Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 38450
Eingetragen
22.9.1969
Branche
Herstellung von Waffen und MunitionGroßhandel mit Sportartikeln und -zubehörHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Fortführung des Handelsgeschäftes der bisherigen Kommanditgesellschaft Albrecht Kind GmbH & Co. mit Sitz in Gummersbach-Hunstig, d.h., die Herstellung und der Handel von/ mit Handfeuerwaffen, Munition, Jagd- und Sportartikeln und Outdoor-Produkten aller Art sowie dem dazugehörigen Zubehör. Die Gesellschaft darf sich an anderen Unternehmen beteiligen, Zweigniederlassungen errichten sowie alle Geschäfte tätigen, die geeignet sind, den vorstehenden Zweck zu fördern. Der vorstehende Gegenstand der Gesellschaft bezieht sich auf das In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Helmut Günter Kind
seit 20.1.2004
Geschäftsführer
Frank Möhlmann
seit 20.1.2004
Prokura
Stefan Kolbe
seit 13.2.2003
Prokura
Manfred Kind
seit 5.7.2002
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Albrecht Kind GmbH

Gummersbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Albrecht Kind GmbH, Gummersbach

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Das Unternehmen ist in Gummersbach ansässig und hat keine weiteren Niederlassungen.

Der Schwerpunkt des Unternehmens ist der Großhandel für Jagd- und Schießsport. Hauptklientel sind somit die Einzelhändler. Schwerpunkt ist hierbei der Vertrieb von Marken, die das Unternehmen in Deutschland exklusiv vertreibt. Darunter fallen auch die Waren aus der eigenen Produktion und Eigenmarken, für die Dritte produzieren. Bezogen werden die Produkte weltweit.

Die deutschen Einzelhändler werden vor Ort durch fest angestellte Reisende und am Unternehmensstandort durch den Innendienst betreut.

Für Kunden im Ausland gibt es Länderverantwortliche, die ihre Kunden insbesondere im europäischen Ausland regelmäßig besuchen. Zudem gibt es einen auf Behörden spezialisierten Verkaufsbereich.

Ergänzend zu der Großhandelstätigkeit gibt es noch eine Lederwarenmanufaktur am Unternehmensstandort. In dieser werden Jagd- und Hundeartikel hergestellt. Der Vertrieb dieser Artikel erfolgt durch den Großhandelsverkauf.

Die Lagerlogistik wird in Eigenregie am Unternehmensstandort durchgeführt. Ziel ist eine schnelle und zuverlässige Belieferung zu gewährleisten.

2. Forschung und Entwicklung

Als Großhandelsunternehmen wird nur im geringen Maße Forschung und Entwicklung betrieben. Diese konzentriert sich auf den Bereich der Lederwaren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft stagnierte im Jahr 2023. Das Bruttoinlandsprodukt sank kalenderbereinigt um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 45,9 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Das waren so viele wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Allerdings ist die Arbeitslosenquote von 5,3% im Jahre 2022 auf 5,7% gestiegen.

(Quellen: Statistisches Bundesamt)

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Preisbereinigt sank der Einzelhandel in Deutschland mit -3,3% gegenüber dem Vorjahr deutlich. Der Umsatz im Versand- und Onlinehandel ging mit real -3,9% sogar noch stärker zurück.

Es gibt keine separaten statistischen Daten über die Jagdbranche, aber die Entwicklung des Großhandels für Gebrauchs- und Verbrauchsgütern ähnelte nach unseren Beobachtungen und nach den Reaktionen unserer Geschäftspartner der Jagdbranche. Im Jahr 2023 sank der Umsatz im Großhandel (ohne Kraftfahrzeuge) nominal um 4,1 Prozent und real um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Preise im Groß- und Außenhandel sanken zudem im Jahre 2023 um 0,5%. Nach unserer Einschätzung hat der Jagdhandel im Jahr 2023 in den ersten drei Quartalen das Umsatzniveau des Vorjahres halten können. Aber bereits hier hat ein Margenrückgang stattgefunden, da im Einzelhandel stärkere Nachlässe gegeben wurden. Im letzten Quartal sind die Umsätze der Branche deutlich rückläufig gewesen. Der Schießsportbereich war nach unserer Einschätzung stabil. Insgesamt dürfte die Branche etwas besser gelaufen sein als der Einzelhandel Deutschlands insgesamt.

Im Gesamtjahr 2023 sanken die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr, während die Importe nach Deutschland deutlich stärker um 9,7 % zurückgingen.

(Quellen: Statistisches Bundesamt)

3. Geschäftsverlauf

a) Umsatzentwicklung

Im Inland konnte der Rekordumsatz des Vorjahres nicht gehalten werden. Trotz eines Rückgangs von -1,3% war der Umsatz der zweithöchste zumindest seit Einführung des Euros. Insgesamt sank der Rohertrag absolut um -1,3% und blieb somit prozentual konstant. Der prognostizierte Rohertrag wurde sogar übertroffen. Grund hierfür war, dass die erwartete Normalisierung des Marktes nach der Corona-Krise langsamer voranging als erwartet. Denn die Coronazeit stellte für unsere Branche eher einen Umsatzbeschleuniger als ein Hemmnis dar.

Der Behördenbereich profitierte 2023 nicht von den angekündigten Investitionen des Staates in die Sicherheit. Der Umsatz ging vielmehr um - 26,8% zurück. Der Rohertragsrückgang war mit - 18,5% weniger massiv. Dies lag an einem veränderten Produktmix. Tatsächlich war ein Anstieg des Rohertrags erwartet worden. Neben dem verringerten Ausschreibungsniveau war an den rückläufigen Zahlen aber auch die Liefersituation bei zwei Großlieferanten Schuld.

Im Export ging der Umsatz um -12,6% zurück, der Rohertrag hingegen nur um -4,1%. Erwartet worden war hingegen ein deutlich größerer Rückgang. Aber die Marktentwicklung in Spanien und Großbritannien war deutlich besser als erwartet. Weg fielen vor allem spannenschwache Artikel.

Insgesamt sank der Rohertrag um -4,4% und war damit dennoch der zweithöchste der Firmengeschichte zumindest seit Einführung des Euros. Der erwartete Rohertragsrückgang betrug -3,0%. Ohne den Behördenbereich wäre die Prognose sehr genau eingetroffen.

b) Kostenentwicklung

Die Reise- und Messetätigkeit war im Berichtszeitraum wieder auf ein normales Niveau zurückgekommen, nachdem über die Coronazeit diese Tätigkeiten eingeschränkt war. Tatsächlich war hier der Aufwand sogar immer noch leicht unter dem von 2019. In diesem Bereich stiegen die Kosten gegenüber dem Vorjahr um 12%. Hinzu kamen deutliche Preissteigerungen im Transportbereich und vermehrter Werbeaufwand. So stiegen die Vertriebs- und Verwaltungskosten um +11,0%. Die Erwartungen eines stabilen Kostenverlaufs sind damit aus den oben genannten Gründen nicht eingetreten.

Die Personalkosten verliefen in 2023 ungewöhnlich. Aufgrund von Tarifsteigerungen wurde mit einer deutlichen Erhöhung gerechnet. Da es aber keinen Tarifabschluss gab und lediglich Inflationsausgleichprämien gewährt wurden, ist keine deutliche Steigerung eingetreten. Mit einem Rückgang von -1,6% blieben die Personalkosten faktisch konstant.

c) Beschaffung

Der Anstieg der Bezugspreise bei den Lieferanten sowohl bei der Handelsware als auch bei Rohmaterial war wie auch die allgemeine Teuerungsrate in Deutschland deutlich. Dieser Preisanstieg konnte jedoch an die Kunden weitergegeben werden.

Die Devisen-Geschäfte in Dollar dienten der Kalkulationssicherheit im Einkauf. Im Berichtszeitraum konnte ein deutlicher Devisenüberschuss generiert werden.

d) Investitionen und Sanierungen

Im Berichtszeitraum waren größere Investitionen im Bereich EDV und Gebäude geplant gewesen. Diese haben sich behördlich verzögert, so dass hier nur Anfangsinvestitionen stattgefunden haben. Ansonsten gab es nur Ersatzinvestitionen wie z.B. in eine neue Karrenbalkenstanze.

e) Fertigung

Der Produktionsausstoß blieb auf dem Vorjahresniveau mit einem Rückgang von -1,6%. Damit lag der Produktionsausstoß sogar über dem Plan.

f) Tochtergesellschaften

Die ungarische Tochtergesellschaft VADVIL Kft. verzeichnete einen deutlichen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von -16,0% und einen Rohertragsrückgang von -17,5%. Der ungarische Markt brach auf Grund der hohen Inflation Mitte des Jahres ein.

Somit basierte diese Entwicklung auf dem Großhandel. Der Produktionsausstoß hingegen war mit einem Rückgang von -2,8% deutlich weniger von der Rezession in Ungarn betroffen, da sie in erster Linie für ausländische Kunden arbeitet.

Das Ergebnis der Vadvil Kft. war gegenüber dem Vorjahresergebnis weniger als halb so groß und betrug umgerechnet TEUR 98,1.

g) Ergebnis

Das geplante Ergebnis nach Steuern von TEUR 1.010 wurde insbesondere aufgrund der nicht eingetretenen Kostensteigerungen beim Personalaufwand mit einem Ergebnis von TEUR 1.239,1 deutlich übertroffen.

4. Lage

a) Ertragslage

Der Materialaufwand ist mit -6,7% etwas stärker gesunken als die Gesamtleistung (-6,0%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund der Vertriebs- und Verwaltungskosten um 9,0% gestiegen. Die Personalkosten sind wegen fehlender Tarifsteigerungen und die Abschreibungen aufgrund von Verzögerungen bei Baumaßnahmen gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Das Finanzergebnis konnte sich trotz steigender Zinsaufwendungen insbesondere bei den Gesellschafterdarlehen um TEUR 41,8 verbessern und war positiv. Dies lag vor allem an einer höheren Ausschüttung der Tochtergesellschaft in Ungarn. Diese Faktoren führten dazu, dass der Jahresüberschuss 2023 deutlich von TEUR 1.518,9 auf TEUR 1.239,1 sank.

Der Geschäftsverlauf in 2023 kann dennoch als insgesamt gut bezeichnet werden, zumal das Vorjahr außergewöhnlich erfolgreich verlief.

b) Finanzlage

Der mit der Volksbank Oberberg vereinbarte Rahmen reichte aus, um die Investitionen und Kredittilgung aus dem laufenden Geschäft zu gewährleisten.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug TEUR 581 und war somit trotz eines um 4,7% gestiegenen Lagers positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verbesserte sich aufgrund der Ausschüttung der ungarischen Tochtergesellschaft trotz höherer Investitionen auf TEUR -56 (Vorjahr: TEUR -99). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war mit TEUR -1.238 (Vorjahr: TEUR -915) stark durch Ausschüttungen an Gesellschafter geprägt.

Die Gesellschaft konnte jederzeit ihre finanziellen Verpflichtungen unter Ausnutzung der Skontierung erfüllen. Die liquiden Mittel am Bilanzstichtag betrugen TEUR 3.459,4.

c) Vermögenslage

Die Bilanz weist eine Bilanzsumme von 18,9 Mio. EUR aus. Die Aktivseite ist durch das Umlaufvermögen geprägt. 49% stellen allein die Rohstoffe, Handelsware und Anzahlungen hierfür dar. Die Steigerung entfällt insbesondere auf Fertigerzeugnisse und Waren. Insbesondere waren die Warengruppen Waffen, Munition und Textilien betroffen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen 21,1% der Bilanzsumme und stiegen gegenüber 2022 um 13%. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die ungarische Tochtergesellschaft und stiegen deutlich.

Auf der Passivseite der Bilanz ist die dominierende Position das Eigenkapital in Höhe von 12,6 Mio. EUR. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 67,0%. Die Steuerrückstellungen sind konstant geblieben, die Bankverbindlichkeiten wurden planmäßig abgebaut.

Die Vermögenslage ist geordnet. Am Bilanzstichtag steht dem Anlagevermögen von TEUR 1.360 ein soziales Eigenkapital - d.h. das Eigenkapital zuzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und deren direkten Angehörigen - in Höhe von TEUR 14.768 gegenüber. Die soziale Eigenkapitalquote beträgt 78%, und damit liegt die Fremdkapitalquote bei 22%.

5. Gesamtaussage

2023 wurde ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 1.239 erzielt. Das Rohergebnis hat sich um TEUR -409 verschlechtert. Trotz stabiler Personalaufwendungen sank auch durch gestiegene Vertriebs- und Verwaltungskosten der EBIT um TEUR 510. Das Unternehmen konnte dennoch seine starke Marktposition behaupten.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Prognosebericht

Wir gehen in den praktisch allen Produktbereichen von einem rückläufigen Verlauf der Jagdbranche in Deutschland im Jahre 2024 aus. Für den Schießsportbereich sehen wir im Jahre 2024 ebenfalls einen rückläufigen Markt. Diese Entwicklung stellt eine Konsolidierung des Marktes auf einem Niveau von 2020 / 2021 dar. Unsere Planung sieht für den Inlandsbereich einen Rohertrag voraus, der +4,4% über dem Vorjahresniveau liegt. Dies soll aber durch Spannenverbesserung trotz fallender Umsätze erreicht werden.

Beim Export gehen wir von einem stabilen Rohertrag auf Vorjahresniveau aus. Dies liegt auch daran, dass wir zwei Länder intensiver bearbeiten wollen.

Im Behörden-Bereich haben wir ein gut gefülltes Auftragsbuch. Daher planen wir mit einer Rohertragssteigerung von +30%, obwohl wir in Bezug auf das Volumen zukünftiger Ausschreibungen skeptisch sind.

Insgesamt erwarten wir in 2024 eine Verbesserung des Rohertrages gegenüber 2023 von 5,6%.

Im Bereich der Fertigung erwarten wir ein stabiles Wachstum des Produktionsausstoßes im Jagdbereich. Daher nehmen wir an, dass der Rohertrag der Fertigung um +6,0% steigt.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten werden gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben. Allerdings erwarten wir Ausgaben im Rahmen einer Erweiterung unseres Zentrallagers und deutliche Tariferhöhungen.

Wir planen daher ein Jahresergebnis 2024 nach Steuern von TEUR 1.284.

2. Risiko- und Chancenbericht

Bestandsgefährdende Entwicklungen für das Unternehmen sind nicht zu sehen.

a) Die Kundenstruktur ist so breit gefächert, dass auch der Ausfall eines Hauptkunden keine existentielle Gefahr darstellen würde.

b) Ebenso sind die Lieferanten so breit gefächert, dass keine grundsätzlichen Gefahren drohen. Zwar haben sich die weltweiten Lieferketten verschlechtert. Dies trifft jedoch alle Mitbewerber gleich. Daher werden hierdurch keine fundamentalen Risiken entstehen.

c) Die Finanzierung ist gesichert. Neben dem hohen Eigenkapitalanteil ist mit den Banken ein Kreditvolumen ausgehandelt worden, das zu keiner Zeit komplett ausgenutzt werden musste.

d) Die Logistik insbesondere von Gefahrgütern, aber auch von Waffen, wird zunehmend teurer. Auch verabschieden sich zunehmend Logistikdienstleister aus dem Transport von Gefahrgütern der Gefahrgutklassen 1.4s und 1.4g, die uns betreffen. Zugleich erhöhen sich hier die gesetzlichen Anforderungen. Hier existieren operative Schwierigkeiten insbesondere bei kleineren Mengen im Export.

e) Fundamentale Risiken der Branche oder des Umfeldes sind nicht zu erwarten. Änderungen von Jagd- und Waffengesetze auf Bundesebene haben bisher vielmehr Nachholbedürfnisse verursacht und stellen zeitgleich eine Schutzfunktion gegenüber Neueinsteigern dar, da die Regelungen tendenziell verschärft werden.

f) Im Bereich des Exportes stecken potentielle Risiken im Bereich der gesetzlichen Veränderung von Ausfuhrregelungen und politischen Veränderungen in den Exportländern. Hier sind insbesondere die arabischen und die GUS - Länder zu nennen. Zudem verhalten sich Lieferanten, deren Marken wir auf dem deutschen Markt exklusiv anbieten, zunehmend restriktiver in Bezug auf Exporttätigkeit. Da in dieser Richtung keine Handelsgeschäfte laufen, sind Einflüsse der Konflikte in der Ukraine und im Gazastreifen nicht zu erwarten.

g) In der deutlichen gesetzlichen Reglementierung liegen auch Chancen. Diese erschweren den Markteintritt für potentielle Konkurrenten insbesondere aus dem Ausland. Zudem erlangt das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, welches in der Lage ist, die gesetzlich gegebenen Einschränkungen am effektivsten umzusetzen.

3. Risikomanagement

Grundsätzlich wurde eine Risikoinventur in Form einer Stärken- und Schwächen-Analyse erstellt und regelmäßig neu bewertet.

Um eintretende Risiken frühzeitig erkennen zu können, wird eine umfangreiche Marktbeobachtung durchgeführt. Dafür dient ein wöchentliches Berichtswesen durch die Außendienstmitarbeiter und Lagebesprechungen mit den Abteilungsleitern.

Gesteuert wird das Unternehmen hierfür auch auf Basis eines wöchentlichen Abgleichs der Umsätze gegenüber dem Plan und des Vorjahres sowie monatlicher KER inklusive Profitcenterabrechnungen.

Zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken werden monatlich zudem die Entwicklung der Forderungen, Verbindlichkeiten und der Geldbestände überprüft. Diese wurde durch die Coronasituation nochmals intensiviert.

Ein rigoroses Projektmanagement mit wöchentlichen Berichten wird zudem durchgeführt, um sicherzustellen, dass die finanziellen Rahmen nicht gesprengt werden.

 

Gummersbach, der 28. Juni 2024

gez. Helmut Kind, Geschäftsführer

gez. Manfred Kind, Geschäftsführer

Quellen:

destatis: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken

destatis: Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2005 bis 2024

destatis: Einzelhandelsumsatz im Jahr 2023 real um 3,3 % niedriger als 2022

destatis: Großhandelspreise im Dezember 2023: -2,6 % gegenüber Dezember 2022

destatis: Pressemitteilung Nr. 059 vom 14. Februar 2023

destatis: Pressemitteilung Nr. 006 vom 6. Januar 2023

destatis: Umsatz real im Großhandel

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.360.156,29 1.283.639,85
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 243.834,16 66.636,15
II. Sachanlagen 896.352,57 997.034,14
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 513.249,32 565.098,04
2. technische Anlagen und Maschinen 32.421,84 38.754,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 299.432,85 347.325,13
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.248,56 45.856,06
III. Finanzanlagen 219.969,56 219.969,56
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 219.969,56 219.969,56
B. Umlaufvermögen 17.418.251,89 17.037.073,56
I. Vorräte 9.218.599,13 8.806.247,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.740.270,41 4.058.211,74
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 428.701,59 244.874,20
2. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.311.568,82 3.813.337,54
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20.365,47 21.847,49
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.459.382,35 4.172.614,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90.309,94 37.777,08
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.868.718,12 18.358.490,49

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.624.758,24 12.404.556,37
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.219.988,58 2.219.988,58
III. Gewinnvortrag 8.165.701,73 7.665.701,73
IV. Jahresüberschuss 1.239.067,93 1.518.866,06
B. Rückstellungen 1.339.240,00 1.476.340,00
C. Verbindlichkeiten 4.904.719,88 4.477.594,12
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 391.228,46 492.208,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 102.400,84 100.979,69
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.342.530,74 790.132,90
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.342.530,74 790.132,90
3. übrige Verbindlichkeiten 3.170.960,68 3.195.253,07
davon aus Steuern 368.244,41 -10.157,10
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.929.343,27 2.864.396,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.868.718,12 18.358.490,49

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.925.190,53 9.333.915,45
2. Personalaufwand 4.588.189,35 4.671.443,62
a) Löhne und Gehälter 3.768.928,61 3.786.418,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 819.260,74 885.025,05
davon für Altersversorgung 137.241,78 178.203,21
3. Abschreibungen 169.696,72 179.918,49
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 169.696,72 179.918,49
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.400.786,93 2.204.619,12
5. Erträge aus Beteiligungen 160.083,24 89.349,54
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.609,32 2.433,79
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 145.369,25 102.309,96
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 548.219,44 736.193,49
9. Ergebnis nach Steuern 1.249.621,40 1.531.214,10
10. sonstige Steuern 10.553,47 12.348,04
Jahresüberschuss 1.239.067,93 1.518.866,06

Anhang

Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen.

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Köln unter der Nr. HRB 38450 geführt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear oder degressiv vorgenommen. Die Schätzungen der Nutzungsdauern erfolgten wie folgt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 5 Jahre
Gebäude 25 - 33 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 5 - 14 Jahre
Werkzeuge 2 - 5 Jahre
EDV-Geräte 3 - 4 Jahre
Sonstige Büromaschinen 4 - 10 Jahre
Büroeinrichtungen 4 - 13 Jahre

Geringwertige Vermögensgegenstände, d. h. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 € und 800,00 € werden aktiviert und im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben und als Abgang behandelt. Anschaffungen unter 250,00 € werden sofort aufwandswirksam verbucht.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei der Umrechnung der in der Darstellung des Anteilsbesitzes enthaltenen Angaben "Eigenkapital" und "Jahresergebnis" wurde der Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag verwendet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren erfolgte mit Einstandspreisen zuzüglich anfallender Bezugsnebenkosten nach der Methode des gleitenden gewogenen Durchschnitts oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Im Rahmen der Bewertung werden Abschläge vorgenommen, um eine Bewertung gemäß § 253 Abs. 3 HGB mit den niedrigeren Marktpreisen bzw. beizulegenden Werten sicherzustellen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind grundsätzlich zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Notwendige Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen entsprechend berücksichtigt. Darüber hinaus wird zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos, des Zinsverlustes und der Skontierung durch Kunden eine Pauschalwertberichtigung mit 3 % vorgenommen.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Nennwerten der Ausgaben vor dem Abschlussstichtag bewertet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze berechnet. Für sämtliche Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge, welche z. T. dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung und Berücksichtigung von Rückdeckungsversicherungen, die dem Zugriff übriger Gläubige entzogen sind, erfolgt unter Beachtung des IDW-Rechnungslegungshinweises FAB 1.021 und unter Anwendung des DAV/IVS Ergebnisberichtes des Fachausschusses Altersversorgung vom 26.4.2022. Als Bilanzansatz für die Abbildung der Kongruenz von Anspruch aus Rückdeckungsversicherungen und Pensionsverpflichtung wurde das Aktivprimat abgestimmt.

Der Rechnungszins ergibt sich, indem die von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB für Dezember 2022 veröffentlichten Zinssätze nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt werden und hieraus der Durchschnitt der letzten zehn Geschäftsjahre ermittelt wird. Es wurde ein Rechnungszins von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) und die Richttafeln 2018 G von Prof. Heubeck zugrunde gelegt. Die Auswirkungen der Veränderung des Diskontierungszinssatzes wurden im Finanzergebnis gezeigt.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt 2.266,9 T€. Die fortgeführten Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte entsprechen den Zeitwerten und betragen 1.329,1 T€. Das ergibt ein Saldo von 937,8 T€. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittzinssatzes beläuft sich auf 14,7 T€. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben worden sind.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Rentenverpflichtungen werden mit dem Barwert bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens, aufgegliedert nach Anschaffungskosten sowie Abschreibungen (Bruttodarstellung) ergibt sich aus folgender Übersicht. Hierin sind als Anschaffungskosten grundsätzlich die historischen Werte angesetzt.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen.

3. Verbindlichkeiten

Die Gliederung nach Fristen ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Höhe der Ver- davon mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeit bindlichkeit
bis zu 1 Jahr
über 1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesichert
Art der Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten
- Darlehen 391.228,46 102.400,84 288.827,62 0,00 391.228,46 Grundschuld auf dem Geschäftsgrundstück in
(Vorjahr) (492.208,15) (100.979,69) (391.228,46) (0,00) (492.208,15)
gegenüber Gesellschaftern 1.342.530,74 1.342.530,74
(Vorjahr) (790.132,90) (790.132,90)
übrige Verbindlichkeiten 3.170.960,68 2.921.278,21 249.682,47
(Vorjahr) (3.195.253,07) (2.856.773,13) (338.479,94)
4.904.719,88 4.366.209,79 538.510,09 0,00
(4.477.594,12) (3.747.885,72) (729.708,40) (0,00)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Währungskursgewinne und -verluste

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind realisierte Währungskursgewinne in Höhe von 16,2 T€ (Vorjahr: 81,2 T€) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten realisierte Währungskursverluste in Höhe von 74,4 T€ (Vorjahr: 53,4 T€). Unrealisierte Währungskursgewinne oder -verluste haben sich nicht ergeben.

2. Zinsaufwendungen

Der Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen beträgt 84,2 T€ (Vorjahr: 82,9 T€) und wird mit Zinserträgen aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 57,4 T€ (Vorjahr: 36,7 T€) verrechnet. Hieraus ergibt sich ein Saldo von 26,9 T€ (Vorjahr: 46,2 T€), der unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen wird.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Wechselobligo beträgt zum Bilanzstichtag 41,9 T€. Das Lastschriftobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.204,1 T€ und das Kundenscheckrisiko auf 2,1 T€.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2023 aus den Verpflichtungen aus Leasingverträgen und betragen:

bis zu einem Jahr 105,5 T€
1 bis 5 Jahre 121,6 T€
mehr als 5 Jahre 12,6 T€

V. Sonstige Pflichtangaben

1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen:

Gewerbliche Arbeitnehmer 28
Angestellte Arbeitnehmer ohne Geschäftsführer 54
Auszubildende 10
92

2. Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren in 2023 und sind weiterhin bestellt:

Herr Manfred Kind, Geschäftsführung Vertrieb

Herr Helmut Kind, Geschäftsführung Finanzen und Verwaltung

Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Herr Direktor Helmut Rupsch, Köln, Vorsitzender,

Herr Diplom-Kaufmann Jo Weber, Köln, Herr Hendrik Pilatzki, Engelskirchen.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Beirates sowie der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den kompletten Jahresüberschuss von 1.239.067,93 € auf neue Rechnung vorzutragen.

3. Anteilsbesitz

Beteiligungen gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Name Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
T€
Ergebnis
T€
VADVIL Kft., gemäß Jahresabschluss zum 31.12.2023 Szentendre, Ungarn 100 774,1 98,1

Der Umrechnungskurs zum 31. Dezember 2023 beträgt: 382,8 Forint = 1,00 €.

Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie Konzernlageberichtes wird in Anlehnung an § 293 Abs. 1 HGB verzichtet.

4. Nachtragsbericht

Auswirkungen der Corona-Krise, des Ukraine-Kriegs und dem Konflikt in Gazastreifen, die nicht im Lagebericht 2023 oder im Jahresplan 2024 berücksichtigt sind, gibt es nicht. Allerdings zeigt sich auf dem europäischen Markt für Jagd und Schießsport eine deutliche Rezession, die stärker verläuft als erwartet.

I. Umsatz

Die Rezession führt dazu, dass im Inland und im Export die Umsätze in den ersten drei Quartalen 2024 deutlich sinken werden. Wir schätzen hier einen Rückgang von 7 - 9 % gegenüber der bisherigen Planung.

II. Kosten

Auf der Kostenseite sehen wir keine Einflüsse, die nicht bereits geplant waren.

III. Ertrag

Die Umsätze werden vermehrt nur mit Verkaufsaktionen erzielt. Daher steht zu erwarten, dass der Rohertrag stärker rückläufig sein wird als der Umsatz. Im Inland und im Export erwarten wir hier einen Rückgang von 9 - 11%.

IV. Maßnahmen

Vermehrt versuchen wir, durch ein erweitertes Markenangebot gegenzusteuern. Zugleich werden Kunden intensiver beobachtet, um Forderungsausfälle zu vermeiden.

V. Risiken

Weitere Risiken sehen wir nicht.

 

Gummersbach-Hunstig, den 28. Juni 2024

gez. Manfred Kind, Geschäftsführer

gez. Helmut Kind, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023
Zugänge 2023
Umbuchungen 2023
Abgänge 2023
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 649.577,70 200.639,25 0,00 25,00 850.191,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.399.993,82 2.662,50 0,00 0,00 2.402.656,32
2. technische Anlagen und Maschinen 447.083,76 0,00 0,00 0,00 447.083,76
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.252.210,01 23.657,39 0,00 7,00 1.275.860,40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.856,06 5.392,50 0,00 0,00 51.248,56
4.145.143,65 31.712,39 0,00 7,00 4.176.849,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 219.969,56 0,00 0,00 0,00 219.969,56
5.014.690,91 232.351,64 0,00 32,00 5.247.010,55
Abschreibungen
Stand 1.1.2023
Zugänge 2023
Abgänge 2023
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 582.941,55 23.416,24 0,00 606.357,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.834.895,78 54.511,22 0,00 1.889.407,00
2. technische Anlagen und Maschinen 408.328,85 6.333,07 0,00 414.661,92
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 904.884,88 71.542,67 0,00 976.427,55
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.148.109,51 132.386,96 0,00 3.280.496,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.731.051,06 155.803,20 0,00 3.886.854,26
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 243.834,16 66.636,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 513.249,32 565.098,04
2. technische Anlagen und Maschinen 32.421,84 38.754,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 299.432,85 347.325,13
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51.248,56 45.856,06
896.352,57 997.034,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 219.969,56 219.969,56
1.360.156,29 1.283.639,85

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Albrecht Kind GmbH,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Albrecht Kind GmbH, Gummersbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Albrecht Kind GmbH, Gummersbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gummersbach, den 1. Juli 2024

dhpg
Steuerberater GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berufsausübungsgesellschaft

gez. Jurgeleit, Wirtschaftsprüfer

gez. Stamm, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.