Herstellung von Prüfmaschinen
Prätorius GmbH
Oderstraße 75, 24539 Neumünster, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicolaus Johannes Schmidt seit 9.2.2024 | Geschäftsführer |
Jens Pruin seit 1.9.2016 | Prokura |
Sven Engelhardt seit 17.1.2012 | Prokura |
Claus-Willy Schmidt seit 31.5.2007 | Geschäftsführer |
Elke Prätorius-Schmidt seit 31.5.2007 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Prætorius GmbH & Co.KG | 0.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Prätorius GmbHNeumünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Prätorius GmbH, Neumünster1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Organisatorische Rahmenbedingungen Die Prätorius GmbH ist ein Großhandelsunternehmen und beliefert Kunden international. Das Sortiment umfasst eine breite Palette an Konsumartikeln mit den Schwerpunkten Spirituosen, Weine, Soft-Drinks, Kaffee, Tabakwaren, Süßwaren sowohl im Duty Paid- als auch im Duty-Free-Segment. Anteilseigner ist die Prätorius GmbH & Co.KG zu 100 %. Einfluss der Wirtschaftslage auf den Geschäftsverlauf Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor Krisen geprägten Umfeld ins Stocken. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch um Corona-Jahr 2020 setzte sich nicht weiter fort. Das Bruttoinlandsprodukt lag in 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Trotz einer deutlich rückläufigen Inflationsrate und steigender Realeinkommen dämpfen geopolitischen Spannungen und Krisen die Wachstumsdynamik der Wirtschaft. Unser Unternehmen konnte im Jahr 2023 den Umsatz nochmals etwas steigern. Insbesondere ist dies zurückzuführen auf gestiegene Nachfrage im touristischen Bereich Kreuzfahrt. 2. Finanzielle Situation Ertragslage Der Jahresumsatz des abgelaufenen Wirtschaftsjahres liegt mit TEUR 145.840 um 2,6 % über dem Vorjahresniveau. Bei um 1,8 % gesunkener Materialaufwandsquote ist das Rohergebnis auf TEUR 16.235 angestiegen. Der Sachaufwand betrifft insbesondere die Bereiche Personal- sowie Frachtkosten, die sich proportional zum gestiegenen Umsatz entwickelt haben. Sowohl die Margen- als auch die Kostensituation halten wir zeitnah im Blick. Vorhandene Einsparungs- und Verbesserungspotenziale werden nach wie vor konsequent genutzt. Das Jahresergebnis 2023 wird wesentlich beeinflusst durch ein gestiegenes Rohergebnis, was die Ausweisung eines guten Jahresergebnisses möglich macht und eine Eigenkapitalverzinsung auf Basis des Vorjahreseigenkapitals von 30,5 % zulässt. Wesentliche Kennzahlen der Ertragslage sind:
Finanz- und Vermögenslage Es standen im Berichtsjahr ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Die Investitionen konnten aus eigenen Mitteln getätigt werden. Wesentliche Kennzahlen zur Vermögenslage und Finanzlage sind:
Die Kapitalflussrechnung ist nachfolgend dargestellt:
3. Risikomanagement Da der überwiegende Teil der Einkäufe und Umsatzerlöse in EUR fakturiert werden, sind Kurssicherungsmaßnahmen nicht erforderlich. Das Forderungsausfallrisiko wird durch aktives Debitorenmanagement mit entsprechender Bonitätsprüfung und zeitnaher Liefersperre minimiert. Weiterhin ist die Zahlung per Vorkasse ein praktikables und akzeptiertes Instrument zur Risikominimierung. Trotz der angespannten Situation mussten wir keine Forderungsausfälle verkraften. Das EDV-Ausfall-Risiko wird durch geeignete Maßnahmen minimiert. Diese sind z.B. die Sicherstellung einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) zur Überbrückung evtl. Stromausfälle oder tägliche Backups auf räumlich getrennten Speichermedien sowie Virenschutz und Hardwarefirewall. Die Datensicherheit ist gewährleistet und wird durch den Zoll ständig überwacht. Alle innergemeinschaftlichen Lieferungen wurden und werden von uns unter Beachtung der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns abgewickelt, kontrolliert und von der Finanz- und Zollverwaltung nicht beanstandet. 4. Sonstige Maßnahmen in 2023 Investitionen Investitionen wurden in den Bereichen IT-Hardware und Büro- und Geschäftsausstattung im notwendigen Umfang getätigt. Die größte Investition war in 2023 die Klimatisierung des gesamten Bürobereichs. Dies ist insbesondere eine Investition in ein für die Mitarbeiter angenehmes Arbeitsumfeld. Das Thema wird in Kontext von Fachkräftemangel immer wichtiger. Das in 2022 eingerichtete Depot mit Wertpapieren, Aktien und Fonds wurde in 2023 weiter aufgestockt. Personalbereich Im Vorjahresvergleich ist der Personalbestand zum Bilanzstichtag 31.12.2023 auf 66 Mitarbeiter gesunken, während sich der Personalaufwand aufgrund individueller Gehaltsvereinbarungen absolut von TEUR 2.706 auf TEUR 2.862 erhöht hat. Standorte, Firma und Sitz Verwaltungsstandort mit Geschäftsleitung und Buchhaltung ist Kappeln, das Zentrallager und die operative Abwicklung wie auch der Sitz der Firma befinden sich seit Oktober 2013 in Neumünster. Beteiligungen In Polen besteht weiterhin die 100 %-ige Tochterfirma Logistyka Polska. Vertrieb In 2023 gab es Ausschreibungen in den Bereichen Militär und Kreuzfahrt, an denen wir uns erfolgreich beteiligt haben. Die intensive Aquisitions- und Reisetätigkeit national und international ist unumgänglich, z. B. konnte im Herbst 2023 die Messe in Cannes besucht werden, was zur Kontaktpflege und Gewinnung neuer Kunden sehr wichtig ist. Es hat sich gezeigt, dass viele Themen, besonders im Bereich von bestehenden Kontakten, sehr gut über digitale Medien bearbeitet werden können, was sowohl eine Kosten- als auch eine Zeiteinsparung mit sich bringt. Gerade aber die Neukundengewinnung ist auf digitalem Wege äußerst schwierig. Der NATO-Stützpunkt in Stettin läuft 2023 stabil und zufriedenstellend. Hier haben wir in 2023 in eine neue Ladeneinrichtung im Kosmetikbereich investiert. 5. Aussichten für 2024 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in 2024 Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wird von einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage geprägt. Die Teuerung verlangsamt sich weiter, die Inflation sinkt. Zinssenkungen verbessern die Finanzierungsbedingungen und werden ab 2025 die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stützen. Die geopolitischen Unsicherheiten stellen ein erhebliches Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung dar. Die strukturellen Bedingungen am Arbeitsmarkt haben sich verschlechtert, da der demographische Wandel fortschreitet und die durchschnittlichen Arbeitszeiten zurückgehen. Das Thema Fachkräftemangel wird zunehmend brisanter. Unsicherheiten im Bereich Haushalts- und Wirtschaftspolitik belasten die Unternehmen zusätzlich, ebenso wie eine überdimensionierte Regulatorik, die wegen der hohen Kosten die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft im Vergleich zum Ausland einschränkt. Maßnahmen Vertriebsstrategie Die Gewinnung neuer Kunden und Märkte weltweit bleibt weiterhin unser Ziel. Bestehende Kontakte werden nach Möglichkeit ausgebaut bzw. wiederaufgebaut. Durch intensive Zusammenarbeit mit unseren Kunden sind wir bemüht, die Umsätze weiter zu steigern. Dazu dienen sowohl Messe- oder Kunden- und Lieferantenbesuche als auch digitale Formate. Die Themen Home Office und online Meetings haben sich etabliert und werden punktuell dort eingesetzt, wo es sinnvoll ist. Einkauf Es gilt weiterhin bestmögliche Einkaufskonditionen zu erhalten und zu nutzen. Wir pflegen deshalb bewusst unsere guten Industriekontakte und suchen stetig nach neuen, günstigen Einkaufsmöglichkeiten. Der Bereich Einkauf ist ein Schlüssel für den Erfolg des Unternehmens. Verwaltung und Personalplanung Durch einen schnellen Wandel der Anforderungen ist ein hohes Maß an Flexibilität in der Verwaltung notwendig. Stetige Optimierung der Abläufe gewährleistet einen reibungslosen und effizienten Einsatz sowie schlanke Verwaltungsstrukturen. Die elektronische Archivierung ermöglicht einen schnellen und effizienten Belegfluss innerhalb des Unternehmens und macht eine papiergebundene Ablage weitgehend verzichtbar. Dem Unternehmen stehen in allen Bereichen gut qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zur Verfügung. Notwendige Neubesetzungen von Stellen konnten erfolgreich umgesetzt werden. Kurzfristiger Personalmehrbedarf, insbesondere im Bereich Lager und Logistik, wird über Zeitarbeitsanbieter abgedeckt. Die zunehmend schwieriger werdende Situation am Arbeitsmarkt, bedingt auch durch die demographische Entwicklung, ist im Unternehmen spürbar. Neubesetzungen werden schwieriger, die Fluktuation ist höher und das Lohnniveau steigt. Es gibt dementsprechend erste Überlegungen im Unternehmen, dort wo möglich, künstliche Intelligenz zu nutzen. Zusätzlich zu Lohn- und Gehaltsanpassungen machen wir uns Gedanken, wie wir ansonsten als Arbeitgeber interessant sein können. Wir nehmen z.B. an einen Rabattprogramm teil, das Mitarbeitenden ermöglicht, bei online-Einkäufen ausgewählter Anbieter Rabatte in Anspruch zu nehmen und bieten allen Mitarbeitenden eine Zusatzkrankenversicherung an, die z.B. Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen oder Hilfsmittel abdeckt, die die gesetzliche Krankenversicherung nicht zahlt. Es ist heute nicht selbstverständlich, dass die nächste Generation Interesse daran hat, den elterlichen Betrieb weiterzuführen. Wir sind sehr stolz, unseren Sohn Nicolaus Schmidt für das Unternehmen begeistert zu haben. Er ist seit Anfang 2023 unser dritter Geschäftsführer und damit die sechste Familiengeneration, die um Unternehmen tätig ist. Lager und Logistik Der Lagerbestand betrug zum Bilanzstichtag TEUR 8.605 und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 8.053) stichtagsbedingt nur wenig gestiegen. Weiterhin arbeiten wir an der Optimierung der Lagerorganisation und informieren uns über entsprechende Softwarelösungen. Die Einführung eines LVS-Systems ist in Vorbereitung. Leider konnte ein optimales Produkt noch nicht gefunden werden. Ziel ist es weiterhin, eine hohe Lieferfähigkeit bei insgesamt möglichst niedrigem Lagerbestand zu gewährleisten. Unser Warenwirtschaftssystem beeinflusst mit vielen Möglichkeiten positiv die Arbeit im Lagerbereich und trägt so zur Optimierung des Logistikbereiches bei. Finanzierung In 2023 standen jederzeit ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung. Sollte die Aufnahme von Krediten notwendig werden, stehen hierfür Kreditlinien bei unseren Hausbanken in ausreichender Höhe zur Verfügung. Prognosebericht Chancen Wir sehen unsere Chancen in der Zukunft sowohl in der engagierten Pflege bestehender Handelskontakte als auch besonders in der Erschließung interessanter neuer Märkte und Geschäftsfelder, die es uns erlauben, dem Konkurrenzdruck großer Wettbewerber zu entgehen. Wir verfügen über gute Einkaufs- und Kundenkontakte, die es zu pflegen weiter auszudehnen gilt. Unsere mittelständische Struktur erlaubt uns ein hohes Maß an Flexibilität, das von unseren Kunden sehr geschätzt wird. Unser großes Know-how, besonders auf dem Gebiet Export, ist ein wichtiges Argument für die Zusammenarbeit mit uns. Dies wird insbesondere dokumentiert durch das AEO Siegel, das wir nach eingehender Prüfung durch den Zoll in der höchstmöglichen Stufe F erhalten haben. Der positive Verlauf des Generationsüberganges bedeutet für das Unternehmen eine Chance für eine erfolgreiche Zukunft. Ebenso bedeutet er für alle Mitarbeiter ein in Signal für Zukunftssicherheit. Risiken Da in unserem Geschäft alles von der Fähigkeit abhängt, zu günstigen Konditionen anbieten zu können, sehen wir Risiken besonders auf der Einkaufsseite und der Entwicklung der Kosten. Sollte es uns nicht möglich sein, zu konkurrenzfähigen Preisen anzubieten, können wir dadurch Kunden und Umsatz verlieren. Erforderlich ist hier eine zeitnahe Beobachtung der Entwicklung und damit verbunden ggf. ein kurzfristiges Reagieren auf neue Gegebenheiten. Kostensteigerungen beeinflussen die Kalkulationen, die sehr zeitnah kontrolliert und angepasst werden müssen. Auch wird der Personalbereich, bedingt durch die hohe Beschäftigung, Lohnsteigerungen und die demographische Entwicklung, wird immer mehr zu einem Risikofaktor. Sollte es nicht möglich sein, Mitarbeiter zu wettbewerbsfähigen Konditionen zu finden, könnten ggf. Aufträge nicht bearbeitet werden. Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) wird immer präsenter. Es ist noch nicht klar zu erkennen, ob damit eher Chancen oder auch Risiken verbunden sind, wahrscheinlich beides. Ausblick Für das Jahr 2024 gehen wir von leicht gestiegenen Umsatzerlösen, aber einer überproportianlen Steigerung der Matarialaufwendungen aus, so dass der Rohertrag sinken wird. Das weiterhin deutlich positive erwartete Jahresergebnis 2024 wird etwas geringer als 2023 ausfallen.
Neumünster, den 26. September 2024 Elke Prätorius Schmidt, Geschäftsführerin Claus-Willy Schmidt, Geschäftsführer Nicolaus Johannes Schmidt, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Prätorius GmbH, Neumünster, wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft ist eingetragen beim Regisstergericht Kiel unter der Nummer HRB 8977 KI. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde, wie auch in den Vorjahren, nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Gegenüber dem Vorjahr wurden Ausleihungen an verbundene Unternehmen und sonstige Ausleihungen aus den sonstigen Vermögenesgegenständen in das Finanzanlagevermögen umgegliedert. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Ein weiterer grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023:
Die Gesellschaft hat Finanzinstrumente mit Anschaffungskosten von 4 Mio. EUR in Form von Aktien, eines Wertpapierdepots sowie von Lebensversicherungen erworben. Die Wertpapierdepotstruktur teilt sich auf in: Aktienfonds, Mischfonds, Immobilienfonds, sonstige Fonds und Zertifikate. Angaben zu Forderungen, sonstigen Vermögensgegenständen und Rechnungsabgrenzungsposten Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:
Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung wurden vornehmlich für im voraus bezahlte Vertragsgebühren und Lizenzen eingestellt. Angaben zu Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr betreffenden Steuern vom Einkommen und Ertrag. Die sonstigen Rückstellungen wurden überwiegend für Personal- und Prüfungskosten, für ausstehende Rechnungen sowie die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen gebildet. Weiterhin werden die Nachforderungen aus der Betriebsprüfung als sonstige Rückstellung ausgewiesen. Angaben zu Verbindlichkeiten, Sicherungsrechten und Haftungsverhältnissen Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert ist, beträgt TEUR 0. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Es bestehen Avalkredite sowie Rahmenvereinbarungen zur wahlweisen Ausnutzung in Höhe von zusammen TEUR 875. Sonstige Angaben Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres wird auf neue Rechnung vorgetragen (Verwendungsvorschlag). Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug für sozialversicherungspflichtige Beschäftigte 63 und für geringfügig Beschäftigte 2. Das als Aufwand gebuchte Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 20. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. An der Gesellschaft hält die Prätorius GmbH & Co. KG mit Sitz in Kappeln, eingetragen beim Registergericht Flensburg HRA 866 KA, 100% der Anteile. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Frau Elke Prätorius-Schmidt, Kauffrau, Herrn Claus-Willy Schmidt, Kaufmann geführt. Herr Nicolaus-Johannes Schmidt wurde am 2. Februar 2024 zum weiteren Geschäftsführer ernannt. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Ereignisse, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage signifikant beeinflussen könnten. Auch in diesem von Unsicherheiten geprägten Umfeld ist der Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet. Der weiter andauernde Krieg zwischen der Ukraine und Russland sowie inzwischen auch der kriegerische Konflikt zwischen Israel und den Palästinensischen Gebieten bringen große Unsicherheit in die politische und wirtschaftliche Weltlage. Trotz andauernder Bemühungen der Weltgemeinschaft ist eine Entspannung im Moment nicht abzusehen. Das Thema Inflation hat sich weitgehend entspannt, aber die hohe wirtschafts- und geopolitische Unsicherheit belastet die Anschaffungsneigung der privaten Haushalte und die Investitionsneigung der Unternehmen, so dass für 2024 von einem weiteren Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,1 % ausgegangen wird. Auslöser dafür ist nicht allein eine konjunkturelle Schwäche, sondern auch notwendige strukturelle Anpassungsprozesse, wie etwa Digitalisierung, Dekarbonisierung oder demographischer Wandel. 2025 werden wir endlich den Strom aus unserer deutlich vergrößerten Photovoltaikanlage nutzen können. Der dafür notwendige Trafo hatte erhebliche Lieferschwierigkeiten und wird Anfang des Jahres geliefert werden. Wir werden damit mehr Unabhängigkeit von Energiepreisschwankungen erzielen können und einen Betrag zum Klimaschutz leisten. Ebenso werden wir ab Frühjahr 2025 eine zusätzliche Lagerhalle mit etwa 4.000 qm direkt neben unserem Bestandsgebäude beziehen können. Wir können damit unsere Platzprobleme lösen, effizienter arbeiten und Neugeschäft vorantreiben. Die neue Halle wird ebenfalls über eine Photovoltaikanlage verfügen und über eine Wärmepumpe beheizt werden. Ein weiterer Schritt zum Klimaschutz.
Neumünster, den 26. September 2024 Elke Prätorius Schmidt, Geschäftsführerin Claus-Willy Schmidt, Geschäftsführer Nicolaus Johannes Schmidt, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.11.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Prätorius GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Prätorius GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prätorius GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss insgesamt, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Neumünster, 27. November 2024 EEP
GmbH
gez. Scheele, Wirtschaftsprüfer gez. Heß, Wirtschaftsprüfer |
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