Schumacher Dienstleistung & Security GmbH
Selbe AdresseSicherheitsdienste a. n. g.
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jakob Jan Czapski seit 18.1.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ECO Remarketing GmbHEnnigerlohJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Unternehmens Die ECO Remarketing GmbH ist ein international agierendes Unternehmen im Bereich E-Waste-Management, Recycling und Refurbishment von IT- und Elektronikgeräten. Das Geschäftsmodell umfasst den Ankauf gebrauchter Geräte, deren logistische Abwicklung, die fachgerechte Aufbereitung sowie die umweltkonforme Verwertung nicht mehr nutzbarer Komponenten. Die Kernleistungen beinhalten die vollständige Organisation von Abholungen, die professionelle Prüfung und Instandsetzung remarketingfähiger Geräte sowie die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe aus nicht wiederverwendbaren Materialien. Aufbereitete Produkte werden über internationale Absatzkanäle erneut vermarktet; zurückgewonnene Rohstoffe fließen in den Wertstoffkreislauf zurück. Das Unternehmen verfügt über ein breites globales Netzwerk mit über 1.500 Geschäftspartnern in mehr als 60 Ländern. Dies ermöglicht die effiziente Verarbeitung großer Materialvolumina sowie deren internationale Platzierung im Markt. Die Wertschöpfung entsteht insbesondere durch den Ankauf und die Verwertung von E-Waste, durch effiziente Recycling- und Refurbishmentprozesse sowie durch den Verkauf aufbereiteter Geräte und zurückgewonnener Rohstoffe. Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind zentrale Bestandteile des Geschäftsmodells. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Allgemeines Marktumfeld Die Covid 19-Pandemie hat auch in 2021 das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben geprägt. Nachdem die Wirtschaftsleistung im Sommer trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe, die aus Störungen der globalen Lieferketten resultierten, wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende gestoppt. Nach dem Einbruch im Krisenjahr 2020 - damals schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 4,6 % - wuchs die deutsche Wirtschaft zwar wieder um 2,9 %. Das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 hat Deutschland jedoch noch nicht wieder erreicht. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im 4. Quartal 2021 von rund 45,4 Mio. Erwerbstätigen (- 172.000 Personen) erbracht. Demzufolge ist die durchschnittliche Erwerbslosenquote um 1,5 Punkte auf 3,2% gesunken. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt gegenüber 2020 auf Grund gefallener Energiepreise und der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung nur um 3,1 %. Die Corona-Krise hat im Jahr 2021 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zu einem Finanzierungsdefizit des Staates in Höhe von 132,5 Milliarden Euro geführt. (Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 025 vom 19. Januar 2022) Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 war der Markt weiterhin von erheblichen Versorgungsengpässen geprägt. Wesentliche Ursachen waren die anhaltende Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen bei IT-Neuanschaffungen, der geringe Entledigungswille privater Haushalte bei Elektroaltgeräten sowie der globale Chipmangel. Letzterer führte weltweit - unter anderem in der Automobil- und Elektronikindustrie - zu Produktionsstillständen und verringerte damit die verfügbaren Mengen in kommunalen Sammelstellen und größeren Verwertungsanlagen. Trotz beginnender Impfkampagnen und einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität konnte keine nachhaltige Verbesserung der Versorgungssituation festgestellt werden. Der bereits aus den Vorjahren bekannte Margendruck setzte sich deshalb fort. Die Nachfrage nach Metallen und Rohstoffen blieb grundsätzlich hoch, was sich in steigenden Preisen für Eisen- und Nichteisenmetalle widerspiegelte. Gleichzeitig blieb das Angebot knapp - zusätzlich verstärkt durch massive Einschränkungen im internationalen Containerverkehr. Fehlende Leercontainer in westlichen Häfen und Überkapazitäten in Asien führten zu Leerfahrten und deutlich erhöhten Frachtraten, was insbesondere Importlieferungen belastete. Diese Rahmenbedingungen führten zu spürbaren Rückgängen in den verfügbaren Mengen aus Vorbehandlungsanlagen und kommunalen Lieferstrukturen. Entsprechend kam es - wie bereits im Vorjahr - zu Versorgungslücken bei größeren Verwertungsbetrieben und Kupferhütten. Aufgrund der begrenzten Rohstoffverfügbarkeit nahm die Bedeutung minderwertigerer E-Schrottfraktionen und Leiterplatten zu, da diese zur Sicherung der Materialversorgung zunehmend akzeptiert wurden. Für die kommenden Jahre ist weiterhin von einem Rückgang hochwertiger Materialqualitäten auszugehen. Gründe hierfür sind unter anderem Qualitätsverluste in der Elektronikproduktion sowie generell kürzere Produktlebenszyklen, die langfristig zu einer Veränderung der verfügbaren Fraktionen im Markt führen. Wichtige Indikatoren für die geschäftliche Tätigkeit sind die Metallpreise, insbesondere für Edelmetalle wie Kupfer und Gold. Im Geschäftsjahr 2021 entwickelten sich die Preise für Gold, Silber und Kupfer volatil, blieben jedoch überwiegend auf erhöhtem Niveau. Der Goldpreis bewegte sich im Jahresverlauf zwischen rund 1.415 EUR und 1.650 EUR je Feinunze. Der durchschnittliche Jahrespreis lag bei etwa 1.522 EUR je Feinunze und damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Die Preisentwicklung war geprägt von schwankenden Inflations- und Zinserwartungen sowie einer zeitweise geringeren Nachfrage nach sicheren Häfen. Der Silberpreis bewegte sich im Geschäftsjahr 2021 in einer Spannbreite zwischen rund 21,70 EUR und 20,40 EUR je Feinunze. Der durchschnittliche Jahrespreis lag bei etwa 19,94 EUR je Feinunze und damit auf einem erhöhten, jedoch gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufigen Niveau. Der Kupferpreis zeigte eine deutlich stärkere Dynamik. Getrieben durch die globale industrielle Erholung und hohe Nachfrage aus dem Elektro- und Energiesektor erreichte Kupfer zeitweise historische Höchststände. Der Preis bewegte sich im Jahr 2021 überwiegend zwischen 6.433 EUR und 9.739 EUR je Tonne. Der Jahresdurchschnitt lag bei rund 8.722 EUR je Tonne. Insgesamt war das Jahr 2021 durch ausgeprägte Preisbewegungen gekennzeichnet. Während Gold und Silber nach dem außergewöhnlichen Vorjahr eine moderat rückläufige bis seitwärts gerichteter Entwicklung zeigten, profitierte Kupfer deutlich von der anhaltend starken industriellen Nachfrage. 2.2 Versorgungs- und Beschäftigungslage/Geschäftsverlauf Die selbst gesetzte Zielvorgabe, das Handelsvolumen des Vorjahres zu steigern, konnte trotz schwieriger Bedingungen erreicht werden. Das Geschäftsjahr 2021 war ähnlich wie das Vorjahr durch das Corona-Virus bedingte Grenzschließungen und Betriebsschließungen bei Lieferanten negativ beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2021 konzentrierte sich das Unternehmen verstärkt auf Maßnahmen zur Kostenoptimierung sowie zur Umsatzsteigerung. Trotz steigender Energiekosten und erhöhter Frachtraten infolge der eingeschränkten Verfügbarkeit logistischer Kapazitäten verfolgte das Kostenmanagement konsequent das Ziel, diese Belastungen weitgehend zu kompensieren und das Gesamtkostenniveau nachhaltig zu stabilisieren. Vor Ausbruch der Pandemie standen mittel- und hochwertige Fraktionen aus dem Rückbau von Elektro- und Elektronikschrott in ausreichendem Umfang zur Verfügung, wenngleich der Markt durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet war. Ein strategischer Kurswechsel im Einkauf führte zu einer stärkeren Fokussierung auf die Unterstützung bestehender Lieferanten anstelle einer primären Ausrichtung auf die Neuakquise. Durch eine transparente Einkaufspolitik sowie die Qualifizierung neuer A-Lieferanten konnten ausfallende margenschwächere Mengen erfolgreich kompensiert werden, was insgesamt zu einer spürbaren Verbesserung der Marge beitrug. Das Management arbeitete teilweise im Homeoffice. Dank einer zügigen IT-Implementierung verliefen sämtliche Prozesse reibungslos. Kommunikation, administrative Abläufe und Qualitätskontrollen - Letztere mittels Videokonferenzen - konnten ohne Einschränkungen gewährleistet werden. Verträge und Rechnungen wurden fortlaufend und fristgerecht bearbeitet, sodass es zu keinerlei Verzögerungen für Lieferanten oder Kunden kam. Trotz dieser strukturellen Stabilität führte die nach wie vor im Verhältnis zu den räumlichen und personellen Kapazitäten hohe Materialzufuhr, kombiniert mit einer nur schleppend voranschreitenden Verarbeitung, weiterhin zu überdurchschnittlichen Materialbeständen. Auf den relevanten Märkten waren mittel- und hochwertige Fraktionen aus dem manuellen Rückbau von Elektro- und Elektronikschrott grundsätzlich verfügbar. Allerdings verlagert sich das Angebot zunehmend in weiter entfernte Auslandsmärkte. Der Markt für Elektronikschrotte bleibt wettbewerbsintensiv und stark umkämpft. Dies ist insbesondere auf die ausgeprägte Verhandlungsmacht einzelner zentraler Abnehmer sowie die daraus resultierenden preisstrategischen Vorgaben zurückzuführen. Am Standort in Ennigerloh hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 30 Mitarbeiter, davon 1 Geschäftsführer, 4 im Vertrieb, 9 in der Administration sowie 16 im Lager beschäftigt. 2.3 Vermögens-, Finanz und Ertragslage Die Bilanzsumme ist mit TEUR 10.074 (Vj.: TEUR 8.362) höher als im Vorjahr. Das Anlagevermögen hat einen Anteil von ca. 6% der Bilanzsumme und ist bedingt durch Investitionen in das Sachanlagevermögen auf TEUR 589 (Vj.: TEUR 393) angestiegen. Im Berichtsjahr 2021 belaufen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEUR 6.686 (Vj.: TEUR 4.555). Grund dafür ist vor allem das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2021. Im Berichtsjahr 2021 reduzierten sich die Vorräte von TEUR 2.464 auf TEUR 1.661, was vor allem auf geringere geleistete Anzahlungen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen ist. Die übrigen Aktiva verzeichneten dagegen nur geringe Veränderungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen im Berichtsjahr TEUR 1.222 (Vj.: TEUR 1.361) und konnten durch Tilgung bestehender Kredite reduziert werden. Im Berichtsjahr 2021 wurden keine neuen Kredite aufgenommen. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 650 (Vj.: TEUR 363) und liegen somit über dem Niveau des Vorjahres, was auf höhere kreditorische Debitoren bzw. Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.410 auf TEUR 6.336 erhöht. Zudem sind die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von TEUR 82 auf TEUR 430 angestiegen. Diese Veränderungen sind auf den Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2021 zurückzuführen. Das Eigenkapital belief sich im Berichtsjahr 2021 auf TEUR 1.044 (Vj.: TEUR 802). Damit erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 10,4 % (Vj.: 9,6 %). Der Anstieg ist ausschließlich auf den erzielten Jahresüberschuss zurückzuführen. Für das Berichtsjahr ergibt sich ein Mittelzufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 454 (Vj.: TEUR 279). Dieser ist insbesondere auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhaltener Anzahlungen und sonstiger Verbindlichkeiten zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt bedingt durch Investitionen in das Sachanlagevermögen TEUR - 234 (Vj.: TEUR - 33). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt aufgrund der planmäßigen Tilgungen und Zinszahlungen im Berichtsjahr 2021 TEUR - 222 (Vj.: - 245). Der kurzfristige Liquiditätsbedarf ist aufgrund bestehender Kreditlinien sichergestellt. Wie in den Vorjahren wurden auch im Berichtsjahr die Bankdarlehen planmäßig zurückgeführt. Zum 31.12.2021 belaufen sich die Bankverbindlichkeiten auf TEUR 1.222 (Vj.: TEUR 1.361) und haben sich somit planmäßig reduziert. Da die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2021 sich verzögert hat, haben wir Covenants in den Darlehensverträgen in Bezug auf die zeitnahe Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der damit einhergehenden Einreichung eines testierten Jahresabschlusses für 2021 verletzt. Bis zur Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 2021 mussten wir jedoch mit keinen wesentlichen negativen Konsequenzen rechnen und haben inzwischen ein Großteil des Fremdkapitals getilgt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Gleichwohl ist die finanzielle Situation insgesamt als herausfordernd einzustufen. Der Finanzmittelbestand verringerte sich im Verlauf des Jahres von TEUR 2,4 auf TEUR 0,6 zum 31. Dezember 2021. Im Geschäftsjahr 2021 ist das Rohergebnis i.H.v. TEUR 5.093 (Vj.: TEUR 3.195) im Vergleich zum Vorjahr absolut um TEUR 1.898 bzw. relativ um ca. 59% höher. Unter Berücksichtigung eines Materialaufwandes i.H.v. TEUR 46.144 (Vj.: TEUR 35.554), Personalaufwand i.H.v. TEUR 1.441 (Vj.: TEUR 1.325) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. TEUR 3.298 (Vj.: TEUR 2.045) ergibt sich ein Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 242 (Vj.: Jahresfehlbetrag TEUR 368). Das positive Ergebnis ist auf eine höhere EBIT-Marge zurückzuführen, die durch den verstärkten Ein- und Verkauf margenstärkerer Qualitäten erzielt wurde und sich in höheren Verkaufspreisen widerspiegelte. So beträgt die Marge im Geschäftsjahr 0,8% und hat sich im Gegensatz zum Vorjahr (-0,6%) deutlich verbessert. Folglich hat sich der Materialaufwand unterproportional zum Umsatz entwickelt. Gleichzeitig hat sich die Materialaufwandsquote im Berichtsjahr 2021 von 92% im Vorjahr auf 90% verbessert. Die Personalaufwandsquote liegt unter dem Stand des Vorjahres und beträgt 2,82% (Vj.: 3,43%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 3.298 (Vj.: TEUR 2.045) deutlich über dem Niveau des Vorjahres und haben sich um ca. 60% erhöht. Die Erhöhung hierbei ist im Wesentlichen auf höhere Transport- und Frachtkosten sowie auf hohe Wertberichtigungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. 2.4 Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Indikatoren liegt unser Fokus im Wesentlichen auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung des EBIT Daneben verfolgen wir nachrangig das Ziel einer Steigerung der Umsatzerlöse. Das im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Jahresergebnis beträgt TEUR 242 (Vj.: TEUR - 368). Dieses Ergebnis liegt über dem Niveau des Vorjahres und entspricht unseren Erwartungen. Wesentliche Gründe für diese Entwicklung waren - wie im vorangegangenen Abschnitt dargestellt - die zufriedenstellende operative Geschäftsentwicklung sowie die erreichte Margenverbesserung. 2.5 Gesamtaussage Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2021 wird von der Geschäftsführung insgesamt als zufriedenstellend bewertet. Zwar wirkten sich die Coronapandemie sowie die damit einhergehenden globalen Herausforderungen und Unsicherheiten negativ auf die Ertragslage aus, jedoch konnten diese Belastungen durch den Ausbau neuer Geschäftsbeziehungen sowie durch Umsatzsteigerungen weitgehend kompensiert werden. Die positiven Entwicklungen im Geschäftsjahr 2021 sowie die aktuell solide Auftragssituation lassen die Geschäftsführung zuversichtlich in die Zukunft blicken. Zusammenfassend war es für die ECO Remarketing GmbH aufgrund des Umsatzanstieges von ca. 32% und des positiven Jahresergebnisses ein zufriedenstellendes Jahr. So konnte zudem die EBIT-Marge von -0,6% auf 0,8% gesteigert werden 3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 3.1 Chancenbericht Die Versorgung des Unternehmens ist durch eine ausreichend große Anzahl an Lieferanten aus Deutschland, Europa und anderen Kontinenten gesichert. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über ausreichend diversifizierte Absatzwege für ihre Produkte. Der Trend zur Nachhaltigkeit und die damit verbundene Wiederverwendung in der Recyclingbranche ist ein positiver Werttreiber und schafft damit ein vielversprechendes Markt- und Wettbewerbsumfeld für die Zukunft. Die ECO Remarketing GmbH ist aufgrund ihres spezialisierten Knowhows und ihrer langjährigen Branchenerfahrung gut gerüstet, um die gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen der europäischen Gesetzgebung und des Kreislaufwirtschaftsgesetzes umzusetzen und sich somit gut im Markt zu positionieren. Um unsere Wettbewerbsposition zu verbessern, werden wir weitere Investitionen im Bereich von Hard- und Software vornehmen und unsere internen Prozesse und Aktivitäten stetig an die neuen Rahmenbedingungen anpassen. Mit dem Umzug am 1. November 2020 von Bönen nach Ennigerloh konnten wir unsere interne Organisation und unser Lagermanagement optimieren. Wir sehen hier weitere Potenziale zur Effizienzsteigerung. 3.2 Risikobericht Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die weiterhin volatile Preisentwicklung - insbesondere im Energiebereich - auf die Absatzmengen und die künftige Auftragslage haben wird. Trotz einer insgesamt rückläufigen Inflationsrate können steigende oder schwankende Energie- und Frachtkosten infolge geopolitischer Konflikte wie z.B. dem Ukrainekrieg die Kostensituation unseres Unternehmens nach wie vor spürbar negativ beeinflussen. Ferner besteht mit einem Großteil der Kunden eine langjährige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehung. Bei erkennbaren finanziellen Ausfall- oder Bonitätsrisiken werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Das Risiko von Forderungsausfällen bleibt dennoch bestehen und wird fortlaufend überwacht, insbesondere im Hinblick auf mögliche Veränderungen der wirtschaftlichen Situation einzelner Kunden. Obwohl der Kostenanstieg akutell geringer ausfällt als in den Vorjahren und sich teilweise stabilisiert hat, beobachtet die Geschäftsführung die veränderte Risikolage weiterhin fortlaufend und kritisch, um angemessen darauf reagieren zu können. Zu den Risiken der Branche gehört ebenfalls die Volatilität der Kupfer- und Edelmetallpreise. Diese Preisrisiken werden minimiert und weitestgehend eliminiert, insbesondere dadurch, dass die Preise für Lieferungen im gleichen Zeitpunkt fixiert werden wie die Preise mit den Abnehmern dieser Materialien. Die Geschäftsführung identifiziert, qualifiziert und quantifiziert die Risiken. Die Geschäftsführung wird dadurch in die Lage versetzt, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir außerdem in konjunkturellen Einflüssen sowie in einer sich danach ausrichtenden Preispolitik des Wettbewerbs. 3.3 Prognosebericht Das Geschäftsjahr 2022 wurde, vorbehaltlich der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31.12.2022, mit einem deutlich besseren EBIT i.H.v. 2,7 Mio. EUR, als erwartet abgeschlossen. Die im Vergleich zu 2021 wesentlich bessere Entwicklung resultiert insbesondere aus einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse auf ca. 79 Mio. EUR sowie einer verbesserten EBIT-Marge. Wesentliche Treiber hierfür waren die weitreichenden Lockerungsmaßnahmen nach der Coronapandemie und die damit verbundene Nachholeffekte bzw. die Rückkehr zu einem normalisierten wirtschaftlichen Umfeld. Auch die Geschäftsjahre 2023 und 2024 waren vorbehaltlich der ausstehenden Jahresabschlussprüfungen sowie der noch durchzuführenden Abschlussbuchungen positiv geprägt und die Umsatzerlöse konnten auf ca. 80 Mio. EUR in 2023 sowie auf 95 Mio. EUR in 2024 erhöht werden. Der vorläufige EBIT für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 beläuft sich auf jeweils ca. 3 Mio. EUR. Die positive Entwicklung in den beiden Geschäftsjahren 2023 und 2024 ist insbesondere auf die Verhandlung besserer Konditionen sowie Preise mit unseren wichtigsten Kunden und Lieferanten zurückzuführen. In der IT-Recyclingbranche ist eine Umsatz- und Ertragsprognose mit sehr großen Unsicherheiten behaftet, da dieser Markt von verschiedenen volatilen Faktoren wie Edelmetallpreise, Einkaufspreise für unsere Waren sowie Dollarkurs abhängig ist. Gleichwohl planen wir aus den genannten Gründen nach derzeitigem Kenntnisstand unter Berücksichtigung der aktuellen Auftragslage sowie der Prognosen von Experten bezüglich der Konjunktur mit einer weiteren positiven Entwicklung der Umsatzerlöse im laufenden Geschäftsjahr 2025 i. H. v. 80-90 Mio. EUR und einem EBIT von ca. 3 Mio. EUR. Für das Jahr 2026 rechnen wir mit Umsatzerlösen und einem EBIT auf dem Niveau des Vorjahres.
Ennigerloh, 19. Dezember 2025 gez. Geschäftsführer Jakob Jan Czapski BilanzAktiva scroll
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Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021I. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft mit Sitz in Ennigerloh ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Münster im Handelsregister B 19165. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 (2) HGB. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss der ECO Remarketing GmbH wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in Staffelform aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen. Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um die bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr planmäßig fortgeführten Abschreibungen, angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, zeitanteiliger, linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände bemessen. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungskostenbewertet und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert, die nach den voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern bemessen wurden. Bei den beweglichen Vermögensgegenständen wurde die lineare Abschreibungsmethode in Ansatz gebracht. In den Kalenderjahren 2012 bis 2021 wurden abnutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 410,00 bzw. € 800,00 entsprechend dem Bewertungswahlrecht gem. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel im Jahr des Zugangs gleichzeitig als Abgang ausgewiesen. Insgesamt waren diese Positionen von untergeordneter Bedeutung, so dass diese Vorgehensweise für handelsbilanzielle Zwecke übernommen wurde. Bei den Abgängen wurden die Abschreibungen pro rata temporis berücksichtigt. Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen zum Bilanzstichtag bewertet. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet; dem möglichen Ausfall- und Zinsrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden mit ihrem jeweiligen Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen des Geschäftsjahres für Aufwendungen künftiger Zeiträume. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bilanziert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Steuerrückstellungen werden i. H. des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert. III. Angaben zur Bilanz Der Anlagenspiegel ist als Anlage zum Anhang beigefügt. Die Gesellschaft weist zum Ende des Geschäftsjahres Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von T€ 15,3 (Vorjahr T€ 0,0) aus, die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind Sie wurden mit 2,5% p.a. verzinst. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten im Wesentlichen Körperschaftssteuer- und Gewerbesteuererstattungen i.H.v. T€ 667 (Vorjahr T€ 509). Das gezeichnete Kapital beträgt € 25.000,00. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte abgesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche aus Steuern in Höhe von T€ 246,8 (Vorjahr: T€ 141,3) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von T€ 365 (Vorjahr: T€ 190) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Hiervon ausgenommen sind im Vorjahr Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 400 mit einer Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Verpflichtungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (T€ 92,9), Urlaubsrückstellungen (T€ 43,4) sowie Aufbewahrungskosten (T€ 10,0). Die Steuerrückstellungen beinhalten die Gewerbesteuer (T€ 218) und die Körperschaftssteuer (T€ 22). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Aufwendungen für Altersversorgungen sind in Höhe von T€ 1,6 (Vorjahr T€ 2,0) in den Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten. Aufwendungen aus Währungsumrechnungen sind in Höhe von T€ 95,3 (Vorjahr T€ 36,3) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 54,6 (Vorjahr T€ 16,3) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Im Berichtsjahr 2021 sind außergewöhnliche Aufwendungen angefallen, da Einzelwertberichtigungen bei den Forderungen i. H. v. T€ 779,5 (Vorjahr T€ 59,1) vorgenommen werden mussten. V. Sonstige Angaben Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 27 Mitarbeiter (14 gewerbliche Arbeitnehmer und 13 Angestellte) im Sinne des § 267 HGB. Zum 31. Dezember 2021 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) im Gesamtbetrag i. H. v. T€ 858,9. Sie bestehen aus Miet- und Pachtverträgen mit einer Laufzeit von 3 Jahren und einem Gesamtbetrag von T€ 717,6 sowie diversen Leasingverträgen mit einer Laufzeit zwischen 3 und 36 Monaten i. H. v. T€ 141,3. Zu den o. a. sonstigen finanziellen Verpflichtungen besteht eine Mietbürgschaft in Höhe von T€ 40,0. Zudem besteht eine mittelbare Pensionsverpflichtung gegenüber einem externen Versicherer mit einer Laufzeit von 32 Jahren und einer jährlichen Zahlungsverpflichtung in Höhe von T€ 12,9. Vorschlag für die Verwendung des ErgebnissesDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 242.038,33 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Angaben über die Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB wurden gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung von Herrn Jakob Jan Czapski, Meschede, kaufmännischer Geschäftsführer wahrgenommen.
Ennigerloh, 19. Dezember 2025 gez. Geschäftsführer Jakob Jan Czapski sonstige Berichtsbestandteile
Ennigerloh, 19. Dezember 2025 gez. Geschäftsführer Jakob Jan Czapski Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 12.01.2026 festgestellt. BestätigungsvermerkFür Zwecke der Offenlegung wurden größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Eco Remarketing GmbH, Ennigerloh Eingeschränkte Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der ECO Remarketing GmbH, Ennigerloh - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der ECO Remarketing GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt „GRUNDLAGE FÜR DIE EINGESCHRÄNKTEN PRÜFUNGSURTEILE“ beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen, den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt „GRUNDLAGE FÜR DIE EINGESCHRÄNKTEN PRÜFUNGSURTEILE“ beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE EINGESCHRÄNKTEN PRÜFUNGSURTEILE Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von TEUR 1.294 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil ich die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnte. Ich kann daher nicht ausschließen, dass Änderungen, insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Düsseldorf den, 19. Dezember 2025 Dr. Okan Bülbül, Wirtschaftsprüfer |
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