tegut... Logistikimmobilien GmbH

Gerloser Weg 72, 36039 Fulda, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Fulda HRB 7286
Eingetragen
18.5.2018
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Gegenstand ist die Erbringung von Dienstleistungen für die Logistik zwischen Groß- und Einzelhandel, die Entwicklung und Anwendung von Warenwirtschaftssystemen, modernen Distributionsformen, Unternehmensberatung, die Vermittlung von Knowhow im Groß- und Einzelhandels-Marketing für Lebensmittel und Non-Food-Artikel sowie die Verwaltung eigenen und fremden Vermögens, insbesondere die Verpachtung und die Verwaltung von Grundbesitz.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Wingenfeld
seit 7.8.2025
Prokura
Robert Schweininger
seit 19.12.2024
Geschäftsführer
Nicolas Eric Weindler
seit 19.12.2024
Prokura
Knut Röger
seit 19.12.2024
Prokura
Daniel Henkel
seit 19.12.2024
Prokura
Ulrike Manz
seit 5.7.2022
Prokura
Thomas Stäb
seit 5.7.2022
Prokura
Lange Martin
seit 18.12.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
tegut... gute Lebensmittel GmbH & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GMZ Deutschland Holding GmbH

Fulda

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

A Grundlagen

Die GMZ Deutschland Holding GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Genossenschaft Migros Zürich (nachfolgend GMZ genannt). Das Geschäft der GMZ Deutschland Holding GmbH wird maßgeblich durch die tegut… Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften bestimmt. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird überwiegend durch den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) geprägt, ergänzt durch Produktion von Broten und Backwaren durch die Herzberger Bäckerei. Der Vertrieb erfolgt über rund 300 Lebensmittelmärkte in Hessen, Thüringen, Nordbayern/Franken und München, Baden-Württemberg sowie Göttingen und Mainz mit den Vertriebsformaten Supermarkt, Nahversorger, Lädchen für alles, tegut… Quartier und tegut…teo.

Im Folgenden ist mit tegut… der gesamte Konzern gemeint. tegut… ist ausschließlich in Deutschland tätig.

B Wirtschaftsbericht

B.1 Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist weiterhin von der Corona-Pandemie und einem Stop-and-Go-Kurs gekennzeichnet. Auf Lockdown-Lockerungen folgen Schließungen, die notwendige Impfquote ist bisher nicht erreicht und Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten belasten die Produktion und erhöhen die Preise. Dieser Effekt wird durch verteuerte Rohstoffe noch verschärft, was wiederum die Nachfrage dämpft.

Für 2021 wird von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 2,4% ausgegangen.

Aufgrund des pandemiebedingt niedrigen Konsums zu Jahresbeginn und -ende wird der private Konsum 2021 mit -0,1% insgesamt im Wesentlichen stagnieren.

Laut der aktuellen Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft steigen die Verbraucherpreise 2021 um 3%. Von den Preissteigerungen besonders betroffen sind neben Brenn- und Kraftstoffen auch Nahrungsmittel, die im Durchschnitt 5,4% teurer sind als im Vorjahr.

Umsatz LEH Jahr Mrd. € in %
2021 149,0 1,1
2020 147,3 11,5
2019 132,4 7,5
2018 123,1 1,1
Quelle: GfK

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von 149,0 Mrd. €, was einer Steigerung von 1,1 % entspricht. Die Umsätze der LEH-Vollsortimenter stiegen dabei um 4,4%. Die Discounter landen hingegen bei einem Minus von 1%.

In Bezug auf das Kauf- und Konsumverhalten bei Lebensmitteln haben die Verbraucher auch 2021 ihr Interesse für den Online-Handel mit Lebensmitteln gesteigert. 26% bestellen gelegentlich Lebensmittel online, was einem Anstieg von 10pp zu 2019 entspricht.

Diese Entwicklung setzt den Trend der rückläufigen Einkaufsfrequenz fort. Home-Office sowie ein verändertes Zeitmanagement fördern den Wunsch nach One-Stop-Shopping und einer Bündelung per Großeinkauf.

Das Thema Nachhaltigkeit bestimmt zunehmend wahrnehmbar das Verbraucherverhalten, wobei insbesondere die Themen "Plastikverpackung", "regional" und "Bio" sowie "recyclebar", "Tierwohl" und "fair" von Bedeutung sind.

B.2 Finanzielle Steuerungsgrößen

Berechnung des EBITDA

Umsatzerlöse

aktivierte Eigenleistungen

sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

Personalaufwand

sonstige betriebliche Aufwendungen

Ergebnis der betrieblichen

Tätigkeit vor Abschreibungen

(EBITDA)

Die GMZ Deutschland Holding GmbH nutzt finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzernverbunds. Deren monatliche und jährliche Veränderung wird mit Vorjahres- und Plandaten verglichen und dementsprechend gelenkt.

Die Entwicklung der Geschäftsbereiche des Konzerns wird mit der Umsatzentwicklung gemessen. Neben dem Umsatz stellt das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) die zweite wesentliche Steuerungsgröße dar und dient der Beurteilung der Profitabilität der einzelnen Geschäftsbereiche und des Konzerns.

B.3 Umsatzentwicklung und Ertragslage

Am 24. April 2021 verübten Unbekannte einen Cyberangriff auf das IT-Netzwerk des Unternehmens. Sämtliche IT-Systeme der Zentrale wurden daraufhin gemäß Notfallplan heruntergefahren und vom Netz genommen. Betroffen waren unter anderem die Warenwirtschaftsprogramme, was temporär zu Lieferengpässen und eingeschränkter Warenverfügbarkeit führte.

Diese Beeinträchtigungen waren für die Kunden über mehrere Wochen spürbar und hatten während dieser Zeit einen negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslage.

Umsatzentwicklung
Umsatz Total
Mio. € 2021 2020 Veränderung zu Vorjahr
in %
Umsatzerlöse 1.257,9 1.262,4 -0,4%
Bestandsveränderungen 0,2 0,1 100,0%
Andere aktivierte Eigenleistungen 1,0 0,8 25,0%
Sonstige betriebliche Erträge 8,9 10,2 -12,7%
GESAMTLEISTUNG 1.268,0 1.273,5 -0,4%

Die Umsatzerlöse des Konzerns werden wesentlich von den Umsätzen der tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG, Fulda, (im Folgenden "tegut… gute Lebensmittel" genannt) bestimmt. Insgesamt sind die Konzernumsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 0,4% gesunken. Der außerordentlich positive Geschäftsverlauf des Vorjahres fand mit Beginn des neuen Jahres direkt Fortsetzung und der erzielte Jahresumsatz schließt nahezu auf Vorjahresniveau und entspricht damit der im Konzernlagebericht 2020 prognostizierten deutlichen Steigerung gegenüber dem Referenzjahr 2019 (Umsatz: 1.073,3 Mio. €). Im Wesentlichen ist die Umsatzsteigerung auf die anhaltende Pandemie sowie die Expansion zurückzuführen. Insgesamt kann die Umsatzentwicklung von tegut… in 2021 als erfreulich bezeichnet werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zu 2020 um 1,3 Mio. € auf 8,9 Mio. € gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,7 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €).

Die Gesamtverkaufsfläche der von tegut… betriebenen oder belieferten Märkte belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 313.040 qm.

Ertragslage
Ertragslage
Mio. € 2021 2020 Veränderung zu Vorjahr
in %
Rohergebnis 446,3 451,2 -1,1%
Personalaufwand 197,5 183,4 7,7%
sonstige betriebliche Aufwendungen 212,3 199,3 6,5%
EBITDA 36,5 68,5 -46,6%
Abschreibungen 23,5 21,2 10,8%
EBIT 13,0 47,3 -72,5%
Finanzergebnis -2,4 -2,4 0,0%
Steuern 1,1 7,5 -85,3%
Jahresergebnis 9,3 37,4 -74,6%
EBITDA-Marge 2,9% 5,4%

Berechnung der Rohertragsmarge

Umsatzerlöse

Bestandsveränderungen

Andere aktivierte Eigenleistungen

Sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

Rohergebnis

Umsatzerlöse

Rohertragsmarge

Das Rohergebnis der Gesellschaft ist u.a. aufgrund verringerter Umsatzerlöse zum Umsatzrückgang um 4,9 Mio. € gesunken.

Bedingt durch Tarifsteigerungen sowie der Erhöhung der Anzahl von Mitarbeitern ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 14,1 Mio. € gestiegen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen begründet sich hauptsächlich aus höheren Aufwendungen für Festmieten im Rahmen der Eröffnung neuer Märkte, dem höheren Werbeaufwand und höheren Energiekosten sowie erhöhten Aufwendungen für Dienstleistungen zur Abwehr des Cyberangriffs.

Das EBITDA auf Konzernebene ist im Vergleich zum Vorjahr um 32,0 Mio. € (- 46,6%) gesunken. Im Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2020 wurde eine deutliche Steigerung des EBITDA zum Referenzjahr 2019 (EBITDA: 24,9 Mio. €) prognostiziert. Diese Prognose ist eingetreten, ein wesentlicher Grund ist die Umsatzsteigerung in Höhe von 184,6 Mio. € auf 1.257,9 Mio. € im Vergleich zum Referenzjahr 2019 (1.073,3 Mio. €).

Berechnung des EBIT

Umsatzerlöse

aktivierte Eigenleistungen

sonstige betriebliche Erträge

Materialaufwand

Personalaufwand

Abschreibungen

sonstige betriebliche Aufwendungen

Ergebnis der betrieblichen

Tätigkeit (EBIT)

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr um 34,3 Mio. € gesunken.

Die Steuern beinhalten latente Steuererträge in Höhe von 1,2 Mio. €. (2020: latenter Steueraufwand in Höhe von 1,2 Mio. €) sowie Ertragsteuern in Höhe von 0,8 Mio. € (2020: 5,9 Mio. €).

Nach Berücksichtigung dieser Effekte verbleibt ein Jahresergebnis von 9,3 Mio. € (2020: 37,4 Mio. €).

B. 4 Vermögenslage

Kennzahlen Vermögenslage
Vermögenslage
Mio. € 2021 2020 Veränderung zu Vorjahr
in %
Anlagevermögen 274,4 207,3 32,4%
Working Capital -2,0 1,1 >-100%
Vorräte 97,4 96,8 0,6%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * 110,6 105,5 4,8%
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 178,3 185,7 -4,0%
Eigenkapital 53,2 43,9 21,2%
* inkl. Rückstellungen für ausstehende Rechnungen

Berechnung des Working Capital

Vorräte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Rückstellungen für ausstehende Rechnungen

Working Capital

Das Anlagevermögen erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 67,1 Mio. € (32,4%) auf 274,4 Mio. €, überwiegend bedingt durch erhöhte Sachanlagen. Die im Bau befindliche Erstellung eines neues Zentrallagers in Michelsrombach hat maßgeblichen Anteil an diesem Anstieg. Da sich das Anlagevermögen überproportional zur Bilanzsumme erhöht hat, steigt die Anlagenintensität auf 63,3% (Vorjahr: 56,7%).

Der Rückgang des Working Capital ist insbesondere auf den überproportionalen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Die Bilanzsumme stieg insgesamt um 67,9 Mio. € auf 433,1 Mio. €.

B. 5 Finanzlage

Kennzahlen Finanzlage
Finanzlage
Mio. € 2021 2020 Veränderung zu Vorjahr
in %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 42,2 58,4 -27,8%
Cashflow aus Investitionstätigkeit -92,6 -53,3 73,8%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 47,7 -8,3 >-100%
VERÄNDERUNG Finanzmittelfonds -2,8 -3,2 >100%

positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Mittelzufluss von 42,2 Mio. € generiert.

Investitionsschwerpunkte waren im abgelaufenen Geschäftsjahr neben dem Bau eines neuen Lagers, die Neueröffnung von 16 Märkten und die grundlegende Modernisierung von 6 Standorten.

Insgesamt belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres auf 92,6 Mio. €.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert hauptsächlich aus der Aufnahme eines Bankdarlehens zur Baufinanzierung in Höhe von 57 Mio. €. Gegenläufig dazu wurden Darlehen gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von 7 Mio. € zurückgeführt.

Insgesamt verringerte sich der Finanzmittelfonds im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mio. € auf 12,8 Mio. €. Der Finanzmittelfond beinhaltet den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

Zur Finanzierung der anhaltend hohen Investitionstätigkeiten der Tochtergesellschaften hat die GMZ gegenüber der Gesellschaft - mit Vertrag vom 21. Januar 2019 - eine Liquiditätsausstattungsgarantie bis zum 31. Dezember 2023 abgegeben, wonach sie sich verpflichtet, die GMZ Deutschland und ihre Tochterunternehmen finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen.

Am Stichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Investitionsgütern in Höhe von 124,9 Mio. €.

C Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

C.1 Kunden

Als innovativer Lebensmitteleinzelhändler ist tegut… immer auf der Suche nach neuen Konzepten, die den Kunden das Einkaufen leichter machen. Große Beachtung fand daher im vergangenen Jahr vor allem das neue Vertriebskonzept "tegut… teo", das gleich mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden ist: Neben dem "Store of the year-Award" des Handelsverbandes Deutschlands (HDE) und dem "retail Award" in der Kategorie "Best Customer Experience" gab es den vielbeachteten "Nachhaltigkeitspreis Design" für das digitale, nachhaltige Kleinstflächenkonzept.

Darüber hinaus konnte tegut… bei seinen Kunden erneut mit seinem Obst- und Gemüsesortiment punkten: Bei dieser Verbraucherumfrage des "Fruchthandel Magazins" gab es zum insgesamt sechsten Mal und zum vierten Mal in Folge Bestnoten für den Bio-Bereich des Obst- und Gemüsesortiments.

Bestnoten und viel Lob gab es auch für zwei tegut… Mitarbeiter: Sie wurden von der Fachzeitschrift "Lebensmittelzeitung Direkt" zum "Mitarbeiter des Monats" gewählt. Einer von ihnen sicherte sich in der anschließenden Jahresabstimmung sogar den Titel "Mitarbeiter des Jahres".

C.2 Mitarbeiter und Ausbildung

tegut… bietet seinen Mitarbeitenden eine solide Berufsbildung, gute Übernahmechancen und durchdachte, passgenaue Förderungen, um sich beruflich weiterzuentwickeln, Fach- bzw. Führungspositionen zu erreichen und erfolgreich Verantwortung zu übernehmen. Dabei wird der Führungsgrundsatz befolgt, dass freie Stellen vorwiegend intern zu besetzen sind. Die Ausbildungsquote, umgerechnet auf Vollzeitmitarbeitende im Supermarkt, konnte im Vergleich zum Vorjahr um 0,27 % auf 16,84% gesteigert werden.

Im zurückliegenden Jahr zählte tegut… zu den "besten Ausbildungsbetrieben 2021 im Lebensmitteleinzelhandel", vergeben durch Focus Money und das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH.

C.3 Unternehmensverantwortung

Da verantwortungsbewusstes Handeln stets das Ziel von tegut… ist, wird die lange Tradition des Vertragsanbaus, der Förderung von Bio-Qualitäten und bio-dynamischer Züchtung aus Überzeugung fortgesetzt. Der Öko-Landbau trägt wesentlich zum Schutz der Böden und des Grundwassers, zur Verminderung von Rückständen in Lebensmitteln und zur Erhaltung der Artenvielfalt in der Natur bei.

In 2021 wurde das im Jahr 2014 eingeführte Energiemanagementsystem nach DIN ISO EN 50001 für die Supermärkte und die Verwaltung durch den TÜV Süd wiederum erfolgreich auditiert. In 6 energetisch revitalisierten und 7 neu eröffneten tegut…-Märkten wurden im Jahr 2021 moderne Kühl- und Tiefkühltechnik auf Basis von klimafreundlichen CO 2-Verbundanlagen sowie modernste Gebäudeleittechnik, effiziente Klimatisierungsanlagen und LED-Beleuchtungssysteme eingebaut. tegut… verwendet in den Märkten, der Zentrale und in der Logistik seit 2013 ausschließlich 100% Öko-Strom aus Wasserkraft.

tegut… konnte den relativen Stromverbrauch in seinen Supermärkten in 2021 auf dem niedrigen Vorjahresniveau stabil halten und zählt mit derzeit ca. 263 kWh pro qm Verkaufsfläche p.a. in der Sparte Supermarkt weiterhin zu den energieeffizientesten Filialunternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

D Chancen und Risiken

D .1 Gesamtaussage der Geschäftsleitung

Cyberangriff erfolgreich bewältigt.

Das prägendste Ereignis des Jahres für die tegut-Gruppe war zweifelsohne der Cyberangriff, dessen erfolgreiche Bewältigung für viele Monate große Anstrengungen und einen hohen Personaleinsatz erforderte. Am Ende kann eine Fortsetzung unserer Geschäftstätigkeit ohne einen Tag Schließung bilanziert werden.

Die Corona-Pandemie hat neuerlich das Einkaufsverhalten im Lebensmitteleinzelhandel beeinflusst und zeitweise für deutlich gesteigerte Nachfrage gesorgt. Mit der anhaltenden positiven Entwicklung verbunden ist eine Ausweitung der Beschäftigungsverhältnisse in den tegut…-Märkten.

Mit dem Geschäftsverlauf, der Umsatz-, Margen- und Ergebnisentwicklung zeigen wir uns zufrieden.

Für die weitere Entwicklung unserer Handelsaktivitäten und Vertriebsformate sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Ausweitungen des Online-Handels, der innovativen Kleinstfläche "teo" und der verstärkten Convenience-Ausrichtung erfolgt, womit wir Trends setzen oder im Trend sind und unser Angebot für unsere Kunden vergrößern können.

Zusammenfassend betrachtet, halten wir das Unternehmen im Chancen-Risiken-Mix für gut aufgestellt.

D .2 Chancen- und Risikomanagement

Tegut… verfügt über ein Risikomanagement nach Maßstäben des Fachkonzeptes der MIGROS-Gruppe, das wesentliche Risiken ordnet und zur Steuerung zuweist. Risiken werden hinsichtlich des Schadensausmaßes und der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenshäufigkeit eingeschätzt und klassifiziert. Tiefe Schadenshäufigkeit liegt bei wenigen Fällen innerhalb mehrerer Jahre vor. Mittlere bei mehreren Fällen jährlich sowie erhebliche bei mehreren Fällen monatlich wiederkehrend. Das Schadensausmaß stuft sich in tief, mittel und erheblich hinsichtlich der Auswirkungen auf Umsatz oder Eigenkapital. Die für Umsatzeinbußen angewandten Schwellwerte betragen < 1%, 1 bis 10% und > 10%. Für das Eigenkapital wird diese Unterscheidung in Auswirkungen von < 80 T€, 80-800 T€ und > 800 T€ getroffen.

Marktrisiken auf der Vertriebsseite werden durch laufende Beobachtung von Wettbewerbern, Kundenbefragungen und durch Verarbeitung von Marktdaten im Rahmen einer bereichsübergreifenden Zusammenarbeit überwacht und gesteuert. Auf dieser Grundlage kann schnelles und flexibles Handeln zur fortlaufenden Anpassung an die Marktentwicklungen gewährleistet werden.

Die operativen Prozesse zur optimalen Steuerung der Warenversorgung werden durch die Geschäftsführung laufend überwacht.

D .3 Chancen

a) Produktsortiment

Im Produktsortiment bestehen insbesondere im Ausbau der Eigenmarken weitere Erfolgschancen. Die Teilhabe am Einkaufsverbund RTG Retail Trade Group, Hamburg, bietet zudem Chancen aus der Bündelung auf der Beschaffungsseite. Die Nachfrage nach Bioartikeln ist weiterhin zunehmend und betrifft heute Artikel aus allen Preisklassen. An unverpackten Lebensmitteln und regionalen Lebensmitteln besteht hohes Kundeninteresse. Auch Convenience-Angebote befinden sich weiterhin in einem aufsteigenden Trend.

b) Expansion

In der Expansion wurde die Ausweitung des Ladennetzes, insbesondere in Form von neuen Supermärkten weiter forciert und im Ausblick für die nächsten Jahre mit Mietvertragsabschlüssen gesichert.

Neue Vertriebsformate und Online-Aktivitäten befinden sich in weiterer Entwicklung und Ausweitung.

D.4 Risiken

a) wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Verknappung von Rohstoffen und Gütern wird zu einer spürbaren Verteuerung von Einkaufspreisen führen. Ebenso ist mit deutlich steigenden Energiepreisen zu rechnen. Über durch die Rahmenbedingungen verzögerte Beschaffungsvorgänge oder teilweise auftretende Versorgungsengpässe kann die planmäßige Leistungsausführung des Unternehmens beeinträchtigt sein. Dies betrifft nicht nur den Handel mit Waren, sondern beispielsweise auch die Durchführung von Baumaßnahmen. Für das unseren Kunden angebotene Sortiment erwarten wir aus heutiger Sicht keine Versorgungslücken größeren Ausmaßes, sondern wir rechnen mit Störungen im Angebot einzelner Produkte und Produktkategorien. Zu künftigen Entwicklungen aus dem Krieg in der Ukraine und damit verbundenen konkreten Auswirkungen können wir keine Prognosen erstellen.

Der Fachkräftemangel im Einzelhandel ist ein Risiko aus den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das herausfordernd ist und ebenfalls preiserhöhend wirken kann. Pandemiebedingt ist noch mit erhöhten krankheitsbedingten Ausfallzeiten und Auswirkungen auf die Verkaufsbereitschaft zu rechnen.

b) Wettbewerbsumfeld

Preisagressives Wettbewerbsumfeld erwartet

Markt- und branchenspezifische Rahmenbedingungen beeinflussen maßgeblich den Geschäftserfolg. Es bestehen somit grundsätzlich Risiken im wettbewerbsintensiven Umfeld des Lebensmitteleinzelhandels. Merkliche Verteuerungen auf der Einkaufsseite werden zu merklichen Erhöhungen der Verkaufspreise in der ganzen Branche führen. Entsprechend ist mit einer Zunahme an preissensiblem Verhalten der Verbraucher und mit aggressiver Herausstellung von Angebotspreisen durch Wettbewerber und einem steigenden Marktanteil von Discountern zu rechnen.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken im Wettbewerbsumfeld sehen wir hoch an, die Kategorie des Schadensausmaßes wird unverändert zum Vorjahr als mittel beurteilt.

c) Expansion

Für neue Standorte müssen Umsatz- und Ergebniserwartungen eingeschätzt werden. Vorlauf- und anlaufbedingte Kosten, insbesondere in neuen Verbreitungsgebieten, werden strategisch in Kauf genommen und als Risiko akzeptiert. In allen Aktivitäten der Ausweitung der Vertriebskonzepte stecken sowohl Chance als auch Risiko.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos von Fehlinvestitionen und das Ausmaß bei Eintritt werden als mittel bewertet.

Die Realisierung des im Bau befindlichen Großprojekts zur Errichtung eines neuen Zentrallagers wird derzeit mit zeitlicher Verspätung von ca. 6 Monaten erwartet. Mit marktseitigen Engpässen und Verteuerungen in der Belieferung von Baumaterialien ist zu rechnen.

d) Infrastruktur

Elementaren Risiken des Sachanlagevermögens ist durch geeignete Versicherungen begegnet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als auch das Ausmaß werden als gering beurteilt.

Die Cyber-Attacke auf die IT-Systeme der tegut…-Unternehmensgruppe im April 2021 ist überwunden. Im Rahmen der Maßnahmen zur Krisenbewältigung wurden Maßnahmen in den Systemen und Prozessen etabliert, die Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß eines möglichen künftigen Angriffs weiter reduzieren.

Nach Überprüfung der Risikolage kommt die Gesellschaft zu dem Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes zu dem Ergebnis, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen.

E Prognose

E .1 Prognosehorizont

Die folgenden Angaben beziehen sich grundsätzlich auf das Jahr 2022.

E .2 Künftige Rahmenbedingungen

Der Krieg in der Ukraine stellt für die Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland die größte Unsicherheit dar. Mit starken Auswirkungen auf Konjunktur, Energieversorgung und Inflationsentwicklung ist zu rechnen.

Die Entwicklung im stationären Lebensmitteleinzelhandel, insbesondere auch den Super- und Verbrauchermärkten, wird neben einer zunehmenden Preissensibilität auch davon abhängen, inwieweit die persönliche Verpflegung durch Kantinen und Restaurants wieder zunimmt. Zudem wird eine bleibende Dynamik des Online-Einkaufs von Lebensmitteln via Online-Shops von Handelsunternehmen oder reiner Online-Lieferdienste erwartet.

Der in der zweiten Jahreshälfte 2021 eingesetzte Trend zu verstärkten Käufen zu Promotionspreisen wird sich bei gesteigerter Inflationserwartung für 2022 nach unserer Auffassung fortsetzen .

Durch die zu erwartende Etablierung des Home Office als geeignete Arbeitsform auch nach der Pandemie bis hin zu einer eventuellen gesetzlichen Regelung eines dauerhaften Rechtsanspruchs wird das Arbeiten von zuhause weiterhin bedeutsam sein und seine positive Auswirkungen auf den Kauf von Lebensmitteln beibehalten.

BIP Wachstum
Jahr in %
2021 2,4
2020 -4,6
2019 0,6
2018 1,7
Quelle: Gemeinschaftsdiagnose

E.3 Umsatz- und Ergebnisprognose

Wir erwarten für das Jahr 2022 ein leichtes Umsatzwachstum, auch vor dem Hintergrund belebender Impulse aus dem 75-jährigen Firmenjubiläum und seiner werblichen Herausstellung. Auf der Ergebnisseite (EBITDA) rechnen wir vor dem Hintergrund vielfältiger Verteuerungen mit einer spürbar rückläufigen Entwicklung zum Vorjahr.

Aufgrund der Bedeutsamkeit des Krieges in der Ukraine und einer für Deutschland angekündigten Zeitenwende, deren Ausgestaltung von Tag zu Tag neue Formen annehmen und zu einschneidenden Veränderungen führen kann, stehen Ableitungen und Prognosen zur Entwicklung der Umsätze und Ergebnisse der tegut…-Gruppe aktuell unter dem Einfluss einer erhöhten Unsicherheit.

E. 4 Prognose der nicht finanziellen Leistungsindikatoren

Wir gehen davon aus, auch in 2022 mit unseren Leistungen und Innovationen zu überzeugen und gute Noten, Bestnoten und Auszeichnungen erzielen zu können.

 

29. Juni 2022

Geschäftsführer

Jörg Blunschi

Christian Keller

Konzern- Bilanz zum 31. Dezember 2021

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.482.102,00 4.168.461,10
Geschäfts- oder Firmenwert 5.308.304,61 6.185.058,70
Geleistete Anzahlungen 4.756.596,13 5.446.858,05
19.547.002,74 15.800.377,85
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.942.446,67 64.588.598,24
Technische Anlagen und Maschinen 16.685.533,69 12.906.574,69
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.421.869,86 84.736.261,68
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 76.540.205,67 29.039.218,71
254.590.055,89 191.270.653,32
Finanzanlagen
Beteiligungen 208.111,77 208.111,77
Sonstige Ausleihungen 35.177,12 39.179,20
243.288,89 247.290,97
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.254.089,50 1.958.671,07
Unfertige Erzeugnisse 2.199,48 1.772,49
Fertige Erzeugnisse und Waren 95.120.205,43 94.864.806,62
97.376.494,41 96.825.250,18
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.224.052,61 9.757.969,73
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 125.915,88 3.560,69
Sonstige Vermögensgegenstände 35.590.070,92 34.877.797,08
46.940.039,41 44.639.327,50
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.766.851,60 15.548.271,53
1.404.099,03 820.447,59
201.800,53 0,00
433.069.632,50 365.151.618,94

PASSIVA

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 20.000.000,00 20.000.000,00
II. Kapitalrücklagen 70.000.000,00 70.000.000,00
III. Verlustvortrag -46.057.937,39 -83.433.927,61
III. Konzernjahresüberschuss 9.289.200,10 37.375.990,22
53.231.262,71 43.942.062,61
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 948.612,00 872.279,00
2. Steuerrückstellungen 7.326.002,00 6.029.761,50
3. Sonstige Rückstellungen 31.085.511,28 29.479.861,82
39.360.125,28 36.381.902,32
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 57.000.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 94.684.188,65 88.240.027,32
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 178.306.253,24 185.650.917,06
4. Sonstige Verbindlichkeiten 10.000.441,11 9.192.752,98
- davon aus Steuern: EUR 2.453.165,01 (31.12.2020: EUR 2.302.136,53)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 54.851,99 (31.12.2020: EUR 44.551,87)
339.990.883,00 283.083.697,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten 487.361,51 656.514,82
E. Passive latente Steuern 0,00 1.087.441,83
433.069.632,50 365.151.618,94

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021
EUR
2020
EUR
1. Umsatzerlöse 1.257.946.599,82 1.262.361.767,84
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 104.899,40 107.249,94
3. andere aktivierte Eigenleistungen 958.898,08 840.541,89
4. sonstige betriebliche Erträge 8.864.293,96 10.225.506,10
5. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 821.721.149,28 822.389.488,78
Aufwendungen für bezogene Leistungen 48.645,92 7.176,51
821.769.795,20 822.396.665,29
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 163.740.814,55 152.365.390,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 33.712.053,51 31.039.285,08
- davon für Altersversorgung: EUR 1.040.926,84 (2020: EUR 1.068.081,49)
197.452.868,06 183.404.675,71
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23.517.708,19 21.207.885,17
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 212.336.009,15 199.310.795,66
9. Erträge aus Beteiligungen 61,50 6.061,50
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 316,94 522,77
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.445,28 18.034,50
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.370.427,16 2.375.538,00
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 2.243.102,81 (2020: EUR 2.269.969,44)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 812.037,50 7.052.932,06
14. Ergebnis nach Steuern 9.622.669,72 37.811.192,65
15. sonstige Steuern 333.469,62 435.202,43
16. Konzernjahresüberschuss 9.289.200,10 37.375.990,22

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die GMZ Deutschland Holding GmbH hat ihren Sitz in Fulda und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Fulda (HRB Reg. Nr. HRB 7344).

Der vorliegende Konzernabschluss ist gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. §§ 242 ff. HGB sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Konsolidierung aufgestellt worden. Gemäß § 298 Abs. 1 HGB gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 HGB.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) bilanziert.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 298 Abs. 1, § 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang erfolgen können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Angaben zum Konsolidierungskreis

Mutterunternehmen

Die GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda, ist Mutterunternehmen und stellt daher den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft ist an der folgenden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft unmittelbar wesentlich beteiligt:

Die Angaben erfolgen in T€.

tegut… Holding, Fulda 31.12.2021 31.12.2020
Beteiligung 100% 100%
Eigenkapital 50.000 50.000
Ergebnis nach Ergebnisabführungsvertrag 0 0

Die Gesellschaft ist an den folgenden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften mittelbar wesentlich beteiligt:

Die Angaben erfolgen in T€.

tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG, Fulda 31.12.2021 31.12.2020
Beteiligung 100% 100%
Eigenkapital 62.458 56.545
Ergebnis 5.912 40.052
tegut… Logistik GmbH & Co. KG, Fulda 31.12.2021 31.12.2020
Beteiligung 100% 100%
Eigenkapital 5.107 3.977
Ergebnis 1.130 661
tegut… Vertriebs GmbH & Co. KG, Fulda 31.12.2021 31.12.2020
Beteiligung 100% 100%
Eigenkapital 519 367
Ergebnis 152 141
tegut… Immobilien GmbH, Fulda 31.12.2021 31.12.2020
Beteiligung 100% 100%
Eigenkapital 22.847 22.847
Ergebnis nach Ergebnisabführungsvertrag 0 0
Herzberger Bäckerei GmbH, Fulda 31.12.2021 31.12.2020
Beteiligung 100% 100%
Eigenkapital 3.992 3.992
Ergebnis nach Ergebnisabführungsvertrag 0 0
tegut… Logistikimmobilien GmbH, Fulda 31.12.2021 31.12.2020
Beteiligung 100% 100%
Eigenkapital 25 25
Ergebnis nach Ergebnisabführungsvertrag 0 0

Angaben zu Konsolidierungsmethoden

Die Abschlüsse der einzelnen Gesellschaften sind zur Einbeziehung in den Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung

(1. Januar 2013) gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB (Neubewertungsmethode). Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverpflichtungen der Tochterunternehmen werden dabei unabhängig von der Höhe des Minderheitenanteils mit ihren Zeitwerten angesetzt. Die bei der Erstkonsolidierung vorhandenen stillen Reserven und Lasten werden aufgedeckt und entsprechend der ihnen zugrundeliegenden Vermögensgegenstände und Schulden bilanziert. Aus der Kapitalkonsolidierung in 2013 resultieren zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von 12.983 T€, der als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben wird. Zum 31. Dezember 2021 ergibt sich ein Restbuchwert von 5.193 T€.

Im Rahmen der Neubewertung der Vermögens- und Schuldposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden stille Reserven aufgedeckt. Hierauf wurden passive latente Steuern unter Zugrundelegung einer konzerneinheitlichen Steuerquote in Höhe von 29% gebildet.

Der Erwerb des Teilkonzerns tegut… Holding GmbH stellt sich wirtschaftlich als ein Vorgang dar und führt deshalb zu einem Unterschiedsbetrag. Eine Aufteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf verschiedene Geschäftsfelder fand nicht statt, da mit dem Erwerb des Teilkonzerns tegut… Holding GmbH ein Geschäftsfeld (Lebensmitteleinzelhandel) erworben wurde.

In 2017 wurde die Herzberger Bäckerei GmbH erstmalig in den Konzernabschluss der GMZ Deutschland Holding GmbH einbezogen. Die Konsolidierung erfolgte nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung (1. April 2018) gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB (Neubewertungsmethode). Aus dem Erwerb der Herzberger Bäckerei GmbH resultierte ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 169 T€, der als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben wird. Zum 31. Dezember 2021 ergibt sich ein Restbuchwert von 115T€.

Schuldenkonsolidierung, Zwischengewinneliminierung sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Auf eine Eliminierung von Zwischengewinnen wurde wegen der untergeordneten Bedeutung verzichtet.

Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Allgemeine Angaben

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für große Kapitalgesellschaften maßgebend.

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden im Einzelnen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige (lineare Methode) bzw. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 5 Jahren.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt linear über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'Knowhow' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Diese beträgt für Gebäude 25 bis 33 Jahre, für technische Anlagen 10 bis 20 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 33 Jahre. Mietereinbauten werden über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Mietverhältnisses und der erwarteten Nutzungsdauer, welche bis zu 15 Jahre beträgt, abgeschrieben. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Erhaltene Baukostenzuschüsse werden mit den Anschaffungskosten verrechnet, sofern diese den Investitionen direkt zuordenbar sind.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit Anschaffungskosten ab € 800,01 (§ 6 Abs. 2 Satz 1 EStG) aktiviert. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Zugänge des Geschäftsjahres werden pro-rata-temporis abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen entsprechende Zuschreibungen.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise der Bestände zu einem niedrigeren Wert führen, wurden entsprechende Wertberichtigen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe der Zentrallagerbestände sowie der Warenbestände der Vertriebsfilialen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten (Einzelbewertung). In den Vertriebsfilialen und den Zentrallägern wird dieser Wert aus dem gleitenden Durchschnittspreis ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Auf Forderungen, die durch bestimmte Risiken gefährdet sind, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert angesetzt und betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung dieses Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das Stammkapital ist voll erbracht und wird zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Die Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung wurde nach der kollektiven Methode bewertet. Die Berechnung erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. Für die Abzinsung wurde ein Zinssatz von 1,87% (Vorjahr: 2,30%) verwendet. Die Anpassung der Versorgungsbezüge nach § 16 Abs. 1 BetrAVG beträgt 2%; die Gehaltsdynamik liegt bei 0%. Die Fluktuation wird alters- und geschlechtsabhängig zwischen 2,0% und 16% angesetzt. Als Pensionsalter wurde die feste Altersgrenze von 65 Jahren angesetzt. Der Zinsänderungseffekt aus den Pensionsverpflichtungen ist in den Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2021 97 T€ (Vorjahr: 123 T€). Dieser Betrag ist nach § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr - mit Ausnahme der Rückstellung für Arbeitsjubiläen und Pensionen - werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Zugangsbewertung erfolgt zum Nominalbetrag (Bruttomethode). Der Abzinsungseffekt wird gesondert als Zinsertrag erfasst.

Die Rückstellungen für Arbeitsjubiläen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Die Berechnung erfolgte gemäß § 253 Abs.1 Satz 2 HGB, § 253 Abs. 2 S. 2 HGB.

Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,35% (Vorjahr: 1,60%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Unter Berücksichtigung der wahrscheinlichen Entwicklung der maßgeblichen Bemessungsgrößen (Gehaltsdynamik sowie Anpassung Beitragsbemessungsgrenzen: 2,25%) wurde eine unternehmensübliche Fluktuationsquote angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für am Stichtag schon erhaltene Zahlungen, die über einen abgegrenzten Zeitraum nach dem Stichtag zu Erträgen werden, gebildet.

Der Ansatz der latenten Steuern beruht auf den temporären oder quasi-permanenten Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß 274 HGB. Die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz basieren auf steuerlichen abweichenden Ansätzen, Bewertungen und Abzinsungssätzen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Ertragsteuersatz (Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) von 29% zu Grunde gelegt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhanges der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Erläuterungen zu einzelnen Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Konzernanlagespiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang) dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten den Geschäfts- oder Firmenwert der tegut-Gruppe aus 2013 aus der Erstkonsolidierung in Höhe von 5.193 T€ (Vorjahr: 6.059 T€) sowie den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Herzberger Bäckerei GmbH in Höhe von 115 T€ (Vorjahr: 126 T€).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Auf Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind zum Abschlussstichtag Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1.647 T€ (Vorjahr 1.547 T€) vorgenommen worden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 126 T€ (Vorjahr: 4 T€) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuern, die erst im Folgejahr abziehbar sind, in Höhe von 1.715 T€ (Vorjahr: 758 T€) enthalten.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 33 T€ (Vorjahr: 25 T€) enthalten.

Aktive latente Steuern

Der Aktivüberhang der latenten Steuern von 202 T€ (Vorjahr Passivüberhang: 1.088 T€) resultiert aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 4.692 T€ (Vorjahr: 3.193 T€) sowie passiven latenten Steuern in Höhe von 4.094 T€ (Vorjahr: 4.281 T€).

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf steuerlich noch nicht genutzte Verlustvorträge in Höhe von 3.201 T€ (Vorjahr: 1.993 T€) sowie aus Unterschieden zwischen der Steuer- und Handelsbilanz im Bereich des Anlagevermögens in Höhe von 660 T€ (Vorjahr: 757 T€), den Pensionsrückstellungen in Höhe von 149 T€ (Vorjahr: 130 T€) sowie der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 286 T€ (Vorjahr: 313 T€).

Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden zwischen der Steuer- und Handelsbilanz im Bereich des Anlagevermögens in Höhe von 3.979 T€ (Vorjahr: 4.158 T€).

Abweichend zu DRS (Deutscher Rechnungslegungsstandard) 18 wird auf eine Überleitungsrechnung latenter Steuern verzichtet.

Eigenkapital

Die gesamte Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel des Konzerns dargestellt.

Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen werden u.a. verschiedene Verpflichtungen und Risiken aus Mietverträgen in Höhe von 3.007 T€ (Vorjahr: 2.631 T€), für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 5.911 T€ (Vorjahr: 3.594 T€) für Arbeitsjubiläen in Höhe von 1.936 T€ (Vorjahr: 1.861 T€), für Pfandrückgaben in Höhe von 1.358 T€ (Vorjahr: 1.416 T€), für ausstehende Rechnungen in Höhe von 16.150 T€ (Vorjahr: 17.759 T€) sowie für Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von 1.866 T€ (Vorjahr: 1.709 T€) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung sowie die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem Konzern-Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich.

Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2021

GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda

Stand 31.12.2021 davon mit einer Restlaufzeit von
≤ 1 Jahr
> 1 Jahr
davon > 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 57.000.000,00 2.860.000,00 54.140.000,00 8.380.000,00
31.12.2020 (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 94.684.188,65 94.079.859,61 604.329,04 0,00
31.12.2020 (88.240.027,32) (87.714.252,53) (525.774,79) (6.915,96)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 178.306.253,24 146.306.253,24 32.000.000,00 0,00
31.12.2020 (185.650.917,06) (127.650.917,06) (58.000.000,00) (0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 10.000.441,11 8.315.277,82 1.685.163,29 0,00
31.12.2020 (9.192.752,98) (7.598.978,74) (1.593.774,24) (0,00)
339.990.883,00 251.561.390,67 88.429.492,33 8.380.000,00
31.12.2020 (283.083.697,36) (222.964.148,33) (60.119.549,03) (6.915,96)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. 57.000 T€ sind durch Bestellung einer Buchgrundschuld gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 177.000 T€ (Vorjahr: 184.000 T€) Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sowie Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 14 T€). Weiterhin sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten aus Cashpooling in Höhe von 983 T€ (Vorjahr: 953 T€) sowie Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 313 T€ (Vorjahr: 675 T€) enthalten.

Erläuterungen einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:

Aufgliederung der Umsatzerlöse Umsatz
in %
Bundesland 2021 2020
Hessen 60% 61%
Bayern 17% 16%
Thüringen 14% 16%
Sonstige 9% 7%
GESAMT 100% 100%

Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche auf:

Aufgliederung der Umsatzerlöse Umsatz
in T€
Tätigkeitsbereiche 2021 2020
Handel 1.238.884 1.243.148
Miete / Pacht 11.790 13.313
Provisionen 1.499 1.476
Sonstige 5.774 4.424
GESAMT 1.257.947 1.262.362

Sonstige betriebliche Erträge

Die Position "Sonstige betriebliche Erträge" beinhaltet folgende periodenfremde Erträge:

2021
T€
2020
T€
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.651 3.013
Erträge aus Erstattungen 236 540
Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen 144 35
Erträge aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten 131 373
Erträge aus Rechtstreitigkeiten 23 15
Übrige 54 27
2.239 4.003

Abschreibungen

Die Zusammensetzung der Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 23.518 T€ ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 174 T€ (Vorjahr: 127 T€) auf Sachanlagen enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" beinhaltet folgende periodenfremde Aufwendungen:

2021
T€
2020
T€
Anlagenabgänge 403 469
Zuführung zu Rückstellungen 348 183
Zuführung zu Wertberichtigungen 55 95
Übrige 19 153
825 900

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit 3 T€ (Vorjahr: 1 T€) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit 51 T€ (Vorjahr: 63 T€) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten latente Steuererträge in Höhe von 1.289 T€ (Vorjahr: Aufwendungen 1.159 T€) sowie Aufwendungen aus Vorjahren in Höhe von 92 T€ (Vorjahr: 97 T€).

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nicht eingetreten.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Rückkaufverpflichtungen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 31 T€ (Vorjahr: 100 T€). Diese Verpflichtungen sind bis 2022 befristet. Die Rückkaufverpflichtungen wurden nur nach sorgfältiger Chancen- und Risikoprüfung eingegangen. Derzeit wird das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen bestehen bedeutsame künftige Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von 650.965 T€ (Vorjahr: 602.032 T€). Der am längsten laufende Vertrag endet im Jahre 2050.

Bezüglich weniger Leasingverträge bestehen Rücknahme- bzw. Verlängerungsverpflichtungen.

Es bestehen vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Investitionsgütern in Höhe von 124.867 T€.

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb, verbesserten Bilanzrelationen und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, sowie einem ggf. eintretenden technischen Fortschritt.

Nicht geleistete Kapitaleinlagen von Beteiligungen belaufen sich auf 17 T€ (Vorjahr: 17 T€).

Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds ist definiert als Kassenbestand sowie kurzfristig fälligen Guthaben bei Kreditinstituten. Er entspricht den Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten".

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter

Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wurden durchschnittlich beschäftigt:

Vollzeit Teilzeit Gesamt
Arbeitnehmer 2.055 5.212 7.267
Auszubildende 532 0 532
Praktikanten 21 0 21
Gesamt 2.588 5.212 7.820

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar beträgt 217 T€. Hiervon betreffen 210 T€ Abschlussprüfungsleistungen und 7 T€ andere Bestätigungsleistungen.

Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB beziehungsweise § 264 b HGB

Die tegut… Immobilien GmbH, Fulda, die tegut… Holding GmbH, Fulda, die tegut… Logistikimmobilien GmbH, Fulda und die Herzberger Bäckerei GmbH, Fulda, machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 i.V.m. Abs. 4 HGB, einen Jahresabschluss offen zu legen, Gebrauch. Zudem verzichtet die Herzberger Bäckerei GmbH darauf, einen Lagebericht aufzustellen, diesen offenzulegen und den Jahresabschluss sowie den Lagebericht prüfen zu lassen.

Die tegut… Logistik GmbH & Co. KG mit Sitz in Fulda, die tegut… Vertriebs GmbH & Co. KG mit Sitz in Fulda und die tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG mit Sitz in Fulda machen von der Befreiung gemäß § 264b HGB, einen Lagebericht zu erstellen sowie einen Jahresabschluss bzw. einen Lagebericht offen zu legen, Gebrauch.

Geschäftsführungsorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 sind:

Jörg Blunschi, Röschenz/Schweiz, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Zürich

Christian Keller, Frauenfeld/Schweiz, Leiter Direktion Finanzen der Genossenschaft Migros Zürich

Die Geschäftsführer erhielten im Berichtsjahr weder Bezüge noch Vorschüsse.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Die GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda, und deren verbundene Unternehmen werden in den Konzernabschluss des Migros-Genossenschaft-Bund (MGB) mit Sitz in Zürich/Schweiz, der den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und veröffentlicht. Der offen gelegte Konzernabschluss des Migros Genossenschaft Bund ist am Sitz des MGB in Zürich unter www.migros.ch erhältlich.

 

Fulda, den 29. Juni 2022

Geschäftsführer

Jörg Blunschi

Christian Keller

Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1.1. bis zum 31.12.2021

kumulierte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
in € 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.754.313,46 3.503.255,68 37.400,40 3.832.246,28 30.052.415,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.151.311,54 0,00 0,00 0,00 13.151.311,54
3. geleistete Anzahlungen 5.446.858,05 3.141.984,36 0,00 -3.832.246,28 4.756.596,13
41.352.483,05 6.645.240,04 37.400,40 0,00 47.960.322,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 112.892.706,09 5.872.072,71 3.700.994,96 1.560.357,89 116.624.141,73
2. technische Anlagen und Maschinen 28.989.648,08 4.499.302,08 57.724,81 1.054.691,44 34.485.916,79
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 174.576.943,28 18.220.778,48 4.755.029,30 5.313.160,28 193.355.852,74
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 32.234.811,90 55.952.178,81 522.991,65 -7.928.209,61 79.735.789,45
348.694.109,35 84.544.332,08 9.036.740,72 0,00 424.201.700,71
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 208.111,77 0,00 0,00 0,00 208.111,77
2. sonstige Ausleihungen 39.179,20 0,00 4.002,08 0,00 35.177,12
247.290,97 0,00 4.002,08 0,00 243.288,89
Summe Anlagevermögen 390.293.883,37 91.189.572,12 9.078.143,20 0,00 472.405.312,29
kumulierte Abschreibungen
in € 01.01.2021 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umgliederung 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.585.852,36 1.984.554,04 93,38 0,00 20.570.313,02
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.966.252,84 876.754,09 0,00 0,00 7.843.006,93
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
25.552.105,20 2.861.308,13 93,38 0,00 28.413.319,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 48.304.107,85 2.071.138,42 3.693.551,21 0,00 46.681.695,06
2. technische Anlagen und Maschinen 16.083.073,39 1.749.339,60 35.057,66 3.027,77 17.800.383,10
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.840.681,60 16.787.119,92 4.690.790,87 -3.027,77 101.933.982,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.195.593,19 48.802,12 48.811,53 0,00 3.195.583,78
157.423.456,03 20.656.400,06 8.468.211,27 0,00 169.611.644,82
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 182.975.561,23 23.517.708,19 8.468.304,65 0,00 198.024.964,77
Buchwerte
in € 31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.482.102,00 4.168.461,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.308.304,61 6.185.058,70
3. geleistete Anzahlungen 4.756.596,13 5.446.858,05
19.547.002,74 15.800.377,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 69.942.446,67 64.588.598,24
2. technische Anlagen und Maschinen 16.685.533,69 12.906.574,69
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 91.421.869,86 84.736.261,68
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 76.540.205,67 29.039.218,71
254.590.055,89 191.270.653,32
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 208.111,77 208.111,77
2. sonstige Ausleihungen 35.177,12 39.179,20
243.288,89 247.290,97
Summe Anlagevermögen 274.380.347,52 207.318.322,14

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21

Gliederungsschema II ("Indirekte Methode")
Angaben
in T€
2021 2020
1. Konzernjahresüberschuss 9.289 37.376
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 23.518 21.208
3. -/+ Abnahme/Zunahme der Rückstellungen 5.784 -342
4. + Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen -2.537 -3.976
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.770 -17.753
6. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6.721 12.591
7. + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 400 475
8. + Zinsaufwendungen 2.363 2.357
9. - Sonstige Beteiligungserträge 0 -6
10. + Ertragsteueraufwand 812 7.053
11. -/+ Ertragsteuerzahlungen/-erstattungen -430 -591
12. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 11) 42.150 58.392
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -6.645 -6.900
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 206 551
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -86.197 -47.012
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 4 27
17. + Erhaltene Zinsen 4 23
18. + Erhaltene Dividenden 0 6
19. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 13 bis 18) -92.628 -53.305
20. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 138.000 38.000
21. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -88.000 -44.000
22. - Gezahlte Zinsen -2.303 -2.309
23. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 20 bis 22) 47.697 -8.309
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 12, 19, 23) -2.781 -3.222
25. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 15.548 18.771
26 = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 24 bis 25) 12.767 15.549

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

(Eigenkapitalspiegel) vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

in € Stammkapital Kapitalrücklagen gemäß § 272 II Nr. 4 HGB rücklage Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss Konzerneigenkapital
Stand 31.12.19 20.000.000,00 70.000.000,00 -83.815.832,21 381.904,60 6.566.072,39
Einstellung in den Posten Verlustvortrag 0,00 0,00 381.904,60 -381.904,60 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 37.375.990,22 37.375.990,22
Stand 31.12.20 20.000.000,00 70.000.000,00 -83.433.927,61 37.375.990,22 43.942.062,61
Einstellung in den Posten Verlustvortrag 0,00 0,00 37.375.990,22 -37.375.990,22 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 9.289.200,10 9.289.200,10
Stand 31.12.21 20.000.000,00 70.000.000,00 -46.057.937,39 9.289.200,10 53.231.262,71

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GMZ Deutschland Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der gesetzlichen Vertreter ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 29. Juni 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Krüger, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 01.07.2022 gebilligt.

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