Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 241856
Vorher
Nippon Pillar Europe GmbH
Eingetragen
27.6.2018
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Forschung und Entwicklung, Auswertung, Design, Herstellung, Import, Export und Vertrieb von Dichtungsprodukten, wie Verpackungen, Dichtungen und mechanische Dichtungen für die allgemeine Industrie und Automobilindustrie; Passgenauen Produkten, wie Pumpen, Ventile und Rohre für die allgemeine Industrie und Automobilindustrie; Produkten aus industriellem Material, sowie Fluorkunststoffe und alle Arten von Kunststoffen, Kohlenstoff, spezielle Industriekeramik, Legierungen und alle Arten von Gummimaterial, für die allgemeine Industrie und Automobilindustrie; Kraftübertragungsgeräten, elektronischen Geräten, biochemischen Geräten, medizinischen Geräten; Produkten, die für Gebäude, Fabriken und jede Art von Konstruktion verwendet werden; elektrischen und elektronischen Komponenten sowie vorgefertigtes Material für elektronische Produkte für die allgemeine Industrie und Automobilindustrie; Produkten für die Automobilindustrie; ferner Durchführung von Konstruktionsarbeiten, Ingenieurbauarbeiten, Stahlkonstruktionsarbeiten und Ausrüstungsmontage für alle eigenen Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Masaru Horiuchi
seit 3.12.2025
Geschäftsführer
Toyokazu Serita
seit 13.1.2023
Geschäftsführer
Osamu Suzuki
seit 22.7.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
PILLAR CorporationJPN
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

PILLAR Corporation
Japan
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pillar Europe GmbH (vormals: Nippon Pillar Europe GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht


Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens
Die Nippon Pillar Europe GmbH (NPEU) wurde im Juli 2018 als 100%ige Tochtergesellschaft der Nippon Pillar Packing Co., Osaka, Japan (NPPC) gegründet. Der Sitz unserer Gesellschaft befindet sich seit Ende 2018 in Feldkirchen bei München. Seit dem 9. Oktober 2024 firmiert die Gesellschaft unter Pillar Europe GmbH.

Unsere Geschäftstätigkeit beinhaltet den Handel und den Vertrieb von Dichtungsprodukten, angefangen von Stopfbuchspackungen über Dichtungen und Gleitringdichtungen bis hin zu Fluorharzprodukten (Armaturen, Pumpen) für eine Vielzahl von Industriebereichen, insbes. der Halbleiter-, aber auch der Automobil-, Öl- und Gasindustrie.

Organisatorische Struktur
Im Rahmen des Konzerns nimmt die NPEU die Stellung eines Headquarters in Europa, insbesondere in der Europäischen Union, ein. Die Gesellschaft ist für den Handel und den Vertrieb von Konzernprodukten sowie die Erschließung neuer Absatzmärke innerhalb Europas verantwortlich. So konnten der Service und der Support für die Kunden von NPPC in Europa verbessert werden; das u.a. auch dadurch, dass die Kunden von auf den jeweiligen Industriebereich (Halbleitermarkt einerseits bzw. Öl- und Gasmarkt andererseits) spezialisierten Ansprechpartnern und Teams betreut werden.

Rechtliche Struktur
Unsere Gesellschaft hat die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung und wird von zwei Geschäftsführern vertreten, die jeweils einzelvertretungsberechtigt sind.

II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft erholt sich zunehmend von der Corona-Krise, obwohl ihre Auswirkungen weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen. Die Erholung von der Corona-Krise führt jedoch gerade im Halbleitermarkt, der in der Corona-Krise wegen der stark gestiegenen Nachfrage stark gewachsen ist, zu einer Nachfragereduzierung und damit zu einer Belastung der Halbleiterbranche, die auch wir zu spüren bekommen haben. Das liegt daran, dass der Halbleitermarkt - nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit - von verschiedenen Endmärkten wie z. B. dem Automobil-, Verbraucherelektronik-, Telekommunikations- und Industrieanlagenmarkt beeinflusst wird. Einen nachhaltigen Anteil daran haben die nach wie vor anhaltenden Produktions- und Lieferprobleme wie auch die aufgrund des Russland-Ukraine Kriegs ausgelöste Energiekrise und Inflation1. Dies alles zusammengenommen hat dazu geführt, dass die Umsätze im Halbleitermarkt erwartungsgemäß weltweit wie auch in Deutschland einen Abschwung erlebt haben.

Positiv wirkt sich dagegen die Notwendigkeit von Dichtungen und Packungen in den meisten mechanischen Maschinen und Geräten sowie in der industriellen Infrastruktur aus. Hier ist die Branche, und damit auch wir, ein wichtiger Lieferant für verschiedene Fertigungsindustrien sowie für die Öl- und Gasindustrie und die Instandhaltungs-, Reparatur- und Instandsetzungsbranche. Denn die stetig strenger werdenden industriellen Emissionsstandards zur Bewältigung steigender Umweltprobleme treiben die Nachfrage nach Dichtungsprodukten im industriellen Fertigungssektor an. Zudem spielen Dichtungsprodukte auch eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Gasen und Flüssigkeiten in verschiedenen Industriezweigen, da sie Leckagen verhindern und so die Produktionseffizienz aufrechterhalten.

Insgesamt findet der Wettbewerb in der Branche hauptsächlich über den Preis statt, da Abnehmer unserer Produkte, die als Originalgerätehersteller für andere Hersteller fungieren, in einem hart umkämpften Markt tätig sind. Nachgelagerte Abnehmer entscheiden sich oft für die günstigsten Dichtungsprodukte, um ihre Anschaffungskosten zu minimieren. Daneben entscheidet noch die Produktqualität. Die Unternehmen der Nippon-Pillar Gruppe tätigen zum Erhalt bzw. zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit daher erhebliche Kapitalinvestitionen in Forschung, Entwicklung, Marketing, Arbeitsprozesse und -abläufe. Diese Strategie ist unerlässlich, um den sich ändernden technologischen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden.

Die Marktstellung unserer Gesellschaft leitet sich daraus ab, dass wir ausschließlich im Handel und Vertrieb von Konzernprodukten im europäischen Markt tätig sind, wobei sich unsere Geschäftsausrichtung auf B2B (business to business)-Geschäfte fokussiert. Wir wickeln unsere Geschäftstätigkeit hauptsächlich mit unseren Stammkunden (sog. Key-Accounts) ab. Deshalb sind wir auch eng mit deren Geschäftsentwicklung verbunden.

2.   Geschäftsverlauf und Lage
Der Einbruch des Halbleitermarktes in Deutschland wie auch weltweit in 2023 ist auch an uns nicht spurlos vorübergegangen. Aufgrund der bestehenden Lieferengpässe und -Probleme konnte die für 2023 geplante Umsatzsteigerung von 15 % nicht erreicht werden. Eine stabile Auftragslage und unsere starke Kundenbindung führten jedoch dazu, dass die Umsatzerlöse dennoch um 2,5 % gesteigert werden konnten.

Weiterhin machen sich im Gesamtergebnis die weiter gestiegenen Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen bemerkbar, die zu einer Verringerung des operativen Ergebnisses (d.h. des Ergebnisses vor Steuern) um rd. 6,7 % geführt haben.

Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf und dem erzielten Jahresergebnis in Höhe von TEUR 642,3 zufrieden, auch wenn wir v.a. aufgrund der schwierigen Lage auf dem Halbleitermarkt die gesteckten Umsatzziele nicht in der ursprünglich angestrebten Höhe erreichen konnten.

Ertragslage
Der Umsatz stieg auf Grund einer stabilen Auftragslage mit 2,5 % geringfügig an auf 14,3 Mio. EUR gegenüber 14,0 Mio. EUR im Vorjahr. Von den getätigten Umsätzen entfallen ca. 90 % auf Produkte im Halbleiterbereich und rd. 10 % auf Produkte im Öl- und Gasbereich. Das Umsatzverhältnis zwischen Halbleitermarkt und dem Öl- und Gasmarkt war ähnlich wie im Vorjahr.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren betrugen im Berichtsjahr 12,4 Mio. EUR gegenüber 12,3 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einer Erhöhungsrate von lediglich 1,3 %. Aufwendungen für bezogene Leistungen fielen im Berichtszeitraum i.H.v. 8,3 TEUR an. Im Vorjahr belief sich der entsprechende Wert auf 12,6 TEUR. Dies entspricht einer Minderungsrate gegenüber dem Vorjahr von 34,5 %. Der Materialaufwand macht insgesamt 86,9 % (i. Vj. 88 %) der Umsatzerlöse aus. Der Bezug unserer Produkte erfolgt ausschließlich von unserer Muttergesellschaft auf Basis von Verrechnungspreisen, die letztmalig in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 angepasst wurden und somit im Geschäftsjahr konstant geblieben sind.

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 6,75 Mitarbeiter beschäftigt. Der Personalaufwand erhöhte sich aufgrund Neueinstellungen moderat um 6,5 % von 514,7 TEUR auf 548,0 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich um 173,7 TEUR auf 961,4 TEUR (i. Vj. 787,8 TEUR). Dies ist insbesondere auf stark gestiegene Aufwendungen aus Währungsumrechnung zurückzuführen (585,2 TEUR, i. Vj. 425,4 TEIR), denen jedoch in erheblichem Umfang Erträge aus Währungsumrechnung (443,6 TEUR, i. Vj. 486,7 TEUR) gegenüberstehen. Die Währungsdifferenzen entstanden durch Wechselkursschwankungen zwischen Rechnungsdatum- und Zahlungstermin im Wesentlichen aus der USD-Kurs-Entwicklung während des Geschäftsjahres.

Besonders haben sich u.a. die Kosten für Rechtsberatung sowie für Abschluss- und Prüfung verändert. Dies ist auf die erstmalige Prüfungspflicht des Jahresabschlusses zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen machen nun 6,72 % (i. Vj. 5,65 %) der Umsatzerlöse aus.

Die Abschreibungen sanken um 3,0 TEUR auf 9,2 TEUR und machen damit weniger als 0,1 % der Umsatzerlöse aus.

Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag und den sonstigen Steuern (Betriebsergebnis) sank auf Grund der oben beschriebenen Effekte und Entwicklungen leicht um 59,6 TEUR, von 887,2 TEUR auf 827,6 TEUR im Berichtsjahr. Als Jahresüberschuss ergibt sich ein Betrag in Höhe von 642,3 TEUR, während er im Vorjahr 643,3 TEUR betrug.

Die Umsatzrentabilität betrug 4,49 %. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 4,61 %.

Vermögenslage
Die Bilanzsumme reduzierte sich auf Grund der Abnahme der Forderungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1,2 Mio. EUR (= 15 %), von 8,0 Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR.

Das Vermögen setzt sich zum größten Teil aus Vorräten i. H. v. 371,6 TEUR, aus 2,1 Mio. EUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus 4,2 Mio. EUR liquiden Mitteln, zusammen. Die Vorräte erhöhten sich im Berichtsjahr aufgrund eines geplanten Aufbaus der Lagerbestände zur Verbesserung der kurzfristigen Lieferfähigkeit, der in der zweiten Jahreshälfte 2023 begonnen hat, um 42,9 %. Die liquiden Mittel sanken um 7,8 % und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich stichtagsbedingt und auftragsbedingt um 43,5 %.

Insgesamt machen die Vorräte und Forderungen nun 36,5 % (i. Vj. 49,9 %) der Bilanzsumme aus. Die liquiden Mittel belaufen sich nun auf 61,9 % der Bilanzsumme (i. Vj. 48,8 %).

Die Rückstellungen reduzierten sich um 39,7 TEUR auf 206,8 TEUR, was im Wesentlichen auf die Entrichtung von noch im Vorjahr enthaltenen Ertragsteuerrückstellungen aus Vorjahren zurückzuführen ist. Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beträgt nun 3,0 % (i. Vj. 3,1 %).

Die Verbindlichkeiten insgesamt reduzierten sich um 1,8 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR und entsprechen so 51,0 % (i. Vj. 65,8 %) der Bilanzsumme. Der Rückgang ist vor allem auf den Ausgleich von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Im Rahmen der Verbindlichkeiten machen die Verbundverbindlichkeiten dennoch mit insgesamt 3,4 Mio. EUR den größten Teil aus.

Das Eigenkapital stieg aufgrund des Jahresüberschusses um 642,3 TEUR auf 3,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 46,0 % nach 31,1 % im Vorjahr.

Finanzlage
Unsere liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 4,2 Mio. EUR und machen 61,9 % der Bilanzsumme aus. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 266 TEUR. Unsere laufenden Verbindlichkeiten können wir fristgerecht begleichen. Des Weiteren nehmen wir keine Bankkredite in Anspruch.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch die Vereinbarung langer Zahlungsfristen mit verbundenen Unternehmen, von denen wir die an unsere Kunden veräußerten Waren beziehen.

Die Gesellschaft kann bei Bedarf auf gruppeninterne Finanzmittel zurückgreifen. Sie konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.

Finanzielle Leistungsindikatoren
Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung und dem Betriebsergebnis (Jahresüberschuss vor Steuern). Zur Ermittlung des Betriebsergebnisses wenden wir das Gesamtkostenverfahren an. Hier werden auch die Bestandsveränderungen und Eigenleistungen unseres Unternehmens berücksichtigt. Für unsere interne Unternehmenssteuerung analysieren wir die Umsätze nach Geschäftsaktivitäten und Kundengruppen und ermitteln den jeweiligen Rohgewinn. Zu den zur Steuerung genutzten Kennzahlen verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Ertragslage.

III. Prognosebericht
Für das Jahr 2024 ist mit einem leichten Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung zu rechnen. Grund für die derzeitige Schwächephase sind strukturelle Faktoren und konjunkturelle Effekte wie die anhaltend schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland, aber auch die weiterhin restriktiv wirkende Geldpolitik. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt dürfte 2024 um 0,2 % zurückgehen. Die Preissteigerung dürfte sich in 2024 auf 2,2 % verringern und in den Folgejahren weiter zurückgehen.2

Unabhängig von der allgemein prognostizierten Entwicklung für 2024 liegt unser Hauptaugenmerk für das Jahr 2024 aufgrund der nach wie vor anhaltenden Probleme in den Lieferketten zunächst darauf, die Lieferprozesse umzustellen, und zwar von einer "just-in-time" Lieferung auf die Vorhaltung zumindest eines gewissen Grundstocks an Konzernprodukten in einem Lager vor Ort in München. Dadurch werden wir unabhängiger von der Verfügbarkeit etwaiger für die Produktion der von uns vertriebenen Waren erforderlichen Rohstoffe, Lieferzeiten für Bestellungen unserer Kunden werden planbarer, was sich auch positiv auf die Kundenzufriedenheit und damit auch auf das Umsatzpotenzial auswirken sollte. Zudem können wir durch die verlässlicheren Lieferzeiten proaktiv auf unsere bestehenden, aber auch auf potenzielle neue Kunden zugehen und unsere Produkte bewerben. Ein weiterer Fokus liegt darauf, den Vertrieb und Handel mit Konzernprodukten v.a. im Öl- und Gasmarkt voranzutreiben und uns damit auf der Umsatzseite breiter aufzustellen. Vor diesem Hintergrund planen wir für 2024 eine Umsatzsteigerung gegenüber 2023 von rd. 1 %. Das Betriebsergebnis wird voraussichtlich ein Drittel unter dem Niveau des Jahres 2023 liegen.

Auf der Ausgabenseite rechnen wir vor dem Hintergrund der erwarteten weiter sinkenden Inflation mit weitgehend stabilen bzw. nur leicht steigenden Preisen.

Für 2024 ist eine Ausschüttung an die Muttergesellschaft NPPC geplant.

IV. Chancen- und Risikobericht - zukünftige Entwicklung
Chancen
Chancen für unsere Gesellschaft sehen wir insbesondere in der Optimierung der Lieferketten durch die Einrichtung eines Vorort-Lagers in München für die von uns vertriebenen Konzernprodukte. Außerdem bietet die Forcierung des Vertriebs im Öl- und Gasmarkt die Chance hier neue Kunden und Umsatzpotenziale zu erschließen und uns damit im Markt breiter aufzustellen und uns unabhängiger von unserem Hauptumsatzbereich im Halbleitermarkt zu machen.

Risiken
Das größte Risiko für unsere Gesellschaft sehen wir aufgrund des aktuell hohen Umsatzanteils im Halbleitermarkt in der Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Markt/Segment. Bei einer negativen Entwicklung oder einem Nachfragerückgang im Halbleitermarkt würde dies entsprechende Umsatzrückgänge nach sich ziehen.
Ein weiteres Risiko besteht in den nach wie vor noch nicht wieder rund laufenden Lieferketten / -prozessen, dies kann zu Lieferverzug und Auftragsrückgängen und somit zu Umsatzrückgängen führen.
Um einen Lieferverzug und damit verbundenen Marktanteilsverlust entgegenzutreten, bereiten wir die Änderung unser Logistikprozesse mit einem Lager in München vor, um die Lieferketten zu stabilisieren und die Lieferungen zu bewältigen. Auch sind wir dabei, einen Handelsvertreter einzusetzen, der über Verkaufserfahrung auf dem europäischen Öl- und Gasmarkt verfügt, um die Verkäufe auf dem Öl- und Gasmarkt zu steigern.

Die Kriegshandlungen in der Ukraine halten unverändert an und auch weltweit weiten sich kriegerische Unruhen aus, die starken Einfluss auf das Geschehen an den Weltmärkten haben. Die Konjunkturentwicklung in Deutschland bleibt weiter schwer vorhersehbar. Auch im Hinblick auf die Preisentwicklung gilt es, den weiteren Verlauf des Jahres 2024 bzw. 2025 zu beobachten. Bei einer negativen Entwicklung oder einem Nachfragerückgang würde dies entsprechende Umsatzrückgänge nach sich ziehen. Preissteigerungen, die ggf. nicht an unsere Kunden weitergegeben werden können, würden sich auf unser Jahresergebnis auswirken.

Fremdwährungsrisiken versuchen wir zu begegnen, indem wir bereits bei Vertragsabschluss mit den Kunden bestimmte Währungsrelationen bei der Preisvereinbarung berücksichtigen. Zum Ausgleich kurzfristiger Währungsschwankungen bestehen entsprechende Fremdwährungskonten, über die Fremdwährungsgeschäfte ohne Währungsumrechnungen abgewickelt werden können.

Dem Risiko von Forderungsausfällen begegnen wir durch eine fortlaufende Überwachung unserer Außenstände.

Wir sehen uns derzeitig keinen besonderen Finanzierungsrisiken ausgesetzt. Bankkredite werden von uns nicht in Anspruch genommen.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle stellen die Ausnahme dar.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt, ohne dass vorhandene Kreditlinien in Anspruch genommen werden.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch die Vereinbarung langer Zahlungsfristen mit gegenüber verbundenen Unternehmen, von denen wir die an unsere Kunden veräußerten Waren beziehen.
Der Gesellschaft stehen aus heutiger Sicht ausreichend Kreditlinien zur Verfügung, die bisher nicht in Anspruch genommen werden. Sie konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzposten verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Feldkirchen, den 13. Februar 2025
Pillar Europe GmbH
Die Geschäftsführung

gez. Suzuki, Osamu
gez. Serita, Toyokazu
-------------------------

1 Quelle: Statista Market Insights (Stand Aug. 2023)
2 Quelle: Herbstprojektion der Bundesregierung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.806,00 8.768,00
I. Sachanlagen 1.806,00 8.768,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1,00 6.633,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.805,00 2.135,00
B. Umlaufvermögen 6.793.496,24 7.993.619,61
I. Vorräte 371.619,32 259.974,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.206.215,54 3.823.598,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.215.661,38 3.910.045,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.442,23 12.206,39
Summe Aktiva 6.812.744,47 8.014.594,00

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.134.635,56 2.492.350,19
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 950.000,00 950.000,00
III. Gewinnvortrag 1.492.350,19 849.079,36
IV. Jahresüberschuss 642.285,37 643.270,83
B. Rückstellungen 206.796,74 246.493,81
C. Verbindlichkeiten 3.471.312,17 5.275.750,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.390.244,74 5.205.483,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.390.244,74 5.205.483,08
2. sonstige Verbindlichkeiten 81.067,43 70.266,92
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 81.067,43 70.266,92
Summe Passiva 6.812.744,47 8.014.594,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.346.183,96 2.201.704,42
2. Personalaufwand 547.990,50 514.652,73
a) Löhne und Gehälter 504.165,60 472.270,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 43.824,90 42.382,53
3. Abschreibungen 9.194,53 12.166,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.194,53 12.166,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 961.420,16 787.765,99
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 585.176,67 425.457,70
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 69,43 69,25
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 184.411,83 242.710,95
7. Ergebnis nach Steuern 643.236,37 644.477,83
8. sonstige Steuern 951,00 1.207,00
9. Jahresüberschuss 642.285,37 643.270,83

Anhang


  Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Es wurde die gesetzlich vorgesehene Gliederung der Bilanz gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Dabei wurden die Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §§ 286, 288 HGB teilweise in Anspruch genommen. Die Zahlen des Vorjahresabschlusses wurden den Zahlen zum 31. Dezember 2023 gegenübergestellt.

Der Jahresabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firmenname: Nippon Pillar Europe GmbH (bis 1. September 2024)
Pillar Europe GmbH (ab 2. September 2024)

Firmensitz laut Registergericht: München

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: München

Register-Nr.: HRB 241856

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Vorjahr angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden fortgeführt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechend den Regelungen nach § 256 a HGB mit dem von der Europäischen Zentralbank zum 31.12.2023 veröffentlichen Referenzkurs bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung wurden ebenfalls mit dem zum 31.12.2023 von der Europäischen Zentralbank veröffentlichen Referenzkurs bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.


Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800, die im Geschäftsjahr 2023 zugegangen sind, werden in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Die Abschreibungen wurden entsprechend der technischen und wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern bewegen sich zwischen 3 und 10 Jahren.

Umlaufvermögen

Die Waren wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Im Berichtsjahr erfolgten keine Abwertungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagten Steuern für das Geschäftsjahr und das Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten die voraussichtlichen Aufwendungen für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für rückständige Personalverpflichtungen und für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.


Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3 HGB).

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital weist einen Betrag von 50.000,00 EUR auf. In die Kapitalrücklagen wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Betrag von 950.000,00 EUR eingestellt. Der Gewinnvortrag beträgt 1.492.350,19 EUR. Der Jahresüberschuss beträgt 642.285,37 EUR.

Rückstellungen

Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt 49.300,00 EUR entfallen auf Jahresabschluss- und Prüfungskosten 36.000,00 EUR, auf Gehälter 5.200,00 EUR, auf Berufsgenossenschaftsbeiträge 1.500,00 EUR und auf Archivierungskosten 6.600,00 EUR.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 59.800,52 EUR (i.Vj. 37.038,52 EUR). Unter den Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.390.244,74 EUR (i.Vj. 5.205.483,08 EUR) sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.390.244,74 EUR (i.Vj. 5.204.333,82 EUR) ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen sind EUR 3.362.444,50 gegenüber dem Gesellschafter enthalten.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Der Personalaufwand des Geschäftsjahrs beträgt 547.990,50 EUR und gliedert sich wie folgt:

 

Personalaufwand
Euro
a) Löhne und Gehälter
504.165,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung
43.824,90
    davon für Altersversorgung
0,00


Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens vorgenommen.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 256.848,10 EUR (Vorjahr: 110.928,42 EUR) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Miet- und Leasingver­pflichtungen. Die Miet-, und Leasingverträge betreffen den Fuhrpark (Personenkraftwagen) sowie die Büroräumlichkeiten.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 6,75.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum bis zum Tage der Aufstellung des Jahresabschlusses bestellt:
Suzuki, Osamu, Hyogo/Japan (Bestellung eingetragen im HR Register am 22. Juli 2020)
Kaufmännischer Geschäftsführer, Pillar Europe GmbH

Omiya, Junji, Osaka/Japan (Austritt eingetragen im HR Register am 13. Januar 2023)
Kaufmännischer Geschäftsführer, Pillar Europe GmbH
(Managing executive officer / General manager of sales headquarter, Nippon Pillar Packing Co., Ltd.)

Serita, Toyokazu, Osaka/Japan (Bestellung eingetragen im HR Register am 13. Januar 2023)
Kaufmännischer Geschäftsführer, Pillar Europe GmbH
(Managing executive officer / General manager of sales headquarter, Nippon Pillar Packing Co., Ltd.)

Name und Sitz des Mutterunternehmens

Sämtliche Anteile an der Gesellschaft wurden im Berichtsjahr von der Nippon Pillar Packing Co., Ltd mit dem Sitz in 1-7-1, Shinmachi, Nishi-ku, Osaka-city/Japan gehalten.



Konzernzugehörigkeit

Die Pillar Europe GmbH wurde in den Konzernabschluss der Nippon Pillar Packing Co., Ltd. mit dem Sitz in Nishi-ku, Osaka-city/Japan einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt.

Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von 642.285,37 EUR ab. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn von 2.134.635,56 EUR. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht
Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 2. September 2024 wurde die Firma auf Pillar Europe GmbH geändert. Darüber hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, ereignet.

Feldkirchen, den 13. Februar 2025
Pillar Europe GmbH
Die Geschäftsführung

gez. Suzuki, Osamu
gez. Serita, Toyokazu

sonstige Berichtsbestandteile


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 13.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Pillar Europe GmbH, München
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Pillar Europe GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pillar Europe GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 13. Februar 2025
Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer
gez. Christian Schmid, Wirtschaftsprüfer

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