Modepark Röther GmbH
Selbe AdresseEinzelhandel mit Bekleidung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabian Daniel Messner seit 30.9.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Paul Röther seit 30.9.2024 | Geschäftsführer |
Karsten Odemann seit 20.9.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Adler Modemärkte GmbHHaibachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGESCHÄFTS- & RAHMENBEDINGUNGEN ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DER GESCHäFTSTäTIGKEITDie Adler Modemärkte GmbH (nachfolgend auch "ADLER") ist ein deutscher Textileinzelhändler mit 100 (2022: 101) eigenen Modemärkten in Deutschland. Des Weiteren ist ADLER in Deutschland in 36 EDEKA-Filialen mit Kleinflächenkonzepten präsent. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen unter www.adlermode.com einen Online-Shop.Das Produktsortiment von ADLER ist bezüglich Passform, Modegrad, Funktionalität und Qualität in erster Linie auf die Altersgruppe der über 55-Jährigen zugeschnitten, die aufgrund der demografischen Entwicklung weiter stark anwachsen wird. Für diese Zielgruppe bietet ADLER im unteren Mittelpreissegment qualitativ hochwertige Produkte zu einem attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis an. Das Produktsortiment beinhaltet ein umfassendes Angebot an Damen- und Herrenoberbekleidung sowie Wäsche. Mit einem Ergänzungssortiment aus Accessoires, Schuhen, Kinderbekleidung sowie Hartwaren bietet ADLER ein gut abgerundetes Warenportfolio und nutzt auf diese Weise auch Cross-Selling-Potenziale in den Modemärkten. Die Hauptumsatzträger von ADLER sind die Eigenmarken des Unternehmens. Zum Ende des Geschäftsjahres waren dies Steilmann Edition, Steilmann, My Own, Via Cortesa und Thea für Damen sowie Bexleys, Eagle No.7, Via Cortesa für Herren. In vielen Modemärkten bietet ADLER darüber hinaus national und international bekannte Fremdmarken im Bereich Damen-, Herren- und Kinderbekleidung an. Um die Verweildauer unserer Kunden zu erhöhen, erweitern wir das bestehende Textilsortiment durch Hartwaren, Heimtextilien und einem Buchsortiment. BESCHAFFUNG ADLER verfügt über keine eigenen Produktionsstätten. Die Sortimente werden über Agenturen aus Asien und Indien, der Türkei, Griechenland und Osteuropa eingekauft. Hinzukommt der indirekte Bezug über Importeure und Markenproduzenten. Beschaffung und Logistik sind darauf ausgerichtet, hohe Qualität zu einem günstigen Preis einzukaufen und die Ware sicher anliefern zu lassen.ADLER besitzt eine langjährige Erfahrung im Einkauf von Textilien in Asien. Die Produktion der Textilien erfolgt größtenteils durch zertifizierte und auditierte Stammlieferanten. ADLER vermarktet Produkte unter ihren Eigenmarken oder als Markenartikel von Fremdmarken. Die Direktbeschaffung der Eigenmarken erfolgt im asiatischen Raum in Kooperation mit den Agenturen. Daneben arbeiten die ADLER-Einkaufsabteilungen auch direkt mit Produzenten in der Türkei, in Osteuropa und Griechenland zusammen. ADLER hatte im aktuellen Geschäftsjahr 2023 insgesamt Waren im Wert von € 133,7 Mio. eingekauft. Hiervon entfielen 45,8 % auf den Einkauf von Waren des strategischen Fremdmarkenportfolios und 54,2% auf Eigenmarken. Bei den Eigenmarken wurden Waren in Höhe von € 40,9 Mio. über Agenturen in Asien und Europa beschafft und in Höhe von € 31,5 Mio. über Direktproduzenten. In 2023 hat ADLER neben dem Markenportfolio weiterhin die Eigenmarken gestärkt, um einen erhöhten Rohertrag zu erwirtschaften. In Zukunft wird ADLER diese Strategie ausbauen und weitere Eigenmarken ins Sortiment aufnehmen. ABSATZPOLITIK, VERTRIEB UND MARKETING Im Zentrum aller strategischen Maßnahmen steht das Bestreben, das gesamte Produkt- und Leistungsangebot noch konsequenter auf die Zielgruppe zuzuschneiden. ADLER hat Frauen und Männer ab 55 Jahren im Blick, die Wert auf qualitativ hochwertige Kleidung zu attraktiven Preisen legen. In dieser Bevölkerungsgruppe hat ADLER eine langjährig etablierte Marktposition, die das Unternehmen weiter festigen und ausbauen möchte. Ziel ist es, eine stationäre und digitale Plattform für "Best Ager" zu schaffen und die Nr. 1 in der Umsetzung ihrer Modebedürfnisse hinsichtlich Mode, Passform, Qualität und Service zu werden. Zukünftig wird ADLER das Sortiment über das rein textile Angebot auf für die Zielkunden relevante Produkte und das Angebot des Lebens ausweiten, wie zum Beispiel Heimtextilien. Dabei konzentriert sich ADLER vorrangig darauf, bestehende Kunden enger an die Marke ADLER zu binden, um den sogenannten "Share of Wallet" (Anteil der Gesamtausgaben, die ein Kunde für eine bestimmte Produktgruppe ausgibt) zu erhöhen. Weiterer Focus liegt in der Neukundengewinnung um diese als Folgekunden zu binden. ADLER verfolgt hierbei eine Omnichanel-Strategie, bei der Kunden sowohl im stationären als auch im Online-Handel ein konsistent positives Markenerlebnis erfahren. Darüber hinaus gibt es mit der Bestell-Hotline einen weiteren Vertriebskanal, der sich primär an Kunden richtet, die keine Möglichkeit haben, online oder stationär einzukaufen. Im stationären Verkauf konzentriert sich ADLER auf Großflächenkonzepte: Die Fläche der betriebenen Filialen beträgt in der Regel zwischen 1.500 m 2 und 4.000 m 2. Großzügige Platzverhältnisse mit breiten Gängen, geräumigen Umkleiden und Ruhezonen kennzeichnen die besondere Kundenorientierung der Modemärkte. Der stationäre Vertrieb erfolgte zum Jahresende 2023 über ein breites Netz von 100 Filialen in Deutschland sowie 36 Stores in den deutschen Edeka Filialen. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN UND BRANCHENENTWICKLUNG Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzukommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. (Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 13.12.2023) In Deutschland lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,4 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist in Deutschland im Jahr 2023 in dem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken geraten. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Covid-19-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. (Quelle: Destatis Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024) Im Jahr 2024 wird das wirtschaftliche Wachstum der Weltwirtschaft nach Ansicht des BDI mit 2,9 % erneut auf historisch schwachem Niveau verharren. In der EU wird vor allem die Erholung der Kaufkraft der privaten Haushalte die gesamtwirtschaftliche Leistung mit 0,7 % wachsen lassen. Deutschlands Wirtschaft dürfte um bis zu einem halben Prozent des BIP schrumpfen. (Quelle: BDI Research November 2023) Laut ersten Erhebungen im Januar 2024 meldet der TW-Testclub für das Jahr 2023 eine Steigerung des Umsatzes in Höhe von 3 % in dem für Adler relevantes Segment "Multilabel-Konsum-Genre" bis "mittleres Genre" im Vergleich zum Vorjahr. Ausschlaggebend für das Wachstum waren aber auch Preissteigerungen für Bekleidung und Schuhe. Es war damit kein Mengenwachstum, was bei vielen Mitbewerbern zu erhöhten Lagerbeständen führte. (Quelle: Textilwirtschaft TW Testclub vom 10.01.2024) VERMöGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE ADLER steuert die Geschäftsentwicklung neben den finanziellen Parametern Umsatzerlöse und EBIT über verschiedene operative Kennzahlen: Besucheranzahl, Kaufkundenquote, Durchschnitts-Bon, Teile pro Bon, Durschnittverkaufspreis und Flächenproduktivität. Die Planvorgaben wurden im Berichtsjahr überwiegend erreicht. ERTRAGSLAGE Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Nettoumsatz von € 296,7 Mio. erwirtschaftet (Vorperiode: € 265,1 Mio.). Dies entspricht einer Steigerung von € 31,6 Mio. oder 11,9 %. ADLER hat sich in einem herausfordernden Branchenumfeld besser als die Textileinzelhandelsbranche entwickelt. Der erreichte Umsatz entspricht der Prognose im Lagebericht 2022. Obwohl das Umsatzziel im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ganz erreicht wurde, ist die Adler-Geschäftsführung angesichts der höchstens stagnierenden Gesamtmarktentwicklung und der Steigerung des Umsatzes um 12 % zufrieden. Die sonstigen betrieblichen Erträge von € 6,4 Mio. (Vorperiode € 34,8 Mio.) enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und der Weiterbelastungen von Dienstleistungen an Konzerngesellschaften. Der Vorjahreswert umfasst vor allem Erträge aus dem Verkauf der Tochtergesellschaften, Erträge aus Überbrückungshilfen, sowie aus der Veränderung von Wertberichtigungen auf Forderungen. Der Personalaufwand belief sich auf € 56,8 Mio. nach im Vorjahr € 51,8 Mio. Der Personalaufwand enthält bereits eine freiwillige, anrechenbare vortarifliche Steigerung von 5,3 % ab Oktober 2023. Die Steigerung des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf den geänderten Personalmix zurückzuführen. Die Mitarbeiteranzahl zum 31. Dezember 2023 lag bei durchschnittlich 1.878 Mitarbeiter (Vorjahr 1.884). Die Abschreibungen lagen im Berichtsjahr bei € 6,5 Mio. Abschreibungen wurden auf immaterielle Vermögensgegenstände vorgenommen, vorwiegend auf Lizenzen und IT-Investitionen auf Sachanlagen, vorrangig aus der Einrichtung von Modemärkten und auf IT-Hardware-Investitionen. Weiterhin sind Abschreibungen auf Handelswarenbestände in Höhe von € 2,6 Mio. berücksichtigt. Die Abschreibungen übersteigen den gewöhnlichen Rahmen. Sie wurden aufgrund geschäftsstrategischer Maßnahmen notwendig. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 101,9 Mio. (Vorjahr € 116,0) enthalten vor allem die Gebäudeaufwendungen, die Kosten für Marketing und Werbung, die Ausgaben für Logistik und Transport sowie für technische Einrichtungen. Die Aufwandsquote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Relation zum Umsatz liegt mit 34,4% unter dem Wert der Vorperiode von 43,7 %. Wesentliche Einsparungen konnten in den Bereichen Umlagen aus dem Konzern, Handlingkosten, Raumkosten und Kursverluste erreicht werden. Im Vorjahr war außerdem ein Forderungsverzicht von € 4,2 Mio. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) sank insgesamt gegenüber dem Vorjahr von € 4,9 Mio. auf € 0,5 Mio. Positiv wirkte sich die erhebliche Umsatzsteigerung sowie die Margenverbesserung und die Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Negativ wirkte sich der Wegfall der Sondererträge aus dem Verkauf von Finanzanlagevermögen (€ 11,1 Mio.) und Unterstützungshilfen während der Covid-19 Pandemie (€ 8,5 Mio.) in den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie die Erhöhung des Personalaufwands aus. Nach dem positiven Zinsergebnis von € 0,3 Mio. und dem Steueraufwand von € 0,6 Mio. ergibt sich ein Jahresüberschuss von € 0,2 Mio. nach € 4,3 Mio. im Vorjahr. FINANZLAGE Die liquiden Mittel einschließlich der Treuhandkonten sanken aufgrund von Auszahlungen aus der Insolvenztabelle im Rahmen des Insolvenzplanes um € 8,2 Mio. auf € 7,2 Mio. Daneben bestehen Forderungen aus Darlehen in Höhe von € 8,2 Mio. an verbundene Unternehmen. Die langfristige Unternehmensfinanzierung von ADLER wird durch die Verfügbarkeit eigener liquider Mittel und ausreichender Kreditorenzahlungsziele sichergestellt. Gleichwohl stehen dem Unternehmen genügend Kreditlinien zur Verfügung, um Liquiditätsengpässe auszuschließen. Die Unternehmensfinanzplanung umfasst neben anderen Instrumenten eine wöchentlich rollierende Liquiditätsplanung. Aufgrund der verfügbaren Mittel und der zu erwartenden positiven Geschäftsentwicklung minimiert ADLER das Risiko der Unterfinanzierung. VERMöGENSLAGE Die Bilanzsumme der Adler Modemärkte GmbH ist zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresstichtag von € 86,5 Mio. auf € 82,2 Mio. gesunken. Die Investitionen der Adler Modemärkte GmbH beliefen sich im aktuellen Geschäftsjahr 2023 auf € 18,5 Mio. (Vorperiode: € 4,6 Mio.). Hiervon entfielen € 17,8 Mio. (Vorperiode: € 0) auf Finanzanlagen, € 0,3 Mio. (Vorperiode: € 0,5 Mio.) auf Sachanlagen und € 0,4 Mio. (Vorperiode: € 0,9 Mio.) auf immaterielle Vermögenswerte. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten in erster Linie allgemeine IT-Investitionen und den Neuaufbau des Adler Online-Shop www.adlermode.com. Die Sachanlagen lagen mit € 4,2 Mio. (Vorperiode: € 6,2 Mio.) und die immateriellen Vermögensgegenstände mit € 1,4 Mio. (Vorperiode: € 1,6 Mio.) jeweils unter dem Vorjahresniveau. Die Finanzanlagen erhöhen sich aufgrund des Rückkaufs der ausländischen Vertriebsgesellschaften auf € 17,7 Mio. (Vorperiode: € 2,1 Mio.). Mit notariellem Vertrag vom 28. November 2023 hat die Adler Modemärkte GmbH sämtliche Geschäftsanteile der ADLER MODE S.A., Foetz, Luxemburg, Adler Modemärkte Gesellschaft m.b.H., Ansfelden, Österreich, sowie der Adler Mode AG Schweiz, Zug, Schweiz, von der Zeitfracht Logistik Holding GmbH, Kleinmachnow, erworben. Zum Bilanzstichtag lag das Working Capital (Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten) bei € 17,3 Mio. Die Vorratsintensität (Vorräte/Bilanzsumme) sank auf 42,3 % (Vorperiode: 48,9 %), die Lagerumschlagshäufigkeit (Umsatz/Vorräte) stieg durch die weiter verbesserte Bestandsstruktur und logistischen Prozesse auf 8,5 (Vorperiode: 6,3). Das Eigenkapital beträgt € 40,4 Mio. (Vorperiode: € 40,1 Mio.), woraus eine Eigenkapitalquote von 49,1 % (Vorperiode: 46,4 %) resultiert. Das Fremdkapital (inklusive Rechnungsabgrenzungsposten) der Adler Modemärkte GmbH sank zum Jahresende 2023 auf € 41,8 Mio. (Vorperiode: € 46,4 Mio.), insbesondere durch eine Verminderung der Rückstellungen. Die Rückstellungen sanken um € 6,4 Mio. aufgrund der Reduzierung der sonstigen Rückstellungen von € 20,4 Mio. auf € 14,1 Mio. Der Rückgang geht im Wesentlichen auf Tabellenauszahlungen zu den Insolvenzverbindlichkeiten im Rahmen des Insolvenzplanes zurück. NACHHALTIGKEIT & UMWELT Die Beschaffung und der Verkauf von Textilbekleidung stehen im Zentrum der Geschäftstätigkeit von ADLER. Dabei bilden gesellschaftliche Verantwortung, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein das Fundament für den langfristigen unternehmerischen Erfolg. Das Thema Nachhaltigkeit wird bei allen strategischen und operativen Entscheidungen sowie in der Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern berücksichtigt. INTEGRIERTES NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT Ziel des Nachhaltigkeitsmanagements von ADLER ist es, dem Kunden ein ökologisch und sozial einwandfreies Produkt anzubieten und gleichzeitig im Sinne der Mitarbeiter, Lieferanten und anderen Stakeholdern gesellschaftlich untadelig und wirtschaftlich erfolgreich zu handeln. ADLER verfolgt den Ansatz eines integrierten Nachhaltigkeitsmanagements. Das bedeutet, dass eine Unternehmenskultur verankert und gepflegt wird, in der die Grundsätze nachhaltigen Handelns von jedem Mitarbeiter gelebt werden. Hierzu entwickelt und implementiert ADLER Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter und leitet Managementprozesse mit entsprechenden operativen Instrumenten für die jeweiligen Fachabteilungen ab. EINHALTUNG DER BSCI-STANDARDS BEI LIEFERANTEN UND PRODUZENTEN Die von ADLER gehandelten Produkte sind Eigenmarken und Fremdmarken ("Markenartikel"). Bei Eigenmarken trägt ADLER die direkte Produktverantwortung. Neben den verwendeten Rohstoffen zur Herstellung der Produkte ist das Wissen und die Dokumentation, unter welchen sozialen und ökologischen Bedingungen diese hergestellt werden, essenziell. Die Einkaufsbedingungen von ADLER erlauben keinen Einkauf von Produkten, die unter ausbeuterischen, gesundheitsschädigenden oder sonstigen die Menschenwürde verletzenden Bedingungen wie Kinderarbeit oder Zwangsarbeit hergestellt werden. ADLER fordert von allen Lieferanten, die in einem Risikoland produzieren (nach Definition der Business Social Compliance Initiative, BSCI), ein gültiges Audit nach den Kriterien der BSCI. Die Audits werden dabei auf Ebene der Produktionsstätten durchgeführt. Dies gilt sowohl für die europäischen Lieferanten als auch für die Beschaffungsagenturen in Asien. Zum Zwecke des Monitorings hat ADLER im Jahr 2015 das Vendor Compliance System (Lieferantenmanagementsystem) OSCA VCM eingeführt. Diese Software ermöglicht, dass die Daten und Dokumente zu Produktionsstätten und Audits sowohl von den Lieferanten und Agenturen als auch von ADLER verwaltet und gepflegt werden können. Durch dieses System wird gewährleistet, dass bei Ablauf eines Audits rechtzeitig Maßnahmen zur Überprüfung der Produktionsstätten und Erneuerung des Audits ergriffen werden können. 2023 wurde das System in das OSCA CSR umgewandelt, um den Anforderungen durch das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) besser nachkommen zu können. Neben BSCI sind seitens ADLER auch Zertifizierungen wie SA 8000, WRAP und GOTS zulässig, die sich ebenfalls auf die einschlägigen Normen der Vereinten Nationen und der International Labour Organisation (ILO) berufen. BAUMWOLLE Derzeit wird nachhaltige Baumwolle aus zertifiziertem Bio-Anbau (Global Organic Textile Standard, GOTS, oder Organic Cotton Standard, OCS) und der Better Cotton Initiative (BCI) beschafft. Diese Standards achten auf eine geringe Wassernutzung, einen niedrigen Energieverbrauch, einen ausreichenden Nährstoffgehalt im Boden und dass toxische und bleibende Pestizide nur moderat oder gar nicht eingesetzt werden. Durch die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Initiativen wirkt ADLER darauf hin, dass die Lieferanten den Einkäufern immer Produkte aus nachhaltiger Baumwolle anbieten können. Somit werden die Einkäufer dabei unterstützt, den Anteil nachhaltiger Artikel im Sortiment zu steigern und damit ihre diesbezüglichen Zielvorgaben zu erreichen. BÜNDNIS FÜR NACHHALTIGE TEXTILIEN Das im Jahr 2014 auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gegründete Bündnis für nachhaltige Textilien umfasst Vertreter von Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und Gewerkschaften. Ziel ist, die Kraft und Expertise der Mitglieder zu bündeln, um soziale, ökonomische und ökologische Verbesserungen entlang der textilen Wertschöpfungskette zu erreichen. Das Textilbündnis versteht sich hierbei als Plattform, auf der die beteiligten Akteure die Umsetzung der Bündnisziele gemeinsam überprüfen, ihre Erfahrungen teilen, sich über sogenannte Best Practices austauschen und voneinander lernen, um auf diese Weise die Rahmenbedingungen in den Produktionsländern der Textilindustrie zu verbessern. ADLER hat das Textilbündnis von Beginn an begleitet und den Prozess hin zu einem mehrheitsfähigen Bündnis mitgestaltet. ADLER ist dem Textilbündnis im Juni 2015 neben den Spitzenverbänden von Handel und Herstellern sowie weiteren Unternehmen beigetreten. Im Jahr 2017 wurde vom Textilbündnis die Roadmap eingeführt. Hierbei handelt es sich um jährliche Ziele, die sich aus den Anforderungen des Textilbündnisses ergeben. Als Bündnismitglied hat sich ADLER auch im Jahr 2023 entsprechende Ziele gesetzt und umgesetzt. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 aus Sicht der Geschäftsführung aufgrund des gelungenen Turnarounds aus der Covid-19-Krise ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Die gesetzten Ziele wurden weitgehend erreicht. CHANCEN- & RISIKOBERICHT CHANCENBERICHT GESAMTWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN ADLER ist als einer der größeren Anbieter der Modebranche konsequent auf die modischen Bedürfnisse der wachsenden Gruppe von Kundinnen und Kunden ab 55 Jahren fokussiert. Damit ist ADLER nicht nur klar positioniert, sondern profitiert auch von der demografischen Entwicklung in Deutschland. Die Zielgruppe, und damit das Umsatzpotenzial, wird in Zukunft weiterwachsen. Dieses starke Fundament wird durch eine behutsame Sortimentsergänzung gefestigt. Mit ihr spricht ADLER potenzielle Neukunden an, die in die Hauptzielgruppe hineinwachsen, und so dem Geschäft weitere Impulse verleihen können. BRANCHENBEZOGENE CHANCEN Aufgrund des dynamischen Branchenumfelds und des Strukturwandels im Textileinzelhandel hat ADLER sein Tempo für das organische und anorganische Wachstum kurzfristig reduziert. Der Fokus des ADLER-Managements liegt neben der Steigerung der Profitabilität durch Senkung der Kostenbasis und der Erhöhung der Effizienz auf der Neuausrichtung des Unternehmens und der Überprüfung der Unternehmensstrategie. Im Rahmen dieser Neuausrichtung wurden unter anderem die Zielkundengruppe und deren Marktpotenzial untersucht sowie die Produktstrategie, die Kanalstrategie und die Kommunikationsstrategie neu definiert. Mit diesen und weiteren Maßnahmen wurden wichtige Schritte umgesetzt bzw. eingeleitet, um mittelfristig den geplanten Wachstumskurs auf einer stabilen und zukunftsfähigen Basis weiter zu verfolgen. UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE CHANCEN Durch die Verbindung von stationärem Handel und Online-Handel macht sich ADLER Cross-Selling-Effekte zunutze: Zum einen über das Click&Collect-System, bei dem online bestellte Ware in einer ADLER-Filiale abgeholt und zurückgegeben werden kann; zum anderen über so genannte RoPo-Effekte (research online, purchase offline). So zeigt die Auswertung des Nutzerverhaltens von über 10 Mio. Besuchern, dass Produkte online ausgewählt, aber anschließend in den stationären Filialen gekauft wurden. In beiden Fällen werden Kunden durch den Besuch eines Marktes zum Kauf weiterer Teile animiert, wodurch zusätzliche Umsätze generiert werden können. Durch langjährige Erfahrung, ein großes Netzwerk an Produzenten in Asien, Indien, der Türkei, Nordafrika und Osteuropa sowie auch durch die zunehmende Globalisierung kann ADLER Chancen bei der Beschaffung nutzen und seine Beschaffungsstrukturen und Einkaufskonditionen kontinuierlich verbessern. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND POLITISCHE RISIKEN Eine deutliche Verschlechterung der Weltwirtschaftslage hätte auch negative Folgen für Deutschland und damit auf dem ADLER-Absatzmarkt. Der Eintritt der vorgenannten Risiken könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ADLER negativ beeinflussen. MARKTRISIKEN Geschäftsentwicklung und Wachstum von ADLER sind von der allgemeinen Entwicklung der Nachfrage im Bekleidungseinzelhandel sowie der ADLER-Kundenzielgruppe im Besonderen abhängig. Die Nachfrage hängt wesentlich von der konjunkturellen Lage und dem Verbraucherverhalten ab. Eine konjunkturelle Schwächephase in Deutschland oder eine Verminderung des für Bekleidung verfügbaren Einkommens der ADLER-Kundenzielgruppe erhöhen das Risiko einer negativen Absatzentwicklung. Dies könnte einerseits zu verstärktem Preisdruck auf die von ADLER vertriebenen Waren und damit zu geringeren Margen führen. Andererseits können Einkommensverschiebungen bei ganzen Bevölkerungsgruppen dafür sorgen, dass Menschen, die früher teurer eingekauft haben, künftig ihren Bekleidungsbedarf bei ADLER decken. Die Veränderung des Kaufverhaltens beispielsweise weg vom stationären hin zum Online-Handel erhöht das Risiko einer negativen Absatzentwicklung bzw. Margenverschlechterung. Angebots- und Nachfrageschwankungen bei Lieferanten oder auf Rohstoffmärkten können zu Lieferengpässen, Qualitätsmängeln sowie erhöhten Logistik- und Herstellungskosten führen. Diese könnten nicht oder nicht vollständig über höhere Preise kompensiert werden. ADLER begegnet solchen Risiken durch eine relativ breit diversifizierte Beschaffungspolitik bei gleichzeitiger Konzentration auf verlässliche Partner. Durch die gleichzeitige Expansion des Retail-Geschäfts wird eine höhere Flexibilität in den Margen gewährleistet und eine Kompensationsmöglichkeit von Preisschwankungen auf Zuliefermärkten geschaffen. Länderrisiken bestehen hauptsächlich bei der internationalen Beschaffung. Darunter versteht ADLER mögliche volkswirtschaftliche, politische und andere unternehmerische Risiken im Ausland. Dem begegnet das Unternehmen durch die beschriebene Diversifizierung der Lieferantenstruktur. Wie für alle Unternehmen besteht eine Gefahr für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens durch mögliche terroristische Anschläge und Umweltkatastrophen. Der wirtschaftliche Erfolg von ADLER beruht nicht zuletzt auf dem Markenimage der Dachmarke ADLER und ihrer langfristig starken Positionierung im Kundensegment der über 55-jährigen. Daher genießen Schutz und Erhalt des Markenimages von ADLER höchste Priorität. Umgekehrt besteht allgemein das Risiko, dass ADLER durch eigene falsche Entscheidungen oder Handlungen die Dachmarke beschädigt. Ein solcher Fall könnte die Wachstumsperspektiven des Unternehmens beeinträchtigen. Aktuelle Trends in der Kundenzielgruppe erfasst ADLER schnell und setzt sie bedarfsorientiert in Design, Beschaffung und Vertrieb um. Sollte ADLER wichtige Trends verpassen und den Geschmack der Kunden verfehlen, könnte sich dies nachteilig auf die Wettbewerbsposition, die Wachstumschancen und die Profitabilität auswirken. Das Gleiche gilt für die Preisstellung oder Produktentwicklung. FINANZ- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN Die langfristige Unternehmensfinanzierung von ADLER wird durch die Verfügbarkeit eigener liquider Mittel, die Finanzierung über die Muttergesellschaft sowie ausreichender Kreditorenzahlungsziele sichergestellt. Die Unternehmensfinanzplanung umfasst neben anderen Instrumenten eine wöchentlich rollierende Liquiditätsplanung. Aufgrund der verfügbaren Mittel und der zu erwartenden positiven Geschäftsentwicklung minimiert ADLER das Risiko der Unterfinanzierung. ADLER ist nur bedingt von Zinsänderungen betroffen, da es für die Konzernfinanzierung regelmäßig fest vorgegebene Zinssätze gibt. Zinssicherungsgeschäfte werden nicht getätigt. WÄHRUNGSRISIKEN Direkte Währungsrisiken sind für ADLER nur teilweise vorhanden, da Umsatz und Wareneinkäufe überwiegend in Euro erfolgen. Wareneinkäufe die einem Währungsrisiko unterliegen werden über die Muttergesellschaft abgesichert. Die Beschaffungsmärkte der Textilindustrie, die hauptsächlich in Asien liegen, sind generell am US-Dollar ausgerichtet. Indirekte Währungsrisiken bestehen darin, dass Importeure Währungsschwankungen, die aus der aktuellen Schwäche des Euro resultieren, über den Warenverkaufspreis an ADLER weitergeben. Damit ergibt sich für ADLER ein Margenrisiko, wie für alle anderen Textilunternehmen mit einem hohen Importanteil auch. ADLER bezieht die Lieferware jedoch in der Regel zu mittelfristig vorab fixierten Preisen, auf denen die Verkaufspreiskalkulation aufsetzt. WARENBEZUGSRISIKEN ADLER bezieht Waren sowohl aus Europa als auch aus Fernost. Zu den innereuropäischen Bezugsquellen zählen mehr als 80 Lieferanten für verschiedene Modebereiche. Dabei ist ADLER von keinem Lieferanten in einer Weise abhängig, dass die Umsatzentwicklung spürbar beeinträchtigt werden könnte. Sollte es zu einem Ausfall von Lieferanten kommen, stehen Ersatzquellen zur Verfügung. Der Warenbezug aus Fernost wird größtenteils über die Einkaufsagenturen von ADLER, OI und Techno, abgewickelt. Die Einkaufsagenturen arbeiten wiederum mit einer Vielzahl von Herstellern zusammen. Es bestehen keine Abhängigkeiten oder größere Risiken beim Ausfall einzelner OI-Lieferanten. Neben allgemeinen, wie geografischen und politischen Risiken beinhalten Lohnerhöhungen in aufstrebenden Regionen und steigende Rohstoffpreise stets das Risiko steigender Produktionskosten und damit geringerer Margen. Die Gesellschaft reagiert darauf mit einer margenbasierten Kollektionsplanung, um eine frühzeitige Reaktion auf steigende Produktionskosten zu ermöglichen. Negative Auswirkungen auf die Rohertragsmarge werden durch den Ausbau und die fortgesetzte Professionalisierung des operativen Geschäfts, durch unternehmensweite Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, die Verbesserung des Materialeinsatzes sowie eine konsequente Umsetzung der Preispolitik verringert. BEURTEILUNG DER RISIKEN DURCH DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Einzelne oder aggregierte Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nach derzeitiger Informationslage nicht erkennbar. RECHTLICHE ANGABEN Angaben nach § 289f Abs. 4 HGB Die Adler Modemärkte GmbH ist eine der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz unterliegende deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat nach § 36 GmbHG (im Zeitpunkt der Beschlussfassung vor Formwechsel der Vorstand nach § 76 Absatz 4 AktG) Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden ersten Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung festzulegen. Die Geschäftsführung hat für die Zeit nach dem 30. Juni 2022 Zielgrößen für ein Frauenanteil von jeweils 30 % für die ersten zwei Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung und jeweils eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Per 31. Dezember 2023 waren 63 Frauen in Führungspositionen beschäftigt. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft ist derzeit zu einem Viertel mit Frauen besetzt ist und hat nach § 52 Absatz 2 GmbHG (im Zeitpunkt der Beschlussfassung vor Formwechsel nach § 111 Absatz 5 AktG) Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat der Gesellschaft festzulegen. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 111 Absatz 5 AktG in seiner Sitzung im August 2022 einen Beschluss über die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat gefasst und eine Zielgröße von 30 % sowie eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Zudem hat der Aufsichtsrat nach § 52 Absatz 2 GmbHG (im Zeitpunkt der Beschlussfassung vor Formwechsel nach § 111 Absatz 5 AktG) Zielgrößen für den Anteil von Frauen unter den Geschäftsführern der Adler Modemärkte GmbH (vor Formwechsel im Vorstand der Adler Modemärkte AG) festzulegen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung im August 2022 eine Zielgröße von 0 % und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 beschlossen. Damit wurde der aktuelle Stand festgehalten. Berücksichtigt wurden auch Größe und Besetzung der Geschäftsführung. Zudem ist der Aufsichtsrat weiterhin der Ansicht, dass die Festlegung von konkreten Zielen die Flexibilität des Aufsichtsrats bei der Suche nach Kandidaten mit der erforderlichen Kompetenz und Erfahrung zu stark einschränken würde. Ungeachtet dessen wird sich der Aufsichtsrat nach besten Kräften bemühen, auch geeignete Kandidatinnen zu finden und in künftige Auswahlprozesse einzubeziehen. PROGNOSEBERICHT Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen zur Adler Modemärkte GmbH, zu ihren Schwestergesellschaften sowie zum wirtschaftlichen Umfeld. Diese Aussagen basieren auf Annahmen, welche die Geschäftsführung anhand der ihr zum Berichtszeitpunkt vorliegenden Kenntnisse und Informationen getroffen hat. Sofern diese Annahmen nicht oder nur teilweise eintreffen oder zusätzliche Risiken eintreten, kann die tatsächliche von der erwarteten Geschäftsentwicklung abweichen. Die durch die Kriegshandlungen ausgelösten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft in Hinblick auf Lieferketten, Versorgung und wirtschaftliche Gesamtentwicklung sind derzeit kaum einzuschätzen. Die weitere Entwicklung wird unternehmensspezifisch und global einer genauen Analyse und Beobachtung unterzogen, um das Unternehmen erfolgreich durch die krisenhaften Bedingungen zu führen. Gemäß einer Umfrage des Branchenmagazins Textilwirtschaft starten die stationären Modehändler zurückhaltend in das Jahr 2024. Wie die alljährliche Konjunkturumfrage im TW-Testclub zeigt, erwartet die große Mehrheit der Modeanbieter ein moderat herausforderndes Jahr 2024. Neben der Frequenzentwicklung und der Konsumstimmung bzw. dem sich verändernden Konsumverhalten bereiten die weiter hohen Energiekosten den Befragten die größten Sorgen. Kaum noch eine Rolle spielen hingegen die Liefersituation oder auch Covid-19. (Quelle: TW Testclub Konjunkturumfrage Ausblick 2024 vom 22.12.2023). Für das Geschäftsjahr 2024 sieht die ADLER-Geschäftsführung zu Beginn des Jahres zunächst keine Aufhellung des Branchenumfelds im Textileinzelhandel. Erst im weiteren Verlauf wird mit einer leichten Verbesserung gerechnet. Das Management hat hierauf mit einer deutlich niedrigeren Einkaufsplanung für das Geschäftsjahr 2024 reagiert. Zudem wurden die Warenbestände deutlich reduziert, Altware wurde konsequent abverkauft. Auch zukünftig wird ADLER ertragsschwache Marken aus dem Sortiment streichen und ertragsstarke Marken sowie Eigenmarken inhaltlich ausbauen. Schwerpunkt liegt hier in der Marke Steilmann. Ziel ist es weiterhin dem ADLER-Sortiment ein moderneres, zeitgemäßes Erscheinungsbild zu geben, dabei die Zielgruppe aber weiterhin zu fokussieren. Unter der Annahme, dass sich die Lage im Textileinzelhandel wieder normalisiert, rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz in einer Bandbreite von € 290 bis 310 Mio. und einem EBITDA auf Vorjahresniveau. In der Prognose berücksichtigt ist bereits der zu erwartende tarifbedingte Anstieg der Personalkosten.
Haibach, den 16. Februar 2024 Karsten Odemann, Sprecher der Geschäftsführung Frank Beeck, Geschäftsführer Martin Schulte im Rodde, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABENDie Adler Modemärkte GmbH ist eine Kapitalgesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in der Industriestraße Ost 1-7, Haibach, Bundesrepublik Deutschland. Das zuständige Registergericht befindet sich in Aschaffenburg (registriert unter der Nummer HRB 16846). Die Gesellschaft hat ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN SOWIE ERLäUTERUNGEN ZUR BILANZANLAGEVERMöGEN IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Sie betreffen im Wesentlichen EDV-Software, die über fünf Jahre abgeschrieben wird. SACHANLAGEN Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Abschreibungsdauern betragen 3 bis 10 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden seit 2008 in einen geschäftsjahresbezogenen Sammelposten (Pool) eingestellt und jährlich zu einem Fünftel abgeschrieben. Mit Anhebung der gesetzlichen Wertgrenzen für geringwertige Wirtschaftsgüter ab dem 1.1.2018 wurden alle geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 1.000 bis zum 31.12.2021 in diesen Sammelposten eingestellt und geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter € 250 grundsätzlich sofort als Aufwand erfasst. Ab dem 01.01.2022 wird kein Sammelposten mehr gebildet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis € 800 im selben Jahr vollständig abgeschrieben. FINANZANLAGEN Die sonstigen Ausleihungen aus Vorjahren wurden im Geschäftsjahr komplett ausgeglichen. Mit jeweils gleichlautenden Verträgen vom 28. November 2023 wurden die im Dezember 2022 an die Zeitfracht Logistik Holding GmbH, eine Konzerngesellschaft, verkauften Anteile zurückgekauft. Es handelt sich um sämtliche Anteile folgender Gesellschaften: - Adler Modemärkte GmbH, Ansfelden, Österreich - Adler Mode AG Schweiz, Zug, Schweiz - Adler Mode S.A., Foetz, Luxembourg. Die Eigenkapitalverhältnisse sowie die Jahresergebnisse stellen sich wie folgt dar:
Der Bilanzierungsansatz entspricht dem Kaufpreis. Der Kaufpreisermittlung liegen Annahmen zu den Entwicklungen der Unternehmen zugrunde. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel:
Die Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung belaufen sich auf T€ 2.922. Hierin enthalten sind mit T€ 86 geringwertige Wirtschaftsgüter. Rundungsdifferenzen sind technisch bedingt. UMLAUFVERMöGEN VORRÄTE Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet; hierbei werden auf Saisonwaren angemessene Abschläge vorgenommen. Es kommt die gewogene Durchschnittsmethode als Bewertungsvereinfachungsverfahren zur Anwendung. Direkt zurechenbare Kosten des Warenhandlings werden aktiviert. FORDERUNGEN, SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND BANKBESTÄNDE Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Bankguthaben werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken werden durch angemessene Bewertungsabschläge berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 11.771 (Vorjahr: T€ 21.631) setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 2.932 (Vorjahr: T€ 3.164) und sonstigen Vermögengegenständen mit T€ 8.839 (Vorjahr: T€ 18.467). In Folge der Insolvenz bestehen Treuhandkonten in Höhe von T€ 2.363 (Vorjahr: T€ 4.562), die zur Auszahlung der Insolvenzquote dienen. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Der Posten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. EIGENKAPITAL Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Gewinnrücklagen beinhalten ausschließlich andere Gewinnrücklagen. RÜCKSTELLUNGEN RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck bewertet. Gemäß Art. 75 Abs. 6 S. 1 EGHGB n.F. i.V.m. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB n.F. sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen) unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre, für eine vereinfachend angenommene durchschnittliche Laufzeit von 15 Jahren, bewertet worden. Dieser Zinssatz beträgt 1,83% (Vorjahr: 1,78%). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB n. F. im Vergleich zur Abzinsung mit dem 7-Jahres-Durchschnitt zum 31. Dezember 2023 beträgt T€ 2. Gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB n.F. dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach einer Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für Rentensteigerungen ab 2023 keine Anpassungen mehr vorgenommen (Vorjahr: 10%). Es wurde weiterhin eine Fluktuation in Höhe von 1,8% (Vorjahr: 1,8%) p.a. unterstellt. Rückstellungen für die Verpflichtungen aus Jubiläumszuwendungen wurden auf der Grundlage der Gesamtbetriebsvereinbarung vom 10. Juni 2010 sowie des Manteltarifvertrags vom 1. Juni 2005 gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,75% p.a. (Vorjahr: 1,44% p.a.) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5% (Vorjahr: 3,0%) sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,8% (Vorjahr: 1,8%) p.a. unterstellt. Rückstellungen für die Verpflichtungen aus Gehaltsfortzahlungen im Todesfall wurden auf der Grundlage des Manteltarifvertrags vom 1. Juni 2005 gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Gehaltsfortzahlungen im Todesfall erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,75% p.a. (Vorjahr: 1,44% p.a.) und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Gehaltsfortzahlungen im Todesfall wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5% p.a. (Vorjahr: 3,0%) sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,8% (Vorjahr: 1,8%) p.a. unterstellt. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung als Erfüllungsbetrag notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Auszahlungsverpflichtungen nach Quote für Insolvenzgläubiger T€ 5.044 (Vorjahr: T€ 9.168), Verpflichtungen aus dem Kundenkartentreueprogramm T€ 2.125 (Vorjahr: T€ 2.018), Mieten und Mietnebenkosten T€ 2.123 (Vorjahr: T€ 1.690), Rechts- und Beratungskosten T€ 35 (Vorjahr: T€ 1.040), Urlaubs- und Freizeitverpflichtungen T€ 1.205 (Vorjahr: T€ 798), Leistungstantiemen T€ 796 (Vorjahr: T€ 654), Energie/Strom/Gas/Wasser T€ 667 (Vorjahr: T€ 590), Abfindungen T€ 507 (Vorjahr: T€ 333), Beiträge und Abgaben T€ 323 (Vorjahr: T€ 321), Jubiläumsgelder T€ 385 (Vorjahr: T€ 388), Werbekosten T€ 137 (Vorjahr: T€ 245), sowie Aufwendungen für Instandhaltungen T€ 167 (T€ 212). VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.233 (Vorjahr: T€ 2.715) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: 0). Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus sozialer Sicherheit von T€ 9 (Vorjahr: T€ 8) und solche aus Steuern von T€ 4.529 (Vorjahr: T€ 2.241) PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. FREMDWäHRUNGSUMRECHNUNG Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bzw. des Buchungstages bewertet. Die Umrechnung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag erfolgt zum Devisenkassamittelkurs. III. ERLäUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 296.741 setzen sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRäGE Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 6.354 beinhalten Erträge aus der Weiterbelastungen von Kosten an Konzerngesellschaften von T€ 2.127 (Vorjahr: T€ 2.353), Sanierungserträge in Höhe von T€ 481 (Vorjahr: T€ 1.280), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von T€ 1.113 (Vorjahr: T€ 1.608), aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten mit T€ 219 (Vorjahr: T€ 795) und aus Kursgewinnen von T€ 649 (Vorjahr: T€ 2.722). Im Vorjahr enthielt die Position außerdem den Ertrag aus Anlagenverkäufen von T€ 11.085 und aus Ertragszuschüssen von T€ 8.501. ABSCHREIBUNGEN Die Abschreibungen enthalten neben den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen auch Abschreibungen auf Warenbestände. Diese Abschreibungen sind in der Folge geschäftsstategischer Maßnahmen entstanden und übersteigen den üblichen Rahmen. PERSONALAUFWAND Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von T€ 29 (Vorjahr T€ 47). SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 405, die sich im Wesentlichen aus Nebenkostenabrechnungen der Vorjahre von T€ 281 (Vorjahr: T€ 383) ergeben. Kursverluste sind in Höhe von T€ 1.094 (Vorjahr: T€ 2.021) enthalten. FINANZERGEBNIS Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche von verbundenen Unternehmen von T€ 476 (Vorjahr T€ 52). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche an verbundenen Unternehmen von T€ 119 (Vorjahr T€ 281). SONSTIGE STEUERN Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen die Grundsteuern mit T€ 498. Die Grundsteuern waren im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. IV. SONSTIGE ANGABENSONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Der Gesamtbetrag aller sonstigen finanziellen Verpflichtungen bis zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit beträgt T€ 169.006. Diese setzen sich wie folgt zusammen: Bestehende Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Pachtverträgen. Diese belaufen sich für die verbleibende Mietlaufzeit auf T€ 166.934 (davon IC T€ 1.824). Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Pachtverträgen für Werbeflächen. Diese belaufen sich für die verbleibende Mietlaufzeit auf T€ 45. Es besteht eine Verpflichtung aus einem Leasingvertrag für Großrechner und Speicher. Diese beläuft sich für die vertraglich vereinbarte Restlaufzeit auf T€ 1.573. Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Wartungsverträgen für Kopiergeräte. Diese belaufen sich auf T€ 219 für Kopierer. Aus KFZ-Leasingverträgen bestehen Aufwendungen für die verbleibende Mietlaufzeit in Höhe von T€ 9. Zum Stichtag bestehen offene Bestellungen im Wareneinkauf von T€ 10.673 gegenüber Lieferanten. HAFTUNGSVERHäLTNISSE Im Zusammenhang mit einem Mietvertrag der ADLER MODE S.A., Foetz, Luxemburg, hat die Adler Modemärkte GmbH eine Schuldbeitrittserklärung abgegeben; die Mietverpflichtungen belaufen sich über die verbleibende Mietrestlaufzeit auf T€ 5.317 Im Zusammenhang mit Mietverträgen der Adler Modemärkte Gesellschaft m.b.H., Ansfelden, Österreich, hat die Adler Modemärkte GmbH (ehem. AG) drei Mietgarantieerklärungen abgegeben; die Verpflichtungen daraus belaufen sich über die verbleibende Restlaufzeit auf T€ 8.315. Es besteht ein Avalrahmen in Höhe von T€ 512 bei diversen Kreditinstituten. Am 31. Dezember 2023 war der Avalrahmen in Höhe von T€ 512 für Mietbürgschaften ausgenutzt. Die angeführten eingegangenen Verpflichtungen sind nicht zu passivieren, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. BESCHÄFTIGTE Im aktuellen Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 1.878 (Vorjahr: 1.884) angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Davon leitende Angestellte 116 (Vorjahr: 117), Vollbeschäftigte 463 inclusive 131 Azubis (Vorjahr: 442), Teilzeitbeschäftigte 1.299 (Vorjahr: 1.326). AUFSICHTSRAT Der Aufsichtsrat der Adler Modemärkte GmbH setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen: • Thomas Winkelmann, (Vorsitzender), Director im Board of Directors JetBlue Airways, Berlin; • Frank König * (Stellvertretender Vorsitzender), Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates Adler Modemärkte GmbH, Berlin (seit 13.04.2023); • Hubert Buß * , Filialleiter Adler Modemärkte GmbH, Wallenhorst (seit 13.04.2023); • Thorsten Dirks, Unternehmer, Zülpich; • Jochen Gröning * , IT-Organisator Adler Modemärkte GmbH, Vorsitzender des Betriebsrates Haibach, Aschaffenburg; • Corinna Groß * , Bundesfachgruppenleiterin Einzelhandel ver.di, Düsseldorf; • Hans-Gerd Jauch, Rechtsanwalt, Köln; • Peter König * , Gewerkschaftssekretär ver.di, Rottendorf; • Beate Sauder * , Fachberaterin Info, Kasse und Verkauf Adler Modemärkte GmbH, Mönchengladbach; • Jan Sinram, Geschäftsführer Zeitfracht Logistik GmbH, Frankfurt am Main; • Dominik Wiehage, Geschäftsführer Kolibri Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KGaA, Berlin (seit 01.04.2023); • Maren Wolters, Geschäftsführerin German Airways GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main. * Arbeitnehmervertreter Ehemalige Aufsichtsratsmitglieder • Majed Abu-Zarur * (Stellvertretender Vorsitzender), Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates Adler; Modemärkte GmbH; Viernheim (bis 28.02.2023) • Melody Harris-Jensbach, Senior Executive Consultant, Köln (bis 31.03.2023) • Jürgen Vogt * , Verkaufsleiter Adler Modemärkte GmbH, Essen (bis 13.04.2023) Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 übten folgende Personen eine Geschäftsführertätigkeit aus: • Karsten Odemann, Lenggries, Geschäftsführer (Sprecher der Geschäftsführung) und Arbeitsdirektor, Geschäftsführer für die Bereiche Finanzen, Controlling, Revision, Recht, IT, Personal, Asset-Management, Logistik, Nachhaltigkeit und Investor Relations. • Frank Beeck, Nürnberg, Geschäftsführer, Geschäftsführer für die Bereiche Vertrieb und Einkauf • Martin Schulte im Rodde, Münster, Geschäftsführer, für Marketing und e-Commerce Hinsichtlich der Angaben gemäß §285 Nr. 9a HGB wird die Befreiung nach §286 Nr. 4 HGB in Anspruch genommen. Die Gesamtbezüge der früheren Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen T€ 64. Darunter fallen Bezüge früherer Geschäftsführer T€ 34. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 432 gebildet. Die Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen T€ 32. GESAMTHONORAR DES ABSCHLUSSPRüFERS Die Abschlussprüfungsleistungen beinhalten Honorare für die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung der Adler Modemärkte GmbH. Die Angabe über das Abschlussprüferhonorar im Sinne von § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt, da diese Angabe im Konzernabschluss der Zeitfracht Logistik Holding GmbH enthalten ist. KONZERN Die Zeitfracht Logistik Holding GmbH, Berlin, erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinesten Kreis von Unternehmen. Die Zeitfracht GmbH & Co. KGaA, Berlin, erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Beide Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAGDie Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe T€ 19.954 auf neue Rechnung vorzutragen.
Haibach, den 16. Februar 2024 Karsten Odemann, Sprecher der Geschäftsführung Frank Beeck, Geschäftsführer Martin Schulte im Rodde, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.04.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Adler Modemärkte GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Adler Modemärkte GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Adler Modemärkte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Den Abschnitt "Nachhaltigkeit & Umwelt" und die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) im Lagebericht haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Urteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt des Abschnitts "Nachhaltigkeit & Umwelt" und der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts: • Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB • den Abschnitt "Nachhaltigkeit & Umwelt" des Lageberichtes. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • Wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Erkenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Pfungstadt, 16. Februar 2024 CONSULT
+ CONCEPT GMBH
Gez. Peter Frank, Wirtschaftsprüfer gez. Torsten Hammann, Wirtschaftsprüfer |
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