emarsys
interactive services GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum
31.12.2023
Geschäft und Rahmenbedingungen
Geschäftstätigkeit
Emarsys interactive services GmbH (nachfolgend auch
die "Gesellschaft") entwickelt und vertreibt Marketing-
Software für Geschäftskunden. Die Software wird
als SaaS (Software-as-a-Service) vertrieben. Daneben bietet
die Gesellschaft auch Training und Consulting für die
eigene Software an.
In Deutschland am Standort Berlin ansässig sind
Service-, Vertriebs-, Entwicklungs- und
Marketingfunktionen.
Konzernstruktur und Steuerungssystem
Die Gesellschaft wurde 2009 in Berlin, Deutschland,
gegründet und ist eine Tochtergesellschaft der EMARSYS
eMarketing Systems GmbH mit Sitz in Wien, Österreich.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird nach HGB
aufgestellt.
Rechtliche Informationen
Emarsys interactive services GmbH ist eine
Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem
Recht. Sitz der Gesellschaft ist Willi-Schwabe-Straße
1, 12489 Berlin, eingetragen im Handelsregister des
Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 118447. Das
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Wirtschaftsbericht
Marktentwicklung
Laut einer Stellungnahme des Bundesministeriums
für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mehren sich die
Anzeichen, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren
Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht¹. Die
mittelfristigen Perspektiven für das
Wirtschaftswachstum stellen sich schwächer dar und
sind auf so niedrigem Niveau wie seit Jahrzehnten nicht
mehr. Nach einem guten Start ins Jahr 2023 gab die
Konjunktur im Laufe des Sommers deutlich nach. Dies war vor
allem auf die schwache Industrieproduktion und den starken
Zinsanstieg in den meisten Regionen der Welt
zurückzuführen. Ein weiterer dämpfender
Faktor war die verhaltene Entwicklung in China. Das globale
reale BIP lag immerhin nach +3,5% in 2022, bei +3,2 % in
2023².
Das Bruttoinlandsprodukt sank in Deutschland im
Jahresvergleich preisbereinigt um -0,3 % (+1,9 % in
2022)³. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex zum
Dezember 2023 stieg in Deutschland auf 3,8 % im Vergleich
zu 9,6 % im Dezember 2022⁴.
Im Online-Handel sank der Umsatz mit Waren in
Deutschland im Jahr 2023 auf 79,7 Mrd. EUR um -11,8 %
(Vorjahr 90,4 Mrd EUR und -8,7%). Hier konnte die
Gesellschaft mit ihren Produkten Unternehmenskunden dabei
unterstützen, Umsätze durch den effizienten
Einsatz der Marketingbudgets anzukurbeln.
Geschäftsverlauf
Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten in
der Kernregion Deutschland, machten das Umfeld schwierig.
Die Gesellschaft konnte trotz insgesamt schwieriger
Umstände die Umsatzziele für das Jahr 2023
erreichen und ist weitergewachsen. Der realisierte Umsatz
im Berichtsjahr 2023 betrug 15.022 TEUR. Zwar verlangsamte
sich das Wachstumstempo, aber war es mit +8 % (+14,9% in
2022) Wachstum gegenüber dem Vorjahr immer noch
beachtlich.
___________________________________________________ 1
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (28.
November 2023). bmwk.de. Von
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html
2 IMF. (17. November 2023). de.statista.com. Von
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/
abgerufen 3 Statistisches Bundesamt. (15. Januar 2024). Von
destatis.de:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
4 Statistisches Bundesamt. (17. November 2023).
destatis.de. Von
https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/Tabellen/Harmonisierter-
Verbraucherpreisindex.html#242142 abgerufen
Forschung und Entwicklung
Die Muttergesellschaft EMARSYS eMarketing Systems
GmbH investiert stetig in die Entwicklung der bestehenden
Produkte. Forschungs- und Entwicklungsleistungen werden
dabei maßgeblich von der Muttergesellschaft gesteuert
und von der Gesellschaft übernommen. Ein Schwerpunkt
lag im Jahr 2023 auf dem Ausbau der Partner- Integrationen,
der Modernisierung der Cloud-Infrastruktur für
zukünftiges Wachstum, der Verwendung von AI in
möglichst vielen Kernbereichen der Plattform, sowie
der kontinuierliche Weiterentwicklung der Emarsys Omni-
Channel-Plattform.
Mitarbeiterentwicklung
Die Gesellschaft beschäftigte zum Jahresende
2023 121 Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt waren es 121
Mitarbeiter exkl. Werkstudenten und Praktikanten und
Geschäftsführer.
Die Mitarbeiter teilen sich zum Jahresende in
folgende Bereiche auf:
Services
|
70
|
Revenue
|
32
|
R&D
|
1
|
Marketing
|
10
|
Internal Services
|
8
|
Summe
|
121
|
Im Gegensatz zum Vorjahr verringerte sich die
Mitarbeiteranzahl zum Jahresende auf Grund des anhaltenden
Fachkräftemangels und anhaltender
Mitarbeiterfluktuation um 3 Mitarbeiter (ohne Werkstudenten
und Praktikanten und Geschäftsführer) auf
insgesamt 121 Mitarbeiter.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die Gesellschaft konzentrierte sich im
Geschäftsjahr 2023 darauf, mit der schwierigen
Marktlage - speziell auch für unsere Kunden -
umzugehen. Dies beinhaltete Insolvenzen und
Geschäftsaufgaben. Gleichzeitig investierte die
Gesellschaft in den Ausbau des
Bestandskundengeschäfts, sowie in den Ausbau unseres
Partnernetzwerks. Den bedeutsamsten finanziellen
Leistungsindikator der Gesellschaft stellen die
Umsatzerlöse dar.
Ertragslage
Die Ertragslage der Gesellschaft war mit einem
Jahresfehlbetrag von 840.110,87 EUR sehr durchwachsen (+308
TEUR Jahresüberschuss in 2022). Die Gründe lagen
unter anderem in der Übernahme der Corporate-Benefits
der Muttergesellschaft SAP SE (Restricted Stock Units der
SAP SE, starker Anstieg im Aktienkurs der SAP SE,
Einführung einer beruflichen Altersvorsorge) und
generellen Gehaltsanpassungen, um die hohe Inflation der
Vorjahre auszugleichen. Die Personalkosten stiegen im
zweiten Jahr in Folge überproportional zum Umsatz um
+18,4% (+31,3% im Vorjahr). Des Weiteren wirkte sich in den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 386 TEUR (Vorjahr
37 TEUR) negativ eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte
Wertberichtigung auf Forderungen aus.
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023
Umsatzerlöse in Höhe von 15.022 TEUR. Die
Gesellschaft hat die Prognose des moderaten Wachstums der
Umsatzerlöse erreicht. Das Umsatzwachstum ist vor
allem begründet durch den Abschluss von
Neuverträgen und Vertragsverlängerungen in
verbundenen Unternehmen an deren Wachstum die Gesellschaft
über Verrechnungspreise beteiligt ist. Das starke
Umsatzwachstum der Vorjahre in verbundenen Unternehmen an
deren Umsatz Emarsys Berlin direkt beteiligt ist, konnte
aus Gründen von Verschiebungen interner
Verrechnungspreise nicht angeknüpft werden. Auch die
interne Verrechnung von Dienstleistungen der Gesellschaft
an verbundene Unternehmen erhöhten den Umsatz
zusätzlich. Die Umsatzerlöse teilen sich wie
folgt auf:
|
2023
|
|
|
TEUR
|
%¹
|
Externe Umsätze
|
225,27
|
2
|
Umsätze mit
verbundenen Unternehmen
|
14.567,78
|
97
|
Sonstige Umsätze
|
200,58
|
1
|
Summe
|
15.021,63
|
100
|
1 Bezugsgröße ist der Gesamtumsatz
Finanzlage
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt
unverändert zentral. Das zentrale
Liquiditätsmanagement ermöglicht die Steuerung
von Liquiditätsrisiken im Emarsys-Konzern. Der
Kassenbestand ist auf 348.63 TEUR gesunken (498,14 TEUR im
Vorjahr), was auf internes Forderungsmanagement
zurückzuführen ist. Es liegt keine
Fremdfinanzierung vor.
Nach der vollständigen Übernahme des
Emarsys-Konzerns durch die SAP SE im Oktober 2020, besteht
aufgrund der Finanzkraft der SAP SE und der besonderen
Bedeutung der Emarsys-Produkte für die SAP-Strategie
kein unmittelbares Liquiditäts- oder
Finanzierungsrisiko.
Vermögenslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft war wie auch
in den Vorjahren geprägt durch hohe Forderungen gegen
verbundene Unternehmen, welche in 2023 jedoch um -20,32%
auf 3.484,18 TEUR zurückgegangen sind (4.323,80 TEUR
im Vorjahr). Gleichzeitig haben sich Sonstige
Vermögensgegenstände auf Grund hoher
Steuervorauszahlungen für 2023, die aufgrund des
Jahresfehlbetrags vom Finanzamt zurückerstattet werden
sowie dem Verlustvortrag aus der Steuerberechnung auf
1.021,41 TEUR erhöht (1,90 TEUR im Vorjahr).
Auf der Passivseite erhöhten sich die
Rückstellungen um +767,89 TEUR (+904,41 TEUR im
Vorjahr), was im Wesentlichen aufgrund von erhöhten
Personalaufwandsrückstellungen, die insbesondere auf
die Beteiligungen der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg der
SAP SE mittels Restricted Stock Units und dem stark
gestiegenen Aktienkurs der SAP SE auf 139,60 EUR
(Schlusskurs zum 31.12.2023) zurückzuführen ist
(96,36 EUR im Vorjahr⁵). Auf Grund der unter
"Ertragslage" geschilderten Effekte, hat sich die
Eigenkapitalquote durch den Jahresfehlbetrag von -840,11
TEUR von 49,10% auf 33,92% verschlechtert.
Die Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr
leicht gestiegen auf 995,08 TEUR (977,85 TEUR im Vorjahr).
Hier sind auf der einen Seite die sonstigen
Verbindlichkeiten auf 483,38 TEUR (563,80 TEUR im Vorjahr)
gesunken, was zum Großteil auf den Rückkauf
bestehender Leasingverträge zurückzuführen
ist. Auf der anderen Seite haben sich die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen erhöht auf 511,70 TEUR
(414,05 TEUR im Vorjahr), was durch höhere
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
begründet ist.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten stiegen
leicht auf 32,01 TEUR (22,62 TEUR im Vorjahr) und
beinhalten Abgrenzungen der Umsätze, die aus den
Software-as-a-Service-Verträgen der Gesellschaft
stammen.
Gesamtaussage zu der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage
Insgesamt fällt die Einschätzung des
Managements zum Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und
zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens positiv aus. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft in
einem angespannten Marktumfeld die Wachstumsziele erreicht.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Risiken
Personalwirtschaftliche Risiken
Die Entwicklung des Geschäftsbereichs Customer
Experience (CX) (in dem die Gesellschaft im SAP-Konzern
integriert wird) wird auch in Zukunft stark von der
Gewinnung und Bindung hochqualifizierter Fach- und
Führungskräfte abhängen. Es ist nicht
auszuschließen, dass in verschiedenen Bereichen nicht
genügend qualifizierte Mitarbeiter vorhanden sein oder
dass qualifizierte Mitarbeiter das Unternehmen verlassen
werden.
Risiken aus mangelndem
Betriebskontinuitätsmanagement
Als SaaS-Anbieter hängen Kundenzufriedenheit und
Erfolg eines Unternehmens in hohem Maße von der
Bereitstellung von Software an Kunden auf der Grundlage von
Serviceversprechen ab. Leistungseinbußen können
sich in Entschädigungszahlungen oder erhöhten
Terminierungsentgelten und daraus resultierenden
Umsatzeinbußen niederschlagen.
________________________________________________________________
5 Statistisches Bundesamt. (22.03.2024). boerse.de.
https://www.boerse.de/historische-kurse/SAP-Aktie/DE0007164600
Um die Verfügbarkeit der Emarsys
Omni-Channel-Plattform sicherzustellen, erfolgt deren
Betrieb und Weiterentwicklung nach branchenspezifischen und
kennzahlgetriebenen Prozessen. Die Gesellschaft
verfügt über ein Überwachungssystem und
bewährte Notfallverfahren, die kontinuierlich
verbessert werden. Ein Risikomanagementsystem für
Anwendungen und Systeme ist außerdem im Einsatz.
Ausgelagerte Dienste wie Rechenzentren werden in den
Überwachungsprozess miteinbezogen. Darüber hinaus
wurden entsprechende Service-Level-Agreements mit
Server-Anbietern vereinbart.
Risiken aus mangelnder Innovationsfähigkeit oder
versäumten Produktinnovationen
Der Markt für Marketing-Cloud-Software wird auch
in Zukunft stark wachsen und noch wettbewerbsintensiver
werden. Die Fähigkeit, intern vorangetriebene
Innovationen und aktuelle Markttrends zeitnah umzusetzen,
ist eine zwingende Voraussetzung für nachhaltigen
Erfolg. Neben der Innovations- und Umsetzungsfähigkeit
ist auch das Erkennen und Analysieren von Trends und
Innovationsmöglichkeiten entscheidend. Andernfalls
könnte es zu einem Verlust von Marktanteilen und einer
verminderten Wettbewerbsfähigkeit kommen.
Um diesem Risiko entgegenzuwirken, hat das
Unternehmen ein Produktmanagementteam aufgebaut, das die
weitere Produktentwicklung, Vertrieb, Marketing und
Kundenservice eng miteinander koordiniert. Dadurch wird
sichergestellt, dass Markt- und Kundeninformationen zeitnah
in die Produktentwicklung einfließen.
Ausfallrisiko
Unter Ausfallrisiko versteht man das Risiko, dass die
Gegenpartei ihren Verpflichtungen gegenüber dem
Unternehmen nicht nachkommen kann. Das Ausfallrisiko
resultiert im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen. Die Forderungen der Gesellschaft,
hauptsächlich gegen verbundene Unternehmen, halten das
Ausfallrisiko für die Gesellschaft gering. Ein zudem
stark diversifiziertes Kundenportfolio und aktives
Forderungsmanagement innerhalb des Emarsys-Konzerns stellen
sicher, dass die stark konzentrierte Häufung von
Forderungsausfallrisiken ebenso geringgehalten wird.
Währungs- und Zinsrisiko
Unter Wechselkursrisiko versteht man das Risiko, dass
sich die tatsächlichen und prognostizierten Ertrags-
und Aufwandspositionen in Fremdwährungen aufgrund von
Wechselkursschwankungen ändern, was sich negativ auf
die finanzielle Leistungsfähigkeit eines Unternehmens
auswirkt. Das Zinsrisiko wiederum ist definiert als das
Risiko von Zinsänderungen bei fällig werdenden
Schulden aufgrund von Schwankungen der
Referenzzinssätze, die sich negativ auf den
Zinsaufwand auswirken können.
Der Emarsys-Konzern ist weltweit tätig und daher
grundsätzlich einem Währungsrisiko ausgesetzt,
das sich aus Einkaufs-, aber in erster Linie aus den
Verkaufstransaktionen in Fremdwährungen ergibt.
Für die Gesellschaft werden die meisten Transaktionen,
einschließlich Verkäufe und Einkäufe,
jedoch in Euro abgewickelt, weil sie den Großteil
ihrer Einnahmen durch verbundene Unternehmen
erwirtschaftet. Daher ist das Währungsrisiko für
die Gesellschaft als gering einzustufen. Das Geschäft
der Gesellschaft wird im Wesentlichen aus Eigenmitteln
finanziert, weshalb auch das Zinsrisiko als sehr gering
einzuschätzen ist.
Umsatzrisiko
Das Umsatzrisiko bezeichnet das Risiko einer
negativen Abweichung des tatsächlichen
Umsatzerlöses zur Unternehmensplanung. Umsatzrisiken
können durch negative makroökonomische
Entwicklungen, beispielsweise wirtschaftliche Rezession,
sowie durch eine Verschlechterung der Wettbewerbsposition
des Unternehmens entstehen. Emarsys begegnet diesem Risiko
vor allem dadurch, dass es seine Kundenverträge als
jährlich erneuerbare SaaS-Verträge gestaltet, die
entsprechende wiederkehrende Einnahmen basierend auf der
laufenden Nutzung des Kunden gewährleisten. Ein hoher
Fokus liegt dabei auf der Kundenzufriedenheit, um die
Kündigung von SaaS-Verträgen zu minimieren.
Insgesamt sind aus Sicht des Managements keine
Risiken absehbar, die den Fortbestand des Unternehmens
gefährden könnten. Sollten die bestehenden
Risiken eintreten, könnte dies allenfalls Auswirkungen
auf die Wachstumsrate des Unternehmens haben, nicht jedoch
auf dessen Fortbestand, wie das anhaltende Wachstum in
einem angespannten Marktumfeld im Berichtsjahr 2023
deutlich zeigt. Darüber hinaus steht die SAP SE als
finanzstarker Mutterkonzern zur Seite, etwaige Risiken der
Gesellschaft abzufedern.
Chancen
Die Emarsys-Plattform ist ein cloudbasiertes
Omni-Channel-Customer-Engagement-System und ermöglicht
es Kunden der Gesellschaft Prozesse verschiedener
Online-Marketingkanäle (beispielsweise E-Mail,
Push-Benachrichtigung, SMS, Website-Personalisierung,
Produkt-Empfehlungen) in einer einzigen Plattform zu
steuern und zu analysieren. Dabei fokussiert sich Emarsys
vor allem auf den Wert von Kunden über ihren gesamten
Lebenszyklus woraus sich in Verbindung mit dem
SaaS-Geschäftsmodell der Gesellschaft nachhaltige
Wachstumschancen im wachsenden Markt des Online-Handels
ergeben.
Gerade in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage
sind Unternehmen darauf angewiesen, die Ausgaben für
das Marketing zielgerichtet einzusetzen. Durch den Fokus
auf Bestandskunden und deren Wertmaximierung ist die
Gesellschaft mit Hilfe der Emarsys-Plattform ideal darauf
vorbereitet, mit geringen Investitionen einen hohen
Return-on-Investment zu generieren.
Die Emarsys-Plattform fokussiert sich auf einfache
Nutzbarkeit der Plattform, um es speziell
Marketingverantwortlichen einfach zu machen, komplexe
Omni-Channel-Kundenansprache in ihren Unternehmen zu
ermöglichen, wodurch sich besonders im Bereich der
Neukundenakquise Chancen für den Ausbau des
Marktanteils von Emarsys ergeben.
Prognose / Voraussichtliche Entwicklung
In einem Marktumfeld steigender Zinssätze, sind
derzeit nur moderate Wachstumsraten im Geschäftsjahr
2024 von Kunden und somit der Steuerungsgröße
Umsatzerlöse der Gesellschaft zu erwarten. Das
Wachstum der Gesellschaft soll maßgeblich durch den
Vertrieb von Emarsys-Produkten in neugewonnenen
SAP-Vertriebskanälen und den stärkeren Fokus auf
Kundenbindung sichergestellt werden.
Die derzeitige Planung geht davon aus, dass die
rechtlichen Einheiten des Emarsys-Konzerns mit den lokalen
Einheiten der SAP-Gruppe im Jahr 2025 rechtlich
zusammengeführt werden. Auf operativer Ebene wurden
beide Einheiten bereits aneinander angeglichen.
Gesamtaussage der Geschäftsführung der
Gesellschaft
Insgesamt fällt die Einschätzung des
Managements zum Verlauf des Geschäftsjahres 2023 und
zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft unter den
gegebenen Umständen positiv aus. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr konnte Wachstum erzielt werden und in
diverse effizienzverbessernde Maßnahmen investiert
werden, welche einen wichtigen Grundstein für die
weitere Entwicklung in der Zukunft legt. In den Jahren 2024
und 2025 rechnet das Management damit, die
Geschäftsentwicklung des vergangenen
Geschäftsjahres fortsetzen und weiter ausbauen zu
können.
Die Aussagen dieses Lageberichts über
künftige Entwicklungen basieren auf
Einschätzungen des Managements nach bestem Wissen und
Gewissen zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Jahresabschlusses. Diese Aussagen unterliegen
naturgemäß einer Reihe von Risiken und
Unsicherheiten. Sollten daher eine der oben genannten oder
andere Unsicherheiten eintreten oder sollten die den
Aussagen zugrunde liegenden Annahmen unzutreffend sein,
können die tatsächlichen Ergebnisse von den
Erwartungen hinsichtlich wahrscheinlicher Entwicklungen
abweichen.
Berlin, 27. Juni 2024
gez.
Bastian Hagmaier, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
410.158,60 |
552.315,41 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
0,00 |
183,91 |
| II.
Sachanlagen |
410.158,60 |
552.131,50 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
410.158,60 |
552.131,50 |
| B.
Umlaufvermögen |
4.972.847,25 |
4.872.812,50 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
4.624.212,35 |
4.374.668,59 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
348.634,90 |
498.143,91 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
4.326,42 |
7.743,98 |
| Aktiva |
5.387.332,27 |
5.432.871,89 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.827.256,22 |
2.667.367,09 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
352.160,00 |
352.160,00 |
| III.
Gewinnvortrag |
2.290.207,09 |
1.982.598,89 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
840.110,87 |
-307.608,20 |
| B.
Rückstellungen |
2.532.924,89 |
1.765.036,36 |
| C.
Verbindlichkeiten |
995.075,85 |
977.846,50 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
32.075,31 |
22.621,94 |
| Passiva |
5.387.332,27 |
5.432.871,89 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
14.960.064,72 |
13.905.147,19 |
| 2.
Personalaufwand |
13.090.875,31 |
11.029.486,17 |
| a)
Löhne und Gehälter |
11.080.797,83 |
9.586.272,33 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
2.010.077,48 |
1.443.213,84 |
| davon
für Altersversorgung |
429.866,19 |
7.204,35 |
| 3.
Abschreibungen |
197.686,72 |
262.739,86 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
197.686,72 |
262.739,86 |
| davon
außerplanmäßige Abschreibungen |
|
12.227,00 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.669.197,93 |
2.238.930,27 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
292,13 |
172,91 |
| 5.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
12.557,09 |
10.997,05 |
| 6.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-170.392,74 |
59.373,92 |
| 7.
Ergebnis nach Steuern |
-839.859,59 |
303.619,92 |
| 8.
sonstige Steuern |
251,28 |
-3.988,28 |
| 9.
Jahresfehlbetrag |
840.110,87 |
-307.608,20 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
1. Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist
unter der Nummer HRB 118447 beim Amtsgericht Berlin
(Charlottenburg) im Handelsregister eingetragen.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf
der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuchs aufgestellt.
Die allgemeinen Vorschriften der §§ 238 bis
263 HGB für alle Kaufleute sowie die ergänzenden
Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem.
§§ 264 ff. HGB wurden beachtet.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des GmbHGesetzes zu beachten.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275
HGB.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Die Vorjahreszahlen wurden in der Bilanz und der
Gewinn- und Verlustrechnung zum Vergleich in €
angegeben.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den
größenabhängigen Erleichterungen der
§§ 276 und 288 HGB und dem Unterlassen von
Angaben gem. § 286 (4) HGB wurde teilweise Gebrauch
gemacht.
Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung
aufgestellt worden.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden
gegenüber dem Vorjahr beibehalten.
Die geltenden handelsrechtlichen
Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
angewandt.
Aktiva
Die entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände sind zu fortgeführten
Anschaffungskosten angesetzt und werden
planmäßig abgeschrieben.
Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu den
fortgeführten Anschaffungskosten. Sie werden
planmäßig abgeschrieben.
Es kommt ausschließlich die lineare
Abschreibungsmethode zur Anwendung.
Die angesetzte Nutzungsdauer der Gegenstände
entspricht den in den steuerlichen Abschreibungstabellen
enthaltenen Nutzungsdauern.
Im Geschäftsjahr angeschaffte geringwertige
Anlagegüter (bis 800 EUR) werden im Jahr der
Anschaffung voll abgeschrieben.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit
dem Nennwert angesetzt.
Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften
Forderungen werden durch entsprechende
Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände werden
mit dem Nennwert angesetzt.
Das ausgewiesene Bankguthaben wird zum Nominalbetrag
angesetzt.
Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die
Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem
Bilanzstichtag darstellen.
Passiva
Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital
laut Gesellschaftsvertrag sowie der
Handelsregistereintragung.
Bei den Rückstellungen sind alle ungewissen
Verbindlichkeiten und sonstigen erkennbaren Risiken
berücksichtigt.
Die Rückstellungen sind mit dem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Soweit die in den sonstigen Rückstellungen
enthaltenen Beträge eine Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr haben, sind diese unter Berücksichtigung zu
erwartender Kosten- und Preissteigerungen bewertet und
unter Heranziehung des durchschnittlichen, von der
Deutschen Bundesbank ermittelten, Marktzinssatzes der
letzten sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB
auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Der nach § 268 Abs. 5 HGB auszuweisende Betrag
der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem
Jahr und der nach § 285 Nr. 1a HGB auszuweisende
Betrag der Verbindlichkeiten über 5 Jahre wurde aus
Gründen der Übersichtlichkeit im Rahmen der
Darstellung eines Verbindlichkeitenspiegels angegeben.
Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden
Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die
Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem
Bilanzstichtag darstellen.
Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung
erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß
§ 275 Abs. 2 HGB unter Beachtung der in § 276
Satz 1 HGB vorgesehenen Aufstellungserleichterungen
für mittelgroße Kapitalgesellschaften.
3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung
Anlagespiegel zum 31.12.2023
Anlageposten
|
Anschaffungs-Herstellungskosten 1.1.23
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Anschaffungs-
Herstellungskosten
31.12.23
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I. Immaterielle VG
|
|
|
|
|
Entgeltlich
erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
|
6.620,00
|
-
|
-
|
6.620,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
andere Anlagen, Betriebs-
und
Geschäftsausstattung
|
989.638,50
|
193.370,87
|
(299.542,49)
|
883.466,88
|
Anlageposten
|
Kum. Abschreibungen
1.1.23
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Kum. Abschreibungen
31.12.23
|
Buchwert 31.12.23
|
Buchwert 31.12.22
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
€
|
I. Immaterielle VG
|
|
|
|
|
|
|
Entgeltlich
erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
|
6.436,09
|
183,91
|
-
|
6.620,00
|
0.00
|
183,91
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Betriebsausstattung
|
437.507,00
|
197.502,81
|
(161.049,68)
|
473.960,13
|
410.158,60
|
552.131,50
|
Aktiva
Das Sachanlagevermögen beträgt zum 31.
Dezember 2023 410,16 T€ (552,13 T€ im Vorjahr).
Insbesondere umfasst es Betriebsausstattung und
Büroeinrichtungen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
betragen 3.602,81 T€ (Vorjahr: 4.372,77 T€) und
beinhalten 3.484,18 T€ (Vorjahr: 4.323,80 T€)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (davon 3.216,57
T€ (Vorjahr: 3.986,84 T€) Forderungen gegen
Gesellschafter und 267,61 T€ (Vorjahr: 336,96 T€)
Forderungen gegen Schwesterunternehmen). Sämtliche
Forderungen haben genauso wie im Vorjahr eine Restlaufzeit
von weniger als einem Jahr. Die sonstigen
Vermögensgegenstände betragen 1.021,41 T€
(1,90 T€ im Vorjahr) und beinhalten in voller
Höhe Rückerstattungen aus der Gewerbesteuer- und
Körperschaftssteuererklärung.
Die liquiden Mittel betragen zum 31. Dezember 2023
348,63 T€. Die Höhe der liquiden Mittel wurde
bestimmt durch Guthaben bei den Geschäftsbanken.
Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum
Jahresende 4,33 T€ und beinhaltet Aufwendungen
für 2024.
Passiva
Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum
31. Dezember 2023 1.827,26 T€ und setzt sich zusammen
aus dem "gezeichneten Kapital", der "Kapitalrücklage",
dem "Gewinnvortrag" und dem "Jahresüberschuss /
Jahresfehlbetrag".
Das "gezeichnete Kapital" beinhaltet das durch die
Gesellschafter eingebrachte Kapital in Form der
Bargründung und Sachgründung. Es beträgt
(unverändert) 25,00 T€.
In der Kapitalrücklage in Höhe von 352,16
T€ werden Zuführungen des Gesellschafters
ausgewiesen.
Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde
vollständig auf neue Rechnung vorgetragen.
Die Rückstellungen betragen zum 31. Dezember
2023 2.532,92 T€ und enthalten im Wesentlichen
Beträge für Personalkosten in Höhe von
2.430,65 T€ (Vorjahr: 1.646,28 T€), Abschluss-
und Prüfungskosten 36,00 T€ (Vorjahr: 45,00
T€).
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten mit
folgenden Restlaufzeiten:
|
|
Davon mit
einer Restlaufzeit in T€ (VJ)
|
|
Gesamt
|
Bis 1 Jahr
|
1 bis 5 Jahre
|
Über 5 Jahre
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
|
511,70
(414,05)
|
511,70 (414,05)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
davon ggü.
Lieferanten
|
18,06 (0,81)
|
18,06 (0,81)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
davon ggü.
Gesellschaftern
|
445,32 (400,62)
|
445,32 (400,62)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
davon ggü.
Verbundenen Unternehmen
|
48,32 (12,62)
|
48,32 (12,62)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
Sonstige
Verbindlichkeiten
|
483,38 (563,80)
|
411,40 (402,73)
|
71,98 (107,89)
|
0 (53,18)
|
davon
aus Steuern
|
385,76 (336,18)
|
385,76 (336,18)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
davon
im Rahmen der
sozialen Sicherheit
|
9,91 (1,90)
|
9,91 (1,90)
|
0 (0)
|
0 (0)
|
Gesamt
|
995,08 (977,85)
|
923,10 (818,64)
|
71,98 (107,89)
|
0 (53,18)
|
Der Rechnungsabgrenzungsposten beträgt zum
Jahresende 32,08 T€.
Haftungsverhältnisse
Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten aus
Bürgschaften, Wechseln und Scheckbürgschaften,
Gewährleistungsverträgen, Bestellung von
Grundschulden, Pfandrechten sowie sonstigen Sicherheiten.
Gewinn- und Verlustrechnung
Das Rohergebnis beträgt zum Jahresende 14.960,06
T€ (Vorjahr: 13.905,15 T€) und setzt sich im
Wesentlichen wie folgt zusammen. Die Umsatzerlöse
betragen 15.021,63 T€ (Vorjahr: 13.905,77 T€),
was einem Anstieg von 8% zum Vorjahr entspricht und auf
Umsätze mit verbundenen Unternehmen
zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen
Erträge sind gesunken auf 13,83 T€ (Vorjahr:
141,09 T€), was im Wesentlichen auf 100,45 T€
weniger Auflösungen aus Rückstellungen
zurückzuführen ist. Die Fremdleistungen sind im
Vergleich zum Vorjahr gesunken auf 75,39 T€ (Vorjahr:
141,71 T€). Die Fremdleistungen stellen Lizenzkosten
dar, welche vom Berliner Büro an die Wiener
Muttergesellschaft gezahlt werden und mit den externen
Umsatzerlösen korrelieren.
Der Personalaufwand beträgt im
Geschäftsjahr 13.090,88 T€ (Vorjahr 11.029,49
T€), was einem Anstieg von 18,7% (+36,1% im Vorjahr)
entspricht und ist im Vergleich zum Vorjahr um 2.061,39
T€ gestiegen, was sowohl auf inflations- und
integrationsbedingte Gehaltsanpassungen, als auch einen im
Vergleich zum Vorjahr erhöhten SAP-Aktienpreis
zurückzuführen ist, an welchem Mitarbeiter
über ein Aktienprogramm direkt beteiligt sind.
Darüber hinaus wurde eine betriebliche Altersvorsorge
eingeführt. Die Kosten betrugen in 2023 429,48
T€.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen
2.669,20 T€ und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um
430,27 T€ erhöht. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus 812,37 T€
Mietkosten (812,37 T€ im Vorjahr), 329,77 T€
Betriebskosten (354,21 T€ im Vorjahr), 143,98 T€
Reisekosten (99,4 T€ im Vorjahr), 493,97 T€
IT-Kosten (402,20 T€ im Vorjahr) sowie 386,14 T€
Forderungsverluste (36,95 T€ im Vorjahr) zusammen.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betragen im
Geschäftsjahr 12,56 T€ (Vorjahr 11,00 T€)
und haben sich im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich
verändert.
4. Sonstige Angaben
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn
Bastian Hagmaier, Master of Arts, geführt. Sein
ausgeübter Beruf entspricht seiner organschaftlichen
Stellung. Die Schutzklausel nach § 286 Absatz 4 HGB
wird in Anspruch genommen.
Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den
Konzernabschluss für den größten Kreis von
Unternehmen aufstellt, ist die SAP SE, Walldorf. Dieser
Konzernabschluss wird im Unternehmensregister
veröffentlicht.
Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den
Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von
Unternehmen aufstellt, ist die Emarsys eMarketing Systems
GmbH, Wien, Österreich. Dieser Konzernabschluss wird
im Firmenbuch in Österreich veröffentlicht.
Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt 39
T€ und beinhaltet ausschließlich
Abschlussprüfungsleistungen.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in
Form eines Mietverhältnisses für
Büroräumlichkeiten mit einer Jahresmiete von
812,37 T€ und einer Laufzeit bis 2030. Die
Gesamtverbindlichkeit des Mietverhältnisses bis 2030
beträgt 5.889,68 T€.
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 121
Arbeitnehmer beschäftigt. Die Mitarbeiter teilen sich
zum Jahresende in folgende Bereiche auf:
Services
|
70
|
Revenue
|
32
|
R&D
|
1
|
Marketing
|
10
|
Internal Services
|
8
|
Summe
|
121
|
Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem
Jahresfehlbetrag von -840.110,87 € ab.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Nach dem Bilanzstichtag sind in der Gesellschaft
keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vorgefallen.
sonstige Berichtsbestandteile
Unterschrift der Geschäftsführung
Berlin, den 27.06.2024
gez.
Bastian Hagmaier, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die emarsys interactive services GmbH, Berlin
PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben den Jahresabschluss der emarsys interactive
services GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.
Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
emarsys interactive services GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in
allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS
FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES
LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR
DEN
JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE
PRÜFUNG DES
JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für
die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit
dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser
Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des
Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit
dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von
ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 2. Juli
2024
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Dr. Freiberg, Wirtschaftsprüfer
gez.
Klinke, Wirtschaftsprüfer
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