emarsys interactive services GmbH

George-Stephenson-Straße 7, 10557 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 118447
Eingetragen
10.3.2009
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten von WerbeagenturenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Gegenstand
a. Internetconsulting und Projektabwicklung, Betrieb einer Internet-, Werbe-, Direktmarketing- und Salespromotionagentur, Betrieb einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit; Durchführung sämtlicher in die Gebiete des Internetconsulting, der Public Relations und des Marketing fallende Geschäfte; Erbringung sämtlicher Dienstleistungen in den neuen Medien, insbesondere dem Internet; Großund Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, insbesondere mit Hard- und Software; Erstellung und Betreuung von elektronischen Marketingsystemen; b. Bildung, Verwaltung und Verwertung eigenen Vermögens und eigener Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Bastian Hagmaier
seit 18.7.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
EMARSYS eMarketing Systems AGAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EMARSYS eMarketing Systems AG
Austria
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

emarsys interactive services GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Emarsys interactive services GmbH (nachfolgend auch die "Gesellschaft") entwickelt und vertreibt Marketing- Software für Geschäftskunden. Die Software wird als SaaS (Software-as-a-Service) vertrieben. Daneben bietet die Gesellschaft auch Training und Consulting für die eigene Software an.

In Deutschland am Standort Berlin ansässig sind Service-, Vertriebs-, Entwicklungs- und Marketingfunktionen.

Konzernstruktur und Steuerungssystem

Die Gesellschaft wurde 2009 in Berlin, Deutschland, gegründet und ist eine Tochtergesellschaft der EMARSYS eMarketing Systems GmbH mit Sitz in Wien, Österreich. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird nach HGB aufgestellt.

Rechtliche Informationen

Emarsys interactive services GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Sitz der Gesellschaft ist Willi-Schwabe-Straße 1, 12489 Berlin, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 118447. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Wirtschaftsbericht

Marktentwicklung

Laut einer Stellungnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mehren sich die Anzeichen, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht¹. Die mittelfristigen Perspektiven für das Wirtschaftswachstum stellen sich schwächer dar und sind auf so niedrigem Niveau wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Nach einem guten Start ins Jahr 2023 gab die Konjunktur im Laufe des Sommers deutlich nach. Dies war vor allem auf die schwache Industrieproduktion und den starken Zinsanstieg in den meisten Regionen der Welt zurückzuführen. Ein weiterer dämpfender Faktor war die verhaltene Entwicklung in China. Das globale reale BIP lag immerhin nach +3,5% in 2022, bei +3,2 % in 2023².

Das Bruttoinlandsprodukt sank in Deutschland im Jahresvergleich preisbereinigt um -0,3 % (+1,9 % in 2022)³. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex zum Dezember 2023 stieg in Deutschland auf 3,8 % im Vergleich zu 9,6 % im Dezember 2022⁴.

Im Online-Handel sank der Umsatz mit Waren in Deutschland im Jahr 2023 auf 79,7 Mrd. EUR um -11,8 % (Vorjahr 90,4 Mrd EUR und -8,7%). Hier konnte die Gesellschaft mit ihren Produkten Unternehmenskunden dabei unterstützen, Umsätze durch den effizienten Einsatz der Marketingbudgets anzukurbeln.

Geschäftsverlauf

Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten in der Kernregion Deutschland, machten das Umfeld schwierig. Die Gesellschaft konnte trotz insgesamt schwieriger Umstände die Umsatzziele für das Jahr 2023 erreichen und ist weitergewachsen. Der realisierte Umsatz im Berichtsjahr 2023 betrug 15.022 TEUR. Zwar verlangsamte sich das Wachstumstempo, aber war es mit +8 % (+14,9% in 2022) Wachstum gegenüber dem Vorjahr immer noch beachtlich.

___________________________________________________ 1 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (28. November 2023). bmwk.de. Von https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html 2 IMF. (17. November 2023). de.statista.com. Von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ abgerufen 3 Statistisches Bundesamt. (15. Januar 2024). Von destatis.de:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html 4 Statistisches Bundesamt. (17. November 2023). destatis.de. Von https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/Tabellen/Harmonisierter- Verbraucherpreisindex.html#242142 abgerufen
Forschung und Entwicklung

Die Muttergesellschaft EMARSYS eMarketing Systems GmbH investiert stetig in die Entwicklung der bestehenden Produkte. Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden dabei maßgeblich von der Muttergesellschaft gesteuert und von der Gesellschaft übernommen. Ein Schwerpunkt lag im Jahr 2023 auf dem Ausbau der Partner- Integrationen, der Modernisierung der Cloud-Infrastruktur für zukünftiges Wachstum, der Verwendung von AI in möglichst vielen Kernbereichen der Plattform, sowie der kontinuierliche Weiterentwicklung der Emarsys Omni- Channel-Plattform.

Mitarbeiterentwicklung

Die Gesellschaft beschäftigte zum Jahresende 2023 121 Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt waren es 121 Mitarbeiter exkl. Werkstudenten und Praktikanten und Geschäftsführer.

Die Mitarbeiter teilen sich zum Jahresende in folgende Bereiche auf:

Services
70
Revenue
32
R&D
1
Marketing
10
Internal Services
8
Summe
121



Im Gegensatz zum Vorjahr verringerte sich die Mitarbeiteranzahl zum Jahresende auf Grund des anhaltenden Fachkräftemangels und anhaltender Mitarbeiterfluktuation um 3 Mitarbeiter (ohne Werkstudenten und Praktikanten und Geschäftsführer) auf insgesamt 121 Mitarbeiter.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Gesellschaft konzentrierte sich im Geschäftsjahr 2023 darauf, mit der schwierigen Marktlage - speziell auch für unsere Kunden - umzugehen. Dies beinhaltete Insolvenzen und Geschäftsaufgaben. Gleichzeitig investierte die Gesellschaft in den Ausbau des Bestandskundengeschäfts, sowie in den Ausbau unseres Partnernetzwerks. Den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator der Gesellschaft stellen die Umsatzerlöse dar.

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft war mit einem Jahresfehlbetrag von 840.110,87 EUR sehr durchwachsen (+308 TEUR Jahresüberschuss in 2022). Die Gründe lagen unter anderem in der Übernahme der Corporate-Benefits der Muttergesellschaft SAP SE (Restricted Stock Units der SAP SE, starker Anstieg im Aktienkurs der SAP SE, Einführung einer beruflichen Altersvorsorge) und generellen Gehaltsanpassungen, um die hohe Inflation der Vorjahre auszugleichen. Die Personalkosten stiegen im zweiten Jahr in Folge überproportional zum Umsatz um +18,4% (+31,3% im Vorjahr). Des Weiteren wirkte sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 386 TEUR (Vorjahr 37 TEUR) negativ eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Wertberichtigung auf Forderungen aus.
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 15.022 TEUR. Die Gesellschaft hat die Prognose des moderaten Wachstums der Umsatzerlöse erreicht. Das Umsatzwachstum ist vor allem begründet durch den Abschluss von Neuverträgen und Vertragsverlängerungen in verbundenen Unternehmen an deren Wachstum die Gesellschaft über Verrechnungspreise beteiligt ist. Das starke Umsatzwachstum der Vorjahre in verbundenen Unternehmen an deren Umsatz Emarsys Berlin direkt beteiligt ist, konnte aus Gründen von Verschiebungen interner Verrechnungspreise nicht angeknüpft werden. Auch die interne Verrechnung von Dienstleistungen der Gesellschaft an verbundene Unternehmen erhöhten den Umsatz zusätzlich. Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:


2023


TEUR

Externe Umsätze
225,27
2
Umsätze mit verbundenen Unternehmen
14.567,78
97
Sonstige Umsätze
200,58
1
Summe
15.021,63
100


1 Bezugsgröße ist der Gesamtumsatz
Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt unverändert zentral. Das zentrale Liquiditätsmanagement ermöglicht die Steuerung von Liquiditätsrisiken im Emarsys-Konzern. Der Kassenbestand ist auf 348.63 TEUR gesunken (498,14 TEUR im Vorjahr), was auf internes Forderungsmanagement zurückzuführen ist. Es liegt keine Fremdfinanzierung vor.

Nach der vollständigen Übernahme des Emarsys-Konzerns durch die SAP SE im Oktober 2020, besteht aufgrund der Finanzkraft der SAP SE und der besonderen Bedeutung der Emarsys-Produkte für die SAP-Strategie kein unmittelbares Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiko.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft war wie auch in den Vorjahren geprägt durch hohe Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche in 2023 jedoch um -20,32% auf 3.484,18 TEUR zurückgegangen sind (4.323,80 TEUR im Vorjahr). Gleichzeitig haben sich Sonstige Vermögensgegenstände auf Grund hoher Steuervorauszahlungen für 2023, die aufgrund des Jahresfehlbetrags vom Finanzamt zurückerstattet werden sowie dem Verlustvortrag aus der Steuerberechnung auf 1.021,41 TEUR erhöht (1,90 TEUR im Vorjahr).

Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen um +767,89 TEUR (+904,41 TEUR im Vorjahr), was im Wesentlichen aufgrund von erhöhten Personalaufwandsrückstellungen, die insbesondere auf die Beteiligungen der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg der SAP SE mittels Restricted Stock Units und dem stark gestiegenen Aktienkurs der SAP SE auf 139,60 EUR (Schlusskurs zum 31.12.2023) zurückzuführen ist (96,36 EUR im Vorjahr⁵). Auf Grund der unter "Ertragslage" geschilderten Effekte, hat sich die Eigenkapitalquote durch den Jahresfehlbetrag von -840,11 TEUR von 49,10% auf 33,92% verschlechtert.

Die Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr leicht gestiegen auf 995,08 TEUR (977,85 TEUR im Vorjahr). Hier sind auf der einen Seite die sonstigen Verbindlichkeiten auf 483,38 TEUR (563,80 TEUR im Vorjahr) gesunken, was zum Großteil auf den Rückkauf bestehender Leasingverträge zurückzuführen ist. Auf der anderen Seite haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöht auf 511,70 TEUR (414,05 TEUR im Vorjahr), was durch höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen begründet ist.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen leicht auf 32,01 TEUR (22,62 TEUR im Vorjahr) und beinhalten Abgrenzungen der Umsätze, die aus den Software-as-a-Service-Verträgen der Gesellschaft stammen.

Gesamtaussage zu der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Insgesamt fällt die Einschätzung des Managements zum Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens positiv aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft in einem angespannten Marktumfeld die Wachstumsziele erreicht.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risiken

Personalwirtschaftliche Risiken

Die Entwicklung des Geschäftsbereichs Customer Experience (CX) (in dem die Gesellschaft im SAP-Konzern integriert wird) wird auch in Zukunft stark von der Gewinnung und Bindung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte abhängen. Es ist nicht auszuschließen, dass in verschiedenen Bereichen nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter vorhanden sein oder dass qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen werden.

Risiken aus mangelndem Betriebskontinuitätsmanagement

Als SaaS-Anbieter hängen Kundenzufriedenheit und Erfolg eines Unternehmens in hohem Maße von der Bereitstellung von Software an Kunden auf der Grundlage von Serviceversprechen ab. Leistungseinbußen können sich in Entschädigungszahlungen oder erhöhten Terminierungsentgelten und daraus resultierenden Umsatzeinbußen niederschlagen.

________________________________________________________________ 5 Statistisches Bundesamt. (22.03.2024). boerse.de. https://www.boerse.de/historische-kurse/SAP-Aktie/DE0007164600
Um die Verfügbarkeit der Emarsys Omni-Channel-Plattform sicherzustellen, erfolgt deren Betrieb und Weiterentwicklung nach branchenspezifischen und kennzahlgetriebenen Prozessen. Die Gesellschaft verfügt über ein Überwachungssystem und bewährte Notfallverfahren, die kontinuierlich verbessert werden. Ein Risikomanagementsystem für Anwendungen und Systeme ist außerdem im Einsatz. Ausgelagerte Dienste wie Rechenzentren werden in den Überwachungsprozess miteinbezogen. Darüber hinaus wurden entsprechende Service-Level-Agreements mit Server-Anbietern vereinbart.

Risiken aus mangelnder Innovationsfähigkeit oder versäumten Produktinnovationen

Der Markt für Marketing-Cloud-Software wird auch in Zukunft stark wachsen und noch wettbewerbsintensiver werden. Die Fähigkeit, intern vorangetriebene Innovationen und aktuelle Markttrends zeitnah umzusetzen, ist eine zwingende Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Neben der Innovations- und Umsetzungsfähigkeit ist auch das Erkennen und Analysieren von Trends und Innovationsmöglichkeiten entscheidend. Andernfalls könnte es zu einem Verlust von Marktanteilen und einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit kommen.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat das Unternehmen ein Produktmanagementteam aufgebaut, das die weitere Produktentwicklung, Vertrieb, Marketing und Kundenservice eng miteinander koordiniert. Dadurch wird sichergestellt, dass Markt- und Kundeninformationen zeitnah in die Produktentwicklung einfließen.

Ausfallrisiko

Unter Ausfallrisiko versteht man das Risiko, dass die Gegenpartei ihren Verpflichtungen gegenüber dem Unternehmen nicht nachkommen kann. Das Ausfallrisiko resultiert im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen der Gesellschaft, hauptsächlich gegen verbundene Unternehmen, halten das Ausfallrisiko für die Gesellschaft gering. Ein zudem stark diversifiziertes Kundenportfolio und aktives Forderungsmanagement innerhalb des Emarsys-Konzerns stellen sicher, dass die stark konzentrierte Häufung von Forderungsausfallrisiken ebenso geringgehalten wird.

Währungs- und Zinsrisiko

Unter Wechselkursrisiko versteht man das Risiko, dass sich die tatsächlichen und prognostizierten Ertrags- und Aufwandspositionen in Fremdwährungen aufgrund von Wechselkursschwankungen ändern, was sich negativ auf die finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens auswirkt. Das Zinsrisiko wiederum ist definiert als das Risiko von Zinsänderungen bei fällig werdenden Schulden aufgrund von Schwankungen der Referenzzinssätze, die sich negativ auf den Zinsaufwand auswirken können.

Der Emarsys-Konzern ist weltweit tätig und daher grundsätzlich einem Währungsrisiko ausgesetzt, das sich aus Einkaufs-, aber in erster Linie aus den Verkaufstransaktionen in Fremdwährungen ergibt. Für die Gesellschaft werden die meisten Transaktionen, einschließlich Verkäufe und Einkäufe, jedoch in Euro abgewickelt, weil sie den Großteil ihrer Einnahmen durch verbundene Unternehmen erwirtschaftet. Daher ist das Währungsrisiko für die Gesellschaft als gering einzustufen. Das Geschäft der Gesellschaft wird im Wesentlichen aus Eigenmitteln finanziert, weshalb auch das Zinsrisiko als sehr gering einzuschätzen ist.

Umsatzrisiko

Das Umsatzrisiko bezeichnet das Risiko einer negativen Abweichung des tatsächlichen Umsatzerlöses zur Unternehmensplanung. Umsatzrisiken können durch negative makroökonomische Entwicklungen, beispielsweise wirtschaftliche Rezession, sowie durch eine Verschlechterung der Wettbewerbsposition des Unternehmens entstehen. Emarsys begegnet diesem Risiko vor allem dadurch, dass es seine Kundenverträge als jährlich erneuerbare SaaS-Verträge gestaltet, die entsprechende wiederkehrende Einnahmen basierend auf der laufenden Nutzung des Kunden gewährleisten. Ein hoher Fokus liegt dabei auf der Kundenzufriedenheit, um die Kündigung von SaaS-Verträgen zu minimieren.

Insgesamt sind aus Sicht des Managements keine Risiken absehbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Sollten die bestehenden Risiken eintreten, könnte dies allenfalls Auswirkungen auf die Wachstumsrate des Unternehmens haben, nicht jedoch auf dessen Fortbestand, wie das anhaltende Wachstum in einem angespannten Marktumfeld im Berichtsjahr 2023 deutlich zeigt. Darüber hinaus steht die SAP SE als finanzstarker Mutterkonzern zur Seite, etwaige Risiken der Gesellschaft abzufedern.

Chancen

Die Emarsys-Plattform ist ein cloudbasiertes Omni-Channel-Customer-Engagement-System und ermöglicht es Kunden der Gesellschaft Prozesse verschiedener Online-Marketingkanäle (beispielsweise E-Mail, Push-Benachrichtigung, SMS, Website-Personalisierung, Produkt-Empfehlungen) in einer einzigen Plattform zu steuern und zu analysieren. Dabei fokussiert sich Emarsys vor allem auf den Wert von Kunden über ihren gesamten Lebenszyklus woraus sich in Verbindung mit dem SaaS-Geschäftsmodell der Gesellschaft nachhaltige Wachstumschancen im wachsenden Markt des Online-Handels ergeben.

Gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage sind Unternehmen darauf angewiesen, die Ausgaben für das Marketing zielgerichtet einzusetzen. Durch den Fokus auf Bestandskunden und deren Wertmaximierung ist die Gesellschaft mit Hilfe der Emarsys-Plattform ideal darauf vorbereitet, mit geringen Investitionen einen hohen Return-on-Investment zu generieren.

Die Emarsys-Plattform fokussiert sich auf einfache Nutzbarkeit der Plattform, um es speziell Marketingverantwortlichen einfach zu machen, komplexe Omni-Channel-Kundenansprache in ihren Unternehmen zu ermöglichen, wodurch sich besonders im Bereich der Neukundenakquise Chancen für den Ausbau des Marktanteils von Emarsys ergeben.

Prognose / Voraussichtliche Entwicklung

In einem Marktumfeld steigender Zinssätze, sind derzeit nur moderate Wachstumsraten im Geschäftsjahr 2024 von Kunden und somit der Steuerungsgröße Umsatzerlöse der Gesellschaft zu erwarten. Das Wachstum der Gesellschaft soll maßgeblich durch den Vertrieb von Emarsys-Produkten in neugewonnenen SAP-Vertriebskanälen und den stärkeren Fokus auf Kundenbindung sichergestellt werden.

Die derzeitige Planung geht davon aus, dass die rechtlichen Einheiten des Emarsys-Konzerns mit den lokalen Einheiten der SAP-Gruppe im Jahr 2025 rechtlich zusammengeführt werden. Auf operativer Ebene wurden beide Einheiten bereits aneinander angeglichen.

Gesamtaussage der Geschäftsführung der Gesellschaft

Insgesamt fällt die Einschätzung des Managements zum Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft unter den gegebenen Umständen positiv aus. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Wachstum erzielt werden und in diverse effizienzverbessernde Maßnahmen investiert werden, welche einen wichtigen Grundstein für die weitere Entwicklung in der Zukunft legt. In den Jahren 2024 und 2025 rechnet das Management damit, die Geschäftsentwicklung des vergangenen Geschäftsjahres fortsetzen und weiter ausbauen zu können.

Die Aussagen dieses Lageberichts über künftige Entwicklungen basieren auf Einschätzungen des Managements nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses. Diese Aussagen unterliegen naturgemäß einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten. Sollten daher eine der oben genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sollten die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen unzutreffend sein, können die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen hinsichtlich wahrscheinlicher Entwicklungen abweichen.

 

Berlin, 27. Juni 2024

gez. Bastian Hagmaier, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 410.158,60 552.315,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 183,91
II. Sachanlagen 410.158,60 552.131,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 410.158,60 552.131,50
B. Umlaufvermögen 4.972.847,25 4.872.812,50
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.624.212,35 4.374.668,59
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 348.634,90 498.143,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.326,42 7.743,98
Aktiva 5.387.332,27 5.432.871,89

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.827.256,22 2.667.367,09
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 352.160,00 352.160,00
III. Gewinnvortrag 2.290.207,09 1.982.598,89
IV. Jahresfehlbetrag 840.110,87 -307.608,20
B. Rückstellungen 2.532.924,89 1.765.036,36
C. Verbindlichkeiten 995.075,85 977.846,50
D. Rechnungsabgrenzungsposten 32.075,31 22.621,94
Passiva 5.387.332,27 5.432.871,89

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.960.064,72 13.905.147,19
2. Personalaufwand 13.090.875,31 11.029.486,17
a) Löhne und Gehälter 11.080.797,83 9.586.272,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.010.077,48 1.443.213,84
davon für Altersversorgung 429.866,19 7.204,35
3. Abschreibungen 197.686,72 262.739,86
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 197.686,72 262.739,86
davon außerplanmäßige Abschreibungen   12.227,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.669.197,93 2.238.930,27
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 292,13 172,91
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.557,09 10.997,05
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -170.392,74 59.373,92
7. Ergebnis nach Steuern -839.859,59 303.619,92
8. sonstige Steuern 251,28 -3.988,28
9. Jahresfehlbetrag 840.110,87 -307.608,20

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist unter der Nummer HRB 118447 beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) im Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis 263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. §§ 264 ff. HGB wurden beachtet.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbHGesetzes zu beachten.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Vorjahreszahlen wurden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vergleich in € angegeben.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB und dem Unterlassen von Angaben gem. § 286 (4) HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt worden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angewandt.

Aktiva

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt und werden planmäßig abgeschrieben.

Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu den fortgeführten Anschaffungskosten. Sie werden planmäßig abgeschrieben.

Es kommt ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Die angesetzte Nutzungsdauer der Gegenstände entspricht den in den steuerlichen Abschreibungstabellen enthaltenen Nutzungsdauern.

Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige Anlagegüter (bis 800 EUR) werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Das ausgewiesene Bankguthaben wird zum Nominalbetrag angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung.

Bei den Rückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträge eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, sind diese unter Berücksichtigung zu erwartender Kosten- und Preissteigerungen bewertet und unter Heranziehung des durchschnittlichen, von der Deutschen Bundesbank ermittelten, Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Der nach § 268 Abs. 5 HGB auszuweisende Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und der nach § 285 Nr. 1a HGB auszuweisende Betrag der Verbindlichkeiten über 5 Jahre wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit im Rahmen der Darstellung eines Verbindlichkeitenspiegels angegeben.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB unter Beachtung der in § 276 Satz 1 HGB vorgesehenen Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagespiegel zum 31.12.2023

Anlageposten
Anschaffungs-Herstellungskosten 1.1.23
Zugänge
Abgänge
Anschaffungs- Herstellungskosten
31.12.23





I. Immaterielle VG
 
 
 
 
       Entgeltlich erworbene        Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
                          6.620,00
                          -  
                          -  
                          6.620,00
II. Sachanlagen
 
 
 
 
     andere Anlagen, Betriebs- und                         Geschäftsausstattung
                      989.638,50
            193.370,87
          (299.542,49)
                      883.466,88
Anlageposten
Kum. Abschreibungen 1.1.23
Zugänge
Abgänge
Kum. Abschreibungen 31.12.23
Buchwert 31.12.23
Buchwert 31.12.22







I. Immaterielle VG
 
 
 
 
 
 
       Entgeltlich erworbene        Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
                      6.436,09
                183,91
 -
                     6.620,00
                      0.00
                      183,91
II. Sachanlagen
 
 
 
 
 
 
Betriebsausstattung
                  437.507,00
            197.502,81
          (161.049,68)
                 473.960,13
               410.158,60
                  552.131,50



Aktiva

Das Sachanlagevermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 410,16 T€ (552,13 T€ im Vorjahr). Insbesondere umfasst es Betriebsausstattung und Büroeinrichtungen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 3.602,81 T€ (Vorjahr: 4.372,77 T€) und beinhalten 3.484,18 T€ (Vorjahr: 4.323,80 T€) Forderungen gegen verbundene Unternehmen (davon 3.216,57 T€ (Vorjahr: 3.986,84 T€) Forderungen gegen Gesellschafter und 267,61 T€ (Vorjahr: 336,96 T€) Forderungen gegen Schwesterunternehmen). Sämtliche Forderungen haben genauso wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 1.021,41 T€ (1,90 T€ im Vorjahr) und beinhalten in voller Höhe Rückerstattungen aus der Gewerbesteuer- und Körperschaftssteuererklärung.

Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2023 348,63 T€. Die Höhe der liquiden Mittel wurde bestimmt durch Guthaben bei den Geschäftsbanken.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum Jahresende 4,33 T€ und beinhaltet Aufwendungen für 2024.

Passiva

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 1.827,26 T€ und setzt sich zusammen aus dem "gezeichneten Kapital", der "Kapitalrücklage", dem "Gewinnvortrag" und dem "Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag".

Das "gezeichnete Kapital" beinhaltet das durch die Gesellschafter eingebrachte Kapital in Form der Bargründung und Sachgründung. Es beträgt (unverändert) 25,00 T€.

In der Kapitalrücklage in Höhe von 352,16 T€ werden Zuführungen des Gesellschafters ausgewiesen.

Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember 2023 2.532,92 T€ und enthalten im Wesentlichen Beträge für Personalkosten in Höhe von 2.430,65 T€ (Vorjahr: 1.646,28 T€), Abschluss- und Prüfungskosten 36,00 T€ (Vorjahr: 45,00 T€).

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten mit folgenden Restlaufzeiten:



Davon mit einer Restlaufzeit in T€ (VJ)
Gesamt
Bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
Über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
511,70
(414,05)
511,70 (414,05)
0 (0)
0 (0)
 davon ggü. Lieferanten
18,06 (0,81)
18,06 (0,81)
0 (0)
0 (0)
 davon ggü. Gesellschaftern
445,32 (400,62)
445,32 (400,62)
0 (0)
0 (0)
 davon ggü. Verbundenen  Unternehmen
48,32 (12,62)
48,32 (12,62)
0 (0)
0 (0)
Sonstige Verbindlichkeiten
483,38 (563,80)
411,40 (402,73)
71,98 (107,89)
0 (53,18)
 davon aus  Steuern
385,76 (336,18)
385,76 (336,18)
0 (0)
0 (0)
 davon im  Rahmen der  sozialen  Sicherheit
9,91 (1,90)
9,91 (1,90)
0 (0)
0 (0)
Gesamt
995,08 (977,85)
923,10 (818,64)
71,98 (107,89)
0 (53,18)



Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum Jahresende 32,08 T€.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechseln und Scheckbürgschaften, Gewährleistungsverträgen, Bestellung von Grundschulden, Pfandrechten sowie sonstigen Sicherheiten.

Gewinn- und Verlustrechnung

Das Rohergebnis beträgt zum Jahresende 14.960,06 T€ (Vorjahr: 13.905,15 T€) und setzt sich im Wesentlichen wie folgt zusammen. Die Umsatzerlöse betragen 15.021,63 T€ (Vorjahr: 13.905,77 T€), was einem Anstieg von 8% zum Vorjahr entspricht und auf Umsätze mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gesunken auf 13,83 T€ (Vorjahr: 141,09 T€), was im Wesentlichen auf 100,45 T€ weniger Auflösungen aus Rückstellungen zurückzuführen ist. Die Fremdleistungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken auf 75,39 T€ (Vorjahr: 141,71 T€). Die Fremdleistungen stellen Lizenzkosten dar, welche vom Berliner Büro an die Wiener Muttergesellschaft gezahlt werden und mit den externen Umsatzerlösen korrelieren.

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 13.090,88 T€ (Vorjahr 11.029,49 T€), was einem Anstieg von 18,7% (+36,1% im Vorjahr) entspricht und ist im Vergleich zum Vorjahr um 2.061,39 T€ gestiegen, was sowohl auf inflations- und integrationsbedingte Gehaltsanpassungen, als auch einen im Vergleich zum Vorjahr erhöhten SAP-Aktienpreis zurückzuführen ist, an welchem Mitarbeiter über ein Aktienprogramm direkt beteiligt sind. Darüber hinaus wurde eine betriebliche Altersvorsorge eingeführt. Die Kosten betrugen in 2023 429,48 T€.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 2.669,20 T€ und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 430,27 T€ erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus 812,37 T€ Mietkosten (812,37 T€ im Vorjahr), 329,77 T€ Betriebskosten (354,21 T€ im Vorjahr), 143,98 T€ Reisekosten (99,4 T€ im Vorjahr), 493,97 T€ IT-Kosten (402,20 T€ im Vorjahr) sowie 386,14 T€ Forderungsverluste (36,95 T€ im Vorjahr) zusammen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen im Geschäftsjahr 12,56 T€ (Vorjahr 11,00 T€) und haben sich im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich verändert.

4. Sonstige Angaben

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Bastian Hagmaier, Master of Arts, geführt. Sein ausgeübter Beruf entspricht seiner organschaftlichen Stellung. Die Schutzklausel nach § 286 Absatz 4 HGB wird in Anspruch genommen.

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die SAP SE, Walldorf. Dieser Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Emarsys eMarketing Systems GmbH, Wien, Österreich. Dieser Konzernabschluss wird im Firmenbuch in Österreich veröffentlicht.

Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 39 T€ und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form eines Mietverhältnisses für Büroräumlichkeiten mit einer Jahresmiete von 812,37 T€ und einer Laufzeit bis 2030. Die Gesamtverbindlichkeit des Mietverhältnisses bis 2030 beträgt 5.889,68 T€.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 121 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Mitarbeiter teilen sich zum Jahresende in folgende Bereiche auf:

Services
70
Revenue
32
R&D
1
Marketing
10
Internal Services
8
Summe
121



Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresfehlbetrag von -840.110,87 € ab.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nach dem Bilanzstichtag sind in der Gesellschaft keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vorgefallen.

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, den 27.06.2024

gez. Bastian Hagmaier, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die emarsys interactive services GmbH, Berlin
PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der emarsys interactive services GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der emarsys interactive services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN
JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES
JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 2. Juli 2024


BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Freiberg, Wirtschaftsprüfer

gez. Klinke, Wirtschaftsprüfer

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