Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH

Redentiner Landstraße 1, 23974 Krusenhagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 14460
Eingetragen
15.12.2015
Branche
Großhandel mit Roh- und SchnittholzHerstellung von Paletten und anderen Ladungsträgern aus HolzGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Gegenstand
Handel mit Holzprodukten (Pellets, Briketts, Feuerholz etc.), Ein- und Verkauf von Rohstoffen zur Pelletproduktion und Biomasse und zur Erzeugung von Strom sowie Investitionen im Bereich Erneuerbarer Energien

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kathrin Wiedmer
seit 2.11.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Kathrin Wiedmer
Krusenhagen OT Hof Redentin
50.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH

Krusenhagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundsätze

Im Lagebericht werden vergangenheitsbezogene Fakten dargelegt und zudem vorausschauende Aussagen getroffen. Das die Vergangenheit beschreibende Datenmaterial wird überwiegend aus dem Jahresabschluss des abgelaufenen Geschäftsjahres hergeleitet. Vorausschauende Aussagen unterliegen Unsicherheiten und Risiken, die jeweils auf den tatsächlichen Eintritt der dargestellten Sachverhalte Einfluss nehmen können. Insoweit werden diese Sachverhalte auch im Konjunktiv beschrieben. Die auf zukünftige Ereignisse ausgerichteten Aussagen und Darlegungen wurden auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts verfügbaren Daten und Informationen erstellt. Gleichwohl sind die zukunftsbezogenen Aussagen mit den Risiken aller in die Zukunft gerichteten Betrachtungen verbunden.

2. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie hat in Deutschland und der Eurozone zu einem historischen Einbruch der Wirtschaftsleistung geführt. Im Jahr 2022 hat sich die Geschäftsentwicklung wieder an den Jahren vor der Pandemie orientiert und zeitweise lag die Nachfrage über den Produktionskapazitäten.

Der noch immer andauernde Krieg in der Ukraine bremst den erhofften, kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung und treibt die Inflation, 2024 wird eine Inflationsrate bei 2,6 % erwartet.

Das deutsche BIP hat 2023 stagniert und wird 2024 laut KfW-Research nur noch um 0,3 % wachsen. Während die Bremseffekte der Corona-Pandemie nachlassen und sich die Dienstleistungen über Frühling und Sommer etwas erholen, verlängert der russische Angriffskrieg die globalen Lieferkettenprobleme, hält die Energiekosten weiterhin auf hohem Niveau und belastet damit die Kaufkraft und die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands.

Für die Eurozone betrug das Wachstum hingegen 0,8 % im Jahr 2023, 1,1 % werden in 2024 erwartet. Die anhaltend hohen Energiepreise sind Grundlage der schwachen Wachstumsaussichten.

Mit Bezug auf das Pellet Geschäft führt der Krieg in der Ukraine dazu, dass im Europäischen Markt ca. 3 Mio. Tonnen Pellets fehlten, die vormals aus Russland, Belarus und der Ukraine geliefert wurden.

Die hohen Energiepreise, sowie die Knappheit an Holzpellets haben zu einer Verdreifachung der Holzpellet-Preise bis Oktober 2022 geführt, 2024 hat sich das Preisniveau gegenüber 2022 mehr als halbiert.

Entwicklung der Waldfläche und des Holzvorrates in Deutschland

Der Wald in Deutschland umfasste, im Jahr 2020, 10,7 Millionen Hektar, bzw. 29,8 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands. In den deutschen Wäldern wachsen rund 90 Milliarden junge und alte Bäume mit einem Holzvorrat von insgesamt 3,9 Mrd. m 3.

Nachhaltige Bewirtschaftung trägt dazu bei, dass der Wald langfristig erhalten bleibt und effektiv genutzt werden kann: Holzpellets sind nicht nur eine Möglichkeit, die anfallenden Späne im Sägewerk sinnvoll zu verarbeiten, sondern auch regionaler Wirtschaftsmotor!

Beim Einschnitt von Holz in Sägewerken fallen pro Jahr 6-7 Mio. Tonnen atro Sägenebenprodukte an.

Das Deutsche Pelletinstitut gab bekannt, dass der jährliche Vorratszuwachs in den deutschen Wäldern 28 Mio. m 3 beträgt. Da für Holzpellets kein zusätzlicher Baum gefällt wird, bilden sie einen Teil der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft berichtet im Januar 2024, dass der Holzvorrat in Deutschland im sieben Prozent angestiegen sei. Die Daten der vierten Bundeswaldinventur 2021/2022 werden derzeit geprüft und ausgewertet. Die Ergebnisse werden voraussichtlich im Oktober 2024 vorgestellt werden.

Kesselinstallationen 2022

Das Jahr 2022 war bislang das erfolgreichste Jahr der deutschen Pelletbranche. Erstmals wurden laut Branchenverband DEPV über 100.000 Pelletfeuerungen abgesetzt in einem Kalenderjahr. Der Zubau ist damit zum Vorjahr erneut deutlich gestiegen. Der Absatz 2023 hat sich aufgrund der politischen Fehlenkung des Heizungsmarktes nahezu halbiert, 2024 stabilisiert sich der Absatz auf niedrigem Vorjahresniveau.

Im Jahr 2023 werden laut dem Deutschen Pelletinstitut 722.000 Pelletfeuerungen installiert.

Die Dynamik beim Zubau von Pelletfeuerungen ist auch weiterhin den guten Rahmenbedingungen zu verdanken. Zum einen leistet die hochmoderne und effiziente Verbrennungstechnik ihren Beitrag. Eine große Rolle spielt jedoch auch die aktuelle Fassung des Gebäudeenergiegesetzes, bei dem der Einbau von Ölheizungen ab 2026 nahezu vollständig verboten ist.

Dennoch hat die Bundesregierung für größte Verunsicherung im Heizungsmarkt gesorgt, in dem u.a. die wirtschaftliche Option Pelletheizung diskriminiert wurde.

Bis zu 45 % werden für alle Maßnahmen rund um den Heizungsaustausch gefördert, was auch Handwerksleistungen wie den Ein- und Ausbau von Heizungsanlagen beinhaltet und nicht nur den Kessel selbst.

Nicht zu unterschätzen ist auch das gewachsene Bewusstsein für den Klimaschutz, welches allerdings durch offensive Kommunikation von öffentlichen Stellen unterstütz werden muss.

Marktentwicklung

Die durch den Krieg in der Ukraine verursachte Energiepreisexplosion bei Öl, Gas und Strom, sowie die deutliche zu Tage getretene Abhängigkeit von Russischem Gas sind weitere Wachstumstreiber für Pelletfeuerungen, was zu einem Mehrbedarf an Holzpellets in 2022 geführt hat.

Durch die staatlichen Vorgaben CO 2 einzusparen, sind auch Kommunale Unternehmen, wie Stadtwerke oder Stadtverwaltungen gezwungen auf Pellets umzusteigen. Einige dieser Unternehmen nutzen bereits Pellets zur Wärmeerzeugung, jedoch wird auch in diesem Bereich ein deutlicher Anstieg bei Anlagen und Verbrauch prognostiziert. Der öffentliche Wärmemarkt mit Wärmenetzen wird ein Wachstumstreiber werden.

Die Pelletpreise sind seit Ende 2022 kontinuierlich gesunken. Pelletkunden zahlen derzeit wieder so viel wie im November 2021, vor dem Ukrainekrieg für Ihre Holzpellets.

Die Rohstoff- und Transportkosten der Hersteller und Händler deuten auf ein Ende der Abwärtsbewegung hin.

Der Zubau neuer Pelletheizungen hat sich nach zwei Boom-Jahren deutlich verlangsamt. Dass sich die Förderkulisse für Biomassekessel in Deutschland nach dem abrupten Zuschuss-Stopp im Herbst 2022 zwischenzeitlich wieder normalisiert hat , wird sich erst mit Verzögerung auf die Neubauzahlen auswirken. Es ist mit einer erhöhten Kaufaktivität von Haushalten zu rechnen, die über den Sommer ihre Heizungsanlage getauscht und sich dabei für eine Pelletfeuerung entschieden haben.

Ein Trend bei der Heizungsmodernisierung ist weiterhin die Umstellung von Öl auf Holzpellets. Viel Hausbesitzer wissen die eigene Brennstoffbevorratung zu schätzen. Leitungsgebundene Energie wie Gas oder Fernwärme ist im ländlichen Raum oftmals nicht verfügbar und Wärmepumpen in Bestandsgebäuden häufig keine sinnvolle Alternative.

Mit Blick auf den Brennstoffkostenvergleich hat sich der Vorteil für Holzpellets gegenüber Heizöl weiter erhöht. Heizöl kostet weiterhin ca. zehn Cent je kWh, während die Kilowattstunde aus Holzpellets auf ca. 5,5 Cent gefallen ist.

Zusammenfassung

Die früheren Haupttreiber des Geschäftes mit Holzpellets, das gewachsene Umweltbewusstsein und der damit verbundene Wille CO 2 einzusparen und das durch die Bundesregierung beschlossene Verbot von neuen Ölheizungen ab 2026, sowie die wieder gute Förderpolitik in Deutschland bleiben weiterhin ein Wachstumsmotor.

Die Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH hat 2022 ausschließlich der Mengen der Propell GmbH von den Standorten in Oranienbaum und Löbau vermarktet.

Zum 1.10.2022 hat die Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH ihre 100 % Tochter Propell GmbH verkauft. Zukünftig wird die Gesellschaft weiterhin mit Pellets, aber auch mit Roh- und Brennstoffen handeln und dabei gleichzeitig ihr Geschäft neu strukturieren und ausrichten.

Für die kommenden Jahre rechnet das Unternehmen mit weiter stabilen Ergebnissen.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 haben sich die Umsatzerlöse um 10.546 T-Euro auf 26.653 T-Euro (Vorjahr: 16.107 T-Euro) erhöht. Dieses entspricht einem Zuwachs von 65%.

31.12.2022 31.12.2021
Umsatzerlöse T-Euro % T-Euro %
Erlöse Pellets 23.616 89% 15.772 98%
Übrige 3.037 11% 335 2%
Summe 26.653 100,0% 16.107 100,0%

Hauptursache für diesen Zuwachs sind in 2022 zusätzliche Produktionsmengen des Hauptlieferanten Propell GmbH für die Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH ("MPV"), sowie die sehr hohe Nachfrage und die damit verbundene kontinuierlich Preissteigerung in 2022.

Der Gesamtleistung in Höhe von 27.418 T-Euro (Vorjahr: 16.615 T-Euro) stehen Materialaufwendungen in Höhe von 25.696 T-Euro (Vorjahr: 14.882) gegenüber.

Die Wareneinsatzquote an den Umsatzerlösen beträgt 94% und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (90%) geringfügig erhöht. Das Rohergebnis beträgt 1.722 T-Euro und liegt auf dem Niveau des Vorjahrs (1.733).

Der Personalaufwand erreichte im Geschäftsjahr 2022 658 T-Euro (Vorjahr: 618 T-Euro) und hat sich somit um 40 T-Euro, entsprechend 7%, erhöht. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung betrug in 2022 2% nach 4% im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auf 1.800 T-Euro erhöht (Vorjahr: 862 T-Euro).

Die Zinsen u.ä. Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 193 T-Euro, nach 172 T-Euro im Vorjahr.

Das Jahresergebnis nach Abzug der Steuern betrug 9.133 T-Euro (Vorjahr: 375 T-Euro).

Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:

31.12.2022 31.12.2021
Aktiva T-Euro % T-Euro %
Anlagevermögen 83 0,6% 5.902 71,2%
Umlaufvermögen 13.707 99,4% 2.387 28,8%
Vorräte 24 0,2% 0 0,0%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.815 20,4% 964 11,6%
Sonstige Vermögensgegenstände 2.547 18,5% 1.371 16,5%
Flüssige Mittel 8.318 60,3% 53 0,6%
Rechnungsabgrenzung 3 0,0% 0 0,0%
Summe 13.790 100,0% 8.289 100,0%

Die Veränderung des Anlagevermögens resultiert aus dem Verkauf der Beteiligung an der Propell GmbH.

31.12.2022 31.12.2021
Passiva T-Euro % T-Euro %
Eigenkapital 10.121 73,4% 1.349 16,3%
Fremdkapital 3.669 26,6% 6.940 83,7%
Rückstellungen 168 1,2% 272 3,3%
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 1.479 10,7% 3.533 42,6%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 858 6,2% 439 5,3%
Verbindlichkeiten VU 0 0% 2.081 25,1%
Sonstige Verbindlichkeiten 1.164 8,4% 615 7,4%
Summe 13.790 100,0% 8.289 100,0%

Als Folge der Veräußerung der Beteiligung an der Propell GmbH haben sich die Bilanzsumme und -struktur gegenüber dem Vorjahr deutlich verändert. Der Abgang des Anlagevermögens geht einher mit den verringerten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und dem Zugang bei den flüssigen Mitteln.

Finanzierung und Liquidität

Der Erlös aus dem Verkauf der Beteiligung an der Propell GmbH wurde zu einer wesentlichen Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sowie gegenüber verbundenen Unternehmen verwandt.

Im Berichtsjahr stand jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.

4. Berichterstattung über Chancen und Risiken und zusammenfassende Prognose

Bis zum 30.09.2022 konnte sich die MPV auf die Vermarktung der Produktionsmengen aus den beiden Werken der Propell GmbH konzentrieren. Nach dem Verkauf der Propell GmbH hat MPV zunächst die Betriebsführung der Propell Werke im Rahmen eines Dienstleistungsauftrages vorgenommen und den Holzpellethandel größtenteils über die Propell GmbH abgewickelt.

Seit 2023 hat MPV einen weiteren großen Lieferanten zur Gewährleistung der benötigten Mengen und Preise im Portfolio. Es wird daher von einer stabilen zu erzielenden Marge pro Tonne Pellets ausgegangen.

Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH Krusenhagen, im August 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
1.1.2022
EUR
A. Anlagevermögen 82.926,10 5.901.637,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.500,00 26.250,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 22.500,00 26.250,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
II. Sachanlagen 60.423,10 11.785,93
1. technische Anlagen und Maschinen 1.787,52 5.021,26
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.635,58 5.179,67
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.585,00
III. Finanzanlagen 3,00 5.863.601,99
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2,00 5.863.601,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,00
B. Umlaufvermögen 13.703.226,58 3.032.911,33
I. Vorräte 23.520,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.361.438,99 2.980.179,29
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 90.002,00 471.718,06
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.271.436,99 2.508.461,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.318.267,59 52.732,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.806,41
davon Disagio 2.806,41
Aktiva 13.788.959,09 8.934.549,25

Passiva

31.12.2022
EUR
1.1.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.120.681,73 988.069,76
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 938.069,76 938.069,76
III. Jahresüberschuss 9.132.611,97
B. Rückstellungen 167.516,00 172.816,00
C. Verbindlichkeiten 3.500.761,36 7.773.663,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.479.090,38 3.533.300,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 158,23
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.478.932,15 3.533.300,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 112.988,37 147.000,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 112.988,37 147.000,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 3.012.595,66
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 3.012.595,66
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.908.682,61 1.080.767,83
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.580.530,22 532.054,93
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 328.152,39 548.712,90
Passiva 13.788.959,09 8.934.549,25

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.567.073,76
2. Personalaufwand 657.968,84
a) Löhne und Gehälter 563.935,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 94.033,22
davon für Altersversorgung 8.483,30
3. Abschreibungen 590.969,97
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.737,91
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 581.232,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.976.799,83
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 13.600,99
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 13.600,99
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 192.921,41
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.697,30
8. Ergebnis nach Steuern 9.133.115,42
9. sonstige Steuern 503,45
10. Jahresüberschuss 9.132.611,97

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Vorschriften des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetzes (BiLRUG) wurden beachtet.

II. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Bewertung des Vorratsvermögens, sofern am Bilanzstichtag vorhanden, erfolgt jeweils zu Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird, ausgehend von den Abschaffungskosten, einschließlich der Angaben zu den im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen, in dem als Anlage zu diesem Anhang gesondert beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1-5 Jahre
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Gesamtbetrag
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 858.144,03 0 0 858.144,03
Sonstige Verbindlichkeiten 835.374,56 0 328.152,39 1.163.526,95
1.693.518,59 0 328.152,39 2.021.670,98

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 12 Arbeitnehmer beschäftigt.

Als Geschäftsführerin der Gesellschaft ist Frau Kathrin Wiedmer bestellt.

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB wurde mit Bezug auf § 286 Abs. 4 verzichtet.

Die Angaben nach § 285 Nr. 17 unterbleiben mit Hinweis auf § 288 Abs. 2 Satz 2.

 

Krusenhagen, im Juni 2024

Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH

sonstige Berichtsbestandteile

 

Krusenhagen, den 26.8.2024

gez. Kahtrin Wiedmer, Geschäftsführerin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Am 8. August 2024 habe ich der Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"An die Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH, Krusenhagen

Prüfungsurteile

lch habe den Jahresabschluss der Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Mitteldeutsche Pellet Vertrieb GmbH, Krusenhagen, für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsatze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2022 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs.3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

lch habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Obereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer {IDW) festgestellten deutschen Grundsatze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. lch bin von dem Unternehmen unabhängig in Obereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Obereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. lch bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Obereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei van wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsachliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild van der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Obereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild van der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Obereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer {IDW) festgestellten deutschen Grundsatze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden konnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen van Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung

übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen hoher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzung interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umstanden angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhangenden Angaben .

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. lch ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfalle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

lch erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mangel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Schlussbemerkung

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, die gesetzlichen Vorschriften zur Erstellung des Lageberichts wurden beachtet und der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die zukünftigen Chancen und Risiken zutreffend dar."

 

München, 8. August 2024

DIPL.-KFM. GUNTHER DEUTSCH, WIRTSCHAFTSPRÜFER - STEUERBERATER MÜNCHEN

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