POLYFIN Aktiengesellschaft

Polyfinstraße 1, 74909 Meckesheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 337700
Eingetragen
19.5.2004
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Vertrieb von Produkten auf Werkstoffbasis FPO / TPO und ECB und Zusatzprodukten für Abdichtungsarbeiten im Hoch- und Tiefbau, sowie den damit zusammenhängenden Werk- und Dienstleistungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Erbert
seit 1.4.2026
Prokura
Jan Frederik Augele
seit 18.4.2023
Prokura
Karl Landl
seit 16.11.2020
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

POLYFIN Aktiengesellschaft

Meckesheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

Als Spezialist in der Herstellung von innovativen und qualitativ hochwertigen Dach- und Abdichtungssystemen aus Kunststoff gestaltet die Polyfin AG für ihre Kunden und mit ihnen seit über 40 Jahren den deutschen TPO Dach- und Abdichtungsmarkt maßgeblich mit. Dabei wird der Vorteil für den Kunden stets im Blick behalten. Dieser wird mit hoher Produktkompetenz in Verbindung mit bautechnischer Kompetenz sowohl am deutschen Markt als auch international unterstützt.

2 Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Während die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den Vorjahren noch von einem coronabedingten Aufholprozess geprägt war, stagnierte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023. Für das Jahr 2024 wird mit einem leichten Wachstum von bis zu 0,2 % gerechnet. Gründe für die schwache Performance der deutschen Wirtschaft sind die schwache Entwicklung der Industrie, sinkende Export- und Produktionserwartungen, ein schwächeres internationales Umfeld und nach wie vor zu hohe Energiepreise.

Die Inflationsrate gemäß deutschem Bundesamt für Statistik erreichte im November 2023 rund 3,2%. Im Durchschnitt liegt die Inflationsrate 2023 bei 5,9 %, wobei die sinkenden Energiepreise und der verlangsamte Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln den größten Beitrag zur Dämpfung der Inflation leisten. Der Leitzins wurde von der EZB in mehreren Schritten bis Dezember 2023 auf 4,50% angehoben. Die wichtigste Botschaft der EZB ist, dass kurzfristige Zinssenkungen nicht zu erwarten sind. Die deutsche Bauindustrie startete mit einem niedrigen Auftragsüberhang in das Jahr 2023. Die konjunkturelle Abkühlung der Bauwirtschaft spiegelt sich in einem Rückgang der Nachfrage bei Dachbaustoffen in der Größenordnung von 25% wider. Durch die massiven Absatzrückgänge kam es zu einem verstärkten Verdrängungswettbewerb am Markt.

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Das Kerngeschäft der Polyfin AG besteht in der Erzeugung und dem Vertrieb von Dach- und Abdichtungssystemen aus TPO (thermoplastische Polyolefine) und Abdichtungsbahnen. Erweitert wird das Sortiment durch Dampfsperren und sonstige Systemergänzungsprodukte. Der Abschwung der Baukonjunktur zu Ende des Vorjahres setzte sich auch im Jahr 2023 fort. Durch die Abkühlung der Konjunktur stabilisierte sich die Preis- und Versorgungssicherheit der Hauptrohstoffe. Die durch die stark gestiegenen Baukosten sowie die erhöhten Finanzierungskosten verursachte rückläufige Entwicklung des Bauvolumens schlug 2023 durch.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Umsatz lag aufgrund der eingangs erläuterten Herausforderungen im Jahr 2023 mit 14,54 Mio. EUR hinter dem Umsatz des Vorjahres von 17,78 Mio. EUR.

Das Betriebsergebnis der Polyfin AG vor Finanzerfolg beläuft sich auf 0,92 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR). Das ist auf die sich eintrübende Baukonjunktur und die weitgehend rückläufigen Absatzmengen der Produktgruppen Bitumen und TPO zurückzuführen. Insgesamt konnte für das Jahr 2023 aber ein deutlich positives Geschäftsergebnis erzielt werden.

Der Finanzerfolg beträgt -0,24 Mio. EUR und ist damit gegenüber dem Vorjahr in der Größenordnung unverändert. In Summe führt das zu einem Ergebnis vor Steuern von 0,68 Mio. EUR nach 2,4 Mio. EUR im Vorjahr.

Das buchmäßige Eigenkapital beträgt 5,55 Mio. EUR (Vorjahr: 5,10 Mio. EUR). Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 51,1 % (Vorjahr: 41,1 %). Der große prozentuelle Unterschied in der Eigenkapitalquote ist vor allem auf eine Bilanzverkürzung durch den Abbau des Vorratsbestandes in Höhe von 1,77 Mio. EUR einerseits sowie auf das Jahresergebnis und die Senkung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen andererseits zurückzuführen. Es konnte ein positiver Cash-Flow in Höhe von 0,5 Mio. EUR erwirtschaftet werden.

Zusammenfassend kann die Entwicklung der Polyfin AG im Jahr 2023 in Anbetracht des geänderten Marktumfeldes immer noch als zufriedenstellend beurteilt werden.

Weitere Leistungsindikatoren

2.1.1 Arbeitnehmerbelange

Die nachhaltige Wachstumsstrategie der Polyfin AG wird durch fachlich und sozial kompetente Mitarbeiter*innen unterstützt und umgesetzt.

Dass Führungsqualität und -kompetenz höchste Priorität im Unternehmen haben, zeigt sich durch die konsequente Weiterentwicklung von Führungskräften und durch maßgeschneiderte Programme für die unterschiedlichen Ebenen und Unternehmensbereiche. Im Geschäftsjahr 2023 waren im Jahresdurchschnitt 21 Mitarbeiter (Vorjahr: 22) beschäftigt.

2.1.2 Ökologie und Nachhaltigkeit

Die technische und wirtschaftliche Kompetenz ist für die Polyfin AG mit der Verantwortung verbunden, zum Nutzen der Menschen zu arbeiten und einen nachhaltigen Beitrag für eine dauerhafte und umweltgerechte Entwicklung zu leisten. Ökonomie und Ökologie sind für die Gesellschaft gleichrangige Ziele innerhalb der Unternehmenspolitik.

Durch Leistungsfähigkeit, Flexibilität und einen offenen Dialog überzeugt die Polyfin AG ihre Kunden. Mit ihren Produkten trägt die Gesellschaft zur dauerhaften Wertbeständigkeit von Gebäuden bei. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung werden die Dach- und Dichtungsbahnen umweltfreundlich hergestellt. Sie verfügen über eine sehr gute Langzeitbeständigkeit auch unter extremen Witterungsbedingungen.

Für viele der Produkte liegen Umweltproduktdeklarationen (EPD's) vor, um gegenüber den Kunden ein Höchstmaß an Transparenz zu schaffen. Darüber hinaus gibt es für mehrere Produkte Bewertungen nach LEED- und DGNB-Kriterien. Unsere FPO Dach- und Dichtungsbahnen sind frei von PVC, Weichmachern und Halogenen.

Dank des umfangreichen Know-Hows und der Innovationskraft bietet die Gesellschaft nicht zuletzt Lösungen für den Klimaschutz und den Umgang mit den Folgen des Klimawandels an.

3 Prognose, Risiko‐ und Chancenbericht

Als deutsches Unternehmen im Bereich Dach- und Abdichtungssysteme, das auf internationalen Märkten agiert, ist die Polyfin AG einer Vielzahl externer Entwicklungen und Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Die kontinuierliche Bewertung dieser Chancen und Risiken ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung.

Durch den bei der Polyfin AG etablierten und institutionalisierten Strategieprozess werden sämtliche Chancen und Risiken ständig evaluiert und bewertet. Diese Ergebnisse fließen in die Ausrichtung und Entwicklung der Organisation ein.

Chancenbericht

Chancen zu analysieren, zu identifizieren und zu bewerten ist ein integraler Bestandteil des jährlichen strategischen Planungsprozesses. Chancen werden dabei als externe Potenziale gesehen, die sich positiv auf die Geschäftstätigkeit auswirken können. Der Markt auf dem agiert wird, bietet als dynamischer Markt vielfältige Chancen, die es im Rahmen des unternehmerischen Umfeldes eingehend zu beobachten gilt, um ein erfolgreiches Chancenmanagement zu ermöglichen.

Risikobericht

Die Polyfin AG ist aus ihren unternehmerischen Tätigkeiten verschiedensten Risiken ausgesetzt.

Im Finanzbereich sind dies das Liquiditäts-, Zins- und im operativen Bereich das Forderungsausfallsrisiko. Für die Geschäftstätigkeit der Polyfin ist die Zinsbelastung als untergeordneter Kostenfaktor anzusehen und stellt durch die gute Bonität der Gesellschafter derzeit kein Risiko dar.

Die Liquidität der Polyfin AG ist durch langfristige Gesellschafterdarlehen und durch einen eingerichteten Cashpools beim Mehrheitseigentümer Büsscher & Hoffmann GmbH gesichert.

Zur Minimierung der Forderungsrisiken ist ein stringentes Forderungsmanagement inkl. restriktiver Vergabe von Kreditlimits implementiert. Die Einbindung in die Kreditversicherung der Unternehmensgruppe wird geprüft.

Das Rohstoff- und Inflationsrisiko wird durch eine ausreichende Vorhaltung von Halb- und Fertigwaren sowie ein laufendes Verkaufspreis- bzw. Margenmonitoring minimiert.

Ein langfristiger Ausfall der Produktionsanlage aufgrund technischer Gebrechen kann durch das Vorhalten von wesentlichen Anlagenersatzzeilen, dem eigenen Instandhaltungsteam und einer engen Kooperation mit lokalen Fachunternehmen ausgeschlossen werden. Kurzfristige Produktionsausfälle sind durch die erwähnte Lagerhaltung abgesichert.

Aus heutiger Sicht weist die Polyfin AG keine bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf.

Prognosebericht

Die Bundesregierung rechnet mit einer leichten Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um ca. 0,7% für 2024. Deutschland hat die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekrieges und der Energiekriese trotz zuletzt stagnierender Konjunktur bislang relativ gut bewältigt.

Die Zahl der Beschäftigten liegt immer noch auf Rekordniveau und hat zuletzt leicht zugelegt. Im Jahr 2023 lag die Erwerbstätigkeit trotz Abschwächung der Konjunktur bei 45,84 Millionen.

Für 2024 bestehen große Unsicherheiten aufgrund der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und der zwar sinkenden aber noch immer hohen Energiepreise.

Es wird 2024 für Deutschland mit einer Inflationsrate zwischen 2,6% und 3,5% gerechnet, wobei lt. Prognose der Europäischen Kommission eine Inflationsrate von 2,8% erwartet wird. Die Inflation bleibt über ihrem langjährigen Durchschnitt. Es wird erwartet, dass die Zinsen zumindest im ersten Halbjahr 2024 auf restriktivem Niveau bleiben.

Für die Bauwirtschaft ist 2024 aufgrund der geringen Anzahl an Baubewilligungen und der damit verbundenen geringen Nachfrage eine sinkende Absatzsituation mit hoher Wettbewerbsintensität zu erwarten. Die Baukonjunktur leidet unter der schleppenden Vergabe von Neuprojekten aufgrund der stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten. Die immer noch zu hohen Energiekosten und die hohe Volatilität der Rohstoffkosten erschweren die Abschätzung der Margenentwicklung.

Die Polyfin AG plant für 2024 den Vertrieb in Deutschland um zwei Außendienstmitarbeiter zu verstärken. Durch den Hauptgesellschafter Büsscher & Hoffmann soll in den Märkten Österreich und Südosteuropa der Absatz weiter ausgebaut werden. Die Herstellkosten werden durch gezielte Maßnahmen im Bereich der Rohstoffcompoundierung gesenkt werden. Um die erhöhten Absatzmengen effizient abwickeln zu können, ist geplant, auf dem im Jahr 2020 erworbenen Grundstück eine neue Lager- und Verkehrsfläche zu errichten. Nach der bereits durchgeführten Umstrukturierung im Bereich Buchhaltung und Controlling, werden 2024 organisatorische Maßnahmen im Bereich Einkauf ergriffen und damit die Unternehmensentwicklung weiter abgesichert.

In Summe wird aufgrund der derzeitigen Vorhersagen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa für das Jahr 2024 eine konstante Umsatzentwicklung und ein solides Ergebnis erwartet.

4 Sonstige Angaben

Forschung- und Entwicklung

Die Anforderungen, die an ein Flachdach oder Bauwerk gestellt werden, verändern sich ständig. Nicht nur durch die Bedürfnisse des Marktes, sondern auch durch den Wandel in der Natur. Denn bei der ständigen Veränderung der klimatischen Bedingungen werden auch Dächer und ihre Konstruktionen mit immer neuen Herausforderungen konfrontiert.

Die Gesellschaft stellt sich diesen Herausforderungen durch eine stetige Verbesserung der Dach- und Dichtungsbahnen und ihre kontinuierliche Weiterentwicklung. Die FPO und ECB Dach- und Dichtungsbahnen sind für die Zukunft konzipiert. Sie verfügen über eine lange Haltbarkeit und leisten durch ihre gute Umweltverträglichkeit einen wichtigen Beitrag für die Erhaltung der Natur. Darüber hinaus profitieren die Kunden schon jetzt von den innovativsten und neusten Möglichkeiten in der Herstellung und Entwicklung.

Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Bei der Gesellschaft haben im Geschäftsjahr keine berichtspflichtigen Vorgänge in Beziehungen mit dem herrschenden oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen vorgelegen.

 

Meckesheim, am 11. März 2024

Der Vorstand

Dipl. -Ing. Karl Landl

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.521.819,46 4.718.518,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.340,00 18.417,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.339,00 18.416,00
II. Sachanlagen 4.498.976,68 4.696.598,63
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.153.691,63 4.266.016,63
2. technische Anlagen und Maschinen 244.272,00 339.697,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.508,00 86.885,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.505,05 4.000,00
III. Finanzanlagen 3.502,78 3.502,78
1. Beteiligungen 3.502,78 3.502,78
B. Umlaufvermögen 6.248.190,59 7.699.037,26
I. Vorräte 5.070.618,62 6.837.678,25
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.877.977,55 3.271.650,46
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 172.457,11 278.730,99
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.020.183,96 3.287.296,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 970.456,85 859.229,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 646.164,83 813.969,15
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 271.427,16 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 52.864,86 45.260,48
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 207.115,12 2.129,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.179,42 23.028,91
Summe Aktiva 10.852.189,47 12.440.584,58

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.551.566,34 5.096.854,39
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 1.002.000,00 1.002.000,00
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 100.200,00 100.200,00
III. Bilanzgewinn 4.449.366,34 3.994.654,39
B. Rückstellungen 1.222.226,26 890.618,00
1. Steuerrückstellungen 758.493,00 534.350,00
2. sonstige Rückstellungen 463.733,26 356.268,00
C. Verbindlichkeiten 4.078.396,87 6.453.112,19
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 366.723,00 872.392,78
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 269.909,48 506.656,45
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.046.963,05 3.721.648,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.394.801,34 1.352.414,96
Summe Passiva 10.852.189,47 12.440.584,58

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 919.244,56 2.603.720,03
a) Rohergebnis 4.696.588,34 6.822.558,33
b) Personalaufwand 1.560.458,72 1.832.824,16
Löhne und Gehälter 1.294.023,32 1.555.860,89
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 266.435,40 276.963,27
c) Abschreibungen 239.902,12 196.912,58
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 239.902,12 196.912,58
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 1.976.982,94 2.189.101,56
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis -237.266,09 -158.637,76
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.076,77 3,71
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 238.342,86 158.641,47
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 224.788,00 534.350,00
4. Ergebnis nach Steuern 457.190,47 1.910.732,27
5. sonstige Steuern 2.478,52 4.387,38
Jahresüberschuss 454.711,95 1.906.344,89

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Polyfin AG, Polyfinstraße 1, 74909 Meckesheim (Registergericht Mannheim HRB 337700) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Es gab keine Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr.

1 Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital sowie die Schulden sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

2 Bewertungsmethoden

2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände / Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert in Höhe von EUR 800 wurden entsprechend der steuerlichen Regelung im Zugangsjahr sofort in voller Höhe abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge wurden zeitanteilig (pro rata temporis) vorgenommen.

2.2 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und bei dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

2.3 Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Für Ersatzteile wurde ein Festwert gebildet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten, allgemeine Verwaltungskosten soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen.

2.4 Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt. Für dubiose Forderungen sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos und des Zinsverlustes wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Die flüssigen Mittel und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag für Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag. Die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend der Zeitspanne.

2.5 Rückstellungen

Die Steuerrückstellung und sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet.

2.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1 Anlagevermögen

Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierten Forschungs- und Entwicklungsleistungen nach § 248 Abs. 2 HGB sind vollständig abgeschrieben.

Auf Finanzanlagen wurden Abschreibungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 0,00) aufgrund dauernder Wertminderung vorgenommen.

Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel als Anlage zu diesem Anhang.

2 Eigenkapital

Das Nennkapital besteht aus 1.002.000 Namens-Stückaktien zum Nennwert von je EUR 1,00. Die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 Abs. 2 AktG ist vollständig dotiert.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von EUR 3.994.654,39 (Vorjahr: TEUR 2.088) enthalten.

3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen EUR 463.733,26 (Vorjahr: TEUR 356) wurden im Wesentlichen gebildet für Personalkosten EUR 61.780,00 (Vorjahr: TEUR 192), für ausstehende Rechnungen EUR 178.440,00 (Vorjahr: TEUR 43), für Gewährleistungen EUR 74.900,00 (Vorjahr: TEUR 72) sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften EUR 108.613,26 (Vorjahr 0).

4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind nach ihrer Fristigkeit wie folgt zu gliedern: BWA + Bilanz Saldenliste

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 366.723,00 € 366.723,00 € 0,00 € 0,00 € 872.392,78
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen € 269.909,48 € 269.909,48 € 0,00 € 0,00 € 506.656,45
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 2.046.963,05 € 126.963,05 € 1.920.000,00 € 0,00 € 3.721.648,00
Sonstige Verbindlichkeiten € 1.394.801,34 € 114.801,34 € 1.280.000,00 € 0,00 € 1.352.414,96
SUMME € 4.078.396,87 € 878.396,87 € 3.200.000,00 € 0,00 € 6.453.112,19

Die Bankverbindlichkeiten wurden durch Grundpfandrechte besichert.

IV. Ergänzende Angaben

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von EUR 149.331,96 (Vorjahr: TEUR 215). Darüber hinaus besteht für eine Warengruppe ein Bestellobligo in Höhe von EUR 114.720 (Vorjahr: TEUR 329) mit einer Abnahmeverpflichtung bis zum 27.03.2024.

1 Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 21 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 22).

2 Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Johannes E. Kwizda (Vorsitzender)

Herr Michael Binné

Herr Robert Riegler

Herr Gerhard Wenth

Vorstand war:

Herr Karl Landl, Dipl.-Ing., Steyr/Österreich

Die Gesellschaft wird durch den Vorstand vertreten.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands:

In Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angaben der Gesamtbezüge des Vorstandes verzichtet.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr erhält der Aufsichtsrat keine gewinnabhängige Vergütung. Es wird lediglich Auslagenersatz gezahlt.

 

Meckesheim, den 11. März 2024

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Karl Landl

Bericht des Aufsichtsrats

1. Über die Prüfung des Jahresabschlusses / Abschlussprüfung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde vom Vorstand der Polyfin AG nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die mit der Abschlussprüfung beauftragte SHP Hoffman Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Abschlussprüfer) hat den Jahresabschluss der Polyfin AG zum 31. Dezember 2023 (Jahresabschluss) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss in der am 08. Juli 2024 abgehaltenen Aufsichtsratssitzung unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers eingehend erörtert und abschließend geprüft.

Der Aufsichtsrat hat sich dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und stellte fest, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände gegen den Jahresabschluss zu erheben sind. Er billigte den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Damit ist der Jahresabschluss der Polyfin AG zum 31. Dezember 2023 nach § 172 AktG festgestellt.

2. Über die Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorstand hat den von ihm aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2023 (Abhängigkeitsbericht) dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Ferner wurde dem Aufsichtsrat der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers über den Abhängigkeitsbericht ebenfalls rechtzeitig vorgelegt, in dem der Abschlussprüfer folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat:

,,Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind;

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind;

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers über den Abhängigkeitsbericht in der am 08. Juli 2024 abgehaltenen Aufsichtsratssitzung, an der der Vorstand und der Abschlussprüfer teilgenommen haben, eingehend erörtert und geprüft. Der Vorstand und der Abschlussprüfer erläuterten in dieser Sitzung den Abhängigkeitsbericht sowie den Prüfungsbericht eingehend und beantworteten die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zu einzelnen im Bericht genannten Rechtsgeschäften und Maßnahmen umfassend und zufriedenstellend.

Der Aufsichtsrat ist aufgrund seiner Prüfung zu der Auffassung gelangt, dass der von dem Vorstand erstellte Abhängigkeitsbericht den gesetzlichen Anforderungen entspricht und dass sich weder aus dem Prüfungsbericht noch dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Bedenken hinsichtlich des Abhängigkeitsberichts ergeben.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts keine Einwendungen zu erheben.

 

08. Juli 2024

Für den Aufsichtsrat

gez. Herr Johannes E. Kwizda, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Polyfin AG

sonstige Berichtsbestandteile

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 88.275,00 0,00 0,00 0,00 88.275,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 133.714,61 5.883,00 0,00 0,00 139.597,61
221.989,61 5.883,00 0,00 0,00 227.872,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.117.814,49 0,00 0,00 0,00 5.117.814,49
2. Technische Anlagen und Maschinen 537.509,77 0,00 0,00 0,00 537.509,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 350.603,75 22.815,12 3.929,78 0,00 369.489,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.000,00 14.505,05 0,00 0,00 18.505,05
6.009.928,01 37.320,17 3.929,78 0,00 6.043.318,40
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.804,78 0,00 0,00 0,00 16.804,78
16.804,78 0,00 0,00 0,00 16.804,78
6.248.722,40 43.203,17 3.929,78 0,00 6.287.995,79
Aufgelaufene Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 88.274,00 0,00 0,00 0,00 88.274,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen ansolchen Rechten und Werten 115.298,61 4.960,00 0,00 0,00 120.258,61
203.572,61 4.960,00 0,00 0,00 208.532,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 851.797,86 112.325,00 0,00 0,00 964.122,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 197.812,77 95.425,00 0,00 0,00 293.237,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.718,75 27.192,12 3.929,78 0,00 286.981,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.313.329,38 234.942,12 3.929,78 0,00 1.544.341,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.302,00 0,00 0,00 0,00 13.302,00
13.302,00 0,00 0,00 0,00 13.302,00
1.530.203,99 239.902,12 3.929,78 0,00 1.766.176,33
Netto- Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,00 1,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen ansolchen Rechten und Werten 19.339,00 18.416,00
19.340,00 18.417,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.153.691,63 4.266.016,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 244.272,00 339.697,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 82.508,00 86.885,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.505,05 4.000,00
4.498.976,68 4.696.598,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.502,78 3.502,78
3.502,78 3.502,78
4.521.819,46 4.718.518,41

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Der vorliegende Jahresabschluss wurde in gesetzlich zulässigem Maß zum Zweck der Publizität verkürzt. Der beigefügte Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfung bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Polyfin AG bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang - einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Polyfin AG, Meckesheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Angaben der Gesellschaft im Lagebericht zu Ökologie und Nachhaltigkeit (Tz.2.1.2) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf Angaben der Gesellschaft im Lagebericht zu Ökologie und Nachhaltigkeit (Tz. 2.1.2).

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen Angaben der Gesellschaft im Lagebericht zu Ökologie und Nachhaltigkeit (Tz. 2.1.2), aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, den 11. März 2024

SHP HOFFMANN TREUHAND GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

gez. Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

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