MSG GmbH & Co. KG Grundstücksverwaltung
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
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| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BOS GmbH & Co. KGOstfildernKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine Hinweise Die BOS GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Ostfildern und ist im Handelsregister Stuttgart unter HRA 210093 eingetragen. Die Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Konzernabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises 1. Einbezogene Unternehmen Die BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, ist Mutterunternehmen für die in der separaten Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Tochterunternehmen. Die BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, kann einen beherrschenden Einfluss ausüben. Die Rechtsform der Gesellschaft ist eine GmbH & Co. KG, die seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder unter § 264a HGB fällt, da zum 31. Dezember 2022 kein persönlich haftender Gesellschafter mehr an der DE-OST beteiligt ist. Die Gesellschaft ist eine große Personenhandelsgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB i. V. m. § 264a Abs. 1 HGB. Die Konzernrechnungslegungspflicht ergibt sich aus §§ 290ff. HGB i. V. m. § 264a Abs. 1 HGB. Die Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie die weiteren Angaben nach § 314 Abs. 2 HGB sind integraler Bestandteil des Konzernanhangs. In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB neben dem Mutterunternehmen BOS GmbH & Co. KG 5 (im Vorjahr 5) inländische und 15 (im Vorjahr 15) ausländische Unternehmen einbezogen. 2. Nicht einbezogene Unternehmen Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) wurde ein inländisches Unternehmen nicht in die Vollkonsolidierung einbezogen. C. Konsolidierungsgrundsätze Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zu Grunde. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 (Neufälle) wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern sind nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei der Erstkonsolidierung von Erwerbsvorgängen vor dem 1. Januar 2010 wird unverändert die Buchwertmethode gemäß §301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. mit den gemäß § 301 Abs. 2 HGB a. F. möglichen Erstkonsolidierungszeitpunkten angewandt. Bei der Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital entstanden folgende aktive Unterschiedsbeträge:
Aufgrund einer Verschmelzung ergibt sich zum 1. Januar 2010 ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.979. Es handelt sich um einen technischen Unterschiedsbetrag, der innerhalb der Kapitalrücklage ausgewiesen wird. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2010. Die Berechnung des Ausgleichspostens für nicht beherrschende Anteile bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung von einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten. Zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen fand im Liefer- und Leistungsverkehr keine Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 Abs. 1 HGB statt, da nur unwesentliche Zwischengewinne in den Vorräten vorhanden sind. Die Lieferungen und Leistungen wurden zu üblichen Marktbedingungen erbracht. Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Zwischenergebniseliminierung für Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Anlagevermögen vorgenommen. Die eliminierten Zwischenergebnisse belaufen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 19 (i. V. TEUR 39). Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Aus der Schuldenkonsolidierung resultierende echte Aufrechnungsdifferenzen wurden erfolgswirksam behandelt. Aufrechnungsdifferenzen aus Währungskursen wurden ebenfalls erfolgswirksam eliminiert. Aus Gründen der Unwesentlichkeit wird auf die Durchführung einer Drittschuldenkonsolidierung verzichtet. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen eliminiert. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastungen der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern werden gegebenenfalls saldiert ausgewiesen. Im Falle eines aktiven Überhangs wird auf eine Aktivierung gemäß § 274 HGB verzichtet. Die Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren ausgleicht. In 2022 erfolgte keine Passivierung latenter Steuern, da sich bei Saldierung der latenten Steuern gemäß § 274 HGB und der latenten Steuern gemäß § 306 HGB insgesamt ein Aktivüberhang ergibt. Auf steuerliche Verlustvorträge werden keine aktiven latenten Steuern gebildet. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde beachtet. D. Rechnungslegungsgrundsätze 1. Allgemeine Angaben In Ergänzung des gesetzlichen Bilanzgliederungsschemas wurden folgende Posten separat ausgewiesen:
2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die entgeltlich von Dritten erworben wurden, werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung, der 7 bis 15 Jahre beträgt, planmäßig abgeschrieben. Zugänge bei immateriellen Vermögensgegenständen werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind zwischenzeitlich voll abgeschrieben. Die ursprünglich angesetzte Nutzungsdauer lag zwischen 5 und 15 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Bei Zugängen im Geschäftsjahr erfolgte die Abschreibung zeitanteilig (pro rata temporis). Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ansprüche aus Lebensversicherungen wurden mit dem aktivierungspflichtigen Deckungskapital zuzüglich der seither angefallenen Überschussanteile bewertet. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, wurden durch Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In den Herstellungskosten sind angemessene Teile der Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten angesetzt; soweit notwendig wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Die fertigen Erzeugnisse sind retrograd bewertet. Es wurde der Verkaufspreis abzüglich Gewinnzuschlag, Vertriebskosten und Teile der Verwaltungskosten angesetzt. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, sowie bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden konzerneinheitliche Abschreibungen wegen Gängigkeit vorgenommen. Die Abschreibungen betragen 50 %, wenn bei einzelnen Artikeln länger als ein Jahr kein Verbrauch stattgefunden hat. Bei Artikeln, bei denen mehr als zwei Jahre weder Zugänge noch Verbräuche zu verzeichnen sind, erfolgt eine vollständige Abschreibung. Nach dem Serienauslauf eines Produkts wird der prognostizierte Ersatzteilbedarf mit 50 % der seitherigen Buchwerte angesetzt. Obsoletes Material wird vollständig abgeschrieben. Die Werkzeuge wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert, soweit notwendig, wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Für alle nicht einzelwertberichtigten Forderungen wurde eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf den Nettoforderungsbestand vorgenommen. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Unterschiede zwischen Handelsbilanz II und Steuerbilanz) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Versorgungsleistungen variiert je nach rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes und hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften beinhalten die Rückstellungen sonstige Leistungen nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Pensionsverpflichtungen im Inland werden nach den Vorschriften des HGB anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der Anwartschaftsbarwertmethode. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2 % ausgegangen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der Rechnungszinssatz basiert in 2022 - entsprechend der gesetzlichen Regelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB - auf dem von der Deutsche Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,78 %. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre würde 1,44 % betragen. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine um TEUR 62 niedrigere Rückstellung (Unterschiedsbetrag). Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (verpfändetes Deckungsvermögen) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Zur Verrechnung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit Deckungsvermögen gilt dasselbe wie oben bei den "Pensionsverpflichtungen" erläutert. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. 3. Währungsumrechnung Die Werte des Jahresabschlusses der ausländischen Gesellschaften wurden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde zu Periodendurchschnittskursen vorgenommen. Erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapitalien und Beteiligungsbuchwerte werden mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich durch die Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften sowie Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals und des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, wurden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" zugeordnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Durch den Deutsche Rechnungslegungs Standard Nr. 25 werden Kursdifferenzen aus langfristen laufenden konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten nicht über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern innerhalb des Konzern-Eigenkapitals über die Währungsrücklage gebucht. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Kursgewinne in Höhe von TEUR 4.444 neutralisiert und in die Währungsrücklage eingestellt. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2022 resultierten ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 3.141) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Alle übrigen Forderungen haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Kapitalanteile Die Pflichteinlagen der Kommanditisten betragen TEUR 14.534 (i. V. TEUR 14.534). Die Hafteinlagen betragen TEUR 12.800 (i. V. TEUR 12.800). 5. Sonderposten für Investitionszuschüsse Der Sonderposten wurde für Zuschüsse der öffentlichen Hand zur Anschaffung von Anlagevermögen gebildet. Der Posten wird über die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände aufgelöst.
6. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen in Höhe von TEUR 15.248 (i. V. TEUR 13.380), für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 42.708 (i. V. TEUR 30.821), Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 14.788 (i. V. TEUR 10.770). Unter den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen aus Altersversorgungsverpflichtungen mit insolvenzgesichertem Vermögen gemäß § § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB und § 314, Nr. 17 HGB in Höhe von TEUR 2.293 (i. V. TEUR 1.982) verrechnet. Der verrechnete Ertrag aus dem Deckungsvermögen beträgt in 2022 EUR 14.629,68 (i. V. EUR 15.629,68). 7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen sich nach Restlaufzeiten wie folgt dar:
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 4.156 (i. V. TEUR 4.948) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 82.574 (i. V. TEUR 60.835) valutieren, haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die am 31. Dezember 2022 TEUR 2.289 (i. V. TEUR 2.320) betragen, haben insgesamt eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 5.008 (i. V. TEUR 0) haben eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren. Die Sonstigen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt abgesichert: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Zusammenhang mit der Konsortialkreditfinanzierung sind durch einen Sicherheiten-Treuhandvertrag zusammenfassend besichert. In diesem Vertrag sind folgende Sicherheiten im Einzelnen bestellt:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Nachrangdarlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in voller Höhe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Es besteht ein relativer Rangrücktritt für sonstige Verbindlichkeiten gegenüber einem nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 50.116 (i. V. TEUR 45.217). 8. Latente Steuern Latente Steuern wurden auf Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei diversen Bilanzposten ermittelt. Auf steuerliche Verlustvorträge wurden keine latenten Steuern gebildet. Des Weiteren wurden latente Steuern auf Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB ermittelt. Dabei wurde der jeweilige Steuersatz der betreffenden Gesellschaften verwendet. Die Steuersätze der betreffenden Gesellschaften liegen zwischen 10 % und 40 %. Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Aus Differenzen zwischen Handelsbilanz II und Steuerbilanz ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 10.892 (i. V. TEUR 9.860), der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wurde. Darüber hinaus ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 73 (i. V. TEUR 96) aus Konsolidierungsmaßnahmen (§ 306 HGB). Da insgesamt ein Aktivüberhang besteht, wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 306 Satz 5 und 6 HGB keine aktiven latenten Steuern gebildet. II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen aufteilen:
Die Umsatzerlöse aufgeteilt nach geographischen Märkten:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 16.815 (i. V. TEUR 20.590) enthalten. Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen betragen TEUR 15 (i. V. TEUR 15). 3. Personalaufwand Aufwendungen für Altersversorgung sind in dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" in Höhe von TEUR 1.349 (i. V. TEUR 985) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 34.695 (i. V. TEUR 33.567). 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 12 (i. V. TEUR 74) Zinserträge von Gesellschaftern. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind solche an Gesellschafter in Höhe von TEUR 8 (i. V. TEUR 83). 7. Steuern vom Einkommen und Ertrag Im Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" betreffen TEUR 1.274 periodenfremde Erträge (i. V. TEUR 3.139 periodenfremde Aufwendungen). F. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen haben sich wie folgt entwickelt:
Daneben bestehen aufgrund abgeschlossener Devisentermingeschäfte saldierte Abnahmeverpflichtungen für die Fremdwährungen HUF, RON, PLN und CNY von umgerechnet TEUR 60.150. Ferner bestehen Abnahmeverpflichtungen für das Währungspaar USD-CNY von umgerechnet TUSD 14.400. 2. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung (Anlage 6) wurde unter Beachtung der Grundsätze des DRS 21 "Kapitalflussrechnung" des DRSC aufgestellt. Im Finanzmittelfonds sind die Guthaben bei Kreditinstituten, die Kassenbestände und die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten. 3. Personal Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt nachfolgende Mitarbeiter beschäftigt:
4. Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 Satz 2 HGB Die Protec GmbH, Sinsheim, wurde aufgrund § 296 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die B+O Holding GmbH, Ostfildern, hält 100 % der Anteile an der Protec GmbH, Sinsheim. Das Eigenkapital der Protec GmbH beträgt gemäß dem vorläufigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.755, der Jahresfehlbetrag 2022 beläuft sich auf TEUR -3. Die Anteile an der Protec GmbH, Sinsheim, die ursprünglich für TEUR 3.106 angeschafft wurden, sind in 2009 mit TEUR 700 und in 2010 mit TEUR 2.250 wertberichtigt worden. In 2010 war eine Minderung der Anschaffungskosten von TEUR 156 zu verbuchen. Grund für die vollständige Abschreibung sind fehlende Ertragsperspektiven aufgrund der Beendigung des Geschäftsbetriebs. 5. Derivative Finanzinstrumente Es waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 folgende Verträge über derivative Finanzinstrumente abgeschlossen:
Die oben aufgeführten Marktwerte wurden durch die jeweiligen Hausbanken zum 31. Dezember 2022 ermittelt. Die Bewertung beruht auf bestimmten Annahmen und Bewertungsmethoden, die den Einfluss von Markt-, Liquiditäts-, Kredit- und operationellen Risiken berücksichtigen können und kann auch ganz oder teilweise von externen Quellen, Marktpreisen und/oder internen Books and Records Preisen der jeweiligen Bank abgeleitet werden. Bewertungen, die von anderen Annahmen oder Bewertungsmethoden ausgehen, können zu abweichenden Bewertungsergebnissen führen. Die verwendeten Bewertungsmethoden der Banken können ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Obwohl die für die Berechnung der Bewertung verwendeten Angaben Quellen entnommen wurden, die als zuverlässig erachtet werden, kann die Bank für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit der Angaben und der auf ihnen beruhenden Bewertungen keine Gewähr übernehmen. Eine Ableitung der tatsächlich zu erwartenden GuV-Einflüsse auf Basis der ermittelten Marktwerte ist nicht möglich. 6. Bewertungseinheiten Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB. In Bewertungseinheiten einbezogene Vermögensgegenstände und Schulden:
Die BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, verwendet Währungsderivate in erster Linie dazu, Wechselkursrisiken in den Standorten abzusichern. Das Volumen richtet sich nach dem durchschnittlichen Bedarf in Landeswährung und wird hauptsächlich zur Zahlung von Löhnen und Gehältern verwendet. Der Zeitwert der Finanzinstrumente wurde auf Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Bei Devisentermingeschäften wurden die Zeitwerte als Barwert der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweiligen vertraglich vereinbarten Terminkurse und des Terminkurses am Bilanzstichtag ermittelt. Die Zeitwerte der Zinswährungssicherungskontrakte ergeben sich aus den erwarteten abgezinsten zukünftigen Zahlungsströmen, basierend auf aktuellen Marktparametern. 7. Organe des Mutterunternehmens Auf die Angabe der Bezüge der Organmitglieder wird gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB verzichtet. Geschäftsführer des Mutterunternehmens BOS GmbH & Co. KG ist die BOS Verwaltungsgesellschaft mbH, Ostfildern. Deren Geschäftsführer sind bzw. waren im Geschäftsjahr 2022 die folgenden Personen:
Die BOS Verwaltungsgesellschaft mbH, Ostfildern, ist die persönlich haftende Gesellschaft bei der BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern. Das Stammkapital der BOS Verwaltungsgesellschaft mbH beträgt TEUR 53. 8. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers (ohne Umsatzsteuer)
9. Nachtragsbericht Die BOS GmbH & Co. KG sowie ihre Tochterunternehmen haben ausgehend von dem im Juli 2023 ausgefertigten Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 mit allen relevanten Stakeholdern für den Sanierungszeitraum 2023 bis 2025 Sanierungsvereinbarungen abgeschlossen.
Ostfildern, 3. August 2023 BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern vertreten durch die Geschäftsführung der BOS Verwaltungsgesellschaft mbH, Ostfildern Gerald Zimmermann, Geschäftsführer Oliver Weirauch, Geschäftsführer Marcel Lehmann, Geschäftsführer Angabe gemäß § 328 HGB: Der Konzernabschluss der BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, für das Geschäftsjahr 2022 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 2. Oktober 2023 gebilligt worden. Entwicklung des Konzernanlagevermögens der BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, im Geschäftsjahr 2022
Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 13 Abs. 2 PublG i. V. m. § 313 Abs. 2 HGB der BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung der BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel der BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, für die Geschäftsjahre 2021 und 2022gemäß DRS 22
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Als internationale Unternehmensgruppe mit Standorten in Europa, Nordamerika und Asien entwickelt, fertigt und vertreibt die BOS-Gruppe innovative Systeme und Komponenten für die Automobilindustrie. Wir entwickeln und produzieren an 18 Standorten in Europa, Nordamerika sowie Asien, mit rd. 6.000 Mitarbeitern, als sortenreiner Automobilzulieferer Komponenten und Systeme für eine Vielzahl von OEMs und Tier-1 Kunden. In der über 100-jährigen Unternehmensentwicklung hat BOS sich globale Präsenz und weltweite Technologie- und Marktführerschaft in einigen Produktfeldern des Fahrzeuges erarbeitet. Die Geschäftsfelder umfasssen:
2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Für die BOS-Gruppe ist neben der globalen wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere die Entwicklung der Automotive-Branche von Bedeutung. Aus diesem Grund erläutern wir im Folgenden die wirtschaftliche Entwicklung dieser Branche. 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen Gemäß IWF war nach der ursprünglichen Erholung der Wirtschaft in 2021 der Kriegsbeginn am 24.02.2022 durch Russland in der Ukraine maßgeblich für die weitere Entwicklung in 2022. Demokratische Staaten übten Sanktionen gegen Russland aus. Aussagen zur Beendigung dieser Krise sind nicht möglich. Lieferengpässe, gestiegene Energie- und Rohstoffkosten, eine hohe Inflation sowie steigende Zinsen belasten die Konjunktur weltweit. Während die globale Produktion (gerechnet in Kaufkraftparitäten) in 2021 um 5,9 % anstieg verzeichnen wir in 2022 lediglich eine Zuwachsrate von 3,2 %. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt hat sich 2022 gegenüber dem Vorjahr um rund 3,9 Billionen USD auf insgesamt rund 100,2 Billionen USD erhöht, dies entspricht einem Wachstum von 4 %. Im Euroraum stieg das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr lediglich um 2,8 %, da sich hier die Auswirkungen des Krieges am meisten zeigten in Form von gestiegenen Rohstoffpreisen sowie hohen Energiepreisen. In Russland schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 2,1 %. In Deutschland nahm das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 % zu. Auch die übrigen sogenannten fortgeschrittenen Volkswirtschaften können für 2022 geringere BIP-Wachstumsraten verzeichnen wie zum Beispiel 2,4 % (USA). In den übrigen großen Volkwirtschaften der Welt zeigt sich ein ähnliches Bild. Allein China verzeichnete nur ein geringes BIP-Wachstum von 3,0 % (im Vorjahr plus 8,1 %). Gründe hierfür sind die strikte Corona-Politik. Die indische Volkswirtschaft verzeichnete einen Anstieg von 6,8 % (Vorjahr 9,0 %). Auch in anderen Volkwirtschaften - wie Kanada, Mexiko und Brasilien - sind geringere BIP- Zuwächse von um die 3 % (Vorjahr 5 %) zu verzeichnen. Der Krieg in der Ukraine bewirkte in 2022 ausgeprägte Preisschwankungen bei Energie und Rohstoffen. Die Preise erreichten im Sommer Höchststände. Gegen Ende 2022 konnten Preissenkungen für Strom und Gas insbesondere im Euroraum, den USA und Lateinamerika verzeichnet werden. 2.2. Pkw-Markt Die internationalen Automobilmärkte waren im Jahr 2022 von sehr unterschiedlichen Dynamiken geprägt. Während die Märkte in Europa (EU27, EFTA & UK), Japan und den USA hinter dem Vorjahresniveau zurückgeblieben, legte der Absatz in China deutlich zu. Insbesondere der Mangel an Vorprodukten und Rohstoffen, die deutlich gestiegenen Preise für Energie und Logistik sowie durch den russischen Angriffskrieg ausgelöste Unsicherheit verhinderten ein besseres Ergebnis auf den internationalen Automobilmärkten. Insgesamt blieb der Pkw-Weltmarkt 2022 auf Vorjahresniveau. Es wurden 71,2 Millionen Pkw abgesetzt.
Die Neuzulassungen von Personenkraftwagen in Deutschland nach einzelnen Marken stellen sich wie folgt dar (Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt): Neuzulassungen PKW in Deutschland nach Marken
Der Anteil an Neuzulassungen beläuft sich für die deutschen Konzernmarken auf 67 % (i. V. 68 %). Die ausländischen Marken ohne deutsche Konzernmarken haben in 2022 einen Marktanteil von 33 % (i. V. 32 %). Die Weltautomobilproduktion der deutschen Hersteller stellt sich wie folgt dar (Quelle: Verband der Automobilindustrie - VDA):
Die gesamte Automobilindustrie in Deutschland wuchs im Jahr 2022 um ca. 4 % auf einen Gesamtumsatz von EUR 506 Mrd. (Vorjahr EUR 411 Mrd.) mit 774.339 Beschäftigten im Jahresdurchschnitt (Vorjahr 786.109). Die Weltautomobilproduktion von Personenkraftwagen stellt sich von 2018 bis 2022 wie folgt dar (Quelle: Verband der Automobilindustrie):
2.3. Automobilzulieferer Nach der Erholung von der Coronapandemie im Geschäftsjahr 2021 konnte sich das Produktionsvolumen der Automobilwirtschaft 2022 zunächst leicht erholen. Der Halbleitermangel aus 2021 entspannte sich 2022 etwas, die Kapazitäten waren jedoch limitiert. Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auch auf die Automobilindustrie aus. Neben den Lieferkettenproblemen, belasten die Automobilzulieferindustrie vor allem steigende Energie- und Rohstoffpreise, steigende Personalkosten sowie eine hohe Inflation. Die Inflation bewirkt einen deutlichen Nachfragerückgang. Zusätzlich befindet sich die gesamte Automobilzulieferer-Industrie in einer sogenannten Sandwichposition, in der gestiegene Beschaffungspreise nicht ausreichend an die Kunden weiterbelastet und durch gestiegene Teilepreise kompensiert werden können. Das belastet die eigenen Margen. 3. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis im Geschäftsjahr 2022 Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Lieferketten mit dem Resultat einer limitierten Materialverfügbarkeit und explodierenden Einkaufspreisen für Materialien und Energie, sowie teilweise einer zweistelligen Inflation in Ländern des Europäischen Raumes und der daraus resultierenden Lohnkostensteigerung als Inflationsausgleich. Der BOS-Konzern hat rechtzeitig versucht dem entgegenzusteuern und entsprechende Materialkostenkompensationen und Inflationsausgleichsprämien bei den Kunden geltend gemacht. Langwierige und schwierige Verhandlungen mit den Kunden führten leider nur zu einem Teilerfolg, so dass nicht alle Kostensteigerungen weiterbelastet und auch die letztendlich durchgesetzten Kompensationen erst recht spät im Jahr vereinnahmt werden konnten. Beides zusammen führte am Ende des Jahres zu einer Liquiditäts- und Ergebniskrise, die kurzfristig nur durch weitere Kundenkompensationen und Gesellschafterdarlehen behoben werden konnte. Um das Unternehmen langfristig wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen und nachhaltig profitabel zu gestalten, haben die Gesellschafter zusammen mit den Banken und den Kunden am Ende des Jahres 2022 entschieden, gleich zu Anfang des Jahres 2023 eine professionelle Sanierung zu starten. Die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, wurde beauftragt ein Sanierungsgutachten nach IDW S6 zu erstellen und als Sanierungsgutachter zu fungieren. Darüber hinaus wurde über Alix Partners GmbH, München, ein erfahrener Chief Restructuring Officer als Generalbevollmächtigter in die Geschäftsführung berufen. Das Sanierungsgutachten soll bis 28. Juli 2023 finalisiert werden und bis dahin sollen auch alle Sanierungsvereinbarungen über die zu leistenden Beiträge mit den Kunden und den Gesellschaftern, sowie der Sanierungskreditvertrag mit den Konsortialbanken unterzeichnet werden. Der Sanierungszeitraum wird bis Ende 2025 terminiert und nach Unterzeichnung aller Sanierungsverträge wird von einer positiven Fortführungsprognose ausgegangen. 3.1. Umsatz und Ertrag 2022 ist die Betriebsleistung des Konzerns BOS GmbH & Co. KG von EUR 753 Mio. im Vorjahr auf EUR 842 Mio. angestiegen. Die Entwicklung der Betriebsleistung und der betrieblichen Aufwendungen stellt sich wie folgt dar (in Mio. EUR):
Die Entwicklung des EBITDA stellt sich wie folgt dar (in Mio. EUR):
Die Umsatzerlöse der Unternehmensgruppe BOS verteilen sich auf viele Marken und Modellreihen. Eine typische Abhängigkeit von einzelnen Kunden, wie häufig in der Automobilindustrie gegeben, liegt im Falle der Unternehmensgruppe BOS nicht vor. Die Produktpalette der Unternehmensgruppe BOS ist breit gefächert. Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich auf EUR -36,2 Mio. (im Vorjahr: EUR +8,9 Mio.; im Vorvorjahr: EUR -8,7 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern enthält Erträge aus Kundenkompensationszahlungen in Höhe von 63,7 Mio. aufgrund von deutlichen Kostensteigerungen. Durch diese Erträge konnten nur teilweise die höheren Produktionskosten aufgrund der gestiegenen Inflation kompensiert werden. Der Ausweis dieser Erträge erfolgt in den Umsatzerlösen. Der Rohertrag aus der Produktionsleistung ist auf EUR 281,1 Mio. (i. V. EUR 270,2 Mio.) gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von EUR 10,9 Mio. bzw. 4,0 %. Ohne die Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Kundenkompensationszahlungen würde sich im Vorjahresvergleich ein Rückgang des Rohertrags ergeben. Im gleichen Zeitraum sind die Personalaufwendungen von EUR 143,1 Mio. auf EUR 154,2 Mio. (+ 7,8 %) deutlich angestiegen, hauptsächlich aufgrund inflationsbedingter Lohn- und Gehaltserhöhungen in den osteuropäischen und mexikanischen Werken, sowie Wechselkurseffekten aus der Konsolidierung in Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von EUR 123,5 Mio. auf EUR 153,1 Mio. angestiegen, u.a. getrieben von einer erhöhten Risikovorsorge für Gewährleistungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, höheren Energiekosten und Wechselkurseffekten. Das Finanzergebnis verschlechterte sich leicht von EUR -11,8 Mio. auf EUR -12,4 Mio. Der Konzernjahresfehlbetrag vor nicht beherrschende Anteile beträgt im Geschäftsjahr 2022 EUR -48,5 Mio. (i. V. EUR -9,5 Mio.; im Vorvorjahr: EUR -17,9 Mio.). 3.2. Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2022 EUR 30,9 Mio. (i. V. EUR 9,2 Mio.). Die Bankschulden betragen zum Bilanzstichtag EUR 160,0 Mio. (i. V. EUR 149,3 Mio.). Der Anteil der flüssigen Mittel von EUR 60,3 Mio. (i. V. EUR 35,7 Mio.) beträgt 14,7 % (i. V. 9,1 %) der Bilanzsumme. Das Kreditvolumen aufgrund des Konsortialkredits beträgt zum Bilanzstichtag für die Unternehmensgruppe BOS EUR 187,85 Mio. 3.3. Vermögenslage Im Berichtszeitraum ist die Eigenkapitalquote von 12,2 % auf 0,9 % gefallen. Die Bilanzsumme erhöhte sich um EUR 18,7 Mio. und betrug zum Bilanzstichtag EUR 411,0 Mio. (i. V. EUR 392,4 Mio.). Das Anlagevermögen beträgt EUR 132,2 Mio., der bilanzielle Anlagendeckungsgrad 32,2 % (i. V. 34,3 %). Insgesamt ist die Effektivverschuldung (Verbindlichkeiten zuzüglich Rückstellungen zuzüglich passive Rechnungsabgrenzungsposten abzüglich liquider Mittel) um EUR 38,4 Mio. (12,4 %) angestiegen. 3.4. Investitionen Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von EUR 18,7 Mio. (i. V. EUR 29,4 Mio.) getätigt. 81,7 % (i. V. 96,2 %) dieser Investitionen entfielen auf Sachanlagevermögen. Dem standen die Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von EUR 21,0 Mio. (i. V. EUR 20,5 Mio.) gegenüber. 15,5 % der Investitionen (= EUR 2,9 Mio.) entfielen auf immaterielle Vermögensgegenstände bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 1,1 Mio. 3.5. Mitarbeiter Die Anzahl der Belegschaft betrug zum 31. Dezember 2022 inklusive Auszubildende 5.841 Mitarbeiter (i. V. 5.958). Die Mitarbeiter innerhalb des Konzerns sind an folgenden Standorten beschäftigt:
BOS bietet im Rahmen des "BISS"-Programms (BOS internes Schulungssystem) umfangreiche Fort- und Ausbildungsmaßnahmen an. 3.6. Forschung und Entwicklung Ein wichtiger Erfolgsfaktor von BOS sind innovative Produkte, mit denen ein technischer Vorsprung gegenüber Wettbewerbern erzielt werden kann. Um unsere Forschungs- und Entwicklungskapazitäten weiter aufzubauen, haben wir in 2021 unsere neue Gesellschaft BOS Innovation Technology Center in Katowice/Tychy gegründet. Seit dem ersten Quartal 2021 setzen wir an dem neuen Standort in Polen sowohl kundenspezifische Entwicklungen als auch eigene Innovationen um. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2022 insgesamt EUR 48,3 Mio. (2021: EUR 47,6 Mio.; 2020: EUR 44,6 Mio.; 2019: EUR 58,4 Mio.; 2018: EUR 64,9 Mio.; 2017: EUR 75,6 Mio.; 2016: EUR 73,3 Mio.; 2015: EUR 57,5 Mio.) und sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % gestiegen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden weltweit 58 Patente (2021: 56; 2020: 52; 2019: 57; 2018: 60; 2017: 96; 2016:95:2015: 78) angemeldet. Die durchschnittliche Restnutzungsdauer der angemeldeten Patente beträgt 14,0 Jahre (2021: 14,1 Jahre; 2020: 13,9 Jahre; 2019: 13,9 Jahre; 2018: 13,6 Jahre; 2017: 13,6 Jahre; 2016: 13,0 Jahre; 2015: 12,5 Jahre). Im Inland wurden in 2022 30 Patente angemeldet. Der Bestand an angemeldeten Patenten beträgt zum 31. Dezember 2022 612 Stück. 4. Risikobericht 4.1. Risiken und Chancen der Unternehmensgruppe BOS Unternehmerisches Handeln ist immer mit Chancen, aber auch mit Risiken verknüpft. Gerade für international ausgerichtete Unternehmen wie die BOS-Gruppe kommt effektivem Risikomanagement hohe Bedeutung zu. Aus diesem Grund gelten unter anderem folgende Grundsätze: Ereignisse, die signifikante negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und/oder Ertragslage des Konzerns besitzen, definieren wir als Risiken. BOS handelt im Bewusstsein dieser möglichen Risiken. Dabei versuchen wir Auswirkungen auf das Unternehmen umgehend zu beseitigen oder so weit wie möglich einzugrenzen. Aktives Risikomanagement ist permanente Pflicht des jeweiligen Verantwortlichen. BOS verfügt über risikopolitische Grundsätze, die auf dem Risikoleitbild aufbauen. Ziel von BOS ist es, Risiken schnell zu identifizieren, genau zu analysieren und effektiv zu steuern, um potenziellen Schäden entgegenzuarbeiten, sind Risiken so gering wie möglich zu halten oder ganz zu vermeiden. Bewusst gehen wir Risiken nur dann ein, wenn sie kalkulierbar und - mit dem Ziel der langfristigen Sicherung der Finanzkraft des Unternehmens - unvermeidbar sind. Sämtliche Mitarbeiter der BOS-Gruppe haben die Aufgabe, in ihrem Verantwortungsbereich Risiken zu erkennen und zu minimieren. Gefahren und Risiken, die im Betriebsablauf auftreten, müssen von jedem Mitarbeiter unverzüglich dem zuständigen Verantwortlichen mitgeteilt werden. 4.2. Identifizierung von Chancen und Risiken Geschäftsführung und Führungskräfte analysieren das BOS-Geschäftsmodell regelmäßig nach Chancen und Risiken. 4.3. Konjunktur- und Branchenrisiken Der BOS-Konzern wird als weltweit tätiges Unternehmen durch die Rahmenbedingungen an nationalen als auch internationalen Märkten beeinflusst. Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Der Internationale Währungsfonds geht gemäß Veröffentlichung im April für das Jahr 2023 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 2,8 % aus. Dies sind 0,2 Prozentpunkte mehr als noch Mitte März 2023 angenommen. In den beiden größten Volkswirtschaften USA geht man von einem Wachstum von 1,6 % aus, in China mit einem deutlich höheren Anstieg von 5,2 %. Für die BOS-Gruppe können sich Risiken durch eine Verschärfung geopolitischer Spannungen, wie etwa dem Krieg in der Ukraine, ergeben. Aufgrund der stark begrenzten Aktivitäten der BOS-Gruppe in den Märkten Russland und Ukraine ist jedoch nicht mit nennenswerten direkten Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das Konzernergebnis zu rechnen. Allerdings kann es im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine weiterhin zu Schwierigkeiten kommen, die zu Beeinträchtigungen bei der Produktion von Fahrzeugen, u. a. auch in Deutschland, führen können. Die Auswirkungen von weiteren geopolitischen Spannungen wie z.B. zwischen China und Taiwan können derzeit nicht abgeschätzt werden, werden aber aufmerksam verfolgt. Daneben bestehen weitere Unsicherheitsfaktoren für die Automobilbranche aus dem Übergang von Verbrennungsmotoren auf elektrisch betriebene Fahrzeuge bzw. andere alternative Antriebsarten. Wenngleich der BOS-Konzern mit seinen Produkten unabhängig von der Antriebstechnologie im Markt unterwegs ist, besteht das Risiko in der Verunsicherung der Kunden und ein sich veränderndes Kaufverhalten. Die derzeit relevanten Risiken für Konjunktur und die Branche sind
Den Konjunktur- und Branchenrisiken begegnet der BOS-Konzern mit einer Vielzahl von Maßnahmen und beobachtet kontinuierlich und intensiv die Entwicklung der für die Gruppe relevanten Märkte und Branchen. Bei Bedarf werden die Produktionen und Kapazitäten entsprechend angepasst. Der BOS-Konzern versucht im Sinne eines effektiven Risikomanagements umgehend auf Krisen und sich andeutende Umsatzschwächen zu reagieren. Produktions- sowie Kostenstrukturen werden auf die veränderte Umsatzsituation frühzeitig angepasst. 4.4. Preisdruck und Wettbewerb Als Automobilzulieferer sieht sich die Unternehmensgruppe BOS generell einem wettbewerbsintensiven Umfeld gegenüber. BOS versucht u.a. durch Innovationen dem anhaltenden Preisdruck seiner Kunden entgegen zu wirken. BOS hat seit vielen Jahren konsequent Fertigungsstätten in sog. "Best Cost Countries" aufgebaut, um den Preisdruck der OEM entgegen zu wirken. Permanente Produktivitätssteigerungen in den Produktionswerken unterstützen die Wettbewerbsposition von BOS. BOS ist nach IATF 16949 und EN-ISO 9001 zertifiziert. 4.5. Beschaffungsrisiken Die Engpässe der globalen Lieferketten haben sich mittlerweile wieder etwas entspannt, die Transportkosten sinken und die Warenströme fließen wieder zuverlässiger. Den Risiken auf der Beschaffungsseite begegnet die BOS Gruppe mit verschiedenen Maßnahmen. Zunächst unterhält BOS einen engen Kontakt zu seinen Lieferanten und auditiert diese regelmäßig, um Ausfälle, Qualitätsprobleme oder Lieferengpässen vorzubeugen. Wenn möglich und wirtschaftlich sinnvoll, wird eine Zwei-Lieferanten-Strategie verfolgt. Des Weiteren unterhält BOS ein "Supplier Management"-Team, das in Krisensituationen beim Lieferanten eingesetzt werden kann und auch in der Lage ist, im Insolvenzfall Werkzeuge zu verlagern. 4.6. Finanzwirtschaftliche Risiken BOS verfolgt zeitnah Risiken in den Bereichen Zins- und Währungsentwicklung. Das Debitorenausfallrisiko wird ebenfalls genau beobachtet. Um die Auswirkungen steigender Zinsen auf das Unternehmensergebnis zu vermindern, haben wir Zinssatz-Swap-Geschäfte abgeschlossen. Kurzfristig bestehen Zinsrisiken über die Veränderung des Euribor als Basis für die Kalkulation der Bankzinsen. Währungsrisiken bestehen für BOS vorrangig aus Lieferungen und Leistungen in den Währungen US-Dollar, Ungarische Forint, Polnische Zloty, Tschechische Kronen, Rumänische Lei, Japanische Yen und Chinesische Renminbi Yuan. Wir versuchen diesen Risiken durch geeignete Hedgingstrategien zu begegnen (Einsatz von Devisentermingeschäften und von Devisenoptionsgeschäften), die regelmäßig überwacht und gegebenenfalls neu festgelegt werden. Die Finanzierung der BOS Gruppe ist stark geprägt durch eine Kreditaufnahme bei einem Bankenkonsortium im Umfang von EUR 187,85 Mio. Der Vertrag läuft originär bis Ende 2023. Die einzuhaltenden Finanzkennzahlen sind an die Unternehmensplanung für den Zeitraum der Kreditlaufzeit angepasst. Die BOS Gruppe befindet sich momentan in einer Restrukturierung. Mit den Stakeholdern wurde Anfang des Jahres 2023 ein IDW S 6 Gutachten in Auftrag gegeben. Mit der Vorlage des positiven Sanierungsgutachtens zum 31. Juli 2023 wurde mit den Banken parallel die Fortführung des Konsortialkreditvertrags bis Ende 2025 vereinbart. Der im Geschäftsjahr 2022 entstandene hohe Verlust konnte nicht durch Kundenkompensationszahlungen gedeckt werden. Es wurden Ende 2022 zur Sicherstellung der Liquidität Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt EUR 5 Mio. gewährt. 4.7. Rechtliche Risiken Zur Vertragsprüfung greifen wir auf Spezialkenntnisse externer Berater zurück. Ausreichender Versicherungsschutz besteht für sogenannte Normalrisiken sowie Existenz gefährdende Risiken. Die Überwachung des Versicherungsumfangs erfolgt laufend durch externe Versicherungsmakler. Wesentliche Prozessrisiken über die bekannten und bereits zurückgestellten hinaus bestehen nicht. 4.8. Personalrisiken Der Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte sowie Experten und Talente ist nach wie vor sehr ausgeprägt. Der künftige Erfolg der BOS Gruppe hängt auch davon ab, inwiefern es uns auch weiterhin gelingt, hoch qualifizierte Mitarbeiter:innen einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Trotz aller Bestrebungen im Personalwesen und allen Fachbereichen besteht das Risiko, dass die BOS Gruppe die ausreichende Anzahl qualifizierter Mitarbeiter:innen zukünftig nicht in jedem Tätigkeitsfeld sicherstellen und langfristig an das Unternehmen binden kann. 4.9. Ökologische Risiken Als umweltfreundliches Unternehmen hat BOS ein Umweltmanagementsystem nach "DIN EN ISO 14001" eingeführt, welches vom TÜV Süddeutschland zertifiziert wurde. Die Grundsätze unserer Umweltpolitik werden auf unsere Zulieferer und Dienstleister übertragen. 4.10. IT- und Informationsrisiken Die Sicherheit, der Schutz und die Integrität unserer Daten sowie der IT-Infrastruktur sind unerlässlich für einen ordentlichen Geschäftsbetrieb. Gesetzliche Vorgaben und Vorschriften erfordern technisch-organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Rechenzentren und der schnellen und sicheren Datenübertragung. Daher haben wir festgelegte Prozesse für die Datensicherung. Die täglichen Datensicherungen erfolgen inkrementell. Wöchentlich erfolgt eine Komplettsicherung. Für diverse Störfälle haben wir Notfallszenarien entwickelt. Durch Cyber-Angriffe, unter anderem mit schädlicher Software, oder durch gezielte Angriffe etwa auf Mitarbeiterinnen können Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BOS Gruppe entstehen. Diesen Risiken wirken wir durch Analyse von bekannt gewordenen Schadensfällen sowie durch die Einsteuerung entsprechender Gegenmaßnahmen und die Ableitung spezifischer Handlungsempfehlungen bezüglich solcher Aktivitäten entgegen. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiter:innen zu diesen Themen regelmäßig und gezielt informiert und sensibilisiert. 4.11. Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken Die Unternehmensgruppe BOS ist als produzierendes Unternehmen und Zulieferer der Automobilindustrie den branchentypischen Risiken in Bezug auf die Gewährleistung und Haftung ausgesetzt. Im Falle von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen führen, können sich erhebliche Schadenersatzforderungen der Kunden ergeben. Außerdem könnte die Reputation von BOS dadurch nachhaltig beschädigt werden. Den Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken begegnet BOS durch umfangreiche qualitätssichernde Maßnahmen bereits im Produktionsprozess und dem entsprechenden Versicherungsschutz. Außerdem bestehen häufig Rückforderungsansprüche an Vorlieferanten, die jedoch rechtlich und wirtschaftlich nur begrenzt durchsetzbar sind. Weiteres Risikopotenzial für den Konzern BOS besteht in der Entwicklung ganz neuer Produkte, wie beispielsweise aktuell den Ladeklappen oder durch komplexe Produktionsprozesse wie z.B. für die öffenbaren Dachsysteme. Durch ein entsprechendes Qualitätssicherungssystem sorgt BOS für die Verringerung der oben genannten Risiken. 4.12. Beurteilung des Gesamtrisikos Es muss sich noch zeigen, wie lange sich die geopolitischen Unruhen auf die gesamtwirtschaftliche Lage auswirken. Derzeit sind Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken könnten, nicht ersichtlich. 5. Chancenbericht 5.1. Erweiterung des Leistungsspektrums Sämtliche Entwicklungseinheiten arbeiten proaktiv daran, durch die Erweiterung ihres Produktportfolios Wachstum zu generieren. Derzeit werden erfolgversprechende neue Produktideen entwickelt. 5.2. Branchenkonsolidierung Der tiefgreifende Transformationsprozess in der Automobilbranche geht einher mit einer globalen Verflechtung. Für viele mittelständische Unternehmen ergibt sich daraus die Herausforderung der Kapitalallokation, denn sie müssen sich gleichzeitig global aufstellen und in Forschung und Entwicklung investieren. Die daraus resultierenden Finanzierungsrisiken erhöhen die Insolvenzgefahr in der Branche, weswegen Konsolidierungen in der Branche durchaus zu erwarten sind. 6. Prognosebericht 6.1. Weltwirtschaft Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert ein Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts. Der IWF erwartet, dass die Weltproduktion in den Jahren 2023 um 2,9 % und 2024 um 3,1 % zunehmen wird. Für Europa wird ein Wirtschaftswachstum von 0,7 % prognostiziert, für Deutschland eine Reduktion um 0,1 %. Damit würde Deutschland in eine leichte Rezession rutschen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Wirtschaft weltweit. Die Invasion hat die Inflationsraten rund um den Globus nach oben getrieben, was deutliche Zinserhöhungen und weniger Wachstum in vielen Ländern nach sich gezogen hat. Der Westen hat die ökonomischen Beziehungen zu Russland weitgehend auf Eis gelegt, was vor allem mit höheren Energiekosten einhergeht. Weltweit, so der IWF, ist es eine Gratwanderung, die Preisstabilität wiederherzustellen und ein Abrutschen in eine Rezession zu vermeiden. 6.2. Ausblick Automotive Im ersten Quartal 2023 hat der Pkw-Weltmarkt seine Erholung von den Auswirkungen der Covid-Pandemie fortgesetzt. Die Versorgungssituation in den Lieferketten hat sich entspannt, die hohen Auftragsbestände konnten etwas abgebaut werden. In Europa ist dadurch eine positivere Entwicklung zu beobachten, als sie bisher in den Prognosen des Verbands der Automobilindustrie (VDA) unterstellt war. Für die Fahrzeugfertigung in Deutschland wird von einem Wachstum um 6 % auf insgesamt 4,0 Mio. Pkw ausgegangen, für Europa (EU, EFTA & UK) wird ein Anstieg um 9 % auf 12,3 Mio. Neufahrzeuge erwartet. Damit wird das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 noch um 22 % unterschritten. In China und den USA hat das erste Quartal die VDA-Einschätzung bestätigt: Der US-Light- Vehicle-Markt steige laut Prognose im Jahr 2023 um 7 % auf 14,7 Mio. an. China befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau, das Wachstum wird mit 3 % auf 23,9 Mio. Pkw wachsen. Insgesamt geht der VDA für den Weltmarkt von einem Wachstum von 6 % und einem Volumen von 75,7 Mio. Pkw aus. 6.3. Ausblick BOS Konzern Für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß der Planung, die auch im IDW S6 Gutachten so hinterlegt ist, von folgenden relevanten Ergebnisgrößen ausgegangen: Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ursprünglich inklusive den Inflationsausgleichszahlungen der Kunden mit Umsatzerlösen von EUR 916 Mio. sowie einem EBITDA von EUR 40 Mio. und einem EBIT von EUR 16 Mio. geplant. Aufgrund der nach wie vor anhaltenden Einflüsse des Ukrainekriegs, noch nicht komplett wiederhergestellter Lieferketten, sowie einem dynamischen Kundenverhalten zwischen Verbrenner- und Elektroantrieben weltweit, kann eine genaue Umsatz- und Ergebnishochrechnung für das Geschäftsjahr 2023 nicht zuverlässig abgegeben werden. In den ersten 5 Monaten des Geschäftsjahres 2023 belaufen sich die Umsatzerlöse auf EUR 369 Mio., das EBITDA auf EUR 9,7 Mio. und das EBIT auf EUR 0,3 Mio. Die Erfüllung der Planzahlen stellt aufgrund der aktuellen Ereignisse und der sich dadurch ergebenden Unsicherheiten eine große Herausforderung dar. Zur Sicherung der finanziellen Stabilität wurde das Sanierungsgutachten erstellt und die darin enthaltenen Maßnahmen werden sukzessive umgesetzt. Darin verpflichten sich alle Stakeholder während des Sanierungszeitraumes ihre vertraglich zugesicherten Beiträge zu leisten:
Ostfildern, 3. August 2023 BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, vertreten durch die Geschäftsführung der BOS Verwaltungsgesellschaft mbH, Ostfildern Gerald Zimmermann, Geschäftsführer Oliver Weirauch, Geschäftsführer Marcel Lehmann, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BOS GmbH & Co. KG, Ostfildern, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Reutlingen, 7. August 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Matthias Spingler, Wirtschaftsprüfer Matthias Reiber, Wirtschaftsprüfer |
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