Fleischmarkt Olpe Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan-Phillip Markus seit 10.1.2025 | Geschäftsführer |
Sylvia Christina Vitt seit 13.6.2023 | Geschäftsführer |
Heiner Franz Manten seit 1.2.2023 | Prokura |
Sebastian Manten seit 1.2.2023 | Prokura |
Marcel Manten seit 6.3.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fleischmarkt Olpe GmbHOlpeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023FLEISCHMARKT OLPE GMBH, OLPEI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir betreiben am Standort Olpe einen Schlacht- und Zerlegebetrieb für Rind- und Schweinefleisch. Geschlachtet werden ausschließlich Rinder, die wir von Landwirten und Viehhändlern aus der Umgebung beziehen. Für die Schweinezerlegung greifen wir auf zugekaufte Schweinehälften zurück, die überwiegend von deutschen und zum Teil von belgischen Schlachthöfen geliefert werden. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Groß- und Einzelhandelsketten sowie Fleischwarenfabriken, Fleischerfachgeschäfte und Abnehmer aus dem Bereich der Gastronomie. 2. Forschung und Entwicklung Für den reibungslosen Ablauf unserer Produktionsprozesse ist eine optimierte Anlagen- und Steuerungstechnik von zentraler Bedeutung. Deshalb ist die kontinuierliche Erweiterung unseres Know-hows und Erneuerung der eingesetzten Technik besonders wichtig. Zusammen mit namhaften Herstellern entwickelt unser Technik-Team für uns angepasste Konzepte, die im Anlagenbau umgesetzt werden. Namhafte Zertifizierungsprogramme bieten uns die Möglichkeit, für unsere Qualitätsprodukte die Einhaltung höchster Anforderungen zu garantieren. Unsere Zertifikate werden regelmäßig nach den Standards der IFS (International Featured Standards) und der QS (Qualität- und Sicherheit) überprüft und erneuert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen ging 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 4 % zurück und umfasste 7,2 Mio. t Schlachtgewicht. Die Erzeugung bleibt damit aber weiterhin auf dem seit Jahren anhaltend hohen Niveau. Schweinefleisch hat weiterhin mit 58,3 % den höchsten Anteil an der Fleischerzeugung. Danach folgen Geflügelfleisch mit 21,2 % und Rindfleisch inkl. Kalbfleisch mit 13,9 %. Die Schweineschlachtungen gingen gegenüber dem Vorjahr um 6,8 % zurück. Das Schlachtaufkommen betrug nur noch 43,9 Mio. Tiere. Die erzeugte Fleischmenge erreichte knapp 4,2 Mio. t. Bei Rindfleisch wurde der Trend der vergangenen Jahre zur Verringerung der Produktion gestoppt. Die Schlachtungen blieben konstant bei 3 Mio. Stück. Die produzierte Schlachtmenge von knapp 1 Mio. t Rindfleisch erreichte ebenfalls das Vorjahresergebnis. 2. Geschäftsverlauf Durch die Qualität der angebotenen Produkte begegnen wir dem Verdrängungswettbewerb, ebenfalls durch Verlässlichkeit im Service. In einem erneut schwierigen geschäftlichen Umfeld des abgelaufenen Wirtschaftsjahres 2023 ist unsere Ausbringungsmenge insgesamt erneut gesunken und zwar um 7,6 % (rd. 1.902 Tonnen). Der Fleischmarkt Olpe befindet sich weiterhin im Transformationsprozess zum Mono-Rindfleischbetrieb, diverse unterjährige Umbaumaßnahmen führten zu eingeschränkten Produktionsbedingungen. Dementsprechend haben wir im Segment Schwein nach dem Rückgang im Vorjahr von 21,5 % (rd. 4.232 Tonnen) nun erneut einen Rückgang von 18,6 % (rd. 2.902 Tonnen) verzeichnet. Im Segment Rind konnte die Produktion um 10,5 % gesteigert werden auf rd. 10.530 Tonnen, die Ausbringungsmenge im Vorjahr betrug 9.530 Tonnen Rindfleisch. Unter Berücksichtigung der Bestandsminderung an unfertigen und fertigen Erzeugnissen, Waren von 587 TEuro (Bestandserhöhung 1.112 TEuro im Vorjahr) sank die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 0,2 % (188 TEuro). Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren stiegen im gleichen Zeitraum um 1,3 % (835 TEuro). Zudem musste ein Anstieg der Personalaufwendungen durch inflationsbedingter Lohnerhöhungen und Auslastungsdefiziten um 8,9 % auf 6.340 TEuro (Vorjahr 5.823 TEuro) aufgewogen werden, was nicht erreicht wurde. Segmentbezogen betrachtet sind im Vergleich zum Vorjahr die durchschnittlichen Schlachtviehpreise für Rinder um 6,6 % gesunken. Durch die Produktionserhöhung und gleichzeitigem verbessertem Rohertrag konnte der Deckungsbeitrag um 443 TEuro gesteigert werden. Sowohl die Schlachtkosten pro Stück als auch verminderte Zerlegestückkosten trugen ebenfalls zur Segmentergebnisverbesserung bei. Das Segment Schweinefleisch entwickelte sich hingegen erneut stark rückläufig. Die durchschnittlichen Einkaufspreise stiegen enorm um 28 %. Die erzielten Verkaufserlöse konnten die erhöhten Bezugskosten nicht ausreichend kompensieren, der Rohertrag sank extrem um 1.648 TEuro. Obwohl weniger produziert wurde stiegen die Personalaufwendungen der Schweinezerlegung, die sonstigen produktionsbezogenen Kosten für Verbrauchsmaterialien und Ersatzteile reduzierten sich, der Deckungsbeitrag sank um 1.316 TEuro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (einschließlich sonstige Steuern) konnten im Vergleich zum Vorjahr um 584 TEuro reduziert werden. Dies ist insbesondere auf verminderte Instandhaltungs-, Fahrzeug- und Fremdarbeitskosten sowie Leergutaufwendungen, Warentransportkosten extern sowie intern und Verpackungsmaterialaufwendungen zurückzuführen. Es wurde insgesamt ein negatives Betriebsergebnis (einschließlich sonstige Steuern) in Höhe von -1.776 TEuro (Vorjahr -915 TEuro) verbucht. Dieses Ergebnis blieb stark hinter unseren Erwartungen und ist vor allem dem um 1,1 %-Punkten erhöhtem Materialeinsatz geschuldet, der maßgeblich durch den Schweinefleischsektor verursacht wurde, das verbesserte Rindfleischgeschäft konnte diesen Verlust nicht kompensieren. Die von uns im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen lagen mit 806 TEuro (Vj. 1.476 TEuro) halb so hoch wie im Vorjahr, als ein überdurchschnittliches Investitionsjahr vorlag. Wir haben hiervon 23 % in Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert, 45 % in maschinelle Anlagen und den Neubau der Flotationsanlage, weitere 30 % entfallen auf die Anschaffung verschiedener Transportmittel, die verbleibenden 2 % verteilen sich auf Software und Büroausstattung. 3. Lage a) Ertragslage Unsere Ertragslage (Rohertrag) hat sich verschlechtert. Einer minimal um 0,2 % reduzierten Gesamtleistung steht ein gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % gestiegener Materialeinsatz entgegen. Die Personalintensität (Verhältnis Personalaufwand zur Gesamtleistung) ist leicht um 0,7 %-Punkte gestiegen. Absolut verringerte sich das Rohergebnis (inklusive sonstiger betrieblicher Erträge) um 919 TEuro auf 11.971 TEuro, die Personalaufwendungen stiegen um 516 TEuro auf 6.340 TEuro. Der relative Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (einschließlich sonstige Steuern) verminderte sich bezogen auf die Gesamtleistung um 0,7 %-Punkte und verringerte sich absolut um 584 TEuro. Das Finanzergebnis verschlechterte sich aufgrund gestiegener Zinsaufwendungen und erhöhtem Kapitalbedarf um 85 TEuro. Maßgeblich beeinflusst durch die erhöhte Materialintensität und dem damit zusammenhängenden verringerten Rohertrag sank das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (einschließlich sonstige Steuern) gegenüber dem Vorjahr um -946 TEuro auf -1.852 TEuro. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist weiterhin als gesichert zu bezeichnen. Die Gesellschaft verfügt über eine solide Finanzstruktur, eine jederzeit ausreichende Liquidität und damit über eine gleich bleibend gesicherte Zahlungsbereitschaft. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen werden generell - unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen - durch pünktliche Zahlung erfüllt. Das Anlagevermögen ist fristenkongruent finanziert. Das Working Capital war zum Bilanzstichtag mit 995 TEuro (Vorjahr 2.896 TEuro) positiv. Der erwirtschaftete Cashflow (Jahresüberschuss/-fehlbetrag zuzüglich Abschreibungen und Buchwert verkaufter Sachanlagen) sank erneut von -136 TEuro im Vorjahr auf -1.197 TEuro. Die Kundenforderungen verringerten sich um 17 TEuro und der Bestand unfertige, fertige Erzeugnisse und Waren um 587 TEuro. Dem entgegen erhöhten sich die Lieferantenverbindlichkeiten um 255 TEuro. Unter Berücksichtigung der getätigten Investitionen (806 TEuro) und der Aufnahme eines mittelfristigen Darlehens (93 TEuro) führten diese Bewegungen zu einem Finanzmittelabfluss von 950 TEuro. Der Finanzmittelbestand, der sich aus liquiden Mitteln und Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammensetzt, verringerte sich um 950 TEuro auf -1.277 TEuro. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr stark, ist aber weiterhin aufgrund des Konzerngruppenfinanzierungskonzeptes als solide zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote ist durch die Verlustvortragsbuchung jedoch auf unter 50 % gesunken und beträgt nur noch 41,3 % (Vorjahr 53,1 %), die Bilanzsumme verringerte sich um 9,5 % auf 10.702 TEuro (Vorjahr 11.827 TEuro). Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme stieg auf 57,0 % (Vorjahr 45,3 %), davon beträgt der Anteil kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber nahestehender Unternehmen 0,0 % (Vorjahr 4,0 %), Bankverbindlichkeiten liegen bei 13,3 % (Vorjahr 4,0 %). Durch die gestiegenen Investitionen erhöhte sich die Anlagenintensität von 29,3 % im Vorjahr auf 33,7 %. Der Anteil der Vorräte reduzierte sich auf 12,3 % (Vorjahr 16 %). Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich von 41,8 % auf 46,0 %. Hingegen sank der Anteil der kurzfristigen Ausleihungen an nahestehenden Unternehmen von 5,3 % auf 2,3 %. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für unsere interne Unternehmenssteuerung ermitteln wir monatlich den Rohertrag und den Deckungsbeitrag in % getrennt nach Warengruppen, also im Wesentlichen für die Bereiche Rind und Schwein. Aufgrund der unter 2. beschriebenen Umstände haben sich die Roherträge in 2023 in Summe gegenüber dem Vorjahr zurückentwickelt und zum negativen Betriebsergebnis geführt. Bei den betrieblichen Aufwendungen werden die Kosten für die Schlachtung und Zerlegung - auch hier getrennt nach Warengruppen - im Verhältnis zu den jeweiligen Stückzahlen betrachtet. Nach der unter 2. beschriebenen Verminderung der Gesamtleistung bei gleichzeitig insgesamt im größeren Maße gestiegenen Materialkosten lag der Deckungsbeitrag wieder stark unter dem des Vorjahres. III. Prognosebericht Trotz der wirtschaftlich weitestgehend als stabil zu bezeichnenden Lage in Deutschland ist auch künftig mit Ergebnis belastenden Ausfällen von Forderungen aus dem operativen Geschäft zu rechnen. Um dieses Risiko zu minimieren, überwachen wir die Bonität unserer Geschäftspartner laufend und definieren für jeden Geschäftspartner Limits. Allerdings ändern sich Bonitätseinschätzungen sehr schnell. Es kann daher trotz der Überwachung zu Ausfällen oder Zahlungsverzug bei unseren Vertragspartnern kommen. Um die Anzahl von Ausfällen weiterhin gering zu halten, werden die Abläufe des Mahnwesens konsequent strukturiert und eingehalten. In das Geschäftsjahr 2024 sind wir mit leicht negativen Ergebnissen gestartet die sich dann bis zur Jahresmitte massiv ausgeweitet haben. Die im Jahr 2023 drastisch gestiegenen Schweineeinkaufspreise stiegen nach einem leichten Abfall im ersten Quartal 2024 bis zur Jahresmitte 2024 weiter an, blieben im 3. Quartal konstant hoch und beeinflussten die Quartalsergebnisse maßgeblich, denn auch im Jahr 2024 konnten Preissteigerungen nicht durch Preissteigerungen am Absatzmarkt aufgefangen werden. Die Schweinefleischproduktion wurde in der ersten Jahreshälfte erhöht, jedoch waren die Deckungsbeiträge trotz umgesetzter Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiterhin nicht ausreichend hoch für eine zufriedenstellende Ergebnisbeteiligung. Dies führte dazu, dass der geplante Ausstieg aus der Schweinefleischzerlegung bereits zum Ende des 3. Quartals 2024 erfolgte, obwohl die geplante Rinderkapazitätserweiterung parallel noch nicht umgesetzt werden konnte. Die Vermarktung von Schweinefleisch findet weiterhin statt, jedoch wird das Sortiment zukünftig aus reiner Handelsware der Konzernmutter bestehen. Die nachhaltig unwirtschaftlich gewordene Schweinefleischzerlegung am Standort in Olpe zog ein Rückgang der Belegschaft von ca. 75 Personen mit sich, der Stellenabbau erfolgt unter Berücksichtigung sozialer Aspekte und ist noch nicht vollständig vollzogen, daraus resultierende hohe Kostensenkungen werden im 4. Quartal erwartet. Im Segment Rind sind die Einkaufspreise ab Jahresmitte angezogen, es konnte aber eine Mengensteigerung mit im Vergleich zum Vorjahr verbessertem Rohertragsergebnis erzielt werden, eine weitere Steigerung wird im 4. Quartal erwartet. Auch im Jahr 2024 wird der über unsere Besitzgesellschaft bereitgestellte Neubau der Flotationsanlage noch nicht abgeschlossen sein. Daher kann die geplante große Kapazitätserweiterung im Rindfleischsektor noch nicht umgesetzt werden. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 aufgrund dieser Umstände erneut ein stark negatives Gesamtergebnis. Durch die Fokussierung auf Rindfleischproduktion - mit zumindest leicht steigenden Produktionszahlen sowie Schweinefleischhandelswaren - gehen wir von einem kostendeckenden Quartalsmonatsergebnis 4/2024 aus und von positiven Ergebnissen nach Abschluss der Stellenabbaumaßnahmen im Laufe des 1. Quartals 2025. Aufgrund eines volatilen Fleischmarktes sehen wir uns nicht in der Lage, eine weiterreichende qualifizierte Prognose für das Geschäftsjahre 2025 abzugeben. Wir versuchen auch weiterhin positive Effekte durch die Ausschöpfung von Synergien innerhalb der Unternehmensgruppe zu erwirken, dies erhoffen wir uns insbesondere durch die nun erfolgte Zentralisierung der Schweinefleischzerlegung in Geldern sowie der Rindfleischproduktion am Standort in Olpe. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Als Unternehmen der Lebensmittelbranche mit einem gegebenen krisenanfälligen Marktumfeld bewegen wir uns operativ auf einem Markt mit einer Vielzahl von speziellen Risiken. Hierzu zählen im Wesentlichen quantitative Sättigungstendenzen auf dem deutschen Markt, vom Lebensmitteleinzelhandel ausgehender erheblicher Preisdruck, Kostendruck aufgrund verschärfter Hygiene- und Sicherheitsstandards, zunehmende Internationalisierung des Fleischmarktes und Konzentrationstendenzen innerhalb der Fleischbranche. Auch die typische Abhängigkeit der Branche von Ausgabenneigungen oder Beeinflussungen der Verbraucher durch Tierkrankheiten oder -seuchen birgt Risiken. In den vergangenen Jahren haben immer wieder Fälle von BSE, Maul und Klauenseuche (MKS), Vogelgrippe, Blauzungenkrankheit und Schweinepest den Fleischmarkt beeinflusst. Die branchenweite Bedrohungslage bezüglich der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat sich seit den Ausbrüchen in Osteuropa im Jahr 2022 - nach einem Rückgang im Jahr 2022 - nun wieder erhöht. Im Jahr 2023 gab es europaweit 44,4 % mehr Ausbrücke als im Jahr zuvor. In deutschen Tierhaltungsställen war lediglich ein Hausschwein mit dem APS-Virus infiziert (Quelle BLEBericht 2024), eine weitere Ausbreitung konnte durch regionale Notschlachtungen verhindert werden. Exportrisiken, beispielsweise durch die mögliche Einführung von Importzöllen für Waren aus Europa in die Vereinigten Staaten, haben auf uns keinen direkten Einfluss, da wir aktuell keine Handelsbeziehungen mit dieser Region pflegen und unsere Waren regional und europaweit vermarkten. Die konjunkturellen innerdeutschen und weltweiten Entwicklungen haben ebenfalls nur bedingt Einfluss auf uns. Kaufkraftverluste der Bevölkerung in Folge gestiegener Inflationsraten - verursacht durch den Ukrainekonflikt - spüren wird nicht direkt. Das Image der Branche hat jedoch einen deutlich größeren Einfluss auf das Konsumverhalten und damit auf unsere wirtschaftliche Lage. Der russische Überfall auf die Ukraine vom 24. Februar 2022 hat immer noch weitreichende Auswirkungen auf die weltweiten Agrarmärkte. Die weltweite Nahrungsmittelversorgung ist, insbesondere aufgrund der großen Exportbedeutung der Ukraine und Russlands bei Getreide, Mais und Düngemitteln, betroffen. Auch die Fleischwirtschaft wird stark von dem Kriegsgeschehen beeinflusst. Zwar hat der Außenhandel Deutschlands mit der Ukraine und mit Russland, bezogen auf Fleisch, mengenmäßig nur eine sehr geringe Bedeutung, der Krieg und die damit äußerst unsichere Versorgung des Weltmarktes mit Futtermittelkomponenten hat jedoch die Preise sprunghaft steigen lassen. Ertragsorientierte Risiken Ertragsrisiken ergeben sich insbesondere aus knappen Gewinnmargen und der volatilen Fleischmärkte sowie aufgrund der sich möglicherweise weiter verzögernden Fertigstellung der in Bau befindlichen neuen Flotationsanlage. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft steht in keinerlei Abhängigkeit von einzelnen Kunden oder Lieferanten. Bei unseren Finanzierungszusagen sind Zinsänderungsrisiken aufgrund von Ratingverschlechterungen wegen des negativen Betriebsergebnis 2023 sowie des zu erwartenden schlechten Jahresergebnisses 2024 vorhanden. Spezielle Risiken Spezielle Risiken bestehen derzeit für die Gesellschaft nicht, jedoch würde ein erneut schwaches Wirtschaftsjahr 2025 die Fortführungsperspektive einschränken und die Eigenkapitalsituation weiter schwächen. 2. Chancenbericht Wie bereits in den Vorjahren konnten auch in 2024 weitere Steigerungen bei der Belieferung von Handelsketten und größeren fleischverarbeitenden Betrieben erzielt werden. Es wird versucht weitere Gastronomiezulieferer als Kunden zu gewinnen. Zur Stärkung und Unterstreichung der Regionalbezogenen Ausrichtung wurde ein eigenes Werbelogo entworfen, welches die Verbundenheit mit der Region Hochsauerlandkreis wiederspiegeln soll. Ebenso wir das Biofleischangebot kontinuierlich gefördert und ausgebaut. Die zum Ende des 3. Quartals 2024 vollzogene Neuausrichtung auf den Vertreib von Rindfleischwaren aus eigener Herstellung sowie der Vermarktung von Schweinefleischhandelswaren ist vielversprechend gestartet und stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Synergieeffekte bei Beschaffung und dem Transport der Waren sowie Personaleinsparungen mindern die Kostenstruktur der Standorte. Nach Fertigstellung der neuen Flotationsanlage ist mit einer Produktionssteigerung zu rechnen, dies ermöglicht es die Schlachtkosten pro Stück weiter zu senken. Vor dem Hintergrund der zu beobachtenden Marktentwicklungen, wie Dezentralisierung, möglichst kurze Transportwege, regionale Fleischvermarktung, Nachverfolgbarkeit der Herkunft und verstärkte Nachfrage nach Bioprodukten, sind zur Stärkung des Standortes und Erweiterung der Schlachtkapazitäten in den nächsten Jahren weitere Investitionen geplant. Gleichzeitig befinden wir uns in einem ständigen Verbesserungsprozess was die Optimierung der Abläufe und damit die Effizienz in allen Betriebsbereichen betrifft. 3. Gesamtaussage Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Insgesamt kommen wir zu der Beurteilung, dass gefährdende Risiken für den Fortbestand des Unternehmens bestehen, deren Eintritt jedoch aufgrund der gestarteten Unternehmensneuausrichtung zum jetzigen Zeitpunkt und nach gegenwärtiger Einschätzung nicht wahrscheinlich ist. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Kreditzusagen von Kreditinstituten. Zu Kreditinstituten bestehen zwei langjährige Geschäftsbeziehungen. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eine durchaus konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird eine fortlaufende Liquiditätsbetrachtung vorgenommen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über einen Kreditversicherungsschutz. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Olpe, 23. Dezember 2024 FLEISCHMARKT OLPE GMBH Geschäftsführung Marcel Manten Petra Manten Sylvia Christina Vitt BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023FLEISCHMARKT OLPE GMBH, OLPEAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023FLEISCHMARKT OLPE GMBH, OLPEI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Fleischmarkt Olpe GmbH hat ihren Sitz in Olpe. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter HRB 7144 eingetragen. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Größenabhängige Aufstellungserleichterungen für mittelgroße Gesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungsgrundsätze freiwillig nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die auf den Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt (Ansatz- und Bewertungsstetigkeit). Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind weitgehend im Anhang zu finden. III. ALLGEMEINE ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare oder degressive Abschreibungen angesetzt. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer. Abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die im Geschäftsjahr 2023 zugegangen sind, wurden unter Berücksichtigung des tatsächlichen Abnutzungsverlaufes und Werteverzehrs nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben. Analog zu § 6 Abs. 2 EStG wurden abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- und Herstellungskosten 800 Euro nicht übersteigen, sofort abgeschrieben. 2. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. 3. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse weist die Besonderheit auf, dass es auf Grund der Kuppelproduktion und der vielfältigen Kuppelprodukte unmöglich ist, die den einzelnen Produkten zuzurechnenden Herstellungskosten zu ermitteln. Aus diesem Grund wurden die fertigen Erzeugnisse mit einem vom Verkaufswert abgeleiteten Wert bewertet. Es handelt sich dabei um einen Zeitwert, der vom Absatzmarkt her festgelegt wird. Die Ermittlung erfolgt retrograd, ausgehend von den durchschnittlichen Verkaufspreisen um den Bilanzstichtag und vermindert um Bewertungsabschläge, die auf Kalkulationen der Betriebsabrechnung beruhen und allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie einen durchschnittlichen Unternehmensgewinn berücksichtigen. 4. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht gegen Ausfälle versicherten Netto-Forderungen Rechnung getragen. 5. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. 6. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. 7. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Die unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesene Rückstellung für den Aufwand aus der öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtung, die Geschäftsunterlagen aufzubewahren, wurde auf Grund ihrer Höhe von 16.500,00 € aus Vereinfachung und Unwesentlichkeit nicht auf den Bilanzstichtag gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Weitere Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren nicht zu bilden. 8. Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. IV. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ 1. Die Entwicklung des Anlagevermögens (einschließlich der Angabe der im Geschäftsjahr 2023 vorgenommenen Abschreibungen) ist dem als Anlage A zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. 2. Zur Gliederung der Vorräte wurde wie in den Vorjahren von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht und die Posten B I 2 und B I 3 unter der Bezeichnung "Unfertige und fertige Erzeugnisse, Waren" zusammengefasst. Die Zusammenfassung erfolgte, da die Erzeugnisse in verschiedenem Fertigungszustand verkauft, teils hergestellt oder gekauft werden und keine Anhaltspunkte für eine sachgerechte Aufteilung bestehen. 3. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden antizipative Steuererstattungsansprüche aus im Folgejahr abzugsfähigen Vorsteuern in Höhe von EUR 28.386,12 ausgewiesen. 4. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in dem nachfolgend abgebildeten Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von EUR 184.044,01 durch Sicherungsübereignung besichert. 5. Zum Abschlussstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von insgesamt EUR 1.652.304,99. 6. Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Verträgen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens des Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In der Position "sonstige betriebliche Erträge" sind außergewöhnliche Erträge i.H.v. TEUR 66 enthalten. Es handelt sich um Erträge aus der Gewährung eines Entlastungsbetrages im Rahmen der Strompreisbremse. VI. SONSTIGE ANGABEN 1. Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 149 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt. Darin sind 16,75 Teilzeitbeschäftigte enthalten. 2. Die Geschäftsführung der Fleischmarkt Olpe GmbH wird durch Herrn Marcel Manten, Gesamtgeschäftsführer, Frau Petra Manten, Gesamtgeschäftsführerin (ab 6.6.2023), Frau Sylvia Christina Vitt, Gesamtgeschäftsführerin (ab 6.6.2023), Herrn Ian Patrick Gelderman, Gesamtgeschäftsführer (bis 6.6.2023) wahrgenommen. 3. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt, da bei Nennung der Bezüge die schutzwürdigen Interessen der Geschäftsführer beeinträchtigt wären. 4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Gesellschaft erzielt nachhaltig hohe Verluste, die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht.
Olpe, 23. Dezember 2024 FLEISCHMARKT OLPE GMBH Geschäftsführung Marcel Manten Petra Manten Sylvia Christina Vitt Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 20. Januar 2025 festgestellt. Die Gesellschafter haben mit Beschluss vom 20. Januar 2025 beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Anlage A
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Fleischmarkt Olpe GmbH, Olpe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Fleischmarkt Olpe GmbH, Olpe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Fleischmarkt Olpe GmbH, Olpe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt VI. des Anhangs sowie die Angaben in den Abschnitten III. und IV. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft anhaltend hohe Verluste erzielt und ein erneut schwaches Geschäftsjahr 2025 mit hohen Verlusten - was nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen nicht wahrscheinlich ist - die Fortführungsperspektive einschränken und die Eigenkapitalsituation weiter schwächen wird. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Olpe, 30. Dezember 2024 HFB
GmbH
Sommer, Wirtschaftsprüfer |
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