Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 109921
Eingetragen
8.4.1997
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Schneidwaren und Bestecken aus unedlen MetallenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Metallwaren jeglicher Art mit anschließender Oberflächenveredlung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Görner
seit 8.7.2025
Prokura
Nils Pehmöller
seit 27.3.2025
Prokura
Judith Staehler
seit 6.9.2024
Prokura
André Leopold
seit 16.12.2022
Prokura
Prokura
Benjamin Brunkau
seit 18.5.2020
Prokura
Jan Staehler
seit 12.9.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kesseböhmer Beteiligungs GmbH
Germany
200.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HNP Metalltechnik GmbH

Quedlinburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Gesellschaft produziert überwiegend Produkte aus Draht, Rohr und Blech für den Bereich Warenpräsentation und Ladenbau. Die Erzeugnisse werden vornehmlich über die Konzerngesellschaften Kesseböhmer Warenpräsentation GmbH & Co. KG, die Kesseböhmer Ladenbau GmbH & Co. KG, die STOREbest GmbH & Co. KG und die Krause Metall GmbH vertrieben.

Die HNP Metalltechnik GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Kesseböhmer Beteiligungs GmbH.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die hohen Inflationsraten und die geldpolitische Straffung belasten die Weltkonjunktur. Zwar weisen die USA bis zuletzt ein robustes Wachstum auf, getrieben durch die privaten Konsumausgaben und zuletzt auch die Unternehmensinvestitionen. In China hingegen blieb das Wachstum trotz der Abkehr von der Null-Covid-Politik im vergangenen Winter hinter den Erwartungen zurück. Die Konjunktur in den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und in den Schwellenländern ist zwar heterogen, aber insgesamt ebenfalls gedämpft. Der Sachverständigenrat erwartet für die Jahre 2023 und 2024 Wachstumsraten des globalen BIP von 2,7 % und 2,2 %. Die Wirtschaft im Euro-Raum zeigt sich ebenfalls schwach und dürfte erst im Jahr 2024 wieder etwas höhere Wachstumsraten erreichen. Das BIP-Wachstum im Euro-Raum dürfte in den Jahren 2023 und 2024 0,6 % bzw. 1,1 % betragen.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. So haben die privaten Haushalte und der Staat ihre Konsumausgaben reduziert. Die Industrie und die Bauwirtschaft zehren zwar noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen, allerdings gehen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kommen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Der Sachverständigenrat erwartet, dass die deutsche Volkswirtschaft sich erst im Verlauf des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. Das außenwirtschaftliche Umfeld dürfte sich nur langsam verbessern und die Geldpolitik die Kreditvergabe weiterhin bremsen. Der Rückgang der Inflation in Kombination mit den hohen Lohnabschlüssen dürfte aber zu Realeinkommenssteigerungen führen. Hierdurch dürfte sich der private Konsum beleben. Der Sachverständigenrat erwartet für die Jahre 2023 und 2024 ein Wachstum des deutschen BIP von -0,4 % bzw. 0,7 %. Die Prognose ist mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. So könnten eine ausbleibende Erholung in China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher das Wachstum bremsen.

Die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum ist auf dem Weg der Normalisierung. Es ist allerdings zu erwarten, dass stark verzögerte Kostenüberwälzungen und neuer Druck von der Lohnentwicklung die Kerninflation im Euro-Raum noch bis ins Jahr 2025 hochhalten. Im Euro-Raum rechnet der Sachverständigenrat mit Inflationsraten von 5,6 % bzw. 2,9 % in den Jahren 2023 und 2024. In Deutschland ist in diesem Jahr mit einer Inflation von 6,1 % zu rechnen. Im kommenden Jahr dürfte sie auf 2,6 % zurückgehen. Bei der Kerninflation in Deutschland ist mit Raten von 5,2 % im Jahr 2023 und 3,2 % im Jahr 2024 zu rechnen. Das Risiko eines erneuten Inflationsanstiegs ist nicht zu vernachlässigen, sollte die restriktive geldpolitische Ausrichtung nicht ausreichend lange aufrechterhalten werden. (Quelle: Jahresgutachten Sachverständigenrat 2023/2024, Wachstumsschwäche überwinden - in die Zukunft investieren)

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Jahr 2023 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real 3,3 % weniger und nominal 2,3 % mehr umgesetzt als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2021, dem Jahr mit dem höchsten Umsatz seit Beginn der Zeitreihe 1994, sank der reale Jahresumsatz 2023 um 3,9 %. Während der Corona-Pandemie 2020 verzeichnete der deutsche Einzelhandel, getrieben durch den Internet- und Versandhandel, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 %. 2021 stieg der Umsatz nochmals real um 0,6 %. Dagegen war die reale Umsatzentwicklung 2022 (-0,7 %) und 2023 (-3,3 %) rückläufig. Dennoch lag der reale Jahresumsatz 2023 noch 1,3 % über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. (Quelle: destatis, Pressemitteilung Nr. 041 vom 31. Januar 2024)

Gemäß einer Umfrage des Deutschen Ladenbau Verbandes beurteilen 69% der befragten Ladenbauunternehmen die Investitionsneigung der Kunden für das Geschäftsjahr 2023 als stark nachlassend. Zudem schätzte die absolute Mehrheit der Befragten den Geschäftsverlauf 2023 schlecht bis zufriedenstellend ein. Nur 13% der Unternehmen bewerteten das Jahr als sehr gut.

(Quelle: https://www.ladenbauverband.de/download/ef607e50f8c2)

b) Geschäftsverlauf

Die Umsätze der HNP Metalltechnik GmbH haben sich besser als von uns erwartet entwickelt, so dass wir bei den Umsatzerlösen leicht über unserer Prognose liegen. Der wesentliche Treiber für die positive Entwicklung war das gestiegene Auftragsvolumen der Kesseböhmer Ladenbau GmbH & Co. KG. Der Jahresüberschuss liegt deutlich über dem Planwert, was in erster Linie auf die Veräußerung von Betriebsimmobilien an die Kesseböhmer Grundbesitz GmbH & Co. KG zurückzuführen ist. Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf des Jahres 2023 zufrieden.

c) Ertragslage

Im Jahr 2023 wurde ein Umsatz von 23.632 T€ (i. Vj. 21.293 T€) erwirtschaftet, somit erhöhten sich die Umsätze um 11,0%. Es wurde eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr antizipiert, die letztlich etwas höher ausfiel als erwartet.

Der Materialaufwand in Höhe von 16.689 T€ (i. Vj. 17.186 T€) verringerte sich im Verhältnis zur Betriebsleistung von 78,2% auf 72,4%.

Beim Personalaufwand in Höhe von 2.921 T€ (i. Vj. 2.752 T€) ist die Auswirkung der Lohnsteigerungen sichtbar. Der Personalaufwand erhöhte sich absolut um 169 T€ und im Verhältnis zur Betriebsleistung von 12,5% auf 12,7%.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Es wird ein Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) in Höhe von 3.329 T€ ausgewiesen (i. Vj. 513 T€). Nach Abzug aller Steuern konnte im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von 2.295 T€ (i. Vj. 364 T€) erzielt werden. Die Ursache hierfür liegt vor allem in der Veräußerung von Betriebsimmobilien an die Kesseböhmer Grundbesitz GmbH & Co. KG.

d) Finanzlage

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde ein Cashflow in Höhe von TEUR -1.211 (i. Vj. TEUR 329) erwirtschaftet.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen 133 T€ und betrafen vor allem die Anschaffung einer Buckelschweißmaschine. Alle Investitionen im Bereich des beweglichen Anlagevermögens können aus den laufenden zur Verfügung stehenden Finanzmitteln getätigt werden.

Die Liquidität unserer Gesellschaft war jederzeit gegeben, Bedarfe werden über die Kesseböhmer Holding KG abgedeckt. Alle Verbindlichkeiten wurden termingerecht und unter der Ausnutzung von Skonto gezahlt. Das Guthaben bei Kreditinstituten betrug zum Bilanzstichtag 3.104 T€ (Vorjahr 1.642 T€).

Darüber hinaus bestehen keine freien Kreditlinien.

Die Finanzlage kann als jederzeit gesichert bezeichnet werden.

Haftungsverhältnisse - z.B. aus Bürgschaften - bestehen nicht.

e) Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr um 48,4% auf 11.007 T€ (i.Vj. 7.416 T€). Das Sachanlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert und beträgt per Geschäftsjahresende 620 T€ (i. Vj. 1.713 T€). Die Vorräte nahmen auf 1.503 T€ (i. Vj. 2.298 T€) ab. Dies erfolgte relativ gleichmäßig über den gesamten Vorratsbestand. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich zum Jahresende auf 4.514 T€ gegenüber einem Vorjahreswert in Höhe von 484 T€. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um eine Erhöhung von Forderungen innerhalb des Kesseböhmer-Konzerns.

Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital auf 8.601 T€ (i. Vj. 6.306 T€) erhöht. Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote somit rund 78,1% der Bilanzsumme (Vorjahr 85,0%). Die geringere Eigenkapitalquote zum Vorjahr ist auf die gestiegene Bilanzsumme zurückzuführen.

Die Erhöhung der Rückstellungen auf 715 T€ (i. Vj. 324 T€) ergibt sich im Wesentlichen aus der Erhöhung der der Steuerrückstellungen. Die Summe der Gesamtrückstellungen beträgt 6,5% der Bilanzsumme.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist weiterhin ausgezeichnet.

3. Prognosebericht

Die wirtschaftlichen Risiken für das Jahr 2024 bleiben bestehen. Die globale Wirtschaftsentwicklung wird weiterhin durch die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und den Gaza-Konflikt beeinflusst.

Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir keine grundsätzliche Änderung unserer Geschäftspolitik geplant. Unsere Erwartungen fallen für das Jahr 2024 vorsichtig aus.

Gemäß einer Umfrage des Deutschen Ladenbau Verbandes beurteilen 48 % der dLv - Mitglieder das Geschäftsjahr 2024 vorsichtig und rechnen mit einem zufriedenstellenden Verlauf. Eine nachlassende Investitionsneigung der Kunden wird von 77 % der Ladenbauer und 77 % der Zulieferunternehmen festgestellt. (Quelle: 1. Umfrage 2024 zur aktuellen Lage im Ladenbau) Zudem geben knapp 29 % der Ladenbau- und 11% der Zulieferunternehmen an, dass die Rentabilität im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. (Quelle: 2. Umfrage 2024 zur aktuellen Lage im Ladenbau)

Die Rahmenbedingungen zwingen uns weiterhin, jedes erkennbares Rationalisierungspotential auszuschöpfen, und alle Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung im Unternehmen zu bündeln. Wir passen ständig Strategie, Strukturen und Organisation des Unternehmens an die veränderte Marktsituation an.

Die Ertragslage wird durch die sehr volatilen Märkte belastet werden. Für das Jahr 2024 planen mit einem Umsatz von ca. 19 Mio. € und einem Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit von ca. 500 T€.

4. Chancen- / Risikobericht

Wir erwarten - wie oben schon angeführt - für das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 einen leicht rückläufigen Umsatz im Vergleich zum aktuellen Geschäftsjahr. Aufgrund unserer konsequent durchgeführten Fertigungsoptimierung sehen wir große Chancen innerhalb des Konzernverbundes Aufträge für neue Produkte zu erhalten.

Für 2024 rechnen Experten mit einem weiterhin historisch schwachen Wachstum der globalen Weltproduktion. Dies zeigt, dass die Weltwirtschaft stabiler ist als ursprünglich erwartet, jedoch ohne Anzeichen für eine echte konjunkturelle Belebung oder bedeutende Wachstumssprünge. Die Erholung von der COVID-19-Pandemie wird durch den anhaltenden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Lebenshaltungskostenkrise nur langsam voranschreiten.

Auf Seiten der Inflation gibt es erste Erleichterungen: Sie geht schneller als erwartet von ihrem Höchststand im Jahr 2022 zurück und hat geringere Auswirkungen auf Beschäftigung und Wirtschaftstätigkeit. Dies ist auf die positive Entwicklung auf der Angebotsseite und auf Maßnahmen der Zentralbanken zurückzuführen, die die Inflationserwartungen stabil gehalten haben. Dennoch werden hohe Zinssätze zur Inflationsbekämpfung und die Rücknahme fiskalischer Unterstützung aufgrund hoher Verschuldung das Wachstum 2024 belasten.

Fertigungstechnische oder kapazitive Risiken sind aufgrund der vorhandenen Ressourcen nicht zu erwarten. Es existiert kein Investitionsrückstand, viel mehr hält die kontinuierliche Modernisierung der Fertigung an.

Unsere Liquiditätslage sehen wir durch die Einbindung in die Kesseböhmer Gruppe als hinlänglich an, um alle Investitionen, Entwicklungsprojekte und die laufenden Verbindlichkeiten fristgerecht abdecken zu können. Es wird ein fortlaufender Investitions- und Liquiditätsplan erstellt, um kurzfristige Veränderungen einplanen zu können.

Wir ziehen in unsere Risikobetrachtung Konjunktur- und Marktrisiken, Branchen- und Wettbewerbsrisiken, Produktrisiken sowie finanzwirtschaft- und leistungswirtschaftliche Risiken ein. Aus all diesen Betrachtungen leiten wir unsere Gesamtstrategie ab.

Bestandsgefährdende Risiken (wirtschaftlich) sind für die HNP Metalltechnik GmbH nicht erkennbar. Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale sind der Unternehmensleitung nicht bekannt.

 

Quedlinburg, 23. Oktober 2024

Oliver Kesseböhmer

Jan Staehler

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.867.634,91 2.952.518,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.725,00 2,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.725,00 2,00
II. Sachanlagen 620.245,68 1.713.105,54
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.009.829,60
2. technische Anlagen und Maschinen 521.388,79 587.624,91
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 98.856,89 110.438,53
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.212,50
III. Finanzanlagen 1.245.664,23 1.239.410,49
1. sonstige Finanzanlagen 1.245.664,23 1.239.410,49
B. Umlaufvermögen 9.139.276,76 4.463.581,00
I. Vorräte 1.503.335,80 2.297.583,68
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.532.311,58 524.490,99
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 445.474,05 473.908,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.068.039,01 10.372,85
3. sonstige Vermögensgegenstände 18.798,52 40.209,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.103.629,38 1.641.506,33
Bilanzsumme, Summe Aktiva 11.006.911,67 7.416.099,03

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.601.475,12 6.306.487,50
I. gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Gewinnvortrag 6.204.229,12 5.839.821,76
III. Jahresüberschuss 2.294.987,62 364.407,36
B. Rückstellungen 714.802,12 324.284,48
C. Verbindlichkeiten 1.690.634,43 785.327,05
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 268.196,01 98.237,38
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 713.216,09 541.930,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 713.216,09 541.930,76
3. sonstige Verbindlichkeiten 709.222,33 145.158,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 977.695,57 245.591,33
Bilanzsumme, Summe Passiva 11.006.911,67 7.416.099,03

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.201.044,03 4.845.489,72
2. Personalaufwand 2.921.008,69 2.751.794,54
a) Löhne und Gehälter 2.432.049,41 2.300.213,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 488.959,28 451.581,34
3. Abschreibungen 218.937,55 311.281,40
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 218.937,55 311.281,40
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.731.927,68 1.268.977,83
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.972,80 6.846,50
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,71 0,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.038.973,30 146.404,65
8. Ergebnis nach Steuern 2.304.168,90 373.877,80
9. sonstige Steuern 9.181,28 9.470,44
Jahresüberschuss 2.294.987,62 364.407,36

Anhang 2021

Allgemeine Hinweise

Die HNP Metalltechnik GmbH ist im Handelsregister von Stendal unter HRB 109921 eingetragen. Der Sitz und der Ort der Geschäftsleitung befinden sich in der Magdeburger Str. 3b in Quedlinburg.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei einzelnen Wirtschaftsgütern werden die Abschreibungen aufgrund des Einsatzes in ein Schichtsystem nach der Leistung ermittelt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Das Finanzanlagevermögen ist grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sofern notwendig, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Einzelwertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert. Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse werden unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrades bewertet. In die Herstellungskosten werden das Fertigungsmaterial, die Fertigungslöhne und die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung beachtet.

Die Vorräte wurden je nach Gängigkeit abgewertet. Die Abschläge werden in Abhängigkeit der letzten Zu- und Abgangsdaten in Höhe von 95%, 40% bzw. 20% der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vorgenommen. Diese Abschläge basieren auf Erfahrungen der Geschäftsführung aus der Vergangenheit.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt worden.

Erläuterungen zu einzelnen Posten

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Grundsätzlich haben sämtliche Forderungen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personalkosten, Boni, Gewährleistungen und Beratungskosten gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
aus Steuern 605 67
im Rahmen der sozialen Sicherheit 3 5

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung

Die Gewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 1.792 resultieren aus der Veräußerung der Betriebsimmobilien an die Kesseböhmer Grundbesitz GmbH & Co. KG. Die Gewinne stellen Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung dar.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.295 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen und Bestellobligo mit folgenden Belastungen:

Verpflichtungen aus 2024
TEUR
2025
TEUR
2026
TEUR
2027
TEUR
Mieten/Pachten 230 230 230 230
Leasing 26 21 16 11
Bestellobligio 298 0 0
554 251 246 241

Von den o.g. Verpflichtungen entfallen jährlich TEUR 230 auf Pachtaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

2023 2022
Angestellte 12 13
Arbeiter 54 53
Aushilfen 3 3
Gesamt 69 69

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Diplom-Kaufmann Oliver Kesseböhmer und Herrn Diplom-Kaufmann Jan Staehler geführt. Von § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Nachtragsbericht über wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung zum 11. Oktober 2024 ist Herr Oliver Kesseböhmer aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Kesseböhmer Beteiligungs GmbH, Bad Essen. Diese wiederum ist ein 52%iges Tochterunternehmen der Kesseböhmer Holding KG mit Sitz in Bad Essen. Als verbundenes Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB wird die HNP Metalltechnik GmbH in den Konzernabschluss der Kesseböhmer Holding KG einbezogen. Der Konzernabschluss der Kesseböhmer Holding KG wird im elektronischen Bundesanzeiger (Amtsgericht Osnabrück HRA 4013) offengelegt.

 

Quedlinburg, 23. Oktober 2024

Oliver Kesseböhmer

Jan Staehler

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.397,50 2.215,00 0,00 0,00 0,00 18.612,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 16.397,50 2.215,00 0,00 0,00 0,00 18.612,50
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.683.307,87 0,00 0,00 2.683.307,87 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 3.772.486,91 121.602,33 0,00 0,00 0,00 3.894.089,24
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 413.494,79 11.582,17 0,00 2.793,05 0,00 422.283,91
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.212,50 0,00 0,00 5.212,50 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.874.502,07 133.184,50 0,00 2.691.313,42 0,00 4.316.373,15
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.219.410,49 6.253,74 0,00 0,00 0,00 1.225.664,23
Genossenschaftsanteile 20.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
Summe Finanzanlagen 1.239.410,49 6.253,74 0,00 0,00 0,00 1.245.664,23
Summe Anlagevermögen 8.130.310,06 141.653,24 0,00 2.691.313,42 0,00 5.580.649,88
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 16.395,50 492,00 0,00 0,00 0,00 16.887,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 16.395,50 492,00 0,00 0,00 0,00 16.887,50
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.673.478,27 7.443,29 0,00 1.680.921,56 0,00 0,00
technische Anlagen und Maschinen 3.184.862,00 187.838,45 0,00 0,00 0,00 3.372.700,45
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 303.056,26 23.163,81 0,00 2.793,05 0,00 323.427,02
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.161.396,53 218.445,55 0,00 1.683.714,61 0,00 3.696.127,47
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.177.792,03 218.937,55 0,00 1.683.714,61 0,00 3.713.014,97
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 1.725,00 2,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.725,00 2,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 1.009.829,60
technische Anlagen und Maschinen 0,00 521.388,79 587.624,91
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 98.856,89 110.438,53
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 5.212,50
Summe Sachanlagen 0,00 620.245,68 1.713.105,54
Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.225.664,23 1.219.410,49
Genossenschaftsanteile 0,00 20.000,00 20.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.245.664,23 1.239.410,49
Summe Anlagevermögen 0,00 1.867.634,91 2.952.518,03

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HNP Metalltechnik GmbH, Quedlinburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HNP Metalltechnik GmbH, Quedlinburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HNP Metalltechnik GmbH, Quedlinburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 29. November 2024

Huskobla & Kollegen Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Sriskantharajah, Wirtschaftsprüfer

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