Pillar
Europe GmbH (vormals: Nippon Pillar Europe GmbH)
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023
I. Grundlagen des Unternehmens
Die Nippon Pillar Europe GmbH (NPEU) wurde im Juli
2018 als 100%ige Tochtergesellschaft der Nippon Pillar
Packing Co., Osaka, Japan (NPPC) gegründet. Der Sitz
unserer Gesellschaft befindet sich seit Ende 2018 in
Feldkirchen bei München. Seit dem 9. Oktober 2024
firmiert die Gesellschaft unter Pillar Europe GmbH.
Unsere Geschäftstätigkeit beinhaltet den
Handel und den Vertrieb von Dichtungsprodukten, angefangen
von Stopfbuchspackungen über Dichtungen und
Gleitringdichtungen bis hin zu Fluorharzprodukten
(Armaturen, Pumpen) für eine Vielzahl von
Industriebereichen, insbes. der Halbleiter-, aber auch der
Automobil-, Öl- und Gasindustrie.
Organisatorische Struktur
Im Rahmen des Konzerns nimmt die NPEU die Stellung
eines Headquarters in Europa, insbesondere in der
Europäischen Union, ein. Die Gesellschaft ist für
den Handel und den Vertrieb von Konzernprodukten sowie die
Erschließung neuer Absatzmärke innerhalb Europas
verantwortlich. So konnten der Service und der Support
für die Kunden von NPPC in Europa verbessert werden;
das u.a. auch dadurch, dass die Kunden von auf den
jeweiligen Industriebereich (Halbleitermarkt einerseits
bzw. Öl- und Gasmarkt andererseits) spezialisierten
Ansprechpartnern und Teams betreut werden.
Rechtliche Struktur
Unsere Gesellschaft hat die Rechtsform einer
Gesellschaft mit beschränkter Haftung und wird von
zwei Geschäftsführern vertreten, die jeweils
einzelvertretungsberechtigt sind.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft erholt sich zunehmend von der
Corona-Krise, obwohl ihre Auswirkungen weiterhin die
wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen. Die Erholung von
der Corona-Krise führt jedoch gerade im
Halbleitermarkt, der in der Corona-Krise wegen der stark
gestiegenen Nachfrage stark gewachsen ist, zu einer
Nachfragereduzierung und damit zu einer Belastung der
Halbleiterbranche, die auch wir zu spüren bekommen
haben. Das liegt daran, dass der Halbleitermarkt - nicht
nur in Deutschland, sondern auch weltweit - von
verschiedenen Endmärkten wie z. B. dem Automobil-,
Verbraucherelektronik-, Telekommunikations- und
Industrieanlagenmarkt beeinflusst wird. Einen nachhaltigen
Anteil daran haben die nach wie vor anhaltenden
Produktions- und Lieferprobleme wie auch die aufgrund des
Russland-Ukraine Kriegs ausgelöste Energiekrise und
Inflation1. Dies alles zusammengenommen hat dazu
geführt, dass die Umsätze im Halbleitermarkt
erwartungsgemäß weltweit wie auch in Deutschland
einen Abschwung erlebt haben.
Positiv wirkt sich dagegen die Notwendigkeit von
Dichtungen und Packungen in den meisten mechanischen
Maschinen und Geräten sowie in der industriellen
Infrastruktur aus. Hier ist die Branche, und damit auch
wir, ein wichtiger Lieferant für verschiedene
Fertigungsindustrien sowie für die Öl- und
Gasindustrie und die Instandhaltungs-, Reparatur- und
Instandsetzungsbranche. Denn die stetig strenger werdenden
industriellen Emissionsstandards zur Bewältigung
steigender Umweltprobleme treiben die Nachfrage nach
Dichtungsprodukten im industriellen Fertigungssektor an.
Zudem spielen Dichtungsprodukte auch eine wichtige Rolle
bei der Übertragung von Gasen und Flüssigkeiten
in verschiedenen Industriezweigen, da sie Leckagen
verhindern und so die Produktionseffizienz
aufrechterhalten.
Insgesamt findet der Wettbewerb in der Branche
hauptsächlich über den Preis statt, da Abnehmer
unserer Produkte, die als Originalgerätehersteller
für andere Hersteller fungieren, in einem hart
umkämpften Markt tätig sind. Nachgelagerte
Abnehmer entscheiden sich oft für die günstigsten
Dichtungsprodukte, um ihre Anschaffungskosten zu
minimieren. Daneben entscheidet noch die
Produktqualität. Die Unternehmen der Nippon-Pillar
Gruppe tätigen zum Erhalt bzw. zur Verbesserung ihrer
Wettbewerbsfähigkeit daher erhebliche
Kapitalinvestitionen in Forschung, Entwicklung, Marketing,
Arbeitsprozesse und -abläufe. Diese Strategie ist
unerlässlich, um den sich ändernden
technologischen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden.
Die Marktstellung unserer Gesellschaft leitet sich
daraus ab, dass wir ausschließlich im Handel und
Vertrieb von Konzernprodukten im europäischen Markt
tätig sind, wobei sich unsere
Geschäftsausrichtung auf B2B (business to
business)-Geschäfte fokussiert. Wir wickeln unsere
Geschäftstätigkeit hauptsächlich mit unseren
Stammkunden (sog. Key-Accounts) ab. Deshalb sind wir auch
eng mit deren Geschäftsentwicklung verbunden.
2.
Geschäftsverlauf und Lage
Der Einbruch des Halbleitermarktes in Deutschland wie
auch weltweit in 2023 ist auch an uns nicht spurlos
vorübergegangen. Aufgrund der bestehenden
Lieferengpässe und -Probleme konnte die für 2023
geplante Umsatzsteigerung von 15 % nicht erreicht werden.
Eine stabile Auftragslage und unsere starke Kundenbindung
führten jedoch dazu, dass die Umsatzerlöse
dennoch um 2,5 % gesteigert werden konnten.
Weiterhin machen sich im Gesamtergebnis die weiter
gestiegenen Personalkosten und sonstigen betrieblichen
Aufwendungen bemerkbar, die zu einer Verringerung des
operativen Ergebnisses (d.h. des Ergebnisses vor Steuern)
um rd. 6,7 % geführt haben.
Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf und
dem erzielten Jahresergebnis in Höhe von TEUR 642,3
zufrieden, auch wenn wir v.a. aufgrund der schwierigen Lage
auf dem Halbleitermarkt die gesteckten Umsatzziele nicht in
der ursprünglich angestrebten Höhe erreichen
konnten.
Ertragslage
Der Umsatz stieg auf Grund einer stabilen
Auftragslage mit 2,5 % geringfügig an auf 14,3 Mio.
EUR gegenüber 14,0 Mio. EUR im Vorjahr. Von den
getätigten Umsätzen entfallen ca. 90 % auf
Produkte im Halbleiterbereich und rd. 10 % auf Produkte im
Öl- und Gasbereich. Das Umsatzverhältnis zwischen
Halbleitermarkt und dem Öl- und Gasmarkt war
ähnlich wie im Vorjahr.
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene Waren betrugen im
Berichtsjahr 12,4 Mio. EUR gegenüber 12,3 Mio. EUR im
Vorjahr. Dies entspricht einer Erhöhungsrate von
lediglich 1,3 %. Aufwendungen für bezogene Leistungen
fielen im Berichtszeitraum i.H.v. 8,3 TEUR an. Im Vorjahr
belief sich der entsprechende Wert auf 12,6 TEUR. Dies
entspricht einer Minderungsrate gegenüber dem Vorjahr
von 34,5 %. Der Materialaufwand macht insgesamt 86,9 % (i.
Vj. 88 %) der Umsatzerlöse aus. Der Bezug unserer
Produkte erfolgt ausschließlich von unserer
Muttergesellschaft auf Basis von Verrechnungspreisen, die
letztmalig in der zweiten Hälfte des Jahres 2022
angepasst wurden und somit im Geschäftsjahr konstant
geblieben sind.
Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 6,75
Mitarbeiter beschäftigt. Der Personalaufwand
erhöhte sich aufgrund Neueinstellungen moderat um 6,5
% von 514,7 TEUR auf 548,0 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
erhöhten sich deutlich um 173,7 TEUR auf 961,4 TEUR
(i. Vj. 787,8 TEUR). Dies ist insbesondere auf stark
gestiegene Aufwendungen aus Währungsumrechnung
zurückzuführen (585,2 TEUR, i. Vj. 425,4 TEIR),
denen jedoch in erheblichem Umfang Erträge aus
Währungsumrechnung (443,6 TEUR, i. Vj. 486,7 TEUR)
gegenüberstehen. Die Währungsdifferenzen
entstanden durch Wechselkursschwankungen zwischen
Rechnungsdatum- und Zahlungstermin im Wesentlichen aus der
USD-Kurs-Entwicklung während des Geschäftsjahres.
Besonders haben sich u.a. die Kosten für
Rechtsberatung sowie für Abschluss- und Prüfung
verändert. Dies ist auf die erstmalige
Prüfungspflicht des Jahresabschlusses
zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen machen nun
6,72 % (i. Vj. 5,65 %) der Umsatzerlöse aus.
Die Abschreibungen sanken um 3,0 TEUR auf 9,2 TEUR
und machen damit weniger als 0,1 % der Umsatzerlöse
aus.
Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag und
den sonstigen Steuern (Betriebsergebnis) sank auf Grund der
oben beschriebenen Effekte und Entwicklungen leicht um 59,6
TEUR, von 887,2 TEUR auf 827,6 TEUR im Berichtsjahr. Als
Jahresüberschuss ergibt sich ein Betrag in Höhe
von 642,3 TEUR, während er im Vorjahr 643,3 TEUR
betrug.
Die Umsatzrentabilität betrug 4,49 %. Im Vorjahr
lag dieser Wert bei 4,61 %.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme reduzierte sich auf Grund der Abnahme
der Forderungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen um 1,2 Mio. EUR (= 15 %), von 8,0
Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR.
Das Vermögen setzt sich zum größten
Teil aus Vorräten i. H. v. 371,6 TEUR, aus 2,1 Mio.
EUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus
4,2 Mio. EUR liquiden Mitteln, zusammen. Die Vorräte
erhöhten sich im Berichtsjahr aufgrund eines geplanten
Aufbaus der Lagerbestände zur Verbesserung der
kurzfristigen Lieferfähigkeit, der in der zweiten
Jahreshälfte 2023 begonnen hat, um 42,9 %. Die
liquiden Mittel sanken um 7,8 % und die Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen reduzierten sich
stichtagsbedingt und auftragsbedingt um 43,5 %.
Insgesamt machen die Vorräte und Forderungen nun
36,5 % (i. Vj. 49,9 %) der Bilanzsumme aus. Die liquiden
Mittel belaufen sich nun auf 61,9 % der Bilanzsumme (i. Vj.
48,8 %).
Die Rückstellungen reduzierten sich um 39,7 TEUR
auf 206,8 TEUR, was im Wesentlichen auf die Entrichtung von
noch im Vorjahr enthaltenen Ertragsteuerrückstellungen
aus Vorjahren zurückzuführen ist. Der Anteil der
Rückstellungen an der Bilanzsumme beträgt nun 3,0
% (i. Vj. 3,1 %).
Die Verbindlichkeiten insgesamt reduzierten sich um
1,8 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR und entsprechen so 51,0 % (i.
Vj. 65,8 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang ist vor
allem auf den Ausgleich von Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
zurückzuführen. Im Rahmen der Verbindlichkeiten
machen die Verbundverbindlichkeiten dennoch mit insgesamt
3,4 Mio. EUR den größten Teil aus.
Das Eigenkapital stieg aufgrund des
Jahresüberschusses um 642,3 TEUR auf 3,1 Mio. EUR. Die
Eigenkapitalquote beträgt somit 46,0 % nach 31,1 % im
Vorjahr.
Finanzlage
Unsere liquiden Mittel belaufen sich zum
Bilanzstichtag auf 4,2 Mio. EUR und machen 61,9 % der
Bilanzsumme aus. Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beträgt 266 TEUR. Unsere
laufenden Verbindlichkeiten können wir fristgerecht
begleichen. Des Weiteren nehmen wir keine Bankkredite in
Anspruch.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die
Gesellschaft überwiegend durch die Vereinbarung langer
Zahlungsfristen mit verbundenen Unternehmen, von denen wir
die an unsere Kunden veräußerten Waren beziehen.
Die Gesellschaft kann bei Bedarf auf gruppeninterne
Finanzmittel zurückgreifen. Sie konnte ihren
Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser
Fokus auf der Umsatzentwicklung und dem Betriebsergebnis
(Jahresüberschuss vor Steuern). Zur Ermittlung des
Betriebsergebnisses wenden wir das Gesamtkostenverfahren
an. Hier werden auch die Bestandsveränderungen und
Eigenleistungen unseres Unternehmens berücksichtigt.
Für unsere interne Unternehmenssteuerung analysieren
wir die Umsätze nach Geschäftsaktivitäten
und Kundengruppen und ermitteln den jeweiligen Rohgewinn.
Zu den zur Steuerung genutzten Kennzahlen verweisen wir auf
unsere Ausführungen zur Ertragslage.
III. Prognosebericht
Für das Jahr 2024 ist mit einem leichten
Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung zu rechnen.
Grund für die derzeitige Schwächephase sind
strukturelle Faktoren und konjunkturelle Effekte wie die
anhaltend schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland, aber
auch die weiterhin restriktiv wirkende Geldpolitik. Das
preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt dürfte 2024 um
0,2 % zurückgehen. Die Preissteigerung dürfte
sich in 2024 auf 2,2 % verringern und in den Folgejahren
weiter zurückgehen.2
Unabhängig von der allgemein prognostizierten
Entwicklung für 2024 liegt unser Hauptaugenmerk
für das Jahr 2024 aufgrund der nach wie vor
anhaltenden Probleme in den Lieferketten zunächst
darauf, die Lieferprozesse umzustellen, und zwar von einer
"just-in-time" Lieferung auf die Vorhaltung zumindest eines
gewissen Grundstocks an Konzernprodukten in einem Lager vor
Ort in München. Dadurch werden wir unabhängiger
von der Verfügbarkeit etwaiger für die Produktion
der von uns vertriebenen Waren erforderlichen Rohstoffe,
Lieferzeiten für Bestellungen unserer Kunden werden
planbarer, was sich auch positiv auf die
Kundenzufriedenheit und damit auch auf das Umsatzpotenzial
auswirken sollte. Zudem können wir durch die
verlässlicheren Lieferzeiten proaktiv auf unsere
bestehenden, aber auch auf potenzielle neue Kunden zugehen
und unsere Produkte bewerben. Ein weiterer Fokus liegt
darauf, den Vertrieb und Handel mit Konzernprodukten v.a.
im Öl- und Gasmarkt voranzutreiben und uns damit auf
der Umsatzseite breiter aufzustellen. Vor diesem
Hintergrund planen wir für 2024 eine Umsatzsteigerung
gegenüber 2023 von rd. 1 %. Das Betriebsergebnis wird
voraussichtlich ein Drittel unter dem Niveau des Jahres
2023 liegen.
Auf der Ausgabenseite rechnen wir vor dem Hintergrund
der erwarteten weiter sinkenden Inflation mit weitgehend
stabilen bzw. nur leicht steigenden Preisen.
Für 2024 ist eine Ausschüttung an die
Muttergesellschaft NPPC geplant.
IV. Chancen- und Risikobericht - zukünftige
Entwicklung
Chancen
Chancen für unsere Gesellschaft sehen wir
insbesondere in der Optimierung der Lieferketten durch die
Einrichtung eines Vorort-Lagers in München für
die von uns vertriebenen Konzernprodukte. Außerdem
bietet die Forcierung des Vertriebs im Öl- und
Gasmarkt die Chance hier neue Kunden und Umsatzpotenziale
zu erschließen und uns damit im Markt breiter
aufzustellen und uns unabhängiger von unserem
Hauptumsatzbereich im Halbleitermarkt zu machen.
Risiken
Das größte Risiko für unsere
Gesellschaft sehen wir aufgrund des aktuell hohen
Umsatzanteils im Halbleitermarkt in der Abhängigkeit
von der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem
Markt/Segment. Bei einer negativen Entwicklung oder einem
Nachfragerückgang im Halbleitermarkt würde dies
entsprechende Umsatzrückgänge nach sich ziehen.
Ein weiteres Risiko besteht in den nach wie vor noch
nicht wieder rund laufenden Lieferketten / -prozessen, dies
kann zu Lieferverzug und Auftragsrückgängen und
somit zu Umsatzrückgängen führen.
Um einen Lieferverzug und damit verbundenen
Marktanteilsverlust entgegenzutreten, bereiten wir die
Änderung unser Logistikprozesse mit einem Lager in
München vor, um die Lieferketten zu stabilisieren und
die Lieferungen zu bewältigen. Auch sind wir dabei,
einen Handelsvertreter einzusetzen, der über
Verkaufserfahrung auf dem europäischen Öl- und
Gasmarkt verfügt, um die Verkäufe auf dem
Öl- und Gasmarkt zu steigern.
Die Kriegshandlungen in der Ukraine halten
unverändert an und auch weltweit weiten sich
kriegerische Unruhen aus, die starken Einfluss auf das
Geschehen an den Weltmärkten haben. Die
Konjunkturentwicklung in Deutschland bleibt weiter schwer
vorhersehbar. Auch im Hinblick auf die Preisentwicklung
gilt es, den weiteren Verlauf des Jahres 2024 bzw. 2025 zu
beobachten. Bei einer negativen Entwicklung oder einem
Nachfragerückgang würde dies entsprechende
Umsatzrückgänge nach sich ziehen.
Preissteigerungen, die ggf. nicht an unsere Kunden
weitergegeben werden können, würden sich auf
unser Jahresergebnis auswirken.
Fremdwährungsrisiken versuchen wir zu begegnen,
indem wir bereits bei Vertragsabschluss mit den Kunden
bestimmte Währungsrelationen bei der Preisvereinbarung
berücksichtigen. Zum Ausgleich kurzfristiger
Währungsschwankungen bestehen entsprechende
Fremdwährungskonten, über die
Fremdwährungsgeschäfte ohne
Währungsumrechnungen abgewickelt werden können.
Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir
durch eine fortlaufende Überwachung unserer
Außenstände.
Wir sehen uns derzeitig keinen besonderen
Finanzierungsrisiken ausgesetzt. Bankkredite werden von uns
nicht in Anspruch genommen.
V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten
und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen
solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle stellen die
Ausnahme dar.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten
Zahlungsfristen gezahlt, ohne dass vorhandene Kreditlinien
in Anspruch genommen werden.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die
Gesellschaft überwiegend durch die Vereinbarung langer
Zahlungsfristen mit gegenüber verbundenen Unternehmen,
von denen wir die an unsere Kunden veräußerten
Waren beziehen.
Der Gesellschaft stehen aus heutiger Sicht
ausreichend Kreditlinien zur Verfügung, die bisher
nicht in Anspruch genommen werden. Sie konnte ihren
Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der
Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges
gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management
der Finanzposten verfolgt das Unternehmen eine konservative
Risikopolitik.
Feldkirchen, den 13. Februar 2025
Pillar Europe GmbH
Die Geschäftsführung
gez. Suzuki, Osamu
gez. Serita, Toyokazu
-------------------------
1 Quelle: Statista Market Insights (Stand Aug. 2023)
2 Quelle: Herbstprojektion der Bundesregierung
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.806,00 |
8.768,00 |
| I.
Sachanlagen |
1.806,00 |
8.768,00 |
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
1,00 |
6.633,00 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.805,00 |
2.135,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
6.793.496,24 |
7.993.619,61 |
| I.
Vorräte |
371.619,32 |
259.974,78 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.206.215,54 |
3.823.598,98 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
4.215.661,38 |
3.910.045,85 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
17.442,23 |
12.206,39 |
| Summe
Aktiva |
6.812.744,47 |
8.014.594,00 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
3.134.635,56 |
2.492.350,19 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
50.000,00 |
50.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
950.000,00 |
950.000,00 |
| III.
Gewinnvortrag |
1.492.350,19 |
849.079,36 |
| IV.
Jahresüberschuss |
642.285,37 |
643.270,83 |
| B.
Rückstellungen |
206.796,74 |
246.493,81 |
| C.
Verbindlichkeiten |
3.471.312,17 |
5.275.750,00 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
3.390.244,74 |
5.205.483,08 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
3.390.244,74 |
5.205.483,08 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
81.067,43 |
70.266,92 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
81.067,43 |
70.266,92 |
| Summe
Passiva |
6.812.744,47 |
8.014.594,00 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
2.346.183,96 |
2.201.704,42 |
| 2.
Personalaufwand |
547.990,50 |
514.652,73 |
| a)
Löhne und Gehälter |
504.165,60 |
472.270,20 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
43.824,90 |
42.382,53 |
| 3.
Abschreibungen |
9.194,53 |
12.166,17 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
9.194,53 |
12.166,17 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
961.420,16 |
787.765,99 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
585.176,67 |
425.457,70 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
69,43 |
69,25 |
| 6.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
184.411,83 |
242.710,95 |
| 7.
Ergebnis nach Steuern |
643.236,37 |
644.477,83 |
| 8.
sonstige Steuern |
951,00 |
1.207,00 |
| 9.
Jahresüberschuss |
642.285,37 |
643.270,83 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 2
HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen
Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes
beachtet.
Es wurde die gesetzlich vorgesehene Gliederung der
Bilanz gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB und der
Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275
Abs. 2 HGB angewandt. Dabei wurden die Erleichterungen
für mittelgroße Kapitalgesellschaften
gemäß §§ 286, 288 HGB teilweise in
Anspruch genommen. Die Zahlen des Vorjahresabschlusses
wurden den Zahlen zum 31. Dezember 2023
gegenübergestellt.
Der Jahresabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
Firmenname: Nippon Pillar Europe GmbH (bis 1.
September 2024)
Pillar Europe GmbH (ab 2. September 2024)
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 241856
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die im Vorjahr angewandten Ansatz- und
Bewertungsmethoden wurden fortgeführt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder
Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem
Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum
Bilanzstichtag wurden Forderungen und Verbindlichkeiten
entsprechend den Regelungen nach § 256 a HGB mit dem
von der Europäischen Zentralbank zum 31.12.2023
veröffentlichen Referenzkurs bewertet. Guthaben bei
Kreditinstituten in fremder Währung wurden ebenfalls
mit dem zum 31.12.2023 von der Europäischen
Zentralbank veröffentlichen Referenzkurs bewertet.
Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag
werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei
Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger
berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der
Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden
erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und
Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige
Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen"
ausgewiesen.
Anlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis
zu EUR 800, die im Geschäftsjahr 2023 zugegangen
sind, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst.
Die Abschreibungen wurden entsprechend der
technischen und wirtschaftlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die
Nutzungsdauern bewegen sich zwischen 3 und 10 Jahren.
Umlaufvermögen
Die Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.
Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren,
wurden diese angesetzt. Im Berichtsjahr erfolgten keine
Abwertungen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert
angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken bewertet.
Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert
angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzung
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht
veranlagten Steuern für das Geschäftsjahr und das
Vorjahr.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für
alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des
Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle
erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen
Rückstellungen enthalten die voraussichtlichen
Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des
Jahresabschlusses, für rückständige
Personalverpflichtungen und für die Aufbewahrung von
Geschäftsunterlagen.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im
Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die
Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3
HGB).
Die Sofortabschreibung geringwertiger
Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang
ausgewiesen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr
innerhalb eines Jahres fällig.
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital weist einen Betrag von
50.000,00 EUR auf. In die Kapitalrücklagen wurde im
Geschäftsjahr 2018 ein Betrag von 950.000,00 EUR
eingestellt. Der Gewinnvortrag beträgt 1.492.350,19
EUR. Der Jahresüberschuss beträgt 642.285,37 EUR.
Rückstellungen
Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe
von insgesamt 49.300,00 EUR entfallen auf Jahresabschluss-
und Prüfungskosten 36.000,00 EUR, auf Gehälter
5.200,00 EUR, auf Berufsgenossenschaftsbeiträge
1.500,00 EUR und auf Archivierungskosten 6.600,00 EUR.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
betragen 59.800,52 EUR (i.Vj. 37.038,52 EUR). Unter den
Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen in
Höhe von 3.390.244,74 EUR (i.Vj. 5.205.483,08 EUR)
sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 3.390.244,74 EUR (i.Vj. 5.204.333,82 EUR)
ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten gegen verbundenen
Unternehmen sind EUR 3.362.444,50 gegenüber dem
Gesellschafter enthalten.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im
Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Angaben zur
Gewinn- und Verlustrechnung
Personalaufwand
Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs
beträgt 547.990,50 EUR und gliedert sich wie
folgt:
Personalaufwand
|
Euro
|
a) Löhne und
Gehälter
|
504.165,60
|
b) soziale Abgaben und
Aufwendungen für die Altersversorgung und
Unterstützung
|
43.824,90
|
davon
für Altersversorgung
|
0,00
|
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das
Anlagevermögen
Im Geschäftsjahr wurden keine
außerplanmäßige Abschreibungen auf
Gegenstände des Anlagevermögens vorgenommen.
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von
256.848,10 EUR (Vorjahr: 110.928,42 EUR) sonstige
finanzielle Verpflichtungen. Bei den sonstigen finanziellen
Verpflichtungen handelt es sich um Miet- und
Leasingverpflichtungen. Die Miet-, und
Leasingverträge betreffen den Fuhrpark
(Personenkraftwagen) sowie die
Büroräumlichkeiten.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten
Arbeitnehmer betrug 6,75.
Geschäftsführung
Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren
im Berichtszeitraum bis zum Tage der Aufstellung des
Jahresabschlusses bestellt:
Suzuki, Osamu, Hyogo/Japan (Bestellung eingetragen im
HR Register am 22. Juli 2020)
Kaufmännischer Geschäftsführer, Pillar
Europe GmbH
Omiya, Junji, Osaka/Japan (Austritt eingetragen im HR
Register am 13. Januar 2023)
Kaufmännischer Geschäftsführer, Pillar
Europe GmbH
(Managing executive officer / General manager of
sales headquarter, Nippon Pillar Packing Co., Ltd.)
Serita, Toyokazu, Osaka/Japan (Bestellung eingetragen
im HR Register am 13. Januar 2023)
Kaufmännischer Geschäftsführer, Pillar
Europe GmbH
(Managing executive officer / General manager of
sales headquarter, Nippon Pillar Packing Co., Ltd.)
Name und Sitz des Mutterunternehmens
Sämtliche Anteile an der Gesellschaft wurden im
Berichtsjahr von der Nippon Pillar Packing Co., Ltd mit dem
Sitz in 1-7-1, Shinmachi, Nishi-ku, Osaka-city/Japan
gehalten.
Konzernzugehörigkeit
Die Pillar Europe GmbH wurde in den Konzernabschluss
der Nippon Pillar Packing Co., Ltd. mit dem Sitz in
Nishi-ku, Osaka-city/Japan einbezogen, die den
Konzernabschluss für den größten und
kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt.
Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem
Jahresüberschuss von 642.285,37 EUR ab. Unter
Einbeziehung des Gewinnvortrags ergibt sich ein
Bilanzgewinn von 2.134.635,56 EUR. Die
Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Nachtragsbericht
Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 2.
September 2024 wurde die Firma auf Pillar Europe GmbH
geändert. Darüber hinaus haben sich keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem
Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in
der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz
berücksichtigt sind, ereignet.
Feldkirchen, den 13. Februar 2025
Pillar Europe GmbH
Die Geschäftsführung
gez. Suzuki, Osamu
gez. Serita, Toyokazu
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 13.02.2025 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers
An die Pillar Europe GmbH, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Pillar Europe GmbH,
München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pillar
Europe GmbH, München, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in
allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum
31. Dezember 2023 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In
allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in
Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für
die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen,
um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit
dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser
Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des
Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem
Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm
vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
München, den 13. Februar 2025
Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer
gez. Christian Schmid, Wirtschaftsprüfer
|