die aus Hinterlegungen im Bereich Factoring und aus diversen Avalen herrühren. 2.3 Vermögenslage2.3.1 VermögensstrukturanalyseDie Bilanzsumme der KUNERT Gruppe reduziert sich im Vergleich zum 31. Dezember 2009 gerundet um 0,5 Mio. EUR auf 50,4 Mio. EUR (Vorjahr 50,9 Mio. EUR). Dies resultiert aus einem Rückgang des Sachanlagevermögens bei gleichzeitiger Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte, insbesondere des Vorratsvermögens. Die Sachanlagen haben sich von 19,3 Mio. EUR auf 17,2 Mio. EUR verringert. Dies liegt zum einem an der Umgliederung von Sachanlagen in die Position "Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden" in Höhe von 0,6 Mio. EUR und zum anderen an den im Verhältnis zu den Abschreibungen geringeren Investitionen. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Abschreibungen derzeit absolut von Jahr zu Jahr verhältnismäßig stark sinken. Die Ursache liegt in den Anlagenklassen, deren zusätzliche Abschreibungen aus der Neubewertung des Anlagevermögens im Jahre 2004/2005 inzwischen wieder voll verdient sind. Die kurzfristigen Vermögenswerte steigen gegenüber dem Vorjahr von 29,7 Mio. EUR auf 31,5 Mio. EUR. Hier zeigt sich vor allem die Erhöhung der Vorräte, die im Betrachtungszeitraum von 19,8 Mio. EUR auf 21,5 Mio. EUR aufgrund höherwertiger Ware wie auch höherer Mengen angestiegen sind. Zum Stichtag 2009 ist der Bestand nach einem außergewöhnlich guten vierten Quartal verhältnismäßig stark gesunken. Höherwertige Waren und das Ziel einer hohen Lieferfähigkeit prägten im vergangenen Jahr Umfang und Zusammensetzung des Lagerbestandes. Darüber hinaus steigen die kurzfristigen Vermögenswerte in Folge der Umgliederung der Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden. Das erwirtschaftete Konzernergebnis - Bestandteil des Eigenkapitals - ist um 1,5 Mio. EUR gesunken, in erster Linie bedingt durch das Jahresergebnis 2010. Während die verzinslichen Darlehen bedingt durch den Wachstumsfinanzierungskredit und der zum Stichtag stärker genutzten Kontokorrentlinien insgesamt um 3,7 Mio. EUR angestiegen sind, sind die Pensionsrückstellungen insgesamt um 0,5 Mio. EUR gesunken. Dabei liegen die langfristigen Schulden mit 24,6 Mio. EUR nur 0,1 Mio. EUR über Vorjahr. Innerhalb der kurzfristigen Schulden in Höhe von 16,2 Mio. EUR (Vorjahr 15,2 Mio. EUR) sind planmäßig die verzinslichen Darlehen um 3,1 Mio. EUR angestiegen. Alle anderen kurzfristigen Schuldenpositionen liegen unter dem Vorjahreswert, vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die nochmals um 0,8 Mio. EUR reduziert werden konnten. Die Nettoverschuldung der KUNERT Gruppe (Darlehen abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) erhöht sich zum 31. Dezember 2010 damit auf 10,3 Mio. EUR (Vorjahr 6,3 Mio. EUR). 2.3.2 Mitarbeiter (Humankapital)In der Gesamtbetrachtung des Jahres 2010 ergaben sich im Personalbereich keine wesentlichen Veränderungen. Während im Verlauf des Jahres im Zuge von Outletschließungen in Deutschland und Österreich 12 Mitarbeiter abgebaut werden mussten, wurde in Marokko der Personalstand geringfügig erhöht. Letzteres ergab sich aus der Einführung neuer Produkte und der damit verbundenen Mehrarbeit in der Produktion. Im September 2010 wurden 5 Auszubildende eingestellt, womit zum Stichtag 31. Dezember 2010 in den unterschiedlichen Ausbildungsjahren insgesamt 14 Auszubildende in Immenstadt beschäftigt waren. Seit 2010 ermöglicht die KUNERT Gruppe den besten Auszubildenden des jeweiligen Ausbildungsjahres als Incentive einen Auslandsaufenthalt bei Partnerunternehmen, der im Rahmen des EU-Programmes "Leonardo da Vinci Mobilität" erfolgt. Dem Nachwuchs wird so, ganz im Zeichen der Internationalisierung der KUNERT Gruppe, die Vertiefung der jeweiligen Landessprache und der Ausbau der Fachkenntnisse ermöglicht. Im Jahr 2010 fanden, bedingt durch bevorstehende Softwareumstellungen, Inhouseschulungen im Bereich der EDV statt. Insgesamt nahmen daran 190 Mitarbeiter teil. Im Rahmen von internen Produktschulungen durch die KUNERT TRAINING ACADEMY haben 90 Mitarbeiter die Möglichkeit der Schulung genutzt, um die neuesten Produkte und deren Funktionen kennen zu lernen. Im Januar 2010 wurde die tariflich verhandelte Tariferhöhung von 1,5% umgesetzt. Zum 31. Dezember 2010 beschäftigt die KUNERT Gruppe insgesamt 1.073 Mitarbeiter (Vorjahr 1.080). Davon sind in Deutschland 380 (Vorjahr 402) und im Ausland 693 (Vorjahr 678) Mitarbeiter für die KUNERT Gruppe tätig. Im Durchschnitt beschäftigt der Konzern im Jahr 2010 mit 1.065 Mitarbeitern 7 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Bei der Stichtagsbetrachtung zum 31. Dezember 2010 ergibt sich ein Personalabbau von 7 Mitarbeitern. Die Durchschnittsbetrachtung der Mitarbeiterzahl wird durch temporär beschäftigte Mitarbeiter im Bereich Musterzimmer und durch Ferienarbeiter stark geprägt. 2.3.3 PersonalaufwandInsgesamt ergibt sich zum Vorjahr ein geringerer Personalaufwand. Zwar sind im Bereich Löhne und Gehälter die Kosten um 0,2 Mio. EUR gestiegen; die gesetzlichen Sozialabgaben sind dagegen um 0,1 Mio. EUR gesunken. Die Abweichung im Bereich Löhne und Gehälter ergibt sich durch eine Tariferhöhung von 1,5% in Deutschland im Januar 2010. Die Sozialversicherungsbeiträge sind aufgrund von Personalreduzierungen in der Gesellschaft KUNERT Fashion GmbH & Co. KG gesunken. Dem steht zwar ein mengenmäßiger Personalaufbau in der marokkanischen Gesellschaft gegenüber, wobei dort allerdings die anteiligen Sozialversicherungsaufwendungen sehr viel geringer sind. Die Senkung der Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR im Bereich der Altersversorgung erklärt sich durch den geringeren Beitrag an den Pensionssicherungsverein zur Insolvenzsicherung der betrieblichen Altersvorsorge. Dies resultiert aus der wieder geringeren Insolvenzrate in Deutschland im Jahr 2010, nachdem diese im Vorjahr im Zuge der Finanzkrise deutlich angestiegen war. 2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie KUNERT Gruppe ist im Geschäftsjahr 2010 wieder einen deutlichen Schritt vorangekommen. Die Ertragslage hat sich im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich verbessert. Der Anstieg der Bruttomarge ist ein klares Signal und eine Bestätigung für den strategisch eingeschlagenen Weg, die Kernkompetenzen des Konzerns in den Vordergrund zu stellen und hauptsächlich auf das Potenzial der eigenen Marken zu vertrauen. Dazu sind allerdings auch weiterhin Aufwendungen im Bereich Marketing und Vertrieb notwendig, die sich nicht im gleichen Jahr direkt in Umsatz und Ergebnis auszahlen, sondern aus Sicht des Vorstandes als Investition in die Nachhaltigkeit der Wahrnehmung unserer Marken zu sehen sind. Der Konzern hat im operativen Ergebnis (EBIT) nahezu den break-even Point erreicht, das EBITDA ist mit über 2,3 Mio. EUR positiv. Dies ist zwar weniger, als wir uns für das Geschäftsjahr 2010 vorgenommen hatten, dennoch ein Beleg für die insgesamt positive Entwicklung. Die bilanzielle Situation des Konzerns konnte stabil gehalten werden. Das Eigenkapital liegt mit rund 9,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 11,1 Mio. EUR, die langfristigen Schulden bleiben trotz zusätzlicher Kredite zur Finanzierung des Wachstums und einer Anpassung des Rechnungszinssatzes für Pensionsrückstellungen konstant. Letztere wird in der KUNERT Gruppe allein dadurch kompensiert, dass die Pensionsrückstellungen in Ermangelung von Neuzusagen seit dem Jahr 1991 tendenziell Jahr für Jahr abnehmen. Die KUNERT Gruppe hat zur Finanzierung des Wachstums im Geschäftsjahr 2010 kurzfristige Kredite erhalten und in Anspruch genommen. Dennoch steigen die kurzfristigen Schulden unterproportional zur Kreditaufnahme, da gleichzeitig die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten reduziert werden konnten. Seit der zweiten Jahreshälfte 2010 ist die KUNERT Gruppe erstmals seit Jahren wieder in der Lage, Skontoerträge zu erwirtschaften. Vor diesem Hintergrund wird die wirtschaftliche Lage der KUNERT Gruppe derzeit als solide eingestuft. Der Vorstand sieht allerdings die Notwendigkeit, für das geplante Wachstum weitere zusätzliche Finanzmittel anzustreben, die vorzugsweise aus einer Kapitalerhöhung im Laufe des Jahres 2011 kommen sollten. 03 UNTERNEHMENSSITUATION DER KUNERT AKTIENGESELLSCHAFTDie KUNERT AG hat innerhalb der KUNERT Gruppe seit der gesellschaftsrechtlichen Restrukturierung im Jahr 2008 nur noch eine Holdingfunktion. Die wirtschaftliche Lage der KUNERT AG hängt somit im Wesentlichen von der wirtschaftlichen Entwicklung der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften ab. Der Jahresabschluss der KUNERT AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüfte Jahresabschluss wird gemeinsam mit dem zusammengefassten Lagebericht der KUNERT Gruppe und dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 3.1 Vermögenslage der KUNERT AGDie Vermögenslage der KUNERT AG hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Neben dem Beteiligungswert an der operativen Dachgesellschaft, der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG, weist die Bilanz der KUNERT AG ausschließlich Forderungen an verbundene Unternehmen aus. Diese resultieren ausschließlich aus der Leistungsabrechnung der KUNERT AG mit der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten der KUNERT AG sind leicht zurückgegangen. Das Eigenkapital liegt bei 15,9 Mio. EUR und somit bei einer Quote von rund 98%. Bilanz zum 31. Dezember 2010der KUNERT AGAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung der KUNERT AG für 2010scroll
Der Jahresfehlbetrag der KUNERT AG ist strukturimmanent solange aus der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG noch keine Ausschüttungen getätigt werden und liegt im Geschäftsjahr 2010 bei -0,3 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse, die Verwaltungskosten und das Bruttoergebnis vom Umsatz der KUNERT AG variieren mit der jeweiligen Leistungserbringung der KUNERT AG für den Konzern und liegen im Jahr 2010 durch geringere Beratungs- und Hauptversammlungskosten unter den Werten des Vorjahres. Damit ergibt sich ein gegenüber Vorjahr leicht verbessertes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Im Geschäftsjahr 2009 war das Jahresergebnis der KUNERT AG allerdings noch durch die ertragswirksame Auflösung der Steuerrückstellung auf den im Jahr 2008 entstandenen Ausgliederungsgewinn positiv beeinflusst. Die KUNERT AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Die Leistungen der Vorstände und die Leistungen der mit der Ausgliederung des gesamten Geschäftsbetriebes bei der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG beschäftigten Mitarbeiter werden im Zuge der konzerninternen Umlagen verursachungsgemäß verrechnet. 04 ANGABEN GEMÄß §§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGBSeit der am 12. März 2009 in das Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung beträgt das Grundkapital der KUNERT AG 19.890.315 EUR und ist eingeteilt in 19.578.315 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) und 312.000 stimmrechtlose Vorzugsaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von € 1,00 je Aktie. Jede Stammaktie besitzt eine Stimme. Darüber hinaus sind seit der Hauptversammlung 2007 alle 312.000 Vorzugsaktien stimmberechtigt. Auf die Vorzugsaktien entfällt eine um € 0,52 höhere Dividende als auf die Stammaktien, mindestens jedoch eine nachzahlbare Dividende in Höhe von € 1,28. Entsprechend den Meldungen gemäß § 21 WpHG erlangte der Investor Julius Textile Investment S.à r.l. mit der Eintragung der Kapitalerhöhung im März 2009 einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 92,71%. Bereits zum Jahresende 2009 belief sich dieser Anteil auf 92,21%. Nach § 7 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand der KUNERT AG aus zwei oder mehreren Personen. Über die Zahl der Vorstandsmitglieder, ihre Bestellung und den Widerruf ihrer Bestellung sowie den Abschluss, die Änderungen und die Kündigung von Anstellungsverträgen mit den Vorstandsmitgliedern entscheidet der Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann einen Vorstandsvorsitzenden und einen oder mehrere stellvertretende Vorstandsvorsitzende ernennen. Für die Bestellung der Mitglieder des Vorstands sieht die Satzung keine Mindest- oder Höchstzeiten vor. Es gelten die gesetzlichen Regelungen nach § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandmitglied vor Ablauf der Amtszeit widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Gemäß § 179 Abs.1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. In Bezug auf § 179 Abs.1 Satz 2 AktG ermächtigt § 14 der Satzung den Aufsichtsrat der Gesellschaft, Abänderungen und Ergänzungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit einfacher Stimmenmehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit beschließen, falls nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben (§179 Abs. 2 i.V.m. § 19 der Satzung). Gemäß § 5 Abs. 5 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 9,945 Mio. EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stück Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Dienstvertrag zwischen der Gesellschaft und dem Vorstandsmitglied Stephan Oehl beinhaltet im Falle eines Wechsels des Hauptgesellschafters ein Sonderkündigungsrecht zu seinen Gunsten sowie einen Anspruch auf die ihm noch vertraglich zustehenden Gehaltszahlungen. Im Dienstvertrag zwischen der Gesellschaft dem Vorstandsmitglied Herrn de Jong sind keine Vereinbarungen enthalten, die Regelungen im Fall eines Change of Control enthalten. 05 NACHTRAGSBERICHTIm Geschäftsjahr 2011 sind keine Sachverhalte eingetreten, die sich auf den Jahresabschluss 2010 ausgewirkt haben. 06 RISIKOBERICHT6.1 Internes Kontroll- und RisikomanagementsystemDie KUNERT AG ist eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB. Daher sind die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sowohl im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen als auch im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB zu beschreiben. 6.1.1 RisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem ist mit seinen rechnungslegungsbezogenen Komponenten auch ein Teil des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems. Es umfasst Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von Risiken, die das Ziel eines regelkonformen Jahresabschlusses gefährden. Die KUNERT Gruppe verfügt über ein Risikomanagement- und -früherkennungssystem. Dieses wird kontinuierlich verfeinert und über diesen Weg weiter verbessert. Der Vorstand bespricht die Geschäftsentwicklung mit den Leitern aller Unternehmensbereiche in den zweiwöchigen Vorstandssitzungen und im Rahmen der ebenso regelmäßigen Jour Fixe. Die Aufsichtsratssitzungen finden in einem acht- bis zehnwöchigen Turnus statt. Der Vorstand berichtet im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen über die Umsatz- und Ergebnisentwicklungen der KUNERT Gruppe und ihrer wesentlichen Konzerngesellschaften. Darüber hinaus geht der Vorstand auch auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Allgemeinen, in Relation zum Markt und soweit möglich zum Wettbewerb ein. Chancen und Risiken, die sich aus diesen Entwicklungen ergeben, werden diskutiert, notwendige Maßnahmen beschlossen und eingeleitet. Der Vorstand bespricht mit dem Aufsichtsrat insbesondere auch die strategische Ausrichtung der KUNERT Gruppe und berichtet regelmäßig über den Umsetzungsgrad anhand der vereinbarten Eckpunkte. 6.1.2 Internes Kontrollsystem (IKS)GrundsätzeDas rechnungslegungsbezogene IKS der KUNERT Gruppe dient der verlässlichen internen Finanzberichterstattung und der Sicherstellung einer ordnungsgemäßen externen Berichterstattung zur Einhaltung gesellschafts- und handelsrechtlicher Vorschriften. Regelmäßige präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften gewährleisten die korrekte Anwendung des einzuhaltenden Regelwerks. In den monatlichen Abschlüssen werden der richtige Ausweis und die zutreffende Bewertung regelmäßig überprüft und bei Bedarf korrigiert. Damit gewinnen die Abschlüsse zum Quartal, zum Halbjahr sowie zum Jahresende einschließlich dem Lagebericht erheblich an Informationssicherheit. Neben Budgetkontrollen, permanenten gesellschaftsbezogenen SOLL-IST-Abweichungen zum Vormonat und Vorjahr auf Bilanz-, Gewinn- und Cashflow-Ebene, eingerichteten definierten Prozessen unter Berücksichtigung der Funktionstrennung sowie spezifizierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen, werden regelmäßige Vorstandsitzungen sowie Bereichsleitermeetings durchgeführt. In diesen Sitzungen wird die Anforderung an das Unternehmen erfüllt, auf Veränderungen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, zügig zu reagieren und gegebenenfalls sofort Maßnahmen zu ergreifen. Durch die damit geschaffene nötige Transparenz können bestehende Kontrollschwächen identifiziert und über die Rechnungslegung im Jahresabschluss abgebildet werden. Das rechnungslegungsbezogene IKS wird grundsätzlich als funktionsfähig eingestuft, wenn die Kontrollmechanismen so ausgerichtet sind, dass keine wesentlichen Kontrollschwächen vorhanden sind. Ein rechnungslegungsbezogenes IKS kann keine absolute Sicherheit über die Erreichung der angestrebten Ziele sowie deren Vollständigkeit geben. Nicht absehbare Veränderungen im Kontrollumfeld, kriminelle Handlungen oder menschliche Fehler können in Einzelfällen die Leistungsfähigkeit des IKS beeinträchtigen. Um die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sicherzustellen, ist das IKS bezogen auf den Rechnungslegungsprozess wie nachfolgend beschrieben ausgestaltet: StrukturDas rechnungslegungsbezogene IKS der KUNERT Gruppe ist zentral in der Abteilung Finanz- und Rechnungswesen integriert und dem Vorstand obliegt die Verantwortung, die Funktionsfähigkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS auf Gesellschaftsebene zu überwachen, aufgetretene Kontrollschwächen zu bewerten und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen IKS sind in Richtlinien und Organisationsanweisungen festgehalten. ProzessDas rechnungslegungsbezogene IKS wird im Rahmen von regelmäßigen Bestandsaufnahmen hinsichtlich der Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den konzernweiten Rechnungslegungsprozess untersucht. Identifizierte Kontrollschwächen werden dem Vorstand berichtet und geeignete Maßnahmen zur Behebung der Kontrollschwächen vorgeschlagen. Internes Kontrollsystem bezogen auf die RechnungslegungIm Geschäftsjahr 2010 wurden Abweichungsanalysen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses auf wesentliche Jahresabschlussposten ausgeführt und deren Ergebnisse auf Vorstandsebene besprochen. Des Weiteren wurden einzelne Teilbereiche innerhalb der Finanzbuchhaltung sowie angrenzende Teilbereiche dahingehend kontrolliert, dass die zur Verfügung gestellten Ergebnisse plausibel sind. In Zusammenarbeit mit dem Finanzvorstand wurde untersucht, ob die Aktivitäten geeignet sind, die definierten Kontrollziele zu erfüllen. Der Schwerpunkt in 2010 lag hierbei auf dem Ausweis und der Bewertung der Bestände. Laufende Kontrollen und Abstimmungen mit der Finanzbuchhaltung wurden im Bereich der Umsatzerlöse durchgeführt. Ergeben sich aus den Überprüfungen so genannte Kontrollschwächen, erfolgt eine Bewertung hinsichtlich deren Auswirkungen auf den Jahresabschluss. Die Ergebnisse werden dem Vorstand berichtet und Maßnahmen zur Beseitigung vorgeschlagen. Sicherung der Einhaltung maßgeblicher VorschriftenÜber standardisierte Prozesse werden die Vollständigkeit und Konsistenz der Jahresabschlusserstellung und -offenlegung sichergestellt. Im rechnungslegungsbezogenen IKS sind Kontrollen definiert, die die Einhaltung der Konzernbilanzierungsrichtlinien, Bilanzierungsrichtlinien der Einzelgesellschaften sowie Verfahrensanweisungen und Zeitpläne der einzelnen Rechnungslegungsprozesse gewährleisten. 6.2 Bericht über die Risiken der voraussichtlichen EntwicklungDer Vorstand sieht wesentliche Risiken bei folgenden Themen: 6.2.1 Allgemeine Risikena) MarktrisikenDie KUNERT Gruppe ist in ihrem operativen Geschäft zunächst abhängig von den Risiken der allgemeinen Entwicklung im Textil- und Beinbekleidungsmarkt. Der Markt hat sich im Jahr 2010 trotz aller Skepsis nach den Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in 2008/2009 verhältnismäßig gut entwickelt, auch wenn es im Berichtsjahr wiederholt zu einigen nennenswerten Insolvenzen im Handel sowie im Bereich der Garnveredler gekommen ist. Es ist für die weitere Entwicklung der KUNERT Gruppe daher von Bedeutung, dass die wieder erreichte, positive Grundstimmung im Konsum und im Handel anhält. Hier zeigt allerdings gerade die aktuelle Entwicklung, wie schnell sich politische Ereignisse und Umweltereignisse auf die weltwirtschaftliche Grundstimmung auswirken können. Politische Unruhen in nordafrikanischen und arabischen Ländern oder das Erdbeben und seine aktuell noch nicht absehbaren Folgen in Japan wirken sich zwangsläufig auch auf die europäische Wirtschaft aus. Die KUNERT Gruppe ist derzeit nicht davon betroffen. Die Produktion in Marokko ist angesichts der politischen Entwicklung in diesem Land aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Die Versorgung der KUNERT Gruppe mit Rohstoffen ist aktuell ebenso gesichert. Allerdings hängt die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Geschäftes der KUNERT Gruppe von der Lieferfähigkeit der eigenen Produktion in Marokko und der Zuverlässigkeit unserer Zulieferer für Rohstoffe und Zukaufprodukte ab. Länger anhaltende politische Krisen oder unvorhersehbare Folgen von Umweltkatastrophen können, sofern sie in für die KUNERT Gruppe bedeutenden Ländern auftreten, unser Geschäft maßgeblich gefährden. Die Vertriebsrisiken sind - soweit bekannt und möglich - in der Unternehmensplanung berücksichtigt. Der Vorstand kann jedoch nicht ausschließen, dass sich angesichts der aktuell bestehenden weltweiten Unsicherheiten konjunkturelle Entwicklungen umkehren und die grundsätzlich positive Geschäftsentwicklung in den Kernmärkten der KUNERT Gruppe beeinträchtigen. Darüber hinaus bestimmen modische Trends und die Aktivitäten der Wettbewerber und Handelspartner das Risikoportfolio der Unternehmensgruppe. Die KUNERT Gruppe hat aber auch im Geschäftsjahr 2010 wiederholt gezeigt, dass sie sich in einem von intensivem Wettbewerb bestimmten Marktumfeld behaupten kann und in der Lage ist, sogar stärker zu wachsen als der Markt. b) WährungsrisikenFür die KUNERT Gruppe gibt es Währungsrisiken in erster Linie nur im Beschaffungsraum Asien, im Produktionsland Marokko und im Vertriebsgebiet der Schweiz. Die US-Dollar-Einkäufe in Fernost bewegen sich auf sehr überschaubarem Niveau und werden bei Bedarf selektiv abgesichert. Derzeit bestehen hier keine Sicherungsgeschäfte. Vom Schweizer Franken und vom Marokkanischen Dirham können in der KUNERT Gruppe Währungsrisiken ausgehen, sei es über die in der Schweiz fakturierten Geschäfte oder über die Produktionskosten in Marokko. Aus der Bilanz ist weitestgehend nur der bei einer marokkanischen Bank aufgenommene langfristige Kredit dem Risiko von Kursschwankungen unterworfen. c) Politische RisikenDie KUNERT Gruppe produziert und beschafft in Ländern, in denen politische und wirtschaftliche Risiken bestehen. Dass aus diesen Umständen grundsätzlich Risiken erwachsen können, zeigt die derzeit aktuelle politische Entwicklung in einigen nordafrikanischen Ländern. Aus heutiger Sicht ist die politische Lage in dem für die KUNERT Gruppe relevanten Marokko ruhig und die Führung des Landes besonnen im Umgang mit Demonstrationen und Forderungen der Bevölkerung. Marokko unterscheidet sich insofern von einigen seiner Nachbarländer. Dem Vorstand sind daher aktuell keine Auswirkungen solcher Risiken bekannt, die sich negativ auf das Geschäft der KUNERT Gruppe auswirken könnten. d) Rechtliche RisikenIm Zuge ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit können einzelne Gesellschaften der KUNERT Gruppe in Rechtstreitigkeiten verwickelt werden. Für alle Risiken aus derzeit bekannten Rechtstreitigkeiten ist aus Sicht des Vorstandes ausreichend Vorsorge getroffen worden. 6.2.2 Finanzielle Risikena) Die in der KUNERT Gruppe in 2009 deutlich verbesserte Finanzstruktur war die Grundlage für den Wiedereintritt von Banken in die Finanzierung der Unternehmensgruppe. Kredite und Kontokorrentlinien waren die Basis für den Ausbau der Marktaktivitäten und den letztendlich wieder erfolgreicheren Geschäftsverlauf. Für die Nachhaltigkeit der eingeleiteten Entwicklung ist entscheidend, dass mittelfristig die angestrebten Umsatzziele erreicht werden. Sofern die konjunkturelle Entwicklung in den für die KUNERT Gruppe relevanten Märkten in den nächsten Jahren nicht deutlich zurückgeht, sollte die KUNERT Gruppe in der Lage sein, die angestrebten Ziele zu erreichen. Nach den bereits erreichten Wachstumsraten 2008-2010 bei der Marke KUNERT, der eingeleiteten Trendwende in der Marke HUDSON, der wiederholt erfolgreichen Vororder und der in den Marken liegenden Potenziale handelt es sich um ein aus Sicht des Vorstandes überschaubares Risiko. b) Die Finanzierung der Unternehmensgruppe basiert auf einer konservativen Schätzung der Umsatz- und Kostenentwicklung. Sollten die aktuellen Umsatzerwartungen im Jahresverlauf nicht plankonform realisiert werden können und zudem die zugrunde gelegte Basisplanung unterschreiten, wäre das Geschäft durch zusätzliche unterjährige und temporär benötigte Finanzmittel abzusichern. c) In der Konzernbilanz werden zum 31. Dezember 2010 noch 13,7 Mio. EUR verzinsliche Darlehen ausgewiesen (Vorjahr 9,9 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert aus der Inanspruchnahme des Wachstumskredites und der erweiterten Kontokorrentlinie. Die Nettoverschuldung beträgt insgesamt 10,3 Mio. EUR (Vorjahr 6,3 Mio. EUR). Dabei wurden die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Abzug gebracht. d) Die mit dem Hauptinvestor bestehenden Kreditlinien wurden bis zum 30. Juni 2012 verlängert. Die mit den Banken verhandelten Finanzierungen haben, sofern sie nicht ohnehin als Linien zeitlich unbegrenzt eingeräumt sind, eine Laufzeit bis mindestens Juni 2012. Es wurden für diesen Zeitraum keine wirtschaftlichen Ziele (covenants) vereinbart. Der Vorstand geht davon aus, dass die bestehenden Kreditlinien ausreichend abgesichert sind. e) Der Konzern ist auf dieser Grundlage unter Berücksichtigung der Erreichung der Umsatz- und Ergebnisziele bis Mitte 2012 durchfinanziert. Unter der Voraussetzung, dass sich die Entwicklung der Unternehmensgruppe auf dem eingeschlagenen Weg positiv fortsetzen lässt, geht der Vorstand davon aus, dass in 2011 eine Anschlussfinanzierung vereinbart werden kann. 6.2.3 Operative RisikenNeben der Strickerei in Immenstadt ist der Produktionsstandort in Tétouan, Marokko, ein zentrales Element der Fertigung und ihrer operativen Prozesskette. Die marokkanische Gesellschaft TETOUAN MAILLE S.A. (TEMASA) ist somit die zentrale Produktionsstätte der KUNERT Gruppe. Der Produktionsstandort hat in den letzten Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen und produziert auf dem angestrebten Kapazitäts- und Qualitätsniveau. Derzeit sind in Marokko weder Risiken bekannt noch aus der aktuellen Einschätzung der Lage im Land ernsthaft zu befürchten, die eine Versorgung der KUNERT Gruppe über die Eigenproduktion gefährden dürfte. Völlig ausschließen kann man diese selbstverständlich nicht. Im Zukauf von Produkten bedient sich die KUNERT Gruppe ausländischer Lieferanten innerhalb und außerhalb Europas. Bei ausländischen Produktionsstätten sind mit dieser Beschaffung auch politische, wirtschaftliche und logistische Risiken verbunden, die zu Produktions-, Versorgungs- und Umsatzausfällen führen könnten. Gleiches gilt auch für die Versorgung mit Rohstoffen, sofern diese aus dem Ausland, insbesondere aus Ländern mit erhöhtem Risikopotenzial kommen. Aktuell gehören zu diesen Ländern das politisch unruhige Ägypten oder das vom Erdbeben betroffene Japan. Bei einer lang anhaltenden Krise in diesen Ländern könnte die Lieferfähigkeit des Konzerns gefährdet werden. Aktuell geht der Vorstand nach Prüfung der Versorgungssituation davon aus, dass es für das Geschäftsjahr 2011 keine Engpässe geben wird. Darüber hinaus sind dem Vorstand derzeit keine weiteren diesbezüglichen Risiken bekannt. 6.2.4 Organisatorische RisikenDie KUNERT Gruppe hat auch im Geschäftsjahr 2010 die Controlling- und Managementinformationssysteme (MIS) weiterentwickelt. Das neue Vertriebsplanungstool ermöglicht schnellere und gezieltere Analysen. Die Schnittstelle zwischen Controlling und Rechnungslegung wurde weiter optimiert, womit die Planungsprozesse transparenter und das unterjährige interne Reporting deutlich schneller erfolgen. Das neue Produktionscockpit ergänzt die Gruppe der Anwendungen, mit denen Fehlentwicklungen im Unternehmen rechtzeitig erkannt und eingeschätzt werden können. Alle operativ relevanten Prozesse werden nach wie vor in der unternehmensinternen Organisationseinheit IOP (Innovation, Organisation, Prozesse) zusammengefasst, detailliert analysiert und sofern erforderlich optimiert. Das interne Kontrollsystem wurde hinsichtlich der für Abweichungsanalysen relevanten Sachverhaltsprüfungen komplettiert und Teilprozesse aus Rechnungslegung und Controlling in das IKS integriert. 6.3 Gesamtaussage zur Risikosituation des KonzernsDie finanzielle Risikoposition der KUNERT Gruppe hat sich gegenüber den Vorjahren bis 2008 deutlich verbessert und bewegt sich auf dem im Vorjahr erreichten Niveau. Das Rating der KUNERT Gruppe konnte im Laufe des Jahres 2010 verbessert werden, der Bonitätsindex der operativen Dachgesellschaft wird inzwischen als gut eingestuft. Alle Kreditversicherer zeichnen seit dem Jahr 2010 wieder Kreditlimits für die Gesellschaften der KUNERT Gruppe. Die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe hat dank der Stärkung über finanzierende Banken sowohl den Ausbau des Geschäftes als auch den gleichzeitigen nochmaligen Abbau der Lieferantenverbindlichkeiten möglich gemacht. Die Rahmenbedingungen wirtschaftlichen Handelns sind durch die politischen Unruhen und jüngsten Umweltkatastrophen in Japan nicht einfacher geworden. Höhere Energie- und Rohstoffpreise für Baumwolle und gleichzeitig höhere Tarifabschlüsse drücken, da sie nicht vollumfänglich über die Preise weitergegeben werden können, die Chance auf eine höhere Profitabilität. Dennoch geht der Vorstand derzeit davon aus, dass die KUNERT Gruppe über den Umsatz die Potenziale realisieren wird, um die für die nächsten Jahre gesetzten Ergebnisziele zu erreichen. 07 PROGNOSEBERICHT7.1 Ausrichtung des Konzerns in den folgenden zwei Geschäftsjahren7.1.1 Künftige AbsatzmärkteDie KUNERT Gruppe wird auch künftig vom Erfolg neuer Kollektionen und der Attraktivität des Markenauftrittes abhängen und sich in der weiteren Entwicklung der Marken KUNERT, JULIUS KUNERT und HUDSON daran ausrichten. Daher setzt die Unternehmensgruppe verstärkt auf die Kombination von modischen Trends mit innovativen Neuentwicklungen, bei gleichzeitig hohem Anspruch an Qualität und Passform. Die KUNERT EFFECT Serie für Damenstrumpfhosen und -Strümpfe wird kontinuierlich ausgebaut. Im Herbst/Winter 2011 kommt mit KUNERT FORMING EFFECT im Damenbereich die fünfte Produktlinie auf den Markt und komplettiert die Serie innovativer Strumpftechnologien. Diese Technologien haben unter dem Dach der Marke JULIUS KUNERT auch Eingang in das Herrenstrumpfsegment gefunden, die mit WARM UP, FRESH UP, fly&care und TWISTED-FIBER einen unverwechselbaren Nutzen für den Träger stiften. Die neue Fashion-Ausrichtung der Marke HUDSON wird konsistent weiter verfolgt und über TV und Print beworben. Mit TV- und Printkampagnen wurde und wird wieder Aufmerksamkeit auf unsere eigenen Marken gelenkt, um somit auch neue Käuferschichten zu erschließen. Die KUNERT und HUDSON Online-Shops wurden nochmals optimiert. Die Produkte werden besser präsentiert und das Online-Geschäft inzwischen im eigenen Haus abgewickelt. Die Marken und Produkte haben das Potenzial für eine Ausweitung des Geschäftes über die bestehenden aktuellen Grenzen hinweg. Hier geht es sowohl um den Ausbau des europäischen Absatzes als auch um die Nutzung der Möglichkeiten, die sich außerhalb Europas bieten. So konnte zum Beispiel das Geschäft in Russland weiter ausgebaut und in China gestartet werden. In China ist KUNERT über Regionaldistributeure mittlerweile mit 21 Shop-in-Shops vertreten. Diese Chancen werden kontinuierlich geprüft und im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten und Prioritäten wahrgenommen. 7.1.2 Künftige Verwendung neuer Technologien und ProzesseDie operativen Prozesse wurden im Berichtsjahr in Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und Transparenz weiter verbessert. Im Jahr 2010 wurde die Modernisierung des Customer-Relationship-Management (CRM) vorangetrieben und wird jetzt nach einigen konzeptionellen Veränderungen in 2011 eingeführt. Damit wird künftig eine deutlich bessere Betreuung unserer Kunden und eine verbesserte, weil integrierte, Informationslage des Vertriebs gewährleistet. Die Modernisierung der unternehmensinternen IT-Landschaft wird kontinuierlich vorangetrieben. Neue Hard- und Software verbunden mit entsprechenden Schulungen der Mitarbeiter tragen dazu bei, die Performance am Arbeitsplatz zu erhöhen. 7.1.3 Künftige Produkte und DienstleistungenDank neuer Materialien und innovativer Fertigungsprozesse hat die KUNERT Gruppe auch im Berichtsjahr 2010 wieder eine Reihe neuer Produkte hervorgebracht, die zum Teil auf patentierten Technologien beruhen. Diese wollen wir künftig erfolgreich im Markt platzieren und auch für die angestrebte verstärkte Internationalisierung unserer Vertriebskanäle nutzen. Darüber hinaus hat die KUNERT Gruppe noch weitere Entwicklungen im und für den Bereich Health Care in Vorbereitung, die in Kürze Marktreife erlangen werden und sowohl in der Beinbekleidung als auch in angrenzenden Gebieten weitere Geschäftsmöglichkeiten eröffnen könnten. 7.2 Erwartete Ertragslage7.2.1 Voraussichtliche Umsatz- und ErgebnisentwicklungDie Umsatzentwicklung 2010 im Textilmarkt war im Vergleich zu den Vorjahren durchaus erfreulich, wenn auch von einem sehr verhaltenen Start und von einiger Volatilität geprägt. Die KUNERT Gruppe hat sich auch in diesem Berichtsjahr wie im Vorjahr besser als der Markt entwickelt und dies dank der im Vergleich zur Vorperiode noch besseren Entwicklung in der Marke KUNERT und dank einer in Summe über Vorjahr liegenden Marke HUDSON. Da auch im Folgejahr die ausgelieferte Vororder Frühjahr/Sommer 2011 von einem deutlichen Zuwachs gekennzeichnet war und die Vororder für Herbst/Winter 2011 sich nach den aktuell vorliegenden Zahlen ebenso positiv entwickelt, erwarten wir für die kommenden Geschäftsjahre 2011/2012 eine erneute Umsatzsteigerung. Dies ist und muss das Ziel der KUNERT Gruppe sein, um nachhaltig positive Ergebnisse erreichen zu können. Nach den Reaktionen des Marktes und unserer Kunden versprechen die Produkte und Kollektionen ein solches Wachstum. Dennoch ist sich der Vorstand bewusst, dass sich eine solche Erwartungshaltung nur über kontinuierliche Anstrengungen in der Marktbearbeitung und nur bei einer allgemein positiven Konjunkturentwicklung realisieren lässt. Auf dieser Grundlage und unter der Voraussetzung, dass sich die Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, sollte es der KUNERT Gruppe gelingen, die in den letzten vier Jahren kontinuierliche Verbesserung der operativen und finanziellen Ergebnisebenen auch im Jahr 2011 fortzusetzen. Damit geht der Vorstand derzeit davon aus, dass die KUNERT Gruppe im Geschäftsjahr 2011 die letzte Hürde nehmen wird und neben dem operativen break-even auch das angestrebte positive Ergebnis nach Steuern erwirtschaften und diese Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2012 fortsetzen kann. 7.3 Erwartete Finanzlage7.3.1 Geplante FinanzierungsmaßnahmenNach Umsetzung der Kapitalmaßnahmen im Geschäftsjahr 2009 war die KUNERT Gruppe im Geschäftsjahr 2010 vor dem Hintergrund der über die Banken bereitgestellten Wachstumskredite und Kontokorrentlinien durchfinanziert. Die angestrebten Projekte zur intensiven Marktbearbeitung und zur Neueinführung der KUNERT CHINCHILLAN konnten wie geplant durchgeführt werden. Dennoch wurden trotz der auch im Jahr 2010 erreichten Verbesserung die mit der geplanten Geschäftsentwicklung gesetzten Finanzziele nicht vollständig erreicht. Der Vorstand ist angesichts der vorliegenden Ergebnisse und des Erreichten aber davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist und weiter verfolgt werden muss, um die KUNERT Gruppe nachhaltig wieder erfolgreich zu machen. Die Märkte und Produkte der KUNERT Gruppe versprechen nach Auffassung des Vorstandes ein solches Wachstum. Daher plant der Vorstand noch im Geschäftsjahr 2011 eine Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital, um ohne weitere Erhöhung der Verschuldung des Konzerns die Mittel für den Ausbau des Geschäftes über Eigenkapital zu generieren. Die Details der geplanten Kapitalerhöhung werden in Kürze bekannt gegeben. Bis dahin ist gewährleistet, dass über die Verlängerung der Kreditlinien die Finanzierung des Konzerns sichergestellt ist. 7.3.2 Geplante InvestitionenNach dem verhaltenen Start ins Geschäftsjahr 2010 ist der ursprüngliche Investitionsplan des Berichtsjahres nicht in vollem Umfang umgesetzt worden. Zunächst wurden im Berichtsjahr nur geringe Investitionen am Point of Sale getätigt, eine Entwicklung, die kurzfristig im Handel sogar anhalten dürfte. Dafür sind nach bereits erfolgter Modernisierung der IT weitere Marketinginvestitionen und Investitionen in die Produktion geplant, vornehmlich um die Markenpräsenz und -wahrnehmung sowie die Produktivität kontinuierlich zu erhöhen. Allerdings wird die Umsetzungsgeschwindigkeit der Investitionen auch in den kommenden zwei Jahren maßgeblich von der weiteren Geschäftsentwicklung abhängen. Der Vorstand verfolgt hier wie in den Vorjahren die Strategie der machbaren Schritte. Dennoch ändert dies nichts an dem grundsätzlichen Ziel, in den kommenden Jahren wieder deutlich über dem Abschreibungsvolumen zu investieren. 7.4 ChancenDer Vorstand sieht neben den genannten Risiken auch weiterhin gute Chancen für die KUNERT Gruppe:
7.5 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des KonzernsDie KUNERT Gruppe verfolgt weiterhin die Strategie, sich mit den eigenen Marken auf das Kerngeschäft mit Beinbekleidung zu konzentrieren. Das Geschäft mit den Eigenmarken des Handels (Private Label) hat nach wie vor seinen Stellenwert im Unternehmen und steht im unternehmensinternen Wettbewerb um die Ressourcen. Für die KUNERT Gruppe steht die weitere Entwicklung modischer Produkte mit hohem Kundennutzen auch weiterhin im Vordergrund. Wir sind stetig darum bemüht, die Wahrnehmung und Begehrlichkeit unserer Produkte über einen gestärkten Markt- und Markenauftritt zu steigern und sind davon überzeugt, nur über diesen Weg eine nachhaltige Erhöhung des Konzernumsatzes erreichen zu können. Auf der Grundlage der Vorjahresergebnisse geht der Vorstand in der aktuellen Planung davon aus, auch in den nächsten zwei Jahren in nahezu gleichem Umfang mit den Marken KUNERT, JULIUS KUNERT und HUDSON wachsen zu können. Unter dieser Voraussetzung würde das im Geschäftsjahr 2010 zwar deutlich verbesserte aber dennoch leicht negative Ergebnis ab dem Geschäftsjahr 2011 ausreichen, die Finanzierungskosten des Konzerns vollends zu decken und auch im Ergebnis nach Steuern positiv zu werden. Die Grundlagen dafür sind gelegt. Die Eigenproduktion ist ausgelastet und wettbewerbsfähig; mit der wieder erreichten hohen Akzeptanz unserer Marken KUNERT, JULIUS KUNERT und HUDSON hat die KUNERT Gruppe noch nicht alle Potenziale ausgeschöpft. Der Vorstand ist sehr zuversichtlich, dass die KUNERT Gruppe den eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen kann und trotz der aktuell nur sehr schwer möglichen Einschätzung der weiteren Konjunkturentwicklung die gesetzten Ziele eines nachhaltig positiven Ergebnisses erreichen wird, wenn auch mit einer Verzögerung von einem Jahr gemessen an den ursprünglich gesetzten Zielen. Es ist allerdings nach wie vor zu beachten, dass die KUNERT Gruppe auch im laufenden Geschäftsjahr 2011 noch nicht über die Reserven verfügt, um einen unerwarteten Einbruch der Konjunktur ausgleichen zu können. Dies würde sich selbstverständlich nach einer erfolgreichen Umsetzung der geplanten Kapitalerhöhung verbessern und somit die Geschwindigkeit der Zielerreichung eines nachhaltig positiven Ergebnisses in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Bericht gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht)Seit Februar 2009 wird die Mehrheit der Unternehmensanteile an der KUNERT AG, Immenstadt vom Hauptinvestor Julius Textile Investment S.à r.l. gehalten. Auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 hat die KUNERT AG in dem nach § 312 AktG vorgeschriebenen Bericht über ihre Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ausführlich informiert. Der Bericht des Vorstands schließt mit folgender Schlusserklärung: Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Der Bericht lag zusammen mit dem Jahresabschluss 2010 und dem vorliegenden zusammengefassten Lagebericht der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, vor. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGBDie Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Beschreibung der Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken enthält die Erklärung zur Unternehmensführung. An dieser Stelle wird auf die im Corporate Governance Bericht abgebildete Erklärung zur Unternehmensführung verwiesen, die zugleich Bestandteil des Lageberichts ist. Darüber hinaus sind die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB auf der Homepage der Gesellschaft www.kunert-ag.de öffentlich zugänglich und als Download verfügbar.
Immenstadt, den 12. April 2011 Der Vorstand Hermann de Jong Stephan Oehl Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich Corporate Governance BerichtDer von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex am 26. Februar 2002 verabschiedete und zuletzt am 26. Mai 2010 aktualisierte Deutsche Corporate Governance Kodex schafft Transparenz in den in Deutschland geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmensleitung und -Überwachung. Damit soll das Vertrauen nationaler und internationaler Anleger, Geschäftspartner und der Öffentlichkeit in die Unternehmensführung gestärkt werden. Gute Corporate Governance gewährleistet dabei eine verantwortungsbewusste und auf den langfristigen Erfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens und hat für die KUNERT AG eine wesentliche Bedeutung. Die nachfolgende Erklärung zur Unternehmensführung beinhaltet die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie die Beschreibung wesentlicher, über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehender Unternehmensführungspraktiken und die Darstellung der Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Entsprechenserklärung von Vorstand und AufsichtsratVorstand und Aufsichtsrat der KUNERT AG haben die letzte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex am 28. Dezember 2009 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum vom 29. Dezember 2009 bis zum 2. Juli 2010 auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 und für den Zeitraum ab dem 3. Juli 2010 auf die am 2. Juli 2010 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachte Fassung vom 26. Mai 2010. Vorstand und Aufsichtsrat der KUNERT AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit folgenden Ausnahmen seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung entsprochen wurde und entsprochen wird:
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich entschlossen, auch Abweichungen von Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zu erklären, obwohl dazu keine Rechtspflicht besteht. Von folgenden Anregungen wurde und wird abgewichen:
Immenstadt, im Dezember 2010 Der Aufsichtsrat Der Vorstand Die vorstehende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG vom Dezember 2010 ist zusammen mit allen früheren Erklärungen auf unserer Internetseite unter www.kunert-ag.de öffentlich zugänglich und als Download verfügbar. Zusammensetzung und Arbeitsweise des AufsichtsratsGemäß § 9 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht der Aufsichtsrat der KUNERT AG aus sechs Mitgliedern, wovon vier Mitglieder von der Hauptversammlung gewählt werden und zwei Mitglieder von den Arbeitnehmern zu wählen sind. Die Aufsichtsratsmitglieder üben teilweise weitere Mandate in anderen Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien aus. Eine detaillierte Darstellung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats ist unter dem Abschnitt "Organe der Gesellschaft" in diesem Geschäftsbericht zu finden. Die Vergütungsregelung für die Aufsichtsratsmitglieder kann dem Vergütungsbericht im Lagebericht entnommen werden. Der Aufsichtsrat nimmt seine Funktion der regelmäßigen Überwachung des Vorstands im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen wahr. Alle Aufsichtsratssitzungen werden unter Angabe der Gegenstände der Tagesordnung vierzehn Tage vor dem Sitzungstermin einberufen und vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates geleitet. Die Schwerpunkte der Tätigkeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2010 können dem Bericht des Aufsichtsrats entnommen werden. Auch zwischen den Sitzungen wird der Aufsichtsrat über wichtige Ereignisse im Unternehmen zeitnah informiert. Über den Gang der Geschäfte werden alle Aufsichtsräte durch monatlich übersandte Berichte umfassend unterrichtet. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft stimmt sich der Vorstand rechtzeitig mit dem Aufsichtsrat ab. Alle gemäß der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Maßnahmen werden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte nur einen Personalausschuss gebildet. Hinsichtlich der Größe der Gesellschaft und des Aufsichtsrats wurden keine weiteren Ausschüsse eingerichtet. Im Rahmen der nächsten regulären Neuwahlen, ist es vorgesehen, einen Sitz mit einem unabhängigen Finanzexperten i.S.d. § 100 Abs. 5 AktG zu besetzen, der die Aufgaben des Prüfungsausschusses wahrnehmen wird. Zusammensetzung und Arbeitsweise des VorstandsDer Vorstand der Gesellschaft arbeitet mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft zum Wohle des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Beide Organe sind personell strikt getrennt. Aufsichtsratsmitglieder, die ehemals eine Vorstandstätigkeit in der Gesellschaft wahrgenommen haben, gibt es nicht. Der Vorstand wird vom Aufsichtsrat bestellt und setzt sich gemäß § 7 der Satzung der Gesellschaft aktuell aus zwei Mitgliedern zusammen. Herr Hermann de Jong leitet die Ressorts Finanzen und Verwaltung, Herr Stephan Oehl zeichnet verantwortlich für die Ressorts Marketing, Vertrieb und Beschaffung. Einen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstands gibt es nicht. Trotz dieser Ressorttrennung leitet der Vorstand die Gesellschaft gemeinsam. Darunter fallen die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Definition der kurz- und mittelfristigen Unternehmensziele. Daneben obliegt dem Gesamtvorstand die operative Planung. Ferner stimmt sich der Vorstand im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen und Ressortmeetings ab. Hier stehen der operative tägliche Geschäftsverlauf sowie die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Vordergrund. Darüber hinaus wird über zentrale Einzelmaßnahmen beraten und für den Geschäftsverlauf wesentliche Entscheidungen der Unternehmensleitung getroffen. Je nach Schwerpunkt wird die Sitzung von einem der beiden Vorstände geleitet. Im Bedarfsfall wohnen auch die Leiter der Unternehmensbereiche den Sitzungen bei, um über tagesordnungsrelevante Angelegenheiten ausführlich zu berichten. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat zeitnah und ausführlich über den Geschäftsverlauf, die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie die Unternehmensplanung. Darüber hinaus werden die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie wesentliche Maßnahmen durch den Aufsichtsrat begleitet. Über wichtige Ereignisse in der Unternehmensführung wird der Aufsichtsratsvorsitzende auch zwischen den Sitzungen unterrichtet. Der Aufsichtsrat regelt die Vergütungsregelung des Vorstands. Im Detail ist diese im Vergütungsbericht im Lagebericht geschildert. Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des AufsichtsratsZum 31. Dezember 2010 hielt der Vorstand Hermann de Jong 1,05% an der KUNERT AG und repräsentiert damit zugleich den Gesamtbesitz des Vorstands am Grundkapital der KUNERT AG. Der Aufsichtsrat hielt zum 31. Dezember 2010 insgesamt 0,34% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien und damit weniger als 1% am Grundkapital der KUNERT AG. Director's Dealings im Geschäftsjahr 2010Der KUNERT AG ist im Geschäftsjahr 2010 eine Wertpapiertransaktion von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 15a WpHG mitgeteilt worden: Demnach erlangte der Vorstand Hermann de Jong durch Kauf von weiteren 6.000 Stammaktien der Gesellschaft am 10. Februar 2010 einen Bestand von 208.000 Stammaktien und war somit am 31. Dezember mit 1,05% an der Gesellschaft beteiligt. Diese und frühere Transaktionen mit Aktien der KUNERT AG sind auf unserer Internetseite www.kunert-ag.de unter der Rubrik Investor Relations / Director's Dealings veröffentlicht. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDer Jahresabschluss der KUNERT AG wird weiterhin nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB erstellt. Der Konzernabschluss der KUNERT AG wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Für die Aufstellung der Abschlüsse ist der Vorstand verantwortlich. Der Einzelabschluss der KUNERT AG und der Konzernabschluss der Gesellschaft werden vom Aufsichtsrat gebilligt. Mit der Prüfung hat der Aufsichtsratsvorsitzende die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, als Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 beauftragt, nachdem die Hauptversammlung den Jahresabschlussprüfer zuvor gewählt hatte. Von den Anforderungen an die Unabhängigkeit des Prüfers hat sich der Vorsitzende vorab überzeugt. KONZERNABSCHLUSS DER KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, IMMENSTADT, ZUM 31. DEZEMBER 2010Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2010 der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, Immenstadtscroll
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verwässert und unverwässert KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG für 2010 der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, Immenstadtscroll
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010 der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, Immenstadtscroll
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Konzern-Kapitalflussrechnung für 2010der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, Immenstadtscroll
Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung für 2010 der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, Immenstadtscroll
Konzernanhang für 2010 der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, Immenstadt1. Allgemeine AngabenDie KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT (nachfolgend KUNERT AG genannt) leitet eine Gruppe von Unternehmen, deren Tätigkeit die Herstellung und den Vertrieb textiler Erzeugnisse aller Art, insbesondere Socken, sowie den Handel mit Textilien umfasst. Die KUNERT Gruppe vertreibt die textilen Erzeugnisse unter eigen entwickelten Hauptmarken und als Lizenznehmer. Die Geschäftsbereiche definieren sich auf der Basis des 2010 bestehenden Markenportfolio aus den Eigenmarken KUNERT / JULIUS KUNERT und HUDSON sowie den Bereich Lizenzen und Hausmarken. Sitz der Gesellschaft ist Immenstadt, Deutschland. Die Anschrift lautet: KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, Julius-Kunert-Straße 49, 87509 Immenstadt. Die Aktien der KUNERT AG werden an der Börse München gehandelt. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden vom Vorstand aufgestellt und am 12. April 2011 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Anschließend wurde er dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. 2. Grundlagen der RechnungslegungDer Konzernabschluss der KUNERT AG wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. In der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt. Die Zuordnung dieser Aufwendungen erfolgt grundsätzlich nach den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltungskosten. Das Geschäftsjahr der KUNERT AG entspricht dem Kalenderjahr. Die Abschlüsse der KUNERT AG und deren Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern auf Abweichungen nicht besonders hingewiesen wird, auf Tausend Euro (T€) gerundet angegeben. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie Finanzinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente (AfS)", die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. 3. Neue RechnungslegungsvorschriftenDie KUNERT AG hat die Fassung der Standards und Interpretationen, die für das am 1. Januar 2010 beginnende Geschäftsjahr verbindlich anzuwenden sind, beachtet. Alle in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten, vom IASB herausgegebenen Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen, die im Geschäftsjahr 2010 erstmalig anzuwenden waren, hatten keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzernabschlusses. scroll
Der IASB hat nachfolgend aufgelistete Standards und Interpretationen veröffentlicht. Der Konzern wendet diese Standards und Interpretationen nicht vorzeitig an. IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenDer überarbeitete Standard IAS 24 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnt. Damit wurden zum einen die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen überarbeitet, um die Identifizierung von Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen zu erleichtern, und zum anderen die einer öffentlichen Stelle nahe stehenden Unternehmen partiell von der Angabepflicht über Geschäftsvorfälle mit dieser öffentlichen Stelle und anderen dieser öffentlichen Stelle nahe stehenden Unternehmen befreit. Aus der Erweiterung der Definition werden künftig voraussichtlich weitere Angaben über den Kreis der nahe stehenden Unternehmen des Konzerns resultieren. Die Anwendung der überarbeiteten Definition wird derzeit überprüft. Die Änderung wird jedoch keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse in künftigen Geschäftsjahren haben. Änderung von IAS 32 - Klassifizierung von BezugsrechtenDie Änderung von IAS 32 wurde im Oktober 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnt. Aufgrund dieser Neuregelung werden Bezugsrechte, die bisher bilanziell als Derivate behandelt wurden, nunmehr als Eigenkapitalinstrumente eingestuft. Die erfolgswirksame Vereinnahmung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts entfällt insofern künftig. Die Änderungen zu IAS 32 sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Da der Konzern derartige Bezugsrechte nicht eingeräumt hat, werden aus dieser Regelung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage resultieren. Änderung von IFRIC 14 - Vorauszahlungen im Rahmen von MindestdotierungsverpflichtungenDie Änderung von IFRIC 14 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnt. Da der Konzern derzeit nicht über Vermögenswerte verfügt, die speziell für Zwecke der Finanzierung und Absicherung von Versorgungsleistungen eingesetzt werden, werden aus dieser Interpretation keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. IFRIC 19 Ablösung finanzieller Verbindlichkeiten mit EigenkapitalinstrumentenDie IFRIC Interpretation 19 wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnt. In Ermangelung entsprechender Transaktionen werden aus der Anwendung dieser Interpretation keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet. Änderung von IFRS 7 - Angaben über die Übertragung von finanziellen VermögenswertenDie Änderung von IFRS 7 wurde im Oktober 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnt. Die Änderung bestimmt umfangreiche neue qualitative und quantitative Angaben über übertragene finanzielle Vermögenswerte, die nicht ausgebucht wurden, und über das zum Berichtsstichtag bestehende anhaltende Engagement bei übertragenen finanziellen Vermögenswerten. Diese Änderung wird den Umfang der Angaben zu Finanzinstrumenten voraussichtlich weiter ausdehnen. Sie wird jedoch keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und die Ergebnisse in künftigen Geschäftsjahren haben. IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und BewertungDer erste Teil der Phase I bei der Vorbereitung des IFRS 9 Finanzinstrumente wurde im November 2009 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Der Standard beinhaltet Neuregelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Hiernach sind Schuldinstrumente abhängig von ihren jeweiligen Charakteristika und unter Berücksichtigung des Geschäftsmodells entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Eigenkapitalinstrumente sind immer zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Wertschwankungen von Eigenkapitalinstrumenten dürfen aber aufgrund des eingeräumten instrumentenspezifischen Wahlrechts, welches im Zeitpunkt des Zugangs des Finanzinstruments ausübbar ist, im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall würden für Eigenkapitalinstrumente nur bestimmte Dividendenerträge erfolgswirksam erfasst. Eine Ausnahme bilden finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden und die zwingend erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Der IASB hat im Oktober 2010 den zweiten Teil der Phase I des Projekts abgeschlossen. Der Standard wurde damit um die Vorgaben zu finanziellen Verbindlichkeiten ergänzt und sieht vor, die bestehenden Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten mit folgenden Ausnahmen beizubehalten: Auswirkungen aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert wurden, müssen erfolgsneutral erfasst und derivative Verbindlichkeiten auf nicht notierte Eigenkapitalinstrumente dürfen nicht mehr zu Anschaffungskosten angesetzt werden. Der zeitliche Anwendungsbereich bleibt unverändert (1. Januar 2013).Um ein umfassendes Bild potentieller Auswirkungen darzustellen, wird der Konzern die Auswirkung erst in Verbindung mit den anderen Phasen, sobald diese veröffentlicht sind, quantifizieren. Änderung von IAS 12 - Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender VermögenswerteDie Änderung von IAS 12 wurde im Dezember 2010 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnt. Die Änderung sieht vor, dass aktive und passive latente Steuern für bestimmte Vermögenswerte basierend auf der Annahme bewertet werden, dass der Buchwert dieser Vermögenswerte in voller Höhe durch Veräußerung realisiert wird. Aus der Anwendung dieser Änderung ergeben sich erwartungsgemäß keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Verbesserungen zu IFRS 2010Der IASB veröffentlichte im Mai 2010 Verbesserungen zu IFRS, einen Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS und einer Interpretation. Die Änderungen sind nicht angewandt worden, da sie für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 bzw. 1. Januar 2011 beginnen, anzuwenden sind. Der Konzern erwartet aus der Anwendung dieser Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. 4. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss der KUNERT AG werden alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die KUNERT AG unmittelbar oder mittelbar die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses hat (Control-Verhältnis). Dies trifft im vorliegenden Fall für alle nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften zu, bei denen die KUNERT AG direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist. scroll
1)
Unmittelbar und mittelbar 5. Veränderungen des KonsolidierungskreisesIm Geschäftsjahr 2010 gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis. Im Vorjahr wurde die ARLINGTON Socks UK Ltd., London/Großbritannien in Folge einer Liquidation endkonsolidiert, sowie die von der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG gehaltenen Anteile am Joint Venture KUNERT Jifa (Qingdao) Legwear Co., Ltd., Qingdao/China an den Joint Venture Partner Qingdao Huasheng Socks Co., Ltd. veräußert. 6. KonsolidierungsgrundsätzeDie Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Konzernabschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Tochtergesellschaften werden ab dem Erwerbs- bzw. Gründungszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst und als Verwaltungskosten ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gesamtgegenleistung und des Betrags des Anteils ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, unterzogen. Bei der Endkonsolidierung wird der verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert bei der Berechnung des Veräußerungserfolgs berücksichtigt. Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Aufwendungen und Erträge sowie Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert. 7. WährungsumrechnungIn den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften werden Transaktionen in fremder Währung zu dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Kassakurs erfasst. An jedem Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Vermögenswerte und Schulden, deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, die Währungsumrechnung zum Stichtagskurs. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Daraus resultierende Kursgewinne und -verluste werden unmittelbar ergebniswirksam unter den Positionen sonstige betriebliche Erträge bzw. sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit diese zur Sicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Aus diesen Währungsdifferenzen entstehende latente Steuern werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet. Das Konzept der funktionalen Währung wird für die Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Gesellschaften angewendet. Die funktionale Währung und die Darstellungswährung des Konzerns ist der Euro. Da sämtliche einbezogene Unternehmen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist die jeweilige Landeswährung die funktionale Währung. Diese Abschlüsse werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Für Vermögenswerte und Schulden erfolgt die Umrechnung mit den Kursen zum Bilanzstichtag, die Eigenkapitalien werden mit den historischen Kursen und die Gewinn- und Verlustrechnungen werden mit dem gewichteten Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Jahr der Endkonsolidierung ausländischer Tochtergesellschaften wird der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt: scroll
8. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden8.1. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und AnnahmenBei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Dabei werden nicht solche Entscheidungen berücksichtigt, die Schätzungen beinhalten. Dies gilt insbesondere für folgende Sachverhalte: Ermessensentscheidungen:
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachfolgend erläutert:
Grundsätzlich werden bei diesen Bewertungsunsicherheiten die bestmöglichen Erkenntnisse bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag herangezogen. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit diesen Unsicherheiten belegten Buchwerte sind aus der Bilanz bzw. den zugehörigen Erläuterungen im Anhang zu entnehmen. Zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses ist nicht von wesentlichen Änderungen der Bilanzierung und Bewertung zugrunde gelegten Annahmen auszugehen. Insofern sind aus gegenwärtiger Sicht keine nennenswerten Anpassungen der Annahmen und Schätzungen oder der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden im Geschäftsjahr 2011 zu erwarten. 8.2. ErtragserfassungErträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge sind zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung zu bemessen. Darüber hinaus setzt die Ertragserfassung die Erfüllung der nachfolgend aufgelisteten Ansatzkriterien voraus. Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Sie stammen überwiegend aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Erträge aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Erzeugnissen und Waren verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind. Umsatzerlöse werden nach Abzug etwaiger Preisnachlässe und Rabatte erfasst. Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Mieterträge werden linear über die Laufzeit der Mietverhältnisse erfasst. Die betrieblichen Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. 8.3. Immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden aktiviert und entsprechend ihrer erwarteten Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Es werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll
Sie werden auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern ein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der immaterielle Vermögenswert vermindert sein könnte. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden jährlich überprüft. Ändert sich die erwartete Nutzungsdauer oder der erwartete Abschreibungsverlauf des immateriellen Vermögenswerts, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Aufwandsposten, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entsprechen, erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in dem Geschäftsjahr, in dem der Posten ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte erfüllen nicht die Voraussetzungen des IAS 38 und werden nicht aktiviert. Damit verbundene Kosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Dies gilt auch für sämtliche Forschungs- und Entwicklungskosten, da diese ausschließlich die Produktion von bzw. die Produktvorbereitung für Saisonware betreffen und somit kurzfristigen Charakter aufweisen. Zudem ergeben sich Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten. Zum Bilanzstichtag lagen keine Geschäfts- oder Firmenwerte oder sonstige immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer vor. 8.4. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - mit Ausnahme der Kosten für laufende Instandhaltung - vermindert um kumulierte planmäßige lineare Abschreibungen und kumulierte Wertminderungen erfasst. Diese Kosten umfassen die Kosten für den Ersatz eines Teils eines solchen Gegenstands zum Zeitpunkt des Anfalls der Kosten, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. Bei der Durchführung einer größeren Wartung werden die Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz erfasst, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Die planmäßigen Abschreibungen der abnutzbaren Sachanlagen erfolgen linear über den Zeitraum der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer im Konzern. Es werden konzerneinheitlich folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll
Mietereinbauten werden entweder über ihre jeweilige Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit des Mietverhältnisses abgeschrieben. Die Buchwerte der Sachanlagen werden auf Wertminderung überprüft, sobald Indikatoren dafür vorliegen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Sachanlagen werden entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung oder Veräußerung resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen den Nettoveräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und in dem Geschäftsjahr erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der Posten ausgebucht wird. Der Ausweis erfolgt in der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen". Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und gegebenenfalls angepasst. 8.5. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind. Neben vermögenswertbezogenen Zuwendungen, die vom Buchwert des Vermögenswerts abgezogen wurden, liegen Zuwendungen vor, die ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurden. 8.6. FremdkapitalkostenSämtliche Fremdkapitalkosten werden in dem Geschäftsjahr als Aufwand erfasst, in dem sie angefallen sind, da der Konzern nicht über qualifizierende Vermögenswerte verfügt. 8.7. LeasingverhältnisseDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt. Eine erneute Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, ist nach dem Beginn des Leasingverhältnisses nur dann vorzunehmen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist: a) Es erfolgt eine Änderung der Vertragsbedingungen, sofern sich die Änderung nicht nur auf eine Erneuerung oder Verlängerung der Vereinbarung bezieht. b) Eine Erneuerungsoption wird ausgeübt oder eine Verlängerung gewährt, es sei denn, die Erneuerungs- oder Verlängerungsbestimmungen wurden bereits ursprünglich in der Laufzeit des Leasingverhältnisses berücksichtigt. c) Es erfolgt eine Änderung der Feststellung, ob die Erfüllung von einem spezifischen Vermögenswert abhängt. d) Es erfolgt eine wesentliche Änderung des Vermögenswerts. Wird eine Neueinschätzung vorgenommen, so hat die Bilanzierung des Leasingverhältnisses zu beginnen bzw. ist die Bilanzierung des Leasingverhältnisses zu beenden:
Finanzierungs-Leasingverhältnisse (Finance Lease), bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben. Bei der Durchführung von Sale-and-Lease-Back Transaktionen prüft der Konzern, inwieweit die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Käufer übergegangen sind. In Abhängigkeit vom Ergebnis der Prüfung wird das Leasingverhältnis als Operating Lease oder Finance Lease klassifiziert. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern der Konzern in seiner Funktion als Leasingnehmer aus Operating-Leasingverhältnissen Untervermietungen vornimmt, werden die daraus resultierenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des entsprechenden Untermietverhältnisses als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 8.8. Wertminderungen von nicht finanziellen VermögenswertenDer Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Verkaufskosten wird ein angemessenes Bewertungsmodell angewendet. Dieses stützt sich z. B. auf Bewertungsmultiplikatoren und andere zur Verfügung stehende Indikatoren für den beizulegenden Zeitwert. Wertminderungsaufwendungen werden in den Aufwandskategorien erfasst, die der Funktion des wertgeminderten Vermögenswerts entsprechen. An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Ergebnis des Geschäftsjahres zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. 8.9. Anteile an at equity bilanzierten UnternehmenDer Konzern war bis zum 28. Dezember 2009 an einem Joint Venture beteiligt. Ein Joint Venture wird als eine vertragliche Vereinbarung von zwei oder mehreren Parteien zur Durchführung einer wirtschaftlichen Tätigkeit, die einer gemeinschaftlichen Führung unterliegt, definiert. Ein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen ist ein Joint Venture, das die Gründung eines eigenständigen Unternehmens beinhaltet, an der jedes Partnerunternehmen beteiligt ist. Der Konzern bilanzierte seinen Anteil an dem Joint Venture unter Anwendung der Equity-Methode. Bei der Anwendung der Equity-Methode ermittelt der Konzern an jedem Bilanzstichtag, ob objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand erfasst werden muss. Ist dies der Fall, so wird die Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag für den Anteil und dem erfassten Beteiligungsbuchwert als Wertminderungsaufwand erfasst. Nach der Equity-Methode werden die Anteile in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Joint Ventures erfasst. Dabei wird der Buchwert jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des Joint Ventures. Unmittelbar im Eigenkapital des Joint Ventures erfasste Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst und - sofern zutreffend - in die Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals aufgenommen. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem Joint Venture werden entsprechend dem Anteil an dem Joint Venture eliminiert. Der Bilanzstichtag und die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse des assoziierten Unternehmens und des Konzerns stimmten überein. 8.10. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle SchuldenIm Konzern werden finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Finanzielle Vermögenswerte, die als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert sind (HfT), sind in der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" enthalten. Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung in der nahen Zukunft erworben werden. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich hierbei um Derivate, die als Sicherheitsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Zum Zeitpunkt, an dem der Konzern zum ersten Mal Vertragspartei wird, ermittelt er, ob eingebettete Derivate getrennt vom Basisvertrag zu bilanzieren sind. Eine Neubeurteilung erfolgt nur bei einer erheblichen Änderung von Vertragsbedingungen, wenn es dadurch zu einer signifikanten Änderung der Zahlungsströme, die sich sonst aus dem Vertrag ergeben hätten, kommt. Kredite und Forderungen (LAR) sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderung bewertet. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung sämtlicher Agien und Disagien beim Erwerb berechnet und beinhalten sämtliche Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes und der Transaktionskosten sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS) sind jene nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste in der Position "Rücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" im Eigenkapital erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erhaltene und gezahlte Zinsen aus diesen Finanzinvestitionen werden als Zinserträge oder Zinsaufwendungen erfasst. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden geschätzt. Zu den Bewertungsmethoden gehören die Verwendung von kürzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigten Transaktionen, der Vergleich mit dem aktuellen Marktwert eines anderen Instruments, das im Wesentlichen das gleiche Instrument ist, oder die Analyse der diskontierten Zahlungsströme sowie Optionspreismodelle. Die finanziellen Schulden (FLAC) umfassen verzinsliche Darlehen, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verzinsliche Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Sie werden nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Sie sind nicht verzinslich, der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei erstmaligem Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Sie sind nicht verzinslich und haben im Normalfall eine Fälligkeit von bis zu 60 Tagen. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Von der Fair Value Option wurde im Geschäftjahr und im Vorjahr kein Gebrauch gemacht. 8.11. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden im Konzern ausschließlich zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Sie decken die zugrunde liegenden Liefer- und Leistungsgeschäfte der Konzernunternehmen ab. Die abgeschlossenen Kontrakte betreffen Devisenoptionen. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der entsprechende Vertrag abgeschlossen wird, zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und im Rahmen der Folgebewertung mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Sämtliche Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden sofort erfolgswirksam erfasst, da die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht erfüllt werden. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurde kein Hedge Accounting betrieben. 8.12. Tatsächliche SteuernDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden werden mit dem Betrag bewertet, in dessen Höhe eine Erstattung von Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die am Bilanzstichtag gelten. Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug von Umsatzsteuern erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten in der Bilanz erfasst. Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. 8.13. Latente SteuernDie Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Hierzu gibt es folgende Ausnahmen:
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruches ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. 8.14. VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Kosten der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzuordnen sind. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. 8.15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige VermögenswerteForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag angesetzt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substantieller Hinweis vorliegt, dass der Konzern nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht sobald sie uneinbringlich sind. Die KUNERT AG schließt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Factoring-Vereinbarungen ab, die jedoch nicht die Voraussetzungen für eine Ausbuchung der Forderungen nach IAS 39 erfüllen. 8.16. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden nur die nicht verfügungsbeschränkten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verwendet. 8.17. Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller SchuldenEin finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt und im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält und auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst der Konzern den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements. Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, ist der Umfang des anhaltenden Engagements der niedrigere Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste. Wenn das anhaltende Engagement der Form nach eine geschriebene oder erworbene Option (einschließlich einer Option, die durch Barausgleich oder auf ähnliche Weise erfüllt wird) auf den übertragenen Vermögenswert ist, so ist der Umfang des anhaltenden Engagements des Konzerns der Betrag des übertragenen Vermögenswerts, den das Unternehmen zurückkaufen kann. Im Fall einer geschriebenen Verkaufsoption (einschließlich einer Option, die durch Barausgleich oder auf ähnliche Weise erfüllt wird) auf einen Vermögenswert, der zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, ist der Umfang des anhaltenden Engagements des Konzerns auf den niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert des übertragenen Vermögenswerts und Ausübungspreis der Option begrenzt. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substantiell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. 8.18. Wertminderung finanzieller VermögenswerteDer Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Gibt es einen objektiven Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (d. h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Zinssatz). Der Buchwert des Vermögenswerts wird direkt vermindert. Der Verlustbetrag ist ergebniswirksam zu erfassen. Der Konzern stellt zunächst fest, ob ein objektiver Hinweis auf Wertminderung bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen bedeutsam sind, und bei finanziellen Vermögenswerten, die für sich gesehen nicht bedeutsam sind, individuell oder gemeinsam besteht. Stellt der Konzern fest, dass für einen einzeln untersuchten finanziellen Vermögenswert, sei er bedeutsam oder nicht, kein objektiver Hinweis auf Wertminderung besteht, nimmt er den Vermögenswert in eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte mit vergleichbaren Ausfallrisikoprofilen auf und untersucht sie gemeinsam auf Wertminderung. Vermögenswerte, die einzeln auf Wertminderung untersucht werden und für die eine Wertberichtigung neu bzw. weiterhin erfasst wird, werden nicht in eine gemeinsame Wertminderungsbeurteilung einbezogen. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Eine anschließende Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der Buchwert des Vermögenswerts zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht die fortgeführten Anschaffungskosten übersteigt. Liegen bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, den sonstigen Vermögenswerten sowie den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen objektive Hinweise dafür vor, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Rechnungskonditionen eingehen werden (wie z. B. Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners), wird eine Wertminderung unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen. Eine Ausbuchung der Forderungen erfolgt, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden. Der Konzern ermittelt für zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte an jedem Berichtsstichtag, ob objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass eine Wertminderung eines Vermögenswerts oder einer Gruppe von Vermögenswerten vorliegt. Bei als zur Veräußerung gehalten eingestuften Eigenkapitalinstrumenten würde ein signifikanter oder anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des Instruments unter seine Anschaffungskosten einen objektiven Hinweis darstellen. Das Kriterium "signifikant" ist anhand der ursprünglichen Anschaffungskosten der Finanzinvestition zu beurteilen und das Kriterium "länger anhaltend" anhand des Zeitraums, in dem der beizulegende Zeitwert unter den ursprünglichen Anschaffungskosten lag. Ist ein zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswert in seinem Wert gemindert, wird ein im Eigenkapital erfasster Betrag in Höhe der Differenz zwischen den Anschaffungskosten (abzüglich etwaiger Tilgungen und Amortisationen) und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert, abzüglich etwaiger, bereits früher ergebniswirksam erfasster Wertberichtigungen dieses finanziellen Vermögenswerts in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertaufholungen bei Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind, werden nicht im Periodenergebnis erfasst. Wertaufholungen bei Schuldinstrumenten werden ergebniswirksam erfasst, wenn sich der Anstieg des beizulegenden Zeitwerts des Instruments objektiv auf ein Ereignis zurückführen lässt, das nach der ergebniswirksamen Erfassung der Wertminderung aufgetreten ist. 8.19. Pensionsverpflichtungen und ähnliche VerpflichtungenDer Konzern hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Hierbei werden die bestehenden und zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen (z. B. Gehaltssteigerungen und zukünftige Rentenanpassungen) für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral über das Eigenkapital erfasst. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden dabei sofort in die Gewinnrücklagen eingestellt und in den Folgeperioden nicht erfolgswirksam umgegliedert. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Soweit Anwartschaften sofort nach Einführung oder Änderung eines Pensionsplans unverfallbar werden, ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort erfolgswirksam zu erfassen. Des Weiteren bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne ('Defined Contribution Plans'). Diese betreffen im Wesentlichen staatliche beziehungsweise gesetzliche Rentenversicherungen im In- und Ausland, an die der Konzern Beiträge leistet. Die Arbeitgeberbeiträge zu diesen Rentenversicherungen werden bei Anfall aufwandswirksam erfasst. Über die Zahlung dieser Beiträge hinaus hat der Konzern keine weiteren Verpflichtungen aus diesen beitragsorientierten Plänen. Darüber hinaus bestehen Altersteilzeitvereinbarungen auf Basis des so genannten Blockmodells. In diesem Zusammenhang entstehen Verpflichtungen einerseits aufgrund des kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrags, der anteilig über die Laufzeit der Vereinbarung erfasst wird, und andererseits für die Leistung von Aufstockungsbeträgen. Diese Verpflichtungen werden mit ihrem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwert bewertet. 8.20. Sonstige RückstellungenEine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Eine Verrechnung von Rückstellungen mit Rückgriffsansprüchen erfolgt nicht. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand bzw. in den Funktionalbereichen (Herstellungskosten, Vertriebskosten und Verwaltungskosten) erfasst. 8.21. VerbindlichkeitenSonstige Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst und in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 8.22. EventualschuldenEventualverbindlichkeiten sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, bei denen ein Ressourcenabfluss jedoch als nicht wahrscheinlich eingeschätzt wird bzw. deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz grundsätzlich nicht erfasst, sondern im Anhang erläutert. 8.23. Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werdenAls zur Veräußerung gehalten klassifizierte Vermögenswerte sind mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten. Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Veräußerung höchstwahrscheinlich und der Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar ist. Das Management muss die Veräußerung beschlossen haben, die erwartungsgemäß innerhalb von einem Jahr ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung für eine Erfassung als abgeschlossener Verkauf in Betracht kommen muss. Als zur Veräußerung gehalten klassifizierte Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Erläuterungen zur Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung9. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Brutto-Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr 2010 um 2,4% an, die Nettoumsätze liegen um 1,5% über Vorjahr. 10. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungenscroll
Die Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.209 verringert. Die Herstellkosten setzen sich im Wesentlichen aus Personalkosten T€ 8.168 (Vorjahr T€ 7.828), dem Gesamtbetrag der als Aufwand erfassten Vorräte T€ 16.461 (Vorjahr T€ 19.163), Frachtkosten T€ 1.261 (Vorjahr T€ 1.143) sowie Abschreibungen T€ 748 (Vorjahr T€ 962) zusammen. 11. Vertriebskostenscroll
Die Vertriebskosten lagen mit T€ 18.965 um T€ 1.053 über dem Vergleichsjahr 2009. Die Vertriebskosten beinhalten vorwiegend Personalkosten T€ 9.419 (Vorjahr T€ 8.513), Provisionen T€ 1.297 (Vorjahr T€ 1.720) und Marketingaufwendungen T€ 3.347 (Vorjahr T€ 2.109). 12. Allgemeine Verwaltungskostenscroll
Die allgemeinen Verwaltungskosten lagen mit T€ 6.758 um T€ 340 unter dem Vorjahreswert. In den allgemeinen Verwaltungskosten sind unter anderem Personalkosten T€ 3.232 (Vorjahr T€ 3.270), Abschreibungen T€ 1.221 (Vorjahr T€ 1.233), Wartungen und Reparatur T€ 444 (Vorjahr T€ 290) sowie Rechts- und Beratungskosten T€ 932 (Vorjahr T€ 1.006) enthalten. 13. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen im Berichtsjahr um T€ 1.688 unter dem Vorjahreswert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge T€ 901 (Vorjahr T€ 3.113), Fahrtkostenerstattungen von Mitarbeitern T€ 201 (Vorjahr T€ 206) sowie Auflösung von Einzelwertberichtigungen T€ 248 (Vorjahr T€ 133). Des Weiteren ist hier ein Anspruch auf eine staatliche Subvention in Höhe von T€ 226 (Vorjahr T€ 311) in Marokko enthalten. 14. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen im Berichtsjahr um T€ 1.059 unter dem Vorjahreswert. Hierin sind unter anderem die Bank- und Geldverkehrsspesen T€ 312 (Vorjahr T€ 388), periodenfremde Aufwendungen T€ 291 (Vorjahr T€ 263) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen T€ 62 (Vorjahr T€ 679) enthalten. 15. Finanzerträgescroll
Die Finanzerträge wurden auf Basis der Effektivzinsmethode ermittelt. 16. Finanzierungsaufwendungenscroll
Die Finanzierungsaufwendungen wurden auf Basis der Effektivzinsmethode ermittelt. Die Erhöhung der Darlehenszinsen ist im Wesentlichen auf die Wachstumsfinanzierung und die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien zurückzuführen. 17. ErtragsteuernDie Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steuerertrag und dem rechnerischen Steuerertrag, der sich bei einem Steuersatz von 28% (Vorjahr 28%) ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Latente ErtragsteuernDie latenten Ertragsteuern setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: scroll
Auf Ebene der KUNERT AG sind körperschaftsteuerliche Verluste in Höhe von T€ 54.373 (Vorjahr T€ 52.831) angefallen. Gewerbesteuerliche Verluste sind bei der KUNERT AG und KUNERT Fashion GmbH & Co. KG in Höhe von insgesamt T€ 110.073 (Vorjahr T€ 112.884) angefallen. Die steuerlichen Verlustvorträge stehen grundsätzlich zeitlich unbegrenzt - unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung - zur Verrechnung mit den künftigen steuerlichen Gewinnen zur Verfügung. Der überwiegende Teil der Verluste steht unter dem Vorbehalt der Anerkennung der Sanierungsklausel des § 8c KStG. Die Bundesrepublik Deutschland führt diesbezüglich ein Verfahren gegen die Europäische Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof. Die Europäische Kommission hat am 26. Januar 2011 die Sanierungsklausel als europarechtswidrige staatliche Beihilfe qualifiziert. Für die steuerlichen Verlustvorträge in Deutschland wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 144) angesetzt. In den operativen Auslandsgesellschaften sind insgesamt steuerliche Verluste in Höhe von T€ 3.878 (Vorjahr T€ 5.302) angefallen, die mit zukünftigen Gewinnen der Unternehmen, in denen die Verluste entstanden sind, verrechnet werden können. Für die Verluste wurden aufgrund vorhandener passiver temporärer Differenzen und der in den kommenden fünf Jahren erwarteten Gewinne latente Steueransprüche in Höhe von T€ 957 (Vorjahr T€ 1.182) bilanziert. Die aktivierten latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der Schweizer Tochtergesellschaft in Höhe von T€ 22 (Vorjahr T€ 56) sowie der Tochtergesellschaft in den Niederlanden in Höhe von T€ 99 (Vorjahr T€ 115) sind zeitlich begrenzt nutzbar. In den Niederlanden können Verlustvorträge bis zu 9 Jahre und in der Schweiz bis zu 7 Jahre vorgetragen werden. Darüber hinaus existieren steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 2.222 (Vorjahr T€ 2.169) in operativ nicht mehr tätigen Gesellschaften. Aktive latente Steuern auf diese Verlustvorträge werden aufgrund der Unwahrscheinlichkeit der Nutzung nicht angesetzt. 18. Ergebnis je AktieBei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt. Die folgende Tabelle enthält die bei der Berechnung der unverwässerten Ergebnisse je Aktie zugrunde gelegten Beträge: scroll
19. AbschreibungenEine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen. Die Abschreibungen betragen T€ 2.387 (Vorjahr T€ 2.604). 20. Personalaufwandscroll
Insgesamt konnten die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um T€ 103 gesenkt werden. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich wie folgt entwickelt: scroll
21. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt: scroll
Die immateriellen Vermögenswerte sind in voller Höhe als Sicherheiten für verzinsliche Darlehen verpfändet. Forschung und ProduktentwicklungDie Gesellschaft entwickelt laufend neue Produkte, um den Marktanforderungen bzw. den Marktveränderungen gerecht zu werden. Die Kosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Im Berichtszeitraum sind T€ 803 (Vorjahr T€ 775) an Forschungs- und Entwicklungskosten angefallen. 22. SachanlagenDie Sachanlagen haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt: scroll
In den Abschreibungen des Geschäftsjahres und des Vorjahres sind keine Wertminderungen enthalten. Planmäßige Abschreibungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den jeweiligen Funktionskosten (Herstellungs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten) ausgewiesen. Unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind Anzahlungen für Sachanlagen ausgewiesen, soweit im Rahmen eines schwebenden Geschäfts Vorleistungen erbracht bzw. Sachanlagen aktiviert wurden, für deren Herstellung bereits Kosten aus Eigen- oder Fremdleistung angefallen sind, die bis zum Bilanzstichtag aber noch nicht fertig gestellt wurden. Die Sachanlagen sind in voller Höhe als Sicherheiten für verzinsliche Darlehen verpfändet. Zuwendungen der öffentlichen HandDie KUNERT Gruppe hat für Investitionen in Strickmaschinen in den vergangenen Jahren staatliche Investitionszuschüsse und -zulagen erhalten. Im Berichtsjahr 2010 wurden für Investitionen keine staatlichen Investitionszuschüsse und -zulagen gewährt. Der Gesamtbetrag der von den Anschaffungs- und Herstellkosten abgesetzten Zuwendungen beträgt wie im Vorjahr T€ 2.235. Geleaste Vermögenswerte (Finanzierungsleasing)Die nachfolgende Tabelle zeigt die in den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthaltenen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen für EDV-Hardware. scroll
23. Sonstige finanzielle VermögenswerteDie sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Ausleihungen und der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere: scroll
Die Wertberichtigungen auf Ausleihungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte betreffen einen Herausgabeanspruch gegenüber dem Liquidator der ehemaligen Konzerngesellschaft HUDSON Hellas A.B.E., Athen/Griechenland aus zurückbehaltenen Zahlungsmitteln in Höhe von T€ 75 (Vorjahr T€ 77). Weiterhin sind darin debitorische Kreditoren in Höhe von T€ 66 (Vorjahr T€ 44), sonstige Forderungen aus Nebenkostenabrechnungen in Höhe von T€ 163 (Vorjahr T€ 60) und Mietkautionen in Höhe von T€ 35 (Vorjahr T€ 34) enthalten. Die Wertberichtigungen auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt und betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen gegenüber Mietern und debitorische Kreditoren. scroll
24. Sonstige VermögenswerteDie sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
25. Vorrätescroll
Der Betrag der Wertberichtigung von Vorräten, der als Aufwand erfasst worden ist, beläuft sich auf T€ 159 (Vorjahr T€ 314). Dieser Aufwand ist in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen enthalten (siehe Anhangsangabe 10). Die Vorräte sind in voller Höhe als Sicherheit für verzinsliche Darlehen sicherungsübereignet. 26. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenIn den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 1.748 (Vorjahr T€ 2.090) berücksichtigt, die sich wie folgt entwickelt haben: scroll
Zum 31. Dezember stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar: scroll
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Allgemeinen eine Fälligkeit von 10 - 60 Tagen. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Forderungen, die älter als 180 Tage und nicht versichert sind, werden zu 100% wertberichtigt. Hinsichtlich der weder wertgeminderten noch überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gibt es zum Abschlussstichtag keine Hinweise darauf, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in voller Höhe als Sicherheit für Verbindlichkeiten (verzinsliche Darlehen) verpfändet. In Höhe von T€ 2.263 (Vorjahr T€ 2.341) wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines unechten Factoring veräußert. 27. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie flüssigen Mittel betreffen ausschließlich Kassenbestände in Höhe von T€ 231 (Vorjahr T€ 283) und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 3.100 (Vorjahr T€ 3.347). Von den flüssigen Mitteln stehen T€ 1.676 (Vorjahr T€ 2.388) unter einer Verfügungsbeschränkung, welche zur Absicherung von Avalgeschäften, Akkreditiven und für Einbehalte im Zusammenhang mit dem Factoring bestehen. Zur Überleitung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf den Finanzmittelfond der Kapitalflussrechnung wird auf die Kapitalflussrechnung verwiesen. Die Reduzierung der flüssigen Mittel, die unter einer Verfügungsbeschränkung stehen, ist hauptsächlich auf eine Reduzierung des Aval- und Akkreditivgeschäftes in Höhe von T€ 300 sowie auf eine zum Stichtag niedrigere Verfügungsbeschränkung beim Factoring in Höhe von T€ 400 zurückzuführen. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst. Kurzfristige Einlagen erfolgen für unterschiedliche Zeiträume, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Zahlungsmittelbedarf des Konzerns zwischen einem Tag und drei Monaten betragen. Diese werden mit den jeweils gültigen Zinssätzen für kurzfristige Einlagen verzinst. Der Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht dem beizulegenden Zeitwert. 28. Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werdenZum Bilanzstichtag wurde ein bebautes Grundstück als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und öffentlich zum Verkauf angeboten. Es handelt sich um einen ehemaligen Standort, der für operative Zwecke nicht mehr genutzt wird. Zum Bilanzstichtag lagen verschiedene Angebote vor und in den Monaten Januar und Februar 2011 wurden erfolgreich Verhandlungen geführt, sodass die Gesellschaft davon ausgeht, die Veräußerung im ersten Halbjahr durchzuführen. 29. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 19.890.315 und ist eingeteilt in 19.578.315 Stammaktien und 312.000 stimmrechtslose Vorzugsaktien. Die Aktien sind nennwertslose Stückaktien und lauten auf den Inhaber mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von € 1,00 je Aktie. Die Entwicklung und Zusammensetzung des Grundkapitals der KUNERT AG zeigt nachfolgende Aufstellung: scroll
Die Leistungen für die ausgegebenen Anteile wurden in voller Höhe erbracht. Jede Stammaktie besitzt eine Stimme. Darüber hinaus sind seit der Hauptversammlung 2007 alle 312.000 Vorzugsaktien stimmberechtigt. Auf die Vorzugsstückaktien entfällt eine um € 0,52 höhere Dividende als auf die Stammstückaktien, mindestens jedoch eine Dividende von € 1,28. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Vorwegausschüttung von mindestens EURO 1,28 auf die stimmrechtslosen Vorzugsaktien aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre nachgezahlt, und zwar zusammen mit der Auszahlung des Mindestgewinnanteils in Höhe von EURO 1,28 auf die stimmrechtslosen Vorzugsaktien für diese Geschäftsjahre und vor der Verteilung der Dividende auf die Stammaktien. Reicht der zur Verfügung stehende Bilanzgewinn zur Zahlung der Rückstände sowie des Mindestgewinnanteils des neuen Geschäftsjahres nicht aus, so gelangen zunächst die Rückstände auf die Mindestgewinnanteile in der Reihenfolge ihrer Entstehung und sodann erst der Mindestgewinnanteil des neuen Geschäftsjahres zur Auszahlung. 30. Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt € 9.945.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stück Stammaktien zu erhöhen. In den Geschäftsjahren 2009 und 2010 wurde diese Ermächtigung nicht ausgeübt. 31. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Transaktionskosten 2009 betreffen Kosten für die Kapitalbeschaffung. 32. Sonstige RücklagenDie sonstigen Rücklagen haben sich wie folgt verändert: scroll
Art und Zweck der sonstigen RücklagenRücklage für zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteIn dieser Rücklage werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinvestitionen erfasst. Rücklage für WährungsumrechnungDie Rücklage für Währungsumrechnung dient der Erfassung von Differenzen aufgrund der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen. 33. Erwirtschaftetes KonzernergebnisHierin enthalten sind die kumulierten Ergebnisse des Konzerns. 34. Verzinsliche Darlehenscroll
Die Finanzierungsleasingzahlungen sind wie folgt fällig: scroll
Der Anstieg der verzinslichen Darlehen ist im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme der Wachstumsfinanzierung und der Kontokorrentkredite zurückzuführen. Das Investorendarlehen ist durch Übertragung von Markenrechten, Teile des Vorratsvermögens und Forderungsabtretungen besichert. Das Darlehen der Wachstumsfinanzierung ist durch Grundpfandrechte besichert. Die Kontokorrentkredite sind durch Grundpfandrechte und Teile des Vorratsvermögens besichert. Die Finanzierung aus Factoring ist durch Forderungsabtretung besichert. 35. Sonstige finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die im Geschäftsjahr 2010 ausgewiesenen Zinsverbindlichkeiten betreffen entstandene Zinsen aus dem Darlehen der Investoren für 2010. Die Zinsverbindlichkeiten 2009 waren für die Jahre 2008 und 2009, die im Jahre 2010 an die Investoren gezahlt wurde. 36. Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: scroll
Der Konzern hat im Rahmen einer Sale-and-Lease-back Transaktion die Immobilie, in welcher das Factory Outlet in Immenstadt betrieben wird, veräußert. Die Immobilie wurde über eine Vertragslaufzeit von 15 Jahren zurückgemietet, dabei wurde für die ersten sechs Monate eine mietfreie Zeit vereinbart. Hieraus ergibt sich eine langfristig abzugrenzende Miete in Höhe von T€ 220 (Vorjahr T€ 241). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherung in Höhe von T€ 132 (Vorjahr T€ 168) resultieren aus einem Einmalbeitrag zur Nachfinanzierung des Pensionssicherungsvereins (PSVaG), der in 14 Jahresraten fällig wird. scroll
Der Rückgang der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus den geringeren Verbindlichkeiten aus Steuern. 37. PensionsrückstellungenDie Verpflichtungen basieren auf mehreren Versorgungsordnungen, Betriebsvereinbarungen und individuellen Zusagen, insbesondere gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern. Die Pensionsverpflichtungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die Pensionsverpflichtungen erhöhen sich nicht mehr, da die Pensionspläne geschlossen sind und auch keine neuen Pensionspläne eingerichtet wurden. Die Aufwendungen für Versorgungsleistungen sind je nach zuzuordnendem Bereich in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, Verwaltungs- bzw. Vertriebskosten enthalten. Die Aufwendungen für Versorgungsleistungen setzen sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: scroll
Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen ergeben sich wie folgt: scroll
Der kumulierte im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beträgt im Geschäftsjahr T€ 1.835 (Vorjahr T€ 1.990). Nachfolgend werden die Grundannahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen aus Versorgungsplänen des Konzerns dargestellt: scroll
Da die Pensionsverpflichtungen fast ausschließlich auf Pensionäre und ausgeschiedene Anwärter entfallen, wurde für den Gehaltstrend ein Prozentsatz von 0,0% angenommen. Die Beträge der erfahrungsbedingten Anpassungen für die laufende und die vorangegangenen vier Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar: scroll
Im Geschäftsjahr 2011 werden voraussichtlich T€ 1.227 in leistungsorientierte Pläne eingezahlt. Neben den leistungsorientierten bestehen beitragsorientierte Versorgungspläne. Die im Inland abzuführenden Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind als solche beitragsorientierte Pläne zu sehen. Der im Berichtszeitraum erfasste Aufwand für diese Beiträge betrug T€ 1.183 (Vorjahr T€ 1.203). 38. Sonstige Rückstellungenscroll
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Die Rückstellungen im Personalbereich enthalten Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten T€ 132 (Vorjahr T€ 38), Altersteilzeitvereinbarungen in Höhe von T€ 26 (Vorjahr T€ 73) und für Jubiläen in Höhe von T€ 213 (Vorjahr T€ 192). Die langfristigen Rückstellungen aus Altersteilzeitvereinbarungen werden in den nächsten zwei bis drei Jahren verbraucht. Die Inanspruchnahme der Jubiläumsrückstellung erfolgt in den nächsten 1 bis 40 Jahren, wobei der überwiegende Teil in den folgenden 10 bis 20 Jahren in Anspruch genommen wird. 39. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenZu Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen siehe Anhangsangabe 43. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben im Normalfall eine Fälligkeit von bis zu 60 Tagen. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert. 40. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtsjahres verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit sowie der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds ist aus der Kapitalflussrechnung ersichtlich. Der Finanzmittelfond umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Kassenbestände, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten) abzüglich der Zahlungsmittelbestände, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen. Zum 31. Dezember 2010 stehen T€ 1.676 (Vorjahr T€ 2.388) unter einer Verfügungsbeschränkung, welche zur Absicherung von Avalgeschäften, von Akkreditiven und für Einbehalte im Zusammenhang mit dem Factoring bestehen. Die Einflüsse aus wechselkurs- und konsolidierungsbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds werden entsprechend in der Kapitalflussrechnung abgebildet. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern indirekt abgeleitet. 41. SegmentberichterstattungDer KUNERT Konzern wird als Einheitsunternehmen gesteuert. Entsprechend dem Management Approach weist der KUNERT Konzern demnach ein berichtspflichtiges Segment aus. scroll
Die Umsätze nach Tätigkeitsbereichen und Regionen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Wesentliche Umsätze im Ausland wurden in Österreich in Höhe von T€ 4.131 (Vorjahr T€ 4.257) generiert. Die langfristigen Vermögenswerte teilen sich wie folgt auf: scroll
Die KUNERT Gruppe hält langfristige Vermögenswerte im Ausland im Wesentlichen in Marokko in Höhe von T€ 2.819 (Vorjahr T€ 3.162). 42. Eventualschulden und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die Verpflichtungen aus Bürgschaften und Akkreditiven sind teilweise durch Verfügungsbeschränkungen bei den Zahlungsmittelbeständen abgesichert (siehe Anhangsangabe 27). Aufgrund der verbesserten Bilanzstruktur konnte im Bereich der Mietavale eine deutliche Reduzierung (T€ 350) umgesetzt werden. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die Leasingverträge für Fahrzeuge haben Laufzeiten von drei bis fünf Jahren. In der Regel bestehen weder Verlängerungs- noch Kaufoptionen. Bedingte Leasingzahlungen sind nicht vereinbart. Die Gesellschaft hat im Jahre 2006 im Rahmen einer Sale-and-Lease-Back Transaktion ein bebautes Grundstück auf dem ein Factory Outlet betrieben wird veräußert. Mit der Vereinbarung sind die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem bebauten Grundstück verbunden sind, auf den Käufer übergegangen und das Leasingverhältnis wurde als Operating Lease klassifiziert. In den finanziellen Verpflichtungen aus den übrigen Miet- und Leasingverträgen sind die zukünftigen Mietaufwendungen für die Zurückmietung des Factory Outlets über die vertraglich vereinbarte Mietzeit von 15 Jahren in Höhe von T€ 9.720 enthalten. Die gesamten Miet- und Leasingaufwendungen für das Jahr 2010 betrugen T€ 2.453 (Vorjahr T€ 2.475). Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Bestellobligos gesunken. Das Bestellobligo für 2011 beträgt T€ 2.176 (Vorjahr T€ 2.804). 43. Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen und Vergütung aktiver und früherer OrganmitgliederAls nahe stehende Personen ("Related Parties") gelten gemäß IAS 24 Personen oder Unternehmen, die grundsätzlich die KUNERT Gruppe beherrschen oder maßgeblichen Einfluss nehmen können, einschließlich des Vorstands und dem Aufsichtsrat, oder auf die die Gruppe maßgeblich Einfluss ausüben kann. Als nahe stehende Personen gelten dabei nicht Unternehmen, die bereits im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen sind. Das oberste Management und die Aufsichtsratsmitglieder sind als nahe stehende Personen im Sinne des IAS 24.3 anzusehen. Alle nachfolgend beschriebenen Transaktionen mit nahe stehenden Parteien wurden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie der Gesellschaft auch von fremden Dritten gewährt worden wären. Die folgende Tabelle enthält die Gesamtbeträge aus Transaktionen zwischen nahe stehenden Unternehmen und Personen für das betreffende Geschäftsjahr. scroll
1. Unternehmen mit maßgeblichem EinflussInvestoren Die an nahe stehende Personen und Unternehmen geschuldeten Beträge betreffen die Julius Textile Investment S.à r.l. Die in Anspruch genommenen Kreditlinien sind durch Grundpfandrechte, Übertragung von Markenrechten, Bürgschaften sowie Sicherungsübereignung von Beständen gesichert. Die Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis 30. Juni 2012 und sind im Geschäftsjahr 2012 fällig. Bei den Aufwendungen aus Transaktionskosten handelt es sich um Zinsen aus dem gewährten Darlehen und Beratungskosten für einen Mitarbeiter der Julius Textile Investment S.à r.l. in Höhe von T€ 47 (Vorjahr T€ 0). Die Julius Textile Investment S.à r.l. hat einen beherrschenden Einfluss auf die KUNERT AG. 2. Personen in SchlüsselpositionenDie Geschäfte des Konzerns werden verantwortlich von den folgenden Personen geleitet: a) VorständeStephan Oehl Hermann de Jong scroll
b) AufsichtsräteMitglieder des Aufsichtsrates: Michael Hollmann Christian Preis Dr. Mathias Hink Oliver Wiederhold Ralf M. Schnaittacher (ab 25.01.2010) Ingo Tütsch (bis 31.03.2010) Werner Jung (ab 01.04.2010) Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 betrugen T€ 92 (Vorjahr T€ 93). Hierbei handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Die sonstigen Bezüge von Mitgliedern des Aufsichtsrates für Beratungsleistungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 auf T€ 0 (Vorjahr T€ 80). 3. Vergütung früherer Vorstandsmitglieder und deren HinterbliebeneDie Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrugen T€ 160 (Vorjahr T€ 159). Die für diesen Personenkreis bestehenden Pensionsverpflichtungen betrugen zum Bilanzstichtag T€ 2.335 (Vorjahr T€ 2.309). 4. AktienbesitzHerr Michael Hollmann hält zum Bilanzstichtag 0,33% der Anteile (Vorjahr 0,33%) an der KUNERT AG. Herr Hermann de Jong hält zum Bilanzstichtag 1,05% der Anteile (Vorjahr 1,02%) an der KUNERT AG. Herr Christian Preis hält zum Bilanzstichtag 0,01% der Anteile (Vorjahr 0,01%) an der KUNERT AG. 44. Zielsetzung und Methoden des FinanzrisikomanagementDie KUNERT AG betreibt ein umfassendes Risikomanagement-System zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung der Risiken, wie auch der Chancen. Die Budgetplanung als integraler Bestandteil der Steuerung- und Kontrollsysteme, ist hierbei von zentraler Bedeutung und Basis für die Informationen, die an den Vorstand und Aufsichtsrat gegeben werden. Bezugsgrößen zur Steuerung und Kontrolle sind Kenngrößen wie die Entwicklung der Margen, Soll-Ist-Vergleich, Plan-Cash-Flow-Modelle und Gewinnkenngrößen wie EBITDA und EBIT. Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Investorendarlehen, Finanzierung aus Factoring, Zinsverbindlichkeiten, Finanzierungs-Leasingverhältnisse und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Entsprechend den konzerninternen Richtlinien wurde in den Geschäftsjahren 2010 und 2009, und wird auch künftig, kein Handel mit Derivaten betrieben. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Marktrisiken des Konzerns umfassen zinsbedingte Cashflowrisiken, Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Die Unternehmensleitung beschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten, die im Folgenden dargestellt werden. Risikokonzentrationen hinsichtlich Kunden oder Regionen bestehen nicht. ZinsrisikoDas Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz. Die Steuerung des Zinsaufwands des Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital. Das Zinsänderungsrisiko, dem der Konzern ausgesetzt ist, entsteht im Wesentlichen aus finanziellen Schulden mit einem variablen Zinssatz. Die Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinsen auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Die variabel verzinslichen Darlehen setzen sich aus den Darlehen gegenüber den Investoren, den Kontokorrentkrediten und der Finanzierung aus Factoring zusammen. Die Änderungen des Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher (niedriger) würde eine hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ -112 (T€ +112) bedeuten. Am 31. Dezember 2009 hätte sich eine hypothetische Ergebnisauswirkung von T€ -89 (T€ +89) ergeben. Es ergeben sich in beiden Jahren keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Eigenkapital. Der Zinssatz von variabel klassifizierten Finanzinstrumenten wird in Abständen von weniger als einem Jahr angepasst. Der Zinssatz auf festverzinslich klassifizierte Finanzinstrumente ist bis zur Fälligkeit des jeweiligen Finanzinstruments festgeschrieben. Die anderen Finanzinstrumente des Konzerns sind nicht verzinslich und unterliegen folglich keinem Zinsänderungsrisiko. WährungsrisikoGrundsätzlich wird im Rahmen der Sensitivitätsanalyse geprüft, inwieweit sich das Konzernergebnis vor Steuern (aufgrund der Änderung von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden) und das Eigenkapital des Konzerns gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung verändert hat. Das Währungsrisiko des Konzerns entsteht aus Transaktionen in USD für den Einkauf von Waren. scroll
Auf der Umsatzseite werden keine wesentlichen Geschäfte in anderen Währungen als der funktionalen Währung der betreffenden operativen Einheit durchgeführt. Zum Bilanzstichtag besteht nahezu das gesamte verzinsliche Fremdkapital in Euro. Das übrige verzinsliche Fremdkapital besteht in der funktionalen Währung der jeweiligen operativen Einheit. EinkaufspreisrisikoDas Einkaufspreisrisiko des Konzerns wird grundsätzlich durch den Abschluss von längerfristigen Rahmenvereinbarungen reduziert. AusfallrisikoAus den finanziellen Vermögenswerten des Konzerns besteht bei Ausfall ein maximales Risiko in Höhe der auf der Aktivseite ausgewiesenen Buchwerte. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Durch eine Kreditversicherung wird das Ausfallrisiko deutlich limitiert. Die Forderungsbestände werden laufend überwacht, Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. LiquiditätsrisikoDer Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses über einen kurzfristigen Finanzplan und der zweimal wöchentlich stattfindenden Sitzung eines Cashteams zur Steuerung der zur Verfügung stehenden Mittel. Ziel ist es, den Finanzmittelbedarf genau in der kurzfristig notwendigen Höhe zu decken. Im Zuge der Einführung des Factoring konnte ebenfalls das Forderungsmanagement verbessert werden und der Forderungsbestand und die damit verbundene Kapitalbindung verringert werden. Zum 31. Dezember 2010 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen. scroll
Zum 31. Dezember 2009 weisen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen. scroll
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Unter Berücksichtigung des 2010 zur Auszahlung
gelangten Restbetrags der Wachstumsfinanzierung KapitalsteuerungVorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es sicherzustellen, dass eine solide Eigenkapitalquote wieder erreicht wird. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt entsprechende Anpassungen, unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, vor. Zur Aufrechterhaltung und Stabilisierung der Kapitalstruktur werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um beispielsweise das Fremdkapital zu reduzieren oder die Eigenkapitalsituation zu verbessern. Die Überwachung des Kapitals erfolgt monatlich im Rahmen der Monatsabschlüsse. Hierbei wird die Entwicklung der Kapitalstruktur anhand der Monatsergebnisse einander gegenübergestellt und auf der jeweiligen Gesellschaftsebene hinsichtlich einer angemessenen Kapitalausstattung überprüft. FinanzinstrumenteIn der nachfolgenden Tabelle werden die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher im Abschluss bilanzierter Finanzinstrumente des Konzerns gegenübergestellt: scroll
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren: Stufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Zum 31. Dezember 2010 hielt der Konzern die folgenden zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente: scroll
Während der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2010 gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3. Für die "Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte", die zum 31. Dezember 2010 bilanziert wurden, ergaben sich aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert keine Aufwendungen oder Erträge. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Nettoergebnisse der einzelnen Bewertungskategorien: scroll
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Im Vorjahr erfolgsneutral erfasstes Ergebnis
in den sonstigen Rücklagen. Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen. Die Komponenten des Nettoergebnisses aus den Bewertungskategorien Loans und Receivables (LaR) und Held for Trading (HfT) gehen ebenfalls in die Finanzierungsaufwendungen ein (siehe Anhangsangabe 16). 45. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs ergaben sich keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse. 46. Corporate Governance ErklärungDie nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Homepage dauerhaft zugänglich gemacht. 47. Inanspruchnahme von § 264b HGBVon der Befreiungsmöglichkeit des § 264b HGB wurde bei folgender Gesellschaft Gebrauch gemacht:
48. Angaben zum Honorar des AbschlussprüfersDas von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen 2010 T€ 210 (Vorjahr T€ 230) sowie T€ 22 für die Abschlussprüfung im Vorjahr (Vorjahr T€ 39), T€ 88 für Steuerberatungsleistungen (Vorjahr T€ 67) und T€ 0 für sonstige Leistungen (Vorjahr T€ 32).
Immenstadt, den 12. April 2011 Der Vorstand Hermann de Jong Stephan Oehl BestätigungsvermerkWir haben den von der KUNERT AKTIENGESELLSCHAFT, Immenstadt, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 12. April 2011 Ernst & Young GmbH Strähle, Wirtschaftsprüfer Scherer, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Immenstadt, den 12. April 2011 Der Vorstand Hermann de Jong Stephan Oehl Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, nach der in 2009 erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierung lagen die Herausforderungen im Geschäftsjahr 2010 darin, in der Vergangenheit verlorene Marktanteile zurück zu gewinnen und damit die Basis für eine künftig positive Geschäftsentwicklung zu stabilisieren. Das Konzept ist aufgegangen. Erste Resultate der eingeleiteten Maßnahmen spiegeln sich im Geschäftsjahr 2010 bereits in den Ergebnisebenen wider. So ist das operative Konzernergebnis erstmals seit sechs Jahren wieder nahezu break-even, nachdem EBIT und EBITDA seit vier Jahren schrittweise aber stetig verbessert werden konnten. Die Strategie des Unternehmens, sich kontinuierlich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren und dabei die eigenen Marken wieder zu profilieren stimmt und stärkt unser Vertrauen in weiteres Wachstum und in künftig wieder positive Gesamtergebnisse. Schwerpunkte der BeratungenDer Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben stets und mit großer Sorgfalt wahrgenommen und die KUNERT Gruppe über das Jahr hinweg intensiv begleitet. Der Vorstand wurde in seiner Geschäftsführung regelmäßig überwacht und kontinuierlich beraten. In diesem Rahmen hat der Aufsichtsrat auch die strategische Weiterentwicklung des Konzerns sowie zentrale Einzelmaßnahmen im Geschäftsjahr 2010 beratend begleitet. Hierzu unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah durch ausführliche, schriftliche oder mündliche Berichte über den Geschäftsverlauf, die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, die Unternehmensplanung sowie die strategische Ausrichtung des Konzerns. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen stets rechtzeitig eingebunden und angemessen informiert. Über Maßnahmen, die nach der Geschäftsordnung des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Aufsichtsrat ausführlich beraten und Beschluss gefasst. Zudem wurde der Aufsichtsratsvorsitzende zwischen den turnusmäßigen Sitzungen im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand über den Gang der Geschäfte informiert. Sitzungen und Gegenstand der Prüfung durch den AufsichtsratIm Geschäftsjahr 2010 tagte der Aufsichtsrat der KUNERT AG in fünf ordentlichen Sitzungen. Beschlüsse im Schriftverfahren wurden nicht gefasst. Dabei waren sämtliche Mitglieder in allen Aufsichtsratssitzungen vertreten. Die Vertreter des externen Abschlussprüfers, der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, haben an der Bilanzsitzung am 23. April 2010 teilgenommen. In den Sitzungen wurden die vom Vorstand rechtzeitig vorgelegten Berichte über den Geschäftsverlauf, die Finanzlage der Gesellschaft sowie die Umsatz- und Ergebnisentwicklung eingehend diskutiert. Soweit erforderlich, wurden Beschlüsse auf Grundlage dieser Berichterstattung nach sorgfältiger Prüfung und Beratung gefasst. Schwerpunkte der Sitzungen waren die strategische Ausrichtung des Konzerns in Bezug auf die geplante Markt- und Markenoffensive sowie Maßnahmen zur Sicherung der Finanzierung. Darüber hinaus wurde die Umsatz- und Ertragslage im Hinblick auf die Unternehmensplanung ausführlich erörtert. In der Bilanzsitzung am 23. April 2010 hat der Aufsichtsrat den von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, bestätigten Jahresabschluss der KUNERT AG sowie den Konzernabschluss mit dem dazugehörigen, zusammengefassten Lagebericht zum 31. Dezember 2009 geprüft. Im Beisein des Abschlussprüfers wurden die wesentlichen Aspekte auf Basis der vorgelegten Unterlagen ausführlich besprochen. Außerdem wurde über den Vorschlag zur Wahl des Jahres- und Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010 an die Hauptversammlung beraten. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die weiteren Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2010 verabschiedet. In der Aufsichtsratssitzung am 09. September 2010 befasste sich der Aufsichtsrat mit der vom Vorstand präsentierten Geschäftslage des ersten Halbjahres sowie dem Ausblick über den weiteren Geschäftsverlauf 2010. In der letzten Sitzung des Geschäftsjahres am 07. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat neben der Besprechung der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung 2010, die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 26. Mai 2010 gemeinsam mit dem Vorstand eingehend erörtert und die Entsprechenserklärung verabschiedet. Auf Basis der vom Vorstand im Vorfeld der Sitzung an die Aufsichtsratsmitglieder versandten Unterlagen, beriet der Aufsichtsrat daneben über die Unternehmensplanung 2011. Arbeit der AusschüsseAuch im Geschäftsjahr 2010 verfügt der Aufsichtsrat der KUNERT AG über einen Personalausschuss. Im Hinblick auf die überschaubare Größe der Gesellschaft und des Aufsichtsrats wurde auf die Einrichtung eines Prüfungsausschusses und eines Nominierungsausschusses, bestehend aus Anteilseignern, verzichtet. Der Aufsichtsrat hält es für ausreichend, im Rahmen der nächsten regulären Neuwahlen des Aufsichtsrats einen Aufsichtsratssitz mit einem unabhängigen Finanzexperten i.S.d. § 100 Abs. 5 AktG zu besetzen, der die Aufgaben des Prüfungsausschusses wahrnehmen wird. Jahresabschluss der KUNERT AG und des KUNERT KonzernsIn der Bilanzsitzung am 12. April 2011 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der KUNERT AG, dem Konzernabschluss nach IFRS jeweils zum 31. Dezember 2010 sowie dem zusammengefassten Lagebericht der KUNERT AG und des KUNERT Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 befasst. Der gemäß Beschluss der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KUNERT AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht 2010 der KUNERT AG und des KUNERT Konzerns geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Jahresabschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH, Stuttgart, lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Prüfung vor. Im Beisein des Abschlussprüfers wurden in der Bilanzsitzung am 12. April 2011 die genannten Unterlagen umfassend behandelt und diskutiert. Die Abschlussprüfer der Ernst & Young GmbH berichteten dabei ausführlich über das Ergebnis ihrer Prüfungen. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses der KUNERT AG, des Konzernabschlusses sowie des dazugehörigen, zusammengefassten Lageberichts hatte der Aufsichtsrat keinen Anlass für Einwände und stimmte dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu. Die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2010 wurden vom Aufsichtsrat gebilligt, der Jahresabschluss gilt somit als festgestellt. Personelle Veränderungen im AufsichtsratAm 25. Januar 2010 wurde Herr Ralf Schnaittacher durch das Amtsgericht Kempten (Allgäu) in den Aufsichtsrat der KUNERT AG bestellt. Das Gericht ist hier dem Antrag des Vorstands auf gerichtliche Bestellung gefolgt, da nach Ablauf der Drei-Monats-Frist nach der Mandatsniederlegung des Herrn Dr. Florescu im September 2009 Bedarf dafür bestand. Darüber hinaus hat das Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer, Herr Ingo Tütsch, sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats der KUNERT AG aufgrund seines Ausscheidens als Arbeitnehmer mit Wirkung zum 31. März 2010 niedergelegt. An seine Stelle trat der von den Arbeitnehmern als Ersatzmitglied gewählte Herr Werner Jung, Betriebsratsvorsitzender der KUNERT Fashion GmbH & Co. KG, Immenstadt, mit Wirkung ab dem 01. April 2010 als Vertreter der Arbeitnehmer in den Aufsichtsrat der Gesellschaft ein. Personelle Veränderungen im VorstandDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 12. April 2011 beschlossen, dass die KUNERT AG nach Ausscheiden des Vorstandes für Marketing, Vertrieb und Beschaffung, Herrn Oehl, künftig von Herrn Hermann de Jong als Alleinvorstand geleitet werden soll. Der Aufsichtsrat wird daher der kommenden Hauptversammlung am 07. Juli 2011 einen Beschluss über die Neufassung der Satzung der Gesellschaft in § 7 vorschlagen. Corporate GovernanceDer Aufsichtsrat der KUNERT AG bekennt sich auch weiterhin ausdrücklich zur Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex und zu einer verantwortungsbewussten Führung des Konzerns. Daher hat sich das Plenum auch im Geschäftsjahr 2010 intensiv mit der Anwendung des Regelwerks im Unternehmen befasst. In der Sitzung am 07. Dezember 2010 wurde der erneut geänderte Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 ausführlich behandelt. Daraufhin wurde die von Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen. Die aktualisierte Entsprechenserklärung wurde daraufhin zusammen mit früheren Erklärungen den Aktionären im Internet auf www.kunert-ag.de unter der Rubrik Investor Relations / Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht. Der vollständige Wortlaut ist darüber hinaus in der Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich Corporate Governance Bericht wiedergegeben, die Bestandteil des Geschäftsberichtes ist. DankIm Namen des Aufsichtsrats möchte ich dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KUNERT Gruppe für ihren engagierten, persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr unseren besonderen Dank aussprechen. An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank Herrn Oehl, der das Unternehmen mit Ablauf seines Vertrages zum 31. August 2011 verlassen wird. Herr Oehl hat in seinem Wirken wesentlich zur Stabilisierung der KUNERT Gruppe beigetragen.
Immenstadt, im April 2011 Für den Aufsichtsrat Michael Hollmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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