tegut... Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Wingenfeld seit 7.8.2025 | Prokura |
Robert Schweininger seit 19.12.2024 | Geschäftsführer |
Nicolas Eric Weindler seit 19.12.2024 | Prokura |
Knut Röger seit 19.12.2024 | Prokura |
Daniel Henkel seit 19.12.2024 | Prokura |
Ulrike Manz seit 5.7.2022 | Prokura |
Thomas Stäb seit 5.7.2022 | Prokura |
Lange Martin seit 18.12.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GMZ Deutschland Holding GmbHFuldaKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021A GrundlagenDie GMZ Deutschland Holding GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Genossenschaft Migros Zürich (nachfolgend GMZ genannt). Das Geschäft der GMZ Deutschland Holding GmbH wird maßgeblich durch die tegut… Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften bestimmt. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird überwiegend durch den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) geprägt, ergänzt durch Produktion von Broten und Backwaren durch die Herzberger Bäckerei. Der Vertrieb erfolgt über rund 300 Lebensmittelmärkte in Hessen, Thüringen, Nordbayern/Franken und München, Baden-Württemberg sowie Göttingen und Mainz mit den Vertriebsformaten Supermarkt, Nahversorger, Lädchen für alles, tegut… Quartier und tegut…teo. Im Folgenden ist mit tegut… der gesamte Konzern gemeint. tegut… ist ausschließlich in Deutschland tätig. B WirtschaftsberichtB.1 Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist weiterhin von der Corona-Pandemie und einem Stop-and-Go-Kurs gekennzeichnet. Auf Lockdown-Lockerungen folgen Schließungen, die notwendige Impfquote ist bisher nicht erreicht und Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten belasten die Produktion und erhöhen die Preise. Dieser Effekt wird durch verteuerte Rohstoffe noch verschärft, was wiederum die Nachfrage dämpft. Für 2021 wird von einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 2,4% ausgegangen. Aufgrund des pandemiebedingt niedrigen Konsums zu Jahresbeginn und -ende wird der private Konsum 2021 mit -0,1% insgesamt im Wesentlichen stagnieren. Laut der aktuellen Konjunkturprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft steigen die Verbraucherpreise 2021 um 3%. Von den Preissteigerungen besonders betroffen sind neben Brenn- und Kraftstoffen auch Nahrungsmittel, die im Durchschnitt 5,4% teurer sind als im Vorjahr.
Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von 149,0 Mrd. €, was einer Steigerung von 1,1 % entspricht. Die Umsätze der LEH-Vollsortimenter stiegen dabei um 4,4%. Die Discounter landen hingegen bei einem Minus von 1%. In Bezug auf das Kauf- und Konsumverhalten bei Lebensmitteln haben die Verbraucher auch 2021 ihr Interesse für den Online-Handel mit Lebensmitteln gesteigert. 26% bestellen gelegentlich Lebensmittel online, was einem Anstieg von 10pp zu 2019 entspricht. Diese Entwicklung setzt den Trend der rückläufigen Einkaufsfrequenz fort. Home-Office sowie ein verändertes Zeitmanagement fördern den Wunsch nach One-Stop-Shopping und einer Bündelung per Großeinkauf. Das Thema Nachhaltigkeit bestimmt zunehmend wahrnehmbar das Verbraucherverhalten, wobei insbesondere die Themen "Plastikverpackung", "regional" und "Bio" sowie "recyclebar", "Tierwohl" und "fair" von Bedeutung sind. B.2 Finanzielle Steuerungsgrößen Berechnung des EBITDA Umsatzerlöse aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand sonstige betriebliche Aufwendungen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) Die GMZ Deutschland Holding GmbH nutzt finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzernverbunds. Deren monatliche und jährliche Veränderung wird mit Vorjahres- und Plandaten verglichen und dementsprechend gelenkt. Die Entwicklung der Geschäftsbereiche des Konzerns wird mit der Umsatzentwicklung gemessen. Neben dem Umsatz stellt das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) die zweite wesentliche Steuerungsgröße dar und dient der Beurteilung der Profitabilität der einzelnen Geschäftsbereiche und des Konzerns. B.3 Umsatzentwicklung und Ertragslage Am 24. April 2021 verübten Unbekannte einen Cyberangriff auf das IT-Netzwerk des Unternehmens. Sämtliche IT-Systeme der Zentrale wurden daraufhin gemäß Notfallplan heruntergefahren und vom Netz genommen. Betroffen waren unter anderem die Warenwirtschaftsprogramme, was temporär zu Lieferengpässen und eingeschränkter Warenverfügbarkeit führte. Diese Beeinträchtigungen waren für die Kunden über mehrere Wochen spürbar und hatten während dieser Zeit einen negativen Einfluss auf die Umsatz- und Ertragslage.
Die Umsatzerlöse des Konzerns werden wesentlich von den Umsätzen der tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG, Fulda, (im Folgenden "tegut… gute Lebensmittel" genannt) bestimmt. Insgesamt sind die Konzernumsatzerlöse im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 0,4% gesunken. Der außerordentlich positive Geschäftsverlauf des Vorjahres fand mit Beginn des neuen Jahres direkt Fortsetzung und der erzielte Jahresumsatz schließt nahezu auf Vorjahresniveau und entspricht damit der im Konzernlagebericht 2020 prognostizierten deutlichen Steigerung gegenüber dem Referenzjahr 2019 (Umsatz: 1.073,3 Mio. €). Im Wesentlichen ist die Umsatzsteigerung auf die anhaltende Pandemie sowie die Expansion zurückzuführen. Insgesamt kann die Umsatzentwicklung von tegut… in 2021 als erfreulich bezeichnet werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zu 2020 um 1,3 Mio. € auf 8,9 Mio. € gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,7 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €). Die Gesamtverkaufsfläche der von tegut… betriebenen oder belieferten Märkte belief sich zum 31. Dezember 2021 auf 313.040 qm.
Berechnung der Rohertragsmarge Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Rohergebnis Umsatzerlöse Rohertragsmarge Das Rohergebnis der Gesellschaft ist u.a. aufgrund verringerter Umsatzerlöse zum Umsatzrückgang um 4,9 Mio. € gesunken. Bedingt durch Tarifsteigerungen sowie der Erhöhung der Anzahl von Mitarbeitern ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 14,1 Mio. € gestiegen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen begründet sich hauptsächlich aus höheren Aufwendungen für Festmieten im Rahmen der Eröffnung neuer Märkte, dem höheren Werbeaufwand und höheren Energiekosten sowie erhöhten Aufwendungen für Dienstleistungen zur Abwehr des Cyberangriffs. Das EBITDA auf Konzernebene ist im Vergleich zum Vorjahr um 32,0 Mio. € (- 46,6%) gesunken. Im Konzernlagebericht des Geschäftsjahres 2020 wurde eine deutliche Steigerung des EBITDA zum Referenzjahr 2019 (EBITDA: 24,9 Mio. €) prognostiziert. Diese Prognose ist eingetreten, ein wesentlicher Grund ist die Umsatzsteigerung in Höhe von 184,6 Mio. € auf 1.257,9 Mio. € im Vergleich zum Referenzjahr 2019 (1.073,3 Mio. €). Berechnung des EBIT Umsatzerlöse aktivierte Eigenleistungen sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen sonstige betriebliche Aufwendungen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr um 34,3 Mio. € gesunken. Die Steuern beinhalten latente Steuererträge in Höhe von 1,2 Mio. €. (2020: latenter Steueraufwand in Höhe von 1,2 Mio. €) sowie Ertragsteuern in Höhe von 0,8 Mio. € (2020: 5,9 Mio. €). Nach Berücksichtigung dieser Effekte verbleibt ein Jahresergebnis von 9,3 Mio. € (2020: 37,4 Mio. €). B. 4 Vermögenslage
Berechnung des Working Capital Vorräte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen Working Capital Das Anlagevermögen erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 67,1 Mio. € (32,4%) auf 274,4 Mio. €, überwiegend bedingt durch erhöhte Sachanlagen. Die im Bau befindliche Erstellung eines neues Zentrallagers in Michelsrombach hat maßgeblichen Anteil an diesem Anstieg. Da sich das Anlagevermögen überproportional zur Bilanzsumme erhöht hat, steigt die Anlagenintensität auf 63,3% (Vorjahr: 56,7%). Der Rückgang des Working Capital ist insbesondere auf den überproportionalen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die Bilanzsumme stieg insgesamt um 67,9 Mio. € auf 433,1 Mio. €. B. 5 Finanzlage
positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Mittelzufluss von 42,2 Mio. € generiert. Investitionsschwerpunkte waren im abgelaufenen Geschäftsjahr neben dem Bau eines neuen Lagers, die Neueröffnung von 16 Märkten und die grundlegende Modernisierung von 6 Standorten. Insgesamt belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Geschäftsjahres auf 92,6 Mio. €. Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert hauptsächlich aus der Aufnahme eines Bankdarlehens zur Baufinanzierung in Höhe von 57 Mio. €. Gegenläufig dazu wurden Darlehen gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von 7 Mio. € zurückgeführt. Insgesamt verringerte sich der Finanzmittelfonds im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mio. € auf 12,8 Mio. €. Der Finanzmittelfond beinhaltet den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Zur Finanzierung der anhaltend hohen Investitionstätigkeiten der Tochtergesellschaften hat die GMZ gegenüber der Gesellschaft - mit Vertrag vom 21. Januar 2019 - eine Liquiditätsausstattungsgarantie bis zum 31. Dezember 2023 abgegeben, wonach sie sich verpflichtet, die GMZ Deutschland und ihre Tochterunternehmen finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage sind, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Am Stichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Investitionsgütern in Höhe von 124,9 Mio. €. C Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren C.1 Kunden Als innovativer Lebensmitteleinzelhändler ist tegut… immer auf der Suche nach neuen Konzepten, die den Kunden das Einkaufen leichter machen. Große Beachtung fand daher im vergangenen Jahr vor allem das neue Vertriebskonzept "tegut… teo", das gleich mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden ist: Neben dem "Store of the year-Award" des Handelsverbandes Deutschlands (HDE) und dem "retail Award" in der Kategorie "Best Customer Experience" gab es den vielbeachteten "Nachhaltigkeitspreis Design" für das digitale, nachhaltige Kleinstflächenkonzept. Darüber hinaus konnte tegut… bei seinen Kunden erneut mit seinem Obst- und Gemüsesortiment punkten: Bei dieser Verbraucherumfrage des "Fruchthandel Magazins" gab es zum insgesamt sechsten Mal und zum vierten Mal in Folge Bestnoten für den Bio-Bereich des Obst- und Gemüsesortiments. Bestnoten und viel Lob gab es auch für zwei tegut… Mitarbeiter: Sie wurden von der Fachzeitschrift "Lebensmittelzeitung Direkt" zum "Mitarbeiter des Monats" gewählt. Einer von ihnen sicherte sich in der anschließenden Jahresabstimmung sogar den Titel "Mitarbeiter des Jahres". C.2 Mitarbeiter und Ausbildung tegut… bietet seinen Mitarbeitenden eine solide Berufsbildung, gute Übernahmechancen und durchdachte, passgenaue Förderungen, um sich beruflich weiterzuentwickeln, Fach- bzw. Führungspositionen zu erreichen und erfolgreich Verantwortung zu übernehmen. Dabei wird der Führungsgrundsatz befolgt, dass freie Stellen vorwiegend intern zu besetzen sind. Die Ausbildungsquote, umgerechnet auf Vollzeitmitarbeitende im Supermarkt, konnte im Vergleich zum Vorjahr um 0,27 % auf 16,84% gesteigert werden. Im zurückliegenden Jahr zählte tegut… zu den "besten Ausbildungsbetrieben 2021 im Lebensmitteleinzelhandel", vergeben durch Focus Money und das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH. C.3 Unternehmensverantwortung Da verantwortungsbewusstes Handeln stets das Ziel von tegut… ist, wird die lange Tradition des Vertragsanbaus, der Förderung von Bio-Qualitäten und bio-dynamischer Züchtung aus Überzeugung fortgesetzt. Der Öko-Landbau trägt wesentlich zum Schutz der Böden und des Grundwassers, zur Verminderung von Rückständen in Lebensmitteln und zur Erhaltung der Artenvielfalt in der Natur bei. In 2021 wurde das im Jahr 2014 eingeführte Energiemanagementsystem nach DIN ISO EN 50001 für die Supermärkte und die Verwaltung durch den TÜV Süd wiederum erfolgreich auditiert. In 6 energetisch revitalisierten und 7 neu eröffneten tegut…-Märkten wurden im Jahr 2021 moderne Kühl- und Tiefkühltechnik auf Basis von klimafreundlichen CO 2-Verbundanlagen sowie modernste Gebäudeleittechnik, effiziente Klimatisierungsanlagen und LED-Beleuchtungssysteme eingebaut. tegut… verwendet in den Märkten, der Zentrale und in der Logistik seit 2013 ausschließlich 100% Öko-Strom aus Wasserkraft. tegut… konnte den relativen Stromverbrauch in seinen Supermärkten in 2021 auf dem niedrigen Vorjahresniveau stabil halten und zählt mit derzeit ca. 263 kWh pro qm Verkaufsfläche p.a. in der Sparte Supermarkt weiterhin zu den energieeffizientesten Filialunternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. D Chancen und RisikenD .1 Gesamtaussage der Geschäftsleitung Cyberangriff erfolgreich bewältigt. Das prägendste Ereignis des Jahres für die tegut-Gruppe war zweifelsohne der Cyberangriff, dessen erfolgreiche Bewältigung für viele Monate große Anstrengungen und einen hohen Personaleinsatz erforderte. Am Ende kann eine Fortsetzung unserer Geschäftstätigkeit ohne einen Tag Schließung bilanziert werden. Die Corona-Pandemie hat neuerlich das Einkaufsverhalten im Lebensmitteleinzelhandel beeinflusst und zeitweise für deutlich gesteigerte Nachfrage gesorgt. Mit der anhaltenden positiven Entwicklung verbunden ist eine Ausweitung der Beschäftigungsverhältnisse in den tegut…-Märkten. Mit dem Geschäftsverlauf, der Umsatz-, Margen- und Ergebnisentwicklung zeigen wir uns zufrieden. Für die weitere Entwicklung unserer Handelsaktivitäten und Vertriebsformate sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Ausweitungen des Online-Handels, der innovativen Kleinstfläche "teo" und der verstärkten Convenience-Ausrichtung erfolgt, womit wir Trends setzen oder im Trend sind und unser Angebot für unsere Kunden vergrößern können. Zusammenfassend betrachtet, halten wir das Unternehmen im Chancen-Risiken-Mix für gut aufgestellt. D .2 Chancen- und Risikomanagement Tegut… verfügt über ein Risikomanagement nach Maßstäben des Fachkonzeptes der MIGROS-Gruppe, das wesentliche Risiken ordnet und zur Steuerung zuweist. Risiken werden hinsichtlich des Schadensausmaßes und der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenshäufigkeit eingeschätzt und klassifiziert. Tiefe Schadenshäufigkeit liegt bei wenigen Fällen innerhalb mehrerer Jahre vor. Mittlere bei mehreren Fällen jährlich sowie erhebliche bei mehreren Fällen monatlich wiederkehrend. Das Schadensausmaß stuft sich in tief, mittel und erheblich hinsichtlich der Auswirkungen auf Umsatz oder Eigenkapital. Die für Umsatzeinbußen angewandten Schwellwerte betragen < 1%, 1 bis 10% und > 10%. Für das Eigenkapital wird diese Unterscheidung in Auswirkungen von < 80 T€, 80-800 T€ und > 800 T€ getroffen. Marktrisiken auf der Vertriebsseite werden durch laufende Beobachtung von Wettbewerbern, Kundenbefragungen und durch Verarbeitung von Marktdaten im Rahmen einer bereichsübergreifenden Zusammenarbeit überwacht und gesteuert. Auf dieser Grundlage kann schnelles und flexibles Handeln zur fortlaufenden Anpassung an die Marktentwicklungen gewährleistet werden. Die operativen Prozesse zur optimalen Steuerung der Warenversorgung werden durch die Geschäftsführung laufend überwacht. D .3 Chancen a) Produktsortiment Im Produktsortiment bestehen insbesondere im Ausbau der Eigenmarken weitere Erfolgschancen. Die Teilhabe am Einkaufsverbund RTG Retail Trade Group, Hamburg, bietet zudem Chancen aus der Bündelung auf der Beschaffungsseite. Die Nachfrage nach Bioartikeln ist weiterhin zunehmend und betrifft heute Artikel aus allen Preisklassen. An unverpackten Lebensmitteln und regionalen Lebensmitteln besteht hohes Kundeninteresse. Auch Convenience-Angebote befinden sich weiterhin in einem aufsteigenden Trend. b) Expansion In der Expansion wurde die Ausweitung des Ladennetzes, insbesondere in Form von neuen Supermärkten weiter forciert und im Ausblick für die nächsten Jahre mit Mietvertragsabschlüssen gesichert. Neue Vertriebsformate und Online-Aktivitäten befinden sich in weiterer Entwicklung und Ausweitung. D.4 Risiken a) wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Verknappung von Rohstoffen und Gütern wird zu einer spürbaren Verteuerung von Einkaufspreisen führen. Ebenso ist mit deutlich steigenden Energiepreisen zu rechnen. Über durch die Rahmenbedingungen verzögerte Beschaffungsvorgänge oder teilweise auftretende Versorgungsengpässe kann die planmäßige Leistungsausführung des Unternehmens beeinträchtigt sein. Dies betrifft nicht nur den Handel mit Waren, sondern beispielsweise auch die Durchführung von Baumaßnahmen. Für das unseren Kunden angebotene Sortiment erwarten wir aus heutiger Sicht keine Versorgungslücken größeren Ausmaßes, sondern wir rechnen mit Störungen im Angebot einzelner Produkte und Produktkategorien. Zu künftigen Entwicklungen aus dem Krieg in der Ukraine und damit verbundenen konkreten Auswirkungen können wir keine Prognosen erstellen. Der Fachkräftemangel im Einzelhandel ist ein Risiko aus den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das herausfordernd ist und ebenfalls preiserhöhend wirken kann. Pandemiebedingt ist noch mit erhöhten krankheitsbedingten Ausfallzeiten und Auswirkungen auf die Verkaufsbereitschaft zu rechnen. b) Wettbewerbsumfeld Preisagressives Wettbewerbsumfeld erwartet Markt- und branchenspezifische Rahmenbedingungen beeinflussen maßgeblich den Geschäftserfolg. Es bestehen somit grundsätzlich Risiken im wettbewerbsintensiven Umfeld des Lebensmitteleinzelhandels. Merkliche Verteuerungen auf der Einkaufsseite werden zu merklichen Erhöhungen der Verkaufspreise in der ganzen Branche führen. Entsprechend ist mit einer Zunahme an preissensiblem Verhalten der Verbraucher und mit aggressiver Herausstellung von Angebotspreisen durch Wettbewerber und einem steigenden Marktanteil von Discountern zu rechnen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken im Wettbewerbsumfeld sehen wir hoch an, die Kategorie des Schadensausmaßes wird unverändert zum Vorjahr als mittel beurteilt. c) Expansion Für neue Standorte müssen Umsatz- und Ergebniserwartungen eingeschätzt werden. Vorlauf- und anlaufbedingte Kosten, insbesondere in neuen Verbreitungsgebieten, werden strategisch in Kauf genommen und als Risiko akzeptiert. In allen Aktivitäten der Ausweitung der Vertriebskonzepte stecken sowohl Chance als auch Risiko. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos von Fehlinvestitionen und das Ausmaß bei Eintritt werden als mittel bewertet. Die Realisierung des im Bau befindlichen Großprojekts zur Errichtung eines neuen Zentrallagers wird derzeit mit zeitlicher Verspätung von ca. 6 Monaten erwartet. Mit marktseitigen Engpässen und Verteuerungen in der Belieferung von Baumaterialien ist zu rechnen. d) Infrastruktur Elementaren Risiken des Sachanlagevermögens ist durch geeignete Versicherungen begegnet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos als auch das Ausmaß werden als gering beurteilt. Die Cyber-Attacke auf die IT-Systeme der tegut…-Unternehmensgruppe im April 2021 ist überwunden. Im Rahmen der Maßnahmen zur Krisenbewältigung wurden Maßnahmen in den Systemen und Prozessen etabliert, die Eintrittswahrscheinlichkeit und Ausmaß eines möglichen künftigen Angriffs weiter reduzieren. Nach Überprüfung der Risikolage kommt die Gesellschaft zu dem Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes zu dem Ergebnis, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. E PrognoseE .1 Prognosehorizont Die folgenden Angaben beziehen sich grundsätzlich auf das Jahr 2022. E .2 Künftige Rahmenbedingungen Der Krieg in der Ukraine stellt für die Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland die größte Unsicherheit dar. Mit starken Auswirkungen auf Konjunktur, Energieversorgung und Inflationsentwicklung ist zu rechnen. Die Entwicklung im stationären Lebensmitteleinzelhandel, insbesondere auch den Super- und Verbrauchermärkten, wird neben einer zunehmenden Preissensibilität auch davon abhängen, inwieweit die persönliche Verpflegung durch Kantinen und Restaurants wieder zunimmt. Zudem wird eine bleibende Dynamik des Online-Einkaufs von Lebensmitteln via Online-Shops von Handelsunternehmen oder reiner Online-Lieferdienste erwartet. Der in der zweiten Jahreshälfte 2021 eingesetzte Trend zu verstärkten Käufen zu Promotionspreisen wird sich bei gesteigerter Inflationserwartung für 2022 nach unserer Auffassung fortsetzen . Durch die zu erwartende Etablierung des Home Office als geeignete Arbeitsform auch nach der Pandemie bis hin zu einer eventuellen gesetzlichen Regelung eines dauerhaften Rechtsanspruchs wird das Arbeiten von zuhause weiterhin bedeutsam sein und seine positive Auswirkungen auf den Kauf von Lebensmitteln beibehalten.
E.3 Umsatz- und Ergebnisprognose Wir erwarten für das Jahr 2022 ein leichtes Umsatzwachstum, auch vor dem Hintergrund belebender Impulse aus dem 75-jährigen Firmenjubiläum und seiner werblichen Herausstellung. Auf der Ergebnisseite (EBITDA) rechnen wir vor dem Hintergrund vielfältiger Verteuerungen mit einer spürbar rückläufigen Entwicklung zum Vorjahr. Aufgrund der Bedeutsamkeit des Krieges in der Ukraine und einer für Deutschland angekündigten Zeitenwende, deren Ausgestaltung von Tag zu Tag neue Formen annehmen und zu einschneidenden Veränderungen führen kann, stehen Ableitungen und Prognosen zur Entwicklung der Umsätze und Ergebnisse der tegut…-Gruppe aktuell unter dem Einfluss einer erhöhten Unsicherheit. E. 4 Prognose der nicht finanziellen Leistungsindikatoren Wir gehen davon aus, auch in 2022 mit unseren Leistungen und Innovationen zu überzeugen und gute Noten, Bestnoten und Auszeichnungen erzielen zu können.
29. Juni 2022 Geschäftsführer Jörg Blunschi Christian Keller Konzern- Bilanz zum 31. Dezember 2021
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Angaben zum KonzernabschlussDie GMZ Deutschland Holding GmbH hat ihren Sitz in Fulda und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Fulda (HRB Reg. Nr. HRB 7344). Der vorliegende Konzernabschluss ist gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. §§ 242 ff. HGB sowie der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Konsolidierung aufgestellt worden. Gemäß § 298 Abs. 1 HGB gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 HGB. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) bilanziert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 298 Abs. 1, § 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang erfolgen können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Angaben zum Konsolidierungskreis Mutterunternehmen Die GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda, ist Mutterunternehmen und stellt daher den Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Konsolidierungskreis Die Gesellschaft ist an der folgenden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft unmittelbar wesentlich beteiligt: Die Angaben erfolgen in T€.
Die Gesellschaft ist an den folgenden im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften mittelbar wesentlich beteiligt: Die Angaben erfolgen in T€.
Angaben zu Konsolidierungsmethoden Die Abschlüsse der einzelnen Gesellschaften sind zur Einbeziehung in den Konzernabschluss nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung (1. Januar 2013) gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB (Neubewertungsmethode). Die ansatzfähigen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverpflichtungen der Tochterunternehmen werden dabei unabhängig von der Höhe des Minderheitenanteils mit ihren Zeitwerten angesetzt. Die bei der Erstkonsolidierung vorhandenen stillen Reserven und Lasten werden aufgedeckt und entsprechend der ihnen zugrundeliegenden Vermögensgegenstände und Schulden bilanziert. Aus der Kapitalkonsolidierung in 2013 resultieren zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von 12.983 T€, der als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben wird. Zum 31. Dezember 2021 ergibt sich ein Restbuchwert von 5.193 T€. Im Rahmen der Neubewertung der Vermögens- und Schuldposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden stille Reserven aufgedeckt. Hierauf wurden passive latente Steuern unter Zugrundelegung einer konzerneinheitlichen Steuerquote in Höhe von 29% gebildet. Der Erwerb des Teilkonzerns tegut… Holding GmbH stellt sich wirtschaftlich als ein Vorgang dar und führt deshalb zu einem Unterschiedsbetrag. Eine Aufteilung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf verschiedene Geschäftsfelder fand nicht statt, da mit dem Erwerb des Teilkonzerns tegut… Holding GmbH ein Geschäftsfeld (Lebensmitteleinzelhandel) erworben wurde. In 2017 wurde die Herzberger Bäckerei GmbH erstmalig in den Konzernabschluss der GMZ Deutschland Holding GmbH einbezogen. Die Konsolidierung erfolgte nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung (1. April 2018) gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB (Neubewertungsmethode). Aus dem Erwerb der Herzberger Bäckerei GmbH resultierte ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 169 T€, der als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben wird. Zum 31. Dezember 2021 ergibt sich ein Restbuchwert von 115T€. Schuldenkonsolidierung, Zwischengewinneliminierung sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Auf eine Eliminierung von Zwischengewinnen wurde wegen der untergeordneten Bedeutung verzichtet. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und UmrechnungsmethodenAllgemeine Angaben Für die Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für große Kapitalgesellschaften maßgebend. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden im Einzelnen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige (lineare Methode) bzw. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 5 Jahren. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt linear über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'Knowhow' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Diese beträgt für Gebäude 25 bis 33 Jahre, für technische Anlagen 10 bis 20 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 33 Jahre. Mietereinbauten werden über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Mietverhältnisses und der erwarteten Nutzungsdauer, welche bis zu 15 Jahre beträgt, abgeschrieben. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Erhaltene Baukostenzuschüsse werden mit den Anschaffungskosten verrechnet, sofern diese den Investitionen direkt zuordenbar sind. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit Anschaffungskosten ab € 800,01 (§ 6 Abs. 2 Satz 1 EStG) aktiviert. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro-rata-temporis abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen entsprechende Zuschreibungen. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise der Bestände zu einem niedrigeren Wert führen, wurden entsprechende Wertberichtigen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe der Zentrallagerbestände sowie der Warenbestände der Vertriebsfilialen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten (Einzelbewertung). In den Vertriebsfilialen und den Zentrallägern wird dieser Wert aus dem gleitenden Durchschnittspreis ermittelt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Auf Forderungen, die durch bestimmte Risiken gefährdet sind, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert angesetzt und betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung dieses Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das Stammkapital ist voll erbracht und wird zum Nennwert ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Die Anwartschaft auf Hinterbliebenenversorgung wurde nach der kollektiven Methode bewertet. Die Berechnung erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB. Für die Abzinsung wurde ein Zinssatz von 1,87% (Vorjahr: 2,30%) verwendet. Die Anpassung der Versorgungsbezüge nach § 16 Abs. 1 BetrAVG beträgt 2%; die Gehaltsdynamik liegt bei 0%. Die Fluktuation wird alters- und geschlechtsabhängig zwischen 2,0% und 16% angesetzt. Als Pensionsalter wurde die feste Altersgrenze von 65 Jahren angesetzt. Der Zinsänderungseffekt aus den Pensionsverpflichtungen ist in den Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2021 97 T€ (Vorjahr: 123 T€). Dieser Betrag ist nach § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr - mit Ausnahme der Rückstellung für Arbeitsjubiläen und Pensionen - werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Zugangsbewertung erfolgt zum Nominalbetrag (Bruttomethode). Der Abzinsungseffekt wird gesondert als Zinsertrag erfasst. Die Rückstellungen für Arbeitsjubiläen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Klaus Heubeck verwendet. Die Berechnung erfolgte gemäß § 253 Abs.1 Satz 2 HGB, § 253 Abs. 2 S. 2 HGB. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,35% (Vorjahr: 1,60%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Unter Berücksichtigung der wahrscheinlichen Entwicklung der maßgeblichen Bemessungsgrößen (Gehaltsdynamik sowie Anpassung Beitragsbemessungsgrenzen: 2,25%) wurde eine unternehmensübliche Fluktuationsquote angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für am Stichtag schon erhaltene Zahlungen, die über einen abgegrenzten Zeitraum nach dem Stichtag zu Erträgen werden, gebildet. Der Ansatz der latenten Steuern beruht auf den temporären oder quasi-permanenten Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß 274 HGB. Die Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz basieren auf steuerlichen abweichenden Ansätzen, Bewertungen und Abzinsungssätzen. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Ertragsteuersatz (Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) von 29% zu Grunde gelegt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhanges der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Erläuterungen zu einzelnen BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Konzernanlagespiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang) dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten den Geschäfts- oder Firmenwert der tegut-Gruppe aus 2013 aus der Erstkonsolidierung in Höhe von 5.193 T€ (Vorjahr: 6.059 T€) sowie den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Herzberger Bäckerei GmbH in Höhe von 115 T€ (Vorjahr: 126 T€). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Auf Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind zum Abschlussstichtag Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1.647 T€ (Vorjahr 1.547 T€) vorgenommen worden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 126 T€ (Vorjahr: 4 T€) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuern, die erst im Folgejahr abziehbar sind, in Höhe von 1.715 T€ (Vorjahr: 758 T€) enthalten. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 33 T€ (Vorjahr: 25 T€) enthalten. Aktive latente Steuern Der Aktivüberhang der latenten Steuern von 202 T€ (Vorjahr Passivüberhang: 1.088 T€) resultiert aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 4.692 T€ (Vorjahr: 3.193 T€) sowie passiven latenten Steuern in Höhe von 4.094 T€ (Vorjahr: 4.281 T€). Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf steuerlich noch nicht genutzte Verlustvorträge in Höhe von 3.201 T€ (Vorjahr: 1.993 T€) sowie aus Unterschieden zwischen der Steuer- und Handelsbilanz im Bereich des Anlagevermögens in Höhe von 660 T€ (Vorjahr: 757 T€), den Pensionsrückstellungen in Höhe von 149 T€ (Vorjahr: 130 T€) sowie der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 286 T€ (Vorjahr: 313 T€). Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Unterschieden zwischen der Steuer- und Handelsbilanz im Bereich des Anlagevermögens in Höhe von 3.979 T€ (Vorjahr: 4.158 T€). Abweichend zu DRS (Deutscher Rechnungslegungsstandard) 18 wird auf eine Überleitungsrechnung latenter Steuern verzichtet. Eigenkapital Die gesamte Entwicklung des Eigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel des Konzerns dargestellt. Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen werden u.a. verschiedene Verpflichtungen und Risiken aus Mietverträgen in Höhe von 3.007 T€ (Vorjahr: 2.631 T€), für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 5.911 T€ (Vorjahr: 3.594 T€) für Arbeitsjubiläen in Höhe von 1.936 T€ (Vorjahr: 1.861 T€), für Pfandrückgaben in Höhe von 1.358 T€ (Vorjahr: 1.416 T€), für ausstehende Rechnungen in Höhe von 16.150 T€ (Vorjahr: 17.759 T€) sowie für Berufsgenossenschaftsbeiträge in Höhe von 1.866 T€ (Vorjahr: 1.709 T€) ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung sowie die Laufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem Konzern-Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2021GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. 57.000 T€ sind durch Bestellung einer Buchgrundschuld gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 177.000 T€ (Vorjahr: 184.000 T€) Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin sowie Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 14 T€). Weiterhin sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten aus Cashpooling in Höhe von 983 T€ (Vorjahr: 953 T€) sowie Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 313 T€ (Vorjahr: 675 T€) enthalten. Erläuterungen einzelner Posten der Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die Position "Sonstige betriebliche Erträge" beinhaltet folgende periodenfremde Erträge:
Abschreibungen Die Zusammensetzung der Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von 23.518 T€ ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 174 T€ (Vorjahr: 127 T€) auf Sachanlagen enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" beinhaltet folgende periodenfremde Aufwendungen:
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge betreffen mit 3 T€ (Vorjahr: 1 T€) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit 51 T€ (Vorjahr: 63 T€) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten latente Steuererträge in Höhe von 1.289 T€ (Vorjahr: Aufwendungen 1.159 T€) sowie Aufwendungen aus Vorjahren in Höhe von 92 T€ (Vorjahr: 97 T€). Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nicht eingetreten. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Es bestehen Rückkaufverpflichtungen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 31 T€ (Vorjahr: 100 T€). Diese Verpflichtungen sind bis 2022 befristet. Die Rückkaufverpflichtungen wurden nur nach sorgfältiger Chancen- und Risikoprüfung eingegangen. Derzeit wird das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen bestehen bedeutsame künftige Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von 650.965 T€ (Vorjahr: 602.032 T€). Der am längsten laufende Vertrag endet im Jahre 2050. Bezüglich weniger Leasingverträge bestehen Rücknahme- bzw. Verlängerungsverpflichtungen. Es bestehen vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Investitionsgütern in Höhe von 124.867 T€. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb, verbesserten Bilanzrelationen und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, sowie einem ggf. eintretenden technischen Fortschritt. Nicht geleistete Kapitaleinlagen von Beteiligungen belaufen sich auf 17 T€ (Vorjahr: 17 T€). Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds ist definiert als Kassenbestand sowie kurzfristig fälligen Guthaben bei Kreditinstituten. Er entspricht den Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten". Sonstige AngabenDurchschnittliche Zahl der Mitarbeiter Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 wurden durchschnittlich beschäftigt:
Honorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar beträgt 217 T€. Hiervon betreffen 210 T€ Abschlussprüfungsleistungen und 7 T€ andere Bestätigungsleistungen. Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB beziehungsweise § 264 b HGB Die tegut… Immobilien GmbH, Fulda, die tegut… Holding GmbH, Fulda, die tegut… Logistikimmobilien GmbH, Fulda und die Herzberger Bäckerei GmbH, Fulda, machen von der Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 i.V.m. Abs. 4 HGB, einen Jahresabschluss offen zu legen, Gebrauch. Zudem verzichtet die Herzberger Bäckerei GmbH darauf, einen Lagebericht aufzustellen, diesen offenzulegen und den Jahresabschluss sowie den Lagebericht prüfen zu lassen. Die tegut… Logistik GmbH & Co. KG mit Sitz in Fulda, die tegut… Vertriebs GmbH & Co. KG mit Sitz in Fulda und die tegut… gute Lebensmittel GmbH & Co. KG mit Sitz in Fulda machen von der Befreiung gemäß § 264b HGB, einen Lagebericht zu erstellen sowie einen Jahresabschluss bzw. einen Lagebericht offen zu legen, Gebrauch. Geschäftsführungsorgane Geschäftsführer der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2021 sind: Jörg Blunschi, Röschenz/Schweiz, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Zürich Christian Keller, Frauenfeld/Schweiz, Leiter Direktion Finanzen der Genossenschaft Migros Zürich Die Geschäftsführer erhielten im Berichtsjahr weder Bezüge noch Vorschüsse. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda, und deren verbundene Unternehmen werden in den Konzernabschluss des Migros-Genossenschaft-Bund (MGB) mit Sitz in Zürich/Schweiz, der den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und veröffentlicht. Der offen gelegte Konzernabschluss des Migros Genossenschaft Bund ist am Sitz des MGB in Zürich unter www.migros.ch erhältlich.
Fulda, den 29. Juni 2022 Geschäftsführer Jörg Blunschi Christian Keller Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1.1. bis zum 31.12.2021
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21
Entwicklung des Konzerneigenkapitals(Eigenkapitalspiegel) vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der GMZ Deutschland Holding GmbH, Fulda, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GMZ Deutschland Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der gesetzlichen Vertreter ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 29. Juni 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Christian Kwasni, Wirtschaftsprüfer ppa. Martin Krüger, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde am 01.07.2022 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
8 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen