NT plus AGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 18786
Eingetragen
17.3.1999
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der UnterhaltungselektronikManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
- der weltweite Handel mit elektronischen Geräten nebst Zubehör und Software, insbesondere im Bereich der Kommunikation, Unterhaltung und innovativen Technologie; - die Vermittlung und das Angebot von Kommunikationsleistungen (Festnetz-, Mobilnetz- und Internetanschlüssen sowie sonstige Technologien); - die Erbringung von Marketing- und sonstigen Dienstleistungen, insbesondere der Betrieb von Callcentern; - der Handel mit Waren aller Art, sofern der Handel mit diesen nicht einer besonderen Erlaubnis bedarf; - der Erwerb und die Verwaltung von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen sowie deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung sowie - die Verwaltung von Grundbesitz und sonstigen Vermögensgegenständen. Die Gesellschaft kann ihren Betrieb ganz oder teilweise anderen Unternehmen überlassen.

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Josef Hellmich
seit 23.4.2008
Vorstandsmitglied
Prokura
Uwe Wagner
seit 14.6.2006
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

NT plus AG

Osnabrück

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der NT plus AG, Osnabrück, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Osnabrück, den 4. April 2007

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Winkeljohann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Schröder, Wirtschaftsprüfer

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006

Darstellung des Geschäftsverlaufes (§ 289 Abs. 1 HGB)

Präambel

Der NT plus-Konzern blickt auf ein operativ insgesamt gutes Geschäftsjahr 2006 zurück.

Die Gesellschaft konnte sich in Fortsetzung der gesetzten Ausrichtung im Fachhandel weiter gut entwickeln. Aber auch die übrigen Bereiche können als positiv in ihrer Entwicklung beschrieben werden. Exemplarisch sind hier Fulfilment-Dienstleistungen sowie das Key Account-Geschäft zu nennen.

Die für 2006 gesetzten strategischen Ziele wurden im definierten Umfang voll umgesetzt. Insgesamt bewertet der Vorstand das Geschäftsjahr als gute Basis für die weitere Entwicklung. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits eingeleitet.

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Konjunkturelle Rahmenbedingungen weltweit

Die Weltwirtschaft setzte in 2006 ihre Hochkonjunktur fort. Die Expansion stand dabei auf einem breiten Fundament und resultierte in einem Wachstum von 3,9 %. In Fortsetzung der letzten Jahre waren der ostasiatische Wirtschaftsraum sowie die USA wieder starke Wachstumsmotoren. Der europäische Wirtschaftsraum hingegen zeigte erstmals in 2006 wieder einen kräftigen Anstieg des BIP. Die monetären Rahmenbedingungen waren günstig, die Zinsen blieben recht niedrig, wenn auch (insbesondere in Europa) nicht mehr auf dem expansiven Kurs der Vorjahre. Einen dämpfenden Effekt stellte weltweit wieder der stark gestiegene Ölpreis dar. Vor diesem Hintergrund ist das beobachtete Wachstum als bemerkenswert einzustufen. Die Inflationsraten verzeichneten einen moderaten Anstieg, Zweitrundeneffekte blieben jedoch aus.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen Deutschland

Das konjunkturelle Umfeld in Deutschland war in 2006 so günstig wie seit Jahren nicht mehr. Vor diesem Hintergrund und dem damit verbundenen Handlungsspielraum enttäuschen die tatsächlichen Reformergebnisse der großen Koalition; großes Chancenpotenzial blieb ungenutzt. Das BIP zeigte einen respektablen Anstieg von 2,4 %. War die Konjunktur in den Vorjahren maßgeblich getragen von der Auslandsnachfrage, trat in 2006 erstmals auch eine Belebung der Binnenwirtschaft in größeren Umfang ein. Die Belebung griff nun auch spürbar auf den Arbeitsmarkt durch, auf dem eine positive Entwicklung zu verzeichnen war. Starker Motor des beobachteten Wachstums war auch in diesem Jahr der Außenhandel, aber erstmals trugen auch die privaten Konsumausgaben zum Wachstum bei, wenn dieser auch in der zweiten Jahreshälfte durch Sondereffekte (Vorzieheffekte) beeinflusst war. Die Verbraucherpreise in Deutschland verzeichneten einen Anstieg von 1,7 %, der maßgeblich auf den gestiegenen Ölpreis zurückzuführen ist. Wie auch in 2005 blieben Zweitrundeneffekte weitgehend aus.

1.2 Entwicklung der Branche

a) Allgemeiner Überblick ITK-Branche

Der Gesamtmarkt der ITK (inkl. dig. CE) zeigte in 2006 wieder eine positive Entwicklung. Mit einem Wachstum von 2,5 % erreichte er ein Gesamtvolumen von € 146,4 Mrd. Dabei ist die Entwicklung der großen Untersegmente durchaus heterogen. Das Segment der Telekommunikation wuchs lediglich um 0,5 %, das Segment der Informationstechnologie um 2,5 % und an der Spitze die digitale Unterhaltungselektronik mit einem Wachstum von 17,1 %. Aufgrund der geringen absoluten Größe dieses Segmentes war die Auswirkung auf den Gesamtmarkt der ITK aber gering. Wie auch in den Vorjahren stellte sich der ITK-Markt als einer der wichtigsten Wachstumsmotoren der gesamten deutschen Wirtschaft dar. Wenn der Unterschied der Wachstumsraten nicht mehr so stark ausgeprägt war wie in den Vorjahren, so ist das nicht auf eine nachlassende Performance des ITK-Marktes zurückzuführen, sondern auf die deutlich positivere gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Neben der befriedigenden privaten Nachfrage waren starke Investitionen der gesamten Wirtschaft zu beobachten, insbesondere in der Informationstechnologie. In der Segmentbetrachtung wuchsen die mobilen Telefondienste aufgrund des hohen Preisdrucks nur moderat. Festnetz-Sprachdienste waren weiter rückläufig. Dieser Effekt wurde jedoch deutlich überkompensiert durch ein starkes Wachstum der Internet- und Festnetz-Datendienste, die sich abermals als wichtiger Wachstumsmotor dargestellt haben.

Ein positiver Beschäftigungseffekt im ITK-Sektor blieb bisher aus; die Beschäftigtenzahl stagnierte.

b) Überblick über die Entwicklung der wesentlichen Geschäftsfelder

b.1 Geschäftssegment Mobilfunk

Marktentwicklung 2006

Auch in 2006 hielt der Trend zu Mobiltelefonen unvermindert an, sodass in diesem Jahr ein Wachstum von ca. 4 % auf 26,9 Mio. Geräte (Vorjahr 25,8 Mio.) zu verzeichnen war 1. Dabei stieg die Bedeutung von Geräten in Verbindung mit Laufzeitverträgen auf einen Anteil von 75 % der insgesamt vermarkteten Mobilfunkgeräte.

Erstmalig betrug in 2006 die Penetrationsrate über 100 %. 2 Damit belegte Deutschland europaweit nur einen Platz im Mittelfeld. Andere Industriestaaten wie Italien oder Schweden zeigen, dass in Deutschland noch weiteres Steigerungspotenzial vorhanden ist.

Im Bereich der Gerätevermarktung in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag hielt der Trend zum günstigen Mobilfunkgerät für 1 € weiter an. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch steigende Abschlüsse von Zweitverträgen mit günstigen Flatrate-Tarifen durch die Endverbraucher. Um die sinkenden Margen aus Sprach- und Datendiensten aufzufangen, wurde die Subventionierung von UMTS-Geräten in 2006 von 420 € auf ca. 250-300 € stark zurückgenommen. Insgesamt hat das Thema 3G bei allen Netzbetreibern stark an Bedeutung verloren, die angestrebten Ziele wurden wiederum klar verfehlt. 3

Auf Herstellerseite war das Jahr 2006 vor allem durch die Insolvenz von SiemensBenQ geprägt. Das dort frei werdende Marktvolumen (in Stück) konnten vor allem Motorola (von 12,0 % auf 18,6 %) und Sony Ericsson (von 8,4 % auf 13,0 %) für eigenes Wachstum nutzen. Während der Marktanteil von Nokia nur schwach anstieg (von 35,4 % auf 36 %), ging der von LG leicht zurück (von 3,2 % auf 3,0 %). Deutlicher Verlierer in 2006 war Samsung, dessen Anteil von 14,2 % auf 11,7 % abnahm. 4 Die Vermarktung der Mobilfunkgeräte erfolgte zu 30 % über die Distribution und zu 70 % über die Netzbetreiber und Service Provider. Während die No-Frills-Anbieter, wie z.B. Aldi-Talk, Blau.de, simyo oder Base, im 1. Halbjahr ihren Marktanteil weiter steigern konnten, stagnierte dieser im weiteren Verlauf des Jahres. Eine Stärkung der Open-Market-Geräte resultierte in 2006 vor allem aus dem starken Anstieg im Food-Channel, über den inzwischen regelmäßig Mobile Phones vermarktet werden.

Entwicklung der NT plus 2006

1 GFK-Studie, Januar 2007.
2 BITKOM-Studie 2006, Januar 2007.
3 GFK-Studie, Januar 2007.
4 GFK Studie, Januar 2007.

In 2006 wurde die Strategie der Focussierung auf die marktanteilsstärksten Hersteller weiter erfolgreich vorangetrieben. Nokia, Samsung und Sony Ericsson konnten zum Teil deutliche Steigerungen, auch über die geplanten Budgetwerte hinaus, realisieren. Verstärkt wurde die Entwicklung bei Sony Ericsson und Nokia auch durch die Insolvenz von BenQ. Demgegenüber blieb Motorola hinter den Erwartungen zurück. Gründe hierfür waren vor allem die Focussierung auf den Low-End-Bereich sowie Probleme in der Prozesssteuerung bei Motorola.

Aus vertrieblicher Sicht war 2006 vor allem durch die Konzentration auf die Fachhandelskanäle und den Key Account geprägt. Besonders das Key Account-Geschäft konnte stark ausgebaut werden. In einem ausgesprochen aggressiven Marktumfeld konnte NT plus hier in besonderem Maße von seinen guten Kundenbeziehungen profitieren. Durch diese Entwicklungen, verbunden mit einer konsequenten Lagerhaltungspolitik, konnte so das Ergebnis nachhaltig gesteigert werden.

Das Wettbewerbsumfeld war in 2006 durch einen in allen Vertriebskanälen hart umkämpften Markt geprägt. Im Fachhandel versuchte vor allem die Komsa mit der Focussierung auf die Aetka-Kooperation Anteile zu gewinnen. Durch gezielte Verkaufsaktionen, in Abstimmung mit den Herstellern, konnte NT plus hier aber, neben der Komsa, seine Position als stärkster Partner des Fachhandels weiter ausbauen. Dangaard wird weiterhin lediglich als Fulfilment-Partner der Media-Saturn-Gruppe wahrgenommen und spielt im Fachhandel keine Rolle. Die NT plus hat im vergangenen Jahr im Vergleich zum Wettbewerb ihre Position gestärkt und ihren Vorsprung gehalten.

Ausblick Marktentwicklung 2007

Auch in 2007 ist ein Ende des Marktwachstums nicht abzusehen, sodass bis zum Ende des Jahres eine Umsatz-Steigerungsrate im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich prognostiziert wird. Positiv wirken sich hier vor allem die Nachfrage nach Mobilfunkgeräten mit integrierter Kamera (bis zum Ende des Jahres mit 5 Megapixeln), MP3-Playern und hochwertigen Business-Geräten aus. Wie schon gegen Ende 2006 wird auch in 2007 die Vermarktung von UMTS nicht wesentlich an Gewicht gewinnen. Ein Anzeichen dafür sind die deutlich zurückgenommenen Subventionen der Netzbetreiber und Serviceprovider. Weitere Technologietrends, die zunehmend an Bedeutung gewinnen werden, sind Voice over IP (VolP) und Fernsehen per Mobiltelefon.

Der Markt der 2G-Mobilfunkgeräte wird in 2007 eine weitere Verschiebung zugunsten der Distribution erleben, deren Anteil auf ca. 40 % steigen wird. Die Gründe hierfür sind das kleinere Produktportfolio der Netzbetreiber, die verstärkte Nachfrage der No-Frills-Anbieter sowie steigende Abnahmezahlen von Key Account-Kunden. Von der Entwicklung bei den Netzbetreibern wird in erster Linie der klassische Fachhandel profitieren. Bereits Anfang 2007 hat NT plus auf diese Veränderungen reagiert und die Vertriebe FH und KA umstrukturiert, neu ausgerichtet und gestärkt. Auch die Anforderungen der Hersteller an Liquiditätsstärke und Kanaldurchdringung bieten der NT plus einen Wettbewerbsvorteil.

Es ist davon auszugehen, dass NT plus in 2007 überproportional von seiner guten Positionierung im klassischen Fachhandel und im Key Account profitieren kann und seine Marktposition zulasten des Wettbewerbs weiter verbessern und festigen wird.

b.2 Geschäftssegment Netzvermarktung

Produktsegment Netzvermarktung Mobilfunk

Marktentwicklung 2006

Die Zahl der Mobilfunkteilnehmer stieg in 2006 um 7,3 % auf ca. 85 Millionen. Bis Ende 2006 übertraf die Penetrationsrate in Deutschland erstmals die 100 %-Grenze und belief sich auf ca. 103,6 % (2005: 97 %) (Quelle: E-Plus). Die Zahl der Bruttoneuanschlüsse betrug ca. 22,8 Mio.

Der Gewinner im Gesamtmarkt war insbesondere E-Plus. Der Einstieg in die Mehrmarkenstrategie (Base, Simyo, AyYildiz usw.) wurde konsequent umgesetzt. Insbesondere der erste wirkliche Flatratetarif Base brachte dem Netzbetreiber neben deutlichen Kundenzuwächsen auch Verbesserungen im ARPU (Average Revenue Per Unit). Verlierer im Gesamtmarkt waren T-Mobile (Prepaid) und Vodafone (Laufzeit), die gegenüber den Netzbetreibern E-Plus und O2 Marktanteile einbüßten.

Insgesamt war der Markt geprägt durch den massiven Preisverfall der Verbindungsminuten. Als Gründe sind vor allem die Vermarktung von Flatrate-Tarifen und der Einstieg immer neuer Mobilfunk-Discounter oder No-Frills-Anbieter vor dem Hintergrund der zunehmenden Marktsättigung.

Laut Angaben der Netzbetreiber konnten die Mobilfunk-Discounter und No-Frills-Anbieter ca. 2,4 Mio. Bruttoneukunden gewinnen (Vergleich 2005: ca. 1,1 Mio. Anschlüsse). Der Anteil der Service Provider an den aktivierten Teilnehmerverhältnissen sank in 2006 um 1 % auf ca. 27 % Quelle: Mobilcom). Mobilcom konnte seine Marktanteile deutlich ausbauen. Stärkster Verlierer war Debitel.

UMTS spielte weiterhin keine wesentliche Rolle. Zwar erreichte die Zahl der UMTS-fähigen Anschlüsse laut Bitkom bereits Mitte 2006 die 4 Millionen-Grenze (2005: ca. 2,3 Mill.). Dies ist aber eher der Tatsache zuzuschreiben, dass viele der vermarkteten Handsets UMTS-fähig sind, als dass dieses Feature Kaufentscheidungen maßgeblich beeinflusst hätte. Die Netzbetreiber stellten UMTS als Schlagwort nicht mehr ins Zentrum ihrer Werbebotschaften. Im Vordergrund steht zunehmend der Kundennutzen schneller Übertragungsraten, unabhängig von der Übertragungstechnologie.

Entwicklung der NT plus 2006

Das Aktivierungsniveau im Bereich Mobilfunk lag bei 96 % des Vorjahresniveaus. Hintergrund für den Rückgang ist die durch NT plus gewollt eingeschränkte Vermarktung von Prepaid-Verträgen vor dem Hintergrund der Risikovorsorge (Fraud-Prevention). Im Bereich der profitablen Laufzeitverträge und Upgrades steigerte NT plus das Aktivierungsvolumen um 109 %, bzw. 143 % gegenüber dem Vorjahr. Für die Vermarktung der Tarife von No-Frills-Angeboten im Fachhandel bestand keine Nachfrage.

Der Aufbau von Filialstrukturen beeinflusste den Handel 2006 wesentlich. Analog zum Vorjahr sah sich NT plus weiterhin mit dem Wettbewerb zu Filialisten konfrontiert, die ihre Vertriebsoberfläche kontinuierlich ausbauten. Neben den Filialisten erweiterten jedoch auch Netzbetreiber und Service Provider ihre Filialstrukturen. Die NT plus stand zusammen mit der Komsa in der Vermarktung hinter den Filialisten. Weitere Distributoren folgten mit Abstand. Im Distributionsumfeld konnte NT plus jedoch ihre Marktbedeutung weiter ausbauen. Einige Distributoren setzten den Filialstrukturen der Netzbetreiber, Service Provider und Filialisten Kooperationen entgegen, die unterschiedlich ausgeprägt und erfolgreich waren.

Ausblick Marktentwicklung 2007

Für 2007 wird wiederum eine Steigerung des Gesamtvolumens der Mobiltelekommunikation erwartet. Netzbetreiber und Service Provider rechnen mit ca. 22,9 Bruttoneuanschlüssen, also einem Wachstum auf Vorjahresniveau. Die Bedeutung der Service Provider wird weiter abnehmen. Mobilfunk-Discounter und No-Frills-Anbieter werden ca. 4,3 Mio. Bruttoneuanschlüsse realisieren.

Das kommende Jahr wird durch den immer härter werdenden Wettbewerb gekennzeichnet sein. Der Ausbau der Vertriebsoberfläche durch zusätzliche Filialen der Netzbetreiber, Service Provider und Filialisten wird sich fortsetzen.

Die Verlagerung von Verbindungsminuten aus dem Festnetz in Richtung Mobilfunk wird sich infolge des Preisverfalls beschleunigen. Hinzu kommen neue Potenziale im Rahmen der Konvergenz. Infolge der Marktsättigung erhält das Bestandskundenmanagement eine zunehmende Bedeutung.

Im Hinblick auf die Systemvoraussetzungen und Datenbestände ist die NT plus für die weitere Entwicklung des Marktes insbesondere im Bereich der Vertragsverlängerungen und Upgrades gut gerüstet. Die NT plus relaunchte zu Jahresbeginn 2007 Dias PRO, die Online-Aktivierungsplattform, die bereits 2006 als beste Aktivierungsplattform der Branche im Rahmen der GfK-Distributionsstudie ausgezeichnet wurde.

Produktsegment Netzvermarktung Festnetz

Marktentwicklung 2006

Der Trend der analogen und ISDN-Anschlüsse war weiterhin rückläufig. Laut T-Com sank die Summe der Anschlüsse in dem genannten Bereich auf ca. 35,5 Millionen (2005: 35,9 Mill.). Dahingegen stieg der bundesweite Bestand aktivierter DSL-Anschlüsse von 10,4 Millionen (BNETZA) in 2005 laut T-Com auf ca. 14,5 Millionen in 2006. Dies entspricht einer Versorgungsrate von über 37 % (2005: ca. 27 %). Der Wettbewerb inklusive Resaler schaffte es erstmalig, seinen Marktanteil über die 50 %-Marke zu erhöhen - er macht derzeit laut T-Com 54,1 % aus (2005: 39,1 %, BNETZA). Gründe für den Anstieg ist der starke Preisverfall bei Internetzugangstarifen. VolP generiert aktuell noch immer nur geringe Minutenanteile, wobei die Bedeutung dessen kontinuierlich zunehmen wird.

Entwicklung der NT plus 2006

Im Festnetzbereich kann die NT plus auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. So erzielte sie mit einer Steigerung von 160,7 % bei den Neuanschlüssen im Vergleich zum Vorjahr ein erfreuliches Ergebnis, zusammen mit den Upgrades betrug die Gesamtsteigerung 120,4 % zum Vorjahr.

Im Distributionsvergleich von T-Com-Produkten konnte die NT plus die führende Stellung in der Distribution behaupten. Um die relative Abhängigkeit von der T-Com zu verringern, forcierte NT plus die Vermarktung von Arcor-Diensten. Hierbei nimmt NT plus mittlerweile schon Platz 2 in der Distribution ein und konnte das Aktivierungsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 139,4 % steigern. Ferner zeichneten sich zum Jahresende erste Vermarktungserfolge mit Freenet ab. Zusätzlich ins Portfolio wurden die Geschäftskunden-Tarife von T-Systems und Arcor in die Vermarktung aufgenommen.

Die DSL-Vermarktung erfolgt im Wesentlichen über die Direktvermarktungskanäle der T-Com sowie der ISP's wie 1&1, AOL, Tiscali etc. mit subventionierten DSL-Bundles, die über den Handel nicht darstellbar sind.

Ausblick Marktentwicklung 2007

In 2007 wird sich der Trend zu Breitbandanschlüssen weiter fortsetzen. So wird sich beispielsweise die Anschlusszahl im DSL-Bereich laut Bitkom auf rd. € 17 Mio. belaufen. Die Umsätze im Bereich Festnetz-Sprachdienste werden mit rd. 5,5 % auf € 17,8 Mrd. weiter abnehmen, während die Festnetz-Datendienste erneut ein Wachstum um rd. 6 % auf € 12,3 Mrd. Umsatz verzeichnen werden.

Die sinkenden Mobilfunkkosten und Internet-Telefonie werden sich weiter auf das Festnetz auswirken, Kombi-Tarife der Mobilfunk-Provider zwischen Mobilfunk und Festnetz werden diesen Trend verschärfen. Zusatzangebote wie Festnetzoptionen wirken dieser Entwicklung entgegen.

Neue Potenziale entstehen im Rahmen konvergenter Lösungen durch das Zusammenwachsen von Diensten und Netzen. Entgegen früheren Trends investieren die Mobilfunknetzbetreiber wieder in Breitbandtechnologie, z.B. Vodafone und O2 über eigene DSL-Angebote. Auf der anderen Seite präsentierten die führenden Festnetzbetreiber zur CeBIT 2006 Festnetztelefone, die in die Mobilfunknetze übergeben werden, sobald die Homezone verlassen wird. Mit T-Home launchte die Deutsche Telekom zur IFA 2006 erstmalig eine Multimedia-Lösung, die Festnetz und Consumer Electronics sinnvoll kombiniert und bundesweit beworben wird. Diese weiterführende Lösungen werden in 2007 einen Vermarktungsschwerpunkt bilden.

b.3 Geschäftssegment Festnetzendgeräte

Produktsegment Telefonendgeräte

Marktentwicklung 2006

Der Telefonendgerätemarkt wurde 2006 weiterhin durch Schnurlostelefone mit einem Anteil von über 95 % geprägt.

Im Jahr 2006 wurden 5,2 Mio. DECT-Telefone mit einem Wert in Höhe von € 288 Mio. verkauft, was einem Mengenrückgang von rd. 4 % entspricht. Aufgrund des starken Preisverfalls in Höhe von durchschnittlich 8 % war der Markt wertmäßig über alle Vertriebskanäle um rd. 12 % rückläufig. Siemens konnte auf der Herstellerseite seine Marktführerschaft wertmäßig mit durchschnittlich 49 % weiterhin halten, musste allerdings 3 % Marktanteilsrückgang hinnehmen. Danach folgten T-Com mit 13 % (+3 %), Panasonic mit 10 % (+2 %), Philips mit 8 % (+- 0 %) und Audioline mit 6 % (+- 0 %). Die restlichen 14 % teilen sich weitere 20 Hersteller.

Entwicklung NT plus 2006

Der Distributionsmarkt war aufgrund des Marktrückganges zunehmend von Überbeständen mit zunehmendem Mengen- und Margendruck sowie extremen Wettbewerbspreisen geprägt. NT plus konnte trotzdem ihre marktführende Position innerhalb der Distribution bei Telefonendgeräten weiter ausbauen und seinen Umsatz trotz des Marktrückgangs um 4 % ohne große Einbußen in der Marge steigern.

NT plus war in Folge stärkster Distributionspartner für den Marktführer Siemens und konnte ihre Marktposition besonders bei T-Com deutlich ausbauen und ein Umsatzwachstum von 24 % zu 2005 realisieren (Marktwachstum T-Com im Vergleichszeitraum +3 %).

Ausblick Marktentwicklung 2007

In 2007 wird ein Mengenrückgang von ca. 3 % auf 5 Mio. DECT-Telefone erwartet, wobei aufgrund des Preisverfalls in Höhe von rd. 10 % der DECT-Markt auch im nächsten Jahr rückläufig sein wird. Neue Themen wie DECT-VoiP-WLAN-Kombilösungen werden noch keine signifikante Auswirkungen auf das Marktvolumen in 2007 haben. Innerhalb der für 2006 dargelegten Positionierungen der Hersteller wird Siemens seine marktführende Position verteidigen und T-Com Marktanteile zulasten von B- und C-Brands gewinnen. Aufgrund der strategischen Zusammenarbeit mit Siemens und T-Com bietet dies weiteres Potenzial für NT plus.

Produktsegment Office Equipment

Marktentwicklung 2006

In 2006 wurden laut GfK fast 0,52 Mio. Faxgeräte mit einem Umsatz von rd. € 86 Mio. verkauft. Somit war der Faxmarkt 2006 stückzahlmäßig um rd. 10 % und wertmäßig um rd. 17 % rückläufig. Bezogen auf Stückzahlen hatten Lasergeräte 2006 einen Anteil von rd. 31 % am Gesamtmarkt. Wertmäßig dominierte Laser den Faxmarkt mit rd. 58 %, gefolgt von Thermotransfer mit rd. 24 %, Tinte mit rd. 16 % und Thermo mit rd. 2 %.

Multifunktionsgeräte konnten in 2006 ein Marktwachstum von 14 % auf fast 2,6 Mio. Stück bei einem Marktvolumen von rd. 517 Mio. Euro realisieren, wobei der Markt aufgrund des geringen Preisverfalls des Lasersegmentes wertmäßig um 13 % über dem Niveau des Vorjahres liegt.

Entwicklung NT plus 2006

Die NT plus konnte den Hardwareumsatz Fax- und Multifunktionsgeräte im Vergleich zum Vorjahr in Summe um rd. 40 % steigern. Im Segment Faxgeräte konnte der Umsatz durch Fokussierung auf Lasergeräte trotz stark rückläufigen Marktes gehalten werden. Die Umsatzsteigerung wurde im Segment Multifunktionsgeräte maßgeblich über Brother und Canon realisiert.

Am Beispiel Brother, dem Fax- und Laser-Multifunktionsmarktführer, wird die Marktstellung der NT plus innerhalb der TK-Distribution ersichtlich. Gemessen am NT plus-Umsatz folgt der nächste Wettbewerber mit weniger als 20 % des Einkaufsvolumens der NT plus. Die sonstigen TK-Wettbewerber machen zusammen zusätzliche 15 % aus. Die dominante Marktposition beruht dabei im Wesentlichen auf einer breiten Wettbewerbsverdrängung sowie systematischen Neukundenakquise über alle NT plus-Fachhandelskanäle sowie Key Account.

Innerhalb der Drucktechnologien ist festzustellen, dass die NT plus sowohl im Faxmarkt als auch bei Multifunktionsgeräten besonders die höherwertigen Drucktechnologien Laser und Tinte wertmäßig ausbauen konnte.

Die NT plus hat in 2006 ihren Fokus auf fachhandelsorientiertere Hersteller wie Brother, Canon und Panasonic gesetzt, die vom Produktportfolio und ihrer Marketingstrategie den etablierten Drucker-Herstellern wie HP, Epson und Lexmark systematisch Marktanteile abnehmen konnten. Die Positionierung im Wettbewerbsumfeld zeigt, dass die Wettbewerber klassisch aus dem IT-Segment kommen. Die NT plus befindet sich hier hinter zwei IT-Broadlinern auf dem dritten Rang.

Ausblick Marktentwicklung 2007

Prognosen der Hersteller gehen 2007 von einem ca. 5 %-igen Mengenwachstum im Gesamtmarkt aus, wobei die Multifunktionsgeräte wiederum die treibende Kraft im Markt sein werden.

Der Preisdruck wird anhalten aber wertmäßig noch zu einem leichten Wachstum von 2-3 % in 2007 führen. Aufgrund der guten Positionierung sowohl im Fax- als auch im Multifunktionsmarkt werden besonders Brother und Canon im Jahre 2007 ihre Marktposition zulasten der klassischen Druckerhersteller weiter ausbauen. Die NT plus wird aufgrund der strategischen Partnerschaften mit diesen Herstellern von dieser Ausrichtung überproportional profitieren.

b.4 Geschäftssegment ISP (Internet Service Provider)

Marktentwicklung 2006

Im Geschäftssegment ISP hat sich der Trend aus 2005 fortgesetzt. Mit rd. 13,5 Mio. Breitbandnutzem im Jahr 2006 (Quelle: dsl-news.de), fällt der Anstieg um rd. 3 Mio. oder 30 Prozent vergleichbar hoch aus, wie 2005. Bis zum Jahresende 2007 soll die Anzahl lt. Breko-Verband sogar auf bis zu 17,5 Mio. Anschlüsse steigen.

Damit war in 2006 mehr als jeder dritte Privathaushalt breitbandig mit dem Internet verbunden (Quelle: Bitkom).

Dabei entfallen rd. 96 % dieser Breitbandanschlüsse auf den technischen Standard DSL.

Auch hat die Telekom-Konkurrenz in 2006 wie in 2005 ihren Anteil der DSL-Anschlüsse weiter ausbauen können. So war bereits zur Mitte des Jahres dieser Anteil auf rd. 47 % gestiegen (Quelle: Bundesnetzagentur). Im Vorjahr belief sich der Anteil dagegen noch auf rd. 38 % (jeweils inkl. Resale). Der Anteil der DSL-Direktanschlüsse der Wettbewerber ist dagegen im gleichen Zeitraum leicht zurückgegangen von 28 % auf 26 %.

Entwicklung NT plus 2006

Die NT plus partizipiert durch ihre Fulfilment-Dienstleistungen für die ISP's AOL, Tiscali und Lycos mit an diesem wachsenden Markt. Dabei entfallen auf AOL rd. 1,1 Mio., auf Tiscali rd. 0,4 Mio. und auf Lycos rd. 0,3 Mio. DSL-Nutzer (Quelle: dsltarife.net, Stand August 2006).

Zunehmend bedeutender wird in dem Bereich der Fulfiment-Dienstleistungen das warehousing für Dritte gerade im Hinblick auf den anhaltenden Trend des Outsourcings im Mittelstand. Von dieser anhaltenden Entwicklung kann die NT plus im besonderen Maße durch Übernahme von Fulfilment-Dienstleitstungen für den bereits bestehenden Kundenstamm profitieren.

Als Wettbewerber der NT plus sind für das reine warehousing nahezu alle größeren Logistikdienstleister zu sehen. Ein strategischer Vorteil für die NT plus ist aber unverändert ihre Stärke im Bereich des Vertrags-Fulfilments. Hier sind eher die ISP's selber als Wettbewerber zu sehen.

Ausblick Marktentwicklung 2007

Auch im Jahr 2007 wird das Geschäft mit Breitbandanschlüssen voraussichtlich quantitativ weiter wachsen aufgrund des anhaltenden Preisverfalls. Begünstigt wird dies zum einen durch den größer werdenden Wettbewerbsdruck, der sowohl durch die TV-Kabelnetzbetreiber wächst, die ihre Aktivitäten in diesem Bereich weiter verstärken wollen, als auch durch den neuen Funkstandard WiMAX und die regionalen Carrier.

Des Weiteren ist auf Anbieterseite ein verstärkter Fusionsprozess festzustellen, sodass auf der einen Seite neue potenzielle Kunden für die NT plus in den Markt eintreten, zum anderen aber die traditionellen Anbieter zahlenmäßig abnehmen.

Ebenfalls wird sich das Angebot auch qualitativ weiterentwickeln. So zeichnet sich der Trend ab, dass neben dem klassischen Surfen mehr Dienste über den Breitbandanschluss genutzt werden. Namentlich sind hier die Internettelefonie (VolP) und Fernsehen über das Internet zu nennen.

1.3 Umsatzentwicklung

a) Entwicklung des Gesamtumsatzes NT plus AG und Konzern

Im Konzernabschluss der NT plus AG werden im Geschäftsjahr 2006 Umsatzerlöse in Höhe von rd. T€ 449.804 ausgewiesen. Das bedeutet einen Umsatzrückgang im Vorjahresvergleich in Höhe von rd. T€ 15.413 (rd. 3 %).

Im Geschäftsjahr 2006 ergeben sich in der Einzelgesellschaft NT plus AG Umsatzerlöse in Höhe von rd. T€ 449.423; im Vergleich zum Vorjahr somit eine Reduzierung um rd. T€ 12.366 (rd. 3 %).

b) Umsatzentwicklung der wesentlichen Geschäftssegmente

Die NT plus AG bedient die Geschäftssegmente Festnetz-Endgeräte (rd. T€ 53.866), Mobile Kommunikation (rd. T€ 249.031), Netzvermarktung (rd. T€ 60.413) und Systeme und Projekte (rd.T€ 86.113).

Die o.a. Reduzierung der Gesamtumsatzerlöse in Höhe von rd. T€ 12.366 ergibt sich ausschließlich aus dem Hardwaregeschäft. Der Bereich Netzvermarktung konnte eine Umsatzsteigerung in Höhe von rd. T€ 12.800 darstellen und trug damit auch ganz wesentlich zum positiven Ergebnis des Geschäftsjahres 2006 bei.

c) Umsatzentwicklung nach geografischen Absatzgebieten

Die Umsatzanalyse der NT plus AG ergibt, dass rd. 75 % des Umsatzvolumens mit inländischen und rd. 7 % mit außereuropäischen Kunden erwirtschaftet werden.

Im Inlandsgeschäft konnte der Vorjahreswert um rd. T€ 19.537 (6 %) ausgeweitet werden. Im Auslandsgeschäft ergibt sich eine Reduzierung im Vorjahresvergleich um rd. T€ 34.950, die sich im Wesentlichen aufgrund des gestiegenen Preisdrucks durch veränderte Wechselkursparitäten ergeben hat. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2006 bewusst auf Geschäfte verzichtet, wenn sich diese nicht wirtschaftlich darstellen ließen.

d) Überleitung der Umsatzdarstellung in die GuV- Daten des Abschlusses

Eine Überleitung der nach Produktsegmenten und geografischen Gesichtspunkten aufgeteilten Umsatzerlöse in die GuV ist nicht notwendig, da sämtliche Nebenleistungen - wie z.B. Erlösschmälerungen, Kulanzen etc. - auch in den Aufteilungen enthalten sind.

e) Analyse der Umsatzentwicklung im Verhältnis zur Gesamtwirtschaft und Wettbewerb

Mit einem Umsatzzuwachs im Inlandsgeschäft von rd. 6 % zeigte die Gesellschaft eine deutlich größere Dynamik als die Gesamtwirtschaft. Dieses ist das Ergebnis einer konsequenten Fokussierung auf das strategische Ziel: Den Ausbau der Marktführerschaft im deutschen Telekommunikations-Fachhandel. Neben einer Konzentration der bestehenden Ressourcen auf das gesamtunternehmerische Ziel wurde in den Ressourcenausbau investiert. An erster Stelle stand dabei ein moderater Personalaufbau in den operativen Bereichen sowie auch eine Erhöhung der Produktionssicherheit im technischen Bereich.

Große Beachtung wurde ebenfalls dem Thema Effizienzsteigerung gewidmet. Hier sei Exemplarisch die Programmierung einer mittlerweile im Einsatz befindlichen Software zur Bearbeitung von GSM- u. Festnetz-Freischaltungen genannt. Hier wurde das Know-how um diesen Kernprozess von einem externen Dienstleister in die hausinterne IT-Abteilung transferiert.

Um die Basis für ein langfristiges dynamisches Wachstum zu stärken, wurde im Geschäftsjahr 2006 die vertriebliche Basis gelegt. So wird die Kundenansprache durch die Bündelung des Fachhandelsvertriebes und der Teleprofi Kooperation gebündelt.

1.4 Investition und Finanzierung

Die im Gesamtkonzern getätigten Investitionen des Geschäftsjahres 2006 bezogen sich im Wesentlichen auf immaterielle Vermögensgegenstände (T€ 761) und Sachanlagen (T€ 424).

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Erweiterungen zur Sicherstellung der operativen Funktionsfähigkeit der EDV-Plattform, insbesondere zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der Software im Bereich der Netzvermarktung.

Die Sachanlageninvestitionen betrafen insbesondere Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

In der NT plus AG ergaben sich Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von rd. T€ 651 und im Bereich der Sachanlagen in Höhe von rd. T€ 362.

Sämtliche Investitionen konnten wie bereits in den Vorjahren - der konservativen Finanzierungspolitik folgend - im Innenfinanzierungsbereich dargestellt werden.

Zu weiteren Angaben zur Finanzierungsstruktur der Gesellschaft verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 2.3. c) "Darstellung der Kapitalstruktur und der Kapitalausstattung".

1.5 Personalbereich

Das Geschäftsjahr 2006 begann für den Bereich Personal mit der besonderen Aufgabe, die Schließung des Vertriebsstandortes Neuss zu begleiten und die entsprechenden personellen Maßnahmen zu ergreifen und umzusetzen.

Nachdem im Juli 2005 die Verschmelzung der PHONET Telecom GmbH in Neuss auf die Muttergesellschaft NT plus AG erfolgte, wurde die ehemalige Gesellschaft in Neuss als reiner Vertriebsstandort weitergeführt. Alle zentralen Aktivitäten (Einkauf, Personal, Support, Marketing) wurden mit der Verschmelzung in den Standort Osnabrück integriert und im November 2005 auch personell vollzogen. Im Januar 2006 wurde den Mitarbeitern die Entscheidung über die endgültige Schließung des Vertriebsstandortes Neuss durch den Vorstand der NT plus AG mitgeteilt. In diesem Kontext waren 7 Mitarbeiter von einer betriebsbedingten Kündigung betroffen und 15 Mitarbeiter von einer Änderungskündigung an den Standort Osnabrück, die 9 Mitarbeiter annahmen.

Im Jahresdurchschnitt 2006 beschäftigte die NT plus AG 315 Personen - auf 167 Std./Woche umgerechnet sind das 281 Vollzeitbeschäftigte - (Vorstände, Festangestellte, Aushilfen und Auszubildende, aber ohne Elternzeit); dies entspricht einem Anstieg von rd. 12 %. Im Bereich der Ausbildung wurden zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres 2 zusätzliche Plätze geschaffen. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit wächst kontinuierlich und beträgt im Jahr 2006 5,12 Jahre, wobei das niedrige Durchschnittsalter der Belegschaft von 33,42 Jahren den Wert dieser Zahl noch unterstreicht.

Die Inanspruchnahme der betrieblichen Altersvorsorge wurde auch im Jahr 2006 kontinuierlich fortgesetzt und erweist sich auch bei Neueinstellungen als attraktiver Baustein im Leistungsspektrum der NT plus AG für neue Mitarbeiter; der Erfolg zeigt sich auch daran, dass 157 Mitarbeiter hier partizipieren. Die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, der im Berichtsjahr neu gewählt wurde, gestaltete sich im Jahr 2006 konstruktiv.

Die NT plus AG ist ein Dienstleistungsunternehmen, und der Erfolg von Dienstleistungsunternehmen hängt in ganz besonders hohem Maße von ihren Mitarbeitern ab. Für den Geschäftserfolg im Jahr 2006 haben nicht nur die ausgezeichneten Produkte und Dienstleistungen, sondern vor allem auch die qualifizierten, leistungsfähigen und engagierten Mitarbeiter in allen Bereichen der Unternehmensgruppe die Basis geschaffen. Dafür bedanken wir uns. Unterstützt wurde dieser Werdegang im Jahr 2006 durch eine herauszuhebende Personalentwicklungsmaßnahme für das Management, die im Jahr 2007 zu Ende geführt wird. Gleichzeitig zeigt sich eine immer stärkere Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen; ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2006, excellente Marketingaktivitäten (NT-Vision) festigen diesen Zusammenhalt zunehmend. Für das Jahr 2007 sind die Aktivitäten aller Mitarbeiter der Unternehmensgruppe auf die neuen Strategien auszurichten.

Im Jahr 2007 wird die Personalarbeit von folgenden Themen bestimmt: Personalentwicklungsmaßnahmen für das mittlere Management und die High Potenzials stehen im Zentrum der Aktivitäten. Die Implementierung eines neuen internen Informations- und Kommunikationssystems erfolgt im Januar 2007. Kommunikation und Aus- und Weiterbildung sind wesentliche Grundlagen für ein erfolgreiches Unternehmen; insbesondere der sehr enge Markt für Fach- und Führungskräfte erfordert daher zusätzliche auf die Unternehmensbedürfnisse zugeschnittene Entwicklungsprogramme, um das Qualifikationsniveau auch zukünftig zu sichern.

1.6 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2006 wurde auf einem breiten Fundament über alle Produktsegmente getragen. Trotzdem sind zwei Aspekte aufgrund der hohen Bedeutung für den gesamtheitlichen Erfolg hervorzuheben:

In 2005 wies das Segment Mobile Kommunikation einen großen Erfolgskurs aus. Insbesondere der Lieferant Nokia ist hier als wichtigster Partner zu nennen. In 2006 konnte die hervorragende Entwicklung fortgesetzt und ausgebaut werden. So konnte die NT plus ihre Stellung als größter deutscher Distributor des Weltmarktführers Nokia abermals bestätigen. Diese Position ist als sehr wichtig einzustufen, da sie eine entsprechende starke Basis für die zukünftige Entwicklung darstellt und einen breiten strategischen und operativen Spielraum eröffnet.

Eine identische Situation findet sich im Segment Netzvermarktung bei den jeweils marktführenden Netzbetreibern T-Mobile und T-Com. Auch hier zeigte NT plus eine sehr positive Entwicklung und verteidigte abermals ihre führende Position im Distributionsumfeld. Das Segment Netzvermarktung erfuhr dadurch eine abermalige gesamtheitliche Stärkung. Insbesondere im Hinblick auf die erwartete Neuausrichtung der T-Mobile und T-Com in 2007 ist diese Situation als sehr zukunftsträchtig zu werten, da sie der NT plus eine strategisch wichtige Position in der zu erwartenden Konstellation sichert.

2. Darstellung der Lage des Unternehmens

Zur übersichtlichen Darstellung der Lage des Unternehmens stellen wir den weiteren Erläuterungen die nachfolgende Kennzahlenübersicht voran. Darin stellen wir die Entwicklung der letzten vier Geschäftsjahre dar:

2.1 Kennzahlen

Kennzahlen (Mehrjahresvergleich) Konzern 31.12.2006 31.12.2005 31.12.2004 31.12.2003
Umsatzerlöse T€ 449.804 465.217 372.829 438.478
Rohergebnis T€ 34.704 34.623 29.052 32.148
Anzahl Mitarbeiter (einschl. Vorstand u. Azubi) Anzahl 297 267 300 332
Umsatz pro Mitarbeiter T€ 1.514 1.742 1.243 1.321
Free Cashflow T€ 3.030 3.486 2.862 4.754
Eigenkapital T€ 8.271 4.383 3.767 6.223
Eigenkapitalquote v.H. 16,2 9,0 8,0 14,8
Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung Darlehen Kapital für Arbeit (50-prozentige Einbeziehung) v.H. 17,1 10,0 9,2 15,9
Verschuldungskoeffizient v.H. 519 1.013 1.145 581
Umschlagsdauer auf Vorräte Tage 15 14 14 10
Umschlagsdauer auf Forderungen (Kundenziel) Tage 12 11 13 14
Kennzahlen (Mehrjahresvergleich) NT plus AG 31.12.2006 31.12.2005 31.12.2004 31.12.2003
Umsatzerlöse T€ 449.423 461.789 352.069 397.828
Rohergebnis T€ 31.214 30.926 22.680 24.745
Anzahl Mitarbeiter (einschl. Vorstand u. Azubi) Anzahl 281 252 243 262
Umsatz pro Mitarbeiter T€ 1.599 1.832 1.449 1.518
Free Cashflow T€ 2.900 1.170 3.128 4.336
Eigenkapital T€ 8.938 5.264 14.618 14.568
Eigenkapitalquote v.H. 17,3 10,6 27,5 32,1
Eigenkapitalquote unter Berücksichtigung Darlehen Kapital für Arbeit (50-prozentige Einbeziehung) v.H. 18,3 11,6 28,5 33,3
Verschuldungskoeffizient v.H. 478 842 263 211
Umschlagsdauer auf Vorräte Tage 15 14 13 9
Umschlagsdauer auf Forderungen (Kundenziel) Tage 12 9 12 14

2.2. Ertragslage

a) Darstellung der Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte im Konzern mit rd. T€ 4.476 ausgewiesen und somit um rd. T€ 2.630 im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden. Diese Entwicklung resultiert aus der positiven Entwicklung der inländischen Umsatzerlöse (+ rd. € 19,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr) und der daraus resultierenden Roherträge. Dabei konnten insbesondere die Erträge im Bereich der Netzvermarktung deutlich ausgebaut werden. Weiterhin konnten aufgrund eines effizienten Kostenmanagements die Personalkosten und auch die Gemeinkosten reduziert werden. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die Personalkosten des Vorjahres mit aperiodischen Kosten in Höhe von rd. T€ 684 belastet waren. Eine wesentliche außergewöhnliche Belastung ist im Geschäftsjahr 2006 nicht zu verzeichnen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der NT plus AG wurde im Geschäftsjahr 2006 mit T€ 4.206 ausgewiesen und konnte damit um rd. T€ 2.266 (+117 %) gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen die bereits zum Konzern angeführten Entwicklungen.

b) Erläuterungen zu den wesentlichen Veränderungen der Ertrags- und Kostenstrukturen

Wesentliche Veränderungen in den ordentlichen Ertrags- und Kostenstrukturen haben sich im vergangenen Jahr nicht ergeben.

c) Erläuterungen zu nicht wiederkehrenden Ereignissen

Wesentliche, nicht wiederkehrende Ereignisse sind im Geschäftsjahr 2006 nicht zu berichten.

2.3 Vermögenslage

Kennzahlen zur Vermögenslage des Konzerns 31.12.2006 31.12.2005
Anlagevermögen: Gesamtvermögen v.H. 5,1 4,4
Umlaufvermögen: Gesamtvermögen v.H. 94,1 94,4
Vermögensdeckung (EK: AV) v.H. 317,9 202,7
Bruttoinvestitionen (Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) T€ 1.185 771
Abschreibungen T€ 749 882

Durch die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2006 in Höhe von T€749 konnten die o.a. getätigten Investitionen in Höhe von T€ 1.185 nicht vollständig gedeckt werden. Im Ergebnis führte das dazu, dass das Anlagevermögen nunmehr 5,1 % des Gesamtvermögens ausmacht. Der Konzern bindet dennoch sein vorhandenes Kapital noch immer vorwiegend im Umlaufvermögen (94,1 % des Gesamtvermögens); diese Entwicklung ist nachhaltig zu sehen und entspricht der Strategie des Unternehmens. Das Anlagevermögen ist weiterhin vollständig durch Eigenkapital finanziert.

Kennzahlen zur Vermögenslage der NT plus AG 31.12.2006 31.12.2005
Anlagevermögen: Gesamtvermögen v.H. 7,3 7,3
Umlaufvermögen: Gesamtvermögen v.H. 91,9 91,6
Vermögensdeckung (EK: AV) v.H. 237,2 144,7
Bruttoinvestitionen (Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) T€ 1.013 771
Abschreibungen T€ 834 1.102

Bedingt durch die Tatsache, dass die NT plus AG als der wesentlich Bestandteil des Konzernabschlusses zu betrachten ist, gilt das für den Konzern formulierte auch für den Einzelabschluss. Auch hier ist das Anlagevermögen vollständig durch Eigenkapital finanziert, die Investitionen wurden nicht vollständig aus den Abschreibungen refinanziert. Dazu verweisen wir auch die nachfolgende Kapitalflussrechnung.

2.4. Finanzlage

a) Erläuterungen zu AKTIVA

In der Bilanz des Konzerns wurde das Anlagevermögen durch die Investitionen des Geschäftsjahres 2006 und die geringeren Abschreibungen um rd. T€ 434 erhöht ausgewiesen. Zur Sicherstellung der Warenverfügbarkeit zu Beginn des Geschäftsjahres 2007 wurde das Vorratsvermögens zum Jahresende 2006 um rd. T€ 1.748 erhöht; die Umschlagsdauer auf Vorräte konnte dennoch auf dem Vorjahresniveau stabilisiert werden. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden aufgrund zulässiger Saldierungen mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um rd. T€ 4.148 reduziert. Das positive Ergebnis des Geschäftsjahres 2006 führte zu einer weiteren Stärkung der Liquiditätslage des Konzerns, die flüssigen Mittel erhöhten sich um rd. T€ 4.317.

In der Bilanz der NT plus AG erkennt man die gleichen Tendenzen wie bereits zum Konzern ausgeführt.

b) Erläuterungen zu PASSIVA

Die Eigenkapitalsituation im Konzern konnte durch das Ergebnis des Geschäftsjahres 2006 um rd. T€ 3.858 gestärkt werden. Die Steuerrückstellungen werden um die noch zu entrichtenden Ertragsteuern (rd. T€ 308) für das Geschäftsjahr 2006 ausgeweitet. Die sonstigen Rückstellungen konnten um rd. T€ 2.653 aufgrund der erhöhten zeitgerechten Abrechnung der Lieferanten reduziert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von rd. T€ 900.

Auch die Bilanz der NT plus AG zeigt durch das positive Jahresergebnis eine deutliche Veränderung der Eigenkapitalsituation. Die weiteren Ausführungen zur Konzernbilanz haben ebenfalls Gültigkeit für die NT plus AG.

c) Darstellung der Kapitalstruktur und der Kapitalausstattung

Der Konzern finanzierte sich im Geschäftsjahr 2006 im Wesentlichen durch die Inanspruchnahme von Lieferantenkrediten und durch die Einbeziehung des Factorings. Darüber hinaus stehen dem Konzern Kreditlinien in ausreichender Höhe zur Verfügung.

Der NT plus AG, als größte Einzelgesellschaft des Konzerns, stellen die Bankenpartner die oben erwähnten Linien ohne Sicherheiten zur Verfügung.

Mit Datum vom 21. Dezember 2006 konnte die NT plus AG eine strukturierte Betriebsmittelfinanzierung syndizieren. Die Transaktion erfolgte mit der Nord/LB als Mandated Lead Arranger unter Beteiligung der Sparkasse Osnabrück, der WGZ-Bank Münster und der Commerzbank Hamburg. Es wurde eine Finanzierungsstruktur entwickelt, die

Betriebsmittellinien in einer Größenordnung von € 25 Mio. beinhaltet, welche mit einer Laufzeit von drei Jahren zzgl. einer einseitigen Verlängerungsoption durch das Unternehmen ausgestattet sind.

Durch diese Finanzierungsstruktur konnte das Unternehmen den bestehenden Factoring-Vertrag zum 31. Dezember 2006 auflösen. Gleichzeitig wurde zur Absicherung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein Warenkreditversicherungsvertrag mit der Euler-Hermes Kreditversicherung AG abgeschlossen.

Somit verfügt der Konzern über eine langfristige Liquiditätssicherung im sehr wichtigen Betriebsmittelbereich.

Zur Erläuterung der Finanzlage des Konzerns fügen wir nachfolgend die Kapitalflussrechnung bei:

2006
T€
2005
T€
Jahresüberschuss 3.858 633
Außerordentliche Aufwendungen 60 1.707
3.918 2.340
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens einschließlich Finanzanlagen 752 886
Abnahme/Zunahme der Rückstellungen - 2.405 3.313
Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge - 1 129
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 41 0
Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.346 - 2.414
Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 138 526
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Cashflow) 4.431 4.522
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 94 0
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 424 - 248
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 761 - 523
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - 53 - 26
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit - 1.144 - 797
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten - 257 - 226
Auszahlung an Gesellschafter 0 - 13
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit - 257 - 239
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 3.030 3.486
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.634 148
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.664 3.634

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

31.12.2006
T€
31.12.2005
T€
Veränderung
T€
Kassenbestand 4 1 3
Bankguthaben 8.307 3.994 4.313
Bankverbindlichkeiten lfd. Konten - 1.647 - 361 - 1.286
6.664 3.634 3.030

Zur weiteren Erläuterung der Finanzlage der NT plus AG fügen wir nachfolgend die Kapitalflussrechnung bei:

2006
T€
2005
T€
Periodenergebnis 3.674 - 9.354
Außerordentliche Aufwendungen des Berichtsjahres 0 11.816
Zu-/Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 834 1.103
Abnahme/Zunahme von Rückstellungen - 2.390 3.597
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge - 5 - 4.060
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 41 0
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.225 - 3.291
Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 221 2.356
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) 4.076 2.167
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 0
Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 94 0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 362 - 227
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 651 - 544
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) - 919 - 771
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz)Krediten 0 0
Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz)Krediten - 257 - 226
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) - 257 - 226
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.900 1.170
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.135 1.965
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.035 3.135

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

31.12.2006
T€
31.12.2005
T€
Veränderung
T€
Kassenbestand 4 1 3
Bankguthaben 7.678 3.495 4.183
Bankverbindlichkeiten lfd. Konten - 1.647 - 361 - 1.286
6.035 3.135 2.900

Die Kapitalflussrechnung der NT plus AG zeigt sehr deutlich, dass sich die NT plus AG auch im Geschäftsjahr 2006 weiterhin entschulden konnte. Die Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 4.076 wurden zur Finanzierung der Investitionen und zur Tilgung von Krediten verwendet. Der übersteigende Betrag in Höhe von T€ 2.900 wurde dem Finanzmittelfonds zugeführt.

3. Nachtragsbericht (Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres)

Im Sinne einer weiteren organisatorischen Schärfung wurden die Bereiche Key Account und Fulfilment-Dienstleistungen organisatorisch zusammengeführt. Grund sind die zunehmend konvergenten Entwicklungen der Kundenbedürfnisse in den bisher eher autarken Bereichen. Das volle synergetische Potenzial dieser neuen Konstellation wird mittelfristig erschlossen. Im beschriebenen Bereich ist eine weitere strategische Partnerschaft mit dem neuen Kunden EWE-Tel zu nennen. Neben der hohen Einzelbedeutung dieses Kunden dokumentiert dieser die zunehmend diversifiziertere Aufstellung dieses für die NT plus wichtigen Bereiches.

Im Bereich der strategischen Ausrichtung des Fachhandelsvertriebes wurden zum Ende des Geschäftsjahres 2006 wichtige Entscheidungen getroffen, mit deren Umsetzung zu Beginn des Geschäftsjahres 2007 begonnen wurde. Der reine Kooperationsgedanke der teleprofi wird zum 31. März 2007 aufgegeben und die operative Tätigkeit der teleprofi in die NT plus integriert. Gleichzeitig wird die bisherige teleprofi zu einer starken Endkundenmarke ausgebaut. Die operative Integration ermöglicht eine noch effektivere Marktbearbeitung des deutschen Fachhandels. Die Marke teleprofi liefert in der neuen Konstellation nicht nur einen starken Bindungseffekt auf voller Fachhandelsbreite sondern eine wirkungsvolle Stärkung des freien Fachhandels, der sich mit Verdrängungsbemühungen verschiedener Franchiseketten bzw. Filialisten konfrontiert sieht.

4. Risikobericht (Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung)

Risikomanagement

Für die NT plus AG hat ein ganzheitliches Risikomanagement über die gesetzlichen Anforderungen hinaus hohe Priorität. Unser Überwachungssystem identifiziert, klassifiziert und bewertet Risiken im Rahmen einer klaren Verantwortungsstruktur im gesamten Konzern. Die Ziele des Risikomanagements sind die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken und die Förderung des risikoorientierten Denkens und Handelns in der gesamten Organisation. Durch den kontrollierten Umgang mit Risiken können bestehende Chancen konsequent genutzt und damit der Unternehmenserfolg und der Unternehmenswert gesteigert werden. Das Risikomanagement soll insbesondere dazu beitragen

das Risikobewusstsein und die Risikotransparenz zu verbessern,

alle wesentlichen Risiken zu identifizieren, angemessen zu steuern und zu überwachen,

zuverlässige Management-Informationen über die Risikosituation des Unternehmens sicherstellen.

Arbeitsabläufe werden standardisiert und dadurch prozessorientiert und einheitlich ausgeführt. Der zentrale Risikomanager der NT plus AG koordiniert die jährliche Risikoinventur und -bewertung. Er überwacht die quartalsweise Statusüberprüfung und erstellt die Berichterstattung für den Vorstand.

Weitere Risiken

Das Umfeld der NT plus bleibt auch in 2006 von einem harten Wettbewerb gekennzeichnet. Die neu in den Markt eingetretenen Teilnehmer im Discountbereich der Netzvermarktung haben sich in ihren Positionen etabliert und den allgemeinen Preisdruck weiter untermauert. Im Bereich der Hardware prägen kurze Produktzyklen in Verbindung mit einer weiterführenden Portfoliodiversifizierung das Bild. Ausgeprägt waren in 2006 die Bestrebungen verschiedener Marktteilnehmer, ihre Filialnetze auszuweiten. Dieses betraf sowohl Netzbetreiber und Provider als auch Franchiseketten, Filialisten und Distributoren in verschiedener Ausprägung. Die NT plus hat (wie beschrieben) entsprechende Maßnahmen ins Leben gerufen, um den freien Fachhandel effektiv zu stärken.

Das aus dem Jahr 2004 resultierende steuerliche Ermittlungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen; neue Erkenntnisse zum Ermittlungsstand sind uns im Geschäftsjahr 2006 nicht bekannt geworden.

Am 05. März 2007 obsiegte die NT plus AG zum wiederholten Male vor dem Niedersächsischen Finanzgericht in einem AdV-Verfahren, diesmal für den Veranlagungszeitraum 2001 und 2002 für den das Finanzamt Osnabrück Umsatzsteuernachforderungen in 2006 geltend gemacht hatte. In dem Beschluss wurde die Aussetzung der Vollziehung ohne jegliche Sicherheitsleistungen gewährt und auch erneut ernste rechtliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der im Zusammenhang mit dem Verfahren erlassenen Steuerbescheide bestätigt.

Die unternehmensseitig beauftragten Rechtsanwälte der Schindhelm Rechtsanwaltsgesellschaft mbH und unsere Steuerberater haben den aktuellen Gesamtsachverhalt, auch im Hinblick darauf geprüft und bewertet, dass das Finanzamt der Auffassung ist, es würden weitere Umsatzsteuernachforderungen bestehen ohne das Steuerbescheide erlassen worden sind. Basierend auf der Handlungsempfehlung der rechtlichen Berater, die das Risiko eines möglichen Beschreitens des Rechtweges zur Bestätigung der Rechtsauffassung berücksichtigt, betrachten wir die in den Vorjahren gebildete Rückstellung in Höhe von rd. € 2,1 Mio. weiterhin als ausreichend und haben keine Veränderung vorgenommen.

Die bereits in der Vergangenheit praktizierte und bewährte konservative und vorsichtige Grundhaltung im Hinblick auf Zukunftsaussagen haben wir auch im Rahmen der Planung für das Geschäftsjahr 2007 angewendet.

Unter Einbeziehung dieser Eingangsvoraussetzungen sowie der getroffenen Markt- und Konjunktur- und sonstigen Prämissen erwartet das Unternehmen für das kommende Geschäftsjahr eine gute Geschäftsentwicklung.

Im Bereich der Risikokategorien gem. § 289 Abs. 2 Nr. 2b HGB werden mögliche Preisänderungsrisiken im Wesentlichen durch vertragliche Vereinbarungen mit den Lieferanten (Lagerwertausgleiche) abgedeckt. Ausfallrisiken - im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - werden im Wesentlichen durch den o.a. Vertrag mit der Deutschen Factoring Bank übernommen. Mit Wirkung zum 01. Januar 2007 wurde ein Warenkreditversicherungsvertrag mit der Euler-Hermes zur künftigen Absicherung der Forderungsrisiken abgeschlossen. Zur Absicherung von Liquiditätsrisiken dürfen wir auf die Ausführungen zum Finanzierungsbereich verweisen. Risiken, die aus möglichen Veränderungen der effektiven Verzinsung von Fremdkapitalinstrumenten entstehen könnten, werden durch die im Geschäftsjahr 2003 getroffenen Zinssicherungsmaßnahmen abgedeckt.

Weitere Risiken, die eine Bestandsgefährdung des Unternehmens erwarten lassen, sind derzeit nicht zu erwarten. Ebenso sind weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag nicht bekannt.

5. Prognosebericht

a) Erläuterungen zu den erwarteten Veränderungen im Bereich wirtschaftliche Rahmenbedingungen

In 2007 wird, nach einer vorübergehenden Abschwächung, die Weltwirtschaft auch weiterhin auf Wachstumskurs bleiben. Dabei nähert sich die Entwicklung einzelner Regionen an. Das BIP der USA wird dabei ebenfalls anfänglich leicht an Schwung verlieren, dann aber wieder ansteigen. In China expandiert das BIP auch weiterhin dynamisch. Die übrigen ostasiatischen Staaten sowie die lateinamerikanischen Staaten werden voraussichtlich in 2007 ebenfalls eine solide dynamische Entwicklung aufweisen können.

Auch im Euroraum ist von einem merklichen Anstieg des BIP um 2,2 % auszugehen. Dabei dürfte der Konsum infolge der verbesserten Lage am Arbeitsmarkt lebhaft steigen.

Das BIP in Deutschland wird voraussichtlich nach 2,5 % in 2006 im Jahr 2007 bei 1,9 % und die Inflationsrate bei 2,3 % nach 1,7 % im Vorjahr liegen. Auch der Aufschwung in Deutschland aus 2006 wird sich nach einem kurzen Abschwung aufgrund der massiven Steuererhöhung zu Jahresbeginn vermutlich fortsetzen, nicht zu letzt aufgrund der weiterhin hohen Exportdynamik. Dabei sollte die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Jahressicht keinen enormen negativen Einfluss haben, da diese bereits lange erwartet wurde und somit bereits seit einigen Jahren zu einer Konsumschwäche und zu einer erhöhten Sparquote geführt hat.

Die Erwartung der Bürger hat zum Ende 2006 nach den Ergebnissen der GfK-Konsumklimastudie einen vorläufigen Höchststand erreicht. Maßgeblich an dieser Abschwächung für 2007 ist die negativere Erwartung der Einkommensentwicklung. Dagegen hat die Anschaffungsneigung nur leicht abgenommen und die Konjunkturerwartungen haben sogar stark zugenommen.

Positiv ist auch zu vermerken, dass die im vergangenen Jahr eingesetzte Erholung auf dem Arbeitsmarkt sich fortsetzen wird. So wird von einem Rückgang der Arbeitslosenzahlen um 200.000 ausgegangen (Quelle: ifo).

b) Erläuterungen zu den erwarteten Veränderungen im Bereich der Branchenentwicklung

Derzeit ist der Markt der Internetzugänge noch immer relativ homogen. Der Anteil, der davon auf DSL entfällt, liegt mit gut 95 % (Quelle: computerwoche.de) vergleichsweise hoch. Altnernative breitbandige Internetzugänge z.B. per Kabel hegen damit noch ein Nischendasein.

Dies wird sich aber voraussichtlich bald ändern und dies durch den Ausbau des breitbandtauglichen TV-Kabelnetz mit einem geschätzten Investitionsvolumen von € 1,2-1,5 Mrd. Europaweit verwalten die TV-Kabelnetzbetreiber teilweise bereits einen Anteil von mehr als 50 % der Breitbandzugänge zum Internet (Quelle: computerwoche.de) und zeigen damit das Potenzial für Deutschland auf.

Weitere Konkurrenz wird dem klassichen DSL-Anschluss durch den breitbandigen Funkstandard WiMAX erwachsen. Die entsprechenden Lizenzen wurden in 2006 versteigert. Auf diesem Wege sollen vor allem noch nicht ans Breitbandnetz angeschlossene Gebiete versorgt werden, wobei WiMAX aber auch in vielen Gebieten neben den herkömmlichen Angeboten zur Verfügung gestellt werden soll.

Durch diese wachsende Konkurrenz wird sich voraussichtlich auch der Trend zu sinkenden Preisen fortsetzen. In 2006 sanken die Preise lt. computerwoche.de um rd. 5,1 %.

Ebenfalls werden sich die Angebote, die über das Internet verfügbar sind, durch sinkende Preise ändern. Bereits 2006 nutzen 11 % der Privathaushalte VolP (Quelle: BITKOM). Aber auch Angebote wie Video-on-Demand und IP-TV - also Fernsehen über das Internet - werden bei sinkenden Preisen an Nutzern gewinnen.

Dabei ist ein Trend zu Bündelangeboten zu erkennen. Hierbei bekommt der Kunde alle Angebote wie Internet-, Telefon- und TV-Anschluss aus einer Hand (Triple Play). Dadurch stehen dann klassische ISP's und die TV-Kabelnetzbetreiber in direkten Wettbewerb zueinander.

Aber auch innerhalb des DSL-Marktes bleibt eine deutliche Dynamik zu erkennen. So wurde zum einen in 2006 die Entkoppelung von Telefonanschluss und DSL-Anschluss umgesetzt, sodass von nun an nicht mehr der herkömmliche Telefonanschluss mitvermarktet werden muss und somit die Angebote für einen Internetanschluss auch aufgrund dieser Tatsache für den Kunden weiter sinken werden.

Zum anderen besteht ein Konsolidierungstrend unter den ISP's. So bleibt die Entwicklung nach der Übernahme von AOL Deutschland durch Hansenet (Telecom Italia) und den Übernahmespekulationen um Tiscali abzuwarten.

Neben den bereits weit verbreiteten ISP's positionieren sich auch regionale Carrier wie z.B. EWE Tel und Versatel zunehmend stärker in diesem Markt.

Aus dieser Marktentwicklung ergeben sich gerade für die NT plus als Fulfilment-Dienstleister vielerlei Chancen. Die hohe Anzahl der DSL-Neuanschlüsse bei den ISP's bedeutet auch direkt mehr Aufträge, die die NT plus für ihre Vertragspartner abwickelt. Des Weiteren vergrößert die steigende Anzahl der Anbieter die Menge der potenziellen Kunden der NT plus. Beleg dafür, dass die NT plus davon profitieren kann, ist der in 2006 geschlossene Kooperationsvertrag mit EWE Tel.

c) Quellenangaben

Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München; ifo Konjunkturprognose 2007

Gesellschaft für Konsumforschung AG; Pressemitteilung vom 29.12.2006 "Konsumklima fiskalpolitisch gebremst"

Bundesverband Informationswirtschaft. Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM); Presseinformation vom 16.10.2006 "Internet-Telefonie: Privatnutzer haben Nase vorn"

Bundesverband Informationswirtschaft. Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM); Presseinformation vom 19.10.2006 "Jeder dritte Haushalt hat einen Breitbandanschluss"

Bundesnetzagentur; vom Juli 2006 "DSL-Anschlüsse in Betrieb"

computerwoche.de; Artikel vom 09.01.2007 "Breitbandmarkt boomt - Zweifel an Triple Play"

computerwoche.de; Artikel vom 29.09.2006 " Festnetz schlägt Mobilfunk"

computerwoche.de, Artikel vom 18.07.2006 "Kabelkonzerne drängen in den Telefonmarkt" -

dsltarife.net; Artikel vom 11.08.2006 "DSL-Anbieter-Aktuelle Marktanteile in Deutschland" dsl-news.de; Artikel vom 16.01.2007 "17,5 Millionen DSL-Anschlüsse bis zum Jahresende"

2.3.1.1 Erläuterungen zu den Planungen (Umsatz, Ertrag, finanzielle Entwicklung)

Budgetplanung für das Jahr 2007

Konzern Ist 2006 Budget 2007
Umsatz 449.804 469.051
Rohergebnis 34.704 34.873
Gemeinkosten 30.319 30.414
EBT 4.385 4.459

Auf Konzernebene beläuft sich die Umsatzplanung auf rd. € 469 Mio. und das geplante EBT auf rd. € 4,5 Mio.

NT plus AG Ist 2006 Budget 2007
Umsatz 449.423 469.051
Rohergebnis 31.214 31.417
Gemeinkosten 27.009 27.010
EBT 4.205 4.407

Das Budget der NT plus AG für das Geschäftsjahr 2007 zeigt ein Umsatzvolumen in Höhe von rd. € 469 Mio. Somit wird von einer Umsatzsteigerung in Höhe von rd. € 19,6 Mio. ausgegangen.

Basierend auf dem gestiegenen Geschäftsvolumen geht die Gesellschaft von einem Vorsteuerergebnis in Höhe von rd. € 4,4 Mio. aus. Im Bereich der Verschuldung wird eine Inanspruchnahme der gewährten Kreditlinien (€ 25 Mio.) in Höhe von rd. € 10,2 Mio. (40,8 %) per 31. Dezember 2007 erwartet. Die Bilanzsumme der NT plus AG wird zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2007 durch die Veränderung der Finanzierungssituation und des damit verbundenen erhöhten Ausweises der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf ein Niveau von rd. € 63,5 Mio. erhöht dargestellt. Die Eigenkapitalquote erhöht sich auf rd. 20 %.

Mittelfristplanung

Die Mittelfristplanung der NT plus AG für die Jahre 2008/2009 geht von einem durchschnittlichen Umsatzwachstum in Höhe von 7 % aus. Bei unterproportionaler Gemeinkostenentwicklung erwartet das Unternehmen ein EBT in Höhe von € 6,3 Mio. in 2008 bzw. von € 8,3 Mio. für das Jahr 2009.

Auf Konzernebene ist im EBT davon auszugehen, dass aufgrund der Einbeziehung des Ergebnisanteils der Fulfilment plus GmbH, der Teleprofi GmbH und der MFG Mobil-Funk GmbH das EBT um rd. € 0,1 - 0,2 Mio. über dem der NT plus AG liegen wird.

 

Osnabrück, 23. März 2007

NT plus AG, Osnabrück

Axel Grellhorst

Bilanz zum 31. Dezember 2006

Aktiva

31.12.2006
31.12.2005
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 745.112,18 773.263,51
2. Geleistete Anzahlungen 294.534,99 31.401,38
1.039.647,17 804.664,89
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 694.266,23 803.512,61
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.404.969,25 1.402.065,98
2. Beteiligungen 49.871,28 49.871,28
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 11.942,08 12.061,24
4. Sonstige Ausleihungen 567.079,96 567.079,96
2.033.862,57 2.031.078,46
3.767.775,97 3.639.255,96
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 19.421.949,04 17.634.044,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.350.693,31 13.232.749,93
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 190.228,23 89.106,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.881.577,69 10.980.213,79
20.422.499,23 24.302.070,35
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.682.222,83 3.495.204,22
47.526.671,10 45.431.319,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 402.910,85 536.923,18
51.697.357,92 49.607.498,69

Passiva

31.12.2006
31.12.2005
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 12.500.000,00 12.500.000,00
II. Kapitalrücklage 3.542.690,32 3.542.690,32
III. Bilanzverlust - 7.104.658,08 - 10.779.130,42
(davon Verlustvortrag € 10.779.130,42; Vorjahr € 1.425.189,14)
8.938.032,24 5.263.559,90
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.410.730,00 2.103.200,00
2. Sonstige Rückstellungen 4.894.632,00 7.593.110,00
7.305.362,00 9.696.310,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.553.070,06 1.524.413,87
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 1.709.320,06; Vorjahr € 586.913,97)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.964.290,31 24.098.380,63
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 25.964.290,31; Vorjahr € 24.098.380,63)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 475.923,58 389.772,54
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 475.923,58; Vorjahr € 389.772,54)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 283.884,13 2.063.618,00
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 283.884,13; Vorjahr € 2.063.618,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.826.795,60 4.606.443,75
(davon aus Steuern € 172.480,94; Vorjahr € 160.896,17)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 378,71; Vorjahr € 282.387,05)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 5.826.795,60; Vorjahr € 4.606.443,75)
35.103.963,68 32.682.628,79
D. Rechnungsabgrenzungsposten 350.000,00 1.965.000,00
51.697.357,92 49.607.498,69

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006

2006
2005
1. Umsatzerlöse 449.423.224,78 461.788.872,82
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.418.569, 84 3.493.085,07
453.841.794,62 465.281.957,89
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 361.854.285,11 385.179.552,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 56.354.959,50 45.683.168,17
418.209.244,61 430.862.721,12
35.632.550,01 34.419.236,77
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.537.487,73 11.079.104,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.165.464,20 1.976.990,47
(davon für Altersversorgung € 125.201,73; Vorjahr € 64.676,99)
12.702.951,93 13.056.095,41
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 833.951,96 1.101.917,88
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.562.425,11 19.687.781,98
33.099.329,00 33.845.795,27
2.533.221,01 573.441,50
7. Erträge aus Beteiligungen 28.457,57 28.937,60
(davon aus verbundenen Unternehmen € 28.457,57; Vorjahr € 0,00)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 476,64 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 332.755,18 192.054,39
(davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 0,23)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 119,16 901,13
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.093.105,37 884.141,78
(davon an verbundene Unternehmen € 47.761,78; Vorjahr € 33.252,85)
12. Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 2.404.612,29 2.030.956,05
13. Finanzergebnis 1.673.077,15 1.366.905,,13
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.206.298,16 1.940.346,63
15. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 11.816.338,90
16. Außerordentliches Ergebnis 0,00 11.816.338,90
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 530.533,39 16.015,86
18. Sonstige Steuern 1.292,43 - 538.066,85
531.825,82 - 522.050,99
19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 3.674.472,34 - 9.353.941,,28
20. Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 10.779.130,42 - 1.425.189,14
21. Bilanzverlust - 7.104.658,08 - 10.779.130,42

Anhang für das Geschäftsjahr 2006

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die NT plus AG weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Neben diesem Jahresabschluss erstellt die NT plus AG einen Konzernabschluss. Dieser Konzernabschluss wird nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften der §§ 290 HGB gesondert aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Bilanzierung und Bewertung wurden nach den allgemeinen Bestimmungen (§§ 252 bis 256 HGB) unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 279 bis 283 HGB) sowie nach den aktienrechtlichen Vorschriften vorgenommen.

In Veränderung zum Vorjahresabschluss wurden gleichartige Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber denselben Personen/Gesellschaften soweit möglich miteinander verrechnet. Dies führt zu einer Verringerung der Bilanzsumme um T€ 5.230.

a) Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen mehrere entgeltlich erworbene Kundenstämme sowie EDV-Software, die entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer pro rata temporis nach der linearen Methode abgeschrieben werden.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Sachanlagen betreffen überwiegend Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Abschreibungen erfolgten nach der degressiven Methode in Anlehnung an die amtlichen Abschreibungstabellen und unter Berücksichtigung der steuerlichen Höchstgrenzen.

Geringwertige Anlagegüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Waren wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und gesunkenen Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Die Abwertungsrichtlinie fand grundsätzlich Anwendung. Dem Vorsichtsprinzip wurde somit in besonderem Maße Rechnung getragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu Nominalwerten angesetzt und unter Berücksichtigung der Kreditversicherung bzw. des Factorings um Wertabschläge für spezielle Kreditrisiken gekürzt; darüber hinaus ist zur Abdeckung des latenten Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung aktivisch abgesetzt.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten bzw. Anschaffungskosten aktiviert; Ausfallrisiken wurden berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel bestehen aus Kassen-, Bank- und Fremdwährungsguthaben, die dem Nominalwert entsprechen. Die Fremdwährungsguthaben werden mit dem Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem im Handelsregister ausgewiesenen Grundkapital.

Die Kapitalrücklage wurde gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB gebildet.

Die Steuerrückstellungen bestehen insbesondere für etwaige Risiken aus einem schwebenden Rechtsverfahren vor dem Niedersächsischen Finanzgericht. Darüber hinaus sind die gebildeten Steuerrückstellungen für Ertragsteuern dotiert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des voraussichtlichen Anfalls dotiert. Den Rückstellungen liegen Aufstellungen und Berechnungen zugrunde.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß §253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

b) weitere Bewertungsgrundsätze

Es wurden keine Abschreibungen, Zuschreibungen oder sonstige Wertberichtigungen aufgrund von ausschließlich steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Darstellung des Anlagevermögens ergibt sich aus der Anlage zum Anhang dieses Jahresabschlusses.

Bei den Investitionen im Bereich der immateriellen Wirtschaftsgüter handelt es sich um Erweiterungen zur Verbesserung der Softwareplattform und Systemintegration (Forderungsmanagementsystem debiTex, Workflowsystem d3, AKT- Software für Netzvermarktung)

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
Ergebnis 2006
Unmittelbare Beteiligungen
1. CPT Markenservice GmbH, Osnabrück 100,00 100.000,00 0,00
2. MFG Mobil-Funk GmbH, Osnabrück 71,15 217.242,42 5.281,56
3. Teleprofi Kooperation GmbH & Co. KG, Osnabrück 100,00 122.226,15 37.374,09
4. Teleprofi Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH, Osnabrück 100,00 46.764,38 908,35

Zwischen der NT plus AG und der CPT Markenservice GmbH existiert ein Ergebnisabführungsvertrag.

Beteiligungen

Name Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
Ergebnis 2006
Fulfilment Plus GmbH, Staufenberg 49,0 231.307,82 109.320,82

Vorratsvermögen

Die Vorräte zum 31. Dezember 2006 sind körperlich aufgenommen worden. Die Bewertung der Waren erfolgte unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips (§§ 252 Abs. 1 Nr. 4, 253 Abs. 3 HGB) zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert, die zu berücksichtigende Abwertung auf den beizulegenden Wert betrug im Berichtsjahr € 322.174,94. Bei der Bewertung sind Bezugskosten und Anschaffungskostenminderungen (Rabatt, Skonto und Bonus) in Höhe von € 637.853,77 berücksichtigt worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden gemäß den oben aufgeführten Bewertungsregeln Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen durchgeführt. Danach ergibt sich unter Berücksichtigung des Factorings folgendes Bild:

31.12.2006
T€
31.12.2005
T€
Gesamtnennbetrag der Forderungen 14.502 14.936
Einzelwertberichtigungen - 825 - 1.353
Pauschalwertberichtigung - 326 - 350
13.351 13.233

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 190.228,23 handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2006
T€
31.12.2005
T€
Umsatzsteuer 3.018 5.643
Werbekostenzuschüsse Lieferanten 2.090 2.657
Debitorische Kreditoren 1.550 1.324
Bonusforderungen 0 931
Sonstige Forderungen 224 425
6.882 10.980

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten Sperrkonten (T€ 3.098) als Sicherheitseinbehalte im Rahmen einer Factoringvereinbarung.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den Positionen der aktiven Rechnungsabgrenzung handelt es ich im Wesentlichen um Mietvorauszahlungen (T€ 220), die bereits im Jahre 2001 eingestellt wurden und seither regelmäßig abgerechnet wurden. Des Weiteren handelt es sich um Entgelte für Zinssicherungsmaßnahmen (T€ 107) in Form von klassischen Derivaten (Zinscap) beginnend mit dem Geschäftsjahr 2003 mit einer Laufzeit bis 2008. Diese sind zu Zeitwerten angesetzt.

Gezeichnetes Kapital

Das ausgewiesene und im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital von € 12.500.000,00 entfällt auf 4.889.575 Stück Inhaberaktien mit einem Nominalwert von € 2,56.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage wird auch im Geschäftsjahr 2006 unverändert mit € 3.542.690,32 ausgewiesen.

Steuerrückstellungen

Wie im Vorjahr wird unter dieser Position eine Rückstellung für eine mögliche Inanspruchnahme aufgrund eines schwebenden Verfahrens vor dem niedersächsischen Finanzgericht ausgewiesen. Aufgrund der in 2006 und 2007 ergangenen Rechtsprechung wird das Risiko der Inanspruchnahme unverändert eingeschätzt und beträgt zum Stichtag T€ 2.103 (Vorjahr T€ 2.103). Darüber hinaus sind Rückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von T€ 111 (Vorjahr T€ 8) und Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 204 (Vorjahr T€ 0) gebildet worden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

31.12.2006
T€
31.12.2005
T€
Ausstehende Rechnungen 2.805 4.622
Personalkosten (Abfindungen, Prämien, Urlaubsentgelt, Berufsgenossenschaft und sonstige Personalkosten) 1.124 1.494
Kundenprovisionen und Hardwareboni 302 714
Garantierückstellung 277 231
Sonstige Kosten 386 532
4.894 7.593

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen betragen in 2006 T€ 476 (Vorjahr T€ 390).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt € 468.750,00.

Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte aus Lieferungen von Waren.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, der durch Grundpfandrechte gesichert ist, beträgt € 0,00.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2006
T€
31.12.2005
T€
Guthaben von Kunden 4.912 1.148
Inkasso fulfilment Kunden 521 440
Sonstiges 187 203
Lohn- und Kirchensteuer Dezember 172 161
Löhne und Gehälter Dezember 35 11
Kundenprovisionen 0 2.108
Sozialversicherungsbeiträge Dezember 0 282
Bonusansprüche von Kunden 0 128
Mietkaufvertrag Süd Leasing 0 125
5.827 4.606

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter den Haftungsverhältnissen angegeben sind, gliedert sich wie folgt:

Fällig innerhalb 1 Jahr
T€
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren
T€
Gesamtverpflichtung
T€
Mietvertrag Büro- und Lagerräume in Osnabrück 492 1.967 2.458
Leasingvertrag Distributionszentrum
Immobilie 433 1.731 7.297
Mobilien 345 1.111 2.233
Verwaltungshonorar 18 74 265
übrige Leasingverträge
Software 26 38 64
Kopierer 10 37 47
EDV Serveranlage 113 292 405
Pkw 225 151 378
Messe 2 3 5
1.664 5.404 13.152

Der Mietvertrag für die Büro- und Lagerräume in Osnabrück ist mit Datum vom 16. Oktober 1996 sowie Nachträgen vom 05. Februar und 25. März 1997 bis zum 31. Dezember 2006 fest abgeschlossen. Dieser Vertrag wurde vorzeitig um fünf weitere Jahre bis zum 31. Dezember 2011 verlängert. Er verlängert sich danach um zwei weitere Jahre, wenn die Gesellschaft die Option des Mietvertrages annimmt. Anschließend verlängert sich das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit.

Das in 2002 in Betrieb genommene Distributionszentrum in Staufenberg wurde mit Mietvertrag vom 14. Dezember 2000 von der SINAS Beteiligungs GmbH & Co. Vermietungs-KG, München, gemietet. Die Laufzeit für die einzelnen Mietverträge beläuft sich auf 22 Jahre für die Immobilie und 3, 6 und 12 Jahre für die Mobilien. Der erste Teil der Mobilien-Mietverträge (Mietschein 1) ist mit Wirkung vom 31. Dezember 2004 ausgelaufen. Die Wirtschaftsgüter wurden käuflich erworben und an die Fulfilment Plus GmbH veräußert.

Die Fulfilment Plus GmbH hat das gesamte Distributionszentrum in Staufenberg mit Wirkung vom 01. Juni 2004 im Rahmen eines Betriebspachtvertrages übernommen. Der Betriebspachtvertrag hat eine Laufzeit von 10 Jahren und endet am 31. Mai 2014, verlängert sich aber um jeweils ein weiteres Jahr, sofern nicht eine der Parteien fristgerecht kündigt. Damit steht den o.g. finanziellen Verpflichtungen eine langfristige Gegenfinanzierung entgegen.

Die EDV-Leasing- und Wartungsverträge sind überwiegend jeweils drei Monate zum Jahresende kündbar.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten

Tätigkeitsbereiche

2006
T€
2005
T€
1. Festnetz-Endgeräte 53.866 59.485
2. Mobile Kommunikation (GSM) 249.031 265.414
3. Netzvermarktung 60.413 47.613
4. Systeme/Projekte 86.113 89.276
449.423 461.788

Die Umsatzerlöse werden zu rd. 75 % mit inländischen und zu rd. 7 % mit außereuropäischen Kunden erwirtschaftet.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung von Logistikkosten in Höhe von T€ 1.139 (Vorjahr T€ 1.076), Pachterträge in Höhe von T€ 874 (Vorjahr T€ 874), Erträge aus der Minderung der Einzelwertberichtigung in Höhe von T€ 528 (Vorjahr T€ 524), Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von T€ 41 (Vorjahr T€ 1), Erstattungsbeträge von Versicherungen in Höhe von T€ 1.077 (Vorjahr T€ 281) sowie Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von T€ 313 (Vorjahr T€ 125) enthalten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich auf T€ 834 (Vorjahr T€ 1.102). Zur weiteren Erläuterung verweisen wir auf die Darstellung des Anlagevermögens in der Anlage zum Anhang dieses Jahresabschlusses.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Vertriebsaufwendungen in Höhe von T€ 12.480 (Vorjahr T€ 12.632), laufende EDV-Kosten in Höhe von T€ 815 (Vorjahr T€ 1.029), Versicherungsbeiträge in Höhe von T€ 1.529 (Vorjahr T€ 1.188), Mietaufwendungen für Geschäfts- und Lagerräume in Höhe von T€ 1.482 (Vorjahr T€ 1.550) sowie Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von T€ 1.085 (Vorjahr T€ 598).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Das Ergebnis wird mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 531 (Vorjahr T€ 16) belastet.

5. Sonstige Angaben

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2006 sind durchschnittlich 281 (Vorjahr = 252) Arbeitnehmer beschäftigt worden. Davon entfallen auf:

2006
Anzahl
2005
Anzahl
Angestellte 255 229
Aushilfen 9 8
264 237

Zusätzlich beschäftigte die Gesellschaft 15 Auszubildende. Die Anzahl der nicht mit in die Beschäftigtenzahl aufgenommenen Vorstandsmitglieder beträgt 2.

Vorstand

Mitglieder des Vorstands:

Name, Wohnsitz Zeitraum Ressort und sonstige Bemerkung
Produktmarketing, Vertrieb, Logistik, Applikationen,
Axel Grellhorst, Bünde seitdem 02.03.2005 Dienstleistungen und Strategie
Manfred Rießland, Münster bis 31.03.2006 Finanzen, Controlling und IT
Reinhard Risse, Möhnesee vom 01.02.-31.07.2006 Finanzen, Controlling und IT

Hinsichtlich der Angaben der Gesamtbezüge des Vorstands der Gesellschaft wird die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Aufsichtsrat

Herr Michael Scheeren, ehemaliger Finanzvorstand und jetziges Aufsichtsratmitglied der United Internet AG, Dreikirchen (Vorsitzender)

Herr Florian Ebner, Geschäftsführer Neue Medien Ulm Holding GmbH, Ulm (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Ulrich G. Puhrsch, Kaufmann, Soest

Aufsichtsratsbezüge

Die für die Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2006 gewährten Gesamtbezüge betragen € 68.000,00.

Konzernzugehörigkeit

Die NT plus AG stellt einen Konzernabschluss auf, der beim Amtsgericht Osnabrück unter HRB 18786 hinterlegt und im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

 

Osnabrück, den 23. März 2007

NT plus AG, Osnabrück

Axel Grellhorst

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
Zugang
Abgang 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.438.934,41 387.375,05 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 31.401,38 263.133,61 0,00
6.470.335,79 650.508,66 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.848.537,02 362.431,76 396.259,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.126.511,19 2.903,27 3.724.445,21
2. Beteiligungen 49.871,28 0,00 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 17.548,99 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 567.079,96 0,00 0,00
5.761.011,42 2.903,27 3.724.445,21
18.079.884,23 1.015.843,69 4.120.704,27
Abschreibung kumuliert
Restbuchwert 31.12.2006
Restbuchwert 31.12.2005
Abschreibung des lfd. Geschäftsjahres
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.081.197,28 745.112,18 773.263,51 415.526,38
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 294.534,99 31.401,38 0,00
6.081.197,28 1.039.647,17 804.664,89 415.526,38
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.120.443,49 694.266,23 803.512,61 418.425,58
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.404.969,25 1.402.065,98 0,00
2. Beteiligungen 0,00 49.871,28 49.871,28 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.606,91 11.942,08 12.061,24 119,16
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 567.079,96 567.079,96 0,00
5.606,91 2.033.862,57 2.031.078,46 119,16
11.207.247,68 3.767.775,97 3.639.255,96 834.071,12

1 Die Abschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter in Höhe von € 41.772,73 wird aus Vereinfachungsgründen nicht unter den kumulierten Abschreibungen, sondern in der Abgangsspalte erfasst

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2006

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands nach Gesetz und Satzung überwacht und beratend begleitet.

Der Aufsichtsrat hat sich regelmäßig über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft ihrer verbundenen Unternehmen sowie über die beabsichtigte Geschäftspolitik, Unternehmensplanung und grundsätzliche Fragen vom Vorstand unterrichten lassen. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat dazu regelmäßig schriftlich und mündlich Bericht erstattet.

In vier gemeinsamen Sitzungen, am 21. März 2006, 05. Juli 2006, 20. November 2006 und am 12. Dezember 2006 sind alle wesentlichen Geschäftsvorfälle behandelt worden, besonders diejenigen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.

Beschlüsse wurden auch außerhalb der gemeinsamen Sitzungen im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst.

Beratungsschwerpunkte waren:

Begleitung der Konzeption bezüglich des Aufbaus einer bundesweiten Endkundenmarke (Teleprofi) für den Vertriebskanal Fachhandel

Begleitung und Neuausrichtung der Finanzierungsstruktur

Überwachung und Begleitung der steuerlichen Ermittlungen

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht zum Jahresabschluss der NT plus AG für das Geschäftsjahr 2006 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüferin gewählten PwC Deutsche Revision Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgeseüschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Prüfung hat keinen Anlass zur Beanstandung ergeben.

Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Vom Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der NT plus AG und den Lagebericht geprüft und nach dem abschießenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den ebenfalls mit uneingeschränktem Testat des Abschlussprüfers versehenen Konzernabschluss gebilligt.

Der Jahresabschluss ist durch Zustimmung des Aufsichtsrates damit nach § 172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und ihr erfolgreiches Wirken.

 

Osnabrück, im Mai 2007

Der Aufsichtsrat

Michael Scheeren, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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